TNC 640
Benutzerhandbuch
Klartextprogrammierung
NC-Software
340590-07
340591-07
340595-07
Deutsch (de)
9/2016
Bedienelemente der TNC
Tasten
Bedienelemente der TNC Programmier-Betriebsarten
Taste Funktion
Tasten Programmieren
Bedienelemente am Bildschirm Programm-Test
Taste Funktion
Bildschirmaufteilung whlen
Koordinatenachsen und Ziffern eingeben
und editieren
Bildschirm zwischen Maschinen-
und Programmier-Betriebsart Taste Funktion
umschalten
Koordinatenachsen whlen oder
Softkeys: Funktion im Bildschirm ... ins Programm eingeben
whlen
Ziffern
Softkey-Leisten umschalten ...
Dezimalpunkt / Vorzeichen
umkehren
Alpha-Tastatur Polarkoordinateneingabe /
Inkrementalwerte
Taste Funktion
Dateinamen, Kommentare Q-Parameterprogrammierung /
Q-Parameterstatus
DIN/ISO-Programmierung Istposition bernehmen
NO
ENT
Dialogfragen bergehen und
Wrter lschen
Maschinen-Betriebsarten
Eingabe abschlieen und Dialog
Taste Funktion fortsetzen
Manueller Betrieb
Satz abschlieen, Eingabe
beenden
Elektronisches Handrad
Eingaben zurcksetzen oder TNC-
Fehlermeldung lschen
Positionieren mit Handeingabe
Dialog abbrechen, Programmteil
lschen
Programmlauf Einzelsatz
Angaben zu Werkzeugen
Programmlauf Satzfolge
Taste Funktion
Werkzeugdaten im Programm
definieren
Werkzeugdaten aufrufen
2 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
Tasten
Programme und Dateien verwalten, Zyklen, Unterprogramme und
TNC-Funktionen Programmteil-Wiederholungen
Taste Funktion Taste Funktion
Programme oder Dateien Tastsystemzyklen definieren
whlen und lschen, externe
Datenbertragung
Zyklen definieren und aufrufen
Programmaufruf definieren,
Nullpunkt- und Punktetabellen
whlen Unterprogramme und
Programmteil-Wiederholungen
MOD-Funktion whlen
eingeben und aufrufen
Programm-Halt in ein Programm
Hilfstexte anzeigen bei NC- eingeben
Fehlermeldungen, TNCguide
aufrufen
Alle anstehenden Fehlermeldungen Bahnbewegungen programmieren
anzeigen
Taste Funktion
Taschenrechner einblenden
Kontur anfahren/verlassen
Sonderfunktionen anzeigen
Freie Konturprogrammierung FK
Gerade
Navigationstasten
Taste Funktion Kreismittelpunkt/Pol fr
Polarkoordinaten
Cursor positionieren
Kreisbahn um Kreismittelpunkt
Stze, Zyklen und
Parameterfunktionen direkt whlen Kreisbahn mit Radius
Zum Programmanfang oder
Tabellenanfang navigieren Kreisbahn mit tangentialem
Anschluss
Zum Programmende oder Ende
einer Tabellenzeile navigieren Fase/Eckenrunden
Seitenweise nach oben navigieren
Seitenweise nach unten navigieren Potentiometer fr Vorschub
und Spindeldrehzahl
Nchsten Reiter in Formularen Vorschub Spindeldrehzahl
whlen
Dialogfeld oder Schaltflche vor /
zurck
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 3
Grundlegendes
Grundlegendes
ber dieses Handbuch
ber dieses Handbuch
Nachfolgend finden Sie eine Liste der in diesem Handbuch
verwendeten Hinweissymbole
Dieses Symbol zeigt Ihnen, dass zur beschriebenen
Funktion besondere Hinweise zu beachten sind.
Dieses Symbol zeigt Ihnen, dass bei Verwendung
der beschriebenen Funktion eine oder mehrere der
folgenden Gefahren bestehen:
Gefahren fr Werkstck
Gefahren fr Spannmittel
Gefahren fr Werkzeug
Gefahren fr Maschine
Gefahren fr Bediener
Dieses Symbol weist auf eine mglicherweise
gefhrliche Situation hin, die zu Verletzungen fhren
kann, wenn sie nicht gemieden wird.
Dieses Symbol zeigt Ihnen, dass die beschriebene
Funktion von Ihrem Maschinenhersteller angepasst
werden muss. Die beschriebene Funktion kann
demnach von Maschine zu Maschine unterschiedlich
wirken.
Dieses Symbol zeigt Ihnen, dass Sie detailliertere
Beschreibungen einer Funktion in einem anderen
Benutzerhandbuch finden.
nderungen gewnscht oder den Fehlerteufel
entdeckt?
Wir sind stndig bemht, unsere Dokumentation fr Sie zu
verbessern. Helfen Sie uns dabei und teilen uns bitte Ihre
nderungswnsche unter folgender E-Mail-Adresse mit:
tnc-userdoc@[Link]
6 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
TNC-Typ, Software und Funktionen
Dieses Handbuch beschreibt Funktionen, die in den Steuerungen
ab den folgenden NC-Softwarenummern verfgbar sind.
TNC-Typ NC-Software-Nr.
TNC 640 340590-07
TNC 640 E 340591-07
TNC 640 Programmierplatz 340595-07
Der Kennbuchstabe E kennzeichnet die Exportversion der TNC.
Folgende Software-Optionen sind in der Exportversion nicht
verfgbar:
Advanced Function Set 2 (Option #9)
KinematicsComp (Option #52)
3D-ToolComp (Option #92)
Der Maschinenhersteller passt den nutzbaren Leistungsumfang der
TNC ber die Maschinenparameter an die jeweilige Maschine an.
Daher sind in diesem Handbuch auch Funktionen beschrieben, die
nicht an jeder TNC verfgbar sind.
TNC-Funktionen, die nicht an allen Maschinen zur Verfgung
stehen, sind z. B.:
Werkzeugvermessung mit dem TT
Um den tatschlichen Funktionsumfang Ihrer Maschine
kennenzulernen, setzen Sie sich mit dem Maschinenhersteller in
Verbindung.
Viele Maschinenhersteller und HEIDENHAIN bieten fr die
TNCs Programmierkurse an. Um sich intensiv mit den TNC-
Funktionen vertraut zu machen, empfiehlt es sich an solchen
Kursen teilzunehmen.
Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung:
Alle Zyklenfunktionen (Tastsystemzyklen und
Bearbeitungszyklen) sind im Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung beschrieben. Wenn Sie
dieses Benutzerhandbuch bentigen, dann wenden
Sie sich ggf. an HEIDENHAIN. ID: 892905-xx
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 7
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Software-Optionen
Die TNC 640 verfgt ber verschiedene Software-Optionen, die von Ihrem Maschinenhersteller freigeschaltet
werden knnen. Jede Option ist separat freizuschalten und beinhaltet jeweils die nachfolgend aufgefhrten
Funktionen:
Additional Axis (Option #0 bis Option #7)
Zustzliche Achse Zustzliche Regelkreise 1 bis 8
Advanced Function Set 1 (Option #8)
Erweiterte Funktionen Gruppe 1 Rundtisch-Bearbeitung:
Konturen auf der Abwicklung eines Zylinders
Vorschub in mm/min
Koordinatenumrechnungen:
Schwenken der Bearbeitungsebene
Advanced Function Set 2 (Option #9)
Erweiterte Funktionen Gruppe 2 3D-Bearbeitung:
Export genehmigungspflichtig Besonders ruckarme Bewegungsfhrung
3D-Werkzeugkorrektur ber Flchennormalen-Vektor
ndern der Schwenkkopfstellung mit dem elektronischen Handrad
whrend des Programmlaufs; Position der Werkzeugspitze bleibt
unverndert (TCPM = Tool Center Point Management)
Werkzeug senkrecht auf der Kontur halten
Werkzeugradiuskorrektur senkrecht zur Bewegungsrichtung und
Werkzeugrichtung
Interpolation:
Gerade in 6 Achsen
HEIDENHAIN DNC (Option #18)
Kommunikation mit externen PC-Anwendungen ber COM-
Komponente
Display Step (Option #23)
Anzeigeschritt Eingabefeinheit:
Linearachsen bis zu 0,01 m
Winkelachsen bis zu 0,00001
Dynamic Collision Monitoring DCM (Option #40)
Dynamische Maschinenhersteller definiert zu berwachende Objekte
Kollisionsberwachung Warnung im Manuellen Betrieb
Programmunterbrechung im Automatikbetrieb
berwachung auch von 5-Achs-Bewegungen
DXF Converter (Option #42)
DXF-Konverter Untersttztes DXF-Format: AC1009 (AutoCAD R12)
bernahme von Konturen und Punktemustern
Komfortable Bezugspunkt-Festlegung
Grafisches Whlen von Konturabschnitten aus Klartext-Programmen
8 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
Adaptive Feed Control AFC (Option #45)
Adaptive Vorschubregelung Erfassung der tatschlichen Spindelleistung durch einen Lernschnitt
Definition von Grenzen, in denen die automatische
Vorschubregelung stattfindet
Vollautomatische Vorschubregelung beim Abarbeiten
KinematicsOpt (Option #48)
Optimieren der Aktive Kinematik sichern/ wiederherstellen
Maschinenkinematik Aktive Kinematik prfen
Aktive Kinematik optimieren
Mill-Turning (Option #50)
Frs-/Drehbetrieb Funktionen:
Umschaltung Frsbetrieb / Drehbetrieb
Konstante Schnittgeschwindigkeit
Schneidenradiuskompensation
Drehzyklen
Zyklus 880: Zahnrad Abwlzfrsen (Option #50 und Option #131)
KinematicsComp (Option #52)
3D-Raumkompensation Kompensation von Lage- und Komponentenfehler
Export genehmigungspflichtig
3D-ToolComp (Option #92)
Eingriffswinkelabhngige Abweichung des Werkzeugradius abhngig vom Eingriffswinkel
3D-Werkzeugradiuskorrektur kompensieren
Export genehmigungspflichtig Korrekturwerte in separater Korrekturwerttabelle
Voraussetzung: Arbeiten mit LN-Stzen
Extended Tool Management (Option #93)
Erweiterte Werkzeugverwaltung Python-basiert
Advanced Spindle Interpolation (Option #96)
Interpolierende Spindel Interpolationsdrehen:
Zyklus 291: Interpolationsdrehen Kopplung
Zyklus 292: Interpolationsdrehen Konturschlichten
Spindle Synchronism (Option #131)
Spindelsynchronlauf Synchronlauf von Frsspindel und Drehspindel
Zyklus 880: Zahnrad Abwlzfrsen (Option #50 und Option #131)
Remote Desktop Manager (Option #133)
Fernbedienung externer Windows auf einer separaten Rechnereinheit
Rechnereinheiten Eingebunden in die Oberflche der TNC
Synchronizing Functions (Option #135)
Synchronisierungsfunktionen Echtzeit-Koppelfunktion (Real Time Coupling RTC):
Koppeln von Achsen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 9
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Visual Setup Control VSC (Option #136)
Kamerabasierte berprfung der Aufnahme der Aufspannsituation mit einem HEIDENHAIN-
Aufspannsituation Kamerasystem
Optischer Vergleich zwischen Ist- und Sollzustand des Arbeitsraums
Cross Talk Compensation CTC (Option #141)
Kompensation von Erfassung von dynamisch bedingten Positionsabweichung durch
Achskopplungen Achsbeschleunigungen
Kompensation des TCP (Tool Center Point)
Position Adaptive Control PAC (Option #142)
Adaptive Positionsregelung Anpassung von Regelparametern in Abhngigkeit von der Stellung
der Achsen im Arbeitsraum
Anpassung von Regelparametern in Abhngigkeit von der
Geschwindigkeit oder der Beschleunigung einer Achse
Load Adaptive Control LAC (Option #143)
Adaptive Lastregelung Automatisches Ermitteln von Werkstckmassen und Reibkrften
Anpassung von Regelparametern in Abhngigkeit von der aktuellen
Masse des Werkstcks
Active Chatter Control ACC (Option #145)
Aktive Ratterunterdrckung Vollautomatische Funktion zur Rattervermeidung whrend der
Bearbeitung
Active Vibration Damping AVD (Option #146)
Aktive Schwingungsdmpfung Dmpfung von Maschinenschwingungen zur Verbesserung der
Werkstckoberflche
10 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
Entwicklungsstand (Upgrade-Funktionen)
Neben Software-Optionen werden wesentliche
Weiterentwicklungen der TNC-Software ber Upgrade-Funktionen,
den Feature Content Level (engl. Begriff fr Entwicklungsstand),
verwaltet. Wenn Sie an Ihrer TNC ein Software-Update erhalten,
dann stehen Ihnen nicht automatisch die Funktionen, die dem FCL
unterliegen zur Verfgung.
Wenn Sie eine neue Maschine erhalten, dann stehen
Ihnen alle Upgrade-Funktionen ohne Mehrkosten zur
Verfgung.
Upgrade-Funktionen sind im Handbuch mit FCL n gekennzeichnet.
Das n kennzeichnet die fortlaufende Nummer des
Entwicklungsstands.
Sie knnen durch eine kuflich zu erwerbende Schlsselzahl die
FCL-Funktionen dauerhaft freischalten. Setzen Sie sich hierzu mit
Ihrem Maschinenhersteller oder mit HEIDENHAIN in Verbindung.
Vorgesehener Einsatzort
Die TNC entspricht der Klasse A nach EN 55022 und ist
hauptschlich fr den Betrieb in Industriegebieten vorgesehen.
Rechtlicher Hinweis
Dieses Produkt verwendet Open Source Software. Weitere
Informationen finden Sie auf der Steuerung unter:
Betriebsart Programmieren
MOD-Funktion
Softkey LIZENZ HINWEISE
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 11
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Neue Funktionen
Neue Funktionen 34059x-02
DXF-Dateien knnen jetzt direkt auf der TNC geffnet werden,
um daraus Konturen und Punktemuster zu extrahieren, siehe
"Daten aus CAD-Dateien bernehmen", Seite 301
Die aktive Werkzeugachsrichtung kann jetzt im manuellen
Betrieb und whrend der Handradberlagerung als virtuelle
Werkzeugachse aktiviert werden, siehe "Handradpositionierung
whrend des Programmlaufs berlagern: M118 ", Seite 427
Der Maschinenhersteller kann jetzt beliebig definierbare
Bereiche der Maschine auf Kollision berwachen, siehe
"Dynamische Kollisionsberwachung (Option #40)", Seite 439
Schreiben und Lesen von Tabellen ist nun mit Frei definierbaren
Tabellen mglich, siehe "Frei definierbare Tabellen", Seite 480
Es wurde die Funktion automatische Vorschubregelung
AFC (Adaptive Feed Control) eingefhrt, siehe "Adaptive
Vorschubregelung AFC (Option #45)", Seite 450
Neuer Tastsystemzyklus 484 zum Kalibrieren des
kabellosen Tastsystems TT 449, siehe Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
Die neuen Handrder HR 520 und HR 550 FS werden
untersttzt, siehe "Verfahren mit elektronischen Handrdern",
Seite 593
Neuer Bearbeitungszyklus 225 Gravieren,
siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Neue Software-Option Aktive Ratterunterdrckung ACC, siehe
"Aktive Ratter-Unterdrckung ACC (Option #145)", Seite 464
Neuer manueller Antastzyklus "Mittelachse als Bezugspunkt",
siehe "Mittelachse als Bezugspunkt ", Seite 644
Neue Funktion zum Verrunden von Ecken, siehe "Ecken
verrunden: M197", Seite 434
Der externe Zugriff auf die TNC kann nun ber eine MOD-
Funktion gesperrt werden, siehe "Externer Zugriff", Seite 711
12 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
Genderte Funktionen 34059x-02
In der Werkzeugtabelle wurde die maximale Zeichenanzahl,
fr die Felder NAME und DOC, von 16 auf 32 erhht, siehe
"Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben", Seite 212
Die Werkzeugtabelle wurde um die Spalten AFC und ACC
erweitert, siehe "Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben",
Seite 212
Die Bedienung und das Positionierverhalten der manuellen
Tastsystemzyklen wurden verbessert, siehe "3D-Tastsystem
verwenden ", Seite 619
In Zyklen knnen mit der Funktion PREDEF nun auch
vordefinierte Werte in einen Zyklusparameter bernommen
werden, siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Die Statusanzeige wurde um den Reiter AFC erweitert, siehe
"Zustzliche Statusanzeigen", Seite 94
Die Drehfunktion FUNCTION TURNDATA SPIN wurde um die
Eingabemglichkeit fr eine Maximaldrehzahl erweitert, siehe
"Drehzahl programmieren", Seite 560
Bei den KinematicsOpt-Zyklen wird nun ein
neuer Optimierungsalgorithmus verwendet,
siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Beim Zyklus 257 Kreiszapfenfrsen steht jetzt ein Parameter zur
Verfgung, mit dem Sie die Anfahrposition am Zapfen festlegen
knnen, siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Beim Zyklus 256 Rechteckzapfen steht jetzt ein Parameter zur
Verfgung, mit dem Sie die Anfahrposition am Zapfen festlegen
knnen, siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Mit dem manuellen Tastsystemzyklus "Grunddrehung" kann
die Werkstck-Schieflage nun auch ber eine Tischdrehung
ausgeglichen werden, siehe "Werkstck-Schieflage ber eine
Tischdrehung ausgleichen", Seite 636
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 13
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Neue Funktionen 34059x-04
Neue Sonderbetriebsart FREIFAHREN, siehe "Freifahren nach
Stromausfall", Seite 695
Neue Simulationsgrafik, siehe "Grafiken ", Seite 670
Neue MOD-Funktion "Werkzeugeinsatzdatei" innerhalb der
Gruppe Maschinen-Einstellungen,siehe "Werkzeugeinsatzdatei",
Seite 713
Neue MOD-Funktion "Systemzeit stellen" innerhalb der Gruppe
Systemeinstellungen, siehe "Systemzeit stellen", Seite 715
Neue MOD-Gruppe "Grafikeinstellungen",siehe "Grafik-
Einstellungen", Seite 710
Mit der neuen Syntax fr die adaptive Vorschubregelung AFC
knnen Sie einen Lernschnitt starten oder beenden, siehe
"Lernschnitt durchfhren", Seite 455
Mit dem neuen Schnittdatenrechner knnen Sie die
Spindeldrehzahl und den Vorschub berechnen, siehe
"Schnittdatenrechner", Seite 188
In der Funktion FUNCTION TURNDATA kann nun auch die
Wirkungsweise der Werkzeugkorrektur festgelegt werden,
siehe "Werkzeugkorrektur im Programm", Seite 568
Die Funktion aktive Ratterunterdrckung ACC knnen Sie nun
ber einen Softkey aktivieren und deaktivieren, siehe "ACC
aktivieren/deaktivieren", Seite 465
Bei den Sprungbefehlen wurden neue Wenn/dann-
Entscheidungen eingefhrt, siehe "Wenn/dann-Entscheidungen
programmieren", Seite 351
Der Zeichensatz des Bearbeitungszyklus 225 Gravieren
wurde um Umlaute und Durchmesserzeichen erweitert,
siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Neuer Bearbeitungszyklus 275 Wirbelfrsen,
siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Neuer Bearbeitungszyklus 233 Planfrsen,
siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
In den Bohrzyklen 200, 203 und 205 wurde der Parameter
Q395 BEZUG TIEFE eingefhrt, um den T-ANGLE auszuwerten,
siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Der Antastzyklus 4 MESSEN 3D wurde eingefhrt,
siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
14 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
Genderte Funktionen 34059x-04
Die Drehwerkzeugtabelle wurde um die Spalte NAMEN
erweitert, siehe "Werkzeugdaten", Seite 569
In einem NC-Satz sind bis zu 4 M-Funktionen erlaubt, siehe
"Grundlagen", Seite 414
Im Taschenrechner wurden neue Softkeys zur Wertbernahme
eingefhrt, siehe "Bedienung", Seite 185
Die Restweganzeige kann nun auch im Eingabesystem
angezeigt werden, siehe "Positionsanzeige whlen", Seite 716
Der Zyklus 241 EINLIPPEN-TIEFBOHREN
wurde um mehrere Eingebparameter erweitert,
siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Der Zyklus 404 wurde um Parameter Q305 NR. IN TABELLE
erweitert, siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
In den Gewindefrszyklen 26x wurde ein Anfahrvorschub
eingefhrt, siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Im Zyklus 205 Universaltiefbohren kann nun mit dem Parameter
Q208 ein Vorschub fr den Rckzug definiert werden,
siehe Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 15
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Neue Funktionen 34059x-05
Die Werkzeugverwaltung wurde um die Spalte PITCH erweitert,
siehe "Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben", Seite 212
Die Drehwerkzeugtabelle wurde um die Spalten YL und DYL
erweitert, siehe "Werkzeugdaten", Seite 569
In der Werkzeugverwaltung knnen nun mehrere Zeilen am
Tabellenende eingefgt werden, siehe "Werkzeugverwaltung
editieren", Seite 240
Fr den Programmtest kann eine beliebige Drehwerkzeugtabelle
gewhlt werden, siehe "Programm-Test", Seite 683
Programme mit den Endungen .HU und .HC knnen in allen
Betriebsarten angewhlt und bearbeitet werden
Die Funktionen PROGRAMM WHLEN und GEWHLTES
PROGRAMM AUFRUFEN wurden eingefhrt, siehe "Beliebiges
Programm als Unterprogramm aufrufen", Seite 329
Neue Funktion FEED DWELL zum Programmieren von sich
wiederholenden Verweilzeiten, siehe "Verweilzeit FUNCTION
FEED", Seite 488
Die FN18-Funktionen wurden erweitert, siehe "FN 18: SYSREAD
Systemdaten lesen", Seite 364
Die Funktion DCM kann aus dem NC-Programm heraus aktiviert
und deaktiviert werden, siehe "Kollisionsberwachung aktivieren
und deaktivieren", Seite 444
Mit der Sicherheitssoftware SELinux knnen USB-Datentrger
gesperrt werden, siehe "Sicherheitssoftware SELinux",
Seite 107
Der Maschinenparameter posAfterContPocket (Nr. 201007)
wurde eingefhrt, der die Positionierung nach einem SL-Zyklus
beeinflusst, siehe "Maschinenspezifische Anwenderparameter",
Seite 740
Im MOD-Men knnen Schutzzonen definiert werden, siehe
"Verfahrgrenzen eingeben", Seite 713
Schreibschutz fr einzelne Zeilen der Preset-Tabelle mglich,
siehe "Bezugspunkte in der Preset-Tabelle speichern",
Seite 610
Neue manuelle Antastfunktion zum Ausrichten einer
Ebene,siehe "3D-Grunddrehung ermitteln", Seite 637
Neue Funktion zum Ausrichten der Bearbeitungsebene ohne
Drehachsen, siehe "Bearbeitungsebene schwenken ohne
Drehachsen", Seite 516
ffnen von CAD-Dateien ohne Option #42 mglich, siehe "CAD-
Viewer", Seite 303
Neue Software-Option #96 Advanced Spindle
Interpolation,siehe "Software-Optionen", Seite 8
Neue Software-Option #131 Spindle Synchronism,siehe
"Software-Optionen", Seite 8
16 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
Genderte Funktionen 34059x-05
Vorschubeingabe FZ und FU im Tool-Call-Satz mglich, siehe
"Werkzeugdaten aufrufen", Seite 226
Bei der Werkzeugauswahl zeigt die Steuerung im
berblendfenster auch die Spalten XL und ZL aus der
Drehwerkzeugtabelle, siehe "Werkzeugaufruf", Seite 567
Der Eingabebereich der Spalte DOC in der Platztabelle
wurde auf 32 Zeichen erweitert, siehe "Platztabelle fr
Werkzeugwechsler", Seite 223
Die Befehle FN 15, FN 31, FN 32, FT und FMAXT aus
Vorgngersteuerungen erzeugen beim Import keine ERROR-
Stze mehr. Beim Simulieren oder Abarbeiten eines NC-
Programms mit solchen Befehlen unterbricht die Steuerung
das NC-Programm mit einer Fehlermeldung, die Sie dabei
untersttzt, eine alternative Realisierung zu finden
Die Zusatzfunktionen M104, M105, M112, M114, M124,
M134, M142, M150, M200 - M204 aus Vorgngersteuerungen
erzeugen beim Import keine ERROR-Stze mehr. Beim
Simulieren oder Abarbeiten eines NC-Programms mit
diesen Zusatzfunktionen unterbricht die Steuerung das NC-
Programm mit einer Fehlermeldung, die Sie dabei untersttzt,
eine alternative Realisierung zu finden, siehe "Vergleich:
Zusatzfunktionen", Seite 782
Die maximale Dateigre der mit FN 16: F-PRINT ausgegeben
Dateien wurde von 4 kB auf 20 kB erhht
Die Preset-Tabelle [Link] ist in der Betriebsart
Programmieren schreibgeschtzt, siehe "Bezugspunkte in der
Preset-Tabelle speichern", Seite 610
Der Eingabebereich der Q-Parameterliste zur Definition des
Reiters QPARA der Statusanzeige umfasst 132 Eingabestellen,
siehe "Q-Parameter anzeigen (Reiter QPARA)", Seite 99
Manuelles Kalibrieren des Tastsystems mit weniger
Vorpositionierungen, siehe "3D-Tastsystem kalibrieren ",
Seite 627
Die Positionsanzeige bercksichtigt die im Tool-Call-Satz
programmierten Aufmae DL whlbar als Aufma des
Werkstcks oder des Werkzeugs, siehe "Deltawerte fr Lngen
und Radien", Seite 211
Im Einzelsatz arbeitet die Steuerung bei Punktemusterzyklen
und CYCL CALL PAT jeden Punkt einzeln ab, siehe
"Programmlauf", Seite 688
Ein Reboot der Steuerung ist nicht mehr mit der Taste END,
sondern mit dem Softkey NEU STARTEN mglich, siehe
"Ausschalten", Seite 590
Im Manuellen Betrieb zeigt die Steuerung den Bahnvorschub,
siehe "Spindeldrehzahl S, Vorschub F und Zusatzfunktion M",
Seite 603
Schwenken im Manuellen Betrieb deaktivieren nur ber 3D-
ROT-Men mglich, siehe "Manuelles Schwenken aktivieren",
Seite 651
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 17
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Der Maschinenparameter maxLineGeoSearch (Nr. 105408)
wurde auf max. 100000 erhht, siehe "Maschinenspezifische
Anwenderparameter", Seite 740
Die Namen der Software-Optionen #8, #9 und #21 haben sich
gendert, siehe "Software-Optionen", Seite 8
18 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
Neue und genderte Zyklenfunktionen 34059x-05
Neuer Zyklus 880 ZAHNRAD ABWAELZFR. (Option #50, Option
#131)
Neuer Zyklus 292 IPO.-DREHEN KONTUR (Option #96)
Neuer Zyklus 291 IPO.-DREHEN KOPPLUNG (Option #96)
Neuer Zyklus 239 BELADUNG ERMITTELN fr LAC (Load Adapt.
Control) Lastabhngige Anpassung von Regelparametern
(Option #143)
Zyklus 270 KONTURZUG-DATEN wurde hinzugefgt
Zyklus 39 ZYLINDER-MAN. KONTUR wurde hinzugefgt (Option
#1)
Der Zeichensatz des Bearbeitungszyklus 225 GRAVIEREN wurde
um das CE-Zeichen, , @-Zeichen und Systemzeit erweitert
Zyklen 252-254 wurden um den optionalen Parameter Q439
erweitert
Zyklus 22 AUSRAEUMEN wurde um die optionalen Parameter
Q401, Q404 erweitert
Zyklus 484 IR-TT KALIBRIEREN wurde um den optionalen
Parameter Q536 erweitert
Zyklen 841 STECHDR. EINF. RAD., 842 STECHDR. ERW. RAD.,
851 STECHDR. EINF. AXIAL, 852 STECHDR. ERW. AXIAL
wurden um Eintauchvorschub Q488 erweitert
Exzenterdrehen mit Zyklus 800 KOORD.-[Link] ist mit
Option #50 mglich
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 19
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Neue Funktionen 34059x-06
Manuelle Antastfunktionen legen eine Zeile in der Preset-
Tabelle an, die noch nicht existiert, siehe "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in die Preset-Tabelle schreiben", Seite 626
Manuelle Antastfunktionen knnen in eine passwortgeschtzte
Zeile schreiben, siehe "Messwerte aus den Tastsystemzyklen
protokollieren", Seite 624
Die Werkzeugtabelle wurde um die Spalte AFC-LOAD erweitert.
In dieser Spalte knnen Sie eine werkzeugabhngige Regel-
Referenzleistung fr die adaptive Vorschubregelung AFC
vorgeben, die Sie einmalig mithilfe eines Lernschnitts ermittelt
haben, siehe "Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben",
Seite 212
Die Werkzeugtabelle wurde um die Spalte KINEMATIC erweitert,
siehe "Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben", Seite 212
Beim Importieren von Werkzeugdaten darf die CSV-Datei
zustzliche, der Steuerung nicht bekannte Tabellenspalten
enthalten. Es erscheint beim Import eine Meldung der nicht
bekannten Spalten und ein Hinweis darauf, dass diese Werte
nicht bernommen werden, siehe "Werkzeugdaten importieren
und exportieren", Seite 245
Neue Funktion FUNCTION S-PULSE zum Programmieren von
pulsierender Drehzahl, siehe "Pulsierende Drehzahl FUNCTION
S-PULSE", Seite 486
In der Dateiverwaltung ist schnelle Dateisuche mit Eingabe des
Anfangsbuchstabens mglich, siehe "Laufwerke, Verzeichnisse
und Dateien whlen", Seite 154
Bei aktiver Gliederung kann der Gliederungssatz im
Gliederungsfenster editiert werden, siehe "Definition,
Einsatzmglichkeit", Seite 183
Die FN18-Funktionen wurden erweitert, siehe "FN 18: SYSREAD
Systemdaten lesen", Seite 364
Die Steuerung unterscheidet zwischen unterbrochenem oder
gestoppten NC-Programm. In unterbrochenem Zustand bietet
die Steuerung mehr Eingriffsmglichkeiten, siehe "Bearbeitung
unterbrechen, stoppen oder abbrechen", Seite 690
Der Maschinenhersteller kann auch die Drehspindel (Option
#50) als whlbare Achse am Handrad konfigurieren, siehe "Zu
verfahrende Achse whlen", Seite 598
Bei der Funktion Bearbeitungsebene schwenken kann eine
animierte Hilfe gewhlt werden, siehe "bersicht", Seite 495
Die Software-Option #42 DXF-Converter erzeugt jetzt auch CR-
Kreise, siehe "Grundeinstellungen", Seite 306
Neue Software-Option #136 Visual Setup Control
(Kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation),
siehe "Software-Optionen", Seite 8,siehe "Kamerabasierte
berprfung der Aufspannsituation VSC (Option #136)",
Seite 655.
20 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
Genderte Funktionen 34059x-06
Beim Editieren von Werkzeugtabelle oder Werkzeugverwaltung
wird nur die aktuelle Tabellenzeile gesperrt, siehe
"Werkzeugtabellen editieren", Seite 217
Beim Import von Werkzeugtabellen werden nicht vorhandene
Werkzeugtypen als Typ Undefiniert importiert, siehe
"Werkzeugtabellen importieren", Seite 220
Werkzeugdaten von Werkzeugen, die noch in der Platztabelle
gespeichert sind, knnen Sie nicht lschen, siehe
"Werkzeugtabellen editieren", Seite 217
In allen manuellen Antastfunktionen ist eine schnellere Auswahl
des Startwinkels von Bohrungen und Zapfen mithilfe von
Softkeys mglich (achsparallele Antastrichtungen), siehe
"Funktionen in Tastsystemzyklen", Seite 621
Beim Antasten wird nach der Istwertbernahme des 1. Punkts
fr den 2. Punkt der Softkey fr die Achsrichtung angezeigt
In allen manuellen Antastfunktionen wird die Richtung der
Hauptachse als Vorgabe angeboten
In den manuellen Antastzyklen knnen die Hardkeys END und
ISTPOSITIONSBERNAHME verwendet werden
Im Manuellen Betrieb wurde die Anzeige des Bahnvorschubs
gendert, siehe "Spindeldrehzahl S, Vorschub F und
Zusatzfunktion M", Seite 603
In der Dateiverwaltung werden die Programme oder
Verzeichnisse an der Cursorposition zustzlich in einem eigenen
Feld unterhalb der aktuellen Pfadanzeige angezeigt
Satz editieren fhrt nicht mehr dazu, dass die Blockmarkierung
aufgehoben wird. Wird bei aktiver Blockmarkierung ein Satz
editiert, und dann ber die Syntaxsuche ein anderer Satz
angewhlt, wird die Markierung auf den neu angewhlten
Satz erweitert, siehe "Programmteile markieren, kopieren,
ausschneiden und einfgen", Seite 145
In der Bildschirmaufteilung PROGRAMM + GLIEDER. ist es
mglich, die Gliederung im Gliederungsfenster zu editieren,
"Definition, Einsatzmglichkeit"
Die Funktion APPR CT und DEP CT ermglicht das Anfahren
und Abfahren an eine Helix. Diese Bewegung wird als Helix mit
gleicher Steigung ausgefhrt, siehe "bersicht: Bahnformen
zum Anfahren und Verlassen der Kontur", Seite 258
Die Funktionen APPR LT, APPR LCT, DEP LT und DEP LCT
positionieren alle drei Achsen gleichzeitig auf den Hilfspunkt,
siehe "Anfahren auf einer Geraden mit tangentialem Anschluss:
APPR LT", Seite 261, siehe "Anfahren auf einer Kreisbahn mit
tangentialem Anschluss an die Kontur und Geradenstck: APPR
LCT", Seite 263
Die eingegebenen Werte der Verfahrgrenzen werden auf
Gltigkeit geprft, siehe "Verfahrgrenzen eingeben", Seite 713
Die Steuerung legt beim Berechnen der Achswinkel in den mit
M138 abgewhlten Achsen den Wert 0 ab, siehe "Auswahl von
Schwenkachsen: M138", Seite 525
Der Eingabebereich der Spalten SPA, SPB und SPC der
Preset-Tabelle wurde auf 999,9999 erweitert, siehe
"Bezugspunktverwaltung mit der Preset-Tabelle", Seite 609
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 21
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Schwenken ist auch in Kombination mit Spiegeln erlaubt, siehe
"Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)", Seite 493
Auch wenn der 3D-ROT-Dialog in der Betriebsart Manueller
Betrieb auf Aktiv steht, funktioniert PLANE RESET bei einer
aktiven Basistransformation, siehe "Manuelles Schwenken
aktivieren", Seite 651
Der Vorschubpotentiometer reduziert nur den programmierten
Vorschub, nicht mehr den von der Steuerung berechneten
Vorschub, siehe "Vorschub F", Seite 208
Der DXF-Konverter gibt FUNCTION MODE TURN oder FUNCTION
MODE MILL als Kommentar aus
Neue und genderte Zyklenfunktionen 34059x-06
Neuer Zyklus 258 VIELECKZAPFEN
Neue Zyklen 600 und 601 Tastsystemzyklen zur berwachung
mit Kamera (Option #136)
Zyklus 291 INTERPOLATIONSDREHEN KOPPLUNG (Option
#96) wurde um Parameter Q561 erweitert
Die Zyklen 421, 422 und 427 wurden um die Parameter Q498
und Q531 erweitert
Bei Zyklus 247: BEZUGSPUNKT SETZEN kann bei dem
entsprechenden Parameter die Bezugspunktnummer aus der
Preset-Tabelle ausgewhlt werden
Bei Zyklus 200 und 203 wude das Verhalten der Verweilzeit
oben angepasst
Zyklus 205 fhrt Entspnen auf der Koordinatenoberflche aus
Bei SL-Zyklen wird jetzt M110 bei innen korrigierten Kreisbgen
bercksichtigt, wenn es whrend der Bearbeitung aktiv ist
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
22 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
Neue Funktionen 34059x-07
Neue Funktion FUNCTION DWELL zum Programmieren einer
Verweilzeit, siehe "Verweilzeit FUNCTION DWELL", Seite 490
Neue Software-Option 3D-ToolComp (Option #92), siehe
"Eingriffswinkelabhngige 3D-Werkzeugradiuskorrektur (Option
#92)", Seite 540
Neue Spalte DR2TABLE in der Werkzeugtabelle mit
Auswahldialog fr die 3D-ToolComp Tabellen, siehe
"Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben", Seite 212
Die Werkzeugtabelle wurde um die Spalte OVRTIME erweitert,
siehe "Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben", Seite 212
Neue Spalten AFC-OVLD1 und AFC-OVLD2 in der
Werkzeugtabelle fr die Werkzeugverschleiberwachung
und Werkzeuglastberwachung, siehe "Werkzeugverschlei
berwachen", Seite 463, siehe "Werkzeuglast berwachen",
Seite 463
Sie knnen die gemessenen Korrekturwerte DXL und DZL
eines Drehwerkzeugs in der Werkzeugverwaltung (Option #93)
manuell korrigieren, siehe "Werkzeugkorrektur berechnen",
Seite 571
ber FUNCTION TURNDATA CORR-TCS:Z/X DCW oder einen
Eintrag in der neuen Spalte DCW der Drehwerkzeugtabelle kann
ein Aufma auf die Stechwerkzeugbreite definiert werden,
siehe "Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50)", Seite 567
Die in der Spalte ZL der Drehwerkzeugtabelle hinterlegte
Werkzeuglnge speichert die Steuerung im Q-Parameter Q114,
siehe "Werkzeugdaten", Seite 569
Neue Funktion 3D-Kalibrieren von Tastsystemen, siehe "3D-
Kalibieren mit einer Kalibrierkugel (Option #92)", Seite 633
Whrend eines manuellen Tastsystemzyklus ist es
mglich die Kontrolle an das Handrad zu bergeben, siehe
"Verfahrbewegungen bei einem Handrad mit Display",
Seite 620
Es knnen mehrere Handrder an einer Steuerung
angeschlossen werden, siehe "Verfahren mit elektronischen
Handrdern", Seite 593
In der Betriebsart El. Handrad kann die Handradachse fr ein
HR 130 mit den orangen Achstasten gewhlt werden
Wenn die Steuerung auf Maeinheit INCH eingestellt ist,
verrechnet die Steuerung auch Bewegungen, die mit dem
Handrad verfahren werden in INCH, siehe "Verfahren mit
elektronischen Handrdern", Seite 593
Die FN18-Funktionen wurden erweitert, siehe "FN 18: SYSREAD
Systemdaten lesen", Seite 364
Die FN16-Funktionen wurden erweitert, siehe "FN16: F-PRINT
Texte und Q-Parameterwerte formatiert ausgeben", Seite 359
Die mit SPEICHERN UNTER gespeicherte Datei finden Sie in der
Dateiverwaltung auch unter LETZTE DATEIEN, siehe "Programm
editieren", Seite 142
Wenn Sie mit SPEICHERN UNTER Dateien speichern, knnen
Sie mit dem Softkey WECHSELN den Zielordner whlen, siehe
"Programm editieren", Seite 142
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 23
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Die Dateiverwaltung zeigt vertikale Scrollbars an und untersttzt
das Scrollen mit der Maus, siehe "Dateiverwaltung aufrufen",
Seite 153
Die Funktionen in Software-Option VSC (Option #136) wurden
erweitert und die Bedienung angepasst, siehe "Kamerabasierte
berprfung der Aufspannsituation VSC (Option #136)",
Seite 655
Neuer Maschinenparameter zum Wiederherstellen von M7
und M8, siehe "Maschinenspezifische Anwenderparameter",
Seite 740
Neuer Maschinenparameter zum Definieren des minimalen
Vorschubs in Drehzyklen, siehe "Maschinenspezifische
Anwenderparameter", Seite 740
Neuer Maschinenparameter zum Deaktivieren der
Parallelachsprogrammierung, siehe "Bearbeitung mit
Parallelachsen U, V und W", Seite 466
Mit der Funktion STRLEN kann man prfen, ob ein String-
Parameter definiert ist, siehe "Lnge eines String-Parameters
ermitteln", Seite 397
Mit der Funktion SYSSTR kann man den NC-Softwarestand
auslesen, siehe "Systemdaten lesen", Seite 394
Die Funktion FN 38: SEND ist nun ohne Schlsselzahl
programmierbar
Mit der Funktion FN 0 knnen nun auch undefinierte Q-
Parameter bergeben werden
Bei Sprngen mit FN 9 sind QS-Parameter und Texte als
Bedingung erlaubt, siehe "Wenn/dann-Entscheidungen
programmieren", Seite 351
Zylindrische Rohteile knnen jetzt auch mit Durchmesser statt
mit Radius definiert werden, siehe "Rohteil definieren: BLK
FORM", Seite 135
Die Programmierung von TCPM AXIS SPAT ist bei aktivem
Zyklus 8 und Zyklus 10 mglich
Es ist jetzt mglich, in einem Geradensatz bis zu 6 Achsen
zu programmieren, siehe "Dreidimensionale Bewegung",
Seite 253
Die bergangselemente RND und CHF knnen jetzt auch
zwischen dreidimensionalen Konturen ausgefhrt werden, also
bei Geradenstzen mit drei programmierten Koordinaten oder
einer Helix
Die Steuerung untersttzt nun Raumkreise, also Kreise in 3
Achsen senkrecht zur Bearbeitungsebene, siehe "Kreisbahn C
um Kreismittelpunkt CC", Seite 271
Im 3D-ROT-Men wird die aktive Kinematik angezeigt, siehe
"Manuelles Schwenken aktivieren", Seite 651
In den Betriebsarten Programmlauf Einzelsatz und
Programmlauf Satzfolge kann die Bildschirmaufteilung
PROGRAMM + GLIEDER. gewhlt werden, siehe "Programme
gliedern", Seite 183
In den Betriebsarten Programmlauf Satzfolge, Programmlauf
Einzelsatz und Positionieren mit Handeingabe kann
die Schriftgre auf die gleiche Gre wie in der
24 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
Betriebsart Programmieren eingestellt werden, siehe
"Maschinenspezifische Anwenderparameter", Seite 740
Die Funktionen in der Betriebsart Positionieren mit
Handeingabe wurden erweitert und die Bedienung angepasst,
siehe "Positionieren mit Handeingabe", Seite 663
In der Betriebsart FREIFAHREN wird die aktive Kinematik
angezeigt, siehe "Freifahren nach Stromausfall", Seite 695
In der Betriebsart FREIFAHREN kann die Vorschubbegrenzung
mit dem Softkey VORSCHUBBEGRENZUNG AUFHEBEN
deaktiviert werden, siehe "Freifahren nach Stromausfall",
Seite 695
In der Betriebsart Programm-Test kann eine
Werkzeugeinsatzdatei auch ohne Simulation erstellt werden,
siehe "Werkzeugeinsatzprfung", Seite 231
In der Betriebsart Programm-Test knnen Sie ber den Softkey
F-MAX WEGE die Eilgangbewegungen ausblenden, siehe "3D-
Darstellung in der Betriebsart Programmtest", Seite 675
In der Betriebsart Programm-Test knnen Sie ber den
Softkey VOLUMENMODELL RCKSETZEN das Volumenmodell
zurcksetzen, siehe "3D-Darstellung in der Betriebsart
Programmtest", Seite 675
In der Betriebsart Programm-Test knnen Sie ber den
Softkey WERKZEUGWEGE RCKSETZEN die Werkzeugwege
zurcksetzen, siehe "3D-Darstellung in der Betriebsart
Programmtest", Seite 675
In der Betriebsart Programm-Test knnen Sie ber den Softkey
MESSEN die Koordinaten anzeigen lassen, wenn Sie mit der
Maus auf der Grafik positionieren, siehe "3D-Darstellung in der
Betriebsart Programmtest", Seite 675
In der Betriebsart Programm-Test knnen Sie ber den
Softkey STOPP BEI bis zu einem von Ihnen definierten Satz
simulieren, siehe "Programm-Test bis zu einem bestimmten
Satz ausfhren", Seite 687
In der Statusanzeige im Reiter POS wird die aktive
Basistransformation angezeigt, siehe "Positionen und
Koordinaten (Reiter POS)", Seite 97
In der Statusanzeige wird jetzt zustzlich der Pfad des aktiven
Hauptprogramms angezeigt, siehe "bersicht", Seite 95,
siehe "Allgemeine Programminformation (Reiter PGM)",
Seite 95
In der Statusanzeige werden im Reiter CYC zustzlich T-Max
und TA-Max angezeigt
Es ist nun mglich, den Satzvorlauf fortzusetzen, siehe
"Beliebiger Einstieg ins Programm: Satzvorlauf", Seite 698
Mit den Funktionen NC/PLC Backup und NC/PLC Restore
knnen Sie einzelne Ordner oder das komplette Laufwerk TNC
sichern und wiederherstellen, siehe "Backup und Restore",
Seite 110
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 25
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Genderte Funktionen 34059x-07
In Werkzeugnamen sind zustzlich die Sonderzeichen % und ,
erlaubt, siehe "Werkzeugnummer, Werkzeugname", Seite 210
Beim Import von Werkzeugtabellen werden die Zahlenwerte
aus der Spalte R-OFFS bernommen, siehe "Werkzeugtabellen
importieren", Seite 220
In der Spalte LIFTOFF der Werkzeugtabelle ist der Default jetzt
N, siehe "Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben", Seite 212
Die Spalten L und R der Werkzeugtabelle sind beim Anlegen
eines neuen Werkzeugs leer, siehe "Werkzeugtabellen
editieren", Seite 217
In der Werkzeugtabelle steht fr die Spalten RT und
KINEMATIC jetzt der Softkey AUSWHLEN zur Verfgung, siehe
"Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben", Seite 212
Die Antastfunktion Ecke als Bezugspunkt wurde erweitert,
siehe "Ecke als Bezugspunkt ", Seite 640
Die Anordnung der Softkeys im manuellen Antastzyklus
ANTASTEN P wurde angepasst, siehe "Ecke als Bezugspunkt ",
Seite 640
Der Softkey FMAX im Programmlauf begrenzt nicht nur
den Bahnvorschub fr den Programmlauf, sondern auch
den Achsvorschub fr manuelle Achsbewegungen, siehe
"Vorschubbegrenzung F MAX", Seite 604
Beim schrittweisen Positionieren wurde die Softkey-Belegung
angepasst
Wenn man die Preset-Tabelle ffnet, steht der Cursor auf der
Zeile des aktiven Presets
Neues Hilfsbild bei PLANE RESET, siehe "Positionierverhalten
der PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
Das Verhalten von COORD ROT und TABLE ROT im 3D-ROT-
Men hat sich gendert, siehe "Positionierverhalten der PLANE-
Funktion festlegen", Seite 509
Der aktuelle Gliederungssatz ist im Gliederungsfenster
deutlicher erkennbar, siehe "Definition, Einsatzmglichkeit",
Seite 183
Die DHCP-Lease-Time gilt jetzt auch ber eine
Stromunterbrechung hinaus. Beim Herunterfahren von HeROS
wird dem DHCP-Server nicht mehr mitgeteilt, dass die IP-
Adresse jetzt wieder frei ist, siehe "TNC konfigurieren",
Seite 725
In der Statusanzeige wurden die Felder fr die LBL-Namen auf
32 Zeichen erweitert
Die Statusanzeige TT zeigt nun auch dann Werte an, wenn erst
spter auf Reiter TT gewechselt wird
Die Statusanzeigen knnen jetzt auch mit der Taste
NCHSTER REITER umgeschaltet werden, siehe "Zustzliche
Statusanzeigen", Seite 94
Eine im Programmlauf aktive Palettentabelle lsst sich nur noch
ber den Softkey EDIT PALETTE editieren, siehe "Palettentabelle
abarbeiten", Seite 553
Wenn ein mit CALL PGM gerufenes Unterprogramm mit M2
oder M30 endet, gibt die Steuerung eine Warnung aus
26 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
M124 erzeugt keine Fehlermeldung mehr, sondern nur eine
Warnung. Somit knnen NC-Programme mit programmiertem
M124 ohne Unterbrechung durchlaufen
In der Dateiverwaltung kann nun die Gro- und Kleinschreibung
eines Dateinamens gendert werden
Wenn Sie in der Dateiverwaltung eine grere Datei auf ein
USB-Gert bertragen, zeigt die Steuerung eine Warnung, bis
die Dateibertragung abgeschlossen ist, siehe "USB-Gerte an
der TNC", Seite 176
In der Dateiverwaltung zeigt die Steuerung bei der Pfadangabe
auch den aktuellen Typfilter
In der Dateiverwaltung wird nun in allen Betriebsarten der
Softkey ALLE ANZ. angezeigt
In der Dateiverwaltung wurde die Funktion VERZEICHNIS
WHLEN beim Kopieren von Dateien oder Verzeichnissen
gendert. Die beiden Softkeys OK und ABBRUCH stehen auf den
ersten beiden Positionen zur Verfgung
Die Farben der Programmiergrafik wurden gendert, siehe
"Programmiergrafik", Seite 191
In den Betriebsarten Programm-Test und Programmieren
werden die Werkzeugdaten zurckgesetzt, wenn ein Programm
neu gewhlt oder mit dem Softkey RESET + START neu
gestartet wird
In der Betriebsart Programm-Test zeigt die Steuerung als
Referenzpunkt bei ROHTEIL IM [Link] den Nullpunkt des
Maschinentischs an, siehe "Rohteil im Arbeitsraum darstellen ",
Seite 681
Der Maschinenhersteller kann das Zusammenwirken von
M140 und DCM fr jedes Kollisionsobjekt konfigurieren, siehe
"Kollisionsberwachung in den Programmlauf-Betriebsarten",
Seite 443
Der Softkey der Drehwerkzeugtabelle hat sich gendert, siehe
"Werkzeugdaten", Seite 569
Bei der Funktion FUNCTION MODE hat sich der Softkey
KINEMATIK WHLEN gendert, siehe "Umschaltung Frsbetrieb /
Drehbetrieb", Seite 557
Wenn mit FUNCTION TURNDATA SPIN SMAX eine Begrenzung
definiert ist und die Drehzahlbegrenzung wirkt, wird in
der Anzeige SMAX statt S angezeigt, siehe "Drehzahl
programmieren", Seite 560
Nach nderung des aktiven Bezugspunkts ist eine
Programmfortsetzung nur noch nach GOTO oder Satzvorlauf
mglich, siehe "Maschinenachsen whrend einer Unterbrechung
verfahren", Seite 693
Mit Satzvorlauf ist ein Einstieg in eine FK-Sequenz mglich,
siehe "Beliebiger Einstieg ins Programm: Satzvorlauf",
Seite 698
Die Bedienung und die Dialogfhrung des Satzvorlaufs wurde
verbessert, auch fr Palettentabellen, siehe "Beliebiger Einstieg
ins Programm: Satzvorlauf", Seite 698
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 27
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
Neue und genderte Zyklenfunktionen 34059x-07
Im Zyklus 251 Rechtecktasche wird jetzt M110 bei innen
korrigierten Kreisbgen bercksichtigt, wenn es whrend der
Bearbeitung aktiv ist
Neuer Zyklus 444 zum dreidimensionalen Antasten einer
beliebigen Koordinate (Software-Option 17)
Zyklus 451 wurde um den Parameter Q406 erweitert. Damit
ist es mglich, bei aktivierter Option #52 KinematicsComp
die gemessenen Winkellagefehler der Drehachsen zu
kompensieren (Software-Option 52)
Zyklus 460 wurde um den Parameter Q455 erweitert. Damit
ist es mglich, bei aktivierter Option #92 3D-ToolComp 3D-
Kalibrierdaten zu erfassen, abzuspeichern und anschlieend
zu aufgetretene Abweichungen zu kompensieren. (Software-
Option 92)
Im Protokoll der KinematicsOpt Zyklen 451 und 452 kann
die Position der gemessenen Drehachsen vor und nach der
Optimierung ausgegeben werden. (Software-Option 52)
Zyklus 225 wurde um die Parameter Q516, Q367 und Q574
erweitert. Damit ist es mglich einen Bezugspunkt fr die
jeweilige Textlage zu definieren, bzw. die Textlnge und
Zeichenhhe zu skalieren
Zyklus 861 wurde um die Parameter Q510, Q511, Q462
erweitert. Damit ist es mglich, eine berlappung sowie einen
Vorschubfaktor und ein auswhlbares Rckzugsverhalten zu
programmiere
Zyklus 862 wurde um die Parameter Q510, Q511, Q462
erweitert. Damit ist es mglich, eine berlappung sowie einen
Vorschubfaktor und ein auswhlbares Rckzugsverhalten zu
programmieren
Zyklus 871 wurde um die Parameter Q510, Q511, Q462
erweitert. Damit ist es mglich, eine berlappung sowie einen
Vorschubfaktor und ein auswhlbares Rckzugsverhalten zu
programmieren
Zyklus 872 wurde um die Parameter Q510, Q511, Q462
erweitert. Damit ist es mglich, eine berlappung sowie einen
Vorschubfaktor und ein auswhlbares Rckzugsverhalten zu
programmieren
Zyklus 860 wurde um die Parameter Q510, Q511, Q462
erweitert. Damit ist es mglich, eine berlappung sowie einen
Vorschubfaktor und ein auswhlbares Rckzugsverhalten zu
programmieren
Zyklus 870 wurde um die Parameter Q510, Q511, Q462
erweitert. Damit ist es mglich, eine berlappung sowie einen
Vorschubfaktor und ein auswhlbares Rckzugsverhalten zu
programmieren
Im Zyklus 810 wurde Parameter Q499 um Eingabemglichkeit
"2" erweitert. Dadurch erfolgt eine Anpassung der
Werkzeuglage, wenn Kontur umgekehrt zur programmierten
Richtung abgearbeitet wird
In den Zyklen 481 - 483 wurde der Parameter Q340 um
die Eingabemglichkeit "2" erweitert. Das ermglicht eine
Werkzeugkontrolle ohne eine nderung in der Werkzeugtabelle
28 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
TNC-Typ, Software und Funktionen
Zyklus 251 wurde um den Parameter Q439 erweitert. Zustzlich
wurde die Schlichtstrategie berarbeitet
Bei Zyklus 252 wurde die Schlichtstrategie berarbeitet
Zyklus 275 wurde um die Parameter Q369 und Q439 erweitert
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 29
Grundlegendes
TNC-Typ, Software und Funktionen
30 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
Inhaltsverzeichnis
1 Erste Schritte mit der TNC 640.....................................................................................................65
2 Einfhrung....................................................................................................................................... 85
3 Grundlagen, Dateiverwaltung..................................................................................................... 119
4 Programmierhilfen........................................................................................................................ 179
5 Werkzeuge..................................................................................................................................... 207
6 Konturen programmieren............................................................................................................ 249
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen.........................................................................................301
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen.............................................................321
9 Q-Parameter programmieren.......................................................................................................339
10 Zusatzfunktionen.......................................................................................................................... 413
11 Sonderfunktionen......................................................................................................................... 435
12 Mehrachsbearbeitung...................................................................................................................491
13 Palettenverwaltung.......................................................................................................................549
14 Drehbearbeitung........................................................................................................................... 555
15 Handbetrieb und Einrichten.........................................................................................................587
16 Positionieren mit Handeingabe...................................................................................................663
17 Programm-Test und Programmlauf............................................................................................ 669
18 MOD-Funktionen...........................................................................................................................707
19 Tabellen und bersichten............................................................................................................ 739
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 31
Inhaltsverzeichnis
32 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
1 Erste Schritte mit der TNC 640.....................................................................................................65
1.1 bersicht................................................................................................................................................ 66
1.2 Einschalten der Maschine.................................................................................................................... 66
Stromunterbrechung quittieren und Referenzpunkte anfahren...............................................................66
1.3 Das erste Teil programmieren..............................................................................................................67
Die richtige Betriebsart whlen...............................................................................................................67
Die wichtigsten Bedienelemente der TNC............................................................................................. 67
Ein neues Programm erffnen / Dateiverwaltung...................................................................................68
Ein Rohteil definieren..............................................................................................................................69
Programmaufbau..................................................................................................................................... 70
Eine einfache Kontur programmieren..................................................................................................... 71
Zyklenprogramm erstellen...................................................................................................................... 74
1.4 Das erste Teil grafisch testen...............................................................................................................76
Die richtige Betriebsart whlen...............................................................................................................76
Werkzeugtabelle fr den Programm-Test whlen...................................................................................76
Das Programm whlen, das Sie testen wollen...................................................................................... 77
Die Bildschirmaufteilung und die Ansicht whlen...................................................................................77
Den Programm-Test starten....................................................................................................................78
1.5 Werkzeuge einrichten............................................................................................................................79
Die richtige Betriebsart whlen...............................................................................................................79
Werkzeuge vorbereiten und vermessen................................................................................................. 79
Die Werkzeugtabelle TOOL.T..................................................................................................................80
Die Platztabelle TOOL_P.TCH.................................................................................................................. 81
1.6 Werkstck einrichten.............................................................................................................................82
Die richtige Betriebsart whlen...............................................................................................................82
Werkstck aufspannen............................................................................................................................82
Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem..................................................................................................83
1.7 Das erste Programm abarbeiten..........................................................................................................84
Die richtige Betriebsart whlen...............................................................................................................84
Das Programm whlen, das Sie abarbeiten wollen................................................................................84
Programm starten................................................................................................................................... 84
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 33
Inhaltsverzeichnis
2 Einfhrung....................................................................................................................................... 85
2.1 Die TNC 640...........................................................................................................................................86
HEIDENHAIN-Klartext und DIN/ISO........................................................................................................ 86
Kompatibilitt........................................................................................................................................... 86
2.2 Bildschirm und Bedienfeld................................................................................................................... 87
Bildschirm................................................................................................................................................ 87
Bildschirmaufteilung festlegen................................................................................................................ 87
Bedienfeld................................................................................................................................................88
2.3 Betriebsarten..........................................................................................................................................89
Manueller Betrieb und El. Handrad........................................................................................................ 89
Positionieren mit Handeingabe............................................................................................................... 89
Programmieren........................................................................................................................................ 90
Programm-Test........................................................................................................................................ 90
Programmlauf Satzfolge und Programmlauf Einzelsatz.......................................................................... 91
2.4 Statusanzeigen...................................................................................................................................... 92
Allgemeine Statusanzeige....................................................................................................................... 92
Zustzliche Statusanzeigen..................................................................................................................... 94
2.5 Window-Manager................................................................................................................................ 101
bersicht Task-Leiste............................................................................................................................ 102
Portscan.................................................................................................................................................104
Remote Service.....................................................................................................................................105
Sicherheitssoftware SELinux.................................................................................................................107
VNC....................................................................................................................................................... 108
Backup und Restore..............................................................................................................................110
2.6 Remote Desktop Manager (Option #133)......................................................................................... 112
Einfhrung............................................................................................................................................. 112
Verbindung konfigurieren Windows Terminal Service....................................................................... 113
Verbindung konfigurieren VNC...........................................................................................................115
Verbindung starten und beenden......................................................................................................... 116
2.7 Zubehr: 3D-Tastsysteme und elektronische Handrder von HEIDENHAIN..................................117
3D-Tastsysteme.....................................................................................................................................117
Elektronische Handrder HR................................................................................................................. 118
34 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3 Grundlagen, Dateiverwaltung..................................................................................................... 119
3.1 Grundlagen...........................................................................................................................................120
Wegmessgerte und Referenzmarken..................................................................................................120
Bezugssysteme..................................................................................................................................... 121
Bezeichnung der Achsen an Frsmaschinen.........................................................................................131
Polarkoordinaten.................................................................................................................................... 131
Absolute und inkrementale Werkstckpositionen................................................................................ 132
Bezugspunkt whlen............................................................................................................................. 133
3.2 Programme erffnen und eingeben.................................................................................................. 134
Aufbau eines NC-Programms im HEIDENHAIN Klartext...................................................................... 134
Rohteil definieren: BLK FORM............................................................................................................. 135
Neues Bearbeitungsprogramm erffnen...............................................................................................137
Werkzeugbewegungen im Klartext programmieren............................................................................. 139
Ist-Positionen bernehmen................................................................................................................... 141
Programm editieren...............................................................................................................................142
Die Suchfunktion der TNC.................................................................................................................... 146
3.3 Dateiverwaltung: Grundlagen............................................................................................................ 148
Dateien.................................................................................................................................................. 148
Extern erstellte Dateien auf der TNC anzeigen.................................................................................... 150
Datensicherung......................................................................................................................................150
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 35
Inhaltsverzeichnis
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung.................................................................................................... 151
Verzeichnisse......................................................................................................................................... 151
Pfade......................................................................................................................................................151
bersicht: Funktionen der Dateiverwaltung..........................................................................................152
Dateiverwaltung aufrufen...................................................................................................................... 153
Laufwerke, Verzeichnisse und Dateien whlen.................................................................................... 154
Neues Verzeichnis erstellen.................................................................................................................. 156
Neue Datei erstellen............................................................................................................................. 156
Einzelne Datei kopieren........................................................................................................................ 156
Dateien in ein anderes Verzeichnis kopieren........................................................................................ 157
Tabelle kopieren.................................................................................................................................... 158
Verzeichnis kopieren..............................................................................................................................159
Eine der zuletzt gewhlten Dateien whlen......................................................................................... 159
Datei lschen.........................................................................................................................................160
Verzeichnis lschen............................................................................................................................... 160
Dateien markieren.................................................................................................................................161
Datei umbenennen................................................................................................................................162
Dateien sortieren...................................................................................................................................162
Zustzliche Funktionen.......................................................................................................................... 163
Zusatz-Tools zur Verwaltung externer Dateitypen.................................................................................164
Zusatz-Tools fr ITCs.............................................................................................................................171
Datenbertragung zu oder von einem externen Datentrger............................................................... 173
Die TNC am Netzwerk..........................................................................................................................175
USB-Gerte an der TNC........................................................................................................................176
36 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4 Programmierhilfen........................................................................................................................ 179
4.1 Kommentare einfgen........................................................................................................................ 180
Anwendung........................................................................................................................................... 180
Kommentar whrend der Programmeingabe........................................................................................180
Kommentar nachtrglich einfgen........................................................................................................ 180
Kommentar in eigenem Satz................................................................................................................ 180
Funktionen beim Editieren des Kommentars....................................................................................... 181
4.2 Darstellung der NC-Programme........................................................................................................ 182
Syntaxhervorhebung..............................................................................................................................182
Scrollbalken............................................................................................................................................182
4.3 Programme gliedern........................................................................................................................... 183
Definition, Einsatzmglichkeit............................................................................................................... 183
Gliederungsfenster anzeigen/Aktives Fenster wechseln.......................................................................183
Gliederungssatz im Programmfenster einfgen................................................................................... 184
Stze im Gliederungsfenster whlen.................................................................................................... 184
4.4 Der Taschenrechner.............................................................................................................................185
Bedienung............................................................................................................................................. 185
4.5 Schnittdatenrechner............................................................................................................................188
Anwendung........................................................................................................................................... 188
4.6 Programmiergrafik...............................................................................................................................191
Programmiergrafik mitfhren / nicht mitfhren.....................................................................................191
Programmiergrafik fr bestehendes Programm erstellen.....................................................................192
Satznummern ein- und ausblenden...................................................................................................... 193
Grafik lschen........................................................................................................................................193
Gitterlinien einblenden.......................................................................................................................... 193
Ausschnittsvergrerung oder -verkleinerung.......................................................................................194
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 37
Inhaltsverzeichnis
4.7 Fehlermeldungen................................................................................................................................. 195
Fehler anzeigen..................................................................................................................................... 195
Fehlerfenster ffnen.............................................................................................................................. 195
Fehlerfenster schlieen......................................................................................................................... 195
Ausfhrliche Fehlermeldungen..............................................................................................................196
Softkey INTERNE INFO.........................................................................................................................196
Softkey FILTER...................................................................................................................................... 196
Fehler lschen....................................................................................................................................... 197
Fehlerprotokoll....................................................................................................................................... 197
Tastenprotokoll...................................................................................................................................... 198
Hinweistexte..........................................................................................................................................199
Service-Dateien speichern.....................................................................................................................199
Hilfesystem TNCguide aufrufen............................................................................................................ 199
4.8 Kontextsensitives Hilfesystem TNCguide.........................................................................................200
Anwendung........................................................................................................................................... 200
Arbeiten mit dem TNCguide.................................................................................................................201
Aktuelle Hilfedateien downloaden.........................................................................................................205
38 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5 Werkzeuge..................................................................................................................................... 207
5.1 Werkzeugbezogene Eingaben............................................................................................................ 208
Vorschub F.............................................................................................................................................208
Spindeldrehzahl S..................................................................................................................................209
5.2 Werkzeugdaten.................................................................................................................................... 210
Voraussetzung fr die Werkzeugkorrektur............................................................................................ 210
Werkzeugnummer, Werkzeugname...................................................................................................... 210
Werkzeuglnge L...................................................................................................................................210
Werkzeugradius R................................................................................................................................. 210
Deltawerte fr Lngen und Radien.......................................................................................................211
Werkzeugdaten ins Programm eingeben..............................................................................................211
Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben............................................................................................... 212
Werkzeugtabellen importieren.............................................................................................................. 220
Werkzeugdaten von einem externen PC aus berschreiben................................................................ 222
Platztabelle fr Werkzeugwechsler....................................................................................................... 223
Werkzeugdaten aufrufen....................................................................................................................... 226
Werkzeugwechsel..................................................................................................................................228
Werkzeugeinsatzprfung....................................................................................................................... 231
5.3 Werkzeugkorrektur.............................................................................................................................. 234
Einfhrung............................................................................................................................................. 234
Werkzeuglngenkorrektur...................................................................................................................... 234
Werkzeugradiuskorrektur....................................................................................................................... 235
5.4 Werkzeugverwaltung (Option #93)....................................................................................................238
Grundlagen............................................................................................................................................ 238
Werkzeugverwaltung aufrufen.............................................................................................................. 239
Werkzeugverwaltung editieren..............................................................................................................240
Verfgbare Werkzeugtypen................................................................................................................... 243
Werkzeugdaten importieren und exportieren....................................................................................... 245
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 39
Inhaltsverzeichnis
6 Konturen programmieren............................................................................................................ 249
6.1 Werkzeugbewegungen........................................................................................................................250
Bahnfunktionen......................................................................................................................................250
Freie Konturprogrammierung FK........................................................................................................... 250
Zusatzfunktionen M.............................................................................................................................. 250
Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen..........................................................................251
Programmieren mit Q-Parametern........................................................................................................251
6.2 Grundlagen zu den Bahnfunktionen................................................................................................. 252
Werkzeugbewegung fr eine Bearbeitung programmieren.................................................................. 252
6.3 Kontur anfahren und verlassen......................................................................................................... 256
Startpunkt und Endpunkt...................................................................................................................... 256
bersicht: Bahnformen zum Anfahren und Verlassen der Kontur........................................................ 258
Wichtige Positionen beim Anfahren und Wegfahren............................................................................259
Anfahren auf einer Geraden mit tangentialem Anschluss: APPR LT.................................................... 261
Anfahren auf einer Geraden senkrecht zum ersten Konturpunkt: APPR LN.........................................261
Anfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem Anschluss: APPR CT................................................. 262
Anfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem Anschluss an die Kontur und Geradenstck:
APPR LCT.............................................................................................................................................. 263
Wegfahren auf einer Geraden mit tangentialem Anschluss: DEP LT................................................... 264
Wegfahren auf einer Geraden senkrecht zum letzten Konturpunkt: DEP LN....................................... 264
Wegfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem Anschluss: DEP CT................................................ 265
Wegfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem Anschluss an Kontur und Geradenstck:
DEP LCT................................................................................................................................................ 265
6.4 Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten...............................................................................266
bersicht der Bahnfunktionen.............................................................................................................. 266
Gerade L................................................................................................................................................267
Fase zwischen zwei Geraden einfgen................................................................................................ 268
Eckenrunden RND................................................................................................................................. 269
Kreismittelpunkt CC.............................................................................................................................. 270
Kreisbahn C um Kreismittelpunkt CC................................................................................................... 271
Kreisbahn CR mit festgelegtem Radius................................................................................................272
Kreisbahn CT mit tangentialem Anschluss........................................................................................... 274
Beispiel: Geradenbewegung und Fasen kartesisch.............................................................................. 275
Beispiel: Kreisbewegung kartesisch......................................................................................................276
Beispiel: Vollkreis kartesisch................................................................................................................. 277
40 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten.............................................................................................. 278
bersicht............................................................................................................................................... 278
Polarkoordinatenursprung: Pol CC.........................................................................................................279
Gerade LP............................................................................................................................................. 279
Kreisbahn CP um Pol CC...................................................................................................................... 280
Kreisbahn CTP mit tangentialem Anschluss......................................................................................... 280
Schraubenlinie (Helix)............................................................................................................................ 281
Beispiel: Geradenbewegung polar........................................................................................................ 283
Beispiel: Helix........................................................................................................................................284
6.6 Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK.................................................................... 285
Grundlagen............................................................................................................................................ 285
Grafik der FK-Programmierung..............................................................................................................287
FK-Dialog erffnen.................................................................................................................................288
Pol fr FK-Programmierung................................................................................................................... 288
Geraden frei programmieren.................................................................................................................289
Kreisbahnen frei programmieren.......................................................................................................... 290
Eingabemglichkeiten............................................................................................................................291
Hilfspunkte............................................................................................................................................ 294
Relativbezge........................................................................................................................................ 295
Beispiel: FK-Programmierung 1.............................................................................................................297
Beispiel: FK-Programmierung 2.............................................................................................................298
Beispiel: FK-Programmierung 3.............................................................................................................299
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 41
Inhaltsverzeichnis
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen.........................................................................................301
7.1 Bildschirmaufteilung CAD-Viewer und DXF-Konverter................................................................... 302
Grundlagen CAD-Viewer und DXF-Konverter........................................................................................ 302
7.2 CAD-Viewer..........................................................................................................................................303
Anwendung........................................................................................................................................... 303
7.3 DXF-Konverter (Option #42)...............................................................................................................304
Anwendung........................................................................................................................................... 304
Arbeiten mit dem DXF-Konverter.......................................................................................................... 305
DXF-Datei ffnen................................................................................................................................... 305
Grundeinstellungen................................................................................................................................306
Layer einstellen..................................................................................................................................... 308
Bezugspunkt festlegen..........................................................................................................................309
Kontur whlen und speichern............................................................................................................... 311
Bearbeitungspositionen whlen und speichern.................................................................................... 315
42 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen.............................................................321
8.1 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen kennzeichnen........................................... 322
Label...................................................................................................................................................... 322
8.2 Unterprogramme................................................................................................................................. 323
Arbeitsweise..........................................................................................................................................323
Programmierhinweise............................................................................................................................323
Unterprogramm programmieren........................................................................................................... 324
Unterprogramm aufrufen.......................................................................................................................324
8.3 Programmteil-Wiederholungen.......................................................................................................... 325
Label...................................................................................................................................................... 325
Arbeitsweise..........................................................................................................................................325
Programmierhinweise............................................................................................................................325
Programmteil-Wiederholung programmieren........................................................................................326
Programmteil-Wiederholung aufrufen................................................................................................... 326
8.4 Beliebiges Programm als Unterprogramm....................................................................................... 327
bersicht der Softkeys.......................................................................................................................... 327
Arbeitsweise..........................................................................................................................................328
Programmierhinweise............................................................................................................................328
Beliebiges Programm als Unterprogramm aufrufen............................................................................. 329
8.5 Verschachtelungen.............................................................................................................................. 331
Verschachtelungsarten...........................................................................................................................331
Verschachtelungstiefe............................................................................................................................331
Unterprogramm im Unterprogramm..................................................................................................... 332
Programmteil-Wiederholungen wiederholen.........................................................................................333
Unterprogramm wiederholen................................................................................................................ 334
8.6 Programmierbeispiele......................................................................................................................... 335
Beispiel: Konturfrsen in mehreren Zustellungen.................................................................................335
Beispiel: Bohrungsgruppen................................................................................................................... 336
Beispiel: Bohrungsgruppe mit mehreren Werkzeugen......................................................................... 337
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 43
Inhaltsverzeichnis
9 Q-Parameter programmieren.......................................................................................................339
9.1 Prinzip und Funktionsbersicht......................................................................................................... 340
Programmierhinweise............................................................................................................................342
Q-Parameterfunktionen aufrufen........................................................................................................... 343
9.2 Teilefamilien Q-Parameter statt Zahlenwerte................................................................................ 344
Anwendung........................................................................................................................................... 344
9.3 Konturen durch mathematische Funktionen beschreiben.............................................................. 345
Anwendung........................................................................................................................................... 345
bersicht............................................................................................................................................... 345
Grundrechenarten programmieren........................................................................................................ 346
9.4 Winkelfunktionen................................................................................................................................ 348
Definitionen........................................................................................................................................... 348
Winkelfunktionen programmieren.........................................................................................................348
9.5 Kreisberechnungen..............................................................................................................................349
Anwendung........................................................................................................................................... 349
9.6 Wenn/dann-Entscheidungen mit Q-Parametern.............................................................................. 350
Anwendung........................................................................................................................................... 350
Unbedingte Sprnge............................................................................................................................. 350
Verwendete Abkrzungen und Begriffe................................................................................................350
Wenn/dann-Entscheidungen programmieren........................................................................................ 351
9.7 Q-Parameter kontrollieren und ndern............................................................................................. 352
Vorgehensweise.................................................................................................................................... 352
9.8 Zustzliche Funktionen.......................................................................................................................354
bersicht............................................................................................................................................... 354
FN 14: ERROR Fehlermeldungen ausgeben......................................................................................355
FN16: F-PRINT Texte und Q-Parameterwerte formatiert ausgeben................................................... 359
FN 18: SYSREAD Systemdaten lesen............................................................................................... 364
FN 19: PLC Werte an PLC bergeben.............................................................................................. 373
FN 20: WAIT FOR NC und PLC synchronisieren...............................................................................373
FN 29: PLC Werte an PLC bergeben.............................................................................................. 374
FN 37: EXPORT.....................................................................................................................................374
FN 38: SEND Informationen aus dem NC-Programm senden...........................................................374
44 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9.9 Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen............................................................................................ 375
Einfhrung............................................................................................................................................. 375
Eine Transaktion.................................................................................................................................... 376
SQL-Anweisungen programmieren........................................................................................................378
bersicht der Softkeys.......................................................................................................................... 379
SQL BIND..............................................................................................................................................380
SQL SELECT......................................................................................................................................... 381
SQL FETCH........................................................................................................................................... 383
SQL UPDATE.........................................................................................................................................384
SQL INSERT.......................................................................................................................................... 384
SQL COMMIT....................................................................................................................................... 385
SQL ROLLBACK.................................................................................................................................... 385
9.10 Formel direkt eingeben.......................................................................................................................386
Formel eingeben................................................................................................................................... 386
Rechenregeln.........................................................................................................................................388
Eingabebeispiel......................................................................................................................................389
9.11 String-Parameter................................................................................................................................. 390
Funktionen der Stringverarbeitung........................................................................................................ 390
String-Parameter zuweisen................................................................................................................... 391
String-Parameter verketten....................................................................................................................391
Numerischen Wert in einen String-Parameter umwandeln.................................................................. 392
Teilstring aus einem String-Parameter kopieren................................................................................... 393
Systemdaten lesen................................................................................................................................394
String-Parameter in einen numerischen Wert umwandeln................................................................... 395
Prfen eines String-Parameters............................................................................................................ 396
Lnge eines String-Parameters ermitteln..............................................................................................397
Alphabetische Reihenfolge vergleichen................................................................................................ 398
Maschinenparameter lesen................................................................................................................... 399
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 45
Inhaltsverzeichnis
9.12 Vorbelegte Q-Parameter..................................................................................................................... 402
Werte aus der PLC: Q100 bis Q107.....................................................................................................402
Aktiver Werkzeug-Radius: Q108............................................................................................................402
Werkzeugachse: Q109...........................................................................................................................402
Spindelzustand: Q110............................................................................................................................ 403
Khlmittelversorgung: Q111.................................................................................................................. 403
berlappungsfaktor: Q112.....................................................................................................................403
Maangaben im Programm: Q113........................................................................................................403
Werkzeuglnge: Q114........................................................................................................................... 403
Koordinaten nach Antasten whrend des Programmlaufs....................................................................404
Ist-Sollwert-Abweichung bei automatischer Werkzeugvermessung mit dem TT 130........................... 404
Schwenken der Bearbeitungsebene mit Werkstck-Winkeln: von der TNC berechnete Koordinaten fr
Drehachsen............................................................................................................................................404
Messergebnisse von Tastsystem-Zyklen.............................................................................................. 405
berprfung der Aufspannsituation: Q601........................................................................................... 406
9.13 Programmierbeispiele......................................................................................................................... 407
Beispiel: Ellipse..................................................................................................................................... 407
Beispiel: Zylinder konkav mit Radiusfrser........................................................................................... 409
Beispiel: Kugel konvex mit Schaftfrser................................................................................................411
46 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10 Zusatzfunktionen.......................................................................................................................... 413
10.1 Zusatzfunktionen M und STOP eingeben.........................................................................................414
Grundlagen............................................................................................................................................ 414
10.2 Zusatzfunktionen fr Programmlaufkontrolle, Spindel und Khlmittel........................................ 416
bersicht............................................................................................................................................... 416
10.3 Zusatzfunktionen fr Koordinatenangaben......................................................................................417
Maschinenbezogene Koordinaten programmieren: M91/M92..............................................................417
Positionen im ungeschwenkten Koordinatensystem bei geschwenkter Bearbeitungsebene anfahren:
M130..................................................................................................................................................... 419
10.4 Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten......................................................................................... 420
Kleine Konturstufen bearbeiten: M97................................................................................................... 420
Offene Konturecken vollstndig bearbeiten: M98.................................................................................421
Vorschubfaktor fr Eintauchbewegungen: M103.................................................................................. 422
Vorschub in Millimeter/Spindel-Umdrehung: M136.............................................................................. 423
Vorschubgeschwindigkeit bei Kreisbgen: M109/M110/M111...............................................................424
Radiuskorrigierte Kontur vorausberechnen (LOOK AHEAD): M120...................................................... 425
Handradpositionierung whrend des Programmlaufs berlagern: M118.............................................. 427
Rckzug von der Kontur in Werkzeugachsrichtung: M140....................................................................429
Tastsystem-berwachung unterdrcken: M141................................................................................... 431
Grunddrehung lschen: M143...............................................................................................................432
Werkzeug bei NC-Stopp automatisch von der Kontur abheben: M148.................................................433
Ecken verrunden: M197........................................................................................................................ 434
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 47
Inhaltsverzeichnis
11 Sonderfunktionen......................................................................................................................... 435
11.1 bersicht Sonderfunktionen..............................................................................................................436
Hauptmen Sonderfunktionen SPEC FCT............................................................................................ 436
Men Programmvorgaben.................................................................................................................... 437
Men Funktionen fr Kontur- und Punktbearbeitungen........................................................................ 437
Men verschiedene Klartext-Funktionen definieren..............................................................................438
11.2 Dynamische Kollisionsberwachung (Option #40).......................................................................... 439
Funktion................................................................................................................................................. 439
Grafische Darstellung der Kollisionskrper........................................................................................... 440
Kollisionsberwachung in den manuellen Betriebsarten...................................................................... 442
Kollisionsberwachung in den Programmlauf-Betriebsarten.................................................................443
Kollisionsberwachung aktivieren und deaktivieren..............................................................................444
11.3 Werkzeugtrgerverwaltung................................................................................................................ 446
Grundlagen............................................................................................................................................ 446
Werkzeugtrgervorlagen speichern....................................................................................................... 446
Werkzeugtrgervorlagen parametrisieren............................................................................................. 447
Parametrisierte Werkzeugtrger zuweisen........................................................................................... 449
11.4 Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45)................................................................................ 450
Anwendung........................................................................................................................................... 450
AFC-Grundeinstellungen definieren...................................................................................................... 452
Lernschnitt durchfhren........................................................................................................................ 455
AFC aktivieren/deaktivieren...................................................................................................................460
Protokolldatei......................................................................................................................................... 462
Werkzeugverschlei berwachen......................................................................................................... 463
Werkzeuglast berwachen.................................................................................................................... 463
11.5 Aktive Ratter-Unterdrckung ACC (Option #145)............................................................................ 464
Anwendung........................................................................................................................................... 464
ACC aktivieren/deaktivieren...................................................................................................................465
48 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11.6 Bearbeitung mit Parallelachsen U, V und W....................................................................................466
bersicht............................................................................................................................................... 466
FUNCTION PARAXCOMP DISPLAY......................................................................................................467
FUNCTION PARAXCOMP MOVE..........................................................................................................467
FUNCTION PARAXCOMP deaktivieren.................................................................................................468
FUNCTION PARAXMODE..................................................................................................................... 469
FUNCTION PARAXMODE deaktivieren................................................................................................ 470
Beispiel Bohren mit W-Achse............................................................................................................... 471
11.7 Dateifunktionen................................................................................................................................... 472
Anwendung........................................................................................................................................... 472
Dateioperationen definieren.................................................................................................................. 472
11.8 Koordinaten-Transformationen definieren........................................................................................ 473
bersicht............................................................................................................................................... 473
TRANS DATUM AXIS............................................................................................................................ 473
TRANS DATUM TABLE......................................................................................................................... 474
TRANS DATUM RESET......................................................................................................................... 475
11.9 Textdateien erstellen...........................................................................................................................476
Anwendung........................................................................................................................................... 476
Textdatei ffnen und verlassen............................................................................................................. 476
Texte editieren.......................................................................................................................................477
Zeichen, Wrter und Zeilen lschen und wieder einfgen................................................................... 477
Textblcke bearbeiten............................................................................................................................478
Textteile finden...................................................................................................................................... 479
11.10 Frei definierbare Tabellen................................................................................................................... 480
Grundlagen............................................................................................................................................ 480
Frei definierbare Tabellen anlegen........................................................................................................ 480
Tabellenformat ndern...........................................................................................................................481
Wechseln zwischen Tabellen- und Formularansicht.............................................................................. 482
FN 26: TABOPEN Frei definierbare Tabelle ffnen............................................................................ 483
FN 27: TABWRITE Frei definierbare Tabelle beschreiben.................................................................. 484
FN 28: TABREAD Frei definierbare Tabelle lesen.............................................................................. 485
Tabellenformat anpassen.......................................................................................................................485
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 49
Inhaltsverzeichnis
11.11 Pulsierende Drehzahl FUNCTION S-PULSE...................................................................................... 486
Pulsierende Drehzahl programmieren...................................................................................................486
Pulsierende Drehzahl zurcksetzen.......................................................................................................487
11.12 Verweilzeit FUNCTION FEED............................................................................................................. 488
Verweilzeit programmieren................................................................................................................... 488
Verweilzeit zurcksetzen....................................................................................................................... 489
11.13 Verweilzeit FUNCTION DWELL.......................................................................................................... 490
Verweilzeit programmieren................................................................................................................... 490
50 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12 Mehrachsbearbeitung...................................................................................................................491
12.1 Funktionen fr die Mehrachsbearbeitung........................................................................................ 492
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene (Option #8).........................................493
Einfhrung............................................................................................................................................. 493
bersicht............................................................................................................................................... 495
PLANE-Funktion definieren................................................................................................................... 496
Positionsanzeige.................................................................................................................................... 496
PLANE-Funktion zurcksetzen...............................................................................................................497
Bearbeitungsebene ber Raumwinkel definieren: PLANE SPATIAL..................................................... 498
Bearbeitungsebene ber Projektionswinkel definieren: PLANE PROJECTED...................................... 499
Bearbeitungsebene ber Eulerwinkel definieren: PLANE EULER........................................................ 501
Bearbeitungsebene ber zwei Vektoren definieren: PLANE VECTOR.................................................. 502
Bearbeitungsebene ber drei Punkte definieren: PLANE POINTS....................................................... 504
Bearbeitungsebene ber einen einzelnen, inkrementalen Raumwinkel definieren:
PLANE RELATIV.................................................................................................................................... 506
Bearbeitungsebene ber Achswinkel: PLANE AXIAL........................................................................... 507
Positionierverhalten der PLANE-Funktion festlegen............................................................................. 509
Bearbeitungsebene schwenken ohne Drehachsen...............................................................................516
12.3 Sturzfrsen in der geschwenkten Ebene (Option #9)..................................................................... 517
Funktion................................................................................................................................................. 517
Sturzfrsen durch inkrementales Verfahren einer Drehachse...............................................................517
Sturzfrsen ber Normalenvektoren..................................................................................................... 518
12.4 Zusatzfunktionen fr Drehachsen..................................................................................................... 519
Vorschub in mm/min bei Drehachsen A, B, C: M116 (Option #8)......................................................... 519
Drehachsen wegoptimiert fahren: M126.............................................................................................. 520
Anzeige der Drehachse auf Wert unter 360 reduzieren: M94............................................................ 521
Position der Werkzeugspitze beim Positionieren von Schwenkachsen beibehalten (TCPM): M128
(Option #9).............................................................................................................................................522
Auswahl von Schwenkachsen: M138................................................................................................... 525
Bercksichtigung der Maschinenkinematik in IST/SOLL-Positionen am Satzende: M144
(Option #9).............................................................................................................................................526
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 51
Inhaltsverzeichnis
12.5 FUNCTION TCPM (Option #9)............................................................................................................527
Funktion................................................................................................................................................. 527
FUNCTION TCPM definieren................................................................................................................ 527
Wirkungsweise des programmierten Vorschubs.................................................................................. 528
Interpretation der programmierten Drehachskoordinaten.....................................................................528
Interpolationsart zwischen Start- und Endposition............................................................................... 529
FUNCTION TCPM rcksetzen...............................................................................................................530
12.6 Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9)...........................................................................531
Einfhrung............................................................................................................................................. 531
Fehlermeldung bei positivem Werkzeugaufma unterdrcken: M107..................................................532
Definition eines normierten Vektors..................................................................................................... 533
Erlaubte Werkzeugformen.....................................................................................................................534
Andere Werkzeuge verwenden: Deltawerte.........................................................................................534
3D-Korrektur ohne TCPM......................................................................................................................535
Face Milling: 3D-Korrektur mit TCPM................................................................................................... 536
Peripheral Milling: 3D-Radiuskorrektur mit TCPM und Radiuskorrektur (RL/RR)...................................538
Eingriffswinkelabhngige 3D-Werkzeugradiuskorrektur (Option #92)....................................................540
12.7 CAM-Programme abarbeiten............................................................................................................. 542
Vom 3D-Modell zum NC-Programm..................................................................................................... 542
Bei der Postprozessorkonfiguration beachten.......................................................................................543
Bei der CAM-Programmierung beachten.............................................................................................. 545
Eingriffsmglichkeiten an der Steuerung.............................................................................................. 547
Bewegungsfhrung ADP.......................................................................................................................548
52 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
13 Palettenverwaltung.......................................................................................................................549
13.1 Palettenverwaltung............................................................................................................................. 550
Anwendung........................................................................................................................................... 550
Palettentabelle whlen.......................................................................................................................... 553
Palettentabelle verlassen.......................................................................................................................553
Palettentabelle abarbeiten..................................................................................................................... 553
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 53
Inhaltsverzeichnis
14 Drehbearbeitung........................................................................................................................... 555
14.1 Drehbearbeitung auf Frsmaschinen (Option #50).......................................................................... 556
Einfhrung............................................................................................................................................. 556
14.2 Basisfunktionen (Option #50)............................................................................................................ 557
Umschaltung Frsbetrieb / Drehbetrieb................................................................................................ 557
Grafische Darstellung der Drehbearbeitung..........................................................................................559
Drehzahl programmieren.......................................................................................................................560
Vorschubgeschwindigkeit...................................................................................................................... 562
14.3 Unwuchtfunktionen (Option #50)......................................................................................................563
Unwucht im Drehbetrieb.......................................................................................................................563
Zyklus Unwucht messen.......................................................................................................................565
Zyklus Unwucht kalibrieren................................................................................................................... 566
14.4 Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50).......................................................................................... 567
Werkzeugaufruf..................................................................................................................................... 567
Werkzeugkorrektur im Programm......................................................................................................... 568
Werkzeugdaten......................................................................................................................................569
Schneidenradiuskorrektur SRK.............................................................................................................. 576
14.5 Programmfunktionen Drehen (Option #50)...................................................................................... 577
Einstiche und Freistiche........................................................................................................................ 577
Rohteilnachfhrung TURNDATA BLANK............................................................................................... 583
Angestellte Drehbearbeitung................................................................................................................ 584
54 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15 Handbetrieb und Einrichten.........................................................................................................587
15.1 Einschalten, Ausschalten.................................................................................................................... 588
Einschalten............................................................................................................................................ 588
Ausschalten........................................................................................................................................... 590
15.2 Verfahren der Maschinenachsen........................................................................................................591
Hinweis..................................................................................................................................................591
Achse mit den Achsrichtungstasten verfahren..................................................................................... 591
Schrittweises Positionieren................................................................................................................... 592
Verfahren mit elektronischen Handrdern.............................................................................................593
15.3 Spindeldrehzahl S, Vorschub F und Zusatzfunktion M...................................................................603
Anwendung........................................................................................................................................... 603
Werte eingeben.....................................................................................................................................603
Spindeldrehzahl und Vorschub ndern.................................................................................................. 604
Vorschubbegrenzung F MAX.................................................................................................................604
15.4 Optionales Sicherheitskonzept (Funktionale Sicherheit FS)...........................................................605
Allgemeines...........................................................................................................................................605
Begriffserklrungen................................................................................................................................606
Achspositionen prfen...........................................................................................................................607
Vorschubbegrenzung aktivieren.............................................................................................................608
Zustzliche Statusanzeigen................................................................................................................... 608
15.5 Bezugspunktverwaltung mit der Preset-Tabelle.............................................................................. 609
Hinweis..................................................................................................................................................609
Bezugspunkte in der Preset-Tabelle speichern..................................................................................... 610
Bezugspunkt aktivieren......................................................................................................................... 616
15.6 Bezugspunktsetzen ohne 3D-Tastsystem......................................................................................... 617
Hinweis..................................................................................................................................................617
Vorbereitung.......................................................................................................................................... 617
Bezugspunktsetzen mit Schaftfrser.....................................................................................................617
Antastfunktionen mit mechanischen Tastern oder Messuhren nutzen.................................................618
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 55
Inhaltsverzeichnis
15.7 3D-Tastsystem verwenden................................................................................................................. 619
bersicht............................................................................................................................................... 619
Funktionen in Tastsystemzyklen........................................................................................................... 621
Tastsystemzyklus whlen......................................................................................................................623
Messwerte aus den Tastsystemzyklen protokollieren.......................................................................... 624
Messwerte aus den Tastsystemzyklen in eine Nullpunkttabelle schreiben.......................................... 625
Messwerte aus den Tastsystemzyklen in die Preset-Tabelle schreiben............................................... 626
15.8 3D-Tastsystem kalibrieren.................................................................................................................. 627
Einfhrung............................................................................................................................................. 627
Kalibrieren der wirksamen Lnge......................................................................................................... 628
Wirksamen Radius kalibrieren und Tastsystem-Mittenversatz ausgleichen.......................................... 629
Kalibrierwerte anzeigen.........................................................................................................................634
15.9 Werkstck-Schieflage mit 3D-Tastsystem kompensieren............................................................... 635
Einfhrung............................................................................................................................................. 635
Grunddrehung ermitteln........................................................................................................................ 636
Grunddrehung in der Preset-Tabelle speichern..................................................................................... 636
Werkstck-Schieflage ber eine Tischdrehung ausgleichen................................................................. 636
Grunddrehung anzeigen........................................................................................................................ 637
Grunddrehung aufheben....................................................................................................................... 637
3D-Grunddrehung ermitteln...................................................................................................................637
15.10 Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem............................................................................................639
bersicht............................................................................................................................................... 639
Bezugspunktsetzen in einer beliebigen Achse..................................................................................... 639
Ecke als Bezugspunkt........................................................................................................................... 640
Kreismittelpunkt als Bezugspunkt......................................................................................................... 641
Mittelachse als Bezugspunkt................................................................................................................ 644
Werkstcke vermessen mit 3D-Tastsystem......................................................................................... 645
15.11 Bearbeitungsebene schwenken (Option #8).....................................................................................648
Anwendung, Arbeitsweise.................................................................................................................... 648
Referenzpunkte anfahren bei geschwenkten Achsen...........................................................................650
Positionsanzeige im geschwenkten System......................................................................................... 650
Einschrnkungen beim Schwenken der Bearbeitungsebene................................................................ 650
Manuelles Schwenken aktivieren..........................................................................................................651
Werkzeugachsrichtung als aktive Bearbeitungsrichtung setzen............................................................ 653
Bezugspunktsetzen im geschwenkten System.................................................................................... 654
56 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15.12Kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation VSC (Option #136)..................................... 655
Grundlagen............................................................................................................................................ 655
bersicht............................................................................................................................................... 657
Live-Bild erzeugen................................................................................................................................. 657
berwachungsdaten verwalten............................................................................................................ 659
Konfiguration..........................................................................................................................................661
Ergebnis der Bildauswertung................................................................................................................ 662
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 57
Inhaltsverzeichnis
16 Positionieren mit Handeingabe...................................................................................................663
16.1 Einfache Bearbeitungen programmieren und abarbeiten............................................................... 664
Positionieren mit Handeingabe anwenden........................................................................................... 665
Programme aus $MDI sichern.............................................................................................................. 667
58 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17 Programm-Test und Programmlauf............................................................................................ 669
17.1 Grafiken................................................................................................................................................ 670
Anwendung........................................................................................................................................... 670
Geschwindigkeit des Programm-Tests einstellen................................................................................. 671
bersicht: Ansichten............................................................................................................................. 672
3D-Darstellung.......................................................................................................................................673
Draufsicht.............................................................................................................................................. 677
Darstellung in 3 Ebenen....................................................................................................................... 677
Grafische Simulation wiederholen........................................................................................................ 679
Werkzeug anzeigen............................................................................................................................... 679
Bearbeitungszeit ermitteln.....................................................................................................................680
17.2 Rohteil im Arbeitsraum darstellen.................................................................................................... 681
Anwendung........................................................................................................................................... 681
17.3 Funktionen zur Programmanzeige.................................................................................................... 682
bersicht............................................................................................................................................... 682
17.4 Programm-Test.....................................................................................................................................683
Anwendung........................................................................................................................................... 683
Programm-Test ausfhren..................................................................................................................... 685
Programm-Test bis zu einem bestimmten Satz ausfhren...................................................................687
17.5 Programmlauf...................................................................................................................................... 688
Anwendung........................................................................................................................................... 688
Bearbeitungsprogramm ausfhren........................................................................................................689
Bearbeitung unterbrechen, stoppen oder abbrechen........................................................................... 690
Maschinenachsen whrend einer Unterbrechung verfahren................................................................ 693
Programmlauf nach einer Unterbrechung fortsetzen............................................................................ 694
Freifahren nach Stromausfall.................................................................................................................695
Beliebiger Einstieg ins Programm: Satzvorlauf..................................................................................... 698
Wiederanfahren an die Kontur.............................................................................................................. 703
17.6 Automatischer Programmstart.......................................................................................................... 704
Anwendung........................................................................................................................................... 704
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 59
Inhaltsverzeichnis
17.7 Stze berspringen............................................................................................................................. 705
Anwendung........................................................................................................................................... 705
/-Zeichen einfgen.............................................................................................................................705
/-Zeichen lschen...............................................................................................................................705
17.8 Wahlweiser Programmlauf-Halt.........................................................................................................706
Anwendung........................................................................................................................................... 706
60 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18 MOD-Funktionen...........................................................................................................................707
18.1 MOD-Funktion......................................................................................................................................708
MOD-Funktionen whlen...................................................................................................................... 708
Einstellungen ndern.............................................................................................................................708
MOD-Funktionen verlassen...................................................................................................................708
bersicht MOD-Funktionen...................................................................................................................709
18.2 Grafik-Einstellungen............................................................................................................................ 710
18.3 Maschinen-Einstellungen....................................................................................................................711
Externer Zugriff..................................................................................................................................... 711
Verfahrgrenzen eingeben...................................................................................................................... 713
Werkzeugeinsatzdatei............................................................................................................................713
Kinematik whlen..................................................................................................................................714
18.4 System-Einstellungen......................................................................................................................... 715
Systemzeit stellen................................................................................................................................. 715
18.5 Positionsanzeige whlen.................................................................................................................... 716
Anwendung........................................................................................................................................... 716
18.6 Masystem whlen.............................................................................................................................717
Anwendung........................................................................................................................................... 717
18.7 Betriebszeiten anzeigen......................................................................................................................717
Anwendung........................................................................................................................................... 717
18.8 Software-Nummern.............................................................................................................................718
Anwendung........................................................................................................................................... 718
18.9 Schlsselzahl eingeben...................................................................................................................... 718
Anwendung........................................................................................................................................... 718
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 61
Inhaltsverzeichnis
18.10 Datenschnittstellen einrichten........................................................................................................... 719
Serielle Schnittstellen an der TNC 640................................................................................................. 719
Anwendung........................................................................................................................................... 719
RS-232-Schnittstelle einrichten..............................................................................................................719
BAUD-RATE einstellen (baudRate Nr. 106701)......................................................................................719
Protokoll einstellen (protocol Nr. 106702)............................................................................................. 720
Datenbits einstellen (dataBits Nr. 106703)........................................................................................... 720
Paritt berprfen (parity Nr. 106704)...................................................................................................720
Stopp-Bits einstellen (stopBits Nr. 106705).......................................................................................... 720
Handshake einstellen (flowControl Nr. 106706)....................................................................................721
Dateisystem fr Dateioperation (fileSystem Nr. 106707)......................................................................721
Block Check Character (bccAvoidCtrlChar Nr. 106708)......................................................................... 721
Zustand der RTS-Leitung (rtsLow Nr. 106709)......................................................................................721
Verhalten nach dem Empfang von ETX definieren (noEotAfterEtx Nr. 106710).................................... 722
Einstellungen fr die Datenbertragung mit der PC-Software TNCserver............................................722
Betriebsart des externen Gerts whlen (fileSystem).......................................................................... 723
Software fr Datenbertragung............................................................................................................ 723
18.11 Ethernet-Schnittstelle......................................................................................................................... 725
Einfhrung............................................................................................................................................. 725
Anschlussmglichkeiten........................................................................................................................ 725
TNC konfigurieren................................................................................................................................. 725
18.12Firewall................................................................................................................................................. 731
Anwendung........................................................................................................................................... 731
18.13Funkhandrad HR 550FS konfigurieren...............................................................................................734
Anwendung........................................................................................................................................... 734
Handrad einer bestimmten Handradaufnahme zuordnen.....................................................................734
Funkkanal einstellen.............................................................................................................................. 735
Sendeleistung einstellen....................................................................................................................... 735
Statistik..................................................................................................................................................736
18.14Maschinenkonfiguration laden.......................................................................................................... 737
Anwendung........................................................................................................................................... 737
62 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19 Tabellen und bersichten............................................................................................................ 739
19.1 Maschinenspezifische Anwenderparameter..................................................................................... 740
Anwendung........................................................................................................................................... 740
19.2 Steckerbelegung und Anschlusskabel fr Datenschnittstellen...................................................... 752
Schnittstelle V.24/RS-232-C HEIDENHAIN-Gerte.................................................................................752
Fremdgerte.......................................................................................................................................... 754
Ethernet-Schnittstelle RJ45-Buchse...................................................................................................... 755
19.3 Technische Information.......................................................................................................................756
Benutzerfunktionen............................................................................................................................... 758
Software-Optionen................................................................................................................................ 761
Zubehr................................................................................................................................................. 764
19.4 bersichtstabellen...............................................................................................................................765
Bearbeitungszyklen................................................................................................................................765
Zusatzfunktionen................................................................................................................................... 767
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich............................................................... 769
Vergleich: Technische Daten..................................................................................................................769
Vergleich: Datenschnittstellen............................................................................................................... 769
Vergleich: Zubehr.................................................................................................................................770
Vergleich: PC-Software.......................................................................................................................... 770
Vergleich: Maschinenspezifische Funktionen........................................................................................ 771
Vergleich: Benutzerfunktionen...............................................................................................................771
Vergleich: Zyklen................................................................................................................................... 779
Vergleich: Zusatzfunktionen...................................................................................................................782
Vergleich: Tastsystemzyklen in den Betriebsarten Manueller Betrieb und El. Handrad........................ 784
Vergleich: Tastsystemzyklen zur automatischen Werkstckkontrolle....................................................785
Vergleich: Unterschiede beim Programmieren......................................................................................786
Vergleich: Unterschiede beim Programmtest, Funktionalitt................................................................ 791
Vergleich: Unterschiede beim Programmtest, Bedienung.................................................................... 791
Vergleich: Unterschiede Manueller Betrieb, Funktionalitt....................................................................791
Vergleich: Unterschiede Manueller Betrieb, Bedienung........................................................................793
Vergleich: Unterschiede beim Abarbeiten, Bedienung..........................................................................793
Vergleich: Unterschiede beim Abarbeiten, Verfahrbewegungen........................................................... 794
Vergleich: Unterschiede im MDI-Betrieb...............................................................................................799
Vergleich: Unterschiede beim Programmierplatz.................................................................................. 799
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 63
1
Erste Schritte mit
der TNC 640
1 Erste Schritte mit der TNC 640
1.1 bersicht
1.1 bersicht
Dieses Kapitel soll TNC-Einsteigern helfen, schnell mit den
wichtigsten Bedienfolgen der TNC zurechtzukommen. Nhere
Informationen zum jeweiligen Thema finden Sie in der zugehrigen
Beschreibung, auf die jeweils verwiesen ist.
Folgende Themen werden in diesem Kapitel behandelt:
Einschalten der Maschine
Das erste Teil programmieren
Das erste Teil grafisch testen
Werkzeuge einrichten
Werkstck einrichten
Das erste Programm abarbeiten
1.2 Einschalten der Maschine
Stromunterbrechung quittieren und Referenzpunkte
anfahren
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Beim Einschalten der Maschine entstehen
Gefhrdungen fr den Bediener. Lesen Sie die
Sicherheitshinweise vor dem Einschalten der
Maschine.
Das Einschalten und Anfahren der Referenzpunkte
sind maschinenabhngige Funktionen. Beachten Sie
Ihr Maschinenhandbuch!
Die Versorgungsspannung von TNC und Maschine einschalten:
Die TNC startet das Betriebssystem. Dieser Vorgang kann
einige Minuten dauern. Danach zeigt die TNC in der Kopfzeile
des Bildschirms den Dialog Stromunterbrechung an.
Taste CE drcken: Die TNC bersetzt das PLC-
Programm
Steuerspannung einschalten: Die TNC prft die
Funktion der Not-Aus-Schaltung und wechselt in
den Modus Referenzpunkt fahren
Referenzpunkte in vorgegebener Reihenfolge
berfahren: Fr jede Achse Taste NC-START
drcken. Wenn Sie absolute Lngen- und
Winkelmessgerte an Ihrer Maschine haben,
entfllt das Anfahren der Referenzpunkte
Die TNC ist jetzt betriebsbereit und befindet sich in der Betriebsart
Manueller Betrieb.
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Referenzpunkte anfahren
Weitere Informationen: "Einschalten", Seite 588
Betriebsarten
Weitere Informationen: "Programmieren", Seite 90
66 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
1
Das erste Teil programmieren 1.3
1.3 Das erste Teil programmieren
Die richtige Betriebsart whlen
Programme erstellen knnen Sie ausschlielich in der Betriebsart
Programmieren:
Betriebsartentaste drcken: Die TNC wechselt in
die Betriebsart Programmieren
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Betriebsarten
Weitere Informationen: "Programmieren", Seite 90
Die wichtigsten Bedienelemente der TNC
Taste Funktionen zur Dialogfhrung
Eingabe besttigen und nchste Dialogfrage
aktivieren
NO
ENT
Dialogfrage bergehen
Dialog vorzeitig beenden
Dialog abbrechen, Eingaben verwerfen
Softkeys am Bildschirm, mit denen Sie abhngig
vom aktiven Betriebszustand Funktionen whlen
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Programme erstellen und ndern
Weitere Informationen: "Programm editieren", Seite 142
Tastenbersicht
Weitere Informationen: "Bedienelemente der TNC", Seite 2
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 67
1 Erste Schritte mit der TNC 640
1.3 Das erste Teil programmieren
Ein neues Programm erffnen / Dateiverwaltung
Taste PGM MGT drcken: Die TNC ffnet die
Dateiverwaltung. Die Dateiverwaltung der TNC
ist hnlich aufgebaut wie die Dateiverwaltung auf
einem PC mit dem Windows Explorer. Mit der
Dateiverwaltung verwalten Sie die Daten auf dem
internen Speicher der TNC
Whlen Sie mit den Pfeiltasten den Ordner, in dem
Sie die neue Datei erstellen
Geben Sie einen beliebigen Dateinamen mit der
Endung .H ein
Mit Taste ENT besttigen: Die TNC fragt nach der
Maeinheit des neuen Programms
Maeinheit whlen: Softkey MM oder INCH
drcken
Die TNC erzeugt den ersten und letzten Satz des Programms
automatisch. Diese Stze knnen Sie nachtrglich nicht mehr
verndern.
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Dateiverwaltung
Weitere Informationen: "Arbeiten mit der Dateiverwaltung",
Seite 151
Neues Programm erstellen
Weitere Informationen: "Programme erffnen und eingeben",
Seite 134
68 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
1
Das erste Teil programmieren 1.3
Ein Rohteil definieren
Nachdem Sie ein neues Programm erffnet haben, knnen Sie
ein Rohteil definieren. Einen Quader beispielsweise definieren Sie
durch Angabe des MIN- und MAX-Punktes, jeweils bezogen auf
den gewhlten Bezugspunkt.
Nachdem Sie per Softkey die gewnschte Rohteilform gewhlt
haben, leitet die TNC automatisch die Rohteildefinition ein und fragt
die erforderlichen Rohteildaten ab:
Bearbeitungsebene in Grafik: XY?: Aktive Spindelachse
eingeben. Z ist als Voreinstellung hinterlegt, mit Taste ENT
bernehmen
Rohteil-Definition: Minimum X: Kleinste X-Koordinate des
Rohteils bezogen auf den Bezugspunkt eingeben, z. B. 0, mit
Taste ENT besttigen
Rohteil-Definition: Minimum Y: Kleinste Y-Koordinate des
Rohteils bezogen auf den Bezugspunkt eingeben, z. B. 0, mit
Taste ENT besttigen
Rohteil-Definition: Minimum Z: Kleinste Z-Koordinate des
Rohteils bezogen auf den Bezugspunkt eingeben, z. B. -40, mit
Taste ENT besttigen
Rohteil-Definition: Maximum X: Grte X-Koordinate des
Rohteils bezogen auf den Bezugspunkt eingeben, z. B. 100, mit
Taste ENT besttigen
Rohteil-Definition: Maximum Y: Grte Y-Koordinate des
Rohteils bezogen auf den Bezugspunkt eingeben, z. B. 100, mit
Taste ENT besttigen
Rohteil-Definition: Maximum Z: Grte Z-Koordinate des
Rohteils bezogen auf den Bezugspunkt eingeben, z. B. 0, mit
Taste ENT besttigen: Die TNC beendet den Dialog
NC-Beispielstze
0 BEGIN PGM NEU MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 END PGM NEU MM
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Rohteil definieren
Weitere Informationen: "Neues Bearbeitungsprogramm
erffnen", Seite 137
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 69
1 Erste Schritte mit der TNC 640
1.3 Das erste Teil programmieren
Programmaufbau
Bearbeitungsprogramme sollten mglichst immer hnlich
aufgebaut sein. Das erhht die bersicht, beschleunigt die
Programmierung und reduziert Fehlerquellen.
Empfohlener Programmaufbau bei einfachen, konventionellen
Konturbearbeitungen
1 Werkzeug aufrufen, Werkzeugachse definieren Programmaufbau
2 Werkzeug freifahren Konturprogrammierung
3 In der Bearbeitungsebene in die Nhe des Konturstartpunkts 0 BEGIN PGM BSPCONT MM
vorpositionieren 1 BLK FORM 0.1 Z X... Y... Z...
4 In der Werkzeugachse ber das Werkstck oder gleich auf Tiefe 2 BLK FORM 0.2 X... Y... Z...
vorpositionieren, bei Bedarf Spindel/Khlmittel einschalten
3 TOOL CALL 5 Z S5000
5 Kontur anfahren
6 Kontur bearbeiten 4 L Z+250 R0 FMAX
7 Kontur verlassen 5 L X... Y... R0 FMAX
8 Werkzeug freifahren, Programm beenden 6 L Z+10 R0 F3000 M13
Detaillierte Informationen zu diesem Thema 7 APPR ... X... Y...RL F500
Konturprogrammierung ...
Weitere Informationen: "Werkzeugbewegung fr eine
16 DEP ... X... Y... F3000 M9
Bearbeitung programmieren", Seite 252
17 L Z+250 R0 FMAX M2
18 END PGM BSPCONT MM
Empfohlener Programmaufbau bei einfachen
Zyklenprogrammen
1 Werkzeug aufrufen, Werkzeugachse definieren Programmaufbau
2 Werkzeug freifahren Zyklenprogrammierung
3 Bearbeitungspositionen definieren 0 BEGIN PGM BSBCYC MM
4 Bearbeitungszyklus definieren 1 BLK FORM 0.1 Z X... Y... Z...
5 Zyklus aufrufen, Spindel/Khlmittel einschalten 2 BLK FORM 0.2 X... Y... Z...
6 Werkzeug freifahren, Programm beenden 3 TOOL CALL 5 Z S5000
Detaillierte Informationen zu diesem Thema 4 L Z+250 R0 FMAX
Zyklenprogrammierung
5 PATTERN DEF POS1( X... Y...
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch
Z... ) ...
Zyklenprogrammierung
6 CYCL DEF...
7 CYCL CALL PAT FMAX M13
8 L Z+250 R0 FMAX M2
9 END PGM BSBCYC MM
70 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
1
Das erste Teil programmieren 1.3
Eine einfache Kontur programmieren
Die rechts dargestellte Kontur soll auf Tiefe 5 mm einmal umfrst
werden. Die Rohteildefinition haben Sie bereits erstellt. Nachdem
Sie ber eine Funktionstaste einen Dialog erffnet haben, geben
Sie alle von der TNC in der Kopfzeile des Bildschirms abgefragten
Daten ein.
Werkzeug aufrufen: Geben Sie die Werkzeugdaten
ein. Besttigen Sie die Eingabe jeweils mit der
Taste ENT, Werkzeugachse Z nicht vergessen
Werkzeug freifahren: Drcken Sie die orange
Achstaste Z und geben Sie den Wert fr die
anzufahrende Position ein, z. B. 250. Mit Taste
ENT besttigen
Radiuskorr.: RL/RR/keine Korr.? mit Taste ENT
besttigen: Keine Radiuskorrektur aktivieren
Vorschub F=? mit Taste ENT besttigen: Im
Eilgang (FMAX) verfahren
Zusatz-Funktion M? eingeben und mit Taste END
besttigen: Die TNC speichert den eingegebenen
Verfahrsatz
Werkzeug in der Bearbeitungsebene
vorpositionieren: Drcken Sie die orange
Achstaste X und geben Sie den Wert fr die
anzufahrende Position ein, z. B. -20
Drcken Sie die orange Achstaste Y und geben Sie
den Wert fr die anzufahrende Position ein, z. B.
-20. Mit Taste ENT besttigen
Radiuskorr.: RL/RR/keine Korr.? mit Taste ENT
besttigen: Keine Radiuskorrektur aktivieren
Vorschub F=? mit Taste ENT besttigen: Im
Eilgang (FMAX) verfahren
Zusatz-Funktion M? mit Taste END besttigen: Die
TNC speichert den eingegebenen Verfahrsatz
Werkzeug auf Tiefe fahren: Drcken Sie die orange
Achstaste Z und geben Sie den Wert fr die
anzufahrende Position ein, z. B. -5. Mit Taste ENT
besttigen
Radiuskorr.: RL/RR/keine Korr.? mit Taste ENT
besttigen: Keine Radiuskorrektur aktivieren
Vorschub F=? Positioniervorschub eingeben, z. B.
3000 mm/min, mit Taste ENT besttigen
Zusatz-Funktion M? Spindel und Khlmittel
einschalten, z. B. M13, mit Taste END besttigen:
Die TNC speichert den eingegebenen Verfahrsatz
Kontur anfahren: Drcken Sie die Taste APPR DEP:
Die TNC blendet eine Softkey-Leiste mit An- und
Wegfahrfunktionen ein
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 71
1 Erste Schritte mit der TNC 640
1.3 Das erste Teil programmieren
Anfahrfunktion Softkey APPR CT drcken:
Koordinaten des Konturstartpunkts1 in X und Y
angeben, z. B. 5/5, mit Taste ENT besttigen
Mittelpunktswinkel? Einfahrwinkel eingeben, z. B.
90, mit Taste ENT besttigen
Kreisradius? Einfahrradius eingeben, z. B.8 mm,
mit Taste ENT besttigen
Radiuskorr.: RL/RR/keine Korr.? mit Softkey
RL besttigen: Radiuskorrektur links der
programmierten Kontur aktivieren
Vorschub F=? Bearbeitungsvorschub eingeben,
z. B. 700 mm/min, mit Taste END Eingaben
speichern
Kontur bearbeiten, Konturpunkt 2 anfahren:
Es gengt die Eingabe der sich ndernden
Informationen, also Y-Koordinate 95 eingeben und
mit Taste END Eingaben speichern
Konturpunkt 3 anfahren: X-Koordinate 95 eingeben
und mit Taste END Eingaben speichern
Fase am Konturpunkt 3 definieren: Fasenbreite
10 mm eingeben, mit Taste END speichern
Konturpunkt 4 anfahren: Y-Koordinate 5 eingeben
und mit Taste END Eingaben speichern
Fase am Konturpunkt 4 definieren: Fasenbreite
20 mm eingeben, mit Taste END speichern
Konturpunkt 1 anfahren: X-Koordinate 5 eingeben
und mit Taste END Eingaben speichern
Kontur verlassen: Taste APPR DEP drcken
Wegfahrfunktion: Softkey DEP CT drcken
Mittelpunktswinkel? Wegfahrwinkel eingeben,
z. B. 90, mit Taste ENT besttigen
Kreisradius? Wegfahrradius eingeben, z. B.8 mm,
mit Taste ENT besttigen
Vorschub F=? Positioniervorschub eingeben, z. B.
3000 mm/min, mit Taste ENT speichern
Zusatz-Funktion M? Khlmittel ausschalten,
z. B. M9, mit Taste END besttigen: Die TNC
speichert den eingegebenen Verfahrsatz
Werkzeug freifahren: Drcken Sie die orange
Achstaste Z und geben Sie den Wert fr die
anzufahrende Position ein, z. B. 250. Mit Taste
ENT besttigen
Radiuskorr.: RL/RR/keine Korr.? mit Taste ENT
besttigen: Keine Radiuskorrektur aktivieren
Vorschub F=? mit Taste ENT besttigen: Im
Eilgang (FMAX) verfahren
ZUSATZ-FUNKTION M? M2 fr Programmende
eingeben, mit Taste END besttigen: Die TNC
speichert den eingegebenen Verfahrsatz
72 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
1
Das erste Teil programmieren 1.3
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Komplettes Beispiel mit NC-Stzen
Weitere Informationen: "Beispiel: Geradenbewegung und
Fasen kartesisch", Seite 275
Neues Programm erstellen
Weitere Informationen: "Programme erffnen und eingeben",
Seite 134
Konturen anfahren/verlassen
Weitere Informationen: " Kontur anfahren und verlassen",
Seite 256
Konturen programmieren
Weitere Informationen: "bersicht der Bahnfunktionen",
Seite 266
Programmierbare Vorschubarten
Weitere Informationen: "Mgliche Vorschubeingaben",
Seite 140
Werkzeugradiuskorrektur
Weitere Informationen: "Werkzeugradiuskorrektur ",
Seite 235
Zusatzfunktionen M
Weitere Informationen: "Zusatzfunktionen fr
Programmlaufkontrolle, Spindel und Khlmittel ", Seite 416
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 73
1 Erste Schritte mit der TNC 640
1.3 Das erste Teil programmieren
Zyklenprogramm erstellen
Die im Bild rechts dargestellten Bohrungen (Tiefe 20 mm)
sollen mit einem Standardbohrzyklus gefertigt werden. Die
Rohteildefinition haben Sie bereits erstellt.
Werkzeug aufrufen: Geben Sie die Werkzeugdaten
ein. Besttigen Sie die Eingabe jeweils mit der
Taste ENT, Werkzeugachse nicht vergessen
Werkzeug freifahren: Drcken Sie die orange
Achstaste Z, und geben Sie den Wert fr die
anzufahrende Position ein, z. B. 250. Mit Taste
ENT besttigen
Radiuskorr.: RL/RR/keine Korr.? mit Taste ENT
besttigen: Keine Radiuskorrektur aktivieren
Vorschub F=? mit Taste ENT besttigen: Im
Eilgang (FMAX) verfahren
Zusatz-Funktion M? mit Taste END besttigen: Die
TNC speichert den eingegebenen Verfahrsatz
Zyklenmen aufrufen: Taste CYCL DEF drcken
Bohrzyklen anzeigen
Standardbohrzyklus 200 whlen: Die TNC startet
den Dialog zur Zyklusdefinition. Geben Sie die von
der TNC abgefragten Parameter Schritt fr Schritt
ein, Eingabe jeweils mit Taste ENT besttigen. Die
TNC zeigt im rechten Bildschirm zustzlich eine
Grafik an, in der der jeweilige Zyklusparameter
dargestellt ist
Men fr Sonderfunktionen aufrufen: Taste SPEC
FCT drcken
Funktionen fr die Punktebearbeitung anzeigen
Musterdefinition whlen
Punkteingabe whlen: Geben Sie die Koordinaten
der 4 Punkte ein, jeweils mit Taste ENT
besttigen. Nach Eingabe des vierten Punktes den
Satz mit Taste END speichern
Men zur Definition des Zyklusaufrufs anzeigen:
Taste CYCL CALL drcken
Den Bohrzyklus auf dem definierten Muster
abarbeiten:
Vorschub F=? mit Taste ENT besttigen: Im
Eilgang (FMAX) verfahren
Zusatz-Funktion M? Spindel und Khlmittel
einschalten, z. B.M13, mit Taste END besttigen:
Die TNC speichert den eingegebenen Verfahrsatz
74 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
1
Das erste Teil programmieren 1.3
Werkzeug freifahren: Drcken Sie die orange
Achstaste Z, und geben Sie den Wert fr die
anzufahrende Position ein, z. B. 250. Mit Taste
ENT besttigen
Radiuskorr.: RL/RR/keine Korr.? mit Taste ENT
besttigen: Keine Radiuskorrektur aktivieren
Vorschub F=? mit Taste ENT besttigen: Im
Eilgang (FMAX) verfahren
Zusatz-Funktion M? M2 fr Programmende
eingeben, mit Taste END besttigen: Die TNC
speichert den eingegebenen Verfahrsatz
NC-Beispielstze
0 BEGIN PGM C200 MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40 Rohteil-Definition
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 5 Z S4500 Werkzeugaufruf
4 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
5 PATTERN DEF Bearbeitungspositionen definieren
POS1 (X+10 Y+10 Z+0)
POS2 (X+10 Y+90 Z+0)
POS3 (X+90 Y+90 Z+0)
POS4 (X+90 Y+10 Z+0)
6 CYCL DEF 200 BOHREN Zyklus definieren
Q200=2 ;SICHERHEITS-ABST.
Q201=-20 ;TIEFE
Q206=250 ;VORSCHUB TIEFENZ.
Q202=5 ;ZUSTELL-TIEFE
Q210=0 ;VERWEILZEIT OBEN
Q203=-10 ;KOOR. OBERFLAECHE
Q204=20 ;2. SICHERHEITS-ABST.
Q211=0.2 ;VERWEILZEIT UNTEN
Q395=0 ;BEZUG TIEFE
7 CYCL CALL PAT FMAX M13 Spindel und Khlmittel ein, Zyklus aufrufen
8 L Z+250 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programm-Ende
9 END PGM C200 MM
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Neues Programm erstellen
Weitere Informationen: "Programme erffnen und eingeben",
Seite 134
Zyklenprogrammierung
Weitere Informationen Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 75
1 Erste Schritte mit der TNC 640
1.4 Das erste Teil grafisch testen
1.4 Das erste Teil grafisch testen
Die richtige Betriebsart whlen
Programme testen knnen Sie in der Betriebsart Programm-Test:
Betriebsartentaste drcken: Die TNC wechselt in
die Betriebsart Programm-Test
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Betriebsarten der TNC
Weitere Informationen: "Betriebsarten", Seite 89
Programme testen
Weitere Informationen: "Programm-Test", Seite 683
Werkzeugtabelle fr den Programm-Test whlen
Wenn Sie in der Betriebsart Programm-Test noch keine
Werkzeugtabelle aktiviert haben, dann mssen Sie diesen Schritt
ausfhren.
Taste PGM MGT drcken: Die TNC ffnet die
Dateiverwaltung
Softkey TYP WHLEN drcken: Die TNC zeigt ein
Softkeymen zur Auswahl des anzuzeigenden
Dateityps
Softkey DEFAULT drcken: Die TNC zeigt alle
gespeicherten Dateien im rechten Fenster an
Cursor nach links auf die Verzeichnisse schieben
Cursor auf das Verzeichnis TNC:\table\ schieben
Cursor nach rechts auf die Dateien schieben
Cursor auf die Datei TOOL.T (aktive
Werkzeugtabelle) schieben, mit Taste ENT
bernehmen: TOOL.T erhlt den Status S und ist
damit fr den Programm-Test aktiv
Taste END drcken: Dateiverwaltung verlassen
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Werkzeugverwaltung
Weitere Informationen: "Werkzeugdaten in die Tabelle
eingeben", Seite 212
Programme testen
Weitere Informationen: "Programm-Test", Seite 683
76 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
1
Das erste Teil grafisch testen 1.4
Das Programm whlen, das Sie testen wollen
Taste PGM MGT drcken: Die TNC ffnet die
Dateiverwaltung
Softkey LETZTE DATEIEN drcken: Die TNC ffnet
ein berblendfenster mit den zuletzt gewhlten
Dateien
Mit den Pfeiltasten das Programm whlen, das Sie
testen wollen, mit Taste ENT bernehmen
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Programm whlen
Weitere Informationen: "Arbeiten mit der Dateiverwaltung",
Seite 151
Die Bildschirmaufteilung und die Ansicht whlen
Taste zur Auswahl der Bildschirmaufteilung
drcken: Die TNC zeigt in der Softkey-Leiste alle
verfgbaren Alternativen an
Softkey PROGRAMM + GRAFIK drcken: Die TNC
zeigt in der linken Bildschirmhlfte das Programm,
in der rechten Bildschirmhlfte das Rohteil an
Die TNC bietet folgende Ansichten:
Softkeys Funktion
Volumenansicht
Volumenansicht und Werkzeugwege
Werkzeugwege
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Grafikfunktionen
Weitere Informationen: "Grafiken ", Seite 670
Programmtest durchfhren
Weitere Informationen: "Programm-Test", Seite 683
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 77
1 Erste Schritte mit der TNC 640
1.4 Das erste Teil grafisch testen
Den Programm-Test starten
Softkey RESET + START drcken
Die Steuerung setzt die bisher aktiven
Werkzeugdaten zurck
Die Steuerung simuliert das aktive Programm, bis
zu einer programmierten Unterbrechung oder bis
zum Programmende
Whrend die Simulation luft, knnen Sie ber die
Softkeys die Ansichten wechseln
Softkey STOPP drcken
Die Steuerung unterbricht den Programm-Test
Softkey START drcken
Die Steuerung setzt den Programm-Test nach
einer Unterbrechung fort
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Programm-Test durchfhren
Weitere Informationen: "Programm-Test", Seite 683
Grafikfunktionen
Weitere Informationen: "Grafiken ", Seite 670
Simulationsgeschwindigkeit einstellen
Weitere Informationen: "Geschwindigkeit des Programm-Tests
einstellen", Seite 671
78 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
1
Werkzeuge einrichten 1.5
1.5 Werkzeuge einrichten
Die richtige Betriebsart whlen
Werkzeuge richten Sie in der Betriebsart Manueller Betrieb ein:
Betriebsartentaste drcken: Die TNC wechselt in
die Betriebsart Manueller Betrieb
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Betriebsarten der TNC
Weitere Informationen: "Betriebsarten", Seite 89
Werkzeuge vorbereiten und vermessen
Erforderliche Werkzeuge in die jeweiligen Werkzeugaufnahmen
spannen
Bei Vermessung mit externem Werkzeugvoreinstellgert:
Werkzeuge vermessen, Lnge und Radius notieren oder direkt
mit einem bertragungsprogramm zur Maschine bertragen
Bei Vermessung auf der Maschine: Werkzeuge im
Werkzeugwechsler einlagern
Weitere Informationen: "Die Platztabelle TOOL_P.TCH",
Seite 81
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 79
1 Erste Schritte mit der TNC 640
1.5 Werkzeuge einrichten
Die Werkzeugtabelle TOOL.T
In der Werkzeugtabelle TOOL.T (fest unter TNC:\table\
gespeichert) speichern Sie Werkzeugdaten wie Lnge und Radius,
aber auch weitere werkzeugspezifische Informationen, die die TNC
fr die Ausfhrung verschiedenster Funktionen bentigt.
Um die Werkzeugdaten in die Werkzeugtabelle TOOL.T
einzugeben, gehen Sie wie folgt vor:
Werkzeugtabelle anzeigen: Die TNC zeigt die
Werkzeugtabelle in einer Tabellendarstellung
Werkzeugtabelle ndern: Softkey EDITIEREN auf
EIN setzen
Mit den Pfeiltasten nach unten oder nach oben die
Werkzeugnummer whlen, die Sie ndern wollen
Mit den Pfeiltasten nach rechts oder nach links die
Werkzeugdaten whlen, die Sie ndern wollen
Werkzeugtabelle verlassen: Taste END drcken
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Betriebsarten der TNC
Weitere Informationen: "Betriebsarten", Seite 89
Arbeiten mit der Werkzeugtabelle
Weitere Informationen: "Werkzeugdaten in die Tabelle
eingeben", Seite 212
80 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
1
Werkzeuge einrichten 1.5
Die Platztabelle TOOL_P.TCH
Die Funktionsweise der Platztabelle ist
maschinenabhngig. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
In der Platztabelle TOOL_P.TCH (fest gespeichert unter
TNC:\table\) legen Sie fest, welche Werkzeuge in Ihrem
Werkzeugmagazin bestckt sind.
Um die Daten in die Platztabelle TOOL_P.TCH einzugeben, gehen
Sie wie folgt vor:
Werkzeugtabelle anzeigen: Die TNC zeigt die
Werkzeugtabelle in einer Tabellendarstellung
Platztabelle anzeigen: Die TNC zeigt die
Platztabelle in einer Tabellendarstellung
Platztabelle ndern: Softkey EDITIEREN auf EIN
setzen
Mit den Pfeiltasten nach unten oder nach oben die
Platznummer whlen, die Sie ndern wollen
Mit den Pfeiltasten nach rechts oder nach links die
Daten whlen, die Sie ndern wollen
Platztabelle verlassen: Taste END drcken
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Betriebsarten der TNC
Weitere Informationen: "Betriebsarten", Seite 89
Arbeiten mit der Platztabelle
Weitere Informationen: "Platztabelle fr Werkzeugwechsler",
Seite 223
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 81
1 Erste Schritte mit der TNC 640
1.6 Werkstck einrichten
1.6 Werkstck einrichten
Die richtige Betriebsart whlen
Werkstcke richten Sie in der Betriebsart Manueller Betrieb oder
El. Handrad ein
Betriebsartentaste drcken: Die TNC wechselt in
die Betriebsart Manueller Betrieb
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Die Betriebsart Manueller Betrieb
Weitere Informationen: "Verfahren der Maschinenachsen",
Seite 591
Werkstck aufspannen
Spannen Sie das Werkstck mit einer Spannvorrichtung auf den
Maschinentisch. Wenn Sie ein 3D-Tastsystem an Ihrer Maschine
zur Verfgung haben, dann entfllt das achsparallele Ausrichten des
Werkstcks.
Wenn Sie kein 3D-Tastsystem zur Verfgung haben, dann
mssen Sie das Werkstck so ausrichten, dass es parallel zu den
Maschinenachsen aufgespannt ist.
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Bezugspunkte setzen mit 3D-Tastsystem
Weitere Informationen: "Bezugspunktsetzen mit 3D-
Tastsystem ", Seite 639
Bezugspunkte setzen ohne 3D-Tastsystem
Weitere Informationen: "Bezugspunktsetzen ohne 3D-
Tastsystem", Seite 617
82 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
1
Werkstck einrichten 1.6
Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem
3D-Tastsystem einwechseln: In der Betriebsart Positionieren
mit Handeingabe einen TOOLCALL-Satz mit Angabe der
Werkzeugachse ausfhren und anschlieend wieder die
Betriebsart Manueller Betrieb whlen
Softkey Antastfunktion drcken: Die TNC zeigt in
der Softkey-Leiste die verfgbaren Funktionen an
Bezugspunkt z. B. an die Werkstckecke setzen
Tastsystem in die Nhe des ersten Antastpunkts
der ersten Werkstckkante positionieren
Per Softkey die Antastrichtung whlen
Taste NC-START drcken: Das Tastsystem fhrt
in die definierte Richtung, bis es das Werkstck
berhrt und anschlieend automatisch wieder
zurck auf den Startpunkt
Tastsystem mit den Achsrichtungstasten in
die Nhe des zweiten Antastpunkts der ersten
Werkstckkante vorpositionieren
NC-Start drcken: Das Tastsystem fhrt in die
definierte Richtung, bis es das Werkstck berhrt
und anschlieend automatisch wieder zurck auf
den Startpunkt
Tastsystem mit den Achsrichtungstasten in
die Nhe des ersten Antastpunkts der zweiten
Werkstckkante vorpositionieren
Per Softkey die Antastrichtung whlen
NC-Start drcken: Das Tastsystem fhrt in die
definierte Richtung, bis es das Werkstck berhrt
und anschlieend automatisch wieder zurck auf
den Startpunkt
Tastsystem mit den Achsrichtungstasten in die
Nhe des zweiten Antastpunkts der zweiten
Werkstckkante vorpositionieren
NC-Start drcken: Das Tastsystem fhrt in die
definierte Richtung, bis es das Werkstck berhrt
und anschlieend automatisch wieder zurck auf
den Startpunkt
Anschlieend zeigt die TNC die Koordinaten des
ermittelten Eckpunkts an
0 setzen: Softkey BEZUGSP. SETZEN drcken
Men mit Softkey ENDE verlassen
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Bezugspunkte setzen
Weitere Informationen: "Bezugspunktsetzen mit 3D-
Tastsystem ", Seite 639
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 83
1 Erste Schritte mit der TNC 640
1.7 Das erste Programm abarbeiten
1.7 Das erste Programm abarbeiten
Die richtige Betriebsart whlen
Programme abarbeiten knnen Sie entweder in der Betriebsart
Programmlauf Einzelsatz oder in der Betriebsart Programmlauf
Satzfolge:
Betriebsartentaste drcken: Die TNC wechselt
in die Betriebsart Programmlauf Einzelsatz, die
TNC arbeitet den NC-Satz fr Satz ab. Sie mssen
jeden Satz mit der Taste NC-START besttigen
Betriebsartentaste drcken: Die TNC wechselt in
die Betriebsart Programmlauf Satzfolge, die TNC
arbeitet das Programm nach NC-Start bis zu einer
Programmunterbrechung oder bis zum Ende ab
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Betriebsarten der TNC
Weitere Informationen: "Betriebsarten", Seite 89
Programme abarbeiten
Weitere Informationen: "Programmlauf", Seite 688
Das Programm whlen, das Sie abarbeiten wollen
Taste PGM MGT drcken: Die TNC ffnet die
Dateiverwaltung
Softkey LETZTE DATEIEN drcken: Die TNC ffnet
ein berblendfenster mit den zuletzt gewhlten
Dateien
Bei Bedarf mit den Pfeiltasten das Programm
whlen, das Sie abarbeiten wollen, mit Taste ENT
bernehmen
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Dateiverwaltung
Weitere Informationen: "Arbeiten mit der Dateiverwaltung",
Seite 151
Programm starten
Taste NC-START drcken: Die TNC arbeitet das
aktive Programm ab
Detaillierte Informationen zu diesem Thema
Programme abarbeiten
Weitere Informationen: "Programmlauf", Seite 688
84 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Einfhrung
2 Einfhrung
2.1 Die TNC 640
2.1 Die TNC 640
HEIDENHAIN TNCs sind werkstattgerechte Bahnsteuerungen, mit
denen Sie herkmmliche Frsbearbeitung und Bohrbearbeitungen
direkt an der Maschine im leicht verstndlichen Klartext
programmieren. Sie sind ausgelegt fr den Einsatz an
Frsmaschinen, Bohrmaschinen sowie Bearbeitungszentren mit bis
zu 18 Achsen. Zustzlich knnen Sie die Winkelposition der Spindel
programmiert einstellen.
Auf der integrierten Festplatte knnen Sie beliebig viele
Programme speichern, auch wenn diese extern erstellt wurden.
Fr schnelle Berechnungen lsst sich ein Taschenrechner jederzeit
aufrufen.
Bedienfeld und Bildschirmdarstellung sind bersichtlich gestaltet,
sodass Sie alle Funktionen schnell und einfach erreichen knnen.
HEIDENHAIN-Klartext und DIN/ISO
Besonders einfach ist die Programmerstellung im
benutzerfreundlichen HEIDENHAIN-Klartext, der dialoggefhrten
TNC-Programmiersprache fr die Werkstatt. Eine
Programmiergrafik stellt die einzelnen Bearbeitungsschritte
whrend der Programmeingabe dar. Wenn keine NC-
gerechte Zeichnung vorliegt, dann hilft zustzlich die Freie
Konturprogrammierung FK. Die grafische Simulation der
Werkstckbearbeitung ist sowohl whrend einem Programmtest
als auch whrend einem Programmlauf mglich.
Zustzlich knnen Sie die TNCs auch nach DIN/ISO oder im DNC-
Betrieb programmieren.
Ein Programm lsst sich auch dann eingeben und testen, whrend
ein anderes Programm gerade eine Werkstckbearbeitung
ausfhrt.
Kompatibilitt
Bearbeitungsprogramme die Sie an HEIDENHAIN-
Bahnsteuerungen (ab der TNC 150 B) erstellt haben, sind von
der TNC 640 bedingt abarbeitbar. Wenn die NC-Stze ungltige
Elemente enthalten, dann werden diese von der TNC beim
ffnen der Datei mit einer Fehlermeldung oder als ERROR-Stze
gekennzeichnet.
Beachten Sie hierzu auch die ausfhrliche
Beschreibung der Unterschiede zwischen der iTNC
530 und der TNC 640.
Weitere Informationen: "Funktionen der TNC 640
und der iTNC 530 im Vergleich", Seite 769
86 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Bildschirm und Bedienfeld 2.2
2.2 Bildschirm und Bedienfeld
Bildschirm
Die TNC wird mit einem 19 Zoll TFT-Flachbildschirm geliefert.
1 Kopfzeile 1
Bei eingeschalteter TNC zeigt der Bildschirm in der Kopfzeile
die angewhlten Betriebsarten an: Maschinen-Betriebsarten
links und Programmier-Betriebsarten rechts. Im greren Feld
der Kopfzeile steht die Betriebsart, auf die der Bildschirm 7 7
geschaltet ist: Dort erscheinen Dialogfragen und Meldetexte
(Ausnahme: Wenn die TNC nur Grafik anzeigt).
2 Softkeys
2 8
In der Fuzeile zeigt die TNC weitere Funktionen in einer
Softkey-Leiste an. Diese Funktionen whlen Sie ber die 5 6
4 3 4
darunterliegenden Tasten. Zur Orientierung zeigen schmale
Balken direkt ber der Softkey-Leiste die Anzahl der Softkey-
Leisten an, die sich mit den auen angeordneten Softkey-
Umschalttasten whlen lassen. Die aktive Softkey-Leiste wird
als aufgehellter Balken dargestellt
3 Softkey-Wahltasten
4 Softkey-Umschalttasten
5 Festlegen der Bildschirmaufteilung
6 Bildschirm-Umschalttaste fr Maschinen- und Programmier-
Betriebsarten
7 Softkey-Wahltasten fr Maschinenhersteller-Softkeys
8 Softkey-Umschalttasten fr Maschinenhersteller-Softkeys
Bildschirmaufteilung festlegen
Der Benutzer whlt die Aufteilung des Bildschirms: So kann die
TNC, z. B. in der Betriebsart Programmieren das Programm im
linken Fenster anzeigen, whrend das rechte Fenster gleichzeitig
eine Programmiergrafik darstellt. Alternativ lsst sich im rechten
Fenster auch die Programmgliederung anzeigen oder ausschlielich
das Programm in einem groen Fenster. Welche Fenster die TNC
anzeigen kann, hngt von der gewhlten Betriebsart ab.
Bildschirmaufteilung festlegen:
Bildschirm-Umschalttaste drcken: Die Softkey-
Leiste zeigt die mglichen Bildschirmaufteilungen
an
Weitere Informationen: "Betriebsarten",
Seite 89
Bildschirmaufteilung mit Softkey whlen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 87
2 Einfhrung
2.2 Bildschirm und Bedienfeld
Bedienfeld
Die TNC 640 wird mit einem integrierten Bedienfeld geliefert. Die
Abbildung rechts oben zeigt die Bedienelemente des Bedienfelds:
10
1 Alphatastatur fr die Texteingaben, Dateinamen und DIN/ISO- 7
Programmierung 1
2 Dateiverwaltung
Taschenrechner 2 6
5
MOD-Funktion 8
HELP-Funktion 4 3
9
3 Programmier-Betriebsarten
4 Maschinen-Betriebsarten
5 Erffnen von Programmierdialogen
6 Navigationstasten und Sprunganweisung GOTO
7 Zahleneingabe und Achswahl
8 Touchpad
9 Maustasten
10 USB-Anschluss
Die Funktionen der einzelnen Tasten sind auf der ersten
Umschlagsseite zusammengefasst.
Manche Maschinenhersteller verwenden nicht das
Standard-Bedienfeld von HEIDENHAIN. Beachten Sie
Ihr Maschinenhandbuch!
Tasten, wie z. [Link]-START oder NC-STOPP, sind in
Ihrem Maschinenhandbuch beschrieben.
88 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Betriebsarten 2.3
2.3 Betriebsarten
Manueller Betrieb und El. Handrad
Das Einrichten der Maschinen geschieht in der Betriebsart
Manueller Betrieb. In dieser Betriebsart lassen sich die
Maschinenachsen manuell oder schrittweise positionieren, die
Bezugspunkte setzen und die Bearbeitungsebene schwenken.
Die Betriebsart El. Handrad untersttzt das manuelle Verfahren der
Maschinenachsen mit einem elektronischen Handrad HR.
Softkeys zur Bildschirmaufteilung (whlen wie zuvor
beschrieben)
Softkey Fenster
Positionen
Links: Positionen, rechts: Statusanzeige
Links: Positionen, rechts: Kollisionskrper
Positionieren mit Handeingabe
In dieser Betriebsart lassen sich einfache Verfahrbewegungen
programmieren, z. B. um planzufrsen oder vorzupositionieren.
Softkeys zur Bildschirmaufteilung
Softkey Fenster
Programm
Links: Programm, rechts: Statusanzeige
Links: Programm, rechts: Kollisionskrper
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 89
2 Einfhrung
2.3 Betriebsarten
Programmieren
Ihre Bearbeitungsprogramme erstellen Sie in dieser Betriebsart.
Vielseitige Untersttzung und Ergnzung beim Programmieren
bieten die Freie Konturprogrammierung, die verschiedenen
Zyklen und die Q-Parameterfunktionen. Auf Wunsch zeigt die
Programmiergrafik die programmierten Verfahrwege an.
Softkeys zur Bildschirmaufteilung
Softkey Fenster
Programm
Links: Programm, rechts: Programmgliederung
Links: Programm, rechts: Programmiergrafik
Programm-Test
Die TNC simuliert Programme und Programmteile in der Betriebsart
Programm-Test, um z. B. geometrische Unvertrglichkeiten,
fehlende oder falsche Angaben im Programm und Verletzungen des
Arbeitsraumes herauszufinden. Die Simulation wird grafisch mit
verschiedenen Ansichten untersttzt.
Softkeys zur Bildschirm-Aufteilung
Softkey Fenster
Programm
Links: Programm, rechts: Statusanzeige
Links: Programm, rechts: Grafik
Grafik
90 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Betriebsarten 2.3
Programmlauf Satzfolge und Programmlauf
Einzelsatz
In der Betriebsart Programmlauf Satzfolge fhrt die TNC ein
Programm bis zum Programmende oder zu einer manuellen oder
programmierten Unterbrechung aus. Nach einer Unterbrechung
knnen Sie den Programmlauf wieder aufnehmen.
In der Betriebsart Programmlauf Einzelsatz starten Sie jeden
Satz mit der Taste NC-START einzeln. Bei Punktemusterzyklen und
CYCL CALL PAT stoppt die Steuerung nach jedem Punkt.
Softkeys zur Bildschirmaufteilung
Softkey Fenster
Programm
Links: Programm, rechts: Gliederung
Links: Programm, rechts: Statusanzeige
Links: Programm, rechts: Grafik
Grafik
Links: Programm, rechts: Kollisionskrper
Kollisionskrper
Softkeys zur Bildschirmaufteilung bei Palettentabellen
Softkey Fenster
Palettentabelle
Links: Programm, rechts: Palettentabelle
Links: Palettentabelle, rechts: Statusanzeige
Links: Palettentabelle, rechts: Grafik
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 91
2 Einfhrung
2.4 Statusanzeigen
2.4 Statusanzeigen
Allgemeine Statusanzeige
Die allgemeine Statusanzeige im unteren Bereich des Bildschirms
informiert Sie ber den aktuellen Zustand der Maschine.
Sie erscheint automatisch in den Betriebsarten:
Programmlauf Einzelsatz
Programmlauf Satzfolge
Positionieren mit Handeingabe
Wenn die Bildschirmaufteilung GRAFIK gewhlt ist,
dann wird die Statusanzeige nicht angezeigt.
In den Betriebsarten Manueller Betrieb und El. Handrad erscheint
die Statusanzeige im groen Fenster.
Informationen der Statusanzeige
Symbol Bedeutung
IST Positionsanzeige: Modus Ist-, Soll- oder
Restwegkoordinaten
Maschinenachsen; Hilfsachsen zeigt die TNC
mit kleinen Buchstaben an. Die Reihenfolge
und Anzahl der angezeigten Achsen legt Ihr
Maschinenhersteller fest. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch
Nummer des aktiven Bezugspunkts aus der
Preset-Tabelle. Wenn der Bezugspunkt manuell
gesetzt wurde, zeigt die TNC hinter dem Symbol
den Text MAN an
FSM Die Anzeige des Vorschubs in Zoll entspricht dem
zehnten Teil des wirksamen Werts. Drehzahl S,
Vorschub F und wirksame Zusatzfunktion M
Achse ist geklemmt
Achse kann mit dem Handrad verfahren werden
Achsen werden unter Bercksichtigung der
Grunddrehung verfahren
Achsen werden unter Bercksichtigung der
3D-Grunddrehung verfahren
Achsen werden in geschwenkter
Bearbeitungsebene verfahren
Die Funktion M128 oder FUNCTION TCPM ist aktiv
92 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Statusanzeigen 2.4
Symbol Bedeutung
Kein Programm gewhlt, Programm neu gewhlt,
Programm durch internen Stopp abgebrochen
oder Programm beendet
In diesem Zustand besitzt die Steuerung keine
modal wirkenden Programminformationen (sog.
Kontextbezug), wodurch alle Handlungen mglich
sind, z. B. Cursor-Bewegungen oder ndern von
Q-Parametern.
Programm ist gestartet, die Abarbeitung luft
In diesem Zustand lsst die Steuerung aus
Sicherheitsgrnden keine Handlungen zu.
Programm ist gestoppt, z. B. in der Betriebsart
Programmlauf Satzfolge nach Bettigen der Taste
NC-STOPP
In diesem Zustand lsst die Steuerung aus
Sicherheitsgrnden keine Handlungen zu.
Programm ist unterbrochen, z. B. in der
Betriebsart Positionieren mit Handeingabe nach
fehlerfreier Abarbeitung eines NC-Satzes
In diesem Zustand ermglicht die Steuerung
verschiedene Handlungen, z. B. Cursor-
Bewegungen oder ndern von Q-Parametern.
Durch diese Handlungen verliert die
Steuerung jedoch ggf. die modal wirkenden
Programminformationen (sog. Kontextbezug).
Der Verlust des Kontextbezugs fhrt u. U. zu
unerwnschten Werkzeugpositionen!
Weitere Informationen: "Einfache Bearbeitungen
programmieren und abarbeiten", Seite 664
und "Programmgesteuerte Unterbrechungen",
Seite 691
Programm wird abgebrochen oder beendet
Drehbetrieb ist aktiv
Die Funktion Dynamische Kollisionsberwachung
DCM ist aktiv (Option #40)
Die Funktion Adaptive Vorschubregelung AFC ist
aktiv (Option #45)
Die Funktion Aktive Ratterunterdrckung ACC ist
aktiv (Option #145)
Die Funktion CTC ist aktiv (Option #141)
Die Funktion pulsierende Drehzahl ist aktiv
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 93
2 Einfhrung
2.4 Statusanzeigen
Zustzliche Statusanzeigen
Die zustzlichen Statusanzeigen geben detaillierte Informationen
zum Programmablauf. Sie lassen sich in allen Betriebsarten
aufrufen, mit Ausnahme der Betriebsart Programmieren.
Zustzliche Statusanzeige einschalten
Softkey-Leiste fr die Bildschirmaufteilung aufrufen
Bildschirmdarstellung mit zustzlicher
Statusanzeige whlen: Die TNC zeigt in der
rechten Bildschirmhlfte das Statusformular
BERSICHT an
Zustzliche Statusanzeigen whlen
Softkey-Leiste umschalten, bis die STATUS-
Softkeys erscheinen
Zustzliche Statusanzeige direkt per Softkey
whlen, z. B. Positionen und Koordinaten oder
Gewnschte Ansicht per Umschalt-Softkeys
whlen
Die nachfolgend beschriebenen Statusanzeigen whlen Sie wie
folgt:
direkt ber den entsprechenden Softkey
ber die Umschalt-Softkeys
oder mithilfe der Taste NCHSTER REITER
Beachten Sie bitte, dass einige der nachfolgend
beschriebenen Statusinformationen nur dann zur
Verfgung stehen, wenn Sie die dazugehrende
Software-Option an Ihrer TNC freigeschaltet haben.
94 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Statusanzeigen 2.4
bersicht
Das Statusformular bersicht zeigt die TNC nach dem
Einschalten der TNC an, wenn Sie die Bildschirmaufteilung
PROGRAMM + STATUS (oder POSITION + STATUS) gewhlt haben.
Das bersichtsformular enthlt zusammengefasst die wichtigsten
Statusinformationen, die Sie auch verteilt auf den entsprechenden
Detailformularen finden.
Softkey Bedeutung
Positionsanzeige
Werkzeuginformationen
Aktive M-Funktionen
Aktive Koordinatentransformationen
Aktives Unterprogramm
Aktive Programmteilwiederholung
Mit PGM CALL gerufenes Programm
Aktuelle Bearbeitungszeit
Name und Pfad des aktiven Hauptprogramms
Allgemeine Programminformation (Reiter PGM)
Softkey Bedeutung
Keine Name und Pfad des aktiven Hauptprogramms
Direktanwahl
mglich
Kreismittelpunkt CC (Pol)
Zhler fr die Verweilzeit
Bearbeitungszeit, wenn das Programm in
der Betriebsart Programm-Test vollstndig
simuliert wurde
Aktuelle Bearbeitungszeit in %
Aktuelle Uhrzeit
Aufgerufene Programme
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 95
2 Einfhrung
2.4 Statusanzeigen
Programmteil-Wiederholung/Unterprogramme (Reiter LBL)
Softkey Bedeutung
Keine Aktive Programmteilwiederholungen mit
Direktanwahl Satznummer, Labelnummer und Anzahl
mglich der programmierten/noch auszufhrenden
Wiederholungen
Aktive Unterprogramme mit Satznummer, in
der das Unterprogramm gerufen wurde und
Labelnummer die aufgerufen wurde
Informationen zu Standardzyklen (Reiter CYC)
Softkey Bedeutung
Keine Aktiver Bearbeitungszyklus
Direktanwahl
mglich
Aktive Werte des Zyklus 32 Toleranz
96 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Statusanzeigen 2.4
Aktive Zusatzfunktionen M (Reiter M)
Softkey Bedeutung
Keine Liste der aktiven M-Funktionen mit festgelegter
Direktanwahl Bedeutung
mglich
Liste der aktiven M-Funktionen, die von Ihrem
Maschinenhersteller angepasst werden
Positionen und Koordinaten (Reiter POS)
Softkey Bedeutung
Art der Positionsanzeige, z. B. Istposition
Schwenkwinkel fr die Bearbeitungsebene
Winkel der Basistransformationen
Aktive Kinematik
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 97
2 Einfhrung
2.4 Statusanzeigen
Informationen zu den Werkzeugen (Reiter TOOL)
Softkey Bedeutung
Anzeige des aktiven Werkzeugs:
Anzeige T: Werkzeugnummer und
Werkzeugname
Anzeige RT: Nummer und Name eines
Schwesterwerkzeugs
Werkzeugachse
Werkzeuglnge und Werkzeugradien
Aufmae (Deltawerte) aus der
Werkzeugtabelle (TAB) und dem TOOL CALL
(PGM)
Standzeit, maximale Standzeit (TIME 1) und
maximale Standzeit bei TOOL CALL (TIME 2)
Anzeige programmiertes Werkzeug und
Schwesterwerkzeug
Werkzeugvermessung (Reiter TT)
Die TNC zeigt den Reiter TT nur dann an, wenn diese
Funktion an Ihrer Maschine aktiv ist.
Softkey Bedeutung
Keine Aktives Werkzeug
Direktanwahl
mglich
Messwerte der Werkzeugvermessung
98 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Statusanzeigen 2.4
Koordinatenumrechnungen (Reiter TRANS)
Softkey Bedeutung
Name der aktiven Nullpunkttabelle
Aktive Nullpunktnummer (#), Kommentar aus
der aktiven Zeile der aktiven Nullpunktnummer
(DOC) aus Zyklus 7
Aktive Nullpunktverschiebung (Zyklus 7); Die
TNC zeigt eine aktive Nullpunktverschiebung
in bis zu 8 Achsen an
Gespiegelte Achsen (Zyklus 8)
Aktiver Drehwinkel (Zyklus 10)
Aktiver Mafaktor / Mafaktoren (Zyklen 11 /
26); Die TNC zeigt einen aktiven Mafaktor in
bis zu 6 Achsen an
Mittelpunkt der zentrischen Streckung
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Q-Parameter anzeigen (Reiter QPARA)
Softkey Bedeutung
Anzeige der aktuellen Werte der definierten Q-
Parameter
Anzeige der Zeichenketten der definierten
String-Parameter
Drcken Sie den Softkey Q PARAMETER LISTE.
Die TNC ffnet ein berblendfenster. Definieren
Sie fr jeden Parametertyp (Q, QL, QR, QS)
die Parameternummern, die Sie kontrollieren
mchten. Einzelne Q-Parameter trennen Sie
mit einem Komma, aufeinander folgende Q-
Parameter verbinden Sie mit einem Bindestrich,
z. B.1,3,200-208. Der Eingabebereich pro
Parametertyp betrgt 132 Zeichen.
Die Anzeige im Reiter QPARA enthlt immer
acht Nachkommastellen. Das Ergebnis von
Q1 = COS 89.999 zeigt die Steuerung z. B. als
0.00001745 an. Sehr groe und sehr kleine Werte
zeigt die Steuerung in der Exponentialschreibweise
an. Das Ergebnis von Q1 = COS 89.999 * 0.001 zeigt
die Steuerung als +1.74532925e-08 an, wobei e-08
dem Faktor 10-8 entspricht.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 99
2 Einfhrung
2.4 Statusanzeigen
Adaptive Vorschubregelung AFC (Reiter AFC, Option #45)
Die TNC zeigt den Reiter AFC nur dann an, wenn
diese Funktion an Ihrer Maschine aktiv ist.
Softkey Bedeutung
Keine Aktives Werkzeug (Nummer und Name)
Direktanwahl
mglich
Schnittnummer
Aktueller Faktor des Vorschubpotentiometers in %
Aktuelle Spindellast in %
Referenzlast der Spindel
Aktuelle Drehzahl der Spindel
Aktuelle Abweichung der Drehzahl
Aktuelle Bearbeitungszeit
Liniendiagramm, in dem die aktuelle Spindellast
und der von der TNC kommandierte Wert des
Vorschuboverrides angezeigt wird
100 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Window-Manager 2.5
2.5 Window-Manager
Ihr Maschinenhersteller legt den Funktionsumfang
und das Verhalten des Window-Managers fest.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Auf der TNC steht der Window-Manager Xfce zur Verfgung. Xfce
ist eine Standardanwendung fr UNIX-basierte Betriebssysteme,
mit der sich die grafischen Benutzeroberflchen verwalten lsst.
Mit dem Window-Manager sind folgende Funktionen mglich:
Taskleiste zum Umschalten zwischen verschiedenen
Anwendungen (Benutzeroberflchen) anzeigen
Zustzlichen Desktop verwalten, auf dem Sonderanwendungen
Ihres Maschinenherstellers ablaufen knnen
Steuern des Fokus zwischen Anwendungen der NC-Software
und Anwendungen des Maschinenherstellers
berblendfenster (Pop-up-Fenster) knnen Sie in Gre und
Position verndern. Schlieen, Wiederherstellen und Minimieren
der berblendfenster ist ebenfalls mglich
Die TNC blendet im Bildschirm links oben einen
Stern ein, wenn eine Anwendung des Window-
Managers, oder der Window-Manager selbst einen
Fehler verursacht hat. Wechseln Sie in diesem Fall
in den Window-Manager und beheben das Problem,
ggf. Maschinenhandbuch beachten.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 101
2 Einfhrung
2.5 Window-Manager
bersicht Task-Leiste
ber die Task-Leiste whlen Sie per Maus verschiedene
Arbeitsbereiche.
Die Steuerung stellt folgende Arbeitsbereiche zur Verfgung:
Arbeitsbereich 1: aktive Maschinen-Betriebsart
Arbeitsbereich 2: aktive Programmier-Betriebsart
Arbeitsbereich 3: CAD-Viewer, DXF-Konverter oder
Anwendungen des Maschinenherstellers (optional verfgbar)
Arbeitsbereich 4: Anzeige und Fernbedienung externer
Rechnereinheiten (Option #133) oder Anwendungen des
Maschinenherstellers (optional verfgbar)
Darber hinaus knnen Sie ber die Task-Leiste auch andere
Anwendungen whlen, die Sie parallel zur Steuerungssoftware
gestartet haben, z. B. TNCguide.
Alle offenen Anwendungen, rechts vom grnen
HEIDENHAIN-Symbol, knnen Sie mit gedrckter
linker Maustaste zwischen den Arbeitsbereichen
beliebig verschieben.
ber das grne HEIDENHAIN-Symbol ffnen Sie per Mausklick
ein Men, ber das Sie Informationen erhalten, Einstellungen
vornehmen oder Anwendungen starten knnen.
Folgende Funktionen stehen zur Verfgung:
About HeROS: Informationen zum Betriebssystem der
Steuerung ffnen
NC Control: Steuerungssoftware starten und stoppen (nur fr
Diagnosezwecke)
Web Browser: Web-Browser starten
Remote Desktop Manager (Option #133): externer
Rechnereinheiten anzeigen und fernbedienen
Weitere Informationen: "Remote Desktop Manager (Option
#133)", Seite 112
Diagnostic: Diagnoseanwendungen
GSmartControl: nur fr autorisierte Fachkrfte
HE Logging: Einstellungen fr interne Diagnosedateien
vornehmen
HE Menu: nur fr autorisierte Fachkrfte
perf2: Prozessor- und Prozessauslastung prfen
Portscan: aktive Verbindungen testen
Weitere Informationen: " Portscan ", Seite 104
Portscan OEM: nur fr autorisierte Fachkrfte
RemoteService: Fernwartung starten und beenden
Weitere Informationen: "Remote Service", Seite 105
Terminal: Konsolenbefehle eingeben und ausfhren
Settings: Einstellungen des Betriebssystems
Date/Time: Datum und Uhrzeit einstellen
Firewall: Firewall einstellen
Weitere Informationen: "Firewall", Seite 731
HePacketManager: nur fr autorisierte Fachkrfte
HePacketManager Custom: nur fr autorisierte Fachkrfte
102 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Window-Manager 2.5
Language/Keyboards: Systemdialogsprache und
Tastaturversion whlen die Steuerung berschreibt
die Einstellung der Systemdialogsprache beim Starten
mit der Spracheinstellung des Maschinenparameters
CfgDisplayLanguage (Nr. 101300)
Network: Netzwerkeinstellungen vornehmen
Printer: Drucker anlegen und verwalten
Screensaver: Bildschirmschoner einstellen
SELinux: Sicherheitssoftware fr linux-basierte
Betriebssysteme einstellen
Shares: externe Netzlaufwerke anbinden und verwalten
VNC: Einstellung fr externe Softwares vornehmen, die z. B.
fr Wartungsarbeiten auf die Steuerung zugreifen (Virtual
Network Computing)
Weitere Informationen: "VNC", Seite 108
WindowManagerConfig: nur fr autorisierte Fachkrfte
Tools: Dateianwendungen
Document Viewer: Dateien anzeigen, z. B. PDF-Dateien
File Manager: nur fr autorisierte Fachkrfte
Geeqie: Grafiken ffnen und verwalten
Gnumeric: Tabellen ffnen und bearbeiten
Leafpad: Textdateien ffnen und bearbeiten
NC/PLC Backup: Sicherungsdatei erstellen
Weitere Informationen: "Backup und Restore", Seite 110
NC/PLC Restore: Sicherungsdatei wiederherstellen
Weitere Informationen: "Backup und Restore", Seite 110
Ristretto: Grafiken ffnen
Screenshot: Bildschirmabgriff erstellen
TNCguide: Hilfesystem aufrufen
Xarchiver: Ordner entpacken oder komprimieren
Applications: Zusatzanwendungen
Orage Calender: Kalender ffnen
Real VNC viewer: Einstellung fr externe Softwares
vornehmen, die z. B. fr Wartungsarbeiten auf die
Steuerung zugreifen (Virtual Network Computing)
Die unter den Tools verfgbaren Anwendungen
knnen Sie durch Anwahl des entsprechenden
Dateityps in der Dateiverwaltung der Steuerung
direkt starten.
Weitere Informationen: "Zusatz-Tools zur
Verwaltung externer Dateitypen", Seite 164
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 103
2 Einfhrung
2.5 Window-Manager
Portscan
ber die PortScan-Funktion kann zyklisch oder manuell nach allen
auf dem System offenen, eingehenden TCP- und UDP-Listen-Ports
gesucht werden. Alle gefundenen Ports werden mit Whitelists
verglichen. Wenn die Steuerung einen nicht aufgefhrten Port
findet, zeigt sie ein entsprechendes berblendfenster.
Im HeROS-Men Diagnostic befinden sich dafr die Applikationen
Portscan und Portscan OEM. Portscan OEM kann nur nach Eingabe
des Maschinenherstellerpassworts ausgefhrt werden.
Die Funktion Portscan sucht alle auf dem System offenen,
eingehenden TCP- und UDP-Listen-Ports und vergleicht diese
gegen vier auf dem System hinterlegte Whitelists:
Systeminterne Whitelists /etc/sysconfig/[Link]
und /mnt/sys/etc/sysconfig/[Link]
Whitelist fr Ports maschinenherstellerspezifischer Funktionen,
wie z. B. fr Python-Applikationen, DNC-Anwendungen: /mnt/
plc/etc/sysconfig/[Link]
Whitelist fr Ports kundenspezifischer Funktionen: /mnt/tnc/
etc/sysconfig/[Link]
Jede Whitelist enthlt pro Eintrag den Port-Typ (TCP/UDP),
die Portnummer, das anbietende Programm sowie optionale
Kommentare. Ist die automatische Portscanfunktion aktiv , drfen
nur in den Whitelists aufgefhrte Ports geffnet sein, nicht
aufgefhrte Ports lsen ein Hinweisfenster aus.
Das Ergebnis des Scans wird in einer Log-Datei (LOG:/portscan/
scanlog und LOG:/portscan/scanlogevil) eingetragen, und wenn
neue, nicht in einer der Whitelists aufgefhrte Ports gefunden
wurden, angezeigt.
Portscan manuell starten
Um den Portscan manuell zu starten, gehen Sie wie folgt vor:
Task-Leiste am unteren Bildschirmrand ffnen
Weitere Informationen: "Window-Manager", Seite 101
Grne HEIDENHAIN-Schaltflche drcken, um das JH-Men zu
ffnen
Menpunkt Diagnostic whlen
Menpunkt Portscan whlen
Die Steuerung ffnet das berblendfenster HeRos Portscan.
Schaltflche Start drcken
Portscan zyklisch starten
Um den Portscan automatisch zyklisch starten zu lassen, gehen Sie
wie folgt vor:
Task-Leiste am unteren Bildschirmrand ffnen
Weitere Informationen: "Window-Manager", Seite 101
Grne HEIDENHAIN-Schaltflche drcken, um das JH-Men zu
ffnen
Menpunkt Diagnostic whlen
Menpunkt Portscan whlen
Die Steuerung ffnet das berblendfenster HeRos Portscan.
Schaltflche Automatic update on drcken
Zeitintervall mit dem Schieberegler einstellen
104 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Window-Manager 2.5
Remote Service
Zusammen mit dem Remote Service Setup Tool bietet der
TeleService von HEIDENHAIN die Mglichkeit, verschlsselte End-
zu-End-Verbindungen zwischen einem Service-Rechner und einer
Maschine herzustellen.
Um der HEIDENHAIN-Steuerung die Kommunikation mit dem
HEIDENHAIN-Server zu ermglichen, muss diese mit dem Internet
verbunden werden.
Weitere Informationen: "TNC konfigurieren", Seite 725
Im Grundzustand blockt die Firewall der Steuerung alle ein- und
ausgehenden Verbindungen. Aus diesem Grund muss fr die Dauer
der Servicesitzung die Firewall deaktiviert werden.
Einrichten der Steuerung
Um die Steuerung einzurichten, gehen Sie wie folgt vor:
Task-Leiste am unteren Bildschirmrand ffnen
Weitere Informationen: "Window-Manager", Seite 101
Grne HEIDENHAIN-Schaltflche drcken, um das JH-Men zu
ffnen
Menpunkt Settings whlen
Menpunkt Firewall whlen
Die Steuerung ffnet den Dialog Firewall/SSH settings.
Deaktivieren der Firewall durch Entfernen der Option Active im
Reiter Firewall
Schaltflche Apply drcken, um die Einstellungen zu speichern
Schaltflche OK drcken
Die Firewall ist deaktiviert.
Vergessen Sie nicht, die Firewall nach dem Beenden
der Servicesitzung wieder zu aktivieren.
Automatische Installation eines Sitzungszertifikats
Bei einer NC-Softwareinstallation wird automatisch ein aktuelles
zeitlich befristetes Zertifikat auf der Steuerung installiert.
Eine Installation, auch in Form eines Updates, kann nur ein
Servicetechniker des Maschinenherstellers durchfhren.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 105
2 Einfhrung
2.5 Window-Manager
Manuelle Installation eines Sitzungszertifikats
Wenn auf der Steuerung kein gltiges Sitzungszertifikat installiert
ist, muss ein neues Zertifikat installiert werden. Klren Sie mit
Ihrem Servicemitarbeiter, welches Zertifikat bentigt wird. Dieser
stellt Ihnen ggf. auch eine gltige Zertifikatsdatei zur Verfgung.
Um das Zertifikat auf der Steuerung Installieren zu knnen, gehen
Sie wie folgt vor:
Task-Leiste am unteren Bildschirmrand ffnen
Weitere Informationen: "Window-Manager", Seite 101
Grne HEIDENHAIN-Schaltflche drcken, um das JH-Men zu
ffnen
Menpunkt Settings whlen
Menpunkt Network whlen
Die Steuerung ffnet den Dialog Netzwork settings.
Auf Reiter Internet wechseln. Die Einstellungen im Feld
Fernwartung werden vom Maschinenhersteller konfiguriert.
Schaltflche Hinzufgen drcken und whlen im Auswahlmen
die Datei aus
Schaltflche ffnen drcken
Das Zertifikat wird geffnet.
Softkey OK drcken
Ggf. mssen Sie die Steuerung neu starten, um die
Einstellungen zu bernehmen
Starten der Servicesitzung
Um die Servicesitzung zu starten, gehen Sie wie folgt vor:
Task-Leiste am unteren Bildschirmrand ffnen
Grne HEIDENHAIN-Schaltflche drcken, um das JH-Men zu
ffnen
Menpunkt Diagnostic whlen
Menpunkt RemoteService whlen
Session key vom Maschinenhersteller eingeben
106 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Window-Manager 2.5
Sicherheitssoftware SELinux
SELinux ist eine Erweiterung fr Linux-basierte Betriebssysteme.
SELinux ist eine zustzliche Sicherheitssoftware im Sinne von
Mandatory Access Control (MAC) und schtzt das System gegen
die Ausfhrung nicht autorisierter Prozesse oder Funktionen und
somit Viren und andere Schadsoftware.
MAC bedeutet, dass jede Aktion explizit erlaubt sein muss,
andernfalls fhrt die TNC diese nicht aus. Die Software dient als
zustzlicher Schutz zur normalen Zugriffsbeschrnkung unter
Linux. Nur wenn die Standardfunktionen und die Zugriffskontrolle
von SELinux das Ausfhren bestimmter Prozesse und Aktionen
erlauben, wird dies zugelassen.
Die SELinux-Installation der TNC ist so vorbereitet,
dass nur Programme ausgefhrt werden drfen, die
mit der NC-Software von HEIDENHAIN installiert
werden. Andere Programme knnen mit der
Standardinstallation nicht ausgefhrt werden.
Die Zugriffskontrolle von SELinux unter HEROS 5 ist wie folgt
geregelt:
Die TNC fhrt nur Anwendungen aus, die mit der NC-Software
von HEIDENHAIN installiert werden
Dateien, die in Zusammenhang mit der Sicherheit der
Software stehen (Systemdateien von SELinux, Boot-Dateien
von HEROS 5, usw.) drfen nur von explizit ausgewhlten
Programmen verndert werden
Dateien, die von anderen Programmen neu erstellt werden,
drfen grundstzlich nicht ausgefhrt werden
USB-Datentrger knnen abgewhlt werden
Es gibt nur zwei Vorgnge, denen es erlaubt ist neue Dateien
auszufhren:
Starten eines Software-Updates: Ein Software-Update von
HEIDENHAIN kann Systemdateien ersetzen oder ndern
Starten der SELinux-Konfiguration: Die Konfiguration von
SELinux ist in der Regel von Ihrem Maschinenhersteller
durch ein Passwort geschtzt, Maschinenhandbuch beachten
HEIDENHAIN empfiehlt die Aktivierung von SELinux,
da dies einen zustzlichen Schutz gegen einen
Angriff von auen darstellt.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 107
2 Einfhrung
2.5 Window-Manager
VNC
Mit der Funktion VNC konfigurieren Sie das Verhalten der
verschiedenen VNC-Teilnehmer. Dazu gehrt z. B. die Bedienung
ber Softkeys, Maus und der ASCII-Tastatur.
Die Steuerung bietet folgende Mglichkeiten:
Liste erlaubter Clients (IP-Adresse oder Name)
Passwort fr die Verbindung
Zustzliche Server-Optionen
Zustzliche Einstellungen fr die Fokusvergabe
Der Ablauf der Fokusvergabe bei mehreren
Teilnehmern bzw. Bedieneinheiten ist abhngig vom
Aufbau und der Bediensituation der Maschine.
Diese Funktion muss von Ihrem Maschinenhersteller
an die TNC angepasst werden.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
VNC-Einstellungen ffnen
Um die VNC-Einstellungen zu ffnen, gehen Sie wie folgt vor:
Task-Leiste am unteren Bildschirmrand ffnen
Weitere Informationen: "Window-Manager", Seite 101
Grne HEIDENHAIN-Schaltflche drcken, um das JH-Men zu
ffnen
Menpunkt Settings whlen
Menpunkt VNC whlen
Die Steuerung ffnet das berblendfenster VNC Settings.
Die Steuerung bietet folgende Mglichkeiten:
Hinzufgen: Neuen VNC-Viewer oder Teilnehmer hinzufgen
Entfernen: Lscht den ausgewhlten Teilnehmer. Nur bei
manuell eingetragenen Teilnehmern mglich.
Bearbeiten: Konfiguration des ausgewhlten Teilnehmers
bearbeiten
Aktualisieren: Aktualisiert die Ansicht. Notwendig bei
Verbindungsversuchen whrend der Dialog geffnet ist.
VNC-Einstellungen
Dialog Option Bedeutung
VNC Teilnehmer- Rechnername: IP-Adresse oder Rechnername
Einstellungen
VNC: Verbindung des Teilnehmers zum VNC-Viewer
VNC Fokus Teilnehmer nimmt an der Fokusvergabe teil
Typ Manuell
Manuell eingetragener Teilnehmer
Verweigert
Diesem Teilnehmer ist die Verbindung nicht erlaubt
TeleService/IPC 61xx
Teilnehmer ber TeleService-Verbindung
DHCP
Sonstiger Rechner, der von diesem Rechner eine IP-Adresse
bezieht
108 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Window-Manager 2.5
Dialog Option Bedeutung
Firewall Warnung Warnungen und Hinweise, wenn durch die Einstellungen der
Firewall der Steuerung das VNC-Protokoll nicht fr alle VNC-
Teilnehmer freigegeben ist
Weitere Informationen: "Firewall", Seite 731.
Globale Ermgliche Verbindung ber TeleService/IPC 61xx ist immer erlaubt
Einstellungen TeleService/
IPC 61xx
Passwort- Teilnehmer muss sich durch Passwort verifizieren. Ist diese
Verifizierung Option aktiv , muss das Passwort bei Aufnahme der Verbindung
eingegeben werden.
Ermgliche andere Verweigern Alle anderen VNC-Teilnehmer werden grundstzlich ausgesperrt.
VNC
Nachfragen Beim Verbindungsversuch wird ein entsprechender Dialog
geffnet.
Erlauben Alle anderen VNC-Teilnehmer werden grundstzlich erlaubt.
VNC-Fokus Ermgliche VNC- Ermglicht die Fokusvergabe fr dieses System. Ansonsten
Einstellungen Fokus gibt es keine zentrale Fokusvergabe. In der Default-Einstellung
wird der Fokus aktiv vom Fokusinhaber durch Klicken auf das
Fokussymbol abgegeben. Jeder andere Teilnehmer kann sich also
erst nach Freigabe des Fokus, durch Klicken auf das Fokussymbol
am jeweiligen Teilnehmer, den Fokus holen.
Ermgliche nicht In der Default-Einstellung wird der Fokus aktiv vom Fokusinhaber
blockierenden durch Klicken auf das Fokussymbol abgegeben. Jeder andere
VNC-Fokus Teilnehmer kann sich also erst nach Freigabe des Fokus, durch
Klicken auf das Fokussymbol am jeweiligen Teilnehmer, den
Fokus holen. Bei nicht blockierender Fokusvergabe kann sich
jederzeit jeder Teilnehmer den Fokus holen, ohne dass auf die
Freigabe des aktuellen Fokusinhabers gewartet werden muss.
Zeitlimit Zeitlimit, in dem der aktuelle Fokusinhaber dem Entziehen
konkurierender des Fokus widersprechen bzw. die Fokusabgabe verhindern
VNC-Fokus kann. Fordert ein Teilnehmer den Fokus an, ffnet sich an
allen Teilnehmern ein Dialog, mit dem man den Fokuswechsel
ablehnen kann.
Fokussymbol Aktueller Zustand des VNC-Fokus am jeweiligen Teilnehmer:
Anderer Teilnehmer hat Fokus. Maus und Tastatur sind gesperrt.
Aktueller Zustand des VNC-Fokus am jeweiligen Teilnehmer:
Aktueller Teilnehmer hat Fokus. Eingaben sind mglich.
Aktueller Zustand des VNC-Fokus am jeweiligen Teilnehmer:
Anfrage bei Fokusinhaber auf Abgabe des Fokus an anderen
Teilnehmer. Maus und Tastatur sind gesperrt, bis Fokus eindeutig
vergeben ist.
Bei der Einstellung Ermgliche nicht blockierenden VNC-
Fokus erscheint ein berblendfenster. Mit diesem Dialog kann
die bergabe des Fokus auf den anfragenden Teilnehmer
unterbunden werden. Erfolgt dies nicht, wechselt der Fokus nach
dem eingestellten Zeitlimit an den anfragenden Teilnehmer.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 109
2 Einfhrung
2.5 Window-Manager
Backup und Restore
Mit den Funktionen NC/PLC Backup und NC/PLC Restore knnen
Sie einzelne Ordner oder das komplette Laufwerk TNC sichern
und wiederherstellen. Sie knnen die Sicherungsdateien lokal
speichern, auf einem Netzlaufwerk sowie auf USB-Datentrgern
ablegen.
Das Backup-Programm erzeugt eine Datei *. tncbck, welches auch
vom PC-Tool TNCbackup (Bestandteil von TNCremo) verarbeitet
werden kann. Das Restore-Programm kann sowohl diese
Dateien als auch die von existierenden TNCbackup-Programmen
wiederherstellen. Bei der Anwahl einer *. tncbck-Datei im
Dateimanager der Steuerung wird automatisch das Programm NC/
PLC Restore gestartet.
Die Sicherung und Wiederherstellung ist in mehrere Schritte
unterteilt. Mit den Softkeys VORWRTS und ZURCK knnen Sie
zwischen den Schritten navigieren. Fr einen Schritt spezifische
Aktionen werden selektiv als Softkeys eingeblendet.
NC/PLC Backup oder NC/PLC Restore ffnen
Um die Funktion zu ffnen, gehen Sie wie folgt vor:
Task-Leiste am unteren Bildschirmrand ffnen
Weitere Informationen: "Window-Manager", Seite 101
Grne HEIDENHAIN-Schaltflche drcken, um das JH-Men zu
ffnen
Menpunkt Tools whlen
Menpunkt NC/PLC Backup oder NC/PLC Restore whlen
Die Steuerung ffnet das berblendfenster.
Daten sichern
Um Daten von der Steuerung zu sichern (Backup), gehen Sie wie
folgt vor:
NC/PLC Backup whlen
Typ whlen
Partition TNC sichern
Verzeichnisbaum sichern: Auswahl des zu sichernden
Verzeichnisses in der Dateiverwaltung
Maschinenkonfiguration sichern (nur fr Maschinenhersteller)
Vollstndiges Backup (nur fr Maschinenhersteller)
Kommentar: frei whlbarer Kommentar zum Backup
Mit Softkey VORWRTS nchsten Schritt whlen
Ggf. mit Softkey NC SOFTWARE STOPPEN die Steuerung
anhalten
Ausschlussregeln definieren
Voreingestellte Regeln verwenden
Eigene Regeln in die Tabelle schreiben
Mit Softkey VORWRTS nchsten Schritt whlen
Die Steuerung erzeugt eine Liste der Dateien, die gesichert
werden.
Liste prfen. Ggf. Dateien abwhlen
Mit Softkey VORWRTS nchsten Schritt whlen
Namen der Sicherungsdatei eingeben
Speicherpfad whlen
110 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Window-Manager 2.5
Mit Softkey VORWRTS nchsten Schritt whlen
Die Steuerung erzeugt die Sicherungsdatei.
Mit Softkey OK besttigen
Die Steuerung schliet die Sicherung ab und startet die NC-
Software neu.
Daten wiederherstellen
Achtung, Datenverlust mglich!
Die Steuerung berschreibt existierende Dateien
ohne Rckfrage.
Um Daten wiederherzustellen (Restore), gehen Sie wie folgt vor:
NC/PLC Restore whlen
Archiv whlen, das wiederhergestellt werden soll
Mit Softkey VORWRTS nchsten Schritt whlen
Die Steuerung erzeugt eine Liste der Dateien, die
wiederhergestellt werden.
Liste prfen. Ggf. Dateien abwhlen
Mit Softkey VORWRTS nchsten Schritt whlen
Ggf. mit Softkey NC SOFTWARE STOPPEN die Steuerung
anhalten
Archiv entpacken
Die Steuerung stellt die Dateien wieder her.
Mit Softkey OK besttigen
Die Steuerung startet die NC-Software neu.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 111
2 Einfhrung
2.6 Remote Desktop Manager (Option #133)
2.6 Remote Desktop Manager
(Option #133)
Einfhrung
Mit dem Remote Desktop Manager haben Sie die Mglichkeit
externe, ber Ethernet angebundene Rechnereinheiten am TNC-
Bildschirm anzuzeigen und ber die TNC zu bedienen. Auerdem
knnen gezielt Programme unter HeROS gestartet oder Webseiten
eines externen Servers angezeigt werden.
Folgende Verbindungsmglichkeiten stehen zur Verfgung:
Windows Terminal Server (RDP): Stellt den Desktop eines
entfernten Windows-Rechners auf der Steuerung dar
Windows Terminal Server (RemoteFX): Stellt den Desktop
eines entfernten Windows-Rechners auf der Steuerung dar
VNC: Verbindung zu einem externen Rechner (z. B.
HEIDENHAIN-IPC). Stellt den Desktop eines entfernten
Windows- oder Unix-Rechners auf der Steuerung dar
Switch-off/restart of a computer: Benutzung nur fr
autorisierte Fachkrfte
World Wide Web: Benutzung nur fr autorisierte Fachkrfte
SSH: Benutzung nur fr autorisierte Fachkrfte
XDMCP: Benutzung nur fr autorisierte Fachkrfte
User-defined connection: Benutzung nur fr autorisierte
Fachkrfte
HEIDENHAIN gewhrleistet das Funktionieren einer
Verbindung zwischen HeROS 5 und dem IPC 6341.
HEIDENHAIN gibt keine Gewhr fr die Funktion
aller anderen Kombinationen bzw. Verbindungen zu
externen Gerten.
112 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Remote Desktop Manager (Option #133) 2.6
Verbindung konfigurieren Windows Terminal
Service
Externen Rechner konfigurieren
Fr eine Verbindung mit dem Windows Terminal
Service bentigen Sie keine zustzliche Software fr
Ihren externen Rechner.
Konfigurieren Sie den externen Rechner wie folgt, z. B. im
Betriebssystem Windows 7:
Whlen Sie ber die Task-Leiste nach Bettigung des Windows-
Start-Buttons den Menpunkt Systemsteuerung
Whlen Sie den Menpunkt System
Whlen Sie den Menpunkt Erweiterte Systemeinstellungen
Whlen Sie den Reiter Remote
Aktivieren Sie im Bereich Remoteuntersttzung die Funktion
Remoteuntersttzungsverbindung mit diesem Computer
zulassen
Aktivieren Sie im Bereich Remotedesktop die Funktion
Verbindungen von Computern zulassen, auf denen eine
beliebige Version von Remotedesktop ausgefhrt wird
bernehmen Sie die Einstellungen mit der Schaltflche OK
TNC konfigurieren
Abhngig von dem Betriebssystem Ihres
externen Rechners und dem dadurch
verwendeten Protokoll whlen Sie zwischen
Windows Terminal Service (RDP) und
Windows Terminal Service (RemoteFX).
Konfigurieren Sie die TNC wie folgt:
Whlen Sie ber die Task-Leiste nach Bettigung
des grnen HEIDENHAIN-Buttons den Menpunkt
Remote Desktop Manager
Bettigen Sie die Schaltflche Neue Verbindung im Fenster
Remote Desktop Manager
Whlen Sie den Menpunkt Windows Terminal Service (RDP)
oder Windows Terminal Service (RemoteFX)
Definieren Sie die notwendigen Verbindungsinformationen im
Fenster Verbindung bearbeiten
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 113
2 Einfhrung
2.6 Remote Desktop Manager (Option #133)
Einstellung Bedeutung Eingabe
Verbindungs-Name Name der Verbindung im Remote Desktop Manager Pflicht
Erneutes Starten nach Verhalten bei beendeter Verbindung: Pflicht
Verbindungsende
Immer neu starten
Niemals neu starten
Immer nach Fehler
Nachfragen nach Fehler
Automatisch Starten beim Automatisches Herstellen der Verbindung beim Hochfahren der Pflicht
Anmelden Steuerung
Zu Favoriten hinzufgen Icon der Verbindung in der Task-Leiste: Pflicht
Doppelter Klick der linken Maustaste: die Steuerung startet die
Verbindung
Einfacher Klick der linken Maustaste: die Steuerung wechselt auf
den Desktop der Verbindung
Einfacher Klick der rechten Maustaste: die Steuerung zeigt das
Verbindungsmen
Auf folgende Arbeitsflche Nummer des Desktops fr die Verbindung, wobei die Desktops 0 Pflicht
(Workspace) verschieben und 1 fr die NC-Software reserviert sind
USB Massenspeicher Zugriff auf angeschlossene USB-Massenspeicher erlauben Pflicht
freigeben
Rechner Host-Name oder IP-Adresse des externen Rechners Pflicht
Benutzername Name des Benutzers Pflicht
Passwort Passwort des Benutzers Pflicht
Windows Domne Domne des externen Rechners Pflicht
Vollbild-Modus oder Gre des Verbindungsfensters Pflicht
Benutzerdefinierte
Fenstergre
Eingaben im Bereich Benutzung nur fr autorisierte Fachkrfte Optional
Erweiterte Optionen
114 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Remote Desktop Manager (Option #133) 2.6
Verbindung konfigurieren VNC
Externen Rechner konfigurieren
Fr eine Verbindung mit VNC bentigen Sie einen
zustzlichen VNC-Server fr Ihren externen Rechner.
Installieren und konfigurieren Sie den VNC-Server,
z. B. den TightVNC Server, vor der Konfiguration der
TNC.
TNC konfigurieren
Konfigurieren Sie die TNC wie folgt:
Whlen Sie ber die Task-Leiste den Menpunkt
Remote Desktop Manager
Bettigen Sie die Schaltflche Neue Verbindung im Fenster
Remote Desktop Manager
Whlen Sie den Menpunkt VNC
Definieren Sie die notwendigen Verbindungsinformationen im
Fenster Verbindung bearbeiten
Einstellung Bedeutung Eingabe
Verbindungs-Name: Name der Verbindung im Remote Desktop Manager Pflicht
Erneutes Starten nach Verhalten bei beendeter Verbindung: Pflicht
Verbindungsende:
Immer neu starten
Niemals neu starten
Immer nach Fehler
Nachfragen nach Fehler
Automatisch Starten beim Automatisches Herstellen der Verbindung beim Hochfahren der Pflicht
Anmelden Steuerung
Zu Favoriten hinzufgen Icon der Verbindung in der Task-Leiste: Pflicht
Doppelter Klick der linken Maustaste: die Steuerung startet die
Verbindung
Einfacher Klick der linken Maustaste: die Steuerung wechselt auf
den Desktop der Verbindung
Einfacher Klick der rechten Maustaste: die Steuerung zeigt das
Verbindungsmen
Auf folgende Arbeitsflche Nummer des Desktops fr die Verbindung, wobei die Desktops 0 Pflicht
(Workspace) verschieben und 1 fr die NC-Software reserviert sind
USB Massenspeicher Zugriff auf angeschlossene USB-Massenspeicher erlauben Pflicht
freigeben
Rechner Host-Name oder IP-Adresse des externen Rechners Pflicht
Passwort Passwort zur Verbindung mit dem VNC-Server Pflicht
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 115
2 Einfhrung
2.6 Remote Desktop Manager (Option #133)
Einstellung Bedeutung Eingabe
Vollbild-Modus oder Gre des Verbindungsfensters Pflicht
Benutzerdefinierte
Fenstergre:
Weitere Verbindungen Zugriff auf den VNC-Server auch anderen VNC-Verbindungen Pflicht
erlauben (share) erlauben
Nur Betrachten (viewonly) Im Anzeigemodus kann der externe Rechner nicht bedient werden Pflicht
Eingaben im Bereich Benutzung nur fr autorisierte Fachkrfte Optional
Erweiterte Optionen
Verbindung starten und beenden
Nachdem eine Verbindung konfiguriert ist, wird diese als Symbol im
Fenster des Remote Desktop Managers angezeigt. Durch Anklicken
des Verbindungssymbols mit der rechten Maustaste ffnet sich ein
Men, mit dem Sie die Anzeige starten und stoppen knnen.
Mit der rechten DIADUR-Taste auf der Tastatur wechseln Sie auf
Desktop 3 und zurck zur TNC-Oberflche. Zum entsprechenden
Desktop kann jedoch auch ber die Taskleiste gewechselt werden.
Ist der Desktop der externen Verbindung oder des externen
Rechners aktiv, werden alle Eingaben von Maus und Tastatur
dorthin bertragen.
Alle Verbindungen werden automatisch beendet, wenn das
Betriebssystem HeROS 5 heruntergefahren wird. Beachten
Sie, dass hier nur die Verbindung beendet wird, der externe
Rechner oder das externe System jedoch nicht automatisch
heruntergefahren wird.
116 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
2
Zubehr: 3D-Tastsysteme und elektronische Handrder von 2.7
HEIDENHAIN
2.7 Zubehr: 3D-Tastsysteme und
elektronische Handrder von
HEIDENHAIN
3D-Tastsysteme
Mit den verschiedenen 3D-Tastsystemen von HEIDENHAIN knnen
Sie:
Werkstcke automatisch ausrichten
Schnell und genau Bezugspunkte setzen
Messungen am Werkstck whrend des Programmlaufs
ausfhren
Werkzeuge vermessen und prfen
Alle Zyklenfunktionen (Tastsystemzyklen und
Bearbeitungszyklen) sind im Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung beschrieben. Wenn Sie
dieses Benutzerhandbuch bentigen, dann wenden
Sie sich ggf. an HEIDENHAIN. ID: 892905-xx
Die schaltenden Tastsysteme TS 220, TS 440, TS 444, TS 640
und TS 740
Diese Tastsysteme eignen sich besonders gut zum automatischen
Werkstckausrichten, Bezugspunktsetzen und fr die Messungen
am Werkstck. Das TS 220 bertrgt die Schaltsignale ber ein
Kabel und ist zudem eine kostengnstige Alternative, wenn Sie
gelegentlich digitalisieren mssen.
Speziell fr Maschinen mit Werkzeugwechsler eignen sich die
Tastsysteme TS 640 und das kleinere TS 440, die die Schaltsignale
via Infrarotstrecke kabellos bertragen.
Das Funktionsprinzip: In den schaltenden Tastsystemen von
HEIDENHAIN registriert ein verschleifreier optischer Schalter die
Auslenkung des Taststifts. Das erzeugte Signal ist veranlasst, den
Istwert der aktuellen Tastsystemposition zu speichern.
Das Werkzeugtastsystem TT 140 zur Werkzeugvermessung
Das TT 140 ist ein schaltendes 3D-Tastsystem zum Vermessen
und Prfen von Werkzeugen. Die TNC stellt hierzu drei Zyklen zur
Verfgung, mit denen sich Werkzeugradius und Werkzeuglnge
bei stehender oder rotierender Spindel ermitteln lassen. Die
besonders robuste Bauart und die hohe Schutzart machen das
TT 140 gegenber Khlmittel und Spnen unempfindlich. Das
Schaltsignal wird mit einem verschleifreien optischen Schalter
gebildet, der sich durch eine hohe Zuverlssigkeit auszeichnet.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 117
2 Einfhrung
2.7 Zubehr: 3D-Tastsysteme und elektronische Handrder von
HEIDENHAIN
Elektronische Handrder HR
Die elektronischen Handrder vereinfachen das przise
manuelle Verfahren der Achsschlitten. Der Verfahrweg pro
Handradumdrehung ist in einem weiten Bereich whlbar. Neben
den Einbauhandrdern HR 130 und HR 150 bietet HEIDENHAIN
auch die portablen Handrder HR 410, HR 520 und HR 550FS an.
An Steuerungen mit (HSCI: HEIDENHAIN Serial
Controller Interface) serieller Schnittstelle fr
Steuerungskomponenten knnen auch mehrere
elektronische Handrder gleichzeitig angeschlossen
und abwechselnd verwendet werden.
Die Konfiguration erfolgt ber den
Maschinenhersteller!
118 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Grundlagen,
Dateiverwaltung
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.1 Grundlagen
3.1 Grundlagen
Wegmessgerte und Referenzmarken
An den Maschinenachsen befinden sich Wegmessgerte, die die
Positionen des Maschinentisches bzw. des Werkzeugs erfassen.
An Linearachsen sind blicherweise Lngenmessgerte angebaut,
an Rundtischen und Schwenkachsen Winkelmessgerte.
Wenn sich eine Maschinenachse bewegt, erzeugt das
dazugehrige Wegmessgert ein elektrisches Signal, aus dem die
TNC die genaue Ist-Position der Maschinenachse errechnet.
Bei einer Stromunterbrechung geht die Zuordnung zwischen der
Maschinenschlitten-Position und der berechneten Ist-Position
verloren. Um diese Zuordnung wiederherzustellen, verfgen
inkrementale Wegmessgerte ber Referenzmarken. Beim
berfahren einer Referenzmarke erhlt die TNC ein Signal, das
einen maschinenfesten Bezugspunkt kennzeichnet. Damit kann die
TNC die Zuordnung der Ist-Position zur aktuellen Maschinenposition
wiederherstellen. Bei Lngenmessgerten mit abstandscodierten
Referenzmarken mssen Sie die Maschinenachsen maximal 20
mm verfahren, bei Winkelmessgerten um maximal 20.
Bei absoluten Messgerten wird nach dem Einschalten ein
absoluter Positionswert zur Steuerung bertragen. Dadurch ist,
ohne Verfahren der Maschinenachsen, die Zuordnung zwischen der
Ist-Position und der Maschinenschlitten-Position direkt nach dem
Einschalten wiederhergestellt.
120 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Grundlagen 3.1
Bezugssysteme
Damit die Steuerung eine Achse um einen definierten Weg
verfahren kann, bentigt sie ein Bezugssystem.
Als einfaches Bezugssystem fr Linearachsen dient an einer
Werkzeugmaschine das Lngenmessgert, das achsparallel
montiert ist. Das Lngenmessgert verkrpert einen Zahlenstrahl,
ein eindimensionales Koordinatensystem. X
Um einen Punkt in der Ebene anzufahren, bentigt die Steuerung
zwei Achsen und damit ein Bezugssystem mit zwei Dimensionen.
Um einen Punkt im Raum anzufahren, bentigt die Steuerung drei
Achsen und damit ein Bezugssystem mit drei Dimensionen. Wenn
die drei Achsen senkrecht zueinander angeordnet sind, entsteht ein
sog. dreidimensionales kartesisches Koordinatensystem.
Entsprechend der Rechte-Hand-Regel zeigen die
Fingerspitzen in die positiven Richtungen der drei
Hauptachsen.
Damit ein Punkt eindeutig im Raum bestimmt werden kann,
ist neben der Anordnung der drei Dimensionen zustzlich ein
Koordinatenursprung erforderlich. Als Koordinatenursprung
in einem dreidimensionalen Koordinatensystem dient der
gemeinsame Schnittpunkt. Dieser Schnittpunkt hat die Koordinaten
X+0, Y+0 und Z+0.
Damit die Steuerung z. B. einen Werkzeugwechsel immer an
derselben Position, eine Bearbeitung aber immer bezogen auf die
aktuelle Werkstcklage ausfhrt, muss die Steuerung verschiedene
Bezugssysteme unterscheiden.
Die Steuerung unterscheidet folgende Bezugssysteme:
Maschinen-Koordinatensystem M-CS:
Machine Coordinate System
Basis-Koordinatensystem B-CS:
Basic Coordinate System
Werkstck-Koordinatensystem W-CS:
Workpiece Coordinate System
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem WPL-CS:
Working Plane Coordinate System
Eingabe-Koordinatensystem I-CS:
Input Coordinate System
Werkzeug-Koordinatensystem T-CS:
Tool Coordinate System
Alle Bezugssysteme bauen aufeinander auf. Sie
unterliegen der kinematischen Kette der jeweiligen
Werkzeugmaschine.
Das Maschinen-Koordinatensystem ist dabei das
Referenzbezugssystem.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 121
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.1 Grundlagen
Maschinen-Koordinatensystem M-CS
Das Maschinen-Koordinatensystem entspricht der
Kinematikbeschreibung und somit der tatschlichen Mechanik der
Werkzeugmaschine.
Da die Mechanik einer Werkzeugmaschine nie exakt einem
kartesischen Koordinatensystem entspricht, besteht das
Maschinen-Koordinatensystem aus mehreren eindimensionalen
Koordinatensystemen. Die eindimensionalen Koordinatensysteme
entsprechen den physikalischen Maschinenachsen, die nicht
zwingend senkrecht zueinander sind.
Die Lage und die Orientierung der eindimensionalen
Koordinatensysteme werden mithilfe von Translationen
und Rotationen ausgehend von der Spindelnase in der
Kinematikbeschreibung definiert.
Die Position des Koordinatenursprungs, des sog.
Maschinennullpunkts definiert der Maschinenhersteller in der
Maschinenkonfiguration. Die Werte in der Maschinenkonfiguration
definieren die Nullstellungen der Messsysteme und der
entsprechenden Maschinenachsen. Der Maschinennullpunkt liegt
nicht zwingend im theoretischen Schnittpunkt der physikalischen
MZP
Achsen. Er kann somit auch auerhalb des Verfahrbereichs liegen.
Da die Werte der Maschinenkonfiguration vom Anwender
nicht gendert werden knnen, dient das Maschinen-
Koordinatensystem zur Bestimmung von konstanten Positionen,
z. B. Werkzeugwechselpunkt.
Maschinennullpunkt MZP:
Machine Zero Point
122 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Grundlagen 3.1
Die Steuerung setzt alle Bewegungen im Maschinen-
Koordinatensystem um, unabhngig davon, in welchem
Bezugssystem die Eingabe der Werte erfolgt.
Beispiel fr eine 3-Achsmaschine mit einer Y-Achse als Keilachse,
die nicht senkrecht zur ZX-Ebene angeordnet ist:
In der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe einen
NC-Satz mit L IY+10 abarbeiten
Die Steuerung ermittelt aus den definierten Werten die
bentigten Achssollwerte.
Die Steuerung bewegt whrend der Positionierung die
Maschinenachsen Y und Z.
Die Anzeigen REFIST und REFSOLL zeigen Bewegungen der Y-
Achse und der Z-Achse im Maschinen-Koordinatensystem.
Die Anzeigen IST und SOLL zeigen ausschlielich eine
Bewegung der Y-Achse im Eingabe-Koordinatensystem.
In der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe einen
NC-Satz mit L IY-10 M91 abarbeiten
Die Steuerung ermittelt aus den definierten Werten die
bentigten Achssollwerte.
Die Steuerung bewegt whrend der Positionierung
ausschlielich die Maschinenachse Y.
Die Anzeigen REFIST und REFSOLL zeigen ausschlielich eine
Bewegung der Y-Achse im Maschinen-Koordinatensystem.
Die Anzeigen IST und SOLL zeigen Bewegungen der Y-Achse
und der Z-Achse im Eingabe-Koordinatensystem.
Der Anwender kann Positionen bezogen auf den
Maschinennullpunkt programmieren, z. B. mithilfe der
Zusatzfunktion M91.
Softkey Anwendung
Der Anwender kann achsweise Verschiebungen im
Maschinen-Koordinatensystem definieren, mithilfe
der OFFSET-Werte der Preset-Tabelle.
Der Maschinenhersteller konfiguriert die OFFSET-
Spalten der Preset-Tabelle passend zur Maschine.
Weitere Informationen: "Bezugspunktverwaltung mit der Preset-
Tabelle", Seite 609
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 123
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.1 Grundlagen
Basis-Koordinatensystem B-CS
Das Basis-Koordinatensystem ist ein dreidimensionales
kartesisches Koordinatensystem, dessen Koordinatenursprung das W-CS
Ende der Kinematikbeschreibung ist.
Die Orientierung des Basis-Koordinatensystems entspricht in
den meisten Fllen der des Maschinen-Koordinatensystems.
Ausnahmen kann es hierbei geben, wenn ein Maschinenhersteller
zustzliche kinematische Transformationen verwendet.
Die Kinematikbeschreibung und somit die Lage des B-CS
Koordinatenursprungs fr das Basis-Koordinatensystem definiert
der Maschinenhersteller in der Maschinenkonfiguration. Die Werte
der Maschinenkonfiguration kann der Anwender nicht ndern.
Das Basis-Koordinatensystem dient zur Bestimmung der Lage und
der Orientierung des Werkstck-Koordinatensystems.
Softkey Anwendung
Der Anwender ermittelt die Lage und die
Orientierung des Werkstck-Koordinatensystems
z. B. mithilfe eines 3D-Tastsystems. Die
ermittelten Werte speichert die Steuerung
bezogen auf das Basis-Koordinatensystem als
BASISTRANSFORM.-Werte in der Preset-Tabelle.
Der Maschinenhersteller konfiguriert die
BASISTRANSFORM.-Spalten der Preset-Tabelle
passend zur Maschine.
Weitere Informationen: "Bezugspunktverwaltung mit der Preset-
Tabelle", Seite 609
124 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Grundlagen 3.1
Werkstck-Koordinatensystem W-CS
Das Werkstck-Koordinatensystem ist ein dreidimensionales
kartesisches Koordinatensystem, dessen Koordinatenursprung der
aktive Bezugspunkt ist.
Die Lage und die Orientierung des Werkstck-Koordinatensystems
sind abhngig von den BASISTRANSFORM.-Werten der aktiven
Preset-Zeile.
Softkey Anwendung
Der Anwender ermittelt die Lage und die
Orientierung des Werkstck-Koordinatensystems
z. B. mithilfe eines 3D-Tastsystems. Die
ermittelten Werte speichert die Steuerung
bezogen auf das Basis-Koordinatensystem als
BASISTRANSFORM.-Werte in der Preset-Tabelle.
Weitere Informationen: "Bezugspunktverwaltung mit der Preset-
Tabelle", Seite 609
Der Anwender definiert im Werkstck-Koordinatensystem W-CS
mithilfe von Transformationen die Lage und die Orientierung des
Bearbeitungsebene-Koordinatensystems.
Transformationen im Werkstck-Koordinatensystem:
3D ROT-Funktionen
B-CS
PLANE-Funktionen
Zyklus 19 BEARBEITUNGSEBENE
Zyklus 7 NULLPUNKT
W-CS
(Verschiebung vor dem Schwenken der Bearbeitungsebene)
Zyklus 8 SPIEGELUNG
(Spiegelung vor dem Schwenken der Bearbeitungsebene)
Das Resultat von aufeinander aufbauenden
Transformationen ist abhngig von der WPL-CS WPL-CS
Programmierreihenfolge!
Ohne aktive Transformationen im Werkstck-
Koordinatensystem sind die Lage und
die Orientierung des Bearbeitungsebene-
Koordinatensystems und des Werkstck-
Koordinatensystems identisch.
An einer 3-Achsmaschine oder bei einer reinen
3-Achsbearbeitung gibt es keine Transformationen
im Werkstck-Koordinatensystem. Die
BASISTRANSFORM.-Werte der aktiven Preset-Zeile
wirken bei dieser Annahme unmittelbar auf das
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem.
Im Bearbeitungsebene-Koordinatensystem sind
natrlich weitere Transformationen mglich.
Weitere Informationen: "Bearbeitungsebene-
Koordinatensystem WPL-CS", Seite 126
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 125
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.1 Grundlagen
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem WPL-CS
Das Bearbeitungsebene-Koordinatensystem ist ein W-CS
dreidimensionales kartesisches Koordinatensystem.
Die Lage und die Orientierung des Bearbeitungsebene-
Koordinatensystems sind abhngig von den aktiven
Transformationen im Werkstck-Koordinatensystem.
WPL-CS WPL-CS
Ohne aktive Transformationen im Werkstck-
Koordinatensystem sind die Lage und
die Orientierung des Bearbeitungsebene-
Koordinatensystems und des Werkstck-
Koordinatensystems identisch.
An einer 3-Achsmaschine oder bei einer reinen
3-Achsbearbeitung gibt es keine Transformationen
im Werkstck-Koordinatensystem. Die
BASISTRANSFORM.-Werte der aktiven Preset-Zeile
wirken bei dieser Annahme unmittelbar auf das
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem.
Der Anwender definiert im Bearbeitungsebene-Koordinatensystem
mithilfe von Transformationen die Lage und die Orientierung des
Eingabe-Koordinatensystems.
Transformationen im Bearbeitungsebene-Koordinatensystem:
Zyklus 7 NULLPUNKT
WPL-CS
Zyklus 8 SPIEGELUNG
Zyklus 10 DREHUNG
Zyklus 11 MASSFAKTOR
Zyklus 26 MASSFAKTOR ACHSSPEZ.
PLANE RELATIVE
I-CS
I-CS
126 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Grundlagen 3.1
Als PLANE-Funktion wirkt PLANE RELATIVE im
Werkstck-Koordinatensystem und orientiert das
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem.
Die Werte der additiven Schwenkung beziehen
sich dabei aber immer auf das aktuelle
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem.
Das Resultat von aufeinander aufbauenden
Transformationen ist abhngig von der
Programmierreihenfolge!
Ohne aktive Transformationen im
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem sind
die Lage und die Orientierung des Eingabe-
Koordinatensystems und des Bearbeitungsebene-
Koordinatensystems identisch.
An einer 3-Achsmaschine oder bei einer reinen
3-Achsbearbeitung gibt es auerdem keine
Transformationen im Werkstck-Koordinatensystem.
Die BASISTRANSFORM.-Werte der aktiven Preset-
Zeile wirken bei dieser Annahme unmittelbar auf das
Eingabe-Koordinatensystem.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 127
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.1 Grundlagen
Eingabe-Koordinatensystem I-CS
Das Eingabe-Koordinatensystem ist ein dreidimensionales
kartesisches Koordinatensystem.
Die Lage und die Orientierung des Eingabe-Koordinatensystems WPL-CS
sind abhngig von den aktiven Transformationen im
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem.
Ohne aktive Transformationen im
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem sind
die Lage und die Orientierung des Eingabe-
Koordinatensystems und des Bearbeitungsebene-
I-CS
Koordinatensystems identisch.
An einer 3-Achsmaschine oder bei einer reinen
3-Achsbearbeitung gibt es auerdem keine
Transformationen im Werkstck-Koordinatensystem.
Die BASISTRANSFORM.-Werte der aktiven Preset- I-CS
Zeile wirken bei dieser Annahme unmittelbar auf das
Eingabe-Koordinatensystem.
Der Anwender definiert mithilfe von Verfahrstzen im Eingabe-
Koordinatensystem die Position des Werkzeugs und damit die Lage X0
des Werkzeug-Koordinatensystems.
Verfahrstze im Eingabe-Koordinatensystem: Y0
Y10
achsparallele Verfahrstze
Verfahrstze mit kartesischen oder polaren Koordinaten
X10
Verfahrstze mit kartesischen Koordinaten und
Flchennormalenvektoren
7 X+48 R+ X0 Y10
7 L X+48 Y+102 Z-1.5 R0
7 LN X+48 Y+102 Z-1.5 NX-0.04658107 NY0.00045007
NZ0.8848844 R0
Y0 X10
Auch bei Verfahrstzen mit Flchennormalenvektoren Eine auf den Eingabe-Koordinatensystem-
wird die Lage des Werkzeug-Koordinatensystems Ursprung bezogene Kontur kann sehr
durch die kartesischen Koordinaten X, Y und Z einfach beliebig transformiert werden.
bestimmt.
In Verbindung mit der 3D-Werkzeugkorrektur kann
entlang der Flchennormalenvektoren die Lage des
Werkzeug-Koordinatensystems verschoben werden.
Die Orientierung des Werkzeug-Koordinatensystems
kann in verschiedenen Bezugssystemen erfolgen.
Weitere Informationen: "Werkzeug-
Koordinatensystem T-CS", Seite 129
128 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Grundlagen 3.1
Werkzeug-Koordinatensystem T-CS
Das Werkzeug-Koordinatensystem ist ein dreidimensionales
kartesisches Koordinatensystem, dessen Koordinatenursprung
der Werkzeugbezugspunkt ist. Auf diesen Punkt beziehen sich die
Werte der Werkzeugtabelle, L und R bei Frswerkzeugen und ZL,
XL und YL bei Drehwerkzeugen.
Weitere Informationen: "Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben",
Seite 212 und "Werkzeugdaten", Seite 569
Damit die Dynamische Kollisionsberwachung
(Option #40) das Werkzeug korrekt berwachen
kann, mssen die Werte der Werkzeugtabelle den
tatschlichen Abmaen des Werkzeugs entsprechen.
Entsprechend der Werte aus der Werkzeugtabelle wird der
Koordinatenursprung des Werkzeug-Koordinatensystems auf den
Werkzeugfhrungspunkt TCP verschoben. TCP steht fr Tool TCP
R
TCP R2
TCP
2
Center Point.
Wenn sich das NC-Programm nicht auf die Werkzeugspitze bezieht,
TCP
muss der Werkzeugfhrungspunkt verschoben werden. Die
notwendige Verschiebung erfolgt im NC-Programm mithilfe der
L
L
Deltawerte beim Werkzeugaufruf.
R R R
Die in der Grafik gezeigte Lage des TCP
ist verpflichtend in Verbindung mit der 3D-
Werkzeugkorrektur.
Der Anwender definiert mithilfe von Verfahrstzen
im Eingabe-Koordinatensystem die Position des
Werkzeugs und damit die Lage des Werkzeug-
Koordinatensystems.
Die Orientierung des Werkzeug-Koordinatensystems ist bei aktiver
TCPM-Funktion oder bei aktiver Zusatzfunktion M128 abhngig von
der aktuellen Werkzeuganstellung.
Eine Werkzeuganstellung definiert der Anwender entweder im
Maschinen-Koordinatensystem oder im Bearbeitungsebene-
Koordinatensystem.
Werkzeuganstellung im Maschinen-Koordinatensystem: W-CS
7 L X+10 Y+45 A+10 C+5 R0 M128
Werkzeuganstellung im Bearbeitungsebene-Koordinatensystem:
6 FUNCTION TCPM F TCP AXIS SPAT PATHCTRL AXIS T-CS
7 L A+0 B+45 C+0 R0 F2500
7 LN X+48 Y+102 Z-1.5 NX-0.04658107 NY0.00045007
NZ0.8848844 TX-0.08076201 TY-0.34090025 TZ0.93600126
R0 M128
7 LN X+48 Y+102 Z-1.5 NX-0.04658107 NY0.00045007
NZ0.8848844 R0 M128
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 129
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.1 Grundlagen
Bei den gezeigten Verfahrstzen mit Vektoren ist eine
3D-Werkzeugkorrektur mithilfe der Korrekturwerte
DL, DR und DR2 aus dem TOOL CALL-Satz mglich.
Die Funktionsweisen der Korrekturwerte sind
abhngig vom Werkzeugtyp.
Die Steuerung erkennt die verschiedenen DL+
DR+
Werkzeugtypen mithilfe der Spalten L, R und R2 der
DR-
Werkzeugtabelle:
DL-
R2TAB + DR2TAB + DR2PROG = 0
Schaftfrser
R2TAB + DR2TAB + DR2PROG = RTAB + DRTAB +
DRPROG
Radiusfrser oder Kugelfrser
0 < R2TAB + DR2TAB + DR2PROG < RTAB + DRTAB
+ DRPROG
Eckenradiusfrser oder Torusfrser
Ohne der TCPM-Funktion oder der Zusatzfunktion
M128 ist die Orientierung des Werkzeug-
Koordinatensystems und des Eingabe-
Koordinatensystems identisch.
130 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Grundlagen 3.1
Bezeichnung der Achsen an Frsmaschinen
Die Achsen X, Y und Z an Ihrer Frsmaschine werden auch als
Werkzeugachse, Hauptachse (1. Achse) und Nebenachse (2. Achse)
bezeichnet. Die Anordnung der Werkzeugachse ist entscheidend
fr die Zuordnung von Haupt- und Nebenachse.
Werkzeugachse Hauptachse Nebenachse
X Y Z
Y Z X
Z X Y
Polarkoordinaten
Wenn die Fertigungszeichnung rechtwinklig bemat ist, erstellen
Sie das Bearbeitungsprogramm auch mit rechtwinkligen
Koordinaten. Bei Werkstcken mit Kreisbgen oder bei
Winkelangaben ist es oft einfacher, die Positionen mit
Polarkoordinaten festzulegen.
Im Gegensatz zu den rechtwinkligen Koordinaten X, Y und Z
beschreiben Polarkoordinaten nur Positionen in einer Ebene.
Polarkoordinaten haben ihren Nullpunkt im Pol CC (CC = circle
centre; engl. Kreismittelpunkt). Eine Position in einer Ebene ist so
eindeutig festgelegt durch:
Polarkoordinaten-Radius: der Abstand vom Pol CC zur Position
Polarkoordinaten-Winkel: Winkel zwischen der Winkel-
Bezugsachse und der Strecke, die den Pol CC mit der Position
verbindet
Festlegen von Pol und Winkel-Bezugsachse
Den Pol legen Sie durch zwei Koordinaten im rechtwinkligen
Koordinatensystem in einer der drei Ebenen fest. Damit ist auch die
Winkel-Bezugsachse fr den Polarkoordinaten-Winkel PA eindeutig
zugeordnet.
Pol-Koordinaten (Ebene) Winkel-Bezugsachse
X/Y +X
Y/Z +Y
Z/X +Z
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 131
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.1 Grundlagen
Absolute und inkrementale Werkstckpositionen
Absolute Werkstckpositionen
Wenn sich die Koordinaten einer Position auf den
Koordinatennullpunkt (Ursprung) beziehen, werden diese als
absolute Koordinaten bezeichnet. Jede Position auf einem
Werkstck ist durch ihre absoluten Koordinaten eindeutig
festgelegt.
Beispiel 1: Bohrungen mit absoluten Koordinaten:
Bohrung 1 Bohrung 2 Bohrung 3
X = 10 mm X = 30 mm X = 50 mm
Y = 10 mm Y = 20 mm Y = 30 mm
Inkrementale Werkstckpositionen
Inkrementale Koordinaten beziehen sich auf die zuletzt
programmierte Position des Werkzeugs, die als relativer (gedachter)
Nullpunkt dient. Inkrementale Koordinaten geben bei der
Programmerstellung somit das Ma zwischen der letzten und der
darauf folgenden Sollposition an, um die das Werkzeug verfahren
soll. Deshalb wird es auch als Kettenma bezeichnet.
Ein Inkrementalma kennzeichnen Sie durch ein I vor der
Achsbezeichnung.
Beispiel 2: Bohrungen mit inkrementalen Koordinaten
Absolute Koordinaten der Bohrung 4
X = 10 mm
Y = 10 mm
Bohrung 5, bezogen auf 4 Bohrung 6, bezogen auf 5
X = 20 mm X = 20 mm
Y = 10 mm Y = 10 mm
Absolute und inkrementale Polarkoordinaten
Absolute Koordinaten beziehen sich immer auf den Pol und die
Winkelbezugsachse.
Inkrementale Koordinaten beziehen sich immer auf die zuletzt
programmierte Position des Werkzeugs.
132 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Grundlagen 3.1
Bezugspunkt whlen
Eine Werkstckzeichnung gibt ein bestimmtes Formelement des
Werkstcks als absoluten Bezugspunkt (Nullpunkt) vor, meist
eine Werkstckecke. Beim Bezugspunktsetzen richten Sie das
Werkstck zuerst zu den Maschinenachsen aus und bringen das
Werkzeug fr jede Achse in eine bekannte Position zum Werkstck.
Fr diese Position setzen Sie die Anzeige der TNC entweder auf
Null oder einen vorgegebenen Positionswert. Dadurch ordnen Sie
das Werkstck dem Bezugssystem zu, das fr die TNC-Anzeige
oder Ihr Bearbeitungsprogramm gilt.
Gibt die Werkstckzeichnung relative Bezugspunkte vor, so nutzen
Sie einfach die Zyklen zur Koordinatenumrechnung.
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Wenn die Werkstckzeichnung nicht NC-gerecht bemat
ist, dann whlen Sie eine Position oder eine Werkstckecke
als Bezugspunkt, von dem aus sich die Mae der brigen
Werkstckpositionen ermitteln lassen.
Besonders komfortabel setzen Sie Bezugspunkte mit einem 3D-
Tastsystem von HEIDENHAIN.
Weitere Informationen: "Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem ",
Seite 639
Beispiel
Die Werkstckskizze zeigt Bohrungen (1 bis 4), deren Bemaungen
sich auf einen absoluten Bezugspunkt mit den Koordinaten
X=0 Y=0 beziehen. Die Bohrungen (5 bis 7) beziehen sich auf
einen relativen Bezugspunkt mit den absoluten Koordinaten
X=450 Y=750. Mit dem Zyklus NULLPUNKTVERSCHIEBUNG
knnen Sie den Nullpunkt vorbergehend auf die Position X=450,
Y=750 verschieben, um die Bohrungen (5 bis 7) ohne weitere
Berechnungen zu programmieren.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 133
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.2 Programme erffnen und eingeben
3.2 Programme erffnen und eingeben
Aufbau eines NC-Programms im HEIDENHAIN
Klartext
Ein Bearbeitungsprogramm besteht aus einer Reihe von NC-
Stzen. Die Abbildung rechts zeigt die Elemente eines Satzes.
Die TNC nummeriert die Stze eines Bearbeitungsprogramms in
Satz
aufsteigender Reihenfolge.
Der erste Satz eines Programms ist mit BEGIN PGM, dem
Programmnamen und der gltigen Maeinheit gekennzeichnet.
Die darauffolgenden Stze enthalten Informationen ber:
Bahnfunktion Wrter
das Rohteil
Satznummer
Werkzeugaufrufe
Anfahren einer Sicherheitsposition
Vorschbe und Drehzahlen
Bahnbewegungen, Zyklen und weitere Funktionen
Der letzte Satz eines Programms ist mit END PGM, dem
Programmnamen und der gltigen Maeinheit gekennzeichnet.
HEIDENHAIN empfiehlt, dass Sie nach
dem Werkzeugaufruf grundstzlich eine
Sicherheitsposition anfahren, von der aus die TNC
kollisionsfrei zur Bearbeitung positionieren kann!
134 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Programme erffnen und eingeben 3.2
Rohteil definieren: BLK FORM
Direkt nach dem Erffnen eines neuen Programms definieren
Sie ein unbearbeitetes Werkstck. Um das Rohteil nachtrglich
zu definieren, drcken Sie die Taste SPEC FCT, den Softkey
PROGRAMM VORGABEN und anschlieend den Softkey BLK FORM.
Die TNC bentigt die Definition fr die grafischen Simulationen.
Die Rohteildefinition ist nur erforderlich, wenn Sie
das Programm grafisch testen wollen!
Die TNC kann unterschiedliche Rohteilformen darstellen:
Softkey Funktion
Rechteckiges Rohteil definieren
Zylindrisches Rohteil definieren
Rotationssymmetrisches Rohteil mit
beliebiger Form definieren
Rechteckiges Rohteil
Die Seiten des Quaders liegen parallel zu den Achsen X,Y und Z.
Dieses Rohteil ist durch zwei seiner Eckpunkte festgelegt:
MIN-Punkt: kleinste X-, Y- und Z-Koordinate des Quaders;
Absolutwerte eingeben
MAX-Punkt: grte X-, Y- und Z-Koordinate des Quaders;
Absolutwerte oder Inkrementalwerte eingeben
Beispiel: Anzeige der BLK FORM im NC-Programm
0 BEGIN PGM NEU MM Programmanfang, Name, Maeinheit
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40 Spindelachse, MIN-Punkt-Koordinaten
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0 MAX-Punkt-Koordinaten
3 END PGM NEU MM Programmende, Name, Maeinheit
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 135
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.2 Programme erffnen und eingeben
Zylindrisches Rohteil
Das zylindrische Rohteil ist durch die Abmessungen des Zylinders
festgelegt:
X, Y oder Z: Rotationsachse
D, R: Durchmesser oder Radius des Zylinders (mit positivem
Vorzeichen)
L: Lnge des Zylinders (mit positivem Vorzeichen)
DIST: Verschiebung entlang der Rotationsachse
DI, RI: Innendurchmesser oder Innenradius fr Hohlzylinder
Die Parameter DIST und RI oder DI sind optional und
mssen nicht programmiert werden.
Beispiel: Anzeige der BLK FORM CYLINDER im NC-Programm
0 BEGIN PGM NEU MM Programmanfang, Name, Maeinheit
1 BLK FORM CYLINDER Z R50 L105 DIST+5 RI10 Spindelachse, Radius, Lnge, Distanz, Innenradius
2 END PGM NEU MM Programmende, Name, Maeinheit
Rotationssymmetrisches Rohteil mit beliebiger Form
Die Kontur des rotationssymmetrischen Rohteils definieren Sie
in einem Unterprogramm. Dabei verwenden Sie X, Y oder Z als
Rotationsachse.
In der Rohteildefinition verweisen Sie auf die Konturbeschreibung:
DIM_D, DIM_R: Durchmesser oder Radius des
rotationssymmetrischen Rohteils
LBL: Unterprogramm mit der Konturbeschreibung
Die Konturbeschreibung darf negative Werte in der Rotationsachse,
aber nur positive Werte in der Hauptachse enthalten. Die Kontur
muss geschlossen sein, d. h. der Konturbeginn entspricht dem
Konturende.
Wenn sie ein rotationssymmetrisches Rohteil mit inkrementalen
Koordinaten definieren, dann sind die Mae unabhngig von der
Durchmesserprogrammierung.
Die Angabe des Unterprogramms kann mithilfe einer
Nummer, eines Namens oder eines QS-Parameters
erfolgen.
136 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Programme erffnen und eingeben 3.2
Beispiel: Anzeige der BLK FORM ROTATION im NC-Programm
0 BEGIN PGM NEU MM Programmanfang, Name, Maeinheit
1 BLK FORM ROTATION Z DIM_R LBL1 Spindelachse, Interpretationsweise, Unterprogramm-
Nummer
2 M30 Hauptprogramm-Ende
3 LBL 1 Unterprogramm-Anfang
4 L X+0 Z+1 Konturanfang
5 L X+50 Programmieren in positiver Hauptachsrichtung
6 L Z-20
7 L X+70
8 L Z-100
9 L X+0
10 L Z+1 Konturende
11 LBL 0 Unterprogramm-Ende
12 END PGM NEU MM Programmende, Name, Maeinheit
Neues Bearbeitungsprogramm erffnen
Ein Bearbeitungsprogramm geben Sie immer in der Betriebsart
Programmieren ein. Beispiel fr eine Programm-Erffnung:
Betriebsart: Taste Programmieren drcken
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Whlen Sie das Verzeichnis, in dem Sie das neue Programm
speichern wollen:
DATEI-NAME = NEU.H
Neuen Programm-Namen eingeben, mit Taste ENT
besttigen
Maeinheit whlen: Softkey MM oder INCH
drcken. Die TNC wechselt ins Programm-Fenster
und erffnet den Dialog zur Definition der BLK-
FORM (Rohteil)
Rechteckiges Rohteil whlen: Softkey fr
rechteckige Rohteilform drcken
BEARBEITUNGSEBENE IN GRAFIK: XY
Z Spindelachse eingeben, z. B. Z
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 137
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.2 Programme erffnen und eingeben
ROHTEIL-DEFINITION: MINIMUM
Nacheinander X-, Y- und Z-Koordinaten des MIN-
Punktes eingeben und jeweils mit Taste ENT
besttigen
ROHTEIL-DEFINITION: MAXIMUM
Nacheinander X-, Y- und Z-Koordinaten des MAX-
Punktes eingeben und jeweils mit Taste ENT
besttigen
Beispiel: Anzeige der BLK-Form im NC-Programm
0 BEGIN PGM NEU MM Programm-Anfang, Name, Maeinheit
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40 Spindelachse, MIN-Punkt-Koordinaten
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0 MAX-Punkt-Koordinaten
3 END PGM NEU MM Programm-Ende, Name, Maeinheit
Die TNC erzeugt die Satz-Nummern sowie den BEGIN- und END-
Satz automatisch.
Wenn Sie keine Rohteil-Definition programmieren
wollen, brechen Sie den Dialog bei
Bearbeitungsebene in Grafik: XY mit der Taste DEL
ab!
138 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Programme erffnen und eingeben 3.2
Werkzeugbewegungen im Klartext programmieren
Um einen Satz zu programmieren, beginnen Sie mit einer
Dialogtaste. In der Kopfzeile des Bildschirms erfragt die TNC alle
erforderlichen Daten.
Beispiel fr einen Positioniersatz
Satz zu erffnen
KOORDINATEN?
10 (Zielkoordinate fr X-Achse eingeben)
Y 20 (Zielkoordinate fr Y-Achse eingeben)
mit Taste ENT zur nchsten Frage
RADIUSKORR.: RL/RR/KEINE KORR.:?
Keine Radiuskorrektur eingeben, mit Taste
ENT zur nchsten Frage
VORSCHUB F=? / F MAX = ENT
100 (Vorschub fr diese Bahnbewegung 100 mm/min eingeben)
mit Taste ENT zur nchsten Frage
ZUSATZ-FUNKTION M?
3 (Zusatzfunktion M3 Spindel ein) eingeben.
Mit Taste END beendet die TNC diesen Dialog.
Das Programmfenster zeigt die Zeile:
3 L X+10 Y+5 R0 F100 M3
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 139
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.2 Programme erffnen und eingeben
Mgliche Vorschubeingaben
Softkey Funktionen zur Vorschubfestlegung
Im Eilgang verfahren, satzweise wirksam.
Ausnahme: Wenn vor APPR-Satz definiert,
dann wirkt FMAX auch zum Anfahren des
Hilfspunktes
Weitere Informationen: "Wichtige Positionen
beim Anfahren und Wegfahren", Seite 259
Mit automatisch berechnetem Vorschub aus
dem TOOL CALL-Satz verfahren
Mit programmiertem Vorschub (Einheit
mm/min oder 1/10 inch/min) verfahren. Bei
Drehachsen interpretiert die TNC den Vorschub
in Grad/min, unabhngig davon, ob das
Programm in mm oder inch geschrieben ist
Umdrehungsvorschub definieren (Einheit
mm/1oder inch/1). Achtung: in Inch-
Programmen FU nicht mit M136 kombinierbar
Zahnvorschub definieren (Einheit mm/Zahn
oder inch/Zahn). Anzahl der Zhne muss in der
Werkzeugtabelle in der Spalte CUT definiert
sein
Taste Funktionen zur Dialogfhrung
NO
ENT
Dialogfrage bergehen
Dialog vorzeitig beenden
Dialog abbrechen und lschen
140 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Programme erffnen und eingeben 3.2
Ist-Positionen bernehmen
Die TNC ermglicht die aktuelle Position des Werkzeugs in das
Programm zu bernehmen, z. B. wenn Sie
Verfahrstze programmieren
Zyklen programmieren
Um die richtigen Positionswerte zu bernehmen, gehen Sie wie
folgt vor:
Eingabefeld an die Stelle in einem Satz positionieren, an der Sie
eine Position bernehmen wollen
Funktion Ist-Position bernehmen whlen: Die
TNC zeigt in der Softkey-Leiste die Achsen an,
deren Positionen Sie bernehmen knnen
Achse whlen: Die TNC schreibt die aktuelle
Position der gewhlten Achse in das aktive
Eingabefeld
Die TNC bernimmt in der Bearbeitungsebene
immer die Koordinaten des Werkzeugmittelpunkts,
auch wenn die Werkzeugradiuskorrektur aktiv ist.
Die TNC bernimmt in der Werkzeugachse immer
die Koordinate der Werkzeugspitze, bercksichtigt
also immer die aktive Werkzeuglngenkorrektur.
Die TNC lsst die Softkey-Leiste zur Achsauswahl
so lange aktiv, bis Sie diese durch erneutes Drcken
der Taste Ist-Position bernehmen wieder
ausschalten. Dieses Verhalten gilt auch dann,
wenn Sie den aktuellen Satz speichern und per
Bahnfunktionstaste einen neuen Satz erffnen.
Wenn Sie ein Satzelement whlen, in dem Sie per
Softkey eine Eingabealternative whlen mssen
(z. B. die Radiuskorrektur), dann schliet die TNC die
Softkey-Leiste zur Achsauswahl ebenfalls.
Die Funktion Ist-Position bernehmen ist nicht
erlaubt, wenn die Funktion Bearbeitungsebene
schwenken aktiv ist.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 141
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.2 Programme erffnen und eingeben
Programm editieren
Sie knnen ein Programm nur dann editieren, wenn
es nicht gerade in einer Maschinen-Betriebsart von
der TNC abgearbeitet wird.
Whrend Sie ein Bearbeitungsprogramm erstellen oder verndern,
knnen Sie mit den Pfeiltasten oder mit den Softkeys jede Zeile im
Programm und einzelne Wrter eines Satzes whlen:
Softkey / Funktion
Taste
Position des aktuellen Satzes im Bildschirm
verndern. Damit knnen Sie mehr NC-Stze
anzeigen lassen, die vor dem aktuellen Satz
programmiert sind
Position des aktuellen Satzes im Bildschirm
verndern. Damit knnen Sie mehr NC-Stze
anzeigen lassen, die hinter dem aktuellen Satz
programmiert sind
Von Satz zu Satz springen
Einzelne Wrter im Satz whlen
Bestimmten Satz whlen: Taste GOTO drcken,
gewnschte Satznummer eingeben, mit Taste
ENT besttigen.
Oder: Taste GOTO drcken,
Satznummernschritt eingeben und die Anzahl
der eingegebenen Zeilen durch Druck auf
Softkey N ZEILEN nach oben oder unten
berspringen
142 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Programme erffnen und eingeben 3.2
Softkey / Funktion
Taste
Wert eines gewhlten Worts auf Null setzen
Falschen Wert lschen
Lschbare Fehlermeldung lschen
NO
ENT
Gewhltes Wort lschen
Gewhlten Satz lschen
Zyklen und Programmteile lschen
Satz einfgen, den Sie zuletzt editiert oder
gelscht haben
Stze an beliebiger Stelle einfgen
Whlen Sie den Satz, hinter dem Sie einen neuen Satz einfgen
wollen und erffnen Sie den Dialog
nderungen speichern
Standardmig speichert die Steuerung nderungen automatisch,
wenn Sie einen Betriebsartenwechsel ausfhren oder die
Dateiverwaltung whlen. Wenn Sie nderungen am Programm
gezielt speichern wollen, gehen Sie wie folgt vor:
Softkey-Leiste mit den Funktionen zum Speichern whlen
Softkey SPEICHERN drcken, die TNC speichert
alle nderungen, die Sie seit dem letzten
Speichern gettigt haben
Programm in einer neuen Datei speichern
Sie knnen den Inhalt des momentan gewhlten Programms unter
einem anderen Programmnamen speichern. Gehen Sie dabei wie
folgt vor:
Softkey-Leiste mit den Funktionen zum Speichern whlen
Softkey SPEICHERN UNTER drcken, die TNC
blendet ein Fenster ein, in dem Sie das Verzeichnis
und den neuen Dateinamen eingeben knnen
Mit Softkey WECHSELN ggf. Zielordner whlen
Dateinamen eingeben
Mit Softkey OK oder Taste ENT besttigen bzw.
Vorgang mit Softkey ABBRECHEN beenden
Die mit SPEICHERN UNTER gespeicherte Datei
finden Sie in der Dateiverwaltung auch unter LETZTE
DATEIEN.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 143
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.2 Programme erffnen und eingeben
nderungen rckgngig machen
Sie knnen alle nderungen rckgngig machen, die Sie seit dem
letzten Speichern durchgefhrt haben. Gehen Sie dabei wie folgt
vor:
Softkey-Leiste mit den Funktionen zum Speichern whlen
Softkey NDERUNG AUFHEBEN drcken, die TNC
blendet ein Fenster ein, in dem Sie den Vorgang
besttigen oder abbrechen knnen
nderungen mit Softkey JA oder Taste ENT
verwerfen bzw. Vorgang mit Softkey NEIN
abbrechen
Wrter ndern und einfgen
Whlen Sie in einem Satz ein Wort und berschreiben Sie es
mit dem neuen Wert. Whrend Sie das Wort gewhlt haben,
steht der Dialog zur Verfgung
nderung abschlieen: Taste END drcken
Wenn Sie ein Wort einfgen wollen, drcken Sie die Pfeiltasten
(nach rechts oder links), bis der gewnschte Dialog erscheint und
geben den gewnschten Wert ein.
Gleiche Wrter in verschiedenen Stzen suchen
Ein Wort in einem Satz whlen: Pfeiltaste so oft
drcken, bis gewnschtes Wort markiert ist
Satz mit Pfeiltasten whlen
Pfeil nach unten: vorwrts suchen
Pfeil nach oben: rckwrts suchen
Die Markierung befindet sich im neu gewhlten Satz auf dem
gleichen Wort wie im zuerst gewhlten Satz.
Wenn Sie in sehr langen Programmen die Suche
gestartet haben, blendet die TNC ein Symbol mit der
Fortschrittsanzeige ein. Zustzlich knnen Sie dann
per Softkey die Suche abbrechen.
144 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Programme erffnen und eingeben 3.2
Programmteile markieren, kopieren, ausschneiden und
einfgen
Um Programmteile innerhalb eines NC-Programms oder in ein
anderes NC-Programm zu kopieren, stellt die TNC folgende
Funktionen zur Verfgung:
Softkey Funktion
Markierungsfunktion einschalten
Markierungsfunktion ausschalten
Markierten Block ausschneiden
Im Speicher befindlichen Block einfgen
Markierten Block kopieren
Um Programmteile zu kopieren, gehen Sie wie folgt vor:
Softkey-Leiste mit Markierungsfunktionen whlen
Ersten Satz des zu kopierenden Programmteils whlen
Ersten Satz markieren: Softkey BLOCK MARKIEREN drcken.
Die TNC hinterlegt den Satz farbig und blendet den Softkey
MARKIEREN ABBRECHEN ein
Bewegen Sie den Cursor auf den letzten Satz des
Programmteils den Sie kopieren oder ausschneiden wollen. Die
TNC stellt alle markierten Stze in einer anderen Farbe dar. Sie
knnen die Markierungsfunktion jederzeit beenden, indem Sie
den Softkey MARKIEREN ABBRECHEN drcken
Markierten Programmteil kopieren: Softkey BLOCK
KOPIERENdrcken, markierten Programmteil ausschneiden:
Softkey BLOCK AUSSCHNEIDEN drcken. Die TNC speichert den
markierten Block
Whlen Sie mit den Pfeiltasten den Satz, hinter dem Sie den
kopierten (ausgeschnittenen) Programmteil einfgen wollen
Um den kopierten Programmteil in einem
anderen Programm einzufgen, whlen Sie das
entsprechende Programm ber die Dateiverwaltung
und markieren dort den Satz, hinter dem Sie
einfgen wollen.
Gespeicherten Programmteil einfgen: Softkey BLOCK
EINFGEN drcken
Markierungsfunktion beenden: Softkey MARKIEREN ABBRECHEN
drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 145
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.2 Programme erffnen und eingeben
Die Suchfunktion der TNC
Mit der Suchfunktion der TNC knnen Sie beliebige Texte innerhalb
eines Programms suchen und bei Bedarf auch durch einen neuen
Text ersetzen.
Nach beliebigen Texten suchen
Suchfunktion whlen: Die TNC blendet das
Suchfenster ein und zeigt in der Softkey-Leiste die
zur Verfgung stehenden Suchfunktionen an
Zu suchenden Text eingeben, z. B.: TOOL
Vorwrtssuche oder Rckwrtssuche whlen
Suchvorgang starten: Die TNC springt auf
den nchsten Satz, in dem der gesuchte Text
gespeichert ist
Suchvorgang wiederholen: Die TNC springt auf
den nchsten Satz, in dem der gesuchte Text
gespeichert ist
Suchfunktion beenden: Softkey Ende drcken
146 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Programme erffnen und eingeben 3.2
Suchen und Ersetzen von beliebigen Texten
Die Funktion Suchen und Ersetzen ist nicht mglich,
wenn
ein Programm geschtzt ist
das Programm von der TNC gerade abgearbeitet
wird
Bei der Funktion ALLE ERSETZEN darauf achten,
dass Sie nicht versehentlich Textteile ersetzen, die
eigentlich unverndert bleiben sollen. Ersetzte Texte
sind unwiederbringlich verloren.
Satz whlen, in dem das zu suchende Wort gespeichert ist
Suchfunktion whlen: Die TNC blendet das
Suchfenster ein und zeigt in der Softkey-Leiste die
zur Verfgung stehenden Suchfunktionen an
Softkey AKTUELLES WORT drcken: Die TNC
bernimmt das erste Wort des aktuellen Satzes.
Ggf. den Softkey erneut drcken, um das
gewnschte Wort zu bernehmen
Suchvorgang starten: Die TNC springt auf den
nchsten gesuchten Text
Um den Text zu ersetzen und anschlieend
die nchste Fundstelle anzuspringen: Softkey
ERSETZEN drcken oder um alle gefundenen
Textstellen zu ersetzen: Softkey ALLE ERSETZEN
drcken, oder um den Text nicht zu ersetzen und
die nchste Fundstelle anzuspringen: Softkey
SUCHEN drcken
Suchfunktion beenden: Softkey Ende drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 147
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.3 Dateiverwaltung: Grundlagen
3.3 Dateiverwaltung: Grundlagen
Dateien
Dateien in der TNC Typ
Programme
im HEIDENHAIN-Format .H
im DIN/ISO-Format .I
Kompatible Programme
HEIDENHAIN-Unit-Programme .HU
HEIDENHAIN-Kontur-Programme .HC
Tabellen fr
Werkzeuge .T
Werkzeugwechsler .TCH
Nullpunkte .D
Punkte .PNT
Bezugspunkte .PR
Tastsysteme .TP
Backup-Dateien .BAK
Abhngige Daten (z. B. Gliederungspunkte) .DEP
Frei definierbare Tabellen .TAB
Paletten .P
Drehwerkzeuge .TRN
Werkzeugkorrektur .3DTC
Texte als
ASCII-Dateien .A
Protokolldateien .TXT
Hilfedateien .CHM
CAD-Daten als
ASCII-Dateien .DXF
.IGES
.STEP
Wenn Sie ein Bearbeitungsprogramm in die TNC eingeben, geben
Sie diesem Programm zuerst einen Namen. Die TNC speichert
das Programm auf dem internen Speicher als eine Datei mit dem
gleichen Namen ab. Auch Texte und Tabellen speichert die TNC als
Dateien.
Damit Sie die Dateien schnell auffinden und verwalten knnen,
verfgt die TNC ber ein spezielles Fenster zur Dateiverwaltung.
Hier knnen Sie die verschiedenen Dateien aufrufen, kopieren,
umbenennen und lschen.
Sie knnen mit der TNC nahezu beliebig viele Dateien verwalten.
Der zur Verfgung stehende Speicherplatz betrgt mindestens
21 GByte. Ein einzelnes NC-Programm darf max. 2 GByte gro
sein.
Je nach Einstellung erzeugt die TNC nach dem
Editieren und Abspeichern von NC-Programmen
eine Backup-Datei *.bak. Dies kann den Ihnen zur
Verfgung stehenden Speicherplatz beeintrchtigen.
148 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Dateiverwaltung: Grundlagen 3.3
Namen von Dateien
Bei Programmen, Tabellen und Texten hngt die TNC noch eine
Endung an, die vom Dateinamen durch einen Punkt getrennt ist.
Diese Endung kennzeichnet den Dateityp.
Dateiname Dateityp
PROG20 .H
Dateinamen auf der TNC unterliegen folgender Norm: The Open
Group Base Specifications Issue 6 IEEE Std 1003.1, 2004 Edition
(Posix-Standard). Demnach drfen Dateinamen folgende Zeichen
enthalten:
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZabcdefg
hijklmnopqrstuvwxyz0123456789._-
Alle anderen Zeichen sollten Sie in Dateinamen nicht verwenden,
um Probleme bei der Datenbertragung zu vermeiden.
Tabellennamen mssen mit einem Buchstaben beginnen.
Die maximal erlaubte Pfadlnge ist 255 Zeichen. Alle
Zeichen von Laufwerk, Verzeichnis und Dateiname
inklusive Erweiterung, drfen 255 Zeichen nicht
berschreiten.
Weitere Informationen: "Pfade", Seite 151
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 149
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.3 Dateiverwaltung: Grundlagen
Extern erstellte Dateien auf der TNC anzeigen
Auf der TNC sind einige Zusatztools installiert, mit denen Sie die in
der folgenden Tabelle dargestellten Dateien anzeigen und teilweise
auch bearbeiten knnen.
Dateiarten Typ
PDF-Dateien pdf
Excel-Tabellen xls
csv
Internet-Dateien html
Text-Dateien txt
ini
Grafik-Dateien bmp
gif
jpg
png
Weitere Informationen: "Zusatz-Tools zur Verwaltung externer
Dateitypen", Seite 164
Datensicherung
HEIDENHAIN empfiehlt, die auf der TNC neu erstellten Programme
und Dateien in regelmigen Abstnden auf einem PC zu sichern.
Mit der kostenlosen Datenbertragungssoftware TNCremo stellt
HEIDENHAIN eine einfache Mglichkeit zur Verfgung, Backups
von auf der TNC gespeicherten Daten zu erstellen.
Sie knnen die Dateien auch direkt von der Steuerung aus sichern.
Weitere Informationen: "Backup und Restore", Seite 110
Weiterhin bentigen Sie einen Datentrger, auf dem
alle maschinenspezifischen Daten (PLC-Programm,
Maschinenparameter usw.) gesichert sind. Wenden Sie sich hierzu
ggf. an Ihren Maschinenhersteller.
Falls Sie alle auf dem internen Speicher befindlichen
Dateien sichern wollen, nimmt dies mehrere Stunden
in Anspruch. Verlagern Sie den Sicherungsvorgang
ggf. in die Nachtstunden.
Lschen Sie von Zeit zu Zeit nicht mehr bentigte
Dateien, damit die TNC fr Systemdateien (z. B.
Werkzeugtabelle) immer gengend freien Speicher
zur Verfgung hat.
Bei Festplatten ist, abhngig von den
Betriebsbedingungen (z. B. Vibrationsbelastung),
nach einer Dauer von 3 bis 5 Jahren mit einer
erhhten Ausfallrate zu rechnen. HEIDENHAIN
empfiehlt daher die Festplatte nach 3 bis 5 Jahren
prfen zu lassen.
150 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Verzeichnisse
Da Sie auf dem internen Speicher sehr viele Programme und
Dateien speichern knnen, legen Sie die einzelnen Dateien in
Verzeichnissen (Ordnern) ab, um den berblick zu wahren. In
diesen Verzeichnissen knnen Sie weitere Verzeichnisse einrichten,
sogenannte Unterverzeichnisse. Mit der Taste -/+ oder ENT knnen
Sie Unterverzeichnisse einblenden oder ausblenden.
Pfade
Ein Pfad gibt das Laufwerk und smtliche Verzeichnisse bzw.
Unterverzeichnisse an, in denen eine Datei gespeichert ist. Die
einzelnen Angaben werden mit \ getrennt.
Die maximal erlaubte Pfadlnge ist 255 Zeichen. Alle
Zeichen von Laufwerk, Verzeichnis und Dateiname
inklusive Erweiterung, drfen 255 Zeichen nicht
berschreiten.
Beispiel
Auf dem Laufwerk TNC wurde das Verzeichnis AUFTR1 angelegt.
Danach wurde im Verzeichnis AUFTR1 noch das Unterverzeichnis
NCPROG angelegt und dort das Bearbeitungsprogramm PROG1.H
hineinkopiert. Das Bearbeitungsprogramm hat damit den Pfad:
TNC:\AUFTR1\NCPROG\PROG1.H
Die Grafik rechts zeigt ein Beispiel fr eine Verzeichnisanzeige mit
verschiedenen Pfaden.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 151
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
bersicht: Funktionen der Dateiverwaltung
Softkey Funktion Seite
Einzelne Datei kopieren 156
Bestimmten Dateityp 154
anzeigen
Neue Datei anlegen 156
Die letzten 10 gewhlten 159
Dateien anzeigen
Datei lschen 160
Datei markieren 161
Datei umbenennen 162
Datei gegen Lschen und 163
ndern schtzen
Datei-Schutz aufheben 163
Werkzeugtabelle einer iTNC 220
530 importieren
Tabellenformat anpassen 485
Netzlaufwerke verwalten 175
Editor whlen 163
Dateien nach Eigenschaften 162
sortieren
Verzeichnis kopieren 159
Verzeichnis mit allen
Unterverzeichnissen lschen
Verzeichnis aktualisieren
Verzeichnis umbenennen
Neues Verzeichnis erstellen
152 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Dateiverwaltung aufrufen
Taste PGM MGT drcken: Die TNC zeigt das
Fenster zur Dateiverwaltung (die Abbildung zeigt
die Grundeinstellung. Wenn die TNC eine andere
Bildschirmaufteilung anzeigt, drcken Sie den
Softkey FENSTER)
Das linke, schmale Fenster zeigt die vorhandenen Laufwerke und
Verzeichnisse an. Laufwerke bezeichnen Gerte, mit denen Daten
gespeichert oder bertragen werden. Ein Laufwerk ist der interne
Speicher der TNC. Weitere Laufwerke sind die Schnittstellen
(RS232, Ethernet), an die Sie z. B. einen PC anschlieen knnen.
Ein Verzeichnis ist immer durch ein Ordnersymbol (links) und den
Verzeichnisnamen (rechts) gekennzeichnet. Unterverzeichnisse sind
nach rechts eingerckt. Wenn Unterverzeichnisse vorhanden sind,
knnen Sie diese mit der Taste -/+ einblenden oder ausblenden.
Wenn der Verzeichnisbaum lnger ist als der Bildschirm, knnen
Sie mithilfe des Scrollbalkens oder einer angeschlossenen Maus
navigieren.
Das rechte, breite Fenster zeigt alle Dateien an, die in dem
gewhlten Verzeichnis gespeichert sind. Zu jeder Datei werden
mehrere Informationen gezeigt, die in der Tabelle unten
aufgeschlsselt sind.
Anzeige Bedeutung
Datei-Name Dateiname und Dateityp
Byte Dateigre in Byte
Status Eigenschaft der Datei:
E Programm ist in der Betriebsart
Programmierenangewhlt
S Programm ist in der Betriebsart
Programm-Testangewhlt
M Programm ist in einer Programmlauf-
Betriebsart angewhlt
+ Programm besitzt nicht angezeigte
abhngige Dateien mit der Endung
DEP, z. B. bei Verwendung der
Werkzeugeinsatzprfung
Datei ist gegen Lschen und ndern
geschtzt
Datei ist gegen Lschen und ndern
geschtzt, weil es gerade abgearbeitet
wird
Datum Datum, an der die Datei das letzte Mal
gendert wurde
Zeit Uhrzeit, an der die Datei das letzte Mal
gendert wurde
Zum Anzeigen der abhngigen Dateien setzen
Sie den Maschinenparameter dependentFiles
(Nr. 122101) auf MANUAL.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 153
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Laufwerke, Verzeichnisse und Dateien whlen
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Navigieren Sie mit einer angeschlossenen Maus oder drcken
Sie die Pfeiltasten oder die Softkeys, um den Cursor an die
gewnschte Stelle auf dem Bildschirm zu bewegen:
Bewegt den Cursor vom rechten ins linke Fenster
und umgekehrt
Bewegt den Cursor in einem Fenster auf und ab
Bewegt den Cursor in einem Fenster seitenweise
auf und ab
Schritt 1: Laufwerk whlen
Laufwerk im linken Fenster markieren
Laufwerk whlen: Softkey WHLEN drcken oder
Taste ENT drcken
154 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Schritt 2: Verzeichnis whlen
Verzeichnis im linken Fenster markieren: Das rechte Fenster
zeigt automatisch alle Dateien aus dem Verzeichnis an, das
markiert (hell hinterlegt) ist
Schritt 3: Datei whlen
Softkey TYP WHLEN drcken
Softkey des gewnschten Dateityps drcken oder
alle Dateien anzeigen: Softkey ALLE ANZ. drcken
oder
Wildcards benutzen, z. B. 4*.h: Alle Dateien mit
Dateityp .h anzeigen, die mit 4 beginnen
Datei im rechten Fenster markieren
Softkey WHLEN drcken oder
Taste ENT drcken
Die TNC aktiviert die gewhlte Datei in der Betriebsart, aus der Sie
die Dateiverwaltung aufgerufen haben.
Wenn Sie in der Dateiverwaltung den
Anfangsbuchstaben der gesuchten Datei eingeben,
springt der Cursor automatisch auf das erste
Programm mit entsprechendem Buchstaben.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 155
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Neues Verzeichnis erstellen
Verzeichnis im linken Fenster markieren, in dem Sie ein
Unterverzeichnis erstellen wollen
Softkey NEUES VERZEICHN. drcken
Verzeichnisnamen eingeben
Taste ENT drcken
Softkey OK drcken zum Besttigen oder
Softkey ABBRUCH drcken zum Abbrechen
Neue Datei erstellen
Verzeichnis im linken Fenster whlen, in dem Sie die neue Datei
erstellen wollen
Cursor im rechten Fenster positionieren
Softkey NEUE DATEI drcken
Dateinamen mit Endung eingeben
Taste ENT drcken
Einzelne Datei kopieren
Bewegen Sie den Cursor auf die Datei, die kopiert werden soll
Softkey KOPIEREN drcken: Kopierfunktion
whlen. Die TNC ffnet ein berblendfenster
Datei in das aktuelle Verzeichnis kopieren
Namen der Zieldatei eingeben
Taste ENT oder Softkey OK drcken: Die TNC
kopiert die Datei ins aktuelle Verzeichnis. Die
ursprngliche Datei bleibt erhalten.
Datei in ein anderes Verzeichnis kopieren
Drcken Sie den Softkey ZIELVERZEICHNIS, um
in einem berblendfenster das Zielverzeichnis zu
whlen
Taste ENT oder Softkey OK drcken: Die TNC
kopiert die Datei mit dem gleichen Namen ins
gewhlte Verzeichnis. Die ursprngliche Datei
bleibt erhalten.
Wenn Sie den Kopiervorgang mit der Taste ENT oder
dem Softkey OK gestartet haben, zeigt die TNC eine
Fortschrittsanzeige.
156 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Dateien in ein anderes Verzeichnis kopieren
Bildschirmaufteilung mit gleich groen Fenstern whlen
Rechtes Fenster
Softkey ZEIGE BAUM drcken
Cursor auf das Verzeichnis bewegen, in das Sie die Dateien
kopieren mchten und mit Taste ENT Dateien in diesem
Verzeichnis anzeigen
Linkes Fenster
Softkey ZEIGE BAUM drcken
Verzeichnis mit den Dateien whlen, die Sie kopieren mchten
und mit Softkey ZEIGE DATEIEN Dateien anzeigen
Softkey Markieren drcken: Funktionen zum
Markieren der Dateien anzeigen
Softkey Datei Markieren drcken: Cursor auf die
Datei bewegen, die Sie kopieren mchten und
markieren. Falls gewnscht, markieren Sie weitere
Dateien auf die gleiche Weise
Softkey Kopieren drcken: Die markierten Dateien
in das Zielverzeichnis kopieren
Weitere Informationen: "Dateien markieren", Seite 161
Wenn Sie sowohl im linken als auch im rechten Fenster Dateien
markiert haben, kopiert die TNC von dem Verzeichnis aus, in dem
der Cursor steht.
Dateien berschreiben
Wenn Sie Dateien in ein Verzeichnis kopieren, in dem sich Dateien
mit gleichem Namen befinden, dann fragt die TNC, ob die Dateien
im Zielverzeichnis berschrieben werden drfen:
Alle Dateien berschreiben (Feld Bestehende Dateien gewhlt):
Softkey OK drcken oder
Keine Datei berschreiben: Softkey ABBRUCH drcken
Wenn Sie eine geschtzte Datei berschreiben wollen, Feld
Geschtzte Dateien whlen oder den Vorgang abbrechen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 157
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Tabelle kopieren
Zeilen in eine Tabelle importieren
Wenn Sie eine Tabelle in eine bestehende Tabelle kopieren,
knnen Sie mit dem Softkey FELDER ERSETZEN einzelne Zeilen
berschreiben. Voraussetzungen:
die Zieltabelle muss existieren
die zu kopierende Datei darf nur die zu ersetzenden Zeilen
enthalten
der Dateityp der Tabellen muss identisch sein
Mit der Funktion FELDER ERSETZEN werden Zeilen
in der Zieltabelle berschrieben. Legen Sie eine
Sicherheitskopie der originalen Tabelle an, um
Datenverlust zu vermeiden.
Beispiel
Sie haben auf einem Voreinstellgert die Werkzeuglnge und
den Werkzeugradius von 10 neuen Werkzeugen vermessen.
Anschlieend erzeugt das Voreinstellgert die Werkzeugtabelle
TOOL_Import.T mit 10 Zeilen, also 10 Werkzeugen.
Kopieren Sie diese Tabelle von dem externen Datentrger in ein
beliebiges Verzeichnis
Kopieren Sie die extern erstellte Tabelle mit der Dateiverwaltung
der TNC in die bestehende Tabelle TOOL.T: Die TNC fragt, ob
die bestehende Werkzeugtabelle TOOL.T berschrieben werden
soll:
Drcken Sie den Softkey FELDER ERSETZEN, dann berschreibt
die TNC die aktuelle Datei TOOL.T vollstndig. Nach dem
Kopiervorgang besteht TOOL.T also aus 10 Zeilen
Oder drcken Sie den Softkey FELDER ERSETZEN, dann
berschreibt die TNC in der Datei TOOL.T die 10 Zeilen. Die
Daten der restlichen Zeilen werden von der TNC nicht verndert
Zeilen aus einer Tabelle extrahieren
In Tabellen knnen Sie eine oder mehrere Zeilen markieren und in
einer separaten Tabelle speichern.
ffnen Sie die Tabelle aus der Sie Zeilen kopieren mchten
Whlen Sie mit den Pfeiltasten die erste zu kopierende Zeile
Drcken Sie den Softkey ZUSTZL. FUNKT.
Drcken Sie den Softkey MARKIEREN
Markieren Sie ggf. weitere Zeilen
Drcken Sie den Softkey SPEICHERN UNTER
Geben Sie einen Tabellennamen ein, in dem die selektierten
Zeilen gespeichert werden sollen
158 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Verzeichnis kopieren
Bewegen Sie den Cursor im rechten Fenster auf das
Verzeichnis, das Sie kopieren wollen
Drcken Sie den Softkey KOPIEREN: Die TNC blendet das
Fenster zur Auswahl des Zielverzeichnisses ein
Zielverzeichnis whlen und mit der Taste ENT oder Softkey OK
besttigen: Die TNC kopiert das gewhlte Verzeichnis inklusive
Unterverzeichnisse in das gewhlte Zielverzeichnis
Eine der zuletzt gewhlten Dateien whlen
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Die letzten zehn gewhlten Dateien anzeigen:
Softkey LETZTE DATEIEN drcken
Drcken Sie die Pfeiltasten, um den Cursor auf die Datei zu
bewegen, die Sie whlen wollen:
Bewegt den Cursor in einem Fenster auf und ab
Datei whlen: Softkey OK drcken oder
Taste ENT drcken
Mit dem Softkey AKTUELLEN WERT KOPIEREN
knnen Sie den Pfad einer markierten Datei
kopieren. Den kopierten Pfad knnen Sie spter
wiederverwenden, z. B. bei einem Programmaufruf
mithilfe der Taste PGM CALL.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 159
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Datei lschen
Achtung, Datenverlust mglich!
Das Lschen von Dateien knnen Sie nicht mehr
rckgngig machen!
Bewegen Sie den Cursor auf die Datei, die lschen mchten
Lschfunktion whlen: Softkey LSCHEN drcken.
Die TNC fragt, ob die Datei gelscht werden soll
Lschen besttigen: Softkey OK drcken oder
Lschen abbrechen: Softkey ABBRUCH drcken
Verzeichnis lschen
Achtung, Datenverlust mglich!
Das Lschen von Dateien knnen Sie nicht mehr
rckgngig machen!
Bewegen Sie den Cursor auf das Verzeichnis, das Sie lschen
mchten
Lschfunktion whlen: Softkey LSCHEN drcken.
Die TNC fragt, ob das Verzeichnis mit allen
Unterverzeichnissen und Dateien tatschlich
gelscht werden soll
Lschen besttigen: Softkey OK drcken oder
Lschen abbrechen: Softkey ABBRUCH drcken
160 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Dateien markieren
Softkey Markierungsfunktion
Einzelne Datei markieren
Alle Dateien im Verzeichnis markieren
Markierung fr einzelne Datei aufheben
Markierung fr alle Dateien aufheben
Alle markierten Dateien kopieren
Funktionen, wie das Kopieren oder Lschen von Dateien, knnen
Sie sowohl auf einzelne als auch auf mehrere Dateien gleichzeitig
anwenden. Mehrere Dateien markieren Sie wie folgt:
Cursor auf erste Datei bewegen
Markierungsfunktionen anzeigen: Softkey
MARKIEREN drcken
Datei markieren: Softkey DATEI MARKIEREN
drcken
Cursor auf weitere Datei bewegen
Weitere Datei markieren: Softkey DATEI
MARKIEREN drcken, usw.
Markierte Dateien kopieren: Softkey KOPIEREN
drcken, oder
Markierte Dateien lschen: aktive Softkey-Leiste
verlassen
Softkey LSCHEN drcken, um markierte Dateien
zu lschen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 161
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Datei umbenennen
Bewegen Sie den Cursor auf die Datei, die Sie umbenennen
mchten
Funktion zum Umbenennen whlen: Softkey
UMBENENNEN drcken
Neuen Dateinamen eingeben; der Dateityp kann
nicht gendert werden
Umbenennen ausfhren: Softkey OK oder Taste
ENT drcken
Dateien sortieren
Whlen Sie den Ordner, in dem Sie die Dateien sortieren
mchten
Softkey SORTIEREN drcken
Softkey mit entsprechendem
Darstellungskriterium whlen
162 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Zustzliche Funktionen
Datei schtzen/Dateischutz aufheben
Bewegen Sie den Cursor auf die Datei, die Sie schtzen
mchten
Zustzliche Funktionen whlen: Softkey ZUSTZL.
FUNKT. drcken
Dateischutz aktivieren: Softkey SCHTZEN
drcken, die Datei erhlt das Protect-Symbol
Dateischutz aufheben: Softkey UNGESCH. drcken
Editor whlen
Bewegen Sie den Cursor im rechten Fenster auf die Datei, die
Sie ffnen mchten
Zustzliche Funktionen whlen: Softkey ZUSTZL.
FUNKT. drcken
Auswahl des Editors, mit dem die gewhlte Datei
geffnet werden soll: Softkey EDITOR WHLEN
drcken
Gewnschten Editor markieren
Softkey OK drcken, um Datei zu ffnen
USB-Gert anbinden/entfernen
Bewegen Sie den Cursor ins linke Fenster
Zustzliche Funktionen whlen: Softkey ZUSTZL.
FUNKT. drcken
Softkey-Leiste umschalten
Nach USB-Gert suchen
Um das USB-Gert zu entfernen: Bewegen Sie
den Cursor im Verzeichnisbaum auf das USB-Gert
USB-Gert entfernen
Weitere Informationen: "USB-Gerte an der TNC", Seite 176
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 163
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Zusatz-Tools zur Verwaltung externer Dateitypen
Mit Zusatz-Tools knnen Sie verschiedene, extern erstellte
Dateitypen auf der TNC anzeigen oder bearbeiten.
Dateiarten Beschreibung
PDF-Dateien (pdf) Seite 165
Excel-Tabellen (xls, csv) Seite 166
Internetdateien (htm, html) Seite 167
ZIP-Archive (zip) Seite 168
Textdateien (ASCII-Dateien, z. B. txt, ini) Seite 169
Videodateien Seite 169
Grafikdateien (bmp, gif, jpg, png) Seite 170
Wenn Sie die Dateien vom PC aus mit TNCremo
auf die Steuerung bertragen, dann mssen Sie die
Dateinamenserweiterungen pdf, xls, zip, bmp gif,
jpg und png in die Liste der binr zu bertragenden
Dateitypen eingetragen haben (Menpunkt >Extras
>Konfiguration >Modus in TNCremo).
164 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
PDF-Dateien anzeigen
Um PDF-Dateien direkt auf der TNC zu ffnen, gehen Sie wie folgt
vor:
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Verzeichnis whlen, in dem die PDF-Datei
gespeichert ist
Bewegen Sie den Cursor auf die PDF-Datei
Taste ENT drcken: Die TNC ffnet die PDF-Datei
mit dem Zusatz-Tool Dokumentenbetrachter in
einer eigenen Anwendung
Mit der Tastenkombination ALT+TAB knnen Sie
jederzeit auf die TNC-Oberflche zurckschalten und
die PDF-Datei geffnet lassen. Alternativ knnen Sie
auch per Mausklick auf das entsprechende Symbol
in der Task-Leiste zurck auf die TNC-Oberflche
wechseln.
Wenn Sie den Mauszeiger ber einer Schaltflche
positionieren, erhalten Sie einen kurzen Tipptext
zur jeweiligen Funktion der Schaltflche.
Weitere Informationen zur Bedienung des
Dokumentenbetrachters finden Sie unter Hilfe.
Um den Dokumentenbetrachter zu beenden, gehen Sie wie folgt
vor:
Mit der Maus Menpunkt Datei whlen
Menpunkt Schlieen whlen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
Wenn Sie keine Maus verwenden, schlieen Sie den
Dokumentenbetrachter wie folgt:
Softkey-Umschalttaste drcken: Der
Dokumentenbetrachter ffnet das Pulldown-
Men Datei
Menpunkt Schlieen whlen: Die TNC kehrt
zurck in die Dateiverwaltung whlen und mit
Taste ENT besttigen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 165
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Excel-Dateien anzeigen und bearbeiten
Um Excel-Dateien mit der Endung xls, xlsx oder csv direkt auf der
TNC zu ffnen und zu bearbeiten, gehen Sie wie folgt vor:
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Verzeichnis whlen, in dem die Excel-Datei
gespeichert ist
Bewegen Sie den Cursor auf die Excel-Datei
Taste ENT drcken: Die TNC ffnet die Excel-Datei
mit dem Zusatz-Tool Gnumeric in einer eigenen
Anwendung
Mit der Tastenkombination ALT+TAB knnen Sie
jederzeit auf die TNC-Oberflche zurckschalten und
die Excel-Datei geffnet lassen. Alternativ knnen
Sie auch per Mausklick auf das entsprechende
Symbol in der Task-Leiste zurck auf die TNC-
Oberflche wechseln.
Wenn Sie den Mauszeiger ber einer Schaltflche
positionieren, erhalten Sie einen kurzen Tipptext
zur jeweiligen Funktion der Schaltflche. Weitere
Informationen zur Bedienung von Gnumeric finden
Sie unter Hilfe.
Um Gnumeric zu beenden, gehen Sie wie folgt vor:
Mit der Maus Menpunkt Datei whlen
Menpunkt Schlieen whlen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
Wenn Sie keine Maus verwenden, schlieen Sie das Zusatz-Tool
Gnumeric wie folgt:
Softkey-Umschalttaste drcken: Das Zusatz-Tool
Gnumeric ffnet das Pulldown-Men Datei
Menpunkt Schlieen whlen und mit Taste
ENT besttigen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
166 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Internetdateien anzeigen
Um Internetdateien mit der Endung htm oder html direkt auf der
TNC zu ffnen, gehen Sie wie folgt vor:
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Verzeichnis whlen, in dem die Internetdatei
gespeichert ist
Bewegen Sie den Cursor auf die Internetdatei
Taste ENT drcken: Die TNC ffnet die
Internetdatei mit dem Zusatz-Tool Web Browser in
einer eigenen Anwendung
Mit der Tastenkombination ALT+TAB knnen Sie
jederzeit auf die TNC-Oberflche zurckschalten und
die PDF-Datei geffnet lassen. Alternativ knnen Sie
auch per Mausklick auf das entsprechende Symbol
in der Task-Leiste zurck auf die TNC-Oberflche
wechseln.
Wenn Sie den Mauszeiger ber einer Schaltflche
positionieren, erhalten Sie einen kurzen Tipptext
zur jeweiligen Funktion der Schaltflche. Weitere
Informationen zur Bedienung des Web Browser
finden Sie unter Help.
Um den Web Browser zu beenden, gehen Sie wie folgt vor:
Mit der Maus Menpunkt File whlen
Menpunkt Quit whlen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
Wenn Sie keine Maus verwenden, schlieen Sie den Web
Browser wie folgt:
Softkey-Umschalttaste drcken: Der Web Browser
ffnet das Pulldown-Men File
Menpunkt Quit whlen und mit Taste ENT
besttigen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 167
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Arbeiten mit ZIP-Archiven
Um ZIP-Archive mit der Endung zip direkt auf der TNC zu ffnen,
gehen Sie wie folgt vor:
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Verzeichnis whlen, in dem die Archivdatei
gespeichert ist
Bewegen Sie den Cursor auf die Archivdatei
Taste ENT drcken: Die TNC ffnet die Archivdatei
mit dem Zusatz-Tool Xarchiver in einer eigenen
Anwendung
Mit der Tastenkombination ALT+TAB knnen Sie
jederzeit auf die TNC-Oberflche zurckschalten und
die Archivdatei geffnet lassen. Alternativ knnen Sie
auch per Mausklick auf das entsprechende Symbol
in der Task-Leiste zurck auf die TNC-Oberflche
wechseln.
Wenn Sie den Mauszeiger ber einer Schaltflche
positionieren, erhalten Sie einen kurzen Tipptext
zur jeweiligen Funktion der Schaltflche. Weitere
Informationen zur Bedienung von Xarchiver finden
Sie unter Hilfe.
Beachten Sie, dass die TNC beim Packen und
Entpacken von NC-Programmen und NC-Tabellen
keine Konvertierung von binr nach ASCII bzw.
umgekehrt durchfhrt. Beim bertragen auf TNC-
Steuerungen mit anderen Software-Versionen
knnen solche Dateien dann ggf. nicht von der TNC
gelesen werden.
Um Xarchiver zu beenden, gehen Sie wie folgt vor:
Mit der Maus Menpunkt ARCHIV whlen
Menpunkt Beenden whlen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
Wenn Sie keine Maus verwenden, schlieen Sie den Xarchiver
wie folgt:
Softkey-Umschalttaste drcken: Der Xarchiver
ffnet das Pulldown-Men ARCHIV
Menpunkt Beenden whlen und mit Taste
ENT besttigen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
168 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Textdateien anzeigen oder bearbeiten
Um Textdateien (ASCII-Dateien, z. B. mit Endung txt) zu ffnen und
zu bearbeiten, verwenden Sie den internen Texteditor. Gehen Sie
dazu wie folgt vor:
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Laufwerk und Verzeichnis whlen, in dem die
Textdatei gespeichert ist
Bewegen Sie den Cursor auf die Textdatei
Taste ENT drcken: ffnet die Textdatei mit dem
internen Texteditor
Alternativ knnen Sie ASCII-Dateien auch mit
dem Zusatz-Tool Leafpad ffnen. Innerhalb von
Leafpad stehen die von Windows her bekannten
Shortcuts zur Verfgung, mit denen Sie Texte schnell
bearbeiten knnen (STRG+C, STRG+V,...).
Mit der Tastenkombination ALT+TAB knnen Sie
jederzeit auf die TNC-Oberflche zurckschalten und
die Textdatei geffnet lassen. Alternativ knnen Sie
auch per Mausklick auf das entsprechende Symbol
in der Task-Leiste zurck auf die TNC-Oberflche
wechseln.
Um Leafpad zu ffnen, gehen Sie wie folgt vor:
Mit der Maus innerhalb der Task-Leiste das HEIDENHAIN-Icon
Menu whlen
Im Pulldown-Men die Menpunkte Tools und Leafpad whlen
Um Leafpad zu beenden, gehen Sie wie folgt vor:
Mit der Maus Menpunkt Datei whlen
Menpunkt Beenden whlen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
Videodateien anzeigen
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Diese Funktion muss vom Maschinenhersteller
freigegeben und angepasst werden.
Um Videodateien direkt auf der TNC zu ffnen, gehen Sie wie folgt
vor:
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Verzeichnis whlen, in dem die Videodatei
gespeichert ist
Bewegen Sie den Cursor auf die Videodatei
Taste ENT drcken: Die TNC ffnet die Videodatei
in einer eigenen Anwendung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 169
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Grafikdateien anzeigen
Um Grafikdateien mit der Endung bmp, gif, jpg oder png direkt auf
der TNC zu ffnen, gehen Sie wie folgt vor:
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Verzeichnis whlen, in dem die Grafikdatei
gespeichert ist
Bewegen Sie den Cursor auf die Grafikdatei
Taste ENT drcken: Die TNC ffnet die Grafikdatei
mit dem Zusatz-Tool ristretto in einer eigenen
Anwendung
Mit der Tastenkombination ALT+TAB knnen Sie
jederzeit auf die TNC-Oberflche zurckschalten und
die Grafikdatei geffnet lassen. Alternativ knnen Sie
auch per Mausklick auf das entsprechende Symbol
in der Task-Leiste zurck auf die TNC-Oberflche
wechseln.
Weitere Informationen zur Bedienung von ristretto
finden Sie unter Hilfe.
Um ristretto zu beenden, gehen Sie wie folgt vor:
Mit der Maus Menpunkt Datei whlen
Menpunkt Beenden whlen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
Wenn Sie keine Maus verwenden, schlieen Sie das Zusatz-Tool
ristretto wie folgt:
Softkey-Umschalttaste drcken: Das ristretto
ffnet das Pulldown-Men Datei
Menpunkt Beenden whlen und mit Taste
ENT besttigen: Die TNC kehrt zurck in die
Dateiverwaltung
170 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Zusatz-Tools fr ITCs
Mit den nachfolgenden Zusatz-Tools knnen Sie verschiedene
Einstellungen fr die Touchscreens der angeschlossenen ITCs
vornehmen.
ITCs sind Industrie-PCs ohne eigene Speichermedien und dadurch
ohne eigenes Betriebssystem. Diese Eigenschaften unterscheiden
die ITCs von den IPCs.
ITCs finden an vielen Gromaschinen Anwendung, z. B. als Klone
der eigentlichen Steuerung.
Die Anzeige und die Funktionen der
angeschlossenen ITCs und IPCs definiert und
konfiguriert Ihr Maschinenhersteller.
Zusatz-Tool Anwendung
ITC Calibration 4-Punktkalibrierung
ITC Gestures Konfiguration der Gestensteuerung
ITC Touchscreen Auswahl der Berhrungsempfindlichkeit
Configuration
Die Zusatz-Tools fr die ITCs bietet die Steuerung in
der Task-Leiste nur bei angeschlossenen ITCs.
ITC Calibration
Mithilfe des Zusatz-Tools ITC Calibration stimmen Sie die
Position des angezeigten Mauszeigers mit der tatschlichen
Berhrungsposition Ihres Fingers ab.
Eine Kalibrierung mit dem Zusatz-Tool ITC Calibration ist in den
folgenden Fllen empfehlenswert:
nach einem Austausch des Touchscreens
bei nderung der Touchscreenposition (Parallaxenfehler
aufgrund des genderten Blickwinkels)
Die Kalibrierung umfasst folgende Schritte:
Das Zusatz-Tool an der Steuerung mithilfe der Task-Leiste
starten
Der ITC ffnet die Kalibrierungsoberflche mit vier
Berhrungspunkten in den Bildschirmecken
Nacheinander die vier angezeigten Berhrungspunkte berhren
Der ITC schliet die Kalibrierungsoberflche nach erfolgreicher
Kalibrierung
ITC Gestures
Mithilfe des Zusatz-Tools ITC Gestures konfiguriert der
Maschinenhersteller die Gestensteuerung des Touchscreens.
Diese Funktion drfen Sie nur in Abstimmung mit
Ihrem Maschinenhersteller verwenden!
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 171
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
ITC Touchscreen Configuration
Mithilfe des Zusatz-Tools ITC Touchscreen Configuration whlen
Sie die Berhrungsempfindlichkeit des Touchscreens.
Der ITC bietet Ihnen folgende Auswahlmglichkeiten:
Normal Sensitivity (Cfg 0)
High Sensitivity (Cfg 1)
Low Sensitivity (Cfg 2)
Verwenden Sie standardmig die Einstellung Normal Sensitivity
(Cfg 0). Wenn Sie bei dieser Einstellung Schwierigkeiten bei der
Bedienung mit Handschuhen haben, whlen Sie die Einstellung
High Sensitivity (Cfg 1).
Wenn der Touchscreen des ITCs nicht vor
Spritzwasser geschtzt ist, whlen Sie die
Einstellung Low Sensitivity (Cfg 2). Damit
vermeiden Sie, dass der ITC Wassertropfen als
Berhrungen deutet.
Die Kalibrierung umfasst folgende Schritte:
Zusatz-Tool an der Steuerung mithilfe der Task-Leiste starten
Der ITC ffnet ein berblendfenster mit drei Auswahlpunkten
Berhrungsempfindlichkeit whlen
Schaltflche OK drcken
Der ITC schliet das berblendfenster
172 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Datenbertragung zu oder von einem externen
Datentrger
Bevor Sie Daten zu einem externen Datentrger
bertragen knnen, mssen Sie die
Datenschnittstelle einrichten.
Weitere Informationen: "Datenschnittstellen
einrichten", Seite 719
Wenn Sie ber die serielle Schnittstelle Daten
bertragen, dann knnen in Abhngigkeit von der
verwendeten Datenbertragungssoftware Probleme
auftreten, die Sie durch wiederholtes Ausfhren der
bertragung beheben knnen.
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Bildschirmaufteilung fr die Datenbertragung
whlen: Softkey FENSTER drcken.
Drcken Sie die Pfeiltasten, um den Cursor auf die Datei zu
bewegen, die Sie bertragen wollen:
Bewegt den Cursor in einem Fenster auf und ab
Bewegt den Cursor vom rechten Fenster ins linke
Fenster und umgekehrt
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 173
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
Wenn Sie von der TNC zum externen Datentrger kopieren wollen,
schieben Sie den Cursor im linken Fenster auf die zu bertragende
Datei.
Wenn Sie vom externen Datentrger in die TNC kopieren
wollen, schieben Sie den Cursor im rechten Fenster auf die zu
bertragende Datei.
Anderes Laufwerk oder Verzeichnis whlen:
Softkey ZEIGE BAUM drcken
Whlen Sie das gewnschte Verzeichnis mit den
Pfeiltasten
Gewnschte Datei whlen: Softkey ZEIGE
DATEIEN drcken
Whlen Sie die gewnschte Datei mit den
Pfeiltasten
Einzelne Datei bertragen: Softkey KOPIEREN
drcken
Mit Softkey OK oder mit der Taste ENT besttigen. Die TNC
blendet ein Statusfenster ein, das Sie ber den Kopierfortschritt
informiert, oder
Datenbertragung beenden: Softkey
FENSTER drcken. Die TNC zeigt wieder das
Standardfenster fr die Dateiverwaltung
174 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
Die TNC am Netzwerk
Die Ethernet-Karte mssen Sie am Netzwerk
anschlieen.
Weitere Informationen: "Ethernet-Schnittstelle ",
Seite 725
Fehlermeldungen whrend des Netzwerk-Betriebs
protokolliert die TNC.
Weitere Informationen: "Ethernet-Schnittstelle ",
Seite 725
Wenn die TNC an ein Netzwerk angeschlossen ist, stehen Ihnen
zustzliche Laufwerke im linken Verzeichnisfenster zur Verfgung.
Alle zuvor beschriebenen Funktionen (Laufwerk whlen, Dateien
kopieren usw.) gelten auch fr die Netzlaufwerke, sofern Ihre
Zugriffsberechtigung dies erlaubt.
Netzlaufwerk verbinden und lsen
Dateiverwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
Netzwerkeinstellungen whlen: Softkey
NETZWERK (zweite Softkey-Leiste) drcken
Netzlaufwerke verwalten: Softkey NETZWERK
VERBIND. DEFINIER. drcken. Die TNC zeigt
in einem Fenster mgliche Netzlaufwerke an,
auf die Sie Zugriff haben. Mit den nachfolgend
beschriebenen Softkeys legen Sie fr jedes
Laufwerk die Verbindungen fest
Softkey Funktion
Verbinden Netzwerkverbindung herstellen, die TNC
markiert die Spalte Mount, wenn die
Verbindung aktiv ist.
Trennen Netzwerkverbindung beenden
Auto Netzwerkverbindung beim Einschalten der TNC
automatisch herstellen. Die TNC markiert die
Spalte Auto, wenn die Verbindung automatisch
hergestellt wird
Hinzufgen Neue Netzwerkverbindung einrichten
Entfernen Bestehende Netzwerkverbindung lschen
Kopieren Netzwerkverbindung kopieren
Bearbeiten Netzwerkverbindung editieren
Leeren Statusfenster lschen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 175
3 Grundlagen, Dateiverwaltung
3.4 Arbeiten mit der Dateiverwaltung
USB-Gerte an der TNC
Achtung, Datenverlust mglich!
Verwenden Sie die USB-Schnittstelle nur zum
bertragen und Sichern, nicht zum Bearbeiten und
Abarbeiten von Programmen.
Besonders einfach knnen Sie Daten ber USB-Gerte sichern
bzw. in die TNC einspielen. Die TNC untersttzt folgende USB-
Blockgerte:
Diskettenlaufwerke mit Dateisystem FAT/VFAT
Memorysticks mit Dateisystem FAT/VFAT
Festplatten mit Dateisystem FAT/VFAT
CD-ROM-Laufwerke mit Dateisystem Joliet (ISO9660)
Solche USB-Gerte erkennt die TNC beim Anstecken automatisch.
USB-Gerte mit anderen Dateisystemen (z. B. NTFS) untersttzt
die TNC nicht. Die TNC gibt beim Anstecken dann die
Fehlermeldung USB: TNC untersttzt Gert nicht aus.
Falls Sie eine Fehlermeldung beim Anschlieen eines
USB-Datentrgers bekommen, berprfen Sie die
Einstellung in der Sicherheitssoftware SELinux.
Weitere Informationen: "Sicherheitssoftware
SELinux", Seite 107
Die TNC gibt die Fehlermeldung USB: TNC
untersttzt Gert nicht auch dann aus, wenn Sie
einen USB-Hub anschlieen. In diesem Fall die
Meldung einfach mit der Taste CE quittieren.
Prinzipiell sollten alle USB-Gerte mit oben
erwhnten Dateisystemen an die TNC anschliebar
sein. Unter Umstnden kann es vorkommen, dass
ein USB-Gert nicht korrekt von der Steuerung
erkannt wird. In solchen Fllen ein anderes USB-
Gert verwenden.
Arbeiten mit USB-Gerten
Ihr Maschinenhersteller kann fr USB-Gerte feste
Namen vergeben. Maschinenhandbuch beachten!
In der Dateiverwaltung sehen Sie USB-Gerte als eigenes
Laufwerk im Verzeichnisbaum, sodass Sie die in den vorherigen
Abschnitten beschriebenen Funktionen zur Dateiverwaltung nutzen
knnen.
Wenn Sie in der Dateiverwaltung eine grere Datei auf
ein USB-Gert bertragen, zeigt die Steuerung den Dialog
Schreibzugriff auf USB-Gert, bis der Vorgang abgeschlossen
ist. Mit dem Softkey VERBERGEN schlieen Sie den Dialog,
die Dateibertragung wird jedoch im Hintergrund fortgesetzt.
Die Steuerung zeigt eine Warnung, bis die Dateibertragung
abgeschlossen ist.
176 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
3
Arbeiten mit der Dateiverwaltung 3.4
USB-Gert entfernen
Um ein USB-Gert zu entfernen, mssen Sie wie folgt vorgehen:
Dateiverwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
Mit der Pfeiltaste das linke Fenster whlen
Mit einer Pfeiltaste das zu trennende USB-Gert
whlen
Softkey-Leiste weiterschalten
Softkey Zustzliche Funktionen drcken
Softkey-Leiste weiterschalten
Funktion zum Entfernen von USB-Gerten
whlen: Die TNC entfernt das USB-Gert aus dem
Verzeichnisbaum und meldet Das USB-Gert kann
jetzt entfernt werden.
USB-Gert entfernen
Dateiverwaltung beenden
Umgekehrt knnen Sie ein zuvor entferntes USB-Gert wieder
anbinden, indem Sie folgenden Softkey drcken:
Funktion zum Wiederanbinden von USB-Gerten
whlen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 177
4
Programmierhilfen
4 Programmierhilfen
4.1 Kommentare einfgen
4.1 Kommentare einfgen
Anwendung
Sie knnen in einem Bearbeitungsprogramm Kommentare
einfgen, um Programmschritte zu erlutern oder Hinweise zu
geben.
Abhngig vom Maschinenparameter lineBreak
(Nr. 105404), zeigt die TNC Kommentare, die nicht
mehr vollstndig am Bildschirm angezeigt werden
knnen, in mehreren Zeilen oder es erscheint das
Zeichen >> am Bildschirm.
Das letzte Zeichen in einem Kommentarsatz darf
keine Tilde sein (~).
Sie haben folgende Mglichkeiten, einen Kommentar einzugeben.
Kommentar whrend der Programmeingabe
Daten fr einen NC-Satz eingeben, dann ; (Semikolon) auf der
Alpha-Tastatur drcken die TNC zeigt die Frage Kommentar?
Kommentar eingeben und den Satz mit der Taste END
abschlieen
Kommentar nachtrglich einfgen
Den Satz whlen, an den Sie den Kommentar anfgen wollen
Mit der Pfeil-nach-rechts-Taste das letzte Wort im Satz whlen:
; (Semikolon) auf der Alpha-Tastatur drcken die TNC zeigt die
Frage Kommentar?
Kommentar eingeben und den Satz mit der Taste END
abschlieen
Kommentar in eigenem Satz
Satz whlen, hinter dem Sie den Kommentar einfgen wollen
Programmier-Dialog mit der Taste ; (Semikolon) auf der Alpha-
Tastatur erffnen
Kommentar eingeben und den Satz mit der Taste END
abschlieen
180 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Kommentare einfgen 4.1
Funktionen beim Editieren des Kommentars
Softkey Funktion
An den Anfang des Kommentars springen
An das Ende des Kommentars springen
An den Anfang eines Wortes springen. Wrter
sind durch ein Blank zu trennen
An das Ende eines Wortes springen. Wrter
sind durch ein Blank zu trennen
Umschalten zwischen Einfgemodus und
berschreibmodus
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 181
4 Programmierhilfen
4.2 Darstellung der NC-Programme
4.2 Darstellung der NC-Programme
Syntaxhervorhebung
Die TNC stellt Syntaxelemente, abhngig von deren Bedeutung,
mit unterschiedlichen Farben dar. Durch die farbliche Hervorhebung
sind Programme besser lesbar und bersichtlicher.
Farbliche Hervorhebung von Syntaxelementen
Verwendung Farbe
Standardfarbe Schwarz
Darstellung von Kommentaren Grn
Darstellung von Zahlenwerten Blau
Satznummer Violett
Scrollbalken
Mit dem Scrollbalken (Bildlaufleiste) am rechten Rand des
Programmfensters knnen Sie den Bildschirminhalt mit der Maus
verschieben. Zudem knnen Sie durch Gre und Position des
Scrollbalkens Rckschlsse auf die Programmlnge und die
Position des Cursors ziehen.
182 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Programme gliedern 4.3
4.3 Programme gliedern
Definition, Einsatzmglichkeit
Die TNC gibt Ihnen die Mglichkeit, die Bearbeitungsprogramme
mit Gliederungsstzen zu kommentieren. Gliederungsstze sind
Texte (max. 252 Zeichen), die als Kommentare oder berschriften
fr die nachfolgenden Programmzeilen zu verstehen sind.
Lange und komplexe Programme lassen sich durch sinnvolle
Gliederungsstze bersichtlicher und verstndlicher gestalten.
Das erleichtert besonders sptere nderungen im Programm.
Gliederungsstze fgen Sie an beliebiger Stelle in das
Bearbeitungsprogramm ein.
Gliederungsstze lassen sich zustzlich in einem eigenen Fenster
darstellen und auch bearbeiten oder ergnzen. Verwenden Sie
hierfr die entsprechende Bildschirmaufteilung.
Die eingefgten Gliederungspunkte verwaltet die TNC in einer
separaten Datei (Endung .[Link]). Dadurch erhht sich die
Geschwindigkeit beim Navigieren im Gliederungsfenster.
In folgenden Betriebsarten knnen Sie die Bildschirmaufteilung
PROGRAMM + GLIEDER. whlen:
Programmlauf Einzelsatz
Programmlauf Satzfolge
Programmieren
Gliederungsfenster anzeigen/Aktives Fenster
wechseln
Gliederungsfenster anzeigen: Fr
Bildschirmaufteilung Softkey PROGRAMM +
GLIEDER. drcken
Das aktive Fenster wechseln: Softkey FENSTER
WECHSELN drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 183
4 Programmierhilfen
4.3 Programme gliedern
Gliederungssatz im Programmfenster einfgen
Gewnschten Satz whlen, hinter dem Sie den Gliederungssatz
einfgen wollen
Taste SPEC FCT drcken
Softkey PROGRAMMIER HILFEN drcken
Softkey GLIEDERUNG EINFGEN drcken
Gliederungstext eingeben
Ggf. die Gliederungstiefe per Softkey verndern
Sie knnen Gliederungsstze auch mit der
Tastenkombination Shift + 8 einfgen.
Stze im Gliederungsfenster whlen
Wenn Sie im Gliederungsfenster von Satz zu Satz springen, fhrt
die TNC die Satzanzeige im Programmfenster mit. So knnen Sie
mit wenigen Schritten groe Programmteile berspringen.
184 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Der Taschenrechner 4.4
4.4 Der Taschenrechner
Bedienung
Die TNC verfgt ber einen Taschenrechner mit den wichtigsten
mathematischen Funktionen.
Mit der Taste CALC den Taschenrechner einblenden bzw. wieder
schlieen
Rechenfunktionen whlen: Kurzbefehl ber Softkey whlen oder
mit einer externen Alpha-Tastatur eingeben.
Rechenfunktion Kurzbefehl (Softkey)
Addieren +
Subtrahieren
Multiplizieren *
Dividieren /
Klammer-Rechnung ()
Arcus-Cosinus ARC
Sinus SIN
Cosinus COS
Tangens TAN
Werte potenzieren X^Y
Quadratwurzel ziehen SQRT
Umkehrfunktion 1/x
PI (3.14159265359) PI
Wert zum Zwischenspeicher M+
addieren
Wert zwischenspeichern MS
Zwischenspeicher aufrufen MR
Zwischenspeicher lschen MC
Logarithmus Naturalis LN
Logarithmus LOG
Exponentialfunktion e^x
Vorzeichen prfen SGN
Absolutwert bilden ABS
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 185
4 Programmierhilfen
4.4 Der Taschenrechner
Rechenfunktion Kurzbefehl (Softkey)
Nachkomma-Stellen abschneiden INT
Vorkomma-Stellen abschneiden FRAC
Modulwert MOD
Ansicht whlen Ansicht
Wert lschen CE
Maeinheit MM oder INCH
Winkelwert im Bogenma darstellen RAD
(Standard: Winkelwert in Grad)
Darstellungsart des Zahlenwertes DEC (dezimal) oder
whlen HEX (hexadezimal)
Berechneten Wert ins Programm bernehmen
Mit den Pfeiltasten das Wort whlen, in das der berechnete
Wert bernommen werden soll
Mit der Taste CALC den Taschenrechner einblenden und
gewnschte Berechnung durchfhren
Softkey WERT BERNEHMEN drcken: Die TNC bernimmt den
Wert ins aktive Eingabefeld und schliet den Taschenrechner
Sie knnen auch Werte aus einem Programm in den
Taschenrechner bernehmen. Wenn Sie den Softkey
AKTUELLEN WERT HOLEN bzw. die Taste GOTO
drcken, bernimmt die TNC den Wert aus dem
aktiven Eingabefeld in den Taschenrechner.
Der Taschenrechner bleibt auch nach einem Wechsel
der Betriebsart aktiv. Drcken Sie den Softkey END,
um den Taschenrechner zu schlieen.
186 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Der Taschenrechner 4.4
Funktionen im Taschenrechner
Softkey Funktion
Wert der jeweiligen Achsposition als Sollwert
oder Referenzwert in den Taschenrechner
bernehmen
Zahlenwert aus dem aktiven Eingabefeld in den
Taschenrechner bernehmen
Zahlenwert aus dem Taschenrechner in das
aktive Eingabefeld bernehmen
Zahlenwert aus dem Taschenrechner kopieren
Kopierten Zahlenwert in den Taschenrechner
einfgen
Schnittdatenrechner ffnen
Sie knnen den Taschenrechner auch mit den
Pfeiltasten Ihrer Tastatur verschieben. Falls Sie
eine Maus angeschlossen haben, knnen Sie den
Taschenrechner auch damit positionieren.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 187
4 Programmierhilfen
4.5 Schnittdatenrechner
4.5 Schnittdatenrechner
Anwendung
Mit dem Schnittdatenrechner knnen Sie die Spindeldrehzahl
und den Vorschub fr einen Bearbeitungsprozess berechnen. Die
berechneten Werte knnen Sie dann im NC-Programm in einen
geffneten Vorschub- oder Drehzahldialog bernehmen.
Mit dem Schnittdatenrechner knnen Sie keine
Schnittdatenberechnung im Drehbetrieb durchfhren,
da sich die Vorschub- und Drehzahlangaben im
Drehbetrieb und im Frsbetrieb unterscheiden.
Beim Drehen werden Vorschbe meist in Millimeter
pro Umdrehung (mm/1) definiert (M136), der
Schnittdatenrechner berechnet Vorschbe aber
immer in Millimeter pro Minute (mm/min). Zudem
bezieht sich der Radius im Schnittdatenrechner
auf das Werkzeug, bei der Drehbearbeitung ist der
Werkstckdurchmesser erforderlich.
Um den Schnittdatenrechner zu ffnen, drcken Sie den Softkey
SCHNITTDATENRECHNER. Die TNC zeigt den Softkey an, wenn Sie:
den Taschenrechner ffnen (Taste CALC drcken)
das Dialogfeld fr die Drehzahleingabe im TOOL CALL-Satz
ffnen
das Dialogfeld zur Vorschubeingabe in Verfahrstzen oder Zyklen
ffnen
einen Vorschub im Manuellen Betrieb eingeben (Softkey F
drcken)
eine Spindeldrehzahl im Manuellen Betrieb eingeben (Softkey S
drcken)
Abhngig davon, ob Sie eine Drehzahl oder einen Vorschub
berechnen, wird der Schnittdatenrechner mit unterschiedlichen
Eingabefeldern angezeigt:
Fenster zur Drehzahlberechnung:
Kennbuchstabe Bedeutung
R: Werkzeugradius (mm)
VC: Schnittgeschwindigkeit (m/min)
S= Ergebnis fr Spindeldrehzahl (U/min)
188 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Schnittdatenrechner 4.5
Fenster zur Vorschubberechnung:
Kennbuchstabe Bedeutung
S: Spindeldrehzahl (U/min)
Z: Anzahl der Zhne am Werkzeug (n)
FZ: Vorschub pro Zahn (mm/Zahn)
FU: Vorschub pro Umdrehung (mm/1)
F= Ergebnis fr Vorschub (mm/min)
Sie knnen den Vorschub auch im TOOL CALL-Satz
berechnen und in nachfolgenden Verfahrstzen und
Zyklen automatisch bernehmen. Drcken Sie hierzu,
bei der Vorschubeingabe in Verfahrstzen oder
Zyklen, den Softkey F AUTO. Die TNC verwendet
dann den im TOOL CALL-Satz definierten Vorschub.
Wenn Sie den Vorschub nachtrglich ndern mssen,
dann brauchen Sie nur den Vorschubwert im TOOL
CALL-Satz anzupassen.
Funktionen im Schnittdatenrechner:
Softkey Funktion
Drehzahl aus dem Schnittdatenrechner-
Formular in ein geffnetes Dialogfeld
bernehmen
Vorschub aus dem Schnittdatenrechner-
Formular in ein geffnetes Dialogfeld
bernehmen
Schnittgeschwindigkeit aus dem
Schnittdatenrechner-Formular in ein geffnetes
Dialogfeld bernehmen
Vorschub pro Zahn aus dem
Schnittdatenrechner-Formular in ein geffnetes
Dialogfeld bernehmen
Vorschub pro Umdrehung aus dem
Schnittdatenrechner-Formular in ein geffnetes
Dialogfeld bernehmen
Werkzeugradius in das Schnittdatenrechner-
Formular bernehmen
Drehzahl aus dem geffneten Dialogfeld in das
Schnittdatenrechner-Formular bernehmen
Vorschub aus dem geffneten Dialogfeld in das
Schnittdatenrechner-Formular bernehmen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 189
4 Programmierhilfen
4.5 Schnittdatenrechner
Softkey Funktion
Vorschub pro Umdrehung aus dem geffneten
Dialogfeld in das Schnittdatenrechner-Formular
bernehmen
Vorschub pro Zahn aus dem geffneten
Dialogfeld in das Schnittdatenrechner-Formular
bernehmen
Wert aus einem geffneten Dialogfeld in das
Schnittdatenrechner-Formular bernehmen
Zum Taschenrechner wechseln
Schnittdatenrechner in Pfeilrichtung
verschieben
Inch-Werte im Schnittdatenrechner verwenden
Schnittdatenrechner beenden
190 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Programmiergrafik 4.6
4.6 Programmiergrafik
Programmiergrafik mitfhren / nicht mitfhren
Whrend Sie ein Programm erstellen, kann die TNC die
programmierte Kontur mit einer 2D-Strichgrafik anzeigen.
Zur Bildschirmaufteilung Programm links und Grafik rechts
wechseln: Bildschirm-Umschalttaste und Softkey PROGRAMM +
GRAFIK drcken
Softkey AUTOM. ZEICHNEN auf EIN setzen.
Whrend Sie die Programmzeilen eingeben, zeigt
die TNC jede programmierte Bahnbewegung im
Grafikfenster rechts an
Wenn die TNC die Grafik nicht mitfhren soll, setzen Sie den
Softkey AUTOM. ZEICHNEN auf AUS.
Wenn AUTOM. ZEICHNEN auf EIN gesetzt ist, dann
bercksichtigt die Steuerung bei der Erstellung der
2D-Strichgrafik keine:
Programmteilwiederholungen
Sprunganweisungen
M-Funktionen, wie z. B. M2 oder M30
Zyklusaufrufe
Verwenden Sie das automatische Zeichnen
ausschlielich whrend der Konturprogrammierung.
Die Steuerung setzt die Werkzeugdaten zurck, wenn Sie ein
Programm neu ffnen oder den Softkey RESET + START drcken.
In der Programmiergrafik verwendet die Steuerung verschiedene
Farben:
blau: eindeutig bestimmtes Konturelement
violett: noch nicht eindeutig bestimmtes Konturelement, kann
z. B. von einem RND noch verndert werden
ocker: Werkzeug-Mittelpunktsbahn
rot: Eilgangbewegung
Weitere Informationen: "Grafik der FK-Programmierung",
Seite 287
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 191
4 Programmierhilfen
4.6 Programmiergrafik
Programmiergrafik fr bestehendes Programm
erstellen
Whlen Sie mit den Pfeiltasten den Satz, bis zu dem die Grafik
erstellt werden soll oder drcken Sie GOTO und geben die
gewnschte Satznummer direkt ein
Bisher aktive Werkzeugdaten zurcksetzen und
Grafik erstellen: Softkey RESET + START drcken
Weitere Funktionen:
Softkey Funktion
Bisher aktive Werkzeugdaten zurcksetzen.
Programmiergrafik erstellen
Programmiergrafik satzweise erstellen
Programmiergrafik komplett erstellen oder nach
RESET + START vervollstndigen
Programmiergrafik anhalten. Dieser Softkey
erscheint nur, whrend die TNC eine
Programmiergrafik erstellt
Ansichten whlen
Draufsicht
Vorderansicht
Seitenansicht
Werkzeugwege anzeigen oder ausblenden
Werkzeugwege im Eilgang anzeigen oder
ausblenden
192 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Programmiergrafik 4.6
Satznummern ein- und ausblenden
Softkey-Leiste umschalten
Satznummern einblenden: Softkey SATZ-NR.
ANZEIGEN AUSBLENDEN auf ANZEIGEN setzen
Satznummern ausblenden: Softkey SATZ-NR.
ANZEIGEN AUSBLENDEN auf AUSBLEND. setzen
Grafik lschen
Softkey-Leiste umschalten
Grafik lschen: Softkey GRAFIK LSCHEN drcken
Gitterlinien einblenden
Softkey-Leiste umschalten
Gitterlinien einblenden: Softkey GITTERLINIEN
EINBLENDEN drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 193
4 Programmierhilfen
4.6 Programmiergrafik
Ausschnittsvergrerung oder -verkleinerung
Sie knnen die Ansicht fr eine Grafik selbst festlegen.
Softkey-Leiste umschalten
Damit stehen folgende Funktionen zur Verfgung:
Softkey Funktion
Ausschnitt verschieben
Ausschnitt verkleinern
Ausschnitt vergrern
Ausschnitt zurcksetzen
Mit dem Softkey ROHTEIL ZURCKSETZEN stellen Sie den
ursprnglichen Ausschnitt wieder her.
Sie knnen die Darstellung der Grafik auch mit der Maus
verndern. Folgende Funktionen stehen zur Verfgung:
Um das dargestellte Modell zu verschieben: Mittlere Maustaste
oder Mausrad gedrckt halten und Maus bewegen. Wenn Sie
gleichzeitig die Shift-Taste drcken, knnen Sie das Modell nur
horizontal oder vertikal verschieben
Um einen bestimmten Bereich zu vergrern: Mit gedrckter
linker Maustaste den Bereich whlen. Nachdem Sie die linke
Maustaste loslassen, vergrert die TNC die Ansicht
Um einen beliebigen Bereich schnell zu vergrern oder zu
verkleinern: Mausrad nach vorne oder nach hinten drehen
194 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Fehlermeldungen 4.7
4.7 Fehlermeldungen
Fehler anzeigen
Fehler zeigt die TNC u. a. an bei:
falschen Eingaben
logischen Fehlern im Programm
nicht ausfhrbaren Konturelementen
unvorschriftsmigen Tastsystemeinstzen
Ein aufgetretener Fehler wird in der Kopfzeile in roter Schrift
angezeigt.
Die Steuerung verwendet fr verschiedene Dialoge
unterschiedliche Farben:
rot fr Fehler
gelb fr Warnungen
grn fr Hinweise
blau fr Informationen
Lange und mehrzeilige Fehlermeldungen werden verkrzt
dargestellt. Die vollstndige Information zu allen anstehenden
Fehlern erhalten Sie im Fehlerfenster.
Wenn ausnahmsweise ein Fehler in der Datenverarbeitung
auftritt, ffnet die TNC automatisch das Fehlerfenster. Einen
solchen Fehler knnen Sie nicht beheben. Beenden Sie das System
und starten die TNC erneut.
Die Fehlermeldung in der Kopfzeile wird solange angezeigt, bis sie
gelscht oder durch einen Fehler hherer Prioritt ersetzt wird.
Eine Fehlermeldung, die die Nummer eines NC-Satzes enthlt,
wurde durch diesen Satz oder einen vorhergegangenen verursacht.
Fehlerfenster ffnen
Drcken Sie die Taste ERR. Die TNC ffnet
das Fehlerfenster und zeigt alle anstehenden
Fehlermeldungen vollstndig an
Fehlerfenster schlieen
Drcken Sie den Softkey ENDE, oder
Drcken Sie die Taste ERR. Die TNC schliet das
Fehlerfenster
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 195
4 Programmierhilfen
4.7 Fehlermeldungen
Ausfhrliche Fehlermeldungen
Die TNC zeigt Mglichkeiten fr die Ursache des Fehlers und
Mglichkeiten zum Beheben des Fehlers:
Fehlerfenster ffnen
Informationen zur Fehlerursache und
Fehlerbehebung: Positionieren Sie den Cursor
auf die Fehlermeldung und drcken den Softkey
ZUSTZL. INFO. Die TNC ffnet ein Fenster
mit Informationen zur Fehlerursache und
Fehlerbehebung
Info verlassen: Drcken Sie den Softkey ZUSTZL.
INFO erneut
Softkey INTERNE INFO
Der Softkey INTERNE INFO liefert Informationen zur
Fehlermeldung, die ausschlielich im Servicefall von Bedeutung
sind.
Fehlerfenster ffnen
Detailinformationen zur Fehlermeldung:
Positionieren Sie den Cursor auf die
Fehlermeldung und drcken den Softkey INTERNE
INFO. Die TNC ffnet ein Fenster mit internen
Informationen zum Fehler
Details verlassen: Drcken Sie den Softkey
INTERNE INFO erneut
Softkey FILTER
Mithilfe des Softkeys FILTER lassen sich identische Warnungen
filtern, die unmittelbar hintereinander aufgelistet sind.
Fehlerfenster ffnen
Softkey ZUSTZL. FUNKT. drcken
Softkey FILTER drcken. Die Steuerung filtert die
identischen Warnungen
Filter verlassen: Softkey ZURCK drcken
196 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Fehlermeldungen 4.7
Fehler lschen
Fehler auerhalb des Fehlerfensters lschen
In der Kopfzeile angezeigte Fehler oder Hinweise
lschen: Taste CE drcken
In einigen Situationen knnen Sie die Taste CE nicht
zum Lschen der Fehler verwenden, da die Taste fr
andere Funktionen eingesetzt wird.
Fehler lschen
Fehlerfenster ffnen
Einzelnen Fehler lschen: Positionieren Sie den
Cursor auf die Fehlermeldung und drcken den
Softkey LSCHEN.
Alle Fehler lschen: Drcken Sie den Softkey ALLE
LSCHEN.
Ist bei einem Fehler die Fehlerursache nicht behoben,
kann er nicht gelscht werden. In diesem Fall bleibt
die Fehlermeldung erhalten.
Fehlerprotokoll
Die TNC speichert aufgetretene Fehler und wichtige Ereignisse
(z. B. Systemstart) in einem Fehlerprotokoll. Die Kapazitt des
Fehlerprotokolls ist begrenzt. Wenn das Fehlerprotokoll voll ist,
verwendet die TNC eine zweite Datei. Ist auch diese voll, wird das
erste Fehlerprotokoll gelscht und neu beschrieben, usw. Schalten
Sie bei Bedarf von AKTUELLE DATEI auf VORHERIGE DATEI, um die
Historie einzusehen.
Fehlerfenster ffnen.
Softkey PROTOKOLL DATEIEN drcken.
Fehlerprotokoll ffnen: Softkey FEHLER
PROTOKOLL drcken.
Bei Bedarf vorheriges Fehlerprotokoll einstellen:
Softkey VORHERIGE DATEI drcken.
Bei Bedarf aktuelles Fehlerprotokoll einstellen:
Softkey AKTUELLE DATEI drcken.
Der lteste Eintrag des Fehlerprotokolls steht am Anfang der
jngste Eintrag am Ende der Datei.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 197
4 Programmierhilfen
4.7 Fehlermeldungen
Tastenprotokoll
Die TNC speichert Tasteneingaben und wichtige Ereignisse
(z. B. Systemstart) in einem Tastenprotokoll. Die Kapazitt des
Tastenprotokolls ist begrenzt. Ist das Tastenprotokoll voll, dann
wird auf ein zweites Tastenprotokoll umgeschaltet. Ist dieses
wieder gefllt, wird das erste Tastenprotokoll gelscht und neu
beschrieben, usw. Schalten Sie bei Bedarf von AKTUELLE DATEI
auf VORHERIGE DATEI, um die Historie der Eingaben zu sichten.
Softkey PROTOKOLL DATEIEN drcken
Tastenprotokoll ffnen: Softkey TASTEN
PROTOKOLL drcken
Bei Bedarf vorheriges Tastenprotokoll einstellen:
Softkey VORHERIGE DATEI drcken
Bei Bedarf aktuelles Tastenprotokoll einstellen:
Softkey AKTUELLE DATEI drcken
Die TNC speichert jede im Bedienablauf gedrckte Taste des
Bedienfelds in einem Tastenprotokoll. Der lteste Eintrag steht am
Anfang der jngste Eintrag am Ende der Datei.
bersicht der Tasten und Softkeys zum Sichten des Protokolls
Softkey/ Funktion
Tasten
Sprung zum Tastenprotokollanfang
Sprung zum Tastenprotokollende
Text suchen
Aktuelles Tastenprotokoll
Vorheriges Tastenprotokoll
Zeile vor/zurck
Zurck zum Hauptmen
198 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Fehlermeldungen 4.7
Hinweistexte
Bei einer Fehlbedienung, z. B. Bettigung einer nicht erlaubten
Taste oder Eingabe eines Werts auerhalb des Gltigkeitsbereichs,
weist die TNC Sie mit einem Hinweistext in der Kopfzeile auf
diese Fehlbedienung hin. Die TNC lscht den Hinweistext bei der
nchsten gltigen Eingabe.
Service-Dateien speichern
Bei Bedarf knnen Sie die aktuelle Situation der TNC speichern
und dem Service-Techniker zur Auswertung zur Verfgung stellen.
Dabei wird eine Gruppe Service-Dateien gespeichert (Fehler- und
Tastenprotokolle, sowie weitere Dateien, die Auskunft ber die
aktuelle Situation der Maschine und die Bearbeitung geben).
Wenn Sie die Funktion Service-Dateien speichern mehrmals
mit gleichem Dateinamen ausfhren, dann wird die vorher
gespeicherte Gruppe Service-Dateien berschrieben. Verwenden
Sie daher bei erneutem Ausfhren der Funktion einen anderen
Dateinamen.
Service-Dateien speichern
Fehlerfenster ffnen.
Softkey PROTOKOLL DATEIEN drcken
Softkey SERVICE DATEIEN SPEICHERN drcken:
Die TNC ffnet ein berblendfenster, in dem Sie
einen Dateinamen oder kompletten Pfad fr die
Service-Datei eingeben knnen
Service-Dateien speichern: Softkey OK drcken
Hilfesystem TNCguide aufrufen
Per Softkey knnen Sie das Hilfesystem der TNC aufrufen.
Momentan erhalten Sie innerhalb des Hilfesystems dieselbe
Fehlererklrung, die Sie auch beim Druck auf die Taste HELP
erhalten.
Wenn Ihr Maschinenhersteller auch ein Hilfesystem
zur Verfgung stellt, dann blendet die TNC den
zustzlichen Softkey MASCHINENHERSTELLER ein,
ber den Sie dieses separate Hilfesystem aufrufen
knnen. Dort finden Sie dann weitere detailliertere
Informationen zur anstehenden Fehlermeldung.
Hilfe zu HEIDENHAIN-Fehlermeldungen aufrufen
Wenn verfgbar, Hilfe zu maschinenspezifischen
Fehlermeldungen aufrufen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 199
4 Programmierhilfen
4.8 Kontextsensitives Hilfesystem TNCguide
4.8 Kontextsensitives Hilfesystem
TNCguide
Anwendung
Bevor Sie den TNCguide nutzen knnen, mssen Sie
die Hilfedateien von der HEIDENHAIN Homepage
downloaden.
Weitere Informationen: "Aktuelle Hilfedateien
downloaden", Seite 205
Das kontextsensitive Hilfesystem TNCguide enthlt die
Benutzerdokumentation im HTML-Format. Der Aufruf des
TNCguide erfolgt ber die Taste HELP, wobei die TNC teilweise
situationsabhngig die zugehrige Information direkt anzeigt
(kontextsensitiver Aufruf). Wenn Sie in einem NC-Satz editieren
und die Taste HELP drcken, gelangen Sie in der Regel genau an
die Stelle in der Dokumentation, an der die entsprechende Funktion
beschrieben ist.
Die TNC versucht grundstzlich den TNCguide in
der Sprache zu starten, die Sie als Dialogsprache an
Ihrer TNC eingestellt haben. Wenn die Dateien dieser
Dialogsprache an Ihrer TNC noch nicht zur Verfgung
stehen, dann ffnet die TNC die englische Version.
Folgende Benutzerdokumentationen sind im TNCguide verfgbar:
Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung ([Link])
Benutzerhandbuch DIN/ISO ([Link])
Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung ([Link])
Liste aller NC-Fehlermeldungen ([Link])
Zustzlich ist noch die Buchdatei [Link] verfgbar, in der alle
vorhandenen CHM-Dateien zusammengefasst dargestellt sind.
Optional kann Ihr Maschinenhersteller noch
maschinenspezifische Dokumentationen in den
TNCguide einbetten. Diese Dokumente erscheinen
dann als separates Buch in der Datei [Link].
200 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Kontextsensitives Hilfesystem TNCguide 4.8
Arbeiten mit dem TNCguide
TNCguide aufrufen
Um den TNCguide zu starten, stehen mehrere Mglichkeiten zur
Verfgung:
Taste HELP drcken
Per Mausklick auf Softkey, wenn Sie zuvor das rechts unten im
Bildschirm eingeblendete Hilfesymbol angeklickt haben
ber die Dateiverwaltung eine Hilfedatei (CHM-Datei) ffnen.
Die TNC kann jede beliebige CHM-Datei ffnen, auch wenn
diese nicht auf dem internen Speicher der TNC gespeichert ist
Die TNC startet beim Aufruf des Hilfesystems auf
dem Programmierplatz den systemintern definierten
Standardbrowser.
Zu vielen Softkeys steht ein kontextsensitiver Aufruf zur Verfgung,
ber den Sie direkt zur Funktionsbeschreibung des jeweiligen
Softkeys gelangen. Diese Funktionalitt steht Ihnen nur ber
Mausbedienung zur Verfgung. Gehen Sie wie folgt vor:
Softkey-Leiste whlen, in der der gewnschte Softkey angezeigt
wird
Mit der Maus auf das Hilfesymbol klicken, das die TNC direkt
rechts ber der Softkey-Leiste anzeigt: Der Mauszeiger ndert
sich zum Fragezeichen
Mit dem Fragezeichen auf den Softkey klicken, dessen Funktion
Sie erklrt haben wollen: Die TNC ffnet den TNCguide. Wenn
fr den gewhlten Softkey keine Einsprungstelle existiert,
dann ffnet die TNC die Buchdatei [Link]. Sie knnen per
Volltextsuche oder per Navigation manuell die gewnschte
Erklrung suchen
Auch wenn Sie gerade einen NC-Satz editieren steht ein
kontextsensitiver Aufruf zur Verfgung:
Beliebigen NC-Satz whlen
Das gewnschte Wort markieren
Taste HELP drcken: Die TNC startet das Hilfesystem und
zeigt die Beschreibung zur aktiven Funktion. Dies gilt nicht fr
Zusatzfunktionen oder Zyklen, von Ihrem Maschinenhersteller
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 201
4 Programmierhilfen
4.8 Kontextsensitives Hilfesystem TNCguide
Im TNCguide navigieren
Am einfachsten knnen Sie per Maus im TNCguide navigieren.
Auf der linken Seite ist das Inhaltsverzeichnis sichtbar. Durch
Klick auf das nach rechts zeigende Dreieck die darunterliegenden
Kapitel anzeigen lassen oder direkt durch Klick auf den jeweiligen
Eintrag die entsprechende Seite anzeigen lassen. Die Bedienung ist
identisch zur Bedienung des Windows Explorers.
Verlinkte Textstellen (Querverweise) sind blau und unterstrichen
dargestellt. Ein Klick auf einen Link ffnet die entsprechende Seite.
Selbstverstndlich knnen Sie den TNCguide auch per Tasten und
Softkeys bedienen. Nachfolgende Tabelle enthlt eine bersicht der
entsprechenden Tastenfunktionen.
Softkey Funktion
Inhaltsverzeichnis links ist aktiv: Den
darunter- oder darberliegenden Eintrag
whlen
Textfenster rechts ist aktiv: Seite nach unten
oder nach oben verschieben, wenn Text
oder Grafiken nicht vollstndig angezeigt
werden
Inhaltsverzeichnis links ist aktiv:
Inhaltsverzeichnis aufklappen.
Textfenster rechts ist aktiv: Keine Funktion
Inhaltsverzeichnis links ist aktiv:
Inhaltsverzeichnis zuklappen
Textfenster rechts ist aktiv: Keine Funktion
Inhaltsverzeichnis links ist aktiv: Per Cursor-
Taste gewhlte Seite anzeigen
Textfenster rechts ist aktiv: Wenn Cursor
auf einem Link steht, dann Sprung auf die
verlinkte Seite
Inhaltsverzeichnis links ist aktiv: Reiter
umschalten zwischen Anzeige des
Inhaltsverzeichnisses, Anzeige des
Stichwortverzeichnisses und der Funktion
Volltextsuche und Umschalten auf die
rechte Bildschirmseite
Textfenster rechts ist aktiv: Sprung zurck
ins linke Fenster
Inhaltsverzeichnis links ist aktiv: Den
darunter- oder darberliegenden Eintrag
whlen
Textfenster rechts ist aktiv: Nchsten Link
anspringen
Zuletzt angezeigte Seite whlen
Vorwrts blttern, wenn Sie mehrfach die
Funktion zuletzt angezeigte Seite whlen
verwendet haben
202 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Kontextsensitives Hilfesystem TNCguide 4.8
Softkey Funktion
Eine Seite zurck blttern
Eine Seite nach vorne blttern
Inhaltsverzeichnis anzeigen/ausblenden
Wechseln zwischen Vollbilddarstellung und
reduzierter Darstellung. Bei reduzierter
Darstellung sehen Sie noch einen Teil der TNC-
Oberflche
Der Fokus wird intern auf die TNC-Anwendung
gewechselt, sodass Sie bei geffnetem
TNCguide die Steuerung bedienen knnen.
Wenn die Vollbilddarstellung aktiv ist, dann
reduziert die TNC vor dem Fokuswechsel
automatisch die Fenstergre
TNCguide beenden
Stichwort-Verzeichnis
Die wichtigsten Stichwrter sind im Stichwortverzeichnis (Reiter
Index) aufgefhrt und knnen von Ihnen per Mausklick oder durch
Selektieren per Pfeiltasten direkt gewhlt werden.
Die linke Seite ist aktiv.
Reiter Index whlen
Eingabefeld Schlsselwort aktivieren
Zu suchendes Wort eingeben, die TNC
synchronisiert dann das Stichwortverzeichnis
bezogen auf den eingegebenen Text, sodass Sie
das Stichwort in der aufgefhrten Liste schneller
finden knnen oder
Per Pfeiltaste gewnschtes Stichwort hell
hinterlegen
Mit Taste ENT Informationen zum gewhlten
Stichwort anzeigen lassen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 203
4 Programmierhilfen
4.8 Kontextsensitives Hilfesystem TNCguide
Volltextsuche
Im Reiter Suchen haben Sie die Mglichkeit, den kompletten
TNCguide nach einem bestimmten Wort zu durchsuchen.
Die linke Seite ist aktiv.
Reiter Suchen whlen
Eingabefeld Suchen: aktivieren
Zu suchendes Wort eingeben, mit der Taste ENT
besttigen: Die TNC listet alle Fundstellen auf, die
dieses Wort enthalten
Per Pfeiltaste gewnschte Stelle hell hinterlegen
Mit Taste ENT die gewhlte Fundstelle anzeigen
Die Volltextsuche knnen Sie immer nur mit einem
einzelnen Wort durchfhren.
Wenn Sie die Funktion Nur in Titeln suchen
aktivieren (per Maustaste oder durch Selektieren und
anschlieendes Bettigen der Leertaste), durchsucht
die TNC nicht den kompletten Text, sondern nur alle
berschriften.
204 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
4
Kontextsensitives Hilfesystem TNCguide 4.8
Aktuelle Hilfedateien downloaden
Die zu Ihrer TNC-Software passenden Hilfedateien finden Sie auf
der HEIDENHAIN-Homepage:
[Link]
[Link]
Navigieren Sie wie folgt zur passenden Hilfedatei:
TNC-Steuerungen
Baureihe, z. B. TNC 600
Gewnschte NC-Software-Nummer, z. [Link] 640 (34059x-07)
Aus der Tabelle Online-Hilfe (TNCguide) die gewnschte
Sprachversion whlen
ZIP-Datei herunterladen und entpacken
Die ausgepackten CHM-Dateien auf die TNC in das
Verzeichnis TNC:\tncguide\de oder in das entsprechende
Sprachunterverzeichnis bertragen
Wenn Sie die CHM-Dateien mit TNCremo zur
TNC bertragen, mssen Sie im Menpunkt
Extras >Konfiguration >Modus >bertragung im
Binrformat die Dateiendung .CHM eintragen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 205
4 Programmierhilfen
4.8 Kontextsensitives Hilfesystem TNCguide
Sprache TNC-Verzeichnis
Deutsch TNC:\tncguide\de
Englisch TNC:\tncguide\en
Tschechisch TNC:\tncguide\cs
Franzsisch TNC:\tncguide\fr
Italienisch TNC:\tncguide\it
Spanisch TNC:\tncguide\es
Portugiesisch TNC:\tncguide\pt
Schwedisch TNC:\tncguide\sv
Dnisch TNC:\tncguide\da
Finnisch TNC:\tncguide\fi
Niederlndisch TNC:\tncguide\nl
Polnisch TNC:\tncguide\pl
Ungarisch TNC:\tncguide\hu
Russisch TNC:\tncguide\ru
Chinesisch (simplified) TNC:\tncguide\zh
Chinesisch (traditional) TNC:\tncguide\zh-tw
Slowenisch TNC:\tncguide\sl
Norwegisch TNC:\tncguide\no
Slowakisch TNC:\tncguide\sk
Koreanisch TNC:\tncguide\kr
Trkisch TNC:\tncguide\tr
Rumnisch TNC:\tncguide\ro
206 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeuge
5 Werkzeuge
5.1 Werkzeugbezogene Eingaben
5.1 Werkzeugbezogene Eingaben
Vorschub F
Der Vorschub F ist die Geschwindigkeit, mit der sich der
Werkzeugmittelpunkt auf seiner Bahn bewegt. Der maximale
Vorschub kann fr jede Maschinenachse unterschiedlich sein und
ist durch die Maschinenparameter festgelegt.
Eingabe
Den Vorschub knnen Sie im TOOL CALL-Satz (Werkzeugaufruf)
und in jedem Positioniersatz eingeben.
Weitere Informationen: "Erstellen der NC-Stze mit den
Bahnfunktionstasten", Seite 254
In Millimeterprogrammen geben Sie den Vorschub F in der Einheit
mm/min ein, in Inch-Programmen aus Grnden der Auflsung in
1/10 inch/min. Alternativ knnen Sie mithilfe der entsprechenden
Softkeys den Vorschub in Millimeter pro Umdrehung (mm/1) FU
oder in Millimeter pro Zahn (mm/Zahn) FZ definieren.
Eilgang
Fr den Eilgang geben Sie F MAX ein. Zur Eingabe von F MAX
drcken Sie auf die Dialogfrage Vorschub F= ? die Taste ENT oder
den Softkey FMAX.
Um im Eilgang Ihrer Maschine zu verfahren,
knnen Sie auch den entsprechenden Zahlenwert,
z. B. F30000 programmieren. Dieser Eilgang wirkt im
Gegensatz zu FMAX nicht nur satzweise, sondern so
lange, bis Sie einen neuen Vorschub programmieren.
Wirkungsdauer
Der mit einem Zahlenwert programmierte Vorschub gilt bis zu dem
Satz, in dem ein neuer Vorschub programmiert wird. F MAX gilt nur
fr den Satz, in dem er programmiert wurde. Nach dem Satz mit F
MAX gilt wieder der letzte mit Zahlenwert programmierte Vorschub.
nderung whrend des Programmlaufs
Whrend des Programmlaufs ndern Sie den Vorschub mit dem
Vorschubpotentiometer F fr den Vorschub.
Der Vorschubpotentiometer reduziert den programmierten
Vorschub, nicht den von der Steuerung berechneten Vorschub.
208 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugbezogene Eingaben 5.1
Spindeldrehzahl S
Die Spindeldrehzahl S geben Sie in Umdrehungen pro Minute
(U/min) in einem TOOL CALL-Satz ein (Werkzeugaufruf). Alternativ
knnen Sie auch eine Schnittgeschwindigkeit Vc in Metern pro
Minute (m/min) definieren.
Programmierte nderung
Im Bearbeitungsprogramm knnen Sie die Spindeldrehzahl mit
einem TOOL CALL-Satz ndern, indem Sie ausschlielich die neue
Spindeldrehzahl eingeben:
Werkzeugaufruf programmieren: Taste TOOL CALL
drcken
Dialog Werkzeug-Nummer? mit Taste NO ENT
bergehen
Dialog Spindelachse parallel X/Y/Z ? mit Taste NO
ENT bergehen
Im Dialog Spindeldrehzahl S= ? neue
Spindeldrehzahl eingeben, mit Taste END
besttigen, oder per Softkey VC umschalten auf
Schnittgeschwindigkeitseingabe
nderung whrend des Programmlaufs
Whrend des Programmlaufs ndern Sie die Spindeldrehzahl mit
dem Drehzahl-Potentiometer S fr die Spindeldrehzahl.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 209
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
5.2 Werkzeugdaten
Voraussetzung fr die Werkzeugkorrektur
blicherweise programmieren Sie die Koordinaten der
Bahnbewegungen so, wie das Werkstck in der Zeichnung bemat
ist. Damit die TNC die Bahn des Werkzeugmittelpunkts berechnen,
also eine Werkzeugkorrektur durchfhren kann, mssen Sie Lnge
und Radius zu jedem eingesetzten Werkzeug eingeben.
Werkzeugdaten knnen Sie entweder mit der Funktion TOOL DEF
direkt im Programm oder separat in Werkzeugtabellen eingeben.
Wenn Sie die Werkzeugdaten in Tabellen eingeben, stehen
weitere werkzeugspezifische Informationen zur Verfgung. Die
TNC bercksichtigt alle eingegebenen Informationen, wenn das
Bearbeitungsprogramm luft.
Werkzeugnummer, Werkzeugname
Jedes Werkzeug ist durch eine Nummer zwischen 0 und 32767
gekennzeichnet. Wenn Sie mit Werkzeugtabellen arbeiten, knnen
Sie zustzlich Werkzeugnamen vergeben. Werkzeugnamen drfen
maximal aus 32 Zeichen bestehen.
Erlaubte Zeichen: # $ % & , - _ . 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWX
YZ
Kleinbuchstaben ersetzt die Steuerung beim
Speichern automatisch durch entsprechende
Grobuchstaben.
Verbotene Zeichen: <Leerzeichen> ! ( ) * + : ; <
=>?[/]^`{|}~
Das Werkzeug mit der Nummer 0 ist als Nullwerkzeug festgelegt
und hat die Lnge L=0 und den Radius R=0. In Werkzeugtabellen
sollten Sie das Werkzeug T0 ebenfalls mit L=0 und R=0 definieren.
Werkzeuglnge L
Die Werkzeuglnge L sollten Sie grundstzlich als absolute
Lnge bezogen auf den Werkzeugbezugspunkt eingeben.
Die TNC bentigt fr zahlreiche Funktionen in Verbindung mit
Mehrachsbearbeitung zwingend die Gesamtlnge des Werkzeugs.
Werkzeugradius R
Den Werkzeugradius R geben Sie direkt ein.
210 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Deltawerte fr Lngen und Radien
Deltawerte bezeichnen Abweichungen fr die Lnge und den
Radius von Werkzeugen.
Ein positiver Deltawert steht fr ein Aufma (DL, DR>0). Bei einer
Bearbeitung mit Aufma geben Sie den Wert fr das Aufma beim
Programmieren des Werkzeugaufrufs mit TOOL CALL ein.
Ein negativer Deltawert bedeutet ein Unterma (DL, DR<0). Ein
Unterma wird in der Werkzeugtabelle fr den Verschlei eines
Werkzeugs eingetragen.
Deltawerte geben Sie als Zahlenwerte ein, in einem TOOL CALL-
Satz knnen Sie den Wert auch mit einem Q-Parameter bergeben.
Eingabebereich: Deltawerte drfen maximal 99,999 mm
betragen.
Deltawerte aus der Werkzeugtabelle beeinflussen
die grafische Darstellung der Abtragssimulation.
Deltawerte aus dem TOOL CALL-Satz verndern
in der Simulation die dargestellte Gre des
Werkzeugs nicht. Die programmierten Deltawerte
verschieben aber das Werkzeug in der Simulation
um den definierten Betrag.
Deltawerte aus dem TOOL CALL-Satz beeinflussen
die Positionsanzeige abhngig vom optionalen
Maschinenparameter progToolCallDL (Nr. 124501).
Werkzeugdaten ins Programm eingeben
Der Maschinenhersteller legt den Funktionsumfang
der TOOL DEF-Funktion fest. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
Nummer, Lnge und Radius fr ein bestimmtes Werkzeug legen
Sie im Bearbeitungsprogramm einmal in einem TOOL DEF-Satz
fest:
Werkzeugdefinition whlen: Taste TOOL DEF drcken
Werkzeug-Nummer: Mit der Werkzeugnummer
ein Werkzeug eindeutig kennzeichnen
Werkzeug-Lnge: Korrekturwert fr die Lnge
Werkzeug-Radius: Korrekturwert fr den Radius
Whrend des Dialogs knnen Sie den Wert fr
die Lnge und den Radius direkt in das Dialogfeld
einfgen: Gewnschten Achs-Softkey drcken.
Beispiel
4 TOOL DEF 5 L+10 R+5
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 211
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben
In einer Werkzeugtabelle knnen Sie bis zu 32 767 Werkzeuge
definieren und deren Werkzeugdaten speichern. Beachten Sie
auch die Editierfunktionen in diesem Kapitel. Um zu einem
Werkzeug mehrere Korrekturdaten eingeben zu knnen
(Werkzeugnummer indizieren), fgen Sie eine Zeile ein und
erweitern die Werkzeugnummer durch einen Punkt und eine Zahl
von 1 bis 9 (z. B. T5.2).
Sie mssen die Werkzeugtabellen in folgenden Fllen verwenden:
Wenn Sie indizierte Werkzeuge, wie z. B. Stufenbohrer mit
mehreren Lngenkorrekturen, einsetzen wollen
Wenn Ihre Maschine mit einem automatischen
Werkzeugwechsler ausgerstet ist
Wenn Sie mit dem Bearbeitungszyklus 22 nachrumen wollen
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
Wenn Sie mit den Bearbeitungszyklen 251 bis 254 arbeiten
wollen
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
Wenn Sie weitere Werkzeugtabellen erstellen
oder verwalten, muss der Dateiname mit einem
Buchstaben beginnen.
In Tabellen knnen Sie mit der Taste
Bildschirmaufteilung zwischen einer Listenansicht
oder einer Formularansicht whlen.
Sie knnen die Ansicht der Werkzeugtabelle auch
ndern, wenn Sie die Werkzeugtabelle ffnen.
212 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Werkzeugtabelle: Standard-Werkzeugdaten
Abk. Eingaben Dialog
T Nummer, mit der das Werkzeug im Programm aufgerufen -
wird (z. B. 5, indiziert: 5.2)
NAME Name, mit dem das Werkzeug im Programm aufgerufen Werkzeug-Name?
wird (max. 32 Zeichen, nur Grobuchstaben, kein
Leerzeichen)
L Korrekturwert fr die Werkzeuglnge L Werkzeug-Lnge?
R Korrekturwert fr den Werkzeugradius R Werkzeug-Radius?
R2 Werkzeugradius R2 fr Eckenradiusfrser (nur Werkzeug-Radius 2?
frdreidimensionale Radiuskorrektur odergrafische
Darstellung der Bearbeitung mit Radiusfrser)
DL Deltawert Werkzeuglnge L Aufma Werkzeug-Lnge?
DR Deltawert Werkzeugradius R Aufma Werkzeug-Radius?
DR2 Deltawert Werkzeugradius R2 Aufma Werkzeug-Radius 2?
TL Werkzeugsperre setzen Werkzeug gesperrt? Ja=ENT/
(TL: Fr ToolLocked = engl. Werkzeug gesperrt) Nein=NOENT
RT Nummer eines Schwesterwerkzeugs wenn vorhanden Schwester-Werkzeug?
als Ersatzwerkzeug (RT: Fr ReplacementTool = engl.
Ersatzwerkzeug)
Leeres Feld oder Eingabe 0 bedeutet kein
Schwesterwerkzeug definiert
TIME1 Maximale Standzeit des Werkzeugs in Minuten. Maximale Standzeit?
Diese Funktion ist maschinenabhngig und ist im
Maschinenhandbuch beschrieben
TIME2 Maximale Standzeit des Werkzeugs bei einem Max. Standzeit bei TOOL CALL?
Werkzeugaufruf in Minuten: Erreicht oder berschreitet
die aktuelle Standzeit diesen Wert, so setzt die TNC beim
nchsten TOOL CALL das Schwesterwerkzeug ein
CUR_TIME Aktuelle Standzeit des Werkzeugs in Minuten: Die TNC Aktuelle Standzeit?
zhlt die aktuelle Standzeit (CUR_TIME: Fr CURrentTIME
= engl. aktuelle/laufende Zeit) selbstttig hoch. Fr
benutzte Werkzeuge knnen Sie eine Vorgabe eingeben
TYP Werkzeugtyp: Taste ENT drcken um das Feld zu Werkzeug Typ?
editieren; Die Taste GOTO ffnet ein Fenster, in dem
Sie den Werkzeugtyp whlen knnen. Werkzeugtypen
knnen Sie vergeben, um Anzeigefiltereinstellungen
so zu treffen, dass nur der gewhlte Typ in der Tabelle
sichtbar ist
DOC Kommentar zum Werkzeug (max. 32 Zeichen) Werkzeug-Kommentar?
PLC Information zu diesem Werkzeug, die an die PLC PLC-Status?
bertragen werden soll
LCUTS Schneidenlnge des Werkzeugs fr Zyklus 22 Schneidenlnge in der WKZ-
Achse?
ANGLE Maximaler Eintauchwinkel des Werkzeugs bei pendelnder Maximaler Eintauchwinkel?
Eintauchbewegung fr Zyklen 22 und 208
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 213
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Abk. Eingaben Dialog
NMAX Begrenzung der Spindeldrehzahl fr dieses Werkzeug. Maximaldrehzahl [1/min]
berwacht wird sowohl der programmierte Wert
(Fehlermeldung) als auch eine Drehzahlerhhung ber
Potentiometer. Funktion inaktiv: eingeben.
Eingabebereich: 0 bis +999 999, Funktion inaktiv:
eingeben
LIFTOFF Festlegung, ob die TNC das Werkzeug bei einem NC- Abheben erlaubt? Ja=ENT/
Stopp in Richtung der positiven Werkzeugachse freifahren Nein=NOENT
soll, um Freischneidemarkierungen auf der Kontur zu
vermeiden. Wenn Y definiert ist, hebt die TNC das
Werkzeug von der Kontur ab, wenn M148 aktiviert wurde.
Weitere Informationen: "Werkzeug bei NC-Stopp
automatisch von der Kontur abheben: M148", Seite 433
TP_NO Verweis auf die Nummer des Tastsystems in der Nummer des Tastsystems
Tastsystemtabelle
T-ANGLE Spitzenwinkel des Werkzeugs. Wird vom Zyklus Spitzenwinkel
Zentrieren (Zyklus 240) verwendet, um aus der
Durchmesser-Eingabe die Zentrier-Tiefe berechnen zu
knnen
PITCH Gewindesteigung des Werkzeugs. Wird von den Zyklen Werkzeug Gewinde-Steigung?
zum Gewindebohren (Zyklus 206, Zyklus 207 und Zyklus
209) verwendet. Ein positives Vorzeichen entspricht
einem Rechtsgewinde
AFC Regelstrategie fr die adaptive Vorschubregelung aus Regelstrategie
der [Link]. In der Werkzeugtabelle die Auswahl
mithilfe des Softkeys AUSWHLEN ffnen und mit dem
Softkey OK bernehmen. In der Werkzeugverwaltung die
Auswahl mithilfe der Taste GOTO ffnen und mit dem
Softkey WHLEN bernehmen.
Eingabebereich: Max. 10 Zeichen
AFC-LOAD Werkzeugabhngige Regelreferenzleistung fr die Referenzleistung fr AFC [%]
adaptive Vorschubregelung.
Die Eingabe in Prozent bezieht sich auf die
Spindelnennleistung.
Den vorgegebenen Wert verwendet die Steuerung sofort
fr die Regelung, wodurch ein Lernschnitt entfllt. Der
Wert sollte vorab mit einem Lernschnitt ermittelt werden.
Weitere Informationen: "Lernschnitt durchfhren",
Seite 455
AFC-OVLD1 Schnittbezogene Werkzeugverschleiberwachung fr die AFC berlast Vorwarnstufe [%]
adaptive Vorschubregelung.
Die Eingabe in Prozent bezieht sich auf die
Regelreferenzleistung. Der Wert 0 schaltet die
berwachungsfunktion ab. Ein leeres Feld hat keinerlei
Wirkung.
Weitere Informationen: "Werkzeugverschlei
berwachen", Seite 463
214 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Abk. Eingaben Dialog
AFC-OVLD2 Schnittbezogene Werkzeuglastberwachung AFC berlast Abschaltstufe [%]
(Werkzeugbruchkontrolle) fr die adaptive
Vorschubregelung.
Die Eingabe in Prozent bezieht sich auf die
Regelreferenzleistung. Der Wert 0 schaltet die
berwachungsfunktion ab. Ein leeres Feld hat keinerlei
Wirkung.
Weitere Informationen: "Werkzeuglast berwachen",
Seite 463
LAST_USE Datum und Uhrzeit, zu der die TNC das Werkzeug das Datum/Uhrzeit letzter Wz.-
letzte Mal per TOOL CALL eingewechselt hat Aufruf
PTYP Werkzeugtyp zur Auswertung in der Platztabelle Werkzeugtyp fr Platz-Tabelle?
Funktion wird vom Maschinenhersteller definiert.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.
ACC Aktive Ratterunterdrckung fr das jeweilige Werkzeug ACC aktiv? Ja=ENT/
aktivieren oder deaktivieren (Seite 464). Nein=NOENT
Eingabebereich: N (inaktiv) und Y (aktiv)
KINEMATIC Werkzeugtrgerkinematik per Softkey AUSWHLEN Werkzeugtrger-Kinematik
einblenden und mit Softkey OK Dateiname und Pfad
bernehmen (in der Werkzeugverwaltung mithilfe
der Taste GOTO einblenden und mithilfe des Softkeys
WHLEN bernehmen).
Weitere Informationen: "Parametrisierte Werkzeugtrger
zuweisen", Seite 449
DR2TABLE Liste der Korrekturwerttabellen per Softkey AUSWHLEN Korrekturwert-Tabelle fr DR2
einblenden und Korrekturwerttabelle whlen (ohne
Endung und Pfad).
Die Korrekturwerttabellen sind unter TNC:\system\3D-
ToolComp gespeichert.
Weitere Informationen: "Eingriffswinkelabhngige 3D-
Werkzeugradiuskorrektur (Option #92)", Seite 540
OVRTIME Zeit zum berziehen der Werkzeugstandzeit in Minuten berziehen der
Weitere Informationen: "Standzeit berziehen", Werkzeugstandzeit
Seite 230
Funktion wird vom Maschinenhersteller definiert.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 215
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Werkzeugtabelle: Werkzeugdaten fr die automatische
Werkzeugvermessung
Beschreibung der Zyklen zur automatischen
Werkzeugvermessung.
Weitere Informationen: Benutzerandbuch
Zyklenprogrammierung
Abk. Eingaben Dialog
CUT Anzahl der Werkzeugschneiden (max. 99 Schneiden) Anzahl der Schneiden?
LTOL Zulssige Abweichung von der Werkzeuglnge L fr Verschlei-Toleranz: Lnge?
Verschleierkennung. Wenn der eingegebene Wert
berschritten wird, dann sperrt die TNC das Werkzeug
(Status L). Eingabebereich: 0 bis 0,9999 mm
RTOL Zulssige Abweichung vom Werkzeugradius R fr Verschlei-Toleranz: Radius?
Verschleierkennung. Wenn der eingegebene Wert
berschritten wird, dann sperrt die TNC das Werkzeug
(Status L). Eingabebereich: 0 bis 0,9999 mm
R2TOL Zulssige Abweichung vom Werkzeugradius R2 fr Verschlei-Toleranz: Radius 2?
Verschleierkennung. Wenn der eingegebene Wert
berschritten wird, dann sperrt die TNC das Werkzeug
(Status L). Eingabebereich: 0 bis 0,9999 mm
DIRECT Schneidrichtung des Werkzeugs fr Vermessung mit Schneid-Richtung? M4=ENT/
drehendem Werkzeug M3=NOENT
R-OFFS Lngenvermessung: Versatz des Werkzeugs zwischen Werkzeug-Versatz: Radius?
Stylus-Mitte und Werkzeugmitte. Voreinstellung: Kein
Wert eingetragen (Versatz = Werkzeugradius)
L-OFFS Radiusvermessung: Zustzlicher Versatz des Werkzeugs Werkzeug-Versatz: Lnge?
zu offsetToolAxis zwischen Stylus-Oberkante und
Werkzeugunterkante. Voreinstellung: 0
LBREAK Zulssige Abweichung von der Werkzeuglnge L Bruch-Toleranz: Lnge?
fr Brucherkennung. Wenn der eingegebene Wert
berschritten wird, dann sperrt die TNC das Werkzeug
(Status L). Eingabebereich: 0 bis 3,2767 mm
RBREAK Zulssige Abweichung vom Werkzeugradius R fr Bruch-Toleranz: Radius?
Brucherkennung. Wenn der eingegebene Wert
berschritten wird, dann sperrt die TNC das Werkzeug
(Status L). Eingabebereich: 0 bis 0,9999 mm
216 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Werkzeugtabellen editieren
Die fr den Programmlauf gltige Werkzeugtabelle hat den
Dateinamen TOOL.T und muss im Verzeichnis TNC:\table
gespeichert sein.
Werkzeugtabellen, die Sie archivieren oder fr den Programmtest
einsetzen wollen, geben Sie einen beliebigen anderen Dateinamen
mit der Endung.T. Fr die Betriebsarten Programm-Test und
Programmieren verwendet die TNC standardmig auch die
Werkzeugtabelle TOOL.T. Zum Editieren drcken Sie in der
Betriebsart Programm-Test den Softkey WERKZEUG TABELLE.
Werkzeugtabelle TOOL.T ffnen:
Beliebige Maschinen-Betriebsart whlen
Werkzeugtabelle whlen: Softkey WERKZEUG
TABELLE drcken
Softkey EDITIEREN auf EIN setzen
Wenn Sie die Werkzeugtabelle editieren, ist das
angewhlte Werkzeug gesperrt. Wenn dieses
Werkzeug im abgearbeiteten NC-Programm bentigt
wird, zeigt die TNC die Meldung: Werkzeugtabelle
verriegelt.
Beim Anlegen eines neuen Werkzeugs bleiben
die Spalten Lnge und Radius leer, bis Sie Werte
eingeben. Wenn man versucht, ein solches neu
angelegtes Werkzeug einzuwechseln, bricht die
Steuerung mit einer Fehlermeldung ab. Dadurch
knnen Sie kein Werkzeug einwechseln, fr das noch
keine Daten eingegeben wurden.
Nur bestimmte Werkzeugtypen anzeigen (Filtereinstellung)
Softkey TABELLEN FILTER drcken
Gewnschten Werkzeugtyp per Softkey whlen: Die TNC zeigt
nur die Werkzeuge des gewhlten Typs an
Filter wieder aufheben: Softkey ALLE ANZ. drcken
Der Maschinenhersteller passt den Funktionsumfang
der Filterfunktion an Ihre Maschine an. Beachten Sie
Ihr Maschinenhandbuch!
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 217
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Spalten der Werkzeugtabelle ausblenden oder sortieren
Sie knnen die Darstellung der Werkzeugtabelle an Ihre
Bedrfnisse anpassen. Spalten, die nicht angezeigt werden,
knnen Sie einfach ausblenden:
Softkey SPALTEN SORTIEREN/ AUSBLENDEN drcken
Gewnschten Spaltenamen mit der Pfeiltaste whlen
Softkey SPALTE AUSBLENDEN drcken, um diese Spalte aus der
Tabellenansicht zu entfernen
Sie knnen auch die Reihenfolge ndern, in der die Tabellenspalten
angezeigt werden:
ber das Dialogfeld Verschieben vor: knnen Sie die
Reihenfolge ndern, in der die Tabellenspalten angezeigt
werden. Der in Angezeigte Spalten: markierte Eintrag wird vor
diese Spalte geschoben
Sie knnen im Formular mit einer angeschlossenen Maus oder mit
der TNC-Tastatur navigieren. Navigation mit der TNC-Tastatur:
Drcken Sie die Navigationstasten, um in die
Eingabefelder zu springen. Innerhalb eines
Eingabefelds knnen Sie mit den Pfeiltasten
navigieren. Aufklappbare Mens ffnen Sie mit der
Taste GOTO
Mit der Funktion Anzahl der Spalten fixieren
knnen Sie festlegen, wie viele Spalten (0-3) am
linken Bildschirmrand fixiert werden. Diese Spalten
werden auch dann angezeigt, wenn Sie in der Tabelle
nach rechts navigieren.
Beliebige andere Werkzeugtabelle ffnen
Betriebsart Programmieren whlen
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT
drcken
Whlen Sie eine Datei oder geben einen neuen
Dateinamen ein. Besttigen Sie mit der Taste ENT
oder mit dem Softkey WHLEN
Wenn Sie eine Werkzeugtabelle zum Editieren geffnet haben,
dann bewegen Sie den Cursor in der Tabelle mit den Pfeiltasten
oder mit den Softkeys auf jede beliebige Position. An einer
beliebigen Position knnen Sie die gespeicherten Werte
berschreiben oder neue Werte eingeben. Zustzliche Funktionen
entnehmen Sie aus nachfolgender Tabelle.
Softkey Editierfunktionen fr die Werkzeugtabellen
Tabellenanfang whlen
Tabellenende whlen
Vorherige Tabellenseite whlen
Nchste Tabellenseite whlen
218 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Softkey Editierfunktionen fr die Werkzeugtabellen
Text oder Zahl suchen
Sprung zum Zeilenanfang
Sprung zum Zeilenende
Hell hinterlegtes Feld kopieren
Kopiertes Feld einfgen
Eingebbare Anzahl von Zeilen (Werkzeugen)
am Tabellenende anfgen
Zeile mit eingebbarer Werkzeugnummer
einfgen
Aktuelle Zeile (Werkzeug) lschen
Werkzeuge nach dem Inhalt einer whlbaren
Spalte sortieren
Mgliche Eingaben aus einem
berblendfenster whlen
Alle Bohrer in der Werkzeugtabelle anzeigen
Alle Frser in der Werkzeugtabelle anzeigen
Alle Gewindebohrer / Gewindefrser in der
Werkzeugtabelle anzeigen
Alle Taster in der Werkzeugtabelle anzeigen
Beliebige andere Werkzeugtabelle verlassen
Dateiverwaltung aufrufen und eine Datei eines anderen Typs
whlen, z. B. ein Bearbeitungsprogramm
Werkzeugtabelle fr Drehwerkzeuge
Bei der Verwaltung von Drehwerkzeugen werden andere
geometrische Beschreibungen bercksichtigt wie
bei Frswerkzeugen oder Bohrwerkzeugen. Um eine
Schneidenradiuskorrektur ausfhren zu knnen, ist z. B. eine
Definition des Schneidenradius notwendig. Die TNC bietet hierfr
eine spezielle Werkzeugverwaltung fr die Drehwerkzeuge.
Weitere Informationen: "Werkzeugdaten", Seite 569
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 219
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Werkzeugtabellen importieren
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch! Der
Maschinenhersteller kann die Funktion TABELLE
IMPORTIEREN anpassen.
Wenn Sie eine Werkzeugtabelle von einer iTNC 530 auslesen
und an einer TNC 640 einlesen, mssen Sie Format und Inhalt
anpassen, bevor Sie die Werkzeugtabelle verwenden knnen.
An der TNC 640 knnen Sie die Anpassung der Werkzeugtabelle
komfortabel mit der Funktion ITNC 530 TABELLE IMPORT.
durchfhren. Die TNC konvertiert den Inhalt der eingelesenen
Werkzeugtabelle in ein fr die TNC 640 gltiges Format und
speichert die nderungen in der gewhlten Datei.
Beachten Sie folgende Vorgehensweise:
Speichern Sie die Werkzeugtabelle der iTNC 530 in das
Verzeichnis TNC:\table
Whlen Sie die Betriebsart: Taste Programmieren
drcken
Whlen Sie Dateiverwaltung: Taste PGM MGT
drcken
Bewegen Sie den Cursor auf die Werkzeugtabelle,
die Sie importieren mchten
Drcken Sie den Softkey ZUSTZL. FUNKT.
Schalten Sie die Softkey-Leiste um
Softkey ITNC 530 TABELLE IMPORT. drcken: Die
TNC fragt, ob die angewhlte Werkzeugtabelle
berschrieben werden soll
Datei nicht berschreiben: Softkey ABBRUCH drcken oder
Datei berschreiben: Softkey OK drcken
ffnen Sie die konvertierte Tabelle und prfen Sie den Inhalt
Neue Spalten der Werkzeugtabelle sind Grn hinterlegt
Softkey UPDATE-HINWEISE ENTFERNEN drcken: Die Grnen
Spalten werden wieder Wei angezeigt
220 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
In der Werkzeugtabelle sind in der Spalte Name
folgende Zeichen erlaubt: # $ % & , - . 0 1 2 3 4 5 6 7
89@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUV
WXYZ_
Die TNC wandelt ein Komma im Werkzeugnamen
beim Importieren in einen Punkt um.
Die TNC berschreibt die angewhlte
Werkzeugtabelle beim Ausfhren der Funktion
TABELLE IMPORTIEREN. Sichern Sie vor dem
Importieren Ihre originale Werkzeugtabelle, um
Datenverlust zu vermeiden!
Wie Sie Werkzeugtabellen ber die TNC-
Dateiverwaltung kopieren knnen, ist in dem
Abschnitt Dateiverwaltung beschrieben.
Weitere Informationen: "Tabelle kopieren", Seite 158
Beim Import von Werkzeugtabellen der iTNC 530
werden alle vorhandenen Werkzeugtypen mit
dem entsprechenden Werkzeugtyp importiert.
Nicht vorhandene Werkzeugtypen werden als
Typ Undefiniert importiert. berprfen Sie die
Werkzeugtabelle nach dem Importieren.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 221
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Werkzeugdaten von einem externen PC aus
berschreiben
Anwendung
Eine besonders komfortable Mglichkeit, beliebige Werkzeugdaten
von einem externen PC aus zu berschreiben, bietet die
HEIDENHAIN-Datenbertragungs-Software TNCremo.
Weitere Informationen: "Software fr Datenbertragung",
Seite 723
Wenn Sie Werkzeugdaten auf einem externen Voreinstellgert
ermitteln und anschlieend zur TNC bertragen wollen, dann tritt
dieser Anwendungsfall auf.
Voraussetzungen
Neben der Option #18 HEIDENHAIN DNC ist TNCremo ab Version
3.1 mit TNCremoPlus Funktionen notwendig.
Vorgehensweise
Werkzeugtabelle TOOL.T auf der TNC kopieren, z. B. nach TST.T
Datenbertragungs-Software TNCremo auf dem PC starten
Verbindung zur TNC erstellen
Kopierte Werkzeugtabelle TST.T zum PC bertragen
Datei TST.T mit einem beliebigen Texteditor auf die Zeilen
und Spalten reduzieren, die gendert werden sollen (siehe
Bild). Darauf achten, dass die Kopfzeile nicht verndert
wird und die Daten immer bndig in der Spalte stehen. Die
Werkzeugnummer (Spalte T) muss nicht fortlaufend sein
In der TNCremo den Menpunkt <Extras> und <TNCcmd>
whlen: TNCcmd wird gestartet
Um die Datei TST.T zur TNC zu bertragen, folgenden
Befehl eingeben und mit Return ausfhren (siehe Bild):
put tst.t tool.t /m
Bei der bertragung werden nur die Werkzeugdaten
berschrieben, die in der Teildatei (z. B. TST.T)
definiert sind. Alle anderen Werkzeugdaten der
Tabelle TOOL.T bleiben unverndert.
Wie Sie Werkzeugtabellen ber die TNC-
Dateiverwaltung kopieren knnen, ist in der
Dateiverwaltung beschrieben.
Weitere Informationen: "Tabelle kopieren", Seite 158
222 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Platztabelle fr Werkzeugwechsler
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch! Der
Maschinenhersteller passt den Funktionsumfang der
Platztabelle an Ihre Maschine an.
Sie bentigen eine Platztabelle fr den automatischen
Werkzeugwechsel. In der Platztabelle verwalten Sie die Belegung
Ihres Werkzeugwechslers. Die Platztabelle befindet sich im
Verzeichnis TNC:\TABLE. Der Maschinenhersteller kann Name,
Pfad und Inhalt der Platztabelle anpassen. Ggf. knnen Sie auch
unterschiedliche Ansichten ber die Softkeys im Men TABELLEN
FILTER whlen.
Platztabelle in einer Programmlauf-Betriebsart editieren
Werkzeugtabelle whlen: Softkey WERKZEUG
TABELLE drcken
Platztabelle whlen: Softkey PLATZ TABELLE
drcken
Softkey EDITIEREN auf EIN setzen, kann ggf. an
Ihrer Maschine nicht ntig oder mglich sein:
Maschinenhandbuch beachten
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 223
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Platztabelle in der Betriebsart Programmieren whlen
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Wahl der Dateitypen anzeigen: Softkey ALLE ANZ.
drcken
Whlen Sie eine Datei oder geben einen neuen
Dateinamen ein. Besttigen Sie mit der Taste ENT
oder mit dem Softkey WHLEN
Abk. Eingaben Dialog
P Platznummer des Werkzeugs im Werkzeugmagazin -
T Werkzeugnummer Werkzeug-Nummer?
RSV Platzreservierung fr Flchenmagazin Platz reserv.:
Ja=ENT/Nein =
NOENT
ST Werkzeug ist Sonderwerkzeug (ST: fr Special Tool = engl. Sonderwerkzeug?
Sonderwerkzeug); wenn Ihr Sonderwerkzeug Pltze vor
und hinter seinem Platz blockiert, dann sperren Sie den
entsprechenden Platz in der Spalte L (Status L)
F Werkzeug immer auf gleichen Platz im Magazin Festplatz? Ja = ENT /
zurckwechseln (F: fr Fixed = engl. festgelegt) Nein = NO ENT
L Platz sperren (L: fr Locked = engl. gesperrt) Platz gesperrt Ja =
ENT / Nein = NO ENT
DOC Anzeige des Kommentars zum Werkzeug aus TOOL.T -
PLC Information, die zu diesem Werkzeugplatz an die PLC PLC-Status?
bertragen werden soll
P1 ... P5 Funktion wird vom Maschinenhersteller definiert. Wert?
Maschinendokumentation beachten
PTYP Werkzeugtyp. Funktion wird vom Maschinenhersteller definiert. Werkzeugtyp fr
Maschinendokumentation beachten Platztabelle?
LOCKED_ABOVE Flchenmagazin: Platz oberhalb sperren Platz oben sperren?
LOCKED_BELOW Flchenmagazin: Platz unterhalb Sperren Platz unten sperren?
LOCKED_LEFT Flchenmagazin: Platz links sperren Platz links sperren?
LOCKED_RIGHT Flchenmagazin: Platz rechts sperren Platz rechts
sperren?
224 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Softkey Editierfunktionen fr Platztabellen
Tabellenanfang whlen
Tabellenende whlen
Vorherige Tabellenseite whlen
Nchste Tabellenseite whlen
Platztabelle zurcksetzen
Spalte Werkzeugnummer T zurcksetzen
Sprung zum Anfang der Zeile
Sprung zum Ende der Zeile
Werkzeugwechsel simulieren
Werkzeug aus der Werkzeugtabelle whlen:
TNC blendet den Inhalt der Werkzeugtabelle
ein. Mit Pfeiltasten Werkzeug whlen, mit
Softkey OK in die Platztabelle bernehmen
Aktuelles Feld editieren
Ansicht sortieren
Der Maschinenhersteller legt Funktion, Eigenschaft
und Bezeichnung der verschiedenen Anzeigefilter
fest. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 225
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Werkzeugdaten aufrufen
Einen Werkzeugaufruf TOOL CALL im Bearbeitungsprogramm
programmieren Sie mit folgenden Angaben:
Werkzeugaufruf mit Taste TOOL CALL whlen
Werkzeug-Nummer: Nummer oder Name des
Werkzeugs eingeben. Das Werkzeug haben
Sie zuvor in einem TOOL DEF-Satz oder in der
Werkzeugtabelle festgelegt. Mit dem Softkey
WERKZEUGNAME knnen Sie einen Namen
eingeben, mit dem Softkey QS geben Sie einen
String-Parameter ein. Einen Werkzeugnamen
setzt die TNC automatisch in Anfhrungszeichen.
Einem String-Parameter mssen Sie vorher
einen Werkzeugnamen zuweisen. Namen
beziehen sich auf einen Eintrag in der aktiven
Werkzeugtabelle TOOL.T. Um ein Werkzeug mit
anderen Korrekturwerten aufzurufen, geben Sie
den in der Werkzeugtabelle definierten Index
nach einem Dezimalpunkt mit ein. Per Softkey
AUSWHLEN knnen Sie ein Fenster einblenden,
ber das Sie ein in der Werkzeugtabelle TOOL.T
definiertes Werkzeug direkt ohne Eingabe der
Nummer oder des Namens whlen knnen
Spindelachse parallel X/Y/Z: Werkzeugachse
eingeben
Spindeldrehzahl S: Spindeldrehzahl S in
Umdrehungen pro Minute (U/min) eingeben.
Alternativ knnen Sie eine Schnittgeschwindigkeit
Vc in Metern pro Minute (m/min) definieren.
Drcken Sie dazu den Softkey VC
Vorschub F: Vorschub F in Millimeter pro
Minute (mm/min) eingeben. Alternativ knnen
Sie mithilfe der entsprechenden Softkeys den
Vorschub in Millimeter pro Umdrehung (mm/1)
FU oder in Millimeter pro Zahn (mm/Zahn) FZ
[Link] Vorschub wirkt solange, bis Sie in
einem Positioniersatz oder in einem TOOL CALL-
Satz einen neuen Vorschub programmieren
Aufma Werkzeug-Lnge DL: Deltawert fr die
Werkzeuglnge
Aufma Werkzeug-Radius DR: Deltawert fr den
Werkzeugradius
Aufma Werkzeug-Radius DR2: Deltawert fr den
Werkzeugradius 2
226 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Wenn Sie das berblendfenster zur
Werkzeugauswahl ffnen, markiert die TNC alle im
Werkzeugmagazin vorhandenen Werkzeuge grn.
Sie knnen in dem berblendfenster auch nach
einem Werkzeug suchen. Hierzu drcken Sie
GOTO oder den Softkey SUCHEN und geben die
Werkzeugnummer oder den Werkzeugnamen ein.
Mit dem Softkey OK knnen Sie das Werkzeug in
den Dialog bernehmen.
Beispiel: Werkzeugaufruf
Aufgerufen wird Werkzeug Nummer 5 in der Werkzeugachse
Z mit der Spindeldrehzahl 2500 U/min und einem Vorschub
von 350 mm/min. Das Aufma fr die Werkzeuglnge und den
Werkzeugradius 2 betragen 0,2 bzw. 0,05 mm, das Unterma fr
den Werkzeugradius 1 mm.
20 TOOL CALL 5.2 Z S2500 F350 DL+0,2 DR-1 DR2+0,05
Das D vor L, R und R2 steht fr Delta-Wert.
Vorauswahl von Werkzeugen
Die Vorauswahl von den Werkzeugen mit TOOL DEF
ist eine maschinenabhngige Funktion. Beachten Sie
Ihr Maschinenhandbuch!
Wenn Sie Werkzeugtabellen einsetzen, dann treffen Sie mit einem
TOOL DEF-Satz eine Vorauswahl fr das nchste einzusetzende
Werkzeug. Dazu geben Sie die Werkzeugnummer, einen Q-
Parameter oder einen Werkzeugnamen in Anfhrungszeichen ein.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 227
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Werkzeugwechsel
Automatischer Werkzeugwechsel
Der Werkzeugwechsel ist eine maschinenabhngige
Funktion. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Beim automatischen Werkzeugwechsel wird der Programmlauf
nicht unterbrochen. Bei einem Werkzeugaufruf mit TOOL CALL
wechselt die TNC das Werkzeug aus dem Werkzeugmagazin ein.
Automatischer Werkzeugwechsel beim berschreiten der
Standzeit: M101
M101 ist eine maschinenabhngige Funktion.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Die TNC kann, nach Ablaufen einer vorgegebenen Standzeit,
automatisch ein Schwesterwerkzeug einwechseln und mit diesem
die Bearbeitung fortfhren. Aktivieren Sie hierzu die Zusatzfunktion
M101. Die Wirkung von M101 knnen Sie mit M102 wieder
aufheben.
In der Werkzeugtabelle tragen Sie in der Spalte TIME2 die
Standzeit des Werkzeuges ein, nach der die Bearbeitung mit einem
Schwesterwerkzeug fortgesetzt werden soll. Die TNC trgt in der
Spalte CUR_TIME die jeweils aktuelle Standzeit des Werkzeuges
ein. berschreitet die aktuelle Standzeit den in der Spalte TIME2
eingetragenen Wert, wird sptestens eine Minute nach Ablauf
der Standzeit, an der nchsten mglichen Programmstelle ein
Schwesterwerkzeug eingewechselt. Der Wechsel erfolgt erst,
nachdem der NC-Satz beendet ist.
Die TNC fhrt den automatischen Werkzeugwechsel an
einer geeigneten Programmstelle aus. Der automatische
Werkzeugwechsel wird nicht durchgefhrt:
whrend Bearbeitungszyklen ausgefhrt werden
whrend eine Radiuskorrektur (RR/RL) aktiv ist
direkt nach einer Anfahrfunktionen APPR
direkt vor einer Wegfahrfunktion DEP
direkt vor und nach CHF und RND
whrend Makros ausgefhrt werden
whrend ein Werkzeugwechsel durchgefhrt wird
direkt nach einem TOOLCALL oder TOOLDEF
whrend SL-Zyklen ausgefhrt werden
228 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Achtung Gefahr fr Werkzeug und Werkstck!
Den automatischen Werkzeugwechsel mit M102
ausschalten, wenn Sie mit Sonderwerkzeugen (z. B.
Scheibenfrser) arbeiten, da die TNC das Werkzeug
zunchst immer in Werkzeugachsrichtung vom
Werkstck wegfhrt.
Durch die berprfung der Standzeit bzw. die Berechnung des
automatischen Werkzeugwechsels kann sich, vom NC-Programm
abhngig, die Bearbeitungszeit erhhen. Hierauf knnen Sie mit
dem optionalen Eingabeparameter BT (Block Tolerance) Einfluss
nehmen.
Wenn Sie die Funktion M101 eingeben, fhrt die TNC den Dialog
mit der Abfrage nach BT fort. Hier definieren Sie die Anzahl der NC-
Stze (1 - 100), um die sich der automatische Werkzeugwechsel
verzgern darf. Der sich daraus ergebende Zeitraum, um den
sich der Werkzeugwechsel verzgert, ist abhngig vom Inhalt
der NC-Stze (z. B. Vorschub, Wegstrecke). Wenn Sie BT nicht
definieren, verwendet die TNC den Wert 1 oder ggf. einen vom
Maschinenhersteller festgelegten Standard-Wert.
Je mehr Sie den Wert BT erhhen, umso geringer
wird sich eine eventuelle Laufzeitverlngerung
durch M101 auswirken. Beachten Sie, dass der
automatische Werkzeugwechsel dadurch spter
ausgefhrt wird!
Um einen geeigneten Ausgangswert fr BT zu
errechnen, verwenden Sie die Formel BT = 10:
Durchschnittliche Bearbeitungszeit eines NC-
Satzes in Sekunden. Runden Sie ein ungerades
Ergebnis auf. Falls der berechnete Wert grer als
100 ist, verwenden Sie den maximalen Eingabewert
100.
Wenn Sie die aktuelle Standzeit eines Werkzeuges
rcksetzen wollen (z. B. nach einem Wechsel der
Schneideplatten) tragen Sie in der Spalte CUR_TIME
den Wert 0 ein.
Die Funktion M101 steht fr Drehwerkzeuge und im
Drehbetrieb nicht zur Verfgung.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 229
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Standzeit berziehen
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Diese Funktion muss vom Maschinenhersteller
freigegeben und angepasst werden.
Der Werkzeugzustand am Ende der geplanten Standzeit hngt
u. a. von Werkzeugtyp, Art der Bearbeitung und Werkstckmaterial
ab. Sie geben in der Spalte OVRTIME der Werkzeugtabelle die
Zeit in Minuten ein, die das Werkzeug ber die Standzeit hinaus
verwendet werden darf.
Der Maschinenhersteller legt fest, ob diese Spalte freigegeben ist
und wie sie bei der Werkzeugsuche verwendet wird.
Voraussetzungen fr NC-Stze mit Flchennormalen-Vektoren
und 3D-Korrektur
Der aktive Radius (R + DR) des Schwesterwerkzeugs darf nicht vom
Radius des Originalwerkzeugs abweichen. Deltawerte (DR) geben
Sie entweder in der Werkzeugtabelle oder im TOOL CALL-Satz ein.
Bei Abweichungen zeigt die TNC einen Meldetext an und wechselt
das Werkzeug nicht ein. Mit der M-Funktion M107 unterdrcken Sie
diesen Meldetext, mit M108 aktivieren Sie ihn wieder.
Weitere Informationen: "Dreidimensionale Werkzeugkorrektur
(Option #9)", Seite 531
230 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Werkzeugeinsatzprfung
Voraussetzungen
Die Funktion Werkzeugeinsatzprfung muss vom
Maschinenhersteller freigegeben werden.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Die Funktion Werkzeugeinsatzprfung steht fr die
Drehwerkzeuge nicht zur Verfgung.
Um eine Werkzeugeinsatzprfung durchfhren zu knnen,
mssen Sie im MOD-Men Werkzeugeinsatzdateien erzeugen
einschalten.
Weitere Informationen: "Werkzeugeinsatzdatei", Seite 713
Werkzeugeinsatzdatei erzeugen
Abhngig von der Einstellung im MOD-Men haben Sie folgende
Mglichkeiten, die Werkzeugeinsatzdatei zu erzeugen:
NC-Programm in der Betriebsart Programm-Test vollstndig
simulieren
NC-Programm in den Betriebsarten Programmlauf Satzfolge/
Einzelsatz vollstndig abarbeiten
In der Betriebsart Programm-Test den Softkey
WERKZEUGEINSATZDATEI ERZ. drcken (auch ohne Simulation
mglich)
Die erzeugte Werkzeugeinsatzdatei liegt im selben Verzeichnis wie
das NC-Programm. Sie enthlt folgende Informationen:
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 231
5 Werkzeuge
5.2 Werkzeugdaten
Spalte Bedeutung
TOKEN TOOL: Werkzeugeinsatzzeit pro
Werkzeugaufruf. Die Eintrge sind in
chronologischer Reihenfolge aufgelistet
TTOTAL: Gesamte Einsatzzeit eines
Werkzeugs
STOTAL: Aufruf eines Unterprogramms.
Die Eintrge sind in chronologischer
Reihenfolge aufgelistet
TIMETOTAL: Gesamtbearbeitungszeit
des NC-Programms wird in der Spalte
WTIME eingetragen. In der Spalte PATH
hinterlegt die TNC den Pfadnamen
des entsprechenden NC-Programms.
Die Spalte TIME enthlt die Summe
aller TIME-Eintrge (Vorschubzeit ohne
Eilgangbewegungen). Alle brigen
Spalten setzt die TNC auf 0
TOOLFILE: In der Spalte PATH
hinterlegt die TNC den Pfadnamen
der Werkzeugtabelle, mit der Sie
den Programmtest durchgefhrt
haben. Dadurch kann die TNC bei der
eigentlichen Werkzeugeinsatzprfung
feststellen, ob Sie den Programmtest
mit TOOL.T durchgefhrt haben
TNR Werkzeugnummer (1: Noch kein
Werkzeug eingewechselt)
IDX Werkzeugindex
NAME Werkzeugname aus der Werkzeugtabelle
TIME Werkzeugeinsatzzeit in Sekunden
(Vorschubzeit ohne Eilgangbewegungen)
WTIME Werkzeugeinsatzzeit in Sekunden
(Gesamteinsatzzeit von Werkzeugwechsel
zu Werkzeugwechsel)
RAD Werkzeug-Radius R + Aufma Werkzeug-
Radius DR aus der Werkzeugtabelle.
Einheit ist mm
BLOCK Satznummer, in dem der TOOL CALL-Satz
programmiert wurde
PATH TOKEN = TOOL: Pfadname des aktiven
Haupt- oder Unterprogramms
TOKEN = STOTAL: Pfadname des
Unterprogramms
T Werkzeugnummer mit dem Werkzeugindex
OVRMAX Whrend der Bearbeitung maximal
aufgetretener Vorschub-Override. Beim
Programmtest trgt die TNC hier den Wert
100 (%) ein
232 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugdaten 5.2
Spalte Bedeutung
OVRMIN Whrend der Bearbeitung minimal
aufgetretener Vorschub-Override. Beim
Programmtest trgt die TNC hier den Wert
-1 ein
NAMEPROG 0: Werkzeugnummer ist programmiert
1: Werkzeugname ist programmiert
Die TNC speichert die Werkzeugeinsatzzeiten in einer separaten
Datei mit der Endung [Link]. Diese Datei ist
nur sichtbar, wenn der Maschinenparameter dependentFiles
(Nr. 122101) auf MANUAL eingestellt ist.
Bei der Werkzeugeinsatzprfung einer Palettendatei stehen zwei
Mglichkeiten zur Verfgung:
Cursor steht in der Palettendatei auf einem Paletteneintrag: Die
TNC fhrt fr die Werkzeugeinsatzprfung fr die komplette
Palette durch
Cursor steht in der Palettendatei auf einem Programmeintrag:
Die TNC fhrt nur fr das angewhlte Programm die
Werkzeugeinsatzprfung durch
Werkzeugeinsatzprfung anwenden
ber die Softkeys WERKZEUG EINSATZ und WERKZEUG
EINSATZPRFUNG knnen Sie vor dem Start eines Programms
in den Betriebsarten Programmlauf Satzfolge/Einzelsatz prfen,
ob die im angewhlten Programm verwendeten Werkzeuge
vorhanden sind und noch ber gengend Reststandzeit
verfgen. Die TNC vergleicht hierbei die Standzeit-Istwerte
aus der Werkzeugtabelle, mit den Sollwerten aus der
Werkzeugeinsatzdatei.
Die TNC zeigt, nachdem Sie den Softkey WERKZEUG
EINSATZPRFUNG gedrckt haben, das Ergebnis der
Einsatzprfung in einem berblendfenster an. Sie knnen das
berblendfenster mit der Taste ENT schlieen.
Mit der Funktion FN18 ID975 NR1 knnen Sie die
Werkzeugeinsatzprfung abfragen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 233
5 Werkzeuge
5.3 Werkzeugkorrektur
5.3 Werkzeugkorrektur
Einfhrung
Die TNC korrigiert die Werkzeugbahn um den Korrekturwert fr die
Werkzeuglnge in der Spindelachse und um den Werkzeugradius in
der Bearbeitungsebene.
Wenn Sie das Bearbeitungsprogramm direkt an der TNC erstellen,
ist die Werkzeugradiuskorrektur nur in der Bearbeitungsebene
wirksam.
Die TNC bercksichtigt dabei bis zu sechs Achsen inkl. der
Drehachsen.
Werkzeuglngenkorrektur
Die Werkzeugkorrektur fr die Lnge wirkt, sobald Sie ein
Werkzeug aufrufen. Sie wird aufgehoben, sobald ein Werkzeug mit
der Lnge L=0 (z. B. TOOL CALL 0) aufgerufen wird.
Achtung Kollisionsgefahr!
Wenn Sie eine Lngenkorrektur mit positivem Wert
mit TOOL CALL 0 aufheben, verringert sich der
Abstand vom Werkzeug zu Werkstck.
Nach einem Werkzeugaufruf TOOL CALL ndert
sich der programmierte Weg des Werkzeugs in der
Spindelachse um die Lngendifferenz zwischen altem
und neuem Werkzeug.
Bei der Lngenkorrektur werden Deltawerte sowohl aus dem TOOL
CALL-Satz als auch aus der Werkzeugtabelle bercksichtigt.
Korrekturwert = L + DL TOOL CALL + DLTAB mit
L: Werkzeuglnge L aus TOOL DEF-Satz oder
Werkzeugtabelle
DL TOOL CALL: Aufma DL fr Lnge aus TOOL CALL-Satz
DL TAB: Aufma DL fr Lnge aus der Werkzeugtabelle
234 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugkorrektur 5.3
Werkzeugradiuskorrektur
Der NC-Satz fr eine Werkzeugbewegung enthlt:
RL oder RR fr eine Radiuskorrektur
R0, wenn keine Radiuskorrektur ausgefhrt werden soll
Die Radiuskorrektur wirkt, sobald ein Werkzeug aufgerufen und
mit einem Geradensatz in der Bearbeitungsebene mit RL oder RR
verfahren wird.
Die TNC hebt die Radiuskorrektur auf, wenn Sie:
einen Geradensatz mit R0 programmieren
die Kontur mit der Funktion DEP verlassen
ein neues Programm mit PGM MGT whlen
Bei der Radiuskorrektur bercksichtigt die TNC Deltawerte sowohl
aus dem TOOL CALL-Satz als auch aus der Werkzeugtabelle:
Korrekturwert = R + DRTOOL CALL + DRTAB mit
R: Werkzeugradius R aus TOOL DEF-Satz oder
Werkzeugtabelle
DR TOOL Aufma DR fr Radius aus TOOL CALL-Satz
CALL:
DR TAB: Aufma DR fr Radius aus der Werkzeugtabelle
Bahnbewegungen ohne Radiuskorrektur: R0
Das Werkzeug verfhrt in der Bearbeitungsebene mit seinem
Mittelpunkt auf der programmierten Bahn, [Link] die
programmierten Koordinaten.
Anwendung: Bohren, Vorpositionieren.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 235
5 Werkzeuge
5.3 Werkzeugkorrektur
Bahnbewegungen mit Radiuskorrektur: RR und RL
RR: Das Werkzeug verfhrt rechts von der Kontur
RL: Das Werkzeug verfhrt links von der Kontur
Der Werkzeugmittelpunkt hat dabei den Abstand des
Werkzeugradius von der programmierten Kontur. Rechts und
links bezeichnet die Lage des Werkzeugs in Verfahrrichtung
entlang der Werkstckkontur.
Zwischen zwei Programm-Stzen mit
unterschiedlicher Radiuskorrektur RR und RL muss
mindestens ein Verfahrsatz in der Bearbeitungsebene
ohne Radiuskorrektur (also mit R0) stehen.
Die TNC aktiviert eine Radiuskorrektur zum Ende
des Satzes, in dem Sie das erste Mal die Korrektur
programmiert haben.
Beim ersten Satz mit Radiuskorrektur RR/RL und
beim Aufheben mit R0 positioniert die TNC das
Werkzeug immer senkrecht auf den programmierten
Start- oder Endpunkt. Positionieren Sie das Werkzeug
so vor dem ersten Konturpunkt bzw. hinter dem
letzten Konturpunkt, dass die Kontur nicht beschdigt
wird.
Eingabe der Radiuskorrektur
Die Radiuskorrektur geben Sie in einem L-Satz ein. Koordinaten des
Zielpunkts eingeben und mit der Taste ENT besttigen.
RADIUSKORR.: RL/RR/KEINE KORR.?
Werkzeugbewegung links von der programmierten
Kontur: Softkey RL drcken oder
Werkzeugbewegung rechts von der
programmierten Kontur: Softkey RR drcken oder
Werkzeugbewegung ohne Radiuskorrektur oder
Radiuskorrektur aufheben: Taste ENT drcken
Satz beenden: Taste END drcken
236 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugkorrektur 5.3
Radiuskorrektur: Ecken bearbeiten
Auenecken:
Wenn Sie eine Radiuskorrektur programmiert haben, dann
fhrt die TNC das Werkzeug an den Auenecken auf einem
bergangskreis. Wenn ntig, reduziert die TNC den Vorschub an
den Auenecken, z. B. bei groen Richtungswechseln
Innenecken:
An Innenecken errechnet die TNC den Schnittpunkt der
Bahnen, auf denen der Werkzeugmittelpunkt korrigiert verfhrt.
Von diesem Punkt an verfhrt das Werkzeug am nchsten
Konturelement entlang. Dadurch wird das Werkstck an den
Innenecken nicht beschdigt. Daraus ergibt sich, dass der
Werkzeugradius fr eine bestimmte Kontur nicht beliebig gro
gewhlt werden darf
Achtung Kollisionsgefahr!
Legen Sie den Start- oder Endpunkt bei einer
Innenbearbeitung nicht auf einen Kontur-Eckpunkt, da
sonst die Kontur beschdigt werden kann.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 237
5 Werkzeuge
5.4 Werkzeugverwaltung (Option #93)
5.4 Werkzeugverwaltung (Option #93)
Grundlagen
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch! Die
Werkzeugverwaltung ist eine maschinenabhngige
Funktion, die teilweise oder auch vollstndig
deaktiviert sein kann. Den genauen Funktionsumfang
legt Ihr Maschinenhersteller fest.
ber die Werkzeugverwaltung kann Ihr Maschinenhersteller
verschiedenste Funktionen fr das Werkzeughandling zur
Verfgung stellen. Beispiele:
bersichtliche und wenn von Ihnen gewnscht, anpassbare
Darstellung der Werkzeugdaten in Formularen
Beliebige Bezeichnung der einzelnen Werkzeugdaten in der
neuen Tabellenansicht
Gemischte Darstellung von Daten aus der Werkzeugtabelle und
der Platztabelle
Schnelle Sortiermglichkeit aller Werkzeugdaten durch
Mausklick
Verwendung von grafischen Hilfsmitteln, z. B. farbliche
Unterscheidungen von Werkzeugstatus oder Magazinstatus
Programmspezifische Bestckungsliste aller Werkzeuge zur
Verfgung stellen
Programmspezifische Einsatzfolge aller Werkzeuge zur
Verfgung stellen
Kopieren und Einfgen aller zu einem Werkzeug gehrenden
Werkzeugdaten
Grafische Darstellung des Werkzeugtyps in der Tabellenansicht
und in der Detailansicht zur besseren bersicht der verfgbaren
Werkzeugtypen
Wenn Sie ein Werkzeug in der Werkzeugverwaltung
editieren, ist das angewhlte Werkzeug gesperrt.
Wenn dieses Werkzeug im abgearbeiteten NC-
Programm bentigt wird, zeigt die TNC die Meldung:
Werkzeugtabelle verriegelt.
238 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugverwaltung (Option #93) 5.4
Werkzeugverwaltung aufrufen
Der Aufruf der Werkzeugverwaltung kann
sich von der nachfolgend beschriebenen Art
und Weise unterscheiden. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
Werkzeugtabelle whlen: Softkey WERKZEUG
TABELLE drcken
Softkey-Leiste weiterschalten
Softkey WERKZEUGVERWALTUNG drcken: Die
TNC wechselt in die neue Tabellenansicht
Ansicht der Werkzeugverwaltung
In der neuen Ansicht stellt die TNC alle Werkzeuginformationen in
den folgenden vier Karteikartenreitern dar:
Werkzeuge: Werkzeugspezifische Informationen
Pltze: Platzspezifische Informationen
Bestckungsliste: Liste aller Werkzeuge des NC-Programms,
das in der Programmlauf-Betriebsart angewhlt ist (nur wenn
Sie bereits eine Werkzeug-Einsatzdatei erstellt haben)
Weitere Informationen: "Werkzeugeinsatzprfung", Seite 231
T-Einsatzfolge: Liste der Reihenfolge aller Werkzeuge,
die in dem Programm eingewechselt werden, das in der
Programmlauf-Betriebsart angewhlt ist (nur wenn Sie bereits
eine Werkzeug-Einsatzdatei erstellt haben)
Weitere Informationen: "Werkzeugeinsatzprfung", Seite 231
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 239
5 Werkzeuge
5.4 Werkzeugverwaltung (Option #93)
Werkzeugverwaltung editieren
Die Werkzeugverwaltung ist sowohl mit der Maus als auch per
Tasten und Softkeys bedienbar:
Softkey Editierfunktionen der Werkzeugverwaltung
Tabellenanfang whlen
Tabellenende whlen
Vorherige Tabellenseite whlen
Nchste Tabellenseite whlen
Formularansicht des markierten Werkzeugs
aufrufen.
Alternative Funktion: Taste ENT drcken
Reiter weiterschalten:
Werkzeuge, Pltze, Bestckungsliste, T-
Einsatzfolge
Suchfunktion: In der Suchfunktion knnen Sie die
zu durchsuchende Spalte und anschlieend den
Suchbegriff ber eine Liste oder durch Eingabe
des Suchbegriffs whlen
Werkzeuge importieren
Werkzeuge exportieren
Markierte Werkzeuge lschen
Mehrere Zeilen am Ende der Tabelle anfgen
Tabellenansicht aktualisieren
Spalte Programmierte Werkzeuge anzeigen (wenn
Reiter Pltze aktiv ist)
Einstellungen definieren:
SPALTE SORTIEREN aktiv: Mausklick auf
Spaltenkopf sortiert den Spalteninhalt
SPALTE SCHIEBEN aktiv: Spalte lsst sich per
Drag+Drop verschieben
Manuell durchgefhrte Einstellungen (Spalten
verschieben) in den ursprnglichen Zustand
zurcksetzen
240 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugverwaltung (Option #93) 5.4
Editieren knnen Sie die Werkzeugdaten
ausschlielich in der Formularansicht, die Sie durch
Drcken des Softkeys FORMULAR WERKZEUG
oder der Taste ENT fr das jeweils hell hinterlegte
Werkzeug aktivieren knnen.
Wenn Sie die Werkzeugverwaltung ohne Maus
bedienen, knnen Sie Funktionen, die ber
Kontrollkstchen gewhlt werden, auch mit der Taste
"-/+" aktivieren und wieder deaktivieren.
In der Werkzeugverwaltung knnen Sie mit der Taste
GOTO nach der Werkzeugnummer oder Platznummer
suchen.
Folgende Funktionen knnen Sie zustzlich per Mausbedienung
durchfhren:
Sortierfunktion: Durch Klicken in eine Spalte des Tabellenkopfs
sortiert die TNC die Daten in aufsteigender oder absteigender
Reihenfolge (abhngig von der aktivierten Einstellung)
Spalten verschieben: Durch Klicken in eine Spalte des
Tabellenkopfs und anschlieendes Verschieben mit gedrckt
gehaltener Maustaste, knnen Sie die Spalten in der
von Ihnen bevorzugten Reihenfolge anordnen. Die TNC
speichert momentan die Spaltenfolge beim Verlassen der
Werkzeugverwaltung nicht ab (abhngig von der aktivierten
Einstellung)
Zusatzinformationen in der Formularansicht anzeigen: Tipptexte
zeigt die TNC dann an, wenn Sie den Softkey EDITIEREN AUS/
EIN auf EIN gestellt haben, den Mauszeiger ber ein aktives
Eingabefeld bewegen und eine Sekunde stehen lassen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 241
5 Werkzeuge
5.4 Werkzeugverwaltung (Option #93)
Editieren bei aktiver Formularansicht
Bei aktiver Formularansicht stehen folgende Funktionen zur
Verfgung:
Softkey Editierfunktionen Formularansicht
Werkzeugdaten des vorherigen Werkzeugs whlen
Werkzeugdaten des nchsten Werkzeugs whlen
Vorherigen Werkzeugindex whlen (nur aktiv, wenn
Indizierung aktiv ist)
Nchsten Werkzeugindex whlen (nur aktiv, wenn
Indizierung aktiv ist)
nderungen verwerfen, die Sie seit dem Aufruf des
Formulars durchgefhrt haben
Die gemessen Werte der Werkzeugkorrektur verrechnen
lassen
Werkzeugindex einfgen
Werkzeugindex lschen
Werkzeugdaten des angewhlten Werkzeugs kopieren
Kopierte Werkzeugdaten in das angewhlte Werkzeug
einfgen
Markierte Werkzeugdaten lschen
Mit dieser Funktion knnen Sie auf einfache Weise Werkzeugdaten
lschen, wenn Sie diese nicht mehr bentigen.
Gehen Sie beim Lschen wie folgt vor:
In der Werkzeugverwaltung die Werkzeugdaten die Sie lschen
wollen mit den Pfeiltasten oder mit der Maus markieren
Den Softkey MARKIERTE WERKZEUGE LSCHEN drcken, die
TNC zeigt ein berblendfenster an, in dem die zu lschenden
Werkzeugdaten aufgefhrt sind
Lschvorgang mit Softkey START starten: Die TNC zeigt in
einem berblendfenster den Status des Lschvorgangs an
Lschvorgang mit Taste oder Softkey END beenden
Die TNC lscht alle Daten aller selektierten
Werkzeuge. Sicherstellen, dass Sie die
Werkzeugdaten nicht mehr bentigen, da keine
Undo-Funktion zur Verfgung steht.
Werkzeugdaten von Werkzeugen, die noch in der
Platztabelle gespeichert sind, knnen Sie nicht
lschen. Werkzeug zunchst aus dem Magazin
entladen.
242 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugverwaltung (Option #93) 5.4
Verfgbare Werkzeugtypen
Die Werkzeugverwaltung stellt die verschiedenen Werkzeugtypen mit einem Icon dar. Folgende Werkzeugtypen
stehen zur Verfgung:
Icon Werkzeugtyp Werkzeugtypnummer
Undefiniert,**** 99
Frswerkzeug,MILL 0
Bohrer,DRILL 1
Gewindebohrer,TAP 2
NC-Anbohrer,CENT 4
Drehwerkzeug,TURN 29
Tastsystem,TCHP 21
Reibahle,REAM 3
Kegelsenker,CSINK 5
Zapfensenker,TSINK 6
Ausdreh-Werkzeug,BOR 7
Rckwrts-Senker,BCKBOR 8
Gewindefrser,GF 15
Gewindefrser mit Senkfase,GSF 16
Gewindefrser mit Einzelplatte,EP 17
Gewindefrser mit Wendeplatte,WSP 18
Bohrgewindefrser,BGF 19
Zirkular-Gewindefrser,ZBGF 20
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 243
5 Werkzeuge
5.4 Werkzeugverwaltung (Option #93)
Icon Werkzeugtyp Werkzeugtypnummer
Schruppfrser,MILL_R 9
Schlichtfrser,MILL_F 10
Schrupp-/Schlichtfrser,MILL_RF 11
Tiefen-Schlichtfrser,MILL_FD 12
Seiten-Schlichtfrser,MILL_FS 13
Stirnfrser,MILL_FACE 14
244 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugverwaltung (Option #93) 5.4
Werkzeugdaten importieren und exportieren
Werkzeugdaten importieren
ber diese Funktion knnen Sie auf einfache Weise
Werkzeugdaten importieren, die Sie z. B. extern auf einem
Voreinstellgert vermessen haben. Die zu importierende Datei
muss dem CSV-Format (comma separated value) entsprechen.
Das Dateiformat CSV beschreibt den Aufbau einer Textdatei
zum Austausch einfach strukturierter Daten. Demnach muss die
Importdatei wie folgt aufgebaut sein:
Zeile 1: In der ersten Zeile sind die jeweiligen Spaltennamen zu
definieren, in denen die in den nachfolgenden Zeilen definierten
Daten landen sollen. Die Spaltennamen sind durch ein Komma
getrennt.
Weitere Zeilen: Alle weiteren Zeilen enthalten die Daten, die
Sie in die Werkzeugtabelle importieren wollen. Die Reihenfolge
der Daten muss zu der Reihenfolge der in Zeile 1 aufgefhrten
Spaltennamen passen. Die Daten sind durch ein Komma
getrennt, Dezimalzahlen sind mit einem Dezimalpunkt zu
definieren.
Gehen Sie beim Importieren wie folgt vor:
Zu importierende Werkzeugtabelle auf die Festplatte der TNC in
das Verzeichnis TNC:\system\tooltab kopieren
Erweiterte Werkzeugverwaltung starten
In der Werkzeugverwaltung den Softkey WERKZEUG IMPORT
drcken: Die TNC zeigt ein berblendfenster mit den CSV-
Dateien, die im Verzeichnis TNC:\system\tooltab gespeichert
sind
Mit den Pfeiltasten oder per Maus, die zu importierende Datei
whlen, mit Taste ENT besttigen: Die TNC zeigt in einem
berblendfenster den Inhalt der CSV-Datei
Importvorgang mit Softkey START starten.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 245
5 Werkzeuge
5.4 Werkzeugverwaltung (Option #93)
Die zu importierende CSV-Datei muss im
Verzeichnis TNC:\system\tooltab gespeichert
sein.
Wenn Sie Werkzeugdaten zu Werkzeugen
importieren, deren Nummer in der Platztabelle
eingetragen ist, gibt die TNC eine Fehlermeldung
aus. Sie knnen dann entscheiden, ob Sie
diesen Datensatz berspringen oder ein neues
Werkzeug einfgen wollen. Die TNC fgt ein
neues Werkzeug in die erste leere Zeile der
Werkzeugtabelle ein.
Wenn die importierte CSV-Datei zustzliche, der
Steuerung nicht bekannte Tabellenspalten enthlt,
erscheint beim Import eine Meldung der nicht
bekannten Spalten und ein Hinweis darauf, dass
diese Werte nicht bernommen werden.
Darauf achten, dass die Spaltenbezeichnungen
korrekt angegeben sind.
Weitere Informationen: "Werkzeugdaten in die
Tabelle eingeben", Seite 212
Sie knnen beliebige Werkzeugdaten importieren,
der jeweilige Datensatz muss nicht alle Spalten
(oder Daten) der Werkzeugtabelle enthalten.
Die Reihenfolge der Spaltennamen kann beliebig
sein, die Daten mssen in dazu passender
Reihenfolge definiert sein.
Beispiel-Importdatei:
T,L,R,DL,DR Zeile 1 mit Spaltennamen
4,125.995,7.995,0,0 Zeile 2 mit Werkzeugdaten
9,25.06,12.01,0,0 Zeile 3 mit Werkzeugdaten
28,196.981,35,0,0 Zeile 4 mit Werkzeugdaten
246 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
5
Werkzeugverwaltung (Option #93) 5.4
Werkzeugdaten exportieren
ber diese Funktion knnen Sie auf einfache Weise
Werkzeugdaten exportieren, um diese z. B. in die
Werkzeugdatenbank Ihres CAM-Systems einzulesen. Die TNC
speichert die exportierte Datei im CSV-Format (comma separated
value). Das Dateiformat CSV beschreibt den Aufbau einer Textdatei
zum Austausch einfach strukturierter Daten. Die Exportdatei ist wie
folgt aufgebaut:
Zeile 1: In der ersten Zeile speichert die TNC die Spaltennamen
aller der jeweiligen Werkzeugdaten zu definieren. Die
Spaltennamen sind durch Komma getrennt.
Weitere Zeilen: Alle weiteren Zeilen enthalten die Daten der
Werkzeuge, die Sie exportiert haben. Die Reihenfolge der Daten
passt zur Reihenfolge der in Zeile 1 aufgefhrten Spaltennamen.
Die Daten sind durch Komma getrennt, Dezimalzahlen gibt die
TNC mit einem Dezimalpunkt aus.
Gehen Sie beim Exportieren wie folgt vor:
In der Werkzeugverwaltung die Werkzeugdaten die Sie
exportieren wollen mit den Pfeiltasten oder mit der Maus
markieren
Den Softkey WERKZEUG EXPORT drcken, die TNC zeigt ein
berblendfenster an: Namen fr die CSV-Datei angeben, mit
Taste ENT besttigen
Exportvorgang mit Softkey START starten: Die TNC zeigt in
einem berblendfenster den Status des Exportvorgangs an
Exportvorgang mit Taste oder Softkey END beenden
Die TNC speichert die exportierte CSV-Datei
grundstzlich im Verzeichnis TNC:\system\tooltab
ab.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 247
6
Konturen
programmieren
6 Konturen programmieren
6.1 Werkzeugbewegungen
6.1 Werkzeugbewegungen
Bahnfunktionen
Eine Werkstckkontur setzt sich gewhnlich aus mehreren
Konturelementen wie Geraden und Kreisbgen zusammen. Mit
den Bahnfunktionen programmieren Sie die Werkzeugbewegungen
fr Geraden und Kreisbgen.
Freie Konturprogrammierung FK
Wenn keine NC-gerecht bemate Zeichnung vorliegt und
die Maangaben fr das NC-Programm unvollstndig sind,
dann programmieren Sie die Werkstckkontur mit der Freien
Konturprogrammierung. Die TNC errechnet die fehlenden Angaben.
Auch mit der FK-Programmierung programmieren Sie
Werkzeugbewegungen fr Geraden und Kreisbgen.
Zusatzfunktionen M
Mit den Zusatzfunktionen der TNC steuern Sie
den Programmlauf, z. B. eine Unterbrechung des
Programmlaufs
die Maschinenfunktionen, wie das Ein- und Ausschalten der
Spindeldrehung und des Khlmittels
das Bahnverhalten des Werkzeugs
250 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Werkzeugbewegungen 6.1
Unterprogramme und Programmteil-
Wiederholungen
Bearbeitungsschritte, die sich wiederholen, geben Sie nur einmal
als Unterprogramm oder Programmteil-Wiederholung ein. Wenn
Sie einen Teil des Programms nur unter bestimmten Bedingungen
ausfhren lassen mchten, dann legen Sie diese Programmschritte
ebenfalls in einem Unterprogramm fest. Zustzlich kann ein
Bearbeitungsprogramm ein weiteres Programm aufrufen und
ausfhren lassen.
Weitere Informationen: "Unterprogramme und Programmteil-
Wiederholungen", Seite 321
Programmieren mit Q-Parametern
Im Bearbeitungsprogramm stehen Q-Parameter stellvertretend
fr Zahlenwerte: Einem Q-Parameter wird an anderer Stelle
ein Zahlenwert zugeordnet. Mit den Q-Parametern knnen Sie
mathematische Funktionen programmieren, die den Programmlauf
steuern oder die eine Kontur beschreiben.
Zustzlich knnen Sie mithilfe der Q-Parameter-Programmierung
Messungen mit dem 3D-Tastsystem whrend des Programmlaufs
ausfhren.
Weitere Informationen: "Q-Parameter programmieren",
Seite 339
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 251
6 Konturen programmieren
6.2 Grundlagen zu den Bahnfunktionen
6.2 Grundlagen zu den Bahnfunktionen
Werkzeugbewegung fr eine Bearbeitung
programmieren
Wenn Sie ein Bearbeitungsprogramm erstellen, programmieren
Sie nacheinander die Bahnfunktionen fr die einzelnen Elemente
der Werkstckkontur. Dazu geben Sie die Koordinaten fr die
Endpunkte der Konturelemente aus der Mazeichnung ein.
Aus diesen Koordinatenangaben, den Werkzeugdaten und der
Radiuskorrektur ermittelt die TNC den tatschlichen Verfahrweg
des Werkzeugs.
Die TNC fhrt gleichzeitig alle Maschinenachsen, die Sie in dem
NC-Satz einer Bahnfunktion programmiert haben.
Bewegungen parallel zu den Maschinenachsen
Der NC-Satz enthlt eine Koordinatenangabe: Die TNC fhrt das
Werkzeug parallel zur programmierten Maschinenachse.
Je nach Konstruktion Ihrer Maschine bewegt sich beim
Abarbeiten entweder das Werkzeug oder der Maschinentisch
mit dem aufgespannten Werkstck. Beim Programmieren der
Bahnbewegung tun Sie so, als ob sich das Werkzeug bewegt.
Beispiel:
50 L X+100
50 Satznummer
L Bahnfunktion "Gerade"
X+100 Koordinaten des Endpunkts
Das Werkzeug behlt die Y- und Z-Koordinaten bei und fhrt auf die
Position X=100.
Bewegungen in den Hauptebenen
Der NC-Satz enthlt zwei Koordinatenangaben: Die TNC fhrt das
Werkzeug in der programmierten Ebene.
Beispiel
L X+70 Y+50
Das Werkzeug behlt die Z-Koordinate bei und fhrt in der XY-
Ebene auf die Position X=70, Y=50.
252 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Grundlagen zu den Bahnfunktionen 6.2
Dreidimensionale Bewegung
Der NC-Satz enthlt drei Koordinatenangaben: Die TNC fhrt das
Werkzeug rumlich auf die programmierte Position.
Beispiel
L X+80 Y+0 Z-10
Sie knnen in einem Geradensatz, je nach Kinematik Ihrer
Maschine, bis zu sechs Achsen programmieren.
Beispiel
L X+80 Y+0 Z-10 A+15 B+0 C-45
Kreise und Kreisbgen
Bei Kreisbewegungen fhrt die TNC zwei Maschinenachsen
gleichzeitig: Das Werkzeug bewegt sich relativ zum Werkstck
auf einer Kreisbahn. Fr Kreisbewegungen knnen Sie einen
Kreismittelpunkt CC eingeben.
Mit den Bahnfunktionen fr Kreisbgen programmieren Sie Kreise
in den Hauptebenen: Die Hauptebene beim Werkzeugaufruf TOOL
CALL ist mit dem Festlegen der Spindelachse zu definieren:
Spindelachse Hauptebene
Z XY, auch UV, XV, UY
Y ZX, auch WU, ZU, WX
X YZ, auch VW, YW, VZ
Kreise, die nicht parallel zur Hauptebene liegen,
programmieren Sie auch mit der Funktion
Bearbeitungsebene schwenken oder mit Q-
Parametern.
Weitere Informationen: "Die PLANE-Funktion:
Schwenken der Bearbeitungsebene (Option #8)",
Seite 493
Weitere Informationen: "Prinzip und
Funktionsbersicht", Seite 340
Drehsinn DR bei Kreisbewegungen
Fr Kreisbewegungen ohne tangentialen bergang zu anderen
Konturelementen geben Sie den Drehsinn wie folgt ein:
Drehung im Uhrzeigersinn: DR-
Drehung gegen den Uhrzeigersinn: DR+
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 253
6 Konturen programmieren
6.2 Grundlagen zu den Bahnfunktionen
Radiuskorrektur
Die Radiuskorrektur muss in dem Satz stehen, mit dem Sie das
erste Konturelement anfahren. Die Radiuskorrektur drfen Sie nicht
in einem Satz fr eine Kreisbahn aktivieren. Programmieren Sie
diese zuvor in einem Geradensatz.
Weitere Informationen: "Bahnbewegungen - rechtwinklige
Koordinaten", Seite 266
Weitere Informationen: " Kontur anfahren und verlassen",
Seite 256
Vorpositionieren
Achtung Kollisionsgefahr!
Positionieren Sie das Werkzeug zu Beginn eines
Bearbeitungsprogramms so vor, dass eine
Beschdigung von Werkzeug und Werkstck
ausgeschlossen ist.
Erstellen der NC-Stze mit den Bahnfunktionstasten
Mit den grauen Bahnfunktionstasten erffnen Sie den Dialog. Die
TNC erfragt nacheinander alle Informationen und fgt den NC-Satz
ins Bearbeitungsprogramm ein.
254 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Grundlagen zu den Bahnfunktionen 6.2
Beispiel - Programmieren einer Geraden
Programmierdialog erffnen: z. B. Gerade
KOORDINATEN?
Koordinaten des Geradenendpunkts eingeben,
z. B. -20 in X
KOORDINATEN?
Y Koordinaten des Geradenendpunkts eingeben,
z. B. 30 in Y, mit Taste ENT besttigen
RADIUSKORR.: RL/RR/KEINE KORR.?
Radiuskorrektur whlen: z. B. Softkey R0 drcken,
das Werkzeug fhrt unkorrigiert.
VORSCHUB F=? / F MAX = ENT
100 eingeben (Vorschub z. B. 100 mm/min;
bei INCH-Programmierung: Eingabe von 100
entspricht Vorschub von 10 inch/min.) und mit der
Taste ENT besttigen, oder
im Eilgang verfahren: Softkey FMAX drcken, oder
mit dem Vorschub verfahren, der im TOOL CALL-
Satz definiert ist: Softkey F AUTO drcken.
ZUSATZ-FUNKTION M?
3 (Zusatzfunktion z. B. M3) eingeben und den
Dialog mit der Taste END abschlieen
Zeile im Bearbeitungsprogramm
L X-20 Y+30 R0 FMAX M3
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 255
6 Konturen programmieren
6.3 Kontur anfahren und verlassen
6.3 Kontur anfahren und verlassen
Startpunkt und Endpunkt
Die Steuerung fhrt das Werkzeug vom Startpunkt zum ersten
Konturpunkt. Anforderungen an den Startpunkt:
Ohne Radiuskorrektur programmiert
Kollisionsfrei anfahrbar
Nahe am ersten Konturpunkt
Beispiel in der Abbildung rechts:
Wenn Sie den Startpunkt im dunkelgrauen Bereich festlegen,
dann wird die Kontur beim Anfahren des ersten Konturpunkts
beschdigt.
Erster Konturpunkt
Fr die Werkzeugbewegung auf den ersten Konturpunkt
programmieren Sie eine Radiuskorrektur.
Startpunkt in der Spindelachse anfahren
Beim Anfahren des Startpunkts muss das Werkzeug in der
Spindelachse auf Arbeitstiefe fahren. Bei Kollisionsgefahr den
Startpunkt in der Spindelachse separat anfahren.
NC-Stze
30 L Z-10 R0 FMAX
31 L X+20 Y+30 RL F350
256 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Kontur anfahren und verlassen 6.3
Endpunkt
Voraussetzungen fr die Wahl des Endpunkts:
Kollisionsfrei anfahrbar
Nahe am letzten Konturpunkt
Konturbeschdigung ausschlieen: Der optimale Endpunkt liegt
in der Verlngerung der Werkzeugbahn fr die Bearbeitung des
letzten Konturelements
Beispiel in der Abbildung rechts:
Wenn Sie den Endpunkt im dunkelgrauen Bereich festlegen, dann
wird die Kontur beim Anfahren des Endpunkts beschdigt.
Endpunkt in der Spindelachse verlassen:
Beim Verlassen des Endpunkts programmieren Sie die
Spindelachse separat.
NC-Stze
50 L X+60 Y+70 R0 F700
51 L Z+250 R0 FMAX
Gemeinsamer Startpunkt und Endpunkt
Fr einen gemeinsamen Startpunkt und Endpunkt programmieren
Sie keine Radiuskorrektur.
Konturbeschdigung ausschlieen: Der optimale Startpunkt
liegt zwischen den Verlngerungen der Werkzeugbahnen fr die
Bearbeitung des ersten und letzten Konturelements.
Beispiel in der Abbildung rechts:
Wenn Sie den Endpunkt im dunkelgrauen Bereich festlegen,
dann wird die Kontur beim Anfahren oder Abfahren der Kontur
beschdigt.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 257
6 Konturen programmieren
6.3 Kontur anfahren und verlassen
bersicht: Bahnformen zum Anfahren und Verlassen
der Kontur
Die Funktionen APPR (engl. approach = Anfahrt) und DEP (engl.
departure = Verlassen) werden mit der Taste APPR DEP aktiviert.
Danach lassen sich folgende Bahnformen ber die Softkeys
whlen:
Anfahren Verlassen Funktion
Gerade mit tangentialem Anschluss
Gerade senkrecht zum Konturpunkt
Kreisbahn mit tangentialem
Anschluss
Kreisbahn mit tangentialem
Anschluss an die Kontur, An- und
Wegfahren zu einem Hilfspunkt
auerhalb der Kontur auf tangential
anschlieendem Geradenstck
Schraubenlinie anfahren und verlassen
Beim Anfahren und Verlassen einer Schraubenlinie (Helix) fhrt das
Werkzeug in der Verlngerung der Schraubenlinie und schliet so
auf einer tangentialen Kreisbahn an die Kontur an. Verwenden Sie
dazu die Funktion APPR CT und DEP CT.
258 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Kontur anfahren und verlassen 6.3
Wichtige Positionen beim Anfahren und Wegfahren
Startpunkt PS
Diese Position programmieren Sie unmittelbar vor dem
APPR-Satz. PS liegt auerhalb der Kontur und wird ohne
Radiuskorrektur (R0) angefahren.
Hilfspunkt PH
Das An- und Wegfahren fhrt bei einigen Bahnformen ber
einen Hilfspunkt PH, den die TNC aus Angaben im APPR- und
DEP-Satz errechnet. Die TNC fhrt von der aktuellen Position
zum Hilfspunkt PH im zuletzt programmierten Vorschub. Wenn
Sie im letzten Positioniersatz vor der Anfahrfunktion FMAX
(positionieren mit Eilgang) programmiert haben, dann fhrt die
TNC auch den Hilfspunkt PH im Eilgang an
Erster Konturpunkt PA und letzter Konturpunkt PE
Den ersten Konturpunkt PA programmieren Sie im APPR-Satz,
den letzten Konturpunkt PE mit einer beliebigen Bahnfunktion.
Wenn der APPR-Satz auch die Z-Koordinate enthlt, dann fhrt
die TNC das Werkzeug simultan auf den ersten Konturpunkt PA.
Endpunkt PN
Die Position PN liegt auerhalb der Kontur und ergibt sich aus
Ihren Angaben im DEP-Satz. Wenn der DEP-Satz auch die Z-
Koordinate enthlt, dann fhrt die TNC das Werkzeug simultan
auf den Endpunkt PN.
Kurzbezeichnung Bedeutung
APPR engl. APPRoach = Anfahrt
DEP engl. DEParture = Abfahrt
L engl. Line = Gerade
C engl. Circle = Kreis
T Tangential (stetiger, glatter bergang)
N Normale (senkrecht)
Beim Positionieren von der Istposition zum
Hilfspunkt PH prft die Steuerung nicht, ob die
programmierte Kontur beschdigt wird. Prfen Sie
das mit der Testgrafik!
Bei den Funktionen APPR LT, APPR LN und APPR
CT fhrt die TNC von der Ist-Position zum Hilfspunkt
PH mit dem zuletzt programmierten Vorschub/
Eilgang. Bei der Funktion APPR LCT fhrt die
TNC den Hilfspunkt PH mit dem im APPR-Satz
programmierten Vorschub an. Wenn vor dem
Anfahrsatz noch kein Vorschub programmiert wurde,
gibt die TNC eine Fehlermeldung aus.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 259
6 Konturen programmieren
6.3 Kontur anfahren und verlassen
Polarkoordinaten
Die Konturpunkte fr folgende Anfahr- und Wegfahrfunktionen
knnen Sie auch ber Polarkoordinaten programmieren:
APPR LT wird zu APPR PLT
APPR LN wird zu APPR PLN
APPR CT wird zu APPR PCT
APPR LCT wird zu APPR PLCT
DEP LCT wird zu DEP PLCT
Drcken Sie dazu die orange Taste P, nachdem Sie per Softkey eine
Anfahr- bzw. Wegfahrfunktion gewhlt haben.
Radiuskorrektur
Die Radiuskorrektur programmieren Sie zusammen mit dem
ersten Konturpunkt PA im APPR-Satz. Die DEP-Stze heben die
Radiuskorrektur automatisch auf!
Wenn Sie APPR LN oder APPR CT mit R0
programmieren, stoppt die Steuerung die
Bearbeitung oder Simulation mit einer
Fehlermeldung.
Dieses Verhalten ist abweichend zur Steuerung
iTNC 530!
260 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Kontur anfahren und verlassen 6.3
Anfahren auf einer Geraden mit tangentialem
Anschluss: APPR LT
Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom Startpunkt
PS auf einen Hilfspunkt PH. Von dort aus fhrt es den ersten
Konturpunkt PA auf einer Geraden tangential an. Der Hilfspunkt PH
hat den Abstand LEN zum ersten Konturpunkt PA.
Beliebige Bahnfunktion: Startpunkt PS anfahren
Dialog mit Taste APPR DEP und Softkey APPR LT erffnen
Koordinaten des ersten Konturpunkts PA
LEN: Abstand des Hilfspunkts PH zum ersten
Konturpunkt PA
Radiuskorrektur RR/RL fr die Bearbeitung
NC-Beispielstze
7 L X+40 Y+10 R0 FMAX M3 PS ohne Radiuskorrektur anfahren
8 APPR LT X+20 Y+20 Z-10 LEN15 RR F100 PA mit Radiuskorr. RR, Abstand PH zu PA: LEN=15
9 L X+35 Y+35 Endpunkt erstes Konturelement
10 L ... Nchstes Konturelement
Anfahren auf einer Geraden senkrecht zum ersten
Konturpunkt: APPR LN
Beliebige Bahnfunktion: Startpunkt PS anfahren
Dialog mit Taste APPR DEP und Softkey APPR LN erffnen
Koordinaten des ersten Konturpunkts PA
Lnge: Abstand des Hilfspunkts PH. LEN immer
positiv eingeben
Radiuskorrektur RR/RL fr die Bearbeitung
NC-Beispielstze
7 L X+40 Y+10 R0 FMAX M3 PS ohne Radiuskorrektur anfahren
8 APPR LN X+10 Y+20 Z-10 LEN15 RR F100 PA mit Radiuskorr. RR
9 L X+20 Y+35 Endpunkt erstes Konturelement
10 L ... Nchstes Konturelement
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 261
6 Konturen programmieren
6.3 Kontur anfahren und verlassen
Anfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem
Anschluss: APPR CT
Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom Startpunkt
PS auf einen Hilfspunkt PH. Von dort fhrt es auf einer Kreisbahn,
die tangential in das erste Konturelement bergeht, den ersten
Konturpunkt PA an.
Die Kreisbahn von PH nach PA ist festgelegt durch den Radius R
und den Mittelpunktswinkel CCA. Der Drehsinn der Kreisbahn ist
durch den Verlauf des ersten Konturelements gegeben.
Beliebige Bahnfunktion: Startpunkt PS anfahren
Dialog mit Taste APPR DEP und Softkey APPR CT erffnen
Koordinaten des ersten Konturpunkts PA
Radius R der Kreisbahn
Anfahren auf der Seite des Werkstcks, die
durch die Radiuskorrektur definiert ist: R positiv
eingeben
Von der Werkstckseite aus anfahren: R
negativ eingeben.
Mittelpunktswinkel CCA der Kreisbahn
CCA nur positiv eingeben.
Maximaler Eingabewert 360
Radiuskorrektur RR/RL fr die Bearbeitung
NC-Beispielstze
7 L X+40 Y+10 R0 FMAX M3 PS ohne Radiuskorrektur anfahren
8 APPR CT X+10 Y+20 Z-10 CCA180 R+10 RR F100 PA mit Radiuskorr. RR, Radius R=10
9 L X+20 Y+35 Endpunkt erstes Konturelement
10 L ... Nchstes Konturelement
262 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Kontur anfahren und verlassen 6.3
Anfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem
Anschluss an die Kontur und Geradenstck:
APPR LCT
Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom Startpunkt PS
auf einen Hilfspunkt PH. Von dort aus fhrt es auf einer Kreisbahn
den ersten Konturpunkt PA an. Der im APPR-Satz programmierte
Vorschub ist wirksam fr die gesamte Strecke, die die TNC im
Anfahrsatz verfhrt (Strecke PS PA).
Wenn Sie im Anfahrsatz alle drei Hauptachsen X, Y und Z
programmieren haben, dann fhrt die TNC von der vor dem APPR-
Satz definierten Position in allen drei Achsen gleichzeitig auf den
Hilfspunkt PH. Anschlieend fhrt die TNC von PH nach PA nur in
der Bearbeitungsebene.
Die Kreisbahn schliet sowohl an die Gerade PS - PH als auch an
das erste Konturelement tangential an. Damit ist sie durch den
Radius R eindeutig festgelegt.
Beachten Sie, dass Sie ltere Programme ggf.
anpassen mssen.
Die Kreisbahn schliet sowohl an die Gerade PS PH als auch an
das erste Konturelement tangential an. Damit ist sie durch den
Radius R eindeutig festgelegt.
Beliebige Bahnfunktion: Startpunkt PS anfahren
Dialog mit Taste APPR DEP und Softkey APPR LCT erffnen
Koordinaten des ersten Konturpunkts PA
Radius R der Kreisbahn. R positiv angeben
Radiuskorrektur RR/RL fr die Bearbeitung
NC-Beispielstze
7 L X+40 Y+10 R0 FMAX M3 PS ohne Radiuskorrektur anfahren
8 APPR LCT X+10 Y+20 Z-10 R10 RR F100 PA mit Radiuskorr. RR, Radius R=10
9 L X+20 Y+35 Endpunkt erstes Konturelement
10 L ... Nchstes Konturelement
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 263
6 Konturen programmieren
6.3 Kontur anfahren und verlassen
Wegfahren auf einer Geraden mit tangentialem
Anschluss: DEP LT
Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom letzten
Konturpunkt PE zum Endpunkt PN. Die Gerade liegt in der
Verlngerung des letzten Konturelements. PN befindet sich im
Abstand LEN von PE.
Letztes Konturelement mit Endpunkt PE und Radiuskorrektur
programmieren
Dialog mit Taste APPR DEP und Softkey DEP LT erffnen
LEN: Abstand des Endpunkts PN vom letzten
Konturelement PE eingeben
NC-Beispielstze
23 L Y+20 RR F100 Letztes Konturelement: PE mit Radiuskorrektur
24 DEP LT LEN12.5 F100 Um LEN=12,5 mm wegfahren
25 L Z+100 FMAX M2 Z freifahren, Rcksprung, Programm-Ende
Wegfahren auf einer Geraden senkrecht zum letzten
Konturpunkt: DEP LN
Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom letzten
Konturpunkt PE zum Endpunkt PN. Die Gerade fhrt senkrecht vom
letzten Konturpunkt PE weg. PN befindet sich von PE im Abstand
LEN + Werkzeugradius.
Letztes Konturelement mit Endpunkt PE und Radiuskorrektur
programmieren
Dialog mit Taste APPR DEP und Softkey DEP LN erffnen
LEN: Abstand des Endpunkts PN eingeben
Wichtig: LEN positiv eingeben
NC-Beispielstze
23 L Y+20 RR F100 Letztes Konturelement: PE mit Radiuskorrektur
24 DEP LN LEN+20 F100 Um LEN=20 mm senkrecht von Kontur wegfahren
25 L Z+100 FMAX M2 Z freifahren, Rcksprung, Programm-Ende
264 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Kontur anfahren und verlassen 6.3
Wegfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem
Anschluss: DEP CT
Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Kreisbahn vom letzten
Konturpunkt PE zum Endpunkt PN. Die Kreisbahn schliet tangential
an das letzte Konturelement an.
Letztes Konturelement mit Endpunkt PE und Radiuskorrektur
programmieren
Dialog mit Taste APPR DEP und Softkey DEP CT erffnen
Mittelpunktswinkel CCA der Kreisbahn
Radius R der Kreisbahn
Das Werkzeug soll zu der Seite das Werkstck
verlassen, die durch die Radiuskorrektur
festgelegt ist: R positiv eingeben.
Das Werkzeug soll zu der entgegengesetzten
Seite das Werkstck verlassen, die durch
die Radiuskorrektur festgelegt ist: R negativ
eingeben.
NC-Beispielstze
23 L Y+20 RR F100 Letztes Konturelement: PE mit Radiuskorrektur
24 DEP CT CCA 180 R+8 F100 Mittelpunktswinkel=180, Kreisbahn-Radius=8 mm
25 L Z+100 FMAX M2 Z freifahren, Rcksprung, Programm-Ende
Wegfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem
Anschluss an Kontur und Geradenstck: DEP LCT
Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Kreisbahn vom letzten
Konturpunkt PE auf einen Hilfspunkt PH. Von dort fhrt es auf
einer Geraden zum Endpunkt PN. Das letzte Konturelement und
die Gerade von PH PN haben mit der Kreisbahn tangentiale
bergnge. Damit ist die Kreisbahn durch den Radius R eindeutig
festgelegt.
Letztes Konturelement mit Endpunkt PE und Radiuskorrektur
programmieren
Dialog mit Taste APPR DEP und Softkey DEP LCT erffnen
Koordinaten des Endpunkts PN eingeben
Radius R der Kreisbahn. R positiv eingeben
NC-Beispielstze
23 L Y+20 RR F100 Letztes Konturelement: PE mit Radiuskorrektur
24 DEP LCT X+10 Y+12 R+8 F100 Koordinaten PN, Kreisbahn-Radius=8 mm
25 L Z+100 FMAX M2 Z freifahren, Rcksprung, Programm-Ende
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 265
6 Konturen programmieren
6.4 Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten
6.4 Bahnbewegungen - rechtwinklige
Koordinaten
bersicht der Bahnfunktionen
Bahnfunktionstaste Funktion Werkzeugbewegung Erforderliche Eingaben Seite
Gerade L Gerade Koordinaten des 267
engl.: Line Geraden-Endpunkts
Fase: CHF Fase zwischen zwei Fasenlnge 268
engl.: CHamFer Geraden
Kreismittelpunkt CC; Keine Koordinaten des 270
engl.: Circle Center Kreismittelpunkts bzw.
Pols
Kreisbogen C Kreisbahn um Koordinaten des Kreis- 271
engl.: Circle Kreismittelpunkt CC zum Endpunkts, Drehrichtung
Kreisbogen-Endpunkt
Kreisbogen CR Kreisbahn mit Koordinaten des Kreis- 272
engl.: Circle by bestimmtem Radius Endpunkts, Kreisradius,
Radius Drehrichtung
Kreisbogen CT Kreisbahn mit Koordinaten des Kreis- 274
engl.: Circle tangentialem Anschluss Endpunkts
Tangential an vorheriges und
nachfolgendes
Konturelement
Ecken-Runden RND Kreisbahn mit Eckenradius R 269
engl.: RouNDing of tangentialem Anschluss
Corner an vorheriges und
nachfolgendes
Konturelement
Freie Kontur- Gerade oder Kreisbahn "Bahnbewegungen 288
Programmierung FK mit beliebigem Freie
Anschluss an vorheriges Konturprogrammierung
Konturelement FK ", Seite 285
266 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten 6.4
Gerade L
Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden von seiner aktuellen
Position zum Endpunkt der Geraden. Der Startpunkt ist der
Endpunkt des vorangegangenen Satzes.
Drcken Sie die Taste L zum Erffnen eines NC-
Satzes fr eine Geradenbewegung
Koordinaten des Endpunkts der Geraden, falls
ntig
Radiuskorrektur RL/RR/R0
Vorschub F
Zusatz-Funktion M
NC-Beispielstze
7 L X+10 Y+40 RL F200 M3
8 L IX+20 IY-15
9 L X+60 IY-10
Ist-Position bernehmen
Einen Geradensatz (L-Satz) knnen Sie auch mit der Taste IST-
POSITION-BERNEHMEN generieren:
Fahren Sie das Werkzeug in der Betriebsart Manueller Betrieb
auf die Position, die bernommen werden soll
Bildschirm-Anzeige auf Programmieren wechseln
NC-Satz whlen, hinter dem der Geradensatz eingefgt werden
soll
Taste IST-POSITION-BERNEHMEN drcken:
Die TNC generiert einen Geradensatz mit den
Koordinaten der Ist-Position
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 267
6 Konturen programmieren
6.4 Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten
Fase zwischen zwei Geraden einfgen
Konturecken, die durch den Schnitt zweier Geraden entstehen,
knnen Sie mit einer Fase versehen.
In den Geradenstzen vor und nach dem CHF-Satz
programmieren Sie jeweils beide Koordinaten der Ebene, in der
die Fase ausgefhrt wird
Die Radiuskorrektur vor und nach CHF-Satz muss gleich sein
Die Fase muss mit dem aktuellen Werkzeug ausfhrbar sein
Fasen-Abschnitt: Lnge der Fase, falls ntig:
Vorschub F (wirkt nur im CHF-Satz)
NC-Beispielstze
7 L X+0 Y+30 RL F300 M3
8 L X+40 IY+5
9 CHF 12 F250
10 L IX+5 Y+0
Eine Kontur nicht mit einem CHF-Satz beginnen.
Eine Fase wird nur in der Bearbeitungsebene
ausgefhrt.
Der von der Fase abgeschnittene Eckpunkt wird nicht
angefahren.
Ein im CHF-Satz programmierter Vorschub wirkt nur
in diesem CHF-Satz. Danach ist wieder der vor dem
CHF-Satz programmierte Vorschub gltig.
268 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten 6.4
Eckenrunden RND
Die Funktion RND rundet Konturecken ab.
Das Werkzeug fhrt auf einer Kreisbahn, die sowohl an das
vorhergegangene als auch an das nachfolgende Konturelement
tangential anschliet.
Der Rundungskreis muss mit dem aufgerufenen Werkzeug
ausfhrbar sein.
Rundungs-Radius: Radius des Kreisbogens, wenn
ntig:
Vorschub F (wirkt nur im RND-Satz)
NC-Beispielstze
5 L X+10 Y+40 RL F300 M3
6 L X+40 Y+25
7 RND R5 F100
8 L X+10 Y+5
Das vorhergehende und nachfolgende Konturelement
sollte beide Koordinaten der Ebene enthalten, in
der das Eckenrunden ausgefhrt wird. Wenn Sie die
Kontur ohne Werkzeugradiuskorrektur bearbeiten,
dann mssen Sie beide Koordinaten der Ebene
programmieren.
Der Eckpunkt wird nicht angefahren.
Ein im RND-Satz programmierter Vorschub wirkt nur
in diesem RND-Satz. Danach ist wieder der vor dem
RND-Satz programmierte Vorschub gltig.
Ein RND-Satz lsst sich auch zum weichen Anfahren
an die Kontur nutzen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 269
6 Konturen programmieren
6.4 Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten
Kreismittelpunkt CC
Den Kreismittelpunkt legen Sie fr Kreisbahnen fest, die Sie mit der
C-Taste (Kreisbahn C) programmieren. Dazu
geben Sie die rechtwinkligen Koordinaten des Kreismittelpunkts
in der Bearbeitungsebene ein oder
bernehmen die zuletzt programmierte Position oder
bernehmen die Koordinaten mit der Taste IST-POSITIONEN-
BERNEHMEN
Koordinaten fr den Kreismittelpunkt eingeben
oder um die zuletzt programmierte Position zu
bernehmen: Keine Koordinaten eingeben
NC-Beispielstze
5 CC X+25 Y+25
oder
10 L X+25 Y+25
11 CC
Die Programmzeilen 10 und 11 beziehen sich nicht auf die
Abbildung.
Gltigkeit
Der Kreismittelpunkt bleibt solange festgelegt, bis Sie einen neuen
Kreismittelpunkt programmieren.
Kreismittelpunkt inkremental eingeben
Eine inkremental eingegebene Koordinate fr den
Kreismittelpunkt bezieht sich immer auf die zuletzt programmierte
Werkzeugposition.
Mit CC kennzeichnen Sie eine Position als
Kreismittelpunkt: Das Werkzeug fhrt nicht auf diese
Position.
Der Kreismittelpunkt ist gleichzeitig Pol fr
Polarkoordinaten.
270 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten 6.4
Kreisbahn C um Kreismittelpunkt CC
Legen Sie den Kreismittelpunkt CC fest, bevor Sie die Kreisbahn
programmieren. Die zuletzt programmierte Werkzeugposition vor
der Kreisbahn ist der Startpunkt der Kreisbahn.
Werkzeug auf den Startpunkt der Kreisbahn fahren
Koordinaten des Kreismittelpunkts eingeben
Koordinaten des Kreisbogen-Endpunkts eingeben,
falls ntig:
Drehsinn DR
Vorschub F
Zusatz-Funktion M
Die TNC verfhrt Kreisbewegungen normalerweise
in der aktiven Bearbeitungsebene. Wenn Sie
Kreise programmieren, die nicht in der aktiven
Bearbeitungsebene liegen, z. B. C Z... X... DR+ bei
Werkzeugachse Z, und gleichzeitig diese Bewegung
rotieren, dann verfhrt die TNC einen Raumkreis,
also einen Kreis in 3 Achsen.
NC-Beispielstze
5 CC X+25 Y+25
6 L X+45 Y+25 RR F200 M3
7 C X+45 Y+25 DR+
Vollkreis
Programmieren Sie fr den Endpunkt die gleichen Koordinaten wie
fr den Startpunkt.
Start- und Endpunkt der Kreisbewegung mssen auf
der Kreisbahn liegen.
Der Maximalwert der Eingabetoleranz betrgt
0.016 mm. Die Eingabetoleranz stellen Sie im
Maschinenparameter circleDeviation (Nr. 200901)
ein.
Kleinstmglicher Kreis, den die TNC verfahren kann:
0.016 mm.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 271
6 Konturen programmieren
6.4 Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten
Kreisbahn CR mit festgelegtem Radius
Das Werkzeug fhrt auf einer Kreisbahn mit dem Radius R.
Koordinaten des Kreisbogenendpunkts
Radius R Achtung: Das Vorzeichen legt die Gre
des Kreisbogens fest!
Drehsinn DR Achtung: Das Vorzeichen legt
konkave oder konvexe Wlbung fest!
Zusatz-Funktion M
Vorschub F
Vollkreis
Fr einen Vollkreis programmieren Sie zwei Kreisstze
hintereinander:
Der Endpunkt des ersten Halbkreises ist Startpunkt des zweiten.
Endpunkt des zweiten Halbkreises ist Startpunkt des ersten.
Zentriwinkel CCA und Kreisbogenradius R
Startpunkt und Endpunkt auf der Kontur lassen sich durch vier
verschiedene Kreisbgen mit gleichem Radius miteinander
verbinden:
Kleinerer Kreisbogen: CCA<180
Radius hat positives Vorzeichen R>0
Grerer Kreisbogen: CCA>180
Radius hat negatives Vorzeichen R<0
ber den Drehsinn legen Sie fest, ob der Kreisbogen auen
(konvex) oder nach innen (konkav) gewlbt ist:
Konvex: Drehsinn DR (mit Radiuskorrektur RL)
Konkav: Drehsinn DR+ (mit Radiuskorrektur RL)
Der Abstand von Start- und Endpunkt des
Kreisdurchmessers darf nicht grer als der
Kreisdurchmesser sein.
Der maximale Radius betrgt 99,9999 m.
Winkelachsen A, B und C werden untersttzt.
Die TNC verfhrt Kreisbewegungen normalerweise
in der aktiven Bearbeitungsebene. Wenn Sie
Kreise programmieren, die nicht in der aktiven
Bearbeitungsebene liegen und gleichzeitig diese
Bewegung rotieren, dann verfhrt die TNC einen
Raumkreis, also einen Kreis in 3 Achsen.
272 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten 6.4
NC-Beispielstze
10 L X+40 Y+40 RL F200 M3
11 CR X+70 Y+40 R+20 DR- (BOGEN 1)
oder
11 CR X+70 Y+40 R+20 DR+ (BOGEN 2)
oder
11 CR X+70 Y+40 R-20 DR- (BOGEN 3)
oder
11 CR X+70 Y+40 R-20 DR+ (BOGEN 4)
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 273
6 Konturen programmieren
6.4 Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten
Kreisbahn CT mit tangentialem Anschluss
Das Werkzeug fhrt auf einem Kreisbogen, der tangential an das
zuvor programmierte Konturelement anschliet.
Ein bergang ist tangential, wenn am Schnittpunkt der
Konturelemente kein Knick- oder Eckpunkt entsteht, die
Konturelemente also stetig ineinander bergehen.
Das Konturelement, an das der Kreisbogen tangential anschliet,
programmieren Sie direkt vor dem CT-Satz. Dazu sind mindestens
zwei Positionierstze erforderlich
Koordinaten des Kreisbogen-Endpunkts, falls
ntig:
Vorschub F
Zusatz-Funktion M
NC-Beispielstze
7 L X+0 Y+25 RL F300 M3
8 L X+25 Y+30
9 CT X+45 Y+20
10 L Y+0
Der CT-Satz und das zuvor programmierte
Konturelement sollten beide Koordinaten der Ebene
enthalten, in der der Kreisbogen ausgefhrt wird!
274 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten 6.4
Beispiel: Geradenbewegung und Fasen kartesisch
0 BEGIN PGM LINEAR MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20 Rohteil-Definition fr grafische Simulation der Bearbeitung
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S4000 Werkzeugaufruf mit Spindelachse und Spindeldrehzahl
4 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren in der Spindelachse mit Eilgang FMAX
5 L X-10 Y-10 R0 FMAX Werkzeug vorpositionieren
6 L Z-5 R0 F1000 M3 Auf Bearbeitungstiefe fahren mit Vorschub F = 1000 mm/
min
7 APPR LT X+5 Y+5 LEN10 RL F300 Kontur an Punkt 1 anfahren auf einer Geraden mit
tangentialem Anschluss
8 L Y+95 Punkt 2 anfahren
9 L X+95 Punkt 3: erste Gerade fr Ecke 3
10 CHF 10 Fase mit Lnge 10 mm programmieren
11 L Y+5 Punkt 4: zweite Gerade fr Ecke 3, erste Gerade fr Ecke 4
12 CHF 20 Fase mit Lnge 20 mm programmieren
13 L X+5 Letzten Konturpunkt 1 anfahren, zweite Gerade fr Ecke 4
14 DEP LT LEN10 F1000 Kontur verlassen auf einer Geraden mit tangentialem
Anschluss
15 L Z+250 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programm-Ende
16 END PGM LINEAR MM
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 275
6 Konturen programmieren
6.4 Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten
Beispiel: Kreisbewegung kartesisch
0 BEGIN PGM CIRCULAR MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20 Rohteil-Definition fr grafische Simulation der Bearbeitung
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S4000 Werkzeugaufruf mit Spindelachse und Spindeldrehzahl
4 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren in der Spindelachse mit Eilgang FMAX
5 L X-10 Y-10 R0 FMAX Werkzeug vorpositionieren
6 L Z-5 R0 F1000 M3 Auf Bearbeitungstiefe fahren mit Vorschub F = 1000 mm/
min
7 APPR LCT X+5 Y+5 R5 RL F300 Kontur an Punkt 1 anfahren auf einer Kreisbahn mit
tangentialem Anschluss
8 L X+5 Y+85 Punkt 2: erste Gerade fr Ecke 2
9 RND R10 F150 Radius mit R = 10 mm einfgen, Vorschub: 150 mm/min
10 L X+30 Y+85 Punkt 3 anfahren: Startpunkt des Kreises mit CR
11 CR X+70 Y+95 R+30 DR- Punkt 4 anfahren: Endpunkt des Kreises mit CR, Radius 30
mm
12 L X+95 Punkt 5 anfahren
13 L X+95 Y+40 Punkt 6 anfahren
14 CT X+40 Y+5 Punkt 7 anfahren: Endpunkt des Kreises, Kreisbogen mit
tangentialem Anschluss an Punkt 6, TNC berechnet den
Radius selbst
15 L X+5 Letzten Konturpunkt 1 anfahren
16 DEP LCT X-20 Y-20 R5 F1000 Kontur verlassen auf einer Kreisbahn mit tangentialem
Anschluss
17 L Z+250 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programm-Ende
18 END PGM CIRCULAR MM
276 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen - rechtwinklige Koordinaten 6.4
Beispiel: Vollkreis kartesisch
0 BEGIN PGM C-CC MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20 Rohteil-Definition
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S3150 Werkzeugaufruf
4 CC X+50 Y+50 Kreismittelpunkt definieren
5 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
6 L X-40 Y+50 R0 FMAX Werkzeug vorpositionieren
7 L Z-5 R0 F1000 M3 Auf Bearbeitungstiefe fahren
8 APPR LCT X+0 Y+50 R5 RL F300 Kreisstartpunkt anfahren auf einer Kreisbahn mit
tangentialem Anschluss
9 C X+0 DR- Kreisendpunkt (=Kreisstartpunkt) anfahren
10 DEP LCT X-40 Y+50 R5 F1000 Kontur verlassen auf einer Kreisbahn mit tangentialem
Anschluss
11 L Z+250 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programm-Ende
12 END PGM C-CC MM
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 277
6 Konturen programmieren
6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten
6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten
bersicht
Mit Polarkoordinaten legen Sie eine Position ber einen Winkel PA
und einen Abstand PR zu einem zuvor definierten Pol CC fest.
Polarkoordinaten setzen Sie vorteilhaft ein bei:
Positionen auf Kreisbgen
Werkstck-Zeichnungen mit Winkelangaben, z. B. bei
Lochkreisen
bersicht der Bahnfunktion mit Polarkoordinaten
Bahnfunktionstaste Werkzeugbewegung Erforderliche Eingaben Seite
+ Gerade Polarradius, Polarwinkel des 279
Geraden-Endpunkts
+ Kreisbahn um Polarwinkel des 280
Kreismittelpunkt/ Pol zum Kreisendpunkts, Drehrichtung
Kreisbogen-Endpunkt
+ Kreisbahn mit tangentialem Polarradius, Polarwinkel des 280
Anschluss an vorheriges Kreisendpunkts
Konturelement
+ berlagerung einer Kreisbahn Polarradius, Polarwinkel des 281
mit einer Geraden Kreisendpunkts, Koordinate
des Endpunkts in der
Werkzeugachse
278 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Polarkoordinaten 6.5
Polarkoordinatenursprung: Pol CC
Den Pol CC knnen Sie an beliebigen Stellen im
Bearbeitungsprogramm festlegen, bevor Sie Positionen durch
Polarkoordinaten angeben. Gehen Sie beim Festlegen des Pols vor,
wie beim Programmieren des Kreismittelpunkts.
Koordinaten: Rechtwinklige Koordinaten
fr den Pol eingeben oder um die zuletzt
programmierte Position zu bernehmen: Keine
Koordinaten eingeben. Den Pol festlegen, bevor
Sie Polarkoordinaten programmieren. Pol nur in
rechtwinkligen Koordinaten programmieren. Der
Pol ist solange wirksam, bis Sie einen neuen Pol
festlegen.
NC-Beispielstze
12 CC X+45 Y+25
Gerade LP
Das Werkzeug fhrt auf einer Geraden von seiner aktuellen Position
zum Endpunkt der Geraden. Der Startpunkt ist der Endpunkt des
vorangegangenen Satzes.
Polarkoordinaten-Radius PR: Abstand des
Geraden-Endpunkts zum Pol CC eingeben
Polarkoordinaten-Winkel PA: Winkelposition des
Geraden-Endpunkts zwischen 360 und +360
Das Vorzeichen von PA ist durch die Winkel-Bezugsachse
festgelegt:
Winkel von der Winkel-Bezugsachse zu PR gegen den
Uhrzeigersinn: PA>0
Winkel von der Winkel-Bezugsachse zu PR im Uhrzeigersinn:
PA<0
NC-Beispielstze
12 CC X+45 Y+25
13 LP PR+30 PA+0 RR F300 M3
14 LP PA+60
15 LP IPA+60
16 LP PA+180
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 279
6 Konturen programmieren
6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten
Kreisbahn CP um Pol CC
Der Polarkoordinaten-Radius PR ist gleichzeitig Radius des
Kreisbogens. PR ist durch den Abstand des Startpunkts zum Pol
CC festgelegt. Die zuletzt programmierte Werkzeugposition vor der
Kreisbahn ist der Startpunkt der Kreisbahn.
Polarkoordinaten-Winkel PA: Winkelposition des
Kreisbahn-Endpunkts zwischen 99999,9999 und
+99999,9999
Drehsinn DR
NC-Beispielstze
18 CC X+25 Y+25
19 LP PR+20 PA+0 RR F250 M3
20 CP PA+180 DR+
Bei inkrementalen Eingaben mssen Sie DR und PA
mit gleichem Vorzeichen eingeben.
Beachten Sie dieses Verhalten, wenn Sie Programme
von lteren Steuerungen importieren. Passen Sie die
Programme gegebenenfalls an.
Kreisbahn CTP mit tangentialem Anschluss
Das Werkzeug fhrt auf einer Kreisbahn, die tangential an ein
vorangegangenes Konturelement anschliet.
Polarkoordinaten-Radius PR: Abstand des
Kreisbahn-Endpunkts zum Pol CC
Polarkoordinaten-Winkel PA: Winkelposition des
Kreisbahn-Endpunkts
Der Pol ist nicht Mittelpunkt des Konturkreises!
NC-Beispielstze
12 CC X+40 Y+35
13 L X+0 Y+35 RL F250 M3
14 LP PR+25 PA+120
15 CTP PR+30 PA+30
16 L Y+0
280 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Polarkoordinaten 6.5
Schraubenlinie (Helix)
Eine Schraubenlinie entsteht aus der berlagerung einer
Kreisbewegung und einer Geradenbewegung senkrecht dazu. Die
Kreisbahn programmieren Sie in einer Hauptebene.
Die Bahnbewegungen fr die Schraubenlinie knnen Sie nur in
Polarkoordinaten programmieren.
Einsatz
Innen- und Auengewinde mit greren Durchmessern
Schmiernuten
Berechnung der Schraubenlinie
Zum Programmieren bentigen Sie die inkrementale Angabe des
Gesamtwinkels, den das Werkzeug auf der Schraubenlinie fhrt
und die Gesamthhe der Schraubenlinie.
Anzahl Gnge n: Gewindegnge + Gangberlauf am
Gewinde-Anfang und -ende
Gesamthhe h: Steigung P x Anzahl der Gnge n
Inkrementaler Anzahl der Gnge x 360 + Winkel
Gesamtwinkel IPA: fr Gewinde-Anfang + Winkel fr
Gangberlauf
Anfangskoordinate Z: Steigung P x (Gewindegnge +
Gangberlauf am Gewinde-Anfang)
Form der Schraubenlinie
Die Tabelle zeigt die Beziehung zwischen Arbeitsrichtung, Drehsinn
und Radiuskorrektur fr bestimmte Bahnformen.
Innengewinde Arbeitsrichtung Drehsinn Radiuskorrektur
rechtsgngig Z+ DR+ RL
linksgngig Z+ DR RR
rechtsgngig Z DR RR
linksgngig Z DR+ RL
Auengewinde
rechtsgngig Z+ DR+ RR
linksgngig Z+ DR RL
rechtsgngig Z DR RL
linksgngig Z DR+ RR
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 281
6 Konturen programmieren
6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten
Schraubenlinie programmieren
Geben Sie Drehsinn und den inkrementalen
Gesamtwinkel IPA mit gleichem Vorzeichen ein,
sonst kann das Werkzeug in einer falschen Bahn
fahren.
Fr den Gesamtwinkel IPA ist ein Wert von
-99 999,9999 bis +99 999,9999 eingebbar.
Polarkoordinaten-Winkel: Gesamtwinkel
inkremental eingeben, den das Werkzeug auf
der Schraubenlinie fhrt. Nach der Eingabe des
Winkels whlen Sie die Werkzeugachse mit
einer Achswahltaste.
Koordinate fr die Hhe der Schraubenlinie
inkremental eingeben
Drehsinn DR
Schraubenlinie im Uhrzeigersinn: DR
Schraubenlinie gegen den Uhrzeigersinn: DR+
Radiuskorrektur gem Tabelle eingeben
NC-Beispielstze: Gewinde M6 x 1 mm mit 5 Gngen
12 CC X+40 Y+25
13 L Z+0 F100 M3
14 LP PR+3 PA+270 RL F50
15 CP IPA-1800 IZ+5 DR-
282 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Polarkoordinaten 6.5
Beispiel: Geradenbewegung polar
0 BEGIN PGM LINEARPO MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20 Rohteil-Definition
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S4000 Werkzeugaufruf
4 CC X+50 Y+50 Bezugspunkt fr Polarkoordinaten definieren
5 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
6 LP PR+60 PA+180 R0 FMAX Werkzeug vorpositionieren
7 L Z-5 R0 F1000 M3 Auf Bearbeitungstiefe fahren
8 APPR PLCT PR+45 PA+180 R5 RL F250 Kontur an Punkt 1 anfahren auf einem Kreis mit
tangentialem Anschluss
9 LP PA+120 Punkt 2 anfahren
10 LP PA+60 Punkt 3 anfahren
11 LP PA+0 Punkt 4 anfahren
12 LP PA-60 Punkt 5 anfahren
13 LP PA-120 Punkt 6 anfahren
14 LP PA+180 Punkt 1 anfahren
15 DEP PLCT PR+60 PA+180 R5 F1000 Kontur verlassen auf einem Kreis mit tangentialem
Anschluss
16 L Z+250 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programm-Ende
17 END PGM LINEARPO MM
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 283
6 Konturen programmieren
6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten
Beispiel: Helix
0 BEGIN PGM HELIX MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20 Rohteil-Definition
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S1400 Werkzeugaufruf
4 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
5 L X+50 Y+50 R0 FMAX Werkzeug vorpositionieren
6 CC Letzte programmierte Position als Pol bernehmen
7 L Z-12,75 R0 F1000 M3 Auf Bearbeitungstiefe fahren
8 APPR PCT PR+32 PA-182 CCA180 R+2 RL F100 Kontur anfahren auf einem Kreis mit tangentialem
Anschluss
9 CP IPA+3240 IZ+13.5 DR+ F200 Helix fahren
10 DEP CT CCA180 R+2 Kontur verlassen auf einem Kreis mit tangentialem
Anschluss
11 L Z+250 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programm-Ende
12 END PGM HELIX MM
284 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK 6.6
6.6 Bahnbewegungen Freie
Konturprogrammierung FK
Grundlagen
Werkstckzeichnungen, die nicht NC-gerecht bemat sind,
enthalten oft Koordinatenangaben, die Sie nicht ber die grauen
Dialogtasten eingeben knnen.
Solche Angaben programmieren Sie direkt mit der Freien
Konturprogrammierung FK, z. B.
wenn bekannte Koordinaten auf dem Konturelement oder in der
Nhe liegen
wenn Koordinatenangaben sich auf ein anderes Konturelement
beziehen
wenn Richtungsangaben und Angaben zum Konturverlauf
bekannt sind
Die TNC errechnet die Kontur aus den bekannten
Koordinatenangaben und untersttzt den Programmierdialog mit
der interaktiven FK-Grafik. Die Abbildung rechts oben zeigt eine
Bemaung, die Sie am einfachsten ber die FK-Programmierung
eingeben.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 285
6 Konturen programmieren
6.6 Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK
Beachten Sie folgende Voraussetzungen fr die
FK-Programmierung
Konturelemente knnen Sie mit der Freien Kontur-
Programmierung nur in der Bearbeitungsebene
programmieren.
Die Bearbeitungsebene der FK-Programmierung wird
nach folgender Hierarchie festgelegt:
1. Durch die in einem FPOL-Satz beschriebene
Ebene
2. In der Z/X-Ebene, falls die FK-Sequenz im
Drehbetrieb ausgefhrt wird
3. ber die im TOOLCALL festgelegte definierte
Bearbeitungsebene (z. B. TOOLCALL 1
TOOLCALLZ = X/Y-Ebene)
4. Falls nichts zutrifft, ist die Standardebene X/Y
aktiv
Die Anzeige der FK-Softkeys ist von der Spindelachse
in der Rohteildefinition abhngig. Falls Sie
beispielsweise in der Rohteildefinition die
Spindelachse Z eingeben, zeigt die TNC nur FK-
Softkeys fr die X/Y-Ebene an.
Geben Sie fr jedes Konturelement alle verfgbaren
Daten ein. Programmieren Sie auch Angaben
in jedem Satz, die sich nicht ndern: Nicht
programmierte Daten gelten als nicht bekannt!
Q-Parameter sind in allen FK-Elementen zulssig,
auer in Elementen mit Relativ-Bezgen (z. B. RX
oder RAN), also Elementen, die sich auf andere NC-
Stze beziehen.
Wenn Sie im Programm konventionelle und Freie
Kontur-Programmierung mischen, dann muss jeder
FK-Abschnitt eindeutig bestimmt sein.
Die TNC bentigt einen festen Punkt, von dem
aus die Berechnungen durchgefhrt werden.
Programmieren Sie direkt vor dem FK-Abschnitt mit
den grauen Dialogtasten eine Position, die beide
Koordinaten der Bearbeitungsebene enthlt. In
diesem Satz keine Q-Parameter programmieren.
Wenn der erste Satz im FK-Abschnitt ein FCT- oder
FLT-Satz ist, mssen Sie davor mindestens zwei NC-
Stze ber die grauen Dialog-Tasten programmieren,
damit die Anfahrrichtung eindeutig bestimmt ist.
Ein FK-Abschnitt darf nicht direkt hinter einer Marke
LBL beginnen.
286 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK 6.6
Grafik der FK-Programmierung
Um die Grafik bei der FK-Programmierung nutzen
zu knnen, whlen Sie die Bildschirmaufteilung
PROGRAMM + GRAFIK.
Weitere Informationen: "Programmieren", Seite 90
Mit unvollstndigen Koordinatenangaben lsst sich eine
Werkstckkontur oft nicht eindeutig festlegen. In diesem Fall zeigt
die TNC die verschiedenen Lsungen in der FK-Grafik an und Sie
whlen die Richtige aus.
In der FK-Grafik verwendet die Steuerung verschiedene Farben:
blau: eindeutig bestimmtes Konturelement
Das letzte FK-Element stellt die Steuerung erst nach der
Abfahrbewegung blau dar.
violett: noch nicht eindeutig bestimmtes Konturelement
ocker: Werkzeug-Mittelpunktsbahn
rot: Eilgangbewegung
grn: mehrere Lsungen mglich
Wenn die Daten mehrere Lsungen bieten und das Konturelement
grn angezeigt wird, dann whlen Sie die richtige Kontur wie folgt:
Softkey ZEIGE LSUNG so oft drcken, bis das
Konturelement richtig angezeigt wird. Wenn
mgliche Lsungen in der Standarddarstellung
nicht unterscheidbar sind, Zoomfunktion
verwenden
Das angezeigte Konturelement entspricht der
Zeichnung: Mit Softkey LSUNG WHLEN
festlegen
Wenn Sie eine grn dargestellte Kontur noch nicht festlegen
wollen, dann drcken Sie den Softkey START EINZELS., um den FK-
Dialog fortzufhren.
Die grn dargestellten Konturelemente sollten Sie so
frh wie mglich mit LSUNG WHLEN festlegen,
um die Mehrdeutigkeit fr die nachfolgenden
Konturelemente einzuschrnken.
Satznummern im Grafikfenster anzeigen
Um Satznummern im Grafikfenster anzuzeigen:
Softkey ANZEIGEN AUSBLEND. SATZ-NR. auf
ANZEIGEN stellen (Softkey-Leiste 3)
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 287
6 Konturen programmieren
6.6 Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK
FK-Dialog erffnen
Wenn Sie die graue Bahnfunktionstaste FK drcken, zeigt die
TNC Softkeys an, mit denen Sie den FK-Dialog erffnen. Um die
Softkeys wieder abzuwhlen, drcken Sie die Taste FK erneut.
Wenn Sie den FK-Dialog mit einem dieser Softkeys erffnen, dann
zeigt die TNC weitere Softkey-Leisten, mit denen Sie bekannte
Koordinaten eingeben, Richtungsangaben und Angaben zum
Konturverlauf machen knnen.
Softkey FK-Element
Gerade mit tangentialem Anschluss
Gerade ohne tangentialen Anschluss
Kreisbogen mit tangentialem Anschluss
Kreisbogen ohne tangentialen Anschluss
Pol fr FK-Programmierung
Pol fr FK-Programmierung
Softkeys zur Freien Kontur-Programmierung
anzeigen: Taste FK drcken
Dialog zur Definition des Pols erffnen: Softkey
FPOL drcken. Die TNC zeigt die Achs-Softkeys
der aktiven Bearbeitungsebene
ber diese Softkeys die Pol-Koordinaten eingeben
Der Pol fr die FK-Programmierung bleibt solange
aktiv, bis Sie ber FPOL einen neuen definieren.
288 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK 6.6
Geraden frei programmieren
Gerade ohne tangentialen Anschluss
Softkeys zur Freien Konturprogrammierung
anzeigen: Taste FK drcken
Dialog fr freie Gerade erffnen: Softkey FL
drcken. Die TNC zeigt weitere Softkeys
ber diese Softkeys alle bekannten Angaben
in den Satz eingeben. Die FK-Grafik zeigt die
programmierte Kontur violett, bis die Angaben
ausreichen. Mehrere Lsungen zeigt die Grafik
grn.
Weitere Informationen: "Grafik der FK-
Programmierung", Seite 287
Gerade mit tangentialem Anschluss
Wenn die Gerade tangential an ein anderes Konturelement
anschliet, erffnen Sie den Dialog mit dem Softkey FLT:
Softkeys zur Freien Kontur-Programmierung
anzeigen: Taste FK drcken
Dialog erffnen: Softkey FLT drcken
ber die Softkeys alle bekannten Angaben in den
Satz eingeben
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 289
6 Konturen programmieren
6.6 Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK
Kreisbahnen frei programmieren
Kreisbahn ohne tangentialen Anschluss
Softkeys zur Freien Konturprogrammierung
anzeigen: Taste FK drcken
Dialog fr freien Kreisbogen erffnen: Softkey
FC drcken; die TNC zeigt Softkeys fr direkte
Angaben zur Kreisbahn oder Angaben zum
Kreismittelpunkt
ber diese Softkeys alle bekannten Angaben
in den Satz eingeben: Die FK-Grafik zeigt die
programmierte Kontur violett, bis die Angaben
ausreichen. Mehrere Lsungen zeigt die Grafik
grn.
Weitere Informationen: "Grafik der FK-
Programmierung", Seite 287
Kreisbahn mit tangentialem Anschluss
Wenn die Kreisbahn tangential an ein anderes Konturelement
anschliet, erffnen Sie den Dialog mit dem Softkey FCT:
Softkeys zur Freien Kontur-Programmierung
anzeigen: Taste FK drcken
Dialog erffnen: Softkey FCT drcken
ber die Softkeys alle bekannten Angaben in den
Satz eingeben
290 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK 6.6
Eingabemglichkeiten
Endpunktkoordinaten
Softkeys Bekannte Angaben
Rechtwinklige Koordinaten X und Y
Polarkoordinaten bezogen auf FPOL
NC-Beispielstze
7 FPOL X+20 Y+30
8 FL IX+10 Y+20 RR F100
9 FCT PR+15 IPA+30 DR+ R15
Richtung und Lnge von Konturelementen
Softkeys Bekannte Angaben
Lnge der Geraden
Anstiegswinkel der Geraden
Sehnenlnge LEN des Kreisbogenabschnitts
Anstiegswinkel AN der Eintrittstangente
Mittelpunktswinkel des Kreisbogenabschnitts
Achtung Gefahr fr Werkstck und Werkzeug!
Anstiegswinkel, die Sie inkremental (IAN) definiert
haben, bezieht die TNC auf die Richtung des letzten
Verfahrsatzes. Programme, die inkrementale
Anstiegswinkel enthalten und auf einer iTNC 530
oder lteren TNCs erstellt wurden, sind nicht
kompatibel.
NC-Beispielstze
27 FLT X+25 LEN 12.5 AN+35 RL F200
28 FC DR+ R6 LEN 10 AN-45
29 FCT DR- R15 LEN 15
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 291
6 Konturen programmieren
6.6 Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK
Kreismittelpunkt CC, Radius und Drehsinn im FC-/FCT-Satz
Fr frei programmierte Kreisbahnen berechnet die TNC aus Ihren
Angaben einen Kreismittelpunkt. Damit knnen Sie auch mit der
FK-Programmierung einen Vollkreis in einem Satz programmieren.
Wenn Sie den Kreismittelpunkt in Polarkoordinaten definieren
wollen, mssen Sie den Pol anstelle mit CC mit der Funktion FPOL
definieren. FPOL bleibt bis zum nchsten Satz mit FPOL wirksam
und wird in rechtwinkligen Koordinaten festgelegt.
Ein konventionell programmierter oder ein
errechneter Kreismittelpunkt ist in einem neuen FK-
Abschnitt nicht mehr als Pol oder Kreismittelpunkt
wirksam: Wenn sich konventionell programmierte
Polarkoordinaten auf einen Pol beziehen, den Sie
zuvor in einem CC-Satz festgelegt haben, dann legen
Sie diesen Pol nach dem FK-Abschnitt erneut mit
einem CC-Satz fest.
Softkeys Bekannte Angaben
Mittelpunkt in rechtwinkligen Koordinaten
Mittelpunkt in Polarkoordinaten
Drehsinn der Kreisbahn
Radius der Kreisbahn
NC-Beispielstze
10 FC CCX+20 CCY+15 DR+ R15
11 FPOL X+20 Y+15
12 FL AN+40
13 FC DR+ R15 CCPR+35 CCPA+40
292 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK 6.6
Geschlossene Konturen
Mit dem Softkey CLSD kennzeichnen Sie Beginn und Ende einer
geschlossenen Kontur. Dadurch reduziert sich fr das letzte
Konturelement die Anzahl der mglichen Lsungen.
CLSD geben Sie zustzlich zu einer anderen Konturangabe im
ersten und letzten Satz eines FK-Abschnitts ein.
Konturanfang: CLSD+
Konturende: CLSD
NC-Beispielstze
12 L X+5 Y+35 RL F500 M3
13 FC DR- R15 CLSD+ CCX+20 CCY+35
...
17 FC DR- R+15 CLSD-
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 293
6 Konturen programmieren
6.6 Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK
Hilfspunkte
Sowohl fr freie Geraden als auch fr freie Kreisbahnen knnen Sie
Koordinaten fr Hilfspunkte auf oder neben der Kontur eingeben.
Hilfspunkte auf einer Kontur
Die Hilfspunkte befinden sich direkt auf der Geraden bzw. auf der
Verlngerung der Geraden oder direkt auf der Kreisbahn.
Softkeys Bekannte Angaben
X-Koordinate eines Hilfspunkts P1
oder P2 einer Geraden
Y-Koordinate eines Hilfspunkts P1
oder P2 einer Geraden
X-Koordinate eines Hilfspunkts
P1, P2 oder P3 einer Kreisbahn
Y-Koordinate eines Hilfspunkts
P1, P2 oder P3 einer Kreisbahn
Hilfspunkte neben einer Kontur
Softkeys Bekannte Angaben
X- und Y- Koordinate des
Hilfspunkts neben einer Geraden
Abstand des Hilfspunkts zur
Geraden
X- und Y-Koordinate eines
Hilfspunkts neben einer
Kreisbahn
Abstand des Hilfspunkts zur
Kreisbahn
NC-Beispielstze
13 FC DR- R10 P1X+42.929 P1Y+60.071
14 FLT AN-70 PDX+50 PDY+53 D10
294 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK 6.6
Relativbezge
Relativbezge sind Angaben, die sich auf ein anderes
Konturelement beziehen. Softkeys und Programmwrter fr
Relativbezge beginnen mit einem R. Die Abbildung rechts zeigt
Maangaben, die Sie als Relativbezge programmieren sollten.
Koordinaten mit Relativbezug immer inkremental
eingeben. Zustzlich die Satznummer des
Konturelements eingeben, auf das Sie sich beziehen.
Das Konturelement, dessen Satznummer Sie
angeben, darf nicht mehr als 64 Positionierstze
vor dem Satz stehen, in dem Sie den Bezug
programmieren.
Wenn Sie einen Satz lschen, auf den Sie
sich bezogen haben, dann gibt die TNC eine
Fehlermeldung aus. ndern Sie das Programm, bevor
Sie diesen Satz lschen.
Relativbezug auf Satz N: Endpunkt-Koordinaten
Softkeys Bekannte Angaben
Rechtwinklige Koordinaten bezogen auf
Satz N
Polarkoordinaten bezogen auf Satz N
NC-Beispielstze
12 FPOL X+10 Y+10
13 FL PR+20 PA+20
14 FL AN+45
15 FCT IX+20 DR- R20 CCA+90 RX 13
16 FL IPR+35 PA+0 RPR 13
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 295
6 Konturen programmieren
6.6 Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK
Relativbezug auf Satz N: Richtung und Abstand des
Konturelements
Softkey Bekannte Angaben
Winkel zwischen Gerade und anderem
Konturelement bzw. zwischen Kreisbogen-
Eintrittstangente und anderem
Konturelement
Gerade parallel zu anderem Konturelement
Abstand der Geraden zu parallelem
Konturelement
NC-Beispielstze
17 FL LEN 20 AN+15
18 FL AN+105 LEN 12.5
19 FL PAR 17 DP 12.5
20 FSELECT 2
21 FL LEN 20 IAN+95
22 FL IAN+220 RAN 18
Relativbezug auf Satz N: Kreismittelpunkt CC
Softkey Bekannte Angaben
Rechtwinklige Koordinaten des
Kreismittelpunkts bezogen auf Satz N
Polarkoordinaten des Kreismittelpunkts
bezogen auf Satz N
NC-Beispielstze
12 FL X+10 Y+10 RL
13 FL ...
14 FL X+18 Y+35
15 FL ...
16 FL ...
17 FC DR- R10 CCA+0 ICCX+20 ICCY-15 RCCX12 RCCY14
296 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK 6.6
Beispiel: FK-Programmierung 1
0 BEGIN PGM FK1 MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20 Rohteil-Definition
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S500 Werkzeugaufruf
4 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
5 L X-20 Y+30 R0 FMAX Werkzeug vorpositionieren
6 L Z-10 R0 F1000 M3 Auf Bearbeitungstiefe fahren
7 APPR CT X+2 Y+30 CCA90 R+5 RL F250 Kontur anfahren auf einem Kreis mit tangentialem
Anschluss
8 FC DR- R18 CLSD+ CCX+20 CCY+30 FK- Abschnitt:
9 FLT Zu jedem Konturelement bekannte Angaben programmieren
10 FCT DR- R15 CCX+50 CCY+75
11 FLT
12 FCT DR- R15 CCX+75 CCY+20
13 FLT
14 FCT DR- R18 CLSD- CCX+20 CCY+30
15 DEP CT CCA90 R+5 F1000 Kontur verlassen auf einem Kreis mit tangentialem
Anschluss
16 L X-30 Y+0 R0 FMAX
17 L Z+250 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programm-Ende
18 END PGM FK1 MM
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 297
6 Konturen programmieren
6.6 Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK
Beispiel: FK-Programmierung 2
0 BEGIN PGM FK2 MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20 Rohteil-Definition
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S4000 Werkzeugaufruf
4 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
5 L X+30 Y+30 R0 FMAX Werkzeug vorpositionieren
6 L Z+5 R0 FMAX M3 Werkzeugachse vorpositionieren
7 L Z-5 R0 F100 Auf Bearbeitungstiefe fahren
8 APPR LCT X+0 Y+30 R5 RR F350 Kontur anfahren auf einem Kreis mit tangentialem
Anschluss
9 FPOL X+30 Y+30 FK- Abschnitt:
10 FC DR- R30 CCX+30 CCY+30 Zu jedem Konturelement bekannte Angaben programmieren
11 FL AN+60 PDX+30 PDY+30 D10
12 FSELECT 3
13 FC DR- R20 CCPR+55 CCPA+60
14 FSELECT 2
15 FL AN-120 PDX+30 PDY+30 D10
16 FSELECT 3
17 FC X+0 DR- R30 CCX+30 CCY+30
18 FSELECT 2
19 DEP LCT X+30 Y+30 R5 Kontur verlassen auf einem Kreis mit tangentialem
Anschluss
20 L Z+250 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programm-Ende
21 END PGM FK2 MM
298 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
6
Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK 6.6
Beispiel: FK-Programmierung 3
0 BEGIN PGM FK3 MM
1 BLK FORM 0.1 Z X-45 Y-45 Z-20 Rohteil-Definition
2 BLK FORM 0.2 X+120 Y+70 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S4500 Werkzeugaufruf
4 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
5 L X-70 Y+0 R0 FMAX Werkzeug vorpositionieren
6 L Z-5 R0 F1000 M3 Auf Bearbeitungstiefe fahren
7 APPR CT X-40 Y+0 CCA90 R+5 RL F250 Kontur anfahren auf einem Kreis mit tangentialem
Anschluss
8 FC DR- R40 CCX+0 CCY+0 FK- Abschnitt:
9 FLT Zu jedem Konturelement bekannte Angaben programmieren
10 FCT DR- R10 CCX+0 CCY+50
11 FLT
12 FCT DR+ R6 CCX+0 CCY+0
13 FCT DR+ R24
14 FCT DR+ R6 CCX+12 CCY+0
15 FSELECT 2
16 FCT DR- R1.5
17 FCT DR- R36 CCX+44 CCY-10
18 FSELECT 2
19 FCT DR+ R5
20 FLT X+110 Y+15 AN+0
21 FL AN-90
22 FL X+65 AN+180 PAR21 DP30
23 RND R5
24 FL X+65 Y-25 AN-90
25 FC DR+ R50 CCX+65 CCY-75
26 FCT DR- R65
27 FSELECT 1
28 FCT Y+0 DR- R40 CCX+0 CCY+0
29 FSELECT 4
30 DEP CT CCA90 R+5 F1000 Kontur verlassen auf einem Kreis mit tangentialem
Anschluss
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 299
6 Konturen programmieren
6.6 Bahnbewegungen Freie Konturprogrammierung FK
31 L X-70 R0 FMAX
32 L Z+250 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programm-Ende
33 END PGM FK3 MM
300 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
7
Daten aus
CAD-Dateien
bernehmen
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen
7.1 Bildschirmaufteilung CAD-Viewer und DXF-Konverter
7.1 Bildschirmaufteilung CAD-Viewer
und DXF-Konverter
Grundlagen CAD-Viewer und DXF-Konverter
Bildschirmanzeige
Wenn Sie den CAD-Viewer und den DXF-Konverter ffnen, steht
Ihnen folgende Bildschirmaufteilung zur Verfgung:
4
5
1 Menleiste
2 Fenster Grafik
3 Fenster Listenansicht
4 Fenster Elementinformation
5 Statusleiste
Dateiformate
Mit dem CAD-Viewer und den DXF-Konverter knnen Sie
standardisierte CAD-Datenformate direkt auf der TNC ffnen.
Die TNC zeigt folgende Dateiformate:
Datei Typ Format
Step .STP und .STEP AP 203
AP 214
Iges .IGS und .IGES Version 5.3
DXF .DXF R10
R12
R13
2000
2002
302 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
7
CAD-Viewer 7.2
7.2 CAD-Viewer
Anwendung
Die Anwahl erfolgt einfach ber die Dateiverwaltung der TNC,
so wie Sie auch NC-Programme whlen. Dadurch lassen sich auf
schnelle und einfache Weise Modelle betrachten.
Der Bezugspunkt lsst sich beliebig im Modell positionieren.
Ausgehend von diesem Bezugspunkt lassen sich
Elementinformationen, wie z. B. Zentren von Kreisen anzeigen.
Ihnen stehen folgende Icons zur Verfgung:
Icon Einstellung
Einblenden oder Ausblenden des Fensters
Listenansicht, um das Fenster Grafik zu
vergrern
Anzeige der verschiedenen Layer
Bezugspunkt setzen oder den gesetzten
Bezugspunkt lschen
Zoom auf grtmgliche Darstellung der
gesamten Grafik setzen
Hintergrundfarbe umschalten (Schwarz oder
Wei)
Auflsung einstellen: Die Auflsung legt fest,
mit wie viel Nachkommastellen die TNC das
Konturprogramm erzeugt.
Grundeinstellung: 4 Nachkommastellen bei mm
und 5 Nachkommastellen bei inch
Umschalten zwischen verschiedenen Ansichten
des Modells z. [Link]
Drahtmodell aktivieren oder Schattierungen
aktivieren
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 303
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen
7.3 DXF-Konverter (Option #42)
7.3 DXF-Konverter (Option #42)
Anwendung
Sie knnen DXF-Dateien direkt auf der TNC ffnen, um daraus
Konturen oder Bearbeitungspositionen zu extrahieren und diese, als
Klartextprogramme oder als Punktedateien zu speichern. Die bei
der Konturselektion gewonnen Klartextprogramme knnen Sie auch
auf lteren TNC-Steuerungen abarbeiten, da die Konturprogramme
nur L- und CC-/C-Stze enthalten.
Wenn Sie Dateien in der Betriebsart Programmieren verarbeiten,
erzeugt die TNC-Konturprogramme standardmig mit der Endung
.H und Punktedateien mit der Endung .PNT. Sie knnen beim
Speicherndialog den Dateityp frei whlen. Um eine selektierte
Kontur oder eine selektierte Bearbeitungsposition direkt in ein NC-
Programm einzufgen, verwenden Sie die Zwischenablage der
TNC.
Die zu verarbeitende Datei muss auf der Festplatte
der TNC gespeichert sein.
Vor dem Einlesen in die TNC darauf achten, dass der
Dateiname der Datei keine Leerzeichen oder nicht
erlaubte Sonderzeichen enthlt.
Weitere Informationen: "Namen von Dateien",
Seite 149
Die TNC untersttzt kein binres DXF-Format.
Beim Erzeugen der DXF-Datei aus dem CAD- oder
Zeichenprogramm darauf achten, dass Sie die Datei
im ASCII-Format speichern.
Die TNC untersttzt folgende Dateiformate:
Weitere Informationen: "Abb. X", Seite
304 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
7
DXF-Konverter (Option #42) 7.3
Arbeiten mit dem DXF-Konverter
Um den DXF-Konverter bedienen zu knnen,
bentigen Sie zwingend eine Maus oder Touchpad.
Alle Betriebsmodi und Funktionen sowie die Anwahl
von Konturen und Bearbeitungspositionen sind
ausschlielich per Maus oder Touchpad mglich.
Der DXF-Konverter luft als separate Anwendung auf dem
dritten Desktop der TNC. Sie knnen daher mit der Bildschirm-
Umschalttaste zwischen den Maschinen-Betriebsarten, den
Programmier-Betriebsarten und dem DXF-Konverter hin- und
herschalten. Wenn Sie Konturen oder Bearbeitungspositionen
durch Kopieren ber die Zwischenablage in ein Klartextprogramm
einfgen wollen, dann ist das besonders hilfreich.
DXF-Datei ffnen
Betriebsart: Taste Programmieren drcken
Dateiverwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
Softkey-Men zur Auswahl der anzuzeigenden
Dateitypen whlen: Softkey TYP WHLEN drcken
Alle CAD-Dateien anzeigen lassen: Softkey ZEIGE
CAD drcken
Verzeichnis whlen, in dem die CAD-Datei
gespeichert ist
Gewnschte DXF-Datei whlen
Mit der Taste ENT bernehmen: Die TNC startet
den DXF-Konverter und zeigt den Inhalt der Datei
am Bildschirm an. Im Fenster Listenansicht zeigt
die TNC die Layer (Ebenen) und im Fenster Grafik
die Zeichnung an
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 305
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen
7.3 DXF-Konverter (Option #42)
Grundeinstellungen
Die nachfolgend aufgefhrten Grundeinstellungen whlen Sie ber
die Icons der Kopfleiste.
Icon Einstellung
Einblenden oder Ausblenden des Fensters
Listenansicht, um das Fenster Grafik zu
vergrern
Anzeige der verschiedenen Layer
Selektieren der Kontur
Selektieren von Bohrpositionen
Bezugspunkt setzen
Zoom auf grtmgliche Darstellung der
gesamten Grafik setzen
Hintergrundfarbe umschalten (Schwarz oder
Wei)
Umschalten zwischen 2D-Modus und
3D-Modus. Der aktive Modus ist farblich
hervorgehoben
Maeinheit mm oder inch der Datei
einstellen. In dieser Maeinheit gibt die
TNC auch das Konturprogramm und die
Bearbeitungspositionen aus. Die aktive
Maeinheit ist rot hervorgehoben
Auflsung einstellen: Die Auflsung legt fest,
mit wie viel Nachkommastellen die TNC das
Konturprogramm erzeugt. Grundeinstellung: 4
Nachkommastellen bei Maeinheit mm und 5
Nachkommastellen bei Maeinheit inch
Umschalten zwischen verschiedenen Ansichten
des Modells z. [Link]
Kontur fr eine Drehbearbeitung whlen. Die
aktive Bearbeitung ist farblich hervorgehoben
(Option #50)
Drahtmodell einer 3D-Zeichnung aktivieren
306 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
7
DXF-Konverter (Option #42) 7.3
Folgende Icons zeigt die TNC nur in bestimmten Modi an.
Icon Einstellung
Modus Konturbernahme:
Die Toleranz legt fest, wie weit benachbarte
Konturelemente voneinander entfernt
sein drfen. Mit der Toleranz knnen Sie
Ungenauigkeiten ausgleichen, die bei der
Zeichnungserstellung gemacht wurden. Die
Grundeinstellung ist festgelegt auf 0,001 mm
Modus Punktbernahme:
Festlegen, ob die TNC beim Whlen von
Bearbeitungspositionen den Verfahrweg des
Werkzeugs in gestrichelter Linie anzeigt
Modus Wegoptimierung:
Die TNC optimiert die Verfahrbewegung
des Werkzeugs so, dass es krzere
Verfahrbewegungen zwischen den
Bearbeitungspositionen gibt. Durch
wiederholtes Bettigen setzen Sie die
Optimierung zurck
Modus Kreisbogen:
Der Kreisbogenmodus legt fest, ob Kreise
im C-Format oder im CR-Format z. B. fr
Zylindermantelinterpolation im NC-Programm
ausgegeben werden.
Beachten Sie, dass Sie die richtige Maeinheit
einstellen mssen, da in der DXF-Datei diesbezglich
keine Informationen enthalten sind.
Wenn Sie Programme fr ltere TNC-Steuerungen
erzeugen wollen, mssen Sie die Auflsung auf 3
Nachkommastellen begrenzen. Zustzlich mssen
Sie die Kommentare entfernen, die der DXF-
Konverter mit in das Konturprogramm ausgibt.
Die TNC zeigt die aktiven Grundeinstellungen in der
Statusleiste am Bildschirm an.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 307
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen
7.3 DXF-Konverter (Option #42)
Layer einstellen
DXF-Dateien enthalten in der Regel mehrere Layer (Ebenen).
Mithilfe der Layer-Technik gruppiert der Konstrukteur
verschiedenartige Elemente, z. B. die eigentliche Werkstckkontur,
Bemaungen, Hilfslinien und Konstruktionslinien, Schraffuren und
Texte.
Um bei der Konturauswahl wenig berflssige Informationen am
Bildschirm zu haben, knnen Sie alle berflssigen, in der DXF-
Datei enthaltenen Layer ausblenden.
Die zu verarbeitende DXF-Datei muss mindestens
einen Layer enthalten. Die TNC verschiebt
automatisch die Elemente, die keinem Layer
zugeordnet sind in den Layer anonym.
Sie knnen eine Kontur auch dann selektieren, wenn
der Konstrukteur die Linien auf unterschiedlichen
Layern gespeichert hat.
Modus zum Einstellen der Layer whlen: Die TNC
zeigt im Fenster Listenansicht alle Layer an, die in
der aktiven DXF-Datei enthalten sind
Layer ausblenden: Mit der linken Maustaste den
gewnschten Layer whlen und durch Klicken auf
das Kontrollkstchen ausblenden. Alternativ die
Leertaste benutzen
Layer einblenden: Mit der linken Maustaste den
gewnschten Layer whlen und durch Klicken auf
das Kontrollkstchen einblenden. Alternativ die
Leertaste benutzen
308 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
7
DXF-Konverter (Option #42) 7.3
Bezugspunkt festlegen
Der Zeichnungsnullpunkt der DXF-Datei liegt nicht immer so, dass
Sie diesen direkt als Werkstckbezugspunkt verwenden knnen.
Die TNC stellt daher eine Funktion zur Verfgung, mit der Sie
den Zeichnungsnullpunkt durch Anklicken eines Elements an eine
sinnvolle Stelle setzen knnen.
An folgenden Stellen knnen Sie den Bezugspunkt definieren:
Durch direkte Zahleneingabe in dem Fenster Listenansicht
Am Anfangspunkt, Endpunkt oder in der Mitte einer Geraden
Am Anfangspunkt, Mittelpunkt oder Endpunkt eines
Kreisbogens
Jeweils am Quadrantenbergang oder im Zentrum eines
Vollkreises
Im Schnittpunkt von
Gerade Gerade, auch wenn der Schnittpunkt in der
Verlngerung der jeweiligen Geraden liegt
Gerade Kreisbogen
Gerade Vollkreis
Kreis Kreis (unabhngig ob Teilkreis oder Vollkreis)
Um einen Bezugspunkt festlegen zu knnen,
mssen Sie das Touchpad oder eine angeschlossene
Maus verwenden.
Sie knnen den Bezugspunkt auch noch verndern,
wenn Sie die Kontur bereits gewhlt haben. Die TNC
berechnet die tatschlichen Konturdaten erst, wenn
Sie die gewhlte Kontur in ein Konturprogramm
speichern.
Bezugspunkt auf einzelnem Element whlen
Modus zum Festlegen des Bezugspunkts whlen
Mit der Maus auf das gewnschte Element
stellen: Die TNC zeigt per Stern whlbare
Bezugspunkte an, die auf dem selektierbaren
Element liegen
Auf den Stern klicken, den Sie als Bezugspunkt
whlen wollen: Die TNC setzt das
Bezugspunktsymbol auf die gewhlte Stelle.
Wenn das gewhlte Element zu klein ist, die
Zoomfunktion verwenden
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 309
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen
7.3 DXF-Konverter (Option #42)
Bezugspunkt als Schnittpunkt zweier Elemente whlen
Modus zum Festlegen des Bezugspunkts whlen
Mit der linken Maustaste das erste Element
(Gerade, Vollkreis oder Kreisbogen) anklicken:
Die TNC zeigt per Stern whlbare Bezugspunkte
an, die auf dem selektierten Element liegen. Das
Element wird farblich hervorgehoben
Mit der linken Maustaste das zweite Element
(Gerade, Vollkreis oder Kreisbogen) anklicken:
Die TNC setzt das Bezugspunktsymbol auf den
Schnittpunkt
Die TNC berechnet den Schnittpunkt zweier
Elemente auch dann, wenn dieser in der
Verlngerung eines Elements liegt.
Wenn die TNC mehrere Schnittpunkte berechnen
kann, dann whlt die Steuerung den Schnittpunkt,
der dem Mausklick des zweiten Elements am
nchsten liegt.
Wenn die TNC keinen Schnittpunkt berechnen kann,
hebt sie ein bereits markiertes Element wieder auf.
Wenn ein Bezugspunkt festgelegt ist, dann ndert sich die Farbe
des Icon Bezugspunkt setzen.
Sie knnen einen Bezugspunkt lschen, indem sie das Icon
drcken.
Elementinformationen
Die TNC zeigt im Fenster Elementinformation an, wie weit der von
Ihnen gewhlte Bezugspunkt vom Zeichnungsnullpunkt entfernt ist.
310 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
7
DXF-Konverter (Option #42) 7.3
Kontur whlen und speichern
Um eine Kontur whlen zu knnen, mssen Sie das
Touchpad auf der TNC-Tastatur oder eine ber USB
angeschlossene Maus verwenden.
Legen Sie die Umlaufrichtung bei der Konturauswahl
so fest, dass diese mit der gewnschten
Bearbeitungsrichtung bereinstimmt.
Whlen Sie das erste Konturelement so, dass ein
kollisionsfreies Anfahren mglich ist.
Sollten die Konturelemente sehr dicht aufeinander
liegen, Zoomfunktion nutzen.
Als Kontur selektierbar sind folgende DXF-Elemente:
LINE (Gerade)
CIRCLE (Vollkreis)
ARC (Teilkreis)
POLYLINE (Polylinie)
Ellipsen und Splines sind fr die Schnittpunkte verwendbar aber
nicht selektierbar. Wenn Sie Ellipsen oder Splines selektieren, dann
werden sie rot dargestellt.
Elementinformationen
Die TNC zeigt im Fenster Elementinformation verschiedene
Informationen zu dem Konturelement an, das Sie zuletzt im Fenster
Listenansicht oder im Fenster Grafik markiert haben.
Layer: zeigt, in welcher Ebene man sich befindet
Type: zeigt, um welches Element es sich gerade handelt z. B.
Linie
Koordinaten: zeigen Startpunkt, Endpunkt eines Elements und
ggf. Kreismittelpunkt und Radius
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 311
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen
7.3 DXF-Konverter (Option #42)
Modus zum Selektieren der Kontur whlen: Das
Fenster Grafik ist fr die Konturauswahl aktiv
Um ein Konturelement zu whlen: Mit der Maus
auf das gewnschte Element stellen. Die TNC
zeigt die Umlaufrichtung in gestrichelter Linie an.
Sie knnen die Umlaufrichtung ndern, indem
Sie sich mit der Maus auf die andere Seite des
Mittelpunkts eines Elements stellen. Das Element
mit der linken Maustaste whlen. Die TNC
stellt das ausgewhlte Konturelement blau dar.
Wenn weitere Konturelemente in der gewhlten
Umlaufrichtung selektierbar sind, kennzeichnet die
TNC diese Elemente grn
Wenn weitere Konturelemente in der gewhlten
Umlaufrichtung selektierbar sind, dann
kennzeichnet die TNC diese Elemente grn. Bei
Abzweigungen wird das Element gewhlt, das den
geringsten Winkelabstand besitzt. Durch Klicken
auf das letzte grne Element bernehmen Sie alle
Elemente in das Konturprogramm
Im Fenster Listenansicht zeigt die TNC alle
selektierten Konturelemente an. Noch grn
markierte Elemente zeigt die TNC ohne Kreuzchen
in der Spalte NC an. Solche Elemente speichert
die TNC nicht in das Konturprogramm. Sie knnen
markierte Elemente auch durch klicken im Fenster
Listenansicht in das Konturprogramm bernehmen
Bei Bedarf knnen Sie selektierte Elemente
wieder deselektieren, indem Sie das Element im
Fenster Grafik erneut anklicken und zustzlich die
Taste CTRL gedrckt halten. Durch einen Klick auf
das Icon knnen Sie alle selektierten Elemente
deselektieren
Gewhlte Konturelemente in der Zwischenablage
der TNC speichern, um die Kontur anschlieend
in einem Klartextprogramm einfgen zu knnen,
oder
Gewhlte Konturelemente in einem
Klartextprogramm speichern: Die TNC zeigt ein
berblendfenster, in dem Sie das Zielverzeichnis,
einen beliebigen Dateinamen und den Dateityp
whlen knnen
Eingabe besttigen: Die TNC speichert das
Konturprogramm in dem gewhlten Verzeichnis
Wenn Sie noch weitere Konturen whlen wollen:
Icon gewhlte Elemente deselektieren drcken
und nchste Kontur wie zuvor beschrieben whlen
312 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
7
DXF-Konverter (Option #42) 7.3
Die TNC gibt zwei Rohteildefinitionen (BLK FORM)
mit ins Konturprogramm aus. Die erste Definition
enthlt die Abmessungen der gesamten DXF-
Datei, die zweite - und damit wirksame Definition -
umschliet die selektierten Konturelemente, sodass
eine optimierte Rohteilgre entsteht.
Die TNC speichert nur die Elemente, die tatschlich
auch selektiert sind (blaue markierte Elemente),
also mit einem Kreuzchen im Fenster Listenansicht
versehen sind.
Konturelemente teilen, verlngern, verkrzen
Um Konturelemente zu verndern, gehen Sie wie folgt vor:
Das Fenster Grafik ist fr die Konturauswahl aktiv
Startpunkt whlen: Ein Element oder den
Schnittpunkt zwischen zwei Elementen whlen
(mit Shift-Taste), dann erscheint ein roter Stern,
der dann als Startpunkt dient
Nchstes Konturelement whlen: Mit der Maus
auf das gewnschte Element stellen. Die TNC
zeigt die Umlaufrichtung in gestrichelter Linie an.
Wenn Sie das Element whlen, stellt die TNC das
ausgewhlte Konturelement blau dar. Wenn die
Elemente nicht verbunden werden knnen, dann
zeigt die TNC das angewhlte Element in grau
Wenn weitere Konturelemente in der gewhlten
Umlaufrichtung selektierbar sind, dann
kennzeichnet die TNC diese Elemente grn. Bei
Abzweigungen wird das Element gewhlt, das den
geringsten Winkelabstand besitzt. Durch Klicken
auf das letzte grne Element bernehmen Sie alle
Elemente in das Konturprogramm
Mit dem ersten Konturelement whlen Sie die
Umlaufrichtung der Kontur.
Wenn das zu verlngernde/zu verkrzende
Konturelement eine Gerade ist, dann verlngert/
verkrzt die TNC das Konturelement linear. Wenn das
zu verlngernde/zu verkrzende Konturelement ein
Kreisbogen ist, dann verlngert/verkrzt die TNC den
Kreisbogen zirkular.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 313
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen
7.3 DXF-Konverter (Option #42)
Kontur fr eine Drehbearbeitung whlen
Sie knnen mit dem DXF-Konverter mit Option #50 auch Konturen
fr eine Drehbearbeitung selektieren. Wenn Option #50 nicht
freigeschaltet ist, dann ist das Icon ausgegraut. Bevor Sie
eine Drehkontur whlen, mssen Sie den Bezugspunkt auf
die Drehachse setzen. Wenn Sie eine Drehkontur whlen,
wird die Kontur mit Z- und X-Koordinaten gespeichert. Zudem
werden smtliche X-Koordinatenwerte in Drehkonturen als
Durchmesserwerte ausgegeben, d. h. die Zeichnungsmae fr die
X-Achse werden verdoppelt. Alle Konturelemente unterhalb der
Drehachse sind nicht selektierbar und grau hinterlegt.
Modus zum Selektieren einer Drehkontur whlen:
Die TNC zeigt nur noch whlbare Elemente
oberhalb der Drehmitte
Whlen Sie mit der linken Maustaste die
gewnschten Konturelemente: Die TNC stellt die
gewhlten Konturelemente blau dar und zeigt die
gewhlten Elemente mit einem Symbol (Kreis
oder Gerade) im Fenster Listenansicht an
Die zuvor beschriebenen Icons haben die
gleichen Funktionen in der Drehbearbeitung wie
in der Frsbearbeitung. Icons, die nicht fr die
Drehbearbeitung zur Verfgung stehen, sind
ausgegraut.
Sie knnen die Darstellung der Drehgrafik auch mit der Maus
verndern. Folgende Funktionen stehen zur Verfgung:
Um das dargestellte Modell zu verschieben: Mittlere Maustaste
oder Mausrad, gedrckt halten und Maus bewegen
Um einen bestimmten Bereich zu vergrern: Mit gedrckter
linker Maustaste den Bereich whlen. Nachdem Sie die linke
Maustaste loslassen, vergrert die TNC die Ansicht
Um einen beliebigen Bereich schnell zu vergrern oder zu
verkleinern: Mausrad nach vorne oder nach hinten drehen
Um zur Standardansicht zurckzukehren: Doppelklick mit der
rechten Maustaste
314 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
7
DXF-Konverter (Option #42) 7.3
Bearbeitungspositionen whlen und speichern
Um Bearbeitungspositionen whlen zu knnen,
mssen Sie das Touchpad auf der TNC-Tastatur oder
eine ber USB angeschlossene Maus verwenden.
Sollten die zu whlenden Positionen sehr dicht
aufeinander liegen, Zoomfunktion nutzen.
Ggf. Grundeinstellung so whlen, dass die TNC
Werkzeugbahnen anzeigt.
Weitere Informationen: "Grundeinstellungen",
Seite 306
Um Bearbeitungspositionen zu whlen, stehen Ihnen drei
Mglichkeiten zur Verfgung:
Einzelanwahl: Sie whlen die gewnschte Bearbeitungsposition
durch einzelne Mausklicks.
Weitere Informationen: "Einzelanwahl", Seite 316
Schnellanwahl fr Bohrpositionen ber Mausbereich: Sie
whlen durch Aufziehen eines Bereichs mit der Maus alle darin
enthaltenen Bohrpositionen aus.
Weitere Informationen: "Schnellanwahl von Bohrpositionen
ber Mausbereich", Seite 317
Schnellanwahl fr Bohrpositionen ber Icon: Sie drcken das
Icon und die TNC zeigt alle vorhandenen Bohrungsdurchmesser
an.
Weitere Informationen: "Schnellanwahl von Bohrpositionen
ber Icon", Seite 318
Dateityp whlen
Sie knnen folgende Dateitypen whlen:
Punktetabelle (.PNT)
Klartextprogramm (.H)
Wenn Sie die Bearbeitungspositionen in ein Klartextprogramm
speichern, dann erzeugt die TNC fr jede Bearbeitungsposition
einen separaten Linearsatz mit Zyklusaufruf (L X... Y... M99).
Dieses Programm knnen Sie auch auf alten TNC-Steuerungen
bertragen und dort abarbeiten.
Die Punktetabelle (.PNT) der TNC 640 und der iTNC
530 sind nicht kompatibel. Das bertragen und
Abarbeiten auf den jeweils anderen Steuerungstyp
fhrt zu Problemen und unvorhersehbarem
Verhalten.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 315
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen
7.3 DXF-Konverter (Option #42)
Einzelanwahl
Modus zum Selektieren von Bearbeitungsposition
whlen: Fenster Grafik ist fr die Positionsauswahl
aktiv
Um eine Bearbeitungsposition zu whlen:
Mit der Maus auf das gewnschte Element
stellen: Die TNC stellt das Element orange
dar. Wenn gleichzeitig die Shift-Taste gedrckt
wird, dann zeigt die TNC per Stern whlbare
Bearbeitungspositionen an, die auf dem Element
liegen. Wenn Sie einen Kreis anklicken, dann
bernimmt die TNC den Kreismittelpunkt direkt
als Bearbeitungsposition. Wenn gleichzeitig die
Shift-Taste gedrckt, dann zeigt die TNC per Stern
whlbare Bearbeitungspositionen an. Die TNC
bernimmt die gewhlte Position ins Fenster
Listenansicht (Anzeigen eines Punktsymbols)
Bei Bedarf knnen Sie selektierte Elemente
wieder deselektieren, indem Sie das Element im
Fenster Grafik erneut anklicken und zustzlich
die Taste CTRL gedrckt halten. Alternativ im
Fenster Listenansicht das Element whlen und
die Taste DEL drcken. Durch einen Klick auf
das Icon knnen Sie alle selektierten Elemente
deselektieren
Wenn Sie die Bearbeitungsposition durch
Schneiden zweier Elemente bestimmen wollen,
erstes Element mit der linken Maustaste
anklicken: Die TNC zeigt per Stern whlbare
Bearbeitungspositionen an
Mit der linken Maustaste das zweite Element
(Gerade, Vollkreis oder Kreisbogen) anklicken: Die
TNC bernimmt den Schnittpunkt der Elemente
in das Fenster Listenansicht (Anzeigen eines
Punktsymbols). Wenn mehrere Schnittpunkte
vorhanden sind, dann nimmt die TNC den, der am
nchsten zur Maus liegt.
Gewhlte Bearbeitungspositionen in der
Zwischenablage der TNC speichern, um diese
dann anschlieend als Positioniersatz mit
Zyklusaufruf in einem Klartextprogramm einfgen
zu knnen, oder
Gewhlte Bearbeitungspositionen in eine
Punktedatei speichern: Die TNC zeigt ein
berblendfenster, in dem Sie das Zielverzeichnis,
einen beliebigen Dateinamen und den Dateityp
whlen knnen
Eingabe besttigen: Die TNC speichert das
Konturprogramm in dem gewhlten Verzeichnis
Wenn Sie noch weitere Bearbeitungspositionen
whlen wollen: Icon gewhlte Elemente aufheben
drcken und wie zuvor beschrieben whlen
316 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
7
DXF-Konverter (Option #42) 7.3
Schnellanwahl von Bohrpositionen ber Mausbereich
Modus zum Selektieren von Bearbeitungsposition
whlen: Das Fenster Grafik ist fr die
Positionsauswahl aktiv
Um Bearbeitungspositionen zu whlen: Die Shift-
Taste drcken und mit der linken Maustaste
einen Bereich aufziehen. Die TNC bernimmt alle
Vollkreise als Bohrposition, die sich vollstndig
im Bereich befinden: Die TNC ffnet ein
berblendfenster, in dem Sie die Bohrungen nach
ihrer Gre filtern knnen
Filtereinstellungen setzen und mit der Schaltflche
OK besttigen: Die TNC bernimmt die gewhlten
Positionen ins Fenster Listenansicht (Anzeigen
eines Punktsymbols).
Weitere Informationen: "Filtereinstellungen",
Seite 319
Bei Bedarf knnen Sie selektierte Elemente
wieder deselektieren, indem Sie das Element im
Fenster Grafik erneut anklicken und zustzlich
die Taste CTRL gedrckt halten. Alternativ im
Fenster Listenansicht das Element whlen und
die Taste DEL drcken. Sie knnen alle Elemente
selektieren, indem Sie nochmal einen Bereich
aufziehen und zustzlich die Taste CTRL gedrckt
halten
Gewhlte Bearbeitungspositionen in der
Zwischenablage der TNC speichern, um diese
dann anschlieend als Positioniersatz mit
Zyklusaufruf in einem Klartextprogramm einfgen
zu knnen, oder
Gewhlte Bearbeitungspositionen in eine
Punktedatei speichern: Die TNC zeigt ein
berblendfenster, in dem Sie das Zielverzeichnis,
einen beliebigen Dateinamen und den Dateityp
whlen knnen
Eingabe besttigen: Die TNC speichert das
Konturprogramm in dem gewhlten Verzeichnis
Wenn Sie noch weitere Bearbeitungspositionen
whlen wollen: Icon gewhlte Elemente aufheben
drcken und wie zuvor beschrieben whlen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 317
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen
7.3 DXF-Konverter (Option #42)
Schnellanwahl von Bohrpositionen ber Icon
Modus zum Selektieren von
Bearbeitungspositionen whlen: Das Fenster
Grafik ist fr die Positionsauswahl aktiv
Icon whlen: Die TNC ffnet ein berblendfenster,
in dem Sie die Bohrungen nach ihrer Gre filtern
knnen
Ggf. die Filtereinstellungen setzen und mit der
Schaltflche OK besttigen: Die TNC bernimmt
die gewhlten Positionen ins Fenster Listenansicht
(Anzeigen eines Punktsymbols).
Weitere Informationen: "Filtereinstellungen",
Seite 319
Bei Bedarf knnen Sie selektierte Elemente
wieder deselektieren, indem Sie das Element im
Fenster Grafik erneut anklicken und zustzlich
die Taste CTRL gedrckt halten. Alternativ im
Fenster Listenansicht das Element whlen und
die Taste DEL drcken. Durch einen Klick auf
das Icon knnen Sie alle selektierten Elemente
deselektieren
Gewhlte Bearbeitungspositionen in der
Zwischenablage der TNC speichern, um diese
dann anschlieend als Positioniersatz mit
Zyklusaufruf in einem Klartextprogramm einfgen
zu knnen, oder
Gewhlte Bearbeitungspositionen in eine
Punktedatei speichern: Die TNC zeigt ein
berblendfenster, in dem Sie das Zielverzeichnis,
einen beliebigen Dateinamen und den Dateityp
whlen knnen
Eingabe besttigen: Die TNC speichert das
Konturprogramm in dem gewhlten Verzeichnis
Wenn Sie noch weitere Bearbeitungspositionen
whlen wollen: Icon gewhlte Elemente aufheben
drcken und wie zuvor beschrieben whlen
318 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
7
DXF-Konverter (Option #42) 7.3
Filtereinstellungen
Nachdem Sie ber die Schnellauswahl Bohrpositionen markiert
haben, zeigt die TNC ein berblendfenster, in dem links der
kleinste und rechts der grte gefundene Bohrungsdurchmesser
angezeigt wird. Mit den Schaltflchen unterhalb der
Durchmesseranzeige knnen Sie den Durchmesser so einstellen,
dass Sie die von Ihnen gewnschten Bohrungsdurchmesser
bernehmen knnen.
Folgende Schaltflchen stehen zur Verfgung:
Icon Filtereinstellung kleinster Durchmesser
Kleinsten gefundenen Durchmesser anzeigen
(Grundeinstellung)
Nchst kleineren gefundenen Durchmesser
anzeigen
Nchst greren gefundenen Durchmesser
anzeigen
Grten gefundenen Durchmesser anzeigen.
Die TNC setzt den Filter fr den kleinsten
Durchmesser auf den Wert, der fr den
grten Durchmesser gesetzt ist
Icon Filtereinstellung grter Durchmesser
Kleinsten gefundenen Durchmesser anzeigen.
Die TNC setzt den Filter fr den grten
Durchmesser auf den Wert, der fr den
kleinsten Durchmesser gesetzt ist
Nchst kleineren gefundenen Durchmesser
anzeigen
Nchst greren gefundenen Durchmesser
anzeigen
Grten gefundenen Durchmesser anzeigen
(Grundeinstellung)
Die Werkzeugbahn knnen Sie sich ber das Icon WERKZEUGBAHN
ANZEIGEN einblenden lassen.
Weitere Informationen: "Grundeinstellungen", Seite 306
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 319
7 Daten aus CAD-Dateien bernehmen
7.3 DXF-Konverter (Option #42)
Elementinformationen
Die TNC zeigt im Fenster Elementinformation die Koordinaten der
Bearbeitungsposition an, die Sie zuletzt im Fenster Listenansicht
oder im Fenster Grafik per Mausklick gewhlt haben.
Sie knnen die Darstellung der Grafik auch mit der Maus
verndern. Folgende Funktionen stehen zur Verfgung:
Um das dargestellte Modell dreidimensional zu drehen: Rechte
Maustaste gedrckt halten und Maus bewegen
Um das dargestellte Modell zu verschieben: Mittlere Maustaste
oder Mausrad, gedrckt halten und Maus bewegen
Um einen bestimmten Bereich zu vergrern: Mit gedrckter
linker Maustaste den Bereich whlen. Nachdem Sie die linke
Maustaste loslassen, vergrert die TNC die Ansicht
Um einen beliebigen Bereich schnell zu vergrern und
verkleinern: Mausrad nach vorne oder nach hinten drehen
Um zur Standardansicht zurckzukehren: Shift-Taste drcken
und gleichzeitig rechte Maustaste doppelklicken. Wenn Sie nur
die rechte Maustaste doppelklicken, bleibt der Rotationswinkel
erhalten
320 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
8
Unterprogramme
und Programmteil-
Wiederholungen
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen
8.1 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen kennzeichnen
8.1 Unterprogramme und Programmteil-
Wiederholungen kennzeichnen
Einmal programmierte Bearbeitungsschritte knnen Sie mit
Unterprogrammen und Programmteil-Wiederholungen wiederholt
ausfhren lassen.
Label
Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen beginnen im
Bearbeitungsprogramm mit der Marke LBL, eine Abkrzung fr
LABEL (engl. fr Marke, Kennzeichnung).
LABEL erhalten eine Nummer zwischen 1 und 65535 oder einen
von Ihnen definierbaren Namen. Jede LABEL-Nummer, bzw. jeden
LABEL-Namen, drfen Sie im Programm nur einmal vergeben mit
der Taste LABEL SET. Die Anzahl von eingebbaren Labelnamen ist
lediglich durch den internen Speicher begrenzt.
Verwenden Sie eine Labelnummer bzw. einen
Labelnamen nicht mehrmals!
Label 0 (LBL 0) kennzeichnet ein Unterprogrammende und darf
deshalb beliebig oft verwendet werden.
322 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
8
Unterprogramme 8.2
8.2 Unterprogramme
Arbeitsweise
1 Die TNC fhrt das Bearbeitungsprogramm bis zu einem
UnterprogrammaufrufCALL LBL aus
2 Ab dieser Stelle arbeitet die TNC das aufgerufene
Unterprogramm bis zum UnterprogrammendeLBL 0 ab
3 Danach fhrt die TNC das Bearbeitungsprogramm mit dem Satz
fort, der auf den UnterprogrammaufrufCALL LBL folgt
Programmierhinweise
Ein Hauptprogramm kann beliebig viele Unterprogramme
enthalten
Sie knnen Unterprogramme in beliebiger Reihenfolge beliebig
oft aufrufen
Ein Unterprogramm darf sich nicht selbst aufrufen
Unterprogramme hinter dem Satz mit M2 bzw. M30
programmieren
Wenn Unterprogramme im Bearbeitungsprogramm vor dem
Satz mit M2 oder M30 stehen, dann werden sie ohne Aufruf
mindestens einmal abgearbeitet
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 323
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen
8.2 Unterprogramme
Unterprogramm programmieren
Anfang kennzeichnen: Taste LBL SET drcken
Unterprogramm-Nummer eingeben. Wenn Sie
LABEL-Namen verwenden wollen: Softkey LBL-
NAME drcken, um zur Texteingabe zu wechseln
Inhalt eingeben
Ende kennzeichnen: Taste LBL SETdrcken und
Labelnummer0 eingeben
Unterprogramm aufrufen
Unterprogramm aufrufen: Taste LBL CALL drcken
Unterprogramm-Nummer des aufzurufenden
Unterprogramms eingeben. Wenn Sie LABEL-
Namen verwenden wollen: Softkey LBL-NAME
drcken, um zur Texteingabe zu wechseln.
Wenn Sie die Nummer eines String-Parameters als
Zieladresse eingeben wollen: Softkey QS drcken,
die TNC springt dann auf den Labelnamen, der im
definierten String-Parameter angegeben ist
Wiederholungen REP mit Taste NO ENT
bergehen. Wiederholungen REP nur bei
Programmteil-Wiederholungen einsetzen
CALL LBL 0 ist nicht erlaubt, da es dem Aufruf eines
Unterprogrammendes entspricht.
324 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
8
Programmteil-Wiederholungen 8.3
8.3 Programmteil-Wiederholungen
Label
Programmteil-Wiederholungen beginnen mit der Marke LBL. Eine
Programmteil-Wiederholung schliet mit CALL LBL n REPn ab.
Arbeitsweise
1 Die TNC fhrt das Bearbeitungsprogramm bis zum Ende des
Programmteils (CALL LBL n REPn) aus
2 Anschlieend wiederholt die TNC den Programmteil zwischen
dem aufgerufenen LABEL und dem LabelaufrufCALL LBL n
REPn so oft, wie Sie unter REP angegeben haben
3 Danach arbeitet die TNC das Bearbeitungsprogramm weiter ab
Programmierhinweise
Sie knnen ein Programmteil bis zu 65 534 mal hintereinander
wiederholen
Programmteile fhrt die Steuerung immer einmal hufiger
aus, als Wiederholungen programmiert sind, da die erste
Wiederholung nach der ersten Bearbeitung beginnt.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 325
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen
8.3 Programmteil-Wiederholungen
Programmteil-Wiederholung programmieren
Anfang kennzeichnen: Taste LBL SET drcken
und LABEL-Nummer fr den zu wiederholenden
Programmteil eingeben. Wenn Sie LABEL-Namen
verwenden wollen: Softkey LBL-NAME drcken,
um zur Texteingabe zu wechseln
Programmteil eingeben
Programmteil-Wiederholung aufrufen
Programmteil aufrufen: Taste LBL CALL drcken
Programmteilnummer des zu wiederholenden
Programmteils eingeben. Wenn Sie LABEL-Namen
verwenden wollen: Softkey LBL-NAME drcken,
um zur Texteingabe zu wechseln
Anzahl der Wiederholungen REP eingeben, mit
Taste ENT besttigen
326 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
8
Beliebiges Programm als Unterprogramm 8.4
8.4 Beliebiges Programm als
Unterprogramm
bersicht der Softkeys
Wenn Sie die Taste PGM CALL drcken, zeigt die TNC folgende
Softkeys:
Softkey Funktion
Programm mit PGM CALL aufrufen
Nullpunkttabelle mit SEL TABLE whlen
Punktetabelle mit SEL PATTERN whlen
Konturprogramm mit SEL CONTOUR whlen
Programm mit SEL PGM whlen
Zuletzt gewhlte Datei mit CALL SELECTED PGM
aufrufen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 327
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen
8.4 Beliebiges Programm als Unterprogramm
Arbeitsweise
1 Die TNC fhrt ein Bearbeitungsprogramm aus, bis Sie ein
anderes Bearbeitungsprogramm mit CALL PGM aufrufen
2 Anschlieend fhrt die TNC das aufgerufene
Bearbeitungsprogramm bis zum Programmende aus
3 Danach arbeitet die TNC wieder das aufrufende
Bearbeitungsprogramm mit dem Satz weiter ab, der auf den
Programmaufruf folgt
Wenn Sie variable Programmaufrufe in Verbindung
mit String-Parametern programmieren wollen,
verwenden Sie die Funktion SEL PGM.
Programmierhinweise
Um ein beliebiges Bearbeitungsprogramm zu rufen, bentigt die
TNC keine Labels
Das aufgerufene Programm darf keine Zusatzfunktion
M2 oder M30 enthalten. Wenn Sie in dem aufgerufenen
Bearbeitungsprogramm Unterprogramme mit Label
definiert haben, dann mssen Sie M2 bzw. M30 durch die
Sprungfunktion FN 9: IF +0 EQU +0 GOTO LBL 99 ersetzen, um
diesen Programmteil zwingend zu berspringen
Das aufgerufene Bearbeitungsprogramm darf keinen Aufruf
CALL PGM ins aufrufende Bearbeitungsprogramm enthalten
(Endlosschleife)
328 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
8
Beliebiges Programm als Unterprogramm 8.4
Beliebiges Programm als Unterprogramm aufrufen
Achtung Kollisionsgefahr!
Koordinatenumrechnungen, die Sie im gerufenen
Programm definieren und nicht gezielt zurcksetzen,
bleiben auch fr das rufende Programm aktiv.
Wenn Sie nur den Programmnamen eingeben, muss
das aufgerufene Programm im selben Verzeichnis
stehen wie das rufende Programm.
Wenn das aufgerufene Programm nicht im selben
Verzeichnis steht wie das rufende Programm, dann
geben Sie den vollstndigen Pfadnamen ein, z. B.
TNC:\ZW35\SCHRUPP\PGM1.H
Wenn Sie ein DIN/ISO-Programm aufrufen wollen,
dann geben Sie den Dateityp .I hinter dem
Programmnamen ein.
Sie knnen ein beliebiges Programm auch ber den
Zyklus 12 PGM CALL aufrufen.
Q-Parameter wirken bei einem PGM CALL
grundstzlich global. Beachten Sie daher, dass
nderungen an Q-Parametern im aufgerufenen
Programm sich auch auf das aufrufende Programm
auswirken.
Aufruf mit PGM CALL
Mit der Funktion PGM CALL rufen Sie ein beliebiges Programm
als Unterprogramm auf. Die Steuerung arbeitet das gerufene
Programm an der Stelle ab, an der Sie es im Programm aufgerufen
haben.
Funktionen zum Programmaufruf whlen: Taste
PGM CALL drcken
Softkey PROGRAMM AUFRUFEN drcken: Die TNC
startet den Dialog zur Definition des zu rufenden
Programms. Pfadname ber die Bildschirmtastatur
eingeben
oder
Softkey DATEI WHLEN drcken: Die TNC blendet
ein Auswahlfenster ein, ber das Sie das zu
rufende Programm whlen knnen, mit Taste ENT
besttigen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 329
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen
8.4 Beliebiges Programm als Unterprogramm
Aufruf mit SEL PGM und CALL SELECTED PGM
Mit der Funktion SEL PGM whlen Sie ein beliebiges Programm
als Unterprogramm und rufen es an einer anderen Stelle im
Programm auf. Die Steuerung arbeitet das gerufene Programm an
der Stelle ab, an der Sie es im Programm mit CALL SELECTED PGM
aufgerufen haben.
Die Funktion SEL PGM ist auch mit String-Parametern erlaubt,
sodass Sie Programmaufrufe variabel steuern knnen.
Das Programm whlen Sie wie folgt:
Funktionen zum Programmaufruf whlen: Taste
PGM CALL drcken
Softkey PROGRAMM WHLEN drcken: Die TNC
startet den Dialog zur Definition des zu rufenden
Programms
Softkey DATEI WHLEN drcken: Die TNC blendet
ein Auswahlfenster ein, ber das Sie das zu
rufende Programm whlen knnen, mit Taste ENT
besttigen
Das gewhlte Programm rufen Sie wie folgt auf:
Funktionen zum Programmaufruf whlen: Taste
PGM CALL drcken
Softkey GEWHLTES PROGRAMM AUFRUFEN
drcken: Die TNC ruft mit CALL SELECTED PGM
das zuletzt gewhlte Programm auf
330 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
8
Verschachtelungen 8.5
8.5 Verschachtelungen
Verschachtelungsarten
Unterprogrammaufrufe in Unterprogrammen
Programmteil-Wiederholungen in Programmteil-Wiederholung
Unterprogrammaufrufe in Programmteil-Wiederholungen
Programmteil-Wiederholungen in Unterprogrammen
Verschachtelungstiefe
Die Verschachtelungstiefe legt fest, wie oft Programmteile oder
Unterprogramme weitere Unterprogramme oder Programmteil-
Wiederholungen enthalten drfen.
Maximale Verschachtelungstiefe fr Unterprogramme: 19
Maximale Verschachtelungstiefe fr Hauptprogrammaufrufe: 19,
wobei ein CYCL CALL wie ein Hauptprogrammaufruf wirkt
Programmteil-Wiederholungen knnen Sie beliebig oft
verschachteln
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 331
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen
8.5 Verschachtelungen
Unterprogramm im Unterprogramm
NC-Beispielstze
0 BEGIN PGM UPGMS MM
...
17 CALL LBL UP1 Unterprogramm bei LBL UP1 aufrufen
...
35 L Z+100 R0 FMAX M2 Letzter Programmsatz des Hauptprogramms mit M2
36 LBL UP1 Anfang von Unterprogramm UP1
...
39 CALL LBL 2 Unterprogramm bei LBL2 wird aufgerufen
...
45 LBL 0 Ende von Unterprogramm 1
46 LBL 2 Anfang von Unterprogramm 2
...
62 LBL 0 Ende von Unterprogramm 2
63 END PGM UPGMS MM
Programmausfhrung
1 Hauptprogramm UPGMS wird bis Satz 17 ausgefhrt
2 Unterprogramm UP1 wird aufgerufen und bis Satz 39
ausgefhrt
3 Unterprogramm 2 wird aufgerufen und bis Satz 62
ausgefhrt. Ende von Unterprogramm 2 und Rcksprung zum
Unterprogramm, von dem es aufgerufen wurde
4 Unterprogramm UP1 wird von Satz 40 bis Satz 45 ausgefhrt.
Ende von Unterprogramm UP1 und Rcksprung ins
Hauptprogramm UPGMS
5 Hauptprogramm UPGMS wird von Satz 18 bis Satz 35
ausgefhrt. Rcksprung zu Satz 1 und Programmende
332 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
8
Verschachtelungen 8.5
Programmteil-Wiederholungen wiederholen
NC-Beispielstze
0 BEGIN PGM REPS MM
...
15 LBL 1 Anfang der Programmteil-Wiederholung 1
...
20 LBL 2 Anfang der Programmteil-Wiederholung 2
...
27 CALL LBL 2 REP 2 Programmteil-Aufruf mit 2 Wiederholungen
...
35 CALL LBL 1 REP 1 Programmteil zwischen diesem Satz und LBL 1
... (Satz 15) wird 1 mal wiederholt
50 END PGM REPS MM
Programmausfhrung
1 Hauptprogramm REPS wird bis Satz 27 ausgefhrt
2 Programmteil zwischen Satz 27 und Satz 20 wird 2 mal
wiederholt
3 Hauptprogramm REPS wird von Satz 28 bis Satz 35 ausgefhrt
4 Programmteil zwischen Satz 35 und Satz 15 wird 1 mal
wiederholt (beinhaltet die Programmteil-Wiederholung zwischen
Satz 20 und Satz 27)
5 Hauptprogramm REPS wird von Satz 36 bis Satz 50 ausgefhrt.
Rcksprung zu Satz 1 und Programmende
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 333
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen
8.5 Verschachtelungen
Unterprogramm wiederholen
NC-Beispielstze
0 BEGIN PGM UPGREP MM
...
10 LBL 1 Anfang der Programmteil-Wiederholung 1
11 CALL LBL 2 Unterprogramm-Aufruf
12 CALL LBL 1 REP 2 Programmteil-Aufruf mit 2 Wiederholungen
...
19 L Z+100 R0 FMAX M2 Letzter Satz des Hauptprogramms mit M2
20 LBL 2 Anfang des Unterprogramms
...
28 LBL 0 Ende des Unterprogramms
29 END PGM UPGREP MM
Programmausfhrung
1 Hauptprogramm UPGREP wird bis Satz 11 ausgefhrt
2 Unterprogramm 2 wird aufgerufen und ausgefhrt
3 Programmteil zwischen Satz 12 und Satz 10 wird 2 mal
wiederholt: Unterprogramm 2 wird 2 mal wiederholt
4 Hauptprogramm UPGREP wird von Satz 13 bis Satz 19
ausgefhrt. Rcksprung zu Satz 1 und Programmende
334 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
8
Programmierbeispiele 8.6
8.6 Programmierbeispiele
Beispiel: Konturfrsen in mehreren Zustellungen
Programmablauf:
Werkzeug vorpositionieren auf Oberkante Werkstck
Zustellung inkremental eingeben
Konturfrsen
Zustellung und Konturfrsen wiederholen
0 BEGIN PGM PGMWDH MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S500 Werkzeugaufruf
4 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
5 L X-20 Y+30 R0 FMAX Vorpositionieren Bearbeitungsebene
6 L Z+0 R0 FMAX M3 Vorpositionieren auf Oberkante Werkstck
7 LBL 1 Marke fr Programmteil-Wiederholung
8 L IZ-4 R0 FMAX Inkrementale Tiefen-Zustellung (im Freien)
9 APPR CT X+2 Y+30 CCA90 R+5 RL F250 Kontur anfahren
10 FC DR- R18 CLSD+ CCX+20 CCY+30 Kontur
11 FLT
12 FCT DR- R15 CCX+50 CCY+75
13 FLT
14 FCT DR- R15 CCX+75 CCY+20
15 FLT
16 FCT DR- R18 CLSD- CCX+20 CCY+30
17 DEP CT CCA90 R+5 F1000 Kontur verlassen
18 L X-20 Y+0 R0 FMAX Freifahren
19 CALL LBL 1 REP 4 Rcksprung zu LBL 1; insgesamt vier Mal
20 L Z+250 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programm-Ende
21 END PGM PGMWDH MM
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 335
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen
8.6 Programmierbeispiele
Beispiel: Bohrungsgruppen
Programmablauf:
Bohrungsgruppen anfahren im Hauptprogramm
Bohrungsgruppe (Unterprogramm 1) aufrufen im
Hauptprogramm
Bohrungsgruppe nur einmal im Unterprogramm 1
programmieren
0 BEGIN PGM UP1 MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S5000 Werkzeug-Aufruf
4 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
5 CYCL DEF 200 BOHREN Zyklus-Definition Bohren
Q200=2 ;SICHERHEITS-ABST.
Q201=-10 ;TIEFE
Q206=250 ;VORSCHUB TIEFENZ.
Q202=5 ;ZUSTELL-TIEFE
Q210=0 ;VERWEILZEIT OBEN
Q203=+0 ;KOOR. OBERFLAECHE
Q204=10 ;2. SICHERHEITS-ABST.
Q211=0.25 ;VERWEILZEIT UNTEN
Q395=0 ;BEZUG TIEFE
6 L X+15 Y+10 R0 FMAX M3 Startpunkt Bohrungsgruppe 1 anfahren
7 CALL LBL 1 Unterprogramm fr Bohrungsgruppe rufen
8 L X+45 Y+60 R0 FMAX Startpunkt Bohrungsgruppe 2 anfahren
9 CALL LBL 1 Unterprogramm fr Bohrungsgruppe rufen
10 L X+75 Y+10 R0 FMAX Startpunkt Bohrungsgruppe 3 anfahren
11 CALL LBL 1 Unterprogramm fr Bohrungsgruppe rufen
12 L Z+250 R0 FMAX M2 Ende des Hauptprogramms
13 LBL 1 Anfang des Unterprogramms 1: Bohrungsgruppe
14 CYCL CALL Bohrung 1
15 L IX+20 R0 FMAX M99 Bohrung 2 anfahren, Zyklus aufrufen
16 L IY+20 R0 FMAX M99 Bohrung 3 anfahren, Zyklus aufrufen
17 L IX-20 R0 FMAX M99 Bohrung 4 anfahren, Zyklus aufrufen
18 LBL 0 Ende des Unterprogramms 1
19 END PGM UP1 MM
336 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
8
Programmierbeispiele 8.6
Beispiel: Bohrungsgruppe mit mehreren Werkzeugen
Programmablauf:
Bearbeitungszyklen programmieren im
Hauptprogramm
Komplettes Bohrbild (Unterprogramm 1) aufrufen im
Hauptprogramm
Bohrungsgruppen (Unterprogramm 2) anfahren im
Unterprogramm 1
Bohrungsgruppe nur einmal im Unterprogramm 2
programmieren
0 BEGIN PGM UP2 MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 1 Z S5000 Werkzeugaufruf Zentrierbohrer
4 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
5 CYCL DEF 200 BOHREN Zyklus-Definition Zentrieren
Q200=2 ;SICHERHEITS-ABST.
Q201=-3 ;TIEFE
Q206=250 ;VORSCHUB TIEFENZ..
Q202=3 ;ZUSTELL-TIEFE
Q210=0 ;VERWEILZEIT OBEN
Q203=+0 ;KOOR. OBERFLAECHE
Q204=10 ;2. SICHERHEITS-ABST.
Q211=0.25 ;VERWEILZEIT UNTEN
Q395=0 ;BEZUG TIEFE
6 CALL LBL 1 Unterprogramm 1 fr komplettes Bohrbild rufen
7 L Z+250 R0 FMAX
8 TOOL CALL 2 Z S4000 Werkzeugaufruf Bohrer
9 FN 0: Q201 = -25 Neue Tiefe frs Bohren
10 FN 0: Q202 = +5 Neue Zustellung frs Bohren
11 CALL LBL 1 Unterprogramm 1 fr komplettes Bohrbild rufen
12 L Z+250 R0 FMAX
13 TOOL CALL 3 Z S500 Werkzeugaufruf Reibahle
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 337
8 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen
8.6 Programmierbeispiele
14 CYCL DEF 201 REIBEN Zyklus-Definition Reiben
Q200=2 ;SICHERHEITS-ABST.
Q201=-15 ;TIEFE
Q206=250 ;VORSCHUB TIEFENZ..
Q211=0.5 ;VERWEILZEIT UNTEN
Q208=400 ;VORSCHUB RUECKZUG
Q203=+0 ;KOOR. OBERFLAECHE
Q204=10 ;2. SICHERHEITS-ABST.
15 CALL LBL 1 Unterprogramm 1 fr komplettes Bohrbild rufen
16 L Z+250 R0 FMAX M2 Ende des Hauptprogramms
17 LBL 1 Anfang des Unterprogramms 1: Komplettes Bohrbild
18 L X+15 Y+10 R0 FMAX M3 Startpunkt Bohrungsgruppe 1 anfahren
19 CALL LBL 2 Unterprogramm 2 fr Bohrungsgruppe rufen
20 L X+45 Y+60 R0 FMAX Startpunkt Bohrungsgruppe 2 anfahren
21 CALL LBL 2 Unterprogramm 2 fr Bohrungsgruppe rufen
22 L X+75 Y+10 R0 FMAX Startpunkt Bohrungsgruppe 3 anfahren
23 CALL LBL 2 Unterprogramm 2 fr Bohrungsgruppe rufen
24 LBL 0 Ende des Unterprogramms 1
25 LBL 2 Anfang des Unterprogramms 2: Bohrungsgruppe
26 CYCL CALL Bohrung 1 mit aktivem Bearbeitungs-Zyklus
27 L IX+20 R0 FMAX M99 Bohrung 2 anfahren, Zyklus aufrufen
28 L IY+20 R0 FMAX M99 Bohrung 3 anfahren, Zyklus aufrufen
29 L IX-20 R0 FMAX M99 Bohrung 4 anfahren, Zyklus aufrufen
30 LBL 0 Ende des Unterprogramms 2
31 END PGM UP2 MM
338 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Q-Parameter
programmieren
9 Q-Parameter programmieren
9.1 Prinzip und Funktionsbersicht
9.1 Prinzip und Funktionsbersicht
Mit den Q-Parametern knnen Sie in nur einem NC-Programm
ganze Teilefamilien definieren, indem Sie statt konstanter
Zahlenwerte variable Q-Parameter programmieren.
Verwenden Sie Q-Parameter z. B. fr:
Koordinatenwerte
Vorschbe
Drehzahlen
Zyklusdaten
Mit den Q-Parametern knnen Sie auch:
Konturen programmieren, die ber mathematische Funktionen
bestimmt werden
die Ausfhrung von Bearbeitungsschritten von logischen
Bedingungen abhngig machen
FK-Programme variabel gestalten
Q-Parameter bestehen immer aus Buchstaben und Zahlen. Dabei
bestimmen die Buchstaben die Q-Parameterart und die Zahlen den
Q-Parameterbereich.
Detaillierte Informationen finden Sie in der nachfolgenden Tabelle:
Q-Parameterart Q-Parameterbereich Bedeutung
Q-Parameter: Parameter wirken auf alle NC-Programme im TNC-Speicher
0 99 Parameter fr den Anwender, wenn keine berschneidungen mit
den HEIDENHAIN-SL-Zyklen auftreten
100 199 Parameter fr Sonderfunktionen der TNC, die von
NC-Programmen des Anwenders oder von Zyklen gelesen
werden
200 1199 Parameter, die bevorzugt fr HEIDENHAIN-Zyklen verwendet
werden
1200 1399 Parameter, die bevorzugt bei Herstellerzyklen verwendet werden,
wenn Werte an das Anwenderprogramm zurckgegeben werden
1400 1599 Parameter, die bevorzugt fr Eingabeparameter von
Herstellerzyklen verwendet werden
1600 1999 Parameter fr den Anwender
QL-Parameter: Parameter wirken nur lokal innerhalb eines NC-Programms
0 499 Parameter fr den Anwender
QR-Parameter: Parameter wirken dauerhaft (remanent) auf alle
NC-Programme im TNC-Speicher, auch ber eine
Stromunterbrechung hinaus
0 499 Parameter fr den Anwender
340 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Prinzip und Funktionsbersicht 9.1
Zustzlich stehen Ihnen QS-Parameter (S steht fr String) zur
Verfgung, mit denen Sie auf der Steuerung auch Texte verarbeiten
knnen.
Q-Parameterart Q-Parameterbereich Bedeutung
QS-Parameter: Parameter wirken auf alle NC-Programme im TNC-Speicher
0 99 Parameter fr den Anwender, sofern keine berschneidungen
mit den HEIDENHAIN-SL-Zyklen auftreten
100 199 Parameter fr Sonderfunktionen der TNC, die von
NC-Programmen des Anwenders oder von Zyklen gelesen
werden
200 1199 Parameter, die bevorzugt fr HEIDENHAIN-Zyklen verwendet
werden
1200 1399 Parameter, die bevorzugt bei Herstellerzyklen verwendet werden,
wenn Werte an das Anwenderprogramm zurckgegeben werden
1400 1599 Parameter, die bevorzugt fr Eingabeparameter von
Herstellerzyklen verwendet werden
1600 1999 Parameter fr den Anwender
Grtmgliche Sicherheit fr Ihre Anwendungen
erhalten Sie, indem Sie ausschlielich die fr den
Anwender empfohlenen Q-Parameterbereichein
Ihrem NC-Programm verwenden.
Beachten Sie dabei, dass die angegebene
Verwendung der Q-Parameterbereiche von
HEIDENHAIN empfohlen, aber nicht sichergestellt
werden kann.
Funktionen des Maschinenherstellers oder eines
Drittanbieters knnen zu berschneidungen
mit dem NC-Programm des Anwenders fhren!
Beachten Sie hierzu Ihr Maschinenhandbuch und die
Dokumentation des Drittanbieters.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 341
9 Q-Parameter programmieren
9.1 Prinzip und Funktionsbersicht
Programmierhinweise
Q-Parameter und Zahlenwerte drfen Sie in ein NC-Programm
gemischt eingeben.
Sie knnen Q-Parametern Zahlenwerte zwischen 999 999 999
und +999 999 999 zuweisen. Der Eingabebereich ist auf max.
16 Zeichen, davon bis zu 9 Vorkommastellen, beschrnkt. Intern
kann die Steuerung Zahlenwerte bis zu einer Hhe von 1010
berechnen.
QS-Parametern knnen Sie max. 255 Zeichen zuweisen.
Die TNC weist einigen Q- und QS-Parametern
selbstttig immer die gleichen Daten zu, z. B. dem Q-
Parameter Q108 den aktuellen Werkzeugradius.
Weitere Informationen: " Vorbelegte Q-Parameter",
Seite 402
Die TNC speichert Zahlenwerte intern in einem
binren Zahlenformat (Norm IEEE 754). Durch die
Verwendung dieses genormten Formats knnen
manche Dezimalzahlen nicht zu 100% exakt binr
dargestellt werden (Rundungsfehler). Beachten Sie
diesen Umstand insbesondere dann, wenn Sie,
berechnete Q-Parameterinhalte bei Sprungbefehlen
oder Positionierungen verwenden.
Sie knnen Q-Parameter auf den Status UNDEFINED zurcksetzen.
Wird eine Position mit einem Q-Parameter programmiert, der
undefiniert ist, ignoriert die Steuerung diese Bewegung.
342 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Prinzip und Funktionsbersicht 9.1
Q-Parameterfunktionen aufrufen
Whrend Sie ein Bearbeitungsprogramm eingeben, drcken Sie die
Taste Q (im Feld fr Zahleneingaben und Achswahl unter der Taste
+/-). Dann zeigt die TNC folgende Softkeys:
Softkey Funktionsgruppe Seite
Mathematische 345
Grundfunktionen
Winkelfunktionen 348
Funktion zur 349
Kreisberechnung
Wenn/dann-Entscheidungen, 350
Sprnge
Sonstige Funktionen 354
Formel direkt eingeben 386
Funktion zur Bearbeitung Siehe
komplexer Konturen Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
Wenn Sie einen Q-Parameter definieren oder
zuweisen, zeigt die TNC die Softkeys Q, QL und
QR an. Mit diesen Softkeys whlen Sie zunchst
den gewnschten Parametertyp aus und geben
anschlieend die Parameter-Nummer ein.
Falls Sie eine USB-Tastatur angeschlossen haben,
knnen Sie durch Drcken der Taste Q den Dialog zur
Formeleingabe direkt ffnen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 343
9 Q-Parameter programmieren
9.2 Teilefamilien Q-Parameter statt Zahlenwerte
9.2 Teilefamilien Q-Parameter statt
Zahlenwerte
Anwendung
Mit der Q-Parameterfunktion FN 0: ZUWEISUNG knnen Sie
Q-Parametern Zahlenwerte zuweisen. Dann setzen Sie im
Bearbeitungsprogramm statt dem Zahlenwert einen Q-Parameter
ein.
NC-Beispielstze
15 FN O: Q10=25 Zuweisung
... Q10 enthlt den Wert 25
25 L X +Q10 entspricht L X +25
Fr Teilefamilien programmieren Sie, z. B. die charakteristischen
Werkstckabmessungen als Q-Parameter.
Fr die Bearbeitung der einzelnen Teile weisen Sie dann jedem
dieser Parameter einen entsprechenden Zahlenwert zu.
Beispiel: Zylinder mit Q-Parametern
Zylinderradius: R = Q1
Zylinderhhe: H = Q2
Zylinder Z1: Q1 = +30
Q2 = +10
Zylinder Z2: Q1 = +10
Q2 = +50
344 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Konturen durch mathematische Funktionen beschreiben 9.3
9.3 Konturen durch mathematische
Funktionen beschreiben
Anwendung
Mit den Q-Parametern knnen Sie mathematische Grundfunktionen
im Bearbeitungsprogramm programmieren:
Q-Parameterfunktion whlen: Taste Q drcken (im Feld
fr Zahleneingabe, rechts). Die Softkey-Leiste zeigt die Q-
Parameterfunktionen
Mathematische Grundfunktionen whlen: Softkey
GRUNDFUNKT.. drcken. Die TNC zeigt folgende Softkeys:
bersicht
Softkey Funktion
FN 0: ZUWEISUNG
z. B. FN 0: Q5 = +60
Wert direkt zuweisen
Q-Parameterwert zurcksetzen
FN 1: ADDITION
z. B. FN 1: Q1 = -Q2 + -5
Summe aus zwei Werten bilden und zuweisen
FN 2: SUBTRAKTION
z. B. FN 2: Q1 = +10 - +5
Differenz aus zwei Werten bilden und zuweisen
FN 3: MULTIPLIKATION
z. B. FN 3: Q2 = +3 * +3
Produkt aus zwei Werten bilden und zuweisen
FN 4: DIVISION z. B. FN 4: Q4 = +8 DIV +Q2
Quotient aus zwei Werten bilden und zuweisen
Verboten: Division durch 0!
FN 5: WURZEL z. B. FN 5: Q20 = SQRT 4
Wurzel aus einer Zahl ziehen und zuweisen
Verboten: Wurzel aus negativem Wert!
Rechts vom =-Zeichen drfen Sie eingeben:
zwei Zahlen
zwei Q-Parameter
eine Zahl und einen Q-Parameter
Die Q-Parameter und Zahlenwerte in den Gleichungen knnen Sie
mit Vorzeichen versehen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 345
9 Q-Parameter programmieren
9.3 Konturen durch mathematische Funktionen beschreiben
Grundrechenarten programmieren
Beispiel 1
Q-Parameterfunktion whlen: Taste Q drcken NC-Stze in der TNC
16 FN 0: Q5 = +10
Mathematische Grundfunktionen whlen: Softkey 17 FN 3: Q12 = +Q5 * +7
GRUNDFUNKT. drcken
Q-Parameterfunktion ZUWEISUNG whlen: Softkey
FN0 X = Y drcken
PARAMETER-NR. FR ERGEBNIS?
12 (Nummer des Q-Parameters) eingeben und mit
Taste ENT besttigen
1. WERT ODER PARAMETER?
10 eingeben: Q5 den Zahlenwert 10 zuweisen und
mit Taste ENT besttigen
Beispiel 2
Q-Parameterfunktion whlen: Taste Q drcken
Mathematische Grundfunktionen whlen: Softkey
GRUNDFUNKT. drcken
Q-Parameterfunktion MULTIPLIKATION whlen:
Softkey FN3 X * Y drcken
PARAMETER-NR. FR ERGEBNIS?
12 (Nummer des Q-Parameters) eingeben und mit
Taste ENT besttigen
346 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Konturen durch mathematische Funktionen beschreiben 9.3
1. WERT ODER PARAMETER?
Q5 als ersten Wert eingeben und mit Taste ENT
besttigen
2. WERT ODER PARAMETER?
7 als zweiten Wert eingeben und mit Taste ENT
besttigen
Beispiel 3 - Q-Parameter zurcksetzen
Q-Parameterfunktion whlen: Taste Q drcken NC-Stze in der TNC
16 FN 0: Q5 SET UNDEFINED
Mathematische Grundfunktionen whlen: Softkey 16 FN 0: Q1 = Q5
GRUNDFUNKT. drcken
Q-Parameterfunktion ZUWEISUNG whlen: Softkey
FN0 X = Y drcken
PARAMETER-NR. FR ERGEBNIS?
12 (Nummer des Q-Parameters) eingeben und mit
Taste ENT besttigen
1. WERT ODER PARAMETER?
SET UNDEFINED drcken
Die Funktion FN 0 untersttzt auch das bergeben
des Wertes Undefined. Wenn Sie den undefinierten
Q-Parameter ohne FN 0 bergeben wollen, zeigt die
Steuerung die Fehlermeldung Ungltiger Wert.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 347
9 Q-Parameter programmieren
9.4 Winkelfunktionen
9.4 Winkelfunktionen
Definitionen
Sinus: sin = a / c
Cosinus: cos = b / c
Tangens: tan = a / b = sin / cos
Dabei ist
c die Seite gegenber dem rechten Winkel
a die Seite gegenber dem Winkel
b die dritte Seite
Aus dem Tangens kann die TNC den Winkel ermitteln:
= arctan (a / b) = arctan (sin / cos )
Beispiel:
a = 25 mm
b = 50 mm
= arctan (a / b) = arctan 0,5 = 26,57
Zustzlich gilt:
a + b = c (mit a = a x a)
c = (a2 + b2)
Winkelfunktionen programmieren
Die Winkelfunktionen erscheinen mit Druck auf den Softkey
WINKELFUNKT.. Die TNC zeigt die Softkeys in der Tabelle unten.
Softkey Funktion
FN 6: SINUS
z. [Link] 6: Q20 = SIN-Q5
Sinus eines Winkels in Grad () bestimmen und
zuweisen
FN 7: COSINUS
z. [Link] 7: Q21 = COS-Q5
Cosinus eines Winkels in Grad () bestimmen
und zuweisen
FN 8: WURZEL AUS QUADRATSUMME
z. [Link] 8: Q10 = +5 LEN +4
Lnge aus zwei Werten bilden und zuweisen
FN 13: WINKEL
z. [Link] 13: Q20 = +25 ANG-Q1
Winkel mit arctan aus Gegenkathete und
Ankathete oder sin und cos des Winkels (0 <
Winkel < 360) bestimmen und zuweisen
348 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Kreisberechnungen 9.5
9.5 Kreisberechnungen
Anwendung
Mit den Funktionen zur Kreisberechnung knnen Sie aus drei oder
vier Kreispunkten den Kreismittelpunkt und den Kreisradius von
der TNC berechnen lassen. Die Berechnung eines Kreises aus vier
Punkten ist genauer.
Anwendung: Diese Funktionen knnen Sie z. B. einsetzen, wenn
Sie ber die programmierbare Antastfunktion Lage und Gre einer
Bohrung oder eines Teilkreises bestimmen wollen.
Softkey Funktion
FN 23: KREISDATEN ermitteln aus drei
Kreispunkten
z. [Link] 23: Q20 = CDATA Q30
Die Koordinatenpaare von drei Kreispunkten mssen im Parameter
Q30 und den folgenden fnf Parametern hier also bis Q35
gespeichert sein.
Die TNC speichert dann den Kreismittelpunkt der Hauptachse (X
bei Spindelachse Z) im Parameter Q20, den Kreismittelpunkt der
Nebenachse (Y bei Spindelachse Z) im Parameter Q21 und den
Kreisradius im Parameter Q22 ab.
Softkey Funktion
FN 24: KREISDATEN ermitteln aus vier
Kreispunkten
z. [Link] 24: Q20 = CDATA Q30
Die Koordinatenpaare von vier Kreispunkten mssen im Parameter
Q30 und den folgenden sieben Parametern hier also bis Q37
gespeichert sein.
Die TNC speichert dann den Kreismittelpunkt der Hauptachse (X
bei Spindelachse Z) im Parameter Q20, den Kreismittelpunkt der
Nebenachse (Y bei Spindelachse Z) im Parameter Q21 und den
Kreisradius im Parameter Q22 ab.
Beachten Sie, dass FN 23 und FN 24 neben
dem Ergebnisparameter auch die zwei folgenden
Parameter automatisch berschreiben.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 349
9 Q-Parameter programmieren
9.6 Wenn/dann-Entscheidungen mit Q-Parametern
9.6 Wenn/dann-Entscheidungen mit
Q-Parametern
Anwendung
Bei Wenn/dann-Entscheidungen vergleicht die TNC einen
Q-Parameter mit einem anderen Q-Parameter oder einem
Zahlenwert. Wenn die Bedingung erfllt ist, dann setzt die TNC
das Bearbeitungsprogramm an dem Label fort, der hinter der
Bedingung programmiert ist.
Weitere Informationen: "Unterprogramme und Programmteil-
Wiederholungen kennzeichnen", Seite 322
Wenn die Bedingung nicht erfllt ist, dann fhrt die TNC den
nchsten Satz aus.
Wenn Sie ein anderes Programm als Unterprogramm aufrufen
mchten, dann programmieren Sie hinter dem Label einen
Programmaufruf mit PGM CALL.
Unbedingte Sprnge
Unbedingte Sprnge sind Sprnge, deren Bedingung immer
(=unbedingt) erfllt ist, z. B.
FN 9: IF+10 EQU+10 GOTO LBL1
Verwendete Abkrzungen und Begriffe
IF (engl.): Wenn
EQU (engl. equal): Gleich
NE (engl. not equal): Ungleich
GT (engl. greater than): Grer als
LT (engl. less than): Kleiner als
GOTO (engl. go to): Gehe zu
UNDEFINED (engl. undefined): Undefiniert
DEFINED (engl. defined): Definiert
350 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Wenn/dann-Entscheidungen mit Q-Parametern 9.6
Wenn/dann-Entscheidungen programmieren
Mglichkeiten der Sprungeingaben
Es stehen Ihnen folgende Eingaben bei der Bedingung IF zur
Verfgung:
Zahlen
Texte
Q, QL, QR
QS (String-Parameter)
Es stehen Ihnen drei Mglichkeiten zur Eingabe der Sprungadresse
GOTO zur Verfgung:
LBL-NAME
LBL-NUMMER
QS
Die Wenn/dann-Entscheidungen erscheinen mit Druck auf den
Softkey SPRNGE. Die TNC zeigt folgende Softkeys:
Softkey Funktion
FN 9: WENN GLEICH, SPRUNG
z. B. FN 9: IF +Q1 EQU +Q3 GOTO LBL
UPCAN25
Wenn beide Werte oder Parameter gleich,
Sprung zu angegebenem Label
FN 9: WENN UNDEFINIERT, SPRUNG
z. B. FN 9: IF +Q1 IS UNDEFINED GOTO LBL
UPCAN25
Wenn der angegebene Parameter undefiniert ist,
Sprung zu angegebenem Label
FN 9: WENN DEFINIERT, SPRUNG
z. B. FN 9: IF +Q1 IS DEFINED GOTO LBL
UPCAN25
Wenn der angegebene Parameter definiert ist,
Sprung zu angegebenem Label
FN 10: WENN UNGLEICH, SPRUNG
z. B. FN 10: IF +10 NE Q5 GOTO LBL 10
Wenn beide Werte oder Parameter ungleich,
Sprung zu angegebenem Label
FN 11: WENN GROESSER, SPRUNG
z. B. FN 11: IF+Q1 GT+10 GOTO LBL QS5
Wenn erster Wert oder Parameter grer
als zweiter Wert oder Parameter, Sprung zu
angegebenem Label
FN 12: WENN KLEINER, SPRUNG
z. B. FN 12: IF+Q5 LT+0 GOTO LBL
ANYNAME
Wenn erster Wert oder Parameter kleiner
als zweiter Wert oder Parameter, Sprung zu
angegebenem Label
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 351
9 Q-Parameter programmieren
9.7 Q-Parameter kontrollieren und ndern
9.7 Q-Parameter kontrollieren und
ndern
Vorgehensweise
Sie knnen Q-Parameter in allen Betriebsarten kontrollieren und
auch ndern.
Ggf. den Programmlauf abbrechen (z. B. die Taste NC-STOPP
und Softkey INTERNER STOPP drcken) oder Programmtest
anhalten
Q-Parameterfunktionen aufrufen: Softkey Q INFO
oder Taste Q drcken
Die TNC listet alle Parameter und die
dazugehrigen aktuellen Werte auf. Whlen Sie
mit den Pfeiltasten oder der Taste GOTO den
gewnschten Parameter.
Wenn Sie den Wert ndern mchten, drcken Sie
den Softkey AKTUELLES FELD EDITIEREN. Geben
den neuen Wert ein und besttigen mit der Taste
ENT
Wenn Sie den Wert nicht ndern mchten, dann
drcken Sie den Softkey AKTUELLEN WERT oder
beenden den Dialog mit der Taste END
Von der TNC in Zyklen oder intern verwendete
Parameter sind mit Kommentaren versehen.
Wenn Sie lokale, globale oder String-Parameter
kontrollieren oder ndern wollen, drcken Sie den
Softkey PARAMETER ANZEIGEN Q QL QR QS. Die
TNC zeigt dann den jeweiligen Parametertyp. Die
zuvor beschriebenen Funktionen gelten ebenso.
352 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Q-Parameter kontrollieren und ndern 9.7
In allen Betriebsarten (Ausnahme Betriebsart Programmieren)
knnen Sie Q-Parameter auch in der zustzlichen Statusanzeige
anzeigen lassen.
Ggf. den Programmlauf abbrechen (z. [Link] NC-STOPP
und Softkey INTERNER STOPP drcken) bzw. Programm-Test
anhalten
Softkey-Leiste fr die Bildschirmaufteilung aufrufen
Bildschirmdarstellung mit zustzlicher
Statusanzeige whlen: Die TNC zeigt in der
rechten Bildschirmhlfte das Statusformular
bersicht an
Drcken Sie den Softkey STATUS Q-PARAM.
Drcken Sie den Softkey Q PARAMETER LISTE: Die
TNC ffnet ein berblendfenster
Definieren Sie fr jeden Parametertyp (Q,
QL, QR, QS) die Parameternummern, die Sie
kontrollieren mchten. Einzelne Q-Parameter
trennen Sie mit einem Komma, aufeinander
folgende Q-Parameter verbinden Sie mit einem
Bindestrich, z. B.1,3,200-208. Der Eingabebereich
pro Parametertyp betrgt 132 Zeichen
Die Anzeige im Reiter QPARA enthlt immer
acht Nachkommastellen. Das Ergebnis von
Q1 = COS89.999 zeigt die Steuerung z. B. als
0.00001745 an. Sehr groe oder sehr kleine Werte
zeigt die Steuerung in der Exponentialschreibweise
an. Das Ergebnis von Q1 = COS 89.999 * 0.001 zeigt
die Steuerung als +1.74532925e-08 an, wobei e-08
dem Faktor 10-8 entspricht.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 353
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
9.8 Zustzliche Funktionen
bersicht
Die zustzlichen Funktionen erscheinen mit Druck auf den Softkey
SONDERFUNKT. Die TNC zeigt folgende Softkeys:
Softkey Funktion Seite
FN 14: ERROR 355
Fehlermeldungen ausgeben
FN 16: F-PRINT 359
Texte oder Q-Parameter-Werte
formatiert ausgeben
FN 18: SYSREAD 364
Systemdaten lesen
FN 19: PLC 373
Werte an die PLC bergeben
FN 20: WAIT FOR 373
NC und PLC synchronisieren
FN 26: TABOPEN 483
Frei definierbare Tabelle ffnen
FN 27: TABWRITE 484
In eine frei definierbare Tabelle
schreiben
FN 28: TABREAD 485
Aus einer frei definierbaren
Tabelle lesen
FN 29: PLC 374
bis zu acht Werte an die PLC
bergeben
FN 37: EXPORTlokale Q- 374
Parameter oder QS-Parameter
in ein rufendes Programm
exportieren
FN 38: SEND 374
Informationen aus dem NC-
Programm senden
354 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Zustzliche Funktionen 9.8
FN 14: ERROR Fehlermeldungen ausgeben
Mit der Funktion FN 14: ERROR knnen Sie programmgesteuert
Fehlermeldungen ausgeben lassen, die vom Maschinenhersteller
oder von HEIDENHAIN vorgegeben sind: Wenn die TNC im
Programmlauf oder Programmtest zu einem Satz mit FN 14:
ERROR kommt, so unterbricht sie und gibt eine Meldung aus.
Anschlieend mssen Sie das Programm neu starten.
Bereich Fehlernummern Standarddialog
0 ... 999 Maschinenabhngiger Dialog
1000 ... 1199 Interne Fehlermeldungen
NC-Beispielsatz
Die TNC soll eine Meldung ausgeben, die unter der Fehler-Nummer
1000 gespeichert ist.
180 FN 14: ERROR = 1000
Von HEIDENHAIN vorbelegte Fehlermeldung
Fehler-Nummer Text
1000 Spindel?
1001 Werkzeugachse fehlt
1002 Werkzeug-Radius zu klein
1003 Werkzeug-Radius zu gro
1004 Bereich berschritten
1005 Anfangs-Position falsch
1006 DREHUNG nicht erlaubt
1007 MASSFAKTOR nicht erlaubt
1008 SPIEGELUNG nicht erlaubt
1009 Verschiebung nicht erlaubt
1010 Vorschub fehlt
1011 Eingabewert falsch
1012 Vorzeichen falsch
1013 Winkel nicht erlaubt
1014 Antastpunkt nicht erreichbar
1015 Zu viele Punkte
1016 Eingabe widersprchlich
1017 CYCL unvollstndig
1018 Ebene falsch definiert
1019 Falsche Achse programmiert
1020 Falsche Drehzahl
1021 Radius-Korrektur undefiniert
1022 Rundung nicht definiert
1023 Rundungs-Radius zu gro
1024 Undefinierter Programmstart
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 355
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
Fehler-Nummer Text
1025 Zu hohe Verschachtelung
1026 Winkelbezug fehlt
1027 Kein Bearb.-Zyklus definiert
1028 Nutbreite zu klein
1029 Tasche zu klein
1030 Q202 nicht definiert
1031 Q205 nicht definiert
1032 Q218 grer Q219 eingeben
1033 CYCL 210 nicht erlaubt
1034 CYCL 211 nicht erlaubt
1035 Q220 zu gro
1036 Q222 grer Q223 eingeben
1037 Q244 grer 0 eingeben
1038 Q245 ungleich Q246 eingeben
1039 Winkelbereich < 360 eingeben
1040 Q223 grer Q222 eingeben
1041 Q214: 0 nicht erlaubt
1042 Verfahrrichtung nicht definiert
1043 Keine Nullpunkttabelle aktiv
1044 Lagefehler: Mitte 1. Achse
1045 Lagefehler: Mitte 2. Achse
1046 Bohrung zu klein
1047 Bohrung zu gro
1048 Zapfen zu klein
1049 Zapfen zu gro
1050 Tasche zu klein: Nacharbeit 1.A.
1051 Tasche zu klein: Nacharbeit 2.A.
1052 Tasche zu gro: Ausschuss 1.A.
1053 Tasche zu gro: Ausschuss 2.A.
1054 Zapfen zu klein: Ausschuss 1.A.
1055 Zapfen zu klein: Ausschuss 2.A.
1056 Zapfen zu gro: Nacharbeit 1.A.
1057 Zapfen zu gro: Nacharbeit 2.A.
1058 TCHPROBE 425: Fehler Grtma
1059 TCHPROBE 425: Fehler Kleinstma
1060 TCHPROBE 426: Fehler Grtma
1061 TCHPROBE 426: Fehler Kleinstma
1062 TCHPROBE 430: Durchm. zu gro
1063 TCHPROBE 430: Durchm. zu klein
356 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Zustzliche Funktionen 9.8
Fehler-Nummer Text
1064 Keine Messachse definiert
1065 Werkzeug-Bruchtoleranz berschr.
1066 Q247 ungleich 0 eingeben
1067 Betrag Q247 grer 5 eingeben
1068 Nullpunkttabelle?
1069 Frsart Q351 ungleich 0 eingeben
1070 Gewindetiefe verringern
1071 Kalibrierung durchfhren
1072 Toleranz berschritten
1073 Satzvorlauf aktiv
1074 ORIENTIERUNG nicht erlaubt
1075 3DROT nicht erlaubt
1076 3DROT aktivieren
1077 Tiefe negativ eingeben
1078 Q303 im Messzyklus undefiniert!
1079 Werkzeugachse nicht erlaubt
1080 Berechnete Werte fehlerhaft
1081 Messpunkte widersprchlich
1082 Sichere Hhe falsch eingegeben
1083 Eintauchart widersprchlich
1084 Bearbeitungszyklus nicht erlaubt
1085 Zeile ist schreibgeschtzt
1086 Aufma grer als Tiefe
1087 Kein Spitzenwinkel definiert
1088 Daten widersprchlich
1089 Nutlage 0 nicht erlaubt
1090 Zustellung ungleich 0 eingeben
1091 Umschaltung Q399 nicht erlaubt
1092 Werkzeug nicht definiert
1093 Werkzeugnummer nicht erlaubt
1094 Werkzeugname nicht erlaubt
1095 Software-Option nicht aktiv
1096 Restore Kinematik nicht mglich
1097 Funktion nicht erlaubt
1098 Rohteilmae widersprchlich
1099 Messposition nicht erlaubt
1100 Kinematik-Zugriff nicht mglich
1101 Messpos. nicht im Verfahrbereich
1102 Presetkompensation nicht mglich
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 357
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
Fehler-Nummer Text
1103 Werkzeug-Radius zu gro
1104 Eintauchart nicht mglich
1105 Eintauchwinkel falsch definiert
1106 ffnungswinkel nicht definiert
1107 Nutbreite zu gro
1108 Mafaktoren nicht gleich
1109 Werkzeug-Daten inkonsistent
358 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Zustzliche Funktionen 9.8
FN16: F-PRINT Texte und Q-Parameterwerte
formatiert ausgeben
Sie knnen mit FN16: F-PRINT auch vom NC-
Programm aus beliebige Meldungen auf den
Bildschirm ausgeben. Solche Meldungen werden von
der TNC in einem berblendfenster angezeigt.
Mit der Funktion FN16: F-PRINT knnen Sie Q-Parameterwerte
und Texte formatiert ausgeben. Wenn Sie die Werte ausgeben,
speichert die TNC die Daten in der Datei, die Sie im FN16-Satz
definieren. Die maximale Gre der ausgegebenen Datei betrgt
20 Kilobyte.
Um die Funktion FN16: F-PRINT verwenden zu knnen,
programmieren Sie zuerst eine Textdatei, die das Ausgabeformat
festlegt.
Verfgbare Funktionen
Zum Erstellen von Textdateien setzen Sie folgende
Formatierungsfunktionen ein:
Sonderzeichen Funktion
........... Ausgabeformat fr Text und Variablen
zwischen Anfhrungszeichen oben festlegen
%9.3F Format fr Q-Parameter:
%: Format festlegen
9.3: 9 Stellen insgesamt
(inkl. Dezimalpunkt), davon 3
Nachkommastellen
F: Floating (Dezimalzahl), Format fr Q,
QL, QR
%+7.3F Format fr Q-Parameter:
%: Format festlegen
+: Zahl rechtsbndig
7.3: 7 Stellen insgesamt
(inkl. Dezimalpunkt), davon 3
Nachkommastellen
F: Floating (Dezimalzahl), Format fr Q,
QL, QR
%S Format fr Textvariable QS
%D oder %I Format fr Ganzzahl (Integer)
, Trennzeichen zwischen Ausgabeformat und
Parameter
; Satzendezeichen, schliet eine Zeile ab
\n Zeilenumbruch
+ Q-Parameterwert rechtsbndig
- Q-Parameterwert linksbndig
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 359
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
Um verschiedene Informationen mit in die Protokolldatei ausgeben
zu knnen, stehen folgende Funktionen zur Verfgung:
Schlsselwort Funktion
CALL_PATH Gibt den Pfadnamen des NC-Programms
aus, in dem die FN16-Funktion
steht. Beispiel: "Messprogramm:
%S",CALL_PATH;
M_CLOSE Schliet die Datei, in die Sie mit FN16
schreiben. Beispiel: M_CLOSE;
M_APPEND Hngt das Protokoll bei erneuter Ausgabe
an das bestehende Protokoll an. Beispiel:
M_APPEND;
M_APPEND_MAX Hngt das Protokoll bei erneuter Ausgabe
an das bestehende Protokoll an, bis die
anzugebende maximale Dateigre in
Kilobytes berschritten wird. Beispiel:
M_APPEND_MAX20;
M_TRUNCATE berschreibt das Protokoll bei erneuter
Ausgabe. Beispiel: M_TRUNCATE;
L_ENGLISH Text nur bei Dialogspr. Englisch ausgeben
L_GERMAN Text nur bei Dialogspr. Deutsch ausgeben
L_CZECH Text nur bei Dialogspr. Tschechisch
ausgeben
L_FRENCH Text nur bei Dialogspr. Franzsisch
ausgeben
L_ITALIAN Text nur bei Dialogspr. Italienisch ausgeben
L_SPANISH Text nur bei Dialogspr. Spanisch ausgeben
L_PORTUGUE Text nur bei Dialogspr. Portugiesisch
ausgeben
L_SWEDISH Text nur bei Dialogspr. Schwedisch
ausgeben
L_DANISH Text nur bei Dialogspr. Dnisch ausgeben
L_FINNISH Text nur bei Dialogspr. Finnisch ausgeben
L_DUTCH Text nur bei Dialogspr. Niederlndisch
ausgeben
L_POLISH Text nur bei Dialogspr. Polnisch ausgeben
L_HUNGARIA Text nur bei Dialogspr. Ungarisch ausgeben
L_CHINESE Text nur bei Dialogspr. Chinesisch ausgeben
L_CHINESE_TRAD Text nur bei Dialogspr. Chinesisch
(traditionell) ausgeben
L_SLOVENIAN Text nur bei Dialogspr. Slowenisch
ausgeben
L_NORWEGIAN Text nur bei Dialogspr. Norwegisch
ausgeben
L_ROMANIAN Text nur bei Dialogspr. Rumnisch ausgeben
L_SLOVAK Text nur bei Dialogspr. Slowakisch ausgeben
360 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Zustzliche Funktionen 9.8
Schlsselwort Funktion
L_TURKISH Text nur bei Dialogspr. Trkisch ausgeben
L_ALL Text unabhngig von der Dialogsprache
ausgeben
HOUR Anzahl Stunden aus der Echtzeit
MIN Anzahl Minuten aus der Echtzeit
SEC Anzahl Sekunden aus der Echtzeit
DAY Tag aus der Echtzeit
MONTH Monat als Zahl aus der Echtzeit
STR_MONTH Monat als Stringkrzel aus der Echtzeit
YEAR2 Jahreszahl zweistellig aus der Echtzeit
YEAR4 Jahreszahl vierstellig aus der Echtzeit
Textdatei erstellen
Um formatierten Text und die Werte der Q-Parameter auszugeben,
erstellen Sie mit dem Texteditor der TNC eine Textdatei, in der
Sie die Formate und die auszugebenden Q-Parameter festlegen.
Erstellen Sie diese Datei mit der Endung .A.
Beispiel fr eine Textdatei, die das Ausgabeformat festlegt:
MESSPROTOKOLL SCHAUFELRAD-SCHWERPUNKT;
DATUM: %02d.%02d.%04d,DAY,MONTH,YEAR4;
UHRZEIT: %02d:%02d:%02d,HOUR,MIN,SEC;
ANZAHL MESSWERTE: = 1;
X1 = %9.3F, Q31;
Y1 = %9.3F, Q32;
Z1 = %9.3F, Q33;
Im Bearbeitungsprogramm programmieren Sie FN 16: F-PRINT,
um die Ausgabe zu aktivieren:
96 FN 16: F-PRINT TNC:\MASKE\MASKE1.A/ TNC:\[Link]
Die TNC erzeugt dann die Datei [Link]:
MESSPROTOKOLL SCHAUFELRAD-SCHWERPUNKT
DATUM: 15.07.2015
UHRZEIT: [Link]
ANZAHL MESSWERTE : = 1
X1 = 149,360
Y1 = 25,509
Z1 = 37,000
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 361
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
Wenn Sie mehrmals im Programm dieselbe Datei
ausgeben, dann hngt die TNC alle Texte innerhalb
der Zieldatei hinter bereits ausgegebene Texte an.
Wenn Sie FN16 mehrmals im Programm verwenden,
speichert die TNC alle Texte in der Datei, die Sie in
der FN16-Funktion festgelegt haben. Die Ausgabe
der Datei erfolgt erst, wenn die TNC den Satz END
PGM liest, wenn Sie die Taste NC-STOPP drcken
oder wenn Sie die Datei mit M_CLOSE schlieen.
Im FN16-Satz die Format-Datei und die Protokoll-
Datei jeweils mit der Endung des Dateityps
programmieren.
Wenn Sie als Pfadnamen der Protokoll-Datei lediglich
den Dateinamen angeben, dann speichert die TNC
die Protokolldatei in dem Verzeichnis, in dem das NC-
Programm mit der FN16-Funktion steht.
In den Maschinenparametern fn16DefaultPath
(Nr. 102202) und fn16DefaultPathSim (Nr. 102203)
knnen Sie einen Standardpfad fr die Ausgabe von
Protokolldateien definieren.
Wenn Sie FN16 verwenden, dann darf die Datei nicht
UTF-8 kodiert sein.
362 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Zustzliche Funktionen 9.8
Meldungen auf den Bildschirm ausgeben
Sie knnen die Funktion FN16: F-PRINT auch verwenden,
um beliebige Meldungen vom NC-Programm aus in einem
berblendfenster auf den Bildschirm der TNC auszugeben.
Dadurch lassen sich auf einfache Weise auch lngere Hinweistexte
an einer beliebigen Stelle im Programm so anzeigen, dass
der Bediener darauf reagieren muss. Sie knnen auch Q-
Parameterinhalte ausgeben, wenn die Protokoll-Beschreibungsdatei
entsprechende Anweisungen enthlt.
Damit die Meldung auf dem TNC-Bildschirm erscheint, mssen Sie
als Name der Protokolldatei lediglich SCREEN: eingeben.
96 FN 16: F-PRINT TNC:\MASKE\MASKE1.A/SCREEN:
Sollte die Meldung mehr Zeilen haben, als in dem
berblendfenster dargestellt sind, knnen Sie mit den Pfeiltasten
im berblendfenster blttern.
Um das berblendfenster zu schlieen: Taste CE drcken. Um
das Fenster programmgesteuert zu schlieen folgenden NC-Satz
programmieren:
96 FN 16: F-PRINT TNC:\MASKE\MASKE1.A/SCLR:
Wenn Sie mehrmals im Programm dieselbe Datei
ausgeben, dann hngt die TNC alle Texte innerhalb
der Zieldatei hinter bereits ausgegebene Texte an.
Meldungen extern ausgeben
Mit der Funktion FN 16 knnen Sie die Protokolldateien auch extern
abspeichern.
Name des Zielpfades in der FN 16-Funktion vollstndig angeben:
96 FN 16: F-PRINT TNC:\MSK\MSK1.A / PC325:\LOG\[Link]
Wenn Sie mehrmals im Programm dieselbe Datei
ausgeben, dann hngt die TNC alle Texte innerhalb
der Zieldatei hinter bereits ausgegebene Texte an.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 363
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
FN 18: SYSREAD Systemdaten lesen
Mit der Funktion FN 18: SYSREAD knnen Sie Systemdaten lesen
und in Q-Parametern speichern. Die Auswahl des Systemdatums
erfolgt ber eine Gruppennummer (ID-Nr.), eine Nummer und ggf.
ber einen Index.
Die gelesenen Werte der Funktion FN 18: SYSREAD
werden immer in metrischen Einheiten ausgegeben.
Gruppenname, ID-Nr. Nummer Index Bedeutung
Programminformation, 10 3 - Nummer aktiver Bearbeitungszyklus
103 Q-Parameter- Innerhalb von NC-Zyklen relevant; zur Abfrage,
nummer ob der unter IDX angegebene Q-Parameter im
zugehrigen CYCLE DEF explizit angegeben
wurde.
Systemsprungadressen, 13 1 - Label, zu dem bei M2/M30 gesprungen wird,
statt das aktuelle Programm zu beenden
Wert = 0: M2/M30 wirkt normal
2 - Label zu dem bei FN14: ERROR mit Reaktion
NC-CANCEL gesprungen wird, statt das
Programm mit einem Fehler abzubrechen. Die
im FN14-Befehl programmierte Fehlernummer
kann unter ID992 NR14 gelesen werden.
Wert = 0: FN14 wirkt normal.
3 - Label zu dem bei einem internen Server-
Fehler (SQL, PLC, CFG) gesprungen wird,
statt das Programm mit einem Fehler
abzubrechen.
Wert = 0: Server-Fehler wirkt normal.
Maschinenzustand, 20 1 - Aktive Werkzeugnummer (ohne Index)
2 - Vorbereitete Werkzeugnummer (ohne Index)
3 - Aktive Werkzeugachse
0=X, 1=Y, 2=Z, 6=U, 7=V, 8=W
4 - Programmierte Spindeldrehzahl
5 - Aktiver Spindelzustand: -1=undefiniert, 0=M3
aktiv,
1=M4 aktiv, 2=M5 nach M3, 3=M5 nach M4
7 - Getriebestufe
8 - Khlmittelzustand: 0=aus, 1=ein
9 - Aktiver Vorschub
10 - Index des vorbereiteten Werkzeugs
11 - Index des aktiven Werkzeugs
Kanaldaten, 25 1 - Kanalnummer
364 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Zustzliche Funktionen 9.8
Gruppenname, ID-Nr. Nummer Index Bedeutung
Zyklusparameter, 30 1 - Sicherheitsabstand aktiver Bearbeitungszyklus
2 - Bohrtiefe oder Frstiefe aktiver
Bearbeitungszyklus
3 - Zustelltiefe aktiver Bearbeitungszyklus
4 - Vorschub Tiefenzustellung des aktiven
Bearbeitungszyklus
5 - Erste Seitenlnge Zyklus Rechtecktasche
6 - Zweite Seitenlnge Zyklus Rechtecktasche
7 - Erste Seitenlnge Zyklus Nut
8 - Zweite Seitenlnge Zyklus Nut
9 - Radius Zyklus Kreistasche
10 - Vorschub Frsen aktiver Bearbeitungszyklus
11 - Drehsinn aktiver Bearbeitungszyklus
12 - Verweilzeit aktiver Bearbeitungszyklus
13 - Gewindesteigung Zyklus 17, 18
14 - Schlichtaufma aktiver Bearbeitungszyklus
15 - Ausrumwinkel aktiver Bearbeitungszyklus
21 - Antastwinkel
22 - Antastweg
23 - Antastvorschub
Modaler Zustand, 35 1 - Bemaung:
0 = absolut (G90) 1 = inkremental (G91)
Daten zu SQL-Tabellen, 40 1 - Ergebniscode zum letzten SQL-Befehl
Daten aus der 1 WKZ-Nr. Werkzeuglnge
Werkzeugtabelle, 50
2 WKZ-Nr. Werkzeugradius
3 WKZ-Nr. Werkzeugradius R2
4 WKZ-Nr. Aufma Werkzeuglnge DL
5 WKZ-Nr. Aufma Werkzeugradius DR
6 WKZ-Nr. Aufma Werkzeugradius DR2
7 WKZ-Nr. Werkzeug gesperrt (0 oder 1)
8 WKZ-Nr. Nummer des Schwesterwerkzeugs
9 WKZ-Nr. Maximale Standzeit TIME1
10 WKZ-Nr. Maximale Standzeit TIME2
11 WKZ-Nr. Aktuelle Standzeit CUR. TIME
12 WKZ-Nr. PLC-Status
13 WKZ-Nr. Maximale Schneidenlnge LCUTS
14 WKZ-Nr. Maximaler Eintauchwinkel ANGLE
15 WKZ-Nr. TT: Anzahl der Schneiden CUT
16 WKZ-Nr. TT: Verschleitoleranz Lnge LTOL
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 365
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
Gruppenname, ID-Nr. Nummer Index Bedeutung
17 WKZ-Nr. TT: Verschleitoleranz Radius RTOL
18 WKZ-Nr. TT: Drehrichtung DIRECT
(0=positiv/-1=negativ)
19 WKZ-Nr. TT: Versatz Ebene R-OFFS
20 WKZ-Nr. TT: Versatz Lnge L-OFFS
21 WKZ-Nr. TT: Bruchtoleranz Lnge LBREAK
22 WKZ-Nr. TT: Bruchtoleranz Radius RBREAK
23 WKZ-Nr. PLC-Wert
25 WKZ-Nr. Tastermittenversatz Nebenachse CAL_OF2
26 WKZ-Nr. Spindelwinkel beim Kalibrieren CAL_ANG
27 WKZ-Nr. Werkzeugtyp fr Platztabelle
28 WKZ-Nr. Maximaldrehzahl NMAX
32 WKZ-Nr. Spitzenwinkel TANGLE
34 WKZ-Nr. Abheben erlaubt LIFTOFF (0=Nein, 1=Ja)
35 WKZ-Nr. Verschleitoleranzradius R2TOL
37 WKZ-Nr Zugehrige Zeile in der Tastsystemtabelle
38 WKZ-Nr Zeitstempel der letzten Verwendung
Daten aus der Platztabelle, 1 Platz-Nr. Werkzeugnummer
51
2 Platz-Nr. Sonderwerkzeug: 0=nein, 1=ja
3 Platz-Nr. Festplatz: 0=nein, 1=ja
4 Platz-Nr. gesperrter Platz: 0=nein, 1=ja
5 Platz-Nr. PLC-Status
Werkzeugplatz, 52 1 WKZ-Nr Platznummer P
2 WKZ-Nr Magazinnummer
Dateiinformationen, 56 1 - Anzahl der Zeilen der angewhlten
Werkzeugtabelle
2 - Anzahl der Zeilen der angewhlten
Nullpunkttabelle
4 - Anzahl der Zeilen der geffneten frei
definierbaren Tabelle
Wert -1: keine Tabelle geffnet
Direkt nach dem 1 - Werkzeugnummer T
Werkzeugaufruf
programmierte Werte, 60
2 - Aktive Werkzeugachse
0=X6=U
1=Y7=V
2=Z8=W
3 - Spindeldrehzahl S
4 - Aufma Werkzeuglnge DL
5 - Aufma Werkzeugradius DR
366 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Zustzliche Funktionen 9.8
Gruppenname, ID-Nr. Nummer Index Bedeutung
6 - Automatischer TOOL CALL
0 = Ja, 1 = Nein
7 - Aufma Werkzeugradius DR2
8 - Werkzeugindex
9 - Aktiver Vorschub
Direkt nach 1 - Werkzeugnummer T
Werkzeugdefinition TOOL
DEF programmierte Werte,
61
2 - Lnge
3 - Radius
4 - Index
5 - Werkzeugdaten in TOOL DEF programmiert
1 = Ja, 0 = Nein
Aktive Werkzeugkorrektur, 1 1 = ohne Aktiver Radius
200 Aufma
2 = mit Aufma
3 = mit Aufma
und
Aufma aus
TOOL CALL
2 1 = ohne Aktive Lnge
Aufma
2 = mit Aufma
3 = mit Aufma
und
Aufma aus
TOOL CALL
3 1 = ohne Verrundungsradius R2
Aufma
2 = mit Aufma
3 = mit Aufma
und
Aufma aus
TOOL CALL
Aktive Transformationen, 210 1 - Grunddrehung Betriebsart Manueller Betrieb
2 - Programmierte Drehung mit Zyklus 10
3 - Aktive Spiegelachse
0: Spiegeln nicht aktiv
+1: X-Achse gespiegelt
+2: Y-Achse gespiegelt
+4: Z-Achse gespiegelt
+64: U-Achse gespiegelt
+128: V-Achse gespiegelt
+256: W-Achse gespiegelt
Kombinationen = Summe der Einzelachsen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 367
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
Gruppenname, ID-Nr. Nummer Index Bedeutung
4 1 Aktiver Mafaktor X-Achse
4 2 Aktiver Mafaktor Y-Achse
4 3 Aktiver Mafaktor Z-Achse
4 7 Aktiver Mafaktor U-Achse
4 8 Aktiver Mafaktor V-Achse
4 9 Aktiver Mafaktor W-Achse
5 1 3D-ROT A-Achse
5 2 3D-ROT B-Achse
5 3 3D-ROT C-Achse
6 - Bearbeitungsebene Schwenken aktiv/inaktiv
(-1/0) in einer Programmlauf-Betriebsart
7 - Bearbeitungsebene Schwenken aktiv/inaktiv
(-1/0) in einer manuellen Betriebsart
Aktive 2 1 X-Achse
Nullpunktverschiebung, 220
2 Y-Achse
3 Z-Achse
4 A-Achse
5 B-Achse
6 C-Achse
7 U-Achse
8 V-Achse
9 W-Achse
3 1 bis 9 Differenz zwischen Referenzpunkt und
Bezugspunkt Achse 1 bis 9
Verfahrbereich, 230 2 1 bis 9 Negativer Software-Endschalter oder
Verfahrbereichsgrenze Achse 1 bis 9
3 1 bis 9 Positiver Software-Endschalter oder
Verfahrbereichsgrenze Achse 1 bis 9
5 - Software-Endschalter ein- oder aus:
0 = ein, 1 = aus
Sollposition im Maschinen- 1 1 X-Achse
Koordinatensystem, 240
2 Y-Achse
3 Z-Achse
4 A-Achse
5 B-Achse
6 C-Achse
7 U-Achse
8 V-Achse
9 W-Achse
368 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Zustzliche Funktionen 9.8
Gruppenname, ID-Nr. Nummer Index Bedeutung
Aktuelle Position im aktiven 1 1 X-Achse
Koordinatensystem, 270
2 Y-Achse
3 Z-Achse
4 A-Achse
5 B-Achse
6 C-Achse
7 U-Achse
8 V-Achse
9 W-Achse
Interpretation der 20 1 bis 3 Koordinaten beziehen sich auf:
Koordinaten im Drehbetrieb, (X, Y, Z) 0 = Durchmesser, -1 = Radius
310
Bearbeitungszeit, 320 3 - Aktuelle Bearbeitungszeit des aktiven NC-
Programms in Minuten
Schaltendes Tastsystem TS, 50 1 Tastsystemtyp
350
2 Zeile in der Tastsystemtabelle
51 - Wirksame Lnge
52 1 Wirksamer Kugelradius
2 Verrundungsradius
53 1 Mittenversatz (Hauptachse)
2 Mittenversatz (Nebenachse)
54 - Winkel der Spindelorientierung in Grad
(Mittenversatz)
55 1 Eilgang
2 Messvorschub
56 1 Maximaler Messweg
2 Sicherheitsabstand
57 1 Spindelorientierung mglich: 0=nein, 1=ja
2 Winkel der Spindelorientierung
Tischtastsystem TT 70 1 Tastsystemtyp
2 Zeile in der Tastsystemtabelle
71 1 Mittelpunkt Hauptachse (REF-System)
2 Mittelpunkt Nebenachse (REF-System)
3 Mittelpunkt Werkzeugachse (REF-System)
72 - Tellerradius
75 1 Eilgang
2 Messvorschub bei stehender Spindel
3 Messvorschub bei drehender Spindel
76 1 Maximaler Messweg
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 369
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
Gruppenname, ID-Nr. Nummer Index Bedeutung
2 Sicherheitsabstand fr Lngenmessung
3 Sicherheitsabstand fr Radiusmessung
77 - Spindeldrehzahl
78 - Antastrichtung
Bezugspunkt aus 1 1 bis 9 Letzter Bezugspunkt eines manuellen
Tastsystemzyklus, 360 (X, Y, Z, A, B, C, Tastsystemzyklus oder letzter Antastpunkt
U, V, W) aus Zyklus 0 ohne Tasterlngen-, aber
mit Tasterradiuskorrektur (Werkstck-
Koordinatensystem)
2 1 bis 9 Letzter Bezugspunkt eines manuellen
(X, Y, Z, A, B, C, Tastsystemzyklus oder letzter Antastpunkt
U, V, W) aus Zyklus 0 ohne Tasterlngen-
und -radiuskorrektur (Maschinen-
Koordinatensystem)
3 1 bis 9 Messergebnis der Tastsystemzyklen 0
(X, Y, Z, A, B, C, und 1 ohne Tasterradiuskorrektur und
U, V, W) Tasterlngenkorrektur
4 1 bis 9 Letzter Bezugspunkt eines manuellen
(X, Y, Z, A, B, C, Tastsystemzyklus oder letzter Antastpunkt
U, V, W) aus Zyklus 0 ohne Tasterlngen-
und -radiuskorrektur (Werkstck-
Koordinatensystem)
10 - Spindelorientierung
11 - Fehlerstatus bei unterdrckter Fehlermeldung
0 = Antastvorgang erfolgreich
-1 = Antastpunkt nicht erreicht
Wert aus der aktiven Zeile Spalte Werte lesen
Nullpunkttabelle im aktiven
Koordinatensystem, 500
Basistransformation, 507 Zeile 1 bis 6 Basistransformation eines Presets lesen
(X, Y, Z, SPA,
SPB, SPC)
Achs-Offset, 508 Zeile 1 bis 9 Achs-Offset eines Presets lesen
(X_OFFS,
Y_OFFS,
Z_OFFS,
A_OFFS,
B_OFFS,
C_OFFS,
U_OFFS,
V_OFFS,
W_OFFS)
Aktiver Preset, 530 1 - Nummer des Aktiven Presets lesen
SIK, 630 2 - SIK-ID lesen
Daten des aktuellen 1 - Werkzeuglnge L
Werkzeugs lesen, 950
2 - Werkzeugradius R
3 - Werkzeugradius R2
370 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Zustzliche Funktionen 9.8
Gruppenname, ID-Nr. Nummer Index Bedeutung
4 - Aufma Werkzeuglnge DL
5 - Aufma Werkzeugradius DR
6 - Aufma Werkzeugradius DR2
7 - Werkzeug gesperrt TL
0 = Nicht gesperrt, 1 = Gesperrt
8 - Nummer des Schwesterwerkzeugs RT
9 - Maximale Standzeit TIME1
10 - Maximale Standzeit TIME2
11 - Aktuelle Standzeit CUR. TIME
12 - PLC-Status
13 - Maximale Schneidenlnge LCUTS
14 - Maximaler Eintauchwinkel ANGLE
15 - TT: Anzahl der Schneiden CUT
16 - TT: Verschleitoleranz Lnge LTOL
17 - TT: Verschleitoleranz Radius RTOL
18 - TT: Drehrichtung DIRECT
0 = Positiv, 1 = Negativ
19 - TT: Versatz Ebene R-OFFS
20 - TT: Versatz Lnge L-OFFS
21 - TT: Bruchtoleranz Lnge LBREAK
22 - TT: Bruchtoleranz Radius RBREAK
23 - PLC-Wert
24 - Werkzeugtyp TYP
0 = Frser, 21 = Tastsystem
27 - Zugehrige Zeile in der Tastsystemtabelle
32 - Spitzenwinkel
34 - Lift off
Daten des aktuellen 1 - Werkzeugnummer
Drehwerkzeugs lesen, 951
2 - Werkzeuglnge XL
4 - Werkzeuglnge ZL
5 - Aufma Werkzeuglnge DXL
7 - Aufma Werkzeuglnge DZL
8 - Schneidenradius RS
9 - Werkzeugorientierung TO
10 - Orientierungswinkel der Spindel ORI
11 Einstellwinkel
12 Spitzenwinkel
13 Stecherbreite
14 Werkzeugtyp
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 371
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
Gruppenname, ID-Nr. Nummer Index Bedeutung
Werkzeugeinsatzprfung, 1 - Werkzeugeinsatzprfung des aktuellen NC-
975 Programms
-2= Keine Prfung mglich, vom
Maschinenhersteller deaktiviert
-1 = Keine Prfung mglich,
Werkzeugeinsatzdatei fehlt
0 = Prfung OK, alle Werkzeuge verfgbar
1 = Prfung nicht OK, Werkzeug fehlt oder ist
gesperrt
Tastsystemzyklen, 990 1 - Anfahrverhalten:
0 = Standardverhalten
1 = Wirksamer Radius, Sicherheitsabstand
Null
2 - 0 = Tasterberwachung aus
1 = Tasterberwachung ein
4 - 0 = Taststift nicht ausgelenkt
1 = Taststift ausgelenkt
8 - Aktueller Spindelwinkel
Werkzeugnummer, 990 10 Q-Parameter- Werkzeugnummer, die zum Werkzeugnamen
nummer des Q-Parameters IDX gehrt
-1 = Name nicht vorhanden oder Werkzeug
gesperrt
Abarbeitungsstatus, 992 10 - Satzvorlauf aktiv
1 = ja, 0 = nein
11 - Suchphase
14 - Nummer des letzten FN14-Fehlers
16 - Echte Abarbeitung aktiv
1 = Abarbeitung, 0 = Simulation
31 - Radiuskorrektur im MDI bei achsparallelen
Verfahrstzen erlaubt
0 = nicht erlaubt, 1 = erlaubt
Beispiel: Wert des aktiven Mafaktors der Z-Achse an Q25 -
zuweisen
55 FN 18: SYSREAD Q25 = ID210 NR4 IDX3
372 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Zustzliche Funktionen 9.8
FN 19: PLC Werte an PLC bergeben
Diese Funktion drfen Sie nur in Abstimmung mit
Ihrem Maschinenhersteller verwenden!
Mit der Funktion FN 19: PLC knnen Sie bis zu zwei Zahlenwerte
oder Q-Parameter an die PLC bergeben.
FN 20: WAIT FOR NC und PLC synchronisieren
Diese Funktion drfen Sie nur in Abstimmung mit
Ihrem Maschinenhersteller verwenden!
Mit der Funktion FN 20: WAIT FOR knnen Sie whrend des
Programmlaufs eine Synchronisation zwischen NC und PLC
durchfhren. Die NC stoppt das Abarbeiten, bis die Bedingung
erfllt ist, die Sie im FN 20: WAIT FOR-Satz programmiert haben.
Die Funktion SYNC knnen Sie immer dann verwenden, wenn
Sie z. B. ber FN18: SYSREAD Systemdaten lesen, die eine
Synchronisation zur Echtzeit erfordern. Die TNC hlt dann die
Vorausrechnung an und fhrt den folgenden NC-Satz erst dann aus,
wenn auch das NC-Programm tatschlich diesen Satz erreicht hat.
Beispiel: Interne Vorausrechnung anhalten, aktuelle Position in
der X-Achse lesen
32 FN 20: WAIT FOR SYNC
33 FN 18: SYSREAD Q1 = ID270 NR1 IDX1
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 373
9 Q-Parameter programmieren
9.8 Zustzliche Funktionen
FN 29: PLC Werte an PLC bergeben
Diese Funktion drfen Sie nur in Abstimmung mit
Ihrem Maschinenhersteller verwenden!
Mit der Funktion FN 29: PLC knnen Sie bis zu acht Zahlenwerte
oder Q-Parameter an die PLC bergeben.
FN 37: EXPORT
Diese Funktion drfen Sie nur in Abstimmung mit
Ihrem Maschinenhersteller verwenden!
Die Funktion FN 37: EXPORT bentigen Sie, wenn Sie eigene
Zyklen erstellen und in die TNC einbinden mchten.
FN 38: SEND Informationen aus dem NC-Programm
senden
Mit der Funktion FN 38: SEND knnen Sie aus dem NC-Programm
Texte und Q-Parameterwerte in das Logbuch schreiben und an eine
DNC-Anwendung senden.
Die Datenbertragung erfolgt ber ein herkmmliches
TCP/IP-Computernetzwerk.
Weitere Informationen finden Sie im Handbuch
Remo Tools SDK.
Beispiel
Die Werte von Q1 und Q23 im Logbuch dokumentieren.
FN 38: SEND /"Q-PARAMETER Q1: %F Q23: %F" / +Q1 / +Q23
374 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen 9.9
9.9 Tabellenzugriffe mit SQL-
Anweisungen
Einfhrung
Tabellenzugriffe programmieren Sie bei der TNC mit SQL-
Anweisungen im Rahmen einer Transaktion. Eine Transaktion
besteht aus mehreren SQL-Anweisungen, die ein geordnetes
Bearbeiten der Tabelleneintrge gewhrleisten.
Tabellen werden vom Maschinen-Hersteller
konfiguriert. Dabei werden auch die Namen und
Bezeichnungen festgelegt, die als Parameter fr SQL-
Anweisungen erforderlich sind.
Begriffe, die im Folgenden verwendet werden:
Tabelle: Eine Tabelle besteht aus x Spalten und y Zeilen. Sie
wird als Datei in der Dateiverwaltung der TNC gespeichert und
mit Pfad- und dem Dateinamen (=Tabellenname) adressiert.
Alternativ zur Adressierung durch Pfad- und Dateiname knnen
Synonyme verwendet werden
Spalten: Die Anzahl und die Bezeichnung der Spalten
wird bei der Konfiguration der Tabelle festgelegt. Die
Spaltenbezeichnung wird bei verschiedenen SQL-Anweisungen
zur Adressierung verwendet
Zeilen: Die Anzahl der Zeilen ist variabel. Sie knnen neue
Zeilen hinzufgen. Es werden keine Zeilennummern oder
hnliches gefhrt. Sie knnen aber Zeilen aufgrund ihres
Spalteninhalts auswhlen (selektieren). Das Lschen von Zeilen
ist nur im Tabellen-Editor mglich nicht per NC-Programm
Zelle: Eine Spalte aus einer Zeile
Tabelleneintrag: Inhalt einer Zelle
Result-set: Whrend einer Transaktion werden die selektierten
Zeilen und Spalten im Result-set verwaltet. Betrachten Sie
den Result-set als Zwischenspeicher, der temporr die Menge
selektierter Zeilen und Spalten aufnimmt. (Result-set = englisch
Ergebnismenge)
Synonym: Mit diesem Begriff wird ein Name fr eine Tabelle
bezeichnet, der statt Pfad- und Dateinamen verwendet
wird. Synonyme werden vom Maschinenhersteller in den
Konfigurationsdaten festgelegt
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 375
9 Q-Parameter programmieren
9.9 Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen
Eine Transaktion
Prinzipiell besteht eine Transaktion aus den Aktionen:
Tabelle (Datei) adressieren, Zeilen selektieren und in den Result-
set transferieren
Zeilen aus dem Result-set lesen, ndern und/oder neue Zeilen
hinzufgen
Transaktion abschlieen. Bei nderungen/Ergnzungen
werden die Zeilen aus dem Result-set in die Tabelle (Datei)
bernommen
Es sind aber weitere Aktionen erforderlich, damit Tabelleneintrge
im NC-Programm bearbeitet werden knnen und ein paralleles
ndern gleicher Tabellenzeilen vermieden wird. Daraus ergibt sich
folgender Ablauf einer Transaktion:
1 Fr jede Spalte, die bearbeitet werden soll, wird ein Q-
Parameter spezifiziert. Der Q-Parameter wird der Spalte
zugeordnet er wird gebunden (SQL BIND...)
2 Tabelle (Datei) adressieren, Zeilen selektieren und in den Result-
set transferieren. Zustzlich definieren Sie, welche Spalten in
den Result-set bernommen werden sollen (SQL SELECT...).
Sie knnen die selektierten Zeilen sperren. Dann knnen
andere Prozesse zwar lesend auf diese Zeilen zugreifen, die
Tabelleneintrge aber nicht ndern. Sie sollten immer dann die
selektierten Zeilen sperren, wenn nderungen vorgenommen
werden (SQL SELECT ... FOR UPDATE)
3 Zeilen aus dem Result-set lesen, ndern und/oder neue
Zeilen hinzufgen: Eine Zeile des Result-sets in die Q-
Parameter Ihres NC-Programms bernehmen (SQL FETCH...)
nderungen in den Q-Parametern vorbereiten und in eine
Zeile des Result-set transferieren (SQL UPDATE...) Neue
Tabellenzeile in den Q-Parametern vorbereiten und als neue
Zeile in den Result-set bergeben (SQL INSERT...)
4 Transaktion abschlieen. Tabelleneintrge wurden gendert/
ergnzt: Die Daten werden aus dem Result-set in die Tabelle
(Datei) bernommen. Sie sind jetzt in der Datei gespeichert.
Eventuelle Sperren werden zurckgesetzt, der Result-set wird
freigegeben (SQL COMMIT...). Tabelleneintrge wurden nicht
gendert/ergnzt (nur lesende Zugriffe): Eventuelle Sperren
werden zurckgesetzt, der Result-set wird freigegeben (SQL
ROLLBACK... OHNE INDEX)
Sie knnen mehrere Transaktionen parallel zueinander bearbeiten.
Schlieen Sie eine begonnene Transaktion unbedingt
ab auch wenn Sie ausschlielich lesende
Zugriffe verwenden. Nur so ist gewhrleistet, dass
nderungen/Ergnzungen nicht verloren gehen,
Sperren aufgehoben werden und der Result-set
freigegeben wird.
376 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen 9.9
Result-set
Die selektierten Zeilen innerhalb des Result-sets werden mit 0
beginnend aufsteigend nummeriert. Diese Nummerierung wird
als Index bezeichnet. Bei den Lese- und Schreibzugriffen wird
der Index angegeben und so gezielt eine Zeile des Result-sets
angesprochen.
Hufig ist es vorteilhaft die Zeilen innerhalb des Result-sets
sortiert abzulegen. Das ist mglich durch Definition einer Tabellen-
Spalte, die das Sortierkriterium beinhaltet. Zustzlich wird eine
aufsteigende oder absteigende Reihenfolge gewhlt (SQL
SELECT ... ORDER BY ...).
Die selektierten Zeilen, die in den Result-set bernommen
wurden, werden mit dem HANDLE adressiert. Alle folgenden SQL-
Anweisungen verwenden das Handle als Unterbetriebsart Referenz
auf diese Menge selektierter Zeilen und Spalten.
Bei dem Abschlu einer Transaktion wird das Handle wieder
freigegeben (SQL COMMIT... oder SQL ROLLBACK...). Es ist dann
nicht mehr gltig.
Sie knnen gleichzeitig mehrere Result-sets bearbeiten. Der SQL-
Server vergibt bei jeder Select-Anweisung ein neues Handle.
Q-Parameter an Spalten binden
Das NC-Programm hat keinen direkten Zugriff auf die
Tabelleneintrge im Result-set. Die Daten mssen in Q-Parameter
transferiert werden. Umgekehrt werden die Daten zuerst in den Q-
Parametern aufbereitet und dann in den Result-set transferiert.
Mit SQL BIND ... legen Sie fest, welche Tabellenspalten in welchen
Q-Parametern abgebildet werden. Die Q-Parameter werden an die
Spalten gebunden (zugeordnet). Spalten, die nicht an Q-Parameter
gebunden sind, werden bei den Lese-/Schreibvorgngen nicht
bercksichtigt.
Wird mit SQL INSERT... eine neue Tabellenzeile generiert, werden
Spalten, die nicht an Q-Parameter gebunden sind, mit Default-
Werten belegt.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 377
9 Q-Parameter programmieren
9.9 Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen
SQL-Anweisungen programmieren
Diese Funktion knnen Sie nur programmieren, wenn
Sie die Schlsselzahl 555343 eingegeben haben.
SQL-Anweisungen programmieren Sie in der Betriebsart
Programmieren:
Taste SPEC FCT drcken
Softkey PROGRAMM FUNKTIONEN drcken
Softkey-Leiste umschalten
SQL-Funktionen whlen: Softkey SQL drcken
SQL-Anweisung per Softkey whlen oder Softkey
SQL EXECUTE drcken und SQL-Anweisung
programmieren
Wenn man mithilfe von SQL-Anweisungen aus einer
Tabelle liest oder in eine Tabelle schreibt, dann
werden immer metrische Einheiten ausgegeben.
378 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen 9.9
bersicht der Softkeys
Softkey Funktion
SQL BIND
Q-Parameter an Tabellenspalte binden (zuordnen)
SQL SELECT
Tabellenzeilen selektieren
SQL EXECUTE
Select-Anweisung programmieren
SQL FETCH
Tabellenzeilen aus dem Result-set lesen und in Q-
Parametern ablegen
SQL ROLLBACK
INDEX nicht programmiert: Bisherige
nderungen/Ergnzungen verwerfen und
Transaktion abschlieen
INDEX programmiert: Die indizierte Zeile bleibt
im Result-set erhalten alle anderen Zeilen
werden aus dem Result-set entfernt. Die
Transaktion wird nicht abgeschlossen
SQL COMMIT
Tabellenzeilen aus dem Result-set in die Tabelle
transferieren und Transaktion abschlieen.
SQL UPDATE
Daten aus den Q-Parametern in eine vorhandene
Tabellenzeile des Result-set ablegen
SQL INSERT
Daten aus den Q-Parametern in eine neue
Tabellenzeile im Result-set ablegen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 379
9 Q-Parameter programmieren
9.9 Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen
SQL BIND
SQL BIND bindet einen Q-Parameter an eine Tabellenspalte. Die Q-Parameter an Tabellenspalte
SQL-Anweisungen Fetch, Update und Insert werten diese Bindung binden
(Zuordnung) bei den Datentransfers zwischen Result-set und NC- 11 SQL BIND
Programm aus. Q881"TAB_EXAMPLE.MESS_NR"
Ein SQL BIND ohne Tabellen- und Spaltenname hebt die Bindung auf. 12 SQL BIND
Die Bindung endet sptestens mit dem Ende des NC-Programms Q882"TAB_EXAMPLE.MESS_X"
oder Unterprogramms.
13 SQL BIND
Q883"TAB_EXAMPLE.MESS_Y"
Sie knnen beliebig viele Bindungen
programmieren. Bei den Lese-/Schreibvorgngen 14 SQL BIND
werden ausschlielich die Spalten bercksichtigt, Q884"TAB_EXAMPLE.MESS_Z"
die in der Select-Anweisung angegeben wurden.
SQL BIND... muss vor Fetch-, Update- oder Insert- Bindung aufheben
Anweisungen programmiert werden. Eine Select- 91 SQL BIND Q881
Anweisung knnen Sie ohne vorhergehende Bind- 92 SQL BIND Q882
Anweisungen programmieren.
93 SQL BIND Q883
Wenn Sie in der Select-Anweisung Spalten
auffhren, fr die keine Bindung programmiert 94 SQL BIND Q884
ist, dann fhrt das bei Lese-/Schreibvorgngen zu
einem Fehler (Programmabbruch).
Parameter-Nr fr Ergebnis: Q-Parameter der an die
Tabellenspalte gebunden (zugeordnet) wird
Datenbank: Spaltenname: Geben Sie den
Tabellennamen und die Spaltenbezeichnung
getrennt durch . ein
Tabellenname: Synonym oder Pfad- und
Dateinamen dieser Tabelle. Das Synonym wird
direkt eingetragen Pfad- und Dateiname werden in
einfache Anfhrungszeichen eingeschlossen
Spaltenbezeichnung: in den Konfigurationsdaten
festgelegte Bezeichnung der Tabellenspalte
380 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen 9.9
SQL SELECT
SQL SELECT selektiert Tabellenzeilen und transferiert sie in den Alle Tabellenzeilen selektieren
Result-set. 11 SQL BIND
Der SQL-Server legt die Daten zeilenweise im Result-set ab. Die Q881"TAB_EXAMPLE.MESS_NR"
Zeilen werden mit 0 beginnend fortlaufend nummeriert. Diese 12 SQL BIND
Zeilennummer, der INDEX, wird bei den SQL-Befehlen Fetch und Q882"TAB_EXAMPLE.MESS_X"
Update verwendet.
13 SQL BIND
In der Funktion SQL SELECT...WHERE... geben Sie die Q883"TAB_EXAMPLE.MESS_Y"
Selektionskriterien an. Damit knnen Sie die Anzahl der zu
transferierenden Zeilen eingrenzen. Verwenden Sie diese Option 14 SQL BIND
Q884"TAB_EXAMPLE.MESS_Z"
nicht, werden alle Zeilen der Tabelle geladen.
In der Funktion SQL SELECT...ORDER BY... geben Sie das ...
Sortierkriterium an. Es besteht aus der Spaltenbezeichnung und 20 SQL Q5
dem Schlsselwort fr aufsteigende/absteigende Sortierung. "SELECTMESS_NR,MESS_X,MESS_Y,
Verwenden Sie diese Option nicht, werden die Zeilen in einer MESS_Z FROM TAB_EXAMPLE"
zuflligen Reihenfolge abgelegt.
Selektion der Tabellenzeilen mit
Mit der Funktion SQL SELCT...FOR UPDATE sperren Sie die
Funktion WHERE
selektierten Zeilen fr andere Anwendungen. Andere Anwendungen
knnen diese Zeilen weiterhin lesen, aber nicht ndern. Verwenden ...
Sie diese Option unbedingt, wenn Sie nderungen an den 20 SQL Q5
Tabelleneintrgen vornehmen. "SELECTMESS_NR,MESS_X,MESS_Y,
Leerer Result-set: Sind keine Zeilen vorhanden, die dem MESS_Z FROM TAB_EXAMPLE
Selektionskriterium entsprechen, liefert der SQL-Server ein gltiges WHERE MESS_NR<20"
Handle aber keine Tabelleneintrge zurck.
Selektion der Tabellenzeilen mit
Parameter-Nr fr Ergebnis: Q-Parameter fr das
Funktion WHERE und Q-Parameter
Handle. Der SQL-Server liefert das Handle fr diese
mit der aktuellen Select-Anweisung selektierten ...
Gruppe Zeilen und Spalten. 20 SQL Q5
Im Fehlerfall (die Selection konnte nicht "SELECTMESS_NR,MESS_X,MESS_Y,
durchgefhrt werden) gibt der SQL-Server 1 zurck. MESS_Z FROM TAB_EXAMPLE
Eine 0 bezeichnet ein ungltiges Handle WHERE MESS_NR==:Q11"
Datenbank: SQL-Kommandotext: mit folgenden
Elementen: Tabellenname definiert durch Pfad-
und Dateinamen
SELECT (Schlsselwort):
Kennung des SQL-Befehls, Bezeichnungen ...
der zu transferierenden Tabellenspalten 20 SQL Q5
mehrere Spalten durch , trennen. Fr alle hier "SELECTMESS_NR,MESS_X,MESS_Y,
angegebenen Spalten mssen Q-Parameter MESS_Z FROM V:\TABLE
gebunden werden \TAB_EXAMPLE WHERE
MESS_NR<20"
FROM Tabellenname:
Synonym oder Pfad- und Dateinamen dieser
Tabelle. Das Synonym wird direkt eingetragen
Pfad- und Tabellenname werden in einfache
Anfhrungszeichen eingeschlossen des SQL-
Befehls, Bezeichnungen der zu transferierenden
Tabellenspalten mehrere Spalten durch
Trennen. Fr alle hier angegebenen Spalten
mssen Q-Parameter gebunden werden
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 381
9 Q-Parameter programmieren
9.9 Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen
Optional:
WHERE Selektionskriterien: Ein
Selektionskriterium besteht aus
Spaltenbezeichnung, Bedingung und
Vergleichswert. Mehrere Selektionskriterien
verknpfen Sie mit logischem UND bzw.
ODER. Den Vergleichswert programmieren
Sie direkt oder in einem Q-Parameter. Ein Q-
Parameter wird mit : eingeleitet und in einfache
Hochkommata gesetzt
Optional:
ORDER BY Spaltenbezeichnung ASC fr
aufsteigende Sortierung oder ORDER BY
Spaltenbezeichnung DESC fr absteigende
Sortierung, wenn Sie weder ASCnoch DESC
programmieren, gilt die aufsteigende Sortierung
als Default-Eigenschaft. Die TNC legt die
selektierten Zeilen nach der angegebenen Spalte
ab
Optional:
FOR UPDATE (Schlsselwort): Die selektierten
Zeilen werden fr den schreibenden Zugriff
anderer Prozesse gesperrt
Bedingung Programmierung
gleich = ==
ungleich != <>
kleiner <
kleiner oder gleich <=
grer >
grer oder gleich >=
Mehrere Bedingungen verknpfen:
Logisches UND AND
Logisches ODER OR
382 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen 9.9
SQL FETCH
SQL FETCH liest die mit INDEX adressierte Zeile aus dem Result-set Zeilennummer wird im Q-Parameter
und legt die Tabelleneintrge in den gebundenen (zugeordneten) Q- bergeben
Parametern ab. Der Result-set wird mit dem HANDLE adressiert. 11 SQL BIND
SQL FETCH bercksichtigt alle Spalten, die bei der Select-Anweisung Q881"TAB_EXAMPLE.MESS_NR"
angegeben wurden. 12 SQL BIND
Parameter-Nr fr Ergebnis: Q-Parameter, in dem Q882"TAB_EXAMPLE.MESS_X"
der SQL-Server das Ergebnis zurckmeldet: 13 SQL BIND
0: Kein Fehler aufgetreten Q883"TAB_EXAMPLE.MESS_Y"
1: Fehler aufgetreten (falsches Handle oder Index zu
14 SQL BIND
gro)
Q884"TAB_EXAMPLE.MESS_Z"
Datenbank: SQL-Zugriffs-ID: Q-Parameter, mit dem
...
Handle zur Identification des Result-sets
Weitere Informationen: "SQL SELECT", Seite 381 20 SQL Q5
"SELECTMESS_NR,MESS_X,MESS_Y,
Datenbank: Index zu SQL-Ergebnis: Zeilennummer
MESS_Z FROM TAB_EXAMPLE"
innerhalb des Result-sets. Die Tabelleneintrge
dieser Zeile werden gelesen und in die gebundenen ...
Q-Parameter transferiert. Geben Sie den Index nicht 30 SQL FETCH Q1HANDLE Q5 INDEX
an, wird die erste Zeile (n=0) gelesen. +Q2
Die Zeilennummer wird direkt angegeben oder Sie
programmieren den Q-Parameter, der den Index Zeilennummer wird direkt
enthlt programmiert
...
30 SQL FETCH Q1HANDLE Q5 INDEX5
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 383
9 Q-Parameter programmieren
9.9 Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen
SQL UPDATE
SQL UPDATE transferiert die in den Q-Parametern vorbereiteten Zeilennummer wird direkt
Daten in die mit INDEX adressierte Zeile des Result-sets. Die programmiert
bestehende Zeile im Result-set wird vollstndig berschrieben. ...
SQL UPDATE bercksichtigt alle Spalten, die bei der Select-
40 SQL UPDATEQ1 HANDLE Q5 INDEX5
Anweisung angegeben wurden.
Parameter-Nr fr Ergebnis: Q-Parameter, in dem
der SQL-Server das Ergebnis zurckmeldet:
0: kein Fehler aufgetreten
1: Fehler aufgetreten (falsches Handle, Index
zu gro, Wertebereich ber-/unterschritten oder
falsches Datenformat)
Datenbank: SQL-Zugriffs-ID: Q-Parameter, mit dem
Handle zur Identification des Result-sets
Weitere Informationen: "SQL SELECT", Seite 381
Datenbank: Index zu SQL-Ergebnis: Zeilennummer
innerhalb des Result-sets. Die in den Q-Parametern
vorbereiteten Tabelleneintrge werden in diese Zeile
geschrieben. Geben Sie den Index nicht an, wird die
erste Zeile (n=0) beschrieben.
Die Zeilennummer wird direkt angegeben oder Sie
programmieren den Q-Parameter, der den Index
enthlt
SQL INSERT
SQL INSERT generiert eine neue Zeile im Result-set und transferiert Zeilennummer wird im Q-Parameter
die in den Q-Parametern vorbereiteten Daten in die neue Zeile. bergeben
SQL INSERT bercksichtigt alle Spalten, die bei der Select-Anweisung 11 SQL BIND
angegeben wurden Tabellenspalten, die nicht bei der Select- Q881"TAB_EXAMPLE.MESS_NR"
Anweisung bercksichtigt wurden, werden mit Default-Werten 12 SQL BIND
beschrieben. Q882"TAB_EXAMPLE.MESS_X"
Parameter-Nr fr Ergebnis: Q-Parameter, in dem 13 SQL BIND
der SQL-Server das Ergebnis zurckmeldet: Q883"TAB_EXAMPLE.MESS_Y"
0: kein Fehler aufgetreten
1: Fehler aufgetreten (falsches Handle, 14 SQL BIND
Q884"TAB_EXAMPLE.MESS_Z"
Wertebereich ber-/unterschritten oder falsches
Datenformat) ...
Datenbank: SQL-Zugriffs-ID: Q-Parameter, mit dem 20 SQL Q5
Handle zur Identification des Result-sets "SELECTMESS_NR,MESS_X,MESS_Y,
Weitere Informationen: "SQL SELECT", Seite 381 MESS_Z FROM TAB_EXAMPLE"
...
40 SQL INSERTQ1 HANDLE Q5
384 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Tabellenzugriffe mit SQL-Anweisungen 9.9
SQL COMMIT
SQL COMMIT transferiert alle im Result-set vorhandenen Zeilen zurck 11 SQL BIND
in die Tabelle. Eine mit SELCT...FOR UPDATE gesetzte Sperre wird Q881"TAB_EXAMPLE.MESS_NR"
zurckgesetzt. 12 SQL BIND
Das bei der Anweisung SQL SELECT vergebene Handle verliert seine Q882"TAB_EXAMPLE.MESS_X"
Gltigkeit. 13 SQL BIND
Parameter-Nr fr Ergebnis: Q-Parameter, in dem Q883"TAB_EXAMPLE.MESS_Y"
der SQL-Server das Ergebnis zurckmeldet: 14 SQL BIND
0: kein Fehler aufgetreten Q884"TAB_EXAMPLE.MESS_Z"
1: Fehler aufgetreten (falsches Handle oder gleiche
Eintrge in Spalten, in denen eindeutige Eintrge ...
gefordert sind) 20 SQL Q5
Datenbank: SQL-Zugriffs-ID: Q-Parameter, mit dem "SELECTMESS_NR,MESS_X,MESS_Y,
MESS_Z FROM TAB_EXAMPLE"
Handle zur Identification des Result-sets
Weitere Informationen: "SQL SELECT", Seite 381 ...
30 SQL FETCH Q1HANDLE Q5 INDEX
+Q2
...
40 SQL UPDATEQ1 HANDLE Q5 INDEX
+Q2
...
50 SQL COMMITQ1 HANDLE Q5
SQL ROLLBACK
Die Ausfhrung des SQL ROLLBACK ist abhngig davon, ob INDEX 11 SQL BIND
programmiert ist: Q881"TAB_EXAMPLE.MESS_NR"
INDEX nicht programmiert: Der Result-set wird nicht in die Tabelle 12 SQL BIND
zurckgeschrieben (eventuelle nderungen/Ergnzungen gehen Q882"TAB_EXAMPLE.MESS_X"
verloren). Die Transaktion wird abgeschlossen das bei SQL 13 SQL BIND
SELECT vergebene Handle verliert seine Gltigkeit. Typische Q883"TAB_EXAMPLE.MESS_Y"
Anwendung: Sie beenden eine Transaktion mit ausschlielich
14 SQL BIND
lesenden Zugriffen
Q884"TAB_EXAMPLE.MESS_Z"
INDEX programmiert: Die indizierte Zeile bleibt erhalten
...
alle anderen Zeilen werden aus dem Result-set entfernt. Die
Transaktion wird nicht abgeschlossen. Eine mit SELCT...FOR 20 SQL Q5
UPDATE gesetzte Sperre bleibt fr die indizierte Zeile erhalten "SELECTMESS_NR,MESS_X,MESS_Y,
fr alle anderen Zeilen wird sie zurckgesetzt MESS_Z FROM TAB_EXAMPLE"
Parameter-Nr fr Ergebnis: Q-Parameter, in dem ...
der SQL-Server das Ergebnis zurckmeldet: 30 SQL FETCH Q1HANDLE Q5 INDEX
0: Kein Fehler aufgetreten +Q2
1: Fehler aufgetreten (falsches Handle)
...
Datenbank: SQL-Zugriffs-ID: Q-Parameter, mit dem
50 SQL ROLLBACKQ1 HANDLE Q5
Handle zur Identification des Result-sets
Weitere Informationen: "SQL SELECT", Seite 381
Datenbank: Index zu SQL-Ergebnis: Zeile, die im
Result-set bleiben soll. Die Zeilennummer wird
direkt angegeben oder Sie programmieren den Q-
Parameter, der den Index enthlt
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 385
9 Q-Parameter programmieren
9.10 Formel direkt eingeben
9.10 Formel direkt eingeben
Formel eingeben
ber Softkeys knnen Sie mathematische Formeln, die mehrere
Rechenoperationen beinhalten, direkt ins Bearbeitungsprogramm
eingeben.
Die mathematischen Verknpfungsfunktionen erscheinen mit
Druck auf den Softkey FORMEL. Die TNC zeigt folgende Softkeys in
mehreren Leisten:
Softkey Verknpfungsfunktion
Addition
z. B.Q10 = Q1 + Q5
Subtraktion
z. B.Q25 = Q7 Q108
Multiplikation
z. B.Q12 = 5 * Q5
Division
z. B.Q25 = Q1 / Q2
Klammer auf
z. B.Q12 = Q1 * (Q2 + Q3)
Klammer zu
z. B.Q12 = Q1 * (Q2 + Q3)
Wert quadrieren (engl. square)
z. B.Q15 = SQ 5
Wurzel ziehen (engl. square root)
z. B.Q22 = SQRT 25
Sinus eines Winkels
z. B.Q44 = SIN 45
Cosinus eines Winkels
z. B.Q45 = COS 45
Tangens eines Winkels
z. B.Q46 = TAN 45
Arcus-Sinus
Umkehrfunktion des Sinus; Winkel bestimmen
aus dem Verhltnis Gegenkathete/Hypotenuse
z. B.Q10 = ASIN 0,75
Arcus-Cosinus
Umkehrfunktion des Cosinus; Winkel
bestimmen aus dem Verhltnis Ankathete/
Hypotenuse
z. B.Q11 = ACOS Q40
Arcus-Tangens
Umkehrfunktion des Tangens; Winkel
bestimmen aus dem Verhltnis Gegenkathete/
Ankathete
z. B.Q12 = ATAN Q50
386 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Formel direkt eingeben 9.10
Softkey Verknpfungsfunktion
Werte potenzieren
z. B.Q15 = 3^3
Konstante Pl (3,14159)
z. B.Q15 = PI
Logarithmus Naturalis (LN) einer Zahl bilden
Basiszahl 2,7183
z. B.Q15 = LN Q11
Logarithmus einer Zahl bilden, Basiszahl 10
z. B.Q33 = LOG Q22
Exponentialfunktion, 2,7183 hoch n
z. B.Q1 = EXP Q12
Werte negieren (Multiplikation mit -1)
z. B.Q2 = NEG Q1
Nachkomma-Stellen abschneiden
Integer-Zahl bilden
z. B.Q3 = INT Q42
Absolutwert einer Zahl bilden
z. B.Q4 = ABS Q22
Vorkomma-Stellen einer Zahl abschneiden
Fraktionieren
z. B.Q5 = FRAC Q23
Vorzeichen einer Zahl prfen
z. B.Q12 = SGN Q50
Wenn Rckgabewert Q12 = 1, dann Q50 >= 0
Wenn Rckgabewert Q12 = -1, dann Q50 < 0
Modulowert (Divisionsrest) berechnen
z. B.Q12 = 400 % 360 Ergebnis: Q12 = 40
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 387
9 Q-Parameter programmieren
9.10 Formel direkt eingeben
Rechenregeln
Fr das Programmieren mathematischer Formeln gelten folgende
Regeln:
Punkt- vor Strichrechnung
12 Q1 = 5 * 3 + 2 * 10 = 35
1 Rechenschritt 5 * 3 = 15
2 Rechenschritt 2 * 10 = 20
3 Rechenschritt 15 + 20 = 35
oder
13 Q2 = SQ 10 - 3^3 = 73
1 Rechenschritt 10 quadrieren = 100
2 Rechenschritt 3 mit 3 potenzieren = 27
3 Rechenschritt 100 27 = 73
Distributivgesetz
Gesetz der Verteilung beim Klammerrechnen
a * (b + c) = a * b + a * c
388 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Formel direkt eingeben 9.10
Eingabebeispiel
Winkel berechnen mit arctan aus Gegenkathete (Q12) und
Ankathete (Q13); Ergebnis Q25 zuweisen:
Formeleingabe whlen: Taste Q und Softkey
FORMEL drcken, oder Schnelleinstieg nutzen
Taste Q auf der ASCII-Taste drcken
PARAMETER-NR. FR ERGEBNIS?
25 (Parameternummer) eingeben und Taste ENT
drcken
Softkey-Leiste weiterschalten und Softkey
Arcustangensfunktion drcken
Softkey-Leiste weiterschalten und Softkey
Klammer auf drcken
12 (Q-Parameter Nummer) eingeben
Softkey Division drcken
13 (Q-Parameter Nummer) eingeben
Softkey Klammer zu drcken und Formeleingabe
beenden
NC-Beispielsatz
37 Q25 = ATAN (Q12/Q13)
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 389
9 Q-Parameter programmieren
9.11 String-Parameter
9.11 String-Parameter
Funktionen der Stringverarbeitung
Die Stringverarbeitung (engl. string = Zeichenkette) ber QS-
Parameter knnen Sie verwenden, um variable Zeichenketten zu
erstellen. Solche Zeichenketten knnen Sie z. B. ber die Funktion
FN 16:F-PRINT ausgeben, um variable Protokolle zu erstellen.
Einem String-Parameter knnen Sie eine Zeichenkette (Buchstaben,
Ziffern, Sonderzeichen, Steuerzeichen und Leerzeichen) mit einer
Lnge von bis zu 255 Zeichen zuweisen. Die zugewiesenen
oder eingelesenen Werte knnen Sie mit den nachfolgend
beschriebenen Funktionen weiter verarbeiten und prfen. Wie bei
der Q-Parameterprogrammierung stehen Ihnen insgesamt 2000
QS-Parameter zur Verfgung.
Weitere Informationen: "Prinzip und Funktionsbersicht",
Seite 340
In den Q-Parameterfunktionen STRING FORMEL und FORMEL sind
unterschiedliche Funktionen fr die Verarbeitung von den String-
Parametern enthalten.
Softkey Funktionen der STRING FORMEL Seite
String-Parameter zuweisen 391
Maschinenparameter auslesen 399
String-Parameter verketten 391
Numerischen Wert in einen String- 392
Parameter umwandeln
Teilstring aus einem String-Parameter 393
kopieren
Systemparameter auslesen 394
Softkey String-Funktionen in der FORMEL- Seite
Funktion
String-Parameter in einen 395
numerischen Wert umwandeln
Prfen eines String-Parameters 396
Lnge eines String-Parameters 397
ermitteln
Alphabetische Reihenfolge 398
vergleichen
Wenn Sie die Funktion STRING FORMEL verwenden,
ist das Ergebnis der durchgefhrten Rechenoperation
immer ein String. Wenn Sie die Funktion FORMEL
verwenden, ist das Ergebnis der durchgefhrten
Rechenoperation immer ein numerischer Wert.
390 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
String-Parameter 9.11
String-Parameter zuweisen
Bevor Sie String-Variablen verwenden, mssen Sie diese zuerst
zuweisen. Dazu verwenden Sie den Befehl DECLARE STRING.
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Funktionsmen ffnen
Softkey String-Funktionen drcken
Softkey DECLARE STRING drcken
NC-Beispielsatz
37 DECLARE STRING QS10 = "WERKSTCK"
String-Parameter verketten
Mit dem Verkettungsoperator (String-Parameter || String-
Parameter) knnen Sie mehrere String-Parameter miteinander
verbinden.
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Funktionsmen ffnen
Softkey String-Funktionen drcken
Softkey STRING FORMEL drcken
Nummer des String-Parameters eingeben, in den
die TNC den verketteten String speichern soll, mit
Taste ENT besttigen
Nummer des String-Parameters eingeben, in dem
der erste Teilstring gespeichert ist, mit Taste ENT
besttigen: Die TNC zeigt das Verkettungssymbol
|| an
Mit Taste ENT besttigen
Nummer des String-Parameters eingeben, in dem
der zweite Teilstring gespeichert ist, mit Taste
ENT besttigen
Vorgang wiederholen, bis Sie alle zu verkettenden
Teilstrings gewhlt haben, mit Taste END beenden
Beispiel: QS10 soll den kompletten Text von QS12, QS13 und
QS14 enthalten
37 QS10 = QS12 || QS13 || QS14
Parameter-Inhalte:
QS12: Werkstck
QS13: Status:
QS14: Ausschuss
QS10: Werkstck Status: Ausschuss
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 391
9 Q-Parameter programmieren
9.11 String-Parameter
Numerischen Wert in einen String-Parameter
umwandeln
Mit der Funktion TOCHAR wandelt die TNC einen numerischen
Wert in einen String-Parameter um. Auf diese Weise knnen Sie
Zahlenwerte mit einer Stringvariablen verketten.
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Funktionsmen ffnen
Softkey String-Funktionen drcken
Softkey STRING FORMEL drcken
Funktion zum Umwandeln eines numerischen
Werts in einen String-Parameter whlen
Zahl oder gewnschten Q-Parameter eingeben,
den die TNC wandeln soll, mit Taste ENT
besttigen
Wenn gewnscht die Anzahl der
Nachkommastellen eingeben, die die TNC mit
umwandeln soll, mit Taste ENT besttigen
Klammerausdruck mit Taste ENT schlieen und
Eingabe mit Taste END beenden
Beispiel: Parameter Q50 in String-Parameter QS11 umwandeln,
3 Dezimalstellen verwenden
37 QS11 = TOCHAR ( DAT+Q50 DECIMALS3 )
392 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
String-Parameter 9.11
Teilstring aus einem String-Parameter kopieren
Mit der Funktion SUBSTR knnen Sie aus einem String-Parameter
einen definierbaren Bereich herauskopieren.
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Funktionsmen ffnen
Softkey String-Funktionen drcken
Softkey STRING FORMEL drcken
Nummer des Parameters eingeben, in den die
TNC die kopierte Zeichenfolge speichern soll, mit
Taste ENT besttigen
Funktion zum Ausschneiden eines Teilstrings
whlen
Nummer des QS-Parameters eingeben, aus dem
Sie den Teilstring herauskopieren wollen, mit Taste
ENT besttigen
Nummer der Stelle eingeben, ab der Sie den
Teilstring kopieren wollen, mit Taste ENT
besttigen
Anzahl der Zeichen eingeben, die Sie kopieren
wollen, mit Taste ENT besttigen
Klammerausdruck mit Taste ENT schlieen und
Eingabe mit Taste END beenden
Darauf achten, dass das erste Zeichen einer Textfolge
intern an der 0. Stelle beginnt.
Beispiel: Aus dem String-Parameter QS10 ist ab der dritten
Stelle (BEG2) ein vier Zeichen langer Teilstring (LEN4) zu lesen
37 QS13 = SUBSTR ( SRC_QS10 BEG2 LEN4 )
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 393
9 Q-Parameter programmieren
9.11 String-Parameter
Systemdaten lesen
Mit der Funktion SYSSTR knnen Sie Systemdaten lesen und in
String-Parametern speichern. Die Auswahl des Systemdatums
erfolgt mit einer Gruppennummer (ID) und einer Nummer.
Die Eingabe von IDX und DAT ist nicht notwendig.
Gruppenname, ID-Nr. Nummer Bedeutung
Programminformation, 10010 1 Pfad des aktuellen Hauptprogramms
3 Pfad des mit CYCL DEF 12 PGM CALL angewhlten
Zyklus
10 Pfad des mit SEL PGM angewhlten Programms
Kanaldaten, 10025 1 Kanalname
Im Werkzeugaufruf 1 Werkzeugname
programmierte Werte, 10060
Kinematik, 10290 10 Im letzten FUNCTION MODE-Satz programmierte
Kinematik
Daten des Tastsystems, 10350 50 Tastertyp des aktiven Tastsystems TS
70 Tastertyp des aktiven Tastsystems TT
73 Keyname des aktiven Tastsystems TT aus dem MP
activeTT
Daten zur Palettenbearbeitung, 1 Name der Palette
10510
2 Pfad der aktuell angewhlten Palettentabelle
NC-Softwarestand, 10630 10 Versionskennung des NC-Softwarestands
Information fr Unwuchtzyklus, 1 Pfad der Unwucht-Kalibriertabelle, die zur aktiven
10855 Kinematik gehrt
Werkzeugdaten, 10950 1 Werkzeugname
2 DOC-Eintragung des Werkzeugs
3 AFC-Regeleinstellung
4 Werkzeugtrgerkinematik
394 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
String-Parameter 9.11
String-Parameter in einen numerischen Wert
umwandeln
Die Funktion TONUMB wandelt einen String-Parameter in einen
numerischen Wert um. Der umzuwandelnde Wert sollte nur aus
Zahlenwerten bestehen.
Der umzuwandelnde QS-Parameter darf nur einen
Zahlenwert enthalten, ansonsten gibt die TNC eine
Fehlermeldung aus.
Q-Parameter-Funktionen whlen
Softkey FORMEL drcken
Nummer des Parameters eingeben, in den die
TNC den numerischen Wert speichern soll, mit
Taste ENT besttigen
Softkey-Leiste umschalten
Funktion zum Umwandeln eines String-Parameters
in einen numerischen Wert whlen
Nummer des QS-Parameters eingeben, den die
TNC wandeln soll, mit Taste ENT besttigen
Klammerausdruck mit Taste ENT schlieen und
Eingabe mit Taste END beenden
Beispiel: String-Parameter QS11 in einen numerischen
Parameter Q82 umwandeln
37 Q82 = TONUMB ( SRC_QS11 )
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 395
9 Q-Parameter programmieren
9.11 String-Parameter
Prfen eines String-Parameters
Mit der Funktion INSTR knnen Sie berprfen, ob bzw. wo ein
String-Parameter in einem anderen String-Parameter enthalten ist.
Q-Parameter-Funktionen whlen
Softkey FORMEL drcken
Nummer des Q-Parameters fr das Ergebnis
eingeben und mit Taste ENT besttigen. Die TNC
speichert in dem Parameter die Stelle, an der der
zu suchende Text beginnt
Softkey-Leiste umschalten
Funktion zum Prfen eines String-Parameters
whlen
Nummer des QS-Parameters eingeben, in dem
der zu suchende Text gespeichert ist, mit Taste
ENT besttigen
Nummer des QS-Parameters eingeben, den die
TNC durchsuchen soll, mit Taste ENT besttigen
Nummer der Stelle eingeben, ab der die TNC den
Teilstring suchen soll, mit Taste ENT besttigen
Klammerausdruck mit Taste ENT schlieen und
Eingabe mit Taste END beenden
Darauf achten, dass das erste Zeichen einer Textfolge
intern an der 0. Stelle beginnt.
Wenn die TNC den zu suchenden Teilstring nicht
findet, dann speichert sie die Gesamtlnge des zu
durchsuchenden Strings (Zhlung beginnt hier bei 1)
in den Ergebnisparameter.
Tritt der zu suchende Teilstring mehrfach auf, dann
liefert die TNC die erste Stelle zurck, an der sie den
Teilstring findet.
Beispiel: QS10 durchsuchen auf den in Parameter QS13
gespeicherten Text. Suche ab der dritten Stelle beginnen
37 Q50 = INSTR ( SRC_QS10 SEA_QS13 BEG2 )
396 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
String-Parameter 9.11
Lnge eines String-Parameters ermitteln
Die Funktion STRLEN liefert die Lnge des Texts, der in einem
whlbaren String-Parameter gespeichert ist.
Q-Parameterfunktionen whlen
Softkey FORMEL drcken
Nummer des Q-Parameters eingeben, in dem die
TNC die zu ermittelnde Stringlnge speichern soll,
mit Taste ENT besttigen
Softkey-Leiste umschalten
Funktion zum Ermitteln der Textlnge eines String-
Parameters whlen
Nummer des QS-Parameters eingeben, von dem
die TNC die Lnge ermitteln soll, mit Taste ENT
besttigen
Klammerausdruck mit Taste ENT schlieen und
Eingabe mit Taste END beenden
Beispiel: Lnge von QS15 ermitteln
37 Q52 = STRLEN ( SRC_QS15 )
Wenn der gewhlte String-Parameter nicht definiert
ist, liefert die Steuerung das Ergebnis -1.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 397
9 Q-Parameter programmieren
9.11 String-Parameter
Alphabetische Reihenfolge vergleichen
Mit der Funktion STRCOMP knnen Sie die alphabetische
Reihenfolge von String-Parametern vergleichen.
Q-Parameterfunktionen whlen
Softkey FORMEL drcken
Nummer des Q-Parameters eingeben, in dem die
TNC das Vergleichsergebnis speichern soll, mit
Taste ENT besttigen
Softkey-Leiste umschalten
Funktion zum Vergleichen von String-Parametern
whlen
Nummer des ersten QS-Parameters eingeben,
den die TNC vergleichen soll, mit Taste ENT
besttigen
Nummer des zweiten QS-Parameters eingeben,
den die TNC vergleichen soll, mit Taste ENT
besttigen
Klammerausdruck mit Taste ENT schlieen und
Eingabe mit Taste END beenden
Die TNC liefert folgende Ergebnisse zurck:
0: Die verglichenen QS-Parameter sind identisch
-1: Der erste QS-Parameter liegt alphabetisch vor
dem zweiten QS-Parameter
+1: Der erste QS-Parameter liegt alphabetisch
hinter dem zweiten QS-Parameter
Beispiel: Alphabetische Reihenfolge von QS12 und QS14
vergleichen
37 Q52 = STRCOMP ( SRC_QS12 SEA_QS14 )
398 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
String-Parameter 9.11
Maschinenparameter lesen
Mit der Funktion CFGREAD knnen Sie Maschinenparameter
der TNC als numerische Werte oder als Strings auslesen.
Die gelesenen Werte werden immer in metrischen Einheiten
ausgegeben.
Um einen Maschinenparameter zu lesen, mssen Sie
Parameternamen, Parameterobjekt und wenn vorhanden
Gruppennamen und Index im Konfigurationseditor der TNC
ermitteln:
Symbol Typ Bedeutung Beispiel
Key Gruppenname des CH_NC
Maschinenparameters
(wenn vorhanden)
Entitt Parameterobjekt (der CfgGeoCycle
Name beginnt mit
Cfg...)
Attribut Name des displaySpindleErr
Maschinenparameters
Index Listenindex eines [0]
Maschinenparameters
(wenn vorhanden)
Wenn Sie sich im Konfigurationseditor fr die
Anwenderparameter befinden, knnen Sie die
Darstellung der vorhandenen Parameter ndern.
Mit der Standardeinstellung werden die Parameter
mit kurzen, erklrenden Texten angezeigt. Um
die tatschlichen Systemnamen der Parameter
anzeigen zu lassen, drcken Sie die Taste fr die
Bildschirm-Aufteilung und anschlieend den Softkey
SYSTEMNAMEN ANZEIGEN. Gehen Sie in gleicher
Weise vor, um wieder zur Standardansicht zu
gelangen.
Bevor Sie einen Maschinenparameter mit der Funktion CFGREAD
abfragen knnen, mssen Sie jeweils einen QS-Parameter mit
Attribut, Entitt und Key definieren.
Folgende Parameter werden im Dialog der Funktion CFGREAD
abgefragt:
KEY_QS: Gruppenname (Key) des Maschinenparameters
TAG_QS: Objektname (Entitt) des Maschinenparameters
ATR_QS: Name (Attribut) des Maschinenparameters
IDX: Index des Maschinenparameters
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 399
9 Q-Parameter programmieren
9.11 String-Parameter
String eines Maschinenparameters lesen
Inhalt eines Maschinenparameters als String in einem QS-
Parameter ablegen:
Taste Q drcken
Softkey STRING FORMEL drcken
Nummer des String-Parameters eingeben, in dem
die TNC den Maschinenparameter speichern soll,
mit Taste ENT besttigen
Funktion CFGREAD whlen
Nummern der String-Parameter fr Key, Entitt
und Attribut eingeben, mit Taste ENT besttigen
Ggf. Nummer fr Index eingeben oder Dialog mit
NOENT berspringen
Klammerausdruck mit Taste ENT schlieen und
Eingabe mit Taste END beenden
Beispiel: Achsbezeichnung der vierten Achse als String lesen
Parametereinstellung im Konfig-Editor
DisplaySettings
CfgDisplayData
axisDisplayOrder
[0] bis [5]
14 QS11 = "" String-Parameter fr Key zuweisen
15 QS12 = "CFGDISPLAYDATA" String-Parameter fr Entitt zuweisen
16 QS13 = "AXISDISPLAY" String-Parameter fr Parameter-Namen zuweisen
17 QS1 = Maschinenparameter auslesen
CFGREAD(KEY_QS11TAG_QS12ATR_QS13IDX3)
400 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
String-Parameter 9.11
Zahlenwert eines Maschinenparameters lesen
Wert eines Maschinenparameters als numerischen Wert in einem
Q-Parameter ablegen:
Q-Parameterfunktionen whlen
Softkey FORMEL drcken
Nummer des Q-Parameters eingeben, in dem die
TNC den Maschinenparameter speichern soll, mit
Taste ENT besttigen
Funktion CFGREAD whlen
Nummern der String-Parameter fr Key, Entitt
und Attribut eingeben, mit Taste ENT besttigen
Ggf. Nummer fr Index eingeben oder Dialog mit
NOENT berspringen
Klammerausdruck mit Taste ENT schlieen und
Eingabe mit Taste END beenden
Beispiel: berlappungsfaktor als Q-Parameter lesen
Parametereinstellung im Konfig-Editor
ChannelSettings
CH_NC
CfgGeoCycle
pocketOverlap
14 QS11 = "CH_NC" String-Parameter fr Key zuweisen
15 QS12 = "CFGGEOCYCLE" String-Parameter fr Entitt zuweisen
16 QS13 = "POCKETOVERLAP" String-Parameter fr Parameter-Namen zuweisen
17 Q50 = CFGREAD(KEY_QS11TAG_QS12ATR_QS13) Maschinenparameter auslesen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 401
9 Q-Parameter programmieren
9.12 Vorbelegte Q-Parameter
9.12 Vorbelegte Q-Parameter
Die Q-Parameter Q100 bis Q199 werden von der TNC mit Werten
belegt. Den Q-Parametern werden zugewiesen:
Werte aus der PLC
Angaben zu Werkzeug und Spindel
Angaben zum Betriebszustand
Messergebnisse aus Tastsystemzyklen usw.
Die TNC legt die vorbelegten Q-Parameter Q108, Q114 und Q115 -
Q117 in der jeweiligen Maeinheit des aktuellen Programmes ab.
Vorbelegte Q-Parameter (QS-Parameter) zwischen
Q100 und Q199 (QS100 und QS199) drfen Sie
in NC-Programmen nicht als Rechenparameter
verwenden, ansonsten knnen unerwnschte
Effekte auftreten.
Werte aus der PLC: Q100 bis Q107
Die TNC benutzt die Parameter Q100 bis Q107, um Werte aus der
PLC in ein NC-Programm zu bernehmen.
Aktiver Werkzeug-Radius: Q108
Der aktive Wert des Werkzeugradius wird Q108 zugewiesen. Q108
setzt sich zusammen aus:
Werkzeugradius R (Werkzeugtabelle oder TOOL DEF-Satz)
Deltawert DR aus der Werkzeugtabelle
Deltawert DR aus dem TOOL CALL-Satz
Die TNC speichert den aktiven Werkzeugradius auch
ber eine Stromunterbrechung hinaus.
Werkzeugachse: Q109
Der Wert des Parameters Q109 hngt von der aktuellen
Werkzeugachse ab:
Werkzeugachse Parameter-Wert
Keine Werkzeugachse definiert Q109 = 1
X-Achse Q109 = 0
Y-Achse Q109 = 1
Z-Achse Q109 = 2
U-Achse Q109 = 6
V-Achse Q109 = 7
W-Achse Q109 = 8
402 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Vorbelegte Q-Parameter 9.12
Spindelzustand: Q110
Der Wert des Parameters Q110 hngt von der zuletzt
programmierten M-Funktion fr die Spindel ab:
M-Funktion Parameter-Wert
Kein Spindelzustand definiert Q110 = 1
M3: Spindel EIN, Uhrzeigersinn Q110 = 0
M4: Spindel EIN, Gegenuhrzeigersinn Q110 = 1
M5 nach M3 Q110 = 2
M5 nach M4 Q110 = 3
Khlmittelversorgung: Q111
M-Funktion Parameter-Wert
M8: Khlmittel EIN Q111 = 1
M9: Khlmittel AUS Q111 = 0
berlappungsfaktor: Q112
Die TNC weist Q112 den berlappungsfaktor beim Taschenfrsen
zu.
Maangaben im Programm: Q113
Der Wert des Parameters Q113 hngt bei Verschachtelungen mit
PGM CALL von den Maangaben des Programms ab, das als erstes
andere Programme ruft.
Maangaben des Hauptprogramms Parameterwert
Metrisches System (mm) Q113 = 0
Zollsystem (inch) Q113 = 1
Werkzeuglnge: Q114
Der aktuelle Wert der Werkzeuglnge wird Q114 zugewiesen.
Die TNC speichert die aktive Werkzeuglnge auch
ber eine Stromunterbrechung hinaus.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 403
9 Q-Parameter programmieren
9.12 Vorbelegte Q-Parameter
Koordinaten nach Antasten whrend des
Programmlaufs
Die Parameter Q115 bis Q119 enthalten nach einer programmierten
Messung mit dem 3D-Tastsystem die Koordinaten der
Spindelposition zum Antastzeitpunkt. Die Koordinaten beziehen
sich auf den Bezugspunkt, der in der Betriebsart Manueller Betrieb
aktiv ist.
Die Lnge des Taststifts und der Radius der Tastkugel werden fr
diese Koordinaten nicht bercksichtigt.
Koordinatenachse Parameterwert
X-Achse Q115
Y-Achse Q116
Z-Achse Q117
IV. Achse Q118
Maschinenabhngig
V. Achse Q119
Maschinenabhngig
Ist-Sollwert-Abweichung bei automatischer
Werkzeugvermessung mit dem TT 130
Ist-Soll-Abweichung Parameterwert
Werkzeuglnge Q115
Werkzeugradius Q116
Schwenken der Bearbeitungsebene mit Werkstck-
Winkeln: von der TNC berechnete Koordinaten fr
Drehachsen
Koordinaten Parameter-Wert
A-Achse Q120
B-Achse Q121
C-Achse Q122
404 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Vorbelegte Q-Parameter 9.12
Messergebnisse von Tastsystem-Zyklen
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Gemessene Istwerte Parameter-Wert
Winkel einer Geraden Q150
Mitte in der Hauptachse Q151
Mitte in der Nebenachse Q152
Durchmesser Q153
Taschenlnge Q154
Taschenbreite Q155
Lnge in der im Zyklus gewhlten Achse Q156
Lage der Mittelachse Q157
Winkel der A-Achse Q158
Winkel der B-Achse Q159
Koordinate der im Zyklus gewhlten Q160
Achse
Ermittelte Abweichung Parameter-Wert
Mitte in der Hauptachse Q161
Mitte in der Nebenachse Q162
Durchmesser Q163
Taschenlnge Q164
Taschenbreite Q165
Gemessene Lnge Q166
Lage der Mittelachse Q167
Ermittelte Raumwinkel Parameter-Wert
Drehung um die A-Achse Q170
Drehung um die B-Achse Q171
Drehung um die C-Achse Q172
Werkstck-Status Parameter-Wert
Gut Q180
Nacharbeit Q181
Ausschuss Q182
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 405
9 Q-Parameter programmieren
9.12 Vorbelegte Q-Parameter
Werkzeugvermessung mit BLUM-Laser Parameter-Wert
Reserviert Q190
Reserviert Q191
Reserviert Q192
Reserviert Q193
Reserviert fr interne Verwendung Parameter-Wert
Merker fr Zyklen Q195
Merker fr Zyklen Q196
Merker fr Zyklen (Bearbeitungsbilder) Q197
Nummer des zuletzt aktiven Messzyklus Q198
Status Werkzeugvermessung mit TT Parameter-Wert
Werkzeug innerhalb Toleranz Q199 = 0,0
Werkzeug ist verschlissen (LTOL/RTOL Q199 = 1,0
berschritten)
Werkzeug ist gebrochen (LBREAK/ Q199 = 2,0
RBREAK berschritten)
berprfung der Aufspannsituation: Q601
Der Wert des Parameters Q601 zeigt den Status der
kamerabasierten berprfung der Aufspannsituation VSC.
Status Parameter-Wert
Kein Fehler Q601 = 1
Fehler Q601 = 2
Kein berwachungsbereich definiert oder Q601 = 3
zu wenig Referenzbilder
Interner Fehler (kein Signal, Kamerafehler, Q601 = 10
usw.)
406 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Programmierbeispiele 9.13
9.13 Programmierbeispiele
Beispiel: Ellipse
Programmablauf
Die Ellipsenkontur wird durch viele kleine
Geradenstcke angenhert (ber Q7 definierbar). Je
mehr Berechnungsschritte definiert sind, desto glatter
wird die Kontur
Die Frsrichtung bestimmen Sie ber den Startwinkel
und den Endwinkel in der Ebene:
Bearbeitungsrichtung im Uhrzeigersinn:
Startwinkel > Endwinkel
Bearbeitungsrichtung im Gegen-Uhrzeigersinn:
Startwinkel < Endwinkel
Werkzeugradius wird nicht bercksichtigt
0 BEGIN PGM ELLIPSE MM
1 FN 0: Q1 = +50 Mitte X-Achse
2 FN 0: Q2 = +50 Mitte Y-Achse
3 FN 0: Q3 = +50 Halbachse X
4 FN 0: Q4 = +30 Halbachse Y
5 FN 0: Q5 = +0 Startwinkel in der Ebene
6 FN 0: Q6 = +360 Endwinkel in der Ebene
7 FN 0: Q7 = +40 Anzahl der Berechnungsschritte
8 FN 0: Q8 = +0 Drehlage der Ellipse
9 FN 0: Q9 = +5 Frstiefe
10 FN 0: Q10 = +100 Tiefenvorschub
11 FN 0: Q11 = +350 Frsvorschub
12 FN 0: Q12 = +2 Sicherheitsabstand fr Vorpositionierung
13 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20 Rohteildefinition
14 BLK FORM 0.2 X+100 Y100 Z+0
15 TOOL CALL 1 Z S4000 Werkzeugaufruf
16 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
17 CALL LBL 10 Bearbeitung aufrufen
18 L Z+100 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programmende
19 LBL 10 Unterprogramm 10: Bearbeitung
20 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT Nullpunkt ins Zentrum der Ellipse verschieben
21 CYCL DEF 7.1 X+Q1
22 CYCL DEF 7.2 Y+Q2
23 CYCL DEF 10.0 DREHUNG Drehlage in der Ebene verrechnen
24 CYCL DEF 10.1 ROT+Q8
25 Q35 = (Q6 -Q5) / Q7 Winkelschritt berechnen
26 Q36 = Q5 Startwinkel kopieren
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 407
9 Q-Parameter programmieren
9.13 Programmierbeispiele
27 Q37 = 0 Schnittzhler setzen
28 Q21 = Q3 *COS Q36 X-Koordinate des Startpunkts berechnen
29 Q22 = Q4 *SIN Q36 Y-Koordinate des Startpunkts berechnen
30 L X+Q21 Y+Q22 R0 FMAX M3 Startpunkt anfahren in der Ebene
31 L Z+Q12 R0 FMAX Vorpositionieren auf Sicherheitsabstand in der Spindelachse
32 L Z-Q9 R0 FQ10 Auf Bearbeitungstiefe fahren
33 LBL1
34 Q36 = Q36 +Q35 Winkel aktualisieren
35 Q37 = Q37 +1 Schnittzhler aktualisieren
36 Q21 = Q3 *COS Q36 Aktuelle X-Koordinate berechnen
37 Q22 = Q4 *SIN Q36 Aktuelle Y-Koordinate berechnen
38 L X+Q21 Y+Q22 R0 FQ11 Nchsten Punkt anfahren
39 FN 12: IF +Q37 LT +Q7 GOTO LBL 1 Abfrage ob unfertig, wenn ja dann Rcksprung zu LBL 1
40 CYCL DEF 10.0 DREHUNG Drehung rcksetzen
41 CYCL DEF 10.1 ROT+0
42 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT Nullpunkt-Verschiebung rcksetzen
43 CYCL DEF 7.1 X+0
44 CYCL DEF 7.2 Y+0
45 L Z+Q12 R0 FMAX Auf Sicherheitsabstand fahren
46 LBL 0 Unterprogrammende
47 END PGM ELLIPSE MM
408 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Programmierbeispiele 9.13
Beispiel: Zylinder konkav mit Radiusfrser
Programmablauf
Programm funktioniert nur mit Radiusfrser, die
Werkzeuglnge bezieht sich auf das Kugelzentrum
Die Zylinderkontur wird durch viele kleine
Geradenstcke angenhert (ber Q13 definierbar). Je
mehr Schnitte definiert sind, desto glatter wird die
Kontur
Der Zylinder wird in Lngsschnitten (hier: Parallel zur
Y-Achse) gefrst
Die Frsrichtung bestimmen Sie ber den Start- und
Endwinkel im Raum:
Bearbeitungsrichtung im Uhrzeigersinn:
Startwinkel > Endwinkel
Bearbeitungsrichtung im Gegen-Uhrzeigersinn:
Startwinkel < Endwinkel
Werkzeugradius wird automatisch korrigiert
0 BEGIN PGM ZYLIN MM
1 FN 0: Q1 = +50 Mitte X-Achse
2 FN 0: Q2 = +0 Mitte Y-Achse
3 FN 0: Q3 = +0 Mitte Z-Achse
4 FN 0: Q4 = +90 Startwinkel Raum (Ebene Z/X)
5 FN 0: Q5 = +270 Endwinkel Raum (Ebene Z/X)
6 FN 0: Q6 = +40 Zylinderradius
7 FN 0: Q7 = +100 Lnge des Zylinders
8 FN 0: Q8 = +0 Drehlage in der Ebene X/Y
9 FN 0: Q10 = +5 Aufma Zylinderradius
10 FN 0: Q11 = +250 Vorschub Tiefenzustellung
11 FN 0: Q12 = +400 Vorschub Frsen
12 FN 0: Q13 = +90 Anzahl Schnitte
13 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-50 Rohteil-Definition
14 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
15 TOOL CALL 1 Z S4000 Werkzeugaufruf
16 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
17 CALL LBL 10 Bearbeitung aufrufen
18 FN 0: Q10 = +0 Aufma rcksetzen
19 CALL LBL 10 Bearbeitung aufrufen
20 L Z+100 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programmende
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 409
9 Q-Parameter programmieren
9.13 Programmierbeispiele
21 LBL 10 Unterprogramm 10: Bearbeitung
22 Q16 = Q6 -Q10 - Q108 Aufma und Werkzeug bezogen auf Zylinderradius
verrechnen
23 FN 0: Q20 = +1 Schnittzhler setzen
24 FN 0: Q24 = +Q4 Startwinkel Raum (Ebene Z/X) kopieren
25 Q25 = (Q5 -Q4) / Q13 Winkelschritt berechnen
26 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT Nullpunkt in die Mitte des Zylinders (X-Achse) verschieben
27 CYCL DEF 7.1 X+Q1
28 CYCL DEF 7.2 Y+Q2
29 CYCL DEF 7.3 Z+Q3
30 CYCL DEF 10.0 DREHUNG Drehlage in der Ebene verrechnen
31 CYCL DEF 10.1 ROT+Q8
32 L X+0 Y+0 R0 FMAX Vorpositionieren in der Ebene in die Mitte des Zylinders
33 L Z+5 R0 F1000 M3 Vorpositionieren in der Spindelachse
34 LBL 1
35 CC Z+0 X+0 Pol setzen in der Z/X-Ebene
36 LP PR+Q16 PA+Q24 FQ11 Startposition auf Zylinder anfahren, schrg ins Material
eintauchend
37 L Y+Q7 R0 FQ12 Lngsschnitt in Richtung Y+
38 FN 1: Q20 = +Q20 + +1 Schnittzhler aktualisieren
39 FN 1: Q24 = +Q24 + +Q25 Raumwinkel aktualisieren
40 FN 11: IF +Q20 GT +Q13 GOTO LBL 99 Abfrage ob bereits fertig, wenn ja, dann ans Ende springen
41 LP PR+Q16 PA+Q24 FQ11 Angenherten Bogen fahren fr nchsten Lngsschnitt
42 L Y+0 R0 FQ12 Lngsschnitt in Richtung Y
43 FN 1: Q20 = +Q20 + +1 Schnittzhler aktualisieren
44 FN 1: Q24 = +Q24 + +Q25 Raumwinkel aktualisieren
45 FN 12: IF +Q20 LT +Q13 GOTO LBL 1 Abfrage ob unfertig, wenn ja dann Rcksprung zu LBL 1
46 LBL 99
47 CYCL DEF 10.0 DREHUNG Drehung rcksetzen
48 CYCL DEF 10.1 ROT+0
49 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT Nullpunkt-Verschiebung rcksetzen
50 CYCL DEF 7.1 X+0
51 CYCL DEF 7.2 Y+0
52 CYCL DEF 7.3 Z+0
53 LBL 0 Unterprogrammende
54 END PGM ZYLIN
410 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
9
Programmierbeispiele 9.13
Beispiel: Kugel konvex mit Schaftfrser
Programmablauf
Programm funktioniert nur mit Schaftfrser
Die Kugelkontur wird durch viele kleine
Geradenstcke angenhert (Z/X-Ebene, ber Q14
definierbar). Je kleiner der Winkelschritt definiert ist,
desto glatter wird die Kontur
Die Anzahl der Konturschnitte bestimmen Sie durch
den Winkelschritt in der Ebene (ber Q18)
Die Kugel wird im 3D-Schnitt von unten nach oben
gefrst
Werkzeugradius wird automatisch korrigiert
0 BEGIN PGM KUGEL MM
1 FN 0: Q1 = +50 Mitte X-Achse
2 FN 0: Q2 = +50 Mitte Y-Achse
3 FN 0: Q4 = +90 Startwinkel Raum (Ebene Z/X)
4 FN 0: Q5 = +0 Endwinkel Raum (Ebene Z/X)
5 FN 0: Q14 = +5 Winkelschritt im Raum
6 FN 0: Q6 = +45 Kugelradius
7 FN 0: Q8 = +0 Startwinkel Drehlage in der Ebene X/Y
8 FN 0: Q9 = +360 Endwinkel Drehlage in der Ebene X/Y
9 FN 0: Q18 = +10 Winkelschritt in der Ebene X/Y frs Schruppen
10 FN 0: Q10 = +5 Aufma Kugelradius frs Schruppen
11 FN 0: Q11 = +2 Sicherheitsabstand fr Vorpositionierung in der
Spindelachse
12 FN 0: Q12 = +350 Vorschub Frsen
13 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-50 Rohteildefinition
14 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
15 TOOL CALL 1 Z S4000 Werkzeugaufruf
16 L Z+250 R0 FMAX Werkzeug freifahren
17 CALL LBL 10 Bearbeitung aufrufen
18 FN 0: Q10 = +0 Aufma rcksetzen
19 FN 0: Q18 = +5 Winkelschritt in der Ebene X/Y frs Schlichten
20 CALL LBL 10 Bearbeitung aufrufen
21 L Z+100 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren, Programmende
22 LBL 10 Unterprogramm 10: Bearbeitung
23 FN 1: Q23 = +Q11 + +Q6 Z-Koordinate fr Vorpositionierung berechnen
24 FN 0: Q24 = +Q4 Startwinkel Raum (Ebene Z/X) kopieren
25 FN 1: Q26 = +Q6 + +Q108 Kugelradius korrigieren fr Vorpositionierung
26 FN 0: Q28 = +Q8 Drehlage in der Ebene kopieren
27 FN 1: Q16 = +Q6 + -Q10 Aufma bercksichtigen beim Kugelradius
28 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT Nullpunkt ins Zentrum der Kugel verschieben
29 CYCL DEF 7.1 X+Q1
30 CYCL DEF 7.2 Y+Q2
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 411
9 Q-Parameter programmieren
9.13 Programmierbeispiele
31 CYCL DEF 7.3 Z-Q16
32 CYCL DEF 10.0 DREHUNG Startwinkel Drehlage in der Ebene verrechnen
33 CYCL DEF 10.1 ROT+Q8
34 LBL 1 Vorpositionieren in der Spindelachse
35 CC X+0 Y+0 Pol setzen in der X/Y-Ebene fr Vorpositionierung
36 LP PR+Q26 PA+Q8 R0 FQ12 Vorpositionieren in der Ebene
37 CC Z+0 X+Q108 Pol setzen in der Z/X-Ebene, um Werkzeugradius versetzt
38 L Y+0 Z+0 FQ12 Fahren auf Tiefe
39 LBL 2
40 LP PR+Q6 PA+Q24 FQ12 Angenherten Bogen nach oben fahren
41 FN 2: Q24 = +Q24 - +Q14 Raumwinkel aktualisieren
42 FN 11: IF +Q24 GT +Q5 GOTO LBL 2 Abfrage ob ein Bogen fertig, wenn nicht, dann zurck zu
LBL 2
43 LP PR+Q6 PA+Q5 Endwinkel im Raum anfahren
44 L Z+Q23 R0 F1000 In der Spindelachse freifahren
45 L X+Q26 R0 FMAX Vorpositionieren fr nchsten Bogen
46 FN 1: Q28 = +Q28 + +Q18 Drehlage in der Ebene aktualisieren
47 FN 0: Q24 = +Q4 Raumwinkel rcksetzen
48 CYCL DEF 10.0 DREHUNG Neue Drehlage aktivieren
49 CYCL DEF 10.0 ROT+Q28
50 FN 12: IF +Q28 LT +Q9 GOTO LBL 1
51 FN 9: IF +Q28 EQU +Q9 GOTO LBL 1 Abfrage ob unfertig, wenn ja, dann Rcksprung zu LBL 1
52 CYCL DEF 10.0 DREHUNG Drehung rcksetzen
53 CYCL DEF 10.1 ROT+0
54 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT Nullpunkt-Verschiebung rcksetzen
55 CYCL DEF 7.1 X+0
56 CYCL DEF 7.2 Y+0
57 CYCL DEF 7.3 Z+0
58 LBL 0 Unterprogrammende
59 END PGM KUGEL MM
412 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen
10 Zusatzfunktionen
10.1 Zusatzfunktionen M und STOP eingeben
10.1 Zusatzfunktionen M und STOP
eingeben
Grundlagen
Mit den Zusatzfunktionen der TNC - auch M-Funktionen genannt -
steuern Sie
den Programmlauf, z. B. eine Unterbrechung des
Programmlaufs
Maschinenfunktionen, wie das Ein- und Ausschalten der
Spindeldrehung und des Khlmittels
das Bahnverhalten des Werkzeugs
Sie knnen bis zu vier Zusatzfunktionen M am Ende eines
Positioniersatzes oder auch in einem separaten Satz eingeben. Die
TNC zeigt dann den Dialog: Zusatz-Funktion M ?
Gewhnlich geben Sie im Dialog nur die Nummer der
Zusatzfunktion an. Bei einigen Zusatzfunktionen wird der Dialog
fortgefhrt, damit Sie Parameter zu dieser Funktion eingeben
knnen.
In den Betriebsarten Manueller Betrieb und El. Handrad geben
Sie die Zusatzfunktionen ber den Softkey M ein.
414 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen M und STOP eingeben 10.1
Wirksamkeit der Zusatzfunktionen
Beachten Sie, dass einige Zusatzfunktionen zu Beginn eines
Positioniersatzes wirksam werden, andere am Ende, unabhngig
von der Reihenfolge, in der sie im jeweiligen NC-Satz stehen.
Die Zusatzfunktionen wirken ab dem Satz, in dem sie aufgerufen
werden.
Einige Zusatzfunktionen gelten nur in dem Satz, in dem sie
programmiert sind. Wenn die Zusatzfunktion nicht nur satzweise
wirksam ist, mssen Sie diese in einem nachfolgenden Satz
mit einer separaten M-Funktion wieder aufheben, oder sie wird
automatisch von der TNC am Programmende aufgehoben.
Sind mehrere M-Funktionen in einem NC-Satz
programmiert, ergibt sich die Reihenfolge bei der
Ausfhrung wie folgt:
Am Satzanfang wirksame M-Funktionen werden
vor den am Satzende wirksamen ausgefhrt
Sind alle M-Funktionen am Satzanfang oder
Satzende wirksam, erfolgt die Ausfhrung in der
programmierten Reihenfolge
Zusatzfunktion im STOP-Satz eingeben
Ein programmierter STOP-Satz unterbricht den Programmlauf oder
den Programm-Test, z. B. fr eine Werkzeugberprfung. In einem
STOP-Satz knnen Sie eine Zusatzfunktion M programmieren:
Programmlauf-Unterbrechung programmieren:
Taste STOP drcken
Zusatzfunktion M eingeben
NC-Beispielstze
87 STOP M6
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 415
10 Zusatzfunktionen
10.2 Zusatzfunktionen fr Programmlaufkontrolle, Spindel und
Khlmittel
10.2 Zusatzfunktionen fr
Programmlaufkontrolle, Spindel und
Khlmittel
bersicht
Der Maschinenhersteller kann das Verhalten der
nachfolgend beschriebenen Zusatzfunktionen
beeinflussen. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
M Wirkung Wirkung am Satz - Anfang Ende
M0 Programmlauf HALT
Spindel HALT
M1 Wahlweiser Programmlauf HALT
ggf. Spindel HALT
ggf. Khlmittel AUS (Funktion wird
vom Maschinenhersteller festgelegt)
M2 Programmlauf HALT
Spindel HALT
Khlmittel aus
Rcksprung zu Satz 1
Lschen der Statusanzeige
Der Funktionsumfang ist abhngig
vom Maschinenparameter
clearMode (Nr. 100901)
M3 Spindel EIN im Uhrzeigersinn
M4 Spindel EIN gegen den Uhrzeigersinn
M5 Spindel HALT
M6 Werkzeugwechsel
Spindel HALT
Programmlauf HALT
M8 Khlmittel EIN
M9 Khlmittel AUS
M13 Spindel EIN im Uhrzeigersinn
Khlmittel EIN
M14 Spindel EIN gegen den Uhrzeigersinn
Khlmittel ein
M30 wie M2
416 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen fr Koordinatenangaben 10.3
10.3 Zusatzfunktionen fr
Koordinatenangaben
Maschinenbezogene Koordinaten programmieren:
M91/M92
Mastabnullpunkt
Auf dem Mastab legt eine Referenzmarke die Position des
Mastabnullpunkts fest.
Maschinennullpunkt
Den Maschinennullpunkt bentigen Sie, um:
Verfahrbereichsbegrenzungen (Software-Endschalter) zu setzen
maschinenfeste Positionen (z. [Link])
anzufahren
einen Werkstck-Bezugspunkt zu setzen
Der Maschinenhersteller gibt fr jede Achse den Abstand
des Maschinennullpunkts vom Mastabnullpunkt in einen
Maschinenparameter ein.
Standardverhalten
Koordinaten bezieht die TNC auf den Werkstcknullpunkt.
Weitere Informationen: "Bezugspunktsetzen ohne 3D-
Tastsystem", Seite 617
Verhalten mit M91 Maschinennullpunkt
Wenn sich Koordinaten in Positionierstzen auf den
Maschinennullpunkt beziehen, dann geben Sie in diesen Stzen
M91 ein.
Wenn Sie in einem M91-Satz inkrementale
Koordinaten programmieren, dann beziehen sich
diese Koordinaten auf die letzte programmierte
M91-Position. Ist im aktiven NC-Programm keine
M91-Position programmiert, dann beziehen sich die
Koordinaten auf die aktuelle Werkzeugposition.
Die TNC zeigt die Koordinatenwerte bezogen auf den
Maschinennullpunkt an. In der Statusanzeige schalten Sie die
Koordinatenanzeige auf REF.
Weitere Informationen: "Statusanzeigen", Seite 92
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 417
10 Zusatzfunktionen
10.3 Zusatzfunktionen fr Koordinatenangaben
Verhalten mit M92 Maschinenbezugspunkt
Neben dem Maschinennullpunkt kann der
Maschinenhersteller noch eine weitere
maschinenfeste Position (Maschinenbezugspunkt)
festlegen.
Der Maschinenhersteller legt fr jede Achse
den Abstand des Maschinen-Bezugspunkts
vom Maschinen-Nullpunkt fest. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
Wenn sich die Koordinaten in Positionierstzen auf den
Maschinenbezugspunkt beziehen, dann geben Sie in diesen Stzen
M92 ein.
Auch mit M91 oder M92 fhrt die TNC die
Radiuskorrektur korrekt aus. Die Werkzeuglnge wird
jedoch nicht bercksichtigt.
Wirkung
M91 und M92 wirken nur in den NC-Stzen, in denen M91 oder
M92 programmiert ist.
M91 und M92 werden wirksam am Satzanfang.
Werkstck-Bezugspunkt
Wenn sich Koordinaten immer auf den Maschinennullpunkt
beziehen, dann kann das Bezugspunktsetzen fr eine oder mehrere
Achsen gesperrt werden.
Wenn das Bezugspunktsetzen fr alle Achsen gesperrt ist,
dann zeigt die TNC den Softkey BEZUGSPUNKT SETZEN in der
Betriebsart Manueller Betrieb nicht mehr an.
Die Abbildung zeigt Koordinatensysteme mit Maschinen- und
Werkstcknullpunkt.
M91/M92 in der Betriebsart Programmtest
Um M91/M92-Bewegungen auch grafisch simulieren zu knnen,
mssen Sie die Arbeitsraumberwachung aktivieren und das
Rohteil bezogen auf den gesetzten Bezugspunkt anzeigen lassen.
Weitere Informationen: "Rohteil im Arbeitsraum darstellen ",
Seite 681
418 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen fr Koordinatenangaben 10.3
Positionen im ungeschwenkten Koordinatensystem
bei geschwenkter Bearbeitungsebene anfahren:
M130
Standardverhalten bei geschwenkter Bearbeitungsebene
Koordinaten in Positionierstzen bezieht die TNC auf das
geschwenkte Bearbeitungsebene-Koordinatensystem.
Verhalten mit M130
Koordinaten in Geradenstzen bezieht die TNC bei aktiver,
geschwenkter Bearbeitungsebene auf das ungeschwenkte
Werkstck-Koordinatensystem.
Die TNC positioniert dann das geschwenkte Werkzeug auf die
programmierte Koordinate des ungeschwenkten Werkstck-
Koordinatensystems.
Achtung Kollisionsgefahr!
Nachfolgende Positionierstze bzw.
Bearbeitungszyklen werden wieder im
geschwenkten Bearbeitungsebene-
Koordinatensystem ausgefhrt, dies kann bei
Bearbeitungszyklen mit absoluter Vorpositionierung
zu Problemen fhren.
Die Funktion M130 ist nur erlaubt, wenn die Funktion
Bearbeitungsebene Schwenken aktiv ist.
Wirkung
M130 ist satzweise wirksam in Geradenstzen ohne
Werkzeugradiuskorrektur.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 419
10 Zusatzfunktionen
10.4 Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten
10.4 Zusatzfunktionen fr das
Bahnverhalten
Kleine Konturstufen bearbeiten: M97
Standardverhalten
Die TNC fgt an der Auenecke einen bergangskreis ein. Bei
sehr kleinen Konturstufen wrde das Werkzeug dadurch die Kontur
beschdigen
Die TNC unterbricht an solchen Stellen den Programmlauf und gibt
die Fehlermeldung Werkzeug-Radius zu gro aus.
Verhalten mit M97
Die TNC ermittelt einen Bahnschnittpunkt fr die Konturelemente
wie bei Innenecken und fhrt das Werkzeug ber diesen Punkt.
Programmieren Sie M97 in dem Satz, in dem der Aueneckpunkt
festgelegt ist.
Anstelle von M97 sollten Sie die wesentlich
leistungsfhigere Funktion M120 LA verwenden.
Weitere Informationen: "Radiuskorrigierte
Kontur vorausberechnen (LOOK AHEAD): M120 ",
Seite 425
Wirkung
M97 wirkt nur in dem Programmsatz, in dem M97 programmiert
ist.
Die Konturecke wird mit M97 nur unvollstndig
bearbeitet. Eventuell mssen Sie die Konturecke mit
einem kleineren Werkzeug nachbearbeiten.
NC-Beispielstze
5 TOOL DEF L ... R+20 Groer Werkzeugradius
...
13 L X... Y... R... F... M97 Konturpunkt 13 anfahren
14 L IY-0.5 ... R... F... Kleine Konturstufe 13 und 14 bearbeiten
15 L IX+100 ... Konturpunkt 15 anfahren
16 L IY+0.5 ... R... F... M97 Kleine Konturstufe 15 und 16 bearbeiten
17 L X... Y... Konturpunkt 17 anfahren
420 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten 10.4
Offene Konturecken vollstndig bearbeiten: M98
Standardverhalten
Die TNC ermittelt an Innenecken den Schnittpunkt der
Frserbahnen und fhrt das Werkzeug ab diesem Punkt in die neue
Richtung.
Wenn die Kontur an den Ecken offen ist, dann fhrt das zu einer
unvollstndigen Bearbeitung:
Verhalten mit M98
Mit der Zusatz-Funktion M98 fhrt die TNC das Werkzeug so weit,
dass jeder Konturpunkt tatschlich bearbeitet wird:
Wirkung
M98 wirkt nur in den Programmstzen, in denen M98
programmiert ist.
M98 wird wirksam am Satzende.
NC-Beispielstze
Nacheinander Konturpunkte 10, 11 und 12 anfahren:
10 L X... Y... RL F
11 L X... IY... M98
12 L IX+ ...
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 421
10 Zusatzfunktionen
10.4 Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten
Vorschubfaktor fr Eintauchbewegungen: M103
Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug unabhngig von der
Bewegungsrichtung mit dem zuletzt programmierten Vorschub.
Verhalten mit M103
Die TNC reduziert den Bahnvorschub, wenn das Werkzeug in
negativer Richtung der Werkzeugachse fhrt. Der Vorschub beim
Eintauchen FZMAX wird errechnet aus dem zuletzt programmierten
Vorschub FPROG und einem Faktor F%:
FZMAX = FPROG x F%
M103 eingeben
Wenn Sie in einem Positioniersatz M103 eingeben, dann fhrt die
TNC den Dialog fort und erfragt den Faktor F.
Wirkung
M103 wird wirksam am Satz-Anfang.
M103 aufheben: M103 ohne Faktor erneut programmieren
M103 wirkt auch bei aktiver geschwenkter
Bearbeitungsebene. Die Vorschubreduzierung wirkt
dann beim Verfahren in negativer Richtung der
geschwenkten Werkzeugachse.
NC-Beispielstze
Vorschub beim Eintauchen betrgt 20% des Ebenenvorschubs.
... Tatschlicher Bahnvorschub (mm/min):
17 L X+20 Y+20 RL F500 M103 F20 500
18 L Y+50 500
19 L IZ-2.5 100
20 L IY+5 IZ-5 141
21 L IX+50 500
22 L Z+5 500
422 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten 10.4
Vorschub in Millimeter/Spindel-Umdrehung: M136
Standardverhalten
Die TNC verfhrt das Werkzeug mit dem im Programm
festgelegten Vorschub F in mm/min
Verhalten mit M136
In Inch-Programmen ist M136 in Kombination mit
der neu eingefhrten Vorschub-Alternative FU nicht
erlaubt.
Bei aktivem M136 darf die Spindel nicht in Regelung
sein.
Mit M136 verfhrt die TNC das Werkzeug nicht in mm/min,
sondern mit dem im Programm festgelegten Vorschub F in
Millimeter/Spindel-Umdrehung. Wenn Sie die Drehzahl ber
den Spindel-Override verndern, passt die TNC den Vorschub
automatisch an.
Wirkung
M136 wird wirksam am Satz-Anfang.
M136 heben Sie auf, indem Sie M137 programmieren.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 423
10 Zusatzfunktionen
10.4 Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten
Vorschubgeschwindigkeit bei Kreisbgen: M109/
M110/M111
Standardverhalten
Die TNC bezieht die programmierte Vorschubgeschwindigkeit auf
die Werkzeug-Mittelpunktsbahn.
Verhalten bei Kreisbgen mit M109
Die TNC hlt bei Innen- und Auenbearbeitungen den Vorschub von
Kreisbgen an der Werkzeugschneide konstant.
Achtung Gefahr fr Werkzeug und Werkstck!
Bei sehr kleinen Auenecken erhht die TNC
den Vorschub ggf. so stark, dass Werkzeug oder
Werkstck beschdigt werden knnen. M109 bei
kleinen Auenecken vermeiden.
Verhalten bei Kreisbgen mit M110
Die TNC hlt den Vorschub bei Kreisbgen ausschlielich bei
einer Innenbearbeitung konstant. Bei einer Auenbearbeitung von
Kreisbgen wirkt keine Vorschubanpassung.
Wenn Sie M109 oder M110 vor dem Aufruf eines
Bearbeitungszyklus mit einer Nummer grer 200
definieren, wirkt die Vorschubanpassung auch bei
Kreisbgen innerhalb dieser Bearbeitungszyklen.
Am Ende oder nach einem Abbruch eines
Bearbeitungszyklus wird der Ausgangszustand
wiederhergestellt.
Wirkung
M109 und M110 werden wirksam am Satzanfang. M109 und M110
setzen Sie mit M111 zurck.
424 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten 10.4
Radiuskorrigierte Kontur vorausberechnen (LOOK
AHEAD): M120
Standardverhalten
Wenn der Werkzeugradius grer ist, als eine Konturstufe,
die radiuskorrigiert zu fahren ist, dann unterbricht die TNC den
Programmlauf und zeigt eine Fehlermeldung. M97 verhindert die
Fehlermeldung, fhrt aber zu einer Freischneidemarkierung und
verschiebt zustzlich die Ecke.
Weitere Informationen: "Kleine Konturstufen bearbeiten: M97",
Seite 420
Bei Hinterschneidungen verletzt die TNC u.U. die Kontur.
Verhalten mit M120
Die TNC prft eine radiuskorrigierte Kontur auf Hinterschneidungen
und berschneidungen und berechnet die Werkzeugbahn ab
dem aktuellen Satz voraus. Stellen, an denen das Werkzeug
die Kontur beschdigen wrde, bleiben unbearbeitet (in der
Abbildung dunkel dargestellt). Sie knnen M120 auch verwenden,
um Digitalisierdaten oder Daten, die von einem externen
Programmiersystem erstellt wurden, mit Werkzeugradiuskorrektur
zu versehen. Dadurch sind Abweichungen vom theoretischen
Werkzeugradius kompensierbar.
Die Anzahl der Stze (max. 99), die die TNC vorausrechnet, legen
Sie mit LA (engl. Look Ahead: Schaue voraus) hinter M120 fest. Je
grer Sie die Anzahl der Stze whlen, die die TNC vorausrechnen
soll, desto langsamer wird die Satzverarbeitung.
Eingabe
Wenn Sie in einem Positioniersatz M120 eingeben, dann fhrt
die TNC den Dialog fr diesen Satz fort und erfragt die Anzahl der
vorauszuberechnenden Stze LA.
Wirkung
M120 muss in einem NC-Satz stehen, der auch die Radiuskorrektur
RL oder RR enthlt. M120 wirkt ab diesem Satz bis Sie
die Radiuskorrektur mit R0 aufheben
M120 LA0 programmieren
M120 ohne LA programmieren
mit PGM CALL ein anderes Programm aufrufen
mit Zyklus 19 oder mit der PLANE-Funktion die
Bearbeitungsebene schwenken
M120 wird wirksam am Satzanfang.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 425
10 Zusatzfunktionen
10.4 Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten
Einschrnkungen
Den Wiedereintritt in eine Kontur nach Extern/Intern Stopp
drfen Sie nur mit der Funktion VORLAUF ZU SATZ N
durchfhren. Bevor Sie den Satzvorlauf starten, mssen Sie
M120 aufheben, ansonsten gibt die TNC eine Fehlermeldung
aus
Wenn Sie die Kontur tangential anfahren, mssen Sie die
Funktion APPR LCT verwenden; der Satz mit APPR LCT darf nur
Koordinaten der Bearbeitungsebene enthalten
Wenn Sie die Kontur tangential verlassen, mssen Sie die
Funktion DEP LCT verwenden; der Satz mit DEP LCT darf nur
Koordinaten der Bearbeitungsebene enthalten
Vor Verwendung der nachfolgend aufgefhrte Funktionen
mssen Sie M120 und die Radiuskorrektur aufheben:
Zyklus 32 Toleranz
Zyklus 19 Bearbeitungsebene
PLANE-Funktion
M114
M128
FUNCTION TCPM
426 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten 10.4
Handradpositionierung whrend des Programmlaufs
berlagern: M118
Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug in den Programmlauf-Betriebsarten
wie im Bearbeitungsprogramm festgelegt.
Verhalten mit M118
Mit M118 knnen Sie whrend des Programmlaufs manuelle
Korrekturen mit dem Handrad durchfhren. Dazu programmieren
Sie M118 und geben einen achsspezifischen Wert (Linearachse
oder Drehachse) in mm ein.
Die Funktion Handradberlagerung M118
ist in Verbindung mit der dynamischen
Kollisionsberwachung nur in gestopptem Zustand
mglich.
M118 in Verbindung mit der dynamischen
Kollisionsberwachung und zustzlich den
Funktionen TCPM oder M128 ist nicht mglich.
Um M118 ohne Einschrnkung nutzen zu knnen
mssen Sie DCM entweder ber den Softkey
im Men abwhlen oder eine Kinematik ohne
Kollisionskrper (CMOs) aktivieren.
Achtung Kollisionsgefahr!
Wenn Sie mithilfe der Funktion Handradberlagerung
M118 die Position einer Drehachse verndern und
nachfolgend M140 ausfhren, ignoriert die TNC bei
der Rckzugsbewegung die berlagerten Werte.
Dadurch knnen bei Maschinen mit Drehachsen im
Kopf unerwnschte Bewegungen bzw. Kollisionen
entstehen.
Eingabe
Wenn Sie in einem Positioniersatz M118 eingeben, dann fhrt
die TNC den Dialog fort und erfragt die achsspezifischen Werte.
Benutzen Sie die orangefarbenen Achstasten oder die ASCII-
Tastatur zur Koordinateneingabe.
Wirkung
Die Handradpositionierung heben Sie auf, indem Sie M118 ohne
Koordinateneingabe erneut programmieren.
M118 wird wirksam am Satzanfang.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 427
10 Zusatzfunktionen
10.4 Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten
NC-Beispielstze
Whrend des Programmlaufs soll mit dem Handrad in der
Bearbeitungsebene X/Y um 1 mm und in der Drehachse B um 5
vom programmierten Wert verfahren werden knnen:
L X+0 Y+38.5 RL F125 M118 X1 Y1 B5
M118 wirkt im geschwenkten Koordinatensystem,
wenn Sie Schwenken der Bearbeitungsebene
fr den manuellen Betrieb aktivieren. Falls
Bearbeitungsebene Schwenken fr den manuellen
Betrieb inaktiv ist, wirkt das ungeschwenkte
Werkstck-Koordinatensystem.
M118 wirkt auch in der Betriebsart Positionieren mit
Handeingabe!
Virtuelle Werkzeugachse VT
Ihr Maschinenhersteller muss die TNC fr diese
Funktion angepasst haben. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
Mit der virtuellen Werkzeugachse knnen Sie an einer
Schwenkkopfmaschine auch in Richtung eines schrg stehenden
Werkzeugs mit dem Handrad verfahren. Um in virtueller
Werkzeugachsrichtung zu verfahren, whlen Sie am Display Ihres
Handrads die Achse VT an.
Weitere Informationen: "Verfahren mit elektronischen
Handrdern", Seite 593
ber ein Handrad HR 5xx knnen Sie die virtuelle Achse ggf.
direkt mit der orangen Achstaste VI anwhlen (beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch).
In Verbindung mit der Funktion M118 knnen Sie eine
Handradberlagerung auch in der momentan aktiven
Werkzeugachsrichtung ausfhren. Hierzu mssen Sie in der
Funktion M118 mindestens die Spindelachse mit dem erlaubten
Verfahrbereich definieren (z. B. M118 Z5) und am Handrad die
Achse VT whlen.
428 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten 10.4
Rckzug von der Kontur in Werkzeugachsrichtung:
M140
Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug in den Betriebsarten
Programmlauf Einzelsatz und Programmlauf Satzfolge wie im
Bearbeitungsprogramm festgelegt.
Verhalten mit M140
Mit M140 MB (move back) knnen Sie einen eingebbaren Weg in
Richtung der Werkzeugachse von der Kontur wegfahren.
Achtung Kollisionsgefahr!
In Verbindung mit der dynamischen
Kollisionsberwachung DCM definiert der
Maschinenhersteller, ob das Werkzeug ggf. nur fhrt,
bis eine Kollision erkannt wird und das NC-Programm
dann ohne Fehlermeldung weiter abarbeitet.
Dieses Verhalten ist unabhngig davon, ob die
Kollisionsberwachung aktiv oder inaktiv ist.
Dadurch knnen Bewegungen entstehen, die so
nicht programmiert wurden!
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Eingabe
Wenn Sie in einem Positioniersatz M140 eingeben, dann fhrt die
TNC den Dialog fort und erfragt den Weg, den das Werkzeug von
der Kontur wegfahren soll. Geben Sie den gewnschten Weg ein,
den das Werkzeug von der Kontur wegfahren soll oder drcken Sie
den Softkey MB MAX, um bis an den Rand des Verfahrbereichs zu
fahren.
Zustzlich ist ein Vorschub programmierbar, mit dem das Werkzeug
den eingegebenen Weg verfhrt. Wenn Sie keinen Vorschub
eingeben, verfhrt die TNC den programmierten Weg im Eilgang.
Wirkung
M140 wirkt nur in dem NC-Satz, in dem M140 programmiert ist.
M140 wird wirksam am Satzanfang.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 429
10 Zusatzfunktionen
10.4 Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten
NC-Beispielstze
Satz 250: Werkzeug 50 mm von der Kontur wegfahren
Satz 251: Werkzeug bis an den Rand des Verfahrbereichs fahren
250 L X+0 Y+38.5 F125 M140 MB 50 F750
251 L X+0 Y+38.5 F125 M140 MB MAX
M140 wirkt auch, wenn die Funktion
Bearbeitungsebene schwenken aktiv ist. Bei
Maschinen mit Schwenkkpfen verfhrt die TNC das
Werkzeug dann im geschwenkten System.
Mit M140 MB MAX knnen Sie nur in positiver
Richtung freifahren.
Vor M140 grundstzlich einen Werkzeugaufruf
mit Werkzeugachse definieren, ansonsten ist die
Verfahrrichtung nicht definiert.
Achtung Kollisionsgefahr!
Wenn Sie mithilfe der Funktion Handradberlagerung
M118 die Position einer Drehachse verndern und
nachfolgend M140 ausfhren, ignoriert die TNC bei
der Rckzugsbewegung die berlagerten Werte.
Dadurch knnen bei Maschinen mit Drehachsen im
Kopf unerwnschte Bewegungen bzw. Kollisionen
entstehen.
430 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten 10.4
Tastsystem-berwachung unterdrcken: M141
Standardverhalten
Die TNC gibt bei ausgelenktem Taststift eine Fehlermeldung aus,
sobald Sie eine Maschinenachse verfahren wollen.
Verhalten mit M141
Die TNC verfhrt die Maschinenachsen auch dann, wenn das
Tastsystem ausgelenkt ist. Diese Funktion ist erforderlich, wenn
Sie einen eigenen Messzyklus in Verbindung mit dem Messzyklus
3 schreiben, um das Tastsystem nach dem Auslenken mit einem
Positioniersatz wieder Freizufahren.
Achtung Kollisionsgefahr!
Wenn Sie die Funktion M141 einsetzen, dann darauf
achten, dass Sie das Tastsystem in die richtige
Richtung freifahren.
M141 wirkt nur in Verfahrbewegungen mit Geraden-
Stzen.
Wirkung
M141 wirkt nur in dem Programmsatz, in dem M141 programmiert
ist.
M141 wird wirksam am Satz-Anfang.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 431
10 Zusatzfunktionen
10.4 Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten
Grunddrehung lschen: M143
Standardverhalten
Die Grunddrehung bleibt solange wirksam, bis sie zurckgesetzt
oder mit einem neuen Wert berschrieben wird.
Verhalten mit M143
Die TNC lscht eine programmierte Grunddrehung im NC-
Programm.
Die Funktion M143 ist bei einem Satzvorlauf nicht
erlaubt.
Wirkung
M143 wirkt ab den NC-Satz, in dem M143 programmiert ist.
M143 wird wirksam am Satzanfang.
M143 lscht die Eintrge der Spalten SPA, SPB und
SPC in der Preset-Tabelle, eine erneute Aktivierung
der entsprechenden Presetzeile aktiviert nicht die
gelschte Grunddrehung.
432 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
10
Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten 10.4
Werkzeug bei NC-Stopp automatisch von der Kontur
abheben: M148
Standardverhalten
Die TNC stoppt bei einem NC-Stopp alle Verfahrbewegungen. Das
Werkzeug bleibt am Unterbrechungspunkt stehen.
Verhalten mit M148
Die Funktion M148 muss vom Maschinenhersteller
freigegeben sein. Der Maschinenhersteller definiert
in einem Maschinenparameter den Weg, den die
TNC bei einem LIFTOFF verfahren soll.
Sie setzen in der Werkzeugtabelle in der Spalte LIFTOFF fr das
aktive Werkzeug den Parameter Y. Die TNC fhrt das Werkzeug
dann um bis zu 2 mm in Richtung der Werkzeugachse von der
Kontur zurck.
Weitere Informationen: "Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben",
Seite 212
LIFTOFF wirkt in folgenden Situationen:
Bei einem von Ihnen ausgelsten NC-Stopp
Bei einem von der Software ausgelsten NC-Stopp, z. B. wenn
im Antriebssystem ein Fehler aufgetreten ist
Bei einer Stromunterbrechung
Achtung Kollisionsgefahr!
Beachten Sie, dass beim Wiederanfahren an die
Kontur insbesondere bei gekrmmten Flchen
Konturverletzungen entstehen knnen. Werkzeug vor
dem Wiederanfahren freifahren!
Definieren Sie den Wert, um welchen das Werkzeug
abgehoben werden soll im Maschinenparameter
CfgLiftOff (Nr. 201400). Zudem knnen Sie im
Maschinenparameter CfgLiftOff (Nr. 201400) die
Funktion generell inaktiv setzen.
Wirkung
M148 wirkt solange, bis die Funktion mit M149 deaktiviert wird.
M148 wird wirksam am Satzanfang, M149 am Satzende.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 433
10 Zusatzfunktionen
10.4 Zusatzfunktionen fr das Bahnverhalten
Ecken verrunden: M197
Standardverhalten
Die TNC fgt bei aktiver Radiuskorrektur an einer Auenecke einen
bergangskreis ein. Dies kann zum Verschleifen der Kante fhren.
Verhalten mit M197
Mit der Funktion M197 wird die Kontur an der Ecke tangential
verlngert und danach ein kleinerer bergangskreis eingefgt.
Wenn Sie die Funktion M197 programmieren und anschlieend
die Taste ENT drcken, ffnet die TNC das Eingabefeld DL. In DL
definieren Sie die Lnge, um welche die TNC die Konturelemente
verlngert. Mit M197 verringert sich der Eckenradius, die Ecke
verschleift weniger und die Verfahrbewegung wird trotzdem noch
weich ausgefhrt.
Wirkung
Die Funktion M197 ist satzweise wirksam und wirkt nur an
Auenecken.
NC-Beispielsstze
L X... Y... RL M197 DL0.876
434 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Sonderfunktionen
11 Sonderfunktionen
11.1 bersicht Sonderfunktionen
11.1 bersicht Sonderfunktionen
Die TNC stellt fr verschiedenste Anwendung folgende
leistungsfhige Sonderfunktionen zur Verfgung:
Funktion Beschreibung
Dynamische Kollisionsberwachung DCM mit Seite 439
integrierter Spannmittelverwaltung (Option
#40)
Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45) Seite 450
Ratterunterdrckung ACC (Option #145) Seite 464
Arbeiten mit Textdateien Seite 476
Arbeiten mit frei definierbaren Tabellen Seite 480
ber die Taste SPEC FCT und die entsprechenden Softkeys haben
Sie Zugriff auf weitere Sonderfunktionen der TNC. In den folgenden
Tabellen erhalten Sie eine bersicht, welche Funktionen verfgbar
sind.
Hauptmen Sonderfunktionen SPEC FCT
Sonderfunktionen whlen: Taste SPEC FCT
drcken
Softkey Funktion Beschreibung
Programmvorgaben definieren Seite 437
Funktionen fr Kontur- und Seite 437
Punktbearbeitungen
PLANE-Funktion definieren Seite 496
Verschiedene Klartext- Seite 438
Funktionen definieren
Drehfunktionen definieren Seite 557
Programmierhilfen Seite 179
Nachdem Sie die Taste SPEC FCT gedrckt haben,
knnen Sie mit der Taste GOTO das smartSelect
Auswahlfenster ffnen. Die TNC zeigt eine
Strukturbersicht mit allen zur Verfgung stehenden
Funktionen. In der Baumstruktur knnen Sie schnell
mit dem Cursor oder der Maus navigieren und
Funktionen whlen. Im rechten Fenster zeigt die TNC
die Onlinehilfe zu den jeweiligen Funktionen.
436 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
bersicht Sonderfunktionen 11.1
Men Programmvorgaben
Softkey Programmvorgaben drcken
Softkey Funktion Beschreibung
Rohteil definieren Seite 135
Nullpunkttabelle whlen Siehe
Benutzerhandbuch
Zyklen-
programmierung
Globale Zyklenparameter Siehe
definieren Benutzerhandbuch
Zyklen-
programmierung
Men Funktionen fr Kontur- und
Punktbearbeitungen
Softkey fr Funktionen zur Kontur- und
Punktbearbeitung drcken
Softkey Funktion Beschreibung
Konturbeschreibung zuweisen Siehe
Benutzerhandbuch
Zyklen-
programmierung
Einfache Konturformel Siehe
definieren Benutzerhandbuch
Zyklen-
programmierung
Konturdefinition whlen Siehe
Benutzerhandbuch
Zyklen-
programmierung
Komplexe Konturformel Siehe
definieren Benutzerhandbuch
Zyklen-
programmierung
Regelmige Siehe
Bearbeitungsmuster definieren Benutzerhandbuch
Zyklen-
programmierung
Punktedatei mit Siehe
Bearbeitungspositionen whlen Benutzerhandbuch
Zyklen-
programmierung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 437
11 Sonderfunktionen
11.1 bersicht Sonderfunktionen
Men verschiedene Klartext-Funktionen definieren
Softkey zur Definition verschiedener Klartext-
Funktionen drcken
Softkey Funktion Beschreibung
Positionierverhalten von Seite 527
Drehachsen definieren
Dateifunktionen definieren Seite 472
Positionierverhalten fr Seite 466
Parallelachsen U, V, W festlegen
Adaptive Vorschubregelung AFC Seite 450
definieren
Koordinaten-Transformationen Seite 473
definieren
String-Funktionen definieren Seite 390
Pulsierende Drehzahl definieren Seite 486
Verweilzeit definieren Seite 488
Dynamische Seite 439
Kollisionsberwachung DCM
definieren
Kommentar einfgen Seite 180
438 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Dynamische Kollisionsberwachung (Option #40) 11.2
11.2 Dynamische Kollisionsberwachung
(Option #40)
Funktion
Die dynamische Kollisionsberwachung DCM (engl.:
Dynamic Collision Monitoring) muss von Ihrem
Maschinenhersteller an die Steuerung und an die
Maschine angepasst werden. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
Der Maschinenhersteller kann beliebige Objekte definieren,
die von der TNC bei allen Maschinenbewegungen berwacht
werden. Unterschreiten zwei kollisionsberwachte Objekte einen
bestimmten Abstand zueinander, gibt die TNC eine Fehlermeldung
aus und stoppt die Bewegung.
Die definierten Kollisionskrper kann die TNC in allen Maschinen-
Betriebsarten grafisch darstellen.
Weitere Informationen: "Grafische Darstellung der
Kollisionskrper", Seite 440
Die TNC berwacht auch das aktive Werkzeug auf Kollision
und stellt dies entsprechend grafisch dar. Dabei geht die TNC
grundstzlich von zylindrischen Werkzeugen aus. Stufenwerkzeuge
berwacht die TNC ebenfalls entsprechend der Definitionen in der
Werkzeugtabelle.
Die Steuerung bercksichtigt folgende Definitionen aus der
Werkzeugtabelle:
Werkzeuglngen
Werkzeugradien
Werkzeugaufmae
Werkzeugtrgerkinematiken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 439
11 Sonderfunktionen
11.2 Dynamische Kollisionsberwachung (Option #40)
Allgemein gltige Einschrnkungen:
DCM hilft die Kollisionsgefahr zu reduzieren. Die
TNC kann jedoch nicht alle Konstellationen im
Betrieb bercksichtigen.
Kollisionen zwischen Maschinenkomponenten
und dem Werkstck sowie zwischen dem
Werkzeug und dem Werkstck werden von der
TNC nicht erkannt.
DCM kann nur Maschinenkomponenten vor
Kollision schtzen, die Ihr Maschinenhersteller
bezglich Abmessungen, Ausrichtung und
Position korrekt definiert hat.
Die TNC kann nur Werkzeuge berwachen,
fr die Sie in der Werkzeugtabelle positive
Werkzeugradien und positive Werkzeuglngen
definiert haben.
Die TNC bercksichtigt die Werkzeugaufmae
DL und DR aus der Werkzeugtabelle.
Werkzeugaufmae aus dem TOOL CALL-Satz
werden nicht bercksichtigt.
Bei bestimmten Werkzeugen, z. B. bei
Messerkpfen, kann der kollisionsverursachende
Radius grer sein als der in der Werkzeugtabelle
definierte Wert.
Nach dem Starten eines Tastsystemzyklus
berwacht die TNC die Taststiftlnge und den
Tastkugeldurchmesser nicht mehr, damit Sie auch
Kollisionskrper antasten knnen.
Grafische Darstellung der Kollisionskrper
Aktivieren Sie die grafische Darstellung der Kollisionskrper wie
folgt:
Beliebige Maschinen-Betriebsart whlen
Bildschirm-Umschalttaste drcken
Gewnschte Bildschirmaufteilung whlen
Sie knnen die Darstellung der Kollisionsobjekte bei Bedarf mithilfe
von Softkeys anpassen.
440 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Dynamische Kollisionsberwachung (Option #40) 11.2
Verndern Sie die grafische Darstellung der Kollisionskrper wie
folgt:
Softkey-Leiste ggf. umschalten
Softkey KINEMATIK drcken
Grafische Darstellung der Kollisionskrper mithilfe
der nachfolgenden Funktionen verndern
Folgende Funktionen stehen zur Verfgung:
Softkey Funktion
Umschalten zwischen Drahtmodell und
Volumenansicht
Umschalten zwischen schattierter und
transparenter Ansicht
Einblenden/Ausblenden der
Koordinatensysteme, die
durch Transformationen in der
Kinematikbeschreibung entstehen
Funktionen zum Drehen, Zoomen und
Verschieben
Sie knnen die Darstellung der Kollisionsobjekte auch mit der Maus
verndern.
Folgende Funktionen stehen zur Verfgung:
Um das dargestellte Modell dreidimensional zu drehen: rechte
Maustaste gedrckt halten und Maus bewegen. Wenn Sie
gleichzeitig die Shift-Taste drcken, knnen Sie das Modell nur
horizontal oder vertikal drehen.
Um das dargestellte Modell zu verschieben: mittlere Maustaste
bzw. Mausrad gedrckt halten und Maus bewegen. Wenn Sie
gleichzeitig die Shift-Taste drcken, knnen Sie das Modell nur
horizontal oder vertikal verschieben.
Um einen bestimmten Bereich zu vergrern: mit gedrckter
linker Maustaste den Bereich whlen. Nachdem Sie die linke
Maustaste loslassen, vergrert die TNC die Ansicht.
Um einen beliebigen Bereich schnell zu vergrern bzw. zu
verkleinern: Mausrad nach vorne bzw. nach hinten drehen.
Um zur Standardansicht zurckzukehren: Shift-Taste drcken
und gleichzeitig rechte Maustaste doppelklicken. Wenn Sie nur
die rechte Maustaste doppelklicken, bleibt der Rotationswinkel
erhalten.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 441
11 Sonderfunktionen
11.2 Dynamische Kollisionsberwachung (Option #40)
Kollisionsberwachung in den manuellen
Betriebsarten
In den Betriebsarten Manueller Betrieb und El. Handrad stoppt
die TNC eine Bewegung, wenn zwei kollisionsberwachte
Objekte einen Abstand von 2 mm zueinander unterschreiten. In
diesem Fall zeigt die TNC eine Fehlermeldung, in der die beiden
kollisionsverursachenden Objekte benannt sind.
Bereits vor der Kollisionswarnung verringert die TNC den Vorschub
der Bewegungen dynamisch, damit sichergestellt ist, dass die
Achsen rechtzeitig vor einer Kollision stoppen.
Wenn Sie die Bildschirmaufteilung so whlen, dass Sie rechts die
Kollisionskrper sehen, stellt die TNC die kollidierenden Objekte
zustzlich rot dar.
Nach Anzeige der Kollisionswarnung ist eine
Maschinenbewegung mit Achs-Richtungstaste oder
Handrad nur noch mglich, wenn die Bewegung den
Abstand der Kollisionskrper vergrert.
Bewegungen, die den Abstand verkleinern oder
gleich lassen, sind nicht erlaubt, solange die
Kollisionsberwachung aktiv ist.
Weitere Informationen: "Kollisionsberwachung
aktivieren und deaktivieren", Seite 444
Beachten Sie die allgemein gltigen
Einschrnkungen.
Weitere Informationen: "Funktion", Seite 439
442 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Dynamische Kollisionsberwachung (Option #40) 11.2
Kollisionsberwachung in den Programmlauf-
Betriebsarten
In den Betriebsarten Positionieren mit Handeingabe,
Programmlauf Einzelsatz und Programmlauf Satzfolge stoppt die
TNC den Programmlauf vor der Abarbeitung eines NC-Satzes, in
dem zwei kollisionsberwachte Objekte einen Abstand von 5 mm
zueinander unterschreiten wrden. In diesem Fall zeigt die TNC
eine Fehlermeldung, in der die beiden kollisionsverursachenden
Krper benannt sind.
Wenn Sie die Bildschirmaufteilung so whlen, dass Sie rechts die
Kollisionskrper sehen, stellt die TNC die kollidierenden Objekte
zustzlich rot dar.
Achtung Kollisionsgefahr!
Beachten Sie in Verbindung mit der Funktion M140:
Der Maschinenhersteller definiert fr jedes
Kollisionsobjekt, ob das Werkzeug nur fhrt, bis
eine Kollision erkannt wird und das NC-Programm
dann ohne Fehlermeldung weiter abarbeitet.
Dieses Verhalten ist unabhngig davon, ob die
Kollisionsberwachung aktiv oder inaktiv ist. Dadurch
knnen Bewegungen entstehen, die so nicht
programmiert wurden!
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Einschrnkungen beim Programmlauf:
Beim Gewindebohren mit Ausgleichsfutter
bercksichtigt die Kollisionsberwachung nur die
Grundstellung des Ausgleichsfutters.
Die Funktion Handradberlagerung M118 ist bei
aktiver Kollisionsberwachung nur im gestoppten
Programmlauf mglich.
Die dynamische Kollisionsberwachung in
Verbindung mit den Funktionen M118 und
zustzlich TCPM oder M128 ist nicht mglich.
Die TNC kann keine Kollisionsberwachung
durchfhren, wenn Funktionen bzw. Zyklen die
Koppelung mehrerer Achsen erfordern, wie z. B.
beim Exzenterdrehen.
Die TNC kann keine Kollisionsberwachung
durchfhren, wenn mindestens eine Achse im
Schleppbetrieb oder nicht referenziert ist.
Beachten Sie auerdem die allgemein gltigen
Einschrnkungen.
Weitere Informationen: "Funktion", Seite 439
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 443
11 Sonderfunktionen
11.2 Dynamische Kollisionsberwachung (Option #40)
Kollisionsberwachung aktivieren und deaktivieren
Manchmal ist es notwendig die Kollisionsberwachung
vorbergehend zu deaktivieren:
um den Abstand zwischen zwei kollisionsberwachten Objekten
zu verringern
um Stopps beim Programmlauf zu verhindern
Achtung Kollisionsgefahr!
Wenn Sie die Kollisionsberwachung deaktivieren,
gibt die TNC bei einer bevorstehenden Kollision keine
Fehlermeldung aus!
Auerdem verhindert die TNC bei
inaktiver Kollisionsberwachung keine
kollisionsverursachenden Bewegungen!
Kollisionsberwachung dauerhaft manuell aktivieren und
deaktivieren
Betriebsart: Taste Manueller Betrieb oder El.
Handrad drcken
Ggf. Softkey-Leiste umschalten
Softkey KOLLISION drcken
Betriebsarten whlen, fr die die Anpassung
erfolgen soll:
Programmlauf: Positionieren mit
Handeingabe, Programmlauf Einzelsatz und
Programmlauf Satzfolge
Manueller Betrieb: Manueller Betrieb und El.
Handrad
Taste GOTO drcken
Zustand whlen, der fr die gewhlten
Betriebsarten gelten soll:
Inaktiv: Kollisionsberwachung deaktivieren
Aktiv: Kollisionsberwachung aktivieren
Softkey OK drcken
444 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Dynamische Kollisionsberwachung (Option #40) 11.2
Kollisionsberwachung temporr programmgesteuert
aktivieren und deaktivieren
NC-Programm in der Betriebsart Programmieren ffnen
Cursor an der gewnschten Position platzieren, z. B. vor dem
Zyklus 800, um das Exzenterdrehen zu ermglichen
Taste SPEC FCT drcken
Softkey PROGRAMM FUNKTIONEN drcken
Softkey-Leiste umschalten
Softkey FUNCTION DCM drcken
Zustand mit dem entsprechenden Softkey whlen:
FUNCTION DCM OFF: Dieser NC-Befehl
schaltet die Kollisionsberwachung temporr
aus. Die Abschaltung wirkt nur bis zum
Programmende oder bis zum nchsten
FUNCTION DCM ON. Bei Aufruf eines anderen
NC-Programms ist DCM wieder aktiv.
FUNCTION DCM ON: Dieser NC-Befehl hebt ein
bestehendes FUNCTION DCM OFF auf.
Die Einstellungen, die Sie mithilfe der Funktion
FUNCTION DCM vornehmen, wirken ausschlielich
im aktiven NC-Programm.
Nach Beenden des Programmlaufs oder nach
Anwahl eines neuen Programms wirken wieder
die Einstellungen, die Sie fr Programmlauf und
Manueller Betrieb mithilfe des Softkeys KOLLISION
gewhlt haben.
Weitere Informationen: "Kollisionsberwachung
dauerhaft manuell aktivieren und deaktivieren",
Seite 444
Symbole
In der Statusanzeige zeigen Symbole den Zustand der
Kollisionsberwachung:
Symbol Funktion
Kollisionsberwachung aktiv
Kollisionsberwachung ist nicht verfgbar
Kollisionsberwachung ist nicht aktiv
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 445
11 Sonderfunktionen
11.3 Werkzeugtrgerverwaltung
11.3 Werkzeugtrgerverwaltung
Grundlagen
Mithilfe der Werkzeugtrgerverwaltung knnen Sie Werkzeugtrger
erstellen und verwalten. Die Steuerung bercksichtigt die
Werkzeugtrger rechnerisch.
Werkzeugtrger von rechtwinkligen Winkelkpfen helfen auf 3-
achsigen Maschinen bei Bearbeitungen in den Werkzeugachsen
X und Y, da die Steuerung die Abmessungen der Winkelkpfe
bercksichtigt.
Zusammen mit der Software-Option #8 Advanced Function
Set 1 knnen Sie die Bearbeitungsebene auf die Winkel von
auswechselbaren Winkelkpfen einschwenken und dadurch weiter
mit der Werkzeugachse Z arbeiten.
Zusammen mit der Software-Option #40 Dynamic Collision
Monitoring knnen Sie alle Werkzeugtrger berwachen und
dadurch vor Kollisionen schtzen.
Damit die Steuerung die Werkzeugtrger rechnerisch
bercksichtigt, mssen Sie folgende Arbeitsschritte ausfhren:
Werkzeugtrgervorlagen speichern
Werkzeugtrgervorlagen parametrisieren
parametrisierte Werkzeugtrger zuweisen
Werkzeugtrgervorlagen speichern
Viele Werkzeugtrger unterscheiden sich ausschlielich in Ihren
Abmessungen, in ihrer geometrischen Form sind sie identisch.
Damit Sie nicht alle Werkzeugtrger selbst konstruieren mssen,
bietet Ihnen HEIDENHAIN fertige Werkzeugtrgervorlagen an.
Werkzeugtrgervorlagen sind geometrisch bestimmte, aber
bezglich der Abmessungen vernderbare 3D-Modelle.
Die Werkzeugtrgervorlagen mssen unter TNC:\system
\Toolkinematics abgelegt sein und die Endung .cft tragen.
Wenn die Werkzeugtrgervorlagen an Ihrer
Steuerung fehlen, laden Sie die gewnschten Daten
herunter:
[Link]
Wenn Sie weitere Werkzeugtrgervorlagen
bentigen, kontaktieren Sie Ihren
Maschinenhersteller oder Drittanbieter.
Die Werkzeugtrgervorlagen knnen aus mehreren
Teildateien bestehen. Wenn die Teildateien
unvollstndig sind, zeigt die Steuerung eine
Fehlermeldung an.
Verwenden Sie nur vollstndige
Werkzeugtrgervorlagen!
446 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Werkzeugtrgerverwaltung 11.3
Werkzeugtrgervorlagen parametrisieren
Bevor die Steuerung die Werkzeugtrger rechnerisch
bercksichtigen kann, mssen Sie die Werkzeugtrgervorlagen mit
den tatschlichen Abmessungen versehen. Diese Parametrisierung
nehmen Sie in dem Zusatztool ToolHolderWizard vor.
Die parametrisierten Werkzeugtrger mit der Endung .cfx
speichern Sie unter TNC:\system\Toolkinematics ab.
Das Zusatztool ToolHolderWizard bedienen Sie primr mit
einer Maus. Mit der Maus knnen Sie auch die gewnschte
Bildschirmaufteilung einstellen, indem Sie die Trennlinien zwischen
den Bereichen Parameter, Hilfsbild und 3D-Grafik mit gedrckter
linker Maustaste ziehen.
Im Zusatztool ToolHolderWizard stehen Ihnen folgende Icons zur
Verfgung:
Icon Funktion
Zusatztool beenden
Datei ffnen
Zwischen Drahtmodell und Volumenansicht
umschalten
Zwischen schattierter und transparenter Ansicht
umschalten
Transformationsvektoren anzeigen oder
ausblenden
Benennungen der Kollisionsobjekte anzeigen oder
ausblenden
Prfpunkte anzeigen oder ausblenden
Messpunkte anzeigen oder ausblenden
Ausgangsansicht des 3D-Modells wiederherstellen
Wenn die Werkzeugtrgervorlage keine
Transformationsvektoren, Benennungen,
Prfpunkte und Messpunkte enthlt, fhrt das
Zusatztool ToolHolderWizard beim Bettigen der
entsprechenden Icons keine Funktion aus.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 447
11 Sonderfunktionen
11.3 Werkzeugtrgerverwaltung
Um eine Werkzeugtrgervorlage zu parametrisieren und
abzuspeichern, gehen sie wie folgt vor:
Betriebsart: Taste MANUELLER BETRIEB drcken
Softkey WERKZEUG TABELLE drcken
Softkey EDITIEREN drcken
Cursor in der Spalte KINEMATIC positionieren
Softkey AUSWHLEN drcken
Softkey TOOL HOLDER WIZARD drcken
Die Steuerung ffnet das Zusatztool
ToolHolderWizard in einem berblendfenster
Icon DATEI FFNEN drcken
Die Steuerung ffnet ein berblendfenster
Mithilfe des Vorschaubilds die gewnschte
Werkzeugtrgervorlage whlen
Schaltflche OK drcken
Die Steuerung ffnet die gewhlte
Werkzeugtrgervorlage
Der Cursor steht auf dem ersten
parametrisierbaren Wert
Werte anpassen
Im Bereich Ausgabedatei den Namen fr den
parametrisierten Werkzeughalter eingeben
Schaltflche DATEI GENERIEREN drcken
Ggf. auf die Rckmeldung der Steuerung reagieren
Icon BEENDEN drcken
Die Steuerung schliet das Zusatztool
448 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Werkzeugtrgerverwaltung 11.3
Parametrisierte Werkzeugtrger zuweisen
Damit die Steuerung einen parametrisierten Werkzeugtrger
rechnerisch bercksichtigt, mssen Sie den Werkzeugtrger einem
Werkzeug zuweisen und das Werkzeug erneut aufrufen.
Parametrisierte Werkzeugtrger knnen aus
mehreren Teildateien bestehen. Wenn die Teildateien
unvollstndig sind, zeigt die Steuerung eine
Fehlermeldung an.
Verwenden Sie nur vollstndige parametrisierte
Werkzeugtrger!
Um einen parametrisierten Werkzeugtrger einem Werkzeug
zuzuweisen, gehen sie wie folgt vor:
Betriebsart: Taste MANUELLER BETRIEB drcken
Softkey WERKZEUG TABELLE drcken
Softkey EDITIEREN drcken
Cursor in der Spalte KINEMATIC des bentigten
Werkzeugs positionieren
Softkey AUSWHLEN drcken
Die Steuerung ffnet ein berblendfenster mit
parametrisierten Werkzeugtrgern
Mithilfe des Vorschaubilds den gewnschten
Werkzeugtrger whlen
Softkey OK drcken
Die Steuerung bernimmt den Namen des
gewhlten Werkzeugtrgers in die Spalte
KINEMATIC
Werkzeugtabelle verlassen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 449
11 Sonderfunktionen
11.4 Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45)
11.4 Adaptive Vorschubregelung AFC
(Option #45)
Anwendung
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Diese Funktion muss vom Maschinenhersteller
freigegeben und angepasst werden.
Insbesondere kann Ihr Maschinenhersteller auch
festgelegt haben, ob die TNC die Spindelleistung
oder einen beliebigen anderen Wert als
Eingangsgre fr die Vorschubregelung verwenden
soll.
Fr Werkzeuge unter 5 mm Durchmesser ist die
adaptive Vorschubregelung nicht sinnvoll. Der
Grenzdurchmesser kann auch grer sein, wenn die
Nennleistung der Spindel sehr hoch ist.
Bei Bearbeitungen, bei denen Vorschub und
Spindeldrehzahl zueinander passen mssen (z. B.
beim Gewindebohren), drfen Sie nicht mit adaptiver
Vorschubregelung arbeiten.
Bei der adaptiven Vorschubregelung regelt die TNC abhngig
von der aktuellen Spindelleistung den Bahnvorschub beim
Abarbeiten eines NC-Programms automatisch. Die zu jedem
Bearbeitungsabschnitt gehrende Spindelleistung ist in einem
Lernschnitt zu ermitteln und wird von der TNC in einer zum
Bearbeitungsprogramm gehrenden Datei gespeichert. Beim Start
des jeweiligen Bearbeitungsabschnitts, der im Normalfall durch das
Einschalten der Spindel erfolgt, regelt die TNC dann den Vorschub
so, dass sich dieser innerhalb der von Ihnen definierten Grenzen
befindet.
Wenn sich die Schnittbedingungen nicht ndern,
knnen Sie eine mithilfe eines Lernschnitts ermittelte
Spindelleistung als dauerhafte werkzeugabhngige
Regel-Referenzleistung definieren. Verwenden Sie
hierzu die Spalte AFC-LOAD der Werkzeugtabelle.
Wenn Sie in diese Spalte einen Wert manuell
eintragen, fhrt die Steuerung keinen Lernschnitt
mehr aus.
Auf diese Weise lassen sich negative Auswirkungen auf Werkzeug,
Werkstck und Maschine vermeiden, die durch sich ndernde
Schnittbedingungen entstehen knnen. Schnittbedingungen ndern
sich insbesondere durch:
Werkzeugverschlei
Schwankende Schnitttiefen, die vermehrt bei Gussteilen
auftreten
Hrteschwankungen, die durch Materialeinschlsse entstehen
450 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45) 11.4
Der Einsatz der adaptiven Vorschubregelung AFC bietet folgende
Vorteile:
Optimierung der Bearbeitungszeit
Durch Regelung des Vorschubs versucht die TNC, die
vorher gelernte maximale Spindelleistung oder die in der
Werkzeugtabelle vorgegebene Regel-Referenzleistung
(Spalte AFC-LOAD) whrend der gesamten Bearbeitungszeit
einzuhalten. Die Gesamtbearbeitungszeit wird durch
Vorschuberhhung in Bearbeitungszonen mit weniger
Materialabtrag verkrzt
Werkzeugberwachung
berschreitet die Spindelleistung den eingelernten oder
vorgegebenen (Spalte AFC-LOAD der Werkzeugtabelle)
Maximalwert, reduziert die TNC den Vorschub so weit, bis
die Referenz-Spindelleistung wieder erreicht ist. Wird beim
Bearbeiten die maximale Spindelleistung berschritten und
dabei gleichzeitig der von Ihnen definierte Mindestvorschub
unterschritten, fhrt die TNC eine Abschaltreaktion durch.
Dadurch lassen sich Folgeschden nach Frserbruch oder
Frserverschlei verhindern.
Schonung der Maschinenmechanik
Durch rechtzeitige Vorschubreduzierung bzw. durch
entsprechende Abschaltreaktionen lassen sich berlastschden
an der Maschine vermeiden
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 451
11 Sonderfunktionen
11.4 Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45)
AFC-Grundeinstellungen definieren
In der Tabelle [Link], die im Verzeichnis TNC:\table gespeichert
sein muss, legen Sie die Regeleinstellungen fest, mit denen die
TNC die Vorschubregelung durchfhrt.
Die Daten in dieser Tabelle stellen Defaultwerte dar, die beim
Lernschnitt in eine zum jeweiligen Bearbeitungsprogramm
gehrende abhngige Datei kopiert werden. Die Werte dienen als
Grundlage fr die Regelung.
Wenn Sie mithilfe der Spalte AFC-LOAD der
Werkzeugtabelle eine werkzeugabhngige
Regelreferenzleistung vorgeben, erstellt
die Steuerung die zum jeweiligen
Bearbeitungsprogramm gehrende abhngige Datei
ohne Lernschnitt kurz vor der Regelung.
Folgende Daten sind in dieser Tabelle zu definieren:
Spalte Funktion
NR Laufende Zeilennummer in der Tabelle (hat sonst
keine weitere Funktion)
AFC Name der Regeleinstellung. Diesen Namen
mssen Sie in die Spalte AFC der Werkzeugtabelle
eintragen. Er legt die Zuordnung der
Regelparameter zum Werkzeug fest
FMIN Vorschub, bei dem die TNC eine berlastreaktion
ausfhren soll. Wert prozentual bezogen auf
den programmierten Vorschub eingeben.
Eingabebereich: 50 bis 100%
FMAX Maximaler Vorschub im Material, bis zu dem die
TNC automatisch erhhen darf. Wert prozentual
bezogen auf den programmierten Vorschub
eingeben
FIDL Vorschub, mit dem die TNC verfahren soll, wenn
das Werkzeug nicht schneidet (Vorschub in der Luft).
Wert prozentual bezogen auf den programmierten
Vorschub eingeben
FENT Vorschub, mit dem die TNC verfahren soll, wenn
das Werkzeug ins Material hinein- oder herausfhrt.
Wert prozentual bezogen auf den programmierten
Vorschub eingeben. Maximaler Eingabewert: 100%
452 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45) 11.4
Spalte Funktion
OVLD Reaktion, die die TNC bei berlast ausfhren soll:
M: Abarbeiten eines vom Maschinenhersteller
definierten Makros
S: Sofort NC-Stopp ausfhren
F: NC-Stopp ausfhren, wenn das Werkzeug
freigefahren ist
E: Nur eine Fehlermeldung am Bildschirm
anzeigen
L: Aktuelles Werkzeug sperren
-: Keine berlastreaktion ausfhren
Die gewhlte berlastreaktion fhrt die TNC
aus, wenn bei aktiver Regelung die maximale
Spindelleistung fr mehr als 1 Sekunde
berschritten und dabei gleichzeitig der von Ihnen
definierte Mindestvorschub unterschritten wird.
Gewnschte Funktion ber die ASCII-Tastatur
eingeben.
In Verbindung mit der schnittbezogenen
Werkzeugverschleiberwachung wertet die
Steuerung ausschlielich die Auswahlmglichkeiten
M und L aus!
Weitere Informationen: "Werkzeugverschlei
berwachen", Seite 463
POUT Spindelleistung bei der die TNC einen
Werkstckaustritt erkennen soll. Wert prozentual
bezogen auf die gelernte Referenzlast eingeben.
Empfohlener Wert: 8%
SENS Empfindlichkeit (Aggressivitt) der Regelung. Wert
zwischen 50 und 200 eingebbar. 50 entspricht
einer trgen, 200 einer sehr aggressiven Regelung.
Eine aggressive Regelung reagiert schnell und
mit hohen Wertenderungen, neigt jedoch zum
berschwingen. Empfohlener Wert: 100
PLC Wert, den die TNC zu Beginn eines
Bearbeitungsabschnitts an die PLC bertragen
soll. Funktion legt der Maschinenhersteller fest,
Maschinenhandbuch beachten
Sie knnen in der Tabelle [Link] beliebig viele
Regeleinstellungen (Zeilen) definieren.
Wenn im Verzeichnis TNC:\table keine Tabelle
[Link] vorhanden ist, dann verwendet die
TNC eine intern fest definierte Regeleinstellung
fr den Lernschnitt oder bei vorgegebener
werkzeugabhngiger Regel-Referenzleistung fr die
Regelung. Es empfiehlt sich jedoch grundstzlich mit
der Tabelle [Link] zu arbeiten.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 453
11 Sonderfunktionen
11.4 Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45)
Gehen Sie wie folgt vor, um die Datei [Link] anzulegen (nur
erforderlich, wenn die Datei noch nicht vorhanden ist):
Betriebsart Programmieren whlen
Dateiverwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
Verzeichnis TNC:\ whlen
Neue Datei [Link] erffnen, mit Taste ENT besttigen: Die
TNC blendet eine Liste mit Tabellenformaten ein
Tabellenformat [Link] whlen und mit Taste ENT besttigen:
Die TNC legt die Tabelle mit der Regeleinstellung Standard an
454 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45) 11.4
Lernschnitt durchfhren
Die TNC stellt mehrere Funktionen zur Verfgung, mit denen Sie
einen Lernschnitt starten und beenden knnen:
FUNCTION AFC CTRL: Die Funktion AFC CTRL startet den
Regelbetrieb ab der Stelle, an der dieser Satz abgearbeitet wird
(auch wenn die Lernphase noch nicht beendet wurde)
FUNCTION AFC CUT BEGIN TIME1 DIST2 LOAD3: Die TNC
startet eine Schnittsequenz mit aktivem AFC. Der Wechsel
vom Lernschnitt in den Regelbetrieb erfolgt, sobald die
Referenzleistung durch die Lernphase ermittelt werden konnte
oder wenn eine der Vorgaben TIME, DIST oder LOAD erfllt
ist. Mit TIME definieren Sie die maximale Dauer der Lernphase
in Sekunden. DIST definiert die maximale Strecke fr den
Lernschnitt. Mit LOAD knnen Sie eine Referenzlast direkt
vorgeben.
FUNCTION AFC CUT END: Die Funktion AFC CUT END beendet
die AFC-Regelung
Die Vorgaben TIME, DIST und LOAD wirken modal.
Sie knnen mit der Eingabe 0 zurckgesetzt werden.
Wenn Sie mithilfe der Spalte AFC-LOAD der
Werkzeugtabelle eine werkzeugabhngige
Regelreferenzleistung vorgeben, fhrt die Steuerung
keinen Lernschnitt mehr aus. Die Steuerung
verwendet den vorgegebenen Wert sofort fr die
Regelung. Den Wert fr die werkzeugabhngige
Regelreferenzleistung ermitteln Sie einmal
vorab mit einem Lernschnitt. Wenn sich die
Schnittbedingungen ndern, z. B. bei nderung des
Werkstckmaterials, fhren Sie einen erneuten
Lernschnitt aus.
Eine Regelreferenzleistung knnen Sie mithilfe der
Werkzeugtabellenspalte AFC LAOD und mithilfe
der Eingabe LOAD im NC-Programm vorgeben!
Den Wert AFC LOAD aktivieren Sie dabei durch
den Werkzeugaufruf, den Wert LOAD mithilfe der
Funktion FUNCTION AFC CUT BEGINN.
Die Steuerung verwendet die im NC-Programm
spter programmierte Vorgabe!
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 455
11 Sonderfunktionen
11.4 Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45)
AFC programmieren
Um die AFC-Funktionen zum Starten und Beenden des
Lernschnitts zu programmieren, gehen Sie wie folgt vor:
In der Betriebsart Programmieren Taste SPEC FCT drcken
Softkey PROGRAMM FUNKTIONEN drcken
Softkey FUNCTION AFC drcken
Funktion whlen
Bei einem Lernschnitt kopiert die TNC zunchst fr jeden
Bearbeitungsabschnitt die in der Tabelle [Link] definierten
Grundeinstellungen in die Datei <name>.[Link]. <name>
entspricht dabei dem Namen des NC-Programms, fr das Sie den
Lernschnitt durchgefhrt haben. Zustzlich erfasst die TNC die
whrend des Lernschnitts aufgetretene maximale Spindelleistung
und speichert diesen Wert ebenfalls in die Tabelle ab.
Jede Zeile der Datei <name>.[Link] entspricht einem
Bearbeitungsabschnitt, den Sie mit FUNCTION AFC CUT BEGIN
starten und mit FUNCTION AFC CUT END beenden. Alle Daten
der Datei <name>.[Link] knnen Sie editieren, sofern Sie
noch Optimierungen vornehmen wollen. Wenn Sie Optimierungen
im Vergleich zu den in der Tabelle [Link] eingetragenen
Werten durchgefhrt haben, schreibt die TNC einen * vor die
Regeleinstellung in der Spalte AFC.
Weitere Informationen: "AFC-Grundeinstellungen definieren",
Seite 452
Neben den Daten aus der Tabelle [Link] speichert die
TNC noch folgende zustzliche Informationen in die Datei
<name>.[Link]:
456 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45) 11.4
Spalte Funktion
NR Nummer des Bearbeitungsabschnitts
TOOL Nummer oder Name des Werkzeugs, mit dem der
Bearbeitungsabschnitt durchgefhrt wurde (nicht
editierbar)
IDX Index des Werkzeugs, mit dem der
Bearbeitungsabschnitt durchgefhrt wurde (nicht
editierbar)
N Unterscheidung fr Werkzeugaufruf:
0: Werkzeug wurde mit seiner
Werkzeugnummer aufgerufen
1: Werkzeug wurde mit seinem Werkzeugnamen
aufgerufen
PREF Referenzlast der Spindel. Die TNC ermittelt den
Wert prozentual, bezogen auf die Nennleistung der
Spindel
ST Status des Bearbeitungsabschnitts:
L: Beim nchsten Abarbeiten erfolgt fr diesen
Bearbeitungsabschnitt ein Lernschnitt, bereits
eingetragene Werte in dieser Zeile werden von
der TNC berschrieben
C: Lernschnitt wurde erfolgreich durchgefhrt.
Beim nchsten Abarbeiten kann automatische
Vorschubregelung erfolgen
AFC Name der Regeleinstellung
Bevor Sie einen Lernschnitt durchfhren, auf folgende
Voraussetzungen achten:
Bei Bedarf die Regeleinstellungen in der Tabelle [Link]
anpassen
Gewnschte Regeleinstellung fr alle Werkzeuge in der Spalte
AFC der Werkzeugtabelle TOOL.T eintragen
Programm whlen das Sie einlernen wollen
Funktion AFC per Softkey aktivieren
Weitere Informationen: "AFC aktivieren/deaktivieren ",
Seite 460
Die Funktionen zum Starten und Beenden eines
Bearbeitungsabschnittes sind maschinenabhngig.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Sie knnen zu einem Werkzeug beliebig viele
Bearbeitungsschritte einlernen. Hierfr stellt Ihr
Maschinenhersteller entweder eine Funktion zur
Verfgung oder integriert diese Mglichkeit in die
Funktionen zum Einschalten der Spindel. Beachten
Sie Ihr Maschinenhandbuch!
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 457
11 Sonderfunktionen
11.4 Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45)
Wenn Sie einen Lernschnitt durchfhren, zeigt
die TNC in einem berblendfenster die bis dato
ermittelte Spindel-Referenzleistung an.
Sie knnen die Referenzleistung jederzeit
zurcksetzen, indem Sie den Softkey PREF RESET
drcken. Die TNC startet dann die Lernphase neu.
Wenn Sie einen Lernschnitt durchfhren, setzt
die TNC intern den Spindel-Override auf 100%.
Sie knnen die Spindeldrehzahl dann nicht mehr
verndern.
Sie knnen whrend des Lernschnittes ber den
Vorschub-Override den Bearbeitungsvorschub
beliebig verndern und somit Einfluss auf die
ermittelte Referenzlast nehmen.
Sie mssen nicht den vollstndigen
Bearbeitungsschritt im Lernmodus fahren. Wenn
sich die Schnittbedingungen nicht mehr wesentlich
verndern, dann knnen Sie sofort in den Modus
Regeln wechseln. Drcken Sie dazu den Softkey
LERNEN BEENDEN, der Status ndert sich dann von L
auf C.
Sie knnen einen Lernschnitt bei Bedarf beliebig oft
wiederholen. Setzen Sie dazu den Status ST manuell
wieder auf L. Eine Wiederholung des Lernschnitts
kann erforderlich sein, wenn der programmierte
Vorschub viel zu hoch programmiert war und Sie
whrend des Bearbeitungsschrittes den Vorschub-
Override stark zurckdrehen mssen.
Die TNC wechselt den Status von Lernen (L) auf
Regeln (C) nur dann, wenn die ermittelte Referenzlast
grer als 2 % betrgt. Bei kleineren Werten ist eine
adaptive Vorschubregelung nicht mglich.
458 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45) 11.4
Gehen Sie wie folgt vor, um die Datei <name>.[Link] zu
whlen und ggf. zu editieren:
Betriebsart: Taste Programmlauf Satzfolge
drcken
Softkey-Leiste umschalten
Softkey AFC-Einstellungen drcken
Wenn erforderlich Optimierungen durchfhren
Beachten Sie, dass die Datei <name>.[Link]
zum Editieren gesperrt ist, solange Sie das NC-
Programm <name>.H abarbeiten.
Die TNC setzt die Editiersperre erst zurck, wenn
eine der folgenden Funktionen abgearbeitet wurde:
M02
M30
END PGM
Sie knnen die Datei <name>.[Link] auch in der Betriebsart
Programmieren verndern. Wenn erforderlich, knnen Sie dort
auch einen Bearbeitungsabschnitt (komplette Zeile) lschen.
Um die Datei <name>.[Link] editieren zu
knnen, mssen Sie ggf. die Dateiverwaltung so
einstellen, dass alle Dateitypen angezeigt werden
(Softkey TYP WHLEN drcken).
Weitere Informationen: "Dateien", Seite 148
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 459
11 Sonderfunktionen
11.4 Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45)
AFC aktivieren/deaktivieren
Betriebsart: Taste Programmlauf Satzfolge
drcken
Softkey-Leiste umschalten
Adaptive Vorschubregelung aktivieren: Softkey auf
EIN stellen, die TNC zeigt in der Positionsanzeige
das AFC-Symbol an
Weitere Informationen: "Statusanzeigen",
Seite 92
Adaptive Vorschubregelung deaktivieren: Softkey
auf AUS stellen
460 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45) 11.4
Wenn die adaptive Vorschubregelung im Modus
Regeln aktiv ist, fhrt die Steuerung unabhngig
von der programmierten berlastreaktion eine
Abschaltreaktion aus:
Wenn bei der Referenz-Spindellast der minimale
Vorschubfaktor unterschritten wird
Wenn der programmierte Vorschub um 30 %
unterschritten wird
Die adaptive Vorschubregelung bleibt so lange aktiv,
bis Sie diese wieder per Softkey deaktivieren. Die
TNC speichert die Stellung des Softkeys auch ber
eine Stromunterbrechung hinaus.
Wenn die adaptive Vorschubregelung im Modus
Regeln aktiv ist, setzt die TNC intern den Spindel-
Override auf 100%. Sie knnen die Spindeldrehzahl
dann nicht mehr verndern.
Wenn die adaptive Vorschubregelung im Modus
Regeln aktiv ist, bernimmt die TNC die Funktion des
Vorschub-Overrides:
Wenn Sie den Vorschub-Override erhhen, hat
dies keinen Einfluss auf die Regelung.
Wenn Sie den Vorschub-Override um mehr
als 10% bezogen auf die maximale Stellung
reduzieren, dann schaltet die TNC die adaptive
Vorschubregelung ab. In diesem Fall blendet die
TNC ein Fenster mit entsprechendem Hinweistext
ein
In NC-Stzen, in denen FMAX programmiert ist, ist
die adaptive Vorschubregelung nicht aktiv.
Satzvorlauf bei aktiver Vorschubregelung ist erlaubt,
die TNC bercksichtigt die Schnittnummer der
Einstiegsstelle.
Die TNC zeigt in der zustzlichen Statusanzeige
verschiedene Informationen an, wenn die adaptive
Vorschubregelung aktiv ist.
Weitere Informationen: "Zustzliche
Statusanzeigen", Seite 94
Zustzlich zeigt die TNC in der Positionsanzeige das
Symbol an.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 461
11 Sonderfunktionen
11.4 Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45)
Protokolldatei
Whrend eines Lernschnitts speichert die TNC fr jeden
Bearbeitungsabschnitt verschiedene Informationen in der Datei
<name>.[Link] ab. <name> entspricht dabei dem Namen
des NC-Programms, fr das Sie den Lernschnitt durchgefhrt
haben. Beim Regeln aktualisiert die TNC die Daten und fhrt
verschiedene Auswertungen durch. Folgende Daten sind in dieser
Tabelle gespeichert:
Spalte Funktion
NR Nummer des Bearbeitungsabschnitts
TOOL Nummer oder Name des Werkzeugs, mit dem der
Bearbeitungsabschnitt durchgefhrt wurde
IDX Index des Werkzeugs, mit dem der
Bearbeitungsabschnitt durchgefhrt wurde
SNOM Solldrehzahl der Spindel [U/min]
SDIFF Maximale Differenz der Spindeldrehzahl in % von
der Solldrehzahl
CTIME Bearbeitungszeit (Werkzeug im Eingriff)
FAVG Durchschnittlicher Vorschub (Werkzeug im Eingriff)
FMIN Kleinster aufgetretener Vorschubfaktor. Die TNC
zeigt den Wert prozentual, bezogen auf den
programmierten Vorschub an
PMAX Maximal aufgetretene Spindelleistung whrend der
Bearbeitung. Die TNC zeigt den Wert prozentual,
bezogen auf die Nennleistung der Spindel an
PREF Referenzlast der Spindel. Die TNC zeigt den Wert
prozentual, bezogen auf die Nennleistung der
Spindel an
OVLD Reaktion, die die TNC bei berlast ausgefhrt hat:
M: Ein vom Maschinenhersteller definiertes
Makro wurde abgearbeitet
S: Direkter NC-Stopp wurde ausgefhrt
F: NC-Stopp wurde ausgefhrt, nachdem das
Werkzeug freigefahren wurde
E: Es wurde eine Fehlermeldung am Bildschirm
angezeigt
L: Das aktuelle Werkzeug wurde gesperrt
-: Es wurde keine berlastreaktion ausgefhrt
BLOCK Satznummer, an der der Bearbeitungsabschnitt
beginnt
Die Steuerung ermittelt whrend des Regelns die
aktuelle Bearbeitungszeit sowie die resultierende
Zeitersparnis in Prozent. Die Ergebnisse der
Auswertung trgt die Steuerung zwischen die
Schlsselwrter total und saved in die letzte Zeile
der Protokolldatei ein. Bei positiver Zeitbilanz ist der
Prozentwert ebenfalls positiv.
462 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Adaptive Vorschubregelung AFC (Option #45) 11.4
Gehen Sie wie folgt vor, um die Datei <name>.[Link] zu
whlen:
Betriebsart: Taste Programmlauf Satzfolge
drcken
Softkey-Leiste umschalten
Softkey AFC-Einstellungen drcken
Protokolldatei anzeigen
Werkzeugverschlei berwachen
Aktivieren Sie die schnittbezogene
Werkzeugverschleiberwachung, indem Sie in der
Werkzeugtabelle die Spalte AFC-OVLD1 mit einem Wert ungleich 0
definieren.
Die berlastreaktion ist abhngig von der [Link]-Spalte OVLD.
Die Steuerung wertet in Verbindung mit der schnittbezogenen
Werkzeugverschleiberwachung nur die beiden
Auswahlmglichkeiten M und L der Spalte OVLD aus, wodurch
folgende Reaktionen mglich sind:
berblendfenster
Sperren des aktuellen Werkzeugs
Einwechseln eines Schwesterwerkzeugs
Wenn die [Link]-Spalten FMIN und FMAX
jeweils den Wert 100 % aufweisen, ist die
adaptive Vorschubregelung deaktiviert, doch die
schnittbezogene Werkzeugverschleiberwachung
bleibt.
Weitere Informationen: "Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben",
Seite 212 und Seite 452
Werkzeuglast berwachen
Aktivieren Sie die schnittbezogene Werkzeuglastberwachung
(Werkzeugbruchkontrolle), indem Sie in der Werkzeugtabelle die
Spalte AFC-OVLD2 mit einem Wert ungleich 0 definieren.
Als berlastreaktion fhrt die Steuerung immer einen
Bearbeitungsstopp aus und sperrt zustzlich das aktuelle
Werkzeug!
Wenn die [Link]-Spalten FMIN und FMAX
jeweils den Wert 100 % aufweisen, ist die
adaptive Vorschubregelung deaktiviert, doch die
schnittbezogene Werkzeuglastberwachung bleibt.
Weitere Informationen: "Werkzeugdaten in die Tabelle eingeben",
Seite 212 und Seite 452
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 463
11 Sonderfunktionen
11.5 Aktive Ratter-Unterdrckung ACC (Option #145)
11.5 Aktive Ratter-Unterdrckung ACC
(Option #145)
Anwendung
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Diese Funktion muss vom Maschinenhersteller
freigegeben und angepasst werden.
Bei der Schruppbearbeitung (Leistungsfrsen) treten groe
Frskrfte auf. Abhngig von der Drehzahl des Werkzeugs sowie
von den in der Werkzeugmaschine vorhandenen Resonanzen und
dem Spanvolumen (Schnittleistung beim Frsen) kann es dabei
zu sogenanntem Rattern kommen. Dieses Rattern stellt fr
die Maschine eine hohe Beanspruchung dar. Auf der Werkstck-
Oberflche fhrt dieses Rattern zu unschnen Marken. Auch das
Werkzeug nutzt sich durch das Rattern stark und ungleichmig ab,
im Extremfall kann es sogar zum Werkzeugbruch kommen.
Zur Reduzierung der Ratterneigung einer Maschine bietet
HEIDENHAIN nun mit ACC (Active Chatter Control) eine
wirkungsvolle Reglerfunktion. Im Bereich der Schwerzerspanung
wirkt sich der Einsatz dieser Reglerfunktion besonders positiv
aus. Mit ACC sind wesentlich bessere Schnittleistungen mglich.
Abhngig vom Maschinentyp kann in der gleichen Zeit das
Zerspanvolumen um bis zu 25 % und mehr erhht werden.
Gleichzeitig reduzieren Sie die Belastung fr die Maschine und
erhhen die Standzeit des Werkzeugs.
Beachten Sie, dass ACC insbesondere fr die
Schwerzerspanung entwickelt wurde und in diesem
Bereich besonders effektiv einsetzbar ist. Ob ACC
auch bei normaler Schruppbearbeitung Vorteile
bietet, mssen Sie durch entsprechende Versuche
ermitteln.
Wenn Sie die Funktion ACC verwenden,
mssen Sie in der Werkzeugtabelle TOOL.T fr
das entsprechende Werkzeug die Anzahl der
Werzeugschneiden CUT eintragen.
464 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Aktive Ratter-Unterdrckung ACC (Option #145) 11.5
ACC aktivieren/deaktivieren
Um ACC zu aktivieren, mssen Sie zunchst fr das entsprechende
Werkzeug in der Werkzeugtabelle TOOL.T, die Spalte ACC auf Y
setzen (Taste ENT=Y, Taste NO ENT=N).
ACC fr den Maschinenbetrieb aktivieren/deaktivieren:
Betriebsart: Taste Programmlauf Satzfolge,
Programmlauf Einzelsatz oder Positionieren mit
Handeingabe drcken
Softkey-Leiste umschalten
ACC aktivieren: Softkey auf EIN stellen, die TNC
zeigt in der Positionsanzeige das ACC-Symbol an
Weitere Informationen: "Statusanzeigen",
Seite 92
ACC deaktivieren: Softkey auf AUS stellen
Wenn die Funktion ACC aktiv ist, zeigt die TNC in der
Positionsanzeige das Symbol an.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 465
11 Sonderfunktionen
11.6 Bearbeitung mit Parallelachsen U, V und W
11.6 Bearbeitung mit Parallelachsen U, V
und W
bersicht
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Ihre Maschine muss vom Maschinenhersteller
konfiguriert sein, wenn Sie die Parallelachsfunktionen
nutzen wollen.
Abhngig von der Konfiguration kann die Funktion
PARAXCOMP standardmig eingeschaltet sein.
Neben den Hauptachsen X, Y und Z gibt es parallel laufende
Zusatzachsen U, V und W. Hauptachsen und Parallelachsen sind
einander fest zugeordnet:
Hauptachse Parallelachse Drehachse
X U A
Y V B
Z W C
Die TNC stellt fr das Bearbeiten mit Parallelachsen U, V und W
folgende Funktionen zur Verfgung:
Softkey Funktion Bedeutung Seite
PARAXCOMP Definieren, wie sich die 468
TNC beim Positionieren
von Parallelachsen
verhalten soll
PARAXMODE Definieren, mit 469
welchen Achsen die
TNC die Bearbeitung
durchfhren soll
Nach dem Hochlauf der TNC ist grundstzlich die
Standardkonfiguration wirksam.
Vor einem Wechsel der Maschinenkinematik mssen
Sie die Parallelachsfunktionen deaktivieren.
Mit dem Maschinenparameter noParaxMode
(Nr. 105413) knnen Sie die Programmierung von
Parallelachsen deaktivieren.
466 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Bearbeitung mit Parallelachsen U, V und W 11.6
FUNCTION PARAXCOMP DISPLAY
Mit der Funktion PARAXCOMP DISPLAY schalten Sie die Anzeige- NC-Satz
Funktion fr Parallelachsbewegungen ein. Die TNC verrechnet 13 FUNCTION PARAXCOMP DISPLAY W
Verfahrbewegungen der Parallelachse in der Positionsanzeige der
zugehrigen Hauptachse (Summenanzeige). Die Positionsanzeige
der Hauptachse zeigt dadurch immer die relative Entfernung
vom Werkzeug zum Werkstck an, unabhngig davon, ob Sie die
Hauptachse oder die Nebenachse bewegen.
Gehen Sie bei der Definition wie folgt vor:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartext-Funktionen whlen
FUNCTION PARAX whlen
FUNCTION PARAXCOMP whlen
FUNCTION PARAXCOMP DISPLAY whlen
Parallelachse definieren, deren Bewegungen die
TNC in der Positionsanzeige der zugehrigen
Hauptachse verrechnen soll
FUNCTION PARAXCOMP MOVE
NC-Satz
Die Funktion PARAXCOMP MOVE knnen Sie nur in
13 FUNCTION PARAXCOMP MOVE W
Verbindung mit Geraden-Stzen (L) verwenden.
Mit der Funktion PARAXCOMP MOVE kompensiert die TNC
Parallelachsbewegungen durch Ausgleichsbewegungen in der jeweils
zugehrigen Hauptachse.
Beispielsweise wrde, bei einer Parallelachsbewegung der W-
Achse in negativer Richtung, gleichzeitig die Hauptachse Z um den
gleichen Wert in positiver Richtung bewegt. Die relative Entfernung
vom Werkzeug zum Werkstck bleibt gleich. Anwendung bei
Portalmaschine: Pinole einfahren, um synchron den Querbalken nach
unten zu verfahren.
Gehen Sie bei der Definition wie folgt vor:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartext-Funktionen whlen
FUNCTION PARAX whlen
FUNCTION PARAXCOMP whlen
FUNCTION PARAXCOMP MOVE whlen
Parallelachse definieren
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 467
11 Sonderfunktionen
11.6 Bearbeitung mit Parallelachsen U, V und W
FUNCTION PARAXCOMP deaktivieren
NC-Stze
Nach dem Hochlauf der TNC ist grundstzlich die
13 FUNCTION PARAXCOMP OFF
Standardkonfiguration wirksam.
13 FUNCTION PARAXCOMP OFF W
Die TNC setzt Parallelachsfunktion PARAXCOMP mit
folgenden Funktionen zurck:
Anwahl eines Programmes
PARAXCOMP OFF
Vor einem Wechsel der Maschinenkinematik mssen
Sie die Parallelachsfunktionen deaktivieren.
Mit der Funktion PARAXCOMP OFF schalten Sie die
Parallelachsfunktionen PARAXCOMP DISPLAY und PARAXCOMP MOVE
aus. Gehen Sie bei der Definition wie folgt vor:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartext-Funktionen whlen
FUNCTION PARAX whlen
FUNCTION PARAXCOMP whlen
FUNCTION PARAXCOMP OFF whlen. Wenn
Sie nur fr einzelne Parallelachsen die
Parallelachsfunktionen ausschalten wollen, dann
diese Achse zustzlich mit Angeben
468 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Bearbeitung mit Parallelachsen U, V und W 11.6
FUNCTION PARAXMODE
NC-Satz
Zum Aktivieren der Funktion PARAXMODE mssen Sie
13 FUNCTION PARAXMODE X Y W
immer 3 Achsen definieren.
Falls Sie die Funktionen PARAXMODE und
PARAXCOMP kombinieren, deaktiviert die TNC
die Funktion PARAXCOMP fr eine Achse die
in beiden Funktionen definiert wurde. Nachdem
Sie PARAXMODE deaktivieren, ist die Funktion
PARAXCOMP wieder aktiv.
Mit der Funktion PARAXMODE definieren Sie die Achsen, mit
denen die TNC die Bearbeitung durchfhren soll. Smtliche
Verfahrbewegungen und Konturbeschreibungen programmieren Sie
maschinenunabhngig ber die Hauptachsen X, Y und Z.
Definieren Sie in der Funktion PARAXMODE 3 Achsen
(z. B. FUNCTION PARAXMODE X Y W), mit denen die TNC die
programmierten Verfahrbewegungen ausfhren soll.
Gehen Sie bei der Definition wie folgt vor:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartext-Funktionen whlen
FUNCTION PARAX whlen
FUNCTION PARAXMODE whlen
FUNCTION PARAXMODE whlen
Achsen fr die Bearbeitung definieren
Hauptachse und Parallelachse gleichzeitig verfahren
Wenn die Funktion PARAXMODE aktiv ist, fhrt die TNC NC-Satz
programmierte Verfahrbewegungen mit den in der Funktion 13 FUNCTION PARAXMODE X Y W
definierten Achsen aus. Falls die TNC gleichzeitig mit einer
Parallelachse und der zugehrigen Hauptachse verfahren soll, knnen 14 L Z+100 &Z+150 R0 FMAX
Sie die jeweilige Achse zustzlich mit dem Zeichen &eingeben. Die
Achse mit dem &-Zeichen bezieht sich dann auf die Hauptachse.
Das Syntaxelement & ist nur in L-Stzen erlaubt.
Die zustzliche Positionierung einer Hauptachse mit
dem Befehl & erfolgt im REF-System. Falls Sie die
Positionsanzeige auf Ist-Wert eingestellt haben,
wird diese Bewegung nicht angezeigt. Schalten Sie die
Positionsanzeige ggf. auf REF-Wert um.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 469
11 Sonderfunktionen
11.6 Bearbeitung mit Parallelachsen U, V und W
FUNCTION PARAXMODE deaktivieren
NC-Satz
Nach dem Hochlauf der TNC ist grundstzlich die
13 FUNCTION PARAXMODE OFF
Standardkonfiguration wirksam.
Die TNC setzt Parallelachsfunktion PARAXMODE OFF
mit folgenden Funktionen zurck:
Anwahl eines Programmes
Programm-Ende
M2 bzw. M30
PARAXMODE OFF
Vor einem Wechsel der Maschinenkinematik mssen
Sie die Parallelachsfunktionen deaktivieren.
Mit der Funktion PARAXMODE OFF schalten Sie die
Parallelachsfunktion aus. Die TNC verwendet die vom
Maschinenhersteller konfigurierten Hauptachsen. Gehen Sie bei der
Definition wie folgt vor:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartext-Funktionen whlen
FUNCTION PARAX whlen
FUNCTION PARAXMODE whlen
FUNCTION PARAXMODE OFF whlen
470 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Bearbeitung mit Parallelachsen U, V und W 11.6
Beispiel Bohren mit W-Achse
0 BEGIN PGM PAR MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL CALL 5 Z S2222 Werkzeugaufruf mit Spindelachse Z
4 L Z+0 W+0 R0 FMAX M91 Rcksetzen der Hauptachse und Nebenachse
5 L Z+100 R0 FMAX M3 Positionieren der Hauptachse
6 CYCL DEF 200 BOHREN
Q200=+2 ;SICHERHEITS-ABST.
Q201=-20 ;TIEFE
Q206=+150 ;VORSCHUB TIEFENZ.
Q202=+5 ;ZUSTELL-TIEFE
Q210=+0 ;VERWEILZEIT OBEN
Q203=+0 ;KOOR. OBERFLAECHE
Q204=+50 ;2. SICHERHEITS-ABST.
Q211=+0 ;VERWEILZEIT UNTEN
Q395=+0 ;BEZUG TIEFE
7 FUNCTION PARAXCOMP DISPLAY Z W Aktivieren der Anzeigekompensation
8 FUNCTION PARAXMODE X Y W Positive Achsauswahl
9 L X+50 Y+50 R0 FMAX M99 Zustellung fhrt Nebenachse W aus
10 FUNCTION PARAXMODE OFF Standard-Achskonfiguration wiederherstellen
11 L Z+0 W+0 R0 FMAX M91 Rcksetzen der Hauptachse und Nebenachse
12 L M30
13 END PGM PAR MM
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 471
11 Sonderfunktionen
11.7 Dateifunktionen
11.7 Dateifunktionen
Anwendung
Mit den FUNCTION FILE-Funktionen knnen Sie aus dem NC-
Programm heraus die Dateioperationen kopieren, verschieben und
lschen ausfhren.
Die FILE-Funktionen drfen Sie nicht auf Programme
oder Dateien anwenden, auf die Sie zuvor mit
Funktionen wie CALL PGM oder CYCL DEF 12 PGM
CALL referenziert haben.
Dateioperationen definieren
Sonderfunktionen whlen
Programmfunktionen whlen
Dateioperationen whlen: Die TNC zeigt die
verfgbaren Funktionen an
Softkey Funktion Bedeutung
FILE Datei kopieren: Pfadnamen der zu
COPY kopierenden Datei und Pfadnamen
der Zieldatei angeben
FILE Datei verschieben: Pfadnamen
MOVE der zu verschiebenden Datei und
Pfadnamen der Zieldatei angeben
FILE Datei lschen: Pfadnamen der zu
DELETE lschenden Datei angeben
472 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Koordinaten-Transformationen definieren 11.8
11.8 Koordinaten-Transformationen
definieren
bersicht
Alternativ zum Koordinatentransformationszyklus 7 NULLPUNKT-
VERSCHIEBUNG knnen Sie auch die Klartextfunktion TRANS
DATUM verwenden. Ebenso wie beim Zyklus 7 knnen Sie
mit TRANS DATUM Verschiebungswerte direkt programmieren
oder eine Zeile aus einer whlbaren Nullpunkttabelle aktivieren.
Zustzlich steht Ihnen die Funktion TRANS DATUM RESET zur
Verfgung, mit der Sie eine aktive Nullpunktverschiebung auf
einfache Weise zurcksetzen knnen.
TRANS DATUM AXIS
Mit der Funktion TRANS DATUM AXIS definieren Sie eine NC-Satz
Nullpunktverschiebung durch Eingabe von Werten in der jeweiligen 13 TRANS DATUMAXIS X+10 Y+25 Z+42
Achse. Sie knnen in einem Satz bis zu neun Koordinaten definieren,
Inkrementaleingabe ist mglich. Gehen Sie bei der Definition wie
folgt vor:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartextfunktionen whlen
Transformationen whlen
Nullpunktverschiebung TRANS DATUM whlen
Softkey fr Werteingabe whlen
Nullpunktverschiebung in den gewnschten Achsen
eingeben, jeweils mit Taste ENT besttigen
Absolut eingegebene Werte beziehen sich auf den
Werkstcknullpunkt, der durch das Bezugspunktsetzen
oder durch einen Preset aus der Preset-Tabelle
festgelegt ist.
Inkrementalwerte beziehen sich immer auf den zuletzt
gltigen Nullpunkt dieser kann bereits verschoben
sein.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 473
11 Sonderfunktionen
11.8 Koordinaten-Transformationen definieren
TRANS DATUM TABLE
Mit der Funktion TRANS DATUM TABLE definieren Sie eine NC-Satz
Nullpunktverschiebung durch Anwhlen einer Nullpunktnummer aus 13 TRANS DATUMTABLE TABLINE25
einer Nullpunkttabelle. Gehen Sie bei der Definition wie folgt vor:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartextfunktionen whlen
Transformationen whlen
Nullpunktverschiebung TRANS DATUM whlen
Nullpunktverschiebung TRANS DATUM TABLE
whlen
Zeilennummer eingeben, die die TNC aktivieren soll,
mit Taste ENT besttigen
Wenn gewnscht, Namen der Nullpunkttabelle
eingeben, aus der Sie die Nullpunktnummer
aktivieren wollen, mit Taste ENT besttigen. Wenn
Sie keine Nullpunkttabelle definieren wollen, mit
Taste NO ENT besttigen
Wenn Sie im TRANS DATUM TABLE-Satz keine
Nullpunkt-Tabelle definiert haben, dann verwendet die
TNC die mit SEL TABLE bereits zuvor im NC-Programm
gewhlte Nullpunkt-Tabelle oder die in der Betriebsart
Programmlauf Einzelsatz oder Programmlauf
Satzfolge gewhlte Nullpunkt-Tabelle mit Status M.
474 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Koordinaten-Transformationen definieren 11.8
TRANS DATUM RESET
Mit der Funktion TRANS DATUM RESET setzen Sie eine NC-Satz
Nullpunktverschiebung zurck. Dabei ist es unerheblich, wie Sie den 13 TRANS DATUM RESET
Nullpunkt zuvor definiert haben. Gehen Sie bei der Definition wie
folgt vor:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartextfunktionen whlen
Transformationen whlen
Nullpunktverschiebung TRANS DATUM whlen
Softkey NULLPUNKTVERSCHIEB. RCKSETZEN
whlen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 475
11 Sonderfunktionen
11.9 Textdateien erstellen
11.9 Textdateien erstellen
Anwendung
An der TNC knnen Sie Texte mit einem Text-Editor erstellen und
berarbeiten. Typische Anwendungen:
Erfahrungswerte festhalten
Arbeitsablufe dokumentieren
Formelsammlungen erstellen
Textdateien sind Dateien vom Typ .A (ASCII). Wenn Sie andere
Dateien bearbeiten mchten, dann konvertieren Sie diese zuerst in
den Typ .A.
Textdatei ffnen und verlassen
Betriebsart: Taste Programmieren drcken
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Dateien vom Typ .A anzeigen: Nacheinander Softkey TYP
WHLEN und Softkey ALLE ANZ. drcken
Datei whlen und mit Softkey WHLEN oder Taste ENT ffnen
oder eine neue Datei ffnen: Neuen Namen eingeben, mit Taste
ENT besttigen
Wenn Sie den Text-Editor verlassen wollen, dann rufen Sie die
Dateiverwaltung auf und whlen eine Datei eines anderen Typs,
wie z. B. ein Bearbeitungsprogramm.
Softkey Cursor-Bewegungen
Cursor ein Wort nach rechts
Cursor ein Wort nach links
Cursor auf die nchste Bildschirmseite
Cursor auf die vorherige Bildschirmseite
Cursor zum Dateianfang
Cursor zum Dateiende
476 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Textdateien erstellen 11.9
Texte editieren
ber der ersten Zeile des Texteditors befindet sich ein
Informationsfeld, in dem Dateinamen, Aufenthaltsort und
Zeileninformationen anzeigt werden:
Datei: Name der Textdatei
Zeile: Aktuelle Zeilenposition des Cursors
Spalte: Aktuelle Spaltenposition des Cursors
Der Text wird an der Stelle eingefgt, an der sich der Cursor gerade
befindet. Mit den Pfeiltasten bewegen Sie den Cursor an jede
beliebige Stelle der Textdatei.
Mit der Taste RETURN oder ENT knnen Sie Zeilen umbrechen.
Zeichen, Wrter und Zeilen lschen und wieder
einfgen
Mit dem Text-Editor knnen Sie ganze Worte oder Zeilen lschen
und an anderer Stelle wieder einfgen.
Cursor auf Wort oder Zeile bewegen, die gelscht und an
anderer Stelle eingefgt werden soll
Softkey WORT LSCHEN bzw. ZEILE LSCHEN drcken: Der
Text wird entfernt und zwischengespeichert
Cursor auf Position bewegen, an der der Text eingefgt werden
soll und Softkey ZEILE / WORT EINFGEN drcken
Softkey Funktion
Zeile lschen und zwischenspeichern
Wort lschen und zwischenspeichern
Zeichen lschen und zwischenspeichern
Zeile oder Wort nach Lschen wieder einfgen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 477
11 Sonderfunktionen
11.9 Textdateien erstellen
Textblcke bearbeiten
Sie knnen Textblcke beliebiger Gre kopieren, lschen und an
anderer Stelle wieder einfgen. In jedem Fall markieren Sie zuerst
den gewnschten Textblock:
Textblock markieren: Cursor auf das Zeichen bewegen, an dem
die Textmarkierung beginnen soll
Softkey BLOCK MARKIEREN drcken
Cursor auf das Zeichen bewegen, an dem die
Textmarkierung enden soll. Wenn Sie den Cursor
mit den Pfeiltasten direkt nach oben und unten
bewegen, werden die dazwischenliegenden
Textzeilen vollstndig markiert der markierte Text
wird farblich hervorgehoben
Nachdem Sie den gewnschten Textblock markiert haben,
bearbeiten Sie den Text mit folgenden Softkeys weiter:
Softkey Funktion
Markierten Block lschen und
zwischenspeichern
Markierten Block zwischenspeichern, ohne zu
lschen (kopieren)
Wenn Sie den zwischengespeicherten Block an anderer Stelle
einfgen wollen, fhren Sie noch folgende Schritte aus:
Cursor auf die Position bewegen, an der Sie den
zwischengespeicherten Textblock einfgen wollen
Softkey BLOCK EINFGEN drcken: Text wird
eingefgt
Solange sich der Text im Zwischenspeicher befindet, knnen Sie
ihn beliebig oft einfgen.
Markierten Block in andere Datei bertragen
Den Textblock wie bereits beschrieben markieren
Softkey ANHNGEN AN DATEI drcken. Die TNC
zeigt den Dialog Ziel-Datei =
Pfad und Namen der Zieldatei eingeben. Die TNC
hngt den markierten Textblock an die Zieldatei
an. Wenn keine Zieldatei mit dem eingegebenen
Namen existiert, dann schreibt die TNC markierten
Text in eine neue Datei
Andere Datei an Cursor-Position einfgen
Den Cursor an die Stelle im Text bewegen, an der Sie eine
andere Textdatei einfgen mchten
Softkey EINFGEN VON DATEI drcken. Die TNC
zeigt den Dialog Datei-Name =
Pfad und Namen der Datei eingeben, die Sie
einfgen wollen
478 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Textdateien erstellen 11.9
Textteile finden
Die Suchfunktion des Texteditors findet Worte oder Zeichenketten
im Text. Die TNC stellt zwei Mglichkeiten zur Verfgung.
Aktuellen Text finden
Die Suchfunktion soll ein Wort finden, das dem Wort entspricht, in
dem sich der Cursor gerade befindet:
Cursor auf das gewnschte Wort bewegen
Suchfunktion whlen: Softkey SUCHEN drcken
Softkey AKTUELLES WORT SUCHEN drcken
Wort suchen: Softkey SUCHEN drcken
Suchfunktion verlassen: Softkey ENDE drcken
Beliebigen Text finden
Suchfunktion whlen: Softkey SUCHEN drcken. Die TNC zeigt
den Dialog Suche Text :
Gesuchten Text eingeben
Text suchen: Softkey SUCHEN drcken
Suchfunktion verlassen Softkey ENDE drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 479
11 Sonderfunktionen
11.10 Frei definierbare Tabellen
11.10 Frei definierbare Tabellen
Grundlagen
In frei definierbaren Tabellen knnen Sie beliebige Informationen
vom NC-Programm aus speichern und lesen. Dafr stehen die Q-
Parameterfunktionen FN 26 bis FN 28 zur Verfgung.
Das Format frei definierbarer Tabellen, also die enthaltenen Spalten
und ihre Eigenschaften, knnen Sie mit dem Struktur-Editor
ndern. Dadurch knnen Sie Tabellen erstellen, die exakt auf Ihre
Anwendung zugeschnitten sind.
Des Weiteren knnen Sie zwischen einer Tabellenansicht
(Standardeinstellung) und einer Formularansicht wechseln.
Frei definierbare Tabellen anlegen
Dateiverwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
Beliebigen Dateinamen mit Endung .TAB eingeben, mit der
Taste ENT besttigen: Die TNC zeigt ein berblendfenster mit
fest hinterlegten Tabellenformaten
Mit der Pfeiltaste eine Tabellenvorlage z. B. [Link]
whlen, mit der Taste ENT besttigen: Die TNC ffnet eine neue
Tabelle in dem vordefinierten Format
Um die Tabelle an Ihre Bedrfnisse anzupassen, mssen Sie
das Tabellenformat ndern
Weitere Informationen: "Tabellenformat ndern", Seite 481
Ihr Maschinenhersteller kann eigene
Tabellenvorlagen erstellen und in der TNC ablegen.
Wenn Sie eine neue Tabelle erzeugen, ffnet die
TNC ein berblendfenster, in dem alle vorhandenen
Tabellenvorlagen aufgelistet werden.
Sie knnen auch eigene Tabellenvorlagen in der
TNC hinterlegen. Hierzu erstellen Sie eine neue
Tabelle, ndern das Tabellenformat und speichern
diese Tabelle im Verzeichnis TNC:\system\proto.
Wenn Sie nun eine neue Tabelle erstellen, wird Ihre
Vorlage ebenfalls in dem Auswahlfenster fr die
Tabellenvorlagen angeboten.
480 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Frei definierbare Tabellen 11.10
Tabellenformat ndern
Drcken Sie den Softkey FORMAT EDITIEREN (Softkey-Leiste
umschalten): Die TNC ffnet das Editor-Formular, in dem die
Tabellenstruktur dargestellt ist. Entnehmen Sie die Bedeutung
des Strukturbefehls (Kopfzeileneintrag) aus nachfolgender
Tabelle.
Strukturbefehl Bedeutung
Verfgbare Auflistung aller in der Tabelle
Spalten: enthaltenen Spalten
Verschieben vor: Der in Verfgbare Spalten markierte
Eintrag wird vor diese Spalte geschoben
Name Spaltenname: wird in der Kopfzeile
angezeigt
Spaltentyp TEXT: Texteingabe
SIGN: Vorzeichen + oder -
BIN: Binrzahl
DEC: Dezimale, positive, ganze Zahl
(Kardinalzahl)
HEX: Hexadezimalzahl
INT: ganze Zahl
LENGTH: Lnge (wird in inch-
Programmen umgerechnet)
FEED: Vorschub (mm/min oder 0.1 inch/
min)
IFEED: Vorschub (mm/min oder inch/min)
FLOAT: Fliekommazahl
BOOL: Wahrheitswert
INDEX: Index
TSTAMP: Fest definiertes Format fr
Datum und Uhrzeit
UPTEXT: Texteingabe in
Grobuchstaben
PATHNAME: Pfadname
Default Wert Wert, mit dem die Felder in dieser
Spalte vorbelegt werden
Breite Breite der Spalte (Anzahl Zeichen)
Primrschlssel Erste Tabellenspalte
Sprachabhngige Sprachabhngige Dialoge
Spaltenbezeichnung
Sie knnen im Formular mit einer angeschlossenen Maus oder mit
der TNC-Tastatur navigieren. Navigation mit der TNC-Tastatur:
Drcken Sie die Navigationstasten, um in die
Eingabefelder zu springen. Innerhalb eines
Eingabefelds knnen Sie mit den Pfeiltasten
navigieren. Aufklappbare Mens ffnen Sie mit der
Taste GOTO.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 481
11 Sonderfunktionen
11.10 Frei definierbare Tabellen
In einer Tabelle die bereits Zeilen enthlt, knnen
Sie die Tabelleneigenschaften Name und Spaltentyp
nicht verndern. Erst wenn Sie alle Zeilen lschen,
knnen Sie diese Eigenschaften ndern. Erstellen Sie
ggf. vorher eine Sicherheitskopie der Tabelle.
In einem Feld vom Spaltentyp TSTAMP knnen Sie
einen ungltigen Wert zurcksetzten, wenn Sie die
Taste CE und anschlieend die Taste ENT drcken.
Struktur-Editor beenden
Drcken Sie den Softkey OK. Die TNC schliet das Editor-
Formular und bernimmt die nderungen. Durch Drcken des
Softkeys ABBRUCH werden alle nderungen verworfen.
Wechseln zwischen Tabellen- und Formularansicht
Alle Tabellen mit der Endung .TAB knnen Sie sich entweder in der
Listenansicht oder in der Formularansicht anzeigen lassen.
Drcken Sie die Taste fr die Einstellung
der Bildschirmaufteilung. Whlen Sie den
entsprechenden Softkey fr die Listen- oder
Formularansicht (Formularansicht: mit und ohne
Dialogtexte)
In der Formularansicht zeigt die TNC in der linken Bildschirmhlfte
die Zeilennummern mit dem Inhalt der ersten Spalte.
In der rechten Bildschirmhlfte knnen Sie die Daten ndern.
Drcken Sie die Taste ENT oder die Pfeiltaste, um in das
nchste Eingabefeld zu wechseln
Um eine andere Zeile zu whlen, drcken Sie die
Navigationstaste (Ordnersymbol). Dadurch wechselt der Cursor
in das linke Fenster und Sie knnen mit den Pfeiltasten die
gewnschte Zeile whlen. Mit der Navigationstaste wechseln
Sie wieder in das Eingabefenster
482 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Frei definierbare Tabellen 11.10
FN 26: TABOPEN Frei definierbare Tabelle ffnen
Mit der Funktion FN 26: TABOPEN ffnen Sie eine beliebige frei
definierbare Tabelle, um diese Tabelle mit FN 27 zu beschreiben,
bzw. aus dieser Tabelle mit FN 28 zu lesen.
In einem NC-Programm kann immer nur eine Tabelle
geffnet sein. Ein neuer Satz mit FN 26: TABOPEN
schliet die zuletzt geffnete Tabelle automatisch.
Die zu ffnende Tabelle muss die Endung .TAB
haben.
Beispiel: Tabelle [Link] ffnen, die im Verzeichnis TNC:\DIR1
gespeichert ist
56 FN 26: TABOPEN TNC:\DIR1\[Link]
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 483
11 Sonderfunktionen
11.10 Frei definierbare Tabellen
FN 27: TABWRITE Frei definierbare Tabelle
beschreiben
Mit der Funktion FN 27: TABWRITE beschreiben Sie die Tabelle, die
Sie zuvor mit FN 26: TABOPEN geffnet haben.
Sie knnen mehrere Spaltennamen in einem TABWRITE-Satz
definieren, d. h. beschreiben. Die Spaltennamen mssen zwischen
Anfhrungszeichen stehen und durch ein Komma getrennt sein.
Den Wert, den die TNC in die jeweilige Spalte schreiben soll,
definieren Sie in Q-Parametern.
Beachten Sie, dass die Funktion FN 27: TABWRITE
standardmig auch in der Betriebsart Programm-
Test Werte in die aktuell geffnete Tabelle schreibt.
Mit der Funktion FN18 ID992 NR16 knnen Sie
abfragen, in welcher Betriebsart das Programm
ausgefhrt wird. Falls die Funktion FN27 nur in
den Betriebsarten Programmlauf Einzelsatz und
Programmlauf Satzfolge ausgefhrt werden
soll, knnen Sie mit einer Sprunganweisung den
entsprechenden Programmabschnitt berspringen.
Weitere Informationen: "Wenn/dann-
Entscheidungen mit Q-Parametern", Seite 350
Sie knnen nur numerische Tabellenfelder
beschreiben.
Wenn Sie mehrere Spalten in einem Satz
beschreiben wollen, mssen Sie die zu schreibenden
Werte in aufeinanderfolgenden Q-Parameter-
Nummern speichern.
Beispiel
In die Zeile 5 der momentan geffneten Tabelle die Spalten Radius,
Tiefe und D beschreiben. Die Werte, die in die Tabelle geschrieben
werden sollen, mssen in den Q-Parametern Q5, Q6 und Q7
gespeichert sein.
53 Q5 = 3,75
54 Q6 = -5
55 Q7 = 7,5
56 FN 27: TABWRITE 5/RADIUS,TIEFE,D = Q5
484 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Frei definierbare Tabellen 11.10
FN 28: TABREAD Frei definierbare Tabelle lesen
Mit der Funktion FN 28: TABREAD lesen Sie aus der Tabelle, die Sie
zuvor mit FN 26: TABOPEN geffnet haben.
Sie knnen mehrere Spaltennamen in einem TABREAD-Satz
definieren, d. h. lesen. Die Spaltennamen mssen zwischen
Anfhrungszeichen stehen und durch ein Komma getrennt sein.
Die Q-Parameternummer, in die die TNC den ersten gelesenen
Wert schreiben soll, definieren Sie im FN 28-Satz.
Sie knnen nur numerische Tabellenfelder lesen.
Wenn Sie mehrere Spalten in einem Satz lesen,
dann speichert die TNC die gelesenen Werte in
aufeinanderfolgenden Q-Parameter-Nummern.
Beispiel
Aus der Zeile 6 der momentan geffneten Tabelle die Werte
der Spalten Radius, Tiefe und D lesen. Den ersten Wert im Q-
Parameter Q10 speichern (zweiter Wert in Q11, dritter Wert in Q12).
56 FN 28: TABREAD Q10 = 6/RADIUS,TIEFE,D
Tabellenformat anpassen
Diese Funktion drfen Sie nur in Abstimmung mit
Ihrem Maschinenhersteller verwenden!
Softkey Funktion
Format vorhandener Tabellen nach nderung der
Steuerungssoftwareversion anpassen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 485
11 Sonderfunktionen
11.11 Pulsierende Drehzahl FUNCTION S-PULSE
11.11 Pulsierende Drehzahl
FUNCTION S-PULSE
Pulsierende Drehzahl programmieren
Anwendung
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Das Verhalten dieser Funktion ist
maschinenabhngig.
Mit der Funktion FUNCTION S-PULSE programmieren Sie eine
pulsierende Drehzahl, um z. B. beim Drehen mit konstanter
Drehzahl Eigenschwingungen der Maschine zu vermeiden.
Mit dem Eingabewert P-TIME definieren Sie die Dauer einer
Schwingung (Periodenlnge), mit dem Eingabewert SCALE die
Drehzahlnderung in Prozent. Die Spindeldrehzahl wechselt
sinusfrmig um den Sollwert.
Vorgehensweise
Gehen Sie bei der Definition wie folgt vor: NC-Satz
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden 13 FUNCTION S-PULSE P-TIME10
SCALE5
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartextfunktionen whlen
Softkey FUNCTION SPINDLE drcken
Softkey SPINDLE-PULSE drcken
Periodenlnge P-TIME definieren
Drehzahlnderung SCALE definieren
Die Steuerung berschreitet niemals eine
programmierte Drehzahlbegrenzung. Die Drehzahl wird
gehalten, bis die Sinuskurve der Funktion FUNCTION S-
PULSE die maximale Drehzahl wieder unterschreitet.
Symbole
In der Statusanzeige zeigt das Symbol den Zustand der
Pulsierenden Drehzahl:
Symbol Funktion
Pulsierende Drehzahl aktiv
486 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Pulsierende Drehzahl FUNCTION S-PULSE 11.11
Pulsierende Drehzahl zurcksetzen
Mit der Funktion FUNCTION S-PULSE RESET setzen Sie die NC-Satz
pulsierende Drehzahl zurck. 18 FUNCTION S-PULSE RESET
Gehen Sie bei der Definition wie folgt vor:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartextfunktionen whlen
Softkey FUNCTION SPINDLE drcken
Softkey RESET SPINDLE-PULSE drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 487
11 Sonderfunktionen
11.12 Verweilzeit FUNCTION FEED
11.12 Verweilzeit FUNCTION FEED
Verweilzeit programmieren
Anwendung
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Das Verhalten dieser Funktion ist
maschinenabhngig.
Mit der Funktion FUNCTION FEED DWELL programmieren Sie
eine sich wiederholende Verweilzeit in Sekunden, z. B. um einen
Spanbruch in einem Drehzyklus zu erzwingen. Sie programmieren
FUNCTION FEED DWELL unmittelbar vor der Bearbeitung, die Sie
mit Spanbruch ausfhren wollen.
Die definierte Verweilzeit aus FUNCTION FEED DWELL wirkt
sowohl im Frsbetrieb als auch im Drehbetrieb.
Die Funktion FUNCTION FEED DWELL wirkt nicht bei Bewegungen
im Eilgang und Antastbewegungen.
Schaden am Werkstck!
Verwenden Sie FUNCTION FEED DWELL nicht zum
Fertigen von Gewinden.
Vorgehensweise
Gehen Sie bei der Definition wie folgt vor: NC-Satz
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden 13 FUNCTION FEED DWELL D-TIME0.5
F-TIME5
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartext-Funktionen whlen
Softkey FUNCTION FEED drcken
Softkey FEED DWELL drcken
Intervalldauer Verweilen D-TIME definieren
Intervalldauer Zerspanen F-TIME definieren
488 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
11
Verweilzeit FUNCTION FEED 11.12
Verweilzeit zurcksetzen
NC-Satz
Setzen Sie die Verweilzeit unmittelbar nach der mit
18 FUNCTION FEED DWELL RESET
Spanbruch ausgefhrten Bearbeitung zurck.
Mit der Funktion FUNCTION FEED DWELL RESET setzen Sie die sich
wiederholende Verweilzeit zurck.
Gehen Sie bei der Definition wie folgt vor:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener
Klartext-Funktionen whlen
Softkey FUNCTION FEED drcken
Softkey RESET FEED DWELL drcken
Sie knnen die Verweilzeit auch mit Eingabe D-TIME 0
zurcksetzen.
Die TNC setzt die Funktion FUNCTION FEED DWELL
automatisch bei einem Programmende zurck.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 489
11 Sonderfunktionen
11.13 Verweilzeit FUNCTION DWELL
11.13 Verweilzeit FUNCTION DWELL
Verweilzeit programmieren
Anwendung
Mit der Funktion FUNCTION DWELL programmieren Sie eine
Verweilzeit in Sekunden oder Sie definieren die Anzahl der
Spindelumdrehungen fr das Verweilen.
Die definierte Verweilzeit aus FUNCTION DWELL wirkt sowohl im
Frsbetrieb als auch im Drehbetrieb.
Vorgehensweise
Gehen Sie bei der Definition wie folgt vor: NC-Satz
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden 13 FUNCTION DWELL TIME10
Men fr Funktionen zur Definition verschiedener NC-Satz
Klartextfunktionen whlen 23 FUNCTION DWELL REV5.8
Softkey FUNCTION DWELL
Softkey DWELL TIME drcken
Zeitdauer in Sekunden definieren
Alternativ Softkey DWELL REVOLUTIONS drcken
Anzahl der Spindelumdrehungen definieren
490 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Mehrachs-
bearbeitung
12 Mehrachsbearbeitung
12.1 Funktionen fr die Mehrachsbearbeitung
12.1 Funktionen fr die
Mehrachsbearbeitung
In diesem Kapitel sind die TNC-Funktionen zusammengefasst, die
mit der Mehrachsbearbeitung zusammenhngen:
TNC-Funktion Beschreibung Seite
PLANE Bearbeitungen in der geschwenkten Bearbeitungsebene definieren 493
M116 Vorschub von Drehachsen 519
PLANE/M128 Sturzfrsen 517
FUNCTION TCPM Verhalten der TNC beim Positionieren von Drehachsen festlegen 527
(Weiterentwicklung von M128)
M126 Drehachsen wegoptimiert verfahren 520
M94 Anzeigewert von Drehachsen reduzieren 521
M128 Verhalten der TNC beim Positionieren von Drehachsen festlegen 522
M138 Auswahl von Schwenkachsen 525
M144 Maschinenkinematik verrechnen 526
LN-Stze Dreidimensionale Werkzeugkorrektur 531
492 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der
Bearbeitungsebene (Option #8)
Einfhrung
Die Funktionen zum Schwenken der
Bearbeitungsebene mssen von Ihrem
Maschinenhersteller freigegeben sein!
Die PLANE-Funktion knnen Sie in vollem Umfang
nur an Maschinen einsetzen, die ber mindestens
zwei Drehachsen (Tisch oder/und Kopf) verfgen.
Ausnahme: Die Funktion PLANE AXIAL knnen Sie
auch dann verwenden, wenn an Ihrer Maschine nur
eine einzelne Drehachse vorhanden bzw. aktiv ist.
Mit der PLANE-Funktion (engl. plane = Ebene) steht Ihnen
eine leistungsfhige Funktion zur Verfgung, mit der Sie auf
unterschiedliche Weisen geschwenkte Bearbeitungsebenen
definieren knnen.
Die Parameter-Definition der PLANE-Funktion ist in zwei Teile
gegliedert:
Die geometrische Definition der Ebene, die fr jede der
verfgbaren PLANE-Funktionen unterschiedlich ist
Das Positionierverhalten der PLANE-Funktion, das unabhngig
von der Ebenendefinition zu sehen ist und fr alle PLANE-
Funktionen identisch ist
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der PLANE-
Funktion festlegen", Seite 509
Achtung Kollisionsgefahr!
Wenn Sie im geschwenkten System mit Zyklus 8
SPIEGELUNG arbeiten, beachten Sie Folgendes:
Wenn Sie die Spiegelung vor dem Schwenken
der Bearbeitungsebene programmieren, wirkt die
Spiegelung auch auf die Schwenkung. Ausnahme:
Schwenken mit Zyklus 19 und PLANE AXIAL.
Spiegeln einer Rundachse mit Zyklus 8 spiegelt nur
die Bewegungen der Achse, nicht die in den PLANE-
Funktionen definierten Winkel! Dadurch ndert sich
die Positionierung der Achsen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 493
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Die Funktion Ist-Position bernehmen ist bei aktiver
geschwenkter Bearbeitungsebene nicht mglich.
Wenn Sie die PLANE-Funktion bei aktivem M120
verwenden, dann hebt die TNC die Radiuskorrektur
und damit auch die Funktion M120 automatisch auf.
PLANE-Funktionen grundstzlich immer mit
PLANE RESET zurcksetzen. Die Eingabe von 0 in
allen PLANE-Parametern setzt die Funktion nicht
vollstndig zurck.
Falls Sie mit der Funktion M138 die Anzahl der
Schwenkachsen begrenzen, knnen dadurch
die Schwenkmglichkeiten an Ihrer Maschine
eingeschrnkt werden. Die Steuerung legt beim
Berechnen der Achswinkel in den abgewhlten
Achsen den Wert 0 ab.
Die TNC untersttzt das Schwenken der
Bearbeitungsebene nur mit Spindelachse Z.
494 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
bersicht
Alle in der TNC verfgbaren PLANE-Funktionen beschreiben die
gewnschte Bearbeitungsebene unabhngig von den Drehachsen,
die tatschlich an Ihrer Maschine vorhanden sind. Folgende
Mglichkeiten stehen zur Verfgung:
Softkey Funktion Erforderliche Seite
Parameter
SPATIAL Drei Raumwinkel SPA, 498
SPB, SPC
PROJECTED Zwei Projektionswinkel 499
PROPR und
PROMIN sowie ein
Rotationswinkel ROT
EULER Drei Eulerwinkel 501
Przession (EULPR),
Nutation (EULNU) und
Rotation (EULROT),
VECTOR Normalenvektor zur 502
Definition der Ebene
und Basisvektor zur
Definition der Richtung
der geschwenkten X-
Achse
POINTS Koordinaten von drei 504
beliebigen Punkten
der zu schwenkenden
Ebene
RELATIV Einzelner, inkremental 506
wirkender Raumwinkel
AXIAL Bis zu drei absolute 507
oder inkrementale
Achswinkel A, B, C
RESET PLANE-Funktion 497
rcksetzen
Animation starten
Um die Unterschiede zwischen den einzelnen
Definitionsmglichkeiten bereits vor der Funktionsauswahl zu
verdeutlichen, knnen Sie per Softkey eine Animation starten. Die
Steuerung hinterlegt den Softkey in Blau und zeigt eine animierte
Darstellung der gewhlten PLANE-Funktion.
Softkey Funktion
Animation einschalten
Animationsmodus eingeschaltet
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 495
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
PLANE-Funktion definieren
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
PLANE-Funktion whlen: Softkey [Link]
SCHWENKEN drcken: Die TNC zeigt in der
Softkey-Leiste die zur Verfgung stehenden
Definitionsmglichkeiten an
Funktion whlen
Gewnschte Funktion per Softkey whlen: Die Steuerung fhrt
den Dialog fort und fragt die erforderlichen Parameter ab
Funktion whlen bei aktiver Animation
Gewnschte Funktion per Softkey whlen: Die Steuerung zeigt
die Animation
Um die momentan aktive Funktion zu bernehmen: Softkey der
Funktion erneut drcken oder Taste ENT drcken
Positionsanzeige
Sobald eine beliebige PLANE-Funktion, auer PLANE AXIAL,
aktiv ist, zeigt die TNC in der zustzlichen Statusanzeige den
berechneten Raumwinkel an.
Im Modus Restweg (ISTRW und REFRW) zeigt die TNC beim
Einschwenken (Modus MOVE oder TURN) in der Drehachse den
Weg bis zur definierten (bzw. berechneten) Endposition der
Drehachse an.
496 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
PLANE-Funktion zurcksetzen
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden NC-Satz
25 PLANE RESET MOVE DIST50 F1000
PLANE-Funktion whlen: Softkey [Link]
SCHWENKEN drcken: Die TNC zeigt in der
Softkey-Leiste die zur Verfgung stehenden
Definitionsmglichkeiten an
Funktion zum Rcksetzen whlen: Damit ist die
PLANE-Funktion intern zurckgesetzt
Festlegen, ob die TNC die Schwenkachsen
automatisch in Grundstellung fahren (MOVE oder
TURN) oder nicht (STAY)
Weitere Informationen: "Automatisches
Einschwenken: MOVE/TURN/STAY (Eingabe
zwingend erforderlich)", Seite 509
Eingabe beenden: Taste END drcken
Die Funktion PLANE RESET setzt die aktive PLANE-
Funktion oder einen aktiven Zyklus 19 vollstndig
zurck (Winkel = 0 und Funktion inaktiv). Eine
Mehrfachdefinition ist nicht erforderlich.
Das Schwenken in der Betriebsart Manueller Betrieb
deaktivieren Sie ber das 3D ROT-Men.
Weitere Informationen: "Manuelles Schwenken
aktivieren", Seite 651
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 497
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Bearbeitungsebene ber Raumwinkel definieren:
PLANE SPATIAL
Anwendung
Raumwinkel definieren eine Bearbeitungsebene durch bis zu drei
Drehungen um das Werkstck-Koordinatensystem, wobei hierfr
zwei Sichtweisen existieren, die immer auf dasselbe Ergebnis
fhren.
Drehungen um das ungeschwenkte Koordinatensystem:
Die Reihenfolge der Drehungen erfolgt zunchst um die
Maschinenachse A, dann um die Maschinenachse B, dann um
die Maschinenachse C.
Drehungen um das jeweils geschwenkte
Koordinatensystem: Die Reihenfolge der Drehungen erfolgt
zunchst um die Maschinenachse C, dann um die gedrehte
Achse B, dann um die gedrehte Achse A. Diese Sichtweise ist in
der Regel einfacher verstndlich.
Beachten Sie vor dem Programmieren
Sie mssen immer alle drei Raumwinkel SPA, SPB
und SPC definieren, auch wenn einer der Winkel 0
ist.
Die Definition dieser Winkel entspricht der des
Zyklus 19, sofern die Eingaben im Zyklus 19
maschinenseitig auf Raumwinkeleingabe gestellt
sind.
Parameterbeschreibung fr das Positionierverhalten.
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
Eingabeparameter
Raumwinkel A?: Drehwinkel SPA um die
maschinenfeste Achse X. Eingabebereich von
-359.9999 bis +359.9999
Raumwinkel B?: Drehwinkel SPB um die
maschinenfeste Achse Y. Eingabebereich von
-359.9999 bis +359.9999
Raumwinkel C?: Drehwinkel SPC um die
maschinenfeste Achse Z. Eingabebereich von
-359.9999 bis +359.9999
Weiter mit den Positioniereigenschaften
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
498 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
Verwendete Abkrzungen
Abkrzung Bedeutung
SPATIAL Engl. spatial = rumlich
SPA spatial A: Drehung um X-Achse
SPB spatial B: Drehung um Y-Achse
SPC spatial C: Drehung um Z-Achse
NC-Satz
5 PLANE SPATIAL SPA+27 SPB+0 SPC
+45 .....
Bearbeitungsebene ber Projektionswinkel
definieren: PLANE PROJECTED
Anwendung
Projektionswinkel definieren eine Bearbeitungsebene durch
die Angabe von zwei Winkeln, die Sie durch Projektion der
1. Koordinatenebene (Z/X bei Werkzeugachse Z) und der 2.
Koordinatenebene (Y/Z bei Werkzeugachse Z) in die zu definierende
Bearbeitungsebene ermitteln knnen.
Beachten Sie vor dem Programmieren
Projektionswinkel knnen Sie nur dann verwenden,
wenn die Winkeldefinitionen sich auf einen
rechtwinkligen Quader beziehen. Ansonsten
entstehen Verzerrungen am Werkstck.
Parameterbeschreibung fr das Positionierverhalten.
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 499
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Eingabeparameter
Proj.-Winkel 1. Koordinatenebene?: Projizierter
Winkel der geschwenkten Bearbeitungsebene
in die 1. Koordinatenebene des ungeschwenkten
Koordinatensystems (Z/X bei Werkzeugachse Z).
Eingabebereich von -89.9999 bis +89.9999.
0-Achse ist die Hauptachse der aktiven
Bearbeitungsebene (X bei Werkzeugachse Z,
positive Richtung)
Proj.-Winkel 2. Koordinatenebene?: Projizierter
Winkel in die 2. Koordinatenebene des
ungeschwenkten Koordinatensystems (Y/Z bei
Werkzeugachse Z). Eingabebereich von -89.9999
bis +89.9999. 0-Achse ist die Nebenachse der
aktiven Bearbeitungsebene (Y bei Werkzeugachse
Z)
ROT-Winkel der geschw. Ebene?: Drehung
des geschwenkten Koordinatensystems um
die geschwenkte Werkzeugachse (entspricht
sinngem einer Rotation mit Zyklus 10
DREHUNG). Mit dem Rotationswinkel knnen Sie
auf einfache Weise die Richtung der Hauptachse
der Bearbeitungsebene (X bei Werkzeugachse Z, Z
bei Werkzeugachse Y) bestimmen. Eingabebereich
von -360 bis +360
Weiter mit den Positioniereigenschaften
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
NC-Satz
5 PLANE PROJECTED PROPR+24 PROMIN+24 ROT+30 .....
Verwendete Abkrzungen:
PROJECTED Engl. projected = projiziert
PROPR principle plane: Hauptebene
PROMIN minor plane: Nebenebene
ROT Engl. rotation: Rotation
500 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
Bearbeitungsebene ber Eulerwinkel definieren:
PLANE EULER
Anwendung
Eulerwinkel definieren eine Bearbeitungsebene durch bis zu drei
Drehungen um das jeweils geschwenkte Koordinatensystem.
Die drei Eulerwinkel wurden vom Schweizer Mathematiker Euler
definiert.
Beachten Sie vor dem Programmieren
Parameterbeschreibung fr das Positionierverhalten.
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
Eingabeparameter
Drehw. Haupt-Koordinatenebene?: Drehwinkel
EULPR um die Z-Achse. Beachten Sie:
Eingabebereich ist -180.0000 bis 180.0000
0-Achse ist die X-Achse
Schwenkwinkel Werkzeug-Achse?:
Schwenkwinkel EULNUT des Koordinatensystems
um die durch den Przessionswinkel verdrehte X-
Achse. Beachten Sie:
Eingabebereich ist 0 bis 180.0000
0-Achse ist die Z-Achse
ROT-Winkel der geschw. Ebene?: Drehung
EULROT des geschwenkten Koordinatensystems
um die geschwenkte Z-Achse (entspricht
sinngem einer Rotation mit Zyklus 10
DREHUNG). Mit dem Rotationswinkel knnen
Sie auf einfache Weise die Richtung der X-
Achse in der geschwenkten Bearbeitungsebene
bestimmen. Beachten Sie:
Eingabebereich ist 0 bis 360.0000
0-Achse ist die X-Achse
Weiter mit den Positioniereigenschaften
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
NC-Satz
5 PLANE EULER EULPR45 EULNU20 EULROT22 .....
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 501
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Verwendete Abkrzungen
Abkrzung Bedeutung
EULER Schweizer Mathematiker, der die sogenannten
Euler-Winkel definierte
EULPR Przessionswinkel: Winkel, der die Drehung
des Koordinatensystems um die Z-Achse
beschreibt
EULNU Nutationswinkel: Winkel, der die Drehung
des Koordinatensystems um die durch
den Przessionswinkel verdrehte X-Achse
beschreibt
EULROT Rotationswinkel: Winkel, der die Drehung der
geschwenkten Bearbeitungsebene um die
geschwenkte Z-Achse beschreibt
Bearbeitungsebene ber zwei Vektoren definieren:
PLANE VECTOR
Anwendung
Die Definition einer Bearbeitungsebene ber zwei Vektoren
knnen Sie dann verwenden, wenn Ihr CAD-System den
Basisvektor und den Normalenvektor der geschwenkten
Bearbeitungsebene berechnen kann. Eine normierte Eingabe
ist nicht erforderlich. Die TNC berechnet die Normierung intern,
sodass Sie Werte zwischen -9.999999 und +9.999999 eingeben
knnen.
Der fr die Definition der Bearbeitungsebene erforderliche
Basisvektor ist durch die Komponenten BX, BY und BZ definiert.
Der Normalenvektor ist durch die Komponenten NX, NY und NZ
definiert.
Beachten Sie vor dem Programmieren
Die TNC berechnet intern aus den von Ihnen
eingegebenen Werten jeweils normierte Vektoren.
Parameterbeschreibung fr das Positionierverhalten.
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
Der Basisvektor definiert die Richtung
der Hauptachse in der geschwenkten
Bearbeitungsebene, der Normalenvektor muss
senkrecht auf der geschwenkten Bearbeitungsebene
stehen und bestimmt somit deren Ausrichtung.
Abhngig von der Einstellung des
Maschinenherstellers gibt die Steuerung entweder
eine Fehlermeldung aus, wenn die Vektoren nicht
senkrecht sind, oder die Steuerung korrigiert die
Vektoren automatisch.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
502 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
Eingabeparameter
X-Komponente Basisvektor?: X-Komponente BX
des Basisvektors B. Eingabebereich: -9.9999999
bis +9.9999999
Y-Komponente Basisvektor?: Y-Komponente BY
des Basisvektors B. Eingabebereich: -9.9999999
bis +9.9999999
Z-Komponente Basisvektor?: Z-Komponente BZ
des Basisvektors B. Eingabebereich: -9.9999999
bis +9.9999999
X-Komponente Normalenvektor?: X-Komponente
NX des Normalenvektors N. Eingabebereich:
-9.9999999 bis +9.9999999
Y-Komponente Normalenvektor?: Y-Komponente
NY des Normalenvektors N. Eingabebereich:
-9.9999999 bis +9.9999999
Z-Komponente Normalenvektor?: Z-Komponente
NZ des Normalenvektors N. Eingabebereich:
-9.9999999 bis +9.9999999
Weiter mit den Positioniereigenschaften
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
NC-Satz
5 PLANE VECTOR BX0.8 BY-0.4 BZ-0.42 NX0.2 NY0.2 NZ0.92 ..
Verwendete Abkrzungen
Abkrzung Bedeutung
VECTOR Englisch vector = Vektor
BX, BY, BZ B asisvektor : X-, Y- und Z-Komponente
NX, NY, NZ N ormalenvektor : X-, Y- und Z-Komponente
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 503
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Bearbeitungsebene ber drei Punkte definieren:
PLANE POINTS
Anwendung
Eine Bearbeitungsebene lsst sich eindeutig definieren durch die
Angabe dreier beliebiger Punkte P1 bis P3 dieser Ebene. Diese
Mglichkeit ist in der Funktion PLANE POINTS realisiert.
Beachten Sie vor dem Programmieren
Die Verbindung von Punkt 1 zu Punkt 2 legt die
Richtung der geschwenkten Hauptachse fest (X bei
Werkzeugachse Z).
Die Richtung der geschwenkten Werkzeugachse
bestimmen Sie durch die Lage des 3. Punktes
bezogen auf die Verbindungslinie zwischen Punkt 1
und Punkt 2. Mithilfe der Rechte-Hand-Regel
(Daumen = X-Achse, Zeigefinger = Y-Achse,
Mittelfinger = Z-Achse), gilt: Daumen (X-Achse) zeigt
von Punkt 1 nach Punkt 2, Zeigefinger (Y-Achse)
zeigt parallel zur geschwenkten Y-Achse in Richtung
Punkt 3. Dann zeigt der Mittelfinger in Richtung der
geschwenkten Werkzeugachse.
Die drei Punkte definieren die Neigung der Ebene.
Die Lage des aktiven Nullpunkts wird von der TNC
nicht verndert.
Parameterbeschreibung fr das Positionierverhalten.
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
504 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
Eingabeparameter
X-Koordinate 1. Ebenenpunkt?: X-Koordinate P1X
des 1. Ebenenpunktes
Y-Koordinate 1. Ebenenpunkt?: Y-Koordinate P1Y
des 1. Ebenenpunktes
Z-Koordinate 1. Ebenenpunkt?: Z-Koordinate P1Z
des 1. Ebenenpunktes
X-Koordinate 2. Ebenenpunkt?: X-Koordinate P2X
des 2. Ebenenpunktes
Y-Koordinate 2. Ebenenpunkt?: Y-Koordinate P2Y
des 2. Ebenenpunktes
Z-Koordinate 2. Ebenenpunkt?: Z-Koordinate P2Z
des 2. Ebenenpunktes
X-Koordinate 3. Ebenenpunkt?: X-Koordinate P3X
des 3. Ebenenpunktes
Y-Koordinate 3. Ebenenpunkt?: Y-Koordinate P3Y
des 3. Ebenenpunktes
Z-Koordinate 3. Ebenenpunkt?: Z-Koordinate P3Z
des 3. Ebenenpunktes
Weiter mit den Positioniereigenschaften
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
NC-Satz
5 PLANE POINTS P1X+0 P1Y+0 P1Z+20 P2X+30 P2Y+31 P2Z+20 P3X
+0 P3Y+41 P3Z+32.5 .....
Verwendete Abkrzungen
Abkrzung Bedeutung
POINTS Englisch points = Punkte
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 505
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Bearbeitungsebene ber einen einzelnen,
inkrementalen Raumwinkel definieren:
PLANE RELATIV
Anwendung
Den relativen Raumwinkel verwenden Sie dann, wenn eine bereits
aktive geschwenkte Bearbeitungsebene durch eine weitere
Drehung geschwenkt werden soll. Beispiel 45 Fase an einer
geschwenkten Ebene anbringen.
Beachten Sie vor dem Programmieren
Der definierte Winkel wirkt immer bezogen auf die
aktive Bearbeitungsebene, ganz gleich mit welcher
Funktion Sie diese aktiviert haben.
Sie knnen beliebig viele PLANE RELATIV-Funktionen
nacheinander programmieren.
Wollen Sie wieder auf die Bearbeitungsebene
zurck, die vor der PLANE RELATIV Funktion aktiv
war, dann definieren Sie PLANE RELATIV mit dem
gleichen Winkel, jedoch mit dem entgegengesetzten
Vorzeichen.
Wenn Sie PLANE RELATIV auf eine ungeschwenkte
Bearbeitungsebene anwenden, dann drehen Sie die
ungeschwenkte Ebene einfach um den in der PLANE-
Funktion definierten Raumwinkel.
Parameterbeschreibung fr das Positionierverhalten.
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
Eingabeparameter
Inkrementaler Winkel?: Raumwinkel, um den
die aktive Bearbeitungsebene weitergeschwenkt
werden soll. Achse, um die geschwenkt werden
soll, per Softkey whlen. Eingabebereich:
-359.9999 bis +359.9999
Weiter mit den Positioniereigenschaften
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
Verwendete Abkrzungen
Abkrzung Bedeutung
RELATIV Englisch relative = bezogen auf
NC-Satz
5 PLANE RELATIV SPB-45 .....
506 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
Bearbeitungsebene ber Achswinkel: PLANE AXIAL
Anwendung
Die Funktion PLANE AXIAL definiert sowohl die Lage der
Bearbeitungsebene als auch die Sollkoordinaten der Drehachsen.
Insbesondere bei Maschinen mit rechtwinkligen Kinematiken und
mit Kinematiken, in denen nur eine Drehachse aktiv ist, lsst sich
diese Funktion einfach einsetzen.
Die Funktion PLANE AXIAL knnen Sie auch dann
verwenden, wenn Sie nur eine Drehachse an Ihrer
Maschine aktiv haben.
Die Funktion PLANE RELATIV knnen Sie nach
PLANE AXIAL verwenden, wenn Ihre Maschine
Raumwinkeldefinitionen erlaubt. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
Beachten Sie vor dem Programmieren
Nur Achswinkel eingeben, die tatschlich an Ihrer
Maschine vorhanden sind, ansonsten gibt die TNC
eine Fehlermeldung aus.
Mit PLANE AXIAL definierte Drehachs-Koordinaten
sind modal wirksam. Mehrfachdefinitionen bauen
also aufeinander auf, inkrementale Eingaben sind
erlaubt.
Zum Rcksetzen der Funktion PLANE AXIAL die
Funktion PLANE RESET verwenden. Rcksetzen
durch Eingabe von 0 deaktiviert PLANE AXIAL nicht.
Die Funktionen SEQ, TABLE ROT und COORD
ROT haben in Verbindung mit PLANE AXIAL keine
Funktion.
Parameterbeschreibung fr das Positionierverhalten.
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 507
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Eingabeparameter
Achswinkel A?: Achswinkel, auf den die A-Achse
eingeschwenkt werden soll. Wenn inkremental
eingegeben, dann Winkel, um den die A-Achse
von der aktuellen Position aus weitergeschwenkt
werden soll. Eingabebereich: -99999,9999 bis
+99999,9999
Achswinkel B?: Achswinkel, auf den die B-Achse
eingeschwenkt werden soll. Wenn inkremental
eingegeben, dann Winkel, um den die B-Achse
von der aktuellen Position aus weitergeschwenkt
werden soll. Eingabebereich: -99999,9999 bis
+99999,9999
Achswinkel C?: Achswinkel, auf den die C-Achse
eingeschwenkt werden soll. Wenn inkremental
eingegeben, dann Winkel, um den die C-Achse
von der aktuellen Position aus weitergeschwenkt NC-Satz
werden soll. Eingabebereich: -99999,9999 bis
5 PLANE AXIAL B-45 .....
+99999,9999
Weiter mit den Positioniereigenschaften
Weitere Informationen: "Positionierverhalten der
PLANE-Funktion festlegen", Seite 509
Verwendete Abkrzungen
Abkrzung Bedeutung
AXIAL Englisch axial = achsenfrmig
508 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
Positionierverhalten der PLANE-Funktion festlegen
bersicht
Unabhngig davon, welche PLANE-Funktion Sie verwenden um die
geschwenkte Bearbeitungsebene zu definieren, stehen folgende
Funktionen zum Positionierverhalten immer zur Verfgung:
Automatisches Einschwenken
Auswahl von alternativen Schwenkmglichkeiten (nicht bei
PLANEAXIAL)
Auswahl der Transformationsart (nicht bei PLANEAXIAL)
Achtung Kollisionsgefahr!
Wenn Sie im geschwenkten System mit Zyklus 8
SPIEGELUNG arbeiten, beachten Sie Folgendes:
Wenn Sie die Spiegelung vor dem Schwenken
der Bearbeitungsebene programmieren, wirkt die
Spiegelung auch auf die Schwenkung. Ausnahme:
Schwenken mit Zyklus 19 und PLANE AXIAL.
Spiegeln einer Rundachse mit Zyklus 8 spiegelt nur
die Bewegungen der Achse, nicht die in den PLANE-
Funktionen definierten Winkel! Dadurch ndert sich
die Positionierung der Achsen.
Automatisches Einschwenken: MOVE/TURN/STAY (Eingabe
zwingend erforderlich)
Nachdem Sie alle Parameter zur Ebenendefinition eingegeben
haben, mssen Sie festlegen, wie die Drehachsen auf die
berechneten Achswerte eingeschwenkt werden sollen:
Die PLANE-Funktion soll die Drehachsen
automatisch auf die berechneten Achswerte
einschwenken, wobei sich die Relativposition
zwischen Werkstck und Werkzeug
nicht verndert. Die TNC fhrt eine
Ausgleichsbewegung in den Linearachsen aus
Die PLANE-Funktion soll die Drehachsen
automatisch auf die berechneten Achswerte
einschwenken, wobei nur die Drehachsen
positioniert werden. Die TNC fhrt keine
Ausgleichsbewegung in den Linearachsen aus
Sie schwenken die Drehachsen in einem
nachfolgenden, separaten Positioniersatz ein
Wenn Sie die Option MOVE (PLANE-Funktion soll automatisch mit
Ausgleichsbewegung einschwenken) gewhlt haben, sind noch
die zwei nachfolgend erklrten Parameter Abstand Drehpunkt von
WZ-Spitze und Vorschub? F= zu definieren.
Wenn Sie die Option TURN (PLANE-Funktion soll automatisch ohne
Ausgleichsbewegung einschwenken) gewhlt haben, ist noch der
nachfolgend erklrte Parameter Vorschub? F= zu definieren.
Alternativ zu einem direkt per Zahlenwert definierten Vorschub F,
knnen Sie die Einschwenkbewegung auch mit FMAX (Eilgang)
oder FAUTO (Vorschub aus TOOL CALLT-Satz) ausfhren lassen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 509
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Wenn Sie die PLANE-Funktion in Verbindung mit
STAY verwenden, dann mssen Sie die Drehachsen
in einem separaten Positioniersatz nach der PLANE-
Funktion einschwenken.
Abstand Drehpunkt von WZ-Spitze (inkremental): Die TNC
schwenkt das Werkzeug (den Tisch) um die Werkzeugspitze
ein. ber den Parameter DIST verlagern Sie den Drehpunkt der
Einschwenkbewegung bezogen auf die aktuelle Position der
Werkzeugspitze.
Beachten Sie!
Wenn das Werkzeug vor dem Einschwenken
auf dem angegebenen Abstand zum Werkstck
steht, dann steht das Werkzeug auch nach dem
Einschwenken relativ gesehen auf der gleichen
Position (Abbildung rechts Mitte,1 = DIST)
Wenn das Werkzeug vor dem Einschwenken
nicht auf dem angegebenen Abstand zum
Werkstck steht, dann steht das Werkzeug nach
dem Einschwenken relativ gesehen versetzt zur
ursprnglichen Position (Abbildung rechts unten, 1
= DIST)
Vorschub? F=: Bahngeschwindigkeit, mit der das Werkzeug
einschwenken soll
Rckzugslnge in der WZ-Achse?: Rckzugsweg MB,
wirkt inkremental von der aktuellen Werkzeugposition in
der aktiven Werkzeugachsrichtung, den die TNC vor dem
Einschwenkvorgang anfhrt. MB MAX fhrt das Werkzeug bis
kurz vor den Software-Endschalter
510 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
Drehachsen in einem separaten Satz einschwenken
Wenn Sie die Drehachsen in einem separaten Positioniersatz
einschwenken wollen (Option STAY gewhlt), gehen Sie wie folgt
vor:
Achtung Kollisionsgefahr!
Werkzeug so vorpositionieren, dass beim
Einschwenken keine Kollision zwischen Werkzeug
und Werkstck (Spannmittel) erfolgen kann.
Programmieren Sie zwischen der PLANE-Funktion
und der Positionierung keine Spiegelung der
Drehachse, ansonsten positioniert die Steuerung auf
die gespiegelten Werte, die PLANE-Funktion rechnet
jedoch ohne Spiegelung.
Beliebige PLANE-Funktion whlen, automatisches
Einschwenken mit STAY definieren. Beim Abarbeiten berechnet
die TNC die Positionswerte der an Ihrer Maschine vorhandenen
Drehachsen und legt diese in den Systemparametern Q120 (A-
Achse), Q121 (B-Achse) und Q122 (C-Achse) ab
Positioniersatz definieren mit den von der TNC berechneten
Winkelwerten
NC-Beispielstze: Maschine mit C-Rundtisch und A-Schwenktisch auf einen Raumwinkel B+45
einschwenken
...
12 L Z+250 R0 FMAX Auf sichere Hhe positionieren
13 PLANE SPATIAL SPA+0 SPB+45 SPC+0 STAY PLANE-Funktion definieren und aktivieren
14 L A+Q120 C+Q122 F2000 Drehachse positionieren mit den von der TNC berechneten
Werten
... Bearbeitung in der geschwenkten Ebene definieren
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 511
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Auswahl von alternativen Schwenkmglichkeiten: SEQ +/
(Eingabe optional)
Aus der von Ihnen definierten Lage der Bearbeitungsebene
muss die TNC die dazu passende Stellung der an Ihrer Maschine
vorhandenen Drehachsen berechnen. In der Regel ergeben sich
immer zwei Lsungsmglichkeiten.
ber den Schalter SEQ stellen Sie ein, welche Lsungsmglichkeit
die TNC verwenden soll:
SEQ+ positioniert die Masterachse so, dass sie einen
positiven Winkel einnimmt. Die Masterachse ist die 1.
Drehachse ausgehend vom Werkzeug oder die letzte
Drehachse ausgehend vom Tisch (abhngig von der
Maschinenkonfiguration)
SEQ- positioniert die Masterachse so, dass sie einen negativen
Winkel einnimmt
Liegt die von Ihnen ber SEQ gewhlte Lsung nicht im
Verfahrbereich der Maschine, gibt die TNC die Fehlermeldung
Winkel nicht erlaubt aus.
Bei Verwendung der Funktion PLANE AXIAL hat der
Schalter SEQ keine Funktion.
Wenn Sie SEQ nicht definieren, ermittelt die TNC die Lsung wie
folgt:
1 Die TNC prft zunchst, ob beide Lsungsmglichkeiten im
Verfahrbereich der Drehachsen liegen
2 Trifft dies zu, whlt die TNC die Lsung, die auf dem krzesten
Weg zu erreichen ist. Ausgehend von der aktuellen Position der
Drehachsen
3 Liegt nur eine Lsung im Verfahrbereich, dann verwendet die
TNC diese Lsung
4 Liegt keine Lsung im Verfahrbereich, dann gibt die TNC die
Fehlermeldung Winkel nicht erlaubt aus
512 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
Beispiel fr eine Maschine mit C-Rundtisch und A-
Schwenktisch. Programmierte Funktion: PLANE SPATIAL SPA+0
SPB+45 SPC+0
Endschalter Startposition SEQ Ergebnis Achsstellung
Keine A+0, C+0 nicht progr. A+45, C+90
Keine A+0, C+0 + A+45, C+90
Keine A+0, C+0 A45, C90
Keine A+0, C105 nicht progr. A45, C90
Keine A+0, C105 + A+45, C+90
Keine A+0, C105 A45, C90
90 < A < +10 A+0, C+0 nicht progr. A45, C90
90 < A < +10 A+0, C+0 + Fehlermeldung
Keine A+0, C135 + A+45, C+90
Auswahl der Transformationsart (Eingabe optional)
Die Transformationsarten COORD ROT und TABLE ROT
beeinflussen die Orientierung des Bearbeitungsebene-
Koordinatensystems durch die Achsposition einer sog. freien
Drehachse.
Eine beliebige Drehachse wird zu einer freien Drehachse bei
folgender Konstellation:
die Drehachse hat keine Auswirkung auf die
Werkzeuganstellung, da die Rotationsachse und die
Werkzeugachse bei der Schwenksituation parallel sind
die Drehachse ist in der kinematischen Kette ausgehend vom
Werkstck die erste Drehachse
Die Wirkung der Transformationsarten COORD ROT und TABLE ROT
ist somit abhngig von den programmierten Raumwinkeln und der
Maschinenkinematik.
Wenn bei einer Schwenksituation keine
freie Drehachse entsteht, haben die
Transformationsarten COORD ROT und TABLE
ROT keine Wirkung
Bei der Funktion PLANE AXIAL haben die
Transformationsarten COORD ROT und TABLE
ROT keine Wirkung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 513
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Wirkung mit einer freien Drehachse
Fr das Positionierverhalten durch die
Transformationsarten COORD ROT und TABLE
ROT ist es irrelevant, ob sich die freie Drehachse
im Tisch oder im Kopf befindet
Die resultierende Achsposition der freien
Drehachse ist u. a. abhngig von einer aktiven
Grunddrehung
Die Orientierung des Bearbeitungsebene-
Koordinatensystems ist zustzlich abhngig von
einer programmierten Rotation, z. B. mithilfe des
Zyklus 10 DREHUNG
Softkey Wirkung
COORD ROT:
Die Steuerung positioniert die freie Drehachse
auf 0
Die Steuerung orientiert das
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem
entsprechend des programmierten
Raumwinkels
TABLE ROT mit:
SPA und SPB gleich 0
SPC gleich oder ungleich 0
Die Steuerung orientiert die freie Drehachse
entsprechend des programmierten
Raumwinkels
Die Steuerung orientiert das
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem
entsprechend des Basis-Koordinatensystems
TABLE ROT mit:
Mindestens SPA oder SPB ungleich 0
SPC gleich oder ungleich 0
Die Steuerung positioniert die freie Drehachse
nicht, die Position vor dem Schwenken der
Bearbeitungsebene wird beibehalten
Da das Werkstck nicht mitpositioniert
wurde, orientiert die Steuerung das
Bearbeitungsebene-Koordinatensystem
entsprechend des programmierten
Raumwinkels
Wenn keine Transformationsart gewhlt wurde,
verwendet die Steuerung fr die PLANE-Funktionen
die Transformationsart COORD ROT
514 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene 12.2
(Option #8)
Beispiel mit einer freien Achse
Das folgende Beispiel zeigt die Wirkung der Transformationsart
TABLE ROT in Verbindung mit einer freien Drehachse.
...
6 L B+45 R0 FMAX Drehachse vorpositionieren
7 PLANE SPATIAL SPA-90 SPB+20 SPC+0 TURN F5000 Bearbeitungsebene schwenken
TABLE ROT
...
Ursprung A = 0, B = 45 A = -90, B = 45
Die Steuerung positioniert die B-Achse auf den Achswinkel B
+45
Bei der programmierten Schwenksituation mit SPA-90 wird die
B-Achse zur freien Drehachse
Die Steuerung positioniert die freie Drehachse nicht, die Position
der B-Achse vor dem Schwenken der Bearbeitungsebene wird
beibehalten
Da das Werkstck nicht mitpositioniert wurde, orientiert
die Steuerung das Bearbeitungsebene-Koordinatensystem
entsprechend des programmierten Raumwinkels SPB+20
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 515
12 Mehrachsbearbeitung
12.2 Die PLANE-Funktion: Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8)
Bearbeitungsebene schwenken ohne Drehachsen
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch! Diese
Funktion muss vom Maschinenhersteller freigegeben
und angepasst werden.
Der Maschinenhersteller muss den exakten Winkel,
z. B. eines angebauten Winkelkopfes, in der
Kinematikbeschreibung bercksichtigen.
Sie knnen auch ohne Drehachsen die programmierte
Bearbeitungsebene senkrecht zum Werkzeug ausrichten, z. B.
um die Bearbeitungsebene fr einen angebauten Winkelkopf
anzupassen.
Mit der Funktion PLANE SPATIAL und Positionierverhalten
STAY schwenken Sie die Bearbeitungsebene auf den vom
Maschinenhersteller eingegebenen Winkel.
Beispiel angebauter Winkelkopf mit fester Werkzeugrichtung Y:
NC-Syntax
TOOL CALL 5 Z S4500
PLANE SPATIAL SPA+0 SPB-90 SPC+0 STAY
Der Schwenkwinkel muss exakt zum
Werkzeugwinkel passen, ansonsten gibt die TNC
eine Fehlermeldung aus.
516 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Sturzfrsen in der geschwenkten Ebene (Option #9) 12.3
12.3 Sturzfrsen in der geschwenkten
Ebene (Option #9)
Funktion
In Verbindung mit den neuen PLANE-Funktionen und M128 knnen
Sie in einer geschwenkten Bearbeitungsebene Sturzfrsen. Hierfr
stehen zwei Definitionsmglichkeiten zur Verfgung:
Sturzfrsen durch inkrementales Verfahren einer Drehachse
Sturzfrsen ber Normalenvektoren
Sturzfrsen in der geschwenkten Ebene funktioniert
nur mit Radiusfrsern. Bei 45-Schwenkkpfen/
Schwenktischen knnen Sie den Sturzwinkel auch
als Raumwinkel definieren. Verwenden Sie dazu
FUNCTION TCPM.
Weitere Informationen: "FUNCTION TCPM (Option
#9)", Seite 527
Sturzfrsen durch inkrementales Verfahren einer
Drehachse
Werkzeug freifahren
Beliebige PLANE-Funktion definieren, Positionierverhalten
beachten
M128 aktivieren
ber einen Geraden-Satz den gewnschten Sturzwinkel in der
entsprechenden Achse inkremental verfahren
NC-Beispielstze
...
12 L Z+50 R0 FMAX Auf sichere Hhe positionieren
13 PLANE SPATIAL SPA+0 SPB-45 SPC+0 MOVE DIST50 PLANE-Funktion definieren und aktivieren
F1000
14 M128 M128 aktivieren
15 L IB-17 F1000 Sturzwinkel einstellen
... Bearbeitung in der geschwenkten Ebene definieren
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 517
12 Mehrachsbearbeitung
12.3 Sturzfrsen in der geschwenkten Ebene (Option #9)
Sturzfrsen ber Normalenvektoren
Im LN-Satz darf nur ein Richtungsvektor definiert
sein, ber den der Sturzwinkel definiert ist
(Normalenvektor NX, NY, NZ oder Werkzeug-
Richtungsvektor TX, TY, TZ).
Werkzeug freifahren
Beliebige PLANE-Funktion definieren, Positionierverhalten
beachten
M128 aktivieren
Programm mit LN-Stzen abarbeiten, in denen die
Werkzeugrichtung per Vektor definiert ist
NC-Beispielstze
...
12 L Z+50 R0 FMAX Auf sichere Hhe positionieren
13 PLANE SPATIAL SPA+0 SPB+45 SPC+0 MOVE DIST50 PLANE-Funktion definieren und aktivieren
F1000
14 M128 M128 aktivieren
15 LN X+31.737 Y+21,954 Z+33,165 NX+0,3 NY+0 NZ Sturzwinkel einstellen ber Normalenvektor
+0,9539 F1000 M3
... Bearbeitung in der geschwenkten Ebene definieren
518 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Zusatzfunktionen fr Drehachsen 12.4
12.4 Zusatzfunktionen fr Drehachsen
Vorschub in mm/min bei Drehachsen A, B, C: M116
(Option #8)
Standardverhalten
Die TNC interpretiert den programmierten Vorschub bei einer
Drehachse in Grad/min (in mm-Programmen und auch in Inch-
Programmen). Der Bahnvorschub ist also abhngig von der
Entfernung des Werkzeugmittelpunkts zum Drehachsenzentrum.
Je grer diese Entfernung wird, desto grer wird der
Bahnvorschub.
Vorschub in mm/min bei Drehachsen mit M116
Die Maschinengeometrie muss vom
Maschinenhersteller in der Kinematikbeschreibung
definiert sein.
M116 wirkt nur bei Rund- und Drehtischen. Bei
Schwenkkpfen kann M116 nicht verwendet
werden. Sollte Ihre Maschine mit einer Tisch-/Kopf-
Kombination ausgerstet sein, ignoriert die TNC
Schwenkkopf-Drehachsen.
M116 wirkt auch bei aktiver geschwenkter
Bearbeitungsebene und in Kombination mit M128,
wenn Sie ber die Funktion M138 Drehachsen
ausgewhlt haben.
Weitere Informationen: "Auswahl von
Schwenkachsen: M138", Seite 525
M116 wirkt dann nur auf die mit M138 ausgewhlten
Drehachsen.
Die TNC interpretiert den programmierten Vorschub bei einer
Drehachse in mm/min (oder 1/10 inch/min). Dabei berechnet die
TNC jeweils am Satzanfang den Vorschub fr diesen Satz. Der
Vorschub bei einer Drehachse ndert sich nicht, whrend der
Satz abgearbeitet wird, auch wenn sich das Werkzeug auf das
Drehachsenzentrum zubewegt.
Wirkung
M116 wirkt in der Bearbeitungsebene. Mit M117 setzen Sie M116
zurck. Am Programmende wird M116 ebenfalls unwirksam.
M116 wird wirksam am Satzanfang.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 519
12 Mehrachsbearbeitung
12.4 Zusatzfunktionen fr Drehachsen
Drehachsen wegoptimiert fahren: M126
Standardverhalten
Das Verhalten der TNC beim Positionieren von
Drehachsen ist eine maschinenabhngige Funktion.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Das Standardverhalten der TNC beim Positionieren von
Drehachsen, deren Anzeige auf Werte unter 360 reduziert ist, ist
abhngig vom Maschinenparameter shortestDistance(Nr. 300401).
Dort ist festgelegt, ob die TNC die Differenz Soll-Position Ist-
Position,oder ob die TNC grundstzlich immer (auch ohne M126)
auf krzestem Weg die programmierte Position anfahren soll.
Beispiele:
Ist-Position Soll-Position Fahrweg
350 10 340
10 340 +330
Verhalten mit M126
Mit M126 fhrt die TNC eine Drehachse, deren Anzeige auf Werte
unter 360 reduziert ist, auf kurzem Weg. Beispiele:
Ist-Position Soll-Position Fahrweg
350 10 +20
10 340 30
Wirkung
M126 wird wirksam am Satzanfang.
M126 setzen Sie mit M127 zurck; am Programm-Ende wird M126
ebenfalls unwirksam.
520 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Zusatzfunktionen fr Drehachsen 12.4
Anzeige der Drehachse auf Wert unter 360
reduzieren: M94
Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug vom aktuellen Winkelwert auf den
programmierten Winkelwert.
Beispiel:
Aktueller Winkelwert: 538
Programmierter Winkelwert: 180
Tatschlicher Fahrweg: -358
Verhalten mit M94
Die TNC reduziert am Satzanfang den aktuellen Winkelwert
auf einen Wert unter 360 und fhrt anschlieend auf den
programmierten Wert. Sind mehrere Drehachsen aktiv, reduziert
M94 die Anzeige aller Drehachsen. Alternativ knnen Sie hinter
M94 eine Drehachse eingeben. Die TNC reduziert dann nur die
Anzeige dieser Achse.
NC-Beispielstze
Anzeigewerte aller aktiven Drehachsen reduzieren:
L M94
Nur Anzeigewert der C-Achse reduzieren:
L M94 C
Anzeige aller aktiven Drehachsen reduzieren und anschlieend mit
der C-Achse auf den programmierten Wert fahren:
L C+180 FMAX M94
Wirkung
M94 wirkt nur in dem NC-Satz, in dem M94 programmiert ist.
M94 wird wirksam am Satzanfang.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 521
12 Mehrachsbearbeitung
12.4 Zusatzfunktionen fr Drehachsen
Position der Werkzeugspitze beim Positionieren
von Schwenkachsen beibehalten (TCPM): M128
(Option #9)
Standardverhalten
Wenn sich der Anstellwinkel des Werkzeugs ndert, entsteht ein
Versatz der Werkzeugspitze gegenber der Sollposition. Diesen
Versatz kompensiert die Steuerung nicht. Wenn der Bediener die
Abweichung im NC-Programm nicht bercksichtigt, erfolgt die
Bearbeitung versetzt.
Verhalten mit M128 (TCPM: Tool Center Point Management)
Wenn sich im Programm die Position einer gesteuerten
Schwenkachse ndert, dann bleibt whrend des Schwenkvorgangs
die Position der Werkzeugspitze gegenber dem Werkstck
unverndert.
Achtung Gefahr fr Werkstck!
Bei Schwenkachsen mit Hirth-Verzahnung: Stellung
der Schwenkachse nur verndern, nachdem Sie
das Werkzeug freigefahren haben. Ansonsten
knnen durch das Herausfahren aus der Verzahnung
Konturverletzungen entstehen.
Hinter M128 knnen Sie noch einen Vorschub eingeben, mit dem
die TNC die Ausgleichsbewegungen in den Linearachsen ausfhrt.
Wenn Sie whrend des Programmlaufs die Stellung der
Schwenkachse mit dem Handrad verndern wollen, dann
verwenden Sie M128 in Verbindung mit M118. Die berlagerung
einer Handradpositionierung erfolgt beim aktiven M128, abhngig
von der Einstellung im 3D-ROT-Men der Betriebsart Manueller
Betrieb, im aktiven Koordinatensystem oder im ungeschwenkten
Koordinatensystem.
Die Funktionen TCPM oder M128 in Verbindung
mit der dynamischen Kollisionsberwachung und
zustzlich der Funktion M118 sind nicht mglich.
Vor Positionierungen mit M91 oder M92 und vor
einem TOOL CALL-Satz: M128 Zurcksetzen.
Um Konturverletzungen zu vermeiden, drfen Sie mit
M128 nur Radiusfrser verwenden.
Die Werkzeuglnge muss sich auf das Kugelzentrum
des Radiusfrsers beziehen.
Wenn M128 aktiv ist, zeigt die TNC in der
Statusanzeige das Symbol TCPM an.
522 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Zusatzfunktionen fr Drehachsen 12.4
M128 bei Schwenktischen
Wenn Sie bei aktivem M128 eine Schwenktischbewegung
programmieren, dann dreht die TNC das Koordinatensystem mit.
Drehen Sie z. B. die C-Achse um 90 (durch Positionieren oder
durch Nullpunktverschiebung) und programmieren anschlieend
eine Bewegung in der X-Achse, fhrt die TNC die Bewegung in der
Maschinenachse Y aus.
Auch den gesetzten Bezugspunkt, der sich durch die
Rundtischbewegung verlagert, transformiert die TNC.
M128 bei dreidimensionaler Werkzeugkorrektur
Wenn Sie bei aktivem M128 und aktiver Radiuskorrektur RL/RR/
eine dreidimensionale Werkzeugkorrektur durchfhren, positioniert
die TNC bei bestimmten Maschinengeometrien die Drehachsen
automatisch (Peripheral-Milling).
Weitere Informationen: "Dreidimensionale Werkzeugkorrektur
(Option #9)", Seite 531
Wirkung
M128 wird wirksam am Satzanfang, M129 am Satzende.
M128 wirkt auch in den manuellen Betriebsarten und bleibt
nach einem Betriebsartenwechsel aktiv. Der Vorschub fr die
Ausgleichsbewegung bleibt so lange wirksam, bis Sie einen neuen
programmieren oder M128 mit M129 zurcksetzen.
M128 setzen Sie mit M129 zurck. Wenn Sie in einer
Programmlauf-Betriebsart ein neues Programm whlen, setzt die
TNC M128 ebenfalls zurck.
NC-Beispielstze
Ausgleichsbewegungen mit einem Vorschub von 1000 mm/min
durchfhren:
L X+0 Y+38.5 IB-15 RL F125 M128 F1000
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 523
12 Mehrachsbearbeitung
12.4 Zusatzfunktionen fr Drehachsen
Sturzfrsen mit nicht gesteuerten Drehachsen
Wenn Sie an Ihrer Maschine nicht gesteuerte Drehachsen haben
(sogenannte Zhlerachsen), dann knnen Sie in Verbindung
mit M128 auch mit diesen Achsen angestellte Bearbeitungen
durchfhren.
1 Die Drehachsen manuell in die gewnschte Position bringen.
M128 darf dabei nicht aktiv sein
2 M128 aktivieren: Die TNC liest die Istwerte aller vorhandenen
Drehachsen, berechnet daraus die neue Position des
Werkzeugmittelpunkts und aktualisiert die Positionsanzeige
3 Die erforderliche Ausgleichsbewegung fhrt die TNC mit dem
nchsten Positioniersatz aus
4 Bearbeitung durchfhren
5 Am Programmende M128 mit M129 zurcksetzen und
Drehachsen wieder in Ausgangsstellung bringen
Gehen Sie dabei wie folgt vor:
Solange M128 aktiv ist, berwacht die TNC die
Istposition der nicht gesteuerten Drehachsen. Wenn
die Istposition einen vom Maschinenhersteller
definierbaren Wert von der Sollposition abweicht,
gibt die TNC eine Fehlermeldung aus und unterbricht
den Programmlauf.
524 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Zusatzfunktionen fr Drehachsen 12.4
Auswahl von Schwenkachsen: M138
Standardverhalten
Die TNC bercksichtigt bei den Funktionen M128, TCPM und
Bearbeitungsebene schwenken die Drehachsen, die von Ihrem
Maschinenhersteller in Maschinenparametern festgelegt sind.
Verhalten mit M138
Die TNC bercksichtigt bei den oben aufgefhrten Funktionen nur
die Schwenkachsen, die Sie mit M138 definiert haben.
Falls Sie mit der Funktion M138 die Anzahl der
Schwenkachsen begrenzen, knnen dadurch
die Schwenkmglichkeiten an Ihrer Maschine
eingeschrnkt werden. Die Steuerung legt beim
Berechnen der Achswinkel in den abgewhlten
Achsen den Wert 0 ab.
Wirkung
M138 wird wirksam am Satzanfang.
M138 setzen Sie zurck, indem Sie M138 ohne Angabe von
Schwenkachsen erneut programmieren.
NC-Beispielstze
Fr die oben aufgefhrten Funktionen nur die Schwenkachse C
bercksichtigen:
L Z+100 R0 FMAX M138 C
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 525
12 Mehrachsbearbeitung
12.4 Zusatzfunktionen fr Drehachsen
Bercksichtigung der Maschinenkinematik in IST/
SOLL-Positionen am Satzende: M144 (Option #9)
Standardverhalten
Wenn sich die Kinematik ndert, z. B. durch Einwechseln einer
Vorsatzspindel oder Eingabe eines Anstellwinkels, kompensiert
die Steuerung die nderung nicht. Wenn der Bediener die
Kinematiknderung im NC-Programm nicht bercksichtigt, erfolgt
die Bearbeitung versetzt.
Verhalten mit M144
Mit der Funktion M144 bercksichtigt die Steuerung die nderung
der Maschinenkinematik in der Positionsanzeige und kompensiert
den Versatz der Werkzeugspitze gegenber dem Werkstck.
Positionierungen mit M91/M92 sind bei aktivem
M144 erlaubt.
Die Positionsanzeige in den Betriebsarten
Programmlauf Satzfolge und Programmlauf
Einzelsatz ndert sich erst, nachdem die
Schwenkachsen ihre Endposition erreicht haben.
Wirkung
M144 wird wirksam am Satzanfang. M144 wirkt nicht in Verbindung
M128 oder Bearbeitungsebene Schwenken.
M144 heben Sie auf, indem Sie M145 programmieren.
Die Maschinengeometrie muss vom
Maschinenhersteller in der Kinematikbeschreibung
definiert sein.
Der Maschinenhersteller legt die Wirkungsweise
in den Automatik-Betriebsarten und manuellen
Betriebsarten fest. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
526 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
FUNCTION TCPM (Option #9) 12.5
12.5 FUNCTION TCPM (Option #9)
Funktion
Die Maschinengeometrie muss vom
Maschinenhersteller in der Kinematikbeschreibung
definiert sein.
FUNCTION TCPM ist eine Weiterentwicklung der Funktion
M128, mit der Sie das Verhalten der TNC beim Positionieren von
Drehachsen festlegen knnen. Im Gegensatz zu M128 knnen
Sie bei FUNCTION TCPM die Wirkungsweise verschiedener
Funktionalitten selbst definieren:
Wirkungsweise des programmierten Vorschubs: F TCP / F
CONT
Interpretation der im NC-Programm programmierten
Drehachskoordinaten: AXIS POS / AXIS SPAT
Interpolationsart zwischen Start- und Zielposition: PATHCTRL
AXIS / PATHCTRL VECTOR
Wenn FUNCTION TCPM aktiv ist, zeigt die TNC in der
Positionsanzeige das Symbol TCPM an.
Bei Schwenkachsen mit Hirth-Verzahnung:
Stellung der Schwenkachse nur verndern, nachdem
Sie das Werkzeug freigefahren haben. Ansonsten
knnen durch das Herausfahren aus der Verzahnung
Konturverletzungen entstehen.
Vor Positionierungen mit M91 oder M92 und vor
einem TOOL CALL: FUNCTION TCPM rcksetzen.
Um Konturverletzungen zu vermeiden, verwenden
Sie wenn mglich nur Radiusfrser. Achten Sie
auf mgliche Konturverletzungen, wenn Sie mit
FUNCTION TCPM in Kombination mit anderen
Werkzeugformen arbeiten.
FUNCTION TCPM definieren
Sonderfunktionen whlen
Programmierhilfen whlen
Funktion FUNCTION TCPM whlen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 527
12 Mehrachsbearbeitung
12.5 FUNCTION TCPM (Option #9)
Wirkungsweise des programmierten Vorschubs
Zur Definition der Wirkungsweise des programmierten Vorschubs
stellt die TNC zwei Funktionen zur Verfgung:
F TCP legt fest, dass der programmierte Vorschub
als tatschliche Relativgeschwindigkeit zwischen
Werkzeugspitze (tool center point) und Werkstck
interpretiert wird
F CONT legt fest, dass der programmierte
Vorschub als Bahnvorschub der im jeweiligen NC-
Satz programmierten Achsen interpretiert wird
NC-Beispielstze
...
13 FUNCTION TCPM F TCP ... Vorschub bezieht sich auf die Werkzeugspitze
14 FUNCTION TCPM F CONT ... Vorschub wird als Bahnvorschub interpretiert
...
Interpretation der programmierten
Drehachskoordinaten
Maschinen mit 45-Schwenkkpfen oder 45-Schwenktischen
hatten bisher keine Mglichkeit, auf einfache Weise Sturzwinkel
oder eine Werkzeugorientierung bezogen auf das momentan
aktive Koordinatensystem (Raumwinkel) einzustellen. Diese
Funktionalitt konnte lediglich ber extern erstellte Programme mit
Flchennormalenvektoren (LN-Stze) realisiert werden.
Die TNC stellt nun folgende Funktionalitt zur Verfgung:
AXIS POS legt fest, dass die TNC die
programmierten Koordinaten von Drehachsen als
Sollposition der jeweiligen Achse interpretiert
AXIS SPAT legt fest, dass die TNC die
programmierten Koordinaten von Drehachsen als
Raumwinkel interpretiert
AXIS POS sollten sie in erster Linie dann verwenden,
wenn Ihre Maschine mit rechtwinkligen Drehachsen
ausgerstet ist. Bei 45-Schwenkkpfen/
Schwenktischen knnen Sie AXIS POS ebenfalls
verwenden, wenn sichergestellt ist, dass die
programmierten Drehachskoordinaten die
gewnschte Ausrichtung der Bearbeitungsebene
richtig definiert (kann z. B. ber ein CAM-System
sichergestellt werden).
AXIS SPAT: Die im Positioniersatz eingegeben
Drehachskoordinaten sind Raumwinkel, die sich
auf das momentan aktive (ggf. geschwenkte)
Koordinatensystem beziehen (inkrementale
Raumwinkel). Nach dem Einschalten von FUNCTION
TCPM in Verbindung mit AXIS SPAT, sollten Sie im
ersten Verfahrsatz grundstzlich alle drei Raumwinkel
in der Sturzwinkel-Definition programmieren.
Dies gilt auch dann, wenn einer oder mehrere
Raumwinkel 0 sind.
528 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
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FUNCTION TCPM (Option #9) 12.5
Interpolationsart zwischen Start- und Endposition
Zur Definition der Interpolationsart zwischen Start- und
Endposition, stellt die TNC zwei Funktionen zur Verfgung:
PATHCTRL AXIS legt fest, dass die Werkzeugspitze
zwischen Start- und Endposition des jeweiligen
NC-Satzes auf einer Geraden verfhrt (Face
Milling). Die Richtung der Werkzeugachse an
der Start- und Endposition entspricht den jeweils
programmierten Werten, der Werkzeugumfang
beschreibt jedoch zwischen Start- und Endposition
keine definierte Bahn. Die Flche, die sich
durch Frsen mit dem Werkzeugumfang
(Peripheral Milling) ergibt, ist abhngig von der
Maschinengeometrie
PATHCTRL VECTOR legt fest, dass die
Werkzeugspitze zwischen Start- und Endposition
des jeweiligen NC-Satzes auf einer Geraden
verfhrt und das auch die Richtung der
Werkzeugachse zwischen Start- und Endposition
so interpoliert wird, dass bei einer Bearbeitung am
Werkzeugumfang eine Ebene entsteht (Peripheral
Milling)
Bei PATHCTRL VECTOR zu beachten:
Eine beliebig definierte Werkzeugorientierung ist in
der Regel durch zwei verschiedene Schwenkachs-
Stellungen erreichbar. Die TNC verwendet die
Lsung, die auf dem krzesten Weg von der
aktuellen Position aus erreichbar ist.
Um eine mglichst kontinuierliche
Mehrachsbewegung zu erhalten, sollten Sie den
Zyklus 32 mit einer Toleranz fr Drehachsen
definieren.
Weitere Infromationen: Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
Die Toleranz der Drehachsen sollte in derselben
Grenordnung liegen wie die Toleranz der ebenfalls
im Zyklus 32 zu definierenden Bahnabweichung.
Je grer die Toleranz fr die Drehachsen definiert
ist, desto grer sind beim Peripheral Milling die
Konturabweichungen.
NC-Beispielstze
...
13 FUNCTION TCPM F TCP AXIS SPAT PATHCTRL AXIS Werkzeugspitze bewegt sich auf einer Geraden
14 FUNCTION TCPM F TCP AXIS POS PATHCTRL VECTOR Werkzeugspitze und Werkzeug-Richtungsvektor bewegen
sich in einer Ebene
...
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 529
12 Mehrachsbearbeitung
12.5 FUNCTION TCPM (Option #9)
FUNCTION TCPM rcksetzen
FUNCTION RESET TCPM verwenden, wenn Sie
die Funktion gezielt innerhalb eines Programmes
zurcksetzen wollen
Die TNC setzt FUNCTION TCPM automatisch zurck,
wenn Sie in einer Programmlauf-Betriebsart ein
neues Programm whlen.
Sie drfen FUNCTION TCPM nur zurcksetzen, wenn
die PLANE-Funktion inaktiv ist. Ggf. PLANE RESET vor
FUNCTION RESET TCPM durchfhren.
NC-Beispielstze
...
25 FUNCTION RESETTCPM FUNCTION TCPM rcksetzen
...
530 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9) 12.6
12.6 Dreidimensionale Werkzeugkorrektur
(Option #9)
Einfhrung
Die TNC kann eine dreidimensionale Werkzeugkorrektur (3D-
Korrektur) fr Geradenstze ausfhren. Neben den Koordinaten
X,Y und Z des Geradenendpunkts, mssen diese Stze auch
die Komponenten NX, NY und NZ des Flchennormalenvektors
enthalten.
Weitere Informationen: "Definition eines normierten Vektors",
Seite 533
Wenn Sie eine Werkzeugorientierung durchfhren wollen,
mssen diese Stze zustzlich noch einen normierten Vektor
mit den Komponenten TX, TY und TZ enthalten, der die
Werkzeugorientierung festlegt.
Weitere Informationen: "Definition eines normierten Vektors",
Seite 533
Der Geradenendpunkt, die Komponenten der Flchennormalen und
die Komponenten fr die Werkzeugorientierung mssen Sie von
einem CAM-System berechnen lassen.
Einsatzmglichkeiten
Einsatz von Werkzeugen mit Abmessungen, die nicht mit den
vom CAM-System berechneten Abmessungen bereinstimmen
(3D-Korrektur ohne Definition der Werkzeugorientierung)
Face Milling: Korrektur der Frsergeometrie in Richtung der
Flchennormalen (3D-Korrektur ohne und mit Definition der
Werkzeugorientierung). Zerspanung erfolgt primr mit der
Stirnseite des Werkzeugs
Peripheral Milling: Korrektur des Frserradius senkrecht zur
Bewegungsrichtung und senkrecht zur Werkzeugrichtung
(dreidimensionale Radiuskorrektur mit Definition der
Werkzeugorientierung). Zerspanung erfolgt primr mit der
Mantelflche des Werkzeugs
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 531
12 Mehrachsbearbeitung
12.6 Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9)
Fehlermeldung bei positivem Werkzeugaufma
unterdrcken: M107
Standardverhalten
Mit positiven Werkzeugkorrekturen besteht die Gefahr,
programmierte Konturen zu beschdigen. Die Steuerung prft, ob
durch die Werkzeugkorrekturen kritische Aufmae entstehen und
gibt dann eine Fehlermeldung aus.
Bei Peripheral Milling gibt die Steuerung in folgendem Fall eine
Fehlermeldung aus:
DRTab + DRProg > 0
Bei Face Milling gibt die Steuerung in folgenden Fllen eine
Fehlermeldung aus:
DRTab + DRProg > 0
R2 + DR2Tab + DR2Prog > R + DRTab + DRProg
R2 + DR2Tab + DR2Prog < 0
DR2Tab + DR2Prog > 0
Verhalten mit M107
Mit M107 unterdrckt die Steuerung die Fehlermeldung.
Wirkung
M107 wird wirksam am Satzende.
M107 setzen Sie mit M108 zurck.
532 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
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Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9) 12.6
Definition eines normierten Vektors
Ein normierter Vektor ist eine mathematische Gre, die einen
Betrag von 1 und eine beliebige Richtung hat. Bei LN-Stzen
bentigte die TNC bis zu zwei normierte Vektoren, einen
um die Richtung der Flchennormalen und einen weiteren
(optionalen), um die Richtung der Werkzeugorientierung zu
bestimmen. Die Richtung der Flchennormalen ist durch die
Komponenten NX, NY und NZ festgelegt. Sie weist beim Schaft-
und Radiusfrser senkrecht von der Werkstckoberflche weg hin
zum Werkzeugbezugspunkt PT, beim Eckenradiusfrser durch PT
oder PT (Siehe Abbildung). Die Richtung der Werkzeugorientierung
ist durch die Komponenten TX, TY und TZ festgelegt.
Die Koordinaten fr die Position X,Y, Z und fr die
Flchennormalen NX, NY, NZ, bzw. TX, TY, TZ,
mssen im NC-Satz die gleiche Reihenfolge haben.
Im LN-Satz immer alle Koordinaten und alle
Flchennormalen angeben, auch wenn sich die Werte
im Vergleich zum vorherigen Satz nicht gendert
haben.
TX, TY und TZ muss immer mit Zahlenwerten
definiert sein. Q-Parameter sind nicht erlaubt.
Normalenvektoren mglichst genau berechnen
und mit entsprechend vielen Nachkommastellen
ausgeben, um Vorschubeinbrche whrend der
Bearbeitung zu vermeiden.
Die 3D-Korrektur mit Flchennormalen ist fr
Koordinatenangaben in den Hauptachsen X, Y, Z
gltig.
Wenn Sie ein Werkzeug mit einem berma
(positive Deltawerte) einwechseln, gibt die TNC eine
Fehlermeldung aus. Die Fehlermeldung knnen Sie
mit der M-Funktion M107 unterdrcken.
Weitere Informationen: "Definition eines normierten
Vektors", Seite 533
Die TNC warnt nicht mit einer Fehlermeldung, wenn
Werkzeugbermae die Kontur verletzen wrden.
ber den Maschinenparameter toolRefPoint
(Nr. 201302) ist festgelegt, ob das CAM-System
die Werkzeuglnge ber Kugelzentrum PT oder
Kugelsdpol PSP korrigien soll (siehe Abbildung).
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 533
12 Mehrachsbearbeitung
12.6 Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9)
Erlaubte Werkzeugformen
Die erlaubten Werkzeugformen legen Sie in der Werkzeugtabelle
ber die Werkzeugradien R und R2 fest:
Werkzeugradius R: Ma vom Werkzeugmittelpunkt zur
Werkzeugauenseite
Werkzeugradius 2 R2: Rundungsradius von der Werkzeugspitze
zur Werkzeugauenseite
Das Verhltnis von R zu R2 bestimmt grundstzlich die Form des
Werkzeugs:
R2 = 0: Schaftfrser
R2 = R: Radiusfrser
0 < R2 < R: Eckenradiusfrser
Aus diesen Angaben ergeben sich auch die Koordinaten fr den
Werkzeugbezugspunkt PT.
Andere Werkzeuge verwenden: Deltawerte
Wenn Sie Werkzeuge einsetzen, die andere Abmessungen haben
als die ursprnglich vorgesehenen Werkzeuge, dann tragen Sie
den Unterschied der Lngen und Radien als Deltawerte in die
Werkzeugtabelle oder in den Werkzeugaufruf TOOL CALL ein:
Positiver Deltawert DL, DR: Die Werkzeugmae sind grer als
die des Originalwerkzeugs (Aufma)
Negativer Deltawert DL, DR: Die Werkzeugmae sind kleiner als
die des Originalwerkzeugs (Unterma)
Die TNC korrigiert dann die Werkzeugposition um die Summe der
Deltawerte aus der Werkzeugtabelle und dem Werkzeugaufruf.
Mit DR 2 verndern Sie den Rundungsradius des Werkzeugs und
somit ggf. auch die Werkzeugform.
Wenn Sie mit DR 2 arbeiten gilt:
R2 + DR2Tab + DR2Prog = 0: Schaftfrser
0 < R2 + DR2Tab + DR2Prog < R: Eckenradiusfrser
R2 + DR2Tab + DR2Prog = R: Radiusfrser
534 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
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Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9) 12.6
3D-Korrektur ohne TCPM
Die TNC fhrt bei dreiachsigen Bearbeitungen eine 3D-Korrektur
aus, wenn das NC-Programm mit Flchennormalen ausgegeben
wurde. Die Radiuskorrektur RL/RR und TCPM bzw. M128
mssen hierbei inaktiv sein. Die TNC versetzt das Werkzeug in
Richtung der Flchennormalen um die Summe der Delta-Werte
(Werkzeugtabelle und TOOL CALL).
Beispiel: Satz-Format mit Flchennormalen
1 LN X+31.737 Y+21.954 Z+33.165NX+0.2637581 NY+0.0078922
NZ-0.8764339 F1000 M3
LN: Gerade mit 3D-Korrektur
X, Y, Z: Korrigierte Koordinaten des Geraden-
Endpunkts
NX, NY, NZ: Komponenten der Flchennormalen
F: Vorschub
M: Zusatzfunktion
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 535
12 Mehrachsbearbeitung
12.6 Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9)
Face Milling: 3D-Korrektur mit TCPM
Face Milling ist eine Bearbeitung mit der Stirnseite des Werkzeugs.
Wenn das NC-Programm Flchennormalen enthlt und TCPM oder
M128 aktiv ist, dann wird bei der 5-achsigen Bearbeitung eine
3D-Korrektur ausgefhrt. Die Radiuskorrektur RL/RR darf hierbei
nicht aktiv sein. Die TNC versetzt das Werkzeug in Richtung der
Flchennormalen um die Summe der Deltawerte (Werkzeugtabelle
und TOOL CALL).
Wenn im LN-Satz keine Werkzeugorientierung festgelegt ist,
dann hlt die TNC das Werkzeug bei aktivem TCPM senkrecht zur
Werkstckkontur.
Weitere Informationen: "Position der Werkzeugspitze beim
Positionieren von Schwenkachsen beibehalten (TCPM): M128
(Option #9)", Seite 522
Wenn im LN-Satz eine Werkzeugorientierung T definiert und
gleichzeitig M128 (oder FUNCTION TCPM) aktiv ist, dann
positioniert die TNC die Drehachsen der Maschine automatisch
so, dass das Werkzeug die vorgegebene Werkzeugorientierung
erreicht. Wenn Sie kein M128 (oder FUNCTION TCPM) aktiviert
haben, dann ignoriert die TNC den Richtungsvektor T, auch wenn
er im LN-Satz definiert ist.
Die TNC kann nicht bei allen Maschinen die
Drehachsen automatisch positionieren. Beachten Sie
Ihr Maschinenhandbuch!
Achtung Kollisionsgefahr!
Bei Maschinen, deren Drehachsen nur einen
eingeschrnkten Verfahrbereich erlauben, knnen
beim automatischen Positionieren Bewegungen
auftreten, die beispielsweise eine 180-Drehung des
Tisches erfordern. Achten Sie auf Kollisionsgefahr
des Kopfes mit dem Werkstck oder mit
Spannmitteln.
536 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9) 12.6
Beispiel: Satz-Format mit Flchennormalen ohne
Werkzeugorientierung
LN X+31,737 Y+21,954 Z+33,165 NX+0,2637581 NY+0,0078922
NZ0,8764339 F1000 M128
Beispiel: Satz-Format mit Flchennormalen und
Werkzeugorientierung
LN X+31,737 Y+21,954 Z+33,165 NX+0,2637581 NY+0,0078922
NZ0,8764339 TX+0,0078922 TY0,8764339 TZ+0,2590319
F1000 M128
LN: Gerade mit 3D-Korrektur
X, Y, Z: Korrigierte Koordinaten des Geraden-
Endpunkts
NX, NY, NZ: Komponenten der Flchennormalen
TX, TY, TZ: Komponenten des normierten Vektors fr die
Werkzeugorientierung
F: Vorschub
M: Zusatzfunktion
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 537
12 Mehrachsbearbeitung
12.6 Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9)
Peripheral Milling: 3D-Radiuskorrektur mit TCPM
und Radiuskorrektur (RL/RR)
Die TNC versetzt das Werkzeug senkrecht zur Bewegungsrichtung
und senkrecht zur Werkzeugrichtung um die Summe der
Deltawerte DR (Werkzeugtabelle und TOOL CALL). Die
Korrekturrichtung legen Sie mit der Radiuskorrektur RL/RR fest
(siehe Abbildung, Bewegungsrichtung Y+). Damit die TNC die
vorgegebene Werkzeugorientierung erreichen kann, mssen Sie
die Funktion M128 aktivieren.
Weitere Informationen: "Position der Werkzeugspitze beim
Positionieren von Schwenkachsen beibehalten (TCPM): M128
(Option #9)", Seite 522
Die TNC positioniert dann die Drehachsen der Maschine
automatisch so, dass das Werkzeug die vorgegebene
Werkzeugorientierung mit der aktiven Korrektur erreicht.
Diese Funktion ist nur an Maschinen mglich,
fr deren Schwenkachsen-Konfiguration
Raumwinkel definierbar sind. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch.
Die TNC kann nicht bei allen Maschinen die
Drehachsen automatisch positionieren.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Beachten Sie, dass die TNC eine Korrektur um
die definierten Delta-Werte durchfhrt. Ein in der
Werkzeugtabelle definierter Werkzeugradius R hat
keinen Einfluss auf die Korrektur.
Achtung Kollisionsgefahr!
Bei Maschinen, deren Drehachsen nur einen
eingeschrnkten Verfahrbereich erlauben, knnen
beim automatischen Positionieren Bewegungen
auftreten, die beispielsweise eine 180-Drehung des
Tisches erfordern. Achten Sie auf Kollisionsgefahr
des Kopfes mit dem Werkstck oder mit
Spannmitteln.
Die Werkzeugorientierung knnen Sie auf zwei Arten definieren:
Im LN-Satz durch Angabe der Komponenten TX, TY und TZ
In einem L-Satz durch Angabe der Koordinaten der Drehachsen
538 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9) 12.6
Beispiel: Satz-Format mit Werkzeugorientierung
1 LN X+31,737 Y+21,954 Z+33,165 TX+0,0078922 TY0,8764339
TZ+0,2590319 RR F1000 M128
LN: Gerade mit 3D-Korrektur
X, Y, Z: Korrigierte Koordinaten des Geraden-
Endpunkts
TX, TY, TZ: Komponenten des normierten Vektors fr die
Werkzeugorientierung
RR: Werkzeugradiuskorrektur
F: Vorschub
M: Zusatzfunktion
Beispiel: Satz-Format mit Drehachsen
1 L X+31,737 Y+21,954 Z+33,165 B+12,357 C+5,896 RL F1000
M128
L: Gerade
X, Y, Z: Korrigierte Koordinaten des Geraden-
Endpunkts
B, C: Koordinaten der Drehachsen fr die
Werkzeugorientierung
RL: Radiuskorrektur
F: Vorschub
M: Zusatzfunktion
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 539
12 Mehrachsbearbeitung
12.6 Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9)
Eingriffswinkelabhngige
3D-Werkzeugradiuskorrektur (Option #92)
Anwendung
Der effektive Kugelradius eines Radiusfrsers weicht
fertigungsbedingt von der Idealform ab. Die maximale
Formungenauigkeit legt der Werkzeughersteller fest. Gngige
Abweichungen liegen zwischen 0,005 mm und 0,01 mm.
Die Formungenauigkeit lsst sich in Form einer
Korrekturwerttabelle speichern. Die Tabelle enthlt Winkelwerte
und die am jeweiligen Winkelwert gemessene Abweichung vom
Sollradius R2.
Mit der Software-Option 3D-ToolComp (Option #92) ist die
Steuerung in der Lage, abhngig vom Eingriffspunkt des
Werkzeugs, den in der Korrekturwerttabelle definierten
Korrekturwert zu kompensieren.
Zustzlich lsst sich mit der Software-Option 3D-ToolComp
eine 3D-Kalibrierung des Tastsystems realisieren. Dabei werden
die bei der Tasterkalibrierung ermittelten Abweichungen in der
Korrekturwerttabelle abgelegt.
Weitere Informationen: "3D-Kalibieren mit einer Kalibrierkugel
(Option #92)", Seite 633
Voraussetzungen
Um die Software-Option 3D-ToolComp (Option #92) einsetzen zu
knnen, bentigt die Steuerung folgende Voraussetzungen:
Option #9 ist freigeschaltet
Option #92 ist freigeschaltet
Spalte DR2TABLE in der Werkzeugtabelle TOOL.T ist
freigeschaltet
In der Spalte DR2TABLE ist fr das zu korrigierende Werkzeug
der Name der Korrekturwerttabelle (ohne Endung) eingetragen
In der Spalte DR2 ist 0 eingetragen
NC-Programm mit Flchennormalenvektoren (LN-Stze)
Korrekturwerttabelle
Wenn Sie die Korrekturwerttabelle selbst erstellen, gehen Sie wie
folgt vor:
In der Dateiverwaltung Pfad TNC:\system\3D-
ToolComp ffnen
Softkey NEUE DATEI drcken
Dateiname eingeben mit Endung .3DTC
Die Steuerung ffnet eine Tabelle, in
der die erforderlichen Spalten fr eine
Korrekturwerttabelle erhalten sind.
Die Korrekturwerttabelle enthlt drei Spalten:
NR: laufende Zeilennummer
ANGLE: gemessener Winkel in Grad
DR2: Radiusabweichung vom Sollwert
Die Steuerung wertet max. 100 Zeilen der Korrekturwerttabelle
aus.
540 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
Dreidimensionale Werkzeugkorrektur (Option #9) 12.6
Funktion
Wenn Sie ein Programm mit Flchennormalenvektoren abarbeiten
und fr das aktive Werkzeug in der Werkzeugtabelle TOOL.T eine
Korrekturwerttabelle zugewiesen haben (Spalte DR2TABLE), dann
verrechnet die TNC anstelle des Korrekturwerts DR2 aus TOOL.T
die Werte aus der Korrekturwerttabelle.
Dabei bercksichtigt die Steuerung den Korrekturwert aus der
Korrekturwerttabelle, der fr den Berhrpunkt des Werkzeugs mit
dem Werkstck definiert ist. Liegt der Berhrpunkt zwischen zwei
Korrekturpunkten, interpoliert die Steuerung den Korrekturwert
linear zwischen den beiden nchstgelegenen Winkeln.
Winkelwert Korrekturwert
40 0,03 mm gemessen
50 -0,02 mm gemessen
45 (Berhrpunkt) +0,005 mm interpoliert
Die Steuerung gibt eine Fehlermeldung aus, wenn
sie einen Korrekturwert durch Interpolation nicht
ermitteln kann.
Die Programmierung von M107 (Fehlermeldung bei
positiven Korrekturwerten unterdrcken) ist nicht
erforderlich, auch wenn der Korrekturwert positiv ist.
Die TNC verrechnet entweder den DR2 aus
TOOL.T oder einen Korrekturwert aus der
Korrekturwerttabelle. Zustzliche Offsets wie
ein Flchenaufma knnen Sie ber den DR2 im
TOOL CALL-Satz definieren.
NC-Programm
Die Software-Option 3D-ToolComp (Option #92) funktioniert nur bei
NC-Programmen, die Flchennormalenvektoren enthalten.
Beachten Sie beim Erstellen des CAM-Programms, wie Sie die
Werkzeuge vermessen:
NC-Programmausgabe auf Kugelsdpol bentigt Werkzeuge, die
auf die Werkzeugspitze vermessen sind
NC-Programmausgabe auf Kugelmitte bentigt Werkzeuge, die
auf Kugelmitte vermessen sind
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 541
12 Mehrachsbearbeitung
12.7 CAM-Programme abarbeiten
12.7 CAM-Programme abarbeiten
Wenn Sie NC-Programme extern mit einem CAM-System
erstellen, sollten Sie die in den folgenden Abschnitten aufgefhrten
Empfehlungen beachten. Dadurch knnen Sie die leistungsfhige
Bewegungsfhrung der TNC bestmglich nutzen und in
der Regel bessere Werkstckoberflchen in noch krzerer
Bearbeitungszeit erreichen. Die TNC erreicht trotz hoher
Bearbeitungsgeschwindigkeiten eine sehr hohe Konturgenauigkeit.
Grundlage dafr ist das Echtzeit-Betriebssystem HeROS 5 in
Kombination mit der Funktion ADP (Advanced Dynamic Prediction)
der TNC 640. Damit kann die TNC auch NC-Programme mit hoher
Punktedichte sehr gut verarbeiten.
Vom 3D-Modell zum NC-Programm
Der Prozess fr die Erstellung eines NC-Programms aus einem
CAD-Modell lsst sich vereinfacht wie folgt darstellen:
CAD: Modellerstellung
Konstruktionsabteilungen stellen ein 3D-Modell des zu
bearbeitenden Werkstcks zur Verfgung. Idealerweise ist das
3D-Modell auf Toleranzmitte konstruiert.
CAM: Bahngenerierung, Werkzeugkorrektur
Der CAM-Programmierer legt die Bearbeitungsstrategien
fr die zu bearbeitenden Bereiche des Werkstcks fest. Das
CAM-System berechnet aus den Flchen des CAD-Modells die
Bahnen fr die Werkzeugbewegung. Diese Werkzeugbahnen
bestehen aus einzelnen Punkten, die das CAM-System
so berechnet, dass die zu bearbeitende Flche gem
vorgegebenem Sehnenfehler und Toleranzen bestmglich
angenhert wird. So entsteht ein maschinenneutrales
NC-Programm, das CLDATA (cutter location data). Ein
Postprozessor erstellt aus dem CLDATA ein maschinen-
und steuerungsspezifisches NC-Programm, das die CNC-
Steuerung verarbeiten kann. Der Postprozessor ist bezogen
auf die Maschine und die Steuerung angepasst. Er ist das
zentrale Bindeglied zwischen dem CAM-System und der CNC-
Steuerung.
TNC: Bewegungsfhrung,
Toleranzberwachung,Geschwindigkeitsprofil
Die TNC berechnet aus den im NC-Programm definierten
Punkten die Bewegungen der einzelnen Maschinenachsen und
die erforderlichen Geschwindigkeitsprofile. Leistungsfhige
Filterfunktionen verarbeiten und gltten die Kontur dabei so,
dass die TNC die maximal erlaubte Bahnabweichung einhlt.
Mechatronik: Vorschubregelung, Antriebstechnik, Maschine
Die Maschine setzt mithilfe des Antriebssystems die von der
TNC berechneten Bewegungen und Geschwindigkeitsprofile in
reale Werkzeugbewegungen um.
542 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
CAM-Programme abarbeiten 12.7
Bei der Postprozessorkonfiguration beachten
Beachten Sie die folgenden Punkte bei der
Postprozessorkonfiguration:
Die Datenausgabe bei Achspositionen auf mindestens vier
Nachkommastellen genau stellen. Dadurch verbessern Sie
die Qualitt der NC-Daten und vermeiden Rundungsfehler, die
sichtbare Auswirkungen auf die Werkstckoberflche haben.
Die Ausgabe auf fnf Nachkommastellen (Option #23) kann fr
optische Bauteile und Bauteile mit sehr groen Radien (kleine
Krmmungen), wie z. B. Formen im Automobilbereich zu einer
verbesserten Oberflchenqualitt fhren.
Die Datenausgabe bei der Bearbeitung mit
Flchennormalenvektoren (LN-Stze, nur Klartextprogrammierung)
immer auf sieben Nachkommastellen genau stellen
Die Toleranz im Zyklus 32 so setzen, dass sie im
Standardverhalten mindestens doppelt so gro ist wie der
definierte Sehnenfehler im CAM-System. Beachten Sie auch die
Hinweise in der Funktionsbeschreibung des Zyklus 32.
Ein im CAM-Programm zu hoch gewhlter Sehnenfehler kann,
abhngig von der jeweiligen Konturkrmmung, zu langen NC-
Satzabstnden mit jeweils groer Richtungsnderung fhren.
Beim Abarbeiten kann es dadurch zu Vorschubeinbrchen an
den Satzbergngen kommen. Regelmige Beschleunigungen
(gleich Kraftanregung), bedingt durch die Vorschubeinbrche des
inhomogenen NC-Programms, knnen zu einer unerwnschten
Schwingungsanregung der Maschinenstruktur fhren
Die vom CAM-System berechneten Bahnpunkte knnen Sie
anstelle von Geradenstzen auch mit Kreisstzen verbinden.
Die TNC berechnet intern Kreise exakter als dies ber das
Eingabeformat definierbar ist
Auf exakt geraden Bahnen keine Zwischenpunkte ausgeben.
Zwischenpunkte, die nicht ganz exakt auf der geraden
Bahn liegen, knnen sichtbare Auswirkungen auf die
Werkstckoberflche haben
An Krmmungsbergngen (Ecken) sollte nur ein NC-Datenpunkt
liegen
Permanent kurze Satzabstnde vermeiden. Kurze Satzabstnde
entstehen im CAM-System durch starke Krmmungsnderungen
der Kontur bei gleichzeitig sehr kleinen Sehnenfehlern. Exakt
gerade Bahnen erfordern keine kurzen Satzabstnde, die oftmals
durch die konstante Punktausgabe vom CAM-System erzwungen
werden
Eine exakt synchrone Punktverteilung auf Flchen mit
gleichmiger Krmmung vermeiden, da sich dadurch Muster auf
der Werkstckoberflche abbilden knnen
Bei 5-Achs-Simultanprogrammen: Doppelausgabe von Positionen
vermeiden, wenn sich diese nur durch eine unterschiedliche
Werkzeuganstellung unterscheiden
Die Ausgabe des Vorschubs in jedem NC-Satz vermeiden. Dies
kann sich nachteilig auf das Geschwindigkeitsprofil der TNC
auswirken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 543
12 Mehrachsbearbeitung
12.7 CAM-Programme abarbeiten
Fr den Maschinenbediener hilfreiche Konfigurationen:
Zur besseren Gliederung von groen NC-Programmen die
Gliederungsfunktion der TNC nutzen
Weitere Informationen: "Programme gliedern", Seite 183
Zur Dokumentation des NC-Programms die Kommentarfunktion
der TNC nutzen
Weitere Informationen: "Kommentare einfgen", Seite 180
Zur Bearbeitung von Bohrungen und einfachen
Taschengeometrien die umfangreich verfgbaren Zyklen der
TNC nutzen
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
Bei Passungen die Konturen mit Werkzeugradiuskorrektur RL/RR
ausgeben. Dadurch kann der Maschinenbediener notwendige
Korrekturen einfach durchfhren
Weitere Informationen: "Werkzeugkorrektur", Seite 234
Vorschbe fr die Vorpositionierung, die Bearbeitung und
die Tiefenzustellung trennen und ber Q-Parameter am
Programmanfang definieren
NC-Beispielstze mit variablen Vorschubdefinitionen
1 Q50 = 7500 ; VORSCHUB POSITIONIEREN
2 Q51 = 750 ; VORSCHUB TIEFE
3 Q52 = 1350 ; VORSCHUB FRAESEN
...
25 L Z+250 R0 FMAX
26 L X+235 Y-25 FQ50
27 L Z+35
28 L Z+33.2571 FQ51
29 L X+321.7562 Y-24.9573 Z+33.3978 FQ52
30 L X+320.8251 Y-24.4338 Z+33.8311
...
544 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
CAM-Programme abarbeiten 12.7
Bei der CAM-Programmierung beachten
Sehnenfehler anpassen
Bei der Definition von Schlichtbearbeitungen
darauf achten, dass der im CAM-System definierte
Sehnenfehler nicht grer als 5 m eingestellt ist. Im
Zyklus 32 die dazu passende, 1,3 bis 5-fache Toleranz
T verwenden.
Bei der Definition von Schruppbearbeitung darauf
achten, dass die Summe aus dem Sehnenfehler und
der Toleranz im Zyklus 32 kleiner als das definierte
Bearbeitungsaufma ist. Dadurch ist sichergestellt,
dass keine Konturverletzungen auftreten knnen.
Passen Sie den Sehnenfehler im CAM-Programm in Abhngigkeit
von der Bearbeitung an:
Schruppen mit Prferenz auf Geschwindigkeit:
Hhere Werte fr Sehnenfehler und dazu passende Toleranz
im Zyklus 32 verwenden. Entscheidend fr beide Werte ist
das bentigte Aufma auf der Kontur. Wenn an Ihrer Maschine
ein Sonderzyklus zur Verfgung steht, den Schruppmodus
einstellen. Im Schruppmodus fhrt die Maschine in der Regel
mit hohen Rucken und hohen Beschleunigungen
bliche Toleranz im Zyklus 32: zwischen 0,05 mm und
0,3 mm
blicher Sehnenfehler im CAM-System: zwischen
0,004 mm und 0,030 mm
Schlichten mit Prferenz auf hohe Genauigkeit:
Kleinen Sehnenfehler und dazu passende kleine Toleranz im
Zyklus 32 verwenden. Die Datendichte muss so hoch sein,
dass die TNC bergnge oder Ecken exakt erkennen kann.
Wenn an Ihrer Maschine ein Sonderzyklus zur Verfgung steht,
den Schlichtmodus einstellen. Im Schlichtmodus fhrt die
Maschine in der Regel mit niedrigen Rucken und niedrigen
Beschleunigungen
bliche Toleranz im Zyklus 32: zwischen 0,002 mm und
0,006 mm
blicher Sehnenfehler im CAM-System: zwischen
von 0,001 mm und 0,004 mm
Schlichten mit Prferenz auf hohe Oberflchengte:
Kleinen Sehnenfehler und dazu passende grere Toleranz
im Zyklus 32 verwenden. Dadurch glttet die TNC die
Kontur strker. Wenn an Ihrer Maschine ein Sonderzyklus
zur Verfgung steht, den Schlichtmodus einstellen. Im
Schlichtmodus fhrt die Maschine in der Regel mit niedrigen
Rucken und niedrigen Beschleunigungen
bliche Toleranz im Zyklus 32: zwischen 0,010 mm und
0,020 mm
blicher Sehnenfehler im CAM-System: kleiner als
0,005 mm
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 545
12 Mehrachsbearbeitung
12.7 CAM-Programme abarbeiten
Weitere Anpassungen
Beachten Sie folgende Punkte bei der CAM-Programmierung:
Bei langsamen Bearbeitungsvorschben oder Konturen
mit groen Radien den Sehnenfehler ca. drei bis fnf Mal
kleiner definieren als die Toleranz T im Zyklus 32. Zustzlich
den maximalen Punktabstand zwischen 0,25 mm und
0,5 mm definieren. Zustzlich sollte der Geometriefehler oder
Modellfehler sehr klein (max. 1 m) gewhlt werden.
Auch bei hheren Bearbeitungsvorschben sind in gekrmmten
Konturbereichen Punkteabstnde grer als 2.5 mm nicht
empfehlenswert
Bei geraden Konturelementen gengt je ein NC-Punkt am
Anfang und am Ende der Geradenbewegung, die Ausgabe von
Zwischenpositionen vermeiden
Vermeiden Sie bei 5-Achs-Simultanprogrammen, dass sich das
Verhltnis der Linearachs-Satzlnge zur Drehachs-Satzlnge
stark verndert. Dadurch knnen starke Vorschubreduzierungen
am Werkzeugbezugspunkt (TCP) entstehen
Die Vorschubbegrenzung fr Ausgleichsbewegungen (z. B.
ber M128 F...) sollten Sie nur in Ausnahmefllen verwenden.
Die Vorschubbegrenzung fr Ausgleichsbewegungen kann
starke Vorschubreduzierungen am Werkzeugbezugspunkt (TCP)
verursachen.
NC-Programme fr 5-Achs-Simultanbearbeitungen mit
Kugelfrsern bevorzugt auf Kugelmitte ausgeben lassen. Die
NC-Daten sind dadurch in der Regel gleichmiger. Zustzlich
knnen Sie im Zyklus 32 eine hhere Rundachstoleranz TA
(z. B. zwischen 1 und 3) fr einen noch gleichmigeren
Vorschubverlauf am Werkzeugbezugspunkt (TCP) einstellen
Bei NC-Programmen fr 5-Achs-Simultanbearbeitungen
mit Torusfrsern oder Radiusfrsern sollten Sie bei NC-
Ausgabe auf Kugelsdpol eine geringere Rundachstoleranz
whlen. Ein blicher Wert ist z. B. 0.1. Ausschlaggebend
fr die Rundachstoleranz ist die maximal erlaubte
Konturverletzung. Diese Konturverletzung ist von der mglichen
Werkzeugschiefstellung, dem Werkzeugradius und der
Eingriffstiefe des Werkzeugs abhngig.
Beim 5-Achs-Abwlzfrsen mit einem Schaftfrser knnen
Sie die maximal mgliche Konturverletzung T direkt aus der
Frsereingriffslnge L und der erlaubten Konturtoleranz TA
berechnen:
T ~ K x L x TA K = 0.0175 [1/]
Beispiel: L = 10 mm, TA = 0.1: T = 0.0175 mm
546 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
12
CAM-Programme abarbeiten 12.7
Eingriffsmglichkeiten an der Steuerung
Um das Verhalten von CAM-Programmen direkt an
der TNC beeinflussen zu knnen, steht der Zyklus 32
TOLERANZ zur Verfgung. Beachten Sie die Hinweise in der
Funktionsbeschreibung des Zyklus 32. Zudem die Zusammenhnge
mit dem im CAM-System definierten Sehnenfehler beachten.
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Einige Maschinenhersteller ermglichen ber einen
zustzlichen Zyklus das Verhalten der Maschine
an die jeweilige Bearbeitung anzupassen, z. B.
Zyklus 332 Tuning. Mit dem Zyklus 332 lassen sich
Filtereinstellungen, Beschleunigungseinstellungen
und Ruckeinstellungen verndern.
NC-Beispielstze Zyklus 32
34 CYCL DEF 32.0 TOLERANZ
35 CYCL DEF 32.1 T0.05
36 CYCL DEF 32.2 HSC-MODE:1 TA3
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 547
12 Mehrachsbearbeitung
12.7 CAM-Programme abarbeiten
Bewegungsfhrung ADP
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Diese Funktion muss vom Maschinenhersteller
freigegeben und angepasst werden.
Eine unzureichende Datenqualitt von NC-Programmen
aus CAM-Systemen fhrt hufig zu einer schlechteren
Oberflchenqualitt der gefrsten Werkstcke. Die Funktion
ADP (Advanced Dynamic Prediction) erweitert die bisherige
Vorausberechnung des zulssigen maximalen Vorschubprofils und
optimiert die Bewegungsfhrung der Vorschubachsen beim Frsen.
Somit knnen saubere Oberflchen mit kurzen Bearbeitungszeiten
gefrst werden, auch bei stark schwankender Punkteverteilung in
benachbarten Werkzeugbahnen. Der Nachbearbeitungsaufwand
wird erheblich reduziert oder entfllt.
Die wichtigsten Vorteile von ADP im berblick:
symmetrisches Vorschubverhalten in der Vor- und
Rckwrtsbahn beim bidirektionalen Frsen
gleichmige Vorschubverlufe bei nebeneinander liegenden
Frserbahnen
verbesserte Reaktion gegenber nachteiligen Effekten, z. B.
kurze treppenartige Stufen, grobe Sehnentoleranzen, stark
gerundete Satz-Endpunktkoordinaten, bei von CAM-Systemen
erzeugten NC-Programmen
genaues Einhalten der dynamischen Kenngren auch bei
schwierigen Verhltnissen
548 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
13
Palettenverwaltung
13 Palettenverwaltung
13.1 Palettenverwaltung
13.1 Palettenverwaltung
Anwendung
Die Palettenverwaltung ist eine maschinenabhngige
Funktion. Im Folgenden wird der
Standardfunktionsumfang beschrieben.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Palettentabellen (.P) finden hauptschlich in Bearbeitungszentren
mit Palettenwechslern Anwendung. Dabei rufen die
Palettentabellen die verschiedenen Paletten mit den zugehrigen
Bearbeitungsprogrammen auf und aktivieren alle definierten
Bezugspunkte und Nullpunkttabellen.
Ohne Palettenwechsler knnen Sie Palettentabellen verwenden,
um NC-Programme mit unterschiedlichen Bezugspunkten mit nur
einem NC-START hintereinander abzuarbeiten.
Wenn Sie Palettentabellen erstellen oder verwalten,
muss der Dateiname immer mit einem Buchstaben
beginnen.
Palettentabellen enthalten folgende Angaben:
NR: Die Steuerung erstellt den Eintrag automatisch beim
Einfgen von neuen Zeilen. Der Eintrag ist erforderlich fr das
Eingabefeld Zeilennummer = der Funktion SATZVORLAUF.
TYPE: Der Eintrag ist zwingend erforderlich. Die Steuerung
unterscheidet zwischen den Eintrgen Palette PAL,
Aufspannung FIX oder NC-Programm PGM. Die Eintrge whlen
Sie mithilfe der Taste ENT und den Pfeiltasten.
NAME: Der Eintrag ist zwingend erforderlich. Namen fr Paletten
und Aufspannungen legt ggf. der Maschinenhersteller fest
(Maschinenhandbuch beachten), Programmnamen definieren
Sie. Wenn die Dateien nicht im Ordner der Palettentabelle
abgespeichert sind, mssen Sie die vollstndigen Pfade
angeben.
DATUM: Der Eintrag ist nur bei Verwendung von
Nullpunkttabellen erforderlich. Wenn die Dateien nicht im
Ordner der Palettentabelle abgespeichert sind, mssen
Sie die vollstndigen Pfade angeben. Nullpunkte aus den
Nullpunkttabellen aktivieren Sie im NC-Programm mithilfe des
Zyklus 7.
PRESET: Der Eintrag ist nur bei Verwendung unterschiedlicher
Bezugspunkte erforderlich. Geben Sie die bentigte
Presetnummer an.
550 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
13
Palettenverwaltung 13.1
LOCATION: Der Eintrag ist zwingend erforderlich. Der Eintrag
MA kennzeichnet, dass sich eine Palette oder eine Aufspannung
auf der Maschine befindet und bearbeitet werden kann. Die
TNC bearbeitet nur Paletten oder Aufspannungen, die mit
MA gekennzeichnet sind. Drcken Sie die Taste ENT, um MA
einzutragen. Mit der Taste NO ENT knnen Sie den Eintrag
entfernen.
LOCK: Der Eintrag ist optional. Mithilfe des Eintrags *
knnen Sie die Zeile der Palettentabelle von der Bearbeitung
ausschlieen. Durch Drcken der Taste ENT wird die Zeile
mit dem Eintrag * gekennzeichnet. Mit der Taste NO ENT
knnen Sie die Sperrung wieder aufheben. Sie knnen die
Abarbeitung fr einzelne NC-Programme, Aufspannungen oder
ganze Paletten sperren. Nicht gesperrte Zeilen (z. B. PGM) einer
gesperrten Palette werden ebenfalls nicht bearbeitet.
Softkey Editierfunktion
Tabellenanfang whlen
Tabellenende whlen
Vorherige Tabellenseite whlen
Nchste Tabellenseite whlen
Zeile am Tabellenende einfgen
Zeile am Tabellenende lschen
Eingebbare Anzahl von den Zeilen am
Tabellenende anfgen
Aktuellen Wert kopieren
Kopierten Wert einfgen
Zeilenanfang whlen
Zeilenende whlen
Nach einem Text oder Wert suchen
Tabellenspalten sortieren oder ausblenden
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 551
13 Palettenverwaltung
13.1 Palettenverwaltung
Softkey Editierfunktion
Aktuelles Feld editieren
Sortieren nach dem Spalteninhalt
Zustzliche Funktionen z. B. Speichern
Dialog fr die Dateipfadauswahl ffnen
552 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
13
Palettenverwaltung 13.1
Palettentabelle whlen
In der Betriebsart Programmieren oder den Programmlauf-
Betriebsarten die Dateiverwaltung whlen: Taste PGM MGT
drcken
Dateien vom Typ .P anzeigen: Softkeys TYP WHLEN und ALLE
ANZ. drcken
Palettentabelle mit Pfeiltasten whlen oder Namen fr eine
neue Tabelle eingeben
Auswahl mit Taste ENT besttigen
Sie knnen zwischen der Tabellenansicht
und der Listenansicht mit der Taste fr die
Bildschirmaufteilung wechseln.
Palettentabelle verlassen
Dateiverwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
Anderen Dateityp whlen: Softkey TYP WHLEN und Softkey fr
den gewnschten Dateityp drcken, z. B. ZEIGE .H
Gewnschte Datei whlen
Palettentabelle abarbeiten
Per Maschinenparameter ist festgelegt, ob die
Palettentabelle satzweise oder kontinuierlich
abgearbeitet wird.
In der Betriebsart Programmlauf Satzfolge oder Programmlauf
Einzelsatz die Dateiverwaltung whlen: Taste PGM MGT
drcken
Dateien vom Typ .P anzeigen: Softkeys TYP WHLEN und
ZEIGE .P drcken
Palettentabelle mit Pfeiltasten whlen
Mit Taste ENT besttigen
Palettentabelle abarbeiten: Taste NC-START drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 553
13 Palettenverwaltung
13.1 Palettenverwaltung
Bildschirmaufteilung beim Abarbeiten der Palettentabelle
Wenn Sie den Programminhalt und den Inhalt der Palettentabelle
gleichzeitig sehen wollen, dann whlen Sie die Bildschirmaufteilung
PALETTE + PROGRAMM. Whrend des Abarbeitens stellt die TNC
dann auf der linken Bildschirmseite das Programm und auf der
rechten Bildschirmseite die Palette dar. Um den Programminhalt vor
dem Abarbeiten ansehen zu knnen, gehen Sie wie folgt vor:
Palettentabelle whlen
Mit Pfeiltasten Programm whlen, das Sie kontrollieren wollen
Softkey PROGRAMM FFNEN drcken
Die TNC zeigt das gewhlte Programm am Bildschirm an. Mit
den Pfeiltasten knnen Sie jetzt im Programm blttern
Softkey END PGM PAL drcken
Die Steuerung wechselt zurck zur Palettentabelle
Palettentabelle editieren
Wenn die Palettentabelle in einer Programmlauf-Betriebsart aktiv
ist, sind die Softkeys zum ndern der Tabelle in der Betriebsart
Programmieren inaktiv. Sie knnen diese Tabelle ber den Softkey
EDIT PALETTE in der Betriebsart Programmlauf Einzelsatz oder
Programmlauf Satzfolge ndern.
Satzvorlauf in Palettentabellen
Mit der Palettenverwaltung knnen Sie die Funktion SATZVORLAUF
auch in Verbindung mit Palettentabellen nutzen.
Wenn Sie die Abarbeitung einer Palettentabelle abbrechen,
bietet die Steuerung den zuletzt angewhlten NC-Satz des
abgebrochenen NC-Programms fr die Funktion SATZVORLAUF an.
Weitere Informationen: "Satzvorlauf in Palettenprogrammen",
Seite 702
554 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Drehbearbeitung
14 Drehbearbeitung
14.1 Drehbearbeitung auf Frsmaschinen (Option #50)
14.1 Drehbearbeitung auf Frsmaschinen
(Option #50)
Einfhrung
Auf speziellen Frsmaschinentypen ist es mglich sowohl
Frsbearbeitungen als auch Drehbearbeitungen auszufhren.
Dadurch knnen Werkstcke ohne Umspannen komplett auf einer
Maschine bearbeitet werden, selbst wenn komplexe Frs- und
Drehbearbeitungen dazu notwendig sind.
Die Drehbearbeitung ist ein Zerspanungsverfahren, bei dem
sich das Werkstck dreht und dadurch die Schnittbewegung
ausfhrt. Ein fest eingespanntes Werkzeug fhrt Zustell- und
Vorschubbewegungen aus. Drehbearbeitungen werden, abhngig
von der Bearbeitungsrichtung und Aufgabe, in verschiedene
Fertigungsverfahren unterteilt, z. [Link], Plandrehen,
Stechdrehen oder Gewindedrehen.
Die TNC bietet Ihnen fr die unterschiedlichen
Fertigungsverfahren jeweils mehrere Zyklen.
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
An der TNC knnen Sie einfach innerhalb eines NC-Programms
zwischen Frsbetrieb und Drehbetrieb wechseln. Whrend
des Drehbetriebs dient der Drehtisch als Drehspindel und die
Frsspindel mit dem Werkzeug steht fest. Dadurch lassen sich
rotationssymmetrische Konturen erzeugen. Der Bezugspunkt
(Preset) muss sich dazu im Zentrum der Drehspindel befinden.
Bei der Verwaltung von Drehwerkzeugen werden andere
geometrische Beschreibungen bercksichtigt wie bei Frs- oder
Bohrwerkzeugen. Z. B. ist eine Definition des Schneidenradius
notwendig, um eine Schneidenradiuskorrektur ausfhren zu
knnen. Die TNC bietet hierfr eine spezielle Werkzeugverwaltung
fr die Drehwerkzeuge.
Weitere Informationen: "Werkzeugdaten", Seite 569
Fr die Bearbeitung stehen unterschiedliche Zyklen zur Verfgung.
Diese knnen Sie auch mit zustzlich angestellten Schwenkachsen
verwenden.
Weitere Informationen: "Angestellte Drehbearbeitung",
Seite 584
Die Anordnung der Achsen ist beim Drehen so festgelegt, dass die
X-Koordinaten den Durchmesser des Werkstcks beschreiben und
die Z-Koordinaten die Lngspositionen.
Die Programmierung erfolgt also immer in der XZ-
Koordinatenebene. Welche Maschinenachsen fr die
eigentlichen Bewegungen benutzt werden, ist von der jeweiligen
Maschinenkinematik abhngig und wird vom Maschinenhersteller
festgelegt. So sind NC-Programme mit Drehfunktionen weitgehend
austauschbar und unabhngig vom Maschinentyp.
556 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Basisfunktionen (Option #50) 14.2
14.2 Basisfunktionen (Option #50)
Umschaltung Frsbetrieb / Drehbetrieb
Das Umschalten der Maschinenkinematik ist eine
maschinenabhngige Funktion.
Die Maschine muss vom Maschinenhersteller
fr die Drehbearbeitung und das Umschalten
des Bearbeitungsmodus angepasst worden sein.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Um zwischen Frsbearbeitungen und Drehbearbeitungen zu
wechseln, mssen Sie auf den jeweiligen Modus umschalten.
Zum Umschalten der Bearbeitungsmodi benutzen Sie die NC-
Funktionen FUNCTIONMODETURN und FUNCTIONMODEMILL.
In der Statusanzeige zeigt die TNC ein Symbol an, wenn der
Drehmodus aktiv ist
Symbol Bearbeitungsmodus
Drehmodus aktiv: FUNCTIONMODETURN
Kein Symbol Frsmodus aktiv: FUNCTIONMODEMILL
Beim Umschalten der Bearbeitungsmodi arbeitet die TNC ein
Makro ab, dass die maschinenspezifischen Einstellungen fr den
jeweiligen Bearbeitungsmodus vornimmt. Mit den NC-Funktionen
FUNCTIONMODETURN und FUNCTIONMODEMILL aktivieren
Sie eine Maschinenkinematik, die der Maschinenhersteller in dem
Makro definiert und hinterlegt hat.
Im Drehmodus muss der Preset im Zentrum der
Drehspindel liegen.
Die Lage der Werkzeugschneide muss auf das
Zentrum der Drehspindel ausgerichtet werden.
Positionieren Sie die Y-Koordinate im Drehbetrieb auf
Mitte der Drehspindel.
berprfen Sie die Orientierung der
Werkzeugspindel. Fr Auenbearbeitungen muss die
Werkzeugschneide auf das Zentrum der Drehspindel
ausgerichtet sein. Bei Innenbearbeitungen muss
das Werkzeug entgegengesetzt des Zentrums der
Drehspindel ausgerichtet sein.
berprfen Sie, ob die Drehrichtung der Drehspindel
fr das eingewechselte Werkzeug richtig ist.
Wenn Sie schwere Werkstcke mit hohen
Drehzahlen bearbeiten, treten hohe physikalische
Krfte auf. Stellen Sie sicher, dass das Werkstck
sicher gespannt ist, um Schden an der Maschine
und Unflle zu vermeiden!
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 557
14 Drehbearbeitung
14.2 Basisfunktionen (Option #50)
Im Drehmodus werden in der Positionsanzeige
der X-Achse Durchmesserwerte angezeigt. Die
TNC zeigt dann ein Durchmessersymbol in der
Positionsanzeige.
Im Drehbetrieb wirkt das Spindelpotentiometer fr
die Drehspindel (Drehtisch).
Sie knnen den Bearbeitungsmodus
nicht umschalten, wenn Schwenken der
Bearbeitungsebene oder TCPM aktiv ist.
Im Bearbeitungsmodus Drehen sind, bis auf den
Zyklus Nullpunkt-Verschiebung, keine Koordinaten-
Umrechnungen erlaubt.
Sie knnen alle manuellen Antastzyklen, bis auf
den Zyklus Antasten Ecke und den Zyklus Antasten
Ebene, auch im Drehbetrieb verwenden. Beachten
Sie, dass im Drehbetrieb alle Messwerte in der
X-Koordinate als Durchmesserwerte verrechnet und
angezeigt werden.
Zur Definition der Drehfunktionen knnen Sie auch
die Funktion smartSelect verwenden.
Weitere Informationen: "bersicht
Sonderfunktionen", Seite 436
Bearbeitungsmodus eingeben:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Softkey PROGRAMMFUNKTIONEN DREHEN
drcken
Softkey GRUNDFUNKTIONEN drcken
Softkey FUNCTION MODE drcken
Funktion fr Bearbeitungsmodus: Softkey DREHEN
oder Softkey FRSEN drcken
Wenn der Maschinenhersteller die Kinematikauswahl freigegeben
hat, gehen Sie wie folgt vor:
Anfhrungszeichen " eingeben
Softkey KINEMATIK WHLEN drcken
NC-Syntax
11 FUNCTION MODE TURN "AC_TABLE" ; DREHBETRIEB AKTIVIEREN
12 FUNCTION MODE TURN ; DREHBETRIEB AKTIVIEREN
13 FUNCTION MODE MILL "B_HEAD" ; FRSBETRIEB AKTIVIEREN
558 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Basisfunktionen (Option #50) 14.2
Grafische Darstellung der Drehbearbeitung
Drehbearbeitungen knnen Sie in der Betriebsart Programm-Test
simulieren. Voraussetzung hierfr ist eine fr die Drehbearbeitung
geeignete Rohteildefinition und Option #20.
Die angezeigten Bearbeitungszeiten von
Programmen mit Frs-/Dreh-Bearbeitungen in der
Simulation entsprechen nicht den tatschlichen
Bearbeitungszeiten.
Grafische Darstellung in der Betriebsart Programmieren
Drehbearbeitungen knnen Sie auch mit der Liniengrafik in der
Betriebsart Programmieren grafisch simulieren. Zur Darstellung
der Verfahrbewegungen im Drehmodus in der Betriebsart
Programmieren wechseln Sie die Ansicht mithilfe der Softkeys.
Weitere Informationen: "Programmiergrafik fr bestehendes
Programm erstellen", Seite 192
Die Standardanordnung der Achsen ist beim Drehen so festgelegt,
dass die X-Koordinaten den Durchmesser des Werkstcks
beschreiben und die Z-Koordinaten die Lngspositionen.
Auch wenn die Drehbearbeitung in einer zweidimensionalen
Ebene (X- und Z-Koordinaten) stattfindet, mssen Sie bei einem
rechteckigen Rohteil die Y-Werte bei der Definition des Rohteils
programmieren.
NC-Syntax
0 BEGIN PGM ABSATZ MM
1 BLK FORM 0.1Y X+0 Y-1 Z-50 Rohteildefinition
2 BLK FORM 0.2 X+87 Y+1 Z+2
3 TOOL CALL 12 Werkzeugaufruf
4 M140 MB MAX Werkzeug freifahren
5 FUNCTION MODE TURN Drehmodus aktivieren
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 559
14 Drehbearbeitung
14.2 Basisfunktionen (Option #50)
Drehzahl programmieren
Wenn Sie mit konstanter Schnittgeschwindigkeit
arbeiten, begrenzt die gewhlte Getriebestufe
den mglichen Drehzahlbereich. Ob und welche
Getriebestufen mglich sind, ist von Ihrer Maschine
abhngig.
Sie knnen beim Drehen sowohl mit konstanter Drehzahl als auch
mit konstanter Schnittgeschwindigkeit arbeiten.
Wenn Sie mit konstanter Schnittgeschwindigkeit VCONST:ON
arbeiten, ndert die TNC die Drehzahl abhngig vom Abstand der
Werkzeugschneide zur Mitte der Drehspindel. Bei Positionierungen
in Richtung des Drehzentrums erhht die TNC die Tischdrehzahl,
bei Bewegungen aus dem Drehzentrum heraus reduziert sie diese.
Bei der Bearbeitung mit konstanter Drehzahl VCONST:OFF ist die
Drehzahl unabhngig von der Werkzeugposition.
Zur Definition der Drehzahl verwenden Sie die Funktion
FUNCTIONTURNDATA SPIN. Die TNC stellt hier folgende
Eingabeparameter zur Verfgung:
VCONST: konstante Schnittgeschwindigkeit aus/ein (erforderlich)
VC: Schnittgeschwindigkeit (optional)
S: Nenndrehzahl, wenn keine konstante Schnittgeschwindigkeit
aktiv ist (optional)
S MAX: Maximale Drehzahl bei konstanter
Schnittgeschwindigkeit (optional), wird mit S MAX 0
zurckgesetzt
gearrange: Getriebestufe fr die Drehspindel (optional)
560 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Basisfunktionen (Option #50) 14.2
Definieren der Drehzahl:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Softkey PROGRAMMFUNKTIONEN DREHEN
drcken
Softkey FUNCTION TURNDATA drcken
Softkey TURNDATA SPIN drcken
Funktion fr Drehzahleingabe: Softkey VCONST:
drcken
Zyklus 800 begrenzt beim Exzenterdrehen die
maximale Drehzahl. Zum Rcksetzen programmieren
Sie FUNCTION TURNDATA SPIN SMAX0.
Wenn die maximale Drehzahl erreicht ist, zeigt die
Steuerung in der Statusanzeige SMAX statt S.
NC-Syntax
3 FUNCTION TURNDATA SPIN VCONST:ON VC:100 Definition einer konstanten Schnittgeschwindigkeit in
GEARRANGE:2 Getriebestufe 2
3 FUNCTION TURNDATA SPIN VCONST:OFF S550 Definition einer konstanten Drehzahl
...
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 561
14 Drehbearbeitung
14.2 Basisfunktionen (Option #50)
Vorschubgeschwindigkeit
Beim Drehen werden Vorschbe oft in mm pro Umdrehung
angegeben. So bewegt die TNC das Werkzeug bei jeder
Spindelumdrehung um einen definierten Wert. Dadurch ist der
resultierende Bahnvorschub abhngig von der Drehzahl der
Drehspindel. Bei hohen Drehzahlen erhht die TNC den Vorschub,
bei niedrigen Drehzahlen reduziert sie diesen. So knnen Sie bei
gleichbleibender Schnitttiefe mit konstanter Zerspankraft bearbeiten
und eine konstante Spandicke erzielen.
Mit dem Maschinenparameter facMinFeedTurnSMAX
(Nr. 201009) geben Sie einen minimalen Vorschub
ein, der bei maximaler Drehzahl eingehalten wird.
Standardmig interpretiert die TNC den programmierten
Vorschub in Millimeter pro Minute (mm/min). Wenn Sie den
Vorschub in Millimeter pro Umdrehung (mm/1) definieren mchten,
mssen Sie M136 programmieren. Die TNC interpretiert dann
alle nachfolgenden Vorschubeingaben in mm/1, bis M136 wieder
aufgehoben wird.
M136 wirkt modal am Satzanfang und kann mit M137 wieder
aufgehoben werden.
NC-Syntax
10 L X+102 Z+2 R0 FMAX Bewegung im Eilgang
...
15 L Z-10 F200 Bewegung mit einem Vorschub von 200 mm/min
...
19 M136 Vorschub in Millimeter pro Umdrehung
20 L X+154 F0.2 Bewegung mit einem Vorschub von 0.2 mm/1
...
562 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Unwuchtfunktionen (Option #50) 14.3
14.3 Unwuchtfunktionen (Option #50)
Unwucht im Drehbetrieb
Allgemeine Informationen
Die Maschine muss vom Maschinenhersteller fr das
berwachen und Messen der Unwucht angepasst
worden sein. Die Unwuchtfunktionen sind nicht an
allen Maschinentypen erforderlich. Ggf. stehen diese
Funktionen nicht an Ihrer Maschine zur Verfgung.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Die hier beschriebenen Unwuchtfunktionen sind
Grundfunktionen, die vom Maschinenhersteller
an der Maschine eingerichtet und angepasst
werden mssen. Daher knnen Wirkung und
Umfang der Funktionen von der Beschreibung
abweichen. Ihr Maschinenhersteller kann auch
andere Unwuchtfunktionen bereitstellen. Beachten
Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Bei der Drehbearbeitung befindet sich das Werkzeug in einer festen
Position whrend der Drehtisch und das aufgespannte Werkstck
eine Drehbewegung ausfhren. Je nach Werkstckgre werden
hier mitunter groe Massen in eine rotierende Bewegung gebracht.
Durch die Drehung des Werkstcks wird eine nach auen wirkende
Fliehkraft erzeugt.
Die auftretende Fliehkraft ist im Wesentlichen abhngig von der
Drehzahl, der Masse und der Unwucht eines Werkstcks. Wenn
ein Krper dessen Masse nicht rotationssymetrisch verteilt ist
in Drehbewegung gebracht wird, dann entsteht eine Unwucht.
Befindet sich der Massekrper in Drehbewegung, dann erzeugt
er nach auen wirkende Fliehkrfte. Wenn die rotierende Masse
gleichmig verteilt ist, heben sich die Fliehkrfte auf.
Die Unwucht wird mageblich durch die Bauform des Werkstcks
(z. B. unsymmetrisches Pumpengehuse) und durch die
Spannmittel beeinflusst. Da diese Gegebenheiten oft nicht
vernderbar sind, sollten Sie eine bestehende Unwucht durch das
Aufspannen von Ausgleichsgewichten kompensieren. Die TNC
untersttzt Sie hierbei mit dem Zyklus UNWUCHT MESSEN. Der
Zyklus ermittelt die vorherrschende Unwucht und berechnet die
Masse und Position eines notwendigen Ausgleichsgewichtes.
Im NC-Programm prft der Zyklus 892 UNWUCHT PRUEFEN, ob die
eingegebenen Parameter berschritten werden.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 563
14 Drehbearbeitung
14.3 Unwuchtfunktionen (Option #50)
Durch die Rotation des Werkstcks entstehen
Fliehkrfte, die abhngig von der Unwucht,
Vibrationen (Resonanzschwingungen) erzeugen
knnen. Hierdurch wird der Bearbeitungsprozess
negativ beeinflusst und die Standzeit des Werkzeugs
herabgesetzt. Hohe Fliehkrfte knnen die
Maschine beschdigen oder das Werkstck aus der
Aufspannung drcken.
Prfen Sie nach dem Aufspannen eines neuen
Werkstcks die Unwucht. Wenn erforderlich,
dann kompensieren Sie die Unwucht durch
Ausgleichsgewichte.
Durch den Materialabtrag bei der Bearbeitung ndert
sich die Masseverteilung am Werkstck. Dies kann
sich auf die Unwucht eines Werkstckes auswirken.
berprfen Sie die Unwucht daher auch zwischen
Bearbeitungsschritten.
Bercksichtigen Sie bei der Auswahl der Drehzahl die
Masse und Unwucht des Werkstcks. Verwenden
Sie bei schweren Werkstcken oder bei hoher
Unwucht keine hohen Drehzahlen.
Unwuchtberwachung durch die Funktion Unwuchtmonitor
Die Funktion Unwuchtmonitor berwacht die Unwucht des
Werkstcks im Drehbetrieb. Wenn ein vom Maschinenhersteller
vorgegebener Wert fr die maximale Unwucht berschritten wird,
gibt die TNC eine Fehlermeldung aus und geht in den Not-Aus.
Zustzlich knnen Sie in dem optionalen Maschinenparameter
limitUnbalanceUsr (Nr. 120101) die zulssige Unwuchtgrenze noch
weiter herab setzen. Wenn diese Grenze berschritten werden,
dann gibt die TNC eine Fehlermeldung aus. Die Tischdrehung
wird hierdurch nicht angehalten. Die TNC aktiviert die Funktion
Unwuchtmonitor automatisch beim Umschalten auf den
Drehbetrieb. Der Unwuchtmonitor ist so lange wirksam, bis Sie
wieder in den Frsbetrieb wechseln.
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
564 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Unwuchtfunktionen (Option #50) 14.3
Zyklus Unwucht messen
Diesen Zyklus knnen Sie nur im Drehbetrieb
ausfhren. Aktivieren Sie vorher FUNCTION MODE
TURN.
Um Drehbearbeitungen schonend und sicher auszufhren, sollten
Sie die Unwucht des aufgespannten Werkstcks prfen und mit
einem Ausgleichsgewicht kompensieren. Die TNC stellt Ihnen
hierfr den Zyklus UNWUCHT MESSEN zur Verfgung.
Der Zyklus UNWUCHT MESSEN ermittelt die Unwucht
des Werkstcks und errechnet Masse und Position eines
Ausgleichgewichts.
Unwucht ermitteln:
Softkey-Leiste im Manuellen Betrieb umschalten
Softkey MANUELLE ZYKLEN drcken
Softkey DREHEN drcken
Softkey UNWUCHT MESSEN drcken
Drehzahl fr Unwuchterfassung eingeben
NC-Start drcken
Der Zyklus startet die Tischdrehung mit niedriger
Drehzahl und erhht die Drehzahl stufenweise
bis die vorgegebene Drehzahl erreicht ist. Die
TNC ffnet ein Fenster, in dem sie die errechnete
Masse und Radialposition des Ausgleichsgewichts
anzeigt.
Wenn Sie eine andere Radialposition oder eine andere Masse fr
das Ausgleichsgewicht verwenden wollen, knnen Sie einen der
beiden Werte berschreiben und den anderen Wert neu berechnen
lassen.
berprfen Sie nach dem Aufspannen eines
Ausgleichsgewichtes die Unwucht durch einen
erneuten Messvorgang.
Teilweise kann es erforderlich sein, dass
Sie zwei oder mehrere Ausgleichsgewichte
unterschiedlich platzieren mssen um eine Unwucht
zu kompensieren.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 565
14 Drehbearbeitung
14.3 Unwuchtfunktionen (Option #50)
Zyklus Unwucht kalibrieren
Den Zyklus UNWUCHT KALIBR. drfen Sie nur in
Absprache mit dem Maschinenhersteller verwenden.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Die Unwuchtkalibrierung findet vor der Auslieferung der Maschine
beim Maschinenhersteller statt. Bei der Unwuchtkalibrierung
wird der Drehtisch mit einem definierten Gewicht, das an einer
definierten Radialposition angebracht ist, mit verschiedenen
Drehzahlen betrieben. Die Messung wird mit unterschiedlichen
Gewichten wiederholt.
566 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50) 14.4
14.4 Werkzeuge im Drehbetrieb
(Option #50)
Werkzeugaufruf
Der Aufruf von Drehwerkzeugen erfolgt, wie im Frsbetrieb, mit der
Funktion TOOL CALL. Definieren Sie im TOOL CALL-Satz lediglich
die Werkzeugnummer oder den Werkzeugnamen.
Sie knnen Drehwerkzeuge sowohl im Frsbetrieb
als auch im Drehbetrieb aufrufen und einwechseln.
Werkzeugauswahl im berblendfenster
Wenn Sie das berblendfenster zur Werkzeugauswahl ffnen,
markiert die TNC alle im Werkzeugmagazin vorhandenen
Werkzeuge grn.
Die Steuerung zeigt neben der Werkzeugnummer und
dem Werkzeugnamen auch die Spalten ZL und XL aus der
Drehwerkzeugtabelle an.
NC-Syntax
1 FUNCTION MODE TURN Drehbetrieb whlen
2 TOOL CALL TRN_ROUGH Werkzeugaufruf
...
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 567
14 Drehbearbeitung
14.4 Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50)
Werkzeugkorrektur im Programm
Mit der Funktion FUNCTION TURNDATA CORR definieren
Sie zustzliche Korrekturwerte fr das aktive Werkzeug. In
FUNCTION TURNDATA CORR knnen Sie Deltawerte fr die
Werkzeuglngen in X-Richtung DXL und in Z-Richtung DZL
eingeben. Die Korrekturwerte wirken additiv auf die Korrekturwerte
aus der Drehwerkzeugtabelle.
Fr Stechwerkzeuge knnen Sie mit der Funktion FUNCTION
TURNDATA CORR-TCS die Stechbreite mit DCW korrigieren.
FUNCTION TURNDATA CORR wirkt immer fr das aktive Werkzeug.
Durch einen erneuten Werkzeugaufruf TOOL CALL deaktivieren
Sie die Korrektur wieder. Wenn Sie das Programm verlassen (z. B.
PGM MGT), setzt die TNC die Korrekturwerte automatisch zurck.
Bei der Eingabe der Funktion FUNCTION TURNDATA CORR legen
Sie ber die Softkeys die Wirkungsweise der Werkzeugkorrektur
fest:
FUNCTION TURNDATA CORR-TCS: Die Werkzeugkorrektur wirkt
im Werkzeug-Koordinatensystem
FUNCTION TURNDATA CORR-WPL: Die Werkzeugkorrektur wirkt
im Werkstck-Koordinatensystem
Die Werkzeugkorrektur FUNCTION TURNDATA CORR-
TCS wirkt immer im Werkzeug-Koordinatensystem,
auch whrend einer angestellten Bearbeitung.
Definieren der Werkzeugkorrektur:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Softkey PROGRAMMFUNKTIONEN DREHEN
drcken
Softkey FUNCTION TUNRNDATA drcken
Softkey TURNDATA CORR drcken
NC-Syntax
21 FUNCTION TURNDATA CORR-TCS:Z/X DZL:0.1 DXL:0.05*
...
568 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50) 14.4
Werkzeugdaten
In der Drehwerkzeugtabelle [Link] definieren Sie
drehspezifische Werkzeugdaten.
Die in der Spalte T hinterlegte Werkzeugnummer verweist auf
die Nummer des Drehwerkzeugs in der TOOL.T. Geometriewerte
wie z. B. L und R aus der TOOL.T sind bei Drehwerkzeugen nicht
wirksam.
Die in der Spalte ZL hinterlegte Werkzeuglnge speichert die
Steuerung im Q-Parameter Q114.
Zustzlich mssen Sie Drehwerkzeuge in der Werkzeugtabelle
TOOL.T als Drehwerkzeuge kennzeichnen. Hierzu whlen Sie
in der Spalte TYP den Werkzeugtyp TURN fr das betreffende
Werkzeug. Wenn Sie fr ein Werkzeug mehrere geometrische
Daten bentigen, knnen Sie zu dem Werkzeug weitere indizierte
Werkzeuge anlegen.
Die Werkzeugnummer in der [Link] muss
mit der Werkzeugnummer des Drehwerkzeugs
in der TOOL.T bereinstimmen. Wenn Sie eine
neue Zeile einfgen oder kopieren, knnen Sie die
entsprechende Nummer eingeben.
Die TNC zeigt unterhalb des Tabellenfensters
Dialogtext, Einheitsangabe und Eingabebereich fr
das jeweilige Eingabefeld.
Drehwerkzeugtabellen, die Sie archivieren oder nur fr den
Programmtest einsetzen wollen, geben Sie einen beliebigen
anderen Dateinamen mit der Endung .TRN.
Um die Drehwerkzeugtabelle zu ffnen, gehen Sie wie folgt vor:
Maschinen-Betriebsart whlen, z. B. Manueller
Betrieb
Softkey WERKZEUG TABELLE drcken
Softkey DREHWERKZEUGE drcken
Drehwerkzeugtabelle ndern: Softkey EDITIEREN
auf EIN setzen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 569
14 Drehbearbeitung
14.4 Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50)
Werkzeugdaten in der Drehwerkzeugtabelle
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
T Werkzeugnummer: Muss mit der Werkzeugnummer -
des Drehwerkzeugs in der TOOL.T bereinstimmen
NAME Werkzeugname: Die TNC bernimmt den 32 Zeichen, nur
Werkzeugnamen automatisch, wenn Sie in der Grobuchstaben, kein
Werkzeugtabelle die Drehwerkzeugtabelle whlen Leerzeichen
ZL Korrekturwert fr die Werkzeuglnge 1 (Z-Richtung) -99999,9999...+99999,9999
XL Korrekturwert fr die Werkzeuglnge 2 (X-Richtung) -99999,9999...+99999,9999
YL Korrekturwert fr die Werkzeuglnge 3 (Y-Richtung) -99999,9999...+99999,9999
DZL Deltawert Werkzeuglnge 1 (Z-Richtung), wirkt additiv -99999,9999...+99999,9999
zu ZL
DXL Deltawert Werkzeuglnge 2 (X-Richtung), wirkt additiv -99999,9999...+99999,9999
zu XL
DYL Deltawert Werkzeuglnge 3 (Y-Richtung), wirkt additiv -99999,9999...+99999,9999
zu YL
RS Schneidenradius: Die TNC bercksichtigt den -99999,9999...+99999,9999
Schneidenradius in Drehzyklen und fhrt eine
Schneidenradiuskorrektur aus, wenn Konturen mit
RadiuskorrekturRLoderRR programmiert wurden
TO Werkzeugorientierung: Richtung der 1...9
Werkzeugschneide
ORI Orientierungswinkel der Spindel: Winkel der -360,0...+360,0
Frsspindel zum Ausrichten des Drehwerkzeugs auf
Bearbeitungslage
T-ANGLE Einstellwinkel fr Schruppwerkzeuge und 0,0000...+179,9999
Schlichtwerkzeuge
P-ANGLE Spitzenwinkel fr Schruppwerkzeuge und 0,0000...+179,9999
Schlichtwerkzeuge
CUTLENGTH Schneidenlnge Stechwerkzeug 0,0000...+99999,9999
CUTWIDTH Breite des Stechwerkzeugs 0,0000...+99999,9999
DCW Aufma Stechwerkzeugbreite -99999,9999...+99999,9999
TYPE Typ des Drehwerkzeugs: Schruppwerkzeug ROUGH, ROUGH, FINISH, THREAD,
Schlichtwerkzeug FINISH, Gewindewerkzeug THREAD, RECESS, BUTTON, RECTURN
Einstechwerkzeug RECESS, Pilzwerkzeug BUTTON,
Stechdrehwerkzeug RECTURN
570 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50) 14.4
Orientierungswinkel
Mit dem Orientierungswinkel der Spindel ORI bestimmen Sie die
Winkelstellung der Frsspindel fr das Drehwerkzeug. Orientieren
Sie die Werkzeugschneide abhngig von der Werkzeugorientierung
TO auf das Drehtischzentrum oder in die entgegengesetzte
Richtung.
Das Werkzeug muss in der richtigen Stellung
eingespannt und vermessen worden sein.
berprfen Sie die Werkzeugorientierung nach der
Definition eines Werkzeuges.
Werkzeugkorrektur berechnen
Sie knnen die gemessenen Korrekturwerte DXL und DZL eines
Drehwerkzeugs in der Werkzeugverwaltung (Option #93) manuell
korrigieren. Die Steuerung rechnet die eingegebenen Daten
automatisch ins Werkzeug-Koordinatensystem um.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch! Die
Werkzeugverwaltung ist eine maschinenabhngige
Funktion, die teilweise oder auch vollstndig
deaktiviert sein kann. Den genauen Funktionsumfang
legt Ihr Maschinenhersteller fest.
Dialogparameter Beschreibung Eingabe
Korrekturwert WPL-Z Gemessene Abweichung des Werkstcks in Z- -99999,9999...+99999,9999
Richtung
Korrekturwert WPL-X Gemessene Abweichung des Werkstcks in X- -99999,9999...+99999,9999
Richtung (Durchmesser)
Anstellwinkel Anstellwinkel whrend der Bearbeitung 0,0000...+179,9999
Werkzeug umkehren Definition, ob das Drehwerkzeug whrend der -
Bearbeitung in der Werkzeugspindel gedreht
war
aktueller Wert DZL Aktuell berechneter Wert fr das Werkzeug -
aktueller Wert DXL Aktuell berechneter Wert fr das Werkzeug -
neuer Wert DZL Neu berechneter Wert fr das Werkzeug -
neuer Wert DXL Neu berechneter Wert fr das Werkzeug -
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 571
14 Drehbearbeitung
14.4 Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50)
Vorgehensweise
Um die Korrekturwerte zu ndern, gehen Sie wie folgt vor:
Beliebige Maschinen-Betriebsart whlen, z. B.
Manueller Betrieb
Softkey WERKZEUG TABELLE drcken
Softkey WERKZEUGVERWALTUNG drcken
Softkey FORMULAR WERKZEUG drcken
Softkey EDITIEREN auf EIN setzen
Mit den Pfeiltasten das Eingabefeld DXL oder DZL
whlen
Softkey WERKZEUGKORREKTUR BERECHNEN
drcken
Die Steuerung ffnet ein berblendfenster.
Korrekturwerte eingeben
Ggf. Softkey BERNEHMEN drcken
Die Steuerung bernimmt die Korrekturwerte und
Sie knnen weitere Korrekturwerte eingeben.
Softkey OK drcken
Die Steuerung schliet das berblendfenster
und speichert die neuen Korrekturwerte in die
Werkzeugtabelle.
Die Steuerung kann die Spalten DXL und DZL mithilfe
von Tastsystemzyklen beschreiben.
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
Beispiel
Eingabe:
Korrekturwert WPL-Z: 1
Korrekturwert WPL-X: 1
Anstellwinkel : 90
Werkzeug umkehren: Ja
Ergebnis
DZL: +0.5
DXL: +1
572 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50) 14.4
Werkzeugdaten fr Drehmeiel
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
ZL Werkzeuglnge 1 Erforderlich
XL Werkzeuglnge 2 Erforderlich
YL Werkzeuglnge 3 Optional
DZL Verschleikorrektur ZL Optional
DXL Verschleikorrektur XL Optional
DYL Verschleikorrektur YL Optional
RS Schneidenradius Erforderlich
TO Werkzeugorientierung Erforderlich
ORI Orientierungswinkel Erforderlich
T-ANGLE Einstellwinkel Erforderlich
P-ANGLE Spitzenwinkel Erforderlich
TYPE Werkzeugtyp Erforderlich
Werkzeugdaten fr Stechwerkzeuge
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
ZL Werkzeuglnge 1 Erforderlich
XL Werkzeuglnge 2 Erforderlich
YL Werkzeuglnge 3 Optional
DZL Verschleikorrektur ZL Optional
DXL Verschleikorrektur XL Optional
DYL Verschleikorrektur YL Optional
RS Schneidenradius Erforderlich
TO Werkzeugorientierung Erforderlich
ORI Orientierungswinkel Erforderlich
CUTWIDTH Breite des Erforderlich
Stechwerkzeugs
DCW Aufma Optional
Stechwerkzeugbreite
TYPE Werkzeugtyp Erforderlich
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 573
14 Drehbearbeitung
14.4 Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50)
Werkzeugdaten fr Stechdrehwerkzeuge
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
ZL Werkzeuglnge 1 Erforderlich
XL Werkzeuglnge 2 Erforderlich
YL Werkzeuglnge 3 Optional
DZL Verschleikorrektur ZL Optional
DXL Verschleikorrektur XL Optional
DYL Verschleikorrektur YL Optional
RS Schneidenradius Erforderlich
TO Werkzeugorientierung Erforderlich
ORI Orientierungswinkel Erforderlich
CUTLENGTH Schneidenlnge Erforderlich
Stechwerkzeug
CUTWIDTH Breite des Erforderlich
Stechwerkzeugs
DCW Aufma Optional
Stechwerkzeugbreite
TYPE Werkzeugtyp Erforderlich
Werkzeugdaten fr Pilzwerkzeuge
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
ZL Werkzeuglnge 1 Erforderlich
XL Werkzeuglnge 2 Erforderlich
YL Werkzeuglnge 3 Optional
DZL Verschleikorrektur ZL Optional
DXL Verschleikorrektur XL Optional
DYL Verschleikorrektur YL Optional
RS Schneidenradius Erforderlich
TO Werkzeugorientierung Erforderlich
ORI Orientierungswinkel Erforderlich
T-ANGLE Einstellwinkel Erforderlich
P-ANGLE Spitzenwinkel Erforderlich
TYPE Werkzeugtyp Erforderlich
574 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50) 14.4
Werkzeugdaten fr Gewindewerkzeuge
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
ZL Werkzeuglnge 1 Erforderlich
XL Werkzeuglnge 2 Erforderlich
YL Werkzeuglnge 3 Optional
DZL Verschleikorrektur ZL Optional
DXL Verschleikorrektur XL Optional
DYL Verschleikorrektur YL Optional
TO Werkzeugorientierung Erforderlich
ORI Orientierungswinkel Erforderlich
T-ANGLE Einstellwinkel Erforderlich
P-ANGLE Spitzenwinkel Erforderlich
TYPE Werkzeugtyp Erforderlich
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 575
14 Drehbearbeitung
14.4 Werkzeuge im Drehbetrieb (Option #50)
Schneidenradiuskorrektur SRK
Drehwerkzeuge haben an der Werkzeugspitze einen
Schneidenradius (RS). Dadurch ergeben sich bei der Bearbeitung
von Kegeln, Fasen und Radien Verzerrungen auf der Kontur, da sich
programmierte Verfahrwege auf die theoretische Schneidenspitze
S beziehen. Die SRK verhindert die dadurch auftretenden
Abweichungen.
In den Drehzyklen fhrt die TNC automatisch eine
Schneidenradiuskorrektur aus. In einzelnen Verfahrstzen und
innerhalb programmierter Konturen aktivieren Sie die SRK mit RL
oder RR.
In den Drehzyklen berprft die TNC die Schneidengeometrie
anhand des Spitzenwinkels P-ANGLE und des Einstellwinkels T-
ANGLE. Konturelemente im Zyklus bearbeitet die TNC nur so weit
dies mit dem jeweiligen Werkzeug mglich ist. Die TNC gibt eine
Warnung aus, wenn Restmaterial stehen bleibt.
Bei neutraler Schneidenlage (TO=2;4;6;8) ist die
Richtung der Radiuskorrektur nicht eindeutig. In
diesen Fllen ist die SRK nur innerhalb Zyklen
mglich.
Die TNC kann eine Schneidenradiuskorrektur auch
whrend einer angestellten Bearbeitung ausfhren.
Hierbei gilt folgende Einschrnkung: Falls Sie die
angestellte Bearbeitung mit M128 aktivieren, ist
die Schneidenradiuskorrektur ohne Zyklus, also in
Verfahrstzen mit RL/RR, nicht mglich. Wenn Sie
die angestellte Bearbeitung mit M144 aktivieren, gilt
diese Einschrnkung nicht.
576 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Programmfunktionen Drehen (Option #50) 14.5
14.5 Programmfunktionen Drehen
(Option #50)
Einstiche und Freistiche
Einige Zyklen bearbeiten Konturen, die Sie in einem
Unterprogramm beschrieben haben. Diese Konturen
programmieren Sie mit Bahnfunktionen oder FK-Funktionen. Fr
die Beschreibung von Drehkonturen stehen Ihnen weitere spezielle
Konturelemente fr zur Verfgung. So knnen Sie Freistiche und
Einstiche als komplette Konturelemente mit einem einzelnen NC-
Satz programmieren.
Einstiche und Freistiche beziehen sich immer auf ein
zuvor definiertes lineares Konturelement.
Sie drfen die Einstich- und Freistichelemente GRV
und UDC nur in Konturunterprogrammen verwenden,
die von einem Drehzyklus aufgerufen werden.
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
Bei der Definition von Freistichen und Einstichen stehen Ihnen
verschiedene Eingabemglichkeiten zur Verfgung. Manche
dieser Eingaben mssen Sie vornehmen (Pflichteingabe),
andere knnen Sie auch weglassen (optionale Eingabe). Die
Pflichteingaben sind in den Hilfebildern als solche gekennzeichnet.
In einigen Elementen knnen Sie zwischen zwei unterschiedlichen
Definitionsmglichkeiten whlen. Die TNC bietet dann die Softkeys
mit den entsprechenden Auswahlmglichkeiten an.
Einstiche und Freistiche programmieren:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Softkey PROGRAMMFUNKTIONEN DREHEN
drcken
Softkey EINSTICH/ FREISTICH drcken
Softkey GRV (Einstich) oder Softkey UDC (Freistich)
drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 577
14 Drehbearbeitung
14.5 Programmfunktionen Drehen (Option #50)
Einstiche programmieren
Einstiche sind Vertiefungen an runden Bauteilen und dienen meist
der Aufnahme von Sicherungsringen und Dichtungen oder werden
als Schmiernuten verwendet. Sie knnen Einstiche am Umfang
oder auf der Stirnflche des Drehteils programmieren. Hierzu
stehen Ihnen zwei separate Konturelemente zur Verfgung:
GRV RADIAL: Einstich am Umfang des Drehteils
GRV AXIAL: Einstich auf der Stirnflche des Drehteils
Eingabeparameter in Einstichen GRV
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
CENTER Mittelpunkt des Pflicht
Einstichs
R Eckenradius beider Optional
Innenecken
DEPTH / DIAM Einstichtiefe Pflicht
(Vorzeichen beachten!) /
Durchmesser
Einstichgrund
BREADTH Einstichbreite Pflicht
ANGLE / ANG_WIDTH Flankenwinkel / Optional
ffnungswinkel beider
Flanken
RND / CHF Rundung / Fase Optional
startpunktnahe Ecke
der Kontur
FAR_RND / FAR_CHF Rundung / Fase Optional
startpunktferne Ecke
der Kontur
Das Vorzeichen der Einstichtiefe bestimmt die
Bearbeitungslage (Innen-/Auenbearbeitung) des
Einstichs.
Vorzeichen der Einstichtiefe fr die
Auenbearbeitungen:
Verwenden Sie ein negatives Vorzeichen, wenn
das Konturelement in negativer Richtung der Z-
Koordinate verluft
Verwenden Sie ein positives Vorzeichen, wenn
das Konturelement in positiver Richtung der Z-
Koordinate verluft
Vorzeichen der Einstichtiefe fr die
Innenbearbeitungen:
Verwenden Sie ein positives Vorzeichen, wenn
das Konturelement in negativer Richtung der Z-
Koordinate verluft
Verwenden Sie ein negatives Vorzeichen, wenn
das Konturelement in positiver Richtung der Z-
Koordinate verluft
578 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Programmfunktionen Drehen (Option #50) 14.5
Radialer Einstich: Tiefe=5, Breite=10, Pos.= Z-15
21 L X+40 Z+0
22 L Z-30
23 GRV RADIAL CENTER-15 DEPTH-5 BREADTH10 CHF1 FAR_CHF1
24 L X+60
Freistiche programmieren
Freistiche werden meist bentigt, um den bndigen Anbau von
Gegenstcken zu ermglichen. Zudem knnen Freistiche helfen,
die Kerbwirkung an Ecken zu reduzieren. Hufig werden Gewinde
und Passungen mit einem Freistich versehen. Zur Definition
der verschiedenen Freistiche stehen Ihnen unterschiedliche
Konturelemente zur Verfgung:
UDC TYPE_E: Freistich fr weiterzubearbeitende zylindrische
Flche nach DIN 509
UDC TYPE_F: Freistich fr weiterzubearbeitende Planflche und
zylindrische Flche nach DIN 509
UDC TYPE_H: Freistich fr strker ausgerundeten bergang
nach DIN 509
UDC TYPE_K: Freistich in Planflche und zylindrische Flche
UDC TYPE_U: Freistich in zylindrische Flche
UDC THREAD: Gewindefreistich nach DIN 76
Die TNC interpretiert Freistiche immer als
Formelemente in Lngsrichtung. In Planrichtung sind
keine Freistiche mglich.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 579
14 Drehbearbeitung
14.5 Programmfunktionen Drehen (Option #50)
Freistich DIN 509 UDC TYPE _E
Eingabeparameter im Freistich DIN 509 UDC TYPE_E
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
R Eckenradius beider Optional
Innenecken
DEPTH Freistichtiefe Optional
BREADTH Freistichbreite Optional
ANGLE Freistichwinkel Optional
Freistich: Tiefe = 2, Breite = 15
21 L X+40 Z+0
22 L Z-30
23 UDC TYPE_E R1 DEPTH2 BREADTH15
24 L X+60
Freistich DIN 509 UDC TYPE_F
Eingabeparameter im Freistich DIN 509 UDC TYPE_F
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
R Eckenradius beider Optional
Innenecken
DEPTH Freistichtiefe Optional
BREADTH Freistichbreite Optional
ANGLE Freistichwinkel Optional
FACEDEPTH Tiefe der Planflche Optional
FACEANGLE Konturwinkel der Optional
Planflche
Freistich Form F: Tiefe = 2, Breite = 15, Tiefe Planflche = 1
21 L X+40 Z+0
22 L Z-30
23 UDC TYPE_F R1 DEPTH2 BREADTH15 FACEDEPTH1
24 L X+60
580 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Programmfunktionen Drehen (Option #50) 14.5
Freistich DIN 509 UDC TYPE_H
Eingabeparameter im Freistich DIN 509 UDC TYPE_H
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
R Eckenradius beider Pflicht
Innenecken
BREADTH Freistichbreite Pflicht
ANGLE Freistichwinkel Pflicht
Freistich Form H: Tiefe = 2, Breite = 15, Winkel = 10
21 L X+40 Z+0
22 L Z-30
23 UDC TYPE_H R1 BREADTH10 ANGLE10
24 L X+60
Freistich UDC TYPE_K
Eingabeparameter im Freistich UDC TYPE_K
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
R Eckenradius beider Pflicht
Innenecken
DEPTH Freistichtiefe Pflicht
(achsparallel)
ROT Winkel zur Lngsachse Optional
(Default: 45)
ANG_WIDTH ffnungswinkel des Pflicht
Freistichs
Freistich Form K: Tiefe = 2, Breite = 15, ffnungswinkel = 30
21 L X+40 Z+0
22 L Z-30
23 UDC TYPE_K R1 DEPTH3 ANG_WIDTH30
24 L X+60
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 581
14 Drehbearbeitung
14.5 Programmfunktionen Drehen (Option #50)
Freistich UDC TYPE_U
Eingabeparameter im Freistich UDC TYPE_U
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
R Eckenradius beider Pflicht
Innenecken
DEPTH Freistichtiefe Pflicht
BREADTH Freistichbreite Pflicht
RND / CHF Rundung / Fase der Pflicht
Auenecke
Freistich Form U: Tiefe = 3, Breite = 8
21 L X+40 Z+0
22 L Z-30
23 UDC TYPE_U R1 DEPTH3 BREADTH8 RND1
24 L X+60
Freistich UDC THREAD
Eingabeparameter im Freistich DIN 76 UDC THREAD
Eingabeparameter Verwendung Eingabe
PITCH Gewindesteigung Optional
R Eckenradius beider Optional
Innenecken
DEPTH Freistichtiefe Optional
BREADTH Freistichbreite Optional
ANGLE Freistichwinkel Optional
Gewindefreistich nach DIN 76: Gewindesteigung = 2
21 L X+40 Z+0
22 L Z-30
23 UDC THREAD PITCH2
24 L X+60
582 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Programmfunktionen Drehen (Option #50) 14.5
Rohteilnachfhrung TURNDATA BLANK
Mit der Funktion TURNDATA BLANK haben Sie die Mglichkeit,
mit Rohteilnachfhrung zu arbeiten. Die Steuerung erkennt die
beschriebene Kontur und arbeitet nur noch das Restmaterial ab.
Mit TURNDATA BLANK rufen Sie eine Konturbeschreibung auf, die
die TNC als nachgefhrtes Rohteil verwendet.
Die Funktion TURNDATA BLANK definieren Sie wie folgt:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Softkey PROGRAMMFUNKTIONEN DREHEN
drcken
Softkey FUNCTION TURNDATA drcken
Softkey TURNDATA BLANK drcken
Softkey des gewnschten Konturaufrufs drcken
Sie haben folgende Mglichkeiten, die Konturbeschreibung
aufzurufen:
Softkey Aufruf
Konturbeschreibung in einem externen Programm
Aufruf ber Dateinamen
Konturbeschreibung in einem externen Programm
Aufruf ber Stringparameter
Konturbeschreibung in einem Unterprogramm
Aufruf ber Labelnummer
Konturbeschreibung in einem Unterprogramm
Aufruf ber Labelnamen
Konturbeschreibung in einem Unterprogramm
Aufruf ber Stringparameter
Rohteilnachfhrung ausschalten
Sie schalten die Rohteilnachfhrung wie folgt aus:
Softkey-Leiste mit Sonderfunktionen einblenden
Softkey PROGRAMMFUNKTIONEN DREHEN
drcken
Softkey FUNCTION TURNDATA drcken
Softkey TURNDATA BLANK drcken
Softkey BLANK OFF drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 583
14 Drehbearbeitung
14.5 Programmfunktionen Drehen (Option #50)
Angestellte Drehbearbeitung
Teilweise kann es erforderlich sein, dass Sie Schwenkachsen in
eine bestimmte Stellung bringen mssen, um eine Bearbeitung
ausfhren zu knnen. Das ist z. B. notwendig, wenn Sie
Konturelemente aufgrund der Werkzeuggeometrie nur unter einer
bestimmten Stellung bearbeiten knnen.
Durch das Anstellen einer Schwenkachse entsteht ein Versatz von
Werkstck zum Werkzeug. Die Funktion M144 bercksichtigt die
Stellung der angestellten Achsen und kompensiert diesen Versatz.
Zudem richtet die Funktion M144 die Z-Richtung des Werkstck-
Koordinatensystems in Richtung der Mittelachse des Werkstcks
aus. Falls eine angestellte Achse ein Schwenktisch ist, das
Werkstck also schrg steht, fhrt die TNC Verfahrbewegungen
im gedrehten Werkstck-Koordinatensystem aus. Wenn die
angestellte Achse ein Schwenkkopf ist (Werkzeug steht schrg),
wird das Werkstck-Koordinatensystem nicht gedreht.
Nach dem Anstellen der Schwenkachse mssen Sie ggf. das
Werkzeug in der Y-Koordinate erneut vorpositionieren und die Lage
der Schneide mit dem Zyklus 800 orientieren.
Alternativ zur Funktion M144 knnen Sie auch die Funktion M128
verwenden. Die Wirkung ist identisch, es gilt jedoch folgende
Einschrnkung: Die TNC kann eine Schneidenradiuskorrektur
auch whrend einer angestellten Bearbeitung ausfhren. Falls
Sie die angestellte Bearbeitung mit M128 aktivieren, ist die
Schneidenradiuskorrektur ohne Zyklus, also in Verfahrstzen mit
RL/RR, nicht mglich. Wenn Sie die angestellte Bearbeitung mit
M144 aktivieren, gilt diese Einschrnkung nicht.
Wenn Sie Drehzyklen mit M144 ausfhren, verndern sich
die Winkel des Werkzeugs gegenber der Kontur. Die TNC
bercksichtigt diese Vernderungen automatisch und berwacht so
auch die Bearbeitung im angestellten Zustand.
Sie knnen Stechzyklen und Gewindezyklen bei
einer angestellten Bearbeitung nur unter einem
rechtwinkligen Anstellwinkel (+90, -90) verwenden.
Die Werkzeugkorrektur FUNCTION TURNDATA CORR-
TCS wirkt immer im Werkzeug-Koordinatensystem,
auch whrend einer angestellten Bearbeitung.
584 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
14
Programmfunktionen Drehen (Option #50) 14.5
...
12 M144 Angestellte Bearbeitung aktivieren
13 L A-25 R0 FMAX Schwenkachse positionieren
14 CYCL DEF 800 KOORD.-[Link] Werkstck-Koordinatensystem und Werkzeug ausrichten
Q497=+90 ;PRAEZESSIONSWINKEL
Q498=+0 ;WERKZEUG UMKEHREN
Q530=+2 ;ANGESTELLTE BEARB.
Q531=-25 ;ANSTELLWINKEL
Q532=750 ;VORSCHUB
Q533=+1 ;VORZUGSRICHTUNG
Q535=3 ;EXZENTERDREHEN
Q536=0 ;EXZENTR. OHNE STOPP
15 L X+165 Y+0 R0 FMAX Werkzeug vorpositionieren
16 L Z+2 R0 FMAX Werkzeug auf Startposition
... Bearbeitung mit angestellter Achse
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 585
15
Handbetrieb und
Einrichten
15 Handbetrieb und Einrichten
15.1 Einschalten, Ausschalten
15.1 Einschalten, Ausschalten
Einschalten
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Beim Einschalten der Maschine entstehen
Gefhrdungen fr den Bediener. Lesen Sie die
Sicherheitshinweise vor dem Einschalten der
Maschine.
Das Einschalten und Anfahren der Referenzpunkte
sind maschinenabhngige Funktionen.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Die Versorgungsspannung von TNC und Maschine einschalten.
Danach zeigt die TNC folgenden Dialog an:
SYSTEM STARTUP
TNC wird gestartet
STROMUNTERBRECHUNG
TNC-Meldung, dass Stromunterbrechung vorlag -
Meldung lschen
PLC-PROGRAMM BERSETZEN
PLC-Programm der TNC wird automatisch bersetzt
STEUERSPANNUNG FR RELAIS FEHLT
Steuerspannung einschalten. Die TNC prft die
Funktion der Not-Aus-Schaltung
MANUELLER BETRIEB
REFERENZPUNKTE BERFAHREN
Referenzpunkte in vorgegebener Reihenfolge
berfahren: Fr jede Achse Taste NC-START
drcken oder
Referenzpunkte in beliebiger Reihenfolge
berfahren: Fr jede Achse die Achsrichtungstaste
drcken und halten, bis der Referenzpunkt
berfahren ist
Wenn Ihre Maschine mit absoluten Messgerten
ausgerstet ist, entfllt das berfahren der
Referenzmarken. Die TNC ist dann sofort nach dem
Einschalten der Steuerspannung funktionsbereit.
Die TNC ist jetzt funktionsbereit und befindet sich in der Betriebsart
Manueller Betrieb.
588 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Einschalten, Ausschalten 15.1
Die Referenzpunkte mssen Sie nur dann
berfahren, wenn Sie die Maschinenachsen
verfahren wollen. Wenn Sie nur Programme
editieren oder testen wollen, dann whlen Sie nach
dem Einschalten der Steuerspannung sofort die
Betriebsart Programmieren oder Programm-Test.
Die Referenzpunkte knnen Sie dann nachtrglich
berfahren. Drcken Sie dazu in der Betriebsart
Manueller Betrieb den Softkey REF.-PKT.
ANFAHREN.
Referenzpunkt berfahren bei geschwenkter
Bearbeitungsebene
Achtung Kollisionsgefahr!
Beachten Sie, dass die im Men eingetragenen
Winkelwerte mit den tatschlichen Winkeln der
Schwenkachse bereinstimmen.
Deaktivieren Sie die Funktion Bearbeitungsebene
schwenken vor dem berfahren der
Referenzpunkte. Achten Sie darauf, dass keine
Kollision entsteht. Fahren Sie das Werkzeug ggf.
vorher frei.
Wenn diese Funktion beim Ausschalten der Steuerung aktiv
war, dann aktiviert die TNC automatisch die geschwenkte
Bearbeitungsebene. Dann verfhrt die TNC die Achsen
beim Drcken einer Achsrichtungstaste im geschwenkten
Koordinatensystem. Positionieren Sie das Werkzeug so, dass
beim spteren berfahren der Referenzpunkte keine Kollision
entstehen kann. Zum berfahren der Referenzpunkte mssen Sie
die Funktion Bearbeitungsebene schwenken deaktivieren.
Weitere Informationen: "Manuelles Schwenken aktivieren",
Seite 651
Wenn Sie diese Funktion nutzen, dann mssen
Sie bei nicht absoluten Messgerten die Position
der Drehachsen, die die TNC dann in einem
berblendfenster anzeigt, besttigen. Die angezeigte
Position entspricht der letzten, vor dem Ausschalten
aktiven Position der Drehachsen.
Wenn eine der beiden zuvor aktiven Funktionen aktiv ist, hat die
Taste NC-START keine Funktion. Die TNC gibt eine entsprechende
Fehlermeldung aus.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 589
15 Handbetrieb und Einrichten
15.1 Einschalten, Ausschalten
Ausschalten
Das Ausschalten ist eine maschinenabhngige
Funktion.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Um einen Datenverlust beim Ausschalten zu vermeiden, mssen
Sie das Betriebssystem der TNC gezielt herunterfahren:
Betriebsart: Taste Manueller Betrieb drcken
Funktion zum Herunterfahren whlen
Mit Softkey HERUNTERFAHREN besttigen
Wenn die TNC in einem berblendfenster den
Text Sie knnen jetzt ausschalten anzeigt, dann
drfen Sie die Versorgungsspannung zur TNC
unterbrechen
Achtung, Datenverlust mglich!
Willkrliches Ausschalten der TNC kann zu
Datenverlust fhren!
Nach Drcken des Softkeys NEU STARTEN startet die
Steuerung neu. Auch das Ausschalten whrend des
Neustarts kann zu Datenverlust fhren!
590 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Verfahren der Maschinenachsen 15.2
15.2 Verfahren der Maschinenachsen
Hinweis
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Das Verfahren mit den Achsrichtungstasten ist
maschinenabhngig.
Achse mit den Achsrichtungstasten verfahren
Betriebsart: Taste MANUELLER BETRIEB drcken
Achsrichtungstaste drcken und halten, solange
die Achse verfahren soll, oder
Achse kontinuierlich verfahren: Achsrichtungstaste
gedrckt halten und Taste NC-START drcken
Anhalten: Taste NC-Stopp drcken
Mit beiden Methoden knnen Sie auch mehrere Achsen gleichzeitig
verfahren, die Steuerung zeigt dann den Bahnvorschub. Den
Vorschub, mit dem die Achsen verfahren, ndern Sie ber den
Softkey F.
Weitere Informationen: "Spindeldrehzahl S, Vorschub F und
Zusatzfunktion M", Seite 603
Wenn an der Maschine ein Verfahrauftrag aktiv ist, zeigt die
Steuerung das Symbol STIB (Steuerung in Betrieb).
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 591
15 Handbetrieb und Einrichten
15.2 Verfahren der Maschinenachsen
Schrittweises Positionieren
Beim schrittweisen Positionieren verfhrt die TNC eine
Maschinenachse um ein von Ihnen festgelegtes Schrittma.
Betriebsart: Taste MANUELLER BETRIEB oder
Taste EL. HANDRAD drcken
Softkey-Leiste umschalten
Schrittweises Positionieren whlen: Softkey
SCHRITTMASS auf EIN
Zustellung der Linear-Achsen eingeben und mit
Softkey WERT BERNEHMEN besttigen
Alternativ mit Taste ENT besttigen
Cursor per Pfeiltaste auf Rund-Achsen
positionieren
Zustellung der Rund-Achsen eingeben und mit
Softkey WERT BERNEHMEN besttigen
Alternativ mit Taste ENT besttigen
Mit Softkey OK besttigen
Das Schrittmass ist aktiv.
Schrittweises Positionieren ausschalten: Softkey
SCHRITTMASS auf AUS
Wenn Sie sich im Schrittmassmen befinden, dann
knnen Sie mit dem Softkey AUSSCHALTEN das
Schrittweise Positionieren ausschalten.
Der maximal eingebbare Wert fr eine Zustellung
betrgt 10 mm.
592 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Verfahren der Maschinenachsen 15.2
Verfahren mit elektronischen Handrdern
Die TNC untersttzt das Verfahren mit folgenden neuen
elektronischen Handrdern:
HR 520: Handrad mit Display, Datenbertragung per Kabel
HR 550FS: Handrad mit Display, Datenbertragung per Funk
Darber hinaus untersttzt die TNC weiterhin die Kabelhandrder
HR 410 (ohne Display) und HR 420 (mit Display).
Achtung, Gefahr fr Bediener und Handrad!
Alle Verbindungsstecker des Handrads drfen nur
von autorisiertem Service-Personal entfernt werden,
auch wenn dies ohne Werkzeug mglich ist!
Maschine grundstzlich nur mit angestecktem
Handrad einschalten!
Wenn Sie Ihre Maschine bei nicht angestecktem
Handrad betreiben wollen, dann Kabel von der
Maschine abstecken und die offene Buchse mit einer
Kappe sichern!
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch! Ihr
Maschinenhersteller kann zustzliche Funktionen fr
die Handrder HR 5xx zur Verfgung stellen.
Wenn Sie die Funktion Handradberlagerung in
virtueller Achse einsetzen wollen, dann ist ein
Handrad HR 5xx empfehlenswert.
Weitere Informationen: "Virtuelle Werkzeugachse
VT", Seite 428
Die tragbaren Handrder HR 5xx sind mit einem Display
ausgestattet, auf dem die TNC verschiedene Informationen anzeigt.
Darber hinaus knnen Sie ber die Handrad-Softkeys wichtige
Einrichtefunktionen ausfhren, z. B. Bezugspunkte setzen oder M-
Funktionen eingeben und abarbeiten.
Sobald Sie das Handrad ber die Handrad-Aktivierungstaste
aktiviert haben, ist keine Bedienung ber das Bedienfeld mehr
mglich. Die TNC zeigt diesen Zustand am TNC-Bildschirm durch
ein berblendfenster an.
Wenn mehrere Handrder an einer Steuerung angeschlossen
sind, dann ist die Handradtaste am Bedienfeld nicht verfgbar. Sie
aktivieren oder deaktivieren das Handrad mit der Handradtaste am
Handrad. Bevor ein anderes Handrad gewhlt werden kann, muss
das aktive Handrad deaktiviert werden.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Diese Funktion muss vom Maschinenhersteller
freigegeben und angepasst werden.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 593
15 Handbetrieb und Einrichten
15.2 Verfahren der Maschinenachsen
1 Taste NOT-AUS
2 Handrad-Display zur Statusanzeige und Auswahl von 1
Funktionen
3 Softkeys
2
4 Achswahltasten, knnen vom Maschinenhersteller
entsprechend der Achskonfiguration getauscht werden
5 Zustimmtaste
6 Pfeiltasten zur Definition der Handradempfindlichkeit 3
4
7 Handrad-Aktivierungstaste 4
8 Richtungstaste, in die die TNC die gewhlte Achse verfhrt 7 5
9 Eilgangberlagerung fr die Achsrichtungstaste 6 6
10 Spindel einschalten (maschinenabhngige Funktion, Taste vom 8 8
Maschinenhersteller tauschbar) 9
10 14
11 Taste NC-Satz generieren (maschinenabhngige Funktion, 11
12 15
Taste vom Maschinenhersteller tauschbar)
13
12 Spindel ausschalten (maschinenabhngige Funktion, Taste vom 16
Maschinenhersteller tauschbar)
13 Taste CTRL fr Sonderfunktionen (maschinenabhngige
Funktion, Taste vom Maschinenhersteller tauschbar)
17 18
14 Taste NC-START (maschinenabhngige Funktion, Taste vom
Maschinenhersteller tauschbar)
15 Taste NC-STOPP (maschinenabhngige Funktion, Taste vom
Maschinenhersteller tauschbar)
16 Handrad
17 Spindeldrehzahlpotentiometer
18 Vorschubpotentiometer
19 Kabelanschluss, entfllt bei Funkhandrad HR 550FS
594 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Verfahren der Maschinenachsen 15.2
Handrad-Display
1 Nur beim Funkhandrad HR 550FS: Anzeige, ob Handrad in
der Dockingstation liegt oder ob Funkbetrieb aktiv ist 1 2
3
2 Nur beim Funkhandrad HR 550FS: Anzeige der Feldstrke, 4 5 6
7
sechs Balken = maximale Feldstrke 7 8 9
7 10 11
3 Nur beim Funkhandrad HR 550FS: Ladezustand des Akkus, 12 13
sechs Balken = maximaler Ladezustand. Whrend des
Ladevorgangs luft ein Balken von links nach rechts
4 IST: Art der Positionsanzeige 14
5 Y+129.9788: Position der gewhlten Achse
6 *: STIB (Steuerung in Betrieb); Programmlauf ist gestartet oder
Achse ist in Bewegung
7 S0: Aktuelle Spindeldrehzahl
8 F0: Aktueller Vorschub, mit dem die gewhlte Achse
momentan verfahren wird
9 E: Fehlermeldung steht an
10 3D: Funktion Bearbeitungsebene schwenken ist aktiv
11 2D: Funktion Grunddrehung ist aktiv
12 RES 5.0: Aktive Handradauflsung. Weg, den die gewhlte
Achse bei einer Handradumdrehung verfhrt
13 STEP ON oder OFF: Schrittweises Positionieren aktiv oder
inaktiv. Bei aktiver Funktion zeigt die TNC zustzlich den aktiven
Verfahrschritt an
14 Softkey-Leiste: Auswahl verschiedener Funktionen,
Beschreibung in den nachfolgenden Abschnitten
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 595
15 Handbetrieb und Einrichten
15.2 Verfahren der Maschinenachsen
Besonderheiten des Funkhandrads HR 550FS
Eine Funkverbindung besitzt aufgrund vieler
mglicher Streinflsse nicht die gleiche
Verfgbarkeit wie eine leitungsgebundene
Verbindung. Bevor Sie das Funkhandrad einsetzen,
ist daher zu prfen, ob Strungen mit anderen, im
Umfeld der Maschine vorhandenen, Funkteilnehmer
bestehen. Diese Prfung in Bezug auf vorhandene
Funkfrequenzen, bzw. -kanle, empfiehlt sich fr alle
industriellen Funksysteme.
Wenn Sie das HR 550FS nicht verwenden,
setzen sie es immer in die dafr vorgesehene
Handrad-Aufnahme. Dadurch stellen Sie sicher,
das ber die Kontaktleiste auf der Rckseite des
Funkhandrads eine stete Einsatzbereitschaft der
Handrad-Akkus durch eine Laderegelung und eine
direkte Kontaktverbindung fr den Not-Aus-Kreis
gewhrleistet ist.
Das Funkhandrad reagiert im Fehlerfall
(Funkunterbrechung, schlechte Empfangsqualitt,
Defekt einer Handrad-Komponente) immer mit einer
Not-Aus-Reaktion.
Achtung, Gefahr fr Bediener und Maschine!
Aus Sicherheitsgrnden mssen Sie das
Funkhandrad und die Handradaufnahme sptestens
nach einer Betriebsdauer von 120 Stunden
ausschalten, damit die TNC beim Wiedereinschalten
einen Funktionstest ausfhren kann!
Wenn Sie in Ihrer Werkstatt mehrere Maschinen
mit Funkhandrdern betreiben, mssen Sie
die zusammengehrenden Handrder und
Handradaufnahmen so markieren, dass diese
eindeutig als zusammengehrig erkennbar sind
(z. [Link] Farbaufkleber oder Nummerierung). Die
Markierungen mssen am Funkhandrad und an
der Handradaufnahme fr den Bediener eindeutig
sichtbar angebracht sein!
Prfen Sie vor jeder Verwendung, ob das richtige
Funkhandrad fr Ihre Maschine aktiv ist!
596 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Verfahren der Maschinenachsen 15.2
Das Funkhandrad HR 550FS ist mit einem Akku ausgestattet.
Der Akku wird geladen, sobald Sie das Handrad in die
Handradaufnahme eingelegt haben.
Sie knnen das HR 550FS mit dem Akku bis zu 8 Stunden
betreiben, bevor Sie es wieder aufladen mssen. Wenn
Sie es nicht bentzen, empfiehlt es sich das Handrad in die
Handradaufnahme zu legen.
Sobald das Handrad in der Handradaufnahme liegt, schaltet es
intern auf Kabelbetrieb um. Wenn das Handrad vollstndig entladen
wre, dann knnen Sie es auch verwenden. Die Funktionalitt ist 1
dabei identisch zum Funkbetrieb.
Wenn das Handrad vollstndig entladen ist, dauert
es ca. 3 Stunden, bis es in der Handradsaufnahme
wieder voll aufgeladen ist.
Reinigen Sie die Kontakte 1 der Handradaufnahme
und des Handrads regelmig, um deren Funktion
sicherzustellen.
Der bertragungsbereich der Funkstrecke ist grozgig bemessen.
Wenn es vorkommen, dass Sie z. B. bei sehr groen Maschinen
an den Rand der bertragungsstrecke kommen, warnt Sie das
HR 550FS durch einen sicher bemerkbaren Vibrationsalarm. In
diesem Fall mssen Sie den Abstand zur Handradaufnahme, in der
der Funkempfnger integriert ist, wieder verringern.
Achtung Gefahr fr Werkzeug und Werkstck!
Wenn die Funkstrecke keinen unterbrechungsfreien
Betrieb mehr zulsst, lst die TNC automatisch
einen NOT-AUS aus. Dies kann auch whrend
der Bearbeitung passieren. Abstand zur
Handradaufnahme gering halten. Wenn Sie
das Handrad nicht verwenden, dann in die
Handradaufnahme legen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 597
15 Handbetrieb und Einrichten
15.2 Verfahren der Maschinenachsen
Wenn die TNC einen Not-Aus ausgelst hat, mssen Sie das
Handrad wieder neu aktivieren. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
Betriebsart Programmieren whlen
MOD-Funktion whlen: Taste MOD drcken
Softkey-Leiste weiterschalten
Konfigurationsmen fr Funkhandrad whlen:
Softkey FUNKHANDRAD EINRICHTEN drcken
ber die Schaltflche Handrad starten das
Funkhandrad wieder aktivieren
Konfiguration speichern und Konfigurationsmen
verlassen: Schaltflche ENDE drcken
Fr die Inbetriebnahme und Konfiguration des Handrads steht in
der Betriebsart MOD eine entsprechende Funktion zur Verfgung.
Weitere Informationen: "Funkhandrad HR 550FS konfigurieren",
Seite 734
Zu verfahrende Achse whlen
Die Hauptachsen X, Y und Z sowie drei weitere, vom
Maschinenhersteller definierbare Achsen, knnen Sie direkt ber
die Achswahltasten aktivieren. Auch die virtuelle Achse VT kann Ihr
Maschinenhersteller direkt auf eine der freien Achstasten legen.
Wenn die virtuelle Achse VT nicht auf einer Achswahltaste liegt,
dann gehen Sie wie folgt vor:
Handrad-Softkey F1 (AX) drcken: Die TNC zeigt auf dem
Handrad-Display alle aktiven Achsen an. Die momentan aktive
Achse blinkt
Gewnschte Achse mit Handrad-Softkeys F1 (->) oder F2 (<-)
whlen und mit Handrad-Softkey F3 (OK) besttigen
Der Maschinenhersteller kann auch die Drehspindel
im Drehbetrieb (Option #50) als whlbare Achse
konfigurieren.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Handradempfindlichkeit einstellen
Die Handradempfindlichkeit legt fest, welchen Weg eine Achse pro
Handradumdrehung verfhrt. Die definierbaren Empfindlichkeiten
sind fest eingestellt und ber die Handrad-Pfeiltasten direkt
whlbar (nur wenn Schrittma nicht aktiv ist).
Einstellbare Empfindlichkeiten:
0.001/0.002/0.005/0.01/0.02/0.05/0.1/0.2/0.5/1 [mm/Umdrehung
oder Grad/Umdrehung]
Einstellbare Empfindlichkeiten:
0.00005/0.001/0.002/0.004/0.01/0.02/0.03 [in/Umdrehung oder
Grad/Umdrehung]
598 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Verfahren der Maschinenachsen 15.2
Achsen verfahren
Handrad aktiveren: Handradtaste auf dem HR
5xx drcken: Sie knnen die TNC jetzt nur noch
ber das HR 5xx bedienen, die TNC zeigt ein
berblendfenster mit Hinweistext am TNC-
Bildschirm an
Ggf. ber Softkey OPM die gewnschte Betriebsart
whlen
Ggf. Zustimmtaste gedrckt halten
Auf dem Handrad die Achse whlen, die Sie
verfahren wollen. Zusatzachsen ggf. ber Softkeys
whlen
Aktive Achse in Richtung + verfahren oder
Aktive Achse in Richtung - verfahren
Handrad deaktivieren: Handradtaste auf dem HR
5xx drcken: Sie knnen die TNC jetzt wieder ber
das Bedienfeld bedienen
Potentiometereinstellungen
Nachdem Sie das Handrad aktiviert haben, sind weiterhin die
Potentiometer des Maschinenbedienfelds aktiv. Wenn Sie die
Potentiometer am Handrad nutzen wollen, gehen Sie wie folgt vor:
Tasten CTRL und Handrad am HR 5xx drcken, die TNC zeigt im
Handrad-Display das Softkey-Men zur Potentiometerauswahl
an
Softkey HW drcken, um die Handradpotentiometer aktiv zu
schalten
Sobald Sie die Handradpotentiometer aktiviert haben, mssen
Sie vor der Abwahl des Handrads die Potentiometer des
Maschinenbedienfeldes wieder aktivieren. Gehen Sie wie folgt vor:
Tasten CTRL und Handrad am HR 5xx drcken, die TNC zeigt im
Handrad-Display das Softkey-Men zur Potentiometerauswahl
an
Softkey KBD drcken, um die Potentiometer auf dem
Maschinenbedienfeld aktiv zu schalten
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 599
15 Handbetrieb und Einrichten
15.2 Verfahren der Maschinenachsen
Schrittweise positionieren
Beim schrittweisen Positionieren verfhrt die TNC die momentan
aktive Handradachse um ein von Ihnen festgelegtes Schrittma:
Handrad-Softkey F2 (STEP) drcken
Schrittweise positionieren aktivieren: Handrad-Softkey 3 (ON)
drcken
Gewnschtes Schrittma durch Drcken der Tasten F1 oder F2
whlen. Wenn Sie die jeweilige Taste gedrckt halten, erhht
die TNC den Zhlschritt bei einem Zehnerwechsel jeweils um
den Faktor 10. Durch zustzliches Drcken der Taste CTRL
erhht sich der Zhlschritt auf 1. Kleinstmgliches Schrittma ist
0.0001 mm (0.00001 in). Grtmgliches Schrittma ist 10 mm
(0.3937 in)
Gewhltes Schrittma mit Softkey 4 (OK) bernehmen
Mit Handradtaste + oder die aktive Handradachse in die
entsprechende Richtung verfahren
Zusatzfunktionen M eingeben
Handrad-Softkey F3 (MSF) drcken
Handrad-Softkey F1 (M) drcken
Gewnschte M-Funktionsnummer durch Drcken der Tasten F1
oder F2 whlen
Zusatzfunktion M mit Taste NC-START ausfhren
Spindeldrehzahl S eingeben
Handrad-Softkey F3 (MSF) drcken
Handrad-Softkey F2 (S) drcken
Gewnschte Drehzahl durch Drcken der Tasten F1 oder F2
whlen. Wenn Sie die jeweilige Taste gedrckt halten, erhht
die TNC den Zhlschritt bei einem Zehnerwechsel jeweils um
den Faktor 10. Durch zustzliches Drcken der Taste CTRL
erhht sich der Zhlschritt auf 1000
Neue Drehzahl S mit Taste NC-START aktivieren
600 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Verfahren der Maschinenachsen 15.2
Vorschub F eingeben
Handrad-Softkey F3 (MSF) drcken
Handrad-Softkey F3 (F) drcken
Gewnschten Vorschub durch Drcken der Tasten F1 oder F2
whlen. Wenn Sie die jeweilige Taste gedrckt halten, erhht
die TNC den Zhlschritt bei einem Zehnerwechsel jeweils um
den Faktor 10. Durch zustzliches Drcken der Taste CTRL
erhht sich der Zhlschritt auf 1000
Neuen Vorschub F mit Handrad-Softkey F3 (OK) bernehmen
Bezugspunkt setzen
Handrad-Softkey F3 (MSF) drcken
Handrad-Softkey F4 (PRS) drcken
Ggf. Achse whlen, in der der Bezugspunkt gesetzt werden soll
Achse mit Handrad-Softkey F3 (OK) abnullen oder mit Handrad-
Softkeys F1 und F2 gewnschten Wert einstellen und dann
mit Handrad-Softkey F3 (OK) bernehmen. Durch zustzliches
Drcken der Taste CTRL erhht sich der Zhlschritt auf 10
Betriebsarten wechseln
ber den Handrad-Softkey F4 (OPM) knnen Sie vom Handrad
aus die Betriebsart umschalten, wenn der aktuelle Zustand der
Steuerung ein Umschalten erlaubt.
Handrad-Softkey F4 (OPM) drcken
ber Handrad-Softkeys gewnschte Betriebsart whlen
MAN: Manueller Betrieb
MDI: Positionieren mit Handeingabe
SGL: Programmlauf Einzelsatz
RUN: Programmlauf Satzfolge
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 601
15 Handbetrieb und Einrichten
15.2 Verfahren der Maschinenachsen
Kompletten Verfahrsatz erzeugen
Ihr Maschinenhersteller kann die Handradtaste
NC-Satz generieren mit einer beliebigen Funktion
belegen. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Betriebsart Positionieren mit Handeingabe whlen
Ggf. mit den Pfeiltasten auf der TNC-Tastatur den NC-Satz
whlen, hinter den Sie den neuen Verfahrsatz einfgen wollen
Handrad aktivieren
Handradtaste NC-Satz generieren drcken: Die TNC fgt
einen kompletten Verfahrsatz ein, der alle ber die MOD-
Funktion ausgewhlten Achspositionen enthlt
Funktionen in den Programmlauf-Betriebsarten
In den Programmlauf-Betriebsarten knnen Sie folgende
Funktionen ausfhren:
Taste NC-START (Handradtaste NC-START)
Taste NC-STOPP (Handradtaste NC-STOPP)
Wenn Sie Taste NC-STOPP gedrckt haben: Interner Stopp
(Handrad-Softkeys MOP und dann Stopp)
Wenn Sie Taste NC-STOPP gedrckt haben: Manuell Achsen
verfahren (Handrad-Softkeys MOP und dann MAN)
Wiederanfahren an die Kontur, nachdem Achsen whrend einer
Programmunterbrechung manuell verfahren wurden (Handrad-
Softkeys MOP und dann REPO). Die Bedienung erfolgt per
Handrad-Softkeys, wie ber die Bildschirm-Softkeys.
Weitere Informationen: "Wiederanfahren an die Kontur",
Seite 703
Einschalten und Ausschalten der Funktion Bearbeitungsebene
schwenken (Handrad-Softkeys MOP und dann 3D)
602 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Spindeldrehzahl S, Vorschub F und Zusatzfunktion M 15.3
15.3 Spindeldrehzahl S, Vorschub F und
Zusatzfunktion M
Anwendung
In den Betriebsarten Manueller Betrieb und El. Handrad geben
Sie Spindeldrehzahl S, Vorschub F und Zusatzfunktion M ber
Softkeys ein.
Weitere Informationen: "Zusatzfunktionen M und STOP eingeben",
Seite 414
Der Maschinenhersteller legt fest, welche
Zusatzfunktionen M Sie nutzen knnen und welche
Funktion sie haben.
Werte eingeben
Spindeldrehzahl S, Zusatzfunktion M
Eingabe fr Spindeldrehzahl whlen: Softkey S
drcken
SPINDELDREHZAHL S=
1000 (Spindeldrehzahl) eingeben und mit der
Taste NC-START bernehmen
Die Spindeldrehung mit der eingegebenen Drehzahl S starten Sie
mit einer Zusatzfunktion M. Eine Zusatzfunktion M geben Sie auf
die gleiche Weise ein.
Vorschub F
Die Eingabe eines Vorschub F besttigen Sie mit der Taste ENT.
Fr den Vorschub F gilt:
Wenn F=0 eingegeben, dann wirkt der kleinste Vorschub aus
Maschinenparameter manualFeed (Nr. 400304)
Wenn der eingegebene Vorschub den in Maschinenparameter
maxFeed (Nr. 400302) definierten Wert berschreitet, dann
wirkt der im Maschinenparameter eingetragene Wert
F bleibt auch nach einer Stromunterbrechung erhalten
Die Steuerung zeigt den Bahnvorschub
Bei aktivem 3D ROT wird der Bahnvorschub bei Bewegung
mehrerer Achsen angezeigt
Bei inaktivem 3D ROT bleibt die Vorschubanzeige leer, wenn
mehrere Achsen gleichzeitig bewegt werden
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 603
15 Handbetrieb und Einrichten
15.3 Spindeldrehzahl S, Vorschub F und Zusatzfunktion M
Spindeldrehzahl und Vorschub ndern
Mit den Override-Drehknpfen fr Spindeldrehzahl S und Vorschub
F lsst sich der eingestellte Wert von 0% bis 150% ndern.
Der Vorschubpotentiometer reduziert nur den programmierten
Vorschub, nicht den von der Steuerung berechneten Vorschub.
Der Override-Drehknopf fr die Spindeldrehzahl wirkt
nur bei Maschinen mit stufenlosem Spindelantrieb.
Vorschubbegrenzung F MAX
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Die Vorschubbegrenzung ist maschinenabhngig.
Mithilfe des Softkeys F MAX knnen Sie die
Vorschubsgeschwindigkeit fr alle Betriebsarten reduzieren. Die
Reduzierung gilt fr alle Eilgang- und Vorschubbewegungen. Der
von Ihnen eingegebene Wert bleibt nach dem Ausschalten oder
Einschalten aktiv.
Der Softkey F MAX befindet sich in folgenden Betriebsarten:
Programmlauf Einzelsatz
Programmlauf Satzfolge
Positionieren mit Handeingabe
Vorgehensweise
Um die Vorschubsbegrenzung F MAX zu aktivieren, gehen Sie wie
folgt vor:
Betriebsart: Taste POSITIONIEREN MIT
HANDEINGABE drcken
Softkeys F MAX drcken
Gewnschten maximalen Vorschub eingeben
Softkey OK drcken
604 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Optionales Sicherheitskonzept (Funktionale Sicherheit FS) 15.4
15.4 Optionales Sicherheitskonzept
(Funktionale Sicherheit FS)
Allgemeines
Ihr Maschinenhersteller passt das HEIDENHAIN-
Sicherheitskonzept an Ihre Maschine an. Beachten
Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Jeder Bediener einer Werkzeugmaschine ist Gefahren ausgesetzt.
Schutzeinrichtungen knnen zwar den Zugriff zu Gefahrenstellen
verhindern, andererseits muss der Bediener aber auch ohne
Schutzeinrichtung (z. B. bei geffneter Schutztre) an der Maschine
arbeiten knnen. Um diese Gefahren zu minimieren, wurden in den
letzten Jahren verschiedene Richtlinien und Vorschriften erarbeitet.
Das HEIDENHAIN-Sicherheitskonzept, das in die TNC-Steuerungen
integriert wurde, entspricht dem Performance-Level d gem
EN 13849-1 und SIL 2 nach IEC 61508, bietet sicherheitsbezogene
Betriebsarten entsprechend der EN 12417 und gewhrleistet einen
weitreichenden Personenschutz.
Grundlage des HEIDENHAIN-Sicherheitskonzepts ist die
zweikanalige Prozessorstruktur, die aus dem Hauptrechner
MC (main computing unit) und einem oder mehreren
Antriebsregelmodulen CC (control computing unit) besteht.
Alle berwachungsmechanismen werden redundant in den
Steuerungssystemen angelegt. Sicherheitsrelevante Systemdaten
unterliegen einem wechselseitigen zyklischen Datenvergleich.
Sicherheitsrelevante Fehler fhren immer ber definierte Stopp-
Reaktionen zu einem sicheren Stillsetzen aller Antriebe.
ber sicherheitsbezogene Ein- und Ausgnge (zweikanalig
ausgefhrt), die in allen Betriebsarten auf den Prozess Einfluss
nehmen, lst die TNC bestimmte Sicherheitsfunktionen aus und
erreicht sichere Betriebszustnde.
In diesem Kapitel finden Sie Erklrungen zu den Funktionen, die
bei einer TNC mit Funktionaler Sicherheit zustzlich zur Verfgung
stehen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 605
15 Handbetrieb und Einrichten
15.4 Optionales Sicherheitskonzept (Funktionale Sicherheit FS)
Begriffserklrungen
Sicherheitsbezogene Betriebsarten
Bezeichnung Kurzbeschreibung
SOM_1 Safe operating mode 1: Automatikbetrieb,
Produktionsbetrieb
SOM_2 Safe operating mode 2: Einrichtebetrieb
SOM_3 Safe operating mode 3: Manuelles
Eingreifen, nur fr qualifizierte Bediener
SOM_4 Safe operating mode 4: Erweitertes
manuelles Eingreifen, Prozessbeobachtung
Sicherheitsfunktionen
Bezeichnung Kurzbeschreibung
SS0, SS1, SS1F, Safe stop: Sicheres Stillsetzen der Antriebe
SS2 auf unterschiedliche Arten.
STO Safe torque off: Energieversorgung zum
Motor ist unterbrochen. Bietet Schutz
gegen unerwartetes Anlaufen der Antriebe
SOS Safe operating Stop: Sicherer Betriebshalt.
Bietet Schutz gegen unerwartetes
Anlaufen der Antriebe
SLS Safety-limited-speed: Sicher begrenzte
Geschwindigkeit. Verhindert, dass
die Antriebe bei geffneter Schutztr
vorgegebene Geschwindigkeitsgrenzwerte
berschreiten
606 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Optionales Sicherheitskonzept (Funktionale Sicherheit FS) 15.4
Achspositionen prfen
Diese Funktion muss von Ihrem Maschinenhersteller
an die TNC angepasst werden. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
Nach dem Einschalten prft die TNC, ob die Position einer Achse
mit der Position direkt nach dem Ausschalten bereinstimmt.
Wenn eine Abweichung auftritt, dann wird diese Achse in der
Positionsanzeige rot angezeigt. Achsen, die rot gekennzeichnet
sind, knnen Sie bei geffneter Tr nicht mehr verfahren.
In solchen Fllen mssen Sie fr die entsprechenden Achsen eine
Prfposition anfahren. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
Betriebsart Manueller Betrieb whlen
Anfahrvorgang mit der Taste NC-START ausfhren, um die
Achsen in der angezeigten Reihenfolge zu verfahren
Nachdem die Prfposition erreicht ist, fragt die TNC nach, ob
die Prfposition richtig angefahren wurde: Mit Softkey OK
besttigen wenn die TNC die Prfposition richtig angefahren
hat, mit Softkey ENDE besttigen, wenn die TNC die
Prfposition falsch angefahren hat
Wenn Sie mit Softkey OK besttigt haben, dann mssen Sie mit
der Zustimmtaste auf dem Maschinenbedienfeld die Richtigkeit
der Prfposition erneut besttigen
Den zuvor beschriebenen Vorgang fr alle Achsen, die Sie auf
die Prfposition fahren wollen, wiederholen
Achtung Kollisionsgefahr!
Die Prfpositionen so anfahren, dass keine
Kollision mit dem Werkstck oder mit Spannmitteln
entstehen kann! Ggf. Achsen manuell entsprechend
vorpositionieren!
Wo sich die Prfposition befindet, legt Ihr
Maschinenhersteller fest. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 607
15 Handbetrieb und Einrichten
15.4 Optionales Sicherheitskonzept (Funktionale Sicherheit FS)
Vorschubbegrenzung aktivieren
Die TNC limitiert beim Setzen des Softkey F LIMITIERT auf EIN
die maximal zugelassene Geschwindigkeit der Achsen auf die
festgelegte, sicher begrenzte Geschwindigkeit.
Betriebsart: Taste Manueller Betrieb drcken
Softkey-Leiste umschalten
Vorschublimit ein- oder ausschalten
Zustzliche Statusanzeigen
Bei einer Steuerung mit Funktionaler Sicherheit FS enthlt die
allgemeine Statusanzeige zustzliche Informationen in Bezug
auf den aktuellen Status von Sicherheitsfunktionen. Diese
Informationen zeigt die TNC in Form von Betriebszustnden zu den
Statusanzeigen T, S und F an.
Statusanzeige Kurzbeschreibung
STO Energieversorgung zur Spindel oder zu
einem Vorschubantrieb ist unterbrochen
SLS Safety-limited-speed: Eine sicher reduzierte
Geschwindigkeit ist aktiv
SOS Safe operating Stop: Sicherer Betriebshalt
ist aktiv
STO Safe torque off: Energieversorgung zum
Motor ist unterbrochen
Die aktive sicherheitsbezogene Betriebsart zeigt die TNC mit einem
Icon in der Kopfzeile rechts neben dem Betriebsartentext an:
Icon Sicherheitsbezogene Betriebsart
Betriebsart SOM_1 aktiv
Betriebsart SOM_2 aktiv
Betriebsart SOM_3 aktiv
Betriebsart SOM_4 aktiv
608 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bezugspunktverwaltung mit der Preset-Tabelle 15.5
15.5 Bezugspunktverwaltung mit der
Preset-Tabelle
Hinweis
Die Preset-Tabelle sollten Sie unbedingt verwenden,
wenn
Ihre Maschine mit Drehachsen (Schwenktisch
oder Schwenkkopf) ausgerstet ist und Sie mit
der Funktion Bearbeitungsebene schwenken
arbeiten
Ihre Maschine mit einem Kopfwechselsystem
ausgerstet ist
Sie bisher an lteren TNC-Steuerungen mit REF-
bezogenen Nullpunkttabellen gearbeitet haben
Sie mehrere gleiche Werkstcke bearbeiten
wollen, die mit unterschiedlicher Schieflage
aufgespannt sind
Die Preset-Tabelle darf beliebig viele Zeilen
(Bezugspunkte) enthalten. Um die Dateigre und die
Verarbeitungsgeschwindigkeit zu optimieren, nur so viele Zeilen
verwenden, wie Sie fr Ihre Bezugspunktverwaltung auch
bentigen.
Neue Zeilen knnen Sie aus Sicherheitsgrnden nur am Ende der
Preset-Tabelle einfgen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 609
15 Handbetrieb und Einrichten
15.5 Bezugspunktverwaltung mit der Preset-Tabelle
Bezugspunkte in der Preset-Tabelle speichern
Die Preset-Tabelle hat den Namen [Link] ist im Verzeichnis
TNC:\table\ gespeichert. [Link] ist in der Betriebsart
MANUELLER BETRIEB und EL. HANDRAD nur editierbar, wenn der
Softkey PRESET NDERN gedrckt wurde. Sie knnen die Preset-
Tabelle [Link] in der Betriebsart PROGRAMMIEREN ffnen,
aber nicht editieren.
Das Kopieren der Preset-Tabelle in ein anderes Verzeichnis (zur
Datensicherung) ist erlaubt. Schreibgeschtzte Zeilen sind auch in
den kopierten Tabellen schreibgeschtzt.
Verndern Sie in den kopierten Tabellen die Anzahl der Zeilen nicht!
Wenn Sie die Tabelle wieder aktivieren wollen, dann kann dies zu
Problemen fhren.
Um die in ein anderes Verzeichnis kopierte Preset-Tabelle zu
aktivieren, mssen Sie diese wieder in das Verzeichnis TNC:\table\
zurckkopieren.
Sie haben mehrere Mglichkeiten, Bezugspunkte und
Grunddrehungen in der Preset-Tabelle zu speichern:
Manuelles Eintragen
ber die Antastzyklen in der Betriebsart MANUELLER BETRIEB
und EL. HANDRAD
ber die Antastzyklen 400 bis 402 und 410 bis 419 im
Automatikbetrieb
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
Grunddrehungen aus der Preset-Tabelle drehen das
Koordinatensystem um den Preset, der in derselben
Zeile steht wie die Grunddrehung.
Achten Sie beim Setzen des Bezugspunkts darauf,
dass die Position der Schwenkachsen mit den
entsprechenden Werten des 3D ROT-Mens
bereinstimmt. Daraus folgt:
Bei inaktiver Funktion Bearbeitungsebene
Schwenken muss die Positionsanzeige der
Drehachsen = 0 sein (ggf. Drehachsen abnullen)
Bei aktiver Funktion Bearbeitungsebene
Schwenken mssen die Positionsanzeigen der
Drehachsen und die eingetragenen Winkel im 3D
ROT-Men bereinstimmen
PLANE RESET setzt das aktive 3D-ROT nicht zurck.
Die Zeile 0 in der Preset-Tabelle ist grundstzlich
schreibgeschtzt. Die TNC speichert in der Zeile 0
immer den Bezugspunkt, den Sie zuletzt manuell
ber die Achstasten oder per Softkey gesetzt haben.
Ist der manuell gesetzte Bezugspunkt aktiv, zeigt die
TNC in der Statusanzeige den Text PR MAN(0) an.
610 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bezugspunktverwaltung mit der Preset-Tabelle 15.5
Bezugspunkte manuell in der Preset-Tabelle speichern
Um Bezugspunkte in der Preset-Tabelle speichern zu knnen,
gehen Sie wie folgt vor:
Betriebsart: Taste Manueller Betrieb drcken
Werkzeug vorsichtig verfahren, bis es das
Werkstck berhrt (ankratzt) oder Messuhr
entsprechend positionieren
Softkey PRESET TABELLE drcken
Die TNC ffnet die Preset-Tabelle und setzt den
Cursor auf Zeile des aktiven Bezugspunkts.
Funktionen zur Preseteingabe whlen
Die TNC zeigt in der Softkey-Leiste die
verfgbaren Eingabemglichkeiten an.
Zeile in der Preset-Tabelle whlen, die Sie
ndern wollen (Zeilennummer entspricht der
Presetnummer)
Ggf. die Spalte (Achse) in der Preset-Tabelle
whlen, die Sie ndern wollen
Per Softkey eine der verfgbaren
Eingabemglichkeiten whlen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 611
15 Handbetrieb und Einrichten
15.5 Bezugspunktverwaltung mit der Preset-Tabelle
Eingabemglichkeiten
Softkey Funktion
Die Istposition des Werkzeugs (der Messuhr) als
neuen Bezugspunkt direkt bernehmen: Funktion
speichert den Bezugspunkt nur in der Achse ab, in
der der Cursor gerade steht
Der Istposition des Werkzeugs (der Messuhr)
einen beliebigen Wert zuweisen: Funktion
speichert den Bezugspunkt nur in der Achse ab, in
der der Cursor gerade steht. Gewnschten Wert
im berblendfenster eingeben
Einen bereits in der Tabelle gespeicherten
Bezugspunkt inkremental verschieben:
Funktion speichert den Bezugspunkt nur in
der Achse ab, in der der Cursor gerade steht.
Gewnschten Korrekturwert vorzeichenrichtig
im berblendfenster eingeben. Bei aktiver Inch-
Anzeige: Wert in inch eingeben, die TNC rechnet
intern den eingegebenen Wert nach mm um
Neuen Bezugspunkt ohne Verrechnung der
Kinematik direkt eingeben (achsspezifisch).
Diese Funktion nur dann verwenden, wenn Ihre
Maschine mit einem Rundtisch ausgerstet ist und
Sie durch direkte Eingabe von 0 den Bezugspunkt
in die Rundtischmitte setzen wollen. Funktion
speichert den Wert nur in der Achse ab, in der
der Cursor gerade steht. Gewnschten Wert
im berblendfenster eingeben. Bei aktiver Inch-
Anzeige: Wert in inch eingeben, die TNC rechnet
intern den eingegebenen Wert nach mm um
Ansicht BASISTRANSFORM./OFFSET whlen. In der
Standardansicht BASISTRANSFORM. werden die
Spalten X, Y und Z angezeigt. Maschinenabhngig
werden zustzlich die Spalten SPA, SPB und
SPC angezeigt. Hier speichert die TNC die
Grunddrehung (bei Werkzeugachse Z verwendet
die TNC die Spalte SPC). In der Ansicht OFFSET
werden Offset-Werte zum Preset angezeigt.
Den momentan aktiven Bezugspunkt in eine
whlbare Tabellenzeile schreiben: Funktion
speichert den Bezugspunkt in allen Achsen ab
und aktiviert die jeweilige Tabellenzeile dann
automatisch. Bei aktiver Inch-Anzeige: Wert
in inch eingeben, die TNC rechnet intern den
eingegebenen Wert nach mm um
612 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bezugspunktverwaltung mit der Preset-Tabelle 15.5
Preset-Tabelle editieren
Softkey Editierfunktion im Tabellenmodus
Tabellenanfang whlen
Tabellenende whlen
Vorherige Tabellenseite whlen
Nchste Tabellenseite whlen
Funktionen zur Preseteingabe whlen
Auswahl Basistransformation/Achsoffset anzeigen
Den Bezugspunkt der aktuell angewhlten Zeile
der Preset-Tabelle aktivieren
Eingebbare Anzahl von Zeilen am Tabellenende
anfgen (2. Softkey-Leiste)
Hell hinterlegtes Feld kopieren (2. Softkey-Leiste)
Kopiertes Feld einfgen (2. Softkey-Leiste)
Aktuell angewhlte Zeile zurcksetzen: Die TNC
trgt in alle Spalten - ein (2. Softkey-Leiste)
Einzelne Zeile am Tabellenende einfgen
(2. Softkey-Leiste)
Einzelne Zeile am Tabellenende lschen
(2. Softkey-Leiste)
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 613
15 Handbetrieb und Einrichten
15.5 Bezugspunktverwaltung mit der Preset-Tabelle
Bezugspunkt vor berschreiben schtzen
Die Zeile 0 in der Preset-Tabelle ist schreibgeschtzt. In der Zeile 0
speichert die TNC den zuletzt manuell gesetzten Bezugspunkt.
Sie knnen weitere Zeilen der Preset-Tabelle mithilfe der Spalte
LOCKED vor berschreiben schtzen. Die schreibgeschtzten
Zeilen sind in der Preset-Tabelle farblich hervorgehoben.
Wenn Sie eine schreibgeschtzte Zeile mit einem manuellen
Antastzyklus berschreiben wollen, dann mssen Sie mit OK
besttigen und das Passwort eingeben (bei Schutz mit Passwort).
Achtung, Datenverlust mglich!
Wenn Sie das Passwort vergessen haben, dann
knnen Sie den Schreibschutz einer geschtzten
Zeile nicht mehr zurcksetzen.
Wenn Sie Zeilen mit einem Passwort schtzen, dann
notieren Sie sich das Passwort.
Verwenden Sie bevorzugt das einfache Schtzen mit
dem Softkey SPERREN / ENTSPERREN.
Gehen Sie wie folgt vor, um einen Bezugspunkt vor berschreiben
zu schtzen:
Softkey PRESET NDERN drcken
Spalte LOCKED whlen
Softkey AKTUELLES FELD EDITIEREN drcken
Bezugspunkt ohne Passwort schtzen:
Softkey SPERREN / ENTSPERREN drcken
Die TNC schreibt ein L in die Spalte LOCKED.
Bezugspunkt mit einem Passwort schtzen:
Softkey SPERREN / ENTSPERREN PASSWORT
drcken
Passwort in das berblendfenster eingeben
Mit Softkey OK oder Taste ENT besttigen:
Die TNC schreibt ### in die Spalte LOCKED.
614 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bezugspunktverwaltung mit der Preset-Tabelle 15.5
Schreibschutz aufheben
Um eine von Ihnen schreibgeschtzte Zeile wieder bearbeiten zu
knnen, gehen Sie wie folgt vor:
Softkey PRESET NDERN drcken
Spalte LOCKED whlen
Softkey AKTUELLES FELD EDITIEREN drcken
Bezugspunkt ohne Passwort geschtzt:
Softkey SPERREN / ENTSPERREN drcken
Die TNC hebt den Schreibschutz auf.
Bezugspunkt mit einem Passwort geschtzt:
Softkey SPERREN / ENTSPERREN PASSWORT
drcken
Passwort in das berblendfenster eingeben
Mit Softkey OK oder Taste ENT besttigen
Die TNC hebt den Schreibschutz auf.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 615
15 Handbetrieb und Einrichten
15.5 Bezugspunktverwaltung mit der Preset-Tabelle
Bezugspunkt aktivieren
Bezugspunkt aus der Preset-Tabelle in der Betriebsart
Manueller Betrieb aktivieren
Beim Aktivieren eines Bezugspunkts aus der
Preset-Tabelle setzt die TNC eine aktive Nullpunkt-
Verschiebung, Spiegelung, Drehung und Massfaktor
zurck.
Eine Koordinatenumrechnung, die Sie ber Zyklus
19, Bearbeitungsebene schwenken oder die PLANE-
Funktion programmiert haben, bleibt dagegen aktiv.
Betriebsart: Taste Manueller Betrieb drcken
Preset-Tabelle anzeigen lassen: Softkey PRESET
TABELLE drcken
Bezugspunktnummer whlen, die Sie aktivieren
wollen, oder
ber die Taste GOTO die Bezugspunktnummer
whlen, die Sie aktivieren wollen, mit der Taste
ENT besttigen
Bezugspunkt aktivieren: Softkey PRESET
AKTIVIEREN drcken
Aktivieren des Bezugspunkts besttigen. Die
TNC setzt die Anzeige und - wenn definiert - die
Grunddrehung
Preset-Tabelle verlassen
Bezugspunkt aus der Preset-Tabelle in einem NC-Programm
aktivieren
Um die Bezugspunkte aus der Preset-Tabelle whrend des
Programmlaufs zu aktivieren, benutzen Sie den Zyklus 247. Im
Zyklus 247 definieren Sie die Nummer des Bezugspunkts, den Sie
aktivieren wollen.
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
616 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bezugspunktsetzen ohne 3D-Tastsystem 15.6
15.6 Bezugspunktsetzen ohne 3D-
Tastsystem
Hinweis
Beim Bezugspunktsetzen setzen Sie die Anzeige der TNC auf die
Koordinaten einer bekannten Werkstckposition.
Mit einem 3D-Tastsystem stehen Ihnen alle
manuellen Antastfunktionen zur Verfgung.
Weitere Informationen: "Bezugspunktsetzen mit 3D-
Tastsystem ", Seite 639
Vorbereitung
Werkstck aufspannen und ausrichten
Nullwerkzeug mit bekanntem Radius einwechseln
Sicherstellen, dass die TNC Istpositionen anzeigt
Bezugspunktsetzen mit Schaftfrser
Schutzmanahme
Wenn die Werkstckoberflche nicht angekratzt
werden darf, wird auf das Werkstck ein Blech
bekannter Dicke d gelegt. Fr den Bezugspunkt
geben Sie dann einen um d greren Wert ein.
Betriebsart: Taste Manueller Betrieb drcken
Werkzeug vorsichtig verfahren, bis es das
Werkstck berhrt (ankratzt)
Achse whlen
BEZUGSPUNKT - SETZEN Z=
Nullwerkzeug, Spindelachse: Anzeige auf bekannte
Werkstckposition (z. B. 0) setzen oder Dicke d
des Blechs eingeben. In der Bearbeitungsebene:
Werkzeugradius bercksichtigen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 617
15 Handbetrieb und Einrichten
15.6 Bezugspunktsetzen ohne 3D-Tastsystem
Die Bezugspunkte fr die verbleibenden Achsen setzen Sie auf die
gleiche Weise.
Wenn Sie in der Zustellachse ein voreingestelltes Werkzeug
verwenden, dann setzen Sie die Anzeige der Zustellachse auf die
Lnge L des Werkzeugs oder auf die Summe Z=L+d.
Den ber die Achstasten gesetzten Bezugspunkt
speichert die TNC automatisch in der Zeile 0 der
Preset-Tabelle.
Antastfunktionen mit mechanischen Tastern oder
Messuhren nutzen
Wenn Sie an Ihrer Maschine kein elektronisches 3D-Tastsystem
zur Verfgung haben, dann knnen Sie alle manuellen
Antastfunktionen (Ausnahme: Kalibrierfunktionen) auch mit
mechanischen Tastern oder auch durch einfaches Ankratzen nutzen.
Weitere Informationen: "3D-Tastsystem verwenden ", Seite 619
Anstelle eines elektronischen Signals, das automatisch von einem
3D-Tastsystem whrend der Antastfunktion erzeugt wird, lsen Sie
das Schaltsignal zur bernahme der Antastposition manuell ber
eine Taste aus.
Gehen Sie dabei wie folgt vor:
Per Softkey beliebige Antastfunktion whlen
Mechanischen Taster auf die erste Position fahren,
die von der TNC bernommen werden soll
Position bernehmen: Softkey
ISTPOSITIONSBERNAHME drcken, die TNC
speichert die aktuelle Position
Mechanischen Taster auf die nchste Position
fahren, die von der TNC bernommen werden soll
Position bernehmen: Softkey
ISTPOSITIONSBERNAHME drcken, die TNC
speichert die aktuelle Position
Ggf. weitere Positionen anfahren und wie zuvor
beschrieben bernehmen
Bezugspunkt: Im Menfenster die Koordinaten
des neuen Bezugspunkts eingeben, mit Softkey
BEZUGSP. SETZEN bernehmen, oder Werte in
eine Tabelle schreiben
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in eine Nullpunkttabelle
schreiben", Seite 625
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in die Preset-Tabelle schreiben",
Seite 626
Antastfunktion beenden: Taste END drcken
618 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
3D-Tastsystem verwenden 15.7
15.7 3D-Tastsystem verwenden
bersicht
In der Betriebsart Manueller Betrieb stehen Ihnen folgende
Tastsystemzyklen zur Verfgung:
HEIDENHAIN bernimmt die Gewhrleistung fr
die Funktion der Tastsystemzyklen nur dann, wenn
HEIDENHAIN-Tastsysteme eingesetzt werden.
Achten Sie darauf, dass beim Antasten die
Achswinkel zu den eingestellten Schwenkwinkeln
passen. Die Steuerung prft das automatisch,
wenn der Maschinenparameter chkTiltingAxes (Nr.
204601) eingeschaltet ist.
Die TNC muss vom Maschinenhersteller fr den
Einsatz von 3D-Tastsystemen vorbereitet sein.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Softkey Funktion Seite
3D-Tastsystem kalibrieren 627
3D-Grunddrehung ber 637
Antasten einer Ebene
ermitteln
Grunddrehung ber eine 636
Gerade ermitteln
Bezugspunktsetzen in einer 639
whlbaren Achse
Ecke als Bezugspunkt setzen 640
Kreismittelpunkt als 641
Bezugspunkt setzen
Mittelachse als Bezugspunkt 644
setzen
Verwaltung der Siehe
Tastsystemdaten Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 619
15 Handbetrieb und Einrichten
15.7 3D-Tastsystem verwenden
Sie knnen alle manuellen Antastzyklen, bis auf
den Zyklus Antasten Ecke und den Zyklus Antasten
Ebene, auch im Drehbetrieb verwenden. Beachten
Sie, dass im Drehbetrieb alle Messwerte in der
X-Koordinate als Durchmesserwerte verrechnet und
angezeigt werden.
Um das Tastsystem im Drehbetrieb zu verwenden,
mssen Sie das Tastsystem im Drehbetrieb separat
kalibrieren. Da die Grundstellung der Drehspindel im
Frs- und Drehbetrieb abweichen knnen, mssen
Sie das Tastsystem ohne Mittenversatz kalibrieren.
Hierzu knnen Sie fr das Tastsystem zustzliche
Werkzeugdaten anlegen, z. B. als indiziertes
Werkzeug.
Weitere Informationen zur Tastsystemtabelle finden
Sie im Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung.
Verfahrbewegungen bei einem Handrad mit Display
Bei einem Handrad mit Display ist es mglich whrend eines
manuellen Tastsystemzyklus die Kontrolle an das Handrad zu
bergeben.
Gehen Sie wie folgt vor:
Manuellen Tastsystemzyklus starten
Tastsystem in die Nhe des ersten Antastpunkts positionieren
Ersten Antastpunkt antasten
Handrad am Handrad aktivieren
Die Steuerung zeigt das berblendfenster Handrad aktiv an.
Tastsystem in die Nhe des zweiten Antastpunkts positionieren
Handrad am Handrad deaktivieren
Die Steuerung schliet das berblendfenster.
Zweiten Antastpunkt antasten
Ggf. Bezugspunkt setzen
Antastfunktion beenden
Wenn das Handrad aktiv ist, knnen Sie die
Antastzyklen nicht starten.
620 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
3D-Tastsystem verwenden 15.7
Funktionen in Tastsystemzyklen
In den manuellen Tastsystemzyklen werden Softkeys angezeigt,
mit denen Sie die Antastrichtung oder eine Antastroutine whlen
knnen. Welche Softkeys angezeigt werden, ist vom jeweiligen
Zyklus abhngig:
Softkey Funktion
Antastrichtung whlen
Aktuelle Istposition bernehmen
Bohrung (Innenkreis) automatisch antasten
Zapfen (Auenkreis) automatisch antasten
Musterkreis (Mittelpunkt mehrerer Elemente)
antasten
Achsparallele Antastrichtung bei Bohrung,
Zapfen und Musterkreis whlen
Automatische Antastroutine Bohrung, Zapfen und Musterkreis
Wenn Sie eine Funktion zum automatischen
Kreis antasten verwenden, positioniert die TNC
das Tastsystem automatisch zu den jeweiligen
Antastpositionen. Achten Sie darauf, dass die
Positionen kollisionsfrei angefahren werden knnen.
Wenn Sie eine Antastroutine verwenden, um eine Bohrung, einen
Zapfen oder einen Musterkreis automatisch anzutasten, ffnet die
TNC ein Formular mit den erforderlichen Eingabefeldern.
Eingabefelder in den Formularen Messen Zapfen und Messen
Bohrung
Eingabefeld Funktion
Zapfendurchmesser? Durchmesser des Antastelements
oder (bei Bohrungen optional)
Bohrungsdurchmesser?
Sicherheitsabstand? Abstand zum Antastelement in der
Ebene
Sichere Hoehe inkr.? Positionierung des Tasters in
Spindelachsrichtung (ausgehend
von der aktuellen Position)
Startwinkel? Winkel fr den ersten
Antastvorgang (0 = positive
Richtung der Hauptachse, d. h. bei
Spindelachse Z in X+). Alle weiteren
Antastwinkel ergeben sich aus der
Anzahl der Antastpunkte.
Anzahl Antastpunkte? Anzahl der Antastvorgnge (3 8)
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 621
15 Handbetrieb und Einrichten
15.7 3D-Tastsystem verwenden
Eingabefeld Funktion
ffnungswinkel? Vollkreis (360) oder Kreissegment
antasten (ffnungswinkel<360)
Automatische Antastroutine:
Tastsystem vorpositionieren
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN CC
drcken
Bohrung soll automatisch angetastet werden:
Softkey BOHRUNG drcken
Achsparallele Antastrichtung whlen
Antastfunktion starten: Taste NC-START drcken.
Die TNC fhrt alle Vorpositionierungen und
Antastvorgnge automatisch aus
Zum Anfahren der Position verwendet die TNC den in der
Tastsystemtabelle definierten Vorschub FMAX. Der eigentliche
Antastvorgang wird mit dem definierten Tastvorschub F ausgefhrt.
Bevor Sie die automatische Antastroutine starten,
mssen Sie das Tastsystem in der Nhe des ersten
Antastpunkts vorpositionieren. Versetzen Sie das
Tastsystem in etwa um den Sicherheitsabstand (Wert
aus Tastsystem-Tabelle + Wert aus Eingabeformular)
entgegengesetzt der Antastrichtung.
Bei einem Innenkreis mit groem Durchmesser kann
die TNC das Tastsystem auch auf einer Kreisbahn,
mit dem Positioniervorschub FMAX, vorpositionieren.
Hierzu tragen Sie im Eingabeformular einen
Sicherheitsabstand fr die Vorpositionierung und
den Bohrungsdurchmesser ein. Positionieren
Sie das Tastsystem in der Bohrung etwa um den
Sicherheitsabstand versetzt neben der Wand.
Beachten Sie bei der Vorpositionierung den
Startwinkel fr den ersten Antastvorgang (bei 0
tastet die TNC in positiver Hauptachsrichtung).
622 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
3D-Tastsystem verwenden 15.7
Tastsystemzyklus whlen
Betriebsart Manueller Betrieb oder El. Handrad
whlen
Antastfunktionen whlen: Softkey
ANTASTFUNKTION drcken
Tastsystemzyklus whlen: z. B. Softkey ANTASTEN
POS drcken, die TNC zeigt am Bildschirm das
entsprechende Men an
Wenn Sie eine manuelle Antastfunktion
whlen, ffnet die TNC ein Formular, in dem alle
erforderlichen Informationen angezeigt werden. Der
Inhalt der Formulare ist abhngig von der jeweiligen
Funktion.
In einigen Feldern knnen Sie auch Werte
eingeben. Verwenden Sie die Pfeiltasten, um in das
gewnschte Eingabefeld zu wechseln. Sie knnen
den Cursor nur in Felder positionieren, die editierbar
sind. Felder, die Sie nicht editieren knnen, werden
grau dargestellt.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 623
15 Handbetrieb und Einrichten
15.7 3D-Tastsystem verwenden
Messwerte aus den Tastsystemzyklen protokollieren
Die TNC muss fr diese Funktion vom
Maschinenhersteller vorbereitet sein. Beachten Sie
Ihr Maschinenhandbuch!
Nachdem die TNC einen beliebigen Tastsystemzyklus ausgefhrt
hat, zeigt die TNC den Softkey PROTOKOLL IN DATEI SCHREIBEN.
Wenn Sie den Softkey drcken, protokolliert die TNC die aktuellen
Werte des aktiven Tastsystemzyklus.
Wenn Sie die Messergebnisse speichern, legt die TNC die
Textdatei [Link] an. Wenn Sie im Maschinenparameter
fn16DefaultPath (Nr. 102202) keinen Pfad festgelegt haben,
dann speichert die TNC die Dateien [Link] und
[Link] im Hauptverzeichnis TNC:\ ab.
Wenn Sie den Softkey PROTOKOLL IN DATEI
SCHREIBEN drcken, darf die Datei [Link]
in der Betriebsart Programmieren nicht angewhlt
sein. Sonst gibt die TNC eine Fehlermeldung aus.
Die TNC schreibt die Messwerte in die Datei
[Link] oder [Link]. Wenn Sie
mehrere Tastsystemzyklen hintereinander ausfhren
und deren Messwerte speichern wollen, mssen Sie
den Inhalt der Datei [Link] zwischen den
Tastsystemzyklen sichern, indem Sie sie kopieren
oder umbenennen.
Format und Inhalt der Datei [Link] legt Ihr
Maschinenhersteller fest.
624 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
3D-Tastsystem verwenden 15.7
Messwerte aus den Tastsystemzyklen in eine
Nullpunkttabelle schreiben
Wenn Sie Messwerte im Werkstck-
Koordinatensystem speichern wollen, dann
verwenden Sie diese Funktion. Wenn Sie Messwerte
im Maschinen-Koordinatensystem (REF-Koordinaten)
speichern wollen, verwenden Sie den Softkey
EINTRAG PRESET TABELLE.
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in die Preset-Tabelle schreiben",
Seite 626
ber den Softkey EINTRAG NULLPUNKT TABELLE kann die TNC,
nachdem ein beliebiger Tastsystemzyklus ausgefhrt wurde, die
Messwerte in eine Nullpunkttabelle schreiben:
Beliebige Antastfunktion durchfhren
Gewnschte Koordinaten des Bezugspunkts in die dafr
angebotenen Eingabefelder eintragen (abhngig vom
ausgefhrten Tastsystemzyklus)
Nullpunktnummer im Eingabefeld Nummer in Tabelle =
eingeben
Softkey EINTRAG NULLPUNKT TABELLE drcken, die TNC
speichert den Nullpunkt unter der eingegebenen Nummer in die
angegebene Nullpunkttabelle
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 625
15 Handbetrieb und Einrichten
15.7 3D-Tastsystem verwenden
Messwerte aus den Tastsystemzyklen in die Preset-
Tabelle schreiben
Wenn Sie Messwerte im Maschinen-
Koordinatensystem (REF-Koordinaten) speichern
wollen, dann verwenden Sie diese Funktion. Wenn
Sie Messwerte im Werkstck-Koordinatensystem
speichern wollen, verwenden Sie den Softkey
EINTRAG NULLPUNKT TABELLE.
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in eine Nullpunkttabelle schreiben",
Seite 625
ber den Softkey EINTRAG PRESET TABELLE kann die TNC,
nachdem ein beliebiger Tastsystemzyklus ausgefhrt wurde,
die Messwerte in die Preset-Tabelle schreiben. Die Messwerte
werden dann bezogen auf das Maschinen-Koordinatensystem
(REF-Koordinaten) gespeichert. Die Preset-Tabelle hat den Namen
[Link] und ist im Verzeichnis TNC:\table\ gespeichert.
Beliebige Antastfunktion durchfhren
Gewnschte Koordinaten des Bezugspunkts in die dafr
angebotenen Eingabefelder eintragen (abhngig vom
ausgefhrten Tastsystemzyklus)
Presetnummer im Eingabefeld Nummer in Tabelle: eingeben
Softkey EINTRAG PRESET TABELLE drcken: Die TNC speichert
den Nullpunkt unter der eingegebenen Nummer in die Preset-
Tabelle
Presetnummer existiert nicht: Die TNC speichert die
Zeile erst nach Drcken des Softkeys OK (Zeile in Tabelle
anlegen?)
Presetnummer ist geschtzt: Softkey OK drcken und der
aktive Preset wird berschrieben
Presetnummer ist mit einem Passwort geschtzt: Softkey
OK drcken und Passwort eingeben, der aktive Preset wird
berschrieben
Wenn ein Schreiben der Tabellenzeile aufgrund
einer Sperre nicht mglich ist, zeigt die Steuerung
einen Hinweis. Die Antastfunktion wird aber nicht
abgebrochen.
626 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
3D-Tastsystem kalibrieren 15.8
15.8 3D-Tastsystem kalibrieren
Einfhrung
Um den tatschlichen Schaltpunkt eines 3D-Tastsystems exakt
bestimmen zu knnen, mssen Sie das Tastsystem kalibrieren,
ansonsten kann die TNC keine exakten Messergebnisse ermitteln.
Tastsystem immer kalibrieren bei:
Inbetriebnahme
Taststiftbruch
Taststiftwechsel
nderung des Antastvorschubs
Unregelmigkeiten, z. B. durch Erwrmung der
Maschine
nderung der aktiven Werkzeugachse
Wenn Sie nach dem Kalibriervorgang den Softkey
OK drcken, werden die Kalibrierwerte fr das
aktive Tastsystem bernommen. Die aktualisierten
Werkzeugdaten sind dann sofort wirksam, ein
erneuter Werkzeugaufruf ist nicht erforderlich.
Beim Kalibrieren ermittelt die TNC die wirksame Lnge des
Taststifts und den wirksamen Radius der Tastkugel. Zum Kalibrieren
des 3D-Tastsystems spannen Sie einen Einstellring oder einen
Zapfen mit bekannter Hhe und bekanntem Radius auf den
Maschinentisch.
Die TNC verfgt ber Kalibrierzyklen fr die Lngenkalibrierung und
fr die Radiuskalibrierung:
Softkey ANTASTFUNKTION drcken
Kalibrierzyklen anzeigen: TS KALIBR. drcken
Kalibrierzyklus whlen
Kalibrierzyklen der TNC
Softkey Funktion Seite
Lnge kalibrieren 628
Radius und Mittenversatz mit einem 629
Kalibrierring ermitteln
Radius und Mittenversatz mit einem 629
Zapfen bzw. Kalibrierdorn ermitteln
Radius und Mittenversatz mit einer 629
Kalibrierkugel ermitteln
3D-Kalibieren (Option #92)
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 627
15 Handbetrieb und Einrichten
15.8 3D-Tastsystem kalibrieren
Kalibrieren der wirksamen Lnge
HEIDENHAIN bernimmt die Gewhrleistung fr
die Funktion der Tastsystemzyklen nur dann, wenn
HEIDENHAIN-Tastsysteme eingesetzt werden.
Die wirksame Lnge des Tastsystems bezieht sich
immer auf den Werkzeug-Bezugspunkt. In der
Regel legt der Maschinenhersteller den Werkzeug-
Bezugspunkt auf die Spindelnase.
Bezugspunkt in der Spindelachse so setzen, dass fr den
Maschinentisch gilt: Z=0.
Kalibrierfunktion fr die Tastsystemlnge whlen:
Softkey KAL. L drcken
Die TNC zeigt die aktuellen Kalibrierdaten.
Bezug fr Lnge: Hhe des Einstellrings im
Menfenster eingeben
Tastsystem dicht ber die Oberflche des
Einstellrings fahren
Wenn ntig, Verfahrrichtung ber Softkey oder
Pfeiltasten ndern
Oberflche antasten: Taste NC-START drcken
Ergebnisse prfen
Softkey OK drcken, um die Werte zu bernehmen
Softkey ABBRUCH drcken, um die
Kalibrierfunktion zu beenden
Die TNC protokolliert den Kalibriervorgang in der
Datei [Link].
628 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
3D-Tastsystem kalibrieren 15.8
Wirksamen Radius kalibrieren und Tastsystem-
Mittenversatz ausgleichen
HEIDENHAIN bernimmt die Gewhrleistung fr
die Funktion der Tastsystemzyklen nur dann, wenn
HEIDENHAIN-Tastsysteme eingesetzt werden.
Sie knnen den Mittenversatz nur mit einem dafr
geeigneten Tastsystem ermitteln.
Wenn Sie eine Auenkalibrierung durchfhren,
mssen Sie das Tastsystem mittig ber
der Kalibrierkugel oder dem Kalibrierdorn
vorpositionieren. Achten Sie darauf, dass die
Antastpositionen kollisionsfrei angefahren werden
knnen.
Wenn beim Kalibrieren des Tastkugelradius fhrt die TNC eine
automatische Antastroutine aus. Im ersten Durchlauf ermittelt die
TNC die Mitte des Kalibrierrings oder des Zapfens (Grobmessung)
und positioniert das Tastsystem in das Zentrum. Anschlieend wird
im eigentlichen Kalibriervorgang (Feinmessung) der Tastkugelradius
ermittelt. Wenn mit dem Tastsystem eine Umschlagmessung
mglich ist, wird in einem weiteren Durchlauf der Mittenversatz
ermittelt.
Die Eigenschaft ob oder wie Ihr Tastsystem orientiert werden
kann, ist bei HEIDENHAIN-Tastsystemen vordefiniert. Andere
Tastsysteme werden vom Maschinenhersteller konfiguriert.
Die Tastsystemachse fllt normalerweise nicht genau mit
der Spindelachse zusammen. Die Kalibrierfunktion kann den
Versatz zwischen Tastsystemachse und Spindelachse durch eine
Umschlagmessung (Drehung um 180) erfassen und rechnerisch
ausgleichen.
Abhngig davon, wie Ihr Tastsystem orientiert werden kann, luft
die Kalibrierroutine unterschiedlich ab:
Keine Orientierung mglich oder Orientierung nur in eine
Richtung mglich: Die TNC fhrt eine Grob- und eine
Feinmessung aus und ermittelt den wirksamen Tastkugelradius
(Spalte R in tool.t)
Orientierung in zwei Richtungen mglich (z. [Link]
von HEIDENHAIN): Die TNC fhrt eine Grob- und eine
Feinmessung aus, dreht das Tastsystem um 180 und fhrt
eine weitere Antastroutine aus. Durch die Umschlagmessung
wird zustzlich zum Radius, der Mittenversatz (CAL_OF in
[Link]) ermittelt
Beliebige Orientierung mglich (z. [Link] von
HEIDENHAIN): Die TNC fhrt eine Grob- und eine Feinmessung
aus, dreht das Tastsystem um 180 und fhrt eine weitere
Antastroutine aus. Durch die Umschlagmessung wird zustzlich
zum Radius, der Mittenversatz (CAL_OF in [Link]) ermittelt
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 629
15 Handbetrieb und Einrichten
15.8 3D-Tastsystem kalibrieren
Kalibrieren mit einem Kalibrierring
Gehen Sie beim manuellen Kalibrieren mit einem Kalibrierring wie
folgt vor:
Tastkugel in der Betriebsart Manueller Betrieb in
die Bohrung des Einstellrings positionieren
Kalibrierfunktion whlen: Softkey KAL. R drcken
Die TNC zeigt die aktuellen Kalibrierdaten.
Durchmesser des Einstellrings eingeben
Startwinkel eingeben
Anzahl der Antastpunkte eingeben
Antasten: Taste NC-START drcken
Das 3D-Tastsystem tastet in einer automatischen
Antastroutine alle erforderlichen Punkte an und
errechnet den wirksamen Tastkugelradius. Wenn
eine Umschlagmessung mglich ist, errechnet die
TNC den Mittenversatz.
Ergebnisse prfen
Softkey OK drcken, um die Werte zu bernehmen
Softkey ENDE drcken, um die Kalibrierfunktion zu
beenden
Die TNC protokolliert den Kalibriervorgang in der
Datei [Link].
Um den Tastkugel-Mittenversatz zu bestimmen,
muss die TNC vom Maschinenhersteller vorbereitet
sein. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
630 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
3D-Tastsystem kalibrieren 15.8
Kalibrieren mit einem Zapfen oder Kalibrierdorn
Gehen Sie beim manuellen Kalibrieren mit einem Zapfen oder
Kalibrierdorn wie folgt vor:
Tastkugel in der Betriebsart Manueller Betrieb
mittig ber den Kalibrierdorn positionieren
Kalibrierfunktion whlen: Softkey KAL. R drcken
Auendurchmesser des Zapfens eingeben
Sicherheitsabstand eingeben
Startwinkel eingeben
Anzahl der Antastpunkte eingeben
Antasten: Taste NC-START drcken
Das 3D-Tastsystem tastet in einer automatischen
Antastroutine alle erforderlichen Punkte an und
errechnet den wirksamen Tastkugelradius. Wenn
eine Umschlagmessung mglich ist, errechnet die
TNC den Mittenversatz.
Ergebnisse prfen
Softkey OK drcken, um die Werte zu bernehmen
Softkey ENDE drcken, um die Kalibrierfunktion zu
beenden
Die TNC protokolliert den Kalibriervorgang in der
Datei [Link].
Um den Tastkugel-Mittenversatz zu bestimmen,
muss die TNC vom Maschinenhersteller vorbereitet
sein.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 631
15 Handbetrieb und Einrichten
15.8 3D-Tastsystem kalibrieren
Kalibrieren mit einer Kalibrierkugel
Gehen Sie beim manuellen Kalibrieren mit einer Kalibrierkugel wie
folgt vor:
Tastkugel in der Betriebsart Manueller Betrieb
mittig ber die Kalibrierkugel positionieren
Kalibrierfunktion whlen: Softkey KAL. R drcken
Auendurchmesser der Kugel eingeben
Sicherheitsabstand eingeben
Startwinkel eingeben
Anzahl der Antastpunkte eingeben
Ggf. die Lnge messen whlen
Ggf. den Bezug fr die Lnge eingeben
Antasten: Taste NC-START drcken
Das 3D-Tastsystem tastet in einer automatischen
Antastroutine alle erforderlichen Punkte an und
errechnet den wirksamen Tastkugelradius. Wenn
eine Umschlagmessung mglich ist, errechnet die
TNC den Mittenversatz.
Ergebnisse prfen
Softkey OK drcken, um die Werte zu bernehmen
Softkey ENDE drcken, um die Kalibrierfunktion zu
beenden oder Anzahl der Antastpunkte zum 3D-
Kalibrieren eingeben
Die TNC protokolliert den Kalibriervorgang in der
Datei [Link].
Um den Tastkugel-Mittenversatz zu bestimmen,
muss die TNC vom Maschinenhersteller vorbereitet
sein.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
632 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
3D-Tastsystem kalibrieren 15.8
3D-Kalibieren mit einer Kalibrierkugel (Option #92)
Nach dem Kalibrieren mit einer Kalibrierkugel bietet die Steuerung
die Mglichkeit, das Tastsystem winkelabhngig zu kalibrieren.
Dazu tastet die Steuerung die Kalibrierkugel in einem Viertelkreis
vertikal an. Die 3D-Kalibrierdaten beschreiben das Auslenkverhalten
des Tastsystems in beliebiger Antastrichtung.
Voraussetzung dafr ist Software-Option 3D-ToolComp
(Option #92).
Kalibrieren mit einer Kalibrierkugel durchfhren
Anzahl der Antastpunkte eingeben
Taste NC-START drcken
Das 3D-Tastsystem tastet in einer automatischen
Antastroutine alle erforderlichen Punkte an.
Softkey OK drcken
Softkey ENDE drcken, um die Kalibrierfunktion zu
beenden
Die TNC speichert die Abweichungen in einer
Korrekturwerttabelle unter TNC:\system\3D-
ToolComp.
Die Steuerung legt fr jedes kalibrierte Tastsystem eine eigene
Tabelle an. In der Werkzeugtabelle wird in der Spalte DR2TABLE
automatisch darauf referenziert.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 633
15 Handbetrieb und Einrichten
15.8 3D-Tastsystem kalibrieren
Kalibrierwerte anzeigen
Die TNC speichert wirksame Lnge und wirksamen Radius
des Tastsystems in der Werkzeugtabelle. Den Tastsystem-
Mittenversatz speichert die TNC in der Tastsystemtabelle, in den
Spalten CAL_OF1 (Hauptachse) und CAL_OF2 (Nebenachse). Um
die gespeicherten Werte anzuzeigen, drcken Sie den Softkey
TASTSYSTEM TABELLE.
Beim Kalibrieren erstellt die TNC automatisch die Protokolldatei
[Link], in der die Kalibrierwerte gespeichert sind.
Wenn Sie das Tastsystem verwenden, dann
beachten Sie, dass Sie die richtige Werkzeugnummer
aktiv haben. Es ist unabhngig davon, ob Sie einen
Tastsystemzyklus im Automatikbetrieb oder in der
Betriebsart Manueller Betrieb abarbeiten wollen.
Weitere Informationen zur Tastsystemtabelle finden
Sie im Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung.
634 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Werkstck-Schieflage mit 3D-Tastsystem kompensieren 15.9
15.9 Werkstck-Schieflage mit 3D-
Tastsystem kompensieren
Einfhrung
HEIDENHAIN bernimmt die Gewhrleistung fr
die Funktion der Tastsystemzyklen nur dann, wenn
HEIDENHAIN-Tastsysteme eingesetzt werden.
Achten Sie darauf, dass beim Antasten die
Achswinkel zu den eingestellten Schwenkwinkeln
passen. Die Steuerung prft das automatisch,
wenn der Maschinenparameter chkTiltingAxes (Nr.
204601) eingeschaltet ist.
Eine schiefe Werkstck-Aufspannung kompensiert die TNC
rechnerisch durch eine Grunddrehung.
Dazu setzt die TNC den Drehwinkel auf den Winkel, den
eine Werkstckflche mit der Winkelbezugsachse der
Bearbeitungsebene einschlieen soll.
Die TNC interpretiert den gemessenen Winkel als Rotation um die
Werkzeugrichtung und speichert die Werte in den Spalten SPA,
SPB oder SPC der Preset-Tabelle.
Zum Ermitteln der Grunddrehung tasten Sie zwei Punkte an einer
Seitenflche ihres Werkstckes an. Die Reihenfolge, in der Sie
die Punkte antasten, beeinflusst den berechneten Winkel. Der
ermittelte Winkel weist vom ersten zum zweiten Antastpunkt.
Sie knnen die Grunddrehung auch ber Bohrungen oder Zapfen
ermitteln.
Antastrichtung zum Messen der Werkstck-
Schieflage immer senkrecht zur Winkelbezugsachse
whlen.
Damit die Grunddrehung im Programmlauf richtig
verrechnet wird, mssen Sie im ersten Verfahrsatz
beide Koordinaten der Bearbeitungsebene
programmieren.
Eine Grunddrehung knnen Sie auch in Kombination
mit der PLANE-Funktion verwenden, Sie mssen in
diesem Fall zuerst die Grunddrehung und dann die
PLANE-Funktion aktivieren.
Sie knnen eine Grunddrehung auch aktivieren ohne
ein Werkstck anzutasten. Geben Sie hierzu einen
Wert in das Grunddrehungsmen ein und drcken
den Softkey GRUNDDREHUNG SETZEN.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 635
15 Handbetrieb und Einrichten
15.9 Werkstck-Schieflage mit 3D-Tastsystem kompensieren
Grunddrehung ermitteln
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN
ROTATION drcken
Tastsystem in die Nhe des ersten Antastpunkts
positionieren
Antastrichtung oder Antastroutine ber Softkey
whlen
Antasten: Taste NC-START drcken
Tastsystem in die Nhe des zweiten Antastpunkts
positionieren
Antasten: Taste NC-START drcken. Die TNC
ermittelt die Grunddrehung und zeigt den Winkel
hinter dem Dialog Drehwinkel an
Grunddrehung aktivieren: Softkey
GRUNDDREHUNG SETZEN drcken
Antastfunktion beenden: Softkey ENDE drcken.
Die TNC protokolliert den Antastvorgang in der Datei
[Link].
Grunddrehung in der Preset-Tabelle speichern
Nach dem Antast-Vorgang die Preset-Nummer im Eingabefeld
Nummer in Tabelle: eingeben, in der die TNC die aktive
Grunddrehung speichern soll
Softkey GRUNDDR. IN PRESETTAB. drcken, um die
Grunddrehung in der Preset-Tabelle zu speichern
Werkstck-Schieflage ber eine Tischdrehung
ausgleichen
Um die ermittelte Schieflage durch eine Positionierung des
Drehtisches auszugleichen, drcken Sie nach dem Antast-
Vorgang Softkey den DREHTISCH AUSRICHTEN
Positionieren Sie vor der Tischdrehung alle Achsen
so vor, dass keine Kollision entstehen kann. Die
TNC gibt vor der Tischdrehung eine zustzliche
Warnmeldung aus.
Falls Sie den Bezugspunkt in der Drehtisch-Achse setzen
mchten, drcken Sie den Softkey TISCHDREHUNG SETZEN.
Sie knnen die Schieflage des Drehtisches auch in einer
beliebigen Zeile der Preset-Tabelle speichern. Geben Sie hierzu
die Zeilennummer ein und drcken den Softkey TISCHDR. IN
PRESETTAB.. Die TNC speichert den Winkel in der Offset-Spalte
des Drehtisches, z. B. in der Spalte C_OFFS bei einer C-Achse.
Ggf. mssen Sie die Ansicht in der Preset-Tabelle mit dem
Softkey BASIS-TRANSFORM./OFFSET wechseln, damit diese
Spalte angezeigt wird.
636 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Werkstck-Schieflage mit 3D-Tastsystem kompensieren 15.9
Grunddrehung anzeigen
Wenn Sie die Funktion ANTASTEN ROT whlen, zeigt die TNC
den aktiven Winkel der Grunddrehung im Dialog Drehwinkel
an. Zudem wird der Drehwinkel auch in der Bildschirmaufteilung
PROGRAMM + STATUS im Reiter STATUS POS.-ANZ. angezeigt.
Wenn die TNC die Maschinenachsen entsprechend der
Grunddrehung verfhrt, wird ein Symbol fr die Grunddrehung in
der Statusanzeige eingeblendet.
Grunddrehung aufheben
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN ROT drcken
Drehwinkel 0 eingeben, mit Softkey GRUNDDREHUNG
SETZEN bernehmen
Antastfunktion beenden: Softkey ENDE drcken
3D-Grunddrehung ermitteln
Durch das Antasten von drei Positionen kann die Schieflage
einer beliebig geneigten Flche erfasst werden. Mit der Funktion
Antasten Ebene erfassen Sie diese Schieflage und speichern sie
als 3D-Grunddrehung in der Preset-Tabelle.
Beachten Sie bei der Wahl der Antastpunkte
Die Reihenfolge und Lage der Tastpunkte bestimmt
darber, wie die TNC die Ausrichtung der Ebene
berechnet.
ber die ersten beiden Punkte bestimmen Sie
die Ausrichtung der Hauptachse. Definieren Sie
den zweiten Punkt in der positiven Richtung der
gewnschten Hauptachse. Die Lage des dritten
Punkts bestimmt die Richtung der Nebenachse
und der Werkzeugachse. Definieren Sie den dritten
Punkt in der positiven Y-Achse des gewnschten
Werkstck-Koordinatensystems.
1. Punkt: liegt auf der Hauptachse
2. Punkt: liegt auf der Hauptachse, in positiver
Richtung vom ersten Punkt aus
3. Punkt: liegt auf der Nebenachse, in positiver
Richtung des gewnschten Werkstck-
Koordinatensystems
Mit der optionalen Eingabe eines Bezugswinkels sind Sie in der
Lage, die Sollausrichtung der angetasteten Ebene zu definieren.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 637
15 Handbetrieb und Einrichten
15.9 Werkstck-Schieflage mit 3D-Tastsystem kompensieren
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN
PL drcken: Die TNC zeigt die aktuelle 3D-
Grunddrehung
Tastsystem in die Nhe des ersten Antastpunkts
positionieren
Antastrichtung oder Antastroutine ber Softkey
whlen
Antasten: Taste NC-START drcken
Tastsystem in die Nhe des zweiten Antastpunkts
positionieren
Antasten: Taste NC-START drcken
Tastsystem in die Nhe des dritten Antastpunkts
positionieren
Antasten: Taste NC-START drcken. Die TNC
ermittelt die 3D-Grunddrehung und zeigt die Werte
fr SPA, SPB und SPC an, bezogen auf das aktive
Koordinatensystem
Ggf. Bezugswinkel eingeben
3D-Grunddrehung aktivieren:
Softkey GRUNDDREHUNG SETZEN drcken
3D-Grunddrehung in der Preset-Tabelle speichern:
Softkey GRUNDDR. IN PRESETTAB. drcken
Antastfunktion beenden: Softkey ENDE drcken
Die TNC speichert die 3D-Grunddrehung in den Spalten SPA, SPB
und SPC der Preset-Tabelle.
3D-Grunddrehung ausrichten
Wenn die Maschine ber zwei Drehachsen verfgt und die
angetastete 3D-Grunddrehung aktiviert ist, knnen Sie die
Drehachsen in Bezug auf die 3D-Grunddrehung mit dem
Softkey DREHACHSEN AUSRICHTEN ausrichten. Dabei wird
Bearbeitungsebene Schwenken fr alle Maschinen-Betriebsarten
aktiv.
Nach dem Ausrichten der Ebene knnen Sie die Hauptachse mit
der Funktion Antasten Rot ausrichten.
3D-Grunddrehung anzeigen
Wenn im aktiven Bezugspunkt eine 3D-Grunddrehung gespeichert
ist, dann blendet die TNC das Symbol fr die 3D-Grunddrehung
in der Statusanzeige ein. Die TNC verfhrt die Maschinenachsen
entsprechend der 3D-Grunddrehung.
3D-Grunddrehung aufheben
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN PL
drcken
Bei allen Winkeln 0 eingeben
Softkey GRUNDDREHUNG SETZEN drcken
Antastfunktion beenden: Softkey ENDE drcken
638 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem 15.10
15.10 Bezugspunktsetzen mit 3D-
Tastsystem
bersicht
Die Funktionen zum Bezugspunktsetzen am ausgerichteten
Werkstck whlen Sie mit folgenden Softkeys:
Softkey Funktion Seite
Bezugspunktsetzen in einer 639
beliebigen Achse mit
Ecke als Bezugspunkt setzen 640
Kreismittelpunkt als Bezugspunkt 641
setzen
Mittelachse als Bezugspunkt 644
Mittelachse als Bezugspunkt setzen
Beachten Sie, dass die TNC bei einer aktiven
Nullpunktverschiebung den angetasteten
Wert auf den aktiven Bezugspunkt oder auf
den zuletzt definierten Bezugspunkt in der
Betriebsart MANUELLER BETRIEB bezieht. In der
Positionsanzeige wird die Nullpunktverschiebung
verrechnet.
Bezugspunktsetzen in einer beliebigen Achse
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN
POSITION drcken
Tastsystem in die Nhe des Antastpunkts
positionieren
ber Softkey die Achse und die Antastrichtung
whlen, z. B. Antasten in Richtung Z-
Antasten: Taste NC-START drcken
Bezugspunkt: Sollkoordinate eingeben, mit
Softkey BEZUGSP. SETZEN bernehmen
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in eine Nullpunkttabelle
schreiben", Seite 625
Antastfunktion beenden: Softkey ENDE drcken
HEIDENHAIN bernimmt die Gewhrleistung fr
die Funktion der Tastsystemzyklen nur dann, wenn
HEIDENHAIN-Tastsysteme eingesetzt werden.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 639
15 Handbetrieb und Einrichten
15.10 Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem
Ecke als Bezugspunkt
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN P
drcken
Tastsystem in die Nhe des ersten Antastpunkts
auf der ersten Werkstckkante positionieren
Antastrichtung whlen: ber Softkey whlen
Antasten: Taste NC-START drcken
Tastsystem in die Nhe des zweiten Antastpunkts
auf der gleichen Kante positionieren
Antasten: Taste NC-START drcken
Tastsystem in die Nhe des ersten Antastpunkts
auf der zweiten Werkstckkante positionieren
Antastrichtung whlen: ber Softkey whlen
Antasten: Taste NC-START drcken
Tastsystem in die Nhe des zweiten Antastpunkts
auf der gleichen Kante positionieren
Antasten: Taste NC-START drcken
Bezugspunkt: Beide Koordinaten des
Bezugspunkts im Menfenster eingeben, mit
Softkey BEZUGSP. SETZEN bernehmen
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in die Preset-Tabelle schreiben",
Seite 626
Antastfunktion beenden: Softkey ENDE drcken
HEIDENHAIN bernimmt die Gewhrleistung fr
die Funktion der Tastsystemzyklen nur dann, wenn
HEIDENHAIN-Tastsysteme eingesetzt werden.
Sie knnen den Schnittpunkt zweier Geraden auch
ber Bohrungen oder Zapfen ermitteln und als
Bezugspunkt setzen.
Der Antastzyklus Ecke als Bezugspunkt ermittelt die Winkel und
den Schnittpunkt zweier Geraden. Neben dem Bezugspunktsetzen
knnen Sie mit dem Zyklus auch eine Grunddrehung aktivieren.
Hierzu bietet die TNC zwei Softkeys an, mit denen Sie entscheiden
knnen, die Gerade Sie hierfr verwenden mchten. Mit dem
Softkey ROT1 knnen Sie den Winkel, der ersten Gerade als
Grunddrehung aktivieren, mit dem Softkey ROT2 den Winkel der
zweiten Gerade.
Wenn Sie im Zyklus die Grunddrehung aktivieren mchten, mssen
Sie dies immer vor dem Bezugspunktsetzen ausfhren. Nachdem
Sie einen Bezugspunktsetzen, in eine Nullpunkt- oder Preset-
Tabelle schreiben, werden die Softkeys ROT 1 und ROT 2 nicht
mehr angezeigt.
640 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem 15.10
Kreismittelpunkt als Bezugspunkt
Mittelpunkte von Bohrungen, Kreistaschen, Vollzylindern, Zapfen,
kreisfrmigen Inseln usw. knnen Sie als Bezugspunkte setzen.
Innenkreis:
Die TNC tastet die Kreisinnenwand in alle vier
Koordinatenachsenrichtungen an.
Bei unterbrochenen Kreisen (Kreisbgen) knnen Sie die
Antastrichtung beliebig whlen.
Tastkugel ungefhr in die Kreismitte positionieren
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN CC
drcken
Softkey der gewnschten Antastrichtung whlen
Antasten: Taste NC-START drcken. Das
Tastsystem tastet die Kreisinnenwand in der
gewhlten Richtung. Diesen Vorgang wiederholen.
Nach dem dritten Antastvorgang knnen Sie den
Mittelpunkt berechnen lassen (empfohlen werden
vier Antastpunkte)
Antastvorgang beenden, in das Auswertungsmen
wechseln: Softkey AUSWERTEN drcken
Bezugspunkt: Im Menfenster beide Koordinaten
des Kreismittelpunkts eingeben, mit Softkey
BEZUGSP. SETZEN bernehmen, oder Werte in
eine Tabelle schreiben
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in eine Nullpunkttabelle
schreiben", Seite 625
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in die Preset-Tabelle schreiben",
Seite 626
Antastfunktion beenden: Softkey ENDE drcken
Die TNC kann Auen- oder Innenkreise bereits
mit drei Antastpunkten berechnen, z. B. bei
Kreissegmenten. Genauere Ergebnisse erhalten Sie,
wenn Sie Kreise mit vier Antastpunkten erfassen.
Wenn mglich, sollten Sie das Tastsystem immer
mglichst mittig vorpositionieren.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 641
15 Handbetrieb und Einrichten
15.10 Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem
Auenkreis:
Tastkugel in die Nhe des ersten Antastpunkts
auerhalb des Kreises positionieren
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN CC
drcken
Softkey der gewnschten Antastrichtung whlen
Antasten: Taste NC-START drcken. Das
Tastsystem tastet die Kreisinnenwand in der
gewhlten Richtung. Diesen Vorgang wiederholen.
Nach dem dritten Antastvorgang knnen Sie den
Mittelpunkt berechnen lassen (empfohlen werden
vier Antastpunkte)
Antastvorgang beenden, in das Auswertungsmen
wechseln: Softkey AUSWERTEN drcken
Bezugspunkt: Koordinaten des Bezugspunkts
eingeben, mit Softkey BEZUGSP. SETZEN
bernehmen, oder Werte in eine Tabelle
schreiben
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in eine Nullpunkttabelle
schreiben", Seite 625
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in die Preset-Tabelle schreiben",
Seite 626)
Antastfunktion beenden: Softkey ENDE drcken
Nach dem Antasten zeigt die TNC die aktuellen Koordinaten des
Kreismittelpunkts und den Kreisradius an.
642 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem 15.10
Bezugspunkt ber mehrere Bohrungen / Kreiszapfen setzen
Die manuelle Antastfunktion Musterkreisist Teil der Funktion
Kreisantasten. Einzelne Kreise knnen durch achsparallele
Antastvorgnge erfasst werden.
Auf der zweiten Softkey-Leiste befindet sich der Softkey
ANTASTEN CC (Musterkreis), mit dem Sie den Bezugspunkt
ber die Anordnung mehrerer Bohrungen oder Kreiszapfen
setzen knnen. Sie knnen den Schnittpunkt von drei oder mehr
anzutastenden Elementen als Bezugspunkt setzen.
Bezugspunkt im Schnittpunkt mehreren Bohrungen/
Kreiszapfen setzen:
Tastsystem vorpositionieren
Antastfunktion Musterkreis whlen
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN CC
drcken
Softkey ANTASTEN CC (Musterkreis) drcken
Kreiszapfen antasten
Kreiszapfen soll automatisch angetastet werden:
Softkey ZAPFEN drcken
Startwinkel eingeben oder per Softkey whlen
Antastfunktion starten: Taste NC-START drcken
Bohrung antasten
Bohrung soll automatisch angetastet werden:
Softkey BOHRUNG drcken
Startwinkel eingeben oder per Softkey whlen
Antastfunktion starten: Taste NC-START drcken
Vorgang fr die brigen Elemente wiederholen
Antastvorgang beenden, in das Auswertungsmen
wechseln: Softkey AUSWERTEN drcken
Bezugspunkt: Im Menfenster beide Koordinaten
des Kreismittelpunkts eingeben, mit Softkey
BEZUGSP. SETZEN bernehmen, oder Werte in
eine Tabelle schreiben
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in eine Nullpunkttabelle
schreiben", Seite 625
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in die Preset-Tabelle schreiben",
Seite 626
Antastfunktion beenden: Softkey ENDE drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 643
15 Handbetrieb und Einrichten
15.10 Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem
Mittelachse als Bezugspunkt
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN CL
drcken
Tastsystem in die Nhe des ersten Antastpunkts
positionieren
Antastrichtung ber Softkey whlen
Antasten: Taste NC-START drcken
Tastsystem in die Nhe des zweiten Antastpunkts
positionieren
Antasten: Taste NC-START drcken
Bezugspunkt: Koordinate des Bezugspunkts im
Menfenster eingeben, mit Softkey BEZUGSP.
SETZEN bernehmen, oder Wert in eine Tabelle
schreiben
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in eine Nullpunkttabelle
schreiben", Seite 625
Weitere Informationen: "Messwerte aus den
Tastsystemzyklen in die Preset-Tabelle schreiben",
Seite 626
Antastfunktion beenden: Softkey ENDE drcken
Nachdem Sie den zweiten Antastpunkt ermittelt
haben, knnen Sie im Auswertemen die Richtung
der Mittelachse ndern. ber die Softkeys knnen
Sie whlen, ob der Bezugspunkt oder Nullpunkt in
der Haupt-, Neben- oder Werkzeugachse gesetzt
wird. Wenn Sie die ermittelte Position in der Haupt-
und Nebenachse speichern mchten, dann kann das
erforderlich sein.
644 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem 15.10
Werkstcke vermessen mit 3D-Tastsystem
Sie knnen das Tastsystem in den Betriebsarten Manueller
Betrieb und El. Handrad auch verwenden, um einfache
Messungen am Werkstck durchzufhren. Fr komplexere
Messaufgaben stehen zahlreiche programmierbare Antastzyklen
zur Verfgung.
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Mit dem 3D-Tastsystem bestimmen Sie:
Positionskoordinaten und daraus
Mae und Winkel am Werkstck
Koordinate einer Position am ausgerichteten Werkstck
bestimmen
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN POS
drcken
Tastsystem in die Nhe des Antastpunkts
positionieren
Antastrichtung und gleichzeitig Achse whlen, auf
die die Koordinate sich beziehen: Entsprechenden
Softkey drcken
Antastvorgang starten: Taste NC-START drcken
Die TNC zeigt die Koordinate des Antastpunkts als Bezugspunkt an.
Koordinaten eines Eckpunkts in der Bearbeitungsebene
bestimmen
Koordinaten des Eckpunkts bestimmen.
Weitere Informationen: "Ecke als Bezugspunkt ", Seite 640
Die TNC zeigt die Koordinaten der angetasteten Ecke als
Bezugspunkt an.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 645
15 Handbetrieb und Einrichten
15.10 Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem
Werkstckmae bestimmen
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN POS
drcken
Tastsystem in die Nhe des ersten Antastpunkts A
positionieren
Antastrichtung ber Softkey whlen
Antasten: Taste NC-START drcken
Als Bezugspunkt angezeigten Wert notieren (nur,
wenn vorher gesetzter Bezugspunkt wirksam
bleibt)
Bezugspunkt: 0 eingeben
Dialog abbrechen: Taste END drcken
Antastfunktion erneut whlen: Softkey ANTASTEN
POS drcken
Tastsystem in die Nhe des zweiten Antastpunkts
B positionieren
Antastrichtung ber Softkey whlen: Gleiche
Achse, jedoch entgegengesetzte Richtung wie
beim Ersten antasten.
Antasten: Taste NC-START drcken
In der Anzeige Messwert steht der Abstand zwischen den beiden
Punkten auf der Koordinatenachse.
Positionsanzeige wieder auf Werte vor der Lngenmessung
setzen
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN POS drcken
Ersten Antastpunkt erneut antasten
Bezugspunkt auf notierten Wert setzen
Dialog abbrechen: Taste END drcken
Winkel messen
Mit einem 3D-Tastsystem knnen Sie einen Winkel in der
Bearbeitungsebene bestimmen. Gemessen wird der
Winkel zwischen der Winkelbezugsachse und einer
Werkstckkante oder der
Winkel zwischen zwei Kanten
Der gemessene Winkel wird als Wert von max. 90 angezeigt.
646 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bezugspunktsetzen mit 3D-Tastsystem 15.10
Winkel zwischen der Winkelbezugsachse und einer
Werkstckkante bestimmen
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN ROT
drcken
Drehwinkel: Angezeigten Drehwinkel notieren,
wenn Sie die zuvor durchgefhrte Grunddrehung
spter wiederherstellen mchten
Grunddrehung mit der zu vergleichenden Seite
durchfhren
Weitere Informationen: "Werkstck-Schieflage
mit 3D-Tastsystem kompensieren ", Seite 635
Mit Softkey ANTASTEN ROT den Winkel zwischen
Winkelbezugsachse und Werkstckkante als
Drehwinkel anzeigen lassen
Grunddrehung aufheben oder ursprngliche
Grunddrehung wiederherstellen
Drehwinkel auf notierten Wert setzen
Winkel zwischen zwei Werkstckkanten bestimmen
Antastfunktion whlen: Softkey ANTASTEN ROT
drcken
Drehwinkel: Angezeigten Drehwinkel notieren,
wenn Sie die zuvor durchgefhrte Grunddrehung
spter wiederherstellen mchten
Grunddrehung mit der zu vergleichenden Seite
durchfhren
Weitere Informationen: "Werkstck-Schieflage
mit 3D-Tastsystem kompensieren ", Seite 635
Zweite Seite ebenfalls wie bei einer Grunddrehung
antasten, Drehwinkel hier nicht auf 0 setzen
Mit Softkey ANTASTEN ROT Winkel PA zwischen
den Werkstckkanten als Drehwinkel anzeigen
lassen
Grunddrehung aufheben oder ursprngliche
Grunddrehung wiederherstellen: Drehwinkel auf
notierten Wert setzen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 647
15 Handbetrieb und Einrichten
15.11 Bearbeitungsebene schwenken (Option #8)
15.11 Bearbeitungsebene schwenken
(Option #8)
Anwendung, Arbeitsweise
Die Funktionen zum Schwenken der
Bearbeitungsebene werden vom
Maschinenhersteller an Steuerung und Maschine
angepasst. Bei bestimmten Schwenkkpfen oder
Schwenktischen legt der Maschinenhersteller
fest, ob die im Zyklus programmierten Winkel von
der Steuerung als Koordinaten der Drehachsen
oder als Winkelkomponenten einer schiefen
Ebene interpretiert werden. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
Die TNC untersttzt das Schwenken von Bearbeitungsebenen an
Werkzeugmaschinen mit Schwenkkpfen sowie Schwenktischen.
Typische Anwendungen sind z. B. schrge Bohrungen oder schrg
im Raum liegende Konturen. Die Bearbeitungsebene wird dabei
immer um den aktiven Nullpunkt geschwenkt. Wie gewohnt,
wird die Bearbeitung in einer Hauptebene (z. B. X/Y-Ebene)
programmiert, jedoch in der Ebene ausgefhrt, die zur Hauptebene
geschwenkt wurde.
Fr das Schwenken der Bearbeitungsebene stehen drei Funktionen
zur Verfgung:
Manuelles Schwenken mit dem Softkey 3D ROT in den
Betriebsarten Manueller Betrieb und El. Handrad
Weitere Informationen: "Manuelles Schwenken aktivieren",
Seite 651
Gesteuertes Schwenken, Zyklus 19 BEARBEITUNGSEBENE im
Bearbeitungsprogramm
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch
Zyklenprogrammierung
Gesteuertes Schwenken, PLANE-Funktion im
Bearbeitungsprogramm
Weitere Informationen: "Die PLANE-Funktion: Schwenken der
Bearbeitungsebene (Option #8)", Seite 493
Die TNC-Funktionen zum Schwenken der Bearbeitungsebene sind
Koordinatentransformationen. Dabei steht die Bearbeitungsebene
immer senkrecht zur Richtung der Werkzeugachse.
648 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bearbeitungsebene schwenken (Option #8) 15.11
Grundstzlich unterscheidet die TNC beim Schwenken der
Bearbeitungsebene zwei Maschinentypen:
Maschine mit Schwenktisch
Sie mssen das Werkstck durch entsprechende
Positionierung des Schwenktisches, z. B. mit einem L-Satz,
in die gewnschte Bearbeitungslage bringen
Die Lage der transformierten Werkzeugachse ndert sich
nicht im Bezug auf das Maschinen-Koordinatensystem.
Wenn Sie Ihren Tisch also das Werkstck z. B. um
90 drehen, dreht sich das Koordinatensystem nicht
mit. Wenn Sie in der Betriebsart Manueller Betrieb die
Achsrichtungstaste Z+ drcken, verfhrt das Werkzeug in die
Richtung Z+
Die TNC bercksichtigt fr die Berechnung des aktiven
Koordinatensystems lediglich mechanisch bedingte
Verstze des jeweiligen Schwenktisches sogenannte
translatorische Anteile
Maschine mit Schwenkkopf
Sie mssen das Werkzeug durch entsprechende
Positionierung des Schwenkkopfs, z. B. mit einem L-Satz, in
die gewnschte Bearbeitungslage bringen
Die Lage der geschwenkten (transformierten)
Werkzeugachse ndert sich im Bezug auf das Maschinen-
Koordinatensystem: Drehen Sie den Schwenkkopf Ihrer
Maschine also das Werkzeug z. B. in der B-Achse um
+90, dreht sich das Koordinatensystem mit. Wenn Sie in
der Betriebsart Manueller Betrieb die Achsrichtungstaste
Z+ drcken, verfhrt das Werkzeug in die Richtung X+ des
Machinen-Koordinatensystems
Die TNC bercksichtigt fr die Berechnung des aktiven
Koordinatensystems mechanisch bedingte Verstze des
Schwenkkopfs (translatorische Anteile) und Verstze,
die durch das Schwenken des Werkzeugs entstehen (3D-
Werkzeuglngenkorrektur)
Die TNC untersttzt das Schwenken der
Bearbeitungsebene nur mit Spindelachse Z.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 649
15 Handbetrieb und Einrichten
15.11 Bearbeitungsebene schwenken (Option #8)
Referenzpunkte anfahren bei geschwenkten Achsen
Die TNC aktiviert automatisch die geschwenkte
Bearbeitungsebene, wenn diese Funktion beim Ausschalten
der Steuerung aktiv war. Dann verfhrt die TNC die Achsen
beim Drcken einer Achsrichtungstaste im geschwenkten
Koordinatensystem. Positionieren Sie das Werkzeug so, dass
beim spteren berfahren der Referenzpunkte keine Kollision
entstehen kann. Zum berfahren der Referenzpunkte mssen Sie
die Funktion Bearbeitungsebene schwenken deaktivieren.
Weitere Informationen: "Manuelles Schwenken aktivieren",
Seite 651
Achtung Kollisionsgefahr!
Beachten Sie, dass die Funktion Bearbeitungsebene
schwenken in der Betriebsart MANUELLER
BETRIEB aktiv ist und die im Men eingetragenen
Winkelwerte mit den tatschlichen Winkeln der
Schwenkachse bereinstimmen.
Deaktivieren Sie die Funktion Bearbeitungsebene
schwenken vor dem berfahren der
Referenzpunkte. Achten Sie darauf, dass keine
Kollision entsteht. Fahren Sie das Werkzeug ggf.
vorher frei.
Positionsanzeige im geschwenkten System
Die im Statusfeld angezeigten Positionen (SOLL und IST) beziehen
sich auf das geschwenkte Koordinatensystem.
Einschrnkungen beim Schwenken der
Bearbeitungsebene
Die Funktion Istwertbernahme ist nicht erlaubt, wenn die
Funktion Bearbeitungsebene schwenken aktiviert ist
PLC-Positionierungen (vom Maschinenhersteller festgelegt) sind
nicht erlaubt
650 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bearbeitungsebene schwenken (Option #8) 15.11
Manuelles Schwenken aktivieren
Manuelles Schwenken whlen: Softkey 3D ROT
drcken
Cursor per Pfeiltaste auf Menpunkt Manueller
Betrieb positionieren
Manuelles Schwenken aktivieren: Softkey AKTIV
drcken
Cursor per Pfeiltaste auf gewnschte Drehachse
positionieren
Schwenkwinkel eingeben
Eingabe beenden: Taste END drcken
Wenn die Funktion Bearbeitungsebene schwenken aktiv ist und
die TNC die Maschinenachsen entsprechend der geschwenkten
Achsen verfhrt, blendet die Statusanzeige das Symbol ein.
Wenn Sie die Funktion Bearbeitungsebene schwenken fr
die Betriebsart Programmlauf auf Aktiv setzen, dann gilt der
im Men eingetragene Schwenkwinkel ab dem ersten Satz
des abzuarbeitenden Bearbeitungsprogramms. Wenn Sie im
Bearbeitungsprogramm den Zyklus 19 BEARBEITUNGSEBENE
oder die PLANE-Funktion verwenden, sind die dort definierten
Winkelwerte wirksam. Im Men eingetragene Winkelwerte werden
mit den aufgerufenen Werten berschrieben.
Die Steuerung verwendet folgende
Transformationsarten beim Schwenken:
COORD ROT
wenn zuvor eine PLANE-Funktion mit COORD
ROT abgearbeitet wurde
nach PLANE RESET
bei entsprechender Konfiguration
des Maschinenparameters
CfgRotWorkPlane(Nr. 201200) durch den
Maschinenhersteller
nach dem Starten der Steuerung
nach dem Umschalten der Kinematik
nach dem Abarbeiten des Zyklus 19
BEARBEITUNGSEBENE
TABLE ROT
wenn zuvor eine PLANE-Funktion mit TABLE
ROT abgearbeitet wurde
bei entsprechender Konfiguration
des Maschinenparameters
CfgRotWorkPlane(Nr. 201200) durch den
Maschinenhersteller
nach dem Starten der Steuerung
nach dem Umschalten der Kinematik
nach dem Abarbeiten des Zyklus 19
BEARBEITUNGSEBENE
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 651
15 Handbetrieb und Einrichten
15.11 Bearbeitungsebene schwenken (Option #8)
Manuelles Schwenken deaktivieren
Zum Deaktivieren setzen Sie im Men Bearbeitungsebene
schwenken die gewnschten Betriebsarten auf Inaktiv.
Auch wenn der 3D-ROT-Dialog in der Betriebsart Manueller
Betrieb auf Aktiv steht, funktioniert das Zurcksetzen der
Schwenkung (PLANE RESET) bei einer aktiven Basistransformation
korrekt.
652 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Bearbeitungsebene schwenken (Option #8) 15.11
Werkzeugachsrichtung als aktive
Bearbeitungsrichtung setzen
Diese Funktion muss vom Maschinenhersteller
freigeschaltet werden. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch!
Mit dieser Funktion knnen Sie in den Betriebsarten Manueller
Betrieb und El. Handrad das Werkzeug per Achsrichtungstasten
oder mit dem Handrad in die Richtung verfahren, in der die
Werkzeugachse momentan zeigt. Diese Funktion bentzen, wenn
Sie das Werkzeug whrend einer Programmunterbrechung in
einem 5-Achsprogramm in Werkzeugachsrichtung freifahren
wollen
Sie mit dem Handrad oder den Achsrichtungstasten im
Manuellen Betrieb eine Bearbeitung mit angestelltem Werkzeug
durchfhren wollen
Manuelles Schwenken whlen: Softkey 3D ROT
drcken
Cursor per Pfeiltaste auf den Menpunkt
Manueller Betrieb positionieren
Aktive Werkzeugachsrichtung als aktive
Bearbeitungsrichtung aktivieren: Softkey WZ-
ACHSE drcken
Eingabe beenden: Taste END drcken
Zum Deaktivieren setzen Sie im Men Bearbeitungsebene
schwenken den Menpunkt Manueller Betrieb auf inaktiv.
Wenn die Funktion Verfahren in Werkzeugachsrichtung aktiv ist,
blendet die Statusanzeige das Symbol ein.
Diese Funktion steht auch dann zur Verfgung, wenn
Sie den Programmlauf unterbrechen und die Achsen
manuell verfahren wollen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 653
15 Handbetrieb und Einrichten
15.11 Bearbeitungsebene schwenken (Option #8)
Bezugspunktsetzen im geschwenkten System
Nachdem Sie die Drehachsen positioniert haben, setzen Sie den
Bezugspunkt wie im ungeschwenkten System. Das Verhalten
der TNC beim Bezugspunktsetzen ist dabei abhngig von der
Einstellung des Maschinenparameters chkTiltingAxes (Nr. 204601):
chkTiltingAxes: On Die TNC prft bei aktiver geschwenkter
Bearbeitungsebene, ob beim Setzen des Bezugspunkts in den
Achsen X, Y und Z die aktuellen Koordinaten der Drehachsen
mit den von Ihnen definierten Schwenkwinkeln (3D-ROT-
Men) bereinstimmen. Ist die Funktion Bearbeitungsebene
schwenken inaktiv, dann prft die TNC, ob die Drehachsen
auf 0 stehen (Istpositionen). Wenn die Positionen nicht
bereinstimmen, dann gibt die TNC eine Fehlermeldung aus.
chkTiltingAxes: Off Die TNC prft nicht, ob die aktuellen
Koordinaten der Drehachsen (Istpositionen) mit den von Ihnen
definierten Schwenkwinkeln bereinstimmen.
Achtung Kollisionsgefahr!
Bezugspunkt grundstzlich immer in allen drei
Hauptachsen setzen.
654 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation VSC (Option 15.12
#136)
15.12 Kamerabasierte berprfung der
Aufspannsituation VSC (Option #136)
Grundlagen
Anwendung
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Diese Funktion muss vom Maschinenhersteller
freigegeben und angepasst werden.
Die kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation (Option
#136 Visual Setup Control) kann die aktuelle Aufspannsituation
vor und whrend der Bearbeitung berwachen und mit einem
sicheren Sollzustand vergleichen. Nach dem Einrichten stehen
Ihnen einfache Zyklen fr die automatische berwachung zur
Verfgung.
Es werden ber ein Kamerasystem Referenzbilder vom aktuellen
Arbeitsraum aufgenommen. Mit den Zyklen 600 ARBEITSRAUM
GLOBAL oder 601 ARBEITSRAUM LOKAL erzeugt die TNC ein Bild
des Arbeitsraums und vergleicht das Bild mit vorher angefertigten
Referenzbildern. Diese Zyklen knnen auf Unstimmigkeiten im
Arbeitsraum aufmerksam machen. Der Bediener entscheidet,
ob das NC-Programm bei einem Fehler abgebrochen oder
weitergefhrt wird.
Der Einsatz von VSC bietet folgende Vorteile:
Die Steuerung kann Elemente (z. B. Werkzeuge oder
Spannmittel usw.) erkennen, die sich nach dem Programmstart
im Arbeitsraum befinden
Wenn Sie ein Werkstck immer an der gleichen Position
einspannen mchten (z. B. Bohrung rechts oben) kann die
Steuerung die Spannsituation prfen
Sie knnen zu Dokumentationszwecken ein Bild vom aktuellen
Arbeitsraum erzeugen (z. B. von einer Aufspannsituation, die
selten bentigt wird)
Weitere Informationen: Benutzerhandbuch Zyklenprogrammierung
Voraussetzungen
Neben der Option #136 ist fr die Funktionen von VSC ein
Kamerasystem von HEIDENHAIN notwendig.
Sie mssen eine ausreichende Anzahl an Referenzbildern
erzeugen, damit die Steuerung die Situation sicher vergleichen
kann.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 655
15 Handbetrieb und Einrichten
15.12 Kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation VSC (Option
#136)
Begriffe
Im Zusammenhang mit VSC werden folgende Begriffe verwendet:
Begriff Erklrung
Referenzbild Ein Referenzbild zeigt eine Situation im
Arbeitsraum, die Sie als ungefhrlich
betrachten. Erzeugen Sie daher nur von
sicheren, ungefhrlichen Situationen
Referenzbilder.
Mittelwertbild Die Steuerung erzeugt ein
Mittelwertbild, dabei bercksichtigt
sie alle Referenzbilder. Neue Bilder
vergleicht die Steuerung bei der
Auswertung mit dem Mittelwertbild.
Fehlerbild Wenn Sie ein Bild aufnehmen, auf dem
eine schlechte Situation dargestellt ist
(wie z. B. Werkstck falsch eingespannt),
knnen Sie ein sog. Fehlerbild erzeugen.
Es ist nicht sinnvoll, ein Fehlerbild
gleichzeitig als Referenzbild zu
markieren.
berwachungsbereich Definiert einen Bereich, den Sie mit
der Maus aufziehen. Die Steuerung
bercksichtigt bei der Auswertung
von neuen Bildern ausschlielich
diesen Bereich. Bildteile auerhalb
des berwachungsbereichs
haben keine Auswirkung auf
das berwachungsergebnis.
Es knnen auch mehrere
berwachungsbereiche definiert
werden. berwachungsbereiche sind
nicht mit Bildern verknpft.
Fehler Bereich auf einem Bild, der eine
Abweichung vom gewnschten Zustand
enthlt. Fehler beziehen sich immer
auf das Bild, zu dem sie gespeichert
wurden (Fehlerbild) oder auf das zuletzt
ausgewertete Bild.
berwachungsphase In der berwachungsphase werden
keine Referenzbilder mehr erzeugt. Sie
knnen den Zyklus zum automatischen
berwachen Ihres Arbeitsraums
verwenden. In dieser Phase gibt die
Steuerung nur dann eine Meldung
aus, wenn sie beim Bildabgleich eine
Abweichung feststellt.
656 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation VSC (Option 15.12
#136)
bersicht
In der Betriebsart Manueller Betrieb bietet die Steuerung folgende
Mglichkeiten:
Softkey Funktion
Hauptmen von VSC ffnen
Aktuelle Kamerasicht zeigen
Live-Bild erzeugen
Dateiverwaltung von VSC ffnen
Die Steuerung zeigt die von Zyklus 600 und Zyklus
601 gespeicherten Daten.
Kameradeckel ffnen
Kameradeckel schlieen
Live-Bild erzeugen
Sie knnen sich in der Betriebsart Manueller Betrieb die aktuelle
Kamerasicht als Live-Bild anzeigen lassen und speichern.
Die Steuerung verwendet das hier aufgenommene Bild nicht zur
automatischen berprfung der Aufspannsituation. Bilder, die
Sie in diesem Men erzeugen, knnen zur Dokumentation oder
Nachvollziehbarkeit dienen. Dabei knnen Sie z. B. die aktuelle
Aufspannsituation aufnehmen. Das erzeugte Bild speichert
die Steuerung als .png-Datei unter TNC:\system\visontool
\live_view ab. Der Name der abgelegten Bilder setzt sich aus dem
Aufnahmedatum und der Aufnahmeuhrzeit zusammen.
Vorgehensweise
Um das Live-Bild der Kamera zu speichern, gehen Sie wie folgt vor:
Softkey KAMERA drcken
Softkey LIVE BILD drcken: Die TNC zeigt Ihnen
die aktuelle Kamerasicht
Softkey BILD SPEICHERN drcken: Live-Bild der
aktuellen Kamerasicht erzeugen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 657
15 Handbetrieb und Einrichten
15.12 Kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation VSC (Option
#136)
Mglichkeiten im Modus Live-Bild
Die Steuerung bietet folgende Mglichkeiten:
Softkey Funktion
Helligkeit der Kamera erhhen
Die hier vorgenommenen Einstellungen sind nur
im Modus Live-Bild wirksam. Sie haben keinen
Einfluss auf die Aufnahmen im Automatikbetrieb.
Helligkeit der Kamera verringern
Die hier vorgenommenen Einstellungen sind nur
im Modus Live-Bild wirksam. Sie haben keinen
Einfluss auf die Aufnahmen im Automatikbetrieb.
Sichtfeld der Kamera konfigurieren
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Diese Einstellungen sind nur mit Eingabe einer
Schlsselzahl mglich.
Auf den vorherigen Bildschirm zurckkehren
658 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation VSC (Option 15.12
#136)
berwachungsdaten verwalten
In der Betriebsart Manueller Betrieb verwalten Sie die Bilder der
Zyklen 600 und 601.
Um die berwachungsdaten zu verwalten, gehen Sie wie folgt vor:
Softkey KAMERA drcken
Softkey [Link] VERWALTUNG
drcken: Die Steuerung zeigt eine Liste der
berwachten NC-Programme
Softkey FFNEN drcken: Die Steuerung zeigt eine
Liste der berwachungspunkte
Gewnschte Daten bearbeiten
Daten whlen
Mit der Maus knnen Sie die Schaltflchen whlen. Diese
Schaltflchen dienen der leichteren Suche und der bersichtlichen
Darstellung.
Alle Bilder: Alle Bilder dieser berwachungsdatei anzeigen
Referenzbilder: Nur Referenzbilder anzeigen
Bilder mit Fehler: Alle Bilder anzeigen, in denen Sie einen
Fehler markiert haben
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 659
15 Handbetrieb und Einrichten
15.12 Kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation VSC (Option
#136)
Mglichkeiten der berwachungsdatenverwaltung
Softkey Funktion
Angewhltes Bild als Referenzbild kennzeichnen
Bitte beachten: Ein Referenzbild zeigt eine
Situation im Arbeitsraum, die Sie als ungefhrlich
betrachten.
Alle Referenzbilder werden bei der Auswertung
bercksichtigt. Wenn Sie ein Bild als Referenzbild
hinzufgen oder entfernen, hat das Auswirkungen
auf das Ergebnis der Bildauswertung.
Aktuell angewhltes Bild lschen
Automatische Bildauswertung durchfhren
Die Steuerung fhrt die Bildauswertung
abhngig von den Referenzbildern und den
berwachungsbereichen durch.
berwachungsbereich verndern oder Fehler
markieren
Weitere Informationen: "Konfiguration",
Seite 661
Auf den vorherigen Bildschirm zurckkehren
Wenn Sie die Konfiguration gendert haben, fhrt
die Steuerung eine Bildauswertung durch.
660 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
15
Kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation VSC (Option 15.12
#136)
Konfiguration
Sie haben die Mglichkeit, ihre Einstellungen bezglich
berwachungsbereich und Fehlern jederzeit zu verndern. Durch
das Drcken des Softkeys KONFIGURIEREN schaltet die Softkey-
Leiste um und Sie knnen Ihre Einstellungen verndern.
Softkey Funktion
Einstellungen des berwachungsbereichs und der
Empfindlichkeit verndern
Wenn Sie in diesem Men eine Vernderung
vornehmen, kann sich das Ergebnis der
Bildauswertung verndern.
Neuen berwachungsbereich zeichnen
Wenn Sie einen neuen berwachungsbereich
hinzufgen oder die bereits festgelegten
berwachungsbereiche ndern oder lschen,
hat das Auswirkungen auf die Bildauswertung.
Fr alle Referenzbilder gilt der gleiche
berwachungsbereich.
Neuen Fehler zeichnen
Die Steuerung prft, ob bzw. wie sich die neuen
Einstellungen auf dieses Bild auswirken
Die Steuerung prft, ob bzw. wie sich die neuen
Einstellungen auf alle Bilder auswirken
Die Steuerung zeigt alle gezeichneten
berwachungsbereiche
Die Steuerung vergleicht das aktuelle Bild mit dem
Mittelwertbild
Aktuelles Bild abspeichern und auf den vorherigen
Bildschirm zurckkehren
Wenn Sie die Konfiguration gendert haben, fhrt
die Steuerung eine Bildauswertung durch.
nderungen verwerfen und auf den vorherigen
Bildschirm zurckkehren
Zustzlich knnen Sie mit den Schaltflchen das Bild zoomen und
den gezoomten Bildausschnitt mit der Maus oder den Pfeiltasten
verschieben.
berwachungsbereich oder Fehlerbereich zeichnen
Gehen Sie wie folgt vor:
Gewnschten Softkey drcken, z. B. BEREICH ZEICHNEN
Auf das Bild klicken und Bereich mit der Maus aufziehen
Die Steuerung zeigt den angeklickten Bereich mit einem
Rahmen.
Bereich ggf. mit gedrckter Maustaste verschieben
Mit einem Doppelklick knnen Sie den gezeichneten Bereich
fixieren und so gegen versehentliches Verschieben schtzen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 661
15 Handbetrieb und Einrichten
15.12 Kamerabasierte berprfung der Aufspannsituation VSC (Option
#136)
Gezeichnete Bereiche lschen
Wenn Sie mehrere berwachungsbereiche oder Fehlerbereiche
gezeichnet haben, knnen Sie diese Bereiche einzeln wieder
lschen.
Gehen Sie wie folgt vor:
Auf den Bereich klicken, den Sie lschen wollen
Die Steuerung zeigt den angeklickten Bereich mit einem
Rahmen.
Schaltflche Lschen drcken
Ergebnis der Bildauswertung
Das Ergebnis der Bildauswertung ist abhngig vom
berwachungsbereich und von den Referenzbildern. Beim
Auswerten aller Bilder wird jedes Bild mit der aktuellen
Konfiguration ausgewertet und das Ergebnis mit den zuletzt
gespeicherten Daten verglichen.
Wenn Sie den berwachungsbereich verndern oder
Referenzbilder hinzufgen oder lschen, werden ggf. Bilder mit
folgendem Symbol gekennzeichnet:
Dreieck: Sie haben die berwachungsdaten verndert, z. B.
ein Bild mit Fehlern als Referenzbild gekennzeichnet oder einen
berwachungsbereich gelscht. Die berwachung ist dadurch
unempfindlicher geworden.
Das hat Auswirkungen auf Ihre Referenzbilder und auf das
Mittelwertbild. Durch Ihre Konfigurationsnderung kann die
Steuerung Fehler nicht mehr feststellen, die zuvor zu diesem
Bild gespeichert wurden! Wenn Sie fortfahren mchten,
besttigen Sie die verringerte Empfindlichkeit der berwachung
und die neuen Einstellungen werden bernommen.
Voller Kreis: Sie haben die berwachungsdaten verndert, die
berwachung ist empfindlicher geworden.
Leerer Kreis: Keine Fehlermeldung: Alle im Bild gespeicherten
Abweichungen wurden erkannt, die berwachung erkennt keine
Widersprche.
662 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
16
Positionieren mit
Handeingabe
16 Positionieren mit Handeingabe
16.1 Einfache Bearbeitungen programmieren und abarbeiten
16.1 Einfache Bearbeitungen
programmieren und abarbeiten
Fr einfache Bearbeitungen oder zum Vorpositionieren
des Werkzeugs eignet sich die Betriebsart Positionieren
mit Handeingabe. Hier knnen Sie, abhngig vom
Maschinenparameter programInputMode (Nr. 101201), ein kurzes
Programm im HEIDENHAIN-Klartext oder nach DIN/ISO eingeben
und direkt ausfhren lassen. Das Programm wird in der Datei $MDI
gespeichert.
Folgende Funktionen knnen Sie u. a. verwenden:
Zyklen
Radiuskorrekturen
Programmteilwiederholungen
Q-Parameter
In der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe lsst sich die
zustzliche Statusanzeige aktivieren.
Achtung Kollisionsgefahr!
Die Steuerung verliert modal wirkende
Programminformationen und dadurch den sog.
Kontextbezug, nach folgenden Handlungen:
Cursor-Bewegung auf einen anderen NC-Satz
Sprunganweisung GOTO auf einen anderen NC-
Satz
Editieren eines NC-Satzes
ndern von Q-Parameterwerten mithilfe des
Softkeys Q INFO
Betriebsartenwechsel
Der Verlust des Kontextbezugs fhrt u. U. zu
unerwnschten Werkzeugpositionen!
664 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
16
Einfache Bearbeitungen programmieren und abarbeiten 16.1
Positionieren mit Handeingabe anwenden
Betriebsart Positionieren mit Handeingabe
whlen
Gewnschte zur Verfgung stehende Funktion
programmieren
Taste NC-START drcken
Die Steuerung arbeitet den hervorgehobenen NC-
Satz ab.
Weitere Informationen: "Einfache Bearbeitungen
programmieren und abarbeiten", Seite 664
Einschrnkung
Folgende Funktionen stehen in der Betriebsart
Positionieren mit Handeingabe nicht zur Verfgung:
Freie Konturprogrammierung FK
Programmaufruf
PGM CALL
SEL PGM
CALL SELECTED PGM
Programmiergrafik
Programmlaufgrafik
Mithilfe der Softkeys BLOCK MARKIEREN,
BLOCK AUSSCHNEIDEN usw. knnen Sie auch
Programmteile aus anderen NC-Programmen
komfortabel und schnell wiederverwenden.
Weitere Informationen: "Programmteile markieren,
kopieren, ausschneiden und einfgen", Seite 145
Mithilfe der Softkeys Q PARAMETER LISTE und Q
INFO knnen Sie Q-Parameter kontrollieren und
ndern.
Weitere Informationen: "Q-Parameter kontrollieren
und ndern", Seite 352
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 665
16 Positionieren mit Handeingabe
16.1 Einfache Bearbeitungen programmieren und abarbeiten
Beispiel 1
Ein einzelnes Werkstck soll mit einer 20 mm tiefen Bohrung
versehen werden. Nach dem Aufspannen des Werkstcks, dem
Ausrichten und Bezugspunktsetzen lsst sich die Bohrung mit
wenigen Programmzeilen programmieren und ausfhren.
Zuerst wird das Werkzeug mit den Geradenstzen ber dem
Werkstck vorpositioniert und auf einen Sicherheitsabstand von
5 mm ber dem Bohrloch positioniert. Danach wird die Bohrung mit
dem Zyklus 200 BOHREN ausgefhrt.
0 BEGIN PGM $MDI MM
1 TOOL CALL 1 Z S2000 Werkzeug aufrufen: Werkzeugachse Z,
Spindeldrehzahl 2000 U/min
2 L Z+200 R0 FMAX Werkzeug freifahren (F MAX = Eilgang)
3 L X+50 Y+50 R0 FMAX M3 Werkzeug mit F MAX ber Bohrloch positionieren, Spindel
ein
4 CYCL DEF 200 BOHREN Zyklus BOHREN definieren
Q200=5 ;SICHERHEITS-ABST. Sicherheitsabstand des Wkz ber Bohrloch
Q201=-15 ;TIEFE Tiefe des Bohrlochs (Vorzeichen=Arbeitsrichtung)
Q206=250 ;VORSCHUB TIEFENZ. Bohrvorschub
Q202=5 ;ZUSTELL-TIEFE Tiefe der jeweiligen Zustellung vor dem Rckzug
Q210=0 ;VERWEILZEIT OBEN Verweilzeit nach jedem Freifahren in Sekunden
Q203=-10 ;KOOR. OBERFLAECHE Koordinate der Werkstck-Oberflche
Q204=20 ;2. SICHERHEITS-ABST. Sicherheitsabstand des Wkz ber Bohrloch
Q211=0.2 ;VERWEILZEIT UNTEN Verweilzeit am Bohrungsgrund in Sekunden
Q395=0 ;BEZUG TIEFE Tiefe bezogen auf Werkzeugspitze oder den zylindrischen
Teil des Werkzeugs
5 CYCL CALL Zyklus BOHREN aufrufen
6 L Z+200 R0 FMAX M2 Werkzeug freifahren
7 END PGM $MDI MM Programm-Ende
Geradenfunktion:
Weitere Informationen: "Gerade L", Seite 267
666 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
16
Einfache Bearbeitungen programmieren und abarbeiten 16.1
Programme aus $MDI sichern
Die Datei $MDI wird fr kurze und vorbergehend bentigte
Programme verwendet. Wenn ein Programm trotzdem gespeichert
werden soll, dann gehen Sie wie folgt vor:
Betriebsart: Taste Programmieren drcken
Dateiverwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Datei $MDI markieren
Datei kopieren: Softkey KOPIEREN drcken
ZIEL-DATEI =
Geben Sie einen Namen ein, unter dem der aktuelle Inhalt der
Datei $MDI gespeichert werden soll, z. B. BOHRUNG
Softkey OK drcken
Dateiverwaltung verlassen: Softkey ENDE drcken
Weitere Informationen: "Einzelne Datei kopieren", Seite 156
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 667
17Programm-Test
und Programmlauf
17 Programm-Test und Programmlauf
17.1 Grafiken
17.1 Grafiken
Anwendung
In den Betriebsarten Programmlauf Einzelsatz und Programmlauf
Satzfolge und der Betriebsart Programm-Test simuliert die TNC
eine Bearbeitung grafisch.
Die TNC bietet folgende Ansichten:
Draufsicht
Darstellung in 3 Ebenen
3D-Darstellung
In der Betriebsart Programm-Test steht Ihnen
auerdem die 3D-Liniengrafik zur Verfgung.
Die TNC-Grafik entspricht der Darstellung eines definierten
Werkstcks, das mit einem zylinderfrmigen Werkzeug bearbeitet
wird.
Bei aktiver Werkzeugtabelle bercksichtigt die TNC zustzlich die
Eintrge in den Spalten LCUTS, T-ANGLE und R2.
Bei der Grafik-Einstellung Modelltyp 3D sehen Sie im Drehbetrieb
auch die Schneidplatten der Drehwerkzeuge aus [Link].
Die TNC zeigt keine Grafik, wenn
das aktuelle Programm keine gltige Rohteildefinition enthlt
kein Programm angewhlt ist
bei Rohteildefinition mithilfe eines Unterprogramms der BLK-
FORM-Satz noch nicht abgearbeitet wurde
Programme mit fnfachsiger oder geschwenkter
Bearbeitung knnen die Geschwindigkeit der
Simulation verringern. Mit dem MOD-Men Grafik-
Einstellungen knnen Sie die Modellqualitt
verringern und so die Geschwindigkeit der Simulation
erhhen.
670 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Grafiken 17.1
Geschwindigkeit des Programm-Tests einstellen
Die zuletzt eingestellte Geschwindigkeit bleibt
bis zu einer Stromunterbrechung aktiv. Nach dem
Einschalten der Steuerung ist die Geschwindigkeit
auf MAX gesetzt.
Nachdem Sie ein Programm gestartet haben, zeigt die TNC
folgende Softkeys, mit der Sie die Simulationsgeschwindigkeit
einstellen knnen:
Softkey Funktionen
Programm mit der Geschwindigkeit testen, mit
der es auch abgearbeitet wird (programmierte
Vorschbe werden bercksichtigt)
Simulationsgeschwindigkeit schrittweise
erhhen
Simulationsgeschwindigkeit schrittweise
verkleinern
Programm mit maximal mglicher
Geschwindigkeit testen (Grundeinstellung)
Sie knnen die Simulationsgeschwindigkeit auch einstellen, bevor
Sie ein Programm starten:
Funktionen zur Einstellung der
Simulationsgeschwindigkeit whlen
Gewnschte Funktion per Softkey whlen, z. B.
Simulationsgeschwindigkeit schrittweise erhhen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 671
17 Programm-Test und Programmlauf
17.1 Grafiken
bersicht: Ansichten
In den Betriebsarten Programmlauf Einzelsatz und Programmlauf
Satzfolge und in der Betriebsart Programm-Test zeigt die TNC
folgende Softkeys:
Softkey Ansicht
Draufsicht
Darstellung in 3 Ebenen
3D-Darstellung
Die Lage der Softkeys ist von der gewhlten
Betriebsart abhngig.
Die Betriebsart Programm-Test bietet zustzlich folgende
Ansichten:
Softkey Ansicht
Volumenansicht
Volumenansicht und Werkzeugwege
Werkzeugwege
Einschrnkung whrend des Programmlaufs
Das Resultat der Simulation kann fehlerhaft sein,
wenn der Rechner der TNC durch komplizierte
Bearbeitungsaufgaben ausgelastet ist.
672 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Grafiken 17.1
3D-Darstellung
Mit der hochauflsenden 3D-Darstellung knnen Sie die Oberflche
des bearbeiteten Werkstcks detailliert darstellen. Die TNC erzeugt
durch eine simulierte Lichtquelle realistische Verhltnisse von Licht
und Schatten.
3D-Darstellung whlen:
Softkey 3D-Darstellung drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 673
17 Programm-Test und Programmlauf
17.1 Grafiken
3D-Darstellung drehen, zoomen und verschieben
Funktionen zum Drehen und Zoomen whlen: Die
TNC zeigt folgende Softkeys
Softkeys Funktion
Darstellung in 5-Schritten vertikal drehen
Darstellung in 5-Schritten horizontal kippen
Darstellung schrittweise vergrern
Darstellung schrittweise verkleinern
Darstellung auf ursprngliche Gre und
Winkel zurcksetzen
Softkey-Leiste weiterschalten
Softkeys Funktion
Darstellung nach oben und unten
verschieben
Darstellung nach links und rechts
verschieben
Darstellung auf ursprngliche Position und
Winkel zurcksetzen
Sie knnen die Darstellung der Grafik auch mit der Maus
verndern. Folgende Funktionen stehen zur Verfgung:
Um das dargestellte Modell dreidimensional zu drehen: Rechte
Maustaste gedrckt halten und Maus bewegen. Wenn Sie
gleichzeitig die Shift-Taste drcken, knnen Sie das Modell nur
horizontal oder vertikal drehen
Um das dargestellte Modell zu verschieben: Mittlere Maustaste
oder Mausrad gedrckt halten und Maus bewegen. Wenn Sie
gleichzeitig die Shift-Taste drcken, knnen Sie das Modell nur
horizontal oder vertikal verschieben
Um einen bestimmten Bereich zu vergrern: Mit gedrckter
linker Maustaste den Bereich whlen. Nachdem Sie die linke
Maustaste loslassen, vergrert die TNC die Ansicht
Um einen beliebigen Bereich schnell zu vergrern oder zu
verkleinern: Mausrad nach vorne oder nach hinten drehen
Um zur Standardansicht zurckzukehren: Shift-Taste drcken
und gleichzeitig rechte Maustaste doppelklicken. Wenn Sie nur
die rechte Maustaste doppelklicken, bleibt der Rotationswinkel
erhalten
674 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Grafiken 17.1
3D-Darstellung in der Betriebsart Programmtest
Die Betriebsart Programm-Test bietet zustzlich folgende
Ansichten:
Softkeys Funktion
Volumenansicht
Volumenansicht und Werkzeugwege
Werkzeugwege
Die Betriebsart Programm-Test bietet zustzlich folgende
Funktionen:
Softkeys Funktion
Rohteilrahmen einblenden
Werkstckkanten im 3D Modell hervorheben
Werkstck transparent anzeigen
Endpunkte der Werkzeugwege anzeigen
Satznummern der Werkzeugwege anzeigen
Werkstck farbig anzeigen
Volumenmodell zurcksetzen
Werkzeugwege zurcksetzen
Eilgangbewegungen anzeigen
Messen aktivieren
Wenn das Messen aktiviert ist, zeigt die
Steuerung die entsprechenden Koordinaten
angenhert an, wenn Sie den Mauszeiger auf
der 3D-Grafik des Werkstcks positionieren.
Beachten Sie, dass der Umfang der Funktionen
von der eingestellten Modellqualitt abhngt. Die
Modellqualitt whlen Sie in der MOD-Funktion
Grafik-Einstellungen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 675
17 Programm-Test und Programmlauf
17.1 Grafiken
Mit dem Anzeigen der Werkzeugwege knnen
Sie die programmierten Verfahrwege der TNC
dreidimensional darstellen lassen. Um die
Details schnell erkennen zu knnen, steht eine
leistungsfhige Zoomfunktion zur Verfgung.
Die extern erstellten Programme knnen Sie
durch das Anzeigen der Werkzeugwege schon
vor der Bearbeitung auf Unregelmigkeiten
prfen, um unerwnschte Bearbeitungsmarken
am Werkstck zu vermeiden. Wenn Punkte vom
Postprozessor falsch ausgegeben wurden, dann
treten Bearbeitungsmarken auf.
Die TNC stellt Verfahrbewegungen im Eilgang rot dar.
676 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Grafiken 17.1
Draufsicht
Draufsicht in der Betriebsart Programm-Test whlen:
Softkey WEITERE ANSICHTSOPTIONEN drcken
Softkey DRAUFSICHT drcken
Draufsicht in den Betriebsarten Programmlauf Einzelsatz und
Programmlauf Satzfolge whlen:
Softkey GRAFIK drcken
Softkey DRAUFSICHT drcken
Darstellung in 3 Ebenen
Die Darstellung zeigt drei Schnittebenen und ein 3D-Modell, hnlich
einer technischen Zeichnung.
Darstellung in 3 Ebenen in der Betriebsart Programm-Test whlen:
Softkey WEITERE ANSICHTSOPTIONEN drcken
Softkey DARSTELLUNG IN 3 EBENEN drcken
Darstellung in 3 Ebenen in den Betriebsarten Programmlauf
Einzelsatz und Programmlauf Satzfolge whlen:
Softkey GRAFIK drcken
Softkey DARSTELLUNG IN 3 EBENEN drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 677
17 Programm-Test und Programmlauf
17.1 Grafiken
Schnittebenen verschieben
Funktionen zum Verschieben der Schnittebene
whlen: Die TNC zeigt folgende Softkeys
Softkeys Funktion
Vertikale Schnittebene nach rechts oder
links verschieben
Vertikale Schnittebene nach vorne oder
hinten verschieben
Horizontale Schnittebene nach oben oder
unten verschieben
Die Lage der Schnittebene ist whrend des Verschiebens im 3D-
Modell sichtbar.
Die Grundeinstellung der Schnittebene ist so gewhlt, dass sie
in der Bearbeitungsebene in der Rohteilmitte liegt und in der
Werkzeugachse auf der Rohteiloberkante.
Schnittebenen in Grundstellung bringen:
Funktion zum Rcksetzen der Schnittebenen
whlen
678 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Grafiken 17.1
Grafische Simulation wiederholen
Ein Bearbeitungsprogramm lsst sich beliebig oft grafisch
simulieren. Dafr knnen Sie die Grafik wieder auf das Rohteil
zurcksetzen.
Softkey Funktion
Unbearbeitetes Rohteil anzeigen in den
Betriebsarten Programmlauf Einzelsatz und
Programmlauf Satzfolge
Unbearbeitetes Rohteil anzeigen in der
Betriebsart Programm-Test
Werkzeug anzeigen
Unabhngig von der Betriebsart knnen Sie sich das Werkzeug
whrend der Simulation anzeigen lassen.
Softkey Funktion
Programmlauf Satzfolge / Programmlauf
Einzelsatz
Programm-Test
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 679
17 Programm-Test und Programmlauf
17.1 Grafiken
Bearbeitungszeit ermitteln
Bearbeitungszeit in der Betriebsart Programm-Test
Die Steuerung errechnet die Dauer der Werkzeugbewegungen
und zeigt diese als Bearbeitungszeit im Programmtest an. Die
Steuerung bercksichtigt dabei Vorschubbewegungen und
Verweilzeiten.
Die von der Steuerung ermittelte Zeit eignet sich nur bedingt zur
Kalkulation der Fertigungszeit, da sie keine maschinenabhngigen
Zeiten (z. B. fr Werkzeugwechsel) bercksichtigt.
Die angezeigten Bearbeitungszeiten von
Programmen mit Frs-/Dreh-Bearbeitungen in der
Simulation entsprechen nicht den tatschlichen
Bearbeitungszeiten.
Bearbeitungszeit in den Maschinen-Betriebsarten
Anzeige der Zeit vom Programmstart bis zum Programmende. Bei
Unterbrechungen wird die Zeit angehalten.
Stoppuhr-Funktion anwhlen
Softkey-Leiste umschalten, bis der Auswahl-
Softkey fr die Stoppuhr-Funktionen erscheint
Stoppuhr-Funktionen whlen
Gewnschte Funktion per Softkey whlen, z. B.
angezeigte Zeit speichern
Softkey Stoppuhr-Funktionen
Angezeigte Zeit speichern
Summe aus gespeicherter und angezeigter Zeit
anzeigen
Angezeigte Zeit lschen
680 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Rohteil im Arbeitsraum darstellen 17.2
17.2 Rohteil im Arbeitsraum darstellen
Anwendung
In der Betriebsart Programm-Test knnen Sie die Lage des
Rohteils und des Bezugspunkts im Arbeitsraum der Maschine
grafisch prfen und die Arbeitsraumberwachung in der Betriebsart
Programm-Test aktivieren: Drcken Sie dazu den Softkey
ROHTEIL IM [Link]. Mit dem Softkey SW-ENDSCH. BERW.
(zweite Softkey-Leiste) knnen Sie die Funktion aktivieren oder
deaktivieren.
Ein transparenter Quader stellt das Rohteil dar, dessen Abmae in
der Tabelle BLK FORM aufgefhrt sind. Die Abmae bernimmt die
TNC aus der Rohteildefinition des angewhlten Programms.
Wo sich das Rohteil innerhalb des Arbeitsraums befindet ist
im Normalfall fr den Programmtest unerheblich. Wenn Sie
die Arbeitsraumberwachung aktivieren, mssen Sie das
Rohteil grafisch so verschieben, dass das Rohteil innerhalb
des Arbeitsraums liegt. Verwenden Sie dazu die in der Tabelle
aufgefhrten Softkeys.
Darber hinaus knnen Sie den aktuellen Bezugspunkt fr die
Betriebsart Programm-Test aktivieren.
Softkeys Funktion
Rohteil in positiver/negativer X-Richtung
verschieben
Rohteil in positiver/negativer Y-Richtung
verschieben
Rohteil in positiver/negativer Z-Richtung
verschieben
Rohteil bezogen auf den gesetzten
Bezugspunkt anzeigen
Ein- oder Ausschalten der
berwachungsfunktion
Maschinenreferenzpunkt anzeigen
Beachten Sie, dass auch bei BLK FORM CYLINDER
ein Quader als Rohteil im Arbeitsraum dargestellt
wird.
Bei Verwendung der BLK FORM ROTATION wird kein
Rohteil im Arbeitsraum dargestellt.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 681
17 Programm-Test und Programmlauf
17.3 Funktionen zur Programmanzeige
17.3 Funktionen zur Programmanzeige
bersicht
In den Betriebsarten Programmlauf Einzelsatz und Programmlauf
Satzfolge zeigt die TNC-Softkeys, mit denen Sie das
Bearbeitungsprogramm seitenweise anzeigen lassen knnen:
Softkey Funktionen
Im Programm um eine Bildschirmseite
zurckblttern
Im Programm um eine Bildschirmseite
vorblttern
Programmanfang whlen
Programmende whlen
682 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programm-Test 17.4
17.4 Programm-Test
Anwendung
In der Betriebsart Programm-Test simulieren Sie den Ablauf
von Programmen und Programmteilen, um Programmierfehler
im Programmlauf zu reduzieren. Die TNC untersttzt Sie beim
Auffinden von
geometrischen Unvertrglichkeiten
fehlenden Angaben
nicht ausfhrbaren Sprngen
Verletzungen des Arbeitsraums
Zustzlich knnen Sie folgende Funktionen nutzen:
Programm-Test satzweise
Testabbruch bei beliebigem Satz
Stze berspringen
Funktionen fr die grafische Darstellung
Bearbeitungszeit ermitteln
Zustzliche Statusanzeige
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 683
17 Programm-Test und Programmlauf
17.4 Programm-Test
Achtung Kollisionsgefahr!
Die TNC kann bei der grafischen Simulation nicht
alle tatschlich von der Maschine ausgefhrten
Verfahrbewegungen simulieren, z. B.
Verfahrbewegungen beim Werkzeugwechsel,
die der Maschinenhersteller in einem
Werkzeugwechsel-Makro oder ber die PLC
definiert hat
Positionierungen, die der Maschinenhersteller in
einem M-Funktions-Makro definiert hat
Positionierungen, die der Maschinenhersteller
ber die PLC ausfhrt
HEIDENHAIN empfiehlt daher jedes Programm mit
entsprechender Vorsicht einzufahren, auch wenn
der Programm-Test zu keiner Fehlermeldung und zu
keinen sichtbaren Beschdigungen des Werkstcks
gefhrt hat.
Die TNC startet bei quaderfrmigen Rohteilen den
Programm-Test nach einem Werkzeugaufruf auf
folgender Position:
In der Bearbeitungsebene in der Mitte der
definierten BLK FORM
In der Werkzeugachse 1 mm oberhalb des in der
BLK FORM definierten MAX-Punktes
Die TNC startet bei rotationssymmetrischen
Rohteilen den Programm-Test nach einem
Werkzeugaufruf auf folgender Position:
In der Bearbeitungsebene auf der Position X=0,
Y=0
In der Werkzeugachse 1 mm ber dem
definierten Rohteil
Um auch beim Abarbeiten ein eindeutiges Verhalten
zu haben, sollten Sie nach einem Werkzeugwechsel
grundstzlich eine Position anfahren, von der aus die
TNC kollisionsfrei zur Bearbeitung positionieren kann.
Ihr Maschinenhersteller kann auch fr die Betriebsart
Programm-Test ein Werkzeugwechsel-Makro
definieren, dass das Verhalten der Maschine exakt
simuliert. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
684 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programm-Test 17.4
Programm-Test ausfhren
Bei aktivem zentralen Werkzeugspeicher mssen
Sie fr den Programm-Test eine Werkzeugtabelle
aktiviert haben (Status S). Whlen Sie dazu in der
Betriebsart Programm-Test ber die Dateiverwaltung
die gewnschte Werkzeugtabelle aus.
Fr die Drehwerkzeuge knnen Sie eine
Drehwerkzeugtabelle mit der Endung .trn whlen, die
mit der gewhlten Werkzeugtabelle kompatibel ist.
D. h., dass die Drehwerkzeuge in beiden gewhlten
Tabellen bereinstimmen mssen.
Sie knnen fr den Programm-Test eine beliebige Preset-Tabelle
whlen (Status S).
In der Zeile 0 der temporr geladenen Preset-Tabelle steht nach
RESET + START automatisch der momentan aktive Bezugspunkt
aus der [Link] (Abarbeitung). Zeile 0 ist beim Starten des
Programm-Tests so lange gewhlt, bis Sie im NC-Programm einen
anderen Bezugspunkt definiert haben. Alle Bezugspunkte aus
Zeilen > 0 liest die Steuerung aus der angewhlten Preset-Tabelle
des Programm-Tests.
Mit der Funktion ROHTEIL IM [Link] aktivieren Sie fr den
Programm-Test eine Arbeitsraumberwachung.
Weitere Informationen: "Rohteil im Arbeitsraum darstellen ",
Seite 681
Betriebsart: Taste Programm-Test drcken
Dateiverwaltung: Taste PGM MGT drcken und
Datei whlen, die Sie testen mchten
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 685
17 Programm-Test und Programmlauf
17.4 Programm-Test
Die TNC zeigt folgende Softkeys:
Softkey Funktionen
Rohteil zurcksetzen, bisherige Werkzeugdaten
zurcksetzen und gesamtes Programm testen
Gesamtes Programm testen
Jeden NC-Satz einzeln testen
Fhrt den Programm-Test bis zum Satz N
durch
Programm-Test anhalten (Softkey erscheint nur,
wenn Sie den Programm-Test gestartet haben)
Sie knnen den Programm-Test zu jeder Zeit auch innerhalb von
Bearbeitungszyklen unterbrechen und wieder fortsetzen. Um den
Test wieder fortsetzen zu knnen, drfen Sie folgende Aktionen
nicht durchfhren:
mit den Pfeiltasten oder der Taste GOTO einen anderen Satz
whlen
nderungen am Programm durchfhren
ein neues Programm whlen
686 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programm-Test 17.4
Programm-Test bis zu einem bestimmten Satz
ausfhren
Mit STOPP BEI fhrt die TNC den Programm-Test nur bis zum Satz
mit der Satznummer N durch.
Um den Programm-Test an einem beliebigen Satz zu stoppen,
gehen Sie wie folgt vor:
Softkey STOPP BEI drcken
Stopp bei: N = Satznummer eingeben, bei der die
Simulation gestoppt werden soll
Programm = Name des Programms eingeben,
in dem der Satz mit der gewhlten Satznummer
steht. Die Steuerung zeigt den Namen des
gewhlten Programms an; wenn der Stopp in
einem mit PGM CALL aufgerufenen Programm
stattfinden soll, dann diesen Namen eintragen
Wiederholungen = Anzahl der Wiederholungen
eingeben, die durchgefhrt werden sollen, wenn N
innerhalb einer Programmteilwiederholung steht.
Default 1: Die Steuerung stoppt vor der Simulation
von N
Mglichkeiten im gestoppten Zustand
Wenn Sie den Programm-Test mit der Funktion STOPP BEI
unterbrechen, haben Sie im gestoppten Zustand folgende
Mglichkeiten:
Stze berspringen einschalten oder ausschalten
Wahlweiser Programm-Halt einschalten oder ausschalten
Grafikauflsung und Modell ndern
NC-Programm in der Betriebsart Programmieren ndern
Wenn Sie in der Betriebsart Programmieren das NC-Programm
ndern, verhlt sich die Simulation wie folgt:
nderung vor der Unterbrechungsstelle: Die Simulation beginnt
von vorne
nderung nach der Unterbrechungsstelle: Mit GOTO ist ein
Positionieren auf die Unterbrechungsstelle mglich
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 687
17 Programm-Test und Programmlauf
17.5 Programmlauf
17.5 Programmlauf
Anwendung
In der Betriebsart Programmlauf Satzfolge fhrt die TNC ein
Bearbeitungsprogramm kontinuierlich bis zum Programmende oder
bis zu einer Unterbrechung aus.
In der Betriebsart Programmlauf Einzelsatz fhrt die TNC
jeden Satz nach Drcken der Taste NC-START einzeln aus. Bei
Punktemusterzyklen und CYCL CALL PAT stoppt die Steuerung
nach jedem Punkt.
Die folgenden TNC-Funktionen knnen Sie in den Betriebsarten
Programmlauf Einzelsatz und Programmlauf Satzfolge nutzen:
Programmlauf unterbrechen
Programmlauf ab bestimmtem Satz
Stze berspringen
Werkzeugtabelle TOOL.T editieren
Q-Parameter kontrollieren und ndern
Handradpositionierung berlagern
Funktionen fr die grafische Darstellung
Zustzliche Statusanzeige
688 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programmlauf 17.5
Bearbeitungsprogramm ausfhren
Vorbereitung
1 Werkstck auf dem Maschinentisch aufspannen
2 Bezugspunkt setzen
3 Bentigte Tabellen und Palettendateien whlen (Status M)
4 Bearbeitungsprogramm whlen (Status M)
Vorschub und Spindeldrehzahl knnen Sie mithilfe
von Potentiometern ndern.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch! Das Verhalten
dieser Funktion ist maschinenabhngig.
Sie knnen ber den Softkey FMAX die
Vorschubgeschwindigkeit reduzieren.
Die Reduzierung gilt fr alle Eilgang- und
Vorschubbewegungen. Der von Ihnen eingegebene
Wert bleibt nach dem Ausschalten oder Einschalten
aktiv.
Programmlauf Satzfolge
Bearbeitungsprogramm mit der Taste NC-START starten
Programmlauf Einzelsatz
Jeden Satz des Bearbeitungsprogramms mit der Taste
NC-START einzeln starten
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 689
17 Programm-Test und Programmlauf
17.5 Programmlauf
Bearbeitung unterbrechen, stoppen oder abbrechen
Sie haben verschiedene Mglichkeiten, einen Programmlauf
anzuhalten:
Programmlauf unterbrechen, z. B. mithilfe der Zusatzfunktion
M0
Programmlauf stoppen, z. B. mithilfe der Taste NC-STOPP
Programmlauf abbrechen, z. B. mithilfe der Taste NC-STOPP in
Verbindung mit dem Softkey INTERNER STOPP
Programmlauf beenden, z. B. mit den Zusatzfunktionen M2 oder
M30
Den aktuellen Zustand des Programmlaufs zeigt die Steuerung in
der Statusanzeige.
Weitere Informationen: "Allgemeine Statusanzeige", Seite 92
Der unterbrochene, abgebrochene (beendete) Programmlauf
ermglichen im Gegensatz zum gestoppten Zustand u. a. folgende
Aktionen des Anwenders:
Betriebsart whlen
Q-Parameter mithilfe der Funktion Q INFO prfen und ggf.
ndern
Einstellung fr die mit M1 programmierte wahlweise
Unterbrechung ndern
Einstellung fr das mit / programmierte berspringen von NC-
Stzen ndern
Wenn die Steuerung whrend eines Programmlaufs
einen wichtigen Fehler feststellt, dann bricht sie den
Programmlauf automatisch ab.
Beispiel: Zyklusaufruf mit stehender Spindel
690 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programmlauf 17.5
Programmgesteuerte Unterbrechungen
Unterbrechungen knnen Sie direkt im Bearbeitungsprogramm
festlegen. Die Steuerung unterbricht den Programmlauf in dem
NC-Satz, der eine der folgenden Eingaben enthlt:
programmierter Halt STOPP (mit und ohne Zusatzfunktion)
programmierter Halt M0
bedingter Halt M1
Achtung Kollisionsgefahr!
Die Steuerung verliert modal wirkende
Programminformationen und dadurch den sog.
Kontextbezug, nach folgenden Handlungen:
Cursor-Bewegung auf einen anderen NC-Satz
Sprunganweisung GOTO auf einen anderen NC-
Satz
Editieren eines NC-Satzes
Der Verlust des Kontextbezugs fhrt u. U. zu
unerwnschten Werkzeugpositionen!
Die Zusatzfunktion M6 kann ebenfalls zu einer
Unterbrechung des Programmlaufs fhren. Den
Funktionsumfang der Zusatzfunktion legt der
Maschinenhersteller fest.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 691
17 Programm-Test und Programmlauf
17.5 Programmlauf
Manuelle Programmunterbrechung
Whrend ein Bearbeitungsprogramm in der Betriebsart
Programmlauf Satzfolge abgearbeitet wird, whlen Sie die
Betriebsart Programmlauf Einzelsatz. Die Steuerung unterbricht
die Bearbeitung, nachdem der aktuelle Bearbeitungsschritt
abgeschlossen ist.
Bearbeitung abbrechen
Taste NC-STOPP drcken
Die Steuerung beendet den aktuellen NC-Satz
nicht
Die Steuerung zeigt in der Statusanzeige das
Symbol fr den gestoppten Zustand
Aktionen, wie z. B. ein Betriebsartenwechsel, sind
nicht mglich
Programmfortsetzung mit Taste NC-START ist
mglich
Softkey INTERNER STOPP drcken
Die Steuerung zeigt in der Statusanzeige kurz das
Symbol fr den Programmabbruch
Die Steuerung zeigt in der Statusanzeige das
Symbol fr den beendeten, inaktiven Zustand
Aktionen, wie z. B. ein Betriebsartenwechsel, sind
wieder mglich
692 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programmlauf 17.5
Maschinenachsen whrend einer Unterbrechung
verfahren
Sie knnen die Maschinenachsen whrend einer Unterbrechung
wie in der Betriebsart Manueller Betrieb verfahren.
Achtung Kollisionsgefahr!
Wenn Sie bei geschwenkter Bearbeitungsebene
den Programmlauf unterbrechen, knnen Sie mit
dem Softkey 3D ROT das Koordinatensystem
zwischen geschwenkt, ungeschwenkt und aktive
Werkzeugachsrichtung umschalten.
Die Funktion der Achsrichtungstasten, des Handrads
und der Wiederanfahrlogik werden von der TNC
ausgewertet. Achten Sie beim Freifahren darauf,
dass das richtige Koordinatensystem aktiv ist und die
Winkelwerte der Drehachsen ggf. im 3D-ROT-Men
eingetragen sind.
Bezugspunkt ndern whrend einer Unterbrechung
Wenn Sie whrend einer Unterbrechung den aktiven Bezugspunkt
ndern, ist ein Wiedereinstieg in den Programmlauf nur mit GOTO
oder Satzvorlauf auf die Unterbrechungsstelle mglich.
Anwendungsbeispiel: Freifahren der Spindel nach
Werkzeugbruch
Bearbeitung unterbrechen
Achsrichtungstasten freigeben: Softkey MANUELL VERFAHREN
drcken
Maschinenachsen mit den Achsrichtungstasten verfahren
Bei einigen Maschinen mssen Sie nach dem
Softkey MANUELL VERFAHREN die Taste NC-START
zur Freigabe der Achsrichtungstasten drcken.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 693
17 Programm-Test und Programmlauf
17.5 Programmlauf
Programmlauf nach einer Unterbrechung fortsetzen
Wenn Sie ein NC-Programm mithilfe des Softkeys
INTERNER STOPP abbrechen, mssen Sie die
Bearbeitung am Programmanfang oder mithilfe der
Funktion SATZVORLAUF starten.
Bei Bearbeitungszyklen erfolgt der Satzvorlauf immer
auf den Zyklusanfang. Wenn Sie den Programmlauf
whrend eines Bearbeitungszyklus unterbrechen,
wiederholt die Steuerung nach einem Satzvorlauf
dadurch bereits ausgefhrte Bearbeitungsschritte.
Wenn Sie den Programmlauf innerhalb einer
Programmteilwiederholung oder innerhalb eines Unterprogramms
unterbrechen, mssen Sie die Unterbrechungsstelle mithilfe der
Funktion SATZVORLAUF wieder anfahren.
Die TNC speichert bei einer Programmlaufunterbrechung
die Daten des zuletzt aufgerufenen Werkzeugs
aktive Koordinatenumrechnungen (z. B. Nullpunktverschiebung,
Drehung, Spiegelung)
die Koordinaten des zuletzt definierten Kreismittelpunkts
Beachten Sie, dass die gespeicherten Daten solange
aktiv bleiben, bis Sie sie zurcksetzen (z. [Link] Sie
ein neues Programm anwhlen).
Die gespeicherten Daten werden fr das Wiederanfahren an die
Kontur nach manuellem Verfahren der Maschinenachsen whrend
einer Unterbrechung (Softkey POSITION ANFAHREN) genutzt.
Programmlauf mit Taste NC-Start fortsetzen
Nach einer Unterbrechung knnen Sie den Programmlauf mit der
Taste NC-START fortsetzen, wenn Sie das Programm auf folgende
Art angehalten haben:
Taste NC-STOPP gedrckt
Programmierte Unterbrechung
Programmlauf nach einem Fehler fortsetzen
Bei lschbarer Fehlermeldung:
Fehlerursache beseitigen
Fehlermeldung am Bildschirm lschen: Taste CE drcken
Neustart oder Programmlauf fortsetzen an der Stelle, an der
unterbrochen wurde
694 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programmlauf 17.5
Freifahren nach Stromausfall
Die Betriebsart Freifahren wird vom
Maschinenhersteller freigegeben und angepasst.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Mit der Betriebsart Freifahren knnen Sie nach einem
Stromausfall das Werkzeug freifahren.
Wenn Sie vor dem Stromausfall eine Vorschubbegrenzung aktiviert
haben, dann ist diese immer noch aktiv. Die Vorschubbegrenzung
knnen Sie mithilfe des Softkeys VORSCHUBBEGRENZUNG
AUFHEBEN deaktivieren.
Die Betriebsart Freifahren ist in folgenden Zustnden anwhlbar:
Stromunterbrechung
Steuerspannung fr die Relais fehlt
Referenzpunkte berfahren
Die Betriebsart Freifahren bietet Ihnen folgende Verfahrmodi:
Modus Funktion
Maschinenachsen Bewegungen aller Achsen im Maschinen-
Koordinatensystem
Geschwenktes Bewegungen aller Achsen im aktiven
System Koordinatensystem
Wirksame Parameter: Position der
Schwenkachsen
WZ-Achse Bewegungen der Werkzeugachse im
aktiven Koordinatensystem
Gewinde Bewegungen der Werkzeugachse
im aktiven Koordinatensystem mit
Ausgleichsbewegung der Spindel
Wirksame Parameter: Gewindesteigung
und Drehrichtung
Wenn das Schwenken der Bearbeitungsebene
(Option #8) an Ihrer TNC freigeschaltet ist, dann
steht Ihnen der Verfahrmodus geschwenktes System
zur Verfgung.
Die TNC whlt den Verfahrmodus und die dazugehrigen
Parameter automatisch vor. Wenn der Verfahrmodus oder die
Parameter nicht korrekt vorgewhlt wurden, dann knnen Sie diese
manuell umstellen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 695
17 Programm-Test und Programmlauf
17.5 Programmlauf
Achtung Kollisionsgefahr!
Fr nicht referenzierte Achsen bernimmt die
TNC die zuletzt gespeicherten Achswerte. Diese
Achswerte entsprechen i. A. nicht exakt den
tatschlichen Achspositionen!
Das kann u. a. zur Folge haben, dass die TNC beim
Fahren in Werkzeugrichtung das Werkzeug nicht
exakt entlang der tatschlichen Werkzeugrichtung
bewegt. Wenn das Werkzeug noch in Kontakt
mit dem Werkstck steht, dann kann dies
Verspannungen oder Schden an einem Werkstck
und Werkzeug verursachen. Spannungen oder
Schden an einem Werkstck und Werkzeug
knnen auch durch unkontrolliertes Austrudeln oder
Abbremsen der Achsen nach dem Stromausfall
hervorgerufen werden. Wenn sich das Werkzeug
noch in Kontakt mit dem Werkstck befindet, dann
bewegen Sie die Achsen vorsichtig. Stellen Sie den
Vorschub-Override auf kleine Werte. Wenn Sie das
Handrad einsetzen, dann whlen Sie einen kleinen
Vorschubfaktor.
Fr nicht referenzierte Achsen steht die
Verfahrbereichsberwachung nicht zur
Verfgung. Beobachten Sie die Achsen, whrend
Sie sie bewegen. Fahren Sie nicht an die
Verfahrbereichsgrenzen.
696 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programmlauf 17.5
Beispiel
Whrend ein Gewindeschneidzyklus in der geschwenkten
Bearbeitungsebene abgearbeitet wurde, fiel der Strom aus. Sie
mssen den Gewindebohrer freifahren:
Die Versorgungsspannung von TNC und Maschine einschalten:
Die TNC startet das Betriebssystem. Dieser Vorgang kann
einige Minuten dauern. Danach zeigt die TNC in der Kopfzeile
des Bildschirms den Dialog Stromunterbrechung an
Betriebsart Freifahren aktivieren: Softkey
FREIFAHREN drcken. Die TNC zeigt die Meldung
Freifahren angewhlt an
Stromunterbrechung quittieren: Taste CE drcken.
Die TNC bersetzt das PLC-Programm
Steuerspannung einschalten: Die TNC prft
die Funktion der Not-Aus-Schaltung. Wenn
mindestens eine Achse nicht referenziert ist, dann
mssen Sie die angezeigten Positionswerte mit
den tatschlichen Achswerten vergleichen und die
bereinstimmung besttigen, ggf. Dialog folgen
Vorgewhlten Verfahrmodus prfen: ggf. GEWINDE whlen
Vorgewhlte Gewindesteigung prfen: ggf. die
Gewindesteigung eingeben
Vorgewhlte Drehrichtung prfen: ggf. die Drehrichtung des
Gewindes whlen
Rechtsgewinde: Spindel dreht im Uhrzeigersinn bei Einfahren
in das Werkstck, gegen den Uhrzeigersinn bei Ausfahren
Linksgewinde: Spindel dreht gegen den Uhrzeigersinn bei
Einfahren in das Werkstck, im Uhrzeigersinn bei Ausfahren
Freifahren aktivieren: Softkey FREIFAHREN
drcken
Freifahren: Das Werkzeug mit den Achsrichtungstasten oder
dem elektronischen Handrad freifahren
Achstaste Z+: Ausfahren aus dem Werkstck
Achstaste Z-: Einfahren in das Werkstck
Freifahren verlassen: Zur ursprnglichen Softkey-
Ebene zurckkehren
Betriebsart Freifahren beenden: Softkey
FREIFAHREN BEENDEN drcken. Die TNC prft, ob
die Betriebsart Freifahren beendet werden kann,
ggf. Dialog folgen
Sicherheitsfrage beantworten: Wenn das Werkzeug nicht
korrekt freigefahren wurde, dann Softkey NEIN drcken. Wenn
das Werkzeug korrekt freigefahren wurde, dann Softkey JA
drcken. Die TNC blendet den Dialog Freifahren angewhltaus
Maschine initialisieren: ggf. die Referenzpunkte berfahren
Gewnschten Maschinenzustand herstellen: ggf. geschwenkte
Bearbeitungsebene zurcksetzen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 697
17 Programm-Test und Programmlauf
17.5 Programmlauf
Beliebiger Einstieg ins Programm: Satzvorlauf
Achtung Kollisionsgefahr!
Beim Einstieg mit der Taste GOTO und der Nummer
des NC-Satzes fhren weder die TNC noch die PLC
irgendwelche Funktionen aus, die einen sicheren
Einstieg gewhrleisten.
Verwenden Sie zum sicheren Einstieg immer die
Funktion SATZVORLAUF.
Die Funktion SATZVORLAUF muss vom
Maschinenhersteller freigegeben und angepasst
werden. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Mit der Funktion SATZVORLAUF knnen Sie ein NC-Programm
ab einem frei whlbaren NC-Satz abarbeiten. Die
Werkstckbearbeitung bis zu diesem NC-Satz bercksichtigt die
Steuerung rechnerisch.
Wenn das NC-Programm unter folgenden Umstnden abgebrochen
wurde, speichert die Steuerung den Unterbrechungspunkt:
Softkey INTERNER STOPP
Not-Aus
Stromausfall
Sie haben folgende Mglichkeiten, den Satzvorlauf auszufhren:
Satzvorlauf im Hauptprogramm, ggf. mit Wiederholungen
mehrstufiger Satzvorlauf in Unterprogramme und
Tastsystemzyklen
Satzvorlauf in Punktetabellen
Satzvorlauf in Palettenprogramme
Die Steuerung setzt zu Beginn des Satzvorlaufs alle Daten wie
bei einer Anwahl des NC-Programms zurck. Whrend des
Satzvorlaufs knnen Sie zwischen Programmlauf Satzfolge und
Programmlauf Einzelsatz wechseln.
Tastsystemzyklen werden bei einem Satzvorlauf
bersprungen. Ergebnisparameter aus diesen Zyklen
enthalten dann ggf. keine Werte. Wenn Sie mit den
Ergebnissen eines Tastsystemzyklus weiterarbeiten
wollen, verwenden Sie den mehrstufigen Satzvorlauf.
Sie drfen den Satzvorlauf nicht verwenden, wenn
Sie:
den Stretchfilter aktiviert haben
die Tastsystemzyklen 0, 1, 3 und 4 in der
Suchphase des Satzvorlaufs verwenden
698 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programmlauf 17.5
Vorgehensweise einfacher Satzvorlauf
Die Steuerung bietet nur die Dialoge im
berblendfenster an, die im Ablauf notwendig sind.
Softkey SATZVORLAUF drcken
Die Steuerung zeigt ein berblendfenster, in dem
das aktive Hauptprogramm vorgegeben ist.
Vorlauf bis: N = Nummer des NC-Satzes
eingeben, bei dem Sie ins NC-Programm
einsteigen
Programm = Namen und Pfad des NC-Programms,
in dem der NC-Satz steht, prfen, oder mithilfe
des Softkeys AUSWHLEN eingeben
Wiederholungen = Anzahl der Bearbeitungen
eingeben, die im Satzvorlauf bercksichtigt
werden sollen, wenn der NC-Satz innerhalb
einer Programmteilwiederholung steht.
Default 1 bedeutet erste Bearbeitung
Ggf. Softkey ERWEITERT drcken, um die letzte
gespeicherte Unterbrechung zu whlen
Taste NC-START drcken
Die Steuerung startet den Satzvorlauf, rechnet
bis zum eingegebenen NC-Satz und zeigt den
nchsten Dialog.
Wenn Sie den Maschinenstatus gendert haben:
Taste NC-START drcken
Die Steuerung stellt den Maschinenstatus wieder
her, z. B. TOOL CALL, M-Funktionen und zeigt den
nchsten Dialog.
Wenn Sie die Achspositionen gendert haben:
Taste NC-START drcken
Die Steuerung fhrt in der angegebenen
Reihenfolge auf die angegebenen Positionen und
zeigt den nchsten Dialog.
Achsen in selbst gewhlter Reihenfolge anfahren:
Weitere Informationen: "Wiederanfahren an die
Kontur", Seite 703
Taste NC-START drcken
Die Steuerung arbeitet das NC-Programm weiter
ab.
Beispiel einfacher Satzvorlauf
Nach einem internen Stopp wollen Sie im Satz 12 in der dritten
Bearbeitung von LBL 1 einsteigen.
Geben Sie im berblendfenster folgende Daten ein:
Vorlauf bis: N =12
Wiederholungen = 3
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 699
17 Programm-Test und Programmlauf
17.5 Programmlauf
Vorgehensweise mehrstufiger Satzvorlauf
Wenn Sie z. B. in ein Unterprogramm einsteigen, das vom
Hauptprogramm aus mehrmals aufgerufen wird, verwenden
Sie den mehrstufigen Satzvorlauf. Dabei springen Sie zuerst im
Hauptprogramm zum gewnschten Unterprogrammaufruf. Mit
der Funktion SATZVORLAUF FORTSETZEN springen Sie von dieser
Stelle weiter.
Die Steuerung bietet nur die Dialoge im
berblendfenster an, die im Ablauf notwendig sind.
Sie knnen auch zur nchsten Einstiegsstelle
springen, ohne den Maschinenstatus und
die Achspositionen der ersten Einstiegsstelle
wiederherzustellen. Drcken Sie dafr den Softkey
SATZVORLAUF FORTSETZEN, bevor Sie mit der Taste
NC-START die Wiederherstellung besttigen.
Satzvorlauf zur ersten Einstiegsstelle:
Softkey SATZVORLAUF drcken
Ersten NC-Satz eingeben, auf den Sie einsteigen
wollen
Ggf. Softkey ERWEITERT drcken, um die letzte
gespeicherte Unterbrechung zu whlen
Taste NC-START drcken
Die Steuerung startet den Satzvorlauf und rechnet
bis zum eingegebenen NC-Satz.
Wenn die Steuerung den Maschinenstatus des eingegebenen NC-
Satzes wiederherstellen soll:
Taste NC-START drcken
Die Steuerung stellt den Maschinenstatus wieder
her, z. B. TOOL CALL, M-Funktionen.
Wenn die Steuerung die Achspositionen wiederherstellen soll:
Taste NC-START drcken
Die Steuerung fhrt in der angegebenen
Reihenfolge auf die angegebenen Positionen.
Wenn die Steuerung den NC-Satz abarbeiten soll:
Ggf. Betriebsart Programmlauf Einzelsatz whlen
Taste NC-START drcken
Die Steuerung arbeitet den NC-Satz ab.
Satzvorlauf zur nchsten Einstiegsstelle:
Softkey SATZVORLAUF FORTSETZEN drcken
NC-Satz eingeben, auf den Sie einsteigen wollen
Wenn Sie den Maschinenstatus gendert haben:
Taste NC-START drcken
Taste NC-START drcken
Wenn die Steuerung den NC-Satz abarbeiten soll:
700 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programmlauf 17.5
Taste NC-START drcken
Schritte ggf. wiederholen, um zur nchsten
Einstiegsstelle zu springen
Taste NC-START drcken
Die Steuerung arbeitet das NC-Programm weiter
ab.
Beispiel mehrstufiger Satzvorlauf
Sie bearbeiten ein Hauptprogramm mit mehreren
Unterprogrammaufrufen in das Programm Sub.h. Im
Hauptprogramm arbeiten Sie mit einem Tastsystemzyklus. Das
Ergebnis des Tastsystemzyklus verwenden Sie spter zum
Positionieren.
Nach einem internen Stopp wollen Sie im Satz 8 im zweiten Aufruf
des Unterprogramms einsteigen. Dieser Unterprogrammaufruf
steht im Satz 53 des Hauptprogramms. Der Tastsystemzyklus
steht im Satz 28 des Hauptprogramms, also vor der gewnschten
Einstiegsstelle.
Softkey SATZVORLAUF drcken
Geben Sie im berblendfenster folgende Daten
ein:
Vorlauf bis: N =28
Wiederholungen = 1
Ggf. Betriebsart Programmlauf Einzelsatz whlen
Taste NC-START drcken, bis die Steuerung den
Tastsystemzyklus abarbeitet
Die Steuerung speichert das Ergebnis.
Softkey SATZVORLAUF FORTSETZEN drcken
Geben Sie im berblendfenster folgende Daten
ein:
Vorlauf bis: N =53
Wiederholungen = 1
Taste NC-START drcken, bis die Steuerung den
NC-Satz abarbeitet
Die Steuerung springt ins Unterprogramm Sub.h.
Softkey SATZVORLAUF FORTSETZEN drcken
Geben Sie im berblendfenster folgende Daten
ein:
Vorlauf bis: N =8
Wiederholungen = 1
Taste NC-START drcken, bis die Steuerung den
NC-Satz abarbeitet
Die Steuerung arbeitet das Unterprogramm weiter
ab und springt danach zurck ins Hauptprogramm.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 701
17 Programm-Test und Programmlauf
17.5 Programmlauf
Satzvorlauf in Punktetabellen
Wenn Sie in eine Punktetabelle einsteigen, die vom
Hauptprogramm aus aufgerufen wird, verwenden Sie den Softkey
ERWEITERT.
Softkey SATZVORLAUF drcken
Die Steuerung zeigt ein berblendfenster.
Softkey ERWEITERT drcken
Die Steuerung erweitert das berblendfenster.
Punkte-Nummer = Zeilennummer der
Punktetabelle eingeben, bei der Sie einsteigen
Punkte-Datei = Name und Pfad der Punktetabelle
eingeben
Ggf. Softkey LETZTEN SATZ WHLEN drcken, um
die letzte gespeicherte Unterbrechung zu whlen
Taste NC-START drcken
Satzvorlauf in Palettenprogrammen
Mit der Palettenverwaltung knnen Sie die Funktion SATZVORLAUF
auch in Verbindung mit Palettentabellen nutzen.
Wenn Sie die Abarbeitung einer Palettentabelle abbrechen,
bietet die Steuerung den zuletzt angewhlten NC-Satz des
abgebrochenen NC-Programms fr die Funktion SATZVORLAUF an.
Beim SATZVORLAUF in Palettentabellen definieren
Sie zustzlich das Eingabefeld Paletten-Zeile =. Die
Eingabe bezieht sich auf die Zeile der Palettentabelle
NR. Die Eingabe ist immer erforderlich, da ein NC-
Programm auch mehrmals in einer Palettentabelle
vorkommen kann.
Softkey SATZVORLAUF drcken
Die Steuerung zeigt ein berblendfenster.
Paletten-Zeile = Zeilennummer der
Palettentabelle eingeben
Ggf. Wiederholungen = eingeben, wenn der NC-
Satz innerhalb einer Programmteilwiederholung
steht
Ggf. Softkey ERWEITERT drcken
Die Steuerung erweitert das berblendfenster.
Softkey LETZTEN SATZ WHLEN drcken, um die
letzte gespeicherte Unterbrechung zu whlen
Taste NC-START drcken
702 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Programmlauf 17.5
Wiederanfahren an die Kontur
Mit der Funktion POSITION ANFAHREN fhrt die TNC das Werkzeug
in folgenden Situationen an die Werkstckkontur:
Wiederanfahren nach dem Verfahren der Maschinenachsen
whrend einer Unterbrechung, die ohne INTERNER STOPP
ausgefhrt wurde
Wiederanfahren bei einem Satzvorlauf mit VORLAUF ZU SATZ
N, z. B. nach einer Unterbrechung mit INTERNER STOPP
Wenn sich die Position einer Achse nach dem ffnen des
Regelkreises whrend einer Programmunterbrechung verndert
hat (maschinenabhngig)
Vorgehensweise
Um an die Kontur anzufahren gehen Sie wie folgt vor:
Softkey POSITION ANFAHREN drcken
Ggf. den Maschinenstatus wiederherstellen
Achsen in der Reihenfolge anfahren, die die Steuerung zeigt:
Taste NC-START drcken
Achsen in selbst gewhlter Reihenfolge anfahren:
Softkey ACHSEN WHLEN drcken
Achssoftkey der ersten Achse drcken
Taste NC-START drcken
Achssoftkey der zweiten Achse drcken
Taste NC-START drcken
Vorgang fr jede Achse wiederholen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 703
17 Programm-Test und Programmlauf
17.6 Automatischer Programmstart
17.6 Automatischer Programmstart
Anwendung
Um einen automatischen Programmstart
durchfhren zu knnen, muss die TNC von Ihrem
Maschinenhersteller vorbereitet sein. Beachten Sie
Ihr Maschinenhandbuch!
Achtung Gefahr fr Bediener!
Die Funktion Autostart darf nicht an Maschinen
verwendet werden, die keinen geschlossenen
Arbeitsraum haben.
ber den Softkey AUTOSTART knnen Sie in einer Programmlauf-
Betriebsart zu einem eingebbaren Zeitpunkt das in der jeweiligen
Betriebsart aktive Programm starten:
Fenster zur Festlegung des Startzeitpunkts
einblenden
Zeit (Std:Min:Sek): Uhrzeit, zu der das Programm
gestartet werden soll
Datum ([Link]): Datum, an dem das
Programm gestartet werden soll
Um den Start zu aktivieren: Softkey OK drcken
704 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
17
Stze berspringen 17.7
17.7 Stze berspringen
Anwendung
Stze, die Sie beim Programmieren mit einem /-Zeichen
gekennzeichnet haben, knnen Sie beim Programm-Test oder
Programmlauf Satzfolge/Einzelsatz berspringen lassen:
NC-Stze mit /-Zeichen nicht ausfhren oder
testen: Softkey auf EIN stellen
NC-Stze mit /-Zeichen ausfhren oder testen:
Softkey auf AUS stellen
Diese Funktion wirkt nicht fr TOOL DEF-Stze.
Die zuletzt gewhlte Einstellung bleibt auch nach
einer Stromunterbrechung erhalten.
/-Zeichen einfgen
In der Betriebsart Programmieren den Satz whlen, bei dem
das Ausblendzeichen eingefgt werden soll
Softkey EINFGEN drcken
/-Zeichen lschen
In der Betriebsart Programmieren den Satz whlen, bei dem
das Ausblendzeichen gelscht werden soll
Softkey ENTFERNEN drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 705
17 Programm-Test und Programmlauf
17.8 Wahlweiser Programmlauf-Halt
17.8 Wahlweiser Programmlauf-Halt
Anwendung
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Das Verhalten dieser Funktion ist
maschinenabhngig.
Die TNC unterbricht wahlweise den Programmlauf bei Stzen, in
denen ein M1 programmiert ist. Wenn Sie M1 in der Betriebsart
Programmlauf verwenden, dann schaltet die TNC die Spindel und
das Khlmittel nicht ab.
Programmlaufoder Programm-Test bei Stzen mit
M1 nicht unterbrechen: Softkey auf AUS stellen
Programmlauf oder Programm-Test bei Stzen
mit M1 unterbrechen: Softkey auf EIN stellen
706 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
MOD-Funktionen
18 MOD-Funktionen
18.1 MOD-Funktion
18.1 MOD-Funktion
ber die MOD-Funktionen knnen Sie zustzliche Anzeigen und
Eingabemglichkeiten whlen. Zudem knnen Sie Schlsselzahlen
eingeben, um den Zugang zu geschtzten Bereichen freizuschalten.
MOD-Funktionen whlen
berblendfenster mit den MOD-Funktionen ffnen:
MOD-Funktionen whlen: Taste MOD drcken.
Die TNC ffnet ein berblendfenster, in dem die
verfgbaren MOD-Funktionen angezeigt werden
Einstellungen ndern
In den MOD-Funktionen ist neben der Mausbedienung auch die
Navigation mit der Tastatur mglich:
Mit der Tab-Taste vom Eingabebereich im rechten Fenster, in die
Auswahl der MOD-Funktionen im linken Fenster wechseln
MOD-Funktion auswhlen
Mit der Tab-Taste oder der Taste ENT in das Eingabefeld
wechseln
Je nach Funktion Wert eingeben und mit OK besttigen oder
Auswahl treffen und mit bernehmen besttigen
Wenn mehrere Einstellmglichkeiten zur Verfgung
stehen, knnen Sie durch Drcken der Taste
GOTO ein Fenster einblenden, in dem alle
Einstellmglichkeiten auf einen Blick sichtbar sind.
Mit der Taste ENT whlen Sie die Einstellung aus.
Wenn Sie die Einstellung nicht ndern wollen,
schlieen Sie das Fenster mit der Taste END.
MOD-Funktionen verlassen
MOD-Funktion beenden: Softkey ENDE oder Taste END drcken
708 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
MOD-Funktion 18.1
bersicht MOD-Funktionen
Unabhngig von der gewhlten Betriebsart stehen folgende
Funktionen zur Verfgung:
Schlsselzahl-Eingabe
Schlsselzahl
Anzeige-Einstellungen
Positionsanzeigen
Maeinheit (mm/inch) fr Positionsanzeige
Programm-Eingabe fr MDI
Uhrzeit anzeigen
Info-Zeile anzeigen
Grafik-Einstellungen
Modelltyp
Modellqualitt
Maschinen-Einstellungen
Kinematik
Verfahrgrenzen
Werkzeug-Einsatzdatei
Externer Zugriff
System-Einstellungen
Systemzeit stellen
Netzwerk-Verbindung definieren
Netzwerk: IP Konfiguration
Diagnose-Funktionen
Bus-Diagnose
Antriebsdiagnose
HeROS-Information
Allgemeine Information
Software-Version
FCL-Information
Lizenz-Information
Maschinenzeiten
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 709
18 MOD-Funktionen
18.2 Grafik-Einstellungen
18.2 Grafik-Einstellungen
Mit der MOD-Funktion Grafik-Einstellungen knnen Sie den
Modelltyp und die Modellqualitt whlen.
Die Grafik-Einstellungen whlen Sie wie folgt:
Im MOD-Men Gruppe Grafik-Einstellungen whlen
Modelltyp whlen
Modellqualitt whlen
Softkey BERNEHMEN drcken
Softkey OK drcken
Fr die Grafik-Einstellung der TNC haben Sie folgende Simulationsparameter:
Modelltyp
Angezeigtes Auswahl Eigenschaften Anwendung
Symbol
3D sehr detailgetreu, Frsbearbeitung mit Hinterschnitten,
zeit- und speicheraufwndig Frs-Dreh-Bearbeitung
2.5D schnell Frsbearbeitung ohne Hinterschnitte
kein Modell sehr schnell Liniengrafik
Modellqualitt
Angezeigtes Auswahl Eigenschaften
Symbol
sehr hoch hohe Datenrate, genaue Abbildung der Werkzeuggeometrie,
Abbildung von Satzendpunkten und Satznummern mglich,
hoch hohe Datenrate, genaue Abbildung der Werkzeuggeometrie
mittel mittlere Datenrate, Nherung der Werkzeuggeometrie
niedrig niedrige Datenrate, geringe Nherung der Werkzeuggeometrie
710 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Maschinen-Einstellungen 18.3
18.3 Maschinen-Einstellungen
Externer Zugriff
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch! Der
Maschinenhersteller kann die externen
Zugriffsmglichkeiten konfigurieren.
Maschinenabhngige Funktion: Mit dem Softkey
TNCOPT knnen Sie den Zugriff fr eine externe
Diagnose- oder Inbetriebnahme-Software zulassen
oder sperren.
Mit der MOD-Funktion Externer Zugriff knnen Sie den Zugriff
auf die TNC freigeben oder sperren. Wenn Sie den externen
Zugriff gesperrt haben, ist es nicht mehr mglich sich mit
der TNC zu verbinden und Daten ber ein Netzwerk oder
ber eine serielle Verbindung auszutauschen, z. B. mit der
Datenbertragungssoftware TNCremo.
Externen Zugriff sperren:
Whlen Sie im MOD-Men die Gruppe Maschinen-
Einstellungen
Men Externer Zugriff whlen
Stellen Sie den Softkey EXTERNER ZUGRIFF EIN/AUS auf AUS
Drcken Sie den Softkey OK
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 711
18 MOD-Funktionen
18.3 Maschinen-Einstellungen
Rechnerspezifische Zugriffskontrolle
Wenn Ihr Maschinenhersteller die rechnerspezifische
Zugriffskontrolle eingerichtet hat (Maschinenparameter
CfgAccessControl Nr. 123400), knnen Sie den Zugang fr bis zu
32 von Ihnen freigegebene Verbindungen erlauben. Whlen Sie
Neu hinzufgen, um eine neue Verbindung anzulegen. Die TNC
ffnet dann ein Eingabefenster, in dem Sie die Verbindungsdaten
eingeben knnen.
Zugriffseinstellungen
Host Name Host-Name des externen
Rechners
Host IP Netzwerkadresse des
externen Rechners
Beschreibung Zustzliche Information (Text
wird in der bersichtsliste mit
angezeigt)
Typ:
Ethernet Netzwerkverbindung
Com 1 Serielle Schnittstelle 1
Com 2 Serielle Schnittstelle 2
Zugriffsrechte:
Nachfragen Bei externem Zugriff ffnet die
TNC einen Abfragedialog
Verweigern Keinen Netzwerkzugriff
zulassen
Zulassen Netzwerkzugriff ohne
Rckfrage erlauben
Wenn Sie einer Verbindung das Zugriffsrecht Nachfragen zuweisen
und von dieser Adresse ein Zugriff erfolgt, ffnet die TNC ein
berblendfenster. In dem berblendfenster mssen Sie den
Externen Zugriff erlauben oder ablehnen:
Externer Zugriff Berechtigung
Ja Einmalig erlauben
Immer Dauerhaft erlauben
Niemals Dauerhaft verweigern
Nein Einmalig ablehnen
In der bersichtsliste wird eine aktive Verbindung mit
einem grnen Symbol gekennzeichnet.
Verbindungen ohne Zugriffsberechtigung werden in
der bersichtsliste grau dargestellt.
712 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Maschinen-Einstellungen 18.3
Verfahrgrenzen eingeben
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Die Funktion Verfahrgrenzen muss vom
Maschinenhersteller freigegeben und angepasst
werden.
Mit der MOD-Funktion Verfahrgrenzen schrnken Sie den
tatschlich nutzbaren Verfahrweg innerhalb des maximalen
Verfahrbereichs ein. Sie knnen dadurch in jeder Achse
Schutzzonen definieren, um z. [Link] Teileapparat gegen eine
Kollision zu sichern.
Verfahrgrenzen eingeben:
Whlen Sie im MOD-Men die Gruppe Maschinen-
Einstellungen
Whlen Sie das Men Verfahrgrenzen
Geben Sie die Werte der gewnschten Achsen als REF-Wert ein
oder bernehmen Sie die aktuelle Position mit dem Softkey IST-
POSITIONS-BERNAHME
Drcken Sie den Softkey BERNEHMEN. Die TNC prft die
eingegebenen Werte auf Gltigkeit
Drcken Sie den Softkey OK
Die Schutzzone ist automatisch aktiv, sobald Sie in
einer Achse ein gltiges Limit gesetzt haben. Die
Einstellungen bleiben auch nach Neustarten der
Steuerung erhalten.
Die Schutzzone knnen Sie nur ausschalten, indem
Sie alle Werte lschen oder den Softkey ALLES
LEEREN drcken.
Werkzeugeinsatzdatei
Die Funktion Werkzeugeinsatzprfung muss vom
Maschinenhersteller freigegeben werden. Beachten
Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Mit der MOD-Funktion Werkzeug-Einsatzdatei whlen Sie, ob die
TNC eine Werkzeugeinsatzdatei nie, einmalig oder immer erzeugt.
Werkzeugeinsatzdatei erzeugen:
Whlen Sie im MOD-Men die Gruppe Maschinen-
Einstellungen
Whlen Sie das Men Werkzeug-Einsatzdatei
Whlen Sie die gewnschte Einstellung fr die Betriebsarten
Programmlauf Satzfolge/Einzelsatz und Programm-Test
Drcken Sie den Softkey BERNEHMEN
Drcken Sie den Softkey OK
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 713
18 MOD-Funktionen
18.3 Maschinen-Einstellungen
Kinematik whlen
Die Funktion Kinematik-Auswahl muss vom
Maschinenhersteller freigegeben und angepasst
werden.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Diese Funktion knnen Sie verwenden um Programme zu testen,
deren Kinematik nicht mit der aktiven Maschinenkinematik
bereinstimmt. Sofern Ihr Maschinenhersteller unterschiedliche
Kinematiken auf Ihrer Maschine hinterlegt und zur Auswahl
freigegeben hat, knnen Sie ber die MOD-Funktion eine
dieser Kinematiken aktivieren. Wenn Sie eine Kinematik fr den
Programm-Test whlen, bleibt die Maschinenkinematik davon
unberhrt.
Achtung Kollisionsgefahr!
Wenn Sie die Kinematik fr den Maschinenbetrieb
umschalten, fhrt die TNC alle nachfolgenden
Verfahrbewegungen mit der genderten Kinematik
aus.
Achten Sie darauf, dass Sie zum berprfen Ihres
Werkstcks die richtige Kinematik im Programm-Test
angewhlt haben.
714 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
System-Einstellungen 18.4
18.4 System-Einstellungen
Systemzeit stellen
Mit der MOD-Funktion Systemzeit stellen knnen Sie die Zeitzone,
das Datum und die Uhrzeit manuell oder mithilfe einer NTP-Server-
Synchronisation einstellen.
Systemzeit manuell stellen:
Whlen Sie im MOD-Men die Gruppe System-Einstellungen
Drcken Sie den Softkey DATUM/ UHRZEIT EINSTELLEN
Whlen Sie Ihre Zeitzone im Bereich Zeitzone
Drcken Sie den Softkey LOCAL/NTP, um den Eintrag Zeit
manuell einstellen zu whlen
ndern Sie bei Bedarf das Datum und die Uhrzeit
Drcken Sie den Softkey OK
Systemzeit mithilfe eines NTP-Servers stellen:
Whlen Sie im MOD-Men die Gruppe System-Einstellungen
Drcken Sie den Softkey DATUM/ UHRZEIT EINSTELLEN
Whlen Sie Ihre Zeitzone im Bereich Zeitzone
Drcken Sie den Softkey LOCAL/NTP, um den Eintrag Zeit ber
NTP Server synchronisieren zu whlen
Geben Sie den Hostnamen oder die URL eines NTP-Servers ein
Drcken Sie den Softkey HINZUFGEN
Drcken Sie den Softkey OK
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 715
18 MOD-Funktionen
18.5 Positionsanzeige whlen
18.5 Positionsanzeige whlen
Anwendung
Fr die Betriebsart Manueller Betrieb und die Betriebsarten
Programmlauf Satzfolge und Programmlauf Einzelsatz knnen
Sie die Anzeige der Koordinaten beeinflussen:
Die Abbildung rechts zeigt verschiedene Positionen des
Werkzeugs:
Ausgangsposition
Zielposition des Werkzeugs
Werkstcknullpunkt
Maschinennullpunkt
Fr die Positionsanzeigen der TNC knnen Sie folgende
Koordinaten whlen:
Funktion Anzeige
Sollposition; von der TNC aktuell vorgegebener SOLL
Wert
Istposition; momentane Werkzeugposition IST
Referenzposition; Istposition bezogen auf den REFIST
Maschinennullpunkt
Referenzposition; Sollposition bezogen auf den REFSOLL
Maschinennullpunkt
Schleppfehler; Differenz zwischen Soll und SCHPF
Istposition
Restweg zur programmierten Position im ISTRW
Eingabesystem; Differenz zwischen Ist- und
Zielposition
Restweg zur programmierten Position bezogen REFRW
auf den Maschinennullpunkt; Differenz
zwischen Ref- und Zielposition
Verfahrwege, die mit der Funktion M118
Handradberlagerung (M118) ausgefhrt
wurden
Mit der MOD-Funktion Positions-Anzeige 1 whlen Sie die
Positionsanzeige in der Statusanzeige.
Mit der MOD-Funktion Positions-Anzeige 2 whlen Sie die
Positionsanzeige in der zustzlichen Statusanzeige.
716 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Betriebszeiten anzeigen 18.7
18.6 Masystem whlen
Anwendung
Mit dieser MOD-Funktion legen Sie fest, ob die TNC Koordinaten in
mm oder Inch anzeigen soll.
Metrisches Masystem: z. B. X = 15,789 (mm) Anzeige mit 3
Stellen nach dem Komma
Zoll-System: z. B. X = 0,6216 (inch) Anzeige mit 4 Stellen nach
dem Komma
Wenn Sie die Inch-Anzeige aktiv haben, zeigt die TNC auch den
Vorschub in inch/min an. In einem Inch-Programm mssen Sie den
Vorschub mit einem Faktor 10 grer eingeben.
18.7 Betriebszeiten anzeigen
Anwendung
ber die MOD-Funktion MASCHINENZEITEN knnen Sie sich
verschiedene Betriebszeiten anzeigen lassen:
Betriebszeit Bedeutung
Steuerung ein Betriebszeit der Steuerung seit der
Inbetriebnahme
Maschine ein Betriebszeit der Maschine seit der
Inbetriebnahme
Programmlauf Betriebszeit fr den gesteuerten Betrieb
seit der Inbetriebnahme
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch! Der
Maschinenhersteller kann noch zustzliche Zeiten
anzeigen lassen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 717
18 MOD-Funktionen
18.8 Software-Nummern
18.8 Software-Nummern
Anwendung
Folgende Software-Nummern werden nach Anwahl der MOD-
Funktion Software-Version im TNC-Bildschirm angezeigt:
Steuerungstyp: Bezeichnung der Steuerung (wird von
HEIDENHAIN verwaltet)
NC-SW: Nummer der NC-Software (wird von HEIDENHAIN
verwaltet)
NCK: Nummer der NC-Software (wird von HEIDENHAIN
verwaltet)
PLC-SW: Nummer oder Name der PLC-Software (wird von
Ihrem Maschinenhersteller verwaltet)
Ihr Maschinenhersteller kann weitere Software-Nummern
hinzufgen, z. B. von einer angeschlossenen Kamera.
In der MOD-Funktion FCL-Information zeigt die TNC folgende
Informationen:
Entwicklungsstand (FCL=Feature Content Level): Auf der
Steuerung installierter Entwicklungsstand
Weitere Informationen: "Entwicklungsstand (Upgrade-
Funktionen)", Seite 11
18.9 Schlsselzahl eingeben
Anwendung
Die TNC bentigt fr folgende Funktionen eine Schlsselzahl:
Funktion Schlsselzahl
Anwenderparameter whlen 123
Ethernet-Karte konfigurieren NET123
Sonderfunktionen bei der Q-Parameter- 555343
Programmierung freigeben
718 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Datenschnittstellen einrichten 18.10
18.10 Datenschnittstellen einrichten
Serielle Schnittstellen an der TNC 640
Die TNC 640 verwendet automatisch das bertragungsprotokoll
LSV2 fr die serielle Datenbertragung. Das LSV2-Protokoll
ist fest vorgegeben und kann auer der Einstellung der Baud-
Rate (Maschinenparameter baudRateLsv2 Nr. 106606), nicht
verndert werden. Sie knnen auch eine andere bertragungsart
(Schnittstelle) festlegen. Die nachfolgend beschriebenen
Einstellmglichkeiten sind dann nur fr die jeweils neu definierte
Schnittstelle wirksam.
Anwendung
Zum Einrichten einer Datenschnittstelle drcken Sie die Taste MOD.
Geben Sie die Schlsselzahl 123 ein. Im Maschinenparameter
CfgSerialInterface (Nr. 106700) knnen Sie folgende Einstellungen
eingeben:
RS-232-Schnittstelle einrichten
ffnen Sie den Ordner RS232. Die TNC zeigt folgende
Einstellmglichkeiten:
BAUD-RATE einstellen
(baudRate Nr. 106701)
Die BAUD-RATE (Datenbertragungsgeschwindigkeit) ist zwischen
110 und 115.200 Baud whlbar.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 719
18 MOD-Funktionen
18.10 Datenschnittstellen einrichten
Protokoll einstellen
(protocol Nr. 106702)
Das Datenbertragungsprotokoll steuert den Datenfluss einer
seriellen bertragung (vergleichbar mit MP5030 der iTNC 530).
Die Einstellung BLOCKWISE bezeichnet hier eine
Form der Datenbertragung, bei der die Daten in
Blcke zusammengefasst bertragen werden. Nicht
zu verwechseln mit dem blockweisen Datenempfang
und gleichzeitigem blockweisen Abarbeiten von
lteren TNC-Bahnsteuerungen. Das blockweise
Empfangen und gleichzeitige Abarbeiten des selben
NC-Programms wird von der Steuerung nicht
untersttzt!
Datenbertragungsprotokoll Auswahl
Standard Datenbertragung (zeilenweise STANDARD
bertragung)
Paketweise Datenbertragung BLOCKWISE
bertragung ohne Protokoll (reine RAW_DATA
Zeichenbertragung)
Datenbits einstellen
(dataBits Nr. 106703)
Mit der Einstellung dataBits definieren Sie, ob ein Zeichen mit 7
oder 8 Datenbits bertragen wird.
Paritt berprfen
(parity Nr. 106704)
Mit dem Parittsbit werden bertragungsfehler erkannt. Das
Parittsbit kann auf drei verschiedene Arten gebildet werden:
Keine Parittsbildung (NONE): Es wird auf eine Fehlererkennung
verzichtet
Gerade Paritt (EVEN): Hier liegt ein Fehler vor, falls der
Empfnger bei seiner Auswertung eine ungerade Anzahl an
gesetzten Bits feststellt
Ungerade Paritt (ODD): Hier liegt ein Fehler vor, falls der
Empfnger bei seiner Auswertung eine gerade Anzahl an
gesetzten Bit feststellt
Stopp-Bits einstellen
(stopBits Nr. 106705)
Mit dem Start- und einem oder zwei Stopp-Bits wird bei der
seriellen Datenbertragung dem Empfnger eine Synchronisation
auf jedes bertragene Zeichen ermglicht.
720 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Datenschnittstellen einrichten 18.10
Handshake einstellen
(flowControl Nr. 106706)
Mit einem Handshake ben zwei Gerte eine Kontrolle der
Datenbertragung aus. Man unterscheidet zwischen Software-
Handshake und Hardware-Handshake.
Keine Datenflusskontrolle (NONE): Handshake ist nicht aktiv
Hardware-Handshake (RTS_CTS): bertragungsstopp durch RTS
aktiv
Software-Handshake (XON_XOFF): bertragungsstopp durch
DC3 (XOFF) aktiv
Dateisystem fr Dateioperation
(fileSystem Nr. 106707)
Mit fileSystem legen Sie das Dateisystem fr die serielle
Schnittstelle fest. Dieser Maschinenparameter ist nicht erforderlich,
wenn Sie kein spezielles Dateisystem bentigen.
EXT: Minimales Dateisystem fr Drucker oder HEIDENHAIN-
fremde bertragungssoftware. Entspricht der Betriebsart EXT1
und EXT2 von lteren TNC-Steuerungen.
FE1: Kommunikation mit der PC-Software TNCserver oder einer
externen Disketteneinheit.
Block Check Character
(bccAvoidCtrlChar Nr. 106708)
Mit Block Check Character (Optional) kein Steuerzeichen, legen Sie
fest, ob die Prfsumme einem Steuerzeichen entsprechen kann.
TRUE: Die Prfsumme entspricht keinem Steuerzeichen
FALSE: Die Prfsumme kann einem Steuerzeichen entsprechen
Zustand der RTS-Leitung
(rtsLow Nr. 106709)
Mit Zustand der RTS-Leitung (Optional) legen Sie fest, ob der Pegel
"low" im Ruhezustand aktiv ist.
TRUE: Im Ruhezustand ist der Pegel auf "low"
FALSE: Im Ruhezustand ist der Pegel nicht auf "low"
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 721
18 MOD-Funktionen
18.10 Datenschnittstellen einrichten
Verhalten nach dem Empfang von ETX definieren
(noEotAfterEtx Nr. 106710)
Mit Verhalten nach Empfang von ETX definieren (Optional) legen
Sie fest, ob nach Empfang des Zeichens ETX das Zeichen EOT
gesendet wird.
TRUE: Es wird das Zeichen EOT nicht gesendet
FALSE: Es wird das Zeichen EOT gesendet
Einstellungen fr die Datenbertragung mit der PC-
Software TNCserver
Treffen Sie in dem Maschinenparameter RS232 (Nr. 106700)
folgende Einstellungen:
Parameter Auswahl
Datenbertragungsrate in Baud Muss mit der
Einstellung in TNCserver
bereinstimmen
Datenbertragungsprotokoll BLOCKWISE
Datenbits in jedem bertragenen 7 Bit
Zeichen
Art der Parittsprfung EVEN
Anzahl Stopp-Bits 1 Stop-Bit
Art des Handshake festlegen RTS_CTS
Dateisystem fr Dateioperation FE1
722 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Datenschnittstellen einrichten 18.10
Betriebsart des externen Gerts whlen (fileSystem)
In den Betriebsarten FE2 und FEX knnen Sie
die Funktionen alle Programme einlesen,
angebotenes Programm einlesen und Verzeichnis
einlesen nicht nutzen.
Symbol Externes Gert Betriebsart
PC mit HEIDENHAIN LSV2
bertragungssoftware TNCremo
HEIDENHAIN Disketten-Einheiten FE1
Fremdgerte, wie Drucker, Leser, FEX
Stanzer, PC ohne TNCremo
Software fr Datenbertragung
Zur bertragung von Dateien von der TNC und zur TNC sollten
Sie die HEIDENHAIN-Software zur Datenbertragung TNCremo
benutzen. Mit TNCremo knnen Sie ber die serielle Schnittstelle
oder ber die Ethernet-Schnittstelle alle HEIDENHAIN-Steuerungen
ansteuern.
Die aktuelle Version von TNCremo knnen
Sie kostenlos von der HEIDENHAIN Filebase
herunterladen ([Link], <Dokumentation
und Information>, <Software>, <Download-
Bereich>, <PC-Software>, <TNCremo>).
Systemvoraussetzungen fr TNCremo:
PC mit 486 Prozessor oder besser
Betriebssystem Windows XP, Windows Vista, Windows 7,
Windows 8
16 MByte Arbeitsspeicher
5 MByte frei auf Ihrer Festplatte
Eine freie serielle Schnittstelle oder Anbindung ans TCP/IP-
Netzwerk
Installation unter Windows
Starten Sie das Installationsprogramm [Link] mit dem
Datei-Manager (Explorer)
Folgen Sie den Anweisungen des Setup-Programms
TNCremo unter Windows starten
Klicken Sie auf <Start>, <Programme>, <HEIDENHAIN
Anwendungen>, <TNCremo>
Wenn Sie TNCremo das erste Mal starten, versucht TNCremo
automatisch eine Verbindung zur TNC herzustellen.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 723
18 MOD-Funktionen
18.10 Datenschnittstellen einrichten
Datenbertragung zwischen TNC und TNCremo
Bevor Sie ein Programm von der TNC zum PC
bertragen unbedingt sicherstellen, dass Sie das
momentan auf der TNC angewhlte Programm auch
gespeichert haben. Die TNC speichert nderungen
automatisch, wenn Sie die Betriebsart auf der TNC
wechseln oder wenn Sie ber die Taste PGM MGT die
Dateiverwaltung anwhlen.
Prfen Sie, ob die TNC an der richtigen seriellen Schnittstelle Ihres
Rechners oder am Netzwerk angeschlossen ist.
Nachdem Sie die TNCremo gestartet haben, sehen Sie im oberen
Teil des Hauptfensters 1 alle Dateien, die im aktiven Verzeichnis
gespeichert sind. ber <Datei>, <Ordner wechseln> knnen Sie
ein beliebiges Laufwerk oder ein anderes Verzeichnis auf Ihrem
Rechner whlen.
Wenn Sie die Datenbertragung vom PC aus steuern wollen, dann
bauen Sie die Verbindung auf dem PC wie folgt auf:
Whlen Sie <Datei>, <Verbindung erstellen>. TNCremo
empfngt nun die Datei- und Verzeichnisstruktur von der TNC
und zeigt diese im unteren Teil des Hauptfensters 2 an
Um eine Datei von der TNC zum PC zu bertragen, whlen
Sie die Datei im TNC-Fenster durch Mausklick und ziehen die
markierte Datei bei gedrckter Maustaste in das PC-Fenster 1
Um eine Datei vom PC zur TNC zu bertragen, whlen Sie die
Datei im PC-Fenster durch Mausklick und ziehen die markierte
Datei bei gedrckter Maustaste in das TNC-Fenster 2
Wenn Sie die Datenbertragung von der TNC aus steuern wollen,
dann bauen Sie die Verbindung auf dem PC wie folgt auf:
Whlen Sie <Extras>, <TNCserver>. TNCremo startet dann den
Server-Betrieb und kann von der TNC-Daten empfangen, oder
an die TNC-Daten senden
Whlen Sie auf der TNC die Funktionen zur Dateiverwaltung
ber die Taste PGM MGT und bertragen die gewnschten
Dateien
Weitere Informationen: "Datenbertragung zu oder von einem
externen Datentrger", Seite 173
Wenn Sie eine Werkzeugtabelle von der Steuerung
exportiert haben, dann werden die Werkzeugtypen
zu einer Werkzeugtypnummer umgewandelt.
Weitere Informationen: "Verfgbare
Werkzeugtypen", Seite 243
TNCremo beenden
Whlen Sie den Menpunkt <Datei>, <Beenden>
Beachten Sie auch die kontextsensitive Hilfefunktion
von TNCremo, in der alle Funktionen erklrt sind. Der
Aufruf erfolgt ber die Taste F1.
724 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Ethernet-Schnittstelle 18.11
18.11 Ethernet-Schnittstelle
Einfhrung
Die TNC ist standardmig mit einer Ethernet-Karte ausgerstet,
um die Steuerung als Client in Ihr Netzwerk einzubinden. Die TNC
bertrgt Daten ber die Ethernet-Karte mit
dem smb-Protokoll (server message block) fr Windows-
Betriebssysteme, oder
der TCP/IP-Protokoll-Familie (Transmission Control Protocol/
Internet Protocol) und mithilfe des NFS (Network File System)
Anschlussmglichkeiten
Sie knnen die Ethernet-Karte der TNC ber den RJ45-Anschluss
(X26,1000BaseTX, 100BaseTX und 10BaseT) in Ihr Netzwerk
einbinden oder direkt mit einem PC verbinden. Der Anschluss ist
galvanisch von der Steuerungselektronik getrennt.
Beim 1000Base TX, 100BaseTX und 10BaseT-Anschluss verwenden
Sie Twisted Pair-Kabel, um die TNC an Ihr Netzwerk anzuschlieen.
Die maximale Kabellnge zwischen TNC und einem
Knotenpunkt ist abhngig von der Gteklasse des
Kabels, von der Ummantelung und von der Art des
Netzwerks (1000BaseTX, 100BaseTX oder 10BaseT).
Sie knnen die TNC auch ohne groen Aufwand
direkt mit einem PC verbinden, der mit einer
Ethernet-Karte ausgerstet ist. Verbinden Sie hierzu
die TNC (Anschluss X26) und den PC mit einem
gekreuzten Ethernet-Kabel (Handelsbezeichnung:
Patchkabel gekreuzt oder STP-Kabel gekreuzt)
TNC konfigurieren
Lassen Sie die TNC von einem Netzwerk-Spezialisten
konfigurieren.
Drcken Sie in der Betriebsart Programmieren die Taste MOD
und geben Sie die Schlsselzahl NET123 ein
Drcken Sie in der Dateiverwaltung den Softkey NETZWERK
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 725
18 MOD-Funktionen
18.11 Ethernet-Schnittstelle
Allgemeine Netzwerkeinstellungen
Drcken Sie den Softkey NETZWERK KONFIGURIEREN zur
Eingabe der allgemeinen Netzwerkeinstellungen. Reiter
Computernamen ist aktiv:
Einstellung Bedeutung
Primre Name der Ethernet-Schnittstelle, die in
Schnittstelle Ihr Firmennetzwerk eingebunden werden
soll. Nur aktiv, wenn eine optionale
zweite Ethernet-Schnittstelle in der
Steuerungshardware zur Verfgung steht
Rechnername Name, mit der die TNC in Ihrem
Firmennetzwerk sichtbar sein soll
Host-Datei Nur fr Sonderanwendungen erforderlich:
Name einer Datei, in der Zuordnungen
zwischen IP-Adressen und Rechnernamen
definiert sind
Whlen Sie den Reiter Schnittstellen zur Eingabe der
Schnittstellen-Einstellungen:
Einstellung Bedeutung
Schnittstellen- Liste der aktiven Ethernet-Schnittstellen. Eine
Liste der aufgelisteten Schnittstellen selektieren
(per Maus oder per Pfeiltasten)
Schaltflche Aktivieren: Gewhlte
Schnittstelle aktivieren (X in Spalte Aktiv)
Schaltflche Deaktivieren: Gewhlte
Schnittstelle deaktivieren (- in Spalte
Aktiv)
Schaltflche Konfigurieren:
Konfigurationsmen ffnen
IP-Forwarding Diese Funktion muss standardmig
erlauben deaktiviert sein. Funktion nur aktivieren,
wenn zu Diagnosezwecken von extern
ber die TNC auf die optional vorhandene
zweite TNC-Ethernet-Schnittstelle zugegriffen
werden soll. Nur in Verbindung mit dem
Kundendienst aktivieren
726 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Ethernet-Schnittstelle 18.11
Whlen Sie die Schaltflche Konfigurieren zum ffnen des
Konfigurationsmens:
Einstellung Bedeutung
Status Schnittstelle aktiv: Verbindungsstatus
der gewhlten Ethernet-Schnittstelle
Name: Name der Schnittstelle, die Sie
gerade konfigurieren
Steckerverbindung: Nummer der
Steckerverbindung dieser Schnittstelle an
der Logikeinheit der Steuerung
Profil Hier knnen Sie ein Profil erstellen bzw.
whlen, in dem alle in diesem Fenster
sichtbaren Einstellungen hinterlegt sind.
HEIDENHAIN stellt zwei Standardprofile zur
Verfgung:
DHCP-LAN: Einstellungen fr die Standard
TNC Ethernet-Schnittstelle, die in einem
Standardfirmennetz funktionieren sollten
MachineNet: Einstellungen fr die zweite,
optionale Ethernet-Schnittstelle, zur
Konfiguration des Maschinennetzwerks
ber die entsprechenden Schaltflchen
knnen Sie die Profile speichern, laden und
lschen
IP-Adresse Option IP-Adresse automatisch
beziehen: Die TNC soll die IP-Adresse
vom DHCP-Server beziehen
Option IP-Adresse manuell einstellen:
IP-Adresse und Subnet-Maske manuell
definieren. Eingabe: Jeweils vier
durch Punkt getrennte Zahlenwerte,
z. B.[Link] und [Link]
Domain Name Option DNS automatisch beziehen: Die
Server (DNS) TNC soll die IP-Adresse des Domain
Name Servers automatisch beziehen
Option DNS manuell konfigurieren: IP-
Adressen der Server und Domnenname
manuell eingeben
Default Option Default GW automatisch
Gateway beziehen: Die TNC soll den Default-
Gateway automatisch beziehen
Option Default GW manuell
konfigurieren: IP-Adressen des Default-
Gateways manuell eingeben
nderungen mit Schaltflche OK bernehmen oder mit
Schaltflche Abbrechen verwerfen
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 727
18 MOD-Funktionen
18.11 Ethernet-Schnittstelle
Whlen Sie den Reiter Internet.
Einstellung Bedeutung
Proxy Direkte Verbindung zum Internet / NAT:
Internet-Anfragen leitet die Steuerung an
das Default-Gateway weiter und mssen
dort ber Network Adress Translation
weitergegeben werden (z. [Link] direktem
Anschluss an ein Modem)
Proxy verwenden: Adresse und Port des
Internet-Routers im Netzwerk definieren,
beim Netzwerk-Administrator erfragen
Fernwartung Der Maschinenhersteller konfiguriert hier den
Server fr die Fernwartung. nderungen nur
in Absprache mit Ihrem Maschinenhersteller
durchfhren
Whlen Sie den Reiter Ping/Routing zur Eingabe der Ping- und
Routing-Einstellungen:
Einstellung Bedeutung
Ping Im Eingabefeld Adresse: die IP-
Nummer eingeben, zu der Sie eine
Netzwerkverbindung prfen wollen. Eingabe:
Vier durch Punkt getrennte Zahlenwerte,
z. B.[Link]. Alternativ knnen Sie
auch den Rechnernamen eingeben, zu dem
Sie die Verbindung prfen wollen
Schaltflche Start: Prfung starten, die
TNC blendet Statusinformationen im
Pingfeld ein
Schaltflche Stopp: Prfung beenden
Routing Fr Netzwerkspezialisten:
Statusinformationen des Betriebssystems
zum aktuellen Routing
Schaltflche Aktualisieren: Routing
aktualisieren
Whlen Sie den Reiter NFS UID/GID zur Eingabe von Benutzer-
und Gruppenkennungen:
Einstellung Bedeutung
UID/GID fr User ID: Definition, mit welcher User-
NFS-Shares Identifikation der Endanwender im
setzen Netzwerk auf Dateien zugreift. Wert beim
Netzwerkspezialisten erfragen
Group ID: Definition, mit welcher
Gruppenidentifikation Sie im Netzwerk
auf Dateien zugreifen. Wert beim
Netzwerkspezialisten erfragen
728 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Ethernet-Schnittstelle 18.11
DHCP Server: Einstellungen zur automatischen
Netzwerkkonfiguration
Einstellung Bedeutung
DHCP Server IP Adressen ab: Definition, ab welcher
IP-Adresse die TNC den Pool der
dynamischen IP-Adressen ableiten soll.
Die ausgegrauten Werte bernimmt die
TNC aus der statischen IP-Adresse der
definierten Ethernet-Schnittstelle, diese
sind nicht vernderbar.
IP Adressen bis: Definition, bis zu
welcher IP-Adresse die TNC den Pool der
dynamischen IP-Adressen ableiten soll.
Lease Time (Stunden): Zeit, innerhalb
der die dynamische IP-Adresse fr einen
Client reserviert bleiben soll. Meldet
sich ein Client innerhalb dieser Zeit an,
dann weist die TNC wieder dieselbe
dynamische IP-Adresse zu.
Domainname: Hier knnen Sie bei Bedarf
einen Namen fr das Maschinennetz
definieren. Ist erforderlich, wennz. B.
gleiche Namen im Maschinennetz und
dem externen Netz vergeben sind.
DNS nach extern weiterleiten: Wenn IP
Forwarding aktiv ist (Reiter Schnittstellen)
knnen Sie bei aktiver Option festlegen,
dass die Namensauflsung fr Gerte am
Maschinennetz auch vom externen Netz
verwendet werden kann.
DNS von extern weiterleiten: WennIP
Forwarding aktiv ist (Reiter Schnittstellen)
knnen Sie bei aktiver Option festlegen,
dass die TNC DNS-Anfragen von Gerten
innerhalb des Maschinennetzes auch an
den Namensserver des externen Netzes
weiterleiten soll, sofern der DNS-Server
der MC die Anfrage nicht beantworten
kann.
Schaltflche Status: bersicht der Gerte
aufrufen, die im Maschinennetz mit
dynamischer IP-Adresse versorgt sind.
Zustzlich knnen Sie Einstellungen fr
diese Gerte vornehmen
Schaltflche Erweiterte Optionen:
Erweiterte Einstellmglichkeiten fr den
DNS-/DHCP-Server.
Schaltflche Setze Standardwerte:
Werkseinstellungen setzen.
Sandbox: nderungen nur in Absprache mit Ihrem
Maschinenhersteller durchfhren
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 729
18 MOD-Funktionen
18.11 Ethernet-Schnittstelle
Gertespezifische Netzwerk-Einstellungen
Drcken Sie den SoftkeyNETZWERK VERBIND. DEFINIER. zur
Eingabe der gertespezifischen Netzwerkeinstellungen. Sie
knnen beliebig viele Netzwerkeinstellungen festlegen, jedoch
nur maximal 7 gleichzeitig verwalten
Einstellung Bedeutung
Netzlaufwerk Liste aller Verbundenen Netzlaufwerke. In
den Spalten zeigt die TNC den jeweiligen
Status der Netzwerkverbindungen an:
Mount: Netzlaufwerk verbunden / nicht
verbunden
Auto: Netzlaufwerk soll automatisch/
manuell verbunden werden
Typ: Art der Netzwerkverbindung.
Mglich sind cifs und nfs
Laufwerk: Bezeichnung des
Laufwerks auf der TNC
ID: Interne ID die kennzeichnet, wenn
Sie mehrere Verbindungen ber einen
Mount-Point definiert haben
Server: Name des Servers
Freigabename: Name des
Verzeichnisses auf dem Server auf das
die TNC zugreifen soll
Benutzer: Name des Benutzers am
Netzwerk
Passwort: Netzlaufwerk Passwort
geschtzt oder nicht
Passwort erfragen?: Passwort beim
Verbinden erfragen / nicht erfragen
Optionen: Anzeige von zustzlichen
Verbindungsoptionen
ber die Schaltflchen verwalten Sie die
Netzlaufwerke.
Um Netzwerklaufwerke hinzuzufgen,
verwenden Sie die Schaltflche
Hinzufgen: Die TNC startet dann den
Verbindungsassistenten, in dem Sie alle
erforderlichen Angaben dialoggefhrt
eingeben knnen
Status log Anzeige von Statusinformationen und
Fehlermeldungen.
ber die Schaltflche Leeren knnen Sie
den Inhalt des Statusfensters lschen.
730 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Firewall 18.12
18.12 Firewall
Anwendung
Sie haben die Mglichkeit, eine Firewall fr die primre
Netzwerkschnittselle der Steuerung einzurichten. Diese kann so
konfiguriert werden, dass eingehender Netzwerkverkehr je nach
Absender und Dienst abgeblockt und/oder eine Meldung angezeigt
wird. Die Firewall kann nicht fr die zweite Netzwerkschnittstelle
der Steuerung gestartet werden, wenn diese als DHCP-Server aktiv
ist.
Nachdem die Firewall aktiviert wurde, wird dies ber ein Symbol
rechts unten in der Task-Leiste angezeigt. Je nach Sicherheitsstufe,
mit der die Firewall aktiviert wurde, verndert sich dieses Symbol
und gibt Auskunft ber die Hhe der Sicherheitseinstellungen:
Symbol Bedeutung
Ein Schutz durch die Firewall ist noch nicht
gegeben, obwohl diese laut Konfiguration
aktiviert wurde. Dies ist der Fall wenn
z. B. in der Konfiguration Rechnernamen
verwendet wurden, diese aber noch nicht
auf IP-Adressen umgesetzt sind
Firewall ist mit mittlerer Sicherheitsstufe
aktiviert
Firewall ist mit hoher Sicherheitsstufe
aktiviert. (Alle Dienste auer SSH sind
gesperrt)
Lassen Sie die Standard-Einstellungen von
Ihrem Netzwerk-Spezialisten berprfen und
gegebenenfalls ndern.
Die Einstellungen in dem zustzlichen Reiter SSH
Settings sind eine Vorbereitung fr zuknftige
Endungen und derzeit noch ohne Funktion.
Firewall konfigurieren
Einstellungen fr die Firewall nehmen Sie wie folgt vor:
ffnen Sie mit der Maus die Task-Leiste am unteren
Bildschirmrand
Weitere Informationen: "Window-Manager", Seite 101
Drcken Sie die grne HEIDENHAIN-Schaltflche, um das JH-
Men zu ffnen
Whlen Sie den Menpunkt Einstellungen
Whlen Sie den Menpunkt Firewall
HEIDENHAIN empfiehlt, die Firewall mit den vorbereiteten
Standardeinstellungen zu aktivieren:
Setzen Sie die Option Active, um die Firewall einzuschalten
Drcken Sie die Schaltflche Set standard values, um die von
HEIDENHAIN empfohlenen Standardeinstellungen zu aktivieren.
Verlassen Sie den Dialog mit der Schaltflche OK
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 731
18 MOD-Funktionen
18.12 Firewall
Einstellungen der Firewall
Option Bedeutung
Active Ein- und Ausschalten der Firewall
Interface: Auswahl der Schnittstelle eth0 entspricht
im allgemeinen X26 des Hauptrechners
MC, eth1 entspricht X116. Sie knnen
dies in den Netzwerkeinstellungen im
Reiter Schnittstellen berprfen. Bei
Hauptrechnereinheiten mit zwei Ethernet-
Schnittstellen ist fr die zweite (nicht
primre) im Standard der DHCP-Server
fr das Maschinennetz aktiv. Mit dieser
Einstellung kann die Firewall fr eth1 nicht
aktiviert werden, da sich Firewall und DHCP-
Server gegenseitig ausschlieen
Report other Firewall ist mit hoher Sicherheitsstufe
inhibited aktiviert. (Alle Dienste auer SSH sind
packets: gesperrt)
Inhibit ICMP Ist diese Option gesetzt, antwortet die
echo answer: Steuerung nicht mehr auf eine PING-
Anforderung
Servcie In dieser Spalte ist die Kurzbezeichnung der
Dienste aufgefhrt, die mit diesem Dialog
konfiguriert werden. Ob die Dienste selbst
gestartet sind, spielt fr die Konfiguration
hier keine Rolle
LSV2 beinhaltet neben der Funktionalitt
fr TNCremo oder Teleservice auch die
HEIDENHAIN-DNC-Schnittstelle (Ports
19000 bis 19010)
SMB bezieht sich nur auf eingehende
SMB-Verbindungen, wenn also auf der
NC eine Windows-Freigabe erstellt
wird. Ausgehende SMB-Verbindungen
(wenn also eine Windows-Freigabe an
der NC angebunden wird) knnen nicht
verhindert werden
SSH bezeichnet das SecureShell-
Protokoll (Port 22). ber dieses SSH-
Protokoll kann ab HeROS 504 das LSV2
sicher getunnelt abgewickelt werden
VNC Protokoll bedeutet Zugriff
auf den Bildschirminhalt. Wird
dieser Dienst gesperrt, kann auch
mit den Teleserviceprogrammen
von HEIDENHAIN nicht auf den
Bildschirminhalt (z. [Link])
zugegriffen werden. Wird dieser
Dienst gesperrt, so wird im VNC-
Konfigurationsdialog von HeROS eine
Warnung angezeigt, dass in der Firewall
VNC gesperrt ist
732 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Firewall 18.12
Option Bedeutung
Method Unter Method kann konfiguriert werden,
ob der Dienst fr niemand erreichbar
ist (Prohibit all), fr alle erreichbar ist
(Permit all) oder nur fr einzelne erreichbar
ist (Permit some). Wird Permit some
angegeben, muss auch unter Computer
der Rechner angegeben werden, dem der
Zugriff auf den entsprechenden Dienst
erlaubt sein soll. Wird unter Computer
kein Rechner eingetragen, wird beim
Abspeichern der Konfiguration automatisch
die Einstellung Prohibit all aktiv
Log Ist Log aktiviert, so wird eine "rote" Meldung
ausgegeben, falls ein Netzwerkpaket
fr diesen Dienst geblockt wurde. Eine
"blaue" Meldung wird ausgegeben, falls
ein Netzwerkpaket fr diesen Dienst
angenommen wurde
Computer Wird unter Method die Einstellung Permit
some konfiguriert, knnen hier Rechner
angegeben werden. Die Rechner knnen
mit IP-Adresse oder mit Hostnamen durch
Komma getrennt eingetragen werden.
Wird ein Hostname verwendet, so wird
beim Beenden oder Speichern des Dialogs
geprft, ob dieser Hostname in eine IP-
Adresse bersetzt werden kann. Ist dies
nicht der Fall, bekommt der Benutzer
eine Fehlermeldung und der Dialog
beendet sich nicht. Gibt man einen gltigen
Hostnamen an, so wird bei jedem Start
der Steuerung dieser Hostname in eine IP-
Adresse bersetzt. ndert ein mit Namen
eingetragener Rechner seine IP-Adresse,
kann es notwendig sein, die Steuerung neu
zu starten oder formal die Konfiguration der
Firewall zu ndern, damit die Steuerung in
der Firewall die neue IP-Adresse zu einem
Hostnamen verwendet
Advanced Diese Einstellungen sind nur fr Ihre
options Netzwerkspezialisten
Set standard Setzt die Einstellungen auf die von
values HEIDENHAIN empfohlenen Standardwerte
zurck
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 733
18 MOD-Funktionen
18.13 Funkhandrad HR 550FS konfigurieren
18.13 Funkhandrad HR 550FS konfigurieren
Anwendung
ber den Softkey FUNKHANDRAD EINRICHTEN knnen Sie das
Funkhandrad HR 550FS konfigurieren. Folgende Funktionen stehen
zur Verfgung:
Handrad einer bestimmten Handradaufnahme zuordnen
Funkkanal einstellen
Analyse des Frequenz-Spektrums zur Bestimmung des
bestmglichen Funkkanals
Sendeleistung einstellen
Statistische Informationen zur bertragungsqualitt
Handrad einer bestimmten Handradaufnahme
zuordnen
Stellen Sie sicher, dass die Handradaufnahme mit der
Steuerungshardware verbunden ist
Legen Sie das Funkhandrad, das Sie der Handradaufnahme
zuordnen wollen, in die Handradaufnahme
MOD-Funktion whlen: Taste MOD drcken
Men Maschinen-Einstellungen whlen
Konfigurationsmen fr Funkhandrad whlen: Softkey
FUNKHANDRAD EINRICHTEN drcken
Klicken Sie auf die Schaltflche HR anbinden: Die TNC speichert
die Seriennummer des eingelegten Funkhandrades ab und zeigt
diese im Konfigurationsfenster links neben der Schaltflche HR
anbinden an
Konfiguration speichern und Konfigurationsmen verlassen:
Schaltflche ENDE drcken
734 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Funkhandrad HR 550FS konfigurieren 18.13
Funkkanal einstellen
Beim automatischen Starten des Funkhandrades versucht die TNC
den Funkkanal zu whlen, der das beste Funksignal liefert. Wenn
Sie den Funkkanal selber einstellen wollen, gehen Sie wie folgt vor:
MOD-Funktion whlen: Taste MOD drcken
Men Maschinen-Einstellungen whlen
Konfigurationsmen fr Funkhandrad whlen: Softkey
FUNKHANDRAD EINRICHTEN drcken
Durch Mausklick den Reiter Frequenz-Spektrum whlen
Klicken Sie auf die Schaltflche HR anhalten: Die TNC stoppt
die Verbindung zum Funkhandrad und ermittelt das aktuelle
Frequenz-Spektrum fr alle 16 verfgbaren Kanle
Kanalnummer des Kanals merken, der am wenigsten
Funkverkehr aufweist (kleinster Balken)
ber die Schaltflche Handrad starten das Funkhandrad wieder
aktivieren
Durch Mausklick den Reiter Eigenschaften whlen
Klicken Sie auf die Schaltflche Kanal whlen: Die TNC blendet
alle verfgbaren Kanalnummern ein. Whlen Sie per Maus
die Kanalnummer, fr die die TNC am wenigsten Funkverkehr
ermittelt hat
Konfiguration speichern und Konfigurationsmen verlassen:
Schaltflche ENDE drcken
Sendeleistung einstellen
Beachten Sie, dass beim Reduzieren der
Sendeleistung die Reichweite des Funkhandrades
abnimmt.
MOD-Funktion whlen: Taste MOD drcken
Men Maschinen-Einstellungen whlen
Konfigurationsmen fr Funkhandrad whlen: Softkey
FUNKHANDRAD EINRICHTEN drcken
Klicken Sie auf die Schaltflche Setze Leistung: Die TNC
blendet die drei verfgbaren Leistungseinstellungen ein. Whlen
Sie per Maus die gewnschte Einstellung aus
Konfiguration speichern und Konfigurationsmen verlassen:
Schaltflche ENDE drcken
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 735
18 MOD-Funktionen
18.13 Funkhandrad HR 550FS konfigurieren
Statistik
Die Statistikdaten knnen Sie wie folgt anzeigen lassen:
MOD-Funktion whlen: Taste MOD drcken
Men Maschinen-Einstellungen whlen
Konfigurationsmen fr Funkhandrad whlen: Softkey
FUNKHANDRAD EINRICHTEN drcken: Die TNC zeigt das
Konfigurationsmen mit den Statistikdaten
Unter Statistik zeigt die TNC Informationen zur
bertragungsqualitt an.
Das Funkhandrad reagiert bei einer eingeschrnkten
Empfangsqualitt, die einen einwandfreien, sicheren Halt der
Achsen nicht mehr gewhrleisten kann, mit einer Not-Aus-Reaktion.
Hinweis auf eine eingeschrnkte Empfangsqualitt gibt der
angezeigte Wert Max. Folge verloren. Zeigt die TNC im normalen
Betrieb des Funkhandrades, innerhalb des gewnschten
Einsatzradius hier wiederholt Werte grer 2 an, so besteht die
erhhte Gefahr eines unerwnschten Verbindungsabbruchs.
Abhilfe kann hier die Erhhung der Sendeleistung, aber auch ein
Kanalwechsel auf einen weniger frequentierten Kanal schaffen.
Versuchen Sie in solchen Fllen die bertragungsqualitt
durch Auswhlen eines anderen Kanals zu verbessern oder die
Sendeleistung zu erhhen.
Weitere Informationen: "Funkkanal einstellen", Seite 735
Weitere Informationen: "Sendeleistung einstellen", Seite 735
736 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
18
Maschinenkonfiguration laden 18.14
18.14 Maschinenkonfiguration laden
Anwendung
Achtung, Datenverlust!
Die TNC berschreibt beim Ausfhren des Backups
Ihre Maschinenkonfiguration. Die berschriebenen
Maschinendaten gehen dabei verloren. Sie knnen
diesen Vorgang nicht mehr rckgngig machen!
Ihr Maschinenhersteller kann Ihnen ein Backup mit einer
Maschinenkonfiguration zur Verfgung stellen. Nach Eingabe
des Schlsselwortes RESTORE knnen Sie das Backup auf Ihrer
Maschine oder Ihren Programmierplatz laden. Um das Backup zu
laden, gehen Sie wie folgt vor:
Im MOD-Dialog Schlsselwort RESTORE eingeben
In der Dateiverwaltung der TNC die Backup-Datei
(z. B. BKUP-2013-12-12_.zip) whlen, die TNC ffnet ein
berblendfenster fr das Backup
Not-Aus drcken
Softkey OK drcken, um den Backup-Vorgang zu starten
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 737
19
Tabellen und
bersichten
19 Tabellen und bersichten
19.1 Maschinenspezifische Anwenderparameter
19.1 Maschinenspezifische
Anwenderparameter
Anwendung
Die Eingabe der Parameterwerte erfolgt ber den
Konfigurationseditor.
Um die Einstellung maschinenspezifischer
Funktionen fr den Anwender zu ermglichen,
kann Ihr Maschinenhersteller definieren, welche
Maschinenparameter als Anwenderparameter
zur Verfgung stehen. Darber hinaus kann
Ihr Maschinenhersteller auch zustzliche,
im nachfolgenden nicht beschriebene
Maschinenparameter in die TNC einbinden.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch!
Im Konfigurationseditor sind die Maschinenparameter in einer
Baumstruktur zu Parameterobjekten zusammengefasst. Jedes
Parameterobjekt trgt einen Namen (z. B. Einstellungen fr
Bildschirmanzeigen), der auf die Funktion der darunterliegenden
Parameter schlieen lsst. Ein Parameterobjekt (Entitt)
wird in der Baumstruktur mit einem E im Ordnersymbol
gekennzeichnet. Einige Maschinenparameter besitzen zur
eindeutigen Identifizierung einen Key-Namen, der den Parameter
einer Gruppe (z. B. X fr die X-Achse) zuordnet. Der jeweilige
Gruppenordner trgt den Key-Namen und wird durch ein K im
Ordnersymbol gekennzeichnet.
Wenn Sie sich im Konfigurationseditor fr die
Anwenderparameter befinden, knnen Sie die
Darstellung der vorhandenen Parameter ndern.
Mit der Standardeinstellung werden die Parameter
mit kurzen, erklrenden Texten angezeigt. Um
die tatschlichen Systemnamen der Parameter
anzeigen zu lassen, drcken Sie die Taste fr die
Bildschirm-Aufteilung und anschlieend den Softkey
SYSTEMNAMEN ANZEIGEN. Gehen Sie in gleicher
Weise vor, um wieder zur Standardansicht zu
gelangen.
Noch nicht aktive Parameter und Objekte werden
mit einem grauen Icon dargestellt. Mit dem Softkey
ZUSTZL. FUNKT. und EINFGEN knnen Sie diese
aktivieren.
Die TNC fhrt eine fortlaufende nderungsliste,
in der bis zu 20 nderungen der Konfig-Daten
gespeichert sind. Um nderungen rckgngig
zu machen, whlen Sie die gewnschte Zeile
und drcken den Softkey ZUSTZL. FUNKT. und
NDERUNG AUFHEBEN.
740 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Maschinenspezifische Anwenderparameter 19.1
Konfigurationseditor aufrufen und Parameter ndern
Betriebsart PROGRAMMIEREN whlen
Taste MOD drcken
Schlsselzahl 123 eingeben
Parameter ndern
Mit dem Softkey ENDE den Konfigurationseditor verlassen
nderungen mit dem Softkey SPEICHERN bernehmen
Am Anfang jeder Zeile des Parameterbaums zeigt die TNC ein Icon
an, das Zusatzinformationen zu dieser Zeile liefert. Die Icons haben
folgende Bedeutung:
Zweig vorhanden aber zugeklappt
Zweig aufgeklappt
leeres Objekt, nicht aufklappbar
initialisierter Maschinenparameter
nicht initialisierter (optionaler) Maschinenparameter
lesbar aber nicht editierbar
nicht lesbar und nicht editierbar
Am Ordnersymbol ist der Typ des Konfig-Objektes erkennbar:
Key (Gruppenname)
Liste
Entitt (Parameterobjekt)
Hilfetext anzeigen
Mit der Taste HELP kann zu jedem Parameterobjekt oder Attribut
ein Hilfetext angezeigt werden.
Hat der Hilfetext nicht auf einer Seite Platz (oben rechts steht dann
z. B. 1/2), dann kann mit dem Softkey HILFE BLTTERN auf die
zweite Seite geschaltet werden.
Ein erneutes Drcken der Taste HELP schaltet den Hilfetext wieder
aus.
Zustzlich zum Hilfetext werden weitere Informationen angezeigt,
wie z. B. die Maeinheit, ein Initialwert, eine Auswahl. Wenn
der angewhlte Maschinenparameter einem Parameter der
Vorgngersteuerung entspricht, dann wird auch die entsprechende
MP-Nummer angezeigt.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 741
19 Tabellen und bersichten
19.1 Maschinenspezifische Anwenderparameter
Parameterliste
Parametereinstellungen
DisplaySettings
Einstellungen fr Bildschirmanzeige
Reihenfolge der angezeigten Achsen
[0] bis [7]
Abhngig von verfgbaren Achsen
Art der Positionsanzeige im Positionsfenster
SOLL
IST
REFIST
REFSOLL
SCHPF
ISTRW
REFRW
M 118
Art der Positionsanzeige in der Statusanzeige
SOLL
IST
REFIST
REFSOLL
SCHPF
ISTRW
REFRW
M 118
Definition Dezimal-Trennzeichen fr Positionsanzeige
.
Anzeige des Vorschubs in Betriebsart Manueller Betrieb
at axis key: Vorschub nur anzeigen, wenn Achsrichtungstaste gedrckt
always minimum: Vorschub immer anzeigen
Anzeige der Spindel-Position in der Positionsanzeige
during closed loop: Spindelposition nur anzeigen, wenn Spindel in Lageregelung
during closed loop and M5: Spindelposition anzeigen, wenn Spindel in Lageregelung
und bei M5
Softkey Preset-Tabelle anzeigen oder ausblenden
True: Softkey Preset-Tabelle wird nicht angezeigt
False: Softkey Preset-Tabelle anzeigen
Schriftgre bei der Programmanzeige
FONT_APPLICATION_SMALL
FONT_APPLICATION_MEDIUM
742 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Maschinenspezifische Anwenderparameter 19.1
Parametereinstellungen
DisplaySettings
Anzeigeschritt fr die einzelnen Achsen
Liste aller verfgbaren Achsen
Anzeigeschritt fr Positionsanzeige in mm bzw. Grad
0.1
0.05
0.01
0.005
0.001
0.0005
0.0001
0.00005 (Option #23)
0.00001 (Option #23)
Anzeigeschritt fr Positionsanzeige in inch
0.005
0.001
0.0005
0.0001
0.00005 (Option #23)
0.00001 (Option #23)
DisplaySettings
Definition der fr die Anzeige gltigen Maeinheit
metric: Metrisches System verwenden
inch: Inch-System verwenden
DisplaySettings
Format der NC-Programme und Zyklenanzeige
Programmeingabe im HEIDENHAIN Klartext oder in DIN/ISO
HEIDENHAIN: Programmeingabe in der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe im
Klartext
ISO: Programmeingabe in der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe in DIN/ISO
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 743
19 Tabellen und bersichten
19.1 Maschinenspezifische Anwenderparameter
Parametereinstellungen
DisplaySettings
Einstellung der NC- und PLC-Dialogsprache
NC-Dialogsprache
ENGLISH
GERMAN
CZECH
FRENCH
ITALIAN
SPANISH
PORTUGUESE
SWEDISH
DANISH
FINNISH
DUTCH
POLISH
HUNGARIAN
RUSSIAN
CHINESE
CHINESE_TRAD
SLOVENIAN
KOREAN
NORWEGIAN
ROMANIAN
SLOVAK
TURKISH
PLC-Dialogsprache
Siehe NC-Dialogsprache
PLC-Fehlermeldungssprache
Siehe NC-Dialogsprache
Hilfe-Sprache
Siehe NC-Dialogsprache
744 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Maschinenspezifische Anwenderparameter 19.1
Parametereinstellungen
DisplaySettings
Verhalten beim Steuerungshochlauf
Meldung Strom-Unterbrechung quittieren
TRUE: Steuerungshochlauf wird erst nach Quittierung der Meldung fortgesetzt
FALSE: Meldung Strom-Unterbrechung erscheint nicht
DisplaySettings
Darstellungsmodus fr Uhrzeitanzeige
Auswahl fr Darstellungsmodus in der Uhrzeitanzeige
Analog
Digital
Logo
Analog und Logo
Digital und Logo
Analog auf Logo
Digital auf Logo
DisplaySettings
Linkleiste Ein/Aus
Anzeigeeinstellung fr Linkleiste
OFF: Die Informationszeile in der Betriebsarten-Zeile ausschalten
ON: Die Informationszeile in der Betriebsarten-Zeile einschalten
DisplaySettings
Einstellungen zur 3D-Darstellung
Modelltyp der 3D-Darstellung
3D (rechenintensiv): Modelldarstellung fr komplexe Bearbeitungen mit Hinterschnitten
2,5D: Modelldarstellung fr 3-achsige Bearbeitungen
No Model: Die Modelldarstellung ist deaktiviert
Modellqualitt der 3D-Darstellung
very high: Hohe Auflsung; Darstellung der Satzendpunkte mglich
high: Hohe Auflsung
medium: Mittlere Auflsung
low: Niedrige Auflsung
DisplaySettings
Einstellungen fr die
Positionsanzeige
Positionsanzeige
bei TOOL CALL DL
As Tool Length: Das programmierte Aufma DL wird fr die Anzeige der
werkstckbezogenen Position als Werkzeuglngennderung betrachtet
As Workpiece Oversize: Das programmierte Aufma DL wird fr die Anzeige der
werkstckbezogenen Position als Werkstckaufmass betrachtet
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 745
19 Tabellen und bersichten
19.1 Maschinenspezifische Anwenderparameter
Parametereinstellungen
ProbeSettings
Konfiguration der Werkzeugvermessung
TT140_1
M-Funktion fr Spindelorientierung
-1: Spindelorientierung direkt ber NC
0: Funktion inaktiv
1 bis 999: Nummer der M-Funktion zur Spindelorientierung
Antastroutine
MultiDirections: Aus mehreren Richtungen antasten
SingleDirection: Aus einer Richtung antasten
Antast-Richtung fr Werkzeugradius-Vermessung
X_Positive, Y_Positive, X_Negative, Y_Negative, Z_Positive, Z_Negative (abhngig
von der Werkzeugachse)
Abstand Werkzeugunterkante zu Stylus-Oberkante
0.001 bis 99.9999 [mm]: Versatz Stylus zu Werkzeug
Eilgang im Antastzyklus
10 bis 300 000 [mm/min]: Eilgang im Antastzyklus
Antast-Vorschub bei Werkzeugvermessung
1 bis 3 000 [mm/min]: Antast-Vorschub bei Werkzeugvermessung
Berechnung des Antast-Vorschubs
ConstantTolerance: Berechnung des Antast-Vorschubs mit konstanter Toleranz
VariableTolerance: Berechnung des Antast-Vorschubs mit variabler Toleranz
ConstantFeed: Konstanter Antast-Vorschub
Art der Drehzahlermittlung
Automatic: Drehzahl automatisch ermitteln
MinSpindleSpeed: Die minimale Drehzahl der Spindel verwenden
Max. zul. Umlaufgeschwindigkeit an der Werkzeugschneide
1 bis 129 [m/min]: Zulssige Umlaufgeschwindigkeit am Frserumfang
Maximal zulssige Drehzahl beim Werkzeugvermessen
0 bis 1 000 [1/min]: Maximal zulssige Drehzahl
Maximal zulssiger Messfehler bei Werkzeugvermessung
0.001 bis 0.999 [mm]: Erster maximal zulssiger Messfehler
Maximal zulssiger Messfehler bei Werkzeugvermessung
0.001 bis 0.999 [mm]: Zweiter maximal zulssiger Messfehler
NC-Stopp whrend Werkzeug prfen
True: Bei berschreiten der Bruchtoleranz wird das NC-Programm gestoppt
False: Das NC-Programm wird nicht gestoppt
746 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Maschinenspezifische Anwenderparameter 19.1
Parametereinstellungen
NC-Stopp whrend Werkzeug messen
True: Bei berschreiten der Bruchtoleranz wird das NC-Programm gestoppt
False: Das NC-Programm wird nicht gestoppt
ndern der Werkzeugtabelle bei Werkzeug prfen und messen
AdaptOnMeasure: Nach Werkzeug messen wird die Tabelle gendert
AdaptOnBoth: Nach Werkzeug prfen und messen wird die Tabelle gendert
AdaptNever: Nach Werkzeug prfen und messen wird die Tabelle nicht gendert
Konfiguration eines runden Stylus
TT140_1
Koordinaten des Stylus-Mittelpunkts
[0]: X-Koordinate des Stylus-Mittelpunktes bezogen auf den Maschinennullpunkt
[1]: Y-Koordinate des Stylus-Mittelpunktes bezogen auf den Maschinennullpunkt
[2]: Z-Koordinate des Stylus-Mittelpunktes bezogen auf den Maschinennullpunkt
Sicherheitsabstand ber dem Stylus fr Vorpositionierung
0.001 bis 99 999.9999 [mm]: Sicherheitsabstand in Werkzeugachsrichtung
Sicherheitszone um den Stylus fr Vorpositionierung
0.001 bis 99 999.9999 [mm]: Sicherheitsabstand in der Ebene senkrecht zur
Werkzeugachse
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 747
19 Tabellen und bersichten
19.1 Maschinenspezifische Anwenderparameter
Parametereinstellungen
ChannelSettings
CH_NC
Aktive Kinematik
Zu aktivierende Kinematik
Liste der Maschinen-Kinematiken
Zu aktivierende Kinematik beim Hochlauf der Steuerung
Liste der Maschinen-Kinematiken
Verhalten des NC-Programmes festlegen
Zurcksetzen der Bearbeitungszeit bei Programmstart
True: Bearbeitungszeit wird zurckgesetzt
False: Bearbeitungszeit wird nicht zurckgesetzt
PLC-Signal fr Nummer des anstehenden Bearbeitungszyklus
Abhngig vom Maschinenhersteller
Geometrie-Toleranzen
Zulssige Abweichung des Kreisradius
0.0001 bis 0.016 [mm]: Zulssige Abweichung des Kreisradius am Kreisendpunkt
verglichen mit dem Kreis-Anfangspunkt
Konfiguration der Bearbeitungszyklen
Bahnberlappung beim Taschenfrsen
0.001 bis 1.414: Bahnberlappung fr Zyklus 4 TASCHENFRAESEN und Zyklus 5
KREISTASCHE
Verfahren nach Bearbeitung einer Konturtasche
PosBeforeMachining: Position wie vor Bearbeitung des Zyklus
ToolAxClearanceHeight: Werkzeugachse auf sichere Hhe positionieren
Fehlermeldung Spindel ? anzeigen wenn kein M3/M4 aktiv
on: Fehlermeldung ausgeben
off: Keine Fehlermeldung ausgeben
Fehlermeldung Tiefe negativ eingeben anzeigen
on: Fehlermeldung ausgeben
off: Keine Fehlermeldung ausgeben
Anfahrverhalten an die Wand einer Nut im Zylindermantel
LineNormal: Anfahren mit einer Geraden
CircleTangential: Anfahren mit einer Kreisbewegung
M-Funktion fr Spindelorientierung in Bearbeitungs-Zyklen
-1: Spindelorientierung direkt ber NC
0: Funktion inaktiv
1 bis 999: Nummer der M-Funktion zur Spindelorientierung
Fehlermeldung Eintauchart nicht mglich nicht anzeigen
on: Fehlermeldung wird nicht angezeigt
748 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Maschinenspezifische Anwenderparameter 19.1
Parametereinstellungen
off: Fehlermeldung wird angezeigt
Verhalten von M7 und M8 bei Zyklen 202 und 204
TRUE: Am Ende von Zyklus 202 und 204 wird der Zustand von M7 und M8 vor dem
Zyklusaufruf wieder hergestellt
FALSE: Am Ende von Zyklus 202 und 204 wird der Zustand von M7 und M8 nicht
selbstndig wieder hergestellt
Automatische Vorschubreduzierung nach Erreichen von SMAX
100: Vorschubreduktion deaktiviert
0 < Faktor < 100: Vorschubreduktion aktiviert. Minimaler Vorschub in Prozent des
programmierten Vorschubs im Drehzyklus
Geometrie-Filter zum Herausfiltern linearer Elemente
Typ des Stretch-Filters
- Off: Kein Filter aktiv
- ShortCut: Weglassen einzelner Punkte auf Polygon
- Average: Der Geometrie-Filter glttet Ecken
Maximaler Abstand der gefilterten zur ungefilterten Kontur
0 bis 10 [mm]: Die weggefilterten Punkte liegen innerhalb dieser Toleranz zur
resultierenden Strecke
Maximale Lnge der durch Filterung entstehenden Strecke
0 bis 1000 [mm]: Lnge ber die die Geometrie-Filterung wirkt
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 749
19 Tabellen und bersichten
19.1 Maschinenspezifische Anwenderparameter
Parametereinstellungen
Einstellungen fr den NC-Editor
Backup-Dateien erzeugen
TRUE: Nach dem Editieren von NC-Programmen Backup-Datei erstellen
FALSE: Nach dem Editieren von NC-Programmen keine Backup-Datei erstellen
Verhalten des Cursors nach dem Lschen von Zeilen
TRUE: Cursor steht nach dem Lschen auf vorheriger Zeile (iTNC-Verhalten)
FALSE: Cursor steht nach dem Lschen auf nachfolgender Zeile
Verhalten des Cursors bei der ersten bzw. letzten Zeile
TRUE: Rundum-Cursorn am PGM-Anfang/Ende erlaubt
FALSE: Rundum-Cursorn am PGM-Anfang/Ende nicht erlaubt
Zeilenumbruch bei mehrzeiligen Stzen
ALL: Zeilen immer vollstndig darstellen
ACT: Nur die Zeilen des aktiven Satzes vollstndig darstellen
NO: Zeilen nur vollstndig anzeigen, wenn Satz editiert wird
Hilfsbilder bei Zykluseingabe aktivieren
TRUE: Hilfsbilder grundstzlich immer whrend der Eingabe anzeigen
FALSE: Hilfsbilder nur anzeigen, wenn der Softkey ZYKLEN-HILFE auf EIN gesetzt wird. Der
Softkey ZYKLEN-HILFE AUS/EIN wird in der Betriebsart Programmieren, nach dem Drcken
der Taste Bildschirmaufteilung angezeigt
Verhalten der Softkey-Leiste nach einer Zykluseingabe
TRUE: Zyklen-Softkeyleiste nach einer Zyklus-Definition aktiv lassen
FALSE: Zyklen-Softkeyleiste nach einer Zyklus-Definition ausblenden
Sicherheitsabfrage bei Block lschen
TRUE: Beim Lschen eines NC-Satzes Sicherheitsabfrage anzeigen
FALSE: Beim Lschen eines NC-Satzes Sicherheitsabfrage nicht anzeigen
Zeilennummer, bis zu der eine Prfung das NC-Programms durchgefhrt wird
100 bis 100000: Programmlnge, auf die die Geometrie berprft werden soll
DIN/ISO-Programmierung: Satznummern Schrittweite
0 bis 250: Schrittweite, mit der DIN/ISO-Stze im Programm erzeugt werden
Programmierbare Achsen festlegen
TRUE: Festgelegte Achskonfiguration verwenden
FALSE: Default-Achskonfiguration XYZABCUVW verwenden
Verhalten bei achsparallelen Positionierstzen
TRUE: Achsparallele Positionierstze erlaubt
FALSE: Achsparallele Positionierstze gesperrt
Zeilennummer, bis zu der gleiche Syntaxelemente gesucht werden
500 bis 400000: Angewhlte Elemente mit Pfeiltasten oben / unten suchen
Verhalten der Funktion PARAXMODE bei UVW-Achsen
FALSE: Funktion PARAXMODE erlaubt
750 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Maschinenspezifische Anwenderparameter 19.1
Parametereinstellungen
TRUE: Funktion PARAXMODE gesperrt
Einstellungen fr die Dateiverwaltung
Anzeige von Abhngigen Dateien
MANUAL: Abhngige Dateien werden angezeigt
AUTOMATIC: Abhngige Dateien werden nicht angezeigt
Pfadangaben fr den Endanwender
Liste mit Laufwerken und/oder Verzeichnissen
Hier eingetragene Laufwerke und Verzeichnisse zeigt die TNC in der Dateiverwaltung an
FN 16-Ausgabepfad fr die Abarbeitung
Pfad fr FN 16-Ausgabe, wenn im Programm keine Pfad definiert wird
FN 16-Ausgabepfad fr Betriebsart Programmieren und Programm-Test
Pfad fr FN 16-Ausgabe, wenn im Programm keine Pfad definiert wird
Serial Interface RS232
Weitere Informationen: "Datenschnittstellen einrichten", Seite 719
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 751
19 Tabellen und bersichten
19.2 Steckerbelegung und Anschlusskabel fr Datenschnittstellen
19.2 Steckerbelegung und Anschlusskabel
fr Datenschnittstellen
Schnittstelle V.24/RS-232-C HEIDENHAIN-Gerte
Die Schnittstelle erfllt EN 50 178 Sichere Trennung vom Netz.
Bei Verwendung des 25-poligen Adapterblocks:
TNC VB 365725-xx Adapterblock VB 274545-xx
310085-01
Stift Belegung Buchse Farbe Buchse Stift Buchse Stift Farbe Buchse
1 nicht 1 1 1 1 1 wei/ 1
belegen braun
2 RXD 2 gelb 3 3 3 3 gelb 2
3 TXD 3 grn 2 2 2 2 grn 3
4 DTR 4 braun 20 20 20 20 braun 8
5 Signal GND 5 rot 7 7 7 7 rot 7
6 DSR 6 blau 6 6 6 6 6
7 RTS 7 grau 4 4 4 4 grau 5
8 CTR 8 rosa 5 5 5 5 rosa 4
9 nicht 9 8 violett 20
belegen
Geh. Auenschirm Geh. Auenschirm Geh. Geh. Geh. Geh. Auenschirm Geh.
752 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Steckerbelegung und Anschlusskabel fr Datenschnittstellen 19.2
Bei Verwendung des 9-poligen Adapterblocks:
TNC VB 355484-xx Adapterblock VB 366964-xx
363987-02
Stift Belegung Buchse Farbe Stift Buchse Stift Buchse Farbe Buchse
1 nicht 1 rot 1 1 1 1 rot 1
belegen
2 RXD 2 gelb 2 2 2 2 gelb 3
3 TXD 3 wei 3 3 3 3 wei 2
4 DTR 4 braun 4 4 4 4 braun 6
5 Signal GND 5 schwarz 5 5 5 5 schwarz 5
6 DSR 6 violett 6 6 6 6 violett 4
7 RTS 7 grau 7 7 7 7 grau 8
8 CTR 8 wei/grn 8 8 8 8 wei/grn 7
9 nicht 9 grn 9 9 9 9 grn 9
belegen
Geh. Auenschirm Geh. Auenschirm Geh. Geh. Geh. Geh. Auenschirm Geh.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 753
19 Tabellen und bersichten
19.2 Steckerbelegung und Anschlusskabel fr Datenschnittstellen
Fremdgerte
Die Stecker-Belegung am Fremdgert kann erheblich von der
Stecker-Belegung eines HEIDENHAIN-Gertes abweichen.
Sie ist vom Gert und der bertragungsart abhngig.
Entnehmen Sie bitte die Steckerbelegung des Adapter-Blocks der
untenstehenden Tabelle.
Adapterblock 363987-02 VB 366964-xx
Buchse Stift Buchse Farbe Buchse
1 1 1 rot 1
2 2 2 gelb 3
3 3 3 wei 2
4 4 4 braun 6
5 5 5 schwarz 5
6 6 6 violett 4
7 7 7 grau 8
8 8 8 wei/ 7
grn
9 9 9 grn 9
Geh. Geh. Geh. AuenschirmGeh.
754 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Steckerbelegung und Anschlusskabel fr Datenschnittstellen 19.2
Ethernet-Schnittstelle RJ45-Buchse
Maximale Kabellnge:
Ungeschirmt: 100 m
Geschirmt: 400 m
Pin Signal Beschreibung
1 TX+ Transmit Data
2 TX Transmit Data
3 REC+ Receive Data
4 frei
5 frei
6 REC Receive Data
7 frei
8 frei
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 755
19 Tabellen und bersichten
19.3 Technische Information
19.3 Technische Information
Symbolerklrung
Standard
Achsoption
1 Advanced Function Set 1
2 Advanced Function Set 2
Technische Daten
Komponenten Bedienfeld
TFT-Farb-Flachbildschirm mit Softkeys
Programmspeicher Mindestens 21 GByte
Eingabefeinheit und bis 0,1 m bei Linearachsen
Anzeigeschritt
bis 0,01 m bei Linearachsen (mit Option #23)
bis 0,000 1 bei Winkelachsen
bis 0,000 01 bei Winkelachsen (mit Option #23)
Eingabebereich Maximum 999 999 999 mm bzw. 999 999 999
Interpolation Gerade in 4 Achsen
Kreis in 2 Achsen
Schraubenlinie: berlagerung von Kreisbahn und Gerade
Satzverarbeitungszeit 0,5 ms
3D-Gerade ohne
Radiuskorrektur
Achsregelung Lageregelfeinheit: Signalperiode des Positionsmessgerts/1024
Zykluszeit Lageregler: 3 ms
Zykluszeit Drehzahlregler: 200 s
Verfahrweg Max. 100 m (3 937 Zoll)
Spindeldrehzahl Max. 100 000 U/min (analoger Drehzahlsollwert)
Fehlerkompensation Lineare und nichtlineare Achsfehler, Lose, Umkehrspitzen bei
Kreisbewegungen, Wrmeausdehnung
Haftreibung
Datenschnittstellen je eine V.24 / RS-232-C max. 115 kBaud
Erweiterte Datenschnittstelle mit LSV-2-Protokoll zum externen
Bedienen der TNC ber die Datenschnittstelle mit HEIDENHAIN-
Software TNCremo
Ethernet-Schnittstelle 1000 Base-T
5 x USB (1 x Front USB 2.0; 4 x Rckseite USB 3.0)
Umgebungstemperatur Betrieb: 5 C bis +40 C
Lagerung: -20 C bis +60 C
756 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Technische Information 19.3
Eingabeformate und Einheiten von TNC-Funktionen
Positionen, Koordinaten, Kreisradien, -99 999.9999 bis +99 999.9999
Fasenlngen (5,4: Vorkommastellen, Nachkommastellen) [mm]
Werkzeugnummern 0 bis 32 767,9 (5,1)
Werkzeugnamen 32 Zeichen, im TOOL CALL-Satz zwischen geschrieben.
Erlaubte Sonderzeichen: # $ % & . , - _
Deltawerte fr Werkzeugkorrekturen -99,9999 bis +99,9999 (2,4) [mm]
Spindeldrehzahlen 0 bis 99 999,999 (5,3) [U/min]
Vorschbe 0 bis 99 999,999 (5,3) [mm/min] oder [mm/Zahn] oder
[mm/1]
Verweilzeit in Zyklus 9 0 bis 3 600,000 (4,3) [s]
Gewindesteigung in diversen Zyklen -9,9999 bis +9,9999 (2,4) [mm]
Winkel fr Spindelorientierung 0 bis 360,0000 (3,4) []
Winkel fr Polarkoordinaten, Rotation, Ebene -360,0000 bis 360,0000 (3,4) []
schwenken
Polarkoordinatenwinkel fr -5 400,0000 bis 5 400,0000 (4,4) []
Schraubenlinieninterpolation (CP)
Nullpunktnummern in Zyklus 7 0 bis 2 999 (4,0)
Mafaktor in Zyklen 11 und 26 0,000001 bis 99,999999 (2,6)
Zusatzfunktionen M 0 bis 999 (4,0)
Q-Parameternummern 0 bis 1999 (4,0)
Q-Parameterwerte -99 999,9999 bis +99 999,9999 (9.6)
Normalenvektoren N und T bei 3D-Korrektur -9,99999999 bis +9,99999999 (1,8)
Marken (LBL) fr Programmsprnge 0 bis 999 (5,0)
Marken (LBL) fr Programmsprnge Beliebiger Textstring zwischen Hochkommata ()
Anzahl von Programmteilwiederholungen 1 bis 65 534 (5,0)
REP
Fehlernummer bei Q-Parameterfunktion 0 bis 1 199 (4,0)
FN14
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 757
19 Tabellen und bersichten
19.3 Technische Information
Benutzerfunktionen
Benutzerfunktionen
Kurzbeschreibung Grundausfhrung: 3 Achsen plus geregelte Spindel
Vierte NC-Achse plus Hilfsachse
oder
8 weitere Achsen oder 7 weitere Achsen plus 2. Spindel
Digitale Strom- und Drehzahlregelung
Programmeingabe Im HEIDENHAIN-Klartext und DIN/ISO
Positionsangaben Sollpositionen fr Geraden und Kreise in rechtwinkligen Koordinaten
oder Polarkoordinaten
Maangaben absolut oder inkremental
Anzeige und Eingabe in mm oder inch
Werkzeugkorrekturen Werkzeugradius in der Bearbeitungsebene und Werkzeuglnge
Radiuskorrigierte Kontur bis zu 99 Stze vorausberechnen (M120)
2 Dreidimensionale Werkzeugradiuskorrektur zur nachtrglichen
nderung von Werkzeugdaten, ohne das Programm erneut berechnen
zu mssen
Werkzeugtabellen Mehrere Werkzeugtabellen mit beliebig vielen Werkzeugen
Konstante Bezogen auf die Werkzeugmittelpunktsbahn
Bahngeschwindigkeit
Bezogen auf die Werkzeugschneide
Parallelbetrieb Programm mit grafischer Untersttzung erstellen, whrend ein anderes
Programm abgearbeitet wird
3D-Bearbeitung 2 Besonders ruckarme Bewegungsfhrung
(Advanced Function Set 2) 2 3D-Werkzeugkorrektur ber Flchennormalenvektor
2 ndern der Schwenkkopfstellung mit dem elektronischen Handrad
whrend des Programmlaufs; Position der Werkzeugspitze bleibt
unverndert (TCPM = Tool Center Point Management)
2 Werkzeug senkrecht auf der Kontur halten
2 Werkzeugradiuskorrektur senkrecht zur Bewegungs- und
Werkzeugrichtung
Rundtisch-Bearbeitung 1 Programmieren von Konturen auf der Abwicklung eines Zylinders
(Advanced Function Set 1)
1 Vorschub in mm/min
Konturelemente Gerade
Fase
Kreisbahn
Kreismittelpunkt
Kreisradius
Tangential anschlieende Kreisbahn
Eckenrunden
Anfahren und Verlassen der ber Gerade: tangential oder senkrecht
Kontur
758 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Technische Information 19.3
Benutzerfunktionen
ber Kreis
Freie Konturprogrammierung Freie Konturprogrammierung FK im HEIDENHAIN-Klartext mit
FK grafischer Untersttzung fr nicht NC-gerecht bemate Werkstcke
Programmsprnge Unterprogramme
Programmteilwiederholung
Beliebiges Programm als Unterprogramm
Bearbeitungszyklen Bohrzyklen zum Bohren, Gewindebohren mit und ohne Ausgleichsfutter
Rechteck- und Kreistasche schruppen
Bohrzyklen zum Tiefbohren, Reiben, Ausdrehen und Senken
Zyklen zum Frsen von Innen- und Auengewinden
Rechteck- und Kreistasche schlichten
Zyklen zum Abzeilen ebener und schiefwinkliger Flchen
Zyklen zum Frsen gerader und kreisfrmiger Nuten
Punktemuster auf Kreis und Linien
Konturtasche konturparallel
Konturzug
Zyklen fr Drehbearbeitungen
Zustzlich knnen Herstellerzyklen spezielle vom Maschinenhersteller
erstellte Bearbeitungszyklen integriert werden
Koordinatenumrechnung Verschieben, Drehen, Spiegeln
Mafaktor (achsspezifisch)
1 Schwenken der Bearbeitungsebene (Advanced Function Set 1)
Q-Parameter Mathematische Funktionen =, +, , *, /, sin , cos , Wurzelrechnung
Programmieren mit Variablen Logische Verknpfungen (=, , <, >)
Klammerrechnung
tan , arcus sin, arcus cos, arcus tan, an, en, ln, log, Absolutwert einer
Zahl, Konstante , Negieren, Nachkommastellen oder Vorkommastellen
abschneiden
Funktionen zur Kreisberechnung
String-Parameter
Programmierhilfen Taschenrechner
Vollstndige Liste aller anstehenden Fehlermeldungen
Kontextsensitive Hilfefunktion bei Fehlermeldungen
Grafische Untersttzung beim Programmieren von Zyklen
Kommentarstze im NC-Programm
Teach-In Istpositionen werden direkt ins NC-Programm bernommen
Testgrafik Grafische Simulation des Bearbeitungsablaufs, auch wenn ein anderes
Darstellungsarten Programm abgearbeitet wird
Draufsicht / Darstellung in 3 Ebenen / 3D-Darstellung / 3D-Liniengrafik
Ausschnittsvergrerung
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 759
19 Tabellen und bersichten
19.3 Technische Information
Benutzerfunktionen
Programmiergrafik In der Betriebsart Programmieren werden die eingegebenen NC-Stze
mitgezeichnet (2D-Strich-Grafik), auch wenn ein anderes Programm
abgearbeitet wird
Bearbeitungsgrafik Grafische Darstellung des abgearbeiteten Programms in Draufsicht /
Darstellungsarten Darstellung in 3 Ebenen / 3D-Darstellung
Bearbeitungszeit Berechnen der Bearbeitungszeit in der Betriebsart Programmtest
Anzeige der aktuellen Bearbeitungszeit in den Programmlauf-
Betriebsarten
Wiederanfahren an die Satzvorlauf zu einem beliebigen Satz im Programm und Anfahren der
Kontur errechneten Sollposition zum Fortfhren der Bearbeitung
Programm unterbrechen, Kontur verlassen und wieder anfahren
Nullpunkttabellen Mehrere Nullpunkttabellen zum Speichern werkstckbezogener
Nullpunkte
Tastsystemzyklen Tastsystem kalibrieren
Werkstck-Schieflage manuell und automatisch kompensieren
Bezugspunkt manuell und automatisch setzen
Werkstcke automatisch vermessen
Zyklen zur automatischen Werkzeugvermessung
Zyklen zur automatischen Kinematikvermessung
760 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Technische Information 19.3
Software-Optionen
Advanced Function Set 1 (Option #8)
Erweiterte Funktionen Gruppe 1 Rundtisch-Bearbeitung:
Konturen auf der Abwicklung eines Zylinders
Vorschub in mm/min
Koordinatenumrechnungen:
Schwenken der Bearbeitungsebene
Advanced Function Set 2 (Option #9)
Erweiterte Funktionen Gruppe 2 3D-Bearbeitung:
Export genehmigungspflichtig Besonders ruckarme Bewegungsfhrung
3D-Werkzeugkorrektur ber Flchennormalen-Vektor
ndern der Schwenkkopfstellung mit dem elektronischen Handrad
whrend des Programmlaufs; Position der Werkzeugspitze bleibt
unverndert (TCPM = Tool Center Point Management)
Werkzeug senkrecht auf der Kontur halten
Werkzeugradiuskorrektur senkrecht zur Bewegungsrichtung und
Werkzeugrichtung
Interpolation:
Gerade in 6 Achsen
HEIDENHAIN DNC (Option #18)
Kommunikation mit externen PC-Anwendungen ber COM-
Komponente
Display Step (Option #23)
Anzeigeschritt Eingabefeinheit:
Linearachsen bis zu 0,01 m
Winkelachsen bis zu 0,00001
Dynamic Collision Monitoring DCM (Option #40)
Dynamische Maschinenhersteller definiert zu berwachende Objekte
Kollisionsberwachung Warnung im Manuellen Betrieb
Programmunterbrechung im Automatikbetrieb
berwachung auch von 5-Achs-Bewegungen
DXF Converter (Option #42)
DXF-Konverter Untersttztes DXF-Format: AC1009 (AutoCAD R12)
bernahme von Konturen und Punktemustern
Komfortable Bezugspunkt-Festlegung
Grafisches Whlen von Konturabschnitten aus Klartext-Programmen
Adaptive Feed Control AFC (Option #45)
Adaptive Vorschubregelung Erfassung der tatschlichen Spindelleistung durch einen Lernschnitt
Definition von Grenzen, in denen die automatische
Vorschubregelung stattfindet
Vollautomatische Vorschubregelung beim Abarbeiten
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 761
19 Tabellen und bersichten
19.3 Technische Information
KinematicsOpt (Option #48)
Optimieren der Aktive Kinematik sichern/ wiederherstellen
Maschinenkinematik Aktive Kinematik prfen
Aktive Kinematik optimieren
Mill-Turning (Option #50)
Frs-/Drehbetrieb Funktionen:
Umschaltung Frsbetrieb / Drehbetrieb
Konstante Schnittgeschwindigkeit
Schneidenradiuskompensation
Drehzyklen
Zyklus 880: Zahnrad Abwlzfrsen (Option #50 und Option #131)
KinematicsComp (Option #52)
3D-Raumkompensation Kompensation von Lage- und Komponentenfehler
Export genehmigungspflichtig
3D-ToolComp (Option #92)
Eingriffswinkelabhngige Abweichung des Werkzeugradius abhngig vom Eingriffswinkel
3D-Werkzeugradiuskorrektur kompensieren
Export genehmigungspflichtig Korrekturwerte in separater Korrekturwerttabelle
Voraussetzung: Arbeiten mit LN-Stzen
Extended Tool Management (Option #93)
Erweiterte Werkzeugverwaltung Python-basiert
Advanced Spindle Interpolation (Option #96)
Interpolierende Spindel Interpolationsdrehen:
Zyklus 291: Interpolationsdrehen Kopplung
Zyklus 292: Interpolationsdrehen Konturschlichten
Spindle Synchronism (Option #131)
Spindelsynchronlauf Synchronlauf von Frsspindel und Drehspindel
Zyklus 880: Zahnrad Abwlzfrsen (Option #50 und Option #131)
Remote Desktop Manager (Option #133)
Fernbedienung externer Windows auf einer separaten Rechnereinheit
Rechnereinheiten Eingebunden in die Oberflche der TNC
Synchronizing Functions (Option #135)
Synchronisierungsfunktionen Echtzeit-Koppelfunktion (Real Time Coupling RTC):
Koppeln von Achsen
Visual Setup Control VSC (Option #136)
Kamerabasierte berprfung der Aufnahme der Aufspannsituation mit einem HEIDENHAIN-
Aufspannsituation Kamerasystem
Optischer Vergleich zwischen Ist- und Sollzustand des Arbeitsraums
762 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Technische Information 19.3
Cross Talk Compensation CTC (Option #141)
Kompensation von Erfassung von dynamisch bedingten Positionsabweichung durch
Achskopplungen Achsbeschleunigungen
Kompensation des TCP (Tool Center Point)
Position Adaptive Control PAC (Option #142)
Adaptive Positionsregelung Anpassung von Regelparametern in Abhngigkeit von der Stellung
der Achsen im Arbeitsraum
Anpassung von Regelparametern in Abhngigkeit von der
Geschwindigkeit oder der Beschleunigung einer Achse
Load Adaptive Control LAC (Option #143)
Adaptive Lastregelung Automatisches Ermitteln von Werkstckmassen und Reibkrften
Anpassung von Regelparametern in Abhngigkeit von der aktuellen
Masse des Werkstcks
Active Chatter Control ACC (Option #145)
Aktive Ratterunterdrckung Vollautomatische Funktion zur Rattervermeidung whrend der
Bearbeitung
Active Vibration Damping AVD (Option #146)
Aktive Schwingungsdmpfung Dmpfung von Maschinenschwingungen zur Verbesserung der
Werkstckoberflche
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 763
19 Tabellen und bersichten
19.3 Technische Information
Zubehr
Zubehr
Elektronische Handrder HR 410: tragbares Handrad
HR 550FS: tragbares Funkhandrad mit Display
HR 520: tragbares Handrad mit Display
HR 420: tragbares Handrad mit Display
HR 130: Einbauhandrad
HR 150: bis zu drei Einbauhandrder ber Handrad-Adapter HRA 110
Tastsysteme TS 260: schaltendes 3D-Tastsystem mit Kabelanschluss
TS 440: schaltendes 3D-Tastsystem mit Infrarot-bertragung
TS 444: batterieloses schaltendes 3D-Tastsystem mit Infrarot-
bertragung
TS 640: schaltendes 3D-Tastsystem mit Infrarot-bertragung
TS 740: hochgenaues schaltendes 3D-Tastsystem mit Infrarot-
bertragung
TT 160: schaltendes 3D-Tastsystem zur Werkzeugvermessung
TT 449: schaltendes 3D-Tastsystem zur Werkzeugvermessung mit
Infrarot-bertragung
764 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
bersichtstabellen 19.4
19.4 bersichtstabellen
Bearbeitungszyklen
Zyklusnummer Zyklusbezeichnung DEF- CALL-
aktiv aktiv
7 NULLPUNKT
8 SPIEGELUNG
9 VERWEILZEIT
10 DREHUNG
11 MASSFAKTOR
12 PGM CALL
13 ORIENTIERUNG
14 KONTUR
19 BEARBEITUNGSEBENE
20 KONTUR-DATEN
21 VORBOHREN
22 AUSRAEUMEN
23 SCHLICHTEN TIEFE
24 SCHLICHTEN SEITE
25 KONTUR-ZUG
26 MASSFAKTOR ACHSSPEZ.
27 ZYLINDER-MANTEL
28 ZYLINDER-MANTEL
29 ZYLINDER-MANTEL STEG
32 TOLERANZ
39 ZYLINDER-MAN. KONTUR
200 BOHREN
201 REIBEN
202 AUSDREHEN
203 UNIVERSAL-BOHREN
204 RUECKWAERTS-SENKEN
205 UNIVERSAL-TIEFBOHREN
206 GEWINDEBOHREN
207 GEW.-BOHREN GS
208 BOHRFRAESEN
209 GEW.-BOHREN SPANBR.
210 NUT PENDELND
211 RUNDE NUT
212 TASCHE SCHLICHTEN
213 ZAPFEN SCHLICHTEN
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 765
19 Tabellen und bersichten
19.4 bersichtstabellen
Zyklusnummer Zyklusbezeichnung DEF- CALL-
aktiv aktiv
214 KREIST. SCHLICHTEN
214 KREISZ. SCHLICHTEN
220 MUSTER KREIS
221 MUSTER LINIEN
225 GRAVIEREN
230 ABZEILEN
231 REGELFLAECHE
232 PLANFRAESEN
233 PLANFRAESEN
239 BELADUNG ERMITTELN
240 ZENTRIEREN
241 EINLIPPEN-TIEFBOHREN
247 BEZUGSPUNKT SETZEN
251 RECHTECKTASCHE
252 KREISTASCHE
253 NUTENFRAESEN
254 RUNDE NUT
256 RECHTECKZAPFEN
257 KREISZAPFEN
258 VIELECKZAPFEN
262 GEWINDEFRAESEN
263 SENKGEWINDEFRAESEN
264 BOHRGEWINDEFRAESEN
265 HELIX-BOHRGEWINDEFR.
267 AUSSENGEWINDE FR.
270 KONTURZUG-DATEN
275 KONTURNUT WIRBELFR.
291 IPO.-DREHEN KOPPLUNG
292 IPO.-DREHEN KONTUR
800 KOORD.-[Link]
801 KOORDINATEN-SYSTEM ZURUECKSETZEN
810 DREHEN KONTUR LAENGS
811 ABSATZ LAENGS
812 ABSATZ LAENGS ERW.
813 DREHEN EINTAUCHEN LAENGS
814 DREHEN EINTAUCHEN LAENGS ERW.
815 DREHEN KONTURPARALLEL
820 DREHEN KONTUR PLAN
766 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
bersichtstabellen 19.4
Zyklusnummer Zyklusbezeichnung DEF- CALL-
aktiv aktiv
821 ABSATZ PLAN
822 ABSATZ PLAN ERW.
823 DREHEN EINTAUCHEN PLAN
824 DREHEN EINTAUCHEN PLAN ERW.
830 GEWINDE KONTURPARALLEL
831 GEWINDE LAENGS
832 GEWINDE ERWEITERT
840 STECHDR. KONT. RAD.
841 STECHDR. EINF. RAD.
842 STECHDR. ERW. RAD.
850 STECHDR. KONT. AXIAL
851 STECHDR. EINF. AXIAL
852 STECHDR. ERW. AXIAL
860 STECHEN KONT. RAD.
861 STECHEN EINF. RAD.
862 STECHEN ERW. RAD.
870 STECHEN KONT. AXIAL
871 STECHEN EINF. AXIAL
872 STECHEN ERW. AXIAL
880 ZAHNRAD ABWAELZFR.
892 UNWUCHT PRUEFEN
Zusatzfunktionen
M Wirkung Wirkung am Satz - Anfang Ende Seite
M0 Programmlauf HALT/Spindel HALT/Khlmittel AUS 416
M1 Wahlweiser Programmlauf HALT/Spindel HALT/Khlmittel AUS 706
M2 Programmlauf HALT/Spindel HALT/Khlmittel AUS/ggf. Lschen der 416
Statusanzeige (abhngig von Maschinenparameter)/Rcksprung zu Satz 1
M3 Spindel EIN im Uhrzeigersinn 416
M4 Spindel EIN gegen den Uhrzeigersinn
M5 Spindel HALT
M6 Werkzeugwechsel/Programmlauf HALT (abhngig von 416
Maschinenparameter)/Spindel HALT
M8 Khlmittel EIN 416
M9 Khlmittel AUS
M13 Spindel EIN im Uhrzeigersinn /Khlmittel EIN 416
M14 Spindel EIN gegen den Uhrzeigersinn/Khlmittel ein
M30 Gleiche Funktion wie M2 416
M89 Freie Zusatzfunktion oder Zyklen-
Zyklusaufruf, modal wirksam (abhngig von Maschinenparameter) Handbuch
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 767
19 Tabellen und bersichten
19.4 bersichtstabellen
M Wirkung Wirkung am Satz - Anfang Ende Seite
M91 Im Positioniersatz: Koordinaten beziehen sich auf den 417
Maschinennullpunkt
M92 Im Positioniersatz: Koordinaten beziehen sich auf eine 417
vom Maschinenhersteller definierte Position, z. B. auf die
Werkzeugwechselposition
M94 Anzeige der Drehachse reduzieren auf einen Wert unter 360 521
M97 Kleine Konturstufen bearbeiten 420
M98 Offene Konturen vollstndig bearbeiten 421
M99 Satzweiser Zyklusaufruf Zyklen-
Handbuch
M101 Automatischer Werkzeugwechsel mit Schwesterwerkzeug, bei 228
abgelaufener Standzeit
M102 M101 zurcksetzen
M107 Fehlermeldung bei Schwesterwerkzeugen mit Aufma unterdrcken 228
M108 M107 zurcksetzen
M109 Konstante Bahngeschwindigkeit an der Werkzeugschneide 424
(Vorschuberhhung und -Reduzierung) Konstante)
M110 Konstante Bahngeschwindigkeit an der Werkzeugschneide (nur
Vorschubreduzierung)
M111 M109/M110 zurcksetzen
M116 Vorschub bei Drehachsen in mm/min 519
M117 M116 zurcksetzen
M118 Handradpositionierung whrend des Programmlaufs berlagern 427
M120 Radiuskorrigierte Kontur vorausberechnen (LOOK AHEAD) 425
M126 Drehachsen wegoptimiert verfahren 520
M127 M126 zurcksetzen
M128 Position der Werkzeugspitze beim Positionieren von Schwenkachsen 522
beibehalten (TCPM)
M129 M128 zurcksetzen
M130 Im Positioniersatz: Punkte beziehen sich auf das ungeschwenkte 419
Koordinatensystem
M136 Vorschub F in Millimeter pro Spindelumdrehung 423
M137 M136 zurcksetzen
M138 Auswahl von Schwenkachsen 525
M140 Rckzug von der Kontur in Werkzeugachsenrichtung 429
M143 Grunddrehung lschen 432
M144 Bercksichtigung der Maschinenkinematik in IST/SOLL-Positionen am 526
Satzende
M145 M144 zurcksetzen
M141 Tastsystemberwachung unterdrcken 431
M148 Werkzeug bei NC-Stopp automatisch von der Kontur abheben 433
M149 M148 zurcksetzen
768 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
19.5 Funktionen der TNC 640 und der
iTNC 530 im Vergleich
Vergleich: Technische Daten
Funktion TNC 640 iTNC 530
Achsen Maximal 18 Maximal 18
Eingabefeinheit und Anzeigeschritt:
Linearachsen 0,1m, 0,01 m 0,1 m
mit Option #23
Drehachsen 0,001, 0,00001 0,0001
mit Option #23
Regelkreise fr Hochfrequenz-Spindel und Torque- / Mit Option #49 Mit Option #49
Linearmotoren
Anzeige 19 Zoll-TFT-Farb- 19 Zoll-TFT-Farb-
Flachbildschirm oder Flachbildschirm oder
15,1 Zoll-TFT-Farb-
Flachbildschirm
Speicher-Medium fr NC-, PLC-Programme und System- Festplatte oder Solid Festplatte oder Solid
Dateien State Disk SSDR State Disk SSDR
Programm-Speicher fr NC-Programme >21 GByte >21 GByte
Satzverarbeitungszeit 0,5 ms 0,5 ms
Betriebssystem HeROS Ja Ja
Interpolation:
Gerade 6 Achsen 5 Achsen
Kreis 3 Achsen 3 Achsen
Schraubenlinie Ja Ja
Spline Nein Ja mit Option #9
Hardware Modular im Modular im
Schaltschrank Schaltschrank
Vergleich: Datenschnittstellen
Funktion TNC 640 iTNC 530
Gigabit-Ethernet 1000BaseT X X
Serielle Schnittstelle RS-232-C X X
Serielle Schnittstelle RS-422 - X
USB-Schnittstelle X X
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 769
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Vergleich: Zubehr
Funktion TNC 640 iTNC 530
Elektronische Handrder
HR 410/510 X X
HR 420 X X
HR 520/530/550FS X X
HR 130 X X
HR 150 ber HRA 110 X X
Tastsysteme
TS 260/TS 460 X X
TS 440/TS 444 X X
TS 640/TS 642/TS 740 X X
TS 220/TS 230 X X
TS 249 X X
SE 660 X X
SE 540/SE 640/SE 642 X X
TT 140 X X
TT 160/ TT460 X X
TT 449 X X
TL Nano X X
TL Micro 150/200/300 X X
Industrie-PCs
IPC 6641 X X
ITC 750/760 X X
ITC 755 X X
Vergleich: PC-Software
Funktion TNC 640 iTNC 530
Programmierplatz-Software Verfgbar Verfgbar
TNCremo zur Datenbertragung mit Verfgbar Verfgbar
TNCbackup zur Datensicherung
TNCremoPlus Verfgbar Verfgbar
Datenbertragungssoftware mit Live
Screen
virtualTNC: Steuerungskomponente fr Verfgbar Verfgbar
virtuelle Maschinen
770 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Vergleich: Maschinenspezifische Funktionen
Funktion TNC 640 iTNC 530
Verfahrbereichsumschaltung Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Zentralantrieb (1 Motor fr mehrere Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Maschinenachsen)
C-Achsbetrieb (Spindelmotor treibt Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Drehachse an)
Automatischer Frskopfwechsel Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Untersttzung von Winkelkpfen Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Werkzeugidentifikation Balluff Funktion verfgbar (mit Python) Funktion verfgbar
Verwaltung mehrerer Werkzeugmagazine Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Erweiterte Werkzeugverwaltung ber Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Python
Vergleich: Benutzerfunktionen
Funktion TNC 640 iTNC 530
Programmeingabe
Im Klartext X X
In DIN/ISO X X
Mit [Link] X
Mit ASCII-Editor X, direkt editierbar X, nach Wandlung
editierbar
Positionsangaben
Sollposition fr Geraden und Kreis in rechtwinkligen X X
Koordinaten
Sollposition fr Geraden und Kreis in polaren X X
Koordinaten
Maangaben absolut oder inkremental X X
Anzeige und Eingabe in mm oder inch X X
Letzte Werkzeugposition als Pol setzen (leerer CC- X (Fehlermeldung, X
Satz) wenn Polbernahme
nicht eindeutig ist)
Flchennormalenvektoren (LN) X X
Splinestze (SPL) X, mit Option #9
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 771
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Funktion TNC 640 iTNC 530
Werkzeugkorrektur
In der Bearbeitungsebene und Werkzeuglnge X X
Radiuskorrigierte Kontur bis zu 99 Stze X X
vorausberechnen
Dreidimensionale Werkzeugradiuskorrektur X, mit Option #9 X, mit Option #9
Werkzeugtabelle
Werkzeugdaten zentral speichern X X
Mehrere Werkzeugtabellen mit beliebig vielen X X
Werkzeugen
Werkzeugtypen flexibel verwalten X
Gefilterte Anzeige whlbarer Werkzeuge X
Sortierfunktion X
Spaltennamen Teilweise mit _ Teilweise mit -
Kopierfunktion: Gezieltes berschreiben von X X
Werkzeugdaten
Formularansicht Umschalten Umschaltung per
per Taste Softkey
Bildschirmaufteilung
Austausch der Werkzeugtabelle zwischen TNC 640 X Nicht mglich
und iTNC 530
Tastsystemtabelle zur Verwaltung verschiedener 3D- X
Tastsysteme
Werkzeugeinsatzdatei erstellen, Verfgbarkeit prfen X X
Schnittdatenberechnung: Automatische Berechnung Einfacher Anhand hinterlegter
von Spindeldrehzahl und Vorschub Schnittdatenrechner Technologietabellen
Beliebige Tabellen definieren Frei definierbare Frei definierbare
Tabellen (.TAB- Tabellen (.TAB-
Dateien) Dateien)
Lesen und schreiben Lesen und schreiben
ber FN-Funktionen ber FN-Funktionen
ber Konfig-Daten
definierbar
Tabellenamen
mssen mit
einem Buchstaben
beginnen
Lesen und schreiben
ber SQL-Funktionen
772 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Funktion TNC 640 iTNC 530
Konstante Bahngeschwindigkeit auf die X X
Werkzeugmittelpunktsbahn oder auf die
Werkzeugschneide bezogen
Parallelbetrieb: Programm erstellen, whrend ein X X
anderes Programm abgearbeitet wird
Programmieren von Zhlerachsen X X
Bearbeitungsebene schwenken (Zyklus 19, PLANE- X, Option #8 X, Option #8
Funktion)
Rundtischbearbeitung:
Programmieren von Konturen auf der Abwicklung
eines Zylinders
Zylindermantel (Zyklus 27) X, Option #8 X, Option #8
Zylindermantel Nut (Zyklus 28) X, Option #8 X, Option #8
Zylindermantel Steg (Zyklus 29) X, Option #8 X, Option #8
Zylindermantel Auenkontur (Zyklus 39) X, Option #8 X, Option #8
Vorschub in mm/min oder U/min X, Option #8 X, Option #8
Verfahren in Werkzeugachsrichtung
Manueller Betrieb (3D-ROT-Men) X X, FCL2-Funktion
Whrend Programmunterbrechung X X
Handradberlagert X X, Option #44
Anfahren und Verlassen der Konturber Gerade oder X X
Kreis
Vorschubeingabe:
F (mm/min), Eilgang FMAX X X
FU (Umdrehungsvorschub mm/1) X X
FZ (Zahnvorschub) X X
FT (Zeit in Sekunden fr Weg) X
FMAXT (bei aktivem Eilgangpotentiometer: Zeit in X
Sekunden fr Weg)
Freie Konturprogrammierung FK
Nicht NC-gerecht bemate Werkstcke X X
programmieren
Konvertierung FK-Programm nach Klartext X
Programmsprnge:
Maximalanzahl Labelnummern 9999 1000
Unterprogramme X X
Verschachtelungstiefe bei Unterprogrammen 20 6
Programmteilwiederholungen X X
Beliebiges Programm als Unterprogramm X X
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 773
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Funktion TNC 640 iTNC 530
Q-Parameterprogrammierung:
Mathematische Standardfunktionen X X
Formeleingabe X X
String-Verarbeitung X X
Lokale Q-Parameter QL X X
Remanente Q-Parameter QR X X
Parameter verndern bei Programmunterbrechung X X
FN15: PRINT X
FN25: PRESET X
FN26: TABOPEN X X
FN27: TABWRITE X X
FN28: TABREAD X X
FN29: PLC LIST X
FN31: RANGE SELECT X
FN32: PLC PRESET X
FN37: EXPORT X
FN38: SEND X X
Mit FN16 Datei extern speichern X X
FN16-Formatierungen: Linksbndig, rechtsbndig, X X
Stringlngen
Mit FN16 ins LOG-File schreiben X
Parameterinhalte anzeigen in der zustzlichen X
Statusanzeige
Parameterinhalte anzeigen beim Programmieren (Q- X X
INFO)
SQL-Funktionen zum Lesen und Schreiben von X
Tabellen
774 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Funktion TNC 640 iTNC 530
Grafikuntersttzung
Programmiergrafik 2D X X
REDRAW-Funktion (NEU ZEICHNEN) X
Gitterlinien als Hintergrund anzeigen X
Liniengrafik 3D X X
Testgrafik (Draufsicht, Darstellung in 3 Ebenen, 3D- X X
Darstellung)
Hochauflsende Darstellung X X
Werkzeug anzeigen X X
Simulationsgeschwindigkeit einstellen X X
Koordinaten bei Schnittlinie 3 Ebenen X
Erweiterte Zoomfunktionen (Mausbedienung) X X
Rahmen fr Rohteil anzeigen X X
Darstellung Tiefenwert in der Draufsicht bei X X
Mouseover
Programmtest gezielt anhalten (STOPP BEI) X X
Werkzeugwechsel-Makro bercksichtigen X (abweichend X
zur tatschlichen
Abarbeitung)
Bearbeitungsgrafik (Draufsicht, Darstellung in 3 X X
Ebenen, 3D-Darstellung)
Hochauflsende Darstellung X X
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 775
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Funktion TNC 640 iTNC 530
Nullpunkttabellen: Speichern werkstckbezogener X X
Nullpunkte
Preset-Tabelle: Bezugspunkte verwalten X X
Palettenverwaltung
Untersttzung von Palettendateien X X
Werkzeugorientierte Bearbeitung X
Palettenpresettabelle: Bezugspunkte fr Paletten X
verwalten
Wiederanfahren an die Kontur
Mit Satzvorlauf X X
Nach Programmunterbrechung X X
Autostartfunktion X X
Teach-In: Istpositionen in ein NC-Programm X X
bernehmen
Erweiterte Dateiverwaltung
Mehrere Verzeichnisse und Unterverzeichnisse X X
anlegen
Sortierfunktion X X
Mausbedienung X X
Zielverzeichnis per Softkey whlen X X
Programmierhilfen:
Hilfsbilder bei Zyklenprogrammierung X X
Animierte Hilfsbilder bei Auswahl PLANE/PATTERN X X
DEF-Funktion
Hilfsbilder bei PLANE/PATTERN DEF X X
Kontextsensitive Hilfefunktion bei Fehlermeldungen X X
TNCguide, browser-basiertes Hilfesystem X X
Kontextsensitiver Aufruf des Hilfesystems X X
Taschenrechner X (Wissenschaftlich) X (Standard)
Kommentarstze im NC-Programm X X
Gliederungsstze im NC-Programm X X
Gliederungsansicht im Programmtest X
Dynamische Kollisionsberwachung DCM:
Kollisionsberwachung im Automatikbetrieb X, Option #40 X, Option #40
Kollisionsberwachung im manuellen Betrieb X, Option #40 X, Option #40
Grafische Darstellung der definierten Kollisionskrper X, Option #40 X, Option #40
Kollisionsprfung im Programmtest X, Option #40
Spannmittelberwachung X, Option #40
Werkzeugtrgerverwaltung X X, Option #40
776 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Funktion TNC 640 iTNC 530
CAM-Untersttzung:
Konturen aus DXF-Daten bernehmen X, Option #42 X, Option #42
Bearbeitungspositionen aus DXF-Daten bernehmen X, Option #42 X, Option #42
Offline-Filter fr CAM-Dateien X
Stretchfilter X
MOD-Funktionen:
Anwenderparameter Konfig-Daten Nummernstruktur
OEM-Hilfedateien mit Servicefunktionen X
Datentrgerprfung X
Laden von Service-Packs X
Einstellen der Systemzeit X X
Achsen fr Istpositionsbernahme festlegen X
Verfahrbereichsgrenzen festlegen X X
Externen Zugriff sperren X X
Kinematik umschalten X X
Bearbeitungszyklen aufrufen:
Mit M99 oder M89 X X
Mit CYCL CALL X X
Mit CYCL CALL PAT X X
Mit CYC CALL POS X X
Sonderfunktionen:
Rckwrtsprogramm erstellen X
Nullpunktverschiebung ber TRANS DATUM X X
Adaptive Vorschubregelung AFC X, Option #45 X, Option #45
Zyklenparameter global definieren: GLOBAL DEF X X
Musterdefinition ber PATTERN DEF X X
Definieren und Abarbeiten von Punktetabellen X X
Einfache Konturformel CONTOUR DEF X X
Groformenbaufunktionen:
Globale Programmeinstellungen GS X, Option #44
Erweitertes M128: FUNCTIOM TCPM X X
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 777
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Funktion TNC 640 iTNC 530
Statusanzeigen:
Positionen, Spindeldrehzahl, Vorschub X X
Grere Darstellung der Positionsanzeige, Manueller X X
Betrieb
Zustzliche Statusanzeige, Formulardarstellung X X
Anzeige des Handradwegs bei Bearbeitung mit X X
Handradberlagerung
Anzeige des Restwegs im geschwenkten System X X
Dynamische Anzeige von Q-Parameterinhalten, X
Nummernkreise definierbar
Maschinenhersteller-spezifische zustzliche X X
Statusanzeige via Python
Grafische Anzeige der Restlaufzeit X
Individuelle Farbeinstellungen der Benutzeroberflche X
778 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Vergleich: Zyklen
Zyklus TNC 640 iTNC 530
1 TIEFBOHREN X X
2 GEWINDEBOHREN X X
3 NUTENFRAESEN X X
4 TASCHENFRAESEN X X
5 KREISTASCHE X X
6 AUSRAEUMEN (SL I, empfohlen: SL II, Zyklus 22) X
7 NULLPUNKT X X
8 SPIEGELUNG X X
9 VERWEILZEIT X X
10 DREHUNG X X
11 MASSFAKTOR X X
12 PGM CALL X X
13 ORIENTIERUNG X X
14 KONTUR X X
15 VORBOHREN (SL I, empfohlen: SL II, Zyklus 21) X
16 KONTURFRAESEN (SL I, empfohlen: SL II, Zyklus 24) X
17 GEW.-BOHREN GS X X
18 GEWINDESCHNEIDEN X X
19 BEARBEITUNGSEBENE X, Option #8 X, Option #8
20 KONTUR-DATEN X X
21 VORBOHREN X X
22 AUSRAEUMEN X X
23 SCHLICHTEN TIEFE X X
24 SCHLICHTEN SEITE X X
25 KONTUR-ZUG X X
26 MASSFAKTOR ACHSSPEZ. X X
27 ZYLINDER-MANTEL X, Option #8 X, Option #8
28 ZYLINDER-MANTEL X, Option #8 X, Option #8
29 ZYLINDER-MANTEL STEG X, Option #8 X, Option #8
30 CAM-DATEN ABARBEITEN X
32 TOLERANZ X X
39 ZYLINDER-MAN. KONTUR X, Option #8 X, Option #8
200 BOHREN X X
201 REIBEN X X
202 AUSDREHEN X X
203 UNIVERSAL-BOHREN X X
204 RUECKWAERTS-SENKEN X X
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 779
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Zyklus TNC 640 iTNC 530
205 UNIVERSAL-TIEFBOHREN X X
206 GEWINDEBOHREN X X
207 GEW.-BOHREN GS X X
208 BOHRFRAESEN X X
209 GEW.-BOHREN SPANBR. X X
210 NUT PENDELND X X
211 RUNDE NUT X X
212 TASCHE SCHLICHTEN X X
213 ZAPFEN SCHLICHTEN X X
214 KREIST. SCHLICHTEN X X
215 KREISZ. SCHLICHTEN X X
220 MUSTER KREIS X X
221 MUSTER LINIEN X X
225 GRAVIEREN X X
230 ABZEILEN X X
231 REGELFLAECHE X X
232 PLANFRAESEN X X
233 PLANFRAESEN X
239 BELADUNG ERMITTELN X, Option #143
240 ZENTRIEREN X X
241 EINLIPPEN-TIEFBOHREN X X
247 BEZUGSPUNKT SETZEN X X
251 RECHTECKTASCHE X X
252 KREISTASCHE X X
253 NUTENFRAESEN X X
254 RUNDE NUT X X
256 RECHTECKZAPFEN X X
257 KREISZAPFEN X X
258 VIELECKZAPFEN X
262 GEWINDEFRAESEN X X
263 SENKGEWINDEFRAESEN X X
264 BOHRGEWINDEFRAESEN X X
265 HELIX-BOHRGEWINDEFR. X X
267 AUSSENGEWINDE FR. X X
270 KONTURZUG-DATEN zum Einstellen des Verhaltens von Zyklus 25 X X
275 KONTURNUT WIRBELFR. X X
276 KONTUR-ZUG 3D X
290 INTERPOLATIONSDREHEN X, Option #96
780 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Zyklus TNC 640 iTNC 530
291 IPO.-DREHEN KOPPLUNG X, Option #96
292 IPO.-DREHEN KONTUR X, Option #96
800 KOORD.-[Link] X, Option #50
801 KOORDINATEN-SYSTEM ZURUECKSETZEN X, Option #50
810 DREHEN KONTUR LAENGS X, Option #50
811 ABSATZ LAENGS X, Option #50
812 ABSATZ LAENGS ERW. X, Option #50
813 DREHEN EINTAUCHEN LAENGS X, Option #50
814 DREHEN EINTAUCHEN LAENGS ERW. X, Option #50
815 DREHEN KONTURPARALLEL X, Option #50
820 DREHEN KONTUR PLAN X, Option #50
821 ABSATZ PLAN X, Option #50
822 ABSATZ PLAN ERW. X, Option #50
823 DREHEN EINTAUCHEN PLAN X, Option #50
824 DREHEN EINTAUCHEN PLAN ERW. X, Option #50
830 GEWINDE KONTURPARALLEL X, Option #50
831 GEWINDE LAENGS X, Option #50
832 GEWINDE ERWEITERT X, Option #50
840 STECHDR. KONT. RAD. X, Option #50
841 STECHDR. EINF. RAD. X, Option #50
842 STECHDR. ERW. RAD. X, Option #50
850 STECHDR. KONT. AXIAL X, Option #50
851 STECHDR. EINF. AXIAL X, Option #50
852 STECHDR. ERW. AXIAL X, Option #50
860 STECHEN KONT. RAD. X, Option #50
861 STECHEN EINF. RAD. X, Option #50
862 STECHEN ERW. RAD. X, Option #50
870 STECHEN KONT. AXIAL X, Option #50
871 STECHEN EINF. AXIAL X, Option #50
872 STECHEN ERW. AXIAL X, Option #50
880 ZAHNRAD ABWAELZFR. X, Option #50,
Option #131
892 UNWUCHT PRUEFEN X, Option #50
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 781
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Vergleich: Zusatzfunktionen
M Wirkung TNC 640 iTNC 530
M00 Programmlauf HALT/Spindel HALT/Khlmittel AUS X X
M01 Wahlweiser Programmlauf HALT X X
M02 Programmlauf HALT/Spindel HALT/Khlmittel AUS/ X X
ggf. Lschen der Statusanzeige (abhngig von
Maschinenparameter)/Rcksprung zu Satz 1
M03 Spindel EIN im Uhrzeigersinn X X
M04 Spindel EIN gegen den Uhrzeigersinn
M05 Spindel HALT
M06 Werkzeugwechsel/Programmlauf HALT (maschinenabhngige X X
Funktion)/Spindel HALT
M08 Khlmittel EIN X X
M09 Khlmittel AUS
M13 Spindel EIN im Uhrzeigersinn /Khlmittel EIN X X
M14 Spindel EIN gegen den Uhrzeigersinn/Khlmittel ein
M30 Gleiche Funktion wie M02 X X
M89 Freie Zusatzfunktion oder X X
Zyklusaufruf, modal wirksam (maschinenabhngige Funktion)
M90 Konstante Bahngeschwindigkeit an Ecken (an TNC 640 nicht X
erforderlich)
M91 Im Positioniersatz: Koordinaten beziehen sich auf den X X
Maschinennullpunkt
M92 Im Positioniersatz: Koordinaten beziehen sich auf eine X X
vom Maschinenhersteller definierte Position, z. B. auf die
Werkzeugwechselposition
M94 Anzeige der Drehachse reduzieren auf einen Wert unter 360 X X
M97 Kleine Konturstufen bearbeiten X X
M98 Offene Konturen vollstndig bearbeiten X X
M99 Satzweiser Zyklusaufruf X X
M101 Automatischer Werkzeugwechsel mit Schwesterwerkzeug, X X
bei abgelaufener Standzeit
M102 M101 zurcksetzen
M103 Vorschub beim Eintauchen reduzieren auf Faktor F X X
(prozentualer Wert)
M104 Zuletzt gesetzten Bezugspunkt wieder aktivieren (empfohlen: X
Zyklus 247)
M105 Bearbeitung mit zweitem kv-Faktor durchfhren X
M106 Bearbeitung mit erstem kv-Faktor durchfhren
M107 Fehlermeldung bei Schwesterwerkzeugen mit Aufma X X
M108 unterdrcken M107 zurcksetzen
M109 Konstante Bahngeschwindigkeit an der Werkzeugschneide X X
(Vorschuberhhung und -Reduzierung)
M110 Konstante Bahngeschwindigkeit an der Werkzeugschneide
(nur Vorschubreduzierung)
M111 M109/M110 zurcksetzen
782 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
M Wirkung TNC 640 iTNC 530
M112 Konturbergnge zwischen beliebigen Konturbergngen (empfohlen: X
einfgen Zyklus 32)
M113 M112 zurcksetzen
M114 Automatische Korrektur der Maschinengeometrie beim (empfohlen: X, Option #8
Arbeiten mit Schwenkachsen M128, TCPM)
M115 M114 zurcksetzen
M116 Vorschub bei Rundtischen in mm/min X, Option #8 X, Option #8
M117 M116 zurcksetzen
M118 Handradpositionierung whrend des Programmlaufs X X
berlagern
M120 Radiuskorrigierte Kontur vorausberechnen (LOOK AHEAD) X X
M124 Konturfilter (ber X
Anwenderparameter
mglich)
M126 Drehachsen wegoptimiert verfahren X X
M127 M126 zurcksetzen
M128 Position der Werkzeugspitze beim Positionieren der X, Option #9 X, Option #9
Schwenkachsen beibehalten (TCPM)
M129 M128 zurcksetzen
M130 Im Positioniersatz: Punkte beziehen sich auf das X X
ungeschwenkte Koordinatensystem
M134 Genauhalt an nicht tangentialen bergngen bei X
Positionierungen mit Drehachsen
M135 M134 zurcksetzen
M136 Vorschub F in Millimeter pro Spindelumdrehung X X
M137 M136 zurcksetzen
M138 Auswahl von Schwenkachsen X X
M140 Rckzug von der Kontur in Werkzeugachsenrichtung X X
M141 Tastsystemberwachung unterdrcken X X
M142 Modale Programminformationen lschen X
M143 Grunddrehung lschen X X
M144 Bercksichtigung der Maschinenkinematik in IST/SOLL X, Option #9 X, Option #9
Positionen am Satzende
M145 M144 zurcksetzen
M148 Werkzeug bei NC-Stopp automatisch von der Kontur abheben X X
M149 M148 zurcksetzen
M150 Endschaltermeldung unterdrcken (ber FN 17 X
mglich)
M197 Ecken verrunden X
M200 Laserschneidfunktionen X
-M204
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 783
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Vergleich: Tastsystemzyklen in den Betriebsarten
Manueller Betrieb und El. Handrad
Zyklus TNC 640 iTNC 530
Tastsystemtabelle zur Verwaltung von 3D-Tastsystemen X
Wirksame Lnge kalibrieren X X
Wirksamen Radius kalibrieren X X
Grunddrehung ber eine Gerade ermitteln X X
Bezugspunktsetzen in einer whlbaren Achse X X
Ecke als Bezugspunkt setzen X X
Kreismittelpunkt als Bezugspunkt setzen X X
Mittelachse als Bezugspunkt setzen X X
Grunddrehung ber zwei Bohrungen/Kreiszapfen ermitteln X X
Bezugspunkt ber vier Bohrungen/Kreiszapfen setzen X X
Kreismittelpunkt ber drei Bohrungen/Kreiszapfen setzen X X
Schieflage einer Ebene ermitteln und kompensieren X
Untersttzung mechanischer Tastsysteme durch manuelle bernahme Per Softkey oder Per Hardkey
der aktuellen Position Hardkey
Messwerte in die Preset-Tabelle schreiben X X
Messwerte in die Nullpunkttabelle schreiben X X
784 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Vergleich: Tastsystemzyklen zur automatischen
Werkstckkontrolle
Zyklus TNC 640 iTNC 530
0 BEZUGSEBENE X X
1 BEZUGSPUNKT POLAR X X
2 TS KALIBRIEREN X
3 MESSEN X X
4 MESSEN 3D X X
9 TS KAL. LAENGE X
30 TT KALIBRIEREN X X
31 WERKZEUG-LAENGE X X
32 WERKZEUG-RADIUS X X
33 WERKZEUG MESSEN X X
400 GRUNDDREHUNG X X
401 ROT 2 BOHRUNGEN X X
402 ROT 2 ZAPFEN X X
403 ROT UEBER DREHACHSE X X
404 GRUNDDREHUNG SETZEN X X
405 ROT UEBER C-ACHSE X X
408 BZPKT MITTE NUT X X
409 BZPKT MITTE STEG X X
410 BZPKT RECHTECK INNEN X X
411 BZPKT RECHTECK AUS. X X
412 BZPKT KREIS INNEN X X
413 BZPKT KREIS AUSSEN X X
414 BZPKT ECKE AUSSEN X X
415 BZPKT ECKE INNEN X X
416 BZPKT LOCHKREISMITTE X X
417 BZPKT TS.-ACHSE X X
418 BZPKT 4 BOHRUNGEN X X
419 BZPKT EINZELNE ACHSE X X
420 MESSEN WINKEL X X
421 MESSEN BOHRUNG X X
422 MESSEN KREIS AUSSEN X X
423 MESSEN RECHTECK INN. X X
424 MESSEN RECHTECK AUS. X X
425 MESSEN BREITE INNEN X X
426 MESSEN STEG AUSSEN X X
427 MESSEN KOORDINATE X X
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 785
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Zyklus TNC 640 iTNC 530
430 MESSEN LOCHKREIS X X
431 MESSEN EBENE X X
440 ACHSVERSCH. MESSEN X
444 ANTASTEN 3D X, Option #92
441 SCHNELLES ANTASTEN Teilweise X
ber die
Tastsystemtabelle
mglich
450 KINEMATIK SICHERN X, Option #48 X, Option #48
451 KINEMATIK VERMESSEN X, Option #48 X, Option #48
452 PRESET-KOMPENSATION X, Option #48 X, Option #48
460 TS KALIBRIEREN AN KUGEL X X
461 TS LAENGE KALIBRIEREN X X
462 TS KALIBRIEREN IN RING X X
463 TS KALIBRIEREN AN ZAPFEN X X
480 TT KALIBRIEREN X X
481 WERKZEUG-LAENGE X X
482 WERKZEUG-RADIUS X X
483 WERKZEUG MESSEN X X
484 IR-TT KALIBRIEREN X X
600 ARBEITSRAUM GLOBAL X, Option #136
601 ARBEITSRAUM LOKAL X, Option #136
Vergleich: Unterschiede beim Programmieren
Funktion TNC 640 iTNC 530
Betriebsartenwechsel, wenn Erlaubt Erlaubt
gerade ein Satz editiert wird
Dateihandling:
Funktion Datei speichern Verfgbar Verfgbar
Funktion Datei speichern Verfgbar Verfgbar
unter
nderungen verwerfen Verfgbar Verfgbar
Dateiverwaltung:
Mausbedienung Verfgbar Verfgbar
Sortierfunktion Verfgbar Verfgbar
Namenseingabe ffnet berblendfenster Datei Synchronisiert Cursor
whlen
Untersttzung von Nicht verfgbar Verfgbar
Tastenkombinationen
Favoritenverwaltung Nicht verfgbar Verfgbar
786 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Funktion TNC 640 iTNC 530
Spaltenansicht konfigurieren Nicht verfgbar Verfgbar
Anordnung Softkeys Leicht verschieden Leicht verschieden
Funktion Satz ausblenden Verfgbar Verfgbar
Werkzeug aus Tabelle whlen Auswahl erfolgt ber Split-Screen- Auswahl erfolgt in einem
Men berblendfenster
Programmieren von Softkey-Leiste wird beim Softkey-Leiste wird beim
Sonderfunktionen ber die Taste Bettigen der Taste als Untermen Bettigen der Taste als letzte
SPEC FCT geffnet. Verlassen des Leiste angehngt. Verlassen des
Untermens: Taste SPEC FCT Mens: Taste SPEC FCT erneut
erneut drcken, TNC zeigt die drcken, TNC zeigt die zuletzt
zuletzt aktive Leiste wieder an aktive Leiste wieder an
Programmieren von An- und Softkey-Leiste wird beim Softkey-Leiste wird beim
Wegfahrbewegungen ber die Bettigen der Taste als Untermen Bettigen der Taste als letzte
Taste APPR DEP geffnet. Verlassen des Leiste angehngt. Verlassen des
Untermens: Taste APPR DEP Mens: Taste APPR DEP erneut
erneut drcken, TNC zeigt die drcken, TNC zeigt die zuletzt
zuletzt aktive Leiste wieder an aktive Leiste wieder an
Drcken des Hardkey END bei Beendet Editiervorgang und ruft Beendet das jeweilige Men
aktiven Mens CYCLE DEF und die Dateiverwaltung auf
TOUCH PROBE
Aufruf der Dateiverwaltung bei Beendet Editiervorgang und ruft Fehlermeldung Taste ohne
aktiven Mens CYCLE DEF und die Dateiverwaltung auf. Jeweilige Funktion
TOUCH PROBE Softkey-Leiste bleibt angewhlt,
wenn Dateiverwaltung beendet
wird
Aufruf der Dateiverwaltung bei Beendet Editiervorgang und ruft Beendet Editiervorgang und ruft
aktiven Mens CYCLCALL, die Dateiverwaltung auf. Jeweilige die Dateiverwaltung auf. Grund-
SPECFCT, PGMCALL und APPR Softkey-Leiste bleibt angewhlt, Softkey-Leiste wird angewhlt,
DEP wenn Dateiverwaltung beendet wenn Dateiverwaltung beendet
wird wird
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 787
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Funktion TNC 640 iTNC 530
Nullpunkttabelle:
Sortierfunktion nach Werten Verfgbar Nicht verfgbar
innerhalb einer Achse
Tabelle zurcksetzen Verfgbar Nicht verfgbar
Ausblenden nicht vorhandener Verfgbar Verfgbar
Achsen
Umschaltung der Ansicht Liste/ Umschaltung ber Split-Screen- Umschaltung ber Toggle-
Formular Taste Softkey
Einzelne Zeile einfgen berall erlaubt, Nur am Tabellenende erlaubt.
Neunummerierung nach Zeile mit Wert 0 in allen
Abfrage mglich. Leere Zeile Spalten wird eingefgt
wird eingefgt, auffllen mit 0
manuell zu erledigen
Positionsistwerte in Nicht verfgbar Verfgbar
einzelner Achse per Taste in
Nullpunkttabelle bernehmen
Positionsistwerte in allen Nicht verfgbar Verfgbar
aktiven Achsen per Taste in
Nullpunkttabelle bernehmen
Letzte mit TS gemessene Nicht verfgbar Verfgbar
Positionen per Taste
bernehmen
Freie Konturprogrammierung
FK:
Programmierung von Neutral mit X/Y-Koordinaten, Maschinenabhngig mit
Parallelachsen Umschaltung mit FUNCTION vorhandenen Parallelachsen
PARAXMODE
Automatisches Korrigieren von Relativbezge in Alle Relativbezge werden
Relativbezgen Konturunterprogrammen automatisch korrigiert
werden nicht automatisch
korrigiert
788 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Funktion TNC 640 iTNC 530
Handling bei Fehlermeldungen:
Hilfe bei Fehlermeldungen Aufruf ber Taste ERR Aufruf ber Taste HELP
Betriebsartenwechsel, wenn Hilfemen wird bei Betriebsartenwechsel ist nicht
Hilfemen aktiv ist Betriebsartenwechsel erlaubt (Taste ohne Funktion)
geschlossen
Hintergrundbetriebsart whlen, Hilfemen wird beim Hilfemen bleibt beim
wenn Hilfemen aktiv ist Umschalten mit F12 Umschalten mit F12 geffnet
geschlossen
Identische Fehlermeldungen Werden in einer Liste Werden nur einmal angezeigt
aufgesammelt
Quittieren von Jede Fehlermeldung (auch Fehlermeldung nur einmal zu
Fehlermeldungen wenn mehrfach angezeigt) quittieren
muss quittiert werden,
Funktion Alle lschen
verfgbar
Zugriff auf Protokollfunktionen Logbuch und leistungsfhige Vollstndiges Logbuch
Filterfunktionen (Fehler, verfgbar ohne Filterfunktionen
Tastendrcke) verfgbar
Speichern von Servicedateien Verfgbar. Bei Systemabsturz Verfgbar. Bei Systemabsturz
wird keine Servicedatei erstellt wird automatisch eine
Servicedatei erstellt
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 789
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Funktion TNC 640 iTNC 530
Suchfunktion:
Liste der zuletzt gesuchten Nicht verfgbar Verfgbar
Wrter
Elemente des aktiven Satzes Nicht verfgbar Verfgbar
anzeigen
Liste aller verfgbaren NC- Nicht verfgbar Verfgbar
Stze anzeigen
Suchfunktion starten im Funktioniert bis max. 100000 Keine Einschrnkung in Bezug auf
markierten Zustand mit Pfeiltasten Stze, ber Konfig-Datum Programmlnge
auf/ab einstellbar
Programmiergrafik:
Mastbliche Verfgbar Nicht verfgbar
Gitternetzdarstellung
Editieren von Bei Fehlermeldungen steht der Bei Fehlermeldungen
Konturunterprogrammen in Cursor im Hauptprogramm auf steht der Cursor auf dem
SLII-Zyklen mit AUTO DRAW dem Satz CYCL CALL fehlerverursachenden Satz im
ON Konturunterprogramm
Verschieben des Zoomfensters Repeatfunktion nicht verfgbar Repeatfunktion verfgbar
Programmieren von
Nebenachsen:
Syntax FUNCTION Verfgbar Nicht verfgbar
PARAXCOMP: Verhalten
von Anzeige und
Verfahrbewegungen definieren
Syntax FUNCTION Verfgbar Nicht verfgbar
PARAXMODE: Zuordnung der
zu verfahrenden Parallelachsen
definieren
Programmieren von
Herstellerzyklen
Zugriff auf Tabellendaten ber SQL-Befehle und ber FN17-/FN18- oder
ber FN17-/FN18- oder TABREAD-TABWRITE-
TABREAD-TABWRITE- Funktionen
Funktionen
Zugriff auf ber CFGREAD-Funktion ber FN18-Funktionen
Maschinenparameter
Erstellung interaktiver Verfgbar Nicht verfgbar
Zyklen mit CYCLE QUERY,
z. B. Tastsystemzyklen im
Manuellen Betrieb
790 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Vergleich: Unterschiede beim Programmtest,
Funktionalitt
Funktion TNC 640 iTNC 530
Einstieg mit Taste GOTO Funktion nur mglich, wenn der Funktion auch nach START
Softkey START EINZELS. noch EINZELS. mglich
nicht gedrckt wurde
Berechnung der Bearbeitungszeit Bei jeder Wiederholung der Bei jeder Wiederholung der
Simulation durch Softkey START Simulation durch Softkey START
wird die Bearbeitungszeit beginnt die Zeitberechnung bei 0
aufsummiert
Einzelsatz Bei Punktemusterzyklen und CYCL Punktemusterzyklen und CYCL
CALL PAT stoppt die Steuerung CALL PAT behandelt die Steuerung
bei jedem Punkt als einen Satz
Vergleich: Unterschiede beim Programmtest,
Bedienung
Funktion TNC 640 iTNC 530
Anordnung der Softkey-Leisten Anordnung der Softkey-Leisten und Softkeys ist in Abhngigkeit von der
und Softkeys innerhalb der Leisten aktiven Bildschirmaufteilung verschieden.
Zoomfunktion Jede Schnittebene ber einzelnen Schnittebene ber drei Toggle-
Softkey whlbar Softkeys whlbar
Maschinenspezifische Fhren zu Fehlermeldungen, wenn Werden beim Programmtest
Zusatzfunktionen M nicht in der PLC integriert ignoriert
Werkzeugtabelle anzeigen/ Funktion verfgbar per Softkey Funktion nicht verfgbar
editieren
3D-Darstellung: Werkstck Verfgbar Funktion nicht verfgbar
transparent darstellen
3D-Darstellung: Werkzeug Verfgbar Funktion nicht verfgbar
transparent darstellen
3D-Darstellung: Werkzeugbahnen Verfgbar Funktion nicht verfgbar
anzeigen
Modellqualitt einstellbar Verfgbar Funktion nicht verfgbar
Vergleich: Unterschiede Manueller Betrieb,
Funktionalitt
Funktion TNC 640 iTNC 530
Funktion Schrittma Ein Schrittma kann getrennt fr Ein Schrittma gilt fr Linear- und
Linear- und Drehachsen definiert Drehachsen gemeinsam.
werden.
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 791
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Funktion TNC 640 iTNC 530
Preset-Tabelle Basistransformation Basistransformation (Translation)
(Translation und Rotation) vom vom Maschinentischsystem
Maschinentischsystem in das in das Werkstcksystem ber
Werkstcksystem ber die Spalten die Spalten X, Y und Z, sowie
X, Y und Z, sowie Raumwinkel eine Grunddrehung ROT in der
SPA, SPB und SPC. Bearbeitungsebene (Rotation).
Zustzliche knnen ber die Zustzlich knnen ber die Spalten
Spalten X_OFFS bis W_OFFS A bis W Bezugspunkte in Dreh-
Achsoffsets in jeder einzelnen und Parallelachsen definiert
Achse definiert werden. Deren werden.
Funktion ist konfigurierbar.
Verhalten beim Das Setzen eines Presets in einer ber Maschinenparameter
Bezugspunktsetzen Drehachse wirkt im Sinne eines definierte Achsoffsets in den
Achsoffsets. Dieser Offset wirkt Drehachsen haben keinen Einfluss
auch bei Kinematikberechnungen auf die Achsstellungen, die in
und beim Schwenken der einer Funktion Ebenen schwenken
Bearbeitungsebene. definiert wurden.
Mit dem Maschinenparameter Mit MP7500 Bit 3 wird
presetToAlignAxis(Nr. 300203) festgelegt, ob die aktuelle
wird festgelegt, ob der Achsoffset Drehachsstellung bezogen auf den
nach dem Null setzen intern Maschinennullpunkt bercksichtigt
verrechnet werden soll oder nicht. wird, oder ob von einer 0-Stellung
Unabhngig davon hat ein der ersten Drehachse (in der Regel
Achsoffset immer folgende die C-Achse) ausgegangen wird.
Auswirkungen:
Ein Achsoffset beeinflusst
immer die Sollpositionsanzeige
der betreffenden Achse
(Achsoffset wird vom aktuellen
Achswert subtrahiert).
Wird eine Drehachskoordinate
in einem L-Satz programmiert,
dann wird der Achsoffset zur
programmierten Koordinate
addiert
Handling Preset-Tabelle:
Verfahrbereichsabhngige Nicht verfgbar Verfgbar
Preset-Tabelle
Vorschubbegrenzung definieren Vorschubbegrenzung fr Linear- Nur eine Vorschubbegrenzung fr
und Drehachsen separat Linear- und Drehachsen definierbar
definierbar
792 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Vergleich: Unterschiede Manueller Betrieb,
Bedienung
Funktion TNC 640 iTNC 530
Positionswerte von mechanischen Istposition per Softkey oder Istposition per Hardkey
Tastern bernehmen Hardkey bernehmen bernehmen
Verlassen des Mens ber Softkey ENDE und ber ber Softkey ENDE und ber
Antastfunktionen Hardkey END mglich Hardkey END mglich
Vergleich: Unterschiede beim Abarbeiten,
Bedienung
Funktion TNC 640 iTNC 530
Anordnung der Softkey-Leisten Anordnung der Softkey-Leisten und Softkeys ist in Abhngigkeit von der
und Softkeys innerhalb der Leisten aktiven Bildschirmaufteilung nicht identisch.
Betriebsartenwechsel, nachdem Beim Zurckwechseln in die Betriebsartenwechsel erlaubt,
die Bearbeitung durch Umschalten Betriebsart Programmlauf Modale Informationen werden
auf Betriebsart Programmlauf Satzfolge: Fehlermeldung gespeichert, Bearbeitung kann
Einzelsatz unterbrochen und mit Aktueller Satz nicht angewhlt. direkt durch NC-Start fortgesetzt
INTERNER STOPP beendet wurde Anwahl Unterbrechungsstelle werden
muss mit Satzvorlauf erfolgen
Einstieg in FK-Sequenzen mit Fehlermeldung FK- Einstieg erlaubt
GOTO, nachdem vor einem Programmierung: Undefinierte
Betriebsartenwechsel bis dorthin Startposition
abgearbeitet wurde Einstieg mit Satzvorlauf erlaubt
Satzvorlauf:
Umschalten der Nur mglich, wenn In allen Betriebszustnden mglich
Bildschirmaufteilung beim Wiedereinstiegsposition bereits
Wiedereinstieg angefahren wurde
Fehlermeldungen Fehlermeldungen stehen auch Fehlermeldungen werden nach
nach Fehlerbehebung an und Fehlerbehebung teilweise
mssen separat quittiert werden automatisch quittiert
Punktemuster im Einzelsatz Bei Punktemusterzyklen und CYCL Punktemusterzyklen und CYCL
CALL PAT stoppt die Steuerung CALL PAT behandelt die Steuerung
nach jedem Punkt als einen Satz
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 793
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Vergleich: Unterschiede beim Abarbeiten,
Verfahrbewegungen
Achtung, Verfahrbewegungen prfen!
NC-Programme, die auf lteren TNC-Steuerungen erstellt wurden, knnen auf einer TNC 640 zu
anderen Verfahrbewegungen oder zu Fehlermeldungen fhren!
Programme unbedingt mit der erforderlichen Sorgfalt und Vorsicht einfahren!
Im Folgenden finden Sie eine Liste bekannter Unterschiede. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf
Vollstndigkeit!
Funktion TNC 640 iTNC 530
Handradberlagertes Verfahren Wirkt im aktiven Wirkt im Maschinen-
mit M118 Koordinatensystem, also ggf. Koordinatensystem
gedreht oder geschwenkt oder im
Maschinen-Koordinatensystem,
abhngig von der Einstellung im
3D-ROT-Men des manuellen
Betriebs
Grunddrehung lschen mit M143 M143 lscht die Eintrge der M143 lscht nicht den Eintrag
Spalten SPA, SPB und SPC in der Spalte ROT in der Preset-
der Preset-Tabelle, eine erneute Tabelle, eine erneute Aktivierung
Aktivierung der entsprechenden der entsprechenden Preset-Zeile
Preset-Zeile aktiviert nicht die aktiviert auch wieder die gelschte
gelschte Grunddrehung Grunddrehung
Skalierung von Anfahr-/ Achsspezifischer Mafaktor Fehlermeldung
Wegfahrbewegungen erlaubt, Radius wird nicht skaliert
(APPRDEP/RND)
Anfahren/Wegfahren mit APPRDEP Fehlermeldung, wenn bei Annahme eines Werkzeugradius
APPR/DEP LN oder APPR/DEP CT von 0 und Korrekturrichtung RR
ein R0 programmiert ist
Anfahren/Wegfahren mit Konturelemente mit Lnge 0 Es wird eine Fehlermeldung
APPRDEP, wenn Konturelemente werden ignoriert. Die An- und ausgegeben, wenn nach dem
mit Lnge 0 definiert sind Abfahrbewegungen werden fr APPR-Satz ein Konturelement
das jeweils erste, und letzte mit Lnge 0 (in Bezug auf den im
gltige Konturelement berechnet APPR-Satz programmierten ersten
Konturpunkt) programmiert ist.
Bei einem Konturelement mit
Lnge 0 vor einem DEP-Satz
gibt die iTNC keinen Fehler
aus, sondern rechnet die
Abfahrbewegung mit dem letzten
gltigen Konturelement
794 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Funktion TNC 640 iTNC 530
Wirksamkeit von Q-Parametern Q60 bis Q99 (QS60 bis QS99) Q60 bis Q99 (QS60 bis QS99)
wirken grundstzlich immer lokal. wirken in Abhngigkeit von
MP7251 in konvertierten
Zyklenprogrammen (.cyc) lokal
oder global. Verschachtelte Aufrufe
knnen zu Problemen fhren
Automatisches Aufheben der Satz mit R0 Satz mit R0
Werkzeugradiuskorrektur DEP-Satz DEP-Satz
Programmanwahl Programmanwahl
END PGM Programmierung Zyklus 10
DREHUNG
PGM CALL
NC-Stze mit M91 Keine Verrechnung der Verrechnung der
Werkzeugradiuskorrektur Werkzeugradiuskorrektur
Verhalten bei M120 LA1 Keine Auswirkung auf die Mgliche unerwnschte
Bearbeitung, da die Steuerung Auswirkung auf die Bearbeitung,
die Eingabe intern als ein LA0 da die Steuerung die Eingabe
interpretiert intern als ein LA2 interpretiert
Satzvorlauf in Punktetabellen Werkzeug wird ber die nchste Werkzeug wird ber die letzte
zu bearbeitende Position fertig bearbeitete Position
positioniert positioniert
Leerer CC-Satz (Polbernahme aus Letzter Positioniersatz in Letzter Positioniersatz in der
letzter Werkzeugposition) im NC- der Bearbeitungsebene Bearbeitungsebene muss nicht
Programm muss beide Koordinaten der zwingend beide Koordinaten der
Bearbeitungsebene enthalten Bearbeitungsebene enthalten.
Kann bei RND oder CHF-Stzen
problematisch sein
Achsspezifisch skalierter RND-Satz RND-Satz wird skaliert, Ergebnis Fehlermeldung wird ausgegeben
ist eine Ellipse
Reaktion, wenn vor oder hinter Fehlermeldung wird ausgegeben Fehlermeldung wird ausgegeben,
einem RND- oder CHF-Satz ein wenn Konturelement mit Lnge 0
Konturelement mit Lnge 0 vor dem RND- oder CHF-Satz liegt
definiert ist Konturelement mit Lnge 0 wird
ignoriert, wenn Konturelement
mit Lnge 0 hinter dem RND- oder
CHF-Satz liegt
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 795
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Funktion TNC 640 iTNC 530
Kreisprogrammierung mit Der inkrementale Drehwinkel Das Vorzeichen des Drehsinns
Polarkoordinaten IPA und der Drehsinn DR wird verwendet, wenn DR und IPA
mssen das gleiche Vorzeichen mit unterschiedlichen Vorzeichen
haben. Ansonsten wird eine definiert sind
Fehlermeldung ausgegeben
Werkzeugradiuskorrektur auf Der bergang zwischen den Die quidistante des Bogens/der
Kreisbogen bzw. Helix mit benachbarten Elementen Helix wird fr die Konstruktion der
ffnungswinkel=0 des Bogens/der Helix wird Werkzeugbahn verwendet
hergestellt. Zustzlich wird
die Werkzeugachsbewegung
unmittelbar vor diesem bergang
ausgefhrt. Sollte das Element das
erste oder letzte zu korrigierende
Element sein, wird sein Nachfolge-
oder Vorgngerelement wie das
erste oder letzte zu korrigierende
Element behandelt
Verrechnung der Werkzeuglnge in In der Positionsanzeige werden In der Positionsanzeige werden
der Positionsanzeige die Werte L und DL aus der die Werte L und DL aus der
Werkzeugtabelle und dem Wert Werkzeugtabelle verrechnet
DL aus dem TOOL CALL-Satz
verrechnet
SLII-Zyklen 20 bis 24:
Anzahl definierbarer Max. 16384 Stze in bis zu 12 Max. 8192 Konturelemente in
Konturelemente Teilkonturen bis zu 12 Teilkonturen, keine
Beschrnkung auf Teilkontur
Bearbeitungsebene festlegen Werkzeugachse im Achsen des ersten
TOOL CALL-Satz legt die Verfahrsatzes in der
Bearbeitungsebene fest ersten Teilkontur legen die
Bearbeitungsebene fest
Position am Ende eines SL- Konfigurierbar ber Parameter Konfigurierbar ber MP7420,
Zyklus posAfterContPocket(Nr. 201007), ob sich die Endposition ber
ob sich die Endposition ber letzter programmierter Position
letzter programmierter Position oder ob in der Werkzeugachse
oder ob in der Werkzeugachse auf sichere Hhe verfahren
auf sichere Hhe verfahren wird
wird Wird in der Werkzeugachse
Wird in der Werkzeugachse auf sichere Hhe verfahren,
auf sichere Hhe verfahren, dann muss bei der ersten
dann mssen bei der ersten Verfahrbewegung eine
Verfahrbewegung die beiden Koordinate programmiert
Koordinaten programmiert werden
werden
796 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Funktion TNC 640 iTNC 530
SLII-Zyklen 20 bis 24:
Verhalten bei Inseln, die nicht in Knnen mit komplexer Knnen mit komplexer
Taschen enthalten sind Konturformel nicht definiert Konturformel eingeschrnkt
werden definiert werden
Mengenoperationen bei Echte Mengenoperationen Echte Mengenoperationen nur
SL-Zyklen mit komplexen durchfhrbar eingeschrnkt durchfhrbar
Konturformeln
Radiuskorrektur aktiv bei CYCL Fehlermeldung wird Radiuskorrektur wird
CALL ausgegeben aufgehoben, Programm wird
abgearbeitet
Achsparallele Verfahrstze im Fehlermeldung wird Programm wird abgearbeitet
Konturunterprogramm ausgegeben
Zusatzfunktionen M im Fehlermeldung wird M-Funktionen werden ignoriert
Konturunterprogramm ausgegeben
Zylindermantelbearbeitung
allgemein:
Konturbeschreibung Neutral mit X/Y-Koordinaten Maschinenabhngig mit
physikalisch vorhandenen
Drehachsen
Versatzdefinition auf dem Neutral ber Maschinenabhngig
Zylindermantel Nullpunktverschiebung in X/Y Nullpunktverschiebung in
Drehachsen
Versatzdefinition ber Funktion verfgbar Funktion nicht verfgbar
Grunddrehung
Kreisprogrammierung mit C/CC Funktion verfgbar Funktion nicht verfgbar
APPR-/DEP-Stze bei Funktion nicht verfgbar Funktion verfgbar
Konturdefinition
Zylindermantelbearbeitung mit
Zyklus 28:
Vollstndiges Ausrumen der Funktion verfgbar Funktion nicht verfgbar
Nut
Toleranz definierbar Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Zylindermantelbearbeitung mit Eintauchen direkt auf der Kontur Kreisfrmige Anfahrbewegung an
Zyklus 29 des Stegs die Kontur des Stegs
Taschen-, Zapfen- und
Nutenzyklen 25x:
Eintauchbewegungen In Grenzbereichen In Grenzbereichen
(Geometrieverhltnisse (Geometrieverhltnisse Werkzeug/
Werkzeug/Kontur) werden Kontur) wird ggf. senkrecht
Fehlermeldungen ausgelst, eingetaucht
wenn Eintauchbewegungen zu
unsinnigem/kritischem Verhalten
fhren
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 797
19 Tabellen und bersichten
19.5 Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich
Funktion TNC 640 iTNC 530
PLANE-Funktion:
TABLEROT/COORDROT Wirkung: Wirkung
Die Transformationsarten Die Transformationsarten
wirken auf alle sog. freien wirken ausschlielich in
Drehachsen Verbindung mit einer C-
Bei TABLEROT positioniert die Drehachse
Steuerung die freie Drehachse Bei TABLEROT positioniert
nicht immer, sondern abhngig die Steuerung die Drehachse
von der aktuellen Position, der immer
programmierten Raumwinkel Default bei fehlender Auswahl:
und der Maschinenkinematik
COORD ROT wird verwendet
Default bei fehlender Auswahl:
COORD ROT wird verwendet
Maschine ist auf Achswinkel Alle PLANE-Funktionen knnen Nur PLANE AXIAL wird
konfiguriert verwendet werden ausgefhrt
Programmierung eines Fehlermeldung wird Inkrementaler Raumwinkel
inkrementalen Raumwinkels ausgegeben wird als Absolutwert
nach PLANE AXIAL interpretiert
Programmierung eines Fehlermeldung wird Inkrementaler Achswinkel wird
inkrementalen Achswinkels ausgegeben als Absolutwert interpretiert
nach PLANE SPATIAL, wenn
Maschine auf Raumwinkel
konfiguriert ist
Programmierung von PLANE- Spiegelung hat keinen Einfluss Funktion mit allen PLANE-
Funktionen bei aktivem Zyklus auf die Schwenkung mithilfe Funktionen verfgbar
8 SPIEGELUNG von PLANE AXIAL und
Zyklus19
Sonderfunktionen fr
Zyklenprogrammierung:
FN17 Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Werte werden immer metrisch Werte werden in der Einheiten
ausgegeben des aktiven NC-Programms
Weitere Unterschiede liegen im ausgegeben
Detail Unterschiede liegen im Detail
FN18 Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Werte werden immer metrisch Werte werden in der Einheiten
ausgegeben des aktiven NC-Programms
Unterschiede liegen im Detail ausgegeben
Unterschiede liegen im Detail
Verrechnung der Werkzeuglnge in In der Positionsanzeige werden In der Positionsanzeige werden
der Positionsanzeige Werkzeuglnge L und DL aus der Werkzeuglnge L und DL aus der
Werkzeugtabelle bercksichtigt, Werkzeugtabelle bercksichtigt
aus dem TOOL CALL-Satz je
nach Maschinenparameter
progToolCallDL (Nr. 124501)
798 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
19
Funktionen der TNC 640 und der iTNC 530 im Vergleich 19.5
Vergleich: Unterschiede im MDI-Betrieb
Funktion TNC 640 iTNC 530
Abarbeiten von Funktion verfgbar Funktion verfgbar
zusammenhngenden Sequenzen
Speichern von modal wirksamen Funktion verfgbar Funktion verfgbar
Funktionen
Zustzliche Funktionen Statusansicht fr Q-Parameter Globale
Blockfunktionen, z. B. BLOCK Programmeinstellungen
KOPIEREN
ACC-Einstellung
Programmfunktionen fr
Drehbearbeitung
Zustzliche
Programmfunktionen, z. B.
FUNCTION DWELL
Vergleich: Unterschiede beim Programmierplatz
Funktion TNC 640 iTNC 530
Demo-Version Programme mit mehr als 100 NC- Programme knnen angewhlt
Stzen knnen nicht angewhlt werden, es werden max. 100
werden, Fehlermeldung wird NC-Stze dargestellt, weitere
ausgegeben. Stze werden fr die Darstellung
abgeschnitten
Demo-Version Werden durch Verschachtelung Verschachtelte Programme knnen
mit PGM CALL mehr als 100 NC- simuliert werden.
Stze erreicht, zeigt die Testgrafik
kein Bild, eine Fehlermeldung wird
nicht ausgegeben.
Kopieren von NC-Programmen Kopieren mit Windows-Explorer Kopiervorgang muss ber
auf und vom Verzeichnis TNC:\ TNCremo oder Dateiverwaltung
mglich. des Programmierplatzes erfolgen.
Horizontale Softkey-Leiste Klick auf Balken schaltet eine Durch Klick auf einen beliebigen
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HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 799
Index
Index Bearbeitung unterbrechen........ 690 Verzeichnis kopieren............... 159
Bedienfeld.................................. 88 Datenausgabe auf Bildschirm... 363
3 Betriebsarten.............................. 89 Datenschnittstelle..................... 719
3D-Darstellung......................... 673 Betriebszeit.............................. 717 einrichten............................... 719
3D-Grunddrehung..................... 637 Bewegungsfhrung.................. 548 Steckerbelegung.................... 752
3D-Korrektur............................. 531 Bezugspunkt Datensicherung................ 110, 150
Deltawerte............................. 534 verwalten............................... 609 Datenbertragung
Face Milling............................ 536 whlen................................... 133 Block Check Character........... 721
Normierter Vektor................... 533 Bezugspunkt manuell setzen.... 639 Dateisystem........................... 721
Peripheral Milling.................... 538 Ecke als Bezugspunkt............ 640 Datenbits................................ 720
Werkzeugformen.................... 534 in einer beliebigen Achse....... 639 Geschwindigkeit..................... 719
Werkzeugorientierung............ 535 Kreismittelpunkt als Bezugspunkt. Handshake............................. 721
3D-Tastsystem 641 Paritt..................................... 720
kalibrieren............................... 627 Mittelachse als Bezugspunkt.. 644 Protokoll................................. 720
verwenden............................. 619 ohne 3D-Tastsystem.............. 617 Software................................. 723
Bezugssystem.......................... 121 Software TNCserver............... 722
A Basis...................................... 124 Stopp-Bits.............................. 720
ACC.......................................... 464 Bearbeitungsebene................ 126 Verhalten nach Empfang von
Achsposition prfen.................. 607 Eingabe.................................. 128 ETX......................................... 722
Adaptive Vorschubregelung...... 450 Maschine................................ 122 Zustand der RTS-Leitung........ 721
ADP.......................................... 548 Werkstck.............................. 125 DCM......................................... 439
AFC.......................................... 450 Werkzeug............................... 129 Dialog....................................... 139
Angestellte Drehbearbeitung... 584 Bildschirm.................................. 87 DNC......................................... 732
Antasten Bildschirmaufteilung................... 87 Informationen aus NC-
mit 3D-Tastsystem................. 619 Bildschirmaufteilung CAD-Viewer Programm.............................. 374
mit mechanischen Tastern oder und DXF-Konverter................... 302 Dokumentenbetrachter............ 165
Messuhren............................. 618 Block Check Character............. 721 Draufsicht................................. 677
mit Schaftfrser...................... 617 BMP-Datei ffnen..................... 170 Drehachse................................ 519
Antasten Ebene....................... 637 Anzeige reduzieren M94........ 521
C
Antastwert schreiben wegoptimiert verfahren: M126....
in Nullpunkttabelle.................. 625 CAD-Viewer.............................. 303 520
in Preset-Tabelle..................... 626 CAM-Programmierung...... 531, 542 Drehbearbeitung...................... 556
Protokoll................................. 624 D Drehzahl programmieren........ 560
Antastzyklen............................. 619 Schneidenradiuskorrektur....... 576
Darstellung des NC-Programms....
Betriebsart Manuell................ 619 umschalten............................. 557
182
Anwenderparameter................ 740 Vorschubgeschwindigkeit....... 562
Darstellung in 3 Ebenen........... 677
Arbeitsraumberwachung 681, 685 Werkzeugdaten...................... 569
Datei
ASCII-Dateien........................... 476 Drehbetrieb whlen.................. 557
erstellen................................. 156
Aufspannsituation berpfen.... 655 DXF-Konverter.......................... 304
kopieren................................. 156
Ausschalten.............................. 590 Bearbeitungsposition whlen. 315
lschen................................... 160
Automatischer Programmstart. 704 Bezugspunkt setzen............... 309
markieren............................... 161
Automatische Bohrposition whlen
schtzen................................. 163
Werkzeugvermessung.............. 216 Einzelanwahl.................... 316
sortieren................................. 162
Icon.................................. 318
B berschreiben......................... 157
Mausbereich.................... 317
Backup..................................... 110 umbenennen.......................... 162
Filter fr Bohrpositionen......... 319
Bahnbewegung........................ 266 whlen................................... 154
Grundeinstellungen................ 306
Polarkoordinaten..................... 278 Dateifunktionen........................ 472
Kontur whlen........................ 311
rechtwinklige Koordinaten...... 266 Dateistatus............................... 153
Layer einstellen...................... 308
Bahnfunktionen Dateiverwaltung............... 148, 151
Dynamische
Grundlagen............................. 250 aufrufen.................................. 153
Kollisionsberwachung............. 439
Kreis und Kreisbogen............. 253 Dateityp.................................. 148
Vorpositionieren..................... 254 externe Dateitypen................ 150 E
BAUD-Rate einstellen............... 719 externe Datenbertragung..... 173 Eckenrunden............................ 269
Bearbeitungsebene schwenken Funktionsbersicht................. 152 Ecken verrunden M197............ 434
manuell.................................. 648 Tabellen kopieren................... 158 Eilgang..................................... 208
programmiert......................... 493 Verzeichnis............................. 151 Einschalten............................... 588
Bearbeitungszeit ermitteln........ 680 Verzeichnis erstellen............... 156 Einstich..................................... 577
800 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
Entwicklungsstand..................... 11 FN29: PLC: Werte an PLC K
Ersetzen von Texten................. 147 bergeben................................ 374 Kamera..................................... 655
Ethernet-Schnittstelle............... 725 FN37: EXPORT......................... 374 Kinematik whlen..................... 714
Anschlussmglichkeit............. 725 FN38: SEND: Informationen Klammerrechnung.................... 386
Einfhrung.............................. 725 senden..................................... 374 Klartext..................................... 139
konfigurieren.......................... 725 Formularansicht........................ 482 Kollisionsberwachung............. 439
Netzlaufwerk verbinden und Frei definierbare Tabelle Kommentar einfgen....... 180, 182
lsen...................................... 175 beschreiben............................ 484 Kontextsensitive Hilfe............... 200
Excel-Datei ffnen.................... 166 lesen...................................... 485 Kontur
Externe Datenbertragung....... 173 ffnen..................................... 483 anfahren................................. 256
Externer Zugriff........................ 711 Freifahren................................. 695 verlassen................................ 256
nach Stromausfall................... 695 whlen aus DXF-Datei............ 311
F
Freistich.................................... 577 Koordinaten-Transformation...... 473
Fase......................................... 268 FS, Funktionale Sicherheit........ 605 Kopieren von Programmteilen.. 145
FCL........................................... 718 Funkhandrad............................. 596 Kreisbahn
FCL-Funktion............................... 11 Handradaufnahme zuordnen.. 734 mit festem Radius.................. 272
Fehlermeldung......................... 195 Kanal einstellen...................... 735 mit tangentialem Anschluss... 274
ausgeben............................... 355 konfigurieren.......................... 734 polar mit tangentialem
Hilfe bei.................................. 195 Sendeleistung einstellen........ 735 Anschluss............................... 280
Festplatte................................. 148 Statistikdaten......................... 736 um Kreismittelpunkt CC......... 271
Filter fr Bohrpositionen bei DXF- Funktionale Sicherheit FS......... 605 um Pol.................................... 280
Datenbernahme..................... 319 Funktionsvergleich.................... 769 Kreisberechnung...................... 349
Firewall..................................... 731
G Kreismittelpunkt....................... 270
FK-Programmierung................. 285
Dialog erffnen....................... 288 Gerade............................. 267, 279 L
Endpunkt................................ 291 GIF-Datei ffnen....................... 170 Lernschnitt................................ 455
Gerade................................... 289 Gliedern von Programmen....... 183 Logbuch beschreiben............... 374
Geschlossene Kontur............. 293 Grafik........................................ 670 Lokale Q-Parameter definieren. 343
Grafik...................................... 287 Ansichten............................... 672 Look ahead............................... 425
Grundlagen............................. 285 Ausschnittsvergrerung........ 194
Hilfspunkt............................... 294 beim Programmieren............. 191 M
Kreisbahn............................... 290 Grafikdatei ffnen..................... 170 M91, M92................................ 417
Kreisdaten.............................. 292 Grafik-Einstellungen................. 710 Maschinenachsen verfahren..... 591
Relativbezug........................... 295 Grafische Simulation................ 679 mit dem Handrad................... 593
Richtung und Lnge von Werkzeug anzeigen................ 679 mit den Achsrichtungstasten.. 591
Konturelementen.................... 291 Grunddrehung.......................... 636 schrittweise............................ 592
Flchennormalenvektor.... in der Betriebsart Manuell Maschinen-Einstellungen......... 711
502, 518, 531, 533 erfassen................................. 636 Maschinenkonfiguration laden.. 737
FN14: ERROR: Fehlermeldung Grundlagen............................... 120 Maschinenparameter............... 740
ausgeben................................. 355 Maschinenparameter auslesen 399
H
FN16: F-PRINT: Texte formatiert Maeinheit whlen.................. 137
ausgeben................................. 359 Handrad.................................... 593 MDI.......................................... 664
FN18: SYSREAD: Systemdaten Handradpositionierung berlagern Mehrachsbearbeitung....... 492, 527
lesen........................................ 364 M118........................................ 427 MOD-Funktion.......................... 708
FN19: PLC: Werte an die PLC Hauptachsen............................ 131 bersicht................................ 709
bergeben................................ 373 Helixinterpolation..................... 281 verlassen................................ 708
FN20: WAIT FOR: NC und PLC Hilfe bei Fehlermeldung........... 195 whlen................................... 708
synchronisieren........................ 373 Hilfedatei downloaden.............. 205
Hilfesystem.............................. 200 N
FN23: KREISDATEN: Kreis aus 3
Punkten berechnen.................. 349 HTML-Datei anzeigen................ 167 NC-Fehlermeldung................... 195
FN24: KREISDATEN: Kreis aus 4 NC und PLC synchronisieren.... 373
I
Punkten berechnen.................. 349 Netzwerkanschluss.................. 175
Indiziertes Werkzeug................ 219 Netzwerkeinstellungen............. 725
FN26: TABOPEN: Frei definierbare
INI-Datei ffnen........................ 169 Nullpunkttabelle
Tabelle ffnen........................... 483
Internetdatei anzeigen.............. 167 bernehmen von Tastergebnissen
FN27: TABWRITE: Frei definierbare
Ist-Position bernehmen.......... 141 625
Tabelle beschreiben.................. 484
FN28: TABREAD: Frei definierbare J Nullpunktverschiebung............. 473
Tabelle lesen............................ 485 Koordinateneingabe............... 473
JPG-Datei ffnen...................... 170
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 801
Index
Rcksetzen............................. 475 Unterprogramm...................... 327 Referenzbild............................. 656
ber Nullpunkttabelle............. 474 Programmiergrafik.................... 287 Referenzpunkt berfahren........ 588
Programmlauf........................... 688 Remanente Q-Parameter definieren
O
ausfhren............................... 689 343
Offene Konturecken M98......... 421 fortsetzen nach Unterbrechung.... Resonanzschwingung............... 486
P 694 Restore..................................... 110
Freifahren............................... 695 Rohteil definieren..................... 137
Palettentabelle.......................... 550
Stze berspringen................ 705 Rckzug von der Kontur........... 429
abarbeiten.............................. 553
Satzvorlauf.............................. 698
Anwendung............................ 550 S
bersicht................................ 688
bernehmen von Koordinaten.... Satz.......................................... 143
unterbrechen.......................... 690
551 einfgen, ndern.................... 143
Programmteil kopieren............. 145
whlen und verlassen............ 553 lschen................................... 143
Programmteil-Wiederholung.... 325
Parallelachse..................... 131, 466 Satzvorlauf................................ 698
Programm-Test......................... 682
Paraxcomp............................... 466 in Palettentabelle.................... 702
ausfhren............................... 685
Paraxmode............................... 466 in Punktetabelle..................... 702
bis zu einem bestimmten Satz
Pfad.......................................... 151 nach Stromausfall................... 698
ausfhren............................... 687
PLANE-Funktion............... 493, 495 Schlsselzahl............................ 718
Geschwindigkeit einstellen..... 671
Achswinkeldefinition.............. 507 Schraubenlinie.......................... 281
bersicht................................ 682
Auswahl mglicher Lsungen 512 Schutzzone............................... 713
Programmvorgaben.................. 437
Automatisches Einschwenken 509 Schwellende Drehzahl.............. 486
Prozesskette............................. 542
Eulerwinkeldefinition.............. 501 Schwenkachsen....................... 522
Pulsierende Drehzahl............... 486
Inkrementale Definition.......... 506 Schwenken
Positionierverhalten................ 509 Q der Bearbeitungsebene.. 493, 495
Projektionswinkeldefinition.... 499 Q-Parameter............................. 340 manueller Betrieb................... 648
Punktedefinition..................... 504 Export..................................... 374 ohne Drehachsen................... 516
Raumwinkeldefinition............. 498 formatiert ausgeben............... 359 Zurcksetzen.......................... 497
Sturzfrsen............................. 517 kontrollieren........................... 352 Service-Dateien speichern........ 199
bersicht................................ 495 lokale Parameter QL............... 340 Software-Nummer.................... 718
Vektordefinition...................... 502 programmieren............... 340, 390 Sonderfunktionen..................... 436
Zurcksetzen.......................... 497 remanente Parameter QR...... 340 SPEC FCT................................ 436
Platztabelle............................... 223 String-Parameter QS.............. 390 Spindeldrehzahl
PLC und NC synchronisieren.... 373 vorbelegte.............................. 402 ndern.................................... 604
PNG-Datei ffnen..................... 170 Werte an PLC bergeben.... 373, eingeben................................ 226
Polarkoordinaten....................... 131 374 SQL-Anweisung........................ 375
Gerade................................... 279 Q-Parameter-Programmierung Statusanzeige............................. 92
Grundlagen............................. 131 Kreisberechnung.................... 349 allgemeine................................ 92
Kreisbahn mit tangentialem Mathematische Grundfunktionen.. zustzliche................................ 94
Anschluss............................... 280 345 Steckerbelegung
Kreisbahn um Pol CC............. 280 Programmierhinweise............ 342 Datenschnittstelle................... 752
Programmieren...................... 278 Wenn/dann-Entscheidung...... 350 Stopp bei.................................. 687
bersicht................................ 278 Winkelfunktionen................... 348 String-Parameter...................... 390
Positionieren............................. 664 Zustzliche Funktionen........... 354 Lnge ermitteln...................... 397
bei geschwenkter prfen..................................... 396
Bearbeitungsebene........ 419, 526 R
Systemdaten lesen................ 394
mit Handeingabe.................... 664 Radiuskorrektur........................ 235 Teilstring kopieren.................. 393
Position whlen aus DXF.......... 315 Auenecke, Innenecke........... 237 umwandeln............................ 395
Postprozessor........................... 543 Eingabe.................................. 236 verketten................................ 391
Preset-Tabelle........................... 609 Ratter-Unterdrckung............... 464 zuweisen................................ 391
bernehmen von Tastergebnissen Rechtwinklige Koordinaten Sturzfrsen in geschwenkter
626 Gerade................................... 267 Ebene....................................... 517
Programm................................ 134 Kreisbahn mit festgelegtem Suchfunktion............................ 146
Aufbau.................................... 134 Radius.................................... 272 Systemdaten lesen........... 364, 394
editieren................................. 142 Kreisbahn mit tangentialem
gliedern.................................. 183 Anschluss............................... 274 T
neues erffnen....................... 137 Kreisbahn um Kreismittelpunkt Tabellenzugriff.................. 375, 484
Programmaufruf CC.......................................... 271 Taschenrechner........................ 185
Beliebiges Programm als bersicht................................ 266 Tastsystem-berwachung........ 431
802 HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016
Tastsystemzyklen VSC.......................................... 655 fr Programmlauf-Kontrolle.... 416
manuell.................................. 619 fr Spindel und Khlmittel...... 416
W
TCPM....................................... 527 Zustand der RTS-Leitung.......... 721
Rcksetzen............................. 530 Werkstckpositionen................ 132
Teach In............................ 141, 267 Werkstck-Schieflage
Teilefamilien............................. 344 kompensieren.......................... 635
Textdatei................................... 476 Werkstck vermessen.............. 645
formatiert ausgeben............... 359 Werkzeugachse ausrichten....... 516
Lschfunktionen..................... 477 Werkzeugaufma
ffnen..................................... 169 Fehlermeldung unterdrcken:
ffnen und verlassen.............. 476 M107...................................... 532
Textteil finden......................... 479 Werkzeugbewegung
Text-Variablen........................... 390 programmieren......................... 139
TNC............................................ 86 Werkzeugdaten........................ 210
TNCguide................................. 200 aufrufen.................................. 226
TNCremo.................................. 723 Deltawerte............................. 211
TRANS DATUM........................ 473 exportieren............................. 245
Trigonometrie........................... 348 importieren............................. 245
T-Vektor.................................... 533 in die Tabelle eingeben........... 212
TXT-Datei ffnen....................... 169 indizieren................................ 219
ins Programm eingeben......... 211
U Werkzeugeinsatzdatei...... 231, 713
ber dieses Handbuch................. 6 Werkzeugeinsatzprfung.......... 231
berwachung Werkzeugkorrektur................... 234
Aufspannsituation................... 655 dreidimensionale.................... 531
Kollision.................................. 439 Lnge..................................... 234
Unterprogramm........................ 323 Radius.................................... 235
Beliebiges Programm............. 327 Werkzeuglnge......................... 210
Unwuchtfunktionen.................. 563 Werkzeuglast berwachen....... 463
USB-Gert Werkzeugname........................ 210
anschlieen............................ 176 Werkzeugnummer.................... 210
entfernen................................ 176 Werkzeugradius........................ 210
Werkzeugtabelle....................... 212
V
editieren, verlassen................ 217
Vektor....................................... 502 Editierfunktion........................ 218
Verfahrgrenze........................... 713 Eingabemglichkeiten............ 212
Verhalten nach dem Empfang von Werkzeugtrgerverwaltung...... 446
ETX........................................... 722 Werkzeugvermessung.............. 216
Verschachtelung....................... 331 Werkzeugverschlei berwachen....
Versionsnummer.............. 718, 737 463
Verweilzeit................ 488, 489, 490 Werkzeugverwaltung................ 238
Verzeichnis....................... 151, 156 aufrufen.................................. 239
erstellen................................. 156 editieren................................. 240
kopieren................................. 159 Werkzeugtypen...................... 243
lschen................................... 160 Werkzeugwechsel.................... 228
Videodatei ffnen..................... 169 Wiederanfahren an die Kontur.. 703
Virtuelle Werkzeugachse.......... 428 Window-Manager..................... 101
Vollkreis.................................... 271 Winkelfunktionen..................... 348
Vorschub................................... 603
ndern.................................... 604 Z
bei Drehachsen, M116........... 519 ZIP-Archiv................................. 168
Eingabemglichkeiten............ 140 Zubehr.................................... 117
Vorschubfaktor fr Zusatzachse.............................. 131
Eintauchbewegung M103......... 422 Zusatzfunktionen...................... 414
Vorschub in Millimeter/Spindel- eingeben................................ 414
Umdrehung M136.................... 423 fr das Bahnverhalten............ 420
Vorschubregelung, automatische.... fr Drehachsen....................... 519
450 fr Koordinatenangaben......... 417
HEIDENHAIN | TNC 640 | Benutzerhandbuch Klartextprogrammierung | 9/2016 803
Tastsysteme von HEIDENHAIN
helfen Ihnen, Nebenzeiten zu reduzieren und die
Mahaltigkeit der gefertigten Werkstcke zu verbessern.
Werkstck-Tastsysteme
TS 220 kabelgebundene Signalbertragung
TS 440, TS 444 Infrarot-bertragung
TS 640, TS 740 Infrarot-bertragung
Werkstcke ausrichten
Bezugspunkte setzen
Werkstcke vermessen
Werkzeug-Tastsysteme
TT 140
kabelgebundene Signalbertragung
TT 449 Infrarot-bertragung
TL berhrungslose Lasersysteme
Werkzeuge vermessen
Verschlei berwachen
Werkzeugbruch erfassen
892903-15 Ver05 SW07 9/2016 Printed in Germany H *I_892903-15*