MA1 Formelsammlung
MA1 Formelsammlung
Inhaltsverzeichnis
1 Grundlegendes 3
1.1 Regeln fr die Grundrechenarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.2 Brche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.3 Potenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.4 Binomische Formeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.5 pq-Formel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.6 Fakultt, Binomialkoeffizienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
1.7 Binomischer Lehrsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2 Logik 4
2.1 Wahrheitstabellen und Priorisierung der Junktoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.2 Regeln der Aussagenlogik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.3 Ersetzung der binren Junktoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.4 Quantoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.5 Regeln der Prdikatenlogik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
3 Mengen 6
3.1 Mengenrelationen und -operationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
3.2 Regeln der Mengenlehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
3.3 Potenzmenge und Kartesisches Produkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
3.4 Zahlenmengen, Intervalle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.5 Mchtigkeit von Mengen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
4 Analysis 8
4.1 Operationen fr reelle Zahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
4.2 Regeln fr Potenz- und Wurzeloperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
4.3 Regeln fr Logarithmusoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.4 Trigonometrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.5 Eigenschaften von Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.6 Einige elementare Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
4.7 Polynome . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
4.8 Zahlenfolgen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
4.9 Rationale Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
4.10 Trigonometrische Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
4.11 Weitere ntzliche Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
1
5 Lineare Algebra 15
5.1 Vektoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
5.2 Regeln der Vektoralgebra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
2
1 Grundlegendes
Distributivgesetz: x (y + z) = x y + x z
Neutrale Elemente: x+0=x , x 1 = x
1.2 Brche
x 1
Definition: := x (falls y 6= 0)
y y
1 y z y+z
Regeln: falls x 6= 0 : x =1 , + =
x x x x
1 1 1 1 y x z z
falls x, y 6= 0 : = , x = , =
x y x y y
x x y y
w z w z w z w y + z x
= , + =
x y x y x y x y
1.3 Potenzen
Definition: xn := x . . x}
| .{z (n N)
n
1.5 pq-Formel
Lsungsformel fr die Gleichung x2 + px + q = 0
r
p p 2
x1/2 = q
2 2
3
1.6 Fakultt, Binomialkoeffizienten
Fakultt:
1 wenn n = 0,
n! =
n (n 1)! wenn n 1.
Binomialkoeffizient:
n n!
=
k k! (n k)!
Binomischer Lehrsatz:
n
n
X n
(a + b) = ak bnk
k=0
k
2 Logik
a b ab ab ab ab a|b ab ab
a a AND OR XNOR NAND NOR XOR
NOT 0 0 0 0 1 1 1 1 0
0 1 0 1 0 1 1 0 1 0 1
1 0 1 0 0 1 0 0 1 0 1
1 1 1 1 1 1 0 0 0
Kommutativgesetz: a b b a , a b b a
Assoziativgesetze:
abc a (b c) (a b) c
abc a (b c) (a b) c
4
Distributivgesetze:
a (b c) (a b) (a c)
a (b c) (a b) (a c)
Absorption: a (a b) a , a (a b) a
Komplementaritt: a a 0 , a a 1
Neutrale Elemente:
a 1 a , a 0 0
a 1 1 , a 0 a
Idempotenz: a a a , a a a
Gesetze von de Morgan:
(a b) a b
(a b) a b
xy (x y)
xy (x y)
x|y (x y)
xy x y
xy (x y) (y x)
(x y) (x y)
2.4 Quantoren
Alternative Notation der Quantoren:
^ _
p(x) x : p(x) , p(x) x : p(x)
x x
5
3 Mengen
Ist a Element von A schreiben wir a A, sonst a
/ A : (a A).
Die Menge is die leere Menge, formal gilt: x 0 (also Wahrheitswert 0).
A (B C) = (A B) (A C)
Distributivgesetze:
A (B C) = (A B) (A C)
Absorption: A (A B) = A , A (A B) = A
A1 A2 , . . . Am = {(a1 , a2 , . . . , am ) | ai A, i = 1, 2, . . . , m}
6
3.4 Zahlenmengen, Intervalle
ganze Zahlen: Z = {m n | m, n N0 }
p
rationale Zahlen: Q = p, q Z, q 6= 0
q
reelle Zahlen, komplexe Zahlen: R, C (werden in der Analysis definiert)
|Sn | = 1 2 . . . n = n!
7
4 Analysis
der Absolutbetrag bzw. Betrag einer reellen Zahl a ist gegeben durch
a falls a 0
|a| =
a falls a < 0
fr a, b, r, s R+ oder a, b R und r, s Z:
ar
(1) ar as = ar+s , = ars
as
ar a r
(2) ar br = (a b)r , =
br b
(3) (ar )s = (as )r = ars
8
4.3 Regeln fr Logarithmusoperationen
fr a R+ , a 6= 1 und b, c R+ und n N:
4.4 Trigonometrie
trigonometrische Funktionen:
a b a b
sin = cos = tan = cot =
c c b a
Hypotenuse c
Gegenkathete a
Ankathete b
eine Funktion f heit monoton wachsend, falls fr beliebige x1 < x2 f (x1 ) f (x2 ),
gilt sogar f (x1 ) < f (x2 ), dann heit f streng monoton wachsend
eine Funktion f heit monoton fallend, falls fr beliebige x1 < x2 f (x1 ) f (x2 )
gilt sogar f (x1 ) > f (x2 ), dann heit f streng monoton fallend
eine Funktion f ist umkehrbar, falls x1 6= x2 f (x1 ) 6= f (x2 ) (bzw. die Funktion
eineindeutig=bijektiv ist)
Satz: Jede streng monoton wachsende oder streng monoton fallende Funktion ist um-
kehrbar.
eine gerade Funktion ist eine Funktion f , fr die f (x) = f (x) gilt
eine ungerade Funktion ist eine Funktion f , fr die f (x) = f (x) gilt
9
4.6 Einige elementare Funktionen
konstante Funktion: f (x) = b
lineare Funktion: f (x) = ax + b, a R, a 6= 0
Potenzfunktion: f (x) = axn , a 6= 0, n ZMonotonie der Potenzfunktion fr n 2:
fr ungerades n ist f (x) = axn streng monoton wachsend (a > 0) bzw. streng
monoton fallend (a < 0) auf der ganzen Definitionsmenge R
fr gerades n gilt:
ist a > 0, dann ist die Funktion streng monoton fallend auf R
0 = {x R|x
0} und streng monoton wachsend auf R+ 0 ,
ist a < 0, dann ist die Funktion streng monoton wachsend auf R 0 und streng
+
monoton fallend auf R0
Wurzelfunktion: f (x) = a n x, x > 0, a 6= 0, n N
allgemeine Potenzfunktion: f (x) = axr , x > 0, a 6= 0, r R
Exponentialfunktion: f (x) = ax , a > 0, a 6= 1
Logarithmusfunktion: f (x) = loga (x), x > 0, a > 0, a 6= 1
trigonometrische Funktionen: f (x) = sin(x), f (x) = cos(x), etc.
4.7 Polynome
n
eine Funktion p : R R der Form p(x) = an xn + an1 xn1 + . . . + a1 x + a0 = ak x k
P
k=0
mit ak R, k = 0, . . . , n, und an 6= 0 heit Polynom; wir nennen n den Grad oder die
Ordnung des Polynoms
das Horner-Schema zur Berechnung eines Wertes p(b) hat die Form:
an an1 an2 a1 a0
+ an b cn1 b c2 b c1 b
(b) cn = an cn1 cn2 c1 p(b)
n
ak xk mit ak Z findet man
P
Satz: Die rationalen Nullstellen eines Polynoms p(x) =
k=0
a
unter der Brchen , in denen a ein Teiler von a0 und b ein Teiler von an ist.
b
Hauptsatz der Algebra: Jedes Polynom n-ten Grades hat hchstens n reelle Nullstel-
len.
kennen wir die Nullstellen eines Polynoms p(x) = an xn + an1 xn1 + . . . + a1 x + a0 , so
knnen wir das Polynom in der Produktdarstellung angeben:
p(x) = an (x x1 )m1 (x x2 )m2 (x xr )mr q(x),
wobei x1 , . . . , xr die Nullstellen des Polynoms p(x) sind, die Potenzen m1 , . . . , mr die
entsprechenden Vielfachen der Nullstellen und q, das keine Nullstellen in R besitzt
10
Newtonsches Interpolationspolynom fr n Punkte (xi , yi ) mit i = 1, . . . , n:
p(x) = c0 + c1 (x x1 ) + c2 (x x1 )(x x2 ) + . . .
+cn1 (x x1 )(x x2 ) . . . (x xn1 )
y1 = p(x1 ) = c0 c0
y2 = p(x2 ) = c0 + c1 (x2 x1 ) c1
y3 = p(x3 ) = c0 + c1 (x3 x1 ) + c2 (x3 x1 )(x3 x2 ) c2
..
.
4.8 Zahlenfolgen
eine Folge {xn } konvergiert gegen den Grenzwert a, Bezeichnung: lim xn = a , wenn
n
es zu jeder beliebig kleinen vorgegebenen Zahl > 0 einen Index n0 N gibt, so dass
Satz von Weierstrass: Jede beschrnkte, monoton wachsende oder monoton fallende
Folge ist konvergent.
eine Folge {xn } divergiert gegen , Bezeichnung: lim an = , wenn die Folge
n
(an ) gegen divergiert
11
(3) fr c R: lim can = ca
n
(4) Quadratwurzel: lim an = a
n
Satz: Gegeben seien zwei konvergente Folgen {an } und {cn } mit demselben Grenz-
wert a, d.h. limn an = limn cn = a. Gilt dann fr eine Folge {bn }
an b n c n fr alle n N ,
Spezielle Zahlenfolgen
n
1
Eulersche Zahl: lim 1 + =e
n n
fr a > 0 gilt lim n a = 1
n
lim n
n=1
n
xn
fr x > 1 und k > 0 gilt lim k =
n n
loga n
fr a > 0 gilt lim =0
n n
Nullfolgen
1
sei {xn } eine Folge, die gegen oder gegen divergiert, dann gilt lim =0
n xn
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ist x0 Nullstelle von q mit Vielfachem k, aber keine Nullstelle von p oder eine Nullstelle
von p mit Vielfachen ` < k (der Faktor (x x0 ) kann nicht aus dem Nenner herausge-
krzt werden), dann ist x0 eine Polstelle
die Nullstellen von r(x) sind die Nullstellen von p(x), sofern sie keine hebbaren Defini-
tionslcken oder Polstellen sind
ist der Polynomgrad von p(x) grer als der von q(x), kann die rationale Funktion fr
x durch ein Polynom angenhert werden, es gilt
t(x)
r(x) = s(x) +
q(x)
(wobei s(x) und t(x) wieder Polynome sind), Berechnung durch Polynomdivision
einige Rechenregeln:
1 = sin2 x + cos2 x (Satz des Pythagoras)
sin(x + y) = sin x cos y + cos x sin y
sin(x y) = sin x cos y cos x sin y
cos(x + y) = cos x cos y sin x sin y
cos(x y) = cos x cos y + sin x sin y
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4.11 Weitere ntzliche Funktionen
Betragsfunktion
x, falls x 0
|x| = abs(x) =
x, falls x < 0
Eigenschaften:
Signum-Funktion
1, falls x > 0
sign(x) = 0, falls x = 0
1, falls x < 0
Eigenschaften:
Eigenschaften:
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5 Lineare Algebra
5.1 Vektoren
Nullvektor: Vektor, der nur aus Nullen besteht;
Skalar: eindimensionale Vektoren ( R1 = R)
Skalarprodukt (auch inneres Produkt) im Rn ~u ~v := u1 v1 + u2 v2 + + un vn
Kreuzprodukt (auch Vektorprodukt oder ueres Produkt) im R3
u1 v1 u2 v3 u3 v2
~u ~v = u2 v2 := u3 v1 u1 v3 .
u3 v3 u1 v2 u2 v1
fr zwei Vektoren gilt ~u ~v = |~u| |~v | cos() wobei den Winkel zwischen den
Vektoren ~u und ~v bezeichne (speziell: ~u, ~v heien orthogonal, wenn ~u ~v = 0)
die Norm (auch Lnge oder Betrag) eines Vektors ~u ist definiert durch |~u| = ~u ~u
der Abstand (auch Distanz) zwischen zwei Vektoren ~u, ~v ist definiert durch |~u ~v |
ein Vektor der Lnge 1 heit Einheitsvektor
Gerade in Parameterform: g(r) = ~u + r~v , r R
(der Sttzvektor ist ~u und der Richtungsvektor ist ~v )
Skalarprodukt
(1) ~u ~v = ~v ~u
(2) (~u + ~v ) w
~ = ~u w ~ + ~v w
~
(3) (s ~u) ~v = s(~u ~v )
(4) ~u ~u 0 (~u ~u = 0 gilt dann und nur dann, wenn ~u = ~0)
Kreuzprodukt
(1) ~u ~v ist senkrecht zu ~u und ~v
(2) ~u r ~u = ~0
(3) ~u ~v = ~v ~u
(4) ~u (r ~v + s w)
~ = r (~u ~v ) + s (~u w)
~ , (r ~u + s ~v ) w
~ = r (~u w)
~ + s (~v w)
~
(5) ~u (~v w)
~ + ~v (w
~ ~u) + w ~ (~u ~v ) = ~0
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6 Komplexe Zahlen und Funktionen
Notation: z = x + j y oder z = x + y j (wobei j 2 = 1) , d.h. mit Realteil Re (z) = x
und Imaginrteil Im (z) = y
als Zeiger bezeichnen wir die grafische Darstellung einer komplexen Zahl
p
Betrag |z| = |x + j y| = x2 + y 2
konjugiert komplexe Zahl z = (x + j y) = x + j (y) = x j y
Grundrechenarten fr z1 = x1 + j y1 = r1 ej 1 und z2 = x2 + j y2
z1 z2 = (x1 x2 ) + j (y1 y2 )
z1 z2 = (x1 + j y1 ) (x2 + j y2 ) = r1 r2 ej (1 +2 )
z1 z1 z2 r1 j (1 2 )
=
= e
z2 z2 z2 r2
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