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MA1 Formelsammlung

Das Dokument enthält eine Sammlung von mathematischen Formeln und Konzepten aus verschiedenen Bereichen der Mathematik wie Algebra, Analysis, Logik und Mengenlehre. Es werden grundlegende mathematische Konzepte wie Potenzen, Binomialkoeffizienten und der binomische Lehrsatz erläutert.

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Formelsammlung zur Mathematik 1

Bachelor Technische Informatik Prof. Dr. Marlene Mller


Wintersemester 2015/16 [Link]@[Link]

Version: 25. Januar 2016

Inhaltsverzeichnis
1 Grundlegendes 3
1.1 Regeln fr die Grundrechenarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.2 Brche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.3 Potenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.4 Binomische Formeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.5 pq-Formel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.6 Fakultt, Binomialkoeffizienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
1.7 Binomischer Lehrsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

2 Logik 4
2.1 Wahrheitstabellen und Priorisierung der Junktoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.2 Regeln der Aussagenlogik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.3 Ersetzung der binren Junktoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.4 Quantoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.5 Regeln der Prdikatenlogik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

3 Mengen 6
3.1 Mengenrelationen und -operationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
3.2 Regeln der Mengenlehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
3.3 Potenzmenge und Kartesisches Produkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
3.4 Zahlenmengen, Intervalle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.5 Mchtigkeit von Mengen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

4 Analysis 8
4.1 Operationen fr reelle Zahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
4.2 Regeln fr Potenz- und Wurzeloperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
4.3 Regeln fr Logarithmusoperationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.4 Trigonometrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.5 Eigenschaften von Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
4.6 Einige elementare Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
4.7 Polynome . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
4.8 Zahlenfolgen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
4.9 Rationale Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
4.10 Trigonometrische Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
4.11 Weitere ntzliche Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

1
5 Lineare Algebra 15
5.1 Vektoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
5.2 Regeln der Vektoralgebra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

6 Komplexe Zahlen und Funktionen 16

2
1 Grundlegendes

1.1 Regeln fr die Grundrechenarten


 Kommutativgesetz: x+y =y+x , x y = y x
 Assoziativgesetze:
x + y + z = (x + y) + z = x + (y + z)
x y z = (x y) z = x (y z)

 Distributivgesetz: x (y + z) = x y + x z
 Neutrale Elemente: x+0=x , x 1 = x

1.2 Brche
x 1
 Definition: := x (falls y 6= 0)
y y
1 y z y+z
 Regeln: falls x 6= 0 : x =1 , + =
x x x x
1 1 1 1 y x z z
falls x, y 6= 0 : = , x = , =
x y x y y
x x y y
w z w z w z w y + z x
= , + =
x y x y x y x y

1.3 Potenzen
 Definition: xn := x . . x}
| .{z (n N)
n

 Regeln: xm xn = xm+n , (x y)n = xn y n , (xm )n = xmn


1 xm
falls x 6= 0 : x0 = 1 , xn = , = xmn
xn xn

1.4 Binomische Formeln


 1. binomische Formel: (x + y)2 = x2 + 2xy + y 2
 2. binomische Formel: (x y)2 = x2 2xy + y 2
 3. binomische Formel: x2 y 2 = (x + y) (x y)

1.5 pq-Formel
 Lsungsformel fr die Gleichung x2 + px + q = 0
r 
p p 2
x1/2 = q
2 2

3
1.6 Fakultt, Binomialkoeffizienten

 Fakultt: 
1 wenn n = 0,
n! =
n (n 1)! wenn n 1.

 Binomialkoeffizient:  
n n!
=
k k! (n k)!

 Binomischer Lehrsatz (Verallgemeinerung der binomischen Formeln)

1.7 Binomischer Lehrsatz

 Binomischer Lehrsatz:
n  
n
X n
(a + b) = ak bnk
k=0
k

 Differenz von a und b:


n  
X
n n
(a b) = (1)nk ak bnk
k=0
k

 Differenz von an und bn :


n
X
n n
a b = (a b) ank bk1
k=1

2 Logik

2.1 Wahrheitstabellen und Priorisierung der Junktoren

a b ab ab ab ab a|b ab ab
a a AND OR XNOR NAND NOR XOR
NOT 0 0 0 0 1 1 1 1 0
0 1 0 1 0 1 1 0 1 0 1
1 0 1 0 0 1 0 0 1 0 1
1 1 1 1 1 1 0 0 0

Priorisierung: vor vor vor vor

2.2 Regeln der Aussagenlogik

 Kommutativgesetz: a b b a , a b b a

 Assoziativgesetze:
abc a (b c) (a b) c
abc a (b c) (a b) c

4
 Distributivgesetze:
a (b c) (a b) (a c)
a (b c) (a b) (a c)

 Absorption: a (a b) a , a (a b) a
 Komplementaritt: a a 0 , a a 1
 Neutrale Elemente:
a 1 a , a 0 0
a 1 1 , a 0 a

 Idempotenz: a a a , a a a
 Gesetze von de Morgan:
(a b) a b
(a b) a b

2.3 Ersetzung der binren Junktoren

xy (x y)
xy (x y)
x|y (x y)
xy x y
xy (x y) (y x)
(x y) (x y)

2.4 Quantoren
 Alternative Notation der Quantoren:
^ _
p(x) x : p(x) , p(x) x : p(x)
x x

2.5 Regeln der Prdikatenlogik


 leere Grundmenge:
x : p(x) ist wahr
x : p(x) ist falsch

 Vertauschen gleicher Quantoren:


x : y : p(x, y) y : x : p(x, y)
x : y : p(x, y) y : x : p(x, y)

 Negation (de Morgan):


{x : p(x)} x : p(x)
{x : p(x)} x : p(x)

5
3 Mengen
 Ist a Element von A schreiben wir a A, sonst a
/ A : (a A).

 Die Menge is die leere Menge, formal gilt: x 0 (also Wahrheitswert 0).

3.1 Mengenrelationen und -operationen

 A ist eine Teilmenge von B: A B : fr alle x gilt (x A x B)

 A und B sind gleich: A = B : fr alle x gilt (x A x B)

 Schnittmenge (Durchschnitt) zweier Mengen A und B: A B := {x | x A x B}

 Vereinigung zweier Mengen A und B: A B := {x | x A x B}

 Differenz zweier Mengen A und B: A \ B := {x | x A x


/ B}

 Komplement (auch: Komplementrmenge) einer Menge A: A := {x | x


/ A} = G \ A
(wenn G die Grundmenge (G A) bezeichnet)

3.2 Regeln der Mengenlehre

 Kommutativgesetz: AB =BA , AB =BA


A B C = A (B C) = (A B) C
 Assoziativgesetze:
A B C = A (B C) = (A B) C

A (B C) = (A B) (A C)
 Distributivgesetze:
A (B C) = (A B) (A C)

 Absorption: A (A B) = A , A (A B) = A

 Komplementaritt: AA= , AA=G

 Neutrale Elemente: AG=A , A= , AG=G , A=A

 Idempotenz: AA=A , AA=A

 de Morgan: AB =AB , AB =AB

3.3 Potenzmenge und Kartesisches Produkt

 Potenzmenge von G ist die Menge aller Teilmengen von G: P(G) := {A | A G}

 kartesisches Produkt zweier Mengen A und B: A B = {(a, b) | a A b B}

 kartesisches Produkt mehrerer Mengen Ai fr i = 1, 2, . . . , m:

A1 A2 , . . . Am = {(a1 , a2 , . . . , am ) | ai A, i = 1, 2, . . . , m}

6
3.4 Zahlenmengen, Intervalle

 natrliche Zahlen: N = {1, 2, 3, . . .}, mit Null: N0 = {0, 1, 2, 3, . . .}

 ganze Zahlen: Z = {m n | m, n N0 }
 
p
 rationale Zahlen: Q = p, q Z, q 6= 0
q
 reelle Zahlen, komplexe Zahlen: R, C (werden in der Analysis definiert)

 abgeschlossenes Intervall in R, offenes Intervall in R, halboffene Intervalle in R:

[a, b], (a, b), [a, b), (a, b]

Anmerkung: statt (, ) wird oft auch ], [ verwendet

 unendliche Intervalle in R: (, b], (, b), [a, ), (a, ), (, ) = R

3.5 Mchtigkeit von Mengen

 Folge benachbarter ganzer Zahlen: |{m, m + 1, . . . , n}| = n m + 1

Summenregel: fr zwei disjunkte Mengen A, B: |A B| = |A| + |B|

allgemeiner fr n paarweise disjunkte Mengen A1 , . . . , An (falls Aj Aj = ):


[ X
|A1 . . . An | = |A1 | + . . . + |An | bzw. | Ai | = |Ai |
i i

 Siebformel (Prinzip von Inklusion und Exklusion): |A| + |B| = |A B| + |A B|

 daraus folgend weitere Eigenschaften:

|A \ B| = |A| |A B| = |A B| |B|, |A| = |G| |A|

 Produktregel fr kartesisches Produkt: |A B| = |A| |B|

allgemeiner gilt fr n Mengen: |A1 . . . An | = |A1 | . . . |An |

Potenzmenge: |P(A)| = 2|A|

 Permutationen Anzahl verschiedener Reihenfolgen von n Objekten:

|Sn | = 1 2 . . . n = n!

7
4 Analysis

4.1 Operationen fr reelle Zahlen

 der Absolutbetrag bzw. Betrag einer reellen Zahl a ist gegeben durch

a falls a 0
|a| =
a falls a < 0

 Potenzieren einer reellen Zahl a R mit Potenz b N: ab = a


| a {z. . . a}
b
0 b 1
fr a 6= 0 und b Z knnen wir auerdem definieren: a = 1, a =
ab
 das Potenzieren lsst sich auf positive a, b R verallgemeinern

 Radizieren: falls a, c R+ , b Z, b 6= 0 und ab = c, dann heit a die b-te Wurzel aus c:



a = b c bzw. a = c1/b

 Logarithmieren: falls a, c R+ , a 6= 1, b R und ab = c, dann heit b der Logarithmus


von c zur Basis a:
b = loga c
speziell:

fr die Basis e = 2.718281828... (Eulersche Zahl) sprechen wir vom natrlichen


Logarithmus und schreiben b = ln c (= loge c)
mit lg wird der Logarithmus zur Basis 10 bezeichnet
mit lb wird der Logarithmus zur Basis 2 bezeichnet

4.2 Regeln fr Potenz- und Wurzeloperationen

 fr a, b, r, s R+ oder a, b R und r, s Z:
ar
(1) ar as = ar+s , = ars
as
ar  a  r
(2) ar br = (a b)r , =
br b
(3) (ar )s = (as )r = ars

 fr a, b R+ und natrliche Exponenten k, m, n N:




r
n n
n
a a
(4) n
a b = a b, n
= n
b b

q q
n m m n
(5) a= a = mn a

nk

(6) amk = n am

8
4.3 Regeln fr Logarithmusoperationen

 fr a R+ , a 6= 1 und b, c R+ und n N:

(0) loga 1 = 0, loga a = 1


 
b
(1) loga (b c) = loga b + loga c, loga = loga b loga c (c 6= 0)
c
1
(2) loga uc = c loga u, loga n u = loga u
n
logc b
(3) loga b = (Basiswechsel)
logc a

4.4 Trigonometrie

trigonometrische Funktionen:

a b a b
sin = cos = tan = cot =
c c b a

Hypotenuse c

Gegenkathete a

Ankathete b

 Gradma vs. Bogenma:



x=
180

4.5 Eigenschaften von Funktionen

 eine Funktion f heit monoton wachsend, falls fr beliebige x1 < x2 f (x1 ) f (x2 ),
gilt sogar f (x1 ) < f (x2 ), dann heit f streng monoton wachsend

 eine Funktion f heit monoton fallend, falls fr beliebige x1 < x2 f (x1 ) f (x2 )
gilt sogar f (x1 ) > f (x2 ), dann heit f streng monoton fallend

 eine Funktion f ist umkehrbar, falls x1 6= x2 f (x1 ) 6= f (x2 ) (bzw. die Funktion
eineindeutig=bijektiv ist)

 die Umkehrfunktion oder inverse Funktion wird mit f 1 bezeichnet.

 Satz: Jede streng monoton wachsende oder streng monoton fallende Funktion ist um-
kehrbar.

 Nullstelle einer Funktion f : Df R ist jede Lsung der Gleichung f (x) = 0

 eine gerade Funktion ist eine Funktion f , fr die f (x) = f (x) gilt

 eine ungerade Funktion ist eine Funktion f , fr die f (x) = f (x) gilt

9
4.6 Einige elementare Funktionen
 konstante Funktion: f (x) = b
 lineare Funktion: f (x) = ax + b, a R, a 6= 0
 Potenzfunktion: f (x) = axn , a 6= 0, n ZMonotonie der Potenzfunktion fr n 2:
fr ungerades n ist f (x) = axn streng monoton wachsend (a > 0) bzw. streng
monoton fallend (a < 0) auf der ganzen Definitionsmenge R
fr gerades n gilt:
ist a > 0, dann ist die Funktion streng monoton fallend auf R
0 = {x R|x
0} und streng monoton wachsend auf R+ 0 ,
ist a < 0, dann ist die Funktion streng monoton wachsend auf R 0 und streng
+
monoton fallend auf R0

 Wurzelfunktion: f (x) = a n x, x > 0, a 6= 0, n N
 allgemeine Potenzfunktion: f (x) = axr , x > 0, a 6= 0, r R
 Exponentialfunktion: f (x) = ax , a > 0, a 6= 1
 Logarithmusfunktion: f (x) = loga (x), x > 0, a > 0, a 6= 1
 trigonometrische Funktionen: f (x) = sin(x), f (x) = cos(x), etc.

4.7 Polynome
n
 eine Funktion p : R R der Form p(x) = an xn + an1 xn1 + . . . + a1 x + a0 = ak x k
P
k=0
mit ak R, k = 0, . . . , n, und an 6= 0 heit Polynom; wir nennen n den Grad oder die
Ordnung des Polynoms
 das Horner-Schema zur Berechnung eines Wertes p(b) hat die Form:

an an1 an2 a1 a0
+ an b cn1 b c2 b c1 b
(b) cn = an cn1 cn2 c1 p(b)

n
ak xk mit ak Z findet man
P
 Satz: Die rationalen Nullstellen eines Polynoms p(x) =
k=0
a
unter der Brchen , in denen a ein Teiler von a0 und b ein Teiler von an ist.
b
 Hauptsatz der Algebra: Jedes Polynom n-ten Grades hat hchstens n reelle Nullstel-
len.
 kennen wir die Nullstellen eines Polynoms p(x) = an xn + an1 xn1 + . . . + a1 x + a0 , so
knnen wir das Polynom in der Produktdarstellung angeben:
p(x) = an (x x1 )m1 (x x2 )m2 (x xr )mr q(x),
wobei x1 , . . . , xr die Nullstellen des Polynoms p(x) sind, die Potenzen m1 , . . . , mr die
entsprechenden Vielfachen der Nullstellen und q, das keine Nullstellen in R besitzt

10
 Newtonsches Interpolationspolynom fr n Punkte (xi , yi ) mit i = 1, . . . , n:

p(x) = c0 + c1 (x x1 ) + c2 (x x1 )(x x2 ) + . . .
+cn1 (x x1 )(x x2 ) . . . (x xn1 )

Berechnung der Konstanten c0 , . . . , cn1 :

y1 = p(x1 ) = c0 c0
y2 = p(x2 ) = c0 + c1 (x2 x1 ) c1
y3 = p(x3 ) = c0 + c1 (x3 x1 ) + c2 (x3 x1 )(x3 x2 ) c2
..
.

4.8 Zahlenfolgen

 eine Folge {xn } heit

monoton wachsend falls xn xn+1 fr alle n N,


streng monoton wachsend falls xn < xn+1 fr alle n N,
monoton fallend falls xn xn+1 fr alle n N,
streng monoton fallend falls xn > xn+1 fr alle n N

 eine Folge {xn } heit beschrnkt, falls xn [a, b] fr alle Folgeglieder xn

 eine Folge {xn } konvergiert gegen den Grenzwert a, Bezeichnung: lim xn = a , wenn
n
es zu jeder beliebig kleinen vorgegebenen Zahl > 0 einen Index n0 N gibt, so dass

|xn a| < fr alle n n0

 Satz von Weierstrass: Jede beschrnkte, monoton wachsende oder monoton fallende
Folge ist konvergent.

 nicht konvergente Folgen heien divergent

 eine Folge {xn } divergiert gegen , Bezeichnung: lim an = , wenn es zu jeder


n
beliebig groen Zahl K > 0 ein n0 N gibt, so dass xn > K fr alle n n0

 eine Folge {xn } divergiert gegen , Bezeichnung: lim an = , wenn die Folge
n
(an ) gegen divergiert

 Regeln fr die Konvergenz:


es seien {an } und {bn } konvergente Folgen mit lim an = a und lim bn = b
n n

(1) Addition, Subtraktion, Multiplikation:

lim (an + bn ) = a + b , lim (an bn ) = a b , lim (an bn ) = a b


n n n

(2) gilt bn 6= 0 fr alle n und b 6= 0:


an a 1 1
lim = , lim =
n bn b n bn b

11
(3) fr c R: lim can = ca
n

(4) Quadratwurzel: lim an = a
n

 Satz: Gegeben seien zwei konvergente Folgen {an } und {cn } mit demselben Grenz-
wert a, d.h. limn an = limn cn = a. Gilt dann fr eine Folge {bn }

an b n c n fr alle n N ,

dann konvergiert auch {bn } gegen a, d.h. es gilt limn bn = a.

Spezielle Zahlenfolgen
 n
1
 Eulersche Zahl: lim 1 + =e
n n

 fr a > 0 gilt lim n a = 1
n

 lim n
n=1
n

xn
 fr x > 1 und k > 0 gilt lim k =
n n

loga n
 fr a > 0 gilt lim =0
n n

Nullfolgen

 jede gegen 0 konvergierende Folge heit Nullfolge


1
 sei {xn } eine Nullfolge mit xn > 0 fr alle n N, dann gilt lim =
n xn
1
 sei {xn } eine Nullfolge mit xn < 0 fr alle n N, dann gilt lim =
n xn

1
 sei {xn } eine Folge, die gegen oder gegen divergiert, dann gilt lim =0
n xn

4.9 Rationale Funktionen

 eine rationale Funktion ist der Quotient zweier Polynome:

p(x) an xn + an1 xn1 + + a1 x + a0


r(x) = = m m
q(x) b x + bm1 xm1 + + b1 x + b0
mit an 6= 0 und bm 6= 0
p(x)
 eine rationale Funktion r(x) = ist an den Nullstellen des Nenners nicht definiert
q(x)
 sei x0 eine Nullstelle von q mit Vielfachem k, ist dann x0 auch eine Nullstelle von p mit
Vielfachen ` k (der Faktor (x x0 ) kann aus dem Nenner herausgekrzt werden),
dann heit x0 hebbare Definitionslcke (hebbare Singularitt)

12
 ist x0 Nullstelle von q mit Vielfachem k, aber keine Nullstelle von p oder eine Nullstelle
von p mit Vielfachen ` < k (der Faktor (x x0 ) kann nicht aus dem Nenner herausge-
krzt werden), dann ist x0 eine Polstelle
 die Nullstellen von r(x) sind die Nullstellen von p(x), sofern sie keine hebbaren Defini-
tionslcken oder Polstellen sind
 ist der Polynomgrad von p(x) grer als der von q(x), kann die rationale Funktion fr
x durch ein Polynom angenhert werden, es gilt
t(x)
r(x) = s(x) +
q(x)
(wobei s(x) und t(x) wieder Polynome sind), Berechnung durch Polynomdivision

4.10 Trigonometrische Funktionen

 eine Funktion f : Df R heit periodisch, wenn sich ihre Werte in regelmigen


Abstnden wiederholen, d.h. es existiert eine reelle Zahl T 6= 0, so dass
f (x + T ) = f (x) fr alle x Df ,
den Wert T , d.h. den Abstand zwischen dem Auftreten desselben Funktionswertes,
nennt man Periode
 trigonometrische Funktion

sin x cos x tan x cot x



Definitionsbereich R R x 6= 2
+ k x 6= k
Wertebereich [1, 1] [1, 1] R R
Periode 2 2
Symmetrie ungerade gerade ungerade ungerade

Nullstellen k 2
+ k k 2
+ k

Polstellen keine keine 2
+ k k

 einige Rechenregeln:
1 = sin2 x + cos2 x (Satz des Pythagoras)
sin(x + y) = sin x cos y + cos x sin y
sin(x y) = sin x cos y cos x sin y
cos(x + y) = cos x cos y sin x sin y
cos(x y) = cos x cos y + sin x sin y

 Polarkoordinaten fr den Punkt P = (a, b), gilt:


a = r cos , b = r sin
b
dann gilt in Polarkoordinaten: P = (r, ) mit r2 = a2 + b2 , tan =
a

13
4.11 Weitere ntzliche Funktionen

 Betragsfunktion

x, falls x 0
|x| = abs(x) =
x, falls x < 0
Eigenschaften:

(1) | x| = |x| (gerade Funktion)


(2) |x| + |y| |x + y| (Dreiecksungleichung)

(3) |x y| |x| |y|
(4) |x| = 0 x = 0

 Signum-Funktion

1, falls x > 0
sign(x) = 0, falls x = 0
1, falls x < 0

Eigenschaften:

(1) sign (x) = sign x (ungerade Funktion)


(2) sign (x y) = sign x sign y
(3) x = sign x |x| fr alle x R

 die Abrundungsfunktion : R Z ist definiert durch:

bxc = floor(x) = max {n Z | n x}

die Aufrundungsfunktion : R Z ist definiert durch:

dxe = ceil(x) = min {n Z | n x}

Eigenschaften:

(1) x = bxc = dxe fr alle x Z


(2) x 1 < bxc dxe < x + 1 fr alle x R

 die Modulo-Funktion : Z N0 ist fr m Z definiert durch


jxk
modm (x) = x m
m
Eigenschaften:

(1) 0 modm (x) < m


(2) x m modm (x) (Zahlenkongruenz bzgl. m)

14
5 Lineare Algebra

5.1 Vektoren
 Nullvektor: Vektor, der nur aus Nullen besteht;
Skalar: eindimensionale Vektoren ( R1 = R)
 Skalarprodukt (auch inneres Produkt) im Rn ~u ~v := u1 v1 + u2 v2 + + un vn
 Kreuzprodukt (auch Vektorprodukt oder ueres Produkt) im R3

u1 v1 u2 v3 u3 v2
~u ~v = u2 v2 := u3 v1 u1 v3 .
u3 v3 u1 v2 u2 v1

 fr zwei Vektoren gilt ~u ~v = |~u| |~v | cos() wobei den Winkel zwischen den
Vektoren ~u und ~v bezeichne (speziell: ~u, ~v heien orthogonal, wenn ~u ~v = 0)

 die Norm (auch Lnge oder Betrag) eines Vektors ~u ist definiert durch |~u| = ~u ~u
 der Abstand (auch Distanz) zwischen zwei Vektoren ~u, ~v ist definiert durch |~u ~v |
 ein Vektor der Lnge 1 heit Einheitsvektor
 Gerade in Parameterform: g(r) = ~u + r~v , r R
(der Sttzvektor ist ~u und der Richtungsvektor ist ~v )

5.2 Regeln der Vektoralgebra

~ Rn beliebige Vektoren und r, s, t R beliebige Skalare.


Es seien ~u, ~v , w

 Addition und skalare Multiplikation:


(1) ~u + ~v = ~v + ~u , (~u + ~v ) + w
~ = ~u + (~v + w)
~
(2) ~u + ~0 = ~u , ~u + (~u) = ~0
(3) s(~u + ~v ) = s~u + s~v , (s + t)~u = s~u + t~u
(4) (st)~u = s(t~u) , 1~u = ~u

 Skalarprodukt
(1) ~u ~v = ~v ~u
(2) (~u + ~v ) w
~ = ~u w ~ + ~v w
~
(3) (s ~u) ~v = s(~u ~v )
(4) ~u ~u 0 (~u ~u = 0 gilt dann und nur dann, wenn ~u = ~0)

 Kreuzprodukt
(1) ~u ~v ist senkrecht zu ~u und ~v
(2) ~u r ~u = ~0
(3) ~u ~v = ~v ~u
(4) ~u (r ~v + s w)
~ = r (~u ~v ) + s (~u w)
~ , (r ~u + s ~v ) w
~ = r (~u w)
~ + s (~v w)
~
(5) ~u (~v w)
~ + ~v (w
~ ~u) + w ~ (~u ~v ) = ~0

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6 Komplexe Zahlen und Funktionen
 Notation: z = x + j y oder z = x + y j (wobei j 2 = 1) , d.h. mit Realteil Re (z) = x
und Imaginrteil Im (z) = y
 als Zeiger bezeichnen wir die grafische Darstellung einer komplexen Zahl
p
 Betrag |z| = |x + j y| = x2 + y 2
 konjugiert komplexe Zahl z = (x + j y) = x + j (y) = x j y

 Polarform und Exponentialform z = x + j y = r (cos + j sin ) = r ej ,


Berechnung von r und [0, 2):
y
arctan fr x > 0, y > 0 (I. Quadrant)


x


y

arctan + fr x < 0 (II.+III. Quadrant)



x
y
r = |z| , = arg (z) = arctan + 2 fr x > 0, y < 0 (IV. Quadrant)

x



fr x = 0, y > 0
2




3



fr x = 0, y < 0
2

 Grundrechenarten fr z1 = x1 + j y1 = r1 ej 1 und z2 = x2 + j y2
z1 z2 = (x1 x2 ) + j (y1 y2 )

z1 z2 = (x1 + j y1 ) (x2 + j y2 ) = r1 r2 ej (1 +2 )
z1 z1 z2 r1 j (1 2 )
=
= e
z2 z2 z2 r2

 die n-te Potenz von z = r ej ist z n = rn ej n (n N)


p2
 Ergnzung der pq-Formel: Ist D = q < 0, dann hat die quadratische Gleichung
4
zwei konjugiert komplexe Lsungen
p p
z1/2 = j |D|
2

 die n-ten Wurzeln von a = a0 ej fr n N sind alle zk = r ej k mit


+ k 2
r= n
a0 , k = fr k = 0, 1, 2, . . . , n 1
n

 Hauptwert des natrlichen Logarithmus von z = r ej ist


Ln z = ln r + j wobei [0, 2)
die Nebenwerte sind
ln z = Ln z + k 2 j fr k = 1, 2, 3, . . .

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