Stork Tronik
Stork Tronik
26
Sechsstufenregler
Bestellnummer 900205.004
Alte Id.Nr.: 175539
Stand: 21.02.2006
Anschaltplan
Produktbeschreibung
Der Sechsstufenregler wurde für die Ansteuerung von Verdichtergruppen bis 6 Maschinen, bzw.
die Ansteuerung von Verdichtern mit Bypass-Ventilen (max. 3 Maschinen) entwickelt. Die gängi-
gen Gaskennlinien sind fest programmiert - somit ist es möglich eine Druckregelung (4...20mA)
zu realisieren und zeitgleich die Temperaturwerte anzuzeigen. Die Verdichterlaufzeiten können
mit Hilfe der sequentiellen oder zeitbedingten Umschaltung optimiert werden. Der umfangreich
parametrierbare Regler verfügt über einen Alarmkontakt und einen Betriebsstundenzähler.
Allgemeine Angaben
Das Gerät ist als Einbauregler im Kleinformat konzipiert und dient zur Temperaturregelung bei
hoher Messgenauigkeit. Es ist der Anschluss eines Pt100-Temperaturfühlers oder eines
Drucksensors vorgesehen, wobei der Betrieb stets auch mit der Anzeigegröße der jeweils anderen
Einheit stattfinden kann. Die Anzeige von Druckwerten erfolgt relativ mit der Einheit "bar", so dass
unter 0,0 bar negative Werte auftreten.
Auf der Frontseite sind eine Folientastatur mit fünf Bedientasten, eine vierstellige Anzeige und drei
Leuchtdioden vorhanden. Nach dem Einschalten der Netzspannung weist die Anzeige bei
aktivierter Standby-Funktion “OFF” oder aber den aktuellen Istwert aus. Hierbei wird stets der
Zustand des Abschaltmoments wieder eingenommen. Bei eingeschaltetem Regler kann über eine
Taste auf kurzzeitige Pendantanzeige umgeschaltet werden, längerer Tastendruck bewirkt eine
dauernde Leistungsanzeige. Die drei Anzeigelampen bedeuten “°C” = Temperaturanzeige in °C,
“bar” = Druckanzeige in bar, “%” = Leistungsanzeige in %.
Der Anschluss aller Ein- und Ausgänge wird rückseitig über Steck-Klemmleisten vorgenommen.
Ein Digitaleingang ermöglicht die Aktivierung eines Nebensollwertes oder das externe Umschalten
auf Standby.
Als Ausgangsrelais sind sieben Schließer vorhanden, von denen sechs für die Regelung
vorgesehen sind und eine gemeinsame Wurzel haben, die als Summenstromleitung herausgeführt
ist. Ein zusätzliches Alarmrelais ist potentialfrei.
Die Einstellung der Sollwerte und Parameter wird in insgesamt drei Bedienebenen vorgenommen.
Dabei ist die Einstellung des Hauptsollwertes für jedermann leicht möglich, der Zugriff auf die
Parameter jedoch bewusst erschwert, um unbefugte Manipulationen zu vermeiden.
Sicherheitsrelevante Einstellungen sind sogar nur über einen besonders verschlüsselten Zugriff
erreichbar. Die Vorgehensweise hierzu sollte Endkunden nicht mitgeteilt werden.
Das Gerät erfüllt die Funktion eines mehrstufigen Temperaturreglers und bietet zahlreiche für die
Kälteindustrie bestimmte Besonderheiten. Die Regelfunktion lässt sich mit einer Fülle von
Möglichkeiten in der Parametrierung auswählen. Eine spezielle Tausch- und Ablösemimik sorgt bei
Teillastbetrieb für eine ausgewogene Belastung der angeschlossenen Komponenten, deren
Laufzeiten überdies registriert werden. Mindestauszeiten zur Schonung angeschlossener
Verdichter können für jeden Ausgang getrennt vorgegeben werden, ferner ist eine gegenseitige
Einschaltverzögerung möglich. Für den Fall einer bleibenden Regelabweichung kann ein
Sollwertoffset parametriert werden, der über die Anzeige nicht erkennbar ist. Ein in der
Parametrierung einstellbares Grenzwertpaar erlaubt einen Temperaturalarm bezogen auf den
Regelistwert und den Hauptsollwert, wobei Grenzwert- und Bandalarm sowie relative und absolute
Grenzwerte wählbar sind. In diesen Alarmfällen läuft die Regelung weiter.
Einstellmöglichkeiten
Taste AUF
Durch Drücken dieser Taste wird der Parameter oder Parameterwert vergrößert.
Taste AB
Durch Drücken dieser Taste wird der Parameter oder Parameterwert verkleinert. Bei
Alarm wird die Summerfunktion durch Drücken der Taste ausgeschaltet.
Taste Anzeige:
Durch kurzen Tastendruck wird der Pendantwert zur aktuellen Anzeige abgerufen, der
dann für 3 Sek. in der Anzeige gehalten wird. Anhaltender Tastendruck für mehr als 5
Sek. führt zur Umschaltung auf Leistungsanzeige oder zurück. Die Leuchtdioden
kennzeichnen den jeweils sichtbaren Anzeigewert.
Taste SET
Während diese Taste gedrückt ist, wird der Sollwert angezeigt.
Diese Taste wird außerdem zur Parametereinstellung gebraucht.
Taste Standby
Mit dieser Taste wird der Regler in den Standby-Modus geschaltet. Durch erneuten
Tastendruck schaltet man ihn wieder ein. Die Standby-Funktion ist deaktivierbar.
Erste Bedienungsebene:
Hinweis: Der Sollwert kann auch über das LON-Netz vorgegeben werden. Bei jeder
Sollwertänderung über das LON-Netz wird überprüft, ob der neue Wert innerhalb der
vorgegebenen Sollwertgrenzen liegt.
Zweite Bedienungsebene (P-Parameter):
Wichtige Hinweise:
Die Parameter P1-P5 sowie P30+P31 sind im Regler als Absolut- und als Relativwerte getrennt
abgespeichert, wobei die Parameter A10-A14 bzw. A17 der dritten Bedienebene bestimmen, auf
welche Wertegruppe zugegriffen wird. Es empfiehlt sich daher, zuerst die Vorgaben in A10-A14
bzw. A17 zu treffen, da sonst die Einstellung der betreffenden P-Werte evtl. wiederholt werden
muss.
Da ein Wechsel der Anzeigegröße in A15 und des Kältemittels in A37 eine zwangsweise
Initialisierung einiger P-Werte auslösen kann, sind auch diese Vorgaben in A15 und A37 zuerst zu
treffen.
Zum Löschen oder Verändern der Betriebszeiten P33-P44 muß zunächst in A42 entriegelt werden.
Hinweis: Zum Löschen oder Verändern der Betriebszeiten muss in der dritten Bedienebene
entriegelt werden.
Parameterbeschreibung:
P19: Tastenverriegelung
Mit diesem Parameter lässt sich die Verstellbarkeit des Hauptsollwertes sperren. Die Parameter
bleiben einstellbar.
In A17 wird auch bestimmt, ob die Grenzwerte absolut, also frei einstellbar sind, oder relativ zum
Hauptsollwert, also mit ihm mitlaufend. Man beachte, dass bei relativen Grenzwerten bei
versehentlicher überkreuzter Einstellung das Alarmrelais ständig angezogen ist. Bei absoluten
Grenzwerten ist kein überkreuztes Einstellen möglich.
P32: Alarmhysterese
Die Alarmhysterese wirkt am Alarmkontakt und ist an seinem Schaltpunkt symmetrisch angesetzt,
d.h. oberhalb und unterhalb des Schaltpunktes ist der halbe Wert der eingestellten
Gesamthysterese wirksam.
Die Laufzeitregistrierung in den Parametern P33-P40 ist bevorzugt für die Kältetechnik vorgesehen
um die Betriebszeit der angeschlossenen Verdichter zu erfassen.
Die Abspeicherung in den unverlierbaren Speicher wird zweimal täglich vorgenommen, so dass bei
jedem Stromausfall eine Ungenauigkeit von max. 12 Stunden hinzukommen kann.
Zur Aktualisierung der Laufzeiten nach dem Austausch von Anlagenteilen können die Laufzeiten
eingestellt werden. Hierzu muss zunächst neben dem Parameter P19 auch im Parameter A42
entriegelt werden, da unwiederbringliche Informationen verloren gehen können.
Dritte Bedienungsebene, (A-Parameter):
A15: Anzeigegröße
Hier wird festgelegt, ob in der Anzeige ein Temperatur- oder ein Druckistwert ausgewiesen wird.
Mess- und Anzeigegröße müssen nicht gleich sein, bei gegenteiliger Mess- und Anzeigegröße wird
ein berechneter Wert in der Anzeige ausgewiesen. Die Messgröße wird in Parameter A35
festgelegt. Die Umrechnung in den Pendantwert ist stets abhängig vom vorgewählten Kältemittel
gemäß der Einstellung in Parameter A37.
A16: Anzeigemodus
Hier wird festgelegt, ob die Istwertanzeige ohne Kommastelle, also ganzzahlig, oder mit
Kommastelle erfolgt. Die Anzeige der Parameterwerte wird nicht beeinflußt.
A17: Alarmmodus
Dieser Parameter dient zur Auswahl eines Grenzwert- oder Bandalarms am Alarmkontakt.
Hier wird auch bestimmt, ob die Grenzwerte absolut, also frei einstellbar sind, oder relativ zum
Hauptsollwert, also mit ihm mitlaufend.
A35 Messeingang
Festlegung, ob die Temperatur- oder die Druckmessung aktiv ist. Abgewählte Sensoren müssen
nicht angeschlossen bleiben, ihr Messeingang löst keine Fehlermeldung aus. Man beachte die
Wahl der Anzeigegröße mit A15. Mess- und Anzeigegröße müssen nicht gleich sein,
Temperaturanzeige aus Druckmessung ist möglich, ebenso Druckanzeige aus
Temperaturmessung.
A36 Temperaturskala
Auswahl der Temperaturskala °F oder °C unter Berücksichtigung der Netzfrequenz in den
umgebenden Anlageteilen.
A37 Kältemittel
Auswahl des in der Kälteanlage verwendeten Kältemittels.
A44: Betriebsart
Hier kann festgelegt werden, welche Ausgänge am Ablösebetrieb, also sequentiellem Betrieb und
zeitbedingter Vertauschung, beteiligt sind, falls diese Betriebsarten mit A40 und A41 aktiviert
wurden. Ebenso ist die Festlegung von Ausgangspaaren möglich, die im Sinne von Bypass-
Gruppen arbeiten. Dabei führt die Zuschaltung des Ventilausgangs stets zur Verringerung der
Kühlleistung. Bei den Bypass-Gruppen ist, von einer Ausnahme abgesehen, eine feste Zuordnung
der Ausgänge gegeben, es ist stets K1=Verdichter, K2=Bypass, K3=Verdichter, K4=Bypass,
K5=Verdichter, K6=Bypass. Für Anlagen, in denen der Bypass im Verbund mit dem Verdichter
eingeschaltet und durch den Ventilausgang abgeschaltet wird, sind Bypass-Gruppen mit
invertiertem Ventilausgang vorgesehen.
Eine Sonderfunktion (A44=12) erlaubt den Betrieb von zwei Verdichtern und einem gemeinsamen
Bypass mit K1+K3=Verdichter, K2=Bypass. In diesem Fall ist K4 inaktiv, da die Parameter P3 und
P14 vergeben sind. Eine weitere Sonderfunktion (A44=13) ist für den Betrieb mit Doppelbypass-
Gruppen vorgesehen mit K1=Verdichter, K2+K3=Bypass, K4=Verdichter, K5+K6=Bypass.
Man beachte auch, dass der sequentielle Betrieb und die zeitbedingte Vertauschung, falls mit A40
und A41 aktiviert, unabhängig voneinander wirksam sind.
Wenn Bypassbetrieb aktiviert ist, werden die benötigten Ventile im Regelprogramm bei
Ablösebetrieb stets summarisch ermittelt. Bei Einstellungen, die zum Einschalten mehrerer
Bypass-Ventile führen, werden diese dann jeweils vom zahlenmäßig höchstwertigen Ausgang
ausgehend zugeschaltet.
A45: Standby-Betrieb
Aktivierung oder Deaktivierung der Standby-Funktion mit der Standby-Taste. Nach Netzausfall wird
bei Standby-Betrieb nach Rückkehr der Spannung der vorherige Zustand eingenommen, so dass
zuvor eingeschaltete Kälteanlagen weiterlaufen. Nach dem manuellen Abschalten zeigt die
Anzeige “OFF”.
A59: Sollwertoffset
Der hier eingestellte Wert wird zum jeweils aktivierten Hauptsollwert addiert, wobei der korrigierte
Wert für die Regelung herangezogen wird, aber bei Abruf nicht in der Anzeige erscheint. Alle
Nebensollwerte, die für am Ablösebetrieb beteiligte Ausgänge bzw. für Bypass-Gruppen gelten,
werden auf der Basis des korrigierten Wertes gebildet und somit vom eingestellten Offset mit
erfasst. Die restlichen freien Ausgänge sind dagegen, ebenso wie die Alarmgrenzwerte, nicht
betroffen.
A44 = 0 K1 17 %
K1+K2 33 %
K1+K2+K3 50 %
K1+K2+K3+K4 67 %
K1+K2+K3+K4+K5 83 %
K1+K2+K3+K4+K5+K6 100 %
A44 = 1 K1 50 %
K1+K2 100 %
A44 = 2 K1+K2 50 %
K1 100 %
(K2 = Bypass)
A44 = 3 K1 33 %
K1+K2 67 %
K1+K2+K3 100 %
A44 = 4 K1 25 %
K1+K2 50 %
K1+K2+K3 75 %
K1+K2+K3+K4 100 %
A44 = 5 K1+K2 25 %
K1 oder K1+K2+K3+K4 50 %
K1+K3+K4 75 %
K1+K3 100 %
(K2, K4 = Bypass)
A44 = 6 K1 20 %
K1+K2 40 %
K1+K2+K3 60 %
K1+K2+K3+K4 80 %
K1+K2+K3+K4+K5 100 %
A44 = 7 K1 17 %
K1+K2 33 %
K1+K2+K3 50 %
K1+K2+K3+K4 67 %
K1+K2+K3+K4+K5 83 %
K1+K2+K3+K4+K5+K6 100 %
A44 = 8 K1+K2 17 %
K1 oder K1+K2+K3+K4 33 %
K1+K3+K4 oder K1+K2+K3+K4+K5+K6 50 %
K1+K3 oder K1+K3+K4+K5+K6 67 %
K1+K3+K5+K6 83 %
K1+K2+K3 100 %
(K2, K4, K6 = Bypass)
A44 = 9 K1 50 %
K1+K2 100 %
(K2 = invert. Bypass)
A44 = 10 K1 25 %
K1+K2 oder K1+K3 50 %
K1+K2+K3 75 %
K1+K2+K3+K4 100 %
(K2, K4 = invert. Bypass)
A44 = 11 K1 17 %
K1+K2 oder K1+K3 33 %
K1+K2+K3 oder K1+K3+K5 50 %
K1+K2+K3+K4 oder K1+K2+K3+K5 67 %
K1+K2+K3+K4+K5 83 %
K1+K2+K3+K4+K5+K6 100 %
(K2, K4, K6 = invert. Bypass)
A44 = 12 K1+K2 25 %
K1 50 %
K1+K2+K3 75 %
K1+K3 100 %
(K2 = Bypass)
A44 = 13 K1+K2+K3 17 %
K1+K3 oder K1+K2+K3+K4+K5+K6 33 %
K1 oder K1+K3+K4+K5+K6 50 %
K1+K4+K5+K6 oder K1+K3+K4+K6 67 %
K1+K4+K6 83 %
K1+K4 100 %
(K2, K3, K5, K6 = Bypass)
Dargestellt sind die eingeschalteten Ausgänge ohne Ablösung. Bei einigen Leistungsstufen
sind weitere Kombinationen möglich.
Betrieb mit unterschiedlicher Mess- und Anzeigegröße
Allgemeines
Die Parametrierung erlaubt die unabhängige Auswahl der Mess- und der Anzeigengröße mit den
Parametern A15 und A35. Es gibt die Möglichkeiten Temperaturmessung mit Temperaturanzeige,
Temperaturmessung mit Druckanzeige, Druckmessung mit Druckanzeige und Druckmessung mit
Temperaturanzeige.
Die Messwerte werden im Regler laufend in den äquivalenten Wert der jeweils anderen Einheit,
den Pendantwert, umgerechnet und sind mit der Pendantanzeige abrufbar. Diese Umrechnung
erfolgt stets unter Berücksichtigung des in A37 vorgewählten Kältemittels. Zum Abruf des
Pendantwerts ist in der ersten Bedienebene die Taste 3 kurz zu drücken, wonach der Wert für 3
Sekunden in der Anzeige erscheint. Man beachte, dass längeres Drücken der Taste zum Wechsel
auf Leistungsanzeige führt. Bei Leistungsanzeige ist keine Pendantanzeige möglich.
Mit den Parametern A38 und A39 werden die Eckwerte der Druckmessung definiert. Unabhängig
davon ist der Betriebsbereich des Reglers 0,0...30,0 bar. Bereichsüberschreitungen führen in den
Fällen von Temperaturmessung mit Druckanzeige und Druckmessung mit Temperaturanzeige
sofort zur Anzeige “F b”, was, ebenso wie “F 1” bei Fühlerfehler, zum Abschalten der Regelung
führt. In der Pendantanzeige hat die Meldung “F b” nur Hinweischarakter.
Die Regelparameter sind im unverlierbaren EEPROM-Speicher nur einmal für Temperatur- oder
Druckwerte vorhanden, so dass bei jedem Wechsel der Anzeigegröße in A15 stets neu auf
ungefährliche Werte initialisiert wird. Bei Umschaltung auf Druckanzeige sind die initialisierten
Werte vom gewählten Kältemittel abhängig. Wird das Kältemittel mit A37 gewechselt, wenn in A15
bereits die Druckanzeige vorgegeben ist, wird ebenfalls dem Kältemittel entsprechend neu
initialisiert. Die Initialisierungswerte sind nachfolgend aufgelistet.
Zur Beachtung:
Bereits eingestellte Wertevorgaben werden bei der Umschaltung nicht umgerechnet, sondern mit
den Initialisierungswerten überschrieben. Man wählt daher zuerst die Anzeigegröße in A15 und
gegebenenfalls das Kältemittel in A37, um vergebliche Einstellungen von P-Werten zu vermeiden.
EEPROM auf Temperaturbetrieb teilinitialisieren:
Sollwerte 1 und 1’
S1 = 0,0°C
S1’ absolut = 0,0°C
S1’ relativ = 0,0 K
A59 = 0,0 K
Sollwerte 2 bis 6
P1 absolut = 10,0°C
P1 relativ = 10,0 K
P2 absolut = 20,0°C
P2 relativ = 20,0 K
P3 absolut = 30,0°C
P3 relativ = 30,0 K
P4 absolut = 40,0°C
P4 relativ = 40,0 K
P5 absolut = 50,0°C
P5 relativ = 50,0 K
Hysteresen
P11 – P16 = 1,0 K
Sollwertgrenzen
P17 = -99,9°C
P18 = 99,9°C
Istwertkorrektur
P21 = 0,0 K
Alarmgrenzen
P30 absolut = -99,9°C
P30 relativ = -10,0 K
P31 absolut = 99,9°C
P31 relativ = 10,0 K
Alarmhysterese
P32 = 1,0 K
EEPROM auf Druckbetrieb teilinitialisieren:
Hysteresen Hysteresen
P11 – P16 = 0,2 bar (entspr. 1,7 K) P11 – P16 = 0,2 bar (entspr. 1,9 K)
Sollwertgrenzen Sollwertgrenzen
P17 = -0,9 bar (entspr. -67,3°C bei 4,0 mA) P17 = -0,9 bar (entspr. -80,6°C bei 4,0 mA)
P18 = 30,0 bar (entspr. 89,1°C bei 20,0 mA) P18 = 30,0 bar (entspr. 73,1°C bei 20,0 mA)
Istwertkorrektur Istwertkorrektur
P21 = 0,0 bar P21 = 0,0 bar
Alarmgrenzen Alarmgrenzen
P30 absolut = -0,9 bar P30 absolut = -0,9 bar
P30 relativ = -1,0 bar P30 relativ = -1,6 bar
(2,0-1,0 bar entspr. -10,0°C für -10,0 K) (4,1-1,6 bar entspr. -10,0°C für -10,0 K)
P31 absolut = 30,0 bar P31 absolut = 30,0 bar
P31 relativ = 1,1 bar P31 relativ = 1,7 bar
(2,0+1,1 bar entspr. +10,0°C für +10,0 K) (4,1+1,7 bar entspr. 10,0°C für +10,0 K)
Alarmhysterese Alarmhysterese
P32 = 0,2 bar (entspr. 1,7 K) P32 = 0,2 bar (entspr. 1,9 K)
Für Kältemittel R407C (A37 = 2) Für Kältemittel R404A (A37 = 3)
Hysteresen Hysteresen
P11 – P16 = 0,2 bar (entspr. 1,2 K) P11 – P16 = 0,2 bar (entspr. 1,0 K)
Sollwertgrenzen Sollwertgrenzen
P17 = -0,9 bar (entspr. -76,6°C bei 4,0 mA) P17 = -0,8 bar (entspr. -86,3°C bei 4,0 mA)
P18 = 30,0 bar (entspr. 69,6°C bei 20,0 mA) P18 = 30,0 bar (entspr. 64,2°C bei 20,0 mA)
Istwertkorrektur Istwertkorrektur
P21 = 0,0 bar P21 = 0,0 bar
Alarmgrenzen Alarmgrenzen
P30 absolut = 0,0 bar P30 absolut = 0,0 bar
P30 relativ = -1,4 bar P30 relativ = -1,7 bar
(3,6-1,4 bar entspr. -10,0°C für -10,0 K) (5,0-1,7 bar entspr. -10,0°C für -10,0 K)
P31 absolut = 30,0 bar P31 absolut = 30,0 bar
P31 relativ = 1,9 bar P31 relativ = 2,2 bar
(3,6+1,9 bar entspr. 10,0°C für +10,0 K) (5,0+2,2 bar entspr. 10,0°C für +10,0 K)
Alarmhysterese Alarmhysterese
P32 = 0,2 bar (entspr. 1,2 K) P32 = 0,2 bar (entspr. 1,0 K)
Für Kältemittel R507 (A37 = 4)
Sollwerte 1 und 1’
S1 = 5,1 bar (entspr. 0,0 °C)
S2 absolut = 5,1 bar
S2 relativ = 0,0 bar
A59 = 0,0 K
Sollwerte 2 bis 6
P1 absolut = 7,4 bar (entspr. 10,0 °C)
P1 relativ = 2,2 bar
P2 absolut = 10,1 bar (entspr. 20,0 °C)
P2 relativ = 4,9 bar
P3 absolut = 13,4 bar (entspr. 30,0 °C)
P3 relativ = 8,2 bar
P4 absolut = 17,3 bar (entspr. 40,0 °C)
P4 relativ = 12,2 bar
P5 absolut = 21,9 bar (entspr. 50,0 °C)
P5 relativ = 16,8 bar
Hysteresen
P11 – P16 = 0,2 bar (entspr. 1,0 K)
Sollwertgrenzen
P17 = -0,9 bar (entspr. –84,8 °C bei 4,0 mA)
P18 = 30,0 bar (entspr. 64,5 °C bei 20,0 mA)
Istwertkorrektur
P21 = 0,0 bar
Alarmgrenzen
P30 absolut = -0,9 bar
P30 relativ = -1,7 bar (5,1-1,7 bar entspr. -10,0 °C für -10,0 K)
P31 absolut = 30,0 bar
P31 relativ = 2,2 bar (5,1+2,2 bar entspr. +10,0 °C für +10,0 K)
Alarmhysterese
P32 = 0,2 bar (entspr. 1,0 K)
Anstelle der Einheit “bar” kommt auch die Einheit “Pascal” in Gebrauch.
Es ist 1 mbar = 1 hPa.
LON-Bus und serielle Kommunikation
Allgemeines
Das Regelprogramm sieht einige normierte LON-Schnittstellenvariablen vom Typ “SNVT” vor, die
die Kommunikation mit externen Geräten über den Lon-Bus ermöglichen. Es sind Eingangs- und
Ausgangsgrößen zu unterscheiden. Die Eingangsgrößen erlauben Wertevorgaben für den Regler,
die sofort für die Regelung zur Verfügung stehen. Die Ausgangsgrößen liefern Messwerte und
Zustandsinformationen aus dem Gerät nach außen.
Automatischer Variablenupdate
Bei jeder Änderung des Wertes im Regler werden die zugehörigen Ausgangsvariablen aktualisiert.
Ohne Zustandsänderung werden die Werte alle “nciMaxSendTime” Sekunden aktualisiert. In der
Variablen “nciMaxSendTime” werden Werte kleiner 0,1 Sek. als “0” interpretiert und führen dazu,
dass nicht mehr zyklisch, sondern nur noch bei Änderung gesendet wird.
Änderungen der Eingangsvariablen werden im Regler sofort berücksichtigt und führen zu einem
EEProm-Schreibzugriff. Man beachte die begrenzte Zahl möglicher Speicherzyklen.
Object "Stufenschaltwerk"
Variablenname Typ Input/Output Wertebereich Auflösung
nviSetPointTemp SNVT_temp_p Input –273,17...327,66°C 0,01°C
nviSetPointPress SNVT_press Input –32,768...32,767 bar bzw. 0,001 bar
–32768...32767 hPa bzw. 1 hPa
nviStandbyMode SNVT_lev_disc Input 0...255 -----
Object "0"
Variablenname Typ Input/Output
nvoStatus SNVT_obj_status Output object status, siehe SNVT-Liste
nciNetConfig SNVT_config_src Input configuration, siehe SNVT-Liste
nviRequest SNVT_obj_request Input object request, siehe SNVT-Liste
Definition der Standard Netzwerkvariablen
nviSetPointTemp
Diese Eingangsgröße wird beim Eintreffen als Temperatursollwert interpretiert und zunächst mit
Rundung auf die Auflösung 0,1°C umgestellt. Ist der Regler auf Druckanzeige parametriert, wird
der äquivalente Drucksollwert berechnet. In jedem Fall findet eine Begrenzung auf den
Einstellbereich gemäß P17 und P18 statt. Der Sollwert wird dann als neuer Hauptsollwert
abgespeichert und steht sofort für die Regelung zur Verfügung, falls nicht gerade auf einen frei
einstellbaren Nebensollwert geregelt wird. Der bisherige Hauptsollwert wird überschrieben. Der
Eingangswert 0x7FFF ist ungültig und wird ignoriert, ebenso alle errechneten äquivalenten
Drucksollwerte außerhalb -0,9...30,0 bar.
nviSetPointPress
Diese Eingangsgröße wird beim Eintreffen als Drucksollwert interpretiert und zunächst mit
Rundung auf die Auflösung 0,1 bar umgestellt. Ist der Regler auf Temperaturanzeige parametriert,
wird der äquivalente Temperatursollwert berechnet. In jedem Fall findet eine Begrenzung auf den
Einstellbereich gemäß P17 und P18 statt. Der Sollwert wird dann als neuer Hauptsollwert
abgespeichert und steht sofort für die Regelung zur Verfügung, falls nicht gerade auf einen frei
einstellbaren Nebensollwert geregelt wird. Der bisherige Hauptsollwert wird überschrieben.
Eingangswerte außerhalb -0,9...30,0 bar werden ignoriert, falls stets der errechnete äquivalente
Temperaturwert als Sollwertvorgabe herangezogen wird.
nviStandbyMode
Diese Eingangsgröße dient zum Einschalten des Reglers oder zum Abschalten auf Standby.
Werte > 0 führen zum Einschalten, falls vorher ausgeschaltet war und der Wert 0 führt zum
Abschalten, wenn vorher eingeschaltet war. Der Eingangswert 0xFF ist ungültig und wird ignoriert.
Bei dieser externen Umschaltmöglichkeit muss als Voraussetzung die Standby-Taste des Reglers
mit A45 aktiviert sein, damit jederzeit ein manueller Eingriff möglich ist.
nvoActualTemp
Diese Ausgangsgröße stellt den aktuellen Temperaturistwert zur Verfügung. Ist der Messeingang
auf Druckmessung parametriert, wird der aktuelle Druckistwert auf den äquivalenten
Temperaturwert umgerechnet und in dieser Variablen ausgegeben. Man beachte, dass bei der
Umstellung auf das Zahlenformat dieser SNVT-Variablen die interne Auflösung des Reglers von
0,1°C effektiv erhalten bleibt.
Im Fehlerfall wird der Wert 0x7FFF ausgegeben.
nvoActualPress
Diese Ausgangsgröße stellt den aktuellen Druckistwert zur Verfügung. Ist der Messeingang auf
Temperaturmessung parametriert, wird der aktuelle Druckistwert auf den äquivalenten
Temperaturwert umgerechnet und in dieser Variablen ausgegeben. Man beachte, dass bei der
Umstellung auf das Zahlenformat dieser SNVT-Variablen die interne Auflösung des Reglers von
0,1 bar effektiv erhalten bleibt.
Im Fehlerfall wird der Wert 0x7FFF ausgegeben.
nvoRelayState
Diese Ausgangsgröße gibt den aktuellen Schaltzustand der Ausgangsrelais K1...K7 an. Dabei ist
K1 in Bit 0, K2 in Bit 1, ... usw. wiedergegeben. Bit 7...Bit 15 sind ungenützt.
nvoPowerPercent
Diese Ausgangsgröße gibt die aktuelle Kühlleistung gemäß dem Stand der Ausgangsrelais unter
Berücksichtigung der parametrierten Betriebsart an. Bei der Bestimmung des auszugebenden
Leistungswertes wird der nominelle Prozentwert gemäß der Auflösung von 0,5 % gerundet.
nvoHrsCompr1
nvoHrsCompr2
nvoHrsCompr3
nvoHrsCompr4
nvoHrsCompr5
nvoHrsCompr6
Diese Ausgangsgröße gibt die Ein-Zeit des Ausgangs K1-K6 und damit die Betriebsstunden der
hier angeschlossenen Komponente an. Nach Erreichen des Maximalwertes von 65535 Stunden
beginnt die Ausgabe wieder mit 0 Stunden. Die Zeitregistrierung am Regler wird ohne Rücksicht
auf diesen Überlauf in Tagen und Jahren weitergeführt.
Bindeinformationen
Durch gleichzeitiges Drücken der Tasten SET, AUF und AB wird eine “Service-Pin”-Message
abgeschickt, im Display erscheint dabei die Versionsnummer der Software.
Auf ein “Wink”-Kommando reagiert der Regler mit Blinken der Lampe “°C” für 3 Sekunden.
Bei der Verwendung mit dem Datenlogger muss bedacht werden, dass beim Binden die Subnet-
und die Node-Nummer verändert werden können. Die Domain muss weiterhin “0” bleiben. Die
neuen Nummern sind nach einem Regler-Reset mit den Parametern L0 und L1 abfragbar. Diese
Parameter dürfen nach dem Binden nicht mehr verändert werden, was im Regler durch Abfrage
der Variablen “nciNetConfig” sichergestellt wird.
Anbindung an den Datenlogger
Allgemeines
Die nachfolgend aufgelisteten Messwerte sowie Ein- und Ausgänge sind über die LON-
Feldbusschnittstelle für den Datenlogger TRL1 zugänglich. Die Sollwerte und Parameter sind
prinzipiell alle zugänglich.
Datenloggerprotokoll
Status (veränderbar)
Reglerstatus Bit 0: Standby-Mode ("1", wenn "Ein") 0
Statusmeldungen
Hinweis: Im Fehlerfall und im Alarmfall, falls entsprechend parametriert, blinkt die Anzeige.
Technische Daten zu ST710-PWHVM.26
Eingang
E1: Extern potentialfreier Schaltkontakt
Messeingänge
F1: Widerstandsthermometer Pt100-3L
Messbereich: -200°C...350°C
Genauigkeit: 0,5K +/- 0,5 % über den gesamten Temperaturbereich, ohne Fühler
Arbeitsbereich bei Temperaturanzeige wie Messbereich des Sensors, sonst –0,9...30,0 bar bzw.
–65...85 °C bei R134A und -80...63 °C bei R507.
Ausgänge
K1: Relais, Schließerkontakt, 6A 250V
K2: Relais, Schließerkontakt, 6A 250V
K3: Relais, Schließerkontakt, 6A 250V
K4: Relais, Schließerkontakt, 6A 250V
K5: Relais, Schließerkontakt, 6A 250V
K6: Relais, Schließerkontakt, 8A 250V
K7: Relais, Schließerkontakt, 8A 250V
Bitte beachten: Der Dauerstrom an der Anschlussklemme A, Pin 9, ist der Summenstrom für die
Relais K1 - K6 und darf nicht höher als 8 A sein !
Anzeigen
Eine vierstellige LED-Anzeige, 12 mm hoch, Farbe rot
3 LED-Lampen, Durchmesser 3mm, für Statusanzeigen
LON Kommunikationsschnittstelle
abgeschirmte 2-Draht-Leitung, Twisted Pair, 78kBaud, unpolar,
maximale Leitungslänge 100m,
Schnittstellentreiber: RS485, galvanisch nicht getrennt.
Das Netzwerk muss in Linien-Topologie aufgebaut sein und beidseitig mit einem Widerstand von
jeweils 120 Ohm abgeschlossen werden.
Stromversorgung
12...24 V AC (50/60 Hz) bzw. 16...36V DC, Leistungsaufnahme max. 3 VA
Umweltbedingungen
Lagertemperatur: -20...+70°C
Arbeitstemperatur: 0...+55°C
Relative Feuchte: max. 75% keine Betauung
Gewicht
ca. 130 g
Identnummer: 175539
Anschlüsse
Schraub-Steckklemmen
Klemme A: 12-polig, Raster 5,0 mm, für Kabel bis 2,5 mm²
Klemme B: 11-polig, Raster 3,5 mm, für Kabel bis 1,5 mm²
Schutzart
IP65 von vorne, IP00 von hinten
Einbauangaben
gebaut für Schalttafeleinbau
Frontmaß: 84 x 42 mm
Schalttafelausschnitt: 67,2 x 31,2 mm
Einbautiefe: ca. 90 mm mit Anschluss
Identnummer: 175539