IKS
IKS
1. Vorlesung
Kapitel 1: Grundlagen
• Wirtschaftsinformatik ist die Lehre von der Erklärung und Gestaltung von
Anwendungssystemen (AS)computergestützte Informationsverarbeitung (IV) basiert auf AS
• Ziel der Wirtschaftsinformatik: Automatisierung des Betriebes soweit sinnvoll (Kriterien z.B.
Kosten, Qualität und Zeit)
Administrationssysteme:
Basis der Unterstützung der
Informationsverarbeitung
(Buchhaltung,
Personalabrechnung)
Dispositionssysteme:
routinisierte
Planungsvorgänge
Produktionsplanung,
Tourenplanung
Planungssysteme:
Auswertung der
Unternehmenslage
(Qualität, usw.), die auf den
Administrations- und
Dispositionssystemen
aufbaut
Kontrollsysteme:
langfristige Pläne
Unterstützung von
Einzelentscheidungen (z.B.
Maschinenkauf)
2. Vorlesung - Grundlagen
Integration
Innerbetriebliche Integration
Integrationsrichtungen
Aufbauorganisation eines
Unternehmens
Vertikale Integration
• Datenversorgung der Planungs- und Kontrollsysteme aus den Administrations- und
Dispositionssystemen
• Z. B. Sammlung von Kundendaten aus verschiedenen AS, Analyse der Kundenrentabilität in
Kontrollsystemen
Zwischenbetriebliche Integration
Automatisierungsgrad
Vollautomatisch
• Der Rechner des Lieferanten prüft vollautomatisch, ob die bestellten Artikel für den Kunden in
dem gewünschten Zeitraum auch geliefert werden können und leitet je nach Ergebnis die nächst
nötigen Schritte ohne menschlichen Eingriff ein
• AS stößt ohne Eingriff ein anderes Programm an, welches Daten analysiert und Maßnahmen
einleitet
• Bsp.: Soll-Ist-Abweichung in Maschinendatenerfassung „triggert“ Umdisponieren in
Produktionsplanung Reduktion der Prozesskosten
Teilautomatisch
• Prüfung durch Rechner, Bestätigung aber erst durch einen Sachbearbeiter
• Menschlicher Eingriff ist erforderlich
• Differenzierung nach Auslöser einer Aktion:
o Mensch, z. B. Disponent
o Maschine, z. B. Workflow-Management
Hardware-Grundaufbau
• Hardware: physische Komponenten und Geräte, aus denen sich ein Computer oder
Rechnernetzwerk zusammensetzt
Netzwerkschnittstelle
Von-Neumann-Rechner
Steuerwerk
• Steuert Reihenfolge, in der die Befehle eines
Programms abgearbeitet werden
• Entschlüsselt die Befehle
• Gibt die für die Ausführung der erforderlichen
digitalen Signale ab
Rechenwerk
• Übernimmt die vom Steuerwerk entschlüsselten
Befehle
• Führt die Befehle aus
Hauptspeicher
• besteht aus Arbeitsspeicher (RAM) und einem Festwertspeicher
Aufgaben
• Aufnahme der Programme, die zur Bearbeitung anstehen
• Bereithaltung der Befehle für den Zentralprozessor
• Bereitstellung der benötigten Daten für die Verarbeitung sowie Speicherung der entstehenden
Ausgabedaten
Merkmale
• Jeder Speicherplatz des Hauptspeichers ist fortlaufend adressiert und enthält ein Byte (8 Bit) bzw.
ein Wort als kleinste für den Benutzer zugängliche Einheit
• Alle Programme müssen zur Verarbeitung (partiell oder vollständig) im Hauptspeicher zur
Verfügung stehen
• Virtueller Speicher zur Vergrößerung des logischen Speichers: Auslagerung nicht benötigter
Daten auf die Festplatte (Paging)
• Im PC-Bereich: Wortlänge i. d. R. 2-4 Byte, Kapazität 256 MB - 2GB
Komponenten
Sequentielle Speicher
• Zwar günstig, aber die Daten können nur chronologisch (nach Datum) abgerufen werden
Verwendung bei Archivierung von Daten, auf die selten zugegriffen werden muss bzw. der Zugriff
länger dauern kann
Direktzugriffsspeicher
• Teuer, dafür aber schnellerer Zugriff auf die Daten
Bsp.:
• Speicherung von Kundenauftragsdaten für die Produktion Direktzugriff (Festplatte)
• Elektronische Dokumentenablage in der Verwaltung Direktzugriff (optische Speicher WORM)
• Archivierung von Lohn- und Gehaltsdaten sequentielle Speicherung (Magnetband)
Dateneingabeverfahren
• Software: in einer Programmiersprache geschriebene Programme, die die Voraussetzung für den
Betrieb eines Rechners bilden
Anwendungssoftware:
• Standardsoftware „Software von der Stange“ z.B. Office-Produkte
• Individualsoftware individuelle Entwicklung von Software für Unternehmen, deren Ansprüche
nicht durch Standardsoftware befriedigt werden können
Systemsoftware
Wichtige Programmiersprachen
• Sprachen der 3. Generation: generelle höhere Programmiersprachen z.B. C, Fortran, TURBO
PASCAL, COBOL prozedurale Sprachen
• Sprachen der 5. Generation: objektorientierte Programmiersprachen z.B. JAVA, C#
Programmierparadigmen
• Imperative Sprachen: Festlegung, wie eine Aufgabe durchzuführen bzw. ein Problem zu lösen ist
EVA
Compiler:
• Quellcode wird in einem Stück übersetzt (Batch)
• Syntaxprüfung
• Linking, Ergänzung um Hilfsprogramme
• Vorteile:
o Optimierung des Codes durch Gesamtbetrachtung
o Kompiliertes Programm ohne Verzögerung ausführbar
• Nachteile: Fehlerkorrektur erfordert erneute Kompilierung
Interpreter:
• Verarbeitung jedes Befehls einzeln
• Vorteile bei der interaktiven Programmentwicklung
JAVA und .NET - Grundlegende Funktionsweise:
• Compiler übersetzt Quellcode in Bytecode (Zwischencode, Intermediate Language)
• Interpreter führt diesen Zwischencode aus
• Eigenschaften des Bytecodes:
o Entwickelt für sichere und effiziente Übertragung
o Plattformunabhängig
o Ausführung durch Java Virtual Machine bzw. .NET Runtime, die für zahlreiche
Plattformen verfügbar sind
Anwendungssysteme
Standardsoftware:
• Fertigprodukte
• Für mehrere Anwender / Massenmarkt
• Betriebsunabhängig
• Begrenzt anpassbar/einstellbar (Customizing, Parametrisierung)
• Enthält Installationsroutine
Komponentensoftware:
• Komponente: Softwarebaustein mit festgelegten
o Schnittstellen
o Attributen
o Verhalten
• AS wird aus Komponenten individuell zusammengestellt
• Integration in Komponentenarchitekturen, die Laufzeitumgebung und Grundfunktionen
bereitstellen
• Beispiele: Java 2 Enterprise Edition, .NET Framework
• Grenze zwischen Standard- und Individualsoftware verschwimmt
Individualsoftware:
• Individuell angefertigt
• Angepasst an spezielle betriebliche Aufgabenstellung
• Eigenerstellung oder Fremdbezug möglich
• Technisch und finanziell schwer zu beherrschen
• Zukunftssicherheit problematisch
• In der Praxis Trend zu Standardsoftware, Individualsoftware für spezialisierte Teilaufgaben
Webservice:
• Weiterentwicklung des Komponentengedankens
• Weltweit in Netzwerken verteilte, lose gekoppelte Anwendungsmodule
• Webservices kommunizieren über standardisierte Schnittstellen und Protokolle
• Ermöglichen als Integrationstechnologie die Kopplung bestehender AS
• Ziel ist die Kopplung bzw. der Austausch von Softwarekomponenten ohne Programmierarbeiten
Rechnernetze
Ziele:
• Lastverbund/ Leistungsverbund: bessere Ausnutzung der Kapazitäten (weltweites
Flugbuchungssystem läuft jederzeit (24 Std. jeden Tag); Teil der Verarbeitung wird über mehrere
Rechner über ein solches Netz verteilt)
• Datenverbund: paralleler Zugriff auf im Netz verfügbare Daten (im betrieblichen Bereich sind
Kundendaten auf einem Datenserver gespeichert, auf den jeder Rechner zugreifen kann)
• Programmverbund: Unternehmensmitarbeiter lässt sich über SAP-System eine Vorschlagsliste an
Einkaufsaufträgen generieren die Liste wird nicht an dem Rechner funktional generiert, an dem
der Mitarbeiter sitzt, sondern an einem Anwendungsserver, der dezentral diese Aufgabe erledigt
• Kommunikationsverbund: E-Mails, ICQ
• Geräteverbund/ Sicherheitsverbund: Zentrale Drucker, an den mehrere Rechner angeschlossen
sind
Komponenten:
• Rechner einschließlich der physischen Netzwerkanbindung (Netzwerkkarte oder Modem) sowie
der jeweiligen Betriebs-, Netz- und Anwendungssoftware
• Verbindungs- und Kommunikationskomponenten
o Hubs, Switches: zentrale Punkte in einem lokalen Netzwerk, die Rechner miteinander
verbinden
o Bridges: können zwei LANs miteinander verbinden
o Router: können unterschiedliche Netztypen miteinander verbinden
• Datenübertragungswege (Leitungen)
o verdrillte Kupferkabel
o Koaxialkabel
o Glasfaserkabel
o Funk (Richtfunk, WLAN, Kurzstreckenfunk)
o Optische Übertragungswege (IR, optischer Richtfunk)
• Protokolle (TCP/IP für das Internet, NetBEUI für Windows-basierte Netze)
Client-Server-Konzept
Rollenverteilung im Netzwerk:
• Server bietet Dienste an, auf die der Client
zugreift
• Client präsentiert Daten und interagiert mit dem
Benutzer
• Server stellt Funktionalität bereit, wartet auf
Zugriffe
• Grundlage von Internet-Diensten
Lokale Netzwerke
• Konzentration auf ein Gebäude/Betriebsgelände
• Anwender i. d. R. ein Unternehmen
• Verlegung der Übertragungswege lizenzfrei durch den Anwender
Weitverkehrsnetze
• Verbindung geographisch verteilter, unabhängiger Rechner
• Fest- oder Funknetze
• Nutzung lizenzierter Übertragungswege (öffentlich oder privat)
Internet
• Internet ist eine Verbindung von vielen WANs und
LANs
• Diejenigen, die innerhalb dieses Netzes arbeiten,
müssen zum Austausch von Informationen die
gleiche Sprache, hier sogenannte Protokolle
(TCP/IP), verwenden, um kommunizieren zu können
• Eindeutige Identifikation: Adressstruktur (weltweit
standardisiert)
• numerischer Adresscode
• physische Adresse: IP-Adresse
• Rechner mit 134.76 (ersten fünf Stellen
der IP-Adresse) gehören in die Domäne
der Universität
• Die darauf folgenden fünf Stellen
beschreiben den genauen Rechner und
dessen Standort (hier: Wiso-Zentrum)
Datenübertragung im Internet
• Eine vollständige
Weiterleitung erfolgt nur,
wenn die Kopie eines
Datenpaketes sicher ankommt
• Bei einem Fehler erfolgt das
Senden nochmals oder es wird
ein anderer Router gewählt
TCP (Transmission Control Protocol)
• Verbindungsorientiertes End-to-End
Protokoll (Kommunikation zwischen
den einzelnen Routern)
• Zuverlässige
Interprozesskommunikation in sog.
gekoppelten Multi-Netz-Strukturen
IP (Internet Protocol)
• Übermittlungsfunktion für einzelne
Datenpakete
• Über der Anwendungsschicht liegen
Standards, die aber nicht im OSI-
Referenzmodell abgebildet sind
• Standards regeln die Struktur der ausgetauschten Informationen
• Bsp.: EDIFACT ( Geschäftsdokumente), STEP ( Produktdaten)
• Daten als Zeichenfolgen, die in solche Systeme eingeben und von solchen Systemen verwaltet
werden
• Zweckgerichtete Verwendung dieser Daten: Informationen
• Wissen unterstützt das zielgerechte Handeln
Integration
Datenintegration
• Fachlich gleiche Daten werden nur einmal gespeichert Medienbrüche werden verhindert
• Daten sollten möglichst nahe am Ort ihrer Entstehung erfasst werden
• Datenzugriff für alle betroffenen Anwender und Anwendungen möglich
• Jedem Standort kann ein lokales internes Schema und ein lokales konzeptuelles Schema
zugeordnet werden
• Die konzeptuelle Ebene hat hier
die zusätzliche Aufgabe der
Aufteilung in lokale konzeptuelle
Schemata
Ziele:
• Lokale Autonomie
• Keine zentralen Knoten
• Unterbrechungsfreier Betrieb
• Standortunabhängigkeit
• Fragmentierungsunabhängigkeit
usw.
Data-Warehouse (DWH)
• Sammlung von integrierten, zeitabhängigen und
nicht-volatilen Daten, aus denen Informationen für
Managemententscheidungen gewonnen werden
• Herkömmliche DBS enthalten meist
Momentaufnahmen des operativen betrieblichen
Geschehens
• Unternehmensführung benötigt oft Daten über
größere Ausschnitte und längere Zeiträume
• Momentane Zustände müssen archiviert werden
Archivspeicher, der Daten aus unterschiedlichen
unternehmensinternen und –externen Datenbanken erhält
• DWH erlaubt Zeitvergleich und Analyse von Entwicklungen, daher zeitabhängige Daten
• Problem: Datei B wird unnötig doppelt angelegt (sowohl
von Programm 1 als auch von Programm 2)
Änderungen der Datei müssen in beiden Programmen
einzeln vorgenommen werden (Gefahr von Redundanzen
usw.)
Datenbanksystem
Internes Modell:
Speicherbeschreibung
Benutzungsschnittstelle
• Der Benutzer hat die Möglichkeit, über bestimmte Befehle Anfragen an die Datenbank zu stellen
oder Operationen auf der Datenbank auszuführen
o Datenmanipulationssprache: Data Manipulation Language (DML) Interaktiver
Zugriff auf die DB für Nutzer und Anwendungen
o Abfragesprache: Query Language (QL) Deskriptive Formulierung von Abfragen,
Vereinfachung der Kommunikation mit dem Datenbanksystem
Konzeptebene
• Um anfragen zu können, wird diese Ebene benötigt: Der Benutzer beschreibt, in welchen
Strukturen die Daten vorliegen
• Auf der konzeptuellen Ebene erfolgt die logische Gesamtbeschreibung aller relevanten Objekte
und ihrer Beziehungen
o Datendefinitions- oder Beschreibungssprache: Data Definition Language (DDL)
Beschreibung der logischen Datenstrukturen, Übertragung des Datenmodells in die
DB
Speicherbeschreibung
• Darstellung der physischen Speicherung
o Speicherbeschreibungssprache: Data Storage Description Language (DSDL)
Beschreibung der physischen Datenorganisation innerhalb des Mediums
Anforderungen an DB-System
Konzeptionelle Datenmodellierung: Entity-Relationship-Modell (ERM)
Was für Daten werden gespeichert und wie kommt man zu der Struktur, in der man solche Daten
speichert?
Beispiele:
• Entity: (bestimmter/s) Kunde, Mitarbeiter,
Produkt
• Attributwerte eines Entity-Mitarbeiters:
Personalnr. 1234, Name: Müller, usw.
• Entitytyp (ET): ET Kunde, ET Mitarbeiter,
Entitytyp
ET Produkt
• Attribute eines ET Mitarbeiters:
Mitarbeiternr., -name, -geburtsdatum, -
Relationshiptyp
adresse, usw.
• Primärschlüsselattribut: Attribut, dass nur ein einziges Mal innerhalb eines Entitytypen vorkommt,
z.B. bei ET Mitarbeiter die Personalnummer
Beispiel
1 N
Problem: Die Struktur des ERM kann nicht 1:1 in der Drei-Ebenen-Architektur von DB-Systemen
abgebildet werden, sondern sie muss erst in eine weitere Struktur überführt werden, die dann eine
direkte Abbildung in die Datenbank sicherstellt Relation
Datenbankmodelle
1) Relationales Datenbankmodell
Relation „Artikel“
Attribut
Entity/ Tupel
(Attributwerte)
N 1
A enthält WG
2) Objektorientiertes Datenbankmodell
Aggregationen im OO-Modell
Aggregate
• Vorteile:
o Manipulationen können durch Referenzen automatisch auf mehreren Objekten
ausgeführt werden
o Objekte können an mehreren Beziehungen beteiligt sein, werden aber nur einmal
gespeichert (Vermeidung von Redundanzen)
o Bessere Wiederverwendbarkeit, höhere Anschaulichkeit
• Nachteile:
o Kein Bezug zu objektorientierten Programmiersprachen (z. B. C++ oder Java)
vorhanden
o Hohe Komplexität
o Bislang wenig praktische Bedeutung
M N
Expertensystem
Wissensmanagementsysteme
• Wissen ist im Unternehmen weit verstreut
• Wissensmanagementsysteme sollen helfen, wissen zu entwickeln, darzustellen, verwalten,
veredeln und verteilen
• Berücksichtigung von Metainformationen: Wissen über Wissen
• Permanente Aktualisierung und einfacher Zugang sind Erfolgsfaktoren
• Besondere Bedeutung für Forschung und Entwicklung, Beratung und Vertrieb komplexer
Produkte
Wissensarten
• Explizites Wissen: Kann in Worte gefasst bzw. in Dokumenten niedergelegt werden problemlos
transferierbar
• Implizites Wissen: Personen- und kontextspezifisch, schwer bzw. nicht verbalisierbar/
Transferierbar nur durch Externalisierung oder persönlichen Kontakt, teilweise gar nicht zu
übertragen
Kapitel 4: Integrierte Anwendungssysteme: Informationsverarbeitung im
Industriebereich
Datenflusspläne
• Stammdaten (S)
Daten, die unverändert über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen und der
Identifizierung, Klassifizierung und Charakterisierung von Sachverhalten dienen (z. B. Namen von
Mitarbeitern)
• Vormerkdaten (V)
Daten, die so lange existieren, bis ein genau definiertes Ereignis eintritt (z. B.Zahlungseingang)
• Transferdaten (T)
Daten, die von einem Programm erzeugt und an ein anderes Programm transferiert werden (z. B.
Tabelle aus EXCEL in POWERPOINT nutzen)
Funktion
Integrierte Datenverarbeitung
Stammdatei
Geschäftsprozesse
Funktionen im
Industriebetrieb
1, 2
1) Produktentwurf (CAD/ CAE)
3) Vertrieb
a) Kundenanfrage- und Angebotsbearbeitung
b) Auftragserfassung und –prüfung
• Problem:
o Eingabe von großen Datenmengen
o rationelle und richtige Erfassung erforderlich
• Ziel:
o Reduktion der manuellen Eingabe
o möglichst direkte Übernahme der Daten aus Kunden-IT
o Bestellungsdruck und Datenübertragung in PPS-System
• Wichtig: Prüfungen
o technische Prüfung (ermittelt Verfügbarkeit)
o Bonitätsprüfung
o Terminprüfung (überprüft, ob die Kundenwunschtermine eingehalten werden)
5) Beschaffung
a) Bestelldisposition
b) Einkauf
c) Lieferüberwachung
d) Wareneingangsprüfung
Wiederbeschaffungszeit
(Lieferungsdauer)
b) Einkauf
c) Lieferüberwachung
Das Programm Lieferüberwachung kontrolliert die Bestellposition in regelmäßigen Abständen. Sind
Liefertermine überschritten, werden Mahnungen weitergeleitet.
d) Wareneingangsprüfung
Gegenstände der Wareneingangsprüfung sind eine Mengen- und Qualitätskontrolle.
Mit Hilfe der IV ist ein dynamisches Stichprobenverfahren möglich.
6) Lagerhaltung
7) Produktion
b) Materialbedarfsplanung (MRP I)
Die von der Auftragserfassung, Absatzplanung oder primär Bedarfsplanung bereitgestellte
Endproduktbedarfe müssen unter Verwendung von Stücklisten in ihre Bestandteile zerlegt
werden.
c) Durchlaufterminierung
Die Durchlaufterminierung hat die Starttermine der einzelnen Arbeitsgänge vorzugeben.
Besonderheiten treten auf, wenn das AS feststellt, das ein Arbeitsvorgang schon vor der Gegenwart hätte
beginnen müssen. Um zu verhindern, dass die bisherige Produktionsplanung rückgängig gemacht werden muss,
wird das AS versuchen, die Durchlaufzeiten zu verkürzen.
d) Kapazitätsausgleich
Werden in der Durchlaufterminierung auf Kapazitäten keine Rücksicht genommen, kann es
vorkommen, das in einzelnen Perioden bestimmte Arbeitsplätze über- bzw. unterbelastet sind.
Dann setzt der Kapazitätsausgleich ein.
e) Verfügbarkeitsprüfung
Es wäre misslich, wenn ein Computer den Start eines Auftrages auslösen würde, wenn zugleich die benötigte
Maschine zwecks Wartung stillgelegt ist oder auf Grund von Lieferschwierigkeiten Material nicht eingetroffen
ist. Die Aufgabe der Verfügbarkeitsprüfung ist es daher, solche Produktionsaufträge auszusondern, für die
irgendwelche Ressourcen fehlen.
f) Auftragsfreigabe
Die Auftragsfreigabe wählt parametergesteuert aus den Aufträgen eine Teilmenge, für die eigentliche
Produktion aus. Auszuwählen wären also beispielsweise alle Betriebsaufträge, die gemäß
Durchlaufterminierung in der Zeitspanne „Freigabetag + zehn Arbeitstage“ beginnen müssen.
g) Werkstattsteuerung
Aufgabe der Werkstattsteuerung ist es, eine Bearbeitungsreihenfolge der Aufträge an einem Arbeitsplatz zu
finden. Die Werkstattsteuerung gibt für die Produktion notwendige Dokumente (Materialbelege, Lohnscheine,
Qualitätsprüfscheine) aus. Es ist somit zweckmäßig, diese maschinell lesbar zu gestalten.
i) Qualitätssicherung (CAQ)
Computer-aided Quality-Assurance (CAQ) = Sicherung der Produktionsqualität
CAQ umfasst die Steuerung der Produktqualität im Entwurfsstadium, die Güteprüfung im Wareneingang, die
Wartung oder Reparatur der ausgelieferten Geräte oder Maschinen beim Kunden und die Bearbeitung von
Reklamationen.
j) Betriebsdatenerfassung
Bei der Betriebsdatenerfassung (BDE) werden aus der Fertigung zurückkehrende Meldungen
(Materialentnahme, etc.) in die Rechenanlage eingegeben und Vormerkdaten der veranlassten
Produktionsaufträge gebucht. Die Herausforderung liegt darin, möglichst viele Daten automatisch zu erfassen.
• PPS Baustein
• Bankbetrieblicher Kreditvergabeprozess Nacharbeiten!!!
• Elektronische Handelssysteme
• Leistungsbereitschaft: Die Fluggesellschaft plant ihr Flugprogramm; hat ihr Timetable; muss
Flugzeuge planen; Personal zuordnen
• Leistungsvereinbarung mit dem Kunden: Kunde bucht Flüge
• Leistungsdurchführung: eigentlicher Transport
• Die Größe des Fluggerätes ist flexibel über den Tag geplant (je nach Bedarf)
Voraussetzung: Man muss Vorhersagen treffen können, zu welcher Zeit auf welcher Strecke
man auf welche Nachfrage stößt
• Auf Grund der besonderen Charakteristika von Dienstleistungen ist also eine Angleichung der
Leistungsbereitschaft an den zukünftigen Bedarf erforderlich
• Ansätze zur Anpassung:
o Plangesteuertes Vorgehen: Gesamtnachfrage wird abgeschätzt und
Leistungsbereitschaft danach ausgerichtet
o Verbrauchsgesteuertes Vorgehen: richtet sich nach der Nachfrage nach Werkstoffen
o Produktdifferenzierung: unterschiedliche Ausführungen des Grundproduktes durch
unterschiedlich nutzbare Leistungspotenziale
o Beeinflussung der Nachfrage
• optimale Kapazitätsdimensionierung
zur Vermeidung von Leerkapazitäten
• sollen gute Deckung zwischen
Angebot und Nachfrage herbeiführen
• Die Planung der Flüge – und nicht
das anschließende Buchen –
bestimmen die Kosten
Preise werden dynamisch –
abhängig von der
Buchungssituation – angepasst
Maximierung des Ertrags
z.B. Fluggesellschaften,
Reiseunternehmen (TUI)
Besondere Aspekte der Information und Beratung
Anwendungssysteme im Frontoffice:
• Präsentationssysteme
• Auskunftssysteme
• Beratungssysteme
Computerunterstützter
Zahlungsverkehr
(grundsätzliche Varianten
der Zahlungsverkehrs-
abwicklung)
• Automatische Belegerarbeitung
o Klassische Variante – beleggebunden: Überweisungsbeleg Digitalisierung des
Belegs, digitale Erfassung des Datensatzes und anschließende Abwicklung im
elektronischen Interbankenzahlungsverkehr
• Datenträgeraustausch
o Lohn- und Gehaltsabrechnungen: Erstellung der Datei und Übertragung der Datei an
die einliefernde Bank
• Direkter Datenaustausch
o Homebanking, Cashmanagement: am PC/ Notebook als Endgerät wird mit der Bank
kommuniziert und Zahlungsverkehr abgewickelt
Bargeldloses Bezahlung
• Unterschreibt man bei der Zahlung einen Beleg wird nur über die Autorisierungszentrale
überprüft, ob die Karte freigeschaltet ist, es erfolgt aber keine direkte Verbindung zur Kundenbank
(günstigere Variante)
Betriebswirtschaftlicher
Strang Technischer Strang
Auftragsabwicklung
einschließlich PPS Produktentwicklungs-
und
Produktausreifungs-
prozess
Zwischenbetriebliche Integration
E-Commerce
Standardsoftware
• Fertige Programme
• Meist zum Festpreis angeboten
• Für mehrfache Verwendung
• Unternehmensunabhängig
• Begrenzt anpassbar
• Erfordert ggf. organisatorische Veränderungen
Componentware (Komponentensoftware)
• Komponente
o gekapseltes Softwareobjekt
o stellt bestimmten Dienst zur Verfügung
o funktional und technisch abgeschlossen
o unabhängig vom konkreten Einsatz entwickelt
o genau spezifizierte Schnittstellen
o mehrfach verwendbar
• Granularität: Zusammenhang zwischen Funktionsumfang und Anzahl/ Komplexität der
Schnittstellen
• Grobe Granularität senkt Kommunikations- und Koordinationsaufwand
• Verschiebung von Funktionsprogrammierung zu „Montage“
Systementwicklung
Phasenübergreifende Maßnahmen
• Qualitätsanforderungen schon im Fachentwurf (Definitionsphase) berücksichtigen
• Produktivität der SW wird beeinflusst von:
o Bedienungsfreundlichkeit/Ergonomie
o Angemessenem Funktionsumfang
o Geeigneten Problemlösungsverfahren
o Wartbarkeit
o Performance
• Qualitätssicherung nach ISO 9000
Lösungsidee: Prototyping
• Ziele:
o Schnell lauffähige Teilsysteme erstellen
o Stärkere Einbindung der Anwender
• Prototyp: Vorversion der SW, die nur Teilfunktionen unterstützt
• Anwender beurteilen Prototyp, der auf Basis von Feedback verbessert/erweitert wird
• Vorteil: geringerer Änderungsaufwand, bessere Akzeptanz
• Nachteil: oft schlecht strukturierte Programmierung, kein sauberes Vorgehen
• Kombination mit Phasenkonzepten möglich
1) Auswahlphase
Software ist
konfigurierbar
Standardsoftwareherstell
er bieten Module/
Komponenten an, die
nicht alle von einem
Unternehmen gebraucht
werden das
Unternehmen wählt die
Module, die es benötigt
2) Einführungsphase
3) Betriebsphase
Symbole
Beispiel
Einkauf
• Ausgangspunkt einer EPK ist immer ein Ereignis! (z.B. hier: Meldebestand erreicht; an Monats-,
Jahresende werden Monatsabrechnungen usw. angestoßen)
• Ereignisse sind an sachliche oder zeitliche Kriterien gebunden
• Anhand solcher Prozessketten können Prozesse beschrieben werden Definition von
Funktionalitäten und Vorgängen
10. Vorlesung
Netzeffekte
• Zusatznutzen für einzelne Nutzer durch Vernetzung
• Nutzen steigt mit Verbreitung des Produktes
• Beispiel: Faxgerät, E-Mail
Windowing
• Distribution von Informationen über unterschiedliche Vertriebswege zu unterschiedlichen
Zeitpunkten
• Maximierung des Gesamtgewinns durch Abschöpfen unterschiedlicher Zahlungsbereitschaften
• Beispiel Film: Kino – Kaufmedien – Verleih – Pay-TV – Free-TV
Ressourcenorientierte Analyse
Beispiel: Unternehmensmodelle
Management der Informationsverarbeitung: Auswahl von IV-Projekten, Organisation,
weitere Aspekte
Wirtschaftlichkeitsanalyse
z.B. Kapitalwertmethode
Interne Leistungsverrechnung
11. Vorlesung
Datenschutz
Datensicherheit