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Benutzer Handbuch Itnc530

Heidenhain, Programierhandbuch.Klartext.

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iTNC 530

NC-Software
340 420-xx
340 421-xx

Benutzer-Handbuch
HEIDENHAIN-Klartext-Dialog

Deutsch (de)
3/2003

Bedienelemente der Bildschirm-Einheit

Bahnbewegungen programmieren

Bildschirm-Aufteilung whlen

Kontur anfahren/verlassen

Bildschirm zwischen Maschinen- und


Programmier-Betriebsart whlen

Freie Konturprogrammierung FK

Softkeys: Funktion im Bildschirm whlen

Gerade

Softkey-Leisten umschalten

Kreismittelpunkt/Pol fr Polarkoordinaten

Alpha-Tastatur: Buchstaben und Zeichen eingeben


Datei-Namen
Kommentare
DIN/ISOProgramme
Maschinen-Betriebsarten whlen

Kreisbahn um Kreismittelpunkt
Kreisbahn mit Radius
Kreisbahn mit tangentialem Anschluss
Fase

MANUELLER BETRIEB

Ecken-Runden

EL. HANDRAD
POSITIONIEREN MIT HANDEINGABE
PROGRAMMLAUF EINZELSATZ

Angaben zu Werkzeugen
Werkzeug-Lnge und -Radius eingeben und
aufrufen
Zyklen, Unterprogramme und ProgrammteilWiederholungen

PROGRAMMLAUF SATZFOLGE

Zyklen definieren und aufrufen

Programmier-Betriebsarten whlen

Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen eingeben und aufrufen

PROGRAMM EINSPEICHERN/EDITIEREN

Programm-Halt in ein Programm eingeben


PROGRAMM-TEST
Tastsystem-Funktionen in ein Programm eingeben
Programme/Dateien verwalten, TNC-Funktionen
Programme/Dateien whlen und lschen
Externe Datenbertragung
Programmaufruf in ein Programm eingeben

Koordinatenachsen und Ziffern eingeben, Editieren


Koordinatenachsen whlen bzw.
...
ins Programm eingeben
Ziffern

...

MOD-Funktion whlen

Dezimal-Punkt
Hilfstexte anzeigen bei NC-Fehlermeldungen
Vorzeichen umkehren
Taschenrechner einblenden
Polarkoordinaten Eingabe
Hellfeld verschieben und Stze, Zyklen und
Parameter-Funktionen direkt whlen
Hellfeld verschieben
Stze, Zyklen und Parameter-Funktionen
direkt whlen
Override Drehknpfe fr Vorschub/Spindeldrehzahl
100

100

Inkremental-Werte
Q-Parameter
Ist-Position-bernehmen
Dialogfragen bergehen und Wrter lschen
Eingabe abschlieen und Dialog fortsetzen
Satz abschlieen

50

150

50

150

F %
0

S %
0

Zahlenwert-Eingaben rcksetzen oder TNC Fehlermeldung lschen


Dialog abbrechen, Programmteil lschen

TNC-Typ, Software und Funktionen


Dieses Handbuch beschreibt Funktionen, die in den TNCs ab den folgenden NC-Software-Nummern verfgbar sind.
TNC-Typ

NC-Software-Nr.

iTNC 530

340 420-xx

iTNC 530 E

340 421-xx

Der Kennbuchstabe E kennzeichnet die Exportversion der TNC. Fr


die Exportversion der TNC gilt folgende Einschrnkung:
n Geradenbewegungen simultan bis zu 4 Achsen
Der Maschinenhersteller passt den nutzbaren Leistungsumfang der
TNC ber Maschinen-Parameter an die jeweilige Maschine an. Daher
sind in diesem Handbuch auch Funktionen beschrieben, die nicht an
jeder TNC verfgbar sind.
TNC-Funktionen, die nicht an allen Maschinen zur Verfgung stehen,
sind beispielsweise:
n Antastfunktion fr das 3D-Tastsystem
n Werkzeug-Vermessung mit dem TT 130
n Gewindebohren ohne Ausgleichfutter
n Wiederanfahren an die Kontur nach Unterbrechungen

HEIDENHAIN iTNC 530

Darber hinaus besitz die iTNC 530 noch 2 Software-Optionspakete,


die von Ihnen oder Ihrem Maschinen-Hersteller freigeschaltet werden
knnen:
Software-Option 1
Zylindermantel-Interpolation (Zyklen 27 und 28)
Vorschub in mm/min bei Rundachsen: M116
Schwenken der Bearbeitungsebene (Zyklus 19 und Softkey 3DROT in der Betriebsart Manuell)
Kreis in 3 Achsen bei geschwenkter Bearbeitungsebene
Software-Option 2
Satzverarbeitungszeit 0.5 ms anstelle 3.6 ms
5-Achs-Interpolation
Spline-Interpolation
3D-Bearbeitung:
n M114: Automatische Korrektur der Maschinengeometrie beim
Arbeiten mit Schwenkachsen
n M128: Position der Werkzeugspitze beim Positionieren von
Schwenkachsen beibehalten (TCPM)
n M144: Bercksichtigung der Maschinen-Kinematik in IST/SOLLPositionen am Satzende
n Zustzliche Parameter Schlichten/Schruppen und Toleranz fr
Drehachsen im Zyklus 32 (G62)
n LN-Stze (3D-Korrektur)
Setzen Sie sich bitte mit dem Maschinenhersteller in Verbindung, um
den tatschlichen Funktionsumfang Ihrer Maschine kennenzulernen.
Viele Maschinenhersteller und HEIDENHAIN bieten fr die TNCs Programmier-Kurse an. Die Teilnahme an solchen Kursen ist empfehlenswert, um sich intensiv mit den TNC-Funktionen vertraut zu machen.
Benutzer-Handbuch Tastsystem-Zyklen:
Alle Tastsystem-Funktionen sind in einem separaten
Benutzer-Handbuch beschrieben. Wenden Sie sich ggf. an
HEIDENHAIN, wenn Sie dieses Benutzer-Handbuch bentigen. Ident-Nr.: 369 280-xx.
Vorgesehener Einsatzort
Die TNC entspricht der Klasse A nach EN 55022 und ist hauptschlich
fr den Betrieb in Industriegebieten vorgesehen.

II

Neue Funktionen der NC-Software 340 420-xx


n Einbinden der TNC ber Ethernet in Windows-Netzwerke (siehe
Gertespezifische Netzwerk-Einstellungen auf Seite 460)
n Definition von berlagerten Konturen mit Konturformel (siehe SLZyklen mit Konturformel auf Seite 326)
n Schrittweises Vergrern/Verkleinern in der Testgrafik (siehe
3D-Darstellung drehen und vergrern/verkleinern auf Seite 431)
n Die zustzlich Status-Anzeige wurde erweitert, um die aktive Nullpunkt-Tabelle und die aktive Nullpunkt-Nummer anzuzeigen (siehe
Koordinaten-Umrechnungen auf Seite 11)
n Suchen/Ersetzen von beliebiegen Texten (siehe Die Suchfunktion
der TNC auf Seite 70)
n Position des aktuellen Satzes im Bildschirm verndern (siehe Programm editieren auf Seite 67)
n Neue Q-Parameter-Funktionen Vorzeichen prfen und Modulowert bilden bei Formeleingabe (siehe Formel direkt eingeben auf
Seite 410)
n Versionsnummern-Datei erstellen (siehe Schlssel-Zahl eingeben
auf Seite 451)
n Eintauchvorschub fr Zustellung Schlichten neu bei Zyklen 210 und
211 (siehe NUT (Langloch) mit pendelndem Eintauchen (Zyklus
210), Seite 286 und siehe RUNDE NUT (Langloch) mit pendelndem Eintauchen (Zyklus 211), Seite 288)

HEIDENHAIN iTNC 530

III

Genderte Funktionen der Software 340 420-xx


n Der Zyklus 32 Toleranz wurde um die Mglichkeit erweitert, unterschiedliche Filter-Einstellung fr die HSC-Bearbeitung zu whlen
(siehe TOLERANZ (Zyklus 32) auf Seite 364)
n Das Anfahrverhalten beim Schlichten im Zyklus 210 (Nut mit pendelndem Eintauchen) wurde gendert (siehe NUT (Langloch) mit
pendelndem Eintauchen (Zyklus 210) auf Seite 286)
n Die zustzlich Status-Anzeige wurde erweitert, um den aktuellen
Status von Programmteil-Wiederholungen und Unterprogramm-Aufrufen anzuzeigen (siehe Programmteil-Wiederholung/Unterprogramme auf Seite 12)
n Beim berprfen der Inhalte von Q-Parametern werden jetzt 16
Parameter in einem separaten Fenster angezeigt (siehe Q-Parameter kontrollieren und ndern auf Seite 392)
n Die Anzahl der erlaubten Konturelemente bei den SL-Zyklen
Gruppe II wurde von ca. 256 auf ca. 1024 erhht (siehe SL-Zyklen
auf Seite 299)
n Die bernahme der aktuellen Werkzeug-Position ins Programm
wurde verbessert (siehe Ist-Positionen bernehmen auf Seite 66)
n Die bernahme des mit dem Taschenrechner berechneten Wertes
ins Programm wurde gendert (siehe Der Taschenrechner auf
Seite 80)
n Die Ausschnitts-Vergrerung kann auch in der Draufsicht durchgefhrt werden (siehe Ausschnitts-Vergrerung auf Seite 432)
n Beim Kopieren von Programmteilen bleibt der kopierte Block nach
dem Einfgen markiert (siehe Programmteile markieren, kopieren,
lschen und einfgen auf Seite 69)

IV

Neue/genderte Beschreibungen in diesem


Handbuch
n Bedeutung der Software-Nummern unter MOD (siehe Softwareund Options-Nummern auf Seite 450)
n iTNC direkt mit einem Windows-PC verbinden (siehe iTNC direkt
mit einem Windows PC verbinden auf Seite 457)

HEIDENHAIN iTNC 530

VI

Inhalt

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13

Einfhrung
Handbetrieb und Einrichten
Positionieren mit Handeingabe
Programmieren: Grundlagen
Dateiverwaltung, Programmierhilfen
Programmieren: Werkzeuge
Programmieren: Konturen
programmieren
Programmieren: Zusatz-Funktionen
Programmieren: Zyklen
Programmieren: Unterprogramme und
Programmteil-Wiederholungen
Programmieren: Q-Parameter
Programmtest und Programm-lauf
MOD-Funktionen
Tabellen und bersichten

HEIDENHAIN iTNC 530

VII

VIII

1 Einfhrung ..... 1
1.1 Die iTNC 530 ..... 2
Programmierung: HEIDENHAIN Klartext-Dialog und DIN/ISO ..... 2
Kompatibilitt ..... 2
1.2 Bildschirm und Bedienfeld ..... 3
Bildschirm ..... 3
Bildschirm-Aufteilung festlegen ..... 4
Bedienfeld ..... 5
1.3 Betriebsarten ..... 6
Manueller Betrieb und El. Handrad ..... 6
Positionieren mit Handeingabe ..... 6
Programm-Einspeichern/Editieren ..... 7
Programm-Test ..... 7
Programmlauf Satzfolge und Programmlauf Einzelsatz ..... 8
1.4 Status-Anzeigen ..... 9
Allgemeine Status-Anzeige ..... 9
Zustzliche Status-Anzeigen ..... 10
1.5 Zubehr: 3D-Tastsysteme und elektronische Handrder von HEIDENHAIN ..... 13
3D-Tastsysteme ..... 13
Elektronische Handrder HR ..... 14

2 Handbetrieb und Einrichten ..... 15


2.1 Einschalten, Ausschalten ..... 16
Einschalten ..... 16
Ausschalten ..... 17
2.2 Verfahren der Maschinenachsen ..... 18
Hinweis ..... 18
Achse mit den externen Richtungstasten verfahren ..... 18
Verfahren mit dem elektronischen Handrad HR 410 ..... 19
Schrittweises Positionieren ..... 20
2.3 Spindeldrehzahl S, Vorschub F und Zusatzfunktion M ..... 21
Anwendung ..... 21
Werte eingeben ..... 21
Spindeldrehzahl und Vorschub ndern ..... 21
2.4 Bezugspunkt-Setzen (ohne 3D-Tastsystem) ..... 22
Hinweis ..... 22
Vorbereitung ..... 22
Bezugspunkt setzen ..... 23

HEIDENHAIN iTNC 530

IX

2.5 Bearbeitungsebene schwenken ..... 24


Anwendung, Arbeitsweise ..... 24
Referenzpunkte-Anfahren bei geschwenkten Achsen ..... 25
Bezugspunkt-Setzen im geschwenkten System ..... 25
Bezugspunkt-Setzen bei Maschinen mit Rundtisch ..... 26
Positionsanzeige im geschwenkten System ..... 26
Einschrnkungen beim Schwenken der Bearbeitungsebene ..... 26
Manuelles Schwenken aktivieren ..... 27

3 Positionieren mit Handeingabe ..... 29


3.1 Einfache Bearbeitungen programmieren und abarbeiten ..... 30
Positionieren mit Handeingabe anwenden ..... 30
Programme aus $MDI sichern oder lschen ..... 32

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen,


Paletten-Verwaltung ..... 33
4.1 Grundlagen ..... 34
Wegmessgerte und Referenzmarken ..... 34
Bezugssystem ..... 34
Bezugssystem an Frsmaschinen ..... 35
Polarkoordinaten ..... 36
Absolute und inkrementale Werkstck-Positionen ..... 37
Bezugspunkt whlen ..... 38
4.2 Datei-Verwaltung: Grundlagen ..... 39
Dateien ..... 39
Datensicherung ..... 40
4.3 Standard-Datei-Verwaltung ..... 41
Hinweis ..... 41
Datei-Verwaltung aufrufen ..... 41
Datei whlen ..... 42
Datei lschen ..... 42
Datei kopieren ..... 43
Datenbertragung zu/von einem externen Datentrger ..... 44
Eine der letzten 10 gewhlten Dateien whlen ..... 46
Datei umbenennen ..... 46
Datei schtzen / Dateischutz aufheben ..... 47

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung ..... 48


Hinweis ..... 48
Verzeichnisse ..... 48
Pfade ..... 48
bersicht: Funktionen der erweiterten Datei-Verwaltung ..... 49
Datei-Verwaltung aufrufen ..... 50
Laufwerke, Verzeichnisse und Dateien whlen ..... 51
Neues Verzeichnis erstellen (nur auf Laufwerk TNC:\ mglich) ..... 52
Einzelne Datei kopieren ..... 53
Verzeichnis kopieren ..... 54
Eine der letzten 10 gewhlten Dateien auswhlen ..... 55
Datei lschen ..... 55
Verzeichnis lschen ..... 55
Dateien markieren ..... 56
Datei umbenennen ..... 57
Zustzliche Funktionen ..... 57
Datenbertragung zu/von einem externen Datentrger ..... 58
Datei in ein anderes Verzeichnis kopieren ..... 60
Die TNC am Netzwerk ..... 61
4.5 Programme erffnen und eingeben ..... 62
Aufbau eines NC-Programms im HEIDENHAIN-Klartext-Format ..... 62
Rohteil definieren: BLK FORM ..... 62
Neues Bearbeitungs-Programm erffnen ..... 63
Werkzeug-Bewegungen im Klartext-Dialog programmieren ..... 65
Ist-Positionen bernehmen ..... 66
Programm editieren ..... 67
Die Suchfunktion der TNC ..... 70
4.6 Programmier-Grafik ..... 72
Programmier-Grafik mitfhren/nicht mitfhren ..... 72
Programmier-Grafik fr bestehendes Programm erstellen ..... 72
Satz-Nummern ein- und ausblenden ..... 73
Grafik lschen ..... 73
Ausschnittsvergrerung oder -verkleinerung ..... 73
4.7 Programme gliedern ..... 74
Definition, Einsatzmglichkeit ..... 74
Gliederungs-Fenster anzeigen/Aktives Fenster wechseln ..... 74
Gliederungs-Satz im Programm-Fenster (links) einfgen ..... 74
Stze im Gliederungs-Fenster whlen ..... 74

HEIDENHAIN iTNC 530

XI

4.8 Kommentare einfgen ..... 75


Anwendung ..... 75
Kommentar whrend der Programmeingabe ..... 75
Kommentar nachtrglich einfgen ..... 75
Kommentar in eigenem Satz ..... 75
Funktionen beim Editieren des Kommentars ..... 75
4.9 Text-Dateien erstellen ..... 76
Anwendung ..... 76
Text-Datei ffnen und verlassen ..... 76
Texte editieren ..... 77
Zeichen, Wrter und Zeilen lschen und wieder einfgen ..... 78
Textblcke bearbeiten ..... 78
Textteile finden ..... 79
4.10 Der Taschenrechner ..... 80
Bedienung ..... 80
4.11 Direkte Hilfe bei NC-Fehlermeldungen ..... 81
Fehlermeldungen anzeigen ..... 81
Hilfe anzeigen ..... 81
4.12 Paletten-Verwaltung ..... 82
Anwendung ..... 82
Paletten-Tabelle whlen ..... 84
Paletten-Datei verlassen ..... 84
Paletten-Datei abarbeiten ..... 85
4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung ..... 86
Anwendung ..... 86
Paletten-Datei whlen ..... 91
Paletten-Datei mit Eingabeformular einrichten ..... 91
Ablauf der werkzeugorientierten Bearbeitung ..... 95
Paletten-Datei verlassen ..... 96
Paletten-Datei abarbeiten ..... 96

XII

5 Programmieren: Werkzeuge ..... 99


5.1 Werkzeugbezogene Eingaben ..... 100
Vorschub F ..... 100
Spindeldrehzahl S ..... 101
5.2 Werkzeug-Daten ..... 102
Voraussetzung fr die Werkzeug-Korrektur ..... 102
Werkzeug-Nummer, Werkzeug-Name ..... 102
Werkzeug-Lnge L ..... 102
Werkzeug-Radius R ..... 103
Delta-Werte fr Lngen und Radien ..... 103
Werkzeug-Daten ins Programm eingeben ..... 103
Werkzeug-Daten in die Tabelle eingeben ..... 104
Platz-Tabelle fr Werkzeug-Wechsler ..... 109
Werkzeug-Daten aufrufen ..... 111
Werkzeugwechsel ..... 112
5.3 Werkzeug-Korrektur ..... 114
Einfhrung ..... 114
Werkzeug-Lngenkorrektur ..... 114
Werkzeug-Radiuskorrektur ..... 115
5.4 Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur ..... 118
Einfhrung ..... 118
Definition eines normierten Vektors ..... 119
Erlaubte Werkzeug-Formen ..... 119
Andere Werkzeuge verwenden: Delta-Werte ..... 120
3D-Korrektur ohne Werkzeug-Orientierung ..... 120
Face Milling: 3D-Korrektur ohne und mit Werkzeug-Orientierung ..... 121
Peripheral Milling: 3D-Radiuskorrektur mit Werkzeug-Orientierung ..... 123
5.5 Arbeiten mit Schnittdaten-Tabellen ..... 125
Hinweis ..... 125
Einsatzmglichkeiten ..... 125
Tabelle fr Werkstck-Materialien ..... 126
Tabelle fr Werkzeug-Schneidstoffe ..... 127
Tabelle fr Schnittdaten ..... 127
Erforderliche Angaben in der Werkzeug-Tabelle ..... 128
Vorgehensweise beim Arbeiten mit automatischer Drehzahl-/Vorschub-Berechnung ..... 129
Tabellen-Struktur verndern ..... 129
Datenbertragung von Schnittdaten-Tabellen ..... 131
Konfigurations-Datei TNC.SYS ..... 131

HEIDENHAIN iTNC 530

XIII

6 Programmieren: Konturen programmieren ..... 133


6.1 Werkzeug-Bewegungen ..... 134
Bahnfunktionen ..... 134
Freie Kontur-Programmierung FK ..... 134
Zusatzfunktionen M ..... 134
Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen ..... 134
Programmieren mit Q-Parametern ..... 134
6.2 Grundlagen zu den Bahnfunktionen ..... 135
Werkzeugbewegung fr eine Bearbeitung programmieren ..... 135
6.3 Kontur anfahren und verlassen ..... 139
bersicht: Bahnformen zum Anfahren und Verlassen der Kontur ..... 139
Wichtige Positionen beim An- und Wegfahren ..... 139
Anfahren auf einer Geraden mit tangentialem Anschluss: APPR LT ..... 141
Anfahren auf einer Geraden senkrecht zum ersten Konturpunkt: APPR LN ..... 141
Anfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem Anschluss: APPR CT ..... 142
Anfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem Anschluss an die Kontur und Geradenstck: APPR LCT ..... 143
Wegfahren auf einer Geraden mit tangentialem Anschluss: DEP LT ..... 144
Wegfahren auf einer Geraden senkrecht zum letzten Konturpunkt: DEP LN ..... 144
Wegfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem Anschluss: DEP CT ..... 145
Wegfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem Anschluss an Kontur und Geradenstck: DEP LCT ..... 145
6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten ..... 146
bersicht der Bahnfunktionen ..... 146
Gerade L ..... 147
Fase CHF zwischen zwei Geraden einfgen ..... 148
Ecken-Runden RND ..... 149
Kreismittelpunkt CC ..... 150
Kreisbahn C um Kreismittelpunkt CC ..... 151
Kreisbahn CR mit festgelegtem Radius ..... 152
Kreisbahn CT mit tangentialem Anschluss ..... 153

XIV

6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten ..... 158


bersicht ..... 158
Polarkoordinaten-Ursprung: Pol CC ..... 159
Gerade LP ..... 160
Kreisbahn CP um Pol CC ..... 160
Kreisbahn CTP mit tangentialem Anschluss ..... 161
Schraubenlinie (Helix) ..... 161
6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK ..... 166
Grundlagen ..... 166
Grafik der FK-Programmierung ..... 167
FK-Dialog erffnen ..... 168
Geraden frei programmieren ..... 168
Kreisbahnen frei programmieren ..... 169
Eingabemglichkeiten ..... 170
Hilfspunkte ..... 173
Relativ-Bezge ..... 174
6.7 Bahnbewegungen Spline-Interpolation ..... 181
Anwendung ..... 181

HEIDENHAIN iTNC 530

XV

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen ..... 183


7.1 Zusatz-Funktionen M und STOP eingeben ..... 184
Grundlagen ..... 184
7.2 Zusatz-Funktionen fr Programmlauf-Kontrolle, Spindel und Khlmittel ..... 185
bersicht ..... 185
7.3 Zusatz-Funktionen fr Koordinatenangaben ..... 186
Maschinenbezogene Koordinaten programmieren: M91/M92 ..... 186
Zuletzt gesetzten Bezugspunkt aktivieren: M104 ..... 188
Positionen im ungeschwenkten Koordinaten-System bei geschwenkter Bearbeitungsebene anfahren:
M130 ..... 188
7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten ..... 189
Ecken verschleifen: M90 ..... 189
Definierten Rundungskreis zwischen Geradenstcken einfgen: M112 ..... 190
Punkte beim Abarbeiten von nicht korrigierten Geradenstzen nicht bercksichtigen: M124 ..... 190
Kleine Konturstufen bearbeiten: M97 ..... 191
Offene Konturecken vollstndig bearbeiten: M98 ..... 192
Vorschubfaktor fr Eintauchbewegungen: M103 ..... 193
Vorschub in Millimeter/Spindel-Umdrehung: M136 ..... 194
Vorschubgeschwindigkeit bei Kreisbgen: M109/M110/M111 ..... 194
Radiuskorrigierte Kontur vorausberechnen (LOOK AHEAD): M120 ..... 195
Handrad-Positionierung whrend des Programmlaufs berlagern: M118 ..... 196
Rckzug von der Kontur in Werkzeugachsen-Richtung: M140 ..... 197
Tastsystem-berwachung unterdrcken: M141 ..... 198
Modale Programminformationen lschen: M142 ..... 199
Grunddrehung lschen: M143 ..... 199
7.5 Zusatz-Funktionen fr Drehachsen ..... 200
Vorschub in mm/min bei Drehachsen A, B, C: M116 ..... 200
Drehachsen wegoptimiert fahren: M126 ..... 200
Anzeige der Drehachse auf Wert unter 360 reduzieren: M94 ..... 201
Automatische Korrektur der Maschinengeometrie beim Arbeiten mit Schwenkachsen: M114 ..... 202
Position der Werkzeugspitze beim Positionieren von Schwenkachsen beibehalten (TCPM*): M128 ..... 203
Genauhalt an Ecken mit nicht tangentialen bergngen: M134 ..... 205
Auswahl von Schwenkachsen: M138 ..... 205
Bercksichtigung der Maschinen-Kinematik in IST/SOLL-Positionen am Satzende: M144 ..... 206
7.6 Zusatz-Funktionen fr Laser-Schneidmaschinen ..... 207
Prinzip ..... 207
Programmierte Spannung direkt ausgeben: M200 ..... 207
Spannung als Funktion der Strecke: M201 ..... 207
Spannung als Funktion der Geschwindigkeit: M202 ..... 208
Spannung als Funktion der Zeit ausgeben (zeitabhngige Rampe): M203 ..... 208
Spannung als Funktion der Zeit ausgeben (zeitabhngiger Puls): M204 ..... 208

XVI

8 Programmieren: Zyklen ..... 209


8.1 Mit Zyklen arbeiten ..... 210
Zyklus definieren ber Softkeys ..... 210
Zyklus definieren ber GOTO-Funktion ..... 210
Zyklus aufrufen ..... 212
Arbeiten mit Zusatzachsen U/V/W ..... 214
8.2 Punkte-Tabellen ..... 215
Anwendung ..... 215
Punkte-Tabelle eingeben ..... 215
Punkte-Tabelle im Programm whlen ..... 216
Zyklus in Verbindung mit Punkte-Tabellen aufrufen ..... 217
8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen ..... 219
bersicht ..... 219
TIEFBOHREN (Zyklus 1) ..... 221
BOHREN (Zyklus 200) ..... 222
REIBEN (Zyklus 201) ..... 224
AUSDREHEN (Zyklus 202) ..... 226
UNIVERSAL-BOHREN (Zyklus 203) ..... 228
RUECKWAERTS-SENKEN (Zyklus 204) ..... 230
UNIVERSAL-TIEFBOHREN (Zyklus 205) ..... 232
BOHRFRAESEN (Zyklus 208) ..... 234
GEWINDEBOHREN mit Ausgleichsfutter (Zyklus 2) ..... 236
GEWINDEBOHREN NEU mit Ausgleichsfutter (Zyklus 206) ..... 237
GEWINDEBOHREN ohne Ausgleichsfutter GS (Zyklus 17) ..... 239
GEWINDEBOHREN ohne Ausgleichsfutter GS NEU (Zyklus 207) ..... 240
GEWINDESCHNEIDEN (Zyklus 18) ..... 242
GEWINDEBOHREN SPANBRUCH (Zyklus 209) ..... 243
Grundlagen zum Gewindefrsen ..... 245
GEWINDEFRAESEN (Zyklus 262) ..... 247
SENKGEWINDEFRAESEN (Zyklus 263) ..... 249
BOHRGEWINDEFRAESEN (Zyklus 264) ..... 253
HELIX- BOHRGEWINDEFRAESEN (Zyklus 265) ..... 257
AUSSENGEWINDE-FRAESEN (Zyklus 267) ..... 260
8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten ..... 271
bersicht ..... 271
TASCHENFRAESEN (Zyklus 4) ..... 272
TASCHE SCHLICHTEN (Zyklus 212) ..... 274
ZAPFEN SCHLICHTEN (Zyklus 213) ..... 276
KREISTASCHE (Zyklus 5) ..... 278
KREISTASCHE SCHLICHTEN (Zyklus 214) ..... 280
KREISZAPFEN SCHLICHTEN (Zyklus 215) ..... 282
NUTENFRAESEN (Zyklus 3) ..... 284
NUT (Langloch) mit pendelndem Eintauchen (Zyklus 210) ..... 286
RUNDE NUT (Langloch) mit pendelndem Eintauchen (Zyklus 211) ..... 288
HEIDENHAIN iTNC 530

XVII

8.5 Zyklen zum Herstellen von Punktemustern ..... 292


bersicht ..... 292
PUNKTEMUSTER AUF KREIS (Zyklus 220) ..... 293
PUNKTEMUSTER AUF LINIEN (Zyklus 221) ..... 295
8.6 SL-Zyklen ..... 299
Grundlagen ..... 299
bersicht SL-Zyklen ..... 300
KONTUR (Zyklus 14) ..... 301
berlagerte Konturen ..... 301
KONTUR-DATEN (Zyklus 20) ..... 304
VORBOHREN (Zyklus 21) ..... 305
RAEUMEN (Zyklus 22) ..... 306
SCHLICHTEN TIEFE (Zyklus 23) ..... 307
SCHLICHTEN SEITE (Zyklus 24) ..... 308
KONTUR-ZUG (Zyklus 25) ..... 309
ZYLINDER-MANTEL (Zyklus 27) ..... 311
ZYLINDER-MANTEL Nutenfrsen (Zyklus 28) ..... 313
8.7 SL-Zyklen mit Konturformel ..... 326
Grundlagen ..... 326
Programm mit Konturdefinitionen whlen ..... 327
Konturbeschreibungen definieren ..... 327
Konturformel eingeben ..... 328
berlagerte Konturen ..... 328
Kontur Abarbeiten mit SL-Zyklen ..... 330
8.8 Zyklen zum Abzeilen ..... 334
bersicht ..... 334
3D-DATEN ABARBEITEN (Zyklus 30) ..... 335
ABZEILEN (Zyklus 230) ..... 336
REGELFLAECHE (Zyklus 231) ..... 338
8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung ..... 343
bersicht ..... 343
Wirksamkeit der Koordinaten-Umrechnungen ..... 343
NULLPUNKT-Verschiebung (Zyklus 7) ..... 344
NULLPUNKT-Verschiebung mit Nullpunkt-Tabellen (Zyklus 7) ..... 345
BEZUGSPUNKT SETZEN (Zyklus 247) ..... 348
SPIEGELN (Zyklus 8) ..... 349
DREHUNG (Zyklus 10) ..... 351
MASSFAKTOR (Zyklus 11) ..... 352
MASSFAKTOR ACHSSP. (Zyklus 26) ..... 353
BEARBEITUNGSEBENE (Zyklus 19) ..... 354
8.10 Sonder-Zyklen ..... 361
VERWEILZEIT (Zyklus 9) ..... 361
PROGRAMM-AUFRUF (Zyklus 12) ..... 362
SPINDEL-ORIENTIERUNG (Zyklus 13) ..... 363
TOLERANZ (Zyklus 32) ..... 364
XVIII

9 Programmieren: Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen ..... 367


9.1 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen kennzeichnen ..... 368
Label ..... 368
9.2 Unterprogramme ..... 369
Arbeitsweise ..... 369
Programmier-Hinweise ..... 369
Unterprogramm programmieren ..... 369
Unterprogramm aufrufen ..... 369
9.3 Programmteil-Wiederholungen ..... 370
Label LBL ..... 370
Arbeitsweise ..... 370
Programmier-Hinweise ..... 370
Programmteil-Wiederholung programmieren ..... 370
Programmteil-Wiederholung aufrufen ..... 370
9.4 Beliebiges Programm als Unterprogramm ..... 371
Arbeitsweise ..... 371
Programmier-Hinweise ..... 371
Beliebiges Programm als Unterprogramm aufrufen ..... 371
9.5 Verschachtelungen ..... 372
Verschachtelungsarten ..... 372
Verschachtelungstiefe ..... 372
Unterprogramm im Unterprogramm ..... 372
Programmteil-Wiederholungen wiederholen ..... 373
Unterprogramm wiederholen ..... 374

HEIDENHAIN iTNC 530

XIX

10 Programmieren: Q-Parameter ..... 381


10.1 Prinzip und Funktionsbersicht ..... 382
Programmierhinweise ..... 382
Q-Parameter-Funktionen aufrufen ..... 383
10.2 Teilefamilien Q-Parameter statt Zahlenwerte ..... 384
NC-Beispielstze ..... 384
Beispiel ..... 384
10.3 Konturen durch mathematische Funktionen beschreiben ..... 385
Anwendung ..... 385
bersicht ..... 385
Grundrechenarten programmieren ..... 386
10.4 Winkelfunktionen (Trigonometrie) ..... 387
Definitionen ..... 387
Winkelfunktionen programmieren ..... 388
10.5 Kreisberechnungen ..... 389
Anwendung ..... 389
10.6 Wenn/dann-Entscheidungen mit Q-Parametern ..... 390
Anwendung ..... 390
Unbedingte Sprnge ..... 390
Wenn/dann-Entscheidungen programmieren ..... 390
Verwendete Abkrzungen und Begriffe ..... 391
10.7 Q-Parameter kontrollieren und ndern ..... 392
Vorgehensweise ..... 392
10.8 Zustzliche Funktionen ..... 393
bersicht ..... 393
FN14: ERROR: Fehlermeldungen ausgeben ..... 394
FN15: PRINT: Texte oder Q-Parameter-Werte ausgeben ..... 396
FN16: F-PRINT: Texte und Q-Parameter-Werte formatiert ausgeben ..... 397
FN18: SYS-DATUM READ: Systemdaten lesen ..... 399
FN19: PLC: Werte an PLC bergeben ..... 405
FN20: WAIT FOR: NC und PLC synchronisieren ..... 405
FN25: PRESET: Neuen Bezugspunkt setzen ..... 407
FN26: TABOPEN: Frei definierbare Tabelle ffnen ..... 408
FN27: TABWRITE: Frei definierbare Tabelle beschreiben ..... 408
FN28: TABREAD: Frei definierbare Tabelle lesen ..... 409
10.9 Formel direkt eingeben ..... 410
Formel eingeben ..... 410
Rechenregeln ..... 412
Eingabe-Beispiel ..... 413

XX

10.10 Vorbelegte Q-Parameter ..... 414


Werte aus der PLC: Q100 bis Q107 ..... 414
Aktiver Werkzeug-Radius: Q108 ..... 414
Werkzeugachse: Q109 ..... 414
Spindelzustand: Q110 ..... 415
Khlmittelversorgung: Q111 ..... 415
berlappungsfaktor: Q112 ..... 415
Maangaben im Programm: Q113 ..... 415
Werkzeug-Lnge: Q114 ..... 416
Koordinaten nach Antasten whrend des Programmlaufs ..... 416
Ist-Sollwert-Abweichung bei automatischer Werkzeug-Vermessung mit dem TT 130 ..... 416
Schwenken der Bearbeitungsebene mit Werkstck-Winkeln: von der TNC berechnete Koordinaten fr
Drehachsen ..... 416
Messergebnisse von Tastsystem-Zyklen (siehe auch Benutzer-Handbuch Tastsystem-Zyklen) ..... 417

11 Programm-Test und Programmlauf ..... 427


11.1 Grafiken ..... 428
Anwendung ..... 428
bersicht: Ansichten ..... 429
Draufsicht ..... 429
Darstellung in 3 Ebenen ..... 430
3D-Darstellung ..... 431
Ausschnitts-Vergrerung ..... 432
Grafische Simulation wiederholen ..... 433
Bearbeitungszeit ermitteln ..... 434
11.2 Funktionen zur Programmanzeige ..... 435
bersicht ..... 435
11.3 Programm-Test ..... 436
Anwendung ..... 436
11.4 Programmlauf ..... 438
Anwendung ..... 438
Bearbeitungs-Programm ausfhren ..... 438
Bearbeitung unterbrechen ..... 439
Maschinenachsen whrend einer Unterbrechung verfahren ..... 440
Programmlauf nach einer Unterbrechung fortsetzen ..... 441
Beliebiger Einstieg ins Programm (Satzvorlauf) ..... 442
Wiederanfahren an die Kontur ..... 443
11.5 Automatischer Programmstart ..... 444
Anwendung ..... 444
11.6 Stze berspringen ..... 445
Anwendung ..... 445
11.7 Wahlweiser Programmlauf-Halt ..... 446
Anwendung ..... 446

HEIDENHAIN iTNC 530

XXI

12 MOD-Funktionen ..... 447


12.1 MOD-Funktion whlen ..... 448
MOD-Funktionen whlen ..... 448
Einstellungen ndern ..... 448
MOD-Funktionen verlassen ..... 448
bersicht MOD-Funktionen ..... 448
12.2 Software- und Options-Nummern ..... 450
Anwendung ..... 450
12.3 Schlssel-Zahl eingeben ..... 451
Anwendung ..... 451
12.4 Datenschnittstellen einrichten ..... 452
Anwendung ..... 452
RS-232-Schnittstelle einrichten ..... 452
RS-422-Schnittstelle einrichten ..... 452
BETRIEBSART des externen Gerts whlen ..... 452
BAUD-RATE einstellen ..... 452
Zuweisung ..... 453
Software fr Datenbertragung ..... 454
12.5 Ethernet-Schnittstelle ..... 456
Einfhrung ..... 456
Anschluss-Mglichkeiten ..... 456
iTNC direkt mit einem Windows PC verbinden ..... 457
TNC konfigurieren ..... 459
12.6 PGM MGT konfigurieren ..... 463
Anwendung ..... 463
Einstellung ndern ..... 463
12.7 Maschinenspezifische Anwenderparameter ..... 464
Anwendung ..... 464
12.8 Rohteil im Arbeitsraum darstellen ..... 465
Anwendung ..... 465
12.9 Positions-Anzeige whlen ..... 467
Anwendung ..... 467
12.10 Masystem whlen ..... 468
Anwendung ..... 468
12.11 Programmiersprache fr $MDI whlen ..... 469
Anwendung ..... 469
12.12 Achsauswahl fr L-Satz-Generierung ..... 470
Anwendung ..... 470

XXII

12.13 Verfahrbereichs-Begrenzungen eingeben, Nullpunkt-Anzeige ..... 471


Anwendung ..... 471
Arbeiten ohne Verfahrbereichs-Begrenzung ..... 471
Maximalen Verfahrbereich ermitteln und eingeben ..... 471
Nullpunkt-Anzeige ..... 471
12.14 HILFE-Dateien anzeigen ..... 472
Anwendung ..... 472
HILFE-DATEIEN whlen ..... 472
12.15 Betriebszeiten anzeigen ..... 473
Anwendung ..... 473
12.16 Externer Zugriff ..... 474
Anwendung ..... 474

13 Tabellen und bersichten ..... 475


13.1 Allgemeine Anwenderparameter ..... 476
Eingabemglichkeiten fr Maschinen-Parameter ..... 476
Allgemeine Anwenderparameter anwhlen ..... 476
13.2 Steckerbelegung und Anschlusskabel fr Datenschnittstellen ..... 490
Schnittstelle V.24/RS-232-C HEIDEHAIN-Gerte ..... 490
Fremdgerte ..... 491
Schnittstelle V.11/RS-422 ..... 492
Ethernet-Schnittstelle RJ45-Buchse ..... 492
13.3 Technische Information ..... 493
13.4 Puffer-Batterie wechseln ..... 499

HEIDENHAIN iTNC 530

XXIII

1
Einfhrung

1.1 Die iTNC 530

1.1 Die iTNC 530


HEIDENHAIN TNCs sind werkstattgerechte Bahnsteuerungen, mit
denen Sie herkmmliche Frs- und Bohrbearbeitungen direkt an der
Maschine im leicht verstndlichen Klartext-Dialog programmieren. Sie
sind fr den Einsatz an Frs- und Bohrmaschinen sowie Bearbeitungszentren ausgelegt. Die iTNC 530 kann bis zu 12 Achsen steuern.
Zustzlich knnen Sie die Winkelposition der Spindel programmiert
einstellen.
Auf der integrierten Festplatte knnen Sie beliebig viele Programme
speichern, auch wenn diese extern erstellt wurden. Fr schnelle
Berechnungen lsst sich ein Taschenrechner jederzeit aufrufen.
Bedienfeld und Bildschirmdarstellung sind bersichtlich gestaltet, so
dass Sie alle Funktionen schnell und einfach erreichen knnen.

Programmierung: HEIDENHAIN Klartext-Dialog


und DIN/ISO
Besonders einfach ist die Programm-Erstellung im benutzerfreundlichen HEIDENHAIN-Klartext-Dialog. Eine Programmier-Grafik stellt die
einzelnen Bearbeitungs-Schritte whrend der Programmeingabe dar.
Zustzlich hilft die Freie Kontur-Programmierung FK, wenn einmal
keine NC-gerechte Zeichnung vorliegt. Die grafische Simulation der
Werkstckbearbeitung ist sowohl whrend des Programm-Tests als
auch whrend des Programmlaufs mglich. Zustzlich knnen Sie die
TNCs auch nach DIN/ISO oder im DNC-Betrieb programmieren.
Ein Programm lsst sich auch dann eingeben und testen, whrend ein
anderes Programm gerade eine Werkstckbearbeitung ausfhrt.

Kompatibilitt
Die TNC kann alle Bearbeitungs-Programme ausfhren, die an
HEIDENHAIN-Bahnsteuerungen ab der TNC 150 B erstellt wurden.

1 Einfhrung

1.2 Bildschirm und Bedienfeld

1.2 Bildschirm und Bedienfeld


Bildschirm
Die TNC ist wahlweise lieferbar mit dem Farb-Flachbildschirm BF 150
(TFT) oder dem Farb-Flachbildschirm BF 120 (TFT). Die Abbildung
rechts oben zeigt die Bedienelemente des BF 150, die Abbildung
rechts Mitte zeigt die Bedienelemente des BF 120.

1 Kopfzeile
Bei eingeschalteter TNC zeigt der Bildschirm in der Kopfzeile die
angewhlten Betriebsarten an: Maschinen-Betriebsarten links und
Programmier-Betriebsarten rechts. Im greren Feld der Kopfzeile
steht die Betriebsart, auf die der Bildschirm geschaltet ist: dort
erscheinen Dialogfragen und Meldetexte (Ausnahme: Wenn die
TNC nur Grafik anzeigt).
2 Softkeys

3
4
5
6
7
8

In der Fuzeile zeigt die TNC weitere Funktionen in einer SoftkeyLeiste an. Diese Funktionen whlen Sie ber die darunterliegenden Tasten. Zur Orientierung zeigen schmale Balken direkt ber
der Softkey-Leiste die Anzahl der Softkey-Leisten an, die sich mit
den auen angeordneten schwarzen Pfeil-Tasten whlen lassen.
Die aktive Softkey-Leiste wird als aufgehellter Balken dargestellt.
Softkey-Wahltasten
Softkey-Leisten umschalten
Festlegen der Bildschirm-Aufteilung
Bildschirm-Umschalttaste fr Maschinen- und ProgrammierBetriebsarten
Softkey-Wahltasten fr Maschinenhersteller-Softkeys
Softkey-Leisten fr Maschinenhersteller-Softkeys umschalten

6
1
31
4

5
1

HEIDENHAIN iTNC 530

2
41

4
1

1.2 Bildschirm und Bedienfeld

Bildschirm-Aufteilung festlegen
Der Benutzer whlt die Aufteilung des Bildschirms: So kann die TNC
z.B. in der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren das Programm im linken Fenster anzeigen, whrend das rechte Fenster
gleichzeitig z.B. eine Programmier-Grafik darstellt. Alternativ lsst sich
im rechten Fenster auch die Programm-Gliederung anzeigen oder ausschlielich das Programm in einem groen Fenster. Welche Fenster
die TNC anzeigen kann, hngt von der gewhlten Betriebsart ab.
Bildschirm-Aufteilung festlegen:
Bildschirm-Umschalttaste drcken: Die Softkey-Leiste zeigt die mglichen Bildschirm-Aufteilungen an,
siehe Betriebsarten, Seite 6

Bildschirm-Aufteilung mit Softkey whlen

1 Einfhrung

Die TNC ist wahlweise lieferbar mit dem Bedienfeld TE 420 oder dem
Bedienfeld TE 530. Die Abbildung rechts oben zeigt die Bedienelemente des Bedienfeldes TE 420, die Abbildung rechts Mitte zeigt die
Bedienelemente des Bedienfeldes TE 530:
1
1

3
4
5
6
7
8

Alpha-Tastatur fr Texteingaben, Dateinamen und DIN/ISO-Programmierungen.


Zwei-Prozessor-Version: Zustzliche Tasten zur Windows-Bedienung
n Datei-Verwaltung
n Taschenrechner
n MOD-Funktion
n HELP-Funktion
Programmier-Betriebsarten
Maschinen-Betriebsarten
Erffnen der Programmier-Dialoge
Pfeil-Tasten und Sprunganweisung GOTO
Zahleneingabe und Achswahl
Mausepad: Nur fr die Bedienung der Zwei-Prozessor-Version

Die Funktionen der einzelnen Tasten sind auf der ersten Umschlagsseite zusammengefasst. Externe Tasten, wie z.B. NC-START, sind im
Maschinenhandbuch beschrieben.

5
2
1

4
1

1
6
2
1

8
7

3
4
1

HEIDENHAIN iTNC 530

1.2 Bildschirm und Bedienfeld

Bedienfeld

1.3 Betriebsarten

1.3 Betriebsarten
Manueller Betrieb und El. Handrad
Das Einrichten der Maschinen geschieht im Manuellen Betrieb. In dieser Betriebsart lassen sich die Maschinenachsen manuell oder schrittweise positionieren, die Bezugspunkte setzen und die Bearbeitungsebene schwenken.
Die Betriebsart El. Handrad untersttzt das manuelle Verfahren der
Maschinenachsen mit einem elektronischen Handrad HR.
Softkeys zur Bildschirm-Aufteilung (whlen wie zuvor beschrieben)
Fenster

Softkey

Positionen
Links: Positionen, rechts: Status-Anzeige

Positionieren mit Handeingabe


In dieser Betriebsart lassen sich einfache Verfahrbewegungen programmieren, z.B. um planzufrsen oder vorzupositionieren.
Softkeys zur Bildschirm-Aufteilung
Fenster

Softkey

Programm
Links: Programm, rechts: Status-Anzeige

1 Einfhrung

1.3 Betriebsarten

Programm-Einspeichern/Editieren
Ihre Bearbeitungs-Programme erstellen Sie in dieser Betriebsart. Vielseitige Untersttzung und Ergnzung beim Programmieren bieten die
Freie Kontur-Programmierung, die verschiedenen Zyklen und die QParameter-Funktionen. Auf Wunsch zeigt die Programmier-Grafik die
einzelnen Schritte an.
Softkeys zur Bildschirm-Aufteilung
Fenster

Softkey

Programm
Links: Programm, rechts: Programm-Gliederung
Links: Programm, rechts: Programmier-Grafik

Programm-Test
Die TNC simuliert Programme und Programmteile in der Betriebsart
Programm-Test, um z.B. geometrische Unvertrglichkeiten, fehlende
oder falsche Angaben im Programm und Verletzungen des Arbeitsraumes herauszufinden. Die Simulation wird grafisch mit verschiedenen
Ansichten untersttzt.
Softkeys zur Bildschirm-Aufteilung: siehe Programmlauf Satzfolge
und Programmlauf Einzelsatz, Seite 8.

HEIDENHAIN iTNC 530

1.3 Betriebsarten

Programmlauf Satzfolge und Programmlauf


Einzelsatz
In Programmlauf Satzfolge fhrt die TNC ein Programm bis zum Programm-Ende oder zu einer manuellen bzw. programmierten Unterbrechung aus. Nach einer Unterbrechung knnen Sie den Programmlauf
wieder aufnehmen.
In Programmlauf Einzelsatz starten Sie jeden Satz mit der externen
START-Taste einzeln
Softkeys zur Bildschirm-Aufteilung
Fenster

Softkey

Programm
Links: Programm, rechts: Programm-Gliederung
Links: Programm, rechts: Status
Links: Programm, rechts: Grafik
Grafik

Softkeys zur Bildschirm-Aufteilung bei Paletten-Tabellen


Fenster

Softkey

Paletten-Tabelle
Links: Programm, rechts: Paletten-Tabelle
Links: Paletten-Tabelle, rechts: Status
Links: Paletten-Tabelle, rechts: Grafik

1 Einfhrung

1.4 Status-Anzeigen

1.4 Status-Anzeigen
Allgemeine Status-Anzeige
Die allgemeine Status-Anzeige 1 informiert Sie ber den aktuellen
Zustand der Maschine. Sie erscheint automatisch in den Betriebsarten
n Programmlauf Einzelsatz und Programmlauf Satzfolge, solange fr
die Anzeige nicht ausschlielich Grafik gewhlt wurde, und beim
n Positionieren mit Handeingabe.
In den Betriebsarten Manueller Betrieb und El. Handrad erscheint die
Status-Anzeige im groen Fenster.
Informationen der Status-Anzeige
Symbol

Bedeutung

IST

Ist- oder Soll-Koordinaten der aktuellen Position

XYZ

Maschinenachsen; Hilfsachsen zeigt die TNC mit


kleinen Buchstaben an. Die Reihenfolge und Anzahl
der angezeigten Achsen legt Ihr Maschinenhersteller
fest. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch

FSM

Die Anzeige des Vorschubs in Zoll entspricht dem


zehnten Teil des wirksamen Wertes. Drehzahl S,
Vorschub F und wirksame Zusatzfunktion M

11

Programmlauf ist gestartet

Achse ist geklemmt

Achse kann mit dem Handrad verfahren werden

Achsen werden in geschwenkter Bearbeitungsebene verfahren


Achsen werden unter Bercksichtigung der Grunddrehung verfahren
Nummer des aktiven Bezugspunktes aus der PresetTabelle. Wenn der Bezugspunkt manuell gesetzt
wurde, zeigt die TNC hinter dem Symbol den Text
MAN an

HEIDENHAIN iTNC 530

1.4 Status-Anzeigen

Zustzliche Status-Anzeigen
Die zustzlichen Status-Anzeigen geben detaillierte Informationen
zum Programm-Ablauf. Sie lassen sich in allen Betriebsarten aufrufen,
mit Ausnahme von Programm-Einspeichern/Editieren.
Zustzliche Status-Anzeige einschalten
Softkey-Leiste fr die Bildschirm-Aufteilung aufrufen

Bildschirmdarstellung mit zustzlicher Status-Anzeige


whlen

Zustzliche Status-Anzeigen whlen


Softkey-Leiste umschalten, bis STATUS-Softkeys
erscheinen

Zustzliche Status-Anzeige whlen, z.B. allgemeine


Programm-Informationen

Nachfolgend sind verschiedene zustzliche Status-Anzeigen beschrieben, die Sie ber Softkeys whlen knnen:
Allgemeine Programm-Information
1
2
3
4
5
6

Hauptprogramm-Name
Aufgerufene Programme
Aktiver Bearbeitungs-Zyklus
Kreismittelpunkt CC (Pol)
Bearbeitungszeit
Zhler fr Verweilzeit

1
2
3
6

4
5

10

1 Einfhrung

1.4 Status-Anzeigen

Positionen und Koordinaten


1
2
3
4

Positionsanzeige
Art der Positionsanzeige, z. B. Ist-Position
Schwenkwinkel fr die Bearbeitungsebene
Winkel der Grunddrehung

3
4

Informationen zu den Werkzeugen


1
2
3
4
5
6

n Anzeige T: Werkzeug-Nummer und -Name


n Anzeige RT: Nummer und Name eines Schwester-Werkzeugs
Werkzeugachse
Werkzeug-Lnge und -Radien
Aufmae (Delta-Werte) aus dem TOOL CALL (PGM) und der
Werkzeug-Tabelle (TAB)
Standzeit, maximale Standzeit (TIME 1) und maximale Standzeit
bei TOOL CALL (TIME 2)
Anzeige des aktiven Werkzeugs und des (nchsten) SchwesterWerkzeugs

1
2

4
5
6

Koordinaten-Umrechnungen
1
2

4
5
6
7
8

Hauptprogramm-Name
Name der aktiven Nullpunkt-Tabelle, aktive Nullpunkt-Nummer
(#), Kommentar aus der aktiven Zeile der aktiven Nullpunkt-Nummer (DOC) aus Zyklus 7
Name der aktiven Preset-Tabelle, aktive Preset-Nummer (#),
Kommentar aus der aktiven Zeile der aktiven Preset-Nummer
(DOC)
Aktive Nullpunkt-Verschiebung (Zyklus 7)
Gespiegelte Achsen (Zyklus 8)
Aktiver Drehwinkel (Zyklus 10)
Aktiver Mafaktor / Mafaktoren (Zyklen 11 / 26)
Mittelpunkt der zentrischen Streckung

1
2
3
4
6

Siehe Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung auf Seite 343.

HEIDENHAIN iTNC 530

11

1.4 Status-Anzeigen

Programmteil-Wiederholung/Unterprogramme
1

Aktive Programmteil-Wiederholungen mit Satz-Nummer, LabelNummer und Anzahl der programmierten/noch auszufhrenden
Wiederholungen
Aktive Unterprogramm-Nummern mit Satz-Nummer, in der das
Unterprogramm gerufen wurde und Label-Nummer die aufgerufen wurde

Werkzeug-Vermessung
1
2
3
4

Nummer des Werkzeugs, das vermessen wird


Anzeige, ob Werkzeug-Radius oder -Lnge vermessen wird
MIN- und MAX-Wert Einzelschneiden-Vermessung und Ergebnis
der Messung mit rotierendem Werkzeug (DYN)
Nummer der Werkzeug-Schneide mit zugehrigem Messwert.
Der Stern hinter dem Messwert zeigt an, dass die Toleranz aus
der Werkzeug-Tabelle berschritten wurde

1
2

Aktive Zusatzfunktionen M
1
2

Liste der aktiven M-Funktionen mit festgelegter Bedeutung


Liste der aktiven M-Funktionen, die von Ihrem Maschinen-Hersteller angepasst werden

12

1 Einfhrung

1.5 Zubehr: 3D-Tastsysteme und elektronische Handrder von HEIDENHAIN

1.5 Zubehr: 3D-Tastsysteme und


elektronische Handrder von
HEIDENHAIN
3D-Tastsysteme
Mit den verschiedenen 3D-Tastsystemen von HEIDENHAIN knnen
Sie:
n Werkstcke automatisch ausrichten
n Schnell und genau Bezugspunkte setzen
n Messungen am Werkstck whrend des Programmlaufs ausfhren
n Werkzeuge vermessen und prfen
Alle Tastsystem-Funktionen sind in einem separaten
Benutzer-Handbuch beschrieben. Wenden Sie sich ggf. an
HEIDENHAIN, wenn Sie dieses Benutzer-Handbuch bentigen. Id.-Nr.: 329 203-xx.
Die schaltenden Tastsysteme TS 220, TS 630 und TS 632
Diese Tastsysteme eignen sich besonders gut zum automatischen
Werkstck-Ausrichten, Bezugspunkt-Setzen, fr Messungen am
Werkstck. Das TS 220 bertrgt die Schaltsignale ber ein Kabel und
ist zudem eine kostengnstige Alternative, wenn Sie gelegentlich digitalisieren mssen.
Speziell fr Maschinen mit Werkzeugwechsler eignen sich die Tastsysteme TS 630 und TS 632, die die Schaltsignale via Infrarot-Strecke
kabellos bertragen.
Das Funktionsprinzip: In den schaltenden Tastsystemen von
HEIDENHAIN registriert ein verschleifreier optischer Schalter die
Auslenkung des Taststifts. Das erzeugte Signal veranlasst, den
Istwert der aktuellen Tastsystem-Position zu speichern.

HEIDENHAIN iTNC 530

13

1.5 Zubehr: 3D-Tastsysteme und elektronische Handrder von HEIDENHAIN

Das Werkzeug-Tastsystem TT 130 zur Werkzeug-Vermessung


Das TT 130 ist ein schaltendes 3D-Tastsystem zum Vermessen und
Prfen von Werkzeugen. Die TNC stellt hierzu 3 Zyklen zur Verfgung,
mit denen sich Werkzeug-Radius und -Lnge bei stehender oder rotierender Spindel ermitteln lassen. Die besonders robuste Bauart und die
hohe Schutzart machen das TT 130 gegenber Khlmittel und Spnen
unempfindlich. Das Schaltsignal wird mit einem verschleifreien optischen Schalter gebildet, der sich durch eine hohe Zuverlssigkeit auszeichnet.

Elektronische Handrder HR
Die elektronischen Handrder vereinfachen das przise manuelle Verfahren der Achsschlitten. Der Verfahrweg pro Handrad-Umdrehung ist
in einem weiten Bereich whlbar. Neben den Einbau-Handrdern
HR 130 und HR 150 bietet HEIDENHAIN das portable Handrad HR 410
an (siehe Bild Mitte).

14

1 Einfhrung

2
Handbetrieb und Einrichten

2.1 Einschalten, Ausschalten

2.1 Einschalten, Ausschalten


Einschalten
Das Einschalten und das Anfahren der Referenzpunkte
sind maschinenabhngige Funktionen. Beachten Sie Ihr
Maschinenhandbuch.
Die Versorgungsspannung von TNC und Maschine einschalten.
Danach zeigt die TNC folgenden Dialog an:
SPEICHERTEST
Speicher der TNC wird automatisch berprft
STROMUNTERBRECHUNG
TNC-Meldung, dass Stromunterbrechung vorlag
Meldung lschen
PLC-PROGRAMM BERSETZEN
PLC-Programm der TNC wird automatisch bersetzt
STEUERSPANNUNG FR RELAIS FEHLT
Steuerspannung einschalten. Die TNC berprft die
Funktion der Not-Aus-Schaltung
MANUELLER BETRIEB
REFERENZPUNKTE BERFAHREN
Referenzpunkte in vorgegebener Reihenfolge berfahren: Fr jede Achse externe START-Taste drcken,
oder

Referenzpunkte in beliebiger Reihenfolge berfahren:


Fr jede Achse externe Richtungstaste drcken und
halten, bis Referenzpunkt berfahren ist

16

2 Handbetrieb und Einrichten

2.1 Einschalten, Ausschalten

Die TNC ist jetzt funktionsbereit und befindet sich in der Betriebsart
Manueller Betrieb.
Die Referenzpunkte mssen Sie nur dann berfahren,
wenn Sie die Maschinenachsen verfahren wollen. Wenn
Sie nur Programme editieren oder testen wollen, dann
whlen Sie nach dem Einschalten der Steuerspannung
sofort die Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren
oder Programm-Test.
Die Referenzpunkte knnen Sie dann nachtrglich berfahren. Drcken Sie dazu in der Betriebsart Manueller
Betrieb den Softkey REF.-PKT. ANFAHREN.
Referenzpunkt berfahren bei geschwenkter Bearbeitungsebene
Referenzpunkt-berfahren im geschwenkten Koordinatensystem ist
ber die externen Achsrichtungs-Tasten mglich. Dazu mus die Funktion Bearbeitungsebene schwenken in Manueller Betrieb aktiv sein,
siehe Manuelles Schwenken aktivieren, Seite 27. Die TNC interpoliert dann beim Bettigen einer Achsrichtungs-Taste die entsprechenden Achsen.
Die NC-START-Taste hat keine Funktion. Die TNC gibt ggf. eine entsprechende Fehlermeldung aus.
Beachten Sie, dass die im Men eingetragenen Winkelwerte mit den tatschlichen Winkeln der Schwenkachse
bereinstimmen.

Ausschalten
Um Datenverluste beim Ausschalten zu vermeiden, mssen Sie das
Betriebssystem der TNC gezielt herunterfahren:
U

Betriebsart Manuell whlen


U Funktion zum Herunterfahren whlen, nochmal mit
Softkey JA besttigen
U Wenn

die TNC in einem berblendfenster den Text


Jetzt knnen Sie ausschalten anzeigt, drfen Sie
die Versorgungsspannung zur TNC unterbrechen

Willkrliches Ausschalten der TNC kann zu Datenverlust


fhren.

HEIDENHAIN iTNC 530

17

2.2 Verfahren der Maschinenachsen

2.2 Verfahren der


Maschinenachsen
Hinweis
Das Verfahren mit den externen Richtungstasten ist
maschinenabhngig. Maschinenhandbuch beachten!

Achse mit den externen Richtungstasten


verfahren
Betriebsart Manueller Betrieb whlen

Externe Richtungstaste drcken und halten, solange


Achse verfahren soll, oder

und

Achse kontinuierlich verfahren: Externe Richtungstaste gedrckt halten und externe START-Taste kurz
drcken

Anhalten: Externe STOP-Taste drcken

Mit beiden Methoden knnen Sie auch mehrere Achsen gleichzeitig


verfahren. Der Vorschub, mit dem die Achsen verfahren, ndern Sie
ber den Softkey F, siehe Spindeldrehzahl S, Vorschub F und Zusatzfunktion M, Seite 21.

18

2 Handbetrieb und Einrichten

2.2 Verfahren der Maschinenachsen

Verfahren mit dem elektronischen Handrad


HR 410
Das tragbare Handrad HR 410 ist mit zwei Zustimmtasten ausgerstet. Die Zustimmtasten befinden sich unterhalb des Sterngriffs.
Sie knnen die Maschinenachsen nur verfahren, wenn eine der
Zustimmtasten gedrckt ist (maschinenabhngige Funktion).

1
2

Das Handrad HR 410 verfgt ber folgende Bedienelemente:


1
2
3
4
5
6

NOT-AUS
Handrad
Zustimmtasten
Tasten zur Achswahl
Taste zur bernahme der Ist-Position
Tasten zum Festlegen des Vorschubs (langsam, mittel, schnell;
Vorschbe werden vom Maschinenhersteller festgelegt)
7 Richtung, in die die TNC die gewhlte Achse verfhrt
8 Maschinen-Funktionen (werden vom Maschinenhersteller festgelegt)

3
4
6
8

4
5
7

Die roten Anzeigen signalisieren, welche Achse und welchen Vorschub Sie gewhlt haben.
Verfahren mit dem Handrad ist auch whrend des Programmlaufs
mglich.
Verfahren
Betriebsart El. Handrad whlen

Zustimmtaste gedrckt halten

Achse whlen

Vorschub whlen

Aktive Achse in Richtung + oder verfahren


oder

HEIDENHAIN iTNC 530

19

2.2 Verfahren der Maschinenachsen

Schrittweises Positionieren
Beim schrittweisen Positionieren verfhrt die TNC eine Maschinenachse um ein von Ihnen festgelegtes Schrittma.

Betriebsart Manuell oder El. Handrad whlen

Schrittweises Positionieren whlen: Softkey


SCHRITTMASS auf EIN
8

ZUSTELLUNG =
Zustellung in mm eingeben, z.B. 8 mm

16

Externe Richtungstaste drcken: beliebig oft positionieren

20

2 Handbetrieb und Einrichten

2.3 Spindeldrehzahl S, Vorschub F und Zusatzfunktion M

2.3 Spindeldrehzahl S, Vorschub F


und Zusatzfunktion M
Anwendung
In den Betriebsarten Manueller Betrieb und El. Handrad geben Sie
Spindeldrehzahl S, Vorschub F und Zusatzfunktion M ber Softkeys
ein. Die Zusatzfunktionen sind in 7. Programmieren: Zusatzfunktionen beschrieben.
Der Maschinenhersteller legt fest, welche Zusatzfunktionen M Sie nutzen knnen und welche Funktion sie haben.

Werte eingeben
Spindeldrehzahl S, Zusatzfunktion M
Eingabe fr Spindeldrehzahl whlen: Softkey S

SPINDELDREHZAHL S=
Spindeldrehzahl eingeben und mit der externen
START-Taste bernehmen

1000

Die Spindeldrehung mit der eingegebenen Drehzahl S starten Sie mit


einer Zusatzfunktion M. Eine Zusatzfunktion M geben Sie auf die gleiche Weise ein.
Vorschub F
Die Eingabe eines Vorschub F mssen Sie anstelle mit der externen
START-Taste mit der Taste ENT besttigen.
Fr den Vorschub F gilt:
n Wenn F=0 eingegeben, dann wirkt der kleinste Vorschub aus
MP1020
n F bleibt auch nach einer Stromunterbrechung erhalten

Spindeldrehzahl und Vorschub ndern


Mit den Override-Drehknpfen fr Spindeldrehzahl S und Vorschub F
lsst sich der eingestellte Wert von 0% bis 150% ndern.
Der Override-Drehknopf fr die Spindeldrehzahl wirkt nur
bei Maschinen mit stufenlosem Spindelantrieb.

HEIDENHAIN iTNC 530

21

2.4 Bezugspunkt-Setzen (ohne 3D-Tastsystem)

2.4 Bezugspunkt-Setzen (ohne 3DTastsystem)


Hinweis
Bezugspunkt-Setzen mit 3D-Tastsystem: Siehe BenutzerHandbuch Tastsystem-Zyklen.
Beim Bezugspunkt-Setzen wird die Anzeige der TNC auf die Koordinaten einer bekannten Werkstck-Position gesetzt.

Vorbereitung
U
U
U

Werkstck aufspannen und ausrichten


Nullwerkzeug mit bekanntem Radius einwechseln
Sicherstellen, dass die TNC Ist-Positionen anzeigt

22

2 Handbetrieb und Einrichten

Schutzmanahme

Falls die Werkstck-Oberflche nicht angekratzt werden


darf, wird auf das Werkstck ein Blech bekannter Dicke d
gelegt. Fr den Bezugspunkt geben Sie dann einen um d
greren Wert ein.

Z
X

Y
Betriebsart Manueller Betrieb whlen

X
Werkzeug vorsichtig verfahren, bis es das Werkstck
berhrt (ankratzt)

Achse whlen (alle Achsen sind auch ber die ASCIITastatur whlbar)
BEZUGSPUNKT-SETZEN Z=
Nullwerkzeug, Spindelachse: Anzeige auf bekannte
Werkstck-Position (z.B. 0) setzen oder Dicke d des
Blechs eingeben. In der Bearbeitungsebene: Werkzeug-Radius bercksichtigen

Die Bezugspunkte fr die verbleibenden Achsen setzen Sie auf die


gleiche Weise.
Wenn Sie in der Zustellachse ein voreingestelltes Werkzeug verwenden, dann setzen Sie die Anzeige der Zustellachse auf die Lnge L des
Werkzeugs bzw. auf die Summe Z=L+d.

HEIDENHAIN iTNC 530

23

2.4 Bezugspunkt-Setzen (ohne 3D-Tastsystem)

Bezugspunkt setzen

2.5 Bearbeitungsebene schwenken

2.5 Bearbeitungsebene schwenken


Anwendung, Arbeitsweise
Die Funktionen zum Schwenken der Bearbeitungsebene
werden vom Maschinenhersteller an TNC und Maschine
angepasst. Bei bestimmten Schwenkkpfen (Schwenktischen) legt der Maschinenhersteller fest, ob die im Zyklus
programmierten Winkel von der TNC als Koordinaten der
Drehachsen oder als Winkelkomponenten einer schiefen
Ebene interpretiert werden. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.
Die TNC untersttzt das Schwenken von Bearbeitungsebenen an
Werkzeugmaschinen mit Schwenkkpfen sowie Schwenktischen.
Typische Anwendungen sind z.B. schrge Bohrungen oder schrg im
Raum liegende Konturen. Die Bearbeitungsebene wird dabei immer
um den aktiven Nullpunkt geschwenkt. Wie gewohnt, wird die Bearbeitung in einer Hauptebene (z.B. X/Y-Ebene) programmiert, jedoch in
der Ebene ausgefhrt, die zur Hauptebene geschwenkt wurde.

Z
B

10

Fr das Schwenken der Bearbeitungsebene stehen zwei Funktionen


zur Verfgung:
n Manuelles Schwenken mit dem Softkey 3D ROT in den Betriebsarten Manueller Betrieb und El. Handrad, siehe Manuelles
Schwenken aktivieren, Seite 27
n Gesteuertes Schwenken, Zyklus 19 BEARBEITUNGSEBENE im Bearbeitungs-Programm (siehe BEARBEITUNGSEBENE (Zyklus 19) auf
Seite 354)
Die TNC-Funktionen zum Schwenken der Bearbeitungsebene sind
Koordinaten-Transformationen. Dabei steht die Bearbeitungs-Ebene
immer senkrecht zur Richtung der Werkzeugachse.
Grundstzlich unterscheidet die TNC beim Schwenken der Bearbeitungsebene zwei Maschinen-Typen:
n Maschine mit Schwenktisch
n Sie mssen das Werkstck durch entsprechende Positionierung
des Schwenktisches, z.B. mit einem L-Satz, in die gewnschte
Bearbeitungslage bringen
n Die Lage der transformierten Werkzeugachse ndert sich im
Bezug auf das maschinenfeste Koordinatensystem nicht. Wenn
Sie Ihren Tisch also das Werkstck z.B. um 90 drehen, dreht
sich das Koordinatensystem nicht mit. Wenn Sie in der Betriebsart Manueller Betrieb die Achsrichtungs-Taste Z+ drcken, verfhrt das Werkzeug in die Richtung Z+
n Die TNC bercksichtigt fr die Berechnung des transformierten
Koordinatensystems lediglich mechanisch bedingte Verstze des
jeweiligen Schwenktisches sogenannte translatorische
Anteile

24

2 Handbetrieb und Einrichten

2.5 Bearbeitungsebene schwenken

n Maschine mit Schwenkkopf


n Sie mssen das Werkzeug durch entsprechende Positionierung
des Schwenkkopfs, z.B. mit einem L-Satz, in die gewnschte
Bearbeitungslage bringen
n Die Lage der geschwenkten (transformierten) Werkzeugachse
ndert sich im Bezug auf das maschinenfeste Koordinatensystem: Drehen Sie den Schwenkkopf Ihrer Maschine also das
Werkzeug z.B. in der B-Achse um +90, dreht sich das Koordinatensystem mit. Wenn Sie in der Betriebsart Manueller Betrieb
die Achsrichtungs-Taste Z+ drcken, verfhrt das Werkzeug in die
Richtung X+ des maschinenfesten Koordinatensystems
n Die TNC bercksichtigt fr die Berechnung des transformierten
Koordinatensystems mechanisch bedingte Verstze des
Schwenkkopfs (translatorische Anteile) und Verstze, die durch
das Schwenken des Werkzeugs entstehen (3D Werkzeug-Lngenkorrektur)

Referenzpunkte-Anfahren bei geschwenkten


Achsen
Bei geschwenkten Achsen fahren Sie die Referenzpunkte mit den
externen Richtungstasten an. Die TNC interpoliert dabei die entsprechenden Achsen. Beachten Sie, dass die Funktion Bearbeitungsebene schwenken in der Betriebsart Manueller Betrieb aktiv ist und
der Ist-Winkel der Drehachse im Menfeld eingetragen wurde.

Bezugspunkt-Setzen im geschwenkten System


Nachdem Sie die Drehachsen positioniert haben, setzen Sie den
Bezugspunkt wie im ungeschwenkten System. Die TNC rechnet den
neuen Bezugspunkt ins geschwenkte Koordinatensystem um. Die
Winkelwerte fr diese Berechnung bernimmt die TNC bei geregelten
Achsen aus der Ist-Position der Drehachse.
Sie drfen im geschwenkten System den Bezugspunkt
nicht setzen, wenn im Maschinen-Parameter 7500 das
Bit 3 gesetzt ist. Die TNC berechnet sonst den Versatz
falsch.
Falls die Drehachsen Ihrer Maschine nicht geregelt sind,
mssen Sie die Ist-Position der Drehachse ins Men zum
manuellen Schwenken eintragen: Stimmt die Ist-Position
der Drehachse(n) mit dem Eintrag nicht berein, berechnet die TNC den Bezugspunkt falsch.

Die TNC bercksichtigt beim Bezugspunkt-Setzen die


Stellung der Schwenkachsen, auch wenn die Funktion
Bearbeitungsebene-Schwenken inaktiv ist. Achten Sie auf
die Winkelstellung der Drehachsen, wenn Sie den Bezugspunkt neu setzen oder eine Korrektur vornehmen. Falls Sie
die Bearbeitung mit einer anderen Winkelstellung als beim
Bezugspunkt-Setzen durchfhren mchten, mssen Sie
die Funktion Bearbeitungsebene-Schwenken aktivieren.

HEIDENHAIN iTNC 530

25

2.5 Bearbeitungsebene schwenken

Bezugspunkt-Setzen bei Maschinen mit


Rundtisch
Das Verhalten der TNC beim Bezugspunkt-Setzen ist
maschinenabhngig. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.
Die TNC versetzt den Bezugspunkt automatisch, wenn Sie den Tisch
drehen und die Funktion Bearbeitungsebene schwenken aktiv ist:
n MP 7500, Bit 3=0
Um den Versatz des Bezugspunktes zu berechnen, verwendet die
TNC die Differenz zwischen der REF-Koordinate beim BezugspunktSetzen und der REF-Koordinate der Schwenkachse nach dem
Schwenken. Diese Berechnungsmethode ist zu verwenden, wenn
Sie in der 0-Stellung (REF-Wert) des Rundtisches ihr Werkstck
ausgerichtet aufgespannt haben.
n MP 7500, Bit 3=1
Wenn Sie ein schrg aufgespanntes Werkstck ber eine Rundtischdrehung ausrichten, dann darf die TNC den Versatz des Bezugspunktes nicht mehr ber die Differenz der REF-Koordinaten berechnen. Die TNC verwendet direkt den REF-Wert der Schwenkachse
nach dem Schwenken, geht also immer davon aus, dass das Werkstck vor dem Schwenken ausgerichtet war.
MP 7500 ist in der Maschinenparameterliste oder, falls
vorhanden, in den Beschreibungs-Tabellen der Schwenkachs-Geometrie wirksam. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.

Positionsanzeige im geschwenkten System


Die im Status-Feld angezeigten Positionen (SOLL und IST) beziehen
sich auf das geschwenkte Koordinatensystem.

Einschrnkungen beim Schwenken der


Bearbeitungsebene
n Die Antastfunktion Grunddrehung steht nicht zur Verfgung
n PLC-Positionierungen (vom Maschinenhersteller festgelegt) sind
nicht erlaubt

26

2 Handbetrieb und Einrichten

2.5 Bearbeitungsebene schwenken

Manuelles Schwenken aktivieren


Manuelles Schwenken whlen: Softkey 3D ROT. Die
Menpunkte lassen sich nun mit den Pfeil-Tasten
anwhlen

Schwenkwinkel eingeben

Gewnschte Betriebsart im Menpunkt Bearbeitungsebene schwenken auf Aktiv setzen: Menpunkt whlen, mit Taste ENT umschalten

Eingabe beenden: Taste END

Zum Deaktivieren setzen Sie im Men Bearbeitungsebene schwenken die gewnschten Betriebsarten auf Inaktiv.
Wenn die Funktion Bearbeitungsebene schwenken aktiv ist und die
TNC die Maschinenachsen entsprechend der geschwenkten Achsen
verfhrt, blendet die Status-Anzeige das Symbol
ein.
Falls Sie die Funktion Bearbeitungsebene schwenken fr die Betriebsart Programmlauf auf Aktiv setzen, gilt der im Men eingetragene
Schwenkwinkel ab dem ersten Satz des abzuarbeitenden Bearbeitungs-Programms. Verwenden Sie im Bearbeitungs-Programm Zyklus
19 BEARBEITUNGSEBENE, sind die im Zyklus definierten Winkelwerte (ab
der Zyklus-Definition) wirksam. Im Men eingetragene Winkelwerte
werden mit den aufgerufenen Werten berschrieben.

HEIDENHAIN iTNC 530

27

3
Positionieren mit
Handeingabe

3.1 Einfache Bearbeitungen programmieren und abarbeiten

3.1 Einfache Bearbeitungen


programmieren und abarbeiten
Fr einfache Bearbeitungen oder zum Vorpositionieren des Werkzeugs eignet sich die Betriebsart Positionieren mit Handeingabe. Hier
knnen Sie ein kurzes Programm im HEIDENHAIN-Klartext-Format
oder nach DIN/ISO eingeben und direkt ausfhren lassen. Auch die
Zyklen der TNC lassen sich aufrufen. Das Programm wird in der Datei
$MDI gespeichert. Beim Positionieren mit Handeingabe lsst sich die
zustzliche Status-Anzeige aktivieren.

Positionieren mit Handeingabe anwenden


Betriebsart Positionieren mit Handeingabe whlen.
Die Datei $MDI beliebig programmieren

Programmlauf starten: Externe START-Taste

Einschrnkung
Die Freie Kontur-Programmierung FK, die ProgrammierGrafiken und Programmlauf-Grafiken stehen nicht zur Verfgung. Die Datei $MDI darf keinen Programm-Aufruf enthalten (PGM CALL).
Beispiel 1
Ein einzelnes Werkstck soll mit einer 20 mm tiefen Bohrung versehen werden. Nach dem Aufspannen des Werkstcks, dem Ausrichten
und Bezugspunkt-Setzen lsst sich die Bohrung mit wenigen Programmzeilen programmieren und ausfhren.

Z
Y

50

50

Zuerst wird das Werkzeug mit L-Stzen (Geraden) ber dem Werkstck vorpositioniert und auf einen Sicherheitsabstand von 5 mm ber
dem Bohrloch positioniert. Danach wird die Bohrung mit dem Zyklus
1 TIEFBOHREN ausgefhrt.
0 BEGIN PGM $MDI MM
1 TOOL DEF 1 L+0 R+5

Werkzeug definieren: Nullwerkzeug, Radius 5

2 TOOL CALL 1 Z S2000

Werkzeug aufrufen: Werkzeugachse Z,


Spindeldrehzahl 2000 U/min

3 L Z+200 R0 FMAX

Werkzeug freifahren (F MAX = Eilgang)

4 L X+50 Y+50 R0 FMAX M3

Werkzeug mit F MAX ber Bohrloch positionieren,


Spindel ein

5 L Z+5 F2000

Werkzeug 5 mm ber Bohrloch positionieren

6 CYCL DEF 1.0 TIEFBOHREN

Zyklus TIEFBOHREN definieren:

30

3 Positionieren mit Handeingabe

Sicherheitsabstand des Wkz ber Bohrloch

8 CYCL DEF 1.2 TIEFE -20

Tiefe des Bohrlochs (Vorzeichen=Arbeitsrichtung)

9 CYCL DEF 1.3 ZUSTLG 10

Tiefe der jeweiligen Zustellung vor dem Rckzug

10 CYCL DEF 1.4 V.ZEIT 0,5

Verweilzeit am Bohrungsgrund in Sekunden

11 CYCL DEF 1.5 F250

Bohrvorschub

12 CYCL CALL

Zyklus TIEFBOHREN aufrufen

13 L Z+200 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren

14 END PGM $MDI MM

Programm-Ende

3.1 Einfache Bearbeitungen programmieren und abarbeiten

7 CYCL DEF 1.1 ABST 5

Geraden-Funktion L (siehe Gerade L auf Seite 147), Zyklus TIEFBOHREN (siehe TIEFBOHREN (Zyklus 1) auf Seite 221).
Beispiel 2: Werkstck-Schieflage bei Maschinen mit Rundtisch
beseitigen
Grunddrehung mit 3D-Tastsystem durchfhren. Siehe Benutzer-Handbuch Tastsystem-Zyklen, Tastsystem-Zyklen in den Betriebsarten
Manueller Betrieb und El. Handrad, Abschnitt Werkstck-Schieflage
kompensieren.

Drehwinkel notieren und Grunddrehung wieder aufheben

Betriebsart whlen: Positionieren mit Handeingabe

Rundtischachse whlen, notierten Drehwinkel und


Vorschub eingeben z.B. L C+2.561 F50

Eingabe abschlieen

Externe START-Taste drcken: Schieflage wird durch


Drehung des Rundtischs beseitigt

HEIDENHAIN iTNC 530

31

3.1 Einfache Bearbeitungen programmieren und abarbeiten

Programme aus $MDI sichern oder lschen


Die Datei $MDI wird gewhnlich fr kurze und vorbergehend bentigte Programme verwendet. Soll ein Programm trotzdem gespeichert
werden, gehen Sie wie folgt vor:
Betriebsart whlen: Programm- Einspeichern/Editieren

Datei-Verwaltung aufrufen: Taste PGM MGT (Program Management)

Datei $MDI markieren

Datei kopieren whlen: Softkey KOPIEREN

ZIEL-DATEI =
BOHRUNG

Geben Sie einen Namen ein, unter dem der aktuelle


Inhalt der Datei $MDI gespeichert werden soll

Kopieren ausfhren

Datei-Verwaltung verlassen: Softkey ENDE

Zum Lschen des Inhalts der Datei $MDI gehen Sie hnlich vor:
Anstatt sie zu kopieren, lschen Sie den Inhalt mit dem Softkey
LSCHEN. Beim nchsten Wechsel in die Betriebsart Positionieren
mit Handeingabe zeigt die TNC eine leere Datei $MDI an.
Wenn Sie $MDI lschen wollen, dann
n drfen Sie die Betriebsart Positionieren mit Handeingabe nicht angewhlt haben (auch nicht im Hintergrund)
n drfen Sie die Datei $MDI in der Betriebsart Programm
Einspeichern/Editieren nicht angewhlt haben
Weitere Informationen: siehe Einzelne Datei kopieren, Seite 53.

32

3 Positionieren mit Handeingabe

4
Programmieren:
Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen,
Paletten-Verwaltung

4.1 Grundlagen

4.1 Grundlagen
Wegmessgerte und Referenzmarken
An den Maschinenachsen befinden sich Wegmessgerte, die die
Positionen des Maschinentisches bzw. des Werkzeugs erfassen. An
Linearachsen sind blicherweise Lngenmessgerte angebaut, an
Rundtischen und Schwenkachsen Winkelmessgerte.

XMP

X (Z,Y)

Wenn sich eine Maschinenachse bewegt, erzeugt das dazugehrige


Wegmessgert ein elektrisches Signal, aus dem die TNC die genaue
Ist-Position der Maschinenachse errechnet.
Bei einer Stromunterbrechung geht die Zuordnung zwischen der
Maschinenschlitten-Position und der berechneten Ist-Position verloren. Um diese Zuordnung wieder herzustellen, verfgen inkrementale
Wegmessgerte ber Referenzmarken. Beim berfahren einer Referenzmarke erhlt die TNC ein Signal, das einen maschinenfesten
Bezugspunkt kennzeichnet. Damit kann die TNC die Zuordnung der
Ist-Position zur aktuellen Maschinenposition wieder herstellen. Bei
Lngenmessgerten mit abstandscodierten Referenzmarken mssen
Sie die Maschinenachsen maximal 20 mm verfahren, bei Winkelmessgerten um maximal 20.

Bei absoluten Messgerten wird nach dem Einschalten ein absoluter


Positionswert zur Steuerung bertragen. Dadurch ist, ohne Verfahren
der Maschinenachsen, die Zuordnung zwischen der Ist-Position und
der Maschinenschlitten-Position direkt nach dem Einschalten wieder
hergestellt.

Y
X

Bezugssystem
Mit einem Bezugssystem legen Sie Positionen in einer Ebene oder im
Raum eindeutig fest. Die Angabe einer Position bezieht sich immer
auf einen festgelegten Punkt und wird durch Koordinaten beschrieben.
Im rechtwinkligen System (kartesisches System) sind drei Richtungen
als Achsen X, Y und Z festgelegt. Die Achsen stehen jeweils senkrecht
zueinander und schneiden sich in einem Punkt, dem Nullpunkt. Eine
Koordinate gibt den Abstand zum Nullpunkt in einer dieser Richtungen
an. So lsst sich eine Position in der Ebene durch zwei Koordinaten
und im Raum durch drei Koordinaten beschreiben.
Koordinaten, die sich auf den Nullpunkt beziehen, werden als absolute
Koordinaten bezeichnet. Relative Koordinaten beziehen sich auf eine
beliebige andere Position (Bezugspunkt) im Koordinatensystem. Relative Koordinaten-Werte werden auch als inkrementale KoordinatenWerte bezeichnet.

34

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.1 Grundlagen

Bezugssystem an Frsmaschinen
Bei der Bearbeitung eines Werkstcks an einer Frsmaschine beziehen Sie sich generell auf das rechtwinklige Koordinatensystem. Das
Bild rechts zeigt, wie das rechtwinklige Koordinatensystem den
Maschinenachsen zugeordnet ist. Die Drei-Finger-Regel der rechten
Hand dient als Gedchtnissttze: Wenn der Mittelfinger in Richtung
der Werkzeugachse vom Werkstck zum Werkzeug zeigt, so weist er
in die Richtung Z+, der Daumen in die Richtung X+ und der Zeigefinger
in Richtung Y+.

+Z

+Y

Die iTNC 530 kann insgesamt maximal 9 Achsen steuern. Neben den
Hauptachsen X, Y und Z gibt es parallel laufende Zusatzachsen U, V
und W. Drehachsen werden mit A, B und C bezeichnet. Das Bild
rechts unten zeigt die Zuordnung der Zusatzachsen bzw. Drehachsen
zu den Hauptachsen.

+X

+Z

+X

+Y

W+
C+
B+

V+

A+
U+

HEIDENHAIN iTNC 530

35

4.1 Grundlagen

Polarkoordinaten
Wenn die Fertigungszeichnung rechtwinklig bemat ist, erstellen Sie
das Bearbeitungs-Programm auch mit rechtwinkligen Koordinaten.
Bei Werkstcken mit Kreisbgen oder bei Winkelangaben ist es oft
einfacher, die Positionen mit Polarkoordinaten festzulegen.

Im Gegensatz zu den rechtwinkligen Koordinaten X, Y und Z beschreiben Polarkoordinaten nur Positionen in einer Ebene. Polarkoordinaten
haben ihren Nullpunkt im Pol CC (CC = circle centre; engl. Kreismittelpunkt). Eine Position in einer Ebene ist so eindeutig festgelegt durch:
n Polarkoordinaten-Radius: der Abstand vom Pol CC zur Position
n Polarkoordinaten-Winkel: Winkel zwischen der Winkel-Bezugsachse
und der Strecke, die den Pol CC mit der Position verbindet

PR
PA2
PA3

PR

PR

PA1

10

CC

Siehe Bild rechts oben

Festlegen von Pol und Winkel-Bezugsachse


Den Pol legen Sie durch zwei Koordinaten im rechtwinkligen Koordinatensystem in einer der drei Ebenen fest. Damit ist auch die WinkelBezugsachse fr den Polarkoordinaten-Winkel PA eindeutig zugeordnet.
Pol-Koordinaten (Ebene)

Winkel-Bezugsachse

X/Y

+X

Y/Z

+Y

30

Z
Y

X
Z/X

+Z

Y
X
X

36

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.1 Grundlagen

Absolute und inkrementale WerkstckPositionen


Absolute Werkstck-Positionen
Wenn sich die Koordinaten einer Position auf den Koordinaten-Nullpunkt (Ursprung) beziehen, werden diese als absolute Koordinaten
bezeichnet. Jede Position auf einem Werkstck ist durch ihre absoluten Koordinaten eindeutig festgelegt.

Y
13

Beispiel 1: Bohrungen mit absoluten Koordinaten

30

Bohrung 1
X = 10 mm
Y = 10 mm

20

Bohrung 2
X = 30 mm
Y = 20 mm

Bohrung 3
X = 50 mm
Y = 30 mm

12
1
10

Inkrementale Werkstck-Positionen
Inkrementale Koordinaten beziehen sich auf die zuletzt programmierte
Position des Werkzeugs, die als relativer (gedachter) Nullpunkt dient.
Inkrementale Koordinaten geben bei der Programmerstellung somit
das Ma zwischen der letzten und der darauf folgenden Soll-Position
an, um die das Werkzeug verfahren soll. Deshalb wird es auch als Kettenma bezeichnet.

X
10

Ein Inkremental-Ma kennzeichnen Sie durch ein I vor der Achsbezeichnung.

50

30

Beispiel 2: Bohrungen mit inkrementalen Koordinaten

Bohrung 5, bezogen auf 4


X = 20 mm
Y = 10 mm

15

10

X = 10 mm
Y = 10 mm

10

Absolute Koordinaten der Bohrung 4

16

Bohrung 6, bezogen auf 5


X = 20 mm
Y = 10 mm

14

10

20

20
10

Absolute und inkrementale Polarkoordinaten


Absolute Koordinaten beziehen sich immer auf den Pol und die Winkel-Bezugsachse.
Inkrementale Koordinaten beziehen sich immer auf die zuletzt programmierte Position des Werkzeugs..

Y
+IPR
PR
PR

+IPA +IPA
PR

PA

10

CC

X
30

HEIDENHAIN iTNC 530

37

Eine Werkstck-Zeichnung gibt ein bestimmtes Formelement des


Werkstcks als absoluten Bezugspunkt (Nullpunkt) vor, meist eine
Werkstck-Ecke. Beim Bezugspunkt-Setzen richten Sie das Werkstck zuerst zu den Maschinenachsen aus und bringen das Werkzeug
fr jede Achse in eine bekannte Position zum Werkstck. Fr diese
Position setzen Sie die Anzeige der TNC entweder auf Null oder einen
vorgegebenen Positionswert. Dadurch ordnen Sie das Werkstck
dem Bezugssystem zu, das fr die TNC-Anzeige bzw. Ihr Bearbeitungs-Programm gilt.

Z
MAX

Gibt die Werkstck-Zeichnung relative Bezugspunkte vor, so nutzen


Sie einfach die Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung (siehe Zyklen zur
Koordinaten-Umrechnung auf Seite 343).
Wenn die Werkstck-Zeichnung nicht NC-gerecht bemat ist, dann
whlen Sie eine Position oder eine Werkstck-Ecke als Bezugspunkt,
von dem aus sich die Mae der brigen Werkstckpositionen mglichst einfach ermitteln lassen.

MIN

Besonders komfortabel setzen Sie Bezugspunkte mit einem 3D-Tastsystem von HEIDENHAIN. Siehe Benutzer-Handbuch TastsystemZyklen Bezugspunkt-Setzen mit 3D-Tastsystemen.

17
750

16

150
0

15

320

13

14

-150

Beispiel
Die Werkstck-Skizze rechts zeigt Bohrungen (1 bis 4). deren Bemaungen sich auf einen absoluten Bezugspunkt mit den Koordinaten
X=0 Y=0 beziehen. Die Bohrungen (5 bis 7) beziehen sich auf einen
relativen Bezugspunkt mit den absoluten Koordinaten X=450 Y=750.
Mit dem Zyklus NULLPUNKT-VERSCHIEBUNG knnen Sie den Nullpunkt
vorbergehend auf die Position X=450, Y=750 verschieben, um die
Bohrungen (5 bis 7) ohne weitere Berechnungen zu programmieren.

3000,1

4.1 Grundlagen

Bezugspunkt whlen

325 450

12

900

950

38

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.2 Datei-Verwaltung: Grundlagen

4.2 Datei-Verwaltung: Grundlagen


ber die MOD-Funktion PGM MGT (siehe PGM MGT
konfigurieren auf Seite 463) whlen Sie zwischen der
Standard Datei-Verwaltung und der erweiterten Datei-Verwaltung.
Wenn die TNC an ein Netzwerk angeschlossen ist, dann
verwenden Sie die erweiterte Datei-Verwaltung.

Dateien
Dateien in der TNC

Typ

Programme
im HEIDENHAIN-Format
im DIN/ISO-Format

.H
.I

Tabellen fr
Werkzeuge
Werkzeug-Wechsler
Paletten
Nullpunkte
Punkte
Presets
Schnittdaten
Schneidstoffe, Werkstoffe
Abhngige Daten (z.B. Gliederungspunkte)

.T
.TCH
.P
.D
.PNT
.PR
.CDT
.TAB
.DEP

Texte als
ASCII-Dateien

.A

Wenn Sie ein Bearbeitungs-Programm in die TNC eingeben, geben Sie


diesem Programm zuerst einen Namen. Die TNC speichert das Programm auf der Festplatte als eine Datei mit dem gleichen Namen ab.
Auch Texte und Tabellen speichert die TNC als Dateien.
Damit Sie die Dateien schnell auffinden und verwalten knnen, verfgt die TNC ber ein spezielles Fenster zur Datei-Verwaltung. Hier
knnen Sie die verschiedenen Dateien aufrufen, kopieren, umbenennen und lschen.
Sie knnen mit der TNC nahezu beliebig viele Dateien verwalten, mindestens jedoch 2.000 MByte.
Namen von Dateien
Bei Programmen, Tabellen und Texten hngt die TNC noch eine Erweiterung an, die vom Datei-Namen durch einen Punkt getrennt ist. Diese
Erweiterung kennzeichnet den Datei-Typ.
PROG20

.H

Datei-Name

Datei-Typ

Maximale Lnge

Siehe Tabelle Dateien in der TNC

HEIDENHAIN iTNC 530

39

4.2 Datei-Verwaltung: Grundlagen

Datensicherung
HEIDENHAIN empfiehlt, die auf der TNC neu erstellten Programme
und Dateien in regelmigen Abstnden auf einem PC zu sichern.
Hierfr stellt HEIDENHAIN ein kostenloses Backup-Programm
(TNCBACK.EXE) zur Verfgung. Wenden Sie sich ggf. an Ihren
Maschinenhersteller.
Weiterhin bentigen Sie eine Diskette, auf der alle maschinenspezifischen Daten (PLC-Programm, Maschinen-Parameter usw.) gesichert
sind. Wenden Sie sich auch hierzu bitte an Ihren Maschinenhersteller.
Falls Sie alle auf der Festplatte befindlichen Dateien
(> 2 GByte) sichern wollen, nimmt dies mehrere Stunden
in Anspruch. Verlagern Sie den Sicherungsvorgang ggf. in
die Nachtstunden oder benutzen Sie die Funktion PARALLEL AUSFHREN (kopieren im Hintergrund).

Bei Festplatten ist, abhngig von den Betriebsbedingungen (z.B. Vibrationsbelastung), nach einer Dauer von 3 bis
5 Jahren mit einer erhhten Ausfallrate zu rechnen. HEIDENHAIN empfiehlt daher die Festplatte nach 3 bis 5 Jahren prfen zu lassen.

40

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.3 Standard-Datei-Verwaltung

4.3 Standard-Datei-Verwaltung
Hinweis
Arbeiten Sie mit der Standard Datei-Verwaltung, wenn Sie
alle Dateien in einem Verzeichnis speichern wollen, oder
wenn Sie mit der Datei-Verwaltung lterer TNC-Steuerungen vertraut sind.
Setzen Sie dazu die MOD-Funktion PGM MGT (siehe PGM
MGT konfigurieren auf Seite 463) auf Standard.

Datei-Verwaltung aufrufen
Taste PGM MGT drcken: Die TNC zeigt das Fenster
zur Datei-Verwaltung (siehe Bild rechts)

Das Fenster zeigt alle Dateien an, die in der TNC gespeichert sind. Zu
jeder Datei werden mehrere Informationen gezeigt:
Anzeige

Bedeutung

DATEI-NAME

Name mit maximal 16 Zeichen und DateiTyp

BYTE

Dateigre in Byte

STATUS

Eigenschaft der Datei:

Programm ist in der Betriebsart ProgrammEinspeichern/Editieren angewhlt

Programm ist in der Betriebsart ProgrammTest angewhlt

Programm ist in einer ProgrammlaufBetriebsart angewhlt

Datei gegen Lschen und ndern geschtzt


(Protected)

HEIDENHAIN iTNC 530

41

4.3 Standard-Datei-Verwaltung

Datei whlen
Datei-Verwaltung aufrufen

Benutzen Sie die Pfeil-Tasten oder die Pfeil-Softkeys, um das Hellfeld


auf die Datei zu bewegen, die Sie anwhlen wollen:
Bewegt das Hellfeld dateiweise im Fenster auf und
ab

Bewegt das Hellfeld seitenweise im Fenster auf und


ab

Datei whlen: Softkey WHLEN oder Taste ENT


drcken
oder

Datei lschen
Datei-Verwaltung aufrufen

Benutzen Sie die Pfeil-Tasten oder die Pfeil-Softkeys, um das Hellfeld


auf die Datei zu bewegen, die Sie lschen wollen:
Bewegt das Hellfeld dateiweise im Fenster auf und
ab

Bewegt das Hellfeld seitenweise im Fenster auf und


ab

Datei lschen: Softkey LSCHEN drcken

DATEI ..... LSCHEN?


mit Softkey JA besttigen

mit Softkey NEIN abbrechen

42

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.3 Standard-Datei-Verwaltung

Datei kopieren
Datei-Verwaltung aufrufen

Benutzen Sie die Pfeil-Tasten oder die Pfeil-Softkeys, um das Hellfeld


auf die Datei zu bewegen, die Sie kopieren wollen:
Bewegt das Hellfeld dateiweise im Fenster auf und
ab

Bewegt das Hellfeld seitenweise im Fenster auf und


ab

Datei kopieren: Softkey KOPIEREN drcken

ZIEL-DATEI=
Neuen Dateinamen eingeben, mit Softkey AUSFHREN oder mit der
Taste ENT besttigen. Die TNC blendet ein Status-Fenster ein, das Sie
ber den Kopierfortschritt informiert. Solange die TNC kopiert, knnen
Sie nicht weiterarbeiten, oder

wenn Sie sehr lange Programme kopieren wollen: Neuen Dateinamen


eingeben, mit Softkey PARALLEL AUSFHREN besttigen. Sie knnen nach Start des Kopiervorgangs weiterarbeiten, da die TNC die
Datei im Hintergrund kopiert

Die TNC zeigt ein berblendfenster mit der Fortschrittanzeige, wenn der Kopiervorgang mit dem Softkey AUSFHREN gestartet wurde

HEIDENHAIN iTNC 530

43

4.3 Standard-Datei-Verwaltung

Datenbertragung zu/von einem externen


Datentrger
Bevor Sie Daten zu einem externen Datentrger bertragen knnen, mssen Sie die Datenschnittstelle einrichten
(siehe Datenschnittstellen einrichten auf Seite 452).

Datei-Verwaltung aufrufen

Datenbertragung aktivieren: Softkey EXT drcken.


Die TNC zeigt in der linken Bildschirmhlfte 1 alle
Dateien, die in der TNC gespeichert sind, in der rechten Bildschirmhlfte 2 alle Dateien, die auf dem externen Datentrger gespeichert sind

Benutzen Sie die Pfeil-Tasten, um das Hellfeld auf die Datei zu bewegen, die Sie bertragen wollen:
Bewegt das Hellfeld in einem Fenster auf und ab
Bewegt das Hellfeld vom rechten Fenster ins linke
und umgekehrt
Wenn Sie von der TNC zum externen Datentrger kopieren wollen,
schieben Sie das Hellfeld im linken Fenster auf die zu bertragende
Datei.
Wenn Sie vom externen Datentrger in die TNC kopieren wollen,
schieben Sie das Hellfeld im rechten Fenster auf die zu bertragende
Datei.

Markierungs-Funktion

Softkey

Einzelne Datei markieren


Alle Dateien markieren
Markierung fr einzelne Datei aufheben
Markierung fr alle Dateien aufheben
Alle markierten Dateien kopieren

44

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.3 Standard-Datei-Verwaltung

Einzelne Datei bertragen: Softkey KOPIEREN drkken, oder

mehrere Dateien bertragen: Softkey MARKIEREN


drcken, oder

alle Dateien bertragen: Softkey TNC => EXT drkken

Mit Softkey AUSFHREN oder mit der Taste ENT besttigen. Die TNC
blendet ein Status-Fenster ein, das Sie ber den Kopierfortschritt informiert, oder

wenn Sie lange oder mehrere Programme bertragen wollen: Mit


Softkey PARALLEL AUSFHREN besttigen. Die TNC kopiert die
Datei dann im Hintergrund

Datenbertragung beenden: Softkey TNC drcken.


Die TNC zeigt wieder das Standardfenster fr die
Datei-Verwaltung

HEIDENHAIN iTNC 530

45

4.3 Standard-Datei-Verwaltung

Eine der letzten 10 gewhlten Dateien whlen


Datei-Verwaltung aufrufen

Die letzten 10 angewhlten Dateien anzeigen: Softkey LETZTE DATEIEN drcken

Benutzen Sie die Pfeil-Tasten, um das Hellfeld auf die Datei zu bewegen, die Sie anwhlen wollen:
Bewegt das Hellfeld im Fenster auf und ab

Datei whlen: Softkey WHLEN oder Taste ENT


drcken
oder

Datei umbenennen
Datei-Verwaltung aufrufen

Benutzen Sie die Pfeil-Tasten oder die Pfeil-Softkeys, um das Hellfeld


auf die Datei zu bewegen, die Sie umbenennen wollen:
Bewegt das Hellfeld dateiweise im Fenster auf und
ab

Bewegt das Hellfeld seitenweise im Fenster auf und


ab

Datei umbenennen: Softkey UMBENNEN. drcken

ZIEL-DATEI=
Neuen Dateinamen eingeben, mit Softkey AUSFHREN oder mit der
Taste ENT besttigen

46

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.3 Standard-Datei-Verwaltung

Datei schtzen / Dateischutz aufheben


Datei-Verwaltung aufrufen

Benutzen Sie die Pfeil-Tasten oder die Pfeil-Softkeys, um das Hellfeld


auf die Datei zu bewegen, die Sie schtzen wollen, bzw. deren Dateischutz Sie aufheben wollen:

Bewegt das Hellfeld dateiweise im Fenster auf und


ab

Bewegt das Hellfeld seitenweise im Fenster auf und


ab

Datei schtzen: Softkey SCHTZEN drcken. Die


Datei erhlt den Status P, oder

Dateischutz aufheben: Softkey UNGESCH. drcken.


Der Status P wird gelscht

HEIDENHAIN iTNC 530

47

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung


Hinweis
Arbeiten Sie mit der erweiterten Datei-Verwaltung, wenn
Sie Dateien in unterschiedlichen Verzeichnissen speichern wollen.
Setzen Sie dazu die MOD-Funktion PGM MGT (siehe
PGM MGT konfigurieren auf Seite 463).
Siehe auch Datei-Verwaltung: Grundlagen auf Seite 39.

Verzeichnisse
Da Sie auf der Festplatte sehr viele Programme bzw. Dateien speichern knnen, legen Sie die einzelnen Dateien in Verzeichnissen (Ordnern) ab, um den berblick zu wahren. In diesen Verzeichnissen knnen Sie weitere Verzeichnisse einrichten, sogenannte
Unterverzeichnisse. Mit der Taste -/+ oder ENT knnen Sie Unterverzeichnisse ein- bzw. ausblenden.
Die TNC verwaltet maximal 6 Verzeichnis-Ebenen!
Wenn Sie mehr als 512 Dateien in einem Verzeichnis speichern, dann sortiert die TNC die Dateien nicht mehr alphabetisch!
Namen von Verzeichnissen
Der Name eines Verzeichnisses darf maximal 16 Zeichen lang sein
und verfgt ber keine Erweiterung. Wenn Sie mehr als 16 Zeichen fr
den Verzeichnisnamen eingeben, dann gibt die TNC eine Fehlermeldung aus.

Pfade
Ein Pfad gibt das Laufwerk und smtliche Verzeichnisse bzw. Unterverzeichnisse an, in denen eine Datei gespeichert ist. Die einzelnen
Angaben werden mit \ getrennt.
Beispiel
Auf dem Laufwerk TNC:\ wurde das Verzeichnis AUFTR1 angelegt.
Danach wurde im Verzeichnis AUFTR1 noch das Unterverzeichnis
NCPROG angelegt und dort das Bearbeitungs-Programm PROG1.H
hineinkopiert. Das Bearbeitungs-Programm hat damit den Pfad:

TNC:\
AUFTR1
NCPROG
WZTAB
A35K941

TNC:\AUFTR1\NCPROG\PROG1.H

ZYLM

Die Grafik rechts zeigt ein Beispiel fr eine Verzeichnisanzeige mit verschiedenen Pfaden.

TESTPROG
HUBER
KAR25T

48

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

bersicht: Funktionen der erweiterten DateiVerwaltung


Funktion

Softkey

Einzelne Datei kopieren (und konvertieren)


Ziel-Verzeichnis whlen
Bestimmten Datei-Typ anzeigen
Die letzten 10 gewhlten Dateien anzeigen
Datei oder Verzeichnis lschen
Datei markieren
Datei umbenennen
Datei gegen Lschen und ndern schtzen
Datei-Schutz aufheben
Netzlaufwerke verwalten
Verzeichnis kopieren
Verzeichnisse eines Laufwerks anzeigen
Verzeichnis mit allen Unterverzeichnissen
lschen

HEIDENHAIN iTNC 530

49

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Datei-Verwaltung aufrufen
Taste PGM MGT drcken: Die TNC zeigt das Fenster
zur Datei-Verwaltung (Bild rechts oben zeigt die
Grundeinstellung. Wenn die TNC eine andere Bildschirm-Aufteilung anzeigt, drcken Sie den Softkey
FENSTER)

Das linke, schmale Fenster 1 zeigt die vorhandenen Laufwerke und


Verzeichnisse an. Laufwerke bezeichnen Gerte, mit denen Daten
gespeichert oder bertragen werden. Ein Laufwerk ist die Festplatte
der TNC, weitere Laufwerke sind die Schnittstellen (RS232, RS422,
Ethernet), an die Sie beispielsweise einen Personal-Computer
anschlieen knnen. Ein Verzeichnis ist immer durch ein Ordner-Symbol (links) und den Verzeichnis-Namen (rechts) gekennzeichnet. Unterverzeichnisse sind nach rechts eingerckt. Befindet sich ein Kstchen
mit +-Symbol vor dem Ordner-Symbol, dann sind noch weitere Unterverzeichnisse vorhanden, welche mit der Taste -/+ oder ENT eingeblendet werden knnen.

Das rechte, breite Fenster zeigt alle Dateien 2 an, die in dem gewhlten Verzeichnis gespeichert sind. Zu jeder Datei werden mehrere
Informationen gezeigt, die in der Tabelle unten aufgeschlsselt sind.
Anzeige

Bedeutung

DATEI-NAME

Name mit maximal 16 Zeichen und DateiTyp

BYTE

Dateigre in Byte

STATUS

Eigenschaft der Datei:

Programm ist in der Betriebsart ProgrammEinspeichern/Editieren angewhlt

Programm ist in der Betriebsart ProgrammTest angewhlt

Programm ist in einer ProgrammlaufBetriebsart angewhlt

Datei gegen Lschen und ndern geschtzt


(Protected)

DATUM

Datum, an dem die Datei zuletzt gendert


wurde

ZEIT

Uhrzeit, zu der die Datei zuletzt gendert


wurde

50

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Laufwerke, Verzeichnisse und Dateien whlen


Datei-Verwaltung aufrufen

Benutzen Sie die Pfeil-Tasten oder die Softkeys, um das Hellfeld an die
gewnschte Stelle auf dem Bildschirm zu bewegen:

Bewegt das Hellfeld vom rechten ins linke Fenster


und umgekehrt

Bewegt das Hellfeld in einem Fenster auf und ab

Bewegt das Hellfeld in einem Fenster seitenweise


auf und ab

1. Schritt: Laufwerk whlen


Laufwerk im linken Fenster markieren:

Laufwerk whlen: Softkey WHLEN oder Taste ENT


drcken
oder

2. Schritt: Verzeichnis whlen


Verzeichnis im linken Fenster markieren: Das rechte Fenster zeigt
automatisch alle Dateien aus dem Verzeichnis an, das markiert (hell
hinterlegt) ist

HEIDENHAIN iTNC 530

51

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

3. Schritt: Datei whlen


Softkey TYP WHLEN drcken

Softkey des gewnschten Datei-Typs drcken, oder

alle Dateien anzeigen: Softkey ALLE ANZ. drcken,


oder

4*.H

Wildcards benutzen, z.B. alle Dateien vom Dateityp


.H anzeigen, die mit 4 beginnen

Datei im rechten Fenster markieren:

oder

Die gewhlte Datei wird in der Betriebsart aktiviert,


aus der Sie die Datei-Verwaltung aufgerufen haben:
Softkey WHLEN oder Taste ENT drcken

Neues Verzeichnis erstellen (nur auf Laufwerk


TNC:\ mglich)
Verzeichnis im linken Fenster markieren, in dem Sie ein Unterverzeichnis erstellen wollen

NEU

Den neuen Verzeichnisnamen eingeben, Taste ENT


drcken

VERZEICHNIS \NEU ERZEUGEN?


Mit Softkey JA besttigen, oder

mit Softkey NEIN abbrechen

52

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Einzelne Datei kopieren


U

Bewegen Sie das Hellfeld auf die Datei, die kopiert werden soll
U Softkey KOPIEREN drcken: Kopierfunktion whlen.
Die TNC blendet eine Softkeyleiste mit mehreren
Funktionen ein
U Drcken

Sie den Softkey Ziel-Verzeichnis whlen,


um in einem berblendfenster das Ziel-Verzeichnis zu
bestimmen. Nach Auswahl des Ziel-Verzeichnises
steht der gewhlte Pfad in der Dialogzeile. Mit der
Taste Backspace positionieren Sie den Cursor
direkt ans Ende des Pfadnamens, um den Namen der
Ziel-Datei eingeben zu knnen

U Namen

der Ziel-Datei eingeben und mit Taste ENT


oder Softkey AUSFHREN bernehmen: Die TNC
kopiert die Datei ins aktuelle Verzeichnis, bzw. ins
gewhlte Ziel-Verzeichnis. Die ursprngliche Datei
bleibt erhalten, oder

U Drcken

Sie den Softkey PARALLEL AUSFHREN,


um die Datei im Hintergrund zu kopieren. Benutzen
Sie diese Funktion beim Kopieren groer Dateien, da
Sie nach Start des Kopiervorgangs weiterarbeiten
knnen. Whrend die TNC im Hintergrund kopiert,
knnen Sie ber den Softkey INFO PARALLEL AUSFHREN (unter ZUSTZL. FUNKT., 2. Softkey-Leiste)
den Status des Kopiervorgangs betrachten

Die TNC zeigt ein berblendfenster mit der Fortschrittanzeige, wenn der Kopiervorgang mit dem Softkey AUSFHREN gestartet wurde

HEIDENHAIN iTNC 530

53

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Tabelle kopieren
Wenn Sie Tabellen kopieren, knnen Sie mit dem Softkey FELDER
ERSETZEN einzelne Zeilen oder Spalten in der Ziel-Tabelle berschreiben. Voraussetzungen:
n die Ziel-Tabelle muss bereits existieren
n die zu kopierende Datei darf nur die zu ersetzenden Spalten oder
Zeilen enthalten
Der Softkey FELDER ERSETZEN erscheint nicht, wenn Sie
von extern mit einer Datenbertragungssoftware z. B.
TNCremoNT die Tabelle in der TNC berschreiben wollen.
Kopieren Sie die extern erstellte Datei in ein anderes Verzeichnis und fhren Sie anschlieend den Kopiervorgang
mit der Dateiverwaltung der TNC aus.
Beispiel
Sie haben auf einem Voreinstellgert die Werkzeug-Lnge und den
Werkzeug-Radius von 10 neuen Werkzeugen vermessen. Anschlieend erzeugt das Voreinstellgert die Werkzeug-Tabelle TOOL.T mit
10 Zeilen (sprich 10 Werkzeugen) und den Spalten
n Werkzeug-Nummer (Spalte T)
n Werkzeug-Lnge (Spalte L)
n Werkzeug-Radius (Spalte R)
Kopieren Sie diese Datei in ein anderes Verzeichnis, als die vorhandene TOOL.T steht. Wenn Sie diese Datei mit der Dateiverwaltung
der TNC ber die bestehende Tabelle kopieren, fragt die TNC, ob die
bestehende Werkzeug-Tabelle TOOL.T berschrieben werden soll:
U

Drcken Sie den Softkey JA, dann berschreibt die TNC die aktuelle
Datei TOOL.T vollstndig. Nach dem Kopiervorgang besteht
TOOL.T also aus 10 Zeilen. Alle Spalten natrlich auer den Spalten Nummer, Lnge und Radius werden zurckgesetzt
Oder drcken Sie den Softkey FELDER ERSETZEN, dann berschreibt die TNC in der Datei TOOL.T nur die Spalten Nummer,
Lnge und Radius der ersten 10 Zeilen. Die Daten der restlichen Zeilen und Spalten werden von der TNC nicht verndert

Verzeichnis kopieren
Bewegen Sie das Hellfeld im linken Fenster auf das Verzeichnis das
Sie kopieren wollen. Drcken Sie dann den Softkey KOP. VERZ.
anstelle des Softkeys KOPIEREN. Unterverzeichnisse werden von der
TNC mitkopiert.

54

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Eine der letzten 10 gewhlten Dateien


auswhlen
Datei-Verwaltung aufrufen

Die letzten 10 angewhlten Dateien anzeigen: Softkey LETZTE DATEIEN drcken

Benutzen Sie die Pfeil-Tasten, um das Hellfeld auf die Datei zu bewegen, die Sie anwhlen wollen:
Bewegt das Hellfeld in einem Fenster auf und ab

Laufwerk whlen: Softkey WHLEN oder Taste ENT


drcken
oder

Datei lschen
U

Bewegen Sie das Hellfeld auf die Datei, die lschen mchten
U Lschfunktion whlen: Softkey LSCHEN drcken.
Die TNC fragt, ob die Datei tatschlich gelscht werden soll
U Lschen

besttigen: Softkey JA drcken oder

U Lschen

abbrechen: Softkey NEIN drcken

Verzeichnis lschen
U
U

Lschen Sie alle Dateien und Unterverzeichnisse aus dem Verzeichnis, das Sie lschen mchten
Bewegen Sie das Hellfeld auf das Verzeichnis, das Sie lschen
mchten l
U Lschfunktion whlen: Softkey LSCHEN drcken.
Die TNC fragt, ob das Verzeichnis tatschlich gelscht
werden soll
U Lschen

besttigen: Softkey JA drcken oder

U Lschen

abbrechen: Softkey NEIN drcken

HEIDENHAIN iTNC 530

55

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Dateien markieren
Markierungs-Funktion

Softkey

Einzelne Datei markieren


Alle Dateien im Verzeichnis markieren
Markierung fr einzelne Datei aufheben
Markierung fr alle Dateien aufheben
Alle markierten Dateien kopieren

Funktionen, wie das Kopieren oder Lschen von Dateien, knnen Sie
sowohl auf einzelne als auch auf mehrere Dateien gleichzeitig anwenden. Mehrere Dateien markieren Sie wie folgt:
Hellfeld auf erste Datei bewegen

Markierungs-Funktionen anzeigen: Softkey MARKIEREN drcken

Datei markieren: Softkey DATEI MARKIEREN


drcken

Hellfeld auf weitere Datei bewegen

Weitere Datei markieren: Softkey


DATEI MARKIEREN drcken usw.

Markierte Dateien kopieren: Softkey KOP. MARK.


drcken, oder

Markierte Dateien lschen: Softkey ENDE drcken,


um Markierungs-Funktionen zu verlassen und
anschlieend Softkey LSCHEN drcken, um markierte Dateien zu lschen

56

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Datei umbenennen
U

Bewegen Sie das Hellfeld auf die Datei, die umbenennen mchten
U Funktion zum Umbenennen whlen
U Neuen

Datei-Namen eingeben; der Datei-Typ kann


nicht gendert werden

U Umbenennen

ausfhren: Taste ENT drcken

Zustzliche Funktionen
Datei schtzen/Dateischutz aufheben
Bewegen Sie das Hellfeld auf die Datei, die Sie schtzen mchten
U Zustzliche Funktionen whlen: Softkey ZUSTZL.
FUNKT. drcken

U Datei-Schutz aktivieren: Softkey SCHTZEN drcken,

die Datei erhlt Status P


U Den

Dateischutz heben Sie auf die gleiche Weise mit


dem Softkey UNGESCH. auf

Verzeichnis inklusive aller Unterverzeichnisse und Dateien


lschen
U Bewegen Sie das Hellfeld im linken Fenster auf das Verzeichnis, das
Sie lschen mchten
U Zustzliche Funktionen whlen: Softkey ZUSTZL.
FUNKT. drcken
U Verzeichnis komplett lschen: Softkey LSCHE ALLE

drcken
U Lschen

besttigen: Softkey JA drcken. Lschen


abbrechen: Softkey NEIN drcken

HEIDENHAIN iTNC 530

57

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Datenbertragung zu/von einem externen


Datentrger
Bevor Sie Daten zu einem externen Datentrger bertragen knnen, mssen Sie die Datenschnittstelle einrichten
(siehe Datenschnittstellen einrichten auf Seite 452).

Datei-Verwaltung aufrufen

Bildschirm-Aufteilung fr die Datenbertragung whlen: Softkey FENSTER drcken. Die TNC zeigt in der
linken Bildschirmhlfte 1 alle Dateien, die in der TNC
gespeichert sind, in der rechten Bildschirmhlfte 2
alle Dateien, die auf dem externen Datentrger
gespeichert sind

Benutzen Sie die Pfeil-Tasten, um das Hellfeld auf die Datei zu bewegen, die Sie bertragen wollen:
Bewegt das Hellfeld in einem Fenster auf und ab
Bewegt das Hellfeld vom rechten Fenster ins linke
und umgekehrt
Wenn Sie von der TNC zum externen Datentrger kopieren wollen,
schieben Sie das Hellfeld im linken Fenster auf die zu bertragende
Datei.
Wenn Sie vom externen Datentrger in die TNC kopieren wollen,
schieben Sie das Hellfeld im rechten Fenster auf die zu bertragende
Datei.

Einzelne Datei bertragen: Softkey KOPIEREN drkken, oder

mehrere Dateien bertragen: Softkey MARKIEREN


drcken (auf der zweiten Softkey-Leiste, siehe
Dateien markieren, Seite 56), oder

alle Dateien bertragen: Softkey TNC => EXT drkken

58

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Mit Softkey AUSFHREN oder mit der Taste ENT besttigen. Die TNC
blendet ein Status-Fenster ein, das Sie ber den Kopierfortschritt informiert, oder

wenn Sie lange oder mehrere Programme bertragen wollen: Mit


Softkey PARALLEL AUSFHREN besttigen. Die TNC kopiert die
Datei dann im Hintergrund

Datenbertragung beenden: Hellfeld ins linke Fenster


schieben und danach Softkey FENSTER drcken. Die
TNC zeigt wieder das Standardfenster fr die DateiVerwaltung

Um bei der doppelten Dateifenster-Darstellung ein anderes Verzeichnis zu whlen, drcken Sie den Softkey
PFAD. Whlen Sie im berblendfenster mit den Pfeiltasten und der Taste ENT das gewnschte Verzeichnis!

HEIDENHAIN iTNC 530

59

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Datei in ein anderes Verzeichnis kopieren


U
U

Bildschirm-Aufteilung mit gleich groen Fenstern whlen


In beiden Fenstern Verzeichnisse anzeigen: Softkey PFAD drcken

Rechtes Fenster
U

Hellfeld auf das Verzeichnis bewegen, in das Sie die Dateien kopieren mchten und mit Taste ENT Dateien in diesem Verzeichnis
anzeigen

Linkes Fenster
U

Verzeichnis mit den Dateien whlen, die Sie kopieren mchten und
mit Taste ENT Dateien anzeigen
U Funktionen zum Markieren der Dateien anzeigen
U Hellfeld auf Datei bewegen, die Sie kopieren mchten

und markieren. Falls gewnscht, markieren Sie weitere Dateien auf die gleiche Weise
U Die markierten Dateien in das Zielverzeichnis kopieren

Weitere Markierungs-Funktionen: siehe Dateien markieren, Seite


56.
Wenn Sie sowohl im linken als auch im rechten Fenster Dateien markiert haben, dann kopiert die TNC von dem Verzeichnis aus in dem das
Hellfeld steht.
Dateien berschreiben
Wenn Sie Dateien in ein Verzeichnis kopieren, in dem sich Dateien mit
gleichem Namen befinden, dann fragt die TNC, ob die Dateien im Zielverzeichnis berschrieben werden drfen:
U
U
U

Alle Dateien berschreiben: Softkey JA drcken oder


Keine Datei berschreiben: Softkey NEIN drcken oder
berschreiben jeder einzelnen Datei besttigen: Softkey BESTTIG. drcken

Wenn Sie eine geschtze Datei berschreiben wollen, mssen Sie


dies separat besttigen bzw. abbrechen.

60

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.4 Erweiterte Datei-Verwaltung

Die TNC am Netzwerk


Um die Ethernet-Karte an Ihr Netzwerk anzuschlieen,
(siehe Ethernet-Schnittstelle auf Seite 456).
Fehlermeldungen whrend des Netzwerk-Betriebs protokolliert die TNC (siehe Ethernet-Schnittstelle auf Seite
456).

2
1

Wenn die TNC an ein Netzwerk angeschlossen ist, stehen Ihnen bis
zu 7 zustzliche Laufwerke im Verzeichnis-Fenster 1 zur Verfgung
(siehe Bild rechts). Alle zuvor beschriebenen Funktionen (Laufwerk
whlen, Dateien kopieren usw.) gelten auch fr Netzlaufwerke, sofern
Ihre Zugriffsberechtigung dies erlaubt.
Netzlaufwerk verbinden und lsen
U Datei-Verwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken,
ggf. mit Softkey FENSTER die Bildschirm-Aufteilung
so whlen, wie im Bild rechts oben dargestellt
U Netzlaufwerke

verwalten: Softkey NETZWERK


(zweite Softkey-Leiste) drcken. Die TNC zeigt im
rechten Fenster 2 mgliche Netzlaufwerke an, auf die
Sie Zugriff haben. Mit den nachfolgend beschriebenen Softkeys legen Sie fr jedes Laufwerk die Verbindungen fest

Funktion

Softkey

Netzwerk-Verbindung herstellen, die TNC


schreibt in die Spalte Mnt ein M, wenn die Verbindung aktiv ist. Sie knnen bis zu 7 zustzliche
Laufwerke mit der TNC verbinden
Netzwerk-Verbindung beenden
Netzwerk-Verbindung beim Einschalten der TNC
automatisch herstellen. Die TNC schreibt in die
Spalte Auto ein A, wenn die Verbindung automatisch hergestellt wird
Netzwerk-Verbindung beim Einschalten der TNC
nicht automatisch herstellen
Der Aufbau der Netzwerk-Verbindung kann einige Zeit in Anspruch
nehmen. Die TNC zeigt dann rechts oben am Bildschirm [READ DIR]
an. Die maximale bertragungs-Geschwindigkeit liegt bei 2 bis 5
MBit/s, je nachdem welchen Datei-Typ Sie bertragen und wie hoch
die Netzauslastung ist.

HEIDENHAIN iTNC 530

61

4.5 Programme erffnen und eingeben

4.5 Programme erffnen und


eingeben
Aufbau eines NC-Programms im HEIDENHAINKlartext-Format
Ein Bearbeitungs-Programm besteht aus einer Reihe von ProgrammStzen. Das Bild rechts zeigt die Elemente eines Satzes.
Die TNC numeriert die Stze eines Bearbeitungs-Programms in aufsteigender Reihenfolge.
Der erste Satz eines Programms ist mit BEGIN PGM, dem ProgrammNamen und der gltigen Maeinheit gekennzeichnet.

Satz
10 L X+10 Y+5 R0 F100 M3

Die darauffolgenden Stze enthalten Informationen ber:


n das Rohteil
n Werkzeug-Definitionen und -Aufrufe
n Vorschbe und Drehzahlen
n Bahnbewegungen, Zyklen und weitere Funktionen

Bahnfunktion

Wrter

Satznummer

Der letzte Satz eines Programms ist mit END PGM, dem ProgrammNamen und der gltigen Maeinheit gekennzeichnet.

Rohteil definieren: BLK

FORM

Direkt nach dem Erffnen eines neuen Programms definieren Sie ein
quaderfrmiges, unbearbeitetes Werkstck. Um das Rohteil nachtrglich zu definieren, drcken Sie den Softkey BLK FORM. Diese Definition bentigt die TNC fr die grafischen Simulationen. Die Seiten des
Quaders drfen maximal 100 000 mm lang sein und liegen parallel zu
den Achsen X,Y und Z. Dieses Rohteil ist durch zwei seiner Eckpunkte
festgelegt:
n MIN-Punkt: kleinste X-,Y- und Z-Koordinate des Quaders; AbsolutWerte eingeben
n MAX-Punkt: grte X-,Y- und Z-Koordinate des Quaders; Absolutoder Inkremental-Werte eingeben
Die Rohteil-Definition ist nur erforderlich, wenn Sie das
Programm grafisch testen wollen!

62

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.5 Programme erffnen und eingeben

Neues Bearbeitungs-Programm erffnen


Ein Bearbeitungs-Programm geben Sie immer in der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren ein. Beispiel fr eine Programm-Erffnung:
Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren whlen

Datei-Verwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken

Whlen Sie das Verzeichnis, in dem Sie das neue Programm speichern
wollen:
DATEI-NAME = ALT.H
Neuen Programm-Namen eingeben, mit Taste ENT
besttigen

Maeinheit whlen: Softkey MM oder INCH drcken.


Die TNC wechselt ins Programm-Fenster und erffnet den Dialog zur Definition der BLK-FORM (Rohteil)
SPINDELACHSE PARALLEL X/Y/Z?
Spindelachse eingeben
DEF BLK-FORM: MIN-PUNKT?
Nacheinander X-, Y- und Z-Koordinaten des MINPunkts eingeben

0
0
-40

DEF BLK-FORM: MAX-PUNKT?


100

Nacheinander X-, Y- und Z-Koordinaten des MAXPunkts eingeben

100
0

HEIDENHAIN iTNC 530

63

4.5 Programme erffnen und eingeben

Beispiel: Anzeige der BLK-Form im NC-Programm


0 BEGIN PGM NEU MM

Programm-Anfang, Name, Maeinheit

1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40

Spindelachse, MIN-Punkt-Koordinaten

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0

MAX-Punkt-Koordinaten

3 END PGM NEU MM

Programm-Ende, Name, Maeinheit

Die TNC erzeugt die Satz-Nummern, sowie den BEGIN- und END-Satz
automatisch.
Wenn Sie keine Rohteil-Definition programmieren wollen,
brechen Sie den Dialog bei Spindelachse parallel X/Y/
Z ab mit der Taste DEL ab!
Die TNC kann die Grafik nur dann darstellen, wenn die krzeste Seite mindestens 50 m und die lngste Seite maximal 99 999,999 mm gro ist.

64

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.5 Programme erffnen und eingeben

Werkzeug-Bewegungen im Klartext-Dialog
programmieren
Um einen Satz zu programmieren, beginnen Sie mit einer Dialogtaste.
In der Kopfzeile des Bildschirms erfragt die TNC alle erforderlichen
Daten.
Beispiel fr einen Dialog
Dialog erffnen
KOORDINATEN?
10

20

Zielkoordinate fr X-Achse eingeben

Zielkoordinate fr Y-Achse eingeben, mit Taste ENT


zur nchste Frage

RADIUSKORR.: RL/RR/KEINE KORR.:?


Keine Radiuskorrektur eingeben, mit Taste ENT zur
nchsten Frage
VORSCHUB F=? / F MAX = ENT

100

Vorschub fr diese Bahnbewegung 100 mm/min, mit


Taste ENT zur nchsten Frage

ZUSATZ-FUNKTION M?

Zusatzfunktion M3 Spindel ein, mit Taste ENT beendet die TNC diesen Dialog

Das Programmfenster zeigt die Zeile:


3 L X+10 Y+5 R0 F100 M3
Funktionen zur Vorschubfestlegung

Softkey

Im Eilgang verfahren
Mit automatisch berechnetem Vorschub aus
dem TOOL CALL-Satz verfahren

HEIDENHAIN iTNC 530

65

4.5 Programme erffnen und eingeben

Funktionen zur Dialogfhrung

Taste

Dialogfrage bergehen
Dialog vorzeitig beenden
Dialog abbrechen und lschen

Ist-Positionen bernehmen
Die TNC ermglicht die aktuelle Position des Werkzeugs in das Programm zu bernehmen, z.B. wenn Sie
n Verfahrstze programmieren
n Zyklen programmieren
n Werkzeuge mit TOOL DEF definieren
Um die richtigen Positionswerte zu bernehmen, gehen Sie wie folgt
vor:
U

Eingabfeld an die Stelle in einem Satz positionieren, an der Sie eine


Position bernehmen wollen
U Funktion Ist-Position bernehmen whlen: Die TNC
zeigt in der Softkey-Leiste die Achsen an, deren Positionen Sie bernehmen knnen
U Achse

whlen: Die TNC schreibt die aktuelle Position


der gewhlten Achse in das aktive Eingabefeld

Die TNC bernimmt in der Bearbeitungsebene immer die


Koordinaten des Werkzeug-Mittelpunktes, auch wenn die
Werkzeug-Radiuskorrektur aktiv ist.
Die TNC bernimmt in der Werkzeug-Achse immer die
Koordinate der Werkzeug-Spitze, bercksichtigt also
immer die aktive Werkzeug-Lngenkorrektur.

66

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.5 Programme erffnen und eingeben

Programm editieren
Whrend Sie ein Bearbeitungs-Programm erstellen oder verndern,
knnen Sie mit den Pfeil-Tasten oder mit den Softkeys jede Zeile im
Programm und einzelne Wrter eines Satzes whlen:
Funktion

Softkey/Tasten

Seite nach oben blttern


Seite nach unten blttern
Sprung zum Programm-Anfang
Sprung zum Programm-Ende
Position des aktuellen Satzes im Bildschirm
verndern. Damit knnen Sie mehr Programmstze anzeigen lassen, die vor dem
aktuellen Satz programmiert sind
Position des aktuellen Satzes im Bildschirm
verndern. Damit knnen Sie mehr Programmstze anzeigen lassen, die hinter dem
aktuellen Satz programmiert sind
Von Satz zu Satz springen
Einzelne Wrter im Satz whlen

HEIDENHAIN iTNC 530

67

4.5 Programme erffnen und eingeben

Funktion

Softkey/Taste

Wert eines gewhlten Wortes auf Null setzen


Falschen Wert lschen
Fehlermeldung (nicht blinkend) lschen
Gewhltes Wort lschen
Gewhlten Satz lschen
Zyklen und Programmteile lschen
Satz einfgen, welcher zuletzt editiert bzw.
gelscht wurde
Stze an beliebiger Stelle einfgen
Whlen Sie den Satz, hinter dem Sie einen neuen Satz einfgen wollen und erffnen Sie den Dialog

Wrter ndern und einfgen


U Whlen Sie in einem Satz ein Wort und berschreiben Sie es mit
dem neuen Wert. Whrend Sie das Wort gewhlt haben, steht der
Klartext-Dialog zur Verfgung
U nderung abschlieen: Taste END drcken
Wenn Sie ein Wort einfgen wollen, bettigen Sie die Pfeil-Tasten
(nach rechts oder links), bis der gewnschte Dialog erscheint und
geben den gewnschten Wert ein.
Gleiche Wrter in verschiedenen Stzen suchen
Fr diese Funktion Softkey AUTOM. ZEICHNEN auf AUS setzen.
Ein Wort in einem Satz whlen: Pfeil-Tasten so oft
drcken, bis gewnschtes Wort markiert ist

Satz mit Pfeiltasten whlen

Die Markierung befindet sich im neu gewhlten Satz auf dem gleichen
Wort, wie im zuerst gewhlten Satz.

68

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.5 Programme erffnen und eingeben

Beliebigen Text finden


U Suchfunktion whlen: Softkey SUCHEN drcken. Die TNC zeigt den
Dialog Suche Text:
U Gesuchten Text eingeben
U Text suchen: Softkey AUSFHREN drcken
Programmteile markieren, kopieren, lschen und einfgen
Um Programmteile innerhalb eines NC-Programms, bzw. in ein anderes NC-Programm zu kopieren, stellt die TNC folgende Funktionen zur
Verfgung: Siehe Tabelle unten.
Um Programmteile zu kopieren gehen Sie wie folgt vor:
U
U
U

Softkeyleiste mit Markierungsfunktionen whlen


Ersten (letzten) Satz des zu kopierenden Programmteils whlen
Ersten (letzten) Satz markieren: Softkey BLOCK MARKIEREN drkken. Die TNC hinterlegt die erste Stelle der Satznummer mit einem
Hellfeld und blendet den Softkey MARKIEREN ABBRECHEN ein
Bewegen Sie das Hellfeld auf den letzten (ersten) Satz des Programmteils den Sie kopieren oder lschen wollen. Die TNC stellt alle
markierten Stze in einer anderen Farbe dar. Sie knnen die Markierungsfunktion jederzeit beenden, indem Sie den Softkey MARKIEREN ABBRECHEN drcken
Markiertes Programmteil kopieren: Softkey BLOCK KOPIEREN
drcken, markiertes Programmteil lschen: Softkey BLOCK
LSCHEN drcken. Die TNC speichert den markierten Block
Whlen Sie mit den Pfeiltasten den Satz, hinter dem Sie das
kopierte (gelschte) Programmteil einfgen wollen
Um das kopierte Programmteil in einem anderen Programm einzufgen, whlen Sie das entsprechende Programm ber die Datei-Verwaltung und markieren dort den
Satz, hinter dem Sie einfgen wollen.

U
U

Gespeichertes Programmteil einfgen: Softkey BLOCK EINFGEN


drcken
Markierungsfunktion beenden: Softkey MARKIEREN ABBRECHEN
drcken
Funktion

Softkey

Markierungsfunktion einschalten
Markierungsfunktion ausschalten
Markierten Block lschen
Im Speicher befindlichen Block einfgen
Markierten Block kopieren

HEIDENHAIN iTNC 530

69

4.5 Programme erffnen und eingeben

Die Suchfunktion der TNC


Mit der Suchfunktion der TNC knnen Sie beliebige Texte innerhalb
eines Programmes suchen und bei Bedarf auch durch einen neuen
Text ersetzen.
Nach beliebigen Texten suchen
Ggf. Satz whlen, in dem das zu suchende Wort gespeichert ist
U Suchfunktion whlen: Die TNC blendet das Suchfenster ein und zeigt in der Softkey-Leiste die zur Verfgung stehenden Suchfunktionen an (siehe Tabelle
Suchfunktionen)

+40

U Zu

suchenden Text eingeben, auf Gro-/Kleinschreibung achten

U Suchvorgang

einleiten: Die TNC zeigt in der SoftkeyLeiste die zur Verfgung stehenden Suchoptionen an
(siehe Tabelle Suchoptionen auf der nchsten Seite)

U Ggf

Suchoptionen ndern

U Suchvorgang

starten: Die TNC springt auf den nchsten Satz, in dem der gesuchte Text gespeichert ist

U Suchvorgang

wiederholen: Die TNC springt auf den


nchsten Satz, in dem der gesuchte Text gespeichert
ist

U Suchfunktion

beenden

Suchfunktionen

Softkey

berblendfenster anzeigen, in dem die letzten


Suchelemente angezeigt werden. ber Pfeiltaste Suchelement whlbar, mit Taste ENT bernehmen
berblendfenster anzeigen, in dem mgliche
Suchelemente des aktuellen Satzes gespeichert
sind. ber Pfeiltaste Suchelement whlbar, mit
Taste ENT bernehmen
berblendfenster anzeigen, in dem eine Auswahl der wichtigsten NC-Funktionen angezeigt
werden. ber Pfeiltaste Suchelement whlbar,
mit Taste ENT bernehmen
Suchen/Ersetzen-Funktion aktivieren

70

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.5 Programme erffnen und eingeben

Suchoptionen

Softkey

Suchrichtung festlegen
Suchende festlegen: Einstellung KOMPLETT
sucht vom aktuellen Satz bis zum aktuellen Satz
Neue Suche starten

Suchen/Ersetzen von beliebigen Texten


Ggf. Satz whlen, in dem das zu suchende Wort gespeichert ist
U Suchfunktion whlen: Die TNC blendet das Suchfenster ein und zeigt in der Softkey-Leiste die zur Verfgung stehenden Suchfunktionen an

U Ersetzen

aktivieren: Die TNC zeigt im berblendfenster eine zustzlich Eingabemglichkeit fr den Text
an, der eingesetzt werden soll

U Zu

suchenden Text eingeben, auf Gro-/Kleinschreibung achten, mit Taste ENT besttigen

U Text

eingeben der eingesetzt werden soll, auf Gro-/


Kleinschreibung achten

U Suchvorgang

einleiten: Die TNC zeigt in der SoftkeyLeiste die zur Verfgung stehenden Suchoptionen an
(siehe Tabelle Suchoptionen)

U Ggf

Suchoptionen ndern

U Suchvorgang

starten: Die TNC springt auf den nchsten gesuchten Text

U Um

den Text zu ersetzen und anschlieend die nchste Fundstelle anzuspringen: Softkey ERSETZEN
drcken, oder um den Text nicht zu ersetzen und die
nchste Fundstelle anzuspringen: Softkey NICHT
ERSETZEN drcken

U Suchfunktion

HEIDENHAIN iTNC 530

beenden

71

4.6 Programmier-Grafik

4.6 Programmier-Grafik
Programmier-Grafik mitfhren/nicht mitfhren
Whrend Sie ein Programm erstellen, kann die TNC die programmierte Kontur mit einer 2D-Strichgrafik anzeigen.
U

Zur Bildschirm-Aufteilung Programm links und Grafik rechts wechseln: Taste SPLIT SCREEN und Softkey PROGRAMM + GRAFIK
drcken
U Softkey AUTOM. ZEICHNEN auf EIN setzen. Whrend Sie die Programmzeilen eingeben, zeigt die TNC
jede programmierte Bahnbewegung im Grafik-Fenster rechts an

Wenn die TNC die Grafik nicht mitfhren soll, setzen Sie den Softkey
AUTOM. ZEICHNEN auf AUS.
AUTOM. ZEICHNEN EIN zeichnet keine Programmteil-Wiederholungen mit.

Programmier-Grafik fr bestehendes Programm


erstellen
U

Whlen Sie mit den Pfeil-Tasten den Satz, bis zu dem die Grafik
erstellt werden soll oder drcken Sie GOTO und geben die
gewnschte Satz-Nummer direkt ein
U Grafik erstellen: Softkey RESET + START drcken

Weitere Funktionen:
Funktion

Softkey

Programmier-Grafik vollstndig erstellen


Programmier-Grafik satzweise erstellen
Programmier-Grafik komplett erstellen oder nach
RESET + START vervollstndigen
Programmier-Grafik anhalten. Dieser Softkey
erscheint nur, whrend die TNC eine Programmier-Grafik erstellt

72

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.6 Programmier-Grafik

Satz-Nummern ein- und ausblenden


U Softkey-Leiste

umschalten: Siehe Bild rechts oben

U Satz-Nummern

einblenden: Softkey ANZEIGEN AUSBLEND. SATZ-NR. auf ANZEIGEN setzen

U Satz-Nummern

ausblenden: Softkey ANZEIGEN AUSBLEND. SATZ-NR. auf AUSBLEND. setzen

Grafik lschen
U Softkey-Leiste
U Grafik

umschalten: Siehe Bild rechts oben

lschen: Softkey GRAFIK LSCHEN drcken

Ausschnittsvergrerung oder -verkleinerung


Sie knnen die Ansicht fr eine Grafik selbst festlegen. Mit einem Rahmen whlen Sie den Ausschnitt fr die Vergrerung oder Verkleinerung.
U

Softkey-Leiste fr Ausschnitts-Vergrerung/Verkleinerung whlen


(zweite Leiste, siehe Bild rechts Mitte)

Damit stehen folgende Funktionen zur Verfgung:


Funktion

Softkey

Rahmen einblenden und verschieben. Zum Verschieben jeweiligen Softkey gedrckt halten

Rahmen verkleinern zum Verkleinern Softkey


gedrckt halten
Rahmen vergrern zum Vergrern Softkey
gedrckt halten
U Mit

Softkey ROHTEIL AUSSCHN. ausgewhlten


Bereich bernehmen

Mit dem Softkey ROHTEIL WIE BLK FORM stellen Sie den ursprnglichen Ausschnitt wieder her.

HEIDENHAIN iTNC 530

73

4.7 Programme gliedern

4.7 Programme gliedern


Definition, Einsatzmglichkeit
Die TNC gibt Ihnen die Mglichkeit, die Bearbeitungs-Programme mit
Gliederungs-Stzen zu kommentieren. Gliederungs-Stze sind kurze
Texte (max. 37 Zeichen), die als Kommentare oder berschriften fr
die nachfolgenden Programmzeilen zu verstehen sind.
Lange und komplexe Programme lassen sich durch sinnvolle Gliederungs-Stze bersichtlicher und verstndlicher gestalten.
Das erleichtert besonders sptere nderungen im Programm. Gliederungs-Stze fgen Sie an beliebiger Stelle in das Bearbeitungs-Programm ein. Sie lassen sich zustzlich in einem eigenen Fenster darstellen und auch bearbeiten bzw. ergnzen.

Gliederungs-Fenster anzeigen/Aktives Fenster


wechseln
U Gliederungs-Fenster

anzeigen: Bildschirm-Aufteilung
PROGRAMM + GLIEDER. whlen

U Das aktive Fenster wechseln: Softkey Fenster wech-

seln drcken

Gliederungs-Satz im Programm-Fenster (links)


einfgen
U

Gewnschten Satz whlen, hinter dem Sie den Gliederungs-Satz


einfgen wollen
U Softkey GLIEDERUNG EINFGEN oder Taste * auf
der ASCII-Tastatur drcken
U Gliederungs-Text

ber Alpha-Tastatur eingeben

Stze im Gliederungs-Fenster whlen


Wenn Sie im Gliederungs-Fenster von Satz zu Satz springen, fhrt die
TNC die Satz-Anzeige im Programm-Fenster mit. So knnen Sie mit
wenigen Schritten groe Programmteile berspringen.

74

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.8 Kommentare einfgen

4.8 Kommentare einfgen


Anwendung
Jeden Satz in einem Bearbeitungs-Programm knnen Sie mit einem
Kommentar versehen, um Programmschritte zu erlutern oder Hinweise zu geben. Sie haben drei Mglichkeiten, einen Kommentar einzugeben:

Kommentar whrend der Programmeingabe


U
U

Daten fr einen Programm-Satz eingeben, dann ; (Semikolon) auf


der Alpha-Tastatur drcken die TNC zeigt die Frage Kommentar?
Kommentar eingeben und den Satz mit der Taste END abschlieen

Kommentar nachtrglich einfgen


U
U
U
U

Den Satz whlen, an den Sie den Kommentar anfgen wollen


Mit der Pfeiltaste nach rechts oder nach links in den Satz eincursorn
Semikolon-Taste auf der ASCII-Tastatur drcken: Die TNC zeigt die
Frage Kommentar?
Kommentar eingeben und den Satz mit der Taste END abschlieen

Kommentar in eigenem Satz


U
U
U

Satz whlen, hinter dem Sie den Kommentar einfgen wollen


Programmier-Dialog mit der Taste ; (Semikolon) auf der AlphaTastatur erffnen
Kommentar eingeben und den Satz mit der Taste END abschlieen

Funktionen beim Editieren des Kommentars


Funktion

Softkey

An den Anfang des Kommentars springen


An das Ende des Kommentars springen
An den Anfang eines Wortes springen. Wrter
sind durch ein Blank zu trennen
An das Ende eines Wortes springen. Wrter sind
durch ein Blank zu trennen
Umschalten zwischen Einfge- und berschreibModus

HEIDENHAIN iTNC 530

75

4.9 Text-Dateien erstellen

4.9 Text-Dateien erstellen


Anwendung
An der TNC knnen Sie Texte mit einem Text-Editor erstellen und
berarbeiten. Typische Anwendungen:
n Erfahrungswerte festhalten
n Arbeitsablufe dokumentieren
n Formelsammlungen erstellen
Text-Dateien sind Dateien vom Typ .A (ASCII). Wenn Sie andere
Dateien bearbeiten mchten, dann konvertieren Sie diese zuerst in
den Typ .A.

Text-Datei ffnen und verlassen


U
U
U
U

Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren whlen


Datei-Verwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken
Dateien vom Typ .A anzeigen: Nacheinander Softkey TYP WHLEN
und Softkey ANZEIGEN .A drcken
Datei whlen und mit Softkey WHLEN oder Taste ENT ffnen oder
eine neue Datei ffnen: Neuen Namen eingeben, mit Taste ENT
besttigen

Wenn Sie den Text-Editor verlassen wollen, dann rufen Sie die DateiVerwaltung auf und whlen eine Datei eines anderen Typs, wie z.B.
ein Bearbeitungs-Programm.
Cursor-Bewegungen

Softkey

Cursor ein Wort nach rechts


Cursor ein Wort nach links
Cursor auf die nchste Bildschirmseite
Cursor auf die vorherige Bildschirmseite
Cursor zum Datei-Anfang
Cursor zum Datei-Ende

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4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.9 Text-Dateien erstellen

Editier-Funktionen

Taste

Neue Zeile beginnen


Zeichen links vom Cursor lschen
Leerzeichen einfgen
Gro-/Kleinschreibung umschalten

Texte editieren
In der ersten Zeile des Text-Editors befindet sich ein Informations-Balken, der den Datei-Namen, den Aufenthaltsort und den Schreibmodus
des Cursors (Engl. Einfgemarke) anzeigt:
Datei:
Zeile:
Spalte:
INSERT:
OVERWRITE:

Name der Text-Datei


Aktuelle Zeilenposition des Cursors
Aktuelle Spaltenposition des Cursors
Neu eingegebene Zeichen werden eingefgt
Neu eingegebene Zeichen berschreiben vorhandenen Text an der Cursor-Position

Der Text wird an der Stelle eingefgt, an der sich der Cursor gerade
befindet. Mit den Pfeil-Tasten bewegen Sie den Cursor an jede beliebige Stelle der Text-Datei.
Die Zeile, in der sich der Cursor befindet, wird farblich hervorgehoben.
Eine Zeile kann maximal 77 Zeichen enthalten und wird mit der Taste
RET (Return) oder ENT umbrochen.

HEIDENHAIN iTNC 530

77

4.9 Text-Dateien erstellen

Zeichen, Wrter und Zeilen lschen und wieder


einfgen
Mit dem Text-Editor knnen Sie ganze Worte oder Zeilen lschen und
an anderer Stelle wieder einfgen.
U
U
U

Cursor auf Wort oder Zeile bewegen, die gelscht und an anderer
Stelle eingefgt werden soll
Softkey WORT LSCHEN bzw. ZEILE LSCHEN drcken: Der Text
wird entfernt und zwischengespeichert
Cursor auf Position bewegen, an der der Text eingefgt werden soll
und Softkey ZEILE/WORT EINFGEN drcken
Funktion

Softkey

Zeile lschen und zwischenspeichern


Wort lschen und zwischenspeichern
Zeichen lschen und zwischenspeichern
Zeile oder Wort nach Lschen wieder einfgen

Textblcke bearbeiten
Sie knnen Textblcke beliebiger Gre kopieren, lschen und an
anderer Stelle wieder einfgen. In jedem Fall markieren Sie zuerst den
gewnschten Textblock:
U

Textblock markieren: Cursor auf das Zeichen bewegen, an dem die


Textmarkierung beginnen soll
U Softkey BLOCK MARKIEREN drcken
U Cursor

auf das Zeichen bewegen, an dem die Textmarkierung enden soll. Wenn Sie den Cursor mit den
Pfeil-Tasten direkt nach oben und unten bewegen,
werden die dazwischenliegenden Textzeilen vollstndig markiert der markierte Text wird farblich hervorgehoben

Nachdem Sie den gewnschten Textblock markiert haben, bearbeiten


Sie den Text mit folgenden Softkeys weiter:
Funktion

Softkey

Markierten Block lschen und zwischenspeichern


Markierten Block zwischenspeichern, ohne zu
lschen (kopieren)

78

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.9 Text-Dateien erstellen

Wenn Sie den zwischengespeicherten Block an anderer Stelle einfgen wollen, fhren Sie noch folgende Schritte aus:
U

Cursor auf die Position bewegen, an der Sie den zwischengespeicherten Textblock einfgen wollen
U Softkey BLOCK EINFGEN drcken: Text wird eingefgt

Solange sich der Text im Zwischenspeicher befindet, knnen Sie ihn


beliebig oft einfgen.
Markierten Block in andere Datei bertragen
U Den Textblock wie bereits beschrieben markieren
U Softkey ANHNGEN AN DATEI drcken. Die TNC
zeigt den Dialog Ziel-Datei =
U Pfad

und Namen der Zieldatei eingeben. Die TNC


hngt den markierten Textblock an die Zieldatei an.
Wenn keine Zieldatei mit dem eingegebenen Namen
existiert, dann schreibt die TNC markierten Text in
eine neue Datei

Andere Datei an Cursor-Position einfgen


U Den Cursor an die Stelle im Text bewegen, an der Sie eine andere
Textdatei einfgen mchten
U Softkey EINFGEN VON DATEI drcken. Die TNC
zeigt den Dialog Datei-Name =
U Pfad und Namen der Datei eingeben, die Sie einfgen

wollen

Textteile finden
Die Suchfunktion des Text-Editors findet Worte oder Zeichenketten im
Text. Die TNC stellt zwei Mglichkeiten zur Verfgung.
Aktuellen Text finden
Die Suchfunktion soll ein Wort finden, das dem Wort entspricht, in
dem sich der Cursor gerade befindet:
U
U
U
U

Cursor auf das gewnschte Wort bewegen


Suchfunktion whlen: Softkey SUCHEN drcken
Softkey AKTUELLES WORT SUCHEN drcken
Suchfunktion verlassen: Softkey ENDE drcken

Beliebigen Text finden


U Suchfunktion whlen: Softkey SUCHEN drcken. Die TNC zeigt den
Dialog Suche Text:
U Gesuchten Text eingeben
U Text suchen: Softkey AUSFHREN drcken
U Suchfunktion verlassen Softkey ENDE drcken

HEIDENHAIN iTNC 530

79

4.10 Der Taschenrechner

4.10 Der Taschenrechner


Bedienung
Die TNC verfgt ber einen Taschenrechner mit den wichtigsten
mathematischen Funktionen.
U
U

Mit der Taste CALC den Taschenrechner einblenden bzw. wieder


schlieen
Rechenfunktionen ber Kurzbefehle mit der Alpha-Tastatur whlen.
Die Kurzbefehler sind im Taschenrechner farblich gekennzeichnet
Rechen-Funktion

Kurzbefehl (Taste)

Addieren

Subtrahieren

Multiplizieren

Dividieren

Sinus

Cosinus

Tangens

Arcus-Sinus

AS

Arcus-Cosinus

AC

Arcus-Tangens

AT

Potenzieren

Quadratwurzel ziehen

Umkehrfunktion

Klammer-Rechnung

()

PI (3.14159265359)

Ergebnis anzeigen

Berechneten Wert ins Programm bernehmen


U Mit den Pfeiltasten das Wort whlen, in das der berechnete Wert
bernommen werden soll
U Mit der Taste CALC den Taschenrechner einblenden und
gewnschte Berechnung durchfhren
U Taste Ist-Position-bernehmen drcken, die TNC blendet eine
Softkeyleiste ein
U Softkey CALC drcken: Die TNC bernimmt den Wert ins aktive Eingabefeld und schliet den Taschenrechner

80

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.11 Direkte Hilfe bei NC-Fehlermeldungen

4.11 Direkte Hilfe bei NCFehlermeldungen


Fehlermeldungen anzeigen
Fehlermeldungen zeigt die TNC automatisch unter anderem bei
n falschen Eingaben
n logischen Fehlern im Programm
n nicht ausfhrbaren Konturelementen
n unvorschriftsmigen Tastsystem-Einstzen
Eine Fehlermeldung, die die Nummer eines Programmsatzes enthlt,
wurde durch diesen Satz oder einen vorhergegangenen verursacht.
TNC-Meldetexte lschen Sie mit der Taste CE, nachdem Sie die Fehlerursache beseitigt haben.
Um nhere Informationen zu einer anstehenden Fehlermeldung zu
erhalten, drcken Sie die Taste HELP. Die TNC blendet dann ein Fenster ein, in dem die Fehlerursache und die Fehlerbehebung beschrieben sind.

Hilfe anzeigen
U Hilfe

anzeigen: Taste HELP drcken

U Fehlerbeschreibung und die Mglichkeiten zur Fehler-

beseitigung durchlesen. Mit der Taste CE schlieen


Sie das Hilfe-Fenster und quittieren gleichzeitig die
anstehende Fehlermeldung
U Fehler

gem der Beschreibung im Hilfe-Fenster


beseitigen

Bei blinkenden Fehlermeldungen zeigt die TNC den Hilfetext automatisch an. Nach blinkenden Fehlermeldungen mssen Sie die TNC neu
starten, indem Sie die END-Taste 2 Sekunden gedrckt halten.

HEIDENHAIN iTNC 530

81

4.12 Paletten-Verwaltung

4.12 Paletten-Verwaltung
Anwendung
Die Paletten-Verwaltung ist eine maschinenabhngige
Funktion. Im folgenden wird der Standard-Funktionsumfang beschrieben. Beachten Sie zustzlich Ihr Maschinenhandbuch.
Paletten-Tabellen werden in Bearbeitungs-Zentren mit PalettenWechslern eingesetzt: Die Paletten-Tabelle ruft fr die verschiedenen
Paletten die zugehrigen Bearbeitungs-Programme auf und aktiviert
Nullpunkt-Verschiebungen bzw. Nullpunkt-Tabellen.
Sie knnen Paletten-Tabellen auch verwenden, um verschiedene Programme mit unterschiedlichen Bezugspunkten hintereinander abzuarbeiten.
Paletten-Tabellen enthalten folgende Angaben:
n PAL/PGM (Eintrag zwingend erforderlich):
Kennung Palette oder NC-Programm (mit Taste ENT bzw. NO ENT
whlen)
n NAME (Eintrag zwingend erforderlich):
Paletten-, bzw. Programm-Name. Die Paletten-Namen legt der
Maschinenhersteller fest (Maschinenhandbuch beachten). Programm-Namen mssen im selben Verzeichnis gespeichert sein wie
die Paletten-Tabelle, ansonsten mssen Sie den vollstndigen Pfadnamen des Programms eingeben
n DATUM (Eintrag wahlweise):
Name der Nullpunkt-Tabelle. Nullpunkt-Tabellen mssen im selben
Verzeichnis gespeichert sein wie die Paletten-Tabelle, ansonsten
mssen Sie den vollstndigen Pfadnamen der Nullpunkt-Tabelle eingeben. Nullpunkte aus der Nullpunkt-Tabelle aktivieren Sie im NCProgramm mit dem Zyklus 7 NULLPUNKT-VERSCHIEBUNG
n X, Y, Z (Eintrag wahlweise, weitere Achsen mglich):
Bei Paletten-Namen beziehen sich die programmierten Koordinaten
auf den Maschinen-Nullpunkt. Bei NC-Programmen beziehen sich
die programmierten Koordinaten auf den Paletten-Nullpunkt. Diese
Eintrge berschreiben den Bezugspunkt, den Sie zuletzt in der
Betriebsart Manuell gesetzt haben. Mit der Zusatz-Funktion M104
knnen Sie den letzten gesetzten Bezugspunkt wieder aktivieren.
Mit der Taste Ist-Position bernehmen, blendet die TNC ein Fenster ein, mit dem Sie verschiedene Punkte von der TNC als Bezugspunkt eintragen lassen knnen (siehe folgende Tabelle)
Position

Bedeutung

Istwerte

Koordinaten der aktuellen Werkzeug-Position


bezogen auf das aktive Koordinaten-System eintragen

Referenzwerte

Koordinaten der aktuellen Werkzeug-Position


bezogen auf den Maschinen-Nullpunkt eintragen

82

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

Bedeutung

Messwerte IST

Koordinaten bezogen auf das aktive KoordinatenSystem des zuletzt in der Betriebsart Manuell
angetasteten Bezugspunkts eintragen

Messwerte REF

Koordinaten bezogen auf den Maschinen-Nullpunkt des zuletzt in der Betriebsart Manuell
angetasteten Bezugspunkts eintragen

4.12 Paletten-Verwaltung

Position

Mit den Pfeiltasten und der Taste ENT whlen Sie die Position die Sie
bernehmen wollen. Anschlieend whlen Sie mit dem Softkey ALLE
WERTE, dass die TNC die jeweiligen Koordinaten aller aktiven Achsen
in die Paletten-Tabelle speichert. Mit dem Softkey AKTUELLEN WERT
speichert die TNC die Koordinate der Achse, auf der das Hellfeld in der
Paletten-Tabelle gerade steht.
Wenn Sie vor einem NC-Programm keine Palette definiert
haben, beziehen sich die programmierten Koordinaten auf
den Maschinen-Nullpunkt. Wenn Sie keinen Eintrag definieren, bleibt der manuell gesetzte Bezugspunkt aktiv.
Editier-Funktion

Softkey

Tabellen-Anfang whlen
Tabellen-Ende whlen
Vorherige Tabellen-Seite whlen
Nchste Tabellen-Seite whlen
Zeile am Tabellen-Ende einfgen
Zeile am Tabellen-Ende lschen
Anfang der nchsten Zeile whlen
Eingebbare Anzahl von Zeilen am Tabellenende
anfgen
Hell hinterlegtes Feld kopieren (2. Softkey-Leiste)
Kopiertes Feld einfgen (2. Softkey-Leiste)

HEIDENHAIN iTNC 530

83

4.12 Paletten-Verwaltung

Paletten-Tabelle whlen
U
U
U
U

In der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren oder Programmlauf Datei-Verwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
Dateien vom Typ .P anzeigen: Softkeys TYP WHLEN und ANZEIGEN .P drcken
Paletten-Tabelle mit Pfeil-Tasten whlen oder Namen fr eine neue
Tabelle eingeben
Auswahl mit Taste ENT besttigen

Paletten-Datei verlassen
U
U
U

Datei-Verwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken


Anderen Datei-Typ whlen: Softkey TYP WHLEN und Softkey fr
den gewnschten Datei-Typ drcken, z.B. ANZEIGEN .H
Gewnschte Datei whlen

84

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.12 Paletten-Verwaltung

Paletten-Datei abarbeiten
Im Maschinen-Parameter 7683 legen Sie fest, ob die
Paletten-Tabelle satzweise oder kontinuierlich abgearbeitet wird (siehe Allgemeine Anwenderparameter auf
Seite 476).
U
U
U
U

In der Betriebsart Programmlauf Satzfolge oder Programmlauf Einzelsatz Datei-Verwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
Dateien vom Typ .P anzeigen: Softkeys TYP WHLEN und ANZEIGEN .P drcken
Paletten-Tabelle mit Pfeil-Tasten whlen, mit Taste ENT besttigen
Paletten-Tabelle abarbeiten: Taste NC-Start drcken, die TNC arbeitet die Paletten ab wie im Maschinen-Parameter 7683 festgelegt

Bildschirm-Aufteilung beim Abarbeiten der Paletten-Tabelle


Wenn Sie den Programm-Inhalt und den Inhalt der Paletten-Tabelle
gleichzeitig sehen wollen, dann whlen Sie die Bildschirm-Aufteilung
PROGRAMM + PALETTE. Whrend des Abarbeitens stellt die TNC
dann auf der linken Bildschirmseite das Programm und auf der rechten
Bildschirmseite die Palette dar. Um den Programm-Inhalt vor dem
Abarbeiten ansehen zu knnen gehen Sie wie folgt vor:
U
U
U

Paletten-Tabelle whlen
Mit Pfeiltasten Programm whlen, das Sie kontrollieren wollen
Softkey PROGRAMM FFNEN drcken: Die TNC zeigt das
gewhlte Programm am Bildschirm an. Mit den Pfeiltasten knnen
Sie jetzt im Programm blttern
Zurck zur Paletten-Tabelle: Drcken Sie den Softkey END PGM

HEIDENHAIN iTNC 530

85

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

4.13 Palettenbetrieb mit


werkzeugorientierter
Bearbeitung
Anwendung
Die Paletten-Verwaltung in Verbindung mit der werkzeugorientierten Bearbeitung ist eine maschinenabhngige
Funktion. Im folgenden wird der Standard-Funktionsumfang beschrieben. Beachten Sie zustzlich Ihr Maschinenhandbuch.
Paletten-Tabellen werden in Bearbeitungs-Zentren mit PalettenWechslern eingesetzt: Die Paletten-Tabelle ruft fr die verschiedenen
Paletten die zugehrigen Bearbeitungs-Programme auf und aktiviert
Nullpunkt-Verschiebungen bzw. Nullpunkt-Tabellen.
Sie knnen Paletten-Tabellen auch verwenden, um verschiedene Programme mit unterschiedlichen Bezugspunkten hintereinander abzuarbeiten.
Paletten-Tabellen enthalten folgende Angaben:
n PAL/PGM (Eintrag zwingend erforderlich):
Der Eintrag PAL legt die Kennung fr eine Palette fest, mit FIX wird
eine Aufspannungsebene gekennzeichnet und mit PGM geben Sie
ein Werkstck an
n W-STATE :
Aktueller Bearbeitungs-Status. Durch den Bearbeitungs-Status wird
der Fortschritt der Bearbeitung festgelegt. Geben Sie fr das unbearbeitete Werkstck BLANK an. Die TNC ndert diesen Eintrag bei der
Bearbeitung auf INCOMPLETE und nach der vollstndigen Bearbeitung
auf ENDED. Mit dem Eintrag EMPTY wird ein Platz gekennzeichnet, an
dem kein Werkstck aufgespannt ist oder keine Bearbeitung stattfinden soll
n METHOD (Eintrag zwingend erforderlich):
Angabe, nach welcher Methode die Programm-Optimierung erfolgt.
Mit WPO erfolgt die Bearbeitung werkstckorientiert. Mit TO erfolgt
die Bearbeitung fr das Teil werkzeugorientiert. Um nachfolgende
Werkstcke in die werkzeugorientierte Bearbeitung miteinzubeziehen mssen Sie den Eintrag CTO (continued tool oriented) verwenden. Die werkzeugorientierte Bearbeitung ist auch ber Aufspannungen einer Palette hinweg mglich, nicht jedoch ber mehrere
Paletten
n NAME (Eintrag zwingend erforderlich):
Paletten-, bzw. Programm-Name. Die Paletten-Namen legt der
Maschinenhersteller fest (Maschinenhandbuch beachten). Programme mssen im selben Verzeichnis gespeichert sein wie die
Paletten-Tabelle, ansonsten mssen Sie den vollstndigen Pfadnamen des Programms eingeben

86

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

Position

Bedeutung

Istwerte

Koordinaten der aktuellen Werkzeug-Position


bezogen auf das aktive Koordinaten-System eintragen

Referenzwerte

Koordinaten der aktuellen Werkzeug-Position


bezogen auf den Maschinen-Nullpunkt eintragen

Messwerte IST

Koordinaten bezogen auf das aktive KoordinatenSystem des zuletzt in der Betriebsart Manuell
angetasteten Bezugspunkts eintragen

Messwerte REF

Koordinaten bezogen auf den Maschinen-Nullpunkt des zuletzt in der Betriebsart Manuell
angetasteten Bezugspunkts eintragen

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

n DATUM (Eintrag wahlweise):


Name der Nullpunkt-Tabelle. Nullpunkt-Tabellen mssen im selben
Verzeichnis gespeichert sein wie die Paletten-Tabelle, ansonsten
mssen Sie den vollstndigen Pfadnamen der Nullpunkt-Tabelle eingeben. Nullpunkte aus der Nullpunkt-Tabelle aktivieren Sie im NCProgramm mit dem Zyklus 7 NULLPUNKT-VERSCHIEBUNG
n X, Y, Z (Eintrag wahlweise, weitere Achsen mglich):
Bei Paletten und Aufspannungen beziehen sich die programmierten
Koordinaten auf den Maschinen-Nullpunkt. Bei NC-Programmen
beziehen sich die programmierten Koordinaten auf den Palettenbzw. Aufspannungs-Nullpunkt. Diese Eintrge berschreiben den
Bezugspunkt, den Sie zuletzt in der Betriebsart Manuell gesetzt
haben. Mit der Zusatz-Funktion M104 knnen Sie den letzten
gesetzten Bezugspunkt wieder aktivieren. Mit der Taste Ist-Position bernehmen, blendet die TNC ein Fenster ein, mit dem Sie
verschiedene Punkte von der TNC als Bezugspunkt eintragen lassen
knnen (siehe folgende Tabelle)

Mit den Pfeiltasten und der Taste ENT whlen Sie die Position die Sie
bernehmen wollen. Anschlieend whlen Sie mit dem Softkey ALLE
WERTE, dass die TNC die jeweiligen Koordinaten aller aktiven Achsen
in die Paletten-Tabelle speichert. Mit dem Softkey AKTUELLEN WERT
speichert die TNC die Koordinate der Achse, auf der das Hellfeld in der
Paletten-Tabelle gerade steht.
Wenn Sie vor einem NC-Programm keine Palette definiert
haben, beziehen sich die programmierten Koordinaten auf
den Maschinen-Nullpunkt. Wenn Sie keinen Eintrag definieren, bleibt der manuell gesetzte Bezugspunkt aktiv.
n SP-X, SP-Y, SP-Z (Eintrag wahlweise, weitere Achsen mglich):
Fr die Achsen knnen Sicherheitspositionen angegeben werden,
welche mit SYSREAD FN18 ID510 NR 6 von NC-Makros aus gelesen werden knnen. Mit SYSREAD FN18 ID510 NR 5 kann ermittelt
werden, ob in der Spalte ein Wert programmiert wurde. Die angegebenen Positionen werden nur angefahren, wenn in den NC-Makros
diese Werte gelesen und entsprechend programmiert werden.

HEIDENHAIN iTNC 530

87

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

n CTID (Eintrag erfolgt durch TNC):


Die Kontext-Identnummer wird von der TNC vergeben und enthlt
Hinweise ber den Bearbeitungs-Fortschritt. Wird der Eintrag
gelscht, bzw. gendert, ist ein Wiedereinstieg in die Bearbeitung
nicht mglich
Editier-Funktion im Tabellenmodus

Softkey

Tabellen-Anfang whlen
Tabellen-Ende whlen
Vorherige Tabellen-Seite whlen
Nchste Tabellen-Seite whlen
Zeile am Tabellen-Ende einfgen
Zeile am Tabellen-Ende lschen
Anfang der nchsten Zeile whlen
Eingebbare Anzahl von Zeilen am Tabellenende
anfgen
Hell hinterlegtes Feld kopieren (2. Softkey-Leiste)
Kopiertes Feld einfgen (2. Softkey-Leiste)

Editier-Funktion im Formularmodus

Softkey

Vorherige Palette whlen


Nchste Palette whlen
Vorherige Aufspannung whlen
Nchste Aufspannung whlen
Vorheriges Werkstck whlen
Nchstes Werkstck whlen

88

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

Editier-Funktion im Formularmodus

Softkey

Auf Palettenebene wechseln


Auf Aufspannungsebene wechseln
Auf Werkstckebene wechseln
Standardansicht Palette whlen
Detailansicht Palette whlen
Standardansicht Aufspannung whlen
Detailansicht Aufspannung whlen
Standardansicht Werkstck whlen
Detailansicht Werkstck whlen
Palette einfgen
Aufspannung einfgen
Werkstck einfgen
Palette lschen
Aufspannung lschen
Werkstck lschen
Alle Felder in Zwischenspeicher kopieren
Hell hinterlegtes Feld in Zwischenspeicher kopieren
Kopiertes Feld einfgen
Zwischenspeicher lschen

HEIDENHAIN iTNC 530

89

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

Editier-Funktion im Formularmodus

Softkey

Werkzeugoptimierte Bearbeitung
Werkstckoptimierte Bearbeitung
Verbinden bzw. Trennen der Bearbeitungen
Ebene als leer kennzeichnen
Ebene als unbearbeitet kennzeichnen

90

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

Paletten-Datei whlen
U
U
U
U

In der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren oder Programmlauf Datei-Verwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
Dateien vom Typ .P anzeigen: Softkeys TYP WHLEN und ANZEIGEN .P drcken
Paletten-Tabelle mit Pfeil-Tasten whlen oder Namen fr eine neue
Tabelle eingeben
Auswahl mit Taste ENT besttigen

Paletten-Datei mit Eingabeformular einrichten


Der Palettenbetrieb mit werkzeug- bzw. werkstckorientierter Bearbeitung gliedert sich in die drei Ebenen:
n Palettenebene PAL
n Aufspannungsebene FIX
n Werkstckebene PGM
Auf jeder Ebene ist ein Wechsel in die Detailansicht mglich. In der
normalen Ansicht knnen Sie die Bearbeitungsmethode und den Status fr die Palette, Aufspannung und Werkstck festlegen. Falls Sie
eine vorhandene Paletten-Datei editieren, werden die aktuellen Eintrge angezeigt. Verwenden Sie die Detailansicht zum Einrichten der
Paletten-Datei.
Richten Sie die Paletten-Datei entsprechend der Maschinenkonfiguration ein. Falls Sie nur eine Aufspannvorrichtung mit mehreren Werkstcken haben, ist es ausreichend eine Aufspannung FIX mit Werkstcken PGM zu
definieren. Enthlt eine Palette mehrere Aufspannvorrichtungen oder wird eine Aufspannung mehrseitig bearbeitet, mssen Sie eine Palette PAL mit entsprechenden Aufspannungsebenen FIX definieren.
Sie knnen zwischen der Tabellenansicht und der Formularansicht mit der Taste fr die Bildschirm-Aufteilung
wechseln.
Die grafische Untersttzung der Formulareingabe ist noch
nicht verfgbar.
Die verschiedenen Ebenen im Eingabeformular sind mit den jeweiligen Softkeys erreichbar. In der Statuszeile wird im Eingabeformular
immer die aktuelle Ebene hell hinterlegt. Wenn Sie mit der Taste fr
die Bildschirm-Aufteilung in die Tabellendarstellung wechseln, steht
der Cursor auf der gleichen Ebene wie in der Formulardarstellung.

HEIDENHAIN iTNC 530

91

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

Palettenebene einstellen
n Paletten-Id: Der Name der Palette wird angezeigt
n Methode: Sie knnen die Bearbeitungsmethoden WORKPIECE ORIENTED bzw. TOOL ORIENTED auswhlen. Die getroffene Auswahl
wird in die dazugehrige Werkstckebene mit bernommen und
berschreibt eventuell vorhandene Eintrge. In der Tabellenansicht
erscheint die Methode WERKSTCK ORIENTIERT mit WPO und
WERKZEUG ORIENTIERT mit TO.
Der Eintrag TO-/WP-ORIENTED kann nicht ber Softkey
eingestellt werden. Dieser erscheint nur, wenn in der
Werkstck- bzw. Aufspannungsebene unterschiedliche
Bearbeitungsmethoden fr die Werkstcke eingestellt
wurden.
Wird die Bearbeitungsmethode in der Aufspannungsebene eingestellt, werden die Eintrge in die Werkstckebene bernommen und eventuell vorhandene berschrieben.
n Status: Der Sofkey ROHTEIL kennzeichnet die Palette mit den dazugehrigen Aufspannungen bzw. Werkstcken als noch nicht bearbeitet, im Feld Status wird BLANK eingetragen. Verwenden Sie den
Softkey FREIER PLATZ, falls Sie die Palette bei der Bearbeitung berspringen mchten, im Feld Status erscheint EMPTY
Details in der Palettenebene einrichten
n Paletten-Id: Geben Sie den Namen der Palette ein
n Nullpunkt: Nullpunkt fr Palette eingeben
n NP-Tabelle: Tragen Sie Namen und Pfad der Nullpunkt-Tabelle fr
das Werkstck ein. Die Eingabe wird in die Aufspannungs- und
Werkstckebene bernommen.
n Sich. Hhe: (optional): Sichere Position fr die einzelnen Achsen
bezogen auf die Palette. Die angegebenen Positionen werden nur
angefahren, wenn in den NC-Makros diese Werte gelesen und entsprechend programmiert wurden.

92

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

Aufspannungsebene einstellen
n Aufspannung: Die Nummer der Aufspannung wird angezeigt, nach
dem Schrgstrich wird die Anzahl der Aufspannungen innerhalb dieser Ebene angezeigt
n Methode: Sie knnen die Bearbeitungsmethoden WORKPIECE ORIENTED bzw. TOOL ORIENTED auswhlen. Die getroffene Auswahl
wird in die dazugehrige Werkstckebene mit bernommen und
berschreibt eventuell vorhandene Eintrge. In der Tabellenansicht
erscheint der Eintrag WORKPIECE ORIENTED mit WPO und TOOL
ORIENTED mit TO.
Mit dem Softkey VERBINDEN/TRENNEN kennzeichnen Sie Aufspannungen, welche bei werkzeugorientierter Bearbeitung in die Berechnung fr den Arbeitsablauf mit eingehen. Verbundene Aufspannungen werden durch einen unterbrochenen Trennungsstrich
gekennzeichnet, getrennte Aufspannungen durch eine durchgehende Linie. In der Tabellenansicht werden verbundene Werkstcke
in der Spalte METHOD mit CTO gekennzeichnet.
Der Eintrag TO-/WP-ORIENTATE kann nicht ber Softkey
eingestellt werden, der erscheint nur, wenn in der Werkstckebene unterschiedliche Bearbeitungsmethoden fr
die Werkstcke eingestellt wurden.
Wird die Bearbeitungsmethode in der Aufspannungsebene eingestellt, werden die Eintrge in die Werkstckebene bernommen und eventuell vorhandene berschrieben.
n Status: Mit dem Softkey ROHTEIL wird die Aufspannung mit den
dazugehrigen Werkstcken als noch nicht bearbeitet gekennzeichnet und im Feld Status wird BLANK eingetragen. Verwenden Sie
den Softkey FREIER PLATZ, falls Sie die Aufspannung bei der Bearbeitung berspringen mchten, im Feld STATUS erscheint EMPTY
Details in der Aufspannungsebene einrichten
n Aufspannung: Die Nummer der Aufspannung wird angezeigt, nach
dem Schrgstrich wird die Anzahl der Aufspannungen innerhalb dieser Ebene angezeigt
n Nullpunkt: Nullpunkt fr Aufspannung eingeben
n NP-Tabelle: Tragen Sie Namen und Pfad der Nullpunkt-Tabelle ein,
welche fr die Bearbeitung des Werkstckes gltig ist. Die Eingabe
wird in die Werkstckebene bernommen.
n NC-Makro: Bei werkzeugorientierter Bearbeitung wird das Makro
TCTOOLMODE anstelle des normalen Werkzeugwechsel-Makro
ausgefhrt.
n Sich. Hhe: (optional): Sichere Position fr die einzelnen Achsen
bezogen auf die Aufspannung
Fr die Achsen knnen Sicherheitspositionen angegeben
werden, welche mit SYSREAD FN18 ID510 NR 6 von NCMakros aus gelesen werden knnen. Mit SYSREAD FN18
ID510 NR 5 kann ermittelt werden, ob in der Spalte ein
Wert programmiert wurde. Die angegebenen Positionen
werden nur angefahren, wenn in den NC-Makros diese
Werte gelesen und entsprechend programmiert werden

HEIDENHAIN iTNC 530

93

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

Werkstckebene einstellen
n Werkstck: Die Nummer des Werkstckes wird angezeigt, nach
dem Schrgstrich wird die Anzahl der Werkstcke innerhalb dieser
Aufspannungsebene angezeigt
n Methode: Sie knnen die Bearbeitungsmethoden WORKPIECE ORIENTET bzw. TOOL ORIENTED auswhlen. In der Tabellenansicht
erscheint der Eintrag WORKPIECE ORIENTED mit WPO und TOOL
ORIENTED mit TO.
Mit dem Softkey VERBINDEN/TRENNEN kennzeichnen Sie Werkstcke,
welche bei werkzeugorientierter Bearbeitung in die Berechnung fr
den Arbeitsablauf miteingehen. Verbundene Werkstcke werden
durch einen unterbrochenen Trennungsstrich gekennzeichnet,
getrennte Werkstcke durch eine durchgehende Linie. In der Tabellenansicht werden verbundene Werkstcke in der Spalte METHOD
mit CTO gekennzeichnet.
n Status: Mit dem Sofkey ROHTEIL wird das Werkstck als noch nicht
bearbeitet gekennzeichnet und im Feld Status wird BLANK eingetragen. Verwenden Sie den Softkey FREIER PLATZ, falls Sie ein Werkstck bei der Bearbeitung berspringen mchten, im Feld Status
erscheint EMPTY
Stellen Sie Methode und Status in der Paletten- bzw. Aufspannungsebene ein, die Eingabe wird fr alle dazugehrigen Werkstcke bernommen.
Bei mehreren Werkstckvarianten innerhalb einer Ebene
sollten Werkstcke einer Variante nacheinander angegeben werden. Bei werkzeugorientierter Bearbeitung knnen die Werkstcke der jeweiligen Variante dann mit dem
Softkey VERBINDEN/TRENNEN gekennzeichnet und
gruppenweise bearbeitet werden.
Details in der Werkstckebene einrichten
n Werkstck: Die Nummer des Werkstckes wird angezeigt, nach
dem Schrgstrich wird die Anzahl der Werkstcke innerhalb dieser
Aufspannungs- bzw. Palettenebene angezeigt
n Nullpunkt: Nullpunkt fr Werkstck eingeben
n NP-Tabelle: Tragen Sie Namen und Pfad der Nullpunkt-Tabelle ein,
welche fr die Bearbeitung des Werkstckes gltig ist. Falls Sie fr
alle Werkstcke die gleiche Nullpunkttabelle verwenden, tragen Sie
den Namen mit der Pfadangabe in die Paletten- bzw. Aufspannungsebenen ein. Die Angaben werden automatisch in die Werkstckebene bernommen.
n NC-Programm: Geben Sie den Pfad des NC-Programmes an, welches
fr die Bearbeitung des Werkstcks notwendig ist
n Sich. Hhe: (optional): Sichere Position fr die einzelnen Achsen
bezogen auf das Werkstck. Die angegebenen Positionen werden
nur angefahren, wenn in den NC-Makros diese Werte gelesen und
entsprechend programmiert wurden.

94

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

Ablauf der werkzeugorientierten Bearbeitung


Die TNC fhrt eine werkzeugorientierte Bearbeitung nur
dann durch, wenn bei der Methode WERKZEUG ORIENTIERT gewhlt wurde und dadurch der Eintrag TO bzw.
CTO in der Tabelle steht.
n Die TNC erkennt durch den Eintrag TO bzw. CTO im Feld Methode,
das ber diese Zeilen hinweg die optimierte Bearbeitung erfolgen
muss.
n Die Palettenverwaltung startet das NC-Programm, welches in der
Zeile mit dem Eintrag TO steht
n Das erste Werkstck wird bearbeitet, bis der nchste TOOL CALL
ansteht. In einem speziellen Werkzeugwechselmakro wird vom
Werkstck weggefahren
n In der Spalte W-STATE wird der Eintrag BLANK auf INCOMPLETE
gendert und im Feld CTID wird von der TNC ein Wert in hexadezimaler Schreibweise eingetragen
Der im Feld CTID eingetragene Wert stellt fr die TNC eine
eindeutige Information fr den Bearbeitungsfortschritt
dar. Wird dieser Wert gelscht oder gendert, ist eine weitergehende Bearbeitung oder ein Vorauslauf bzw. Wiedereintritt nicht mehr mglich.
n Alle weiteren Zeilen der Paletten-Datei, die im Feld METHODE die
Kennung CTO haben, werden in gleicher Weise abgearbeitet, wie
das erste Werkstck. Die Bearbeitung der Werkstcke kann ber
mehrere Aufspannungen hinweg erfolgen.
n Die TNC fhrt mit dem nchsten Werkzeug die weiteren Bearbeitungsschritte wieder beginnend ab der Zeile mit dem Eintrag TO
aus, wenn sich folgende Situation ergibt:
n im Feld PAL/PGM der nchsten Zeile wrde der Eintrag PAL stehen
n im Feld METHOD der nchsten Zeile wrde der Eintrag TO oder
WPO stehen
n in den bereits abgearbeiteten Zeilen befinden sich unter
METHODE noch Eintrge, welche nicht den Status EMPTY oder
ENDED haben
n Aufgrund des im Feld CTID eingetragenen Wertes wird das NC-Programm an der gespeicherten Stelle fortgesetzt. In der Regel wird
bei dem ersten Teil ein Werkzeugwechsel ausgefhrt, bei den nachfolgenden Werkstcken unterdrckt die TNC den Werkzeugwechsel
n Der Eintrag im Feld CTID wird bei jedem Bearbeitungsschritt aktualisiert. Wird im NC-Programm ein END PGM oder M02 abgearbeitet,
wird ein eventuell vorhandener Eintrag gelscht und im Feld Bearbeitungs-Status ENDED eingetragen.

HEIDENHAIN iTNC 530

95

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

n Wenn alle Werkstcke innerhalb einer Gruppe von Eintrgen mit TO


bzw. CTO den Status ENDED haben, werden in der Paletten-Datei
die nchsten Zeilen abgearbeitet
Bei einem Satzvorlauf ist nur eine werkstckorientierte
Bearbeitung mglich. Nachfolgende Teile werden nach
der eingetragenen Methode bearbeitet.
Der im Feld CT-ID eingetragene Wert bleibt maximal
1 Woche lang erhalten. Innerhalb dieser Zeit kann die
Bearbeitung an der gespeicherten Stelle fortgesetzt werden. Danach wird der Wert gelscht, um zu groe Datenmengen auf der Festplatte zu vermeiden.
Der Wechsel der Betriebsart ist nach dem Abarbeiten
einer Gruppe von Eintrgen mit TO bzw. CTO erlaubt
Folgende Funktionen sind nicht erlaubt:
n Verfahrbereichsumschaltung
n PLC-Nullpunktverschieben
n M118

Paletten-Datei verlassen
U
U
U

Datei-Verwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken


Anderen Datei-Typ whlen: Softkey TYP WHLEN und Softkey fr
den gewnschten Datei-Typ drcken, z.B. ANZEIGEN .H
Gewnschte Datei whlen

Paletten-Datei abarbeiten
Im Maschinen-Parameter 7683 legen Sie fest, ob die
Paletten-Tabelle satzweise oder kontinuierlich abgearbeitet wird (siehe Allgemeine Anwenderparameter auf
Seite 476).
U
U
U
U

In der Betriebsart Programmlauf Satzfolge oder Programmlauf Einzelsatz Datei-Verwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
Dateien vom Typ .P anzeigen: Softkeys TYP WHLEN und ANZEIGEN .P drcken
Paletten-Tabelle mit Pfeil-Tasten whlen, mit Taste ENT besttigen
Paletten-Tabelle abarbeiten: Taste NC-Start drcken, die TNC arbeitet die Paletten ab wie im Maschinen-Parameter 7683 festgelegt

96

4 Programmieren: Grundlagen, Datei-Verwaltung, Programmierhilfen, Paletten-Verwaltung

4.13 Palettenbetrieb mit werkzeugorientierter Bearbeitung

Bildschirm-Aufteilung beim Abarbeiten der Paletten-Tabelle


Wenn Sie den Programm-Inhalt und den Inhalt der Paletten-Tabelle
gleichzeitig sehen wollen, dann whlen Sie die Bildschirm-Aufteilung
PROGRAMM + PALETTE. Whrend des Abarbeitens stellt die TNC
dann auf der linken Bildschirmseite das Programm und auf der rechten
Bildschirmseite die Palette dar. Um den Programm-Inhalt vor dem
Abarbeiten ansehen zu knnen gehen Sie wie folgt vor:
U
U
U

Paletten-Tabelle whlen
Mit Pfeiltasten Programm whlen, das Sie kontrollieren wollen
Softkey PROGRAMM FFNEN drcken: Die TNC zeigt das
gewhlte Programm am Bildschirm an. Mit den Pfeiltasten knnen
Sie jetzt im Programm blttern
Zurck zur Paletten-Tabelle: Drcken Sie den Softkey END PGM

HEIDENHAIN iTNC 530

97

5
Programmieren: Werkzeuge

5.1 Werkzeugbezogene Eingaben

5.1 Werkzeugbezogene Eingaben


Vorschub F
Der Vorschub F ist die Geschwindigkeit in mm/min (inch/min), mit der
sich der Werkzeugmittelpunkt auf seiner Bahn bewegt. Der maximale
Vorschub kann fr jede Maschinenachse unterschiedlich sein und ist
durch Maschinen-Parameter festgelegt.
Eingabe
Den Vorschub knnen Sie im TOOL CALL-Satz (Werkzeug-Aufruf) und in
jedem Positioniersatz eingeben (siehe Erstellen der Programm-Stze
mit den Bahnfunktionstasten auf Seite 137).

S
S

Y
F

Eilgang
Fr den Eilgang geben Sie F MAX ein. Zur Eingabe von F MAX drcken
Sie auf die Dialogfrage Vorschub F= ? die Taste ENT oder den Softkey
FMAX.
Um im Eilgang Ihrer Maschine zu verfahren, knnen Sie
auch den entsprechenden Zahlenwert, z.B. F30000 programmieren. Dieser Eilgang wirkt im Gegensatz zu FMAX
nicht nur Satzweise, sondern so lange, bis Sie einen
neuen Vorschub programmieren.
Wirkungsdauer
Der mit einem Zahlenwert programmierte Vorschub gilt bis zu dem
Satz, in dem ein neuer Vorschub programmiert wird. F MAX gilt nur fr
den Satz, in dem er programmiert wurde. Nach dem Satz mit F MAX gilt
wieder der letzte mit Zahlenwert programmierte Vorschub.
nderung whrend des Programmlaufs
Whrend des Programmlaufs ndern Sie den Vorschub mit dem Override-Drehknopf F fr den Vorschub.

100

5 Programmieren: Werkzeuge

5.1 Werkzeugbezogene Eingaben

Spindeldrehzahl S
Die Spindeldrehzahl S geben Sie in Umdrehungen pro Minute (U/min)
in einem TOOL CALL-Satz ein (Werkzeug-Aufruf).
Programmierte nderung
Im Bearbeitungs-Programm knnen Sie die Spindeldrehzahl mit einem
TOOL CALL-Satz ndern, indem Sie ausschlielich die neue Spindeldrehzahl eingeben:
U Werkzeug-Aufruf

programmieren: Taste TOOL CALL

drcken
U Dialog

Werkzeug-Nummer? mit Taste NO ENT berge-

hen
U Dialog

Spindelachse parallel X/Y/Z ? mit Taste NO


ENT bergehen

U Im

Dialog Spindeldrehzahl S= ? neue Spindeldrehzahl eingeben, mit Taste END besttigen

nderung whrend des Programmlaufs


Whrend des Programmlaufs ndern Sie die Spindeldrehzahl mit dem
Override-Drehknopf S fr die Spindeldrehzahl.

HEIDENHAIN iTNC 530

101

5.2 Werkzeug-Daten

5.2 Werkzeug-Daten
Voraussetzung fr die Werkzeug-Korrektur
blicherweise programmieren Sie die Koordinaten der Bahnbewegungen so, wie das Werkstck in der Zeichnung bemat ist. Damit die
TNC die Bahn des Werkzeug-Mittelpunkts berechnen, also eine Werkzeug-Korrektur durchfhren kann, mssen Sie Lnge und Radius zu
jedem eingesetzten Werkzeug eingeben.
Werkzeug-Daten knnen Sie entweder mit der Funktion TOOL DEF
direkt im Programm oder separat in Werkzeug-Tabellen eingeben.
Wenn Sie die Werkzeug-Daten in Tabellen eingeben, stehen weitere
werkzeugspezifische Informationen zur Verfgung. Die TNC bercksichtigt alle eingegebenen Informationen, wenn das BearbeitungsProgramm luft.

Werkzeug-Nummer, Werkzeug-Name
Jedes Werkzeug ist durch eine Nummer zwischen 0 und 254 gekennzeichnet. Wenn Sie mit Werkzeug-Tabellen arbeiten, knnen Sie
hhere Nummern verwenden und zustzlich Werkzeug-Namen vergeben.
Das Werkzeug mit der Nummer 0 ist als Null-Werkzeug festgelegt und
hat die Lnge L=0 und den Radius R=0. In Werkzeug-Tabellen sollten
Sie das Werkzeug T0 ebenfalls mit L=0 und R=0 definieren.

Werkzeug-Lnge L
Die Werkzeug-Lnge L knnen Sie auf zwei Arten bestimmen:

Differenz aus der Lnge des Werkzeugs und der Lnge eines
Null-Werkzeugs L0
Vorzeichen:
L>L0:
L<L0:

Werkzeug ist lnger als das Null-Werkzeug


Werkzeug ist krzer als das Null-Werkzeug

L0

Lnge bestimmen:
U
U
U
U
U
U

Null-Werkzeug auf Bezugsposition in der Werkzeugachse fahren


(z.B. Werkstck-Oberflche mit Z=0)
Anzeige der Werkzeugachse auf Null setzen (Bezugspunkt setzen)
Nchstes Werkzeug einwechseln
Werkzeug auf gleiche Bezugs-Position wie Null-Werkzeug fahren
Anzeige der Werkzeugachse zeigt den Lngenunterschied des
Werkzeugs zum Null-Werkzeug
Wert mit der Taste Ist-Position bernehmen in den TOOL DEFSatz bzw. in die Werkzeug-Tabelle bernehmen

Ermitteln der Lnge L mit einem Voreinstellgert


Geben Sie den ermittelten Wert direkt in die Werkzeug-Definition
TOOL DEF oder in die Werkzeug-Tabelle ein.

102

5 Programmieren: Werkzeuge

5.2 Werkzeug-Daten

Werkzeug-Radius R
Den Werkzeug-Radius R geben Sie direkt ein.

Delta-Werte fr Lngen und Radien


Delta-Werte bezeichnen Abweichungen fr die Lnge und den Radius
von Werkzeugen.
Ein positiver Delta-Wert steht fr ein Aufma (DL, DR, DR2>0). Bei
einer Bearbeitung mit Aufma geben Sie den Wert fr das Aufma
beim Programmieren des Werkzeug-Aufrufs mit TOOL CALL ein.

Ein negativer Delta-Wert bedeutet ein Unterma (DL, DR, DR2<0). Ein
Unterma wird in der Werkzeug-Tabelle fr den Verschlei eines
Werkzeugs eingetragen.

Delta-Werte geben Sie als Zahlenwerte ein, in einem TOOL CALL-Satz


knnen Sie den Wert auch mit einem Q-Parameter bergeben.
Eingabebereich: Delta-Werte drfen maximal 99,999 mm betragen.

DR<0
DR>0

DL<0
DL>0

Delta-Werte aus der Werkzeug-Tabelle bilden zusammen


mit der Werkzeug-Lnge und dem Werkzeug-Radius die
physikalische (messbare) Gre eines Werkzeuges.
Durch die Definition von Delta-Werten im Programm verndern Sie lediglich die rechnerische Gre eines Werkzeuges und verndern somit die herzustellende Kontur.

Werkzeug-Daten ins Programm eingeben


Nummer, Lnge und Radius fr ein bestimmtes Werkzeug legen Sie
im Bearbeitungs-Programm einmal in einem TOOL DEF-Satz fest:
U

Werkzeug-Definition whlen: Taste TOOL DEF drcken


U Werkzeug-Nummer :Mit der Werkzeug-Nummer ein
Werkzeug eindeutig kennzeichnen
U Werkzeug-Lnge

:Korrekturwert fr die Lnge

U Werkzeug-Radius

:Korrekturwert fr den Radius

Whrend des Dialogs knnen Sie Werte fr Lnge und


Radius direkt in das Dialogfeld einfgen: Taste zur bernahme der Ist-Position und gewnschten Achs-Softkey
drcken.
Beispiel
4 TOOL DEF 5 L+10 R+5

HEIDENHAIN iTNC 530

103

5.2 Werkzeug-Daten

Werkzeug-Daten in die Tabelle eingeben


In einer Werkzeug-Tabelle knnen Sie bis zu 32767 Werkzeuge
definieren und deren Werkzeug-Daten speichern. Die Anzahl der
Werkzeuge, die die TNC beim ffnen einer neuen Tabelle anlegt,
definieren Sie mit dem Maschinen-Parameter 7260. Beachten Sie
auch die Editier-Funktionen weiter unten in diesem Kapitel. Um zu
einem Werkzeug mehrere Korrekturdaten eingeben zu knnen
(Werkzeug-Nummer indizieren), setzen Sie den Maschinen-Parameter
7262 ungleich 0.
Sie mssen die Werkzeug-Tabellen verwenden, wenn
n Sie indizierte Werkzeuge, wie z.B. Stufenbohrer mit mehreren Lngenkorrekturen, einsetzen wollen (Seite 108)
n Ihre Maschine mit einem automatischen Werkzeug-Wechsler ausgerstet ist
n Sie mit dem TT 130 Werkzeuge automatisch vermessen wollen,
siehe Benutzer-Handbuch Tastsystem-Zyklen, Kapitel 4
n Sie mit dem Bearbeitungs-Zyklus 22 nachrumen wollen (siehe
RAEUMEN (Zyklus 22) auf Seite 306)
n Sie mit automatischer Schnittdaten-Berechnung arbeiten wollen
Werkzeug-Tabelle: Standard Werkzeug-Daten
Abk.

Eingaben

Dialog

Nummer, mit der das Werkzeug im Programm aufgerufen wird


(z.B. 5, indiziert: 5.2)

NAME

Name, mit dem das Werkzeug im Programm aufgerufen wird

Werkzeug-Name?

Korrekturwert fr die Werkzeug-Lnge L

Werkzeug-Lnge?

Korrekturwert fr den Werkzeug-Radius R

Werkzeug-Radius R?

R2

Werkzeug-Radius R2 fr Ecken-Radiusfrser (nur fr dreidimensionale Radiuskorrektur oder grafische Darstellung der Bearbeitung mit Radiusfrser)

Werkzeug-Radius R2?

DL

Delta-Wert Werkzeug-Radius R2

Aufma Werkzeug-Lnge?

DR

Delta-Wert Werkzeug-Radius R

Aufma Werkzeug-Radius?

DR2

Delta-Wert Werkzeug-Radius R2

Aufma Werkzeug-Radius R2?

LCUTS

Schneidenlnge des Werkzeugs fr Zyklus 22

Schneidenlnge in der Wkz-Achse?

ANGLE

Maximaler Eintauchwinkel des Werkzeug bei pendelnder Eintauchbewegung fr Zyklen 22 und 208

Maximaler Eintauchwinkel?

TL

Werkzeug-Sperre setzen (TL: fr Tool Locked = engl. Werkzeug


gesperrt)

Wkz gesperrt?
Ja = ENT / Nein = NO ENT

RT

Nummer eines Schwester-Werkzeugs falls vorhanden als


Ersatz-Werkzeug (RT: fr Replacement Tool = engl. Ersatz-Werkzeug); siehe auch TIME2

Schwester-Werkzeug?

104

5 Programmieren: Werkzeuge

Eingaben

Dialog

TIME1

Maximale Standzeit des Werkzeugs in Minuten. Diese Funktion


ist maschinenabhngig und ist im Maschinenhandbuch beschrieben

Max. Standzeit?

TIME2

Maximale Standzeit des Werkzeugs bei einem TOOL CALL in


Minuten: Erreicht oder berschreitet die aktuelle Standzeit diesen
Wert, so setzt die TNC beim nchsten TOOL CALL das Schwester-Werkzeug ein (siehe auch CUR.TIME)

Maximale Standzeit bei TOOL CALL?

CUR.TIME

Aktuelle Standzeit des Werkzeugs in Minuten: Die TNC zhlt die


aktuelle Standzeit (CUR.TIME: fr CURrent TIME = engl. aktuelle/
laufende Zeit) selbstttig hoch. Fr benutzte Werkzeuge knnen
Sie eine Vorgabe eingeben

Aktuelle Standzeit?

DOC

Kommentar zum Werkzeug (maximal 16 Zeichen)

Werkzeug-Kommentar?

PLC

Information zu diesem Werkzeug, die an die PLC bertragen werden soll

PLC-Status?

PLC-VAL

Wert zu diesem Werkzeug, der an die PLC bertragen werden soll

PLC-Wert?

PTYP

Werkzeugtyp zur Auswertung in der Platz-Tabelle

Werkzeugtyp fr Platztabelle?

Werkzeug-Tabelle: Werkzeug-Daten fr die automatische Werkzeug-Vermessung


Beschreibung der Zyklen zur automatischen WerkzeugVermessung: Siehe Benutzer-Handbuch TastsystemZyklen, Kapitel 4.
Abk.

Eingaben

Dialog

CUT

Anzahl der Werkzeug-Schneiden (max. 20 Schneiden)

Anzahl der Schneiden?

LTOL

Zulssige Abweichung von der Werkzeug-Lnge L fr VerschleiErkennung. Wird der eingegebene Wert berschritten, sperrt die
TNC das Werkzeug (Status L). Eingabebereich: 0 bis 0,9999 mm

Verschlei-Toleranz: Lnge?

RTOL

Zulssige Abweichung vom Werkzeug-Radius R fr VerschleiErkennung. Wird der eingegebene Wert berschritten, sperrt die
TNC das Werkzeug (Status L). Eingabebereich: 0 bis 0,9999 mm

Verschlei-Toleranz: Radius?

DIRECT.

Schneid-Richtung des Werkzeugs fr Vermessung mit drehendem Werkzeug

Schneid-Richtung (M3 = )?

TT:R-OFFS

Lngenvermessung: Versatz des Werkzeugs zwischen StylusMitte und Werkzeug-Mitte. Voreinstellung: Werkzeug-Radius R
(Taste NO ENT erzeugt R)

Werkzeug-Versatz Radius?

TT:L-OFFS

Radiusvermessung: zustzlicher Versatz des Werkzeugs zu


MP6530 zwischen Stylus-Oberkante und Werkzeug-Unterkante.
Voreinstellung: 0

Werkzeug-Versatz Lnge?

LBREAK

Zulssige Abweichung von der Werkzeug-Lnge L fr BruchErkennung. Wird der eingegebene Wert berschritten, sperrt die
TNC das Werkzeug (Status L). Eingabebereich: 0 bis 0,9999 mm

Bruch-Toleranz: Lnge?

HEIDENHAIN iTNC 530

105

5.2 Werkzeug-Daten

Abk.

5.2 Werkzeug-Daten

Abk.

Eingaben

Dialog

RBREAK

Zulssige Abweichung vom Werkzeug-Radius R fr Bruch-Erkennung. Wird der eingegebene Wert berschritten, sperrt die TNC
das Werkzeug (Status L). Eingabebereich: 0 bis 0,9999 mm

Bruch-Toleranz: Radius?

Werkzeug-Tabelle: Werkzeug-Daten fr automatische Drehzahl-/


Vorschub-Berechnung
Abk.

Eingaben

Dialog

TYP

Werkzeugtyp (MILL=Frser, DRILL=Bohrer, TAP=Gewindebohrer): Softkey TYP WHLEN (3. Softkey-Leiste); Die TNC blendet
ein Fenster ein, in dem Sie den Werkzeugtyp whlen knnen

Werkzeugtyp?

TMAT

Werkzeug-Schneidstoff: Softkey SCHNEIDSTOFF WHLEN (3.


Softkey-Leiste); Die TNC blendet ein Fenster ein, in dem Sie den
Schneidstoff whlen knnen

Werkzeug-Schneidstoff?

CDT

Schnittdaten-Tabelle: Softkey CDT WHLEN (3. Softkey-Leiste);


Die TNC blendet ein Fenster ein, in dem Sie die SchnittdatenTabelle whlen knnen

Name Schnittdaten-Tabelle?

Werkzeug-Tabelle: Werkzeug-Daten fr schaltende 3D-Tastsysteme (nur wenn Bit1 in MP7411 = 1 gesetzt ist, siehe auch Benutzer-Handbuch Tastsystem-Zyklen)
Abk.

Eingaben

Dialog

CAL-OF1

Die TNC legt beim Kalibrieren den Mittenversatz in der Hauptachse eines 3D-Tasters in dieser Spalte ab, wenn im Kalibriermen eine Werkzeugnummer angegeben ist

Taster-Mittenversatz Hauptachse?

CAL-OF2

Die TNC legt beim Kalibrieren den Mittenversatz in der Nebenachse eines 3D-Tasters in dieser Spalte ab, wenn im Kalibriermen eine Werkzeugnummer angegeben ist

Taster-Mittenversatz Nebenachse?

CAL-ANG

Die TNC legt beim Kalibrieren den Spindelwinkel ab, bei dem ein
3D-Tasters kalibriert wurde, wenn im Kalibriermen eine Werkzeugnummer angegeben ist

Spindelwinkel beim Kalibrieren?

Werkzeug-Tabellen editieren
Die fr den Programmlauf gltige Werkzeug-Tabelle hat den DateiNamen TOOL.T. TOOL T muss im Verzeichnis TNC:\ gespeichert sein
und kann nur in einer Maschinen-Betriebsart editiert werden. Werkzeug-Tabellen, die Sie archivieren oder fr den Programm-Test einsetzen wollen, geben Sie einen beliebigen anderen Datei-Namen mit der
Endung .T .
Werkzeug-Tabelle TOOL.T ffnen:
U

Beliebige Maschinen-Betriebsart whlen


U Werkzeug-Tabelle whlen: Softkey
WERKZEUG TABELLE drcken
U Softkey

106

EDITIEREN auf EIN setzen

5 Programmieren: Werkzeuge

5.2 Werkzeug-Daten

Beliebige andere Werkzeug-Tabelle ffnen:


U

Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren whlen


U Datei-Verwaltung aufrufen
U Wahl

der Datei-Typen anzeigen: Softkey TYPE WHLEN drcken

U Dateien

vom Typ .T anzeigen: Softkey ZEIGE .T

drcken
U Whlen

Sie eine Datei oder geben einen neuen Dateinamen ein. Besttigen Sie mit der Taste ENT oder mit
dem Softkey WHLEN

Wenn Sie eine Werkzeug-Tabelle zum Editieren geffnet haben, dann


knnen Sie das Hellfeld in der Tabelle mit den Pfeiltasten oder mit den
Softkeys auf jede beliebige Position bewegen. An einer beliebigen
Position knnen Sie die gespeicherten Werte berschreiben oder
neue Werte eingeben. Zustzliche Editierfunktionen entnehmen Sie
bitte aus nachfolgender Tabelle.
Wenn die TNC nicht alle Positionen in der Werkzeug-Tabelle gleichzeitig anzeigen kann, zeigt der Balken oben in der Tabelle das Symbol
>> bzw. <<.
Editierfunktionen fr Werkzeug-Tabellen

Softkey

Tabellen-Anfang whlen
Tabellen-Ende whlen
Vorherige Tabellen-Seite whlen
Nchste Tabellen-Seite whlen
Werkzeug-Namen in der Tabelle suchen
Informationen zum Werkzeug spaltenweise darstellen oder alle Informationen zu einem Werkzeug auf einer Bildschirmseite darstellen
Sprung zum Zeilenanfang
Sprung zum Zeilenende
Hell hinterlegtes Feld kopieren
Kopiertes Feld einfgen

HEIDENHAIN iTNC 530

107

5.2 Werkzeug-Daten

Editierfunktionen fr Werkzeug-Tabellen

Softkey

Eingebbare Anzahl von Zeilen (Werkzeugen) am


Tabellenende anfgen
Zeile mit indizierter Werkzeug-Nummer hinter
der aktuellen Zeile einfgen. Funktion ist nur
aktiv, wenn Sie fr ein Werkzeug mehrere Korrekturdaten ablegen drfen (Maschinen-Parameter 7262 ungleich 0). Die TNC fgt hinter dem
letzten vorhandenen Index eine Kopie der Werkzeug-Daten ein und erhht den Index um 1.
Anwendung: z.B. Stufenbohrer mit mehreren
Lngenkorrekturen
Aktuelle Zeile (Werkzeug) lschen
Platznummern anzeigen / nicht anzeigen
Alle Werkzeuge anzeigen / nur die Werkzeuge
anzeigen, die in der Platz-Tabelle gespeichert
sind
Werkzeug-Tabelle verlassen
Datei-Verwaltung aufrufen und eine Datei eines anderen Typs whlen, z.B. ein Bearbeitungs-Programm

Hinweise zu Werkzeug-Tabellen
ber den Maschinen-Parameter 7266.x legen Sie fest, welche Angaben in einer Werkzeug-Tabelle eingetragen werden knnen und in
welcher Reihenfolge sie aufgefhrt werden.
Sie knnen einzelne Spalten oder Zeilen einer WerkzeugTabelle mit dem Inhalt einer anderen Datei berschreiben.
Voraussetzungen:
n Die Ziel-Datei muss bereits existieren
n Die zu kopierende Datei darf nur die zu ersetzenden
Spalten (Zeilen) enthalten
Einzelne Spalten oder Zeilen kopieren Sie mit dem Softkey FELDER ERSETZEN (siehe Einzelne Datei kopieren
auf Seite 53).

108

5 Programmieren: Werkzeuge

5.2 Werkzeug-Daten

Platz-Tabelle fr Werkzeug-Wechsler
Fr den automatischen Werkzeugwechsel bentigen Sie die PlatzTabelle TOOL_P.TCH. Die TNC verwaltet mehrere Platz-Tabellen mit
beliebigen Dateinamen. Die Platz-Tabelle, die Sie fr den Programmlauf aktivieren wollen, whlen Sie in einer Programmlauf-Betriebsart
ber die Datei-Verwaltung aus (Status M). Um in einer Platztabelle
mehrere Magazine verwalten zu knnen (Platz-Nummer indizieren),
setzen Sie die Maschinen-Parameter 7261.0 bis 7261.3 ungleich 0.
Platz-Tabelle in einer Programmlauf-Betriebsart editieren
U Werkzeug-Tabelle whlen: Softkey WERKZEUG
TABELLE drcken
U Platz-Tabelle

whlen: Softkey PLATZ TABELLE wh-

len
U Softkey

EDITIEREN auf EIN setzen

Platz-Tabelle in der Betriebsart Programm-Einspeichern/


Editieren whlen
U Datei-Verwaltung aufrufen
U Wahl

der Datei-Typen anzeigen: Softkey TYPE WHLEN drcken

U Dateien

vom Typ .TCH anzeigen: Softkey TCH FILES


drcken (zweite Softkey-Leiste)

U Whlen

Sie eine Datei oder geben einen neuen Dateinamen ein. Besttigen Sie mit der Taste ENT oder mit
dem Softkey WHLEN

Abk.

Eingaben

Dialog

Platz-Nummer des Werkzeugs im Werkzeug-Magazin

Werkzeug-Nummer

Werkzeug-Nummer?

ST

Werkzeug ist Sonderwerkzeug (ST: fr Special Tool = engl. Sonderwerkzeug);


wenn Ihr Sonderwerkzeug Pltze vor und hinter seinem Platz blockiert, dann
sperren Sie den entsprechenden Platz in der Spalte L (Status L)

Sonderwerkzeug?

Werkzeug immer auf gleichen Platz im Magazin zurckwechseln (F: fr Fixed =


engl. festgelegt)

Festplatz? Ja = ENT /
Nein = NO ENT

Platz sperren (L: fr Locked = engl. gesperrt, siehe auch Spalte ST)

Platz gesperrt Ja = ENT /


Nein = NO ENT

PLC

Information, die zu diesem Werkzeug-Platz an die PLC bertragen werden soll

PLC-Status?

TNAME

Anzeige des Werkzeugnamen aus TOOL.T

DOC

Anzeige des Kommentar zum Werkzeug aus TOOL.T

HEIDENHAIN iTNC 530

109

5.2 Werkzeug-Daten

Editierfunktionen fr Platz-Tabellen

Softkey

Tabellen-Anfang whlen
Tabellen-Ende whlen
Vorherige Tabellen-Seite whlen
Nchste Tabellen-Seite whlen
Platz-Tabelle rcksetzen
Sprung zum Anfang der nchsten Zeile
Spalte Werkzeug-Nummer T rcksetzen

110

5 Programmieren: Werkzeuge

5.2 Werkzeug-Daten

Werkzeug-Daten aufrufen
Einen Werkzeug-Aufruf TOOL CALL im Bearbeitungs-Programm programmieren Sie mit folgenden Angaben:
U

Werkzeug-Aufruf mit Taste TOOL CALL whlen


U Werkzeug-Nummer: Nummer oder Name des Werkzeugs eingeben. Das Werkzeug haben Sie zuvor in
einem TOLL DEF-Satz oder in der Werkzeug-Tabelle
festgelegt. Einen Werkzeug-Namen setzt die TNC
automatisch in Anfhrungszeichen. Namen beziehen
sich auf einen Eintrag in der aktiven WerkzeugTabelle TOOL .T. Um ein Werkzeug mit anderen Korrekturwerten aufzurufen, geben Sie den in der Werkzeug-Tabelle definierten Index nach einem Dezimalpunkt mit ein
U Spindelachse

parallel X/Y/Z: Werkzeugachse ein-

geben
U Spindeldrehzahl

S: Spindeldrehzahl direkt eingeben,


oder von der TNC berechnen lassen, wenn Sie mit
Schnittdaten-Tabellen arbeiten. Drcken Sie dazu den
Softkey S AUTOM. BERECHNEN. Die TNC begrenzt
die Spindeldrehzahl auf den maximalen Wert, der in
Maschinen-Parameter 3515 festgelegt ist

U Vorschub

F: Vorschub direkt eingeben, oder von der


TNC berechnen lassen, wenn Sie mit SchnittdatenTabellen arbeiten. Drcken Sie dazu den Softkey F
AUTOM. BERECHNEN. Die TNC begrenzt den Vorschub auf den maximalen Vorschub der langsamsten Achse (in Maschinen-Parameter 1010 festgelegt). F wirkt solange, bis Sie in einem Positioniersatz
oder in einem TOOL CALL-Satz einen neuen Vorschub programmieren

U Aufma

Werkzeug-Lnge DL: Delta-Wert fr die Werkzeug-Lnge

U Aufma

Werkzeug-Radius DR: Delta-Wert fr den


Werkzeug-Radius

U Aufma

Werkzeug-Radius DR2: Delta-Wert fr den


Werkzeug-Radius 2

Beispiel: Werkzeug-Aufruf
Aufgerufen wird Werkzeug Nummer 5 in der Werkzeugachse Z mit
der Spindeldrehzahl 2500 U/min und einem Vorschub von 350 mm/
min. Das Aufma fr die Werkzeug-Lnge und den Werkzeug-Radius
2 betragen 0,2 bzw. 0,05 mm, das Unterma fr den WerkzeugRadius 1 mm.
20 TOOL CALL 5.2 Z S2500 F350 DL+0,2 DR-1 DR2+0,05
Das D vor L und R steht fr Delta-Wert.

HEIDENHAIN iTNC 530

111

5.2 Werkzeug-Daten

Vorauswahl bei Werkzeug-Tabellen


Wenn Sie Werkzeug-Tabellen einsetzen, dann treffen Sie mit einem
TOOL DEF-Satz eine Vorauswahl fr das nchste einzusetzende Werkzeug. Dazu geben Sie die Werkzeug-Nummer bzw. einen Q-Parameter
ein, oder einen Werkzeug-Namen in Anfhrungszeichen.

Werkzeugwechsel
Der Werkzeugwechsel ist eine maschinenabhngige
Funktion. Maschinenhandbuch beachten!
Werkzeugwechsel-Position
Die Werkzeugwechsel-Position muss kollisionsfrei anfahrbar sein. Mit
den Zusatzfunktionen M91 und M92 knnen Sie eine maschinenfeste
Wechselposition anfahren. Wenn Sie vor dem ersten Werkzeug-Aufruf TOOL CALL 0 programmieren, dann verfhrt die TNC den Einspannschaft in der Spindelachse auf eine Position, die von der WerkzeugLnge unabhngig ist.
Manueller Werkzeugwechsel
Vor einem manuellen Werkzeugwechsel wird die Spindel gestoppt
und das Werkzeug auf die Werkzeugwechsel-Position gefahren:
U
U
U
U

Werkzeugwechsel-Position programmiert anfahren


Programmlauf unterbrechen, siehe Bearbeitung unterbrechen,
Seite 439
Werkzeug wechseln
Programmlauf fortsetzen, siehe Programmlauf nach einer Unterbrechung fortsetzen, Seite 441

Automatischer Werkzeugwechsel
Beim automatischen Werkzeugwechsel wird der Programmlauf nicht
unterbrochen. Bei einem Werkzeug-Aufruf mit TOOL CALL wechselt die
TNC das Werkzeug aus dem Werkzeug-Magazin ein.
Automatischer Werkzeugwechsel beim berschreiten der Standzeit: M101
M101 ist eine maschinenabhngige Funktion. Maschinenhandbuch beachten!
Wenn die Standzeit eines Werkzeugs TIME2 erreicht, wechselt die
TNC automatisch ein Schwester-Werkzeug ein. Dazu aktivieren Sie
am Programm-Anfang die Zusatzfunktion M101. Die Wirkung von M101
knnen Sie mit M102 aufheben.
Der automatische Werkzeugwechsel erfolgt nicht immer unmittelbar
nach Ablauf der Standzeit, sondern einige Programm-Stze spter, je
nach Steuerungsauslastung.

112

5 Programmieren: Werkzeuge

5.2 Werkzeug-Daten

Voraussetzungen fr Standard-NC-Stze mit Radiuskorrektur R0,


RR, RL
Der Radius des Schwester-Werkzeugs muss gleich dem Radius des
ursprnglich eingesetzten Werkzeugs sein. Sind die Radien nicht
gleich, zeigt die TNC einen Meldetext an und wechselt das Werkzeug
nicht ein.
Voraussetzungen fr NC-Stze mit Flchennormalen-Vektoren
und 3D-Korrektur
Siehe Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur, Seite 118. Der Radius
des Schwester-Werkzeugs darf vom Radius des Original-Werkzeugs
abweichen. Er wird in den vom CAD-System bertragenen Programmstzen nicht bercksichtigt. Delta-Wert (DR) geben Sie entweder in der
Werkzeug-Tabelle oder im TOOL CALL-Satz ein.
Ist DR grer als Null, zeigt die TNC einen Meldetext an und wechselt
das Werkzeug nicht ein. Mit der M-Funktion M107 unterdrcken Sie
diesen Meldetext, mit M108 aktivieren Sie ihn wieder.

HEIDENHAIN iTNC 530

113

5.3 Werkzeug-Korrektur

5.3 Werkzeug-Korrektur
Einfhrung
Die TNC korrigiert die Werkzeugbahn um den Korrekturwert fr Werkzeug-Lnge in der Spindelachse und um den Werkzeug-Radius in der
Bearbeitungsebene.
Wenn Sie das Bearbeitungs-Programm direkt an der TNC erstellen, ist
die Werkzeug-Radiuskorrektur nur in der Bearbeitungsebene wirksam. Die TNC bercksichtigt dabei bis zu fnf Achsen incl. der Drehachsen.
Wenn ein CAD-System Programm-Stze mit Flchennormalen-Vektoren erstellt, kann die TNC eine dreidimensionale Werkzeug-Korrektur durchfhren, siehe Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur, Seite 118.

Werkzeug-Lngenkorrektur
Die Werkzeug-Korrektur fr die Lnge wirkt, sobald Sie ein Werkzeug
aufrufen und in der Spindelachse verfahren. Sie wird aufgehoben,
sobald ein Werkzeug mit der Lnge L=0 aufgerufen wird.
Wenn Sie eine Lngenkorrektur mit positivem Wert mit
TOOL CALL 0 aufheben, verringert sich der Abstand vom
Werkzeug zu Werkstck.
Nach einem Werkzeug-Aufruf TOOL CALL ndert sich der
programmierte Weg des Werkzeugs in der Spindelachse
um die Lngendifferenz zwischen altem und neuem
Werkzeug.
Bei der Lngenkorrektur werden Delta-Werte sowohl aus dem TOOL
CALL-Satz als auch aus der Werkzeug-Tabelle bercksichtigt.
Korrekturwert = L + DLTOOL CALL + DLTAB mit
L:
DL TOOL CALL:
DL TAB:

114

Werkzeug-Lnge L aus TOOL DEF-Satz oder Werkzeug-Tabelle


Aufma DL fr Lnge aus TOOL CALL-Satz (von der
Positionsanzeige nicht bercksichtigt)
Aufma DL fr Lnge aus der Werkzeug-Tabelle

5 Programmieren: Werkzeuge

5.3 Werkzeug-Korrektur

Werkzeug-Radiuskorrektur
Der Programm-Satz fr eine Werkzeug-Bewegung enthlt
n RL oder RR fr eine Radiuskorrektur
n R+ oder R, fr eine Radiuskorrektur bei einer achsparallelen Verfahrbewegung
n R0, wenn keine Radiuskorrektur ausgefhrt werden soll

RL
R0

Die Radiuskorrektur wirkt, sobald ein Werkzeug aufgerufen und mit


einem Geradensatz in der Bearbeitungsebene mit RL oder RR verfahren wird.

Die TNC hebt die Radiuskorrektur auf, wenn Sie:


R

n einen Geradensatz mit R0 programmieren


n die Kontur mit der Funktion DEP verlassen
n einen PGM CALL programmieren
n ein neues Programm mit PGM MGT anwhlen
Bei der Radiuskorrektur werden Delta-Werte sowohl aus dem TOOL
CALL-Satz als auch aus der Werkzeug-Tabelle bercksichtigt:
Korrekturwert = R + DRTOOL CALL + DRTAB mit
R:
DR TOOL CALL:
DR TAB:

Werkzeug-Radius R aus TOOL DEF-Satz oder Werkzeug-Tabelle


Aufma DR fr Radius aus TOOL CALL-Satz (von der
Positionsanzeige nicht bercksichtigt)
Aufma DR fr Radius aus der Werkzeug-Tabelle

Bahnbewegungen ohne Radiuskorrektur: R0


Das Werkzeug verfhrt in der Bearbeitungsebene mit seinem Mittelpunkt auf der programmierten Bahn, bzw. auf die programmierten
Koordinaten.
Anwendung: Bohren, Vorpositionieren.

Z
Y

X
Y

HEIDENHAIN iTNC 530

115

5.3 Werkzeug-Korrektur

Bahnbewegungen mit Radiuskorrektur: RR und RL


RR
RL

Das Werkzeug verfhrt rechts von der Kontur


Das Werkzeug verfhrt links von der Kontur

Der Werkzeug-Mittelpunkt hat dabei den Abstand des WerkzeugRadius von der programmierten Kontur. Rechts und links
bezeichnet die Lage des Werkzeugs in Verfahrrichtung entlang der
Werkstck-Kontur. Siehe Bilder rechts.
Zwischen zwei Programm-Stzen mit unterschiedlicher
Radiuskorrektur RR und RL muss mindestens ein Verfahrsatz in der Bearbeitungsebene ohne Radiuskorrektur (also
mit R0) stehen.

RL

Eine Radiuskorrektur wird zum Ende des Satzes aktiv, in


dem sie das erste Mal programmiert wurde.
Sie knnen die Radiuskorrektur auch fr Zusatzachsen der
Bearbeitungsebene aktivieren. Programmieren Sie die
Zusatzachsen auch in jedem nachfolgenden Satz, da die
TNC ansonsten die Radiuskorrektur wieder in der Hauptachse durchfhrt.
Beim ersten Satz mit Radiuskorrektur RR/RL und beim
Aufheben mit R0 positioniert die TNC das Werkzeug
immer senkrecht auf den programmierten Start- oder
Endpunkt. Positionieren Sie das Werkzeug so vor dem
ersten Konturpunkt bzw. hinter dem letzten Konturpunkt,
dass die Kontur nicht beschdigt wird.

RR
Eingabe der Radiuskorrektur
Beliebige Bahnfunktion programmieren, Koordinaten des Zielpunktes
eingeben und mit Taste ENT besttigen

X
RADIUSKORR.: RL/RR/KEINE KORR.?
Werkzeugbewegung links von der programmierten
Kontur: Softkey RL drcken oder

Werkzeugbewegung rechts von der programmierten


Kontur: Softkey RR drcken oder

Werkzeugbewegung ohne Radiuskorrektur bzw.


Radiuskorrektur aufheben: Taste ENT drcken

Satz beenden: Taste END drcken

116

5 Programmieren: Werkzeuge

5.3 Werkzeug-Korrektur

Radiuskorrektur: Ecken bearbeiten


n Auenecken:
Wenn Sie eine Radiuskorrektur programmiert haben, dann fhrt die
TNC das Werkzeug an den Auenecken entweder auf einem bergangskreis oder auf einem Spline (Auswahl ber MP7680). Falls
ntig, reduziert die TNC den Vorschub an den Auenecken, zum
Beispiel bei groen Richtungswechseln.
n Innenecken:
An Innenecken errechnet die TNC den Schnittpunkt der Bahnen, auf
denen der Werkzeug-Mittelpunkt korrigiert verfhrt. Von diesem
Punkt an verfhrt das Werkzeug am nchsten Konturelement entlang. Dadurch wird das Werkstck an den Innenecken nicht beschdigt. Daraus ergibt sich, dass der Werkzeug-Radius fr eine
bestimmte Kontur nicht beliebig gro gewhlt werden darf.

RL

Legen Sie den Start- oder Endpunkt bei einer Innenbearbeitung nicht auf einen Kontur-Eckpunkt, da sonst die
Kontur beschdigt werden kann.
Ecken ohne Radiuskorrektur bearbeiten
Ohne Radiuskorrektur knnen Sie Werkzeugbahn und Vorschub an
Werkstck-Ecken mit der Zusatzfunktion M90 beeinflussen, Siehe
Ecken verschleifen: M90, Seite 189.

RL

HEIDENHAIN iTNC 530

RL

117

5.4 Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur

5.4 Dreidimensionale WerkzeugKorrektur


Einfhrung
Die TNC kann eine dreidimensionale Werkzeug-Korrektur (3D-Korrektur) fr Geraden-Stze ausfhren. Neben den Koordinaten X,Y und Z
des Geraden-Endpunkts, mssen diese Stze auch die Komponenten
NX, NY und NZ des Flchennormalen-Vektors (siehe Bild rechts oben
und Erklrung weiter unten auf dieser Seite) enthalten.

Z
Y

Wenn Sie darber hinaus noch eine Werkzeug-Orientierung oder eine


dreidimensionale Radiuskorrektur durchfhren wollen, mssen diese
Stze zustzlich noch einen normierten Vektor mit den Komponenten
TX, TY und TZ enthalten, der die Werkzeug-Orientierung festlegt
(siehe Bild rechts Mitte).
Der Geraden-Endpunkt, die Komponenten der Flchennormalen und
die Komponenten fr die Werkzeug-Orientierung mssen Sie von
einem CAD-System berechnen lassen.

PT
P

NX

NZ
NY

Einsatz-Mglichkeiten
n Einsatz von Werkzeugen mit Abmessungen, die nicht mit den vom
CAD-System berechneten Abmessungen bereinstimmen (3D-Korrektur ohne Definition der Werkzeug-Orientierung)
n Face Milling: Korrektur der Frsergeometrie in Richtung der Flchennormalen (3D-Korrektur ohne und mit Definition der Werkzeug-Orientierung). Zerspanung erfolgt primr mit der Stirnseite des Werkzeugs
n Peripheral Milling: Korrektur des Frserradius senkrecht zur Bewegungsrichtung und senkrecht zur Werkzeugrichtung (dreidimensionale Radiuskorrektur mit Definition der Werkzeug-Orientierung).
Zerspanung erfolgt primr mit der Mantelflche des Werkzeugs

118

5 Programmieren: Werkzeuge

5.4 Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur

Definition eines normierten Vektors


Ein normierter Vektor ist eine mathematische Gre, die einen Betrag
von 1 und eine beliebige Richtung hat. Bei LN-Stzen bentigte die
TNC bis zu zwei normierte Vektoren, einen um die Richtung der Flchennormalen und einen weiteren (optionalen), um die Richtung der
Werkzeug-Orientierung zu bestimmen. Die Richtung der Flchennormalen ist durch die Komponenten NX, NY und NZ festgelegt. Sie weist
beim Schaft- und Radiusfrser senkrecht von der Werkstck-Oberflche weg hin zum Werkzeug-Bezugspunkt PT, beim Eckenradiusfrser
durch PT bzw. PT (Siehe Bild rechts oben). Die Richtung der Werkzeug-Orientierung ist durch die Komponenten TX, TY und TZ festgelegt

Die Koordinaten fr die Position X,Y, Z und fr die Flchennormalen NX, NY, NZ, bzw. TX, TY, TZ, mssen im NC-Satz
die gleiche Reihenfolge haben.
Im LN-Satz immer alle Koordinaten und alle Flchennormalen angeben, auch wenn sich die Werte im Vergleich zum
vorherigen Satz nicht gendert haben.

PT'

PT

PT

PT

Die 3D-Korrektur mit Flchennormalen ist fr Koordinatenangaben in den Hauptachsen X, Y, Z gltig.


Wenn Sie ein Werkzeug mit berma (positive Deltawerte)
einwechseln, gibt die TNC eine Fehlermeldung aus. Die
Fehlermeldung knnen Sie mit der M-Funktion M107 unterdrcken (siehe Voraussetzungen fr NC-Stze mit Flchennormalen-Vektoren und 3D-Korrektur, Seite 113).
Die TNC warnt nicht mit einer Fehlermeldung, wenn Werkzeug-bermae die Kontur verletzen wrden.
ber den Maschinen-Parameter 7680 legen Sie fest, ob
das CAD-System die Werkzeug-Lnge ber Kugelzentrum
PT oder Kugelsdpol PSP korrigiert hat (siehe Bild rechts).

PT
PSP

Erlaubte Werkzeug-Formen
Die erlaubten Werkzeug-Formen (siehe Bild rechts oben) legen Sie in
der Werkzeug-Tabelle ber die Werkzeug-Radien R und R2 fest:
n Werkzeug-Radius R: Ma vom Werkzeugmittelpunkt zur WerkzeugAuenseite
n Werkzeug-Radius 2 R2: Rundungsradius von der Werkzeug-Spitze
zur Werkzeug-Auenseite
Das Verhltnis von R zu R2 bestimmt die Form des Werkzeugs:
n R2 = 0: Schaftfrser
n R2 = R: Radiusfrser
n 0 < R2 < R: Eckenradiusfrser
Aus diesen Angaben ergeben sich auch die Koordinaten fr den Werkzeug-Bezugspunkt PT.

HEIDENHAIN iTNC 530

119

5.4 Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur

Andere Werkzeuge verwenden: Delta-Werte


Wenn Sie Werkzeuge einsetzen, die andere Abmessungen haben als
die ursprnglich vorgesehenen Werkzeuge, dann tragen Sie den
Unterschied der Lngen und Radien als Delta-Werte in die WerkzeugTabelle oder in den Werkzeug-Aufruf TOOL CALL ein:
n Positiver Delta-Wert DL, DR, DR2: Die Werkzeugmae sind grer
als die des Original-Werkzeugs (Aufma)
n Negativer Delta-Wert DL, DR, DR2: Die Werkzeugmae sind kleiner
als die des Original-Werkzeugs (Unterma)

Die TNC korrigiert dann die Werkzeug-Position um die Summe der


Delta-Werte aus der Werkzeug-Tabelle und dem Werkzeug-Aufruf.
R2

3D-Korrektur ohne Werkzeug-Orientierung

DR2>0
DL>0

Die TNC versetzt das Werkzeug in Richtung der Flchennormalen um


die Summe der Delta-Werte (Werkzeug-Tabelle und TOOL CALL).
Beispiel: Satz-Format mit Flchennormalen
1 LN X+31.737 Y+21,954 Z+33,165
NX+0,2637581 NY+0,0078922 NZ-0,8764339 F1000 M3
LN:
X, Y, Z:
NX, NY, NZ:
F:
M:

Gerade mit 3D-Korrektur


Korrigierte Koordinaten des Geraden-Endpunkts
Komponenten der Flchennormalen
Vorschub
Zusatzfunktion

Vorschub F und Zusatzfunktion M knnen Sie in der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren eingeben und ndern.
Die Koordinaten des Geraden-Endpunkts und die Komponenten der
Flchennormalen sind vom CAD-System vorzugeben.

120

5 Programmieren: Werkzeuge

5.4 Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur

Face Milling: 3D-Korrektur ohne und mit


Werkzeug-Orientierung
Die TNC versetzt das Werkzeug in Richtung der Flchennormalen um
die Summe der Delta-Werte (Werkzeug-Tabelle und TOOL CALL).
Bei aktivem M128 (siehe Position der Werkzeugspitze beim Positionieren von Schwenkachsen beibehalten (TCPM*): M128, Seite 203)
hlt die TNC das Werkzeug senkrecht zur Werkstck-Kontur, wenn im
LN-Satz keine Werkzeug-Orientierung festgelegt ist.
Ist im LN-Satz eine Werkzeug-Orientierung definiert, dann positioniert
die TNC die Drehachsen der Maschine automatisch so, dass das
Werkzeug die vorgegebene Werkzeug-Orientierung erreicht.
Diese Funktion ist nur an Maschinen mglich, fr deren
Schwenkachsen-Konfiguration Raumwinkel definierbar
sind. Beachten Sie Ihre Maschinenhandbuch.
Die TNC kann nicht bei allen Maschinen die Drehachsen
automatisch positionieren. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.

Kollisionsgefahr!
Bei Maschinen, deren Drehachsen nur einen eingeschrnkten Verfahrbereich erlauben, knnen beim automatischen Positionieren Bewegungen auftreten, die beispielsweise eine 180-Drehung des Tisches erfordern.
Achten Sie auf Kollisionsgefahr des Kopfes mit dem
Werkstck oder mit Spannmitteln.
Beispiel: Satz-Format mit Flchennormalen ohne WerkzeugOrientierung
LN X+31,737 Y+21,954 Z+33,165
NX+0,2637581 NY+0,0078922 NZ0,8764339 F1000 M128

HEIDENHAIN iTNC 530

121

5.4 Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur

Beispiel: Satz-Format mit Flchennormalen und WerkzeugOrientierung


LN X+31,737 Y+21,954 Z+33,165
NX+0,2637581 NY+0,0078922 NZ0,8764339
TX+0,0078922 TY0,8764339 TZ+0,2590319 F1000 M128
LN:
X, Y, Z:
NX, NY, NZ:
TX, TY, TZ:
F:
M:

Gerade mit 3D-Korrektur


Korrigierte Koordinaten des Geraden-Endpunkts
Komponenten der Flchennormalen
Komponenten des normierten Vektors fr die Werkzeug-Orientierung
Vorschub
Zusatzfunktion

Vorschub F und Zusatzfunktion M knnen Sie in der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren eingeben und ndern.
Die Koordinaten des Geraden-Endpunkts und die Komponenten der
Flchennormalen sind vom CAD-System vorzugeben.

122

5 Programmieren: Werkzeuge

5.4 Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur

Peripheral Milling: 3D-Radiuskorrektur mit


Werkzeug-Orientierung
Die TNC versetzt das Werkzeug senkrecht zur Bewegungsrichtung
und senkrecht zur Werkzeugrichtung um die Summe der Delta-Werte
DR (Werkzeug-Tabelle und TOOL CALL). Die Korrekturrichtung legen Sie
mit der Radiuskorrektur RL/RR fest (siehe Bild rechts oben, Bewegungsrichtung Y+). Damit die TNC die vorgegebene Werkzeug-Orientierung erreichen kann, mssen Sie die Funktion M128 aktivieren (siehe
Position der Werkzeugspitze beim Positionieren von Schwenkachsen beibehalten (TCPM*): M128 auf Seite 203). Die TNC positioniert
dann die Drehachsen der Maschine automatisch so, dass das Werkzeug die vorgegebene Werkzeug-Orientierung mit der aktiven Korrektur erreicht.
Die TNC kann nicht bei allen Maschinen die Drehachsen
automatisch positionieren. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.

Kollisionsgefahr!
Bei Maschinen, deren Drehachsen nur einen eingeschrnkten Verfahrbereich erlauben, knnen beim automatischen Positionieren Bewegungen auftreten, die beispielsweise eine 180-Drehung des Tisches erfordern.
Achten Sie auf Kollisionsgefahr des Kopfes mit dem
Werkstck oder mit Spannmitteln.
Die Werkzeug-Orientierung knnen Sie auf zwei Arten definieren:
n Im LN-Satz durch Angabe der Komponenten TX, TY und TZ
n In einem L-Satz durch Angabe der Koordinaten der Drehachsen
Beispiel: Satz-Format mit Werkzeug-Orientierung
1 LN X+31,737 Y+21,954 Z+33,165
TX+0,0078922 TY0,8764339 TZ+0,2590319 F1000 M128
LN:
X, Y, Z:
TX, TY, TZ:
F:
M:

Gerade mit 3D-Korrektur


Korrigierte Koordinaten des Geraden-Endpunkts
Komponenten des normierten Vektors fr die Werkzeug-Orientierung
Vorschub
Zusatzfunktion

HEIDENHAIN iTNC 530

123

5.4 Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur

Beispiel: Satz-Format mit Drehachsen


1 L X+31,737 Y+21,954 Z+33,165
B+12,357 C+5,896 F1000 M128
L:
X, Y, Z:
B, C:
F:
M:

124

Gerade
Korrigierte Koordinaten des Geraden-Endpunkts
Koordinaten der Drehachsen fr die Werkzeug-Orientierung
Vorschub
Zusatzfunktion

5 Programmieren: Werkzeuge

5.5 Arbeiten mit Schnittdaten-Tabellen

5.5 Arbeiten mit SchnittdatenTabellen


Hinweis
Die TNC muss vom Maschinenhersteller fr das Arbeiten
mit Schnittdaten-Tabellen vorbereitet sein.
Ggf. stehen an Ihrer Maschine nicht alle hier beschriebenen oder zustzliche Funktionen zur Verfgung. Beachten
Sie Ihr Maschinenhandbuch.

Einsatzmglichkeiten
ber Schnittdaten-Tabellen, in denen beliebige Werkstoff/
Schneidstoff-Kombinationen festgelegt sind, kann die TNC aus der
Schnittgeschwindigkeit VC und dem Zahnvorschub fZ die Spindeldrehzahl S und den Bahnvorschub F berechnen. Grundlage fr die Berechnung ist, dass Sie im Programm das Werkstck-Material und in einer
Werkzeug-Tabelle verschiedene werkzeugspezifische Eigenschaften
festgelegt haben.
Bevor Sie Schnittdaten automatisch von der TNC berechnen lassen, mssen Sie in der Betriebsart Programm-Test
die Werkzeug-Tabelle aktiviert haben (Status S), aus der
die TNC die werkzeugspezifischen Daten entnehmen soll.
Editierfunktionen fr Schnittdaten-Tabellen

Softkey

DATEI: TOOL.T
T
R
CUT.
0
...
...
1
...
...
2
+5 4
3
...
...
4
...
...

MM
TMAT
...
...
HSS
...
...

CDT
...
...
PRO1
...
...

DATEI: PRO1.CDT
NR WMAT TMAT
0
...
...
1
...
...
2
ST65 HSS
3
...
...
4
...
...

Vc1
...
...
40
...
...

TYP
...
...
MILL
...
...

F1
...
...
0.06
...
...

0 BEGIN PGM xxx.H MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20
2 BLK FORM 0.2 Z X+100 Y+100 Z+0
3 WMAT "ST65"
4 ...
5 TOOL CALL 2 Z S1273 F305

Zeile einfgen

Zeile lschen

Y
Anfang der nchsten Zeile whlen

Tabelle sortieren
Hell hinterlegtes Feld kopieren (2. Softkey-Leiste)
Kopiertes Feld einfgen (2. Softkey-Leiste)
Tabellenformat editieren (2. Softkey-Leiste)

HEIDENHAIN iTNC 530

125

5.5 Arbeiten mit Schnittdaten-Tabellen

Tabelle fr Werkstck-Materialien
Werkstck-Materialien definieren Sie in der Tabelle WMAT.TAB (siehe
Bild rechts oben). WMAT.TAB ist standardmig im Verzeichnis TNC:\
gespeichert und kann beliebig viele Materialnamen enthalten. Der
Materialnamen darf maximal 32 Zeichen (auch Leerzeichen) lang sein.
Die TNC zeigt den Inhalt der Spalte NAME an, wenn Sie im Programm
das Werkstck-Material festlegen (siehe nachfolgenden Abschnitt).
Wenn Sie die Standard Werkstoff-Tabelle verndern,
mssen Sie diese in ein anderes Verzeichnis kopieren.
Ansonsten werden Ihre nderungen bei einem SoftwareUpdate mit den HEIDENHAIN-Standarddaten berschrieben. Definieren Sie dann den Pfad in der Datei TNC.SYS
mit dem Schlsselwort WMAT= (siehe KonfigurationsDatei TNC.SYS, Seite 131).
Um Datenverlust zu vermeiden, sichern Sie die Datei
WMAT.TAB in regelmigen Abstnden.
Werkstck-Material im NC-Programm festlegen
Im NC-Programm whlen Sie den Werkstoff ber den Softkey WMAT
aus der Tabelle WMAT.TAB aus:
U Werkstck-Material

programmieren: In der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren Softkey WMAT


drcken.

U Tabelle

WMAT.TAB einblenden: Softkey AUSWAHL


FENSTER drcken, die TNC blendet in einem berlagerten Fenster die Werkstoffe ein, die in WMAT.TAB
gespeichert sind

U Werkstck-Material

whlen: Bewegen Sie das Hellfeld mit den Pfeiltasten auf das gewnschte Material
und besttigen Sie mit der Taste ENT. Die TNC bernimmt den Werkstoff in den WMAT-Satz

U Dialog

beenden: Taste END drcken

Wenn Sie in einem Programm den WMAT-Satz ndern,


gibt die TNC eine Warnmeldung aus. berprfen Sie, ob
die im TOOL CALL-Satz gespeicherten Schnittdaten noch
gltig sind.

126

5 Programmieren: Werkzeuge

5.5 Arbeiten mit Schnittdaten-Tabellen

Tabelle fr Werkzeug-Schneidstoffe
Werkzeug-Schneidstoffe definieren Sie in der Tabelle TMAT.TAB.
TMAT.TAB ist standardmig im Verzeichnis TNC:\ gespeichert und
kann beliebig viele Schneidstoffnamen enthalten (siehe Bild rechts
oben). Der Schneidstoffname darf maximal 16 Zeichen (auch Leerzeichen) lang sein. Die TNC zeigt den Inhalt der Spalte NAME an, wenn
Sie in der Werkzeug-Tabelle TOOL.T den Werkzeug-Schneidstoff festlegen.
Wenn Sie die Standard Schneidstoff-Tabelle verndern,
mssen Sie diese in ein anderes Verzeichnis kopieren.
Ansonsten werden Ihre nderungen bei einem SoftwareUpdate mit den HEIDENHAIN-Standarddaten berschrieben. Definieren Sie dann den Pfad in der Datei TNC.SYS
mit dem Schlsselwort TMAT= (siehe KonfigurationsDatei TNC.SYS, Seite 131).
Um Datenverlust zu vermeiden, sichern Sie die Datei
TMAT.TAB in regelmigen Abstnden.

Tabelle fr Schnittdaten
Die Werkstoff/Schneidstoff-Kombinationen mit den zugehrigen
Schnittdaten definieren Sie in einer Tabelle mit dem Nachnamen .CDT
(engl. cutting data file: Schnittdaten-Tabelle; siehe Bild rechts Mitte).
Die Eintrge in der Schnittdaten-Tabelle knnen von Ihnen frei konfiguriert werden. Neben den zwingend erforderlichen Spalten NR,
WMAT und TMAT kann die TNC bis zu vier Schnittgeschwindigkeit
(VC)/Vorschub (F)-Kombinationen verwalten.
Im Verzeichnis TNC:\ ist die Standard Schnittdaten-Tabelle
FRAES_2.CDT gespeichert. Sie knnen FRAES_2.CDT beliebig editieren und ergnzen oder beliebig viele neu Schnittdaten-Tabellen hinzufgen.
Wenn Sie die Standard Schnittdaten-Tabelle verndern,
mssen Sie diese in ein anderes Verzeichnis kopieren.
Ansonsten werden Ihre nderungen bei einem SoftwareUpdate mit den HEIDENHAIN-Standarddaten berschrieben (siehe Konfigurations-Datei TNC.SYS, Seite 131).
Alle Schnittdaten-Tabellen mssen im selben Verzeichnis
gespeichert sein. Ist das Verzeichnis nicht das Standardverzeichnis TNC:\, mssen Sie in der Datei TNC.SYS nach
dem Schlsselwort PCDT= den Pfad eingeben, in dem
Ihre Schnittdaten-Tabellen gespeichert sind.
Um Datenverlust zu vermeiden, sichern Sie Ihre Schnittdaten-Tabellen in regelmigen Abstnden.

HEIDENHAIN iTNC 530

127

5.5 Arbeiten mit Schnittdaten-Tabellen

Neue Schnittdaten-Tabelle anlegen


U Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren whlen
U Datei-Verwaltung whlen: Taste PGM MGT drcken
U Verzeichnis whlen, in dem die Schnittdaten-Tabellen gespeichert
sein mssen (Standard: TNC:\)
U Beliebigen Dateinamen und Datei-Typ .CDT eingeben, mit Taste
ENT besttigen
U Die TNC zeigt in der rechten Bildschirmhlfte verschiedene Tabellenformate an (maschinenabhngig, Beispiel siehe Bild rechts
oben), die sich in der Anzahl der Schnittgeschwindigkeit/VorschubKombinationen unterscheiden. Schieben Sie das Hellfeld mit den
Pfeiltasten auf das gewnschte Tabellenformat und besttigen mit
der Taste ENT. Die TNC erzeugt eine neue leere SchnittdatenTabelle

Erforderliche Angaben in der Werkzeug-Tabelle


n Werkzeug-Radius Spalte R (DR)
n Anzahl der Zhne (nur bei Frswerkzeugen) Spalte CUT
n Werkzeugtyp Spalte TYP
n Der Werkzeugtyp beeinflusst die Berechnung des Bahnvorschubs:
Frswerkzeuge: F = S fZ z
Alle anderen Werkzeuge: F = S fU
S: Spindeldrehzahl
fZ: Vorschub pro Zahn
fU: Vorschub pro Umdrehung
z: Anzahl der Zhne
n Werkzeug-Schneidstoff Spalte TMAT
n Name der Schnittdaten-Tabelle, die fr dieses Werkzeug verwendet
werden soll Spalte CDT
n Den Werkzeugtyp, den Werkzeug-Schneidstoff und den Namen der
Schnittdaten-Tabelle whlen Sie in der Werkzeug-Tabelle ber Softkey (siehe Werkzeug-Tabelle: Werkzeug-Daten fr automatische
Drehzahl-/Vorschub-Berechnung, Seite 106).

128

5 Programmieren: Werkzeuge

5.5 Arbeiten mit Schnittdaten-Tabellen

Vorgehensweise beim Arbeiten mit


automatischer Drehzahl-/Vorschub-Berechnung
1
2
3

4
5
6
7

Wenn noch nicht eingetragen: Werkstck-Material in Datei


WMAT.TAB eintragen
Wenn noch nicht eingetragen: Schneidstoff-Material in Datei
TMAT.TAB eintragen
Wenn noch nicht eingetragen: Alle fr die Schnittdaten-Berechnung erforderlichen werkzeugspezifischen Daten in der WerkzeugTabelle eintragen:
n Werkzeug-Radius
n Anzahl der Zhne
n Werkzeug-Typ
n Werkzeug-Schneidstoff
n Zum Werkzeug gehrende Schnittdaten-Tabelle
Wenn noch nicht eingetragen: Schnittdaten in einer beliebigen
Schnittdaten-Tabelle (CDT-Datei) eintragen
Betriebsart Test: Werkzeug-Tabelle aktivieren, aus der die TNC die
werkzeugspezifischen Daten entnehmen soll (Status S)
Im NC-Programm: ber Softkey WMAT Werkstck-Material festlegen
Im NC-Programm: Im TOOL CALL-Satz Spindeldrehzahl und Vorschub ber Softkey automatisch berechnen lassen

Tabellen-Struktur verndern
Schnittdaten-Tabellen sind fr die TNC sogenannte frei definierbare
Tabellen. Das Format frei definierbarer Tabellen knnen Sie mit dem
Struktur-Editor ndern.
Die TNC kann maximal 200 Zeichen pro Zeile und maximal
30 Spalten verarbeiten.
Wenn Sie in eine bestehende Tabelle nachtrglich eine
Spalte einfgen, dann verschiebt die TNC bereits eingetragene Werte nicht automatisch.
Struktur-Editor aufrufen
Drcken Sie den Softkey FORMAT EDITIEREN (2. Softkey-Ebene). Die
TNC ffnet das Editor-Fenster (siehe Bild rechts), in dem die Tabellenstruktur um 90 gedreht dargestellt ist. Eine Zeile im Editor-Fenster
definiert eine Spalte in der zugehrigen Tabelle. Entnehmen Sie die
Bedeutung des Strukturbefehls (Kopfzeileneintrag) aus nebenstehender Tabelle.

HEIDENHAIN iTNC 530

129

5.5 Arbeiten mit Schnittdaten-Tabellen

Struktur-Editor beenden
Drcken Sie die Taste END. Die TNC wandelt Daten, die bereits in der
Tabelle gespeichert waren, ins neue Format um. Elemente, die die
TNC nicht in die neue Struktur wandeln konnte, sind mit # gekennzeichnet (z.B. wenn Sie die Spaltenbreite verkleinert haben).
Strukturbefehl

Bedeutung

NR

Spaltennummer

NAME

Spaltenberschrift

TYP

N: Numerische Eingabe
C: Alphanumerische Eingabe

WIDTH

Breite der Spalte. Bei Typ N einschlielich Vorzeichen, Komma und Nachkommastellen

DEC

Anzahl der Nachkommastellen (max. 4, nur bei


Typ N wirksam)

ENGLISH
bis
HUNGARIA

Sprachabhngige Dialoge bis (max. 32 Zeichen)

130

5 Programmieren: Werkzeuge

5.5 Arbeiten mit Schnittdaten-Tabellen

Datenbertragung von Schnittdaten-Tabellen


Wenn Sie eine Datei vom Datei-Typ .TAB oder .CDT ber eine externe
Datenschnittstelle ausgeben, speichert die TNC die Strukturdefinition
der Tabelle mit ab. Die Strukturdefinition beginnt mit der Zeile
#STRUCTBEGIN und endet mit der Zeile #STRUCTEND. Entnehmen
Sie die Bedeutung der einzelnen Schlsselwrter aus der Tabelle
Strukturbefehl (siehe Tabellen-Struktur verndern, Seite 129).
Hinter #STRUCTEND speichert die TNC den eigentlichen Inhalt der
Tabelle ab.

Konfigurations-Datei TNC.SYS
Die Konfigurations-Datei TNC.SYS mssen Sie verwenden, wenn Ihre
Schnittdaten-Tabellen nicht im Standard-Verzeichnis TNC:\ gespeichert sind. Dann legen Sie in der TNC.SYS die Pfade fest, in denen Ihre
Schnittdaten-Tabellen gespeichert sind.
Die Datei TNC.SYS muss im Root-Verzeichnis TNC:\
gespeichert sein.
Eintrge in TNC.SYS

Bedeutung

WMAT=

Pfad fr Werkstoff-Tabelle

TMAT=

Pfad fr Schneidstoff-Tabelle

PCDT=

Pfad fr Schnittdaten-Tabellen

Beispiel fr TNC.SYS
WMAT=TNC:\CUTTAB\WMAT_GB.TAB
TMAT=TNC:\CUTTAB\TMAT_GB.TAB
PCDT=TNC:\CUTTAB\

HEIDENHAIN iTNC 530

131

6
Programmieren:
Konturen programmieren

Bahnfunktionen
Eine Werkstck-Kontur setzt sich gewhnlich aus mehreren Konturelementen wie Geraden und Kreisbgen zusammen. Mit den Bahnfunktionen programmieren Sie die Werkzeugbewegungen fr Geraden und Kreisbgen.

L
CC

L
L

Freie Kontur-Programmierung FK

Wenn keine NC-gerecht bemate Zeichnung vorliegt und die Maangaben fr das NC-Programm unvollstndig sind, dann programmieren
Sie die Werkstck-Kontur mit der Freien Kontur-Programmierung. Die
TNC errechnet die fehlenden Angaben.
Auch mit der FK-Programmierung programmieren Sie Werkzeugbewegungen fr Geraden und Kreisbgen.

Zusatzfunktionen M
Mit den Zusatzfunktionen der TNC steuern Sie
n den Programmlauf, z.B. eine Unterbrechung des Programmlaufs
n die Maschinenfunktionen, wie das Ein- und Ausschalten der Spindeldrehung und des Khlmittels
n das Bahnverhalten des Werkzeugs

Y
80
CC

60

Unterprogramme und ProgrammteilWiederholungen


Bearbeitungs-Schritte, die sich wiederholen, geben Sie nur einmal als
Unterprogramm oder Programmteil-Wiederholung ein. Wenn Sie
einen Teil des Programms nur unter bestimmten Bedingungen ausfhren lassen mchten, dann legen Sie diese Programmschritte ebenfalls in einem Unterprogramm fest. Zustzlich kann ein BearbeitungsProgramm ein weiteres Programm aufrufen und ausfhren lassen.

R4
0

6.1 Werkzeug-Bewegungen

6.1 Werkzeug-Bewegungen

40

X
10

115

Das Programmieren mit Unterprogrammen und Programmteil-Wiederholungen ist in Kapitel 9 beschrieben.

Programmieren mit Q-Parametern


Im Bearbeitungs-Programm stehen Q-Parameter stellvertretend fr
Zahlenwerte: Einem Q-Parameter wird an anderer Stelle ein Zahlenwert zugeordnet. Mit Q-Parametern knnen Sie mathematische Funktionen programmieren, die den Programmlauf steuern oder die eine
Kontur beschreiben.
Zustzlich knnen Sie mit Hilfe der Q-Parameter-Programmierung
Messungen mit dem 3D-Tastsystem whrend des Programmlaufs
ausfhren.
Das Programmieren mit Q-Parametern ist in Kapitel 10 beschrieben.

134

6 Programmieren: Konturen programmieren

Werkzeugbewegung fr eine Bearbeitung


programmieren
Z

Wenn Sie ein Bearbeitungs-Programm erstellen, programmieren Sie


nacheinander die Bahnfunktionen fr die einzelnen Elemente der
Werkstck-Kontur. Dazu geben Sie gewhnlich die Koordinaten fr
die Endpunkte der Konturelemente aus der Mazeichnung ein. Aus
diesen Koordinaten-Angaben, den Werkzeug-Daten und der Radiuskorrektur ermittelt die TNC den tatschlichen Verfahrweg des Werkzeugs.

Y
X

Die TNC fhrt gleichzeitig alle Maschinenachsen, die Sie in dem Programm-Satz einer Bahnfunktion programmiert haben.

100

Bewegungen parallel zu den Maschinenachsen


Der Programm-Satz enthlt eine Koordinaten-Angabe: Die TNC fhrt
das Werkzeug parallel zur programmierten Maschinenachse.
Je nach Konstruktion Ihrer Maschine bewegt sich beim Abarbeiten
entweder das Werkzeug oder der Maschinentisch mit dem aufgespannten Werkstck. Beim Programmieren der Bahnbewegung tun
Sie grundstzlich so, als ob sich das Werkzeug bewegt.

Beispiel:

L X+100

X
L
X+100

Bahnfunktion Gerade
Koordinaten des Endpunkts

50

Das Werkzeug behlt die Y- und Z-Koordinaten bei und fhrt auf die
Position X=100. Siehe Bild rechts oben.

70

Bewegungen in den Hauptebenen


Der Programm-Satz enthlt zwei Koordinaten-Angaben: Die TNC fhrt
das Werkzeug in der programmierten Ebene.
Beispiel:
L X+70 Y+50
Das Werkzeug behlt die Z-Koordinate bei und fhrt in der XY-Ebene
auf die Position X=70, Y=50. Siehe Bild rechts Mitte

Z
Y

Dreidimensionale Bewegung
Der Programm-Satz enthlt drei Koordinaten-Angaben: Die TNC fhrt
das Werkzeug rumlich auf die programmierte Position.

Beispiel:
L X+80 Y+0 Z-10

HEIDENHAIN iTNC 530

-10

80

135

6.2 Grundlagen zu den Bahnfunktionen

6.2 Grundlagen zu den


Bahnfunktionen

6.2 Grundlagen zu den Bahnfunktionen

Eingabe von mehr als drei Koordinaten


Die TNC kann bis zu 5 Achsen gleichzeitig steuern. Bei einer Bearbeitung mit 5 Achsen bewegen sich beispielsweise 3 Linear- und 2 Drehachsen gleichzeitig.
Das Bearbeitungs-Programm fr eine solche Bearbeitung liefert
gewhnlich ein CAD-System und kann nicht an der Maschine erstellt
werden.
Beispiel:
L X+20 Y+10 Z+2 A+15 C+6 R0 F100 M3

Eine Bewegung von mehr als 3 Achsen wird von der TNC
grafisch nicht untersttzt.
Kreise und Kreisbgen
Bei Kreisbewegungen fhrt die TNC zwei Maschinenachsen gleichzeitig: Das Werkzeug bewegt sich relativ zum Werkstck auf einer Kreisbahn. Fr Kreisbewegungen knnen Sie einen Kreismittelpunkt CC
eingeben.
Mit den Bahnfunktionen fr Kreisbgen programmieren Sie Kreise in
den Hauptebenen: Die Hauptebene ist beim Werkzeug-Aufruf TOOL
CALL mit dem Festlegen der Spindelachse zu definieren:
Spindelachse

Hauptebene

XY, auch
UV, XV, UY

ZX, auch
WU, ZU, WX

YCC

CC

XCC

YZ, auch
VW, YW, VZ

Kreise, die nicht parallel zur Hauptebene liegen, programmieren Sie auch mit der Funktion Bearbeitungsebene
schwenken (siehe BEARBEITUNGSEBENE (Zyklus
19), Seite 354), oder mit Q-Parametern (siehe Prinzip
und Funktionsbersicht, Seite 382).
Drehsinn DR bei Kreisbewegungen
Fr Kreisbewegungen ohne tangentialen bergang zu anderen
Konturelementen geben Sie den Drehsinn DR ein:

Z
Y

DR+
DR
CC

CC

Drehung im Uhrzeigersinn: DR
Drehung gegen den Uhrzeigersinn: DR+

136

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.2 Grundlagen zu den Bahnfunktionen

Radiuskorrektur
Die Radiuskorrektur muss in dem Satz stehen, mit dem Sie das erste
Konturelement anfahren. Die Radiuskorrektur darf nicht in einem Satz
fr eine Kreisbahn begonnen werden. Programmieren Sie diese zuvor
in einem Geraden-Satz (siehe Bahnbewegungen rechtwinklige
Koordinaten, Seite 146) oder im Anfahr-Satz (APPR-Satz, siehe Kontur anfahren und verlassen, Seite 139).
Vorpositionieren
Positionieren Sie das Werkzeug zu Beginn eines Bearbeitungs-Programms so vor, dass eine Beschdigung von Werkzeug und Werkstck ausgeschlossen ist.
Erstellen der Programm-Stze mit den Bahnfunktionstasten
Mit den grauen Bahnfunktionstasten erffnen Sie den Klartext-Dialog.
Die TNC erfragt nacheinander alle Informationen und fgt den Programm-Satz ins Bearbeitungs-Programm ein.
Beispiel Programmieren einer Geraden.
Programmier-Dialog erffnen: z.B. Gerade

KOORDINATEN?
10

Koordinaten des Geraden-Endpunkts eingeben

RADIUSKORR.: RL/RR/KEINE KORR.?


Radiuskorrektur whlen: z.B. Softkey RL drcken, das
Werkzeug fhrt links von der Kontur
VORSCHUB F=? / F MAX = ENT

100

Vorschub eingeben und mit Taste ENT besttigen:


z.B. 100 mm/min. Bei INCH-Programmierung: Eingabe von 100 entspricht Vorschub von 10 inch/min

Im Eilgang verfahren: Softkey FMAX drcken, oder

Mit automatisch berechnetem Vorschub verfahren


(Schnittdaten-Tabellen): Softkey FAUTO drcken

HEIDENHAIN iTNC 530

137

6.2 Grundlagen zu den Bahnfunktionen

ZUSATZ-FUNKTION M?
3

Zusatzfunktion z.B. M3 eingeben und den Dialog mit


der Taste ENT abschlieen

Zeile im Bearbeitungsprogramm
L X+10 Y+5 RL F100 M3

138

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.3 Kontur anfahren und verlassen

6.3 Kontur anfahren und verlassen


bersicht: Bahnformen zum Anfahren und
Verlassen der Kontur
Die Funktionen APPR (engl. approach = Anfahrt) und DEP (engl. departure = Verlassen) werden mit der APPR/DEP-Taste aktiviert. Danach
lassen sich folgende Bahnformen ber Softkeys whlen:
Funktion Softkey

Anfahren

Verlassen

Gerade mit tangentialem Anschluss

Gerade senkrecht zum Konturpunkt

Kreisbahn mit tangentialem Anschluss

Kreisbahn mit tangentialem Anschluss


an die Kontur, An- und Wegfahren zu
einem Hilfspunkt auerhalb der Kontur
auf tangential anschlieendem Geradenstck
Schraubenlinie anfahren und verlassen
Beim Anfahren und Verlassen einer Schraubenlinie (Helix) fhrt das
Werkzeug in der Verlngerung der Schraubenlinie und schliet so auf
einer tangentialen Kreisbahn an die Kontur an. Verwenden Sie dazu die
Funktion APPR CT bzw. DEP CT.

Wichtige Positionen beim An- und Wegfahren


n Startpunkt PS
Diese Position programmieren Sie unmittelbar vor dem APPR-Satz.
Ps liegt auerhalb der Kontur und wird ohne Radiuskorrektur (R0)
angefahren.
n Hilfspunkt PH
Das An- und Wegfahren fhrt bei einigen Bahnformen ber einen
Hilfspunkt PH, den die TNC aus Angaben im APPR- und DEP-Satz
errechnet.
n Erster Konturpunkt PA und letzter Konturpunkt PE
Den ersten Konturpunkt PA programmieren Sie im APPR-Satz, den
letzten Konturpunkt PE mit einer beliebigen Bahnfunktion. Enthlt
der APPR-Satz auch die Z-Koordinate, fhrt die TNC das Werkzeug
erst in der Bearbeitungsebene auf PH und dort in der WerkzeugAchse auf die eingegebene Tiefe.

RL

RL
PN R0
PA RL

PE RL

PH RL
PS R0

HEIDENHAIN iTNC 530

139

6.3 Kontur anfahren und verlassen

n Endpunkt PN
Die Position PN liegt auerhalb der Kontur und ergibt sich aus Ihren
Angaben im DEP-Satz. Enthlt der DEP-Satz auch die Z-Koordinate,
fhrt die TNC das Werkzeug erst in der Bearbeitungsebene auf PH
und dort in der Werkzeug-Achse auf die eingegebene Hhe.
Kurzbezeichnung

Bedeutung

APPR

engl. APPRoach = Anfahrt

DEP

engl. DEParture = Abfahrt

engl. Line = Gerade

engl. Circle = Kreis

Tangential (stetiger, glatter bergang

Normale (senkrecht)

Beim Positionieren von der Ist-Position zum Hilfspunkt PH


berprft die TNC nicht, ob die programmierte Kontur
beschdigt wird. berprfen Sie das mit der Test-Grafik!
Bei den Funktionen APPR LT, APPR LN und APPR CT fhrt die
TNC von der Ist-Position zum Hilfspunkt PH mit dem
zuletzt programmierten Vorschub/Eilgang. Bei der Funktion APPR LCT fhrt die TNC den Hilfspunkt PH mit dem im
APPR-Satz programmierten Vorschub an.
Polarkoordinaten
Die Konturpunkte fr folgende An-/Wegfahrfunktionen knnen Sie
auch ber Polarkoordinaten programmieren!
n APPR LT wird zu APPR PLT
n APPR LN wird zu APPR PLN
n APPR CT wird zu APPR PCT
n APPR LCT wird zu APPR PLCT
n DEP LCT wird zu DEP PLCT
Drcken Sie dazu die orange Taste P, nachdem Sie per Softkey eine
Anfahr- bzw. Wegfahrfunktion gewhlt haben.
Radiuskorrektur
Die Radiuskorrektur programmieren Sie zusammen mit dem ersten
Konturpunkt PA im APPR-Satz. Die DEP-Stze heben die Radiuskorrektur automatisch auf!
Anfahren ohne Radiuskorrektur: Wird im APPR-Satz R0 programmiert,
so fhrt die TNC das Werkzeug wie ein Werkzeug mit R = 0 mm und
Radiuskorrektur RR! Dadurch ist bei den Funktionen APPR/DEP LN
und APPR/DEP CT die Richtung festgelegt, in der die TNC das Werkzeug zur Kontur hin und von ihr fort fhrt.

140

6 Programmieren: Konturen programmieren

Beliebige Bahnfunktion: Startpunkt PS anfahren


Dialog mit Taste APPR/DEP und Softkey APPR LT erffnen:
U Koordinaten

PA
RR

20

10

PH

des ersten Konturpunkts PA

PS
R0

RR

U LEN:

Abstand des Hilfspunkts PH zum ersten Konturpunkt PA

U Radiuskorrektur

20

RR/RL fr die Bearbeitung

35

40

NC-Beispielstze
7 L X+40 Y+10 RO FMAX M3

PS ohne Radiuskorrektur anfahren

8 APPR LT X+20 Y+20 Z-10 LEN15 RR F100

PA mit Radiuskorr. RR, Abstand PH zu PA: LEN=15

9 L Y+35 Y+35

Endpunkt erstes Konturelement

10 L ...

Nchstes Konturelement

Anfahren auf einer Geraden senkrecht zum


ersten Konturpunkt: APPR LN

U
U

Beliebige Bahnfunktion: Startpunkt PS anfahren


Dialog mit Taste APPR/DEP und Softkey APPR LN erffnen:
U Koordinaten

R
R

Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom Startpunkt PS auf
einen Hilfspunkt PH. Von dort aus fhrt es den ersten Konturpunkt PA
auf einer Geraden senkrecht an. Der Hilfspunkt PH hat den Abstand
LEN + Werkzeug-Radius zum ersten Konturpunkt PA.

Y
35

20

PA
RR

15

10

PH
RR

des ersten Konturpunkts PA

PS
R0

U Lnge:

Abstand des Hilfspunkts PH. LEN immer positiv eingeben!

U Radiuskorrektur

RR/RL fr die Bearbeitung

10

20

40

NC-Beispielstze
7 L X+40 Y+10 RO FMAX M3

PS ohne Radiuskorrektur anfahren

8 APPR LN X+10 Y+20 Z-10 LEN15 RR F100

PA mit Radiuskorr. RR

9 L X+20 Y+35

Endpunkt erstes Konturelement

10 L ...

Nchstes Konturelement

HEIDENHAIN iTNC 530

141

6.3 Kontur anfahren und verlassen

R
R

Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom Startpunkt PS auf
einen Hilfspunkt PH. Von dort aus fhrt es den ersten Konturpunkt PA
auf einer Geraden tangential an. Der Hilfspunkt PH hat den Abstand
LEN zum ersten Konturpunkt PA.

Y
35

15

Anfahren auf einer Geraden mit tangentialem


Anschluss: APPR LT

Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom Startpunkt PS auf
einen Hilfspunkt PH. Von dort fhrt es auf einer Kreisbahn, die tangential in das erste Konturelement bergeht, den ersten Konturpunkt PA
an.
Die Kreisbahn von PH nach PA ist festgelegt durch den Radius R und
den Mittelpunktswinkel CCA. Der Drehsinn der Kreisbahn ist durch
den Verlauf des ersten Konturelements gegeben.
U
U

Y
35

R
R

6.3 Kontur anfahren und verlassen

Anfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem


Anschluss: APPR CT

20

PA
RR

CCA=
180

10

R1

PH
RR

Beliebige Bahnfunktion: Startpunkt PS anfahren


Dialog mit Taste APPR/DEP und Softkey APPR CT erffnen:
U Koordinaten
U Radius

des ersten Konturpunkts PA

10

20

PS
R0

40

R der Kreisbahn

n Anfahren auf der Seite des Werkstcks, die durch


die Radiuskorrektur definiert ist: R positiv eingeben
n Von der Werkstck-Seite aus anfahren:
R negativ eingeben
U Mittelpunktswinkel

CCA der Kreisbahn

n CCA nur positiv eingeben


n Maximaler Eingabewert 360
U Radiuskorrektur

RR/RL fr die Bearbeitung

NC-Beispielstze
7 L X+40 Y+10 RO FMAX M3

PS ohne Radiuskorrektur anfahren

8 APPR CT X+10 Y+20 Z-10 CCA180 R+10 RR F100

PA mit Radiuskorr. RR, Radius R=10

9 L X+20 Y+35

Endpunkt erstes Konturelement

10 L ...

Nchstes Konturelement

142

6 Programmieren: Konturen programmieren

Die Kreisbahn schliet sowohl an die Gerade PS PH als auch an das


erste Konturelement tangential an. Damit ist sie durch den Radius R
eindeutig festgelegt.
U
U

R
R

Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom Startpunkt PS auf
einen Hilfspunkt PH. Von dort aus fhrt es auf einer Kreisbahn den
ersten Konturpunkt PA an. Der im APPR-Satz programmierte Vorschub
ist wirksam.

Y
35

20

PA
RR

R1

10

Beliebige Bahnfunktion: Startpunkt PS anfahren


Dialog mit Taste APPR/DEP und Softkey APPR LCT erffnen:
U Koordinaten
U Radius

des ersten Konturpunkts PA

PH
RR
10

20

PS
R0

40

R der Kreisbahn. R positiv angeben

U Radiuskorrektur

RR/RL fr die Bearbeitung

NC-Beispielstze
7 L X+40 Y+10 RO FMAX M3

PS ohne Radiuskorrektur anfahren

8 APPR LCT X+10 Y+20 Z-10 R10 RR F100

PA mit Radiuskorr. RR, Radius R=10

9 L X+20 Y+35

Endpunkt erstes Konturelement

10 L ...

Nchstes Konturelement

HEIDENHAIN iTNC 530

143

6.3 Kontur anfahren und verlassen

Anfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem


Anschluss an die Kontur und Geradenstck:
APPR LCT

U
U

Letztes Konturelement mit Endpunkt PE und Radiuskorrektur programmieren


Dialog mit Taste APPR/DEP und Softkey DEP LT erffnen:

Y
Y
RR
PA
RR

20
20

PE

R1

10

RR

12.5

Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom letzten Konturpunkt PE zum Endpunkt PN. Die Gerade liegt in der Verlngerung des
letzten Konturelements. PN befindet sich im Abstand LEN von PE.

35

R
R

6.3 Kontur anfahren und verlassen

Wegfahren auf einer Geraden mit tangentialem


Anschluss: DEP LT

U LEN:

Abstand des Endpunkts PN vom letzten Konturelement PE eingeben

PH
RR

PN

PS
R0

R0

20

10

40

X
X

NC-Beispielstze
23 L Y+20 RR F100

Letztes Konturelement: PE mit Radiuskorrektur

24 DEP LT LEN12.5 F100

Um LEN=12,5 mm wegfahren

25 L Z+100 FMAX M2

Z freifahren, Rcksprung, Programm-Ende

Wegfahren auf einer Geraden senkrecht zum


letzten Konturpunkt: DEP LN
Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden vom letzten Konturpunkt PE zum Endpunkt PN. Die Gerade fhrt senkrecht vom letzten
Konturpunkt PE weg. PN befindet sich von PE im Abstand LEN + Werkzeug-Radius.
U
U

Letztes Konturelement mit Endpunkt PE und Radiuskorrektur programmieren


Dialog mit Taste APPR/DEP und Softkey DEP LN erffnen:

Y
RR
PN
R0
20

PE
20

RR

U LEN:

Abstand des Endpunkts PN eingeben


Wichtig: LEN positiv eingeben!

X
NC-Beispielstze
23 L Y+20 RR F100

Letztes Konturelement: PE mit Radiuskorrektur

24 DEP LN LEN+20 F100

Um LEN=20 mm senkrecht von Kontur wegfahren

25 L Z+100 FMAX M2

Z freifahren, Rcksprung, Programm-Ende

144

6 Programmieren: Konturen programmieren

Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Kreisbahn vom letzten Konturpunkt PE zum Endpunkt PN. Die Kreisbahn schliet tangential an das
letzte Konturelement an.

Letztes Konturelement mit Endpunkt PE und Radiuskorrektur programmieren


Dialog mit Taste APPR/DEP und Softkey DEP CT erffnen:
U Mittelpunktswinkel
U Radius

R0

20

PE

R8

RR
PN

180

RR

CCA der Kreisbahn

R der Kreisbahn

n Das Werkzeug soll zu der Seite das Werkstck verlassen, die durch die Radiuskorrektur festgelegt ist:
R positiv eingeben
n Das Werkzeug soll zu der entgegengesetzten
Seite das Werkstck verlassen, die durch die Radiuskorrektur festgelegt ist: R negativ eingeben

NC-Beispielstze
23 L Y+20 RR F100

Letztes Konturelement: PE mit Radiuskorrektur

24 DEP CT CCA 180 R+8 F100

Mittelpunktswinkel=180,
Kreisbahn-Radius=8 mm
Z freifahren, Rcksprung, Programm-Ende

25 L Z+100 FMAX M2

Wegfahren auf einer Kreisbahn


mit tangentialem Anschluss an Kontur
und Geradenstck: DEP LCT

U
U

Letztes Konturelement mit Endpunkt PE und Radiuskorrektur programmieren


Dialog mit Taste APPR/DEP und Softkey DEP LCT erffnen:
U Koordinaten
U Radius

RR

20

R8

Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Kreisbahn vom letzten Konturpunkt PE auf einen Hilfspunkt PH. Von dort fhrt es auf einer Geraden
zum Endpunkt PN. Das letzte Konturelement und die Gerade von PH
PN haben mit der Kreisbahn tangentiale bergnge. Damit ist die
Kreisbahn durch den Radius R eindeutig festgelegt.

12
PN
R0

PE
RR

PH
R0

des Endpunkts PN eingeben

R der Kreisbahn. R positiv eingeben

10

NC-Beispielstze
23 L Y+20 RR F100

Letztes Konturelement: PE mit Radiuskorrektur

24 DEP LCT X+10 Y+12 R+8 F100

Koordinaten PN, Kreisbahn-Radius=8 mm

25 L Z+100 FMAX M2

Z freifahren, Rcksprung, Programm-Ende

HEIDENHAIN iTNC 530

145

6.3 Kontur anfahren und verlassen

Wegfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem


Anschluss: DEP CT

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

6.4 Bahnbewegungen
rechtwinklige Koordinaten
bersicht der Bahnfunktionen
Funktion

Werkzeug-Bewegung

Erforderliche Eingaben

Gerade L
engl.: Line

Gerade

Koordinaten des Geraden-Endpunkts

Fase: CHF
engl.: CHamFer

Fase zwischen zwei Geraden

Fasenlnge

Kreismittelpunkt CC;
engl.: Circle Center

Keine

Koordinaten des Kreismittelpunkts bzw. Pols

Kreisbogen C
engl.: Circle

Kreisbahn um Kreismittelpunkt
CC zum Kreisbogen-Endpunkt

Koordinaten des Kreis-Endpunkts, Drehrichtung

Kreisbogen CR
engl.: Circle by Radius

Kreisbahn mit bestimmten


Radius

Koordinaten des Kreis-Endpunkts, Kreisradius, Drehrichtung

Kreisbogen CT
engl.: Circle Tangential

Kreisbahn mit tangentialem


Anschluss an vorheriges und
nachfolgendes Konturelement

Koordinaten des Kreis-Endpunkts

Ecken-Runden RND
engl.: RouNDing of Corner

Kreisbahn mit tangentialem


Anschluss an vorheriges und
nachfolgendes Konturelement

Eckenradius R

Freie Kontur-Programmierung FK

Gerade oder Kreisbahn mit beliebigem Anschluss an vorheriges


Konturelement

siehe Bahnbewegungen Freie


Kontur-Programmierung FK,
Seite 166

146

Bahnfunktionstaste

6 Programmieren: Konturen programmieren

Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Geraden von seiner aktuellen
Position zum Endpunkt der Geraden. Der Startpunkt ist der Endpunkt
des vorangegangenen Satzes.
des Endpunkts der Geraden

U Vorschub

10

Falls ntig:
U Radiuskorrektur RL/RR/R0
F

U Zusatz-Funktion

40
15

U Koordinaten

NC-Beispielstze
7 L X+10 Y+40 RL F200 M3

20
10

8 L IX+20 IY-15

60

9 L X+60 IY-10

U
U

Fahren Sie das Werkzeug in der Betriebsart Manueller Betrieb auf


die Position, die bernommen werden soll
Bildschirm-Anzeige auf Programm-Einspeichern/Editieren wechseln
Programm-Satz whlen, hinter dem der L-Satz eingefgt werden
soll
U Taste IST-POSITION-BERNEHMEN drcken: Die
TNC generiert einen L-Satz mit den Koordinaten der
Ist-Position
Die Anzahl der Achsen, die die TNC im L-Satz speichert,
legen Sie ber die MOD-Funktion fest (siehe MOD-Funktion whlen, Seite 448).

HEIDENHAIN iTNC 530

30

12

12

Ist-Position bernehmen
Einen Geraden-Satz (L-Satz) knnen Sie auch mit der Taste IST-POSITION-BERNEHMEN generieren:

40

147

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

Gerade L

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

Fase CHF zwischen zwei Geraden einfgen


Konturecken, die durch den Schnitt zweier Geraden entstehen, knnen Sie mit einer Fase versehen.
n In den Geradenstzen vor und nach dem CHF-Satz programmieren
Sie jeweils beide Koordinaten der Ebene, in der die Fase ausgefhrt
wird
n Die Radiuskorrektur vor und nach CHF-Satz muss gleich sein
n Die Fase muss mit dem aktuellen Werkzeug ausfhrbar sein
U Fasen-Abschnitt:

Lnge der Fase

Falls ntig:
U Vorschub F (wirkt nur im CHF-Satz)
NC-Beispielstze
7 L X+0 Y+30 RL F300 M3

8 L X+40 IY+5
9 CHF 12 F250
10 L IX+5 Y+0

Eine Kontur nicht mit einem CHF-Satz beginnen.


Eine Fase wird nur in der Bearbeitungsebene ausgefhrt.
Der von der Fase abgeschnittene Eckpunkt wird nicht
angefahren.
Ein im CHF-Satz programmierter Vorschub wirkt nur in
diesem CHF-Satz. Danach ist wieder der vor dem CHFSatz programmierte Vorschub gltig.

148

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

Ecken-Runden RND
Die Funktion RND rundet Kontur-Ecken ab.

Das Werkzeug fhrt auf einer Kreisbahn, die sowohl an das vorhergegangene als auch an das nachfolgende Konturelement tangential
anschliet.
Der Rundungskreis muss mit dem aufgerufenen Werkzeug ausfhrbar
sein.
U Rundungs-Radius:

40

R5

Radius des Kreisbogens

Falls ntig:
U Vorschub F (wirkt nur im RND-Satz)

25

NC-Beispielstze
5 L X+10 Y+40 RL F300 M3

X
10

40

6 L X+40 Y+25
7 RND R5 F100
8 L X+10 Y+5

Das vorhergehende und nachfolgende Konturelement


sollte beide Koordinaten der Ebene enthalten, in der das
Ecken-Runden ausgefhrt wird. Wenn Sie die Kontur
ohne Werkzeug-Radiuskorrektur bearbeiten, dann mssen Sie beide Koordinaten der Bearbeitungsebene programmieren.
Der Eckpunkt wird nicht angefahren.
Ein im RND-Satz programmierter Vorschub wirkt nur in
diesem RND-Satz. Danach ist wieder der vor dem RNDSatz programmierte Vorschub gltig.
Ein RND-Satz lsst sich auch zum weichen Anfahren an
die Kontur nutzen, falls die APPR-Funktionen nicht eingesetzt werden sollen.

HEIDENHAIN iTNC 530

149

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

Kreismittelpunkt CC
Den Kreismittelpunkt legen Sie fr Kreisbahnen fest, die Sie mit der CTaste (Kreisbahn C) programmieren. Dazu
n geben Sie die rechtwinkligen Koordinaten des Kreismittelpunkts ein
oder
n bernehmen die zuletzt programmierte Position oder
n bernehmen die Koordinaten mit der Taste IST-POSITIONENBERNEHMEN
U Koordinaten CC: Koordinaten fr den Kreismittelpunkt

Z
CC

YCC

eingeben oder
Um die zuletzt programmierte Position zu bernehmen: Keine Koordinaten eingeben
NC-Beispielstze

X CC

5 CC X+25 Y+25
oder
10 L X+25 Y+25
11 CC
Die Programmzeilen 10 und 11 beziehen sich nicht auf das Bild.
Gltigkeit
Der Kreismittelpunkt bleibt solange festgelegt, bis Sie einen neuen
Kreismittelpunkt programmieren. Einen Kreismittelpunkt knnen Sie
auch fr die Zusatzachsen U, V und W festlegen.
Kreismittelpunkt CC inkremental eingeben
Eine inkremental eingegebene Koordinate fr den Kreismittelpunkt
bezieht sich immer auf die zuletzt programmierte Werkzeug-Position.
Mit CC kennzeichnen Sie eine Position als Kreismittelpunkt: Das Werkzeug fhrt nicht auf diese Position.
Der Kreismittelpunkt ist gleichzeitig Pol fr Polarkoordinaten.

150

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

Kreisbahn C um Kreismittelpunkt CC
Legen Sie den Kreismittelpunkt CC fest, bevor Sie die Kreisbahn C programmieren. Die zuletzt programmierte Werkzeug-Position vor dem
C-Satz ist der Startpunkt der Kreisbahn.
U

Werkzeug auf den Startpunkt der Kreisbahn fahren


U Koordinaten

des Kreismittelpunkts

U Koordinaten

des Kreisbogen-Endpunkts

U Drehsinn

DR

CC

Falls ntig:
U Vorschub

U Zusatz-Funktion

NC-Beispielstze
5 CC X+25 Y+25
6 L X+45 Y+25 RR F200 M3
7 C X+45 Y+25 DR+

Y
Vollkreis
Programmieren Sie fr den Endpunkt die gleichen Koordinaten wie fr
den Startpunkt.
Start- und Endpunkt der Kreisbewegung mssen auf der
Kreisbahn liegen.

25

CC

Eingabe-Toleranz: bis 0,016 mm (ber MP7431 whlbar)

25

HEIDENHAIN iTNC 530

45

151

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

Kreisbahn CR mit festgelegtem Radius


Das Werkzeug fhrt auf einer Kreisbahn mit dem Radius R.
U Koordinaten

des Kreisbogen-Endpunkts

U Radius

R
Achtung: Das Vorzeichen legt die Gre des Kreisbogens fest!

U Drehsinn

DR
Achtung: Das Vorzeichen legt konkave oder konvexe
Wlbung fest!

R
E1=S2
S1=E2

CC

Falls ntig:
U Zusatz-Funktion M
U Vorschub

Vollkreis
Fr einen Vollkreis programmieren Sie zwei CR-Stze hintereinander:
Der Endpunkt des ersten Halbkreises ist Startpunkt des zweiten. Endpunkt des zweiten Halbkreises ist Startpunkt des ersten.

Y
Zentriwinkel CCA und Kreisbogen-Radius R
Startpunkt und Endpunkt auf der Kontur lassen sich durch vier verschiedene Kreisbgen mit gleichem Radius miteinander verbinden:
Kleinerer Kreisbogen: CCA<180
Radius hat positives Vorzeichen R>0

DR+
ZW
R
R

40

Grerer Kreisbogen: CCA>180


Radius hat negatives Vorzeichen R<0

ber den Drehsinn legen Sie fest, ob der Kreisbogen auen (konvex)
oder nach innen (konkav) gewlbt ist:
Konvex: Drehsinn DR (mit Radiuskorrektur RL)

X
40

Konkav: Drehsinn DR+ (mit Radiuskorrektur RL)

70

NC-Beispielstze
3

10 L X+40 Y+40 RL F200 M3


11 CR X+70 Y+40 R+20 DR- (BOGEN 1)

ZW

oder
11 CR X+70 Y+40 R+20 DR+ (BOGEN 2)

40

oder
4

11 CR X+70 Y+40 R-20 DR- (BOGEN 3)


DR+

oder
11 CR X+70 Y+40 R-20 DR+ (BOGEN 4)

152

X
40

70

6 Programmieren: Konturen programmieren

Der maximale Radius betrgt 99,9999 m.


Winkelachsen A, B und C werden untersttzt.

Kreisbahn CT mit tangentialem Anschluss


Das Werkzeug fhrt auf einem Kreisbogen, der tangential an das zuvor
programmierte Konturelement anschliet.

Ein bergang ist tangential, wenn am Schnittpunkt der Konturelemente kein Knick- oder Eckpunkt entsteht, die Konturelemente also
stetig ineinander bergehen.
Das Konturelement, an das der Kreisbogen tangential anschliet, programmieren Sie direkt vor dem CT-Satz. Dazu sind mindestens zwei
Positionier-Stze erforderlich
U Koordinaten

30
25
20

des Kreisbogen-Endpunkts

Falls ntig:
U Vorschub F
U Zusatz-Funktion

NC-Beispielstze

25

45

7 L X+0 Y+25 RL F300 M3


8 L X+25 Y+30
9 CT X+45 Y+20
10 L Y+0

Der CT-Satz und das zuvor programmierte Konturelement


sollten beide Koordinaten der Ebene enthalten, in der der
Kreisbogen ausgefhrt wird!

HEIDENHAIN iTNC 530

153

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

Der Abstand von Start- und Endpunkt des Kreisdurchmessers darf nicht grer als der Kreisdurchmesser sein.

10

31
10

95

21

20

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

Beispiel: Geradenbewegung und Fasen kartesisch

4
20

X
95

0 BEGIN PGM LINEAR MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition fr grafische Simulation der Bearbeitung

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+10

Werkzeug-Definition im Programm

4 TOOL CALL 1 Z S4000

Werkzeug-Aufruf mit Spindelachse und Spindeldrehzahl

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren in der Spindelachse mit Eilgang FMAX

6 L X-10 Y-10 R0 FMAX

Werkzeug vorpositionieren

7 L Z-5 R0 F1000 M3

Auf Bearbeitungstiefe fahren mit Vorschub F = 1000 mm/min

8 APPR LT X+5 X+5 LEN10 RL F300

Kontur an Punkt 1 anfahren auf einer Geraden mit


tangentialem Anschluss

9 L Y+95

Punkt 2 anfahren

10 L X+95

Punkt 3: erste Gerade fr Ecke 3

11 CHF 10

Fase mit Lnge 10 mm programmieren

12 L Y+5

Punkt 4: zweite Gerade fr Ecke 3, erste Gerade fr Ecke 4

13 CHF 20

Fase mit Lnge 20 mm programmieren

14 L X+5

Letzten Konturpunkt 1 anfahren, zweite Gerade fr Ecke 4

15 DEP LT LEN10 F1000

Kontur verlassen auf einer Geraden mit tangentialem Anschluss

16 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

17 END PGM LINEAR MM

154

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

Beispiel: Kreisbewegung kartesisch

Y
95

31

41

51

R10

R3

21 85

61

40

71

30 40

70

95

0 BEGIN PGM CIRCULAR MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition fr grafische Simulation der Bearbeitung

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+10

Werkzeug-Definition im Programm

4 TOOL CALL 1 Z X4000

Werkzeug-Aufruf mit Spindelachse und Spindeldrehzahl

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren in der Spindelachse mit Eilgang FMAX

6 L X-10 Y-10 R0 FMAX

Werkzeug vorpositionieren

7 L Z-5 R0 F1000 M3

Auf Bearbeitungstiefe fahren mit Vorschub F = 1000 mm/min

8 APPR LCT X+5 Y+5 R5 RL F300

Kontur an Punkt 1 anfahren auf einer Kreisbahn mit


tangentialem Anschluss

9 L X+5 Y+85

Punkt 2: erste Gerade fr Ecke 2

10 RND R10 F150

Radius mit R = 10 mm einfgen, Vorschub: 150 mm/min

11 L X+30 Y+85

Punkt 3 anfahren: Startpunkt des Kreises mit CR

12 CR X+70 Y+95 R+30 DR-

Punkt 4 anfahren: Endpunkt des Kreises mit CR, Radius 30 mm

13 L X+95

Punkt 5 anfahren

14 L X+95 Y+40

Punkt 6 anfahren

15 CT X+40 Y+5

Punkt 7 anfahren: Endpunkt des Kreises, Kreisbogen mit tangentialem Anschluss an Punkt 6, TNC berechnet den Radius selbst

HEIDENHAIN iTNC 530

155

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

16 L X+5

Letzten Konturpunkt 1 anfahren

17 DEP LCT X-20 Y-20 R5 F1000

Kontur verlassen auf einer Kreisbahn mit tangentialem Anschluss

18 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

19 END PGM CIRCULAR MM

156

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.4 Bahnbewegungen rechtwinklige Koordinaten

Beispiel: Vollkreis kartesisch

50

CC

50

0 BEGIN PGM C-CC MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 2.0 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+12,5

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S3150

Werkzeug-Aufruf

5 CC X+50 Y+50

Kreismittelpunkt definieren

6 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

7 L X-40 Y+50 R0 FMAX

Werkzeug vorpositionieren

8 L Z-5 R0 F1000 M3

Auf Bearbeitungstiefe fahren

9 APPR LCT X+0 Y+50 R5 RL F300

Kreisstartpunkt anfahren auf einer Kreisbahn mit tangentialem


Anschluss

10 C X+0 DR-

Kreisendpunkt (=Kreisstartpunkt) anfahren

11 DEP LCT X-40 Y+50 R5 F1000

Kontur verlassen auf einer Kreisbahn mit tangentialem


Anschluss

12 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

13 END PGM C-CC MM

HEIDENHAIN iTNC 530

157

6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten

6.5 Bahnbewegungen
Polarkoordinaten
bersicht
Mit Polarkoordinaten legen Sie eine Position ber einen Winkel PA
und einen Abstand PR zu einem zuvor definierten Pol CC fest (siehe
Grundlagen, Seite 166).
Polarkoordinaten setzen Sie vorteilhaft ein bei:
n Positionen auf Kreisbgen
n Werkstck-Zeichnungen mit Winkelangaben, z.B. bei Lochkreisen
bersicht der Bahnfunktion mit Polarkoordinaten
Funktion

Bahnfunktionstaste

Werkzeug-Bewegung

Erforderliche Eingaben

Gerade LP

Gerade

Polarradius, Polarwinkel des


Geraden-Endpunkts

Kreisbogen CP

Kreisbahn um Kreismittelpunkt/
Pol CC zum Kreisbogen-Endpunkt

Polarwinkel des Kreisendpunkts,


Drehrichtung

Kreisbogen CTP

Kreisbahn mit tangentialem


Anschluss an vorheriges Konturelement

Polarradius, Polarwinkel des Kreisendpunkts

Schraubenlinie (Helix)

berlagerung einer Kreisbahn mit


einer Geraden

Polarradius, Polarwinkel des Kreisendpunkts, Koordinate des Endpunkts in der Werkzeugachse

158

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten

Polarkoordinaten-Ursprung: Pol CC
Den Pol CC knnen Sie an beliebigen Stellen im Bearbeitungs-Programm festlegen, bevor Sie Positionen durch Polarkoordinaten angeben. Gehen Sie beim Festlegen des Pols vor, wie beim Programmieren des Kreismittelpunkts CC.

U Koordinaten

CC: Rechtwinklige Koordinaten fr den


Pol eingeben oder
Um die zuletzt programmierte Position zu bernehmen: Keine Koordinaten eingeben. Den Pol CC festlegen, bevor Sie Polarkoordinaten programmieren. Pol
CC nur in rechtwinkligen Koordinaten programmieren. Der Pol CC ist solange wirksam, bis Sie einen
neuen Pol CC festlegen.

YCC

CC

NC-Beispielstze
12 CC X+45 Y+25

HEIDENHAIN iTNC 530

X
XCC

159

Das Werkzeug fhrt auf einer Geraden von seiner aktuellen Position
zum Endpunkt der Geraden. Der Startpunkt ist der Endpunkt des vorangegangenen Satzes.

U Polarkoordinaten-Radius

PR: Abstand des GeradenEndpunkts zum Pol CC eingeben


60

U Polarkoordinaten-Winkel

PA: Winkelposition des


Geraden-Endpunkts zwischen 360 und +360

Das Vorzeichen von PA ist durch die Winkel-Bezugsachse festgelegt:

30

6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten

Gerade LP

60
25

CC

n Winkel von der Winkel-Bezugsachse zu PR gegen den Uhrzeigersinn: PA>0


n Winkel von der Winkel-Bezugsachse zu PR im Uhrzeigersinn: PA<0

NC-Beispielstze

45

12 CC X+45 Y+25
13 LP PR+30 PA+0 RR F300 M3
14 LP PA+60
15 LP IPA+60
16 LP PA+180

Kreisbahn CP um Pol CC
Der Polarkoordinaten-Radius PR ist gleichzeitig Radius des Kreisbogens. PR ist durch den Abstand des Startpunkts zum Pol CC festgelegt. Die zuletzt programmierte Werkzeug-Position vor dem CP-Satz
ist der Startpunkt der Kreisbahn.

U Polarkoordinaten-Winkel

PA: Winkelposition des


Kreisbahn-Endpunkts zwischen 5400 und +5400

U Drehsinn

R2

DR
25

NC-Beispielstze

CC

18 CC X+25 Y+25
19 LP PR+20 PA+0 RR F250 M3
20 CP PA+180 DR+
25

Bei inkrementalen Koordinaten gleiches Vorzeichen fr


DR und PA eingeben.

160

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten

Kreisbahn CTP mit tangentialem Anschluss


Das Werkzeug fhrt auf einer Kreisbahn, die tangential an ein vorangegangenes Konturelement anschliet.

U Polarkoordinaten-Radius

PR: Abstand des Kreisbahn-Endpunkts zum Pol CC

U Polarkoordinaten-Winkel

120

PA: Winkelposition des


5

Kreisbahn-Endpunkts

0
R3
30

R2

NC-Beispielstze

35

CC

12 CC X+40 Y+35
13 L X+0 Y+35 RL F250 M3
14 LP PR+25 PA+120
15 CTP PR+30 PA+30

X
40

16 L Y+0

Der Pol CC ist nicht Mittelpunkt des Konturkreises!

Schraubenlinie (Helix)
Eine Schraubenlinie entsteht aus der berlagerung einer Kreisbewegung und einer Geradenbewegung senkrecht dazu. Die Kreisbahn programmieren Sie in einer Hauptebene.
Die Bahnbewegungen fr die Schraubenlinie knnen Sie nur in Polarkoordinaten programmieren.
Einsatz
n Innen- und Auengewinde mit greren Durchmessern
n Schmiernuten

Z
Y

CC

Berechnung der Schraubenlinie


Zum Programmieren bentigen Sie die inkrementale Angabe des
Gesamtwinkels, den das Werkzeug auf der Schraubenlinie fhrt und
die Gesamthhe der Schraubenlinie.
Fr die Berechnung in Frsrichtung von unten nach oben gilt:
Anzahl Gnge n
Gesamthhe h
Inkrementaler
Gesamtwinkel IPA
Anfangskoordinate Z

Gewindegnge + Gangberlauf am
Gewindeanfang und -ende
Steigung P x Anzahl der Gnge n
Anzahl der Gnge x 360 + Winkel fr
Gewinde-Anfang + Winkel fr Gangberlauf
Steigung P x (Gewindegnge + Gangberlauf
am Gewinde-Anfang)

HEIDENHAIN iTNC 530

161

Innengewinde

Arbeitsrichtung

Drehsinn

Radiuskorrektur

rechtsgngig
linksgngig

Z+
Z+

DR+
DR

RL
RR

rechtsgngig
linksgngig

Z
Z

DR
DR+

RR
RL

rechtsgngig
linksgngig

Z+
Z+

DR+
DR

RR
RL

rechtsgngig
linksgngig

Z
Z

DR
DR+

RL
RR

Auengewinde

Schraubenlinie programmieren
Geben Sie Drehsinn DR und den inkrementalen Gesamtwinkel IPA mit gleichem Vorzeichen ein, sonst kann das
Werkzeug in einer falschen Bahn fahren.
Fr den Gesamtwinkel IPA ist einen Wert von 5400 bis
+5400 eingebbar. Wenn das Gewinde mehr als 15
Gnge hat, dann programmieren Sie die Schraubenlinie in
einer Programmteil-Wiederholung (siehe ProgrammteilWiederholungen, Seite 370)
U Polarkoordinaten-Winkel:

Gesamtwinkel inkremental eingeben, den das Werkzeug auf der Schraubenlinie fhrt. Nach der Eingabe des Winkels whlen
Sie die Werkzeug-Achse mit einer Achswahltaste.

Z
Y

CC
270

R3

6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten

Form der Schraubenlinie


Die Tabelle zeigt die Beziehung zwischen Arbeitsrichtung, Drehsinn
und Radiuskorrektur fr bestimmte Bahnformen.

25
40

U Koordinate fr die Hhe der Schraubenlinie inkremen-

tal eingeben
U Drehsinn

DR
Schraubenlinie im Uhrzeigersinn: DR
Schraubenlinie gegen den Uhrzeigersinn: DR+

NC-Beispielstze: Gewinde M6 x 1 mm mit 5 Gngen


12 CC X+40 Y+25
13 L Z+0 F100 M3
14 LP PR+3 PA+270 RL F50
15 CP IPA-1800 IZ+5 DR-

162

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten

Beispiel: Geradenbewegung polar

Y
100

31
21
R4

60

CC

50

41

51

61
5

50

100

0 BEGIN PGM LINEARPO MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+7,5

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S4000

Werkzeug-Aufruf

5 CC X+50 Y+50

Bezugspunkt fr Polarkoordinaten definieren

6 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

7 LP PR+60 PA+180 R0 FMAX

Werkzeug vorpositionieren

8 L Z-5 R0 F1000 M3

Auf Bearbeitungstiefe fahren

9 APPR PLCT PR+45 PA+180 R5 RL F250

Kontur an Punkt 1 anfahren auf einem Kreis mit


tangentialem Anschluss

10 LP PA+120

Punkt 2 anfahren

11 LP PA+60

Punkt 3 anfahren

12 LP PA+0

Punkt 4 anfahren

13 LP PA-60

Punkt 5 anfahren

14 LP PA-120

Punkt 6 anfahren

15 LP PA+180

Punkt 1 anfahren

16 DEP PLCT PR+60 PA+180 R5 F1000

Kontur verlassen auf einem Kreis mit tangentialem Anschluss

17 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

18 END PGM LINEARPO MM

HEIDENHAIN iTNC 530

163

Y
100

CC

50

50

M64 x 1,5

6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten

Beispiel: Helix

100

0 BEGIN PGM HELIX MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+5

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S1400

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

6 L X+50 Y+50 R0 FMAX

Werkzeug vorpositionieren

7 CC

Letzte programmierte Position als Pol bernehmen

8 L Z-12,75 R0 F1000 M3

Auf Bearbeitungstiefe fahren

9 APPR PCT PR+32 PA-182 CCA180 R+2 RL F100

Kontur anfahren auf einem Kreis mit tangentialem Anschluss

10 CP IPA+3240 IZ+13.5 DR+ F200

Helix fahren

11 DEP CT CCA180 R+2

Kontur verlassen auf einem Kreis mit tangentialem Anschluss

12 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

13 END PGM HELIX MM


Wenn Sie mehr als 16 Gnge fertigen mssen:
...
8 L Z-12.75 R0 F1000
9 APPR PCT PR+32 PA-180 CCA180 R+2 RL F100

164

6 Programmieren: Konturen programmieren

Beginn der Programmteil-Wiederholung

11 CP IPA+360 IZ+1.5 DR+ F200

Steigung direkt als IZ-Wert eingeben

12 CALL LBL 1 REP 24

Anzahl der Wiederholungen (Gnge)

6.5 Bahnbewegungen Polarkoordinaten

10 LBL 1

13 DEP CT CCA180 R+2

HEIDENHAIN iTNC 530

165

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

6.6 Bahnbewegungen Freie


Kontur-Programmierung FK
Grundlagen
Werkstckzeichnungen, die nicht NC-gerecht bemat sind, enthalten
oft Koordinaten-Angaben, die Sie nicht ber die grauen Dialog-Tasten
eingeben knnen. So knnen z.B.
n bekannte Koordinaten auf dem Konturelement oder in der Nhe liegen,
n Koordinaten-Angaben sich auf ein anderes Konturelement beziehen
oder
n Richtungsangaben und Angaben zum Konturverlauf bekannt sein.
Solche Angaben programmieren Sie direkt mit der Freien Kontur-Programmierung FK. Die TNC errechnet die Kontur aus den bekannten
Koordinaten-Angaben und untersttzt den Programmier-Dialog mit der
interaktiven FK-Grafik. Das Bild rechts oben zeigt eine Bemaung, die
Sie am einfachsten ber die FK-Programmierung eingeben.
Beachten Sie folgende Voraussetzungen fr die FKProgrammierung
Konturelemente knnen Sie mit der Freien Kontur-Programmierung nur in der Bearbeitungsebene programmieren. Die Bearbeitungsebene legen Sie im ersten BLKFORM-Satz des Bearbeitungs-Programms fest.
Geben Sie fr jedes Konturelement alle verfgbaren Daten
ein. Programmieren Sie auch Angaben in jedem Satz, die
sich nicht ndern: Nicht programmierte Daten gelten als
nicht bekannt!
Q-Parameter sind in allen FK-Elementen zulssig, auer in
Elementen mit Relativ-Bezgen (z.B RX oder RAN), also
Elementen, die sich auf andere NC-Stze beziehen.
Wenn Sie im Programm konventionelle und Freie KonturProgrammierung mischen, dann muss jeder FK-Abschnitt
eindeutig bestimmt sein.
Die TNC bentigt einen festen Punkt, von dem aus die
Berechnungen durchgefhrt werden. Programmieren Sie
direkt vor dem FK-Abschnitt mit den grauen Dialogtasten
eine Position, die beide Koordinaten der Bearbeitungsebene enthlt. In diesem Satz keine Q-Parameter programmieren.
Wenn der erste Satz im FK-Abschnitt ein FCT- oder FLTSatz ist, mssen Sie davor mindestens zwei NC-Stze
ber die grauen Dialog-Tasten programmieren, damit die
Anfahrrichtung eindeutig bestimmt ist.
Ein FK-Abschnitt darf nicht direkt hinter einer Marke LBL
beginnen.

166

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Grafik der FK-Programmierung


Um die Grafik bei der FK-Programmierung nutzen zu knnen, whlen Sie die Bildschirm-Aufteilung PROGRAMM +
GRAFIK (siehe Programmlauf Satzfolge und Programmlauf Einzelsatz, Seite 8)
Mit unvollstndigen Koordinaten-Angaben lsst sich eine WerkstckKontur oft nicht eindeutig festlegen. In diesem Fall zeigt die TNC die
verschiedenen Lsungen in der FK-Grafik an und Sie whlen die richtige aus. Die FK-Grafik stellt die Werkstck-Kontur mit verschiedenen
Farben dar:
wei
grn
rot

Das Konturelement ist eindeutig bestimmt


Die eingegebenen Daten lassen mehrere Lsungen zu;
Sie whlen die richtige aus
Die eingegebenen Daten legen das Konturelement noch
nicht ausreichend fest; Sie geben weitere Angaben ein

Wenn die Daten auf mehrere Lsungen fhren und das Konturelement grn angezeigt wird, dann whlen Sie die richtige Kontur wie
folgt:
U Softkey

ZEIGE LSUNG so oft drcken, bis das Konturelement richtig angezeigt wird

U Das

angezeigte Konturelement entspricht der Zeichnung: Mit Softkey LSUNG WHLEN festlegen

Die grn dargestellten Konturelemente sollten Sie so frh wie mglich


mit LSUNG WHLEN festlegen, um die Mehrdeutigkeit fr die nachfolgenden Konturelemente einzuschrnken.
Wenn Sie eine grn dargestellte Kontur noch nicht festlegen wollen,
dann drcken Sie den Softkey AUSWAHL BEENDEN, um den FK-Dialog fortzufhren.
Ihr Maschinenhersteller kann fr die FK-Grafik andere Farben festlegen.
NC-Stze aus einem Programm, das mit PGM CALL aufgerufen wird, zeigt die TNC mit einer weiteren Farbe.

HEIDENHAIN iTNC 530

167

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

FK-Dialog erffnen
Wenn Sie die graue Bahnfunktionstaste FK drcken, zeigt die TNC
Softkeys an, mit denen Sie den FK-Dialog erffnen: Siehe nachfolgende Tabelle. Um die Softkeys wieder abzuwhlen, drcken Sie die
Taste FK erneut.
Wenn Sie den FK-Dialog mit einem dieser Softkeys erffnen, dann
zeigt die TNC weitere Softkey-Leisten, mit denen Sie bekannte Koordinaten eingeben, Richtungsangaben und Angaben zum Konturverlauf
machen knnen.
FK-Element

Softkey

Gerade mit tangentialem Anschluss


Gerade ohne tangentialen Anschluss
Kreisbogen mit tangentialem Anschluss
Kreisbogen ohne tangentialen Anschluss
Pol fr FK-Programmierung

Geraden frei programmieren


Gerade ohne tangentialem Anschluss
U Softkeys zur Freien Kontur-Programmierung anzeigen: Taste FK drcken
U Dialog

fr freie Gerade erffnen: Softkey FL drcken.


Die TNC zeigt weitere Softkeys

U ber

diese Softkeys alle bekannten Angaben in den


Satz eingeben. Die FK-Grafik zeigt die programmierte
Kontur rot, bis die Angaben ausreichen. Mehrere
Lsungen zeigt die Grafik grn (siehe Grafik der FKProgrammierung, Seite 167)

Gerade mit tangentialem Anschluss


Wenn die Gerade tangential an ein anderes Konturelement anschliet,
erffnen Sie den Dialog mit dem Softkey FLT:
U Softkeys

zur Freien Kontur-Programmierung anzeigen: Taste FK drcken

U Dialog

erffnen: Softkey FLT drcken

U ber die Softkeys alle bekannten Angaben in den Satz

eingeben

168

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Kreisbahnen frei programmieren


Kreisbahn ohne tangentialem Anschluss
U Softkeys zur Freien Kontur-Programmierung anzeigen: Taste FK drcken
U Dialog

fr freien Kreisbogen erffnen: Softkey FC


drcken; die TNC zeigt Softkeys fr direkte Angaben
zur Kreisbahn oder Angaben zum Kreismittelpunkt

U ber

diese Softkeys alle bekannten Angaben in den


Satz eingeben: Die FK-Grafik zeigt die programmierte
Kontur rot, bis die Angaben ausreichen. Mehrere
Lsungen zeigt die Grafik grn (siehe Grafik der FKProgrammierung, Seite 167)

Kreisbahn mit tangentialem Anschluss


Wenn die Kreisbahn tangential an ein anderes Konturelement
anschliet, erffnen Sie den Dialog mit dem Softkey FCT:
U Softkeys

zur Freien Kontur-Programmierung anzeigen: Taste FK drcken

U Dialog

erffnen: Softkey FCT drcken

U ber die Softkeys alle bekannten Angaben in den Satz

eingeben

HEIDENHAIN iTNC 530

169

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Eingabemglichkeiten
Endpunkt-Koordinaten
Bekannte Angaben

Softkeys

Rechtwinklige Koordinaten X und Y

R15

30

30

Polarkoordinaten bezogen auf FPOL


20

NC-Beispielstze
7 FPOL X+20 Y+30
8 FL IX+10 Y+20 RR F100
9 FCT PR+15 IPA+30 DR+ R15

10

20

Richtung und Lnge von Konturelementen


Bekannte Angaben
Lnge der Geraden

Softkeys

Anstiegswinkel der Geraden


Sehnenlnge LEN des Kreisbogenabschnitts

AN

LEN

Anstiegswinkel AN der Eintrittstangente

NC-Beispielstze

27 FLT X+25 LEN 12.5 AN+35 RL F200


28 FC DR+ R6 LEN 10 A-45
29 FCT DR- R15 LEN 15

170

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Kreismittelpunkt CC, Radius und Drehsinn im FC-/FCT-Satz


Fr frei programmierte Kreisbahnen berechnet die TNC aus Ihren
Angaben einen Kreismittelpunkt. Damit knnen Sie auch mit der FKProgrammierung einen Vollkreis in einem Satz programmieren.
Wenn Sie den Kreismittelpunkt in Polarkoordinaten definieren wollen,
mssen Sie den Pol anstelle mit CC mit der Funktion FPOL definieren.
FPOL bleibt bis zum nchsten Satz mit FPOL wirksam und wird in
rechtwinkligen Koordinaten festgelegt.
Ein konventionell programmierter oder ein errechneter
Kreismittelpunkt ist in einem neuen FK-Abschnitt nicht
mehr als Pol oder Kreismittelpunkt wirksam: Wenn sich
konventionell programmierte Polarkoordinaten auf einen
Pol beziehen, den Sie zuvor in einem CC-Satz festgelegt
haben, dann legen Sie diesen Pol nach dem FK-Abschnitt
erneut mit einem CC-Satz fest.
Bekannte Angaben

Softkeys

Mittelpunkt in rechtwinkligen Koordinaten


Mittelpunkt in Polarkoordinaten
Drehsinn der Kreisbahn
Radius der Kreisbahn

NC-Beispielstze
10 FC CCX+20 CCY+15 DR+ R15
11 FPOL X+20 Y+15
12 FL AN+40
13 FC DR+ R15 CCPR+35 CCPA+40

HEIDENHAIN iTNC 530

171

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Geschlossene Konturen
Mit dem Softkey CLSD kennzeichnen Sie Beginn und Ende einer
geschlossenen Kontur. Dadurch reduziert sich fr das letzte Konturelement die Anzahl der mglichen Lsungen.

CLSD geben Sie zustzlich zu einer anderen Konturangabe im ersten


und letzten Satz eines FK-Abschnitts ein.
Konturanfang:
Konturende:

CLSD+
CLSD-

CLSD+

NC-Beispielstze
12 L X+5 Y+35 RL F500 M3
13 FC DR- R15 CLSD CCX+20 CCY+35
...

CLSD

17 FCT DR- R+15 CLSD-

172

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Hilfspunkte
Sowohl fr freie Geraden als auch fr freie Kreisbahnen knnen Sie
Koordinaten fr Hilfspunkte auf oder neben der Kontur eingeben.
Hilfspunkte auf einer Kontur
Die Hilfspunkte befinden sich direkt auf der Geraden bzw. auf der Verlngerung der Geraden oder direkt auf der Kreisbahn.
Bekannte Angaben

Y
60.071
53

R10
70

Softkeys

X-Koordinate eines Hilfspunkt


P1 oder P2 einer Geraden
Y-Koordinate eines Hilfspunkt
P1 oder P2 einer Geraden
50
42.929

X-Koordinate eines Hilfspunkts


P1, P2 oder P3 einer Kreisbahn

Y-Koordinate eines Hilfspunkts


P1, P2 oder P3 einer Kreisbahn
Hilfspunkte neben einer Kontur
Bekannte Angaben

Softkeys

X- und Y- Koordinate des Hilfspunkts neben


einer Geraden
Abstand des Hilfspunkts zur Geraden
X- und Y-Koordinate eines Hilfspunktsneben
einer Kreisbahn
Abstand des Hilfspunkts zur Kreisbahn

NC-Beispielstze
13 FC DR- R10 P1X+42.929 P1Y+60.071
14 FLT AH-70 PDX+50 PDY+53 D10

HEIDENHAIN iTNC 530

173

Relativ-Bezge sind Angaben, die sich auf ein anderes Konturelement


beziehen. Softkeys und Programm-Wrter fr Relativ-Bezge beginnen mit einem R. Das Bild rechts zeigt Maangaben, die Sie als
Relativ-Bezge programmieren sollten.

Y
20

Koordinaten mit Relativbezug immer inkremental eingeben. Zustzlich Satz-Nummer des Konturelements eingeben, auf das Sie sich beziehen.
Das Konturelement, dessen Satz-Nummer Sie angeben,
darf nicht mehr als 64 Positionier-Stze vor dem Satz stehen, in dem Sie den Bezug programmieren.
Wenn Sie einen Satz lschen, auf den Sie sich bezogen
haben, dann gibt die TNC eine Fehlermeldung aus.
ndern Sie das Programm, bevor Sie diesen Satz lschen.

20
10

45
20

R 20

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Relativ-Bezge

90

FPOL
35

10

Relativbezug auf Satz N: Endpunkt-Koordinaten


Bekannte Angaben

Softkeys

Rechtwinklige Koordinaten
bezogen auf Satz N
Polarkoordinaten bezogen auf Satz N

NC-Beispielstze
12 FPOL X+10 Y+10
13 FL PR+20 PA+20
14 FL AH+45
15 FCT IX+20 DR- R20 CCA+90 RX 13
16 FL IPR+35 FA+0 RPR 13

174

6 Programmieren: Konturen programmieren

Bekannte Angaben

Softkey

Winkel zwischen Gerade und anderem Konturelement bzw. zwischen Kreisbogen-Eintrittstangente


und anderem Konturelement
Gerade parallel zu anderem Konturelement

20

220
95

12.5

Abstand der Geraden zu parallelem Konturelement

105

NC-Beispielstze
12.5

17 FL LEN 20 AH+15

15

20

18 FL AN+105 LEN 12.5


19 FL PAR 17 DP 12.5
20 FSELECT 2
21 FL LEN 20 IAH+95
22 FL IAH+220 RAN 18
Relativbezug auf Satz N: Kreismittelpunkt CC
Bekannte Angaben

Softkey

Rechtwinklige Koordinaten des Kreismittelpunktes bezogen auf Satz N

20
35

R10

NC-Beispielstze

15

Polarkoordinaten des Kreismittelpunktes bezogen auf Satz N

CC

12 FL X+10 Y+10 RL

10

13 FL ...
14 FL X+18 Y+35
15 FL ...

10

18

16 FL ...
17 FC DR- R10 CCA+0 ICCX+20 ICCY-15 RCCX12 RCCY14

HEIDENHAIN iTNC 530

175

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Relativbezug auf Satz N: Richtung und Abstand des


Konturelements

Y
100

R1
5

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Beispiel: FK-Programmierung 1

75

R18

30
R15

20

20

50

75

100

0 BEGIN PGM FK1 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+10

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S500

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

6 L X-20 Y+30 R0 FMAX

Werkzeug vorpositionieren

7 L Z-10 R0 F1000 M3

Auf Bearbeitungstiefe fahren

8 APPR CT X+2 Y+30 CCA90 R+5 RL F250

Kontur anfahren auf einem Kreis mit tangentialem Anschluss

9 FC DR- R18 CLSD+ CCX+20 CCY+30

FK- Abschnitt:

10 FLT

Zu jedem Konturelement bekannte Angaben programmieren

11 FCT DR- R15 CCX+50 CCY+75


12 FLT
13 FCT DR- R15 CCX+75 CCY+20
14 FLT
15 FCT DR- R18 CLSD- CCX+20 CCY+30
16 DEP CT CCA90 R+5 F1000

Kontur verlassen auf einem Kreis mit tangentialem Anschluss

17 L X-30 Y+0 R0 FMAX


18 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

19 END PGM FK1 MM

176

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Beispiel: FK-Programmierung 2

10

10

55

R20

60

R30

30

30

0 BEGIN PGM FK2 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+2

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S4000

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

6 L X+30 Y+30 R0 FMAX

Werkzeug vorpositionieren

7 L Z+5 R0 FMAX M3

Werkzeug-Achse vorpositionieren

8 L Z-5 R0 F100

Auf Bearbeitungstiefe fahren

HEIDENHAIN iTNC 530

177

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

9 APPR LCT X+0 Y+30 R5 RR F350

Kontur anfahren auf einem Kreis mit tangentialem Anschluss

10 FPOL X+30 Y+30

FK- Abschnitt:

11 FC DR- R30 CCX+30 CCY+30

Zu jedem Konturelement bekannte Angaben programmieren

12 FL AN+60 PDX+30 PDY+30 D10


13 FSELECT 3
14 FC DR- R20 CCPR+55 CCPA+60
15 FSELECT 2
16 FL AN-120 PDX+30 PDY+30 D10
17 FSELECT 3
18 FC X+0 DR- R30 CCX+30 CCY+30
19 FSELECT 2
20 DEP LCT X+30 Y+30 R5

Kontur verlassen auf einem Kreis mit tangentialem Anschluss

21 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

22 END PGM FK2 MM

178

6 Programmieren: Konturen programmieren

Y
R1

30

R6

R5

R6

-25

R4

-10

R5

R1,5

R36

R24

50

0
R5

12

44

65

110

0 BEGIN PGM FK3 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X-45 Y-45 Z-20

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+120 Y+70 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+3

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S4500

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

6 L X-70 Y+0 R0 FMAX

Werkzeug vorpositionieren

7 L Z-5 R0 F1000 M3

Auf Bearbeitungstiefe fahren

HEIDENHAIN iTNC 530

179

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

Beispiel: FK-Programmierung 3

6.6 Bahnbewegungen Freie Kontur-Programmierung FK

8 APPR CT X-40 Y+0 CCA90 R+5 RL F250

Kontur anfahren auf einem Kreis mit tangentialem Anschluss

9 FC DR- R40 CCX+0 CCY+0

FK- Abschnitt:

10 FLT

Zu jedem Konturelement bekannte Angaben programmieren

11 FCT DR- R10 CCX+0 CCY+50


12 FLT
13 FCT DR+ R6 CCX+0 CCY+0
14 FCT DR+ R24
15 FCT DR+ R6 CCX+12 CCY+0
16 FSELECT 2
17 FCT DR- R1.5
18 FCT DR- R36 CCX+44 CCY-10
19 FSELECT 2
20 FCT CT+ R5
21 FLT X+110 Y+15 AN+0
22 FL AN-90
23 FL X+65 AN+180 PAR21 DP30
24 RND R5
25 FL X+65 Y-25 AN-90
26 FC DR+ R50 CCX+65 CCY-75
27 FCT DR- R65
28 FSELECT
29 FCT Y+0 DR- R40 CCX+0 CCY+0
30 FSELECT 4
31 DEP CT CCA90 R+5 F1000

Kontur verlassen auf einem Kreis mit tangentialem Anschluss

32 L X-70 R0 FMAX
33 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

34 END PGM FK3 MM

180

6 Programmieren: Konturen programmieren

6.7 Bahnbewegungen Spline-Interpolation

6.7 Bahnbewegungen SplineInterpolation


Anwendung
Konturen, die in einem CAD-System als Splines beschrieben sind, knnen Sie direkt zur TNC bertragen und abarbeiten. Die TNC verfgt
ber einen Spline-Interpolator, mit dem Polynome dritten Grades in
zwei, drei, vier oder fnf Achsen abgearbeitet werden knnen.
Spline-Stze knnen Sie in der TNC nicht editieren.
Ausnahme: Vorschub F und Zusatz-Funktion M im SplineSatz.
Beispiel: Satzformat fr drei Achsen
7 L X+28.338 Y+19.385 Z-0.5 FMAX

Spline-Anfangspunkt

8 SPL X24.875 Y15.924 Z-0.5


K3X-4.688E-002 K2X2.459E-002 K1X3.486E+000
K3Y-4.563E-002 K2Y2.155E-002 K1Y3.486E+000
K3Z0.000E+000 K2Z0.000E+000 K1Z0.000E+000 F10000

Spline-Endpunkt
Spline-Parameter fr X-Achse
Spline-Parameter fr Y-Achse
Spline-Parameter fr Z-Achse

9 SPL X17.952 Y9.003 Z-0.500


K3X5.159E-002 K2X-5.644E-002 K1X6.928E+000
K3Y3.753E-002 K2Y-2.644E-002 K1Y6.910E+000
K3Z0.000E+000 K2Z0.000E+000 K1Z0.000E+000

Spline-Endpunkt
Spline-Parameter fr X-Achse
Spline-Parameter fr Y-Achse
Spline-Parameter fr Z-Achse

10 ...
Die TNC arbeitet den Spline-Satz nach folgenden Polynomen dritten
Grades ab:
X(t) = K3X t3 + K2X t2+ K1X t + X
Y(t) = K3Y t3 + K2Y t2+ K1Y t + Y
Z(t) = K3Z t3 + K2Z t2 + K1Z t + Z
Dabei luft die Variable t von 1 bis 0. Die Schrittweite von t ist abhngig vom Vorschub und von der Lnge des Splines.
Beispiel: Satzformat fr fnf Achsen
7 L X+33.909 X-25.838 Z+75.107 A+17 B-10.103 FMAX

Spline-Anfangspunkt

8 SPL X+39.824 Y-28.378 Z+77.425 A+17.32 B-12.75


K3X+0.0983 K2X-0.441 K1X-5.5724
K3Y-0.0422 K2Y+0.1893 1Y+2,3929
K3Z+0.0015 K2Z-0.9549 K1Z+3.0875
K3A+0.1283 K2A-0.141 K1A-0.5724
K3B+0.0083 K2B-0.413 E+2 K1B-1.5724 E+1 F10000

Spline-Endpunkt
Spline-Parameter fr X-Achse
Spline-Parameter fr Y-Achse
Spline-Parameter fr Z-Achse
Spline-Parameter fr A-Achse
Spline-Parameter fr B-Achse mit ExponentialSchreibweise

9 ...

HEIDENHAIN iTNC 530

181

6.7 Bahnbewegungen Spline-Interpolation

Die TNC arbeitet den Spline-Satz nach folgenden Polynomen dritten


Grades ab:
X(t) = K3X t3 + K2X t2 + K1X t + X
Y(t) = K3Y t3 + K2Y t2 + K1Y t + Y
Z(t) = K3Z t3 + K2Z t2 + K1Z t + Z
A(t) = K3A t3 + K2A t2 + K1A t + A
B(t) = K3B t3 + K2B t2 + K1B t + B
Dabei luft die Variable t von 1 bis 0. Die Schrittweite von t ist abhngig vom Vorschub und von der Lnge des Splines.
Zu jeder Endpunkt-Koordinate im Spline-Satz mssen die
Spline-Parameter K3 bis K1 programmiert sein. Die Reihenfolge der Endpunkt-Koordinaten im Spline-Satz ist
beliebig.
Die TNC erwartet die Spline-Parameter K fr jede Achse
immer in der Reihenfolge K3, K2, K1.
Neben den Hauptachsen X, Y und Z kann die TNC im SPLSatz auch Nebenachsen U, V und W, sowie Drehachsen
A, B und C verarbeiten. Im Spline-Parameter K muss dann
jeweils die entsprechenden Achse angegeben sein
(z.B. K3A+0,0953 K2A-0,441 K1A+0,5724).
Wird der Betrag eines Spline-Parameters K grer als
9,99999999, dann muss der Postprozessor K in der Exponenten-Schreibweise ausgeben (z.B. K3X+1,2750 E2).
Ein Programm mit Spline-Stzen kann die TNC auch bei
aktiver geschwenkter Bearbeitungsebene abarbeiten.
Darauf achten, dass die bergnge von einem Spline zum
nchsten mglichst tangential sind (Richtungsnderung
kleiner 0,1). Ansonsten fhrt die TNC bei inaktiven Filterfunktionen einen Genauhalt aus und die Maschine ruckelt.
Bei aktiven Filterfunktionen reduziert die TNC den Vorschub an diesen Stellen entsprechend.
Eingabebereiche
n Spline-Endpunkt: -99 999,9999 bis +99 999,9999
n Spline-Parameter K: -9,99999999 bis +9,99999999
n Exponent fr Spline-Parameter K: -255 bis +255 (ganzzahliger Wert)

182

6 Programmieren: Konturen programmieren

7
Programmieren:
Zusatz-Funktionen

7.1 Zusatz-Funktionen M und STOP eingeben

7.1 Zusatz-Funktionen M und STOP


eingeben
Grundlagen
Mit den Zusatz-Funktionen der TNC auch M-Funktionen genannt
steuern Sie
n den Programmlauf, z.B. eine Unterbrechung des Programmlaufs
n die Maschinenfunktionen, wie das Ein- und Ausschalten der Spindeldrehung und des Khlmittels
n das Bahnverhalten des Werkzeugs
Der Maschinenhersteller kann Zusatz-Funktionen freigeben, die nicht in diesem Handbuch beschrieben sind.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.
Sie knnen bis zu zwei Zusatz-Funktion M am Ende eines PositionierSatzes eingeben. Die TNC zeigt dann den Dialog:
Zusatz-Funktion M ?
Gewhnlich geben Sie im Dialog nur die Nummer der Zusatz-Funktion
an. Bei einigen Zusatz-Funktionen wird der Dialog fortgefhrt, damit
Sie Parameter zu dieser Funktion eingeben knnen.
In den Betriebsarten Manueller Betrieb und El. Handrad geben Sie die
Zusatz-Funktionen ber den Softkey M ein.
Beachten Sie, dass einige Zusatz-Funktionen zu Beginn eines Positionier-Satzes wirksam werden, andere am Ende.
Die Zusatz-Funktionen wirken ab dem Satz, in dem sie aufgerufen
werden. Sofern die Zusatz-Funktion nicht nur satzweise wirksam ist,
wird sie in einem nachfolgenden Satz oder am Programm-Ende wieder aufgehoben. Einige Zusatz-Funktionen gelten nur in dem Satz, in
dem sie aufgerufen werden.
Zusatz-Funktion im STOP-Satz eingeben
Ein programmierter STOP-Satz unterbricht den Programmlauf bzw.
den Programm-Test, z.B. fr eine Werkzeug-berprfung. In einem
STOP-Satz knnen Sie eine Zusatz-Funktion M programmieren:
U Programmlauf-Unterbrechung

programmieren: Taste

STOP drcken
U Zusatz-Funktion

M eingeben

NC-Beispielstze
87 STOP M6

184

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

7.2 Zusatz-Funktionen fr Programmlauf-Kontrolle, Spindel und Khlmittel

7.2 Zusatz-Funktionen fr
Programmlauf-Kontrolle,
Spindel und Khlmittel
bersicht
M

Wirkung

M00

Programmlauf HALT
Spindel HALT
Khlmittel AUS

M01

Wahlweiser Programmlauf HALT

M02

Programmlauf HALT
Spindel HALT
Khlmittel aus
Rcksprung zu Satz 1
Lschen der Status-Anzeige (abhngig von Maschinen-Parameter 7300)

M03

Spindel EIN im Uhrzeigersinn

M04

Spindel EIN gegen den Uhrzeigersinn

M05

Spindel HALT

M06

Werkzeugwechsel
Spindel HALT
Programmlauf HALT (abhngig von
Maschinen-Parameter 7440)

M08

Khlmittel EIN

M09

Khlmittel AUS

M13

Spindel EIN im Uhrzeigersinn


Khlmittel EIN

M14

Spindel EIN gegen den Uhrzeigersinn


Khlmittel ein

M30

wie M02

HEIDENHAIN iTNC 530

Wirkung am Satz -

Anfang

Ende

n
n

185

7.3 Zusatz-Funktionen fr Koordinatenangaben

7.3 Zusatz-Funktionen fr
Koordinatenangaben
Maschinenbezogene Koordinaten
programmieren: M91/M92
Mastab-Nullpunkt
Auf dem Mastab legt eine Referenzmarke die Position des MastabNullpunkts fest.
XMP

Maschinen-Nullpunkt
Den Maschinen-Nullpunkt bentigen Sie, um

X (Z,Y)

n Verfahrbereichs-Begrenzungen (Software-Endschalter) zu setzen


n maschinenfeste Positionen (z.B. Werkzeugwechsel-Position) anzufahren
n einen Werkstck-Bezugspunkt zu setzen
Der Maschinenhersteller gibt fr jede Achse den Abstand des Maschinen-Nullpunkts vom Mastab-Nullpunkt in einen Maschinen-Parameter ein.
Standardverhalten
Koordinaten bezieht die TNC auf den Werkstck-Nullpunkt, siehe
Bezugspunkt-Setzen (ohne 3D-Tastsystem), Seite 22.
Verhalten mit M91 Maschinen-Nullpunkt
Wenn sich Koordinaten in Positionier-Stzen auf den Maschinen-Nullpunkt beziehen sollen, dann geben Sie in diesen Stzen M91 ein.
Die TNC zeigt die Koordinatenwerte bezogen auf den Maschinen-Nullpunkt an. In der Status-Anzeige schalten Sie die Koordinaten-Anzeige
auf REF, siehe Status-Anzeigen, Seite 9.
Verhalten mit M92 Maschinen-Bezugspunkt
Neben dem Maschinen-Nullpunkt kann der Maschinenhersteller noch eine weitere maschinenfeste Position
(Maschinen-Bezugspunkt) festlegen.
Der Maschinenhersteller legt fr jede Achse den Abstand
des Maschinen-Bezugspunkts vom Maschinen-Nullpunkt
fest (siehe Maschinenhandbuch).
Wenn sich die Koordinaten in Positionier-Stzen auf den MaschinenBezugspunkt beziehen sollen, dann geben Sie in diesen Stzen M92
ein.
Auch mit M91 oder M92 fhrt die TNC die Radiuskorrektur
korrekt aus. Die Werkzeug-Lnge wird jedoch nicht
bercksichtigt.

186

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

Z
Z

M91 und M92 werden wirksam am Satz-Anfang.


Werkstck-Bezugspunkt
Wenn sich Koordinaten immer auf den Maschinen-Nullpunkt beziehen
sollen, dann kann das Bezugspunkt-Setzen fr eine oder mehrere Achsen gesperrt werden.
Wenn das Bezugspunkt-Setzen fr alle Achsen gesperrt ist, dann zeigt
die TNC den Softkey BEZUGSPUNKT SETZEN in der Betriebsart
Manueller Betrieb nicht mehr an.

7.3 Zusatz-Funktionen fr Koordinatenangaben

Wirkung
M91 und M92 wirken nur in den Programmstzen, in denen M91 oder
M92 programmiert ist.

Y
Y
X
X
M

Das Bild rechts zeigt Koordinatensysteme mit Maschinen- und Werkstck-Nullpunkt.


M91/M92 in der Betriebsart Programm-Test
Um M91/M92-Bewegungen auch grafisch simulieren zu knnen, mssen Sie die Arbeitsraum-berwachung aktivieren und das Rohteil
bezogen auf den gesetzten Bezugspunkt anzeigen lassen, siehe Rohteil im Arbeitsraum darstellen, Seite 465.

HEIDENHAIN iTNC 530

187

7.3 Zusatz-Funktionen fr Koordinatenangaben

Zuletzt gesetzten Bezugspunkt aktivieren: M104


Funktion
Beim Abarbeiten von Paletten-Tabellen berschreibt die TNC ggf. den
zuletzt von Ihnen gesetzten Bezugspunkt mit Werten aus der Paletten-Tabelle. Mit der Funktion M104 aktivieren Sie wieder den zuletzt
von Ihnen gesetzten Bezugspunkt.
Wirkung
M104 wirkt nur in den Programm-Stzen, in denen M104 programmiert ist.
M104 wird wirksam am Satz-Ende.

Positionen im ungeschwenkten KoordinatenSystem bei geschwenkter Bearbeitungsebene


anfahren: M130
Standardverhalten bei geschwenkter Bearbeitungsebene
Koordinaten in Positionier-Stzen bezieht die TNC auf das
geschwenkte Koordinatensystem.
Verhalten mit M130
Koordinaten in Geraden-Stzen bezieht die TNC bei aktiver,
geschwenkter Bearbeitungsebene auf das ungeschwenkte Koordinatensystem
Die TNC positioniert dann das (geschwenkte) Werkzeug auf die programmierte Koordinate des ungeschwenkten Systems.
Nachfolgende Positionenstze bzw. Bearbeitungszyklen
werden wieder im geschwenkten Koordinaten-System
ausgefhrt, dies kann bei Bearbeitungszyklen mit absoluter Vorpositionierung zu Problemen fhren.
Die Funktion M130 ist nur erlaubt, wenn die Funktion
Bearbeitungsebene Schwenken aktiv ist.
Wirkung
M130 ist satzweise wirksam in Geraden-Stzen ohne Werkzeug-Radiuskorrektur.

188

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

7.4 Zusatz-Funktionen fr das


Bahnverhalten
Ecken verschleifen: M90
Standardverhalten
Die TNC hlt bei Positionier-Stzen ohne Werkzeug-Radiuskorrektur
das Werkzeug an den Ecken kurz an (Genau-Halt).

Bei Programmstzen mit Radiuskorrektur (RR/RL) fgt die TNC an


Auenecken automatisch einen bergangskreis ein.
Verhalten mit M90
Das Werkzeug wird an eckigen bergngen mit konstanter Bahngeschwindigkeit gefhrt: Die Ecken verschleifen und die WerkstckOberflche wird glatter. Zustzlich verringert sich die Bearbeitungszeit. Siehe Bild rechts Mitte.
Anwendungsbeispiel: Flchen aus kurzen Geradenstcken.
Wirkung
M90 wirkt nur in dem Programmsatz, in dem M90 programmiert ist.

M90 wird wirksam am Satz-Anfang. Betrieb mit Schleppabstand muss


angewhlt sein.

HEIDENHAIN iTNC 530

189

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

Definierten Rundungskreis zwischen


Geradenstcken einfgen: M112
Kompatibilitt
Aus Kompatibilittsgrnden ist die Funktion M112 weiterhin verfgbar. Um die Toleranz beim schnellen Konturfrsen festzulegen, empfiehlt HEIDENHAIN jedoch die Verwendung des Zyklus TOLERANZ,
siehe Sonder-Zyklen, Seite 361.

Punkte beim Abarbeiten von nicht korrigierten


Geradenstzen nicht bercksichtigen: M124
Standardverhalten
Die TNC arbeitet alle Geradenstze ab, die im aktiven Programm eingegeben sind.
Verhalten mit M124
Beim Abarbeiten von nicht korrigierten Geradenstzen mit sehr
kleinen Punktabstnden knnen Sie ber den Parameter T einen minimalen Punktabstand definieren, bis zu dem die TNC Punkte beim
Abarbeiten nicht bercksichtigen soll.
Wirkung
M124 wird wirksam am Satzanfang.
Die TNC setzt M124 automatisch zurck, wenn Sie ein neues Programm anwhlen.
M124 eingeben
Wenn Sie in einem Positionier-Satz M124 eingeben, dann fhrt die
TNC den Dialog fr diesen Satz fort und erfragt den minimalen Punktabstand T.
T knnen Sie auch ber Q-Parameter festlegen (siehe Programmieren: Q-Parameter auf Seite 381).

190

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

Kleine Konturstufen bearbeiten: M97


Standardverhalten
Die TNC fgt an der Auenecke einen bergangskreis ein. Bei sehr
kleinen Konturstufen wrde das Werkzeug dadurch die Kontur
beschdigen.

Die TNC unterbricht an solchen Stellen den Programmlauf und gibt die
Fehlermeldung Werkzeug-Radius zu gro aus.
Verhalten mit M97
Die TNC ermittelt einen Bahnschnittpunkt fr die Konturelemente
wie bei Innenecken und fhrt das Werkzeug ber diesen Punkt.
Programmieren Sie M97 in dem Satz, in dem der Aueneckpunkt festgelegt ist.
Wirkung
M97 wirkt nur in dem Programmsatz, in dem M97 programmiert ist.

Die Konturecke wird mit M97 nur unvollstndig bearbeitet.


Eventuell mssen Sie die Konturecke mit einem kleineren
Werkzeug nachbearbeiten.

S
13

16
17

14

15

HEIDENHAIN iTNC 530

191

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

NC-Beispielstze
5 TOOL DEF L ... R+20

Groer Werkzeug-Radius

...
13 L X... Y... R... F... M97

Konturpunkt 13 anfahren

14 L IY-0.5 ... R... F...

Kleine Konturstufe 13 und 14 bearbeiten

15 L IX+100 ...

Konturpunkt 15 anfahren

16 L IY+0.5 ... R... F... M97

Kleine Konturstufe 15 und 16 bearbeiten

17 L X... Y...

Konturpunkt 17 anfahren

Offene Konturecken vollstndig bearbeiten: M98


Standardverhalten
Die TNC ermittelt an Innenecken den Schnittpunkt der Frserbahnen
und fhrt das Werkzeug ab diesem Punkt in die neue Richtung.

Wenn die Kontur an den Ecken offen ist, dann fhrt das zu einer unvollstndigen Bearbeitung:
Verhalten mit M98
Mit der Zusatz-Funktion M98 fhrt die TNC das Werkzeug so weit,
dass jeder Konturpunkt tatschlich bearbeitet wird:
Wirkung
M98 wirkt nur in den Programmstzen, in denen M98 programmiert
ist.

M98 wird wirksam am Satz-Ende.


NC-Beispielstze
Nacheinander Konturpunkte 10, 11 und 12 anfahren:
10 L X... Y... RL F

11 L X... IY... M98


12 L IX+ ...

10

11

192

12

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

Vorschubfaktor fr Eintauchbewegungen: M103


Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug unabhngig von der Bewegungsrichtung
mit dem zuletzt programmierten Vorschub.
Verhalten mit M103
Die TNC reduziert den Bahnvorschub, wenn das Werkzeug in negativer Richtung der Werkzeugachse fhrt. Der Vorschub beim Eintauchen FZMAX wird errechnet aus dem zuletzt programmierten Vorschub FPROG und einem Faktor F%:
FZMAX = FPROG x F%
M103 eingeben
Wenn Sie in einem Positionier-Satz M103 eingeben, dann fhrt die
TNC den Dialog fort und erfragt den Faktor F.
Wirkung
M103 wird wirksam am Satz-Anfang.
M103 aufheben: M103 ohne Faktor erneut programmieren
NC-Beispielstze
Vorschub beim Eintauchen betrgt 20% des Ebenenvorschubs.
...

Tatschlicher Bahnvorschub (mm/min):

17 L X+20 Y+20 RL F500 M103 F20

500

18 L Y+50

500

19 L IZ-2.5

100

20 L IY+5 IZ-5

141

21 L IX+50

500

22 L Z+5

500

HEIDENHAIN iTNC 530

193

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

Vorschub in Millimeter/Spindel-Umdrehung:
M136
Standardverhalten
Die TNC verfhrt das Werkzeug mit dem im Programm festgelegten
Vorschub F in mm/min.
Verhalten mit M136
Mit M136 verfhrt die TNC das Werkzeug nicht in mm/min sondern
mit dem im Programm festgelegten Vorschub F in Millimeter/SpindelUmdrehung. Wenn Sie die Drehzahl ber den Spindel-Override verndern, passt die TNC den Vorschub automatisch an.
Wirkung
M136 wird wirksam am Satz-Anfang.
M136 heben Sie auf, indem Sie M137 programmieren.

Vorschubgeschwindigkeit bei Kreisbgen:


M109/M110/M111
Standardverhalten
Die TNC bezieht die programmierte Vorschubgeschwindigkeit auf die
Werkzeug-Mittelpunktsbahn.
Verhalten bei Kreisbgen mit M109
Die TNC hlt bei Innen- und Auenbearbeitungen den Vorschub von
Kreisbgen an der Werkzeug-Schneide konstant.
Verhalten bei Kreisbgen mit M110
Die TNC hlt den Vorschub bei Kreisbgen ausschlielich bei einer
Innenbearbeitung konstant. Bei einer Auenbearbeitung von Kreisbgen wirkt keine Vorschub-Anpassung.
M110 wirkt auch bei der Innenbearbeitung von Kreisbgen mit Konturzyklen. Wenn Sie M109 bzw. M110 vor
dem Aufruf eines Bearbeitungszyklus definieren, wirkt die
Vorschub-Anpassung auch bei Kreisbgen innerhalb von
Bearbeitungszyklen. Am Ende oder nach Abbruch eines
Bearbeitungszyklus wird der Ausgangszustand wieder
hergestellt.
Wirkung
M109 und M110 werden wirksam am Satz-Anfang.
M109 und M110 setzen Sie mit M111 zurck.

194

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

Radiuskorrigierte Kontur vorausberechnen


(LOOK AHEAD): M120
Standardverhalten
Wenn der Werkzeug-Radius grer ist, als eine Konturstufe, die radiuskorrigiert zu fahren ist, dann unterbricht die TNC den Programmlauf
und zeigt eine Fehlermeldung. M97 (siehe Kleine Konturstufen bearbeiten: M97 auf Seite 191): M97 verhindert die Fehlermeldung,
fhrt aber zu einer Freischneidemarkierung und verschiebt zustzlich
die Ecke.

Bei Hinterschneidungen verletzt die TNC u.U. die Kontur.


Verhalten mit M120
Die TNC berprft eine radiuskorrigierte Kontur auf Hinterschneidungen und berschneidungen und berechnet die Werkzeugbahn ab dem
aktuellen Satz voraus. Stellen, an denen das Werkzeug die Kontur
beschdigen wrde, bleiben unbearbeitet (im Bild rechts dunkel dargestellt). Sie knnen M120 auch verwenden, um Digitalisierdaten oder
Daten, die von einem externen Programmier-System erstellt wurden,
mit Werkzeug-Radiuskorrektur zu versehen. Dadurch sind Abweichungen vom theoretischen Werkzeug-Radius kompensierbar.

Die Anzahl der Stze (maximal 99), die die TNC vorausrechnet, legen
Sie mit LA (engl. Look Ahead: schaue voraus) hinter M120 fest. Je grer Sie die Anzahl der Stze whlen, die die TNC vorausrechnen soll,
desto langsamer wird die Satzverarbeitung.
Eingabe
Wenn Sie in einem Positionier-Satz M120 eingeben, dann fhrt die
TNC den Dialog fr diesen Satz fort und erfragt die Anzahl der vorauszuberechnenden Stze LA.
Wirkung
M120 muss in einem NC-Satz stehen, der auch die Radiuskorrektur RL
oder RR enthlt. M120 wirkt ab diesem Satz bis Sie
n die Radiuskorrektur mit R0 aufheben
n M120 LA0 programmieren
n M120 ohne LA programmieren
n mit PGM CALL ein anderes Programm aufrufen
M120 wird wirksam am Satz-Anfang.
Einschrnkungen
n Den Wiedereintritt in eine Kontur nach Extern/Intern Stop drfen Sie
nur mit der Funktion VORLAUF ZU SATZ N durchfhren
n Wenn Sie die Bahnfunktionen RND und CHF verwenden, drfen die
Stze vor und hinter RND bzw. CHF nur Koordinaten der Bearbeitungsebene enthalten
n Wenn Sie die Kontur tangential anfahren, mssen Sie die Funktion
APPR LCT verwenden; der Satz mit APPR LCT darf nur Koordinaten
der Bearbeitungsebene enthalten
n Wenn Sie die Kontur tangential verlassen, mssen Sie die Funktion
DEP LCT verwenden; der Satz mit DEP LCT darf nur Koordinaten der
Bearbeitungsebene enthalten
HEIDENHAIN iTNC 530

195

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

Handrad-Positionierung whrend des


Programmlaufs berlagern: M118
Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug in den Programmlauf-Betriebsarten wie
im Bearbeitungs-Programm festgelegt.
Verhalten mit M118
Mit M118 knnen Sie whrend des Programmlaufs manuelle Korrekturen mit dem Handrad durchfhren. Dazu programmieren Sie M118
und geben einen achsspezifischen Wert X, Y und Z in mm ein.
Eingabe
Wenn Sie in einem Positionier-Satz M118 eingeben, dann fhrt die
TNC den Dialog fort und erfragt die achsspezifischen Werte. Benutzen
Sie die orangefarbenen Achstasten oder die ASCII-Tastatur zur Koordinaten-Eingabe.
Wirkung
Die Handrad-Positionierung heben Sie auf, indem Sie M118 ohne X, Y
und Z erneut programmieren.
M118 wird wirksam am Satz-Anfang.
NC-Beispielstze
Whrend des Programmlaufs soll mit dem Handrad in der Bearbeitungsebene X/Y um 1 mm vom programmierten Wert verfahren werden knnen:
L X+0 Y+38.5 RL F125 M118 X1 Y1

M118 wirkt immer im Original-Koordinatensystem, auch


wenn die Funktion Bearbeitungsebene schwenken aktiv
ist!
M118 wirkt auch in der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe!
Wenn M118 aktiv ist, steht bei einer Programm-Unterbrechung die Funktion MANUELL VERFAHREN nicht zur Verfgung!

196

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

Rckzug von der Kontur in WerkzeugachsenRichtung: M140


Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug in den Programmlauf-Betriebsarten wie
im Bearbeitungs-Programm festgelegt.
Verhalten mit M140
Mit M140 MB (move back) knnen Sie einen eingebbaren Weg in
Richtung der Werkzeugachse von der Kontur wegfahren.
Eingabe
Wenn Sie in einem Positionier-Satz M140 eingeben, dann fhrt die
TNC den Dialog fort und erfragt den Weg, den das Werkzeug von der
Kontur wegfahren soll. Geben Sie den gewnschten Weg ein, den das
Werkzeug von der Kontur wegfahren soll oder drcken Sie den Softkey MAX, um bis an den Rand des Verfahrbereichs zu fahren.
Wirkung
M140 wirkt nur in dem Programmsatz, in dem M140 programmiert ist.
M140 wird wirksam am Satz-Anfang.
NC-Beispielstze
Satz 250: Werkzeug 50 mm von der Kontur wegfahren
Satz 251: Werkzeug bis an den Rand des Verfahrbereichs fahren
250 L X+0 Y+38.5 F125 M140 MB 50
251 L X+0 Y+38.5 F125 M140 MB MAX

M140 wirkt auch wenn die Funktion Bearbeitungsebene


schwenken, M114 oder M128 aktiv ist. Bei Maschinen mit
Schwenkkpfen verfhrt die TNC das Werkzeug dann im
geschwenkten System.
Mit der Funktion FN18: SYSREAD ID230 NR6 knnen Sie den
Abstand von der aktuellen Position zur Verfahrbereichsgrenze der positiven Werkzeugachse ermitteln.
Mit M140 MB MAX knnen Sie nur in positiver Richtung freifahren.

HEIDENHAIN iTNC 530

197

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

Tastsystem-berwachung unterdrcken: M141


Standardverhalten
Die TNC gibt bei ausgelenktem Taststift eine Fehlermeldung aus,
sobald Sie eine Maschinenachse verfahren wollen.
Verhalten mit M141
Die TNC verfhrt die Maschinenachsen auch dann, wenn das Tastsystem ausgelenkt ist. Diese Funktion ist erforderlich, wenn Sie einen
eigenen Messzyklus in Verbindung mit dem Messzyklus 3 schreiben,
um das Tastsystem nach dem Auslenken mit einem Positioniersatz
wieder freizufahren.
Wenn Sie die Funktion M141 einsetzen, dann darauf achten, dass Sie das Tastsystem in die richtige Richtung freifahren.
M141 wirkt nur in Verfahrbewegungen mit Geraden-Stzen.
Wirkung
M141 wirkt nur in dem Programmsatz, in dem M141 programmiert ist.
M141 wird wirksam am Satz-Anfang.

198

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

7.4 Zusatz-Funktionen fr das Bahnverhalten

Modale Programminformationen lschen: M142


Standardverhalten
Die TNC setzt modale Programminformationen in folgenden Situationen zurck:
n Neues Programm whlen
n Zusatzfunktionen M02, M30 oder den Satz END PGM ausfhren
(abhngig von Maschinen-Parameter 7300)
n Zyklus mit Werten fr das Grundverhalten erneut definieren
Verhalten mit M142
Alle modalen Programminformationen bis auf die Grunddrehung, 3DRotation und Q-Parameter werden zurckgesetzt.
Wirkung
M142 wirkt nur in dem Programmsatz, in dem M142 programmiert ist.
M142 wird wirksam am Satz-Anfang.

Grunddrehung lschen: M143


Standardverhalten
Die Grunddrehung bleibt solange wirksam, bis sie zurckgesetzt oder
mit einen neuen Wert berschrieben wird.
Verhalten mit M143
Die TNC lscht eine programmierte Grunddrehung im NC-Programm.
Wirkung
M143 wirkt nur in dem Programmsatz, in dem M143 programmiert ist.
M143 wird wirksam am Satz-Anfang.

HEIDENHAIN iTNC 530

199

7.5 Zusatz-Funktionen fr Drehachsen

7.5 Zusatz-Funktionen fr
Drehachsen
Vorschub in mm/min bei Drehachsen A, B, C:
M116
Standardverhalten
Die TNC interpretiert den programmierten Vorschub bei einer Drehachse in Grad/min. Der Bahnvorschub ist also abhngig von der Entfernung des Werkzeug-Mittelpunktes zum Drehachsen-Zentrum.
Je grer diese Entfernung wird, desto grer wird der Bahnvorschub.
Vorschub in mm/min bei Drehachsen mit M116
Die Maschinengeometrie muss vom Maschinenhersteller
in den Maschinen-Parametern 7510 und folgenden festgelegt sein.
Die TNC interpretiert den programmierten Vorschub bei einer Drehachse in mm/min. Dabei berechnet die TNC jeweils am Satz-Anfang
den Vorschub fr diesen Satz. Der Vorschub bei einer Drehachse
ndert sich nicht, whrend der Satz abgearbeitet wird, auch wenn sich
das Werkzeug auf das Drehachsen-Zentrum zubewegt.
Wirkung
M116 wirkt in der Bearbeitungsebene
Mit M117 setzen Sie M116 zurck; am Programm-Ende wird M116
ebenfalls unwirksam.
M116 wird wirksam am Satz-Anfang.

Drehachsen wegoptimiert fahren: M126


Standardverhalten
Das Standardverhalten der TNC beim Positionieren von Drehachsen,
deren Anzeige auf Werte unter 360 reduziert ist, ist abhngig vom
Maschinen-Parameter 7682. Dort ist festgelegt, ob die TNC die Differenz Soll-Position Ist-Position, oder ob die TNC grundstzlich immer
(auch ohne M126) auf krzestem Weg die programmierte Position
anfahren soll. Beispiele:
Ist-Position

Soll-Position

Fahrweg

350

10

340

10

340

+330

200

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

7.5 Zusatz-Funktionen fr Drehachsen

Verhalten mit M126


Mit M126 fhrt die TNC eine Drehachse, deren Anzeige auf Werte
unter 360 reduziert ist, auf kurzem Weg. Beispiele:
Ist-Position

Soll-Position

Fahrweg

350

10

+20

10

340

30

Wirkung
M126 wird wirksam am Satzanfang.
M126 setzen Sie mit M127 zurck; am Programm-Ende wird M126
ebenfalls unwirksam.

Anzeige der Drehachse auf Wert unter 360


reduzieren: M94
Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug vom aktuellen Winkelwert auf den programmierten Winkelwert.
Beispiel:
Aktueller Winkelwert:
538
Programmierter Winkelwert: 180
Tatschlicher Fahrweg:
358
Verhalten mit M94
Die TNC reduziert am Satzanfang den aktuellen Winkelwert auf einen
Wert unter 360 und fhrt anschlieend auf den programmierten
Wert. Sind mehrere Drehachsen aktiv, reduziert M94 die Anzeige aller
Drehachsen. Alternativ knnen Sie hinter M94 eine Drehachse eingeben. Die TNC reduziert dann nur die Anzeige dieser Achse.
NC-Beispielstze
Anzeigewerte aller aktiven Drehachsen reduzieren:
L M94
Nur Anzeigewert der C-Achse reduzieren:
L M94
Anzeige aller aktiven Drehachsen reduzieren und anschlieend mit der
C-Achse auf den programmierten Wert fahren:
L C+180 FMAX M94
Wirkung
M94 wirkt nur in dem Programmsatz, in dem M94 programmiert ist.
M94 wird wirksam am Satz-Anfang.

HEIDENHAIN iTNC 530

201

7.5 Zusatz-Funktionen fr Drehachsen

Automatische Korrektur der


Maschinengeometrie beim Arbeiten mit
Schwenkachsen: M114
Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug auf die im Bearbeitungs-Programm festgelegten Positionen. ndert sich im Programm die Position einer
Schwenkachse, so muss der Postprozessor den daraus entstehenden
Versatz in den Linearachsen berechnen und in einem Positioniersatz
verfahren. Da hier auch die Maschinen-Geometrie eine Rolle spielt,
muss fr jede Maschine das NC-Programm separat berechnet werden.
Verhalten mit M114
ndert sich im Programm die Position einer gesteuerten Schwenkachse, so kompensiert die TNC den Versatz des Werkzeugs mit einer
3D-Lngenkorrektur automatisch. Da die Geometrie der Maschine in
Maschinen-Parametern abgelegt ist, kompensiert die TNC auch
maschinenspezifische Verstze automatisch. Programme mssen
vom Postprozessor nur einmal berechnet werden, auch wenn sie auf
unterschiedlichen Maschinen mit TNC-Steuerung abgearbeitet werden.

B
dx

dz

dB

Wenn Ihre Maschine keine gesteuerten Schwenkachsen besitzt (Kopf


manuell zu schwenken, Kopf wird von der PLC positioniert), knnen
Sie hinter M114 die jeweils gltige Schwenkkopf-Position eingeben
(z.B. M114 B+45, Q-Parameter erlaubt).
Die Werkzeug-Radiuskorrektur muss vom CAD-System bzw. vom
Postprozessor bercksichtigt werden. Eine programmierte Radiuskorrektur RL/RR fhrt zu einer Fehlermeldung.
Wenn die TNC die Werkzeug-Lngenkorrektur vornimmt, dann bezieht
sich der programmierte Vorschub auf die Werkzeugspitze, sonst auf
den Werkzeug-Bezugspunkt.
Wenn Ihre Maschine einen gesteuerten Schwenkkopf hat,
knnen Sie den Programmlauf unterbrechen und die Stellung der Schwenkachse verndern (z.B. mit dem Handrad).
Mit der Funktion VORLAUF ZU SATZ N knnen Sie das
Bearbeitungs-Programm danach an der Unterbrechungsstelle fortfhren. Die TNC bercksichtigt bei aktivem
M114 automatisch die neue Stellung der Schwenkachse.
Um die Stellung der Schwenkachse mit dem Handrad
whrend des Programmlaufs zu ndern, benutzen Sie
M118 in Verbindung mit M128.
Wirkung
M114 wird wirksam am Satz-Anfang, M115 am Satz-Ende. M114
wirkt nicht bei aktiver Werkzeug-Radiuskorrektur.

202

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

Die Maschinengeometrie muss vom Maschinenhersteller


in den Maschinen-Parametern 7510 und folgenden festgelegt sein.

Position der Werkzeugspitze beim Positionieren


von Schwenkachsen beibehalten (TCPM*): M128
Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug auf die im Bearbeitungs-Programm festgelegten Positionen. ndert sich im Programm die Position einer
Schwenkachse, so muss der daraus entstehende Versatz in den
Linearachsen berechnet und in einem Positioniersatz verfahren werden (siehe Bild bei M114).
Verhalten mit M128
ndert sich im Programm die Position einer gesteuerten Schwenkachse, dann bleibt whrend des Schwenkvorganges die Position der
Werkzeugspitze gegenber dem Werkstck unverndert.
Verwenden Sie M128 in Verbindung mit M118, wenn Sie whrend
des Programmlaufs die Stellung der Schwenkachse mit dem Handrad
verndern wollen. Die berlagerung einer Handrad-Positionierung
erfolgt bei aktivem M128 im maschinenfesten Koordinatensystem.

Z
X
Z

Bei Schwenkachsen mit Hirth-Verzahnung: Stellung der


Schwenkachse nur verndern, nachdem Sie das Werkzeug freigefahren haben. Ansonsten knnen durch das
Herausfahren aus der Verzahnung Konturverletzungen
entstehen.
Hinter M128 knnen Sie noch einen Vorschub eingeben, mit dem die
TNC die Ausgleichsbewegungen in den Linearachsen ausfhrt. Wenn
Sie keinen Vorschub eingeben, oder einen der grer ist als im
Maschinen-Parameter 7471 festgelegt ist, wirkt der Vorschub aus
Maschinen-Parameter 7471.
Vor Positionierungen mit M91 oder M92 und vor einem
TOOL CALL: M128 rcksetzen.
Um Kontur-Verletzungen zu vermeiden drfen Sie mit
M128 nur Radiusfrser verwenden.
Die Werkzeug-Lnge muss sich auf das Kugelzentrum des
Radiusfrsers beziehen.
Wenn M128 aktiv ist, zeigt die TNC in der Status-Anzeige
das Symbol
an.

HEIDENHAIN iTNC 530

203

7.5 Zusatz-Funktionen fr Drehachsen

M114 setzen Sie mit M115 zurck. Am Programm-Ende wird M114


ebenfalls unwirksam.

7.5 Zusatz-Funktionen fr Drehachsen

M128 bei Schwenktischen


Wenn Sie bei aktivem M128 eine Schwenktisch-Bewegung programmieren, dann dreht die TNC das Koordinaten-System entsprechend
mit. Drehen Sie z.B. die C-Achse um 90 (durch positionieren oder
durch Nullpunkt-Verschiebung) und programmieren anschlieend eine
Bewegung in der X-Achse, dann fhrt die TNC die Bewegung in der
Maschinenachse Y aus.
Auch den gesetzten Bezugspunkt, der sich durch die Rundtisch-Bewegung verlagert, transformiert die TNC.
M128 bei dreidimensionaler Werkzeug-Korrektur
Wenn Sie bei aktivem M128 und aktiver Radiuskorrektur RL/RR eine
dreidimensionale Werkzeug-Korrektur durchfhren, positioniert die
TNC bei bestimmten Maschinengeometrien die Drehachsen automatisch (Peripheral-Milling, siehe Dreidimensionale Werkzeug-Korrektur, Seite 118).
Wirkung
M128 wird wirksam am Satz-Anfang, M129 am Satz-Ende. M128
wirkt auch in den manuellen Betriebsarten und bleibt nach einem
Betriebsartenwechsel aktiv. Der Vorschub fr die Ausgleichsbewegung bleibt so lange wirksam, bis Sie einen neuen programmieren
oder M128 mit M129 rcksetzen.
M128 setzen Sie mit M129 zurck. Wenn Sie in einer ProgrammlaufBetriebsart ein neues Programm whlen, setzt die TNC M128 ebenfalls zurck.
Die Maschinengeometrie muss vom Maschinenhersteller
in den Maschinen-Parametern 7510 und folgenden festgelegt sein.
NC-Beispielstze
Ausgleichsbewegungen mit einem Vorschub von 1000 mm/min
durchfhren:
L X+0 Y+38.5 RL F125 M128 F1000

204

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

7.5 Zusatz-Funktionen fr Drehachsen

Genauhalt an Ecken mit nicht tangentialen


bergngen: M134
Standardverhalten
Die TNC verfhrt das Werkzeug bei Positionierungen mit Drehachsen
so, dass an nicht tangentialen Konturbergngen ein bergangselement eingefgt wird. Der Konturbergang ist abhngig von der
Beschleunigung, dem Ruck und der festgelegten Toleranz der Konturabweichung.
Das Standardverhalten der TNC knnen Sie mit dem
Maschinen-Parametern 7440 so ndern, das mit Anwahl
eines Programmes M134 automatisch aktiv wird, siehe
Allgemeine Anwenderparameter, Seite 476.
Verhalten mit M134
Die TNC verfhrt das Werkzeug bei Positionierungen mit Drehachsen
so, dass an nicht tangentialen Konturbergngen ein Genauhalt ausgefhrt wird.
Wirkung
M134 wird wirksam am Satz-Anfang, M135 am Satz-Ende.
M134 setzen Sie mit M135 zurck. Wenn Sie in einer ProgrammlaufBetriebsart ein neues Programm whlen, setzt die TNC M134 ebenfalls zurck.

Auswahl von Schwenkachsen: M138


Standardverhalten
Die TNC bercksichtigt bei den Funktionen M114, M128 und Bearbeitungsebene schwenken die Drehachsen, die von Ihrem MaschinenHersteller in Maschinen-Parametern festgelegt sind.
Verhalten mit M138
Die TNC bercksichtigt bei den oben aufgefhrten Funktionen nur die
Schwenkachsen, die Sie mit M138 definiert haben.
Wirkung
M138 wird wirksam am Satz-Anfang.
M138 setzen Sie zurck, indem Sie M138 ohne Angabe von Schwenkachsen erneut programmieren.
NC-Beispielstze
Fr die oben aufgefhrten Funktionen nur die Schwenkachse C
bercksichtigen:
L Z+100 R0 FMAX M138 C

HEIDENHAIN iTNC 530

205

7.5 Zusatz-Funktionen fr Drehachsen

Bercksichtigung der Maschinen-Kinematik in


IST/SOLL-Positionen am Satzende: M144
Standardverhalten
Die TNC fhrt das Werkzeug auf die im Bearbeitungs-Programm festgelegten Positionen. ndert sich im Programm die Position einer
Schwenkachse, so muss der daraus entstehende Versatz in den
Linearachsen berechnet und in einem Positioniersatz verfahren werden.
Verhalten mit M144
Die TNC bercksichtigt eine nderung der Maschinen-Kinematik in
der Positionsanzeige, wie sie z.B. durch Einwechseln einer Vorsatzspindel entsteht. ndert sich die Position einer gesteuerten Schwenkachse, dann wird whrend des Schwenkvorganges auch die Position
der Werkzeugspitze gegenber dem Werkstck verndert. Der entstandene Versatz wird in der Positionsanzeige verrechnet.
Positionierungen mit M91/M92 sind bei aktivem M144
erlaubt.
Die Positionsanzeige in den Betriebsarten SATZFOLGE
und EINZELSATZ ndert sich erst, nachdem die Schwenkachsen ihre Endposition erreicht haben.
Wirkung
M144 wird wirksam am Satz-Anfang. M144 wirkt nicht in Verbindung
mit M114, M128 oder Bearbeitungsebene Schwenken.
M144 heben Sie auf, indem Sie M145 programmieren.
Die Maschinengeometrie muss vom Maschinenhersteller
in den Maschinen-Parametern 7502 und folgenden festgelegt sein.Der Maschinenhersteller legt die Wirkungsweise
in den Automatik-Betriebsarten und manuellen Betriebsarten fest. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.

206

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

7.6 Zusatz-Funktionen fr Laser-Schneidmaschinen

7.6 Zusatz-Funktionen fr LaserSchneidmaschinen


Prinzip
Zum Steuern der Laserleistung gibt die TNC ber den S-Analog-Ausgang Spannungswerte aus. Mit den M-Funktionen M200 bis M204
knnen Sie whrend des Programmlaufs die Laserleistung beeinflussen.
Zusatz-Funktionen fr Laser-Schneidmaschinen eingeben
Wenn Sie in einem Positionier-Satz eine M-Funktion fr LaserSchneidmaschinen eingeben, dann fhrt die TNC den Dialog fort und
erfragt die jeweiligen Parameter der Zusatz-Funktion.
Alle Zusatz-Funktionen fr Laser-Schneidmaschinen werden wirksam
am Satz-Anfang.

Programmierte Spannung direkt ausgeben:


M200
Verhalten mit M200
Die TNC gibt den hinter M200 programmierten Wert als Spannung V
aus.
Eingabebereich: 0 bis 9.999 V
Wirkung
M200 wirkt solange, bis ber M200, M201, M202, M203 oder M204
eine neue Spannung ausgegeben wird.

Spannung als Funktion der Strecke: M201


Verhalten mit M201
M201 gibt die Spannung abhngig vom zurckgelegten Weg aus. Die
TNC erhht oder verringert die aktuelle Spannung linear auf den programmierten Wert V.
Eingabebereich: 0 bis 9.999 V
Wirkung
M201 wirkt solange, bis ber M200, M201, M202, M203 oder M204
eine neue Spannung ausgegeben wird.

HEIDENHAIN iTNC 530

207

7.6 Zusatz-Funktionen fr Laser-Schneidmaschinen

Spannung als Funktion der Geschwindigkeit:


M202
Verhalten mit M202
Die TNC gibt die Spannung als Funktion der Geschwindigkeit aus. Der
Maschinenhersteller legt in Maschinen-Parametern bis zu drei Kennlinien FNR. fest, in denen Vorschub-Geschwindigkeiten Spannungen
zugeordnet werden. Mit M202 whlen Sie die Kennlinie FNR., aus der
die TNC die auszugebende Spannung ermittelt.
Eingabebereich: 1 bis 3
Wirkung
M202 wirkt solange, bis ber M200, M201, M202, M203 oder M204
eine neue Spannung ausgegeben wird.

Spannung als Funktion der Zeit ausgeben


(zeitabhngige Rampe): M203
Verhalten mit M203
Die TNC gibt die Spannung V als Funktion der Zeit TIME aus. Die TNC
erhht oder verringert die aktuelle Spannung linear in einer programmierten Zeit TIME auf den programmierten Spannungs-Wert V.
Eingabebereich
Spannung V: 0 bis 9.999 Volt
Zeit TIME:
0 bis 1.999 Sekunden
Wirkung
M203 wirkt solange, bis ber M200, M201, M202, M203 oder M204
eine neue Spannung ausgegeben wird.

Spannung als Funktion der Zeit ausgeben


(zeitabhngiger Puls): M204
Verhalten mit M204
Die TNC gibt eine programmierte Spannung als Puls mit einer programmierten Dauer TIME aus.
Eingabebereich
Spannung V: 0 bis 9.999 Volt
Zeit TIME:
0 bis 1.999 Sekunden
Wirkung
M204 wirkt solange bis ber M200, M201, M202, M203 oder M204
eine neue Spannung ausgegeben wird.

208

7 Programmieren: Zusatz-Funktionen

8
Programmieren: Zyklen

8.1 Mit Zyklen arbeiten

8.1 Mit Zyklen arbeiten


Hufig wiederkehrende Bearbeitungen, die mehrere Bearbeitungsschritte umfassen, sind in der TNC als Zyklen gespeichert. Auch Koordinaten-Umrechnungen und einige Sonderfunktionen stehen als
Zyklen zur Verfgung (siehe Tabelle nchste Seite).
Bearbeitungs-Zyklen mit Nummern ab 200 verwenden Q-Parameter
als bergabeparameter. Parameter mit gleicher Funktion, die die TNC
in verschiedenen Zyklen bentigt, haben immer dieselbe Nummer:
z.B. Q200 ist immer der Sicherheits-Abstand, Q202 immer die ZustellTiefe usw.

Zyklus definieren ber Softkeys


U Die

Softkey-Leiste zeigt die verschiedenen ZyklusGruppen

U Zyklus-Gruppe

whlen, z.B. Bohrzyklen

U Zyklus

whlen, z.B. GEWINDEFRSEN. Die TNC


erffnet einen Dialog und erfragt alle Eingabewerte;
gleichzeitig blendet die TNC in der rechten Bildschirmhlfte eine Grafik ein, in der der einzugebende
Parameter hell hinterlegt ist

U Geben Sie alle von der TNC geforderten Parameter ein

und schlieen Sie jede Eingabe mit der Taste ENT ab


U Die

TNC beendet den Dialog, nachdem Sie alle erforderlichen Daten eingegeben haben

Zyklus definieren ber GOTO-Funktion


U Die

Softkey-Leiste zeigt die verschiedenen ZyklusGruppen

U Die

TNC zeigt in einem Fenster die Zyklen-bersicht


an. Whlen Sie mit den Pfeiltasten den gewnschten
Zyklus oder geben Sie die Zyklus-Nummer ein und
besttigen jeweils mit der Taste ENT. Die TNC erffnet dann den Zyklus-Dialog wie zuvor beschrieben

210

8 Programmieren: Zyklen

8.1 Mit Zyklen arbeiten

NC-Beispielstze
7 CYCL DEF 200 BOHREN
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=3

;TIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q210=0

;VERWEILZEIT OBEN

Q203=+0

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q211=0.25

;VERWEILZEIT UNTEN

Zyklus-Gruppe

Softkey

Zyklen zum Tiefbohren, Reiben, Ausdrehen, Senken,


Gewindebohren, Gewindeschneiden und Gewindefrsen
Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten
Zyklen zur Herstellung von Punktemustern, z.B. Lochkreis od. Lochflche
SL-Zyklen (Subcontur-List), mit denen aufwendigere
Konturen konturparallel bearbeitet werden, die sich
aus mehreren berlagerten Teilkonturen zusammensetzen, Zylindermantel-Interpolation
Zyklen zum Abzeilen ebener oder in sich verwundener
Flchen
Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung, mit denen beliebige Konturen verschoben, gedreht, gespiegelt, vergrert und verkleinert werden
Sonder-Zyklen Verweilzeit, Programm-Aufruf, SpindelOrientierung, Toleranz

HEIDENHAIN iTNC 530

211

8.1 Mit Zyklen arbeiten

Wenn Sie bei Bearbeitungszyklen mit Nummern grer


200 indirekte Parameter-Zuweisungen (z.B. Q210 = Q1)
verwenden, wird eine nderung des zugewiesenen Parameters (z.B. Q1) nach der Zyklus-Definition nicht wirksam.
Definieren Sie in solchen Fllen den Zyklusparameter (z.B.
Q210) direkt.
Um die Bearbeitungszyklen 1 bis 17 auch auf lteren TNCBahnsteuerungen abarbeiten zu knnen, mssen Sie beim
Sicherheits-Abstand und bei der Zustell-Tiefe zustzlich
ein negatives Vorzeichen programmieren.
Wenn Sie einen Zyklus mit mehreren Teilstzen lschen
wollen, gibt die TNC einen Hinweis aus, ob der komplette
Zyklus gelscht werden soll.

Zyklus aufrufen
Voraussetzungen
Vor einem Zyklus-Aufruf programmieren Sie in jedem Fall:
n BLK FORM zur grafischen Darstellung (nur fr Testgrafik
erforderlich)
n Werkzeug-Aufruf
n Drehsinn der Spindel (Zusatz-Funktion M3/M4)
n Zyklus-Definition (CYCL DEF).
Beachten Sie weitere Voraussetzungen, die bei den nachfolgenden Zyklusbeschreibungen aufgefhrt sind.
Folgende Zyklen wirken ab ihrer Definition im Bearbeitungs-Programm. Diese Zyklen knnen und drfen Sie nicht aufrufen:
n die Zyklen 220 Punktemuster auf Kreis und 221 Punktemuster auf
Linien
n den SL-Zyklus 14 KONTUR
n den SL-Zyklus 20 KONTUR-DATEN
n Zyklus 32 TOLERANZ
n Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung
n den Zyklus 9 VERWEILZEIT
Alle brigen Zyklen rufen Sie auf, wie nachfolgend beschrieben:
1

Soll die TNC den Zyklus nach dem zuletzt programmierten Satz einmal ausfhren, programmieren Sie den Zyklus-Aufruf mit der
Zusatz-Funktion M99 oder mit CYCL CALL:
U Zyklus-Aufruf

programmieren: Taste CYCL CALL

drcken
U Zyklus-Aufruf

eingeben: Softkey CYCL CALL M

drcken
U Zusatz-Funktion M

eingeben, oder mit der Taste END


den Dialog beenden

212

8 Programmieren: Zyklen

Soll die TNC den Zyklus nach jedem Positionier-Satz automatisch


ausfhren, programmieren Sie den Zyklus-Aufruf mit M89 (abhngig von Maschinen-Parameter 7440).

Soll die TNC den Zyklus auf allen Positionen abarbeiten, die in einer
Punkte-Tabelle definiert sind, dann verwenden Sie die Funktion
CYCL CALL PAT (siehe Punkte-Tabellen auf Seite 215)

8.1 Mit Zyklen arbeiten

Um die Wirkung von M89 aufzuheben, programmieren Sie


n M99 oder
n CYCL CALL oder
n CYCL DEF

HEIDENHAIN iTNC 530

213

8.1 Mit Zyklen arbeiten

Arbeiten mit Zusatzachsen U/V/W


Die TNC fhrt Zustellbewegungen in der Achse aus, die Sie im TOOL
CALL-Satz als Spindelachse definiert haben. Bewegungen in der Bearbeitungsebene fhrt die TNC grundstzlich nur in den Hauptachsen X,
Y oder Z aus. Ausnahmen:
n Wenn Sie im Zyklus 3 NUTENFRAESEN und im Zyklus 4 TASCHENFRAESEN fr die Seitenlngen direkt Zusatzachsen programmieren
n Wenn Sie bei SL-Zyklen Zusatzachsen im Kontur-Unterprogramm
programmieren

214

8 Programmieren: Zyklen

8.2 Punkte-Tabellen

8.2 Punkte-Tabellen
Anwendung
Wenn Sie einen Zyklus, bzw. mehrere Zyklen hintereinander, auf
einem unregelmigen Punktemuster abarbeiten wollen, dann erstellen Sie Punkte-Tabellen.
Wenn Sie Bohrzyklen verwenden, entsprechen die Koordinaten der
Bearbeitungsebene in der Punkte-Tabelle den Koordinaten der Bohrungs-Mittelpunkte. Setzen Sie Frszyklen ein, entsprechen die Koordinaten der Bearbeitungsebene in der Punkte-Tabelle den StartpunktKoordinaten des jeweiligen Zyklus (z.B. Mittelpunkts-Koordinaten
einer Kreistasche). Koordinaten in der Spindelachse entsprechen der
Koordinate der Werkstck-Oberflche.

Punkte-Tabelle eingeben
Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren whlen:
Datei-Verwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken

DATEI-NAME?
NEU.PNT

Name und Datei-Typ der Punkte-Tabelle eingeben,


mit Taste ENT besttigen

Maeinheit whlen: Softkey MM oder INCH drcken.


Die TNC wechselt ins Programm-Fenster und stellt
eine leere Punkte-Tabelle dar

Mit Softkey ZEILE EINFGEN neue Zeile einfgen


und die Koordinaten desgewnschten Bearbeitungsortes eingeben

Vorgang wiederholen, bis alle gewnschten Koordinaten eingegeben


sind

Mit den Softkeys X AUS/EIN, Y AUS/EIN, Z AUS/EIN


(zweite Softkey-Leiste) legen Sie fest, welche Koordinaten
Sie in die Punkte-Tabelle eingeben knnen.

HEIDENHAIN iTNC 530

215

8.2 Punkte-Tabellen

Punkte-Tabelle im Programm whlen


In der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren das Programm
whlen, fr das die Punkte-Tabelle aktiviert werden soll:
Funktion zur Auswahl der Punkte-Tabelle aufrufen:
Taste PGM CALL drcken

Softkey PUNKTE-TABELLE drcken

Name der Punkte-Tabelle eingeben, mit Taste END besttigen. Wenn


die Punkte-Tabelle nicht im selben Verzeichnis gespeichert ist wie das
NC-Programm, dann mssen Sie den kompletten Pfadnamen eingeben

NC-Beispielsatz
7 SEL PATTERN TNC:\DIRKT5\NUST35.PNT

216

8 Programmieren: Zyklen

8.2 Punkte-Tabellen

Zyklus in Verbindung mit Punkte-Tabellen


aufrufen
Die TNC arbeitet mit CYCL CALL PAT die Punkte-Tabelle ab,
die Sie zuletzt definiert haben (auch wenn Sie die PunkteTabelle in einem mit CALL PGM verschachtelten Programm
definiert haben).
Die TNC verwendet die Koordinate in der Spindelachse als
sichere Hhe, an der das Werkzeug beim Zyklus-Aufruf
steht. In einem Zyklus separat definierte Sichere Hhen
bzw. 2. Sicherheits-Abstnde drfen nicht grer als die
globale Pattern-Sicherheitshhe sein.
Soll die TNC den zuletzt definierten Bearbeitungszyklus an den Punkten aufrufen, die in einer Punkte-Tabelle definiert sind, programmieren
Sie den Zyklus-Aufruf mit CYCL CALL PAT:
U Zyklus-Aufruf programmieren: Taste CYCL CALL drk-

ken
U Punkte-Tabelle

rufen: Softkey CYCL CALL PAT drk-

ken
U Vorschub

eingeben, mit dem die TNC zwischen den


Punkten verfahren soll (keine Eingabe: Verfahren mit
zuletzt programmiertem Vorschub, FMAX nicht gltig)

U Bei

Bedarf Zusatz-Funktion M eingeben, mit Taste


END besttigen

Die TNC zieht das Werkzeug zwischen den Startpunkten zurck auf
die sichere Hhe (sichere Hhe = Spindelachsen-Koordinate beim
Zyklus-Aufruf). Um diese Arbeitsweise auch bei den Zyklen mit Nummern 200 und grer einsetzen zu knnen, mssen Sie den 2. Sicherheits-Abstand (Q204) mit 0 definieren.
Wenn Sie beim Vorpositionieren in der Spindelachse mit reduziertem
Vorschub fahren wollen, verwenden Sie die Zusatz-Funktion M103
(siehe Vorschubfaktor fr Eintauchbewegungen: M103 auf Seite
193).
Wirkungsweise der Punkte-Tabellen mit Zyklen 1 bis 5, 17 und 18
Die TNC interpretiert die Punkte der Bearbeitungsebene als Koordinaten des Bohrungs-Mittelpunktes. Die Koordinate der Spindel-Achse
legt die Oberkante des Werkstcks fest, so dass die TNC automatisch
vorpositionieren kann (Reihenfolge: Bearbeitungsebene, dann Spindelachse).
Wirkungsweise der Punkte-Tabellen mit SL-Zyklen und Zyklus 12
Die TNC interpretiert die Punkte als zustzliche Nullpunkt-Verschiebung.

HEIDENHAIN iTNC 530

217

8.2 Punkte-Tabellen

Wirkungsweise der Punkte-Tabellen mit Zyklen 200 bis 208 und


262 bis 267
Die TNC interpretiert die Punkte der Bearbeitungsebene als Koordinaten des Bohrungs-Mittelpunktes. Wenn Sie die in der Punkte-Tabelle
definierte Koordinate in der Spindel-Achse als Startpunkt-Koordinate
nutzen wollen, mssen Sie die Werkstck-Oberkante (Q203) mit 0
definieren.
Wirkungsweise der Punkte-Tabellen mit Zyklen 210 bis 215
Die TNC interpretiert die Punkte als zustzliche Nullpunkt-Verschiebung. Wenn Sie die in der Punkte-Tabelle definierten Punkte als Startpunkt-Koordinaten nutzen wollen, mssen Sie die Startpunkte und die
Werkstck-Oberkante (Q203) im jeweiligen Frszyklus mit 0 programmieren.

218

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

8.3 Zyklen zum Bohren,


Gewindebohren und
Gewindefrsen
bersicht
Die TNC stellt insgesamt 19 Zyklen fr die verschiedensten Bohrbearbeitungen zur Verfgung:
Zyklus

Softkey

1 TIEFBOHREN
Ohne automatische Vorpositionierung
200 BOHREN
Mit automatischer Vorpositionierung, 2. SicherheitsAbstand
201 REIBEN
Mit automatischer Vorpositionierung, 2. SicherheitsAbstand
202 AUSDREHEN
Mit automatischer Vorpositionierung, 2. SicherheitsAbstand
203 UNIVERSAL-BOHREN
Mit automatischer Vorpositionierung, 2. SicherheitsAbstand, Spanbruch, Degression
204 RUECKWAERTS-SENKEN
Mit automatischer Vorpositionierung, 2. SicherheitsAbstand
205 UNIVERSAL-TIEFBOHREN
Mit automatischer Vorpositionierung, 2. SicherheitsAbstand, Spanbruch, Vorhalteabstand
208 BOHRFRAESEN
Mit automatischer Vorpositionierung, 2. SicherheitsAbstand

HEIDENHAIN iTNC 530

219

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

Zyklus

Softkey

2 GEWINDEBOHREN
Mit Ausgleichsfutter
17 GEWINDEBOHREN GS
Ohne Ausgleichsfutter
18 GEWINDESCHNEIDEN
206 GEWINDEBOHREN NEU
Mit Ausgleichsfutter, mit automatischer Vorpositionierung, 2. Sicherheits-Abstand
207 GEWINDEBOHREN GS NEU
Ohne Ausgleichsfutter, mit automatischer Vorpositionierung, 2. Sicherheits-Abstand
209 GEWINDEBOHREN SPANBRUCH
Ohne Ausgleichsfutter, mit automatischer Vorpositionierung, 2. Sicherheits-Abstand; Spanbruch
262 GEWINDEFRAESEN
Zyklus zum Frsen eines Gewindes ins vorgebohrte
Material
263 SENKGEWINDEFRAESEN
Zyklus zum Frsen eines Gewindes ins vorgebohrte
Material mit Herstellung einer Senkfase
264 BOHRGEWINDEFRAESEN
Zyklus zum Bohren ins volle Material und anschlieendem Frsen des Gewindes mit einem Werkzeug
265 HELIX-BOHRGEWINDEFRAESEN
Zyklus zum Frsen des Gewindes ins volle Material
267 AUSSENGEWINDE FRAESEN
Zyklus zum Frsen eines Aussengewindes mit Herstellung einer Senkfase

220

8 Programmieren: Zyklen

1
2

4
5
6

Das Werkzeug bohrt mit dem eingegebenen Vorschub F von der


aktuellen Position bis zur ersten Zustell-Tiefe
Danach fhrt die TNC das Werkzeug im Eilgang FMAX zurck und
wieder bis zur ersten Zustell-Tiefe, verringert um den VorhalteAbstand t.
Die Steuerung ermittelt den Vorhalte-Abstand selbstttig:
n Bohrtiefe bis 30 mm: t = 0,6 mm
n Bohrtiefe ber 30 mm: t = Bohrtiefe/50
n maximaler Vorhalte-Abstand: 7 mm

1
3

X
2

Anschlieend bohrt das Werkzeug mit dem eingegebenen Vorschub F um eine weitere Zustell-Tiefe
Die TNC wiederholt diesen Ablauf (1 bis 4), bis die eingegebene
Bohrtiefe erreicht ist
Am Bohrungsgrund zieht die TNC das Werkzeug, nach der Verweilzeit zum Freischneiden, mit FMAX zur Startposition zurck
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Positionier-Satz auf den Startpunkt in der Spindelachse
(Sicherheits-Abstand ber Werkstck-Oberflche) programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
U Sicherheits-Abstand

1 (inkremental): Abstand Werkzeugspitze (Startposition) Werkstck-Oberflche

U Tiefe 2 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche

Bohrungsgrund (Spitze des Bohrkegels)


U Zustell-Tiefe 3 (inkremental): Ma, um welches das

Werkzeug jeweils zugestellt wird. Die Bohrtiefe muss


kein Vielfaches der Zustell-Tiefe sein. Die TNC fhrt in
einem Arbeitsgang auf die Bohrtiefe wenn:
n Zustell-Tiefe und Tiefe gleich sind
n die Zustell-Tiefe grer als die Bohrtiefe ist
U Verweilzeit

in Sekunden: Zeit, in der das Werkzeug


am Bohrungsgrund verweilt, um freizuschneiden

U Vorschub

F: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs


beim Bohren in mm/min

Beispiel: NC-Stze
5 L Z+100 R0 FMAX
6 CYCL DEF 1.0 TIEFBOHREN
7 CYCL DEF 1.1 ABST 2
8 CYCL DEF 1.2 TIEFE -15
9 CYCL DEF 1.3 ZUSTLG 7.5
10 CYCL DEF 1.4 V.ZEIT 1
11 CYCL DEF 1.5 F80
12 L X+30 Y+20 FMAX M3
13 L Z+2 FMAX M99
14 L X+80 Y+50 FMAX M99
15 L Z+100 FMAX M2

HEIDENHAIN iTNC 530

221

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

TIEFBOHREN (Zyklus 1)

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

BOHREN (Zyklus 200)


1

2
3

4
5
6

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche
Das Werkzeug bohrt mit dem programmierten Vorschub F bis zur
ersten Zustell-Tiefe
Die TNC fhrt das Werkzeug mit FMAX auf den SicherheitsAbstand zurck, verweilt dort - falls eingegeben - und fhrt
anschlieend wieder mit FMAX bis auf Sicherheits-Abstand ber
die erste Zustell-Tiefe
Anschlieend bohrt das Werkzeug mit eingegebenem Vorschub F
um eine weitere Zustell-Tiefe
Die TNC wiederholt diesen Ablauf (2 bis 4), bis die eingegebene
Bohrtiefe erreicht ist
Vom Bohrungsgrund fhrt das Werkzeug mit FMAX auf Sicherheits-Abstand oder falls eingegeben auf den 2. SicherheitsAbstand

Q206

Q210
Q200

Q204

Q203
Q202
Q201

Beachten Sie vor dem Programmieren


Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.

222

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche; Wert positiv eingeben

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Bohrungsgrund (Spitze des Bohrkegels)

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Bohren in mm/min

U Zustell-Tiefe Q202 (inkremental): Ma, um welches

das Werkzeug jeweils zugestellt wird. Die Tiefe muss


kein Vielfaches der Zustell-Tiefe sein. Die TNC fhrt in
einem Arbeitsgang auf die Tiefe wenn:
n Zustell-Tiefe und Tiefe gleich sind
n die Zustell-Tiefe grer als die Tiefe ist
U Verweilzeit

oben Q210: Zeit in Sekunden, die das


Werkzeug auf dem Sicherheits-Abstand verweilt,
nachdem es die TNC zum Entspanen aus der Bohrung herausgefahren hat

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

Beispiel: NC-Stze

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

10 L Z+100 R0 FMAX
11 CYCL DEF 200 BOHREN
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-15

;TIEFE

Q206=250

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q210=0

;VERWEILZEIT OBEN

Q203=+20

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=100

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q211=0.1

;VERWEILZEIT UNTEN

12 L X+30 Y+20 FMAX M3


13 CYCL CALL
14 L X+80 Y+50 FMAX M99
15 L Z+100 FMAX M2

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Verweilzeit

unten Q211: Zeit in Sekunden, die das


Werkzeug am Bohrungsgrund verweilt

HEIDENHAIN iTNC 530

223

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

REIBEN (Zyklus 201)


1

2
3
4

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche
Das Werkzeug reibt mit dem eingegebenen Vorschub F bis zur programmierten Tiefe
Am Bohrungsgrund verweilt das Werkzeug, falls eingegeben
Anschlieend fhrt die TNC das Werkzeug im Vorschub F zurck
auf den Sicherheits-Abstand und von dort falls eingegeben mit
FMAX auf den 2. Sicherheits-Abstand

Q206

Q200

Q204

Q203
Q201

Beachten Sie vor dem Programmieren


Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.

224

Q208
Q211

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Bohrungsgrund

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Reiben in mm/min

U Verweilzeit

unten Q211: Zeit in Sekunden, die das


Werkzeug am Bohrungsgrund verweilt

U Vorschub

Rckzug Q208: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Herausfahren aus der Bohrung in
mm/min. Wenn Sie Q208 = 0 eingeben, dann gilt Vorschub Reiben

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

HEIDENHAIN iTNC 530

Beispiel: NC-Stze

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

10 L Z+100 R0 FMAX
11 CYCL DEF 201 REIBEN
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-15

;TIEFE

Q206=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q211=0.5

;VERWEILZEIT UNTEN

Q208=250

;VORSCHUB RUECKZUG

Q203=+20

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=100

;2. SICHERHEITS-ABST.

12 L X+30 Y+20 FMAX M3


13 CYCL CALL
14 L X+80 Y+50 FMAX M9
15 L Z+100 FMAX M2

225

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

AUSDREHEN (Zyklus 202)


Maschine und TNC mssen vom Maschinenhersteller vorbereitet sein.
1

2
3
4
5
6

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche
Das Werkzeug bohrt mit dem Bohrvorschub bis zur Tiefe
Am Bohrungsgrund verweilt das Werkzeug falls eingegeben
mit laufender Spindel zum Freischneiden
Anschlieend fhrt die TNC eine Spindel-Orientierung auf die Position durch, die im Parameter Q336 definiert ist
Falls Freifahren gewhlt ist, fhrt die TNC in der eingegebenen
Richtung 0,2 mm (fester Wert) frei
Anschlieend fhrt die TNC das Werkzeug im Vorschub Rckzug
auf den Sicherheits-Abstand und von dort falls eingegeben mit
FMAX auf den 2. Sicherheits-Abstand. Wenn Q214=0 erfolgt der
Rckzug an der Bohrungswand

Q206

Q200

Q204

Q203
Q201

Q208

Q211

Beachten Sie vor dem Programmieren


Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
Die TNC stellt am Zyklus-Ende den Khlmittel- und Spindelzustand wieder her, der vor dem Zyklus-Aufruf aktiv
war.

226

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Bohrungsgrund

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Ausdrehen in mm/min

U Verweilzeit

unten Q211: Zeit in Sekunden, in der das


Werkzeug am Bohrungsgrund verweilt

U Vorschub

Rckzug Q208: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Herausfahren aus der Bohrung in
mm/min. Wenn Sie Q208=0 eingeben, dann gilt Vorschub Tiefenzustellung

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

Beispiel:

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

10 L Z+100 R0 FMAX
11 CYCL DEF 202 AUSDREHEN
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-15

;TIEFE

Q206=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q211=0.5

;VERWEILZEIT UNTEN

Q208=250

;VORSCHUB RUECKZUG

Q203=+20

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=100

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q214=1

;FREIFAHR-RICHTUNG

Q336=0

;WINKEL SPINDEL

12 L X+30 Y+20 FMAX M3


13 CYCL CALL
14 L X+80 Y+50 FMAX M99

U Freifahr-Richtung

(0/1/2/3/4) Q214: Richtung festlegen, in der die TNC das Werkzeug am Bohrungsgrund freifhrt (nach der Spindel-Orientierung)
0
1
2
3
4

Werkzeug nicht freifahren


Werkzeug freifahren in Minus-Richtung der
Hauptachse
Werkzeug freifahren in Minus-Richtung der
Nebenachse
Werkzeug freifahren in Plus-Richtung der Hauptachse
Werkzeug freifahren in Plus-Richtung der Nebenachse

Kollisionsgefahr!
Whlen Sie die Freifahr-Richtung so, dass das Werkzeug
vom Bohrungsrand wegfhrt.
berprfen Sie, wo die Werkzeug-Spitze steht, wenn Sie
eine Spindel-Orientierung auf den Winkel programmieren,
den Sie im Q336 eingeben (z.B. in der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe). Whlen Sie den Winkel so, dass
die Werkzeug-Spitze parallel zu einer Koordinaten-Achse
steht.
Die TNC bercksichtigt beim Freifahren eine aktive Drehung des Koordinatensystems automatisch.
U Winkel

fr Spindel-Orientierung Q336 (absolut):


Winkel, auf den die TNC das Werkzeug vor dem Freifahren positioniert

HEIDENHAIN iTNC 530

227

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

UNIVERSAL-BOHREN (Zyklus 203)


1

2
3

5
6

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche
Das Werkzeug bohrt mit dem eingegebenen Vorschub F bis zur
ersten Zustell-Tiefe
Falls Spanbruch eingegeben, fhrt die TNC das Werkzeug um den
eingegebenen Rckzugswert zurck. Wenn Sie ohne Spanbruch
arbeiten, dann fhrt die TNC das Werkzeug mit dem Vorschub
Rckzug auf den Sicherheits-Abstand zurck, verweilt dort falls
eingegeben und fhrt anschlieend wieder mit FMAX bis auf
Sicherheits-Abstand ber die erste Zustell-Tiefe
Anschlieend bohrt das Werkzeug mit Vorschub um eine weitere
Zustell-Tiefe. Die Zustell-Tiefe verringert sich mit jeder Zustellung
um den Abnahmebetrag falls eingegeben
Die TNC wiederholt diesen Ablauf (2-4), bis die Bohrtiefe erreicht
ist
Am Bohrungsgrund verweilt das Werkzeug falls eingegeben
zum Freischneiden und wird nach der Verweilzeit mit dem Vorschub Rckzug auf den Sicherheits-Abstand zurckgezogen. Falls
Sie einen 2. Sicherheits-Abstand eingegeben haben, fhrt die TNC
das Werkzeug mit FMAX dorthin
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Bohrungsgrund (Spitze des Bohrkegels)

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Bohren in mm/min

Q206

Q208

Q210
Q200

Q204

Q203
Q202
Q201

Q211

X
Beispiel: NC-Stze
11 CYCL DEF 203 UNIVERSAL-BOHREN
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-20

;TIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q210=0

;VERWEILZEIT OBEN

Q203=+20

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q212=0.2

;ABNAHMEBETRAG

Q213=3

;SPANBRUECHE

Q205=3

;MIN. ZUSTELL-TIEFE

Q211=0.25

;VERWEILZEIT UNTEN

Q208=500

;VORSCHUB RUECKZUG

Q256=0.2

;RZ BEI SPANBRUCH

U Zustell-Tiefe Q202 (inkremental): Ma, um welches

das Werkzeug jeweils zugestellt wird. Die Tiefe muss


kein Vielfaches der Zustell-Tiefe sein. Die TNC fhrt in
einem Arbeitsgang auf die Tiefe wenn:
n Zustell-Tiefe und Tiefe gleich sind
n die Zustell-Tiefe grer als die Tiefe ist
U Verweilzeit

oben Q210: Zeit in Sekunden, die das


Werkzeug auf Sicherheits-Abstand verweilt, nachdem es die TNC zum Entspanen aus der Bohrung herausgefahren hat

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

228

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Abnahmebetrag

Q212 (inkremental): Wert, um den die


TNC die Zustell-Tiefe Q202 nach jeder Zustellung verkleinert

U Anz.

Spanbrche bis Rckzug Q213: Anzahl der Spanbrche bevor die TNC das Werkzeug aus der Bohrung
zum Entspanen herausfahren soll. Zum Spanbrechen
zieht die TNC das Werkzeug jeweils um den Rckzugswert Q256 zurck

U Minimale

Zustell-Tiefe Q205 (inkremental): Falls Sie


einen Abnahmebetrag eingegeben haben, begrenzt
die TNC die Zustellung auf den mit Q205 eingegeben
Wert

U Verweilzeit

unten Q211: Zeit in Sekunden, die das


Werkzeug am Bohrungsgrund verweilt

U Vorschub

Rckzug Q208: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Herausfahren aus der Bohrung in
mm/min. Wenn Sie Q208=0 eingeben, dann fhrt die
TNC das Werkzeug mit Vorschub Q206 heraus

U Rckzug

bei Spanbruch Q256 (inkremental): Wert, um


die die TNC das Werkzeug beim Spanbrechen zurckfhrt

HEIDENHAIN iTNC 530

229

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

RUECKWAERTS-SENKEN (Zyklus 204)


Maschine und TNC mssen vom Maschinenhersteller vorbereitet sein.

Zyklus arbeitet nur mit Rckwrtsbohrstangen.


Mit diesem Zyklus stellen Sie Senkungen her, die sich auf der Werkstck-Unterseite befinden.
1

2
3

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche
Dort fhrt die TNC eine Spindel-Orientierung auf die 0-Position
durch und versetzt das Werkzeug um das Exzenterma
Anschlieend taucht das Werkzeug mit dem Vorschub Vorpositionieren in die vorgebohrte Bohrung ein, bis die Schneide im Sicherheits-Abstand unterhalb der Werkstck-Unterkante steht
Die TNC fhrt jetzt das Werkzeug wieder auf Bohrungsmitte,
schaltet die Spindel und ggf. das Khlmittel ein und fhrt dann mit
dem Vorschub Senken auf die eingegebene Tiefe Senkung
Falls eingegeben, verweilt das Werkzeug am Senkungsgrund und
fhrt anschlieend wieder aus der Bohrung heraus, fhrt eine Spindelorientierung durch und versetzt erneut um das Exzenterma
Anschlieend fhrt die TNC das Werkzeug im Vorschub Vorpositionieren auf den Sicherheits-Abstand und von dort falls eingegeben
mit FMAX auf den 2. Sicherheits-Abstand.
Beachten Sie vor dem Programmieren

Q204
Q200
Q250

Q203

Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der


Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.

Q249
Q200

Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die


Arbeitsrichtung beim Senken fest. Achtung: Positives Vorzeichen senkt in Richtung der positiven Spindelachse.
Werkzeug-Lnge so eingeben, dass nicht die Schneide,
sondern die Unterkante der Bohrstange vermat ist.

Q253

Die TNC bercksichtigt bei der Berechnung des Startpunktes der Senkung die Schneidenlnge der Bohrstange und
die Materialstrke.

Q251
Q252

Q255
Q254
Q214

230

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Senkung Q249 (inkremental): Abstand Werkstck-Unterkante Senkungsgrund. Positives Vorzeichen stellt die Senkung in positiver Richtung der Spindelachse her

U Materialstrke

Q250 (inkremental): Dicke des Werk-

stcks
U Exzenterma

Q251 (inkremental): Exzenterma der


Bohrstange; aus Werkzeug-Datenblatt entnehmen

U Schneidenhhe

Q252 (inkremental): Abstand Unterkante Bohrstange Hauptschneide; aus WerkzeugDatenblatt entnehmen

U Vorschub

Vorpositionieren Q253: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Eintauchen in das Werkstck bzw. beim Herausfahren aus dem Werkstck in
mm/min

U Vorschub

Senken Q254: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Senken in mm/min

U Verweilzeit

Beispiel: NC-Stze

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

11 CYCL DEF 204 RUECKWAERTS-SENKEN


Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q249=+5

;TIEFE SENKUNG

Q250=20

;MATERIALSTAERKE

Q251=3.5

;EXZENTERMASS

Q252=15

;SCHNEIDENHOEHE

Q253=750

;VORSCHUB VORPOS.

Q254=200

;VORSCHUB SENKEN

Q255=0

;VERWEILZEIT

Q203=+20

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q214=1

;FREIFAHR-RICHTUNG

Q336=0

;WINKEL SPINDEL

Q255: Verweilzeit in Sekunden am Sen-

kungsgrund
U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Freifahr-Richtung

(0/1/2/3/4) Q214: Richtung festlegen, in der die TNC das Werkzeug um das Exzenterma versetzen soll (nach der Spindel-Orientierung);
Eingabe von 0 nicht erlaubt
1
2
3
4

Werkzeug freifahren in Minus-Richtung der


Hauptachse
Werkzeug freifahren in Minus-Richtung der
Nebenachse
Werkzeug freifahren in Plus-Richtung der Hauptachse
Werkzeug freifahren in Plus-Richtung der Nebenachse

Kollisionsgefahr!
berprfen Sie, wo die Werkzeug-Spitze steht, wenn Sie
eine Spindel-Orientierung auf den Winkel programmieren,
den Sie im Q336 eingeben (z.B. in der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe). Whlen Sie den Winkel so, dass
die Werkzeug-Spitze parallel zu einer Koordinaten-Achse
steht. Whlen Sie die Freifahr-Richtung so, dass das Werkzeug vom Bohrungsrand wegfhrt.

HEIDENHAIN iTNC 530

231

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Winkel

fr Spindel-Orientierung Q336 (absolut):


Winkel, auf den die TNC das Werkzeug vor dem Eintauchen und vor dem Herausfahren aus der Bohrung
positioniert

UNIVERSAL-TIEFBOHREN (Zyklus 205)


1

2
3

5
6

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche
Das Werkzeug bohrt mit dem eingegebenen Vorschub F bis zur
ersten Zustell-Tiefe
Falls Spanbruch eingegeben, fhrt die TNC das Werkzeug um den
eingegebenen Rckzugswert zurck. Wenn Sie ohne Spanbruch
arbeiten, dann fhrt die TNC das Werkzeug im Eilgang auf den
Sicherheits-Abstand zurck und anschlieend wieder mit FMAX
bis auf den eingegebenen Vorhalteabstand ber die erste ZustellTiefe
Anschlieend bohrt das Werkzeug mit Vorschub um eine weitere
Zustell-Tiefe. Die Zustell-Tiefe verringert sich mit jeder Zustellung
um den Abnahmebetrag falls eingegeben
Die TNC wiederholt diesen Ablauf (2-4), bis die Bohrtiefe erreicht
ist
Am Bohrungsgrund verweilt das Werkzeug falls eingegeben
zum Freischneiden und wird nach der Verweilzeit mit dem Vorschub Rckzug auf den Sicherheits-Abstand zurckgezogen. Falls
Sie einen 2. Sicherheits-Abstand eingegeben haben, fhrt die TNC
das Werkzeug mit FMAX dorthin
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.

232

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Bohrungsgrund (Spitze des Bohrkegels)

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Bohren in mm/min

U Zustell-Tiefe Q202 (inkremental): Ma, um welches

das Werkzeug jeweils zugestellt wird. Die Tiefe muss


kein Vielfaches der Zustell-Tiefe sein. Die TNC fhrt in
einem Arbeitsgang auf die Tiefe wenn:
n Zustell-Tiefe und Tiefe gleich sind
n die Zustell-Tiefe grer als die Tiefe ist
U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Abnahmebetrag

Q212 (inkremental): Wert, um den die


TNC die Zustell-Tiefe Q202 verkleinert

U Minimale

Zustell-Tiefe Q205 (inkremental): Falls Sie


einen Abnahmebetrag eingegeben haben, begrenzt
die TNC die Zustellung auf den mit Q205 eingegeben
Wert

U Vorhalteabstand

oben Q258 (inkremental): Sicherheits-Abstand fr Eilgang-Positionierung, wenn die


TNC das Werkzeug nach einem Rckzug aus der Bohrung wieder auf die aktuelle Zustell-Tiefe fhrt; Wert
bei erster Zustellung

U Vorhalteabstand

unten Q259 (inkremental): Sicherheits-Abstand fr Eilgang-Positionierung, wenn die


TNC das Werkzeug nach einem Rckzug aus der Bohrung wieder auf die aktuelle Zustell-Tiefe fhrt; Wert
bei letzter Zustellung

Beispiel: NC-Stze
11 CYCL DEF 205 UNIVERSAL-TIEFBOHREN
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-80

;TIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q202=15

;ZUSTELL-TIEFE

Q203=+100

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q212=0.5

;ABNAHEBETRAG

Q205=3

;MIN. ZUSTELL-TIEFE

Q258=0.5

;VORHALTEABSTAND OBEN

Q259=1

;VORHALTEABST. UNTEN

Q257=5

;BOHRTIEFE SPANBRUCH

Q256=0.2

;RZ BEI SPANBRUCH

Q211=0.25

;VERWEILZEIT UNTEN

Wenn Sie Q258 ungleich Q259 eingeben, dann verndert


die TNC den Vorhalteabstand zwischen der ersten und
letzten Zustellung gleichmig.
U Bohrtiefe

bis Spanbruch Q257 (inkremental): Zustellung, nach der die TNC einen Spanbruch durchfhrt.
Kein Spanbruch, wenn 0 eingegeben

U Rckzug

bei Spanbruch Q256 (inkremental): Wert, um


die die TNC das Werkzeug beim Spanbrechen zurckfhrt

U Verweilzeit

unten Q211: Zeit in Sekunden, die das


Werkzeug am Bohrungsgrund verweilt

HEIDENHAIN iTNC 530

233

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

BOHRFRAESEN (Zyklus 208)


1

2
3

4
5

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche und fhrt den eingegebenen Durchmesser auf
einem Rundungskreis an (wenn Platz vorhanden ist)
Das Werkzeug frst mit dem eingegebenen Vorschub F in einer
Schraubenlinie bis zur eingegebenen Bohrtiefe
Wenn die Bohrtiefe erreicht ist, fhrt die TNC nochmals einen Vollkreis, um das beim Eintauchen stehengelassene Material zu entfernen
Danach positioniert die TNC das Werkzeug wieder zurck in die
Bohrungsmitte
Abschlieend fhrt die TNC mit FMAX zurck auf den SicherheitsAbstand. Falls Sie einen 2. Sicherheits-Abstand eingegeben
haben, fhrt die TNC das Werkzeug mit FMAX dorthin
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
Wenn Sie den Bohrungs-Durchmesser gleich dem Werkzeug-Durchmesser eingegeben haben, bohrt die TNC
ohne Schraubenlinien-Interpolation direkt auf die eingegebene Tiefe.

234

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeug-Unterkante Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Bohrungsgrund

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Bohren auf der Schraubenlinie in mm/min

U Zustellung

pro Schraubenlinie Q334 (inkremental):


Ma, um welches das Werkzeug auf einer Schraubenlinie (=360) jeweils zugestellt wird

Beachten Sie, dass Ihr Werkzeug bei zu groer Zustellung


sowohl sich selbst als auch das Werkstck beschdigt.
Um die Eingabe zu groer Zustellungen zu vermeiden,
geben Sie in der Werkzeug-Tabelle in der Spalte ANGLE
den maximal mglichen Eintauchwinkel des Werkzeugs
an, siehe Werkzeug-Daten, Seite 102. Die TNC berechnet dann automatisch die maximal erlaubte Zustellung und
ndert ggf. Ihren eingegebenen Wert ab.
U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Soll-Durchmesser

Q335 (absolut): Bohrungs-Durchmesser. Wenn Sie den Soll-Durchmesser gleich dem


Werkzeug-Durchmesser eingeben, dann bohrt die
TNC ohne Schraubenlinien-Interpolation direkt auf die
eingegebene Tiefe

U Vorgebohrter

Durchmesser Q342 (absolut): Sobald Sie


in Q342 einen Wert grer 0 eingeben, fhrt die TNC
keine berprfung bzgl. des Durchmesser-Verhltnisses Soll- zu Werkzeug-Durchmesser mehr durch.
Dadurch knnen Sie Bohrungen ausfrsen, deren
Durchmesser mehr als doppelt so gro sind wie der
Werkzeug-Durchmesser

HEIDENHAIN iTNC 530

Beispiel: NC-Stze
12 CYCL DEF 208 BOHRFRAESEN
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-80

;TIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q334=1.5

;ZUSTELL-TIEFE

Q203=+100

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q335=25

;SOLL-DURCHMESSER

Q342=0

;VORGEB. DURCHMESSER

235

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

GEWINDEBOHREN mit Ausgleichsfutter


(Zyklus 2)
1
2
3

Das Werkzeug fhrt in einem Arbeitsgang auf die Bohrtiefe


Danach wird die Spindeldrehrichtung umgekehrt und das Werkzeug nach der Verweilzeit auf die Startposition zurckgezogen
An der Startposition wird die Spindeldrehrichtung erneut umgekehrt

Beachten Sie vor dem Programmieren


1

Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der


Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.

Positionier-Satz auf den Startpunkt in der Spindelachse


(Sicherheits-Abstand ber Werkstck-Oberflche) programmieren.

Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die


Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
Das Werkzeug muss in ein Lngenausgleichsfutter gespannt
sein. Das Lngenausgleichsfutter kompensiert Toleranzen
von Vorschub und Drehzahl whrend der Bearbeitung.
Whrend der Zyklus abgearbeitet wird, ist der Drehknopf
fr den Drehzahl-Override unwirksam. Der Drehknopf fr
den Vorschub-Override ist noch begrenzt aktiv (vom
Maschinenhersteller festgelegt, Maschinenhandbuch
beachten).
Fr Rechtsgewinde Spindel mit M3 aktivieren, fr Linksgewinde mit M4.
U Sicherheits-Abstand

1 (inkremental): Abstand Werkzeugspitze (Startposition) Werkstck-Oberflche;


Richtwert: 4x Gewindesteigung

U Bohrtiefe

2 (Gewindelnge, inkremental): Abstand


Werkstck-Oberflche Gewindeende

U Verweilzeit

in Sekunden: Wert zwischen 0 und 0,5


Sekunden eingeben, um ein Verkeilen des Werkzeugs beim Rckzug zu vermeiden

U Vorschub

F: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs


beim Gewindebohren

Beispiel: NC-Stze
24 L Z+100 R0 FMAX
25 CYCL DEF 2.0 GEWINDEBOHREN
26 CYCL DEF 2.1 ABST 3
27 CYCL DEF 2.2 TIEFE -20

Vorschub ermitteln: F = S x p

28 CYCL DEF 2.3 V.ZEIT 0.4

F: Vorschub mm/min)
S: Spindel-Drehzahl (U/min)
p: Gewindesteigung (mm)

29 CYCL DEF 2.4 F100


30 L X+50 Y+20 FMAX M3
31 L Z+3 FMAX M99

Freifahren bei Programm-Unterbrechung


Wenn Sie whrend des Gewindebohrens die externe Stop-Taste drkken, zeigt die TNC einen Softkey an, mit dem Sie das Werkzeug freifahren knnen.

236

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

GEWINDEBOHREN NEU mit Ausgleichsfutter


(Zyklus 206)
1

2
3

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche
Das Werkzeug fhrt in einem Arbeitsgang auf die Bohrtiefe
Danach wird die Spindeldrehrichtung umgekehrt und das Werkzeug nach der Verweilzeit auf den Sicherheits-Abstand zurckgezogen. Falls Sie einen 2. Sicherheits-Abstand eingegeben haben,
fhrt die TNC das Werkzeug mit FMAX dorthin
Auf Sicherheits-Abstand wird die Spindeldrehrichtung erneut
umgekehrt
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
Das Werkzeug muss in ein Lngenausgleichsfutter
gespannt sein. Das Lngenausgleichsfutter kompensiert
Toleranzen von Vorschub und Drehzahl whrend der Bearbeitung.
Whrend der Zyklus abgearbeitet wird, ist der Drehknopf
fr den Drehzahl-Override unwirksam. Der Drehknopf fr
den Vorschub-Override ist noch begrenzt aktiv (vom
Maschinenhersteller festgelegt, Maschinenhandbuch
beachten).
Fr Rechtsgewinde Spindel mit M3 aktivieren, fr Linksgewinde mit M4.

HEIDENHAIN iTNC 530

237

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze (Startposition) Werkstck-Oberflche; Richtwert: 4x Gewindesteigung

U Bohrtiefe

Q201 (Gewindelnge, inkremental):


Abstand Werkstck-Oberflche Gewindeende

U Vorschub

F Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Gewindebohren

U Verweilzeit

unten Q211: Wert zwischen 0 und


0,5 Sekunden eingeben, um ein Verkeilen des Werkzeugs beim Rckzug zu vermeiden

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

Vorschub ermitteln: F = S x p

Beispiel: NC-Stze
25 CYCL DEF 206 GEWINDEBOHREN NEU

F: Vorschub mm/min)
S: Spindel-Drehzahl (U/min)
p: Gewindesteigung (mm)

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-20

;TIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Freifahren bei Programm-Unterbrechung


Wenn Sie whrend des Gewindebohrens die externe Stop-Taste drkken, zeigt die TNC einen Softkey an, mit dem Sie das Werkzeug freifahren knnen.

Q211=0.25

;VERWEILZEIT UNTEN

Q203=+25

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

238

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

GEWINDEBOHREN ohne Ausgleichsfutter GS


(Zyklus 17)
Maschine und TNC mssen vom Maschinenhersteller vorbereitet sein.
Die TNC schneidet das Gewinde entweder in einem oder in mehreren
Arbeitsgngen ohne Lngenausgleichsfutter.

13

Vorteile gegenber dem Zyklus Gewindebohren mit Ausgleichsfutter:


n Hhere Bearbeitungsgeschwindigkeit
n Gleiches Gewinde wiederholbar, da sich die Spindel beim ZyklusAufruf auf die 0-Position ausrichtet (abhngig von Maschinen-Parameter 7160)
n Grerer Verfahrbereich der Spindelachse, da das Ausgleichsfutter
entfllt

X
12

Beachten Sie vor dem Programmieren


Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) in der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt in der Spindelachse
(Sicherheits-Abstand ber Werkstck-Oberflche) programmieren
Das Vorzeichen des Parameters Bohrtiefe legt die Arbeitsrichtung fest.

Beispiel: NC-Stze
18 CYCL DEF 17.0 GEW.-BOHREN GS
19 CYCL DEF 17.1 ABST 2
20 CYCL DEF 17.2 TIEFE -20
21 CYCL DEF 17.3 STEI +1

Die TNC berechnet den Vorschub in Abhngigkeit von der


Drehzahl. Wenn Sie whrend des Gewindebohrens den
Drehknopf fr den Drehzahl-Override bettigen, passt die
TNC den Vorschub automatisch an
Der Drehknopf fr den Vorschub-Override ist nicht aktiv.
Am Zyklusende steht die Spindel. Vor der nchsten Bearbeitung Spindel mit M3 (bzw. M4) wieder einschalten.
U Sicherheits-Abstand

1 (inkremental): Abstand Werkzeugspitze (Startposition) Werkstck-Oberflche

U Bohrtiefe

2 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche (Gewindebeginn) Gewindeende

U Gewindesteigung

3:
Steigung des Gewindes. Das Vorzeichen legt Rechtsoder Linksgewinde fest:
+= Rechtsgewinde
= Linksgewinde

Freifahren bei Programm-Unterbrechung


Wenn Sie whrend des Gewindebohrens die externe Stop-Taste drkken, zeigt die TNC den Softkey MANUELL VERFAHREN an. Wenn Sie
MANUEL VERFAHREN drcken, knnen Sie das Werkzeug gesteuert
freifahren. Drcken Sie dazu die positive Achsrichtungs-Taste der aktiven Spindelachse.
HEIDENHAIN iTNC 530

239

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

GEWINDEBOHREN ohne Ausgleichsfutter GS


NEU (Zyklus 207)
Maschine und TNC mssen vom Maschinenhersteller vorbereitet sein.
Die TNC schneidet das Gewinde entweder in einem oder in mehreren
Arbeitsgngen ohne Lngenausgleichsfutter.
Vorteile gegenber dem Zyklus Gewindebohren mit Ausgleichsfutter:
Siehe GEWINDEBOHREN ohne Ausgleichsfutter GS (Zyklus 17),
Seite 239
1

2
3

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche
Das Werkzeug fhrt in einem Arbeitsgang auf die Bohrtiefe
Danach wird die Spindeldrehrichtung umgekehrt und das Werkzeug nach der Verweilzeit auf den Sicherheits-Abstand zurckgezogen. Falls Sie einen 2. Sicherheits-Abstand eingegeben haben,
fhrt die TNC das Werkzeug mit FMAX dorthin
Auf Sicherheits-Abstand hlt die TNC die Spindel an
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) in der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Das Vorzeichen des Parameters Bohrtiefe legt die Arbeitsrichtung fest.
Die TNC berechnet den Vorschub in Abhngigkeit von der
Drehzahl. Wenn Sie whrend des Gewindebohrens den
Drehknopf fr den Drehzahl-Override bettigen, passt die
TNC den Vorschub automatisch an.
Der Drehknopf fr den Vorschub-Override ist nicht aktiv.
Am Zyklusende steht die Spindel. Vor der nchsten Bearbeitung Spindel mit M3 (bzw. M4) wieder einschalten.

240

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze (Startposition) Werkstck-Oberflche

U Bohrtiefe

Q201 (inkremental): Abstand WerkstckOberflche Gewindeende

U Gewindesteigung

Q239
Steigung des Gewindes. Das Vorzeichen legt Rechtsoder Linksgewinde fest:
+= Rechtsgewinde
= Linksgewinde

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

Freifahren bei Programm-Unterbrechung


Wenn Sie whrend des Gewindeschneid-Vorgangs die externe StopTaste drcken, zeigt die TNC den Softkey MANUELL FREIFAHREN
an. Wenn Sie MANUEL FREIFAHREN drcken, knnen Sie das Werkzeug gesteuert freifahren. Drcken Sie dazu die positive Achsrichtungs-Taste der aktiven Spindelachse.

HEIDENHAIN iTNC 530

Beispiel: NC-Stze
26 CYCL DEF 207 GEW.-BOHREN GS NEU
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-20

;TIEFE

Q239=+1

;GEWINDESTEIGUNG

Q203=+25

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

241

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

GEWINDESCHNEIDEN (Zyklus 18)


Maschine und TNC mssen vom Maschinenhersteller vorbereitet sein.

Z
Zyklus 18 GEWINDESCHNEIDEN fhrt das Werkzeug mit geregelter
Spindel von der aktuellen Position mit der aktiven Drehzahl auf die
Tiefe. Am Bohrungsgrund erfolgt ein Spindel-Stop. An- und Wegfahrbewegungen mssen Sie separat eingeben am besten in einem Hersteller-Zyklus. Ihr Maschinenhersteller erteilt Ihnen hierzu nhere
Informationen.

12

X
1

Beachten Sie vor dem Programmieren


Die TNC berechnet den Vorschub in Abhngigkeit von der
Drehzahl. Wenn Sie whrend des Gewindeschneidens
den Drehknopf fr den Drehzahl-Override bettigen, passt
die TNC der Vorschub automatisch an.
Der Drehknopf fr den Vorschub-Override ist nicht aktiv.
Die TNC schaltet die Spindel automatisch Ein und Aus. Vor
dem Zyklus-Aufruf nicht M3 oder M4 programmieren.

Beispiel: NC-Stze
22 CYCL DEF 18.0 GEWINDESCHNEIDEN
23 CYCL DEF 18.1 TIEFE -20

U Bohrtiefe

1: Abstand aktuelle Werkzeug-Position


Gewindeende

24 CYCL DEF 18.2 STEIG +1

Das Vorzeichen der Bohrtiefe legt die Arbeitsrichtung


fest ( entspricht negativer Richtung in der Spindelachse)
U Gewindesteigung

2:
Steigung des Gewindes. Das Vorzeichen legt Rechtsoder Linksgewinde fest:
+ = Rechtsgewinde (M3 bei negativer Bohrtiefe)
= Linksgewinde (M4 bei negativer Bohrtiefe)

242

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

GEWINDEBOHREN SPANBRUCH (Zyklus 209)


Maschine und TNC mssen vom Maschinenhersteller vorbereitet sein.
Die TNC schneidet das Gewinde in mehreren Zustellungen auf die eingegebene Tiefe. ber einen Parameter knnen Sie festlegen, ob beim
Spanbruch ganz aus der Bohrung herausgefahren werden soll oder
nicht.
1

3
4
5

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche und fhrt dort eine Spindelorientierung durch
Das Werkzeug fhrt auf die eingegebene Zustell-Tiefe, kehrt die
Spindeldrehrichtung um und fhrt je nach Definition einen
bestimmten Betrag zurck oder zum Entspanen aus der Bohrung
heraus
Danach wird die Spindeldrehrichtung wieder umgekehrt und auf
die nchste Zustelltiefe gefahren
Die TNC wiederholt diesen Ablauf (2 bis 3), bis die eingegebene
Gewindetiefe erreicht ist
Danach wird das Werkzeug auf den Sicherheits-Abstand zurckgezogen. Falls Sie einen 2. Sicherheits-Abstand eingegeben haben,
fhrt die TNC das Werkzeug mit FMAX dorthin
Auf Sicherheits-Abstand hlt die TNC die Spindel an
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) in der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Das Vorzeichen des Parameters Gewindetiefe legt die
Arbeitsrichtung fest.
Die TNC berechnet den Vorschub in Abhngigkeit von der
Drehzahl. Wenn Sie whrend des Gewindebohrens den
Drehknopf fr den Drehzahl-Override bettigen, passt die
TNC den Vorschub automatisch an.
Der Drehknopf fr den Vorschub-Override ist nicht aktiv.
Am Zyklusende steht die Spindel. Vor der nchsten Bearbeitung Spindel mit M3 (bzw. M4) wieder einschalten.

HEIDENHAIN iTNC 530

243

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze (Startposition) Werkstck-Oberflche

U Gewindetiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Gewindeende

U Gewindesteigung

Q239
Steigung des Gewindes. Das Vorzeichen legt Rechtsoder Linksgewinde fest:
+= Rechtsgewinde
= Linksgewinde

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Bohrtiefe

bis Spanbruch Q257 (inkremental): Zustellung, nachdem die TNC einen Spanbruch durchfhrt

U Rckzug

bei Spanbruch Q256: Die TNC multipliziert


die Steigung Q239 mit dem eingegebenen Wert und
fhrt das Werkzeug beim Spanbrechen um diesen
errechneten Wert zurck. Wenn Sie Q256 = 0 eingeben, dann fhrt die TNC zum Entspanen vollstndig
aus der Bohrung heraus (auf Sicherheits-Abstand)

U Winkel

fr Spindel-Orientierung Q336 (absolut):


Winkel, auf den die TNC das Werkzeug vor dem
Gewindeschneid-Vorgang positioniert. Dadurch knnen Sie das Gewinde ggf. nachschneiden

Beispiel: NC-Stze
26 CYCL DEF 209 GEW.-BOHREN SPANBR.
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-20

;TIEFE

Q239=+1

;GEWINDESTEIGUNG

Q203=+25

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q257=5

;BOHRTIEFE SPANBRUCH

Q256=+25

;RZ BEI SPANBRUCH

Q336=50

;WINKEL SPINDEL

Freifahren bei Programm-Unterbrechung


Wenn Sie whrend des Gewindeschneid-Vorgangs die externe StopTaste drcken, zeigt die TNC den Softkey MANUELL FREIFAHREN
an. Wenn Sie MANUEL FREIFAHREN drcken, knnen Sie das Werkzeug gesteuert freifahren. Drcken Sie dazu die positive Achsrichtungs-Taste der aktiven Spindelachse.

244

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

Grundlagen zum Gewindefrsen


Voraussetzungen
n Die Maschine sollte mit einer Spindelinnenkhlung (Khlschmiermittel min. 30 bar, Druckluft min. 6 bar) ausgerstet sein
n Da beim Gewindefrsen in der Regel Verzerrungen am Gewindeprofil entstehen, sind in der Regel werkzeugspezifische Korrekturen
erforderlich, die Sie aus dem Werkzeugkatalog entnehmen oder bei
Ihrem Werkzeughersteller erfragen knnen. Die Korrektur erfolgt
beim TOOL CALL ber den Delta-Radius DR
n Die Zyklen 262, 263, 264 und 267 sind nur mit rechtsdrehenden
Werkzeugen verwendbar. Fr den Zyklus 265 knnen Sie rechtsund linksdrehende Werkzeuge einsetzen
n Die Arbeitsrichtung ergibt sich aus folgenden Eingabeparametern:
Vorzeichen der Gewindesteigung Q239 (+ = Rechtsgewinde / =
Linksgewinde) und Frsart Q351 (+1 = Gleichlauf /1 = Gegenlauf).
Anhand nachfolgender Tabelle sehen sie die Beziehung zwischen
den Eingabeparametern bei rechtsdrehenden Werkzeugen.
Innengewinde

Steigung

Frsart

Arbeitsrichtung

rechtsgngig

+1(RL)

Z+

linksgngig

1(RR)

Z+

rechtsgngig

1(RR)

linksgngig

+1(RL)

Auengewinde

Steigung

Frsart

Arbeitsrichtung

rechtsgngig

+1(RL)

linksgngig

1(RR)

rechtsgngig

1(RR)

Z+

linksgngig

+1(RL)

Z+

HEIDENHAIN iTNC 530

245

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

Kollisionsgefahr!
Programmieren Sie bei den Tiefenzustellungen immer die
gleichen Vorzeichen, da die Zyklen mehrere Ablufe enthalten, die voneinander unabhngig sind. Die Rangfolge
nach welcher die Arbeitsrichtung entschieden wird, ist bei
den jeweiligen Zyklen beschrieben. Wollen Sie z.B. einen
Zyklus nur mit dem Senkvorgang wiederholen, so geben
Sie bei der Gewindetiefe 0 ein, die Arbeitsrichtung wird
dann ber die Senktiefe bestimmt.
Verhalten bei Werkzeugbruch!
Wenn whrend des Gewindeschneidens ein Werkzeugbruch erfolgt, dann stoppen Sie den Programmlauf, wechseln in die Betriebsart Positionieren mit Handeingabe und
fahren dort das Werkzeug in einer Linearbewegung auf die
Bohrungsmitte. Anschlieend knnen Sie das Werkzeug
in der Zustellachse freifahren und auswechseln.

Die TNC bezieht den programmierten Vorschub beim


Gewindefrsen auf die Werkzeug-Schneide. Da die TNC
aber den Vorschub bezogen auf die Mittelpunktsbahn
anzeigt, stimmt der angezeigte Wert nicht mit dem programmierten Wert berein.
Der Umlaufsinn des Gewinde ndert sich, wenn Sie einen
Gewindefrszyklus in Verbindung mit Zyklus 8 SPIEGELN
in nur einer Achse abarbeiten.

246

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

GEWINDEFRAESEN (Zyklus 262)


1

5
6

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche
Das Werkzeug fhrt mit dem programmierten Vorschub Vorpositionieren auf die Startebene, die sich aus dem Vorzeichen der
Gewindesteigung, der Frsart und der Anzahl der Gnge zum
Nachsetzten ergibt
Anschlieend fhrt das Werkzeug tangential in einer Helix-Bewegung an den Gewindenenndurchmesser. Dabei wird vor der HelixAnfahrbewegung noch eine Ausgleichsbewegung in der Werkzeugachse durchgefhrt, um mit der Gewindebahn auf der programmierten Startebene zu beginnen
Abhngig vom Parameter Nachsetzen frst das Werkzeug das
Gewinde in einer, in mehreren versetzten oder in einer kontinuierlichen Schraubenlinienbewegung
Danach fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur zurck zum
Startpunkt in der Bearbeitungsebene
Am Ende des Zyklus fhrt die TNC das Werkzeug im Eilgang auf
den Sicherheits-Abstand oder falls eingegeben auf den
2. Sicherheits-Abstand
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Gewindetiefe legt
die Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Gewindetiefe = 0
programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
Die Anfahrbewegung an den Gewindenenndurchmesser
erfolgt im Halbkreis von der Mitte aus. Ist der Werkzeugdurchmesser um die 4fache Steigung kleiner als der
Gewindenenndurchmesser wird eine seitliche Vorpositionierung ausgefhrt.
Beachten Sie, dass die TNC vor der Anfahrbewegung eine
Ausgleichsbewegung in der Werkzeug-Achse durchfhrt.
Die Gre der Ausgleichsbewegung ist von der Gewindesteigung abhngig. Auf ausreichend Platz in der Bohrung
achten!

HEIDENHAIN iTNC 530

247

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Soll-Durchmesser

Q335: Gewindenenndurchmesser

U Gewindesteigung Q239: Steigung des Gewindes. Das

Vorzeichen legt Rechts- oder Linksgewinde fest:


+ = Rechtsgewinde
= Linksgewinde
U Gewindetiefe

Q201 (inkremental): Abstand zwischen


Werkstck-Oberflche und Gewindegrund

U Nachsetzen

Q355: Anzahl der Gewindegnge um die


das Werkzeug versetzt wird (siehe Bild rechts unten):
0 = eine 360 Schraubenlinie auf die Gewindetiefe
1 = kontinuierliche Schraubenlinie auf der gesamten
Gewindelnge
>1 = mehrere Helixbahnen mit An -und Wegfahren,
dazwischen versetzt die TNC das Werkzeug um Q355
mal der Steigung

U Vorschub

Vorpositionieren Q253: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Eintauchen in das Werkstck bzw. beim Herausfahren aus dem Werkstck in
mm/min

Beispiel: NC-Stze
25 CYCL DEF 262 GEWINDEFRAESEN
Q335=10

;SOLL-DURCHMESSER

Q239=+1.5

;STEIGUNG

Q201=-20

;GEWINDETIEFE

Q355=0

;NACHSETZEN

Q253=750

;VORSCHUB VORPOS.

Q351=+1

;FRAESART

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

U Frsart

Q351: Art der Frsbearbeitung bei M03


+1 = Gleichlauffrsen
1 = Gegenlauffrsen

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


zwischen Werkzeugspitze und Werkstck-Oberflche

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

248

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

SENKGEWINDEFRAESEN (Zyklus 263)


1

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche

Senken
2

Das Werkzeug fhrt im Vorschub Vorpositionieren auf Senktiefe


minus Sicherheitsabstand und anschlieend im Vorschub Senken
auf die Senktiefe
Falls ein Sicherheits-Abstand Seite eingeben wurde, positioniert
die TNC das Werkzeug gleich im Vorschub Vorpositionieren auf die
Senktiefe
Anschlieend fhrt die TNC je nach Platzverhltnissen aus der
Mitte heraus oder mit seitlichem Vorpositionieren den Kerndurchmesser weich an und fhrt eine Kreisbewegung aus

Stirnseitig Senken
5
6

Das Werkzeug fhrt im Vorschub Vorpositionieren auf die Senktiefe Stirnseitig


Die TNC positioniert das Werkzeug unkorrigiert aus der Mitte ber
einen Halbkreis auf den Versatz Stirnseitig und fhrt eine Kreisbewegung im Vorschub Senken aus
Anschlieend fhrt die TNC das Werkzeug wieder auf einem Halbkreis in die Bohrungsmitte

Gewindefrsen
8

Die TNC fhrt das Werkzeug mit dem programmierten Vorschub


Vorpositionieren auf die Startebene fr das Gewinde, die sich aus
dem Vorzeichen der Gewindesteigung und der Frsart ergibt
9 Anschlieend fhrt das Werkzeug tangential in einer Helix-Bewegung an den Gewindenenndurchmesser und frst mit einer 360Schraubenlinienbewegung das Gewinde
10 Danach fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur zurck zum
Startpunkt in der Bearbeitungsebene

HEIDENHAIN iTNC 530

249

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

11 Am Ende des Zyklus fhrt die TNC das Werkzeug im Eilgang auf
den Sicherheits-Abstand oder falls eingegeben auf den
2. Sicherheits-Abstand
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Die Vorzeichen der Zyklenparameter Gewindetiefe, Senktiefe bzw. Tiefe Stirnseitig legen die Arbeitsrichtung fest.
Die Arbeitsrichtung wird nach folgender Reihenfolge entschieden:
1. Gewindetiefe
2. Senktiefe
3. Tiefe Stirnseitig
Falls Sie einen der Tiefenparameter mit 0 belegen, fhrt
die TNC diesen Arbeitsschritt nicht aus.
Wenn Sie Stirnseitig senken wollen, dann den Parameter
Senktiefe mit 0 definieren.
Programmieren Sie die Gewindetiefe mindestens um ein
Drittel mal der Gewindesteigung kleiner als die Senktiefe.

250

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Soll-Durchmesser

Q335: Gewindenenndurchmesser

U Gewindesteigung Q239: Steigung des Gewindes. Das

Vorzeichen legt Rechts- oder Linksgewinde fest:


+ = Rechtsgewinde
= Linksgewinde
U Gewindetiefe

Q201 (inkremental): Abstand zwischen


Werkstck-Oberflche und Gewindegrund

U Senktiefe

Q356: (inkremental): Abstand zwischen


Werkstck-Oberflche und Werkzeugspitze

U Vorschub

Vorpositionieren Q253: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Eintauchen in das Werkstck bzw. beim Herausfahren aus dem Werkstck in
mm/min

U Frsart

Q351: Art der Frsbearbeitung bei M03


+1 = Gleichlauffrsen
1 = Gegenlauffrsen

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


zwischen Werkzeugspitze und Werkstck-Oberflche

U Sicherheits-Abstand

Seite Q357 (inkremental):


Abstand zwischen Werkzeugschneide und Bohrungswand

U Tiefe

Stirnseitig Q358 (inkremental): Abstand zwischen Werkstck-Oberflche und Werkzeugspitze


beim stirnseitigen Senkvorgang

U Versatz

Senken Stirnseite Q359 (inkremental):


Abstand um den die TNC die Werkzeugmitte aus der
Bohrungsmitte versetzt

HEIDENHAIN iTNC 530

251

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Vorschub

Senken Q254: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Senken in mm/min

U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

252

Beispiel: NC-Stze
25 CYCL DEF 263 SENKGEWINDEFRAESEN
Q335=10

;SOLL-DURCHMESSER

Q239=+1.5

;STEIGUNG

Q201=-16

;GEWINDETIEFE

Q356=-20

;SENKTIEFE

Q253=750

;VORSCHUB VORPOS.

Q351=+1

;FRAESART

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q357=0.2

;SI.-ABST. SEITE

Q358=+0

;TIEFE STIRNSEITIG

Q359=+0

;VERSATZ STIRNSEITIG

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q254=150

;VORSCHUB SENKEN

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

BOHRGEWINDEFRAESEN (Zyklus 264)


1

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche

Bohren
2
3

4
5

Das Werkzeug bohrt mit dem eingegebenen Vorschub Tiefenzustellung bis zur ersten Zustell-Tiefe
Falls Spanbruch eingegeben, fhrt die TNC das Werkzeug um den
eingegebenen Rckzugswert zurck. Wenn Sie ohne Spanbruch
arbeiten, dann fhrt die TNC das Werkzeug im Eilgang auf den
Sicherheits-Abstand zurck und anschlieend wieder mit FMAX
bis auf den eingegebenen Vorhalteabstand ber die erste ZustellTiefe
Anschlieend bohrt das Werkzeug mit Vorschub um eine weitere
Zustell-Tiefe
Die TNC wiederholt diesen Ablauf (2-4), bis die Bohrtiefe erreicht
ist

Stirnseitig Senken
6
7

Das Werkzeug fhrt im Vorschub Vorpositionieren auf die Senktiefe Stirnseitig


Die TNC positioniert das Werkzeug unkorrigiert aus der Mitte ber
einen Halbkreis auf den Versatz Stirnseitig und fhrt eine Kreisbewegung im Vorschub Senken aus
Anschlieend fhrt die TNC das Werkzeug wieder auf einem Halbkreis in die Bohrungsmitte

Gewindefrsen
9

Die TNC fhrt das Werkzeug mit dem programmierten Vorschub


Vorpositionieren auf die Startebene fr das Gewinde, die sich aus
dem Vorzeichen der Gewindesteigung und der Frsart ergibt
10 Anschlieend fhrt das Werkzeug tangential in einer Helix-Bewegung an den Gewindenenndurchmesser und frst mit einer 360Schraubenliniebewegung das Gewinde
11 Danach fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur zurck zum
Startpunkt in der Bearbeitungsebene

HEIDENHAIN iTNC 530

253

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

12 Am Ende des Zyklus fhrt die TNC das Werkzeug im Eilgang auf
den Sicherheits-Abstand oder falls eingegeben auf den
2. Sicherheits-Abstand
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Die Vorzeichen der Zyklenparameter Gewindetiefe, Senktiefe bzw. Tiefe Stirnseitig legen die Arbeitsrichtung fest.
Die Arbeitsrichtung wird nach folgender Reihenfolge entschieden:
1. Gewindetiefe
2. Bohrtiefe
3. Tiefe Stirnseitig
Falls Sie einen der Tiefenparameter mit 0 belegen, fhrt
die TNC diesen Arbeitsschritt nicht aus.
Programmieren Sie die Gewindetiefe mindestens um ein
Drittel mal der Gewindesteigung kleiner als die Bohrtiefe.

254

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Soll-Durchmesser

Q335: Gewindenenndurchmesser

U Gewindesteigung Q239: Steigung des Gewindes. Das

Vorzeichen legt Rechts- oder Linksgewinde fest:


+ = Rechtsgewinde
= Linksgewinde
U Gewindetiefe

Q201 (inkremental): Abstand zwischen


Werkstck-Oberflche und Gewindegrund

U Bohrtiefe

Q356: (inkremental): Abstand zwischen


Werkstck-Oberflche und Bohrungsgrund

U Vorschub

Vorpositionieren Q253: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Eintauchen in das Werkstck bzw. beim Herausfahren aus dem Werkstck in
mm/min

U Frsart

Q351: Art der Frsbearbeitung bei M03


+1 = Gleichlauffrsen
1 = Gegenlauffrsen

U Zustell-Tiefe Q202 (inkremental): Ma, um welches

das Werkzeug jeweils zugestellt wird. Die Tiefe muss


kein Vielfaches der Zustell-Tiefe sein. Die TNC fhrt in
einem Arbeitsgang auf die Tiefe wenn:
n Zustell-Tiefe und Tiefe gleich sind
n die Zustell-Tiefe grer als die Tiefe ist
U Vorhalteabstand

oben Q258 (inkremental): Sicherheits-Abstand fr Eilgang-Positionierung, wenn die


TNC das Werkzeug nach einem Rckzug aus der Bohrung wieder auf die aktuelle Zustell-Tiefe fhrt

U Bohrtiefe

bis Spanbruch Q257 (inkremental): Zustellung, nachdem die TNC einen Spanbruch durchfhrt.
Kein Spanbruch, wenn 0 eingegeben

U Rckzug

bei Spanbruch Q256 (inkremental): Wert, um


die die TNC das Werkzeug beim Spanbrechen zurckfhrt

U Tiefe

Stirnseitig Q358 (inkremental): Abstand zwischen Werkstck-Oberflche und Werkzeugspitze


beim stirnseitigen Senkvorgang

U Versatz

Senken Stirnseite Q359 (inkremental):


Abstand um den die TNC die Werkzeugmitte aus der
Bohrungsmitte versetzt

HEIDENHAIN iTNC 530

255

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


zwischen Werkzeugspitze und Werkstck-Oberflche

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Bohren in mm/min

U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

256

Beispiel: NC-Stze
25 CYCL DEF 264 BOHRGEWINDEFRAESEN
Q335=10

;SOLL-DURCHMESSER

Q239=+1.5

;STEIGUNG

Q201=-16

;GEWINDETIEFE

Q356=-20

;BOHRTIEFE

Q253=750

;VORSCHUB VORPOS.

Q351=+1

;FRAESART

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q258=0.2

;VORHALTEABSTAND

Q257=5

;BOHRTIEFE SPANBRUCH

Q256=0.2

;RZ BEI SPANBRUCH

Q358=+0

;TIEFE STIRNSEITIG

Q359=+0

;VERSATZ STIRNSEITIG

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

HELIX- BOHRGEWINDEFRAESEN (Zyklus 265)


1

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche

Stirnseitig Senken
2

Beim Senken vor der Gewindebearbeitung fhrt das Werkzeug im


Vorschub Senken auf die Senktiefe Stirnseitig. Beim Senkvorgang
nach der Gewindebearbeitung fhrt die TNC das Werkzeug auf die
Senktiefe im Vorschub Vorpositionieren
Die TNC positioniert das Werkzeug unkorrigiert aus der Mitte ber
einen Halbkreis auf den Versatz Stirnseitig und fhrt eine Kreisbewegung im Vorschub Senken aus
Anschlieend fhrt die TNC das Werkzeug wieder auf einem Halbkreis in die Bohrungsmitte

Gewindefrsen
5
6
7
8
9

Die TNC fhrt das Werkzeug mit dem programmierten Vorschub


Vorpositionieren auf die Startebene fr das Gewinde
Anschlieend fhrt das Werkzeug tangential in einer Helix-Bewegung an den Gewindenenndurchmesser
Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer kontinuierlichen Schraubenlinie nach unten, bis die Gewindetiefe erreicht ist
Danach fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur zurck zum
Startpunkt in der Bearbeitungsebene
Am Ende des Zyklus fhrt die TNC das Werkzeug im Eilgang auf
den Sicherheits-Abstand oder falls eingegeben auf den 2.
Sicherheits-Abstand
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Die Vorzeichen der Zyklenparameter Gewindetiefe oder
Tiefe Stirnseitig legen die Arbeitsrichtung fest. Die
Arbeitsrichtung wird nach folgender Reihenfolge entschieden:
1. Gewindetiefe
2. Tiefe Stirnseitig
Falls Sie einen der Tiefenparameter mit 0 belegen, fhrt
die TNC diesen Arbeitsschritt nicht aus.
Die Frsart (Gegen-/Gleichlauf) ist durch das Gewinde
(Rechts-/Linksgewinde) und die Drehrichtung des Werkzeugs bestimmt, da nur die Arbeitsrichtung von der Werkstckoberflche ins Teil hinein mglich ist.

HEIDENHAIN iTNC 530

257

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Soll-Durchmesser

Q335: Gewindenenndurchmesser

U Gewindesteigung Q239: Steigung des Gewindes. Das

Vorzeichen legt Rechts- oder Linksgewinde fest:


+ = Rechtsgewinde
= Linksgewinde
U Gewindetiefe

Q201 (inkremental): Abstand zwischen


Werkstck-Oberflche und Gewindegrund

U Vorschub

Vorpositionieren Q253: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Eintauchen in das Werkstck bzw. beim Herausfahren aus dem Werkstck in
mm/min

U Tiefe

Stirnseitig Q358 (inkremental): Abstand zwischen Werkstck-Oberflche und Werkzeugspitze


beim stirnseitigen Senkvorgang

U Versatz

Senken Stirnseite Q359 (inkremental):


Abstand um den die TNC die Werkzeugmitte aus der
Bohrungsmitte versetzt

U Senkvorgang

Q360: Ausfhrung der Fase


0 = vor der Gewindebearbeitung
1 = nach der Gewindebearbeitung

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


zwischen Werkzeugspitze und Werkstck-Oberflche

258

8 Programmieren: Zyklen

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Vorschub

Senken Q254: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Senken in mm/min

U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

HEIDENHAIN iTNC 530

Beispiel: NC-Stze

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Koord.

25 CYCL DEF 265 HELIX-BOHRGEWINDEFR.


Q335=10

;SOLL-DURCHMESSER

Q239=+1.5

;STEIGUNG

Q201=-16

;GEWINDETIEFE

Q253=750

;VORSCHUB VORPOS.

Q358=+0

;TIEFE STIRNSEITIG

Q359=+0

;VERSATZ STIRNSEITIG

Q360=0

;SENKVORGANG

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q254=150

;VORSCHUB SENKEN

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

259

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

AUSSENGEWINDE-FRAESEN (Zyklus 267)


1

Die TNC positioniert das Werkzeug in der Spindelachse im Eilgang


FMAX auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche

Stirnseitig Senken
2

3
4

Die TNC fhrt den Startpunkt fr das stirnseitige Senken ausgehend von der Zapfenmitte auf der Hauptachse der Bearbeitungsebene an. Die Lage des Startpunktes ergibt sich aus Gewinderadius, Werkzeugradius und Steigung
Das Werkzeug fhrt im Vorschub Vorpositionieren auf die Senktiefe Stirnseitig
Die TNC positioniert das Werkzeug unkorrigiert aus der Mitte ber
einen Halbkreis auf den Versatz Stirnseitig und fhrt eine Kreisbewegung im Vorschub Senken aus
Anschlieend fhrt die TNC das Werkzeug wieder auf einem Halbkreis auf den Startpunkt

Gewindefrsen
6

Die TNC positioniert das Werkzeug auf den Startpunkt falls vorher
nicht stirnseitig gesenkt wurde. Startpunkt Gewindefrsen = Startpunkt Stirnseitig Senken
7 Das Werkzeug fhrt mit den programmierten Vorschub Vorpositionieren auf die Startebene, die sich aus dem Vorzeichen der Gewindesteigung, der Frsart und der Anzahl der Gnge zum Nachsetzten ergibt
8 Anschlieend fhrt das Werkzeug tangential in einer Helix-Bewegung an den Gewindenenndurchmesser
9 Abhngig vom Parameter Nachsetzen frst das Werkzeug das
Gewinde in einer, in mehreren versetzten oder in einer kontinuierlichen Schraubenlinienbewegung
10 Danach fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur zurck zum
Startpunkt in der Bearbeitungsebene

260

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

11 Am Ende des Zyklus fhrt die TNC das Werkzeug im Eilgang auf
den Sicherheits-Abstand oder falls eingegeben auf den
2. Sicherheits-Abstand
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Zapfenmitte) der Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmieren.
Der erforderliche Versatz fr das Senken Stirnseite sollte
vorab ermittelt werden. Sie mssen den Wert von Zapfenmitte bis Werkzeugmitte (unkorrigierter Wert) angeben.
Die Vorzeichen der Zyklenparameter Gewindetiefe bzw.
Tiefe Stirnseitig legen die Arbeitsrichtung fest. Die
Arbeitsrichtung wird nach folgender Reihenfolge entschieden:
1. Gewindetiefe
2. Tiefe Stirnseitig
Falls Sie einen der Tiefenparameter mit 0 belegen, fhrt
die TNC diesen Arbeitsschritt nicht aus.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Gewindetiefe legt
die Arbeitsrichtung fest.

HEIDENHAIN iTNC 530

261

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Soll-Durchmesser

Q335: Gewindenenndurchmesser

U Gewindesteigung Q239: Steigung des Gewindes. Das

Vorzeichen legt Rechts- oder Linksgewinde fest:


+= Rechtsgewinde
= Linksgewinde
U Gewindetiefe

Q201 (inkremental): Abstand zwischen


Werkstck-Oberflche und Gewindegrund

U Nachsetzen

Q355: Anzahl der Gewindegnge um die


das Werkzeug versetzt wird (siehe Bild rechts unten):
0 = eine Schraubenlinie auf die Gewindetiefe
1 = kontinuierliche Schraubenlinie auf der gesamten
Gewindelnge
>1 = mehrere Helixbahnen mit An -und Wegfahren,
dazwischen versetzt die TNC das Werkzeug um Q355
mal der Steigung

U Vorschub

Vorpositionieren Q253: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Eintauchen in das Werkstck bzw. beim Herausfahren aus dem Werkstck in
mm/min

U Frsart

Q351: Art der Frsbearbeitung bei M03


+1 = Gleichlauffrsen
1 = Gegenlauffrsen

262

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


zwischen Werkzeugspitze und Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Stirnseitig Q358 (inkremental): Abstand zwischen Werkstck-Oberflche und Werkzeugspitze


beim stirnseitigen Senkvorgang

U Versatz

Senken Stirnseite Q359 (inkremental):


Abstand um den die TNC die Werkzeugmitte aus der
Zapfenmitte versetzt

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Vorschub

Senken Q254: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Senken in mm/min

U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

HEIDENHAIN iTNC 530

Beispiel: NC-Stze

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

U Sicherheits-Abstand

25 CYCL DEF 267 AUSSENGEWINDE FR.


Q335=10

;SOLL-DURCHMESSER

Q239=+1.5

;STEIGUNG

Q201=-20

;GEWINDETIEFE

Q355=0

;NACHSETZEN

Q253=750

;VORSCHUB VORPOS.

Q351=+1

;FRAESART

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q358=+0

;TIEFE STIRNSEITIG

Q359=+0

;VERSATZ STIRNSEITIG

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q254=150

;VORSCHUB SENKEN

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

263

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

Beispiel: Bohrzyklen

Y
100
90

10

10 20

80 90 100

0 BEGIN PGM C200 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+3

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S4500

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

6 CYCL DEF 200 BOHREN

Zyklus-Definition

264

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-15

;TIEFE

Q206=250

;F TIEFENZUST.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q210=0

;F.-ZEIT OBEN

Q203=-10

;KOOR. OBERFL.

Q204=20

;2. S.-ABSTAND

Q211=0.2

;VERWEILZEIT UNTEN

8 Programmieren: Zyklen

Bohrung 1 anfahren, Spindel einschalten

8 CYCL CALL

Zyklus-Aufruf

9 L Y+90 R0 FMAX M99

Bohrung 2 anfahren, Zyklus-Aufruf

10 L X+90 R0 FMAX M99

Bohrung 3 anfahren, Zyklus-Aufruf

11 L Y+10 R0 FMAX M99

Bohrung 4 anfahren, Zyklus-Aufruf

12 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

7 L X+10 Y+10 R0 FMAX M3

13 END PGM C200 MM

HEIDENHAIN iTNC 530

265

Programm-Ablauf

Y
100
M12

n Bohrzyklus programmieren im Hauptprogramm


n Bearbeitung programmieren im Unterprogramm, siehe Unterprogramme, Seite 369

70

M12

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

Beispiel: Bohrzyklen

20

20

70

100

0 BEGIN PGM C18 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+6

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S100

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

6 CYCL DEF 18.0 GEWINDESCHNEIDEN

Zyklus-Definition Gewindeschneiden

7 CYCL DEF 18.1 TIEFE +30


8 CYCL DEF 18.2 STEIG +1.75
9 L X+20 Y+20 R0 FMAX

Bohrung 1 anfahren

10 CALL LBL 1

Unterprogramm 1 rufen

11 L X+70 Y+70 R0 FMAX

Bohrung 2 anfahren

12 CALL LBL 1

Unterprogramm 1 rufen

13 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Ende des Hauptprogramms

266

8 Programmieren: Zyklen

Unterprogramm 1: Gewindeschneiden

15 CYCL DEF 13.0 ORIENTIERUNG

Spindelwinkel definieren (wiederholtes Schneiden mglich)

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

14 LBL 1
16 CYCL DEF 13.1 WINKEL 0
17 L M19

Spindel orientieren (maschinenabhngige M-Funktion)

18 L IX-2 R0 F1000

Werkzeug versetzen fr kollisionsfreies Eintauchen (abhngig


vom Kerndurchmesser und Werkzeug)

19 L Z+5 R0 FMAX

Vorpositionieren Eilgang

20 L Z-30 R0 F1000

Auf Starttiefe fahren

21 L IX+2

Werkzeug wieder auf Bohrungsmitte

22 CYCL CALL

Zyklus 18 aufrufen

23 L Z+5 R0 FMAX

freifahren

24 LBL 0

Ende Unterprogramm 1

25 END PGM C18 MM

HEIDENHAIN iTNC 530

267

Die Bohrungskoordinaten sind in der PunkteTabelle TAB1.PNT gespeichert und werden von
der TNC mit CYCL CALL PAT gerufen.
Die Werkzeug-Radien sind so gewhlt, dass alle
Arbeitsschritte in der Testgrafik zu sehen sind.

M6

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

Beispiel: Bohrzyklen in Verbindung mit Punkte-Tabelle

100
90

Programm-Ablauf
65

n Zentrieren
n Bohren
n Gewindebohren

55

30
10

10 20

40

80 90 100

0 BEGIN PGM 1 MM
1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Y+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+4

Werkzeug-Definition Zentrierer

4 TOOL DEF 2 L+0 2.4

Werkzeug-Definition Bohrer

5 TOOL DEF 3 L+0 R+3

Werkzeug-Definition Gewindebohrer

6 TOOL CALL 1 Z S5000

Werkzeug-Aufruf Zentrierer

7 L Z+10 RO F5000

Werkzeug auf sichere Hhe fahren (F mit Wert programmieren,


die TNC positioniert nach jedem Zyklus auf die sichere Hhe

8 SEL PATTERN TAB1

Punkte-Tabelle festlegen

9 CYCL DEF 200 BOHREN

Zyklus-Definition Zentrieren

268

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-2

;TIEFE

Q206=150

;F TIEFENZUST.

Q202=2

;ZUSTELL-TIEFE

Q210=0

;F.-ZEIT OBEN

Q203=+0

;KOOR. OBERFL.

Zwingend 0 eingeben, wirkt aus Punkte-Tabelle

Q204=0

;2. S.-ABSTAND

Zwingend 0 eingeben, wirkt aus Punkte-Tabelle

Q211=0.2

;VERWEILZEIT UNTEN

8 Programmieren: Zyklen

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

10 CYCL CALL PAT F5000 M3

Zyklus-Aufruf in Verbindung mit Punkte-Tabelle TAB1.PNT,


Vorschub zwischen den Punkten: 5000 mm/min

11 L Z+100 R0 FMAX M6

Werkzeug freifahren, Werkzeug-Wechsel

12 TOOL CALL 2 Z S5000

Werkzeug-Aufruf Bohrer

13 L Z+10 R0 F5000

Werkzeug auf sichere Hhe fahren (F mit Wert programmieren)

14 CYCL DEF 200 BOHREN

Zyklus-Definition Bohren

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-25

;TIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZUST.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q210=0

;VERWEILZEIT OBEN

Q203=+0

;KOOR. OBERFL.

Zwingend 0 eingeben, wirkt aus Punkte-Tabelle

Q204=0

;2. SICHERHEITS-ABSTAND

Zwingend 0 eingeben, wirkt aus Punkte-Tabelle

Q211=0.2

;VERWEILZEIT UNTEN

15 CYCL CALL PAT F5000 M3

Zyklus-Aufruf in Verbindung mit Punkte-Tabelle TAB1.PNT

16 L Z+100 R0 FMAX M6

Werkzeug freifahren, Werkzeug-Wechsel

17 TOOL CALL 3 Z S200

Werkzeug-Aufruf Gewindebohrer

18 L Z+50 R0 FMAX

Werkzeug auf sichere Hhe fahren

19 CYCL DEF 206 GEWINDEBOHREN NEU

Zyklus-Definition Gewindebohren

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-25

;GEWINDETIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZUST.

Q211=0

;VERWEILZEIT UNTEN

Q203=+0

;KOOR. OBERFLAECHE

Zwingend 0 eingeben, wirkt aus Punkte-Tabelle

Q204=0

;2. SICHERHEITS-ABSTAND

Zwingend 0 eingeben, wirkt aus Punkte-Tabelle

20 CYCL CALL PAT F5000 M3

Zyklus-Aufruf in Verbindung mit Punkte-Tabelle TAB1.PNT

21 L Z+100 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

22 END PGM 1 MM

HEIDENHAIN iTNC 530

269

8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefrsen

Punkte-Tabelle TAB1.PNT
TAB1. PNT

MM

NR

+10

+10

+0

+40

+30

+0

+90

+10

+0

+80

+30

+0

+80

+65

+0

+90

+90

+0

+10

+90

+0

+20

+55

+0

[END]

270

8 Programmieren: Zyklen

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

8.4 Zyklen zum Frsen von


Taschen, Zapfen und Nuten
bersicht
Zyklus

Softkey

4 TASCHENFRAESEN (rechteckfrmig)
Schrupp-Zyklus ohne automatische Vorpositionierung
212 TASCHE SCHLICHTEN (rechteckfrmig)
Schlicht-Zyklus mit automatischer Vorpositionierung,
2. Sicherheits-Abstand
213 ZAPFEN SCHLICHTEN (rechteckfrmig)
Schlicht-Zyklus mit automatischer Vorpositionierung,
2. Sicherheits-Abstand
5 KREISTASCHE
Schrupp-Zyklus ohne automatische Vorpositionierung
214 KREISTASCHE SCHLICHTEN
Schlicht-Zyklus mit automatischer Vorpositionierung,
2. Sicherheits-Abstand
215 KREISZAPFEN SCHLICHTEN
Schlicht-Zyklus mit automatischer Vorpositionierung,
2. Sicherheits-Abstand
3 NUTENFRAESEN
Schrupp-/Schlicht-Zyklus ohne automatische Vorpositionierung, senkrechte Tiefen-Zustellung
210 NUT PENDELND
Schrupp-/Schlicht-Zyklus mit automatischer Vorpositionierung, pendelnder Eintauchbewegung
211 RUNDE NUT
Schrupp-/Schlicht-Zyklus mit automatischerVorpositionierung, pendelnder Eintauchbewegung

HEIDENHAIN iTNC 530

271

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

TASCHENFRAESEN (Zyklus 4)
1
2

3
4

Das Werkzeug sticht an der Startposition (Taschenmitte) in das


Werkstck ein und fhrt auf die erste Zustell-Tiefe
Anschlieend fhrt das Werkzeug zunchst in die positive Richtung der lngeren Seite bei quadratischen Taschen in die positive
Y-Richtung und rumt dann die Tasche von innen nach auen aus
Dieser Vorgang wiederholt sich (1 bis 2), bis die Tiefe erreicht ist
Am Ende des Zyklus fhrt die TNC das Werkzeug auf die Startposition zurck

15
14

Z
1

Beachten Sie vor dem Programmieren

13
12

Frser mit einem ber Mitte schneidenden Stirnzahn verwenden (DIN 844) oder Vorbohren in der Taschenmitte.

Vorpositionieren ber Taschenmitte mit Radiuskorrektur


R0.
Positionier-Satz auf den Startpunkt in der Spindelachse
(Sicherheits-Abstand ber Werkstck-Oberflche) programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
Fr die 2. Seiten-Lnge gilt folgende Bedingung: 2.SeitenLnge grer als [(2 x Rundungs-Radius) + Seitliche
Zustellung k].
U Sicherheits-Abstand

1 (inkremental): Abstand Werkzeugspitze (Startposition) Werkstck-Oberflche

U Tiefe 2 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche

Taschengrund
U Zustell-Tiefe 3 (inkremental): Ma, um welches das

Werkzeug jeweils zugestellt wird. Die TNC fhrt in


einem Arbeitsgang auf die Tiefe wenn:
n Zustell-Tiefe und Tiefe gleich sind
n die Zustell-Tiefe grer als die Tiefe ist
U Vorschub

Tiefenzustellung: Verfahrgeschwindigkeit
des Werkzeugs beim Einstechen

U 1.

Seiten-Lnge 4: Lnge der Tasche, parallel zur


Hauptachse der Bearbeitungsebene

U 2.

Seiten-Lnge 5: Breite der Tasche

U Vorschub

F: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs


in der Bearbeitungsebene

U Drehung

im Uhrzeigersinn
DR +: Gleichlauf-Frsen bei M3
DR : Gegenlauf-Frsen bei M3

272

Beispiel: NC-Stze
11 L Z+100 R0 FMAX
12 CYCL DEF 4.0 TASCHENFRAESEN
13 CYCL DEF 2.1 ABST 2
14 CYCL DEF 4.2 TIEFE -10
15 CYCL DEF 4.3 ZUSTLG 4 F80
16 CYCL DEF 4.4 X80
17 CYCL DEF 4.5 Y40
18 CYCL DEF 4.6 F100 DR+ RADIUS 10
19 L X+60 Y+35 FMAX M3
20 L Z+2 FMAX M99

8 Programmieren: Zyklen

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

U Rundungs-Radius:

Radius fr die Taschenecken.


Fr Radius = 0 ist der Rundungs-Radius gleich dem
Werkzeug-Radius

Berechnungen:
Seitliche Zustellung k = K x R
K:
R:

berlappungs-Faktor, in Maschinen-Parameter 7430 festgelegt


Radius des Frsers

HEIDENHAIN iTNC 530

273

4
5
6
7

Die TNC fhrt das Werkzeug automatisch in der Spindelachse auf


den Sicherheits-Abstand, oder falls eingegeben auf den
2. Sicherheits-Abstand und anschlieend in die Taschenmittte
Von der Taschenmitte aus fhrt das Werkzeug in der Bearbeitungsebene auf den Startpunkt der Bearbeitung. Die TNC bercksichtigt
fr die Berechnung des Startpunkts das Aufma und den Werkzeug-Radius. Ggf. sticht die TNC in der Taschenmitte ein
Falls das Werkzeug auf dem 2. Sicherheits-Abstand steht, fhrt die
TNC im Eilgang FMAX auf den Sicherheits-Abstand und von dort
mit dem Vorschub Tiefenzustellung auf die erste Zustell-Tiefe
Anschlieend fhrt das Werkzeug tangential an die Fertigteilkontur
und frst im Gleichlauf einen Umlauf
Danach fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur weg zurck
zum Startpunkt in der Bearbeitungsebene
Dieser Vorgang (3 bis 5) wiederholt sich, bis die programmierte
Tiefe erreicht ist
Am Ende des Zyklus fhrt die TNC das Werkzeug im Eilgang auf
den Sicherheits-Abstand oder falls eingegeben auf den
2. Sicherheits-Abstand und anschlieend in die Mitte der Tasche
(Endposition = Startposition)
Q206

Beachten Sie vor dem Programmieren

Die TNC positioniert das Werkzeug in der WerkzeugAchse und in der Bearbeitungsebene automatisch vor.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.

Q204

Q200
Q203
Q202
Q201

Wenn Sie die Tasche aus dem Vollen heraus schlichten


wollen, dann verwenden Sie einen Frser mit einem ber
Mitte schneidenden Stirnzahn (DIN 844) und geben einen
kleinen Vorschub Tiefenzustellung ein.

Mindestgre der Tasche: dreifacher Werkzeug-Radius.

Q218

0
22

Q217

Q207

Q216

274

Q219

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

TASCHE SCHLICHTEN (Zyklus 212)

Q221

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Taschengrund

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Fahren auf Tiefe in mm/
min. Wenn Sie ins Material eintauchen, dann kleineren Wert eingeben als in Q207 definiert

U Zustell-Tiefe Q202 (inkremental): Ma, um welches

das Werkzeug jeweils zugestellt wird; Wert grer 0


eingeben
U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

Beispiel: NC-Stze

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

U Sicherheits-Abstand

354 CYCL DEF 212 TASCHE SCHLICHTEN


Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-20

;TIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q216=+50

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+50

;MITTE 2. ACHSE

Q218=80

;1. SEITEN-LAENGE

Q219=60

;2. SEITEN-LAENGE

Q220=5

;ECKENRADIUS

Q221=0

;AUFMASS

U Mitte

1. Achse Q216 (absolut): Mitte der Tasche in


der Hauptachse der Bearbeitungsebene

U Mitte

2. Achse Q217 (absolut): Mitte der Tasche in


der Nebenachse der Bearbeitungsebene

U 1.

Seiten-Lnge Q218 (inkremental): Lnge der


Tasche, parallel zur Hauptachse der Bearbeitungsebene

U 2.

Seiten-Lnge Q219 (inkremental): Lnge der


Tasche, parallel zur Nebenachse der Bearbeitungsebene

U Eckenradius

Q220: Radius der Taschenecke. Wenn


nicht eingegeben, setzt die TNC den Eckenradius
gleich dem Werkzeug-Radius

U Aufma

1. Achse Q221 (inkremental): Aufma zur


Berechnung der Vorposition in der Hauptachse der
Bearbeitungsebene, bezogen auf die Lnge der
Tasche

HEIDENHAIN iTNC 530

275

4
5
6
7

Die TNC fhrt das Werkzeug in der Spindelachse auf den Sicherheits-Abstand, oder falls eingegeben auf den 2. SicherheitsAbstand und anschlieend in die Zapfenmitte
Von der Zapfenmitte aus fhrt das Werkzeug in der Bearbeitungsebene auf den Startpunkt der Bearbeitung. Der Startpunkt liegt
den ca 3,5-fachen Werkzeug-Radius rechts vom Zapfen
Falls das Werkzeug auf dem 2. Sicherheits-Abstand steht, fhrt die
TNC das Werkzeug im Eilgang FMAX auf den Sicherheits-Abstand
und von dort mit dem Vorschub Tiefenzustellung auf die erste
Zustell-Tiefe
Anschlieend fhrt das Werkzeug tangential an die Fertigteilkontur
und frst im Gleichlauf einen Umlauf
Danach fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur weg zurck
zum Startpunkt in der Bearbeitungsebene
Dieser Vorgang (3 bis 5) wiederholt sich, bis die programmierte
Tiefe erreicht ist
Am Ende des Zyklus fhrt die TNC das Werkzeug mit FMAX auf
den Sicherheits-Abstand oder falls eingegeben auf den 2.
Sicherheits-Abstand und anschlieend in die Mitte des Zapfens
(Endposition = Startposition)

Q206

Beachten Sie vor dem Programmieren

Die TNC positioniert das Werkzeug in der WerkzeugAchse und in der Bearbeitungsebene automatisch vor.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.

Q204

Q200
Q203
Q202

Q201

Wenn Sie den Zapfen aus dem Vollen heraus umfrsen


wollen, dann verwenden Sie einen Frser mit einem ber
Mitte schneidenden Stirnzahn (DIN 844). Geben Sie dann
fr den Vorschub Tiefenzustellung einen kleinen Wert ein.

Q218

0
22

Q207

Q219

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

ZAPFEN SCHLICHTEN (Zyklus 213)

Q217

Q216

276

Q221

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Zapfengrund

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Fahren auf Tiefe in mm/
min. Wenn Sie ins Material eintauchen, dann kleinen
Wert eingeben, wenn Sie im Freien eintauchen,
hheren Wert eingeben

U Zustell-Tiefe Q202 (inkremental): Ma, um welches

das Werkzeug jeweils zugestellt wird. Wert grer 0


eingeben
U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

Beispiel: NC-Stze

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

U Sicherheits-Abstand

35 CYCL DEF 213 ZAPFEN SCHLICHTEN


Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q291=-20

;TIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q294=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q216=+50

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+50

;MITTE 2. ACHSE

Q218=80

;1. SEITEN-LAENGE

Q219=60

;2. SEITEN-LAENGE

Q220=5

;ECKENRADIUS

Q221=0

;AUFMASS

U Mitte

1. Achse Q216 (absolut): Mitte des Zapfens in


der Hauptachse der Bearbeitungsebene

U Mitte

2. Achse Q217 (absolut): Mitte des Zapfens in


der Nebenachse der Bearbeitungsebene

U 1.

Seiten-Lnge Q218 (inkremental): Lnge des Zapfens parallel zur Hauptachse der Bearbeitungsebene

U 2.

Seiten-Lnge Q219 (inkremental): Lnge des Zapfens parallel zur Nebenachse der Bearbeitungsebene

U Eckenradius

Q220: Radius der Zapfenecke

U Aufma

1. Achse Q221 (inkremental): Aufma zur


Berechnung der Vorposition in der Hauptachse der
Bearbeitungsebene, bezogen auf die Lnge des Zapfens

HEIDENHAIN iTNC 530

277

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

KREISTASCHE (Zyklus 5)
1
2

3
4

Das Werkzeug sticht an der Startposition (Taschenmitte) in das


Werkstck ein und fhrt auf die erste Zustell-Tiefe
Anschlieend beschreibt das Werkzeug mit dem Vorschub F die
im Bild rechts gezeigte spiralfrmige Bahn; zur seitlichen Zustellung k, siehe TASCHENFRAESEN (Zyklus 4), Seite 272
Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die Tiefe erreicht ist
Am Ende fhrt die TNC das Werkzeug auf die Startposition zurck

Beachten Sie vor dem Programmieren


Frser mit einem ber Mitte schneidenden Stirnzahn verwenden (DIN 844) oder Vorbohren in der Taschenmitte.
Vorpositionieren ber Taschenmitte mit Radiuskorrektur
R0.

Positionier-Satz auf den Startpunkt in der Spindelachse


(Sicherheits-Abstand ber Werkstck-Oberflche) programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
U Sicherheits-Abstand

1 (inkremental): Abstand Werkzeugspitze (Startposition) Werkstck-Oberflche

U Frstiefe

2: Abstand Werkstck-Oberflche
Taschengrund

U Zustell-Tiefe 3 (inkremental): Ma, um welches das

13
12

Werkzeug jeweils zugestellt wird. Die TNC fhrt in


einem Arbeitsgang auf die Tiefe wenn:
n Zustell-Tiefe und Tiefe gleich sind
n die Zustell-Tiefe grer als die Tiefe ist

278

8 Programmieren: Zyklen

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

U Vorschub

Tiefenzustellung: Verfahrgeschwindigkeit
des Werkzeugs beim Einstechen

U Kreisradius:

Radius der Kreistasche

U Vorschub

F: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs


in der Bearbeitungsebene

U Drehung

im Uhrzeigersinn
DR +: Gleichlauf-Frsen bei M3
DR : Gegenlauf-Frsen bei M3

Beispiel: NC-Stze
16 L Z+100 R0 FMAX
17 CYCL DEF 5.0 KREISTASCHE
18 CYCL DEF 5.1 ABST 2
19 CYCL DEF 5.2 TIEFE -12
20 CYCL DEF 5.3 ZUSTLG 6 F80
21 CYCL DEF 5.4 RADIUS 35
22 CYCL DEF 5.5 F100 DR+
23 L X+60 Y+50 FMAX M3
24 L Z+2 FMAX M99

HEIDENHAIN iTNC 530

279

4
5
6
7

Die TNC fhrt das Werkzeug automatisch in der Spindelachse auf


den Sicherheits-Abstand, oder falls eingegeben auf den 2.
Sicherheits-Abstand und anschlieend in die Taschenmittte
Von der Taschenmitte aus fhrt das Werkzeug in der Bearbeitungsebene auf den Startpunkt der Bearbeitung. Die TNC bercksichtigt
fr die Berechnung des Startpunkts den Rohteil-Durchmesser und
den Werkzeug-Radius. Falls Sie den Rohteil-Durchmesser mit 0
eingeben, sticht die TNC in der Taschenmitte ein
Falls das Werkzeug auf dem 2. Sicherheits-Abstand steht, fhrt die
TNC das Werkzeug im Eilgang FMAX auf den Sicherheits-Abstand
und von dort mit dem Vorschub Tiefenzustellung auf die erste
Zustell-Tiefe
Anschlieend fhrt das Werkzeug tangential an die Fertigteilkontur
und frst im Gleichlauf einen Umlauf
Danach fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur zurck zum
Startpunkt in der Bearbeitungsebene
Dieser Vorgang (3 bis 5) wiederholt sich, bis die programmierte
Tiefe erreicht ist
Am Ende des Zyklus fhrt die TNC das Werkzeug mit FMAX auf
den Sicherheits-Abstand oder falls eingegeben auf den
2. Sicherheits-Abstand und anschlieend in die Mitte der Tasche
(Endposition = Startposition)

Q206

Beachten Sie vor dem Programmieren


Die TNC positioniert das Werkzeug in der WerkzeugAchse und in der Bearbeitungsebene automatisch vor.

Q204

Q200
Q203
Q202
Q201

Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die


Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
Wenn Sie die Tasche aus dem Vollen heraus schlichten
wollen, dann verwenden Sie einen Frser mit einem ber
Mitte schneidenden Stirnzahn (DIN 844) und geben einen
kleinen Vorschub Tiefenzustellung ein.

Q207

Q222
Q223

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

KREISTASCHE SCHLICHTEN (Zyklus 214)

Q217

X
Q216

280

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Taschengrund

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Fahren auf Tiefe in mm/
min. Wenn Sie ins Material eintauchen, dann kleineren Wert eingeben als in Q207 definiert

U Zustell-Tiefe Q202 (inkremental): Ma, um welches

das Werkzeug jeweils zugestellt wird


U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

Beispiel: NC-Stze

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

U Sicherheits-Abstand

42 CYCL DEF 214 KREIST. SCHLICHTEN


Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-20

;TIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q216=+50

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+50

;MITTE 2. ACHSE

Q222=79

;ROHTEIL-DURCHMESSER

Q223=80

;FERTIGTEIL-DURCHM.

U Mitte

1. Achse Q216 (absolut): Mitte der Tasche in


der Hauptachse der Bearbeitungsebene

U Mitte

2. Achse Q217 (absolut): Mitte der Tasche in


der Nebenachse der Bearbeitungsebene

U Rohteil-Durchmesser

Q222: Durchmesser der vorbearbeiteten Tasche zur Berechnung der Vorposition;


Rohteil-Durchmesser kleiner als Fertigteil-Durchmesser eingeben

U Fertigteil-Durchmesser

Q223: Durchmesser der fertig bearbeiteten Tasche; Fertigteil-Durchmesser grer als Rohteil-Durchmesser und grer als Werkzeug-Durchmesser eingeben

HEIDENHAIN iTNC 530

281

4
5
6
7

Die TNC fhrt das Werkzeug automatisch in der Spindelachse auf


den Sicherheits-Abstand, oder falls eingegeben auf den
2. Sicherheits-Abstand und anschlieend in die Zapfenmitte
Von der Zapfenmitte aus fhrt das Werkzeug in der Bearbeitungsebene auf den Startpunkt der Bearbeitung. Der Startpunkt liegt
den ca. 2-fachen Werkzeug-Radius rechts vom Zapfen
Falls das Werkzeug auf dem 2. Sicherheits-Abstand steht, fhrt die
TNC das Werkzeug im Eilgang FMAX auf den Sicherheits-Abstand
und von dort mit dem Vorschub Tiefenzustellung auf die erste
Zustell-Tiefe
Anschlieend fhrt das Werkzeug tangential an die Fertigteilkontur
und frst im Gleichlauf einen Umlauf
Danach fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur weg zurck
zum Startpunkt in der Bearbeitungsebene
Dieser Vorgang (3 bis 5) wiederholt sich, bis die programmierte
Tiefe erreicht ist
Am Ende des Zyklus fhrt die TNC das Werkzeug mit FMAX auf
den Sicherheits-Abstand oder - falls eingegeben - auf den 2. Sicherheits-Abstand und anschlieend in die Mitte der Tasche (Endposition = Startposition)

Q206

Beachten Sie vor dem Programmieren

Die TNC positioniert das Werkzeug in der WerkzeugAchse und in der Bearbeitungsebene automatisch vor.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.

Q200

Q204

Q203
Q202
Q201

Wenn Sie den Zapfen aus dem Vollen heraus umfrsen


wollen, dann verwenden Sie einen Frser mit einem ber
Mitte schneidenden Stirnzahn (DIN 844). Geben Sie dann
fr den Vorschub Tiefenzustellung einen kleinen Wert ein.

Y
Q207

Q223
Q222

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

KREISZAPFEN SCHLICHTEN (Zyklus 215)

Q217

X
Q216

282

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Zapfengrund

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Fahren auf Tiefe in mm/
min. Wenn Sie ins Material eintauchen, dann kleinen
Wert eingeben; wenn Sie im Freien eintauchen, dann
hheren Wert eingeben

U Zustell-Tiefe Q202 (inkremental): Ma, um welches

das Werkzeug jeweils zugestellt wird; Wert grer 0


eingeben
U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

Beispiel: NC-Stze

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

U Sicherheits-Abstand

43 CYCL DEF 215 KREISZ. SCHLICHTEN


Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-20

;TIEFE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q216=+50

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+50

;MITTE 2. ACHSE

Q222=81

;ROHTEIL-DURCHMESSER

Q223=80

;FERTIGTEIL-DURCHM.

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Mitte

1. Achse Q216 (absolut): Mitte des Zapfens in


der Hauptachse der Bearbeitungsebene

U Mitte

2. Achse Q217 (absolut): Mitte des Zapfens in


der Nebenachse der Bearbeitungsebene

U Rohteil-Durchmesser

Q222: Durchmesser des vorbearbeiteten Zapfens zur Berechnung der Vorposition;


Rohteil-Durchmesser grer als Fertigteil-Durchmesser eingeben

U Fertigteil-Durchmesser Q223: Durchmesser des fer-

tig bearbeiteten Zapfens; Fertigteil-Durchmesser kleiner als Rohteil-Durchmesser eingeben

HEIDENHAIN iTNC 530

283

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

NUTENFRAESEN (Zyklus 3)
Schruppen
1

Die TNC versetzt das Werkzeug um das Schlicht-Aufma (halbe


Differenz zwischen Nutbreite und Werkzeug-Durchmesser) nach
innen. Von dort aus sticht das Werkzeug in das Werkstck ein und
frst in Lngsrichtung der Nut
Am Ende der Nut erfolgt eine Tiefenzustellung und das Werkzeug
frst in Gegenrichtung. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die programmierte Frstiefe erreicht ist

Schlichten
3

Am Frsgrund fhrt die TNC das Werkzeug auf einer Kreisbahn tangential an die Auenkontur; danach wird die Kontur im Gleichlauf
(bei M3) geschlichtet
Abschlieend fhrt das Werkzeug im Eilgang FMAX auf den
Sicherheits-Abstand zurck. Bei einer ungeraden Anzahl von
Zustellungen fhrt das Werkzeug im Sicherheits-Abstand zur Startposition
Beachten Sie vor dem Programmieren
Frser mit einem ber Mitte schneidenden Stirnzahn verwenden (DIN 844), oder Vorbohren am Startpunkt.
Vorpositionieren in die Mitte der Nut und um den Werkzeug-Radius versetzt in die Nut mit Radiuskorrektur R0.
Frserdurchmesser nicht grer als die Nutbreite und
nicht kleiner als die halbe Nutbreite whlen.
Positionier-Satz auf den Startpunkt in der Spindelachse
(Sicherheits-Abstand ber Werkstck-Oberflche) programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.

284

8 Programmieren: Zyklen

1 (inkremental): Abstand Werkzeugspitze (Startposition) Werkstck-Oberflche

15

U Frstiefe

2 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Taschengrund

14

U Zustell-Tiefe 3 (inkremental): Ma, um welches das

Werkzeug jeweils zugestellt wird; die TNC fhrt in


einem Arbeitsgang auf die Tiefe wenn:

n Zustell-Tiefe und Tiefe gleich sind


n die Zustell-Tiefe grer als die Tiefe ist

13

U Vorschub

Tiefenzustellung: Verfahrgeschwindigkeit
beim Einstechen

12

U 1.

Seiten-Lnge 4: Lnge der Nut; 1. Schnittrichtung


durch Vorzeichen festlegen

U 2.

Seiten-Lnge 5: Breite der Nut

U Vorschub

F: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs


in der Bearbeitungsebene

Beispiel: NC-Stze
9 L Z+100 R0 FMAX
10 TOOL DEF 1 L+0 R+6
11 TOOL CALL 1 Z S1500
12 CYCL DEF 3.0 NUTENFRAESEN
13 CYCL DEF 3.1 ABST 2
14 CYCL DEF 3.2 TIEFE -15
15 CYCL DEF 3.3 ZUSTLG 5 F80
16 CYCL DEF 3.4 X50
17 CYCL DEF 3.5 Y15
18 CYCL DEF 3.6 F120
19 L X+16 Y+25 R0 FMAX M3
20 L Z+2 M99

HEIDENHAIN iTNC 530

285

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

U Sicherheits-Abstand

Beachten Sie vor dem Programmieren


Die TNC positioniert das Werkzeug in der WerkzeugAchse und in der Bearbeitungsebene automatisch vor.
Beim Schruppen taucht das Werkzeug pendelnd von
einem zum anderen Nutende ins Material ein. Vorbohren
ist daher nicht erforderlich.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
Frserdurchmesser nicht grer als die Nutbreite und
nicht kleiner als ein Drittel der Nutbreite whlen.
Frserdurchmesser kleiner als die halbe Nutlnge whlen:
Sonst kann die TNC nicht pendelnd eintauchen.
Schruppen
1

Die TNC positioniert das Werkzeug im Eilgang in der Spindelachse


auf den 2. Sicherheits-Abstand und anschlieend ins Zentrum des
linken Kreises; von dort aus positioniert die TNC das Werkzeug auf
den Sicherheits-Abstand ber der Werkstck-Oberflche
Das Werkzeug fhrt mit dem Vorschub Frsen auf die WerkstckOberflche; von dort aus fhrt der Frser in Lngsrichtung der Nut
schrg ins Material eintauchend zum Zentrum des rechten Kreises
Anschlieend fhrt das Werkzeug wieder schrg eintauchend
zurck zum Zentrum des linken Kreises; diese Schritte wiederholen sich, bis die programmierte Frstiefe erreicht ist
Auf der Frstiefe fhrt die TNC das Werkzeug zum Planfrsen an
das andere Ende der Nut und danach wieder in die Mitte der Nut

Z
Q207
Q204

Q200
Q203
Q202
Q201

Schlichten
5

6
7

Die TNC positioniert das Werkzeug in den Mittelpunkt des linken


Nutkreises und von dort tangential an das linke Nutende; danach
schlichtet die TNC die Kontur im Gleichlauf (bei M3), wenn eingegeben auch in mehreren Zustellungen
Am Konturende fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur
weg in die Mitte des linken Nutkreises
Abschlieend fhrt das Werkzeug im Eilgang FMAX auf den
Sicherheits-Abstand zurck und falls eingegeben auf den
2. Sicherheits-Abstand

Q218
Q224

Q217

Q219

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

NUT (Langloch) mit pendelndem Eintauchen


(Zyklus 210)

Q216

286

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Nutgrund

Beispiel: NC-Stze
51 CYCL DEF 210 NUT PENDELND
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-20

;TIEFE

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

U Zustell-Tiefe Q202 (inkremental): Ma, um welches

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

das Werkzeug bei einer Pendelbewegung in der Spindelachse insgesamt zugestellt wird

Q215=0

;BEARBEITUNGS-UMFANG

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q216=+50

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+50

;MITTE 2. ACHSE

Q218=80

;1. SEITEN-LAENGE

Q219=12

;2. SEITEN-LAENGE

Q224=+15

;DREHLAGE

U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

U Bearbeitungs-Umfang

(0/1/2) Q215: BearbeitungsUmfang festlegen:


0: Schruppen und Schlichten
1: Nur Schruppen
2: Nur Schlichten

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate der Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Z-Koordinate, in der keine Kollision zwischen Werkzeug und
Werkstck (Spannmittel) erfolgen kann

U Mitte

1. Achse Q216 (absolut): Mitte der Nut in der


Hauptachse der Bearbeitungsebene

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

U Sicherheits-Abstand

Q338=5

;ZUST. SCHLICHTEN

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

U Mitte

2. Achse Q217 (absolut): Mitte der Nut in der


Nebenachse der Bearbeitungsebene

U 1.

Seiten-Lnge Q218 (Wert parallel zur Hauptachse


der Bearbeitungsebene): Lngere Seite der Nut eingeben

U 2.

Seiten-Lnge Q219 (Wert parallel zur Nebenachse


der Bearbeitungsebene): Breite der Nut eingeben;
wenn Nutbreite gleich Werkzeug-Durchmesser eingegeben, dann schruppt die TNC nur (Langloch frsen)

U Drehwinkel

Q224 (absolut): Winkel, um den die


gesamte Nut gedreht wird; das Drehzentrum liegt im
Zentrum der Nut

U Zustellung

Schlichten Q338 (inkremental): Ma, um


welches das Werkzeug in der Spindelachse beim
Schlichten zugestellt wird. Q338=0: Schlichten in
einer Zustellung

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Fahren auf Tiefe in mm/
min. Nur wirksam beim Schlichten, wenn Zustellung
Schlichten eingeben ist

HEIDENHAIN iTNC 530

287

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

RUNDE NUT (Langloch) mit pendelndem


Eintauchen (Zyklus 211)
Schruppen
1

Die TNC positioniert das Werkzeug im Eilgang in der Spindelachse


auf den 2. Sicherheits-Abstand und anschlieend ins Zentrum des
rechten Kreises. Von dort aus positioniert die TNC das Werkzeug
auf den eingegebenen Sicherheits-Abstand ber der WerkstckOberflche
Das Werkzeug fhrt mit dem Vorschub Frsen auf die WerkstckOberflche; von dort aus fhrt der Frser schrg ins Material eintauchend zum anderen Ende der Nut
Anschlieend fhrt das Werkzeug wieder schrg eintauchend
zurck zum Startpunkt; dieser Vorgang (2 bis 3) wiederholt sich, bis
die programmierte Frstiefe erreicht ist
Auf der Frstiefe fhrt die TNC das Werkzeug zum Planfrsen ans
andere Ende der Nut

Schlichten
5

6
7

Von der Mitte der Nut fhrt die TNC das Werkzeug tangential an
die Fertigkontur; danach schlichtet die TNC die Kontur im Gleichlauf (bei M3), wenn eingegeben auch in mehreren Zustellungen.
Der Startpunkt fr den Schlichtvorgang liegt im Zentrum des rechten Kreises.
Am Konturende fhrt das Werkzeug tangential von der Kontur weg
Abschlieend fhrt das Werkzeug im Eilgang FMAX auf den
Sicherheits-Abstand zurck und falls eingegeben auf den
2. Sicherheits-Abstand

Z
Q207
Q204
Q200
Q203
Q202

Beachten Sie vor dem Programmieren

Q201

Die TNC positioniert das Werkzeug in der WerkzeugAchse und in der Bearbeitungsebene automatisch vor.
Beim Schruppen taucht das Werkzeug mit einer HELIXBewegung pendelnd von einem zum anderen Nutende ins
Material ein. Vorbohren ist daher nicht erforderlich.

Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die


Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.

Frserdurchmesser nicht grer als die Nutbreite und


nicht kleiner als ein Drittel der Nutbreite whlen.
Frserdurchmesser kleiner als die halbe Nutlnge whlen.
Sonst kann die TNC nicht pendelnd eintauchen.

Q219

Q248

Q24

Q245

Q217

Q216

288

8 Programmieren: Zyklen

Q200 (inkremental): Abstand


Werkzeugspitze Werkstck-Oberflche

U Tiefe

Q201 (inkremental): Abstand Werkstck-Oberflche Nutgrund

Beispiel: NC-Stze
52 CYCL DEF 211 RUNDE NUT
Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-20

;TIEFE

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

U Zustell-Tiefe Q202 (inkremental): Ma, um welches

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

das Werkzeug bei einer Pendelbewegung in der Spindelachse insgesamt zugestellt wird

Q215=0

;BEARBEITUNGS-UMFANG

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q216=+50

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+50

;MITTE 2. ACHSE

Q244=80

;TEILKREIS-DURCHM.

Q219=12

;2. SEITEN-LAENGE

Q245=+45

;STARTWINKEL

Q248=90

;OEFFNUNGSWINKEL

Q338=5

;ZUST. SCHLICHTEN

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

U Bearbeitungs-Umfang

(0/1/2) Q215: BearbeitungsUmfang festlegen:


0: Schruppen und Schlichten
1: Nur Schruppen
2: Nur Schlichten

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate der Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental):


Z-Koordinate, in der keine Kollision zwischen Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen kann

U Mitte

1. Achse Q216 (absolut): Mitte der Nut in der


Hauptachse der Bearbeitungsebene

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

U Sicherheits-Abstand

U Mitte

2. Achse Q217 (absolut): Mitte der Nut in der


Nebenachse der Bearbeitungsebene

U Teilkreis-Durchmesser

Q244: Durchmesser des Teil-

kreises eingeben
U 2.

Seiten-Lnge Q219: Breite der Nut eingeben;


wenn Nutbreite gleich Werkzeug-Durchmesser eingegeben, dann schruppt die TNC nur (Langloch frsen)

U Startwinkel

Q245 (absolut): Polarwinkel des Startpunkts eingeben

U ffnungs-Winkel

der Nut Q248 (inkremental): ffnungs-Winkel der Nut eingeben

U Zustellung

Schlichten Q338 (inkremental): Ma, um


welches das Werkzeug in der Spindelachse beim
Schlichten zugestellt wird. Q338=0: Schlichten in
einer Zustellung

U Vorschub

Tiefenzustellung Q206: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Fahren auf Tiefe in mm/
min. Nur wirksam beim Schlichten, wenn Zustellung
Schlichten eingeben ist

HEIDENHAIN iTNC 530

289

90

100

90

45

R2

80

8
50

70

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

Beispiel: Tasche, Zapfen und Nuten frsen

50

100

-40 -30 -20

0 BEGINN PGM C210 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+6

Werkzeug-Definition Schruppen/Schlichten

4 TOOL DEF 2 L+0 R+3

Werkzeug-Definition Nutenfrser

5 TOOL CALL 1 Z S3500

Werkzeug-Aufruf Schruppen/Schlichten

6 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

7 CYCL DEF 213 ZAPFEN SCHLICH.

290

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-30

;TIEFE

Q206=250

;F TIEFENZUST.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q207=250

;F FRAESEN

Q203=+0

;KOOR. OBERFL.

Q204=20

;2. S.-ABSTAND

Q216=+50

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+50

;MITTE 2. ACHSE

Q218=90

;1. SEITEN-LAENGE

Q219=80

;2. SEITEN-LAENGE

Zyklus-Definition Auenbearbeitung

8 Programmieren: Zyklen

;ECKENRADIUS

Q221=5

;AUFMASS

8 CYCL CALL M3

Zyklus-Aufruf Auenbearbeitung

9 CYCL DEF 5.0 KREISTASCHE

Zyklus-Definition Kreistasche

8.4 Zyklen zum Frsen von Taschen, Zapfen und Nuten

Q220=0

10 CYCL DEF 5.1 ABST 2


11 CYCL DEF 5.2 TIEFE -30
12 CYCL DEF 5.3 ZUSTLG 5 F250
13 CYCL DEF 5.4 RADIUS 25
14 CYCL DEF 5.5 F400 DR+
15 L Z+2 R0 FMAX M99

Zyklus-Aufruf Kreistasche

16 L Z+250 R0 FMAX M6

Werkzeug-Wechsel

17 TOLL CALL 2 Z S5000

Werkzeug-Aufruf Nutenfrser

18 CYCL DEF 211 RUNDE NUT

Zyklus-Definition Nut 1

Q200=2

;SICHERHEITSABST.

Q201=-20

;TIEFE

Q207=250

;F FRAESEN

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q215=0

;BEARB.-UMFANG

Q203=+0

;KOOR. OBERFL.

Q204=100

;2. S.-ABSTAND

Q216=+50

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+50

;MITTE 2. ACHSE

Q244=70

;TEILKREIS-DURCH.

Q219=8

;2. SEITEN-LAENGE

Q245=+45

;STARTWINKEL

Q248=90

;OEFFN.-WINKEL

Q338=5

;ZUST. SCHLICHTEN

19 CYCL CALL M3

Zyklus-Aufruf Nut 1

20 FN 0: Q245 0 +225

Neuer Startwinkel fr Nut 2

21 CYCL CALL

Zyklus-Aufruf Nut 2

22 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

23 END PGM C210 MM

HEIDENHAIN iTNC 530

291

8.5 Zyklen zum Herstellen von Punktemustern

8.5 Zyklen zum Herstellen von


Punktemustern
bersicht
Die TNC stellt 2 Zyklen zur Verfgung, mit denen Sie Punktemuster
direkt fertigen knnen:
Zyklus

Softkey

220 PUNKTEMUSTER AUF KREIS


221 PUNKTEMUSTER AUF LINIEN

Folgende Bearbeitungszyklen knnen Sie mit den Zyklen 220 und 221
kombinieren:
Wenn Sie unregelmige Punktemuster fertigen mssen,
dann verwenden Sie Punkte-Tabellen mit CYCL CALL PAT
(siehe Punkte-Tabellen auf Seite 215).
Zyklus 1
Zyklus 2
Zyklus 3
Zyklus 4
Zyklus 5
Zyklus 17
Zyklus 18
Zyklus 200
Zyklus 201
Zyklus 202
Zyklus 203
Zyklus 204
Zyklus 205
Zyklus 206
Zyklus 207
Zyklus 208
Zyklus 209
Zyklus 212
Zyklus 213
Zyklus 214
Zyklus 215
Zyklus 262
Zyklus 263
Zyklus 264
Zyklus 265
Zyklus 267

292

TIEFBOHREN
GEWINDEBOHREN mit Ausgleichsfutter
NUTENFRAESEN
TASCHENFRAESEN
KREISTASCHE
GEWINDEBOHREN GS ohne Ausgleichsfutter
GEWINDESCHNEIDEN
BOHREN
REIBEN
AUSDREHEN
UNIVERSAL-BOHREN
RUECKWAERTS-SENKEN
UNIVERSAL-TIEFBOHREN
GEWINDEBOHREN NEU mit Ausgleichsfutter
GEWINDEBOHREN GS NEU ohne Ausgleichsfutter
BOHRFRAESEN
GEWINDEBOHREN SPANBRUCH
TASCHE SCHLICHTEN
ZAPFEN SCHLICHTEN
KREISTASCHE SCHLICHTEN
KREISZAPFEN SCHLICHTEN
GEWINDEFRAESEN
SENKGEWINDEFRAESEN
BOHRGEWINDEFRAESEN
HELIX-BOHRGEWINDEFRAESEN
AUSSEN-GEWINDEFRAESEN

8 Programmieren: Zyklen

Die TNC positioniert das Werkzeug im Eilgang von der aktuellen


Position zum Startpunkt der ersten Bearbeitung.
Reihenfolge:
n 2. Sicherheits-Abstand anfahren (Spindelachse)
n Startpunkt in der Bearbeitungsebene anfahren
n Auf Sicherheits-Abstand ber Werkstck-Oberflche fahren
(Spindelachse)
2
3

Y
N = Q241
Q247

Q24

Q246

Q245

Q217

Ab dieser Position fhrt die TNC den zuletzt definierten Bearbeitungszyklus aus
Anschlieend positioniert die TNC das Werkzeug mit einer Geraden-Bewegung auf den Startpunkt der nchsten Bearbeitung; das
Werkzeug steht dabei auf Sicherheits-Abstand (oder 2. Sicherheits-Abstand)
Dieser Vorgang (1 bis 3) wiederholt sich, bis alle Bearbeitungen
ausgefhrt sind

Q216

Beachten Sie vor dem Programmieren


Zyklus 220 ist DEF-Aktiv, das heit, Zyklus 220 ruft automatisch den zuletzt definierten Bearbeitungszyklus auf.
Wenn Sie einen der Bearbeitungszyklen 200 bis 209, 212
bis 215, 262 bis 265 und 267 mit Zyklus 220 kombinieren,
wirken der Sicherheits-Abstand, die Werkstck-Oberflche und der 2. Sicherheits-Abstand aus Zyklus 220.

Z
Q200

Q204

Q203

U Mitte

1. Achse Q216 (absolut): Teilkreis-Mittelpunkt


in der Hauptachse der Bearbeitungsebene

U Mitte

2. Achse Q217 (absolut): Teilkreis-Mittelpunkt


in der Nebenachse der Bearbeitungsebene

U Teilkreis-Durchmesser

Q244: Durchmesser des Teil-

kreises
U Startwinkel

Q245 (absolut): Winkel zwischen der


Hauptachse der Bearbeitungsebene und dem Startpunkt der ersten Bearbeitung auf dem Teilkreis

U Endwinkel

Q246 (absolut): Winkel zwischen der


Hauptachse der Bearbeitungsebene und dem Startpunkt der letzten Bearbeitung auf dem Teilkreis (gilt
nicht fr Vollkreise); Endwinkel ungleich Startwinkel
eingeben; wenn Endwinkel grer als Startwinkel
eingegeben, dann Bearbeitung im Gegen-Uhrzeigersinn, sonst Bearbeitung im Uhrzeigersinn

U Winkelschritt

Q247 (inkremental): Winkel zwischen


zwei Bearbeitungen auf dem Teilkreis; wenn der Winkelschritt gleich null ist, dann berechnet die TNC den
Winkelschritt aus Startwinkel, Endwinkel und Anzahl
Bearbeitungen; wenn ein Winkelschritt eingegeben
ist, dann bercksichtigt die TNC den Endwinkel nicht;
das Vorzeichen des Winkelschritts legt die Bearbeitungsrichtung fest ( = Uhrzeigersinn)

HEIDENHAIN iTNC 530

Beispiel: NC-Stze
53 CYCL DEF 220 MUSTER KREIS
Q216=+50

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+50

;MITTE 2. ACHSE

Q244=80

;TEILKREIS-DURCHM.

Q245=+0

;STARTWINKEL

Q246=+360

;ENDWINKEL

Q247=+0

;WINKELSCHRITT

Q241=8

;ANZAHL BEARBEITUNGEN

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q203=1

;FAHREN AUF S. HOEHE


293

8.5 Zyklen zum Herstellen von Punktemustern

PUNKTEMUSTER AUF KREIS (Zyklus 220)

8.5 Zyklen zum Herstellen von Punktemustern

U Anzahl

Bearbeitungen Q241: Anzahl der Bearbeitungen auf dem Teilkreis

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


zwischen Werkzeugspitze und Werkstck-Oberflche; Wert positiv eingeben

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann; Wert positiv eingeben

U Fahren

auf sichere Hhe Q301: Festlegen, wie das


Werkzeug zwischen den Bearbeitungen verfahren
soll:
0: Zwischen den Bearbeitungen auf SicherheitsAbstand verfahren
1: Zwischen den Bearbeitungen auf 2. SicherheitsAbstand verfahren

294

8 Programmieren: Zyklen

Beachten Sie vor dem Programmieren


Zyklus 221 ist DEF-Aktiv, das heit, Zyklus 221 ruft automatisch den zuletzt definierten Bearbeitungszyklus auf.
Wenn Sie einen der Bearbeitungszyklen 200 bis 209, 212
bis 215, 262 bis 265 und 267 mit Zyklus 221 kombinieren,
wirken der Sicherheits-Abstand, die Werkstck-Oberflche und der 2. Sicherheits-Abstand aus Zyklus 221.

Z
Y
X

Die TNC positioniert das Werkzeug automatisch von der aktuellen


Position zum Startpunkt der ersten Bearbeitung
Reihenfolge:
n 2. Sicherheits-Abstand anfahren (Spindelachse)
n Startpunkt in der Bearbeitungsebene anfahren
n Auf Sicherheits-Abstand ber Werkstck-Oberflche fahren
(Spindelachse)
2
3

5
6
7
8
9

Ab dieser Position fhrt die TNC den zuletzt definierten Bearbeitungszyklus aus
Anschlieend positioniert die TNC das Werkzeug in positiver Richtung der Hauptachse auf den Startpunkt der nchsten Bearbeitung; das Werkzeug steht dabei auf Sicherheits-Abstand (oder
2. Sicherheits-Abstand)
Dieser Vorgang (1 bis 3) wiederholt sich, bis alle Bearbeitungen auf
der ersten Zeile ausgefhrt sind; das Werkzeug steht am letzten
Punkt der ersten Zeile
Danach fhrt die TNC das Werkzeug zum letzten Punkt der zweiten Zeile und fhrt dort die Bearbeitung durch
Von dort aus positioniert die TNC das Werkzeug in negativer Richtung der Hauptachse auf den Startpunkt der nchsten Bearbeitung
Dieser Vorgang (6) wiederholt sich, bis alle Bearbeitungen der
zweiten Zeile ausgefhrt sind
Anschlieend fhrt die TNC das Werkzeug auf den Startpunkt der
nchsten Zeile
In einer Pendelbewegung werden alle weiteren Zeilen abgearbeitet

Y
7

Q23

N=

Q238

Q24

N=

Q24

Q224
Q226

Q225

Z
Q200

Q204

Q203

HEIDENHAIN iTNC 530

295

8.5 Zyklen zum Herstellen von Punktemustern

PUNKTEMUSTER AUF LINIEN (Zyklus 221)

8.5 Zyklen zum Herstellen von Punktemustern

U Startpunkt

1. Achse Q225 (absolut): Koordinate des


Startpunktes in der Hauptachse der Bearbeitungsebene

U Startpunkt

2. Achse Q226 (absolut): Koordinate des


Startpunktes in der Nebenachse der Bearbeitungsebene

U Abstand

1. Achse Q237 (inkremental): Abstand der


einzelnen Punkte auf der Zeile

U Abstand

2. Achse Q238 (inkremental): Abstand der


einzelnen Zeilen voneinander

U Anzahl

Spalten Q242: Anzahl der Bearbeitungen auf


der Zeile

U Anzahl

Zeilen Q243: Anzahl der Zeilen

U Drehwinkel

Q224 (absolut): Winkel, um den das


gesamte Anordnungsbild gedreht wird; das Drehzentrum liegt im Startpunkt

Beispiel: NC-Stze
54 CYCL DEF 221 MUSTER LINIEN
Q225=+15

;STARTPUNKT 1. ACHSE

Q226=+15

;STARTPUNKT 2. ACHSE

Q237=+10

;ABSTAND 1. ACHSE

Q238=+8

;ABSTAND 2. ACHSE

Q242=6

;ANZAHL SPALTEN

Q243=4

;ANZAHL ZEILEN

Q224=+15

;DREHLAGE

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q203=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q204=50

;2. SICHERHEITS-ABST.

Q301=1

;FAHREN AUF S. HOEHE

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


zwischen Werkzeugspitze und Werkstck-Oberflche

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q203 (absolut): Koordinate Werkstck-Oberflche

U 2.

Sicherheits-Abstand Q204 (inkremental): Koordinate Spindelachse, in der keine Kollision zwischen


Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen
kann

U Fahren

auf sichere Hhe Q301: Festlegen, wie das


Werkzeug zwischen den Bearbeitungen verfahren
soll:
0: Zwischen den Bearbeitungen auf SicherheitsAbstand verfahren
1: Zwischen den Messpunkten auf 2. SicherheitsAbstand verfahren

296

8 Programmieren: Zyklen

8.5 Zyklen zum Herstellen von Punktemustern

Beispiel: Lochkreise

Y
100

70

R25
30

R35
25

30

90 100

0 BEGIN PGM BOHRB MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 Y+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+3

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S3500

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX M3

Werkzeug freifahren

6 CYCL DEF 200 BOHREN

Zyklus-Definition Bohren

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-15

;TIEFE

Q206=250

;F TIEFENZUST.

Q202=4

;ZUSTELL-TIEFE

Q210=0

;V.-ZEIT

Q203=+0

;KOOR. OBERFL.

Q204=0

;2. S.-ABSTAND

Q211=0.25

;VERWEILZEIT UNTEN

HEIDENHAIN iTNC 530

297

8.5 Zyklen zum Herstellen von Punktemustern

7 CYCL DEF 220 MUSTER KREIS


Q216=+30

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+70

;MITTE 2. ACHSE

Q244=50

;TEILKREIS-DURCH.

Q245=+0

;STARTWINKEL

Q246=+360

;ENDWINKEL

Q247=+0

;WINKELSCHRITT

Q241=10

;ANZAHL

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q203=+0

;KOOR. OBERFL.

Q204=100

;2. S.-ABSTAND

Q301=1

;FAHREN AUF S. HOEHE

8 CYCL DEF 220 MUSTER KREIS


Q216=+90

;MITTE 1. ACHSE

Q217=+25

;MITTE 2. ACHSE

Q244=70

;TEILKREIS-DURCH.

Q245=+90

;STARTWINKEL

Q246=+360

;ENDWINKEL

Q247=30

;WINKELSCHRITT

Q241=5

;ANZAHL

Q200=2

;SICHERHEITSABST.

Q203=+0

;KOOR. OBERFL.

Q204=100

;2. S.-ABSTAND

Q301=1

;FAHREN AUF S. HOEHE

9 L Z+250 R0 FMAX M2

Zyklus-Definition Lochkreis 1, CYCL 200 wird automatisch gerufen,


Q200, Q203 und Q204 wirken aus Zyklus 220

Zyklus-Definition Lochkreis 2, CYCL 200 wird automatisch gerufen,


Q200, Q203 und Q204 wirken aus Zyklus 220

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

10 END PGM BOHRB MM

298

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

8.6 SL-Zyklen
Grundlagen
Mit den SL-Zyklen knnen Sie komplexe Konturen aus bis zu 12 Teilkonturen (Taschen oder Inseln) zusammensetzen. Die einzelnen Teilkonturen geben Sie als Unterprogramme ein. Aus der Liste der Teilkonturen (Unterprogramm-Nummern), die Sie im Zyklus 14 KONTUR
angeben, berechnet die TNC die Gesamtkontur.
Der Speicher fr einen SL-Zyklus (alle Kontur-Unterprogramme) ist begrenzt. Die Anzahl der mglichen Konturelemente hngt von der Konturart (Innen-/Auenkontur)
und der Anzahl der Teilkonturen ab und betrgt z.B. ca.
1024 Geradenstze.

Beispiel: Schema: Abarbeiten mit SL-Zyklen


0 BEGIN PGM SL2 MM
...
12 CYCL DEF 140 KONTUR ...
13 CYCL DEF 20.0 KONTUR-DATEN ...
...
16 CYCL DEF 21.0 VORBOHREN ...
17 CYCL CALL

Eigenschaften der Unterprogramme

...

n Koordinaten-Umrechnungen sind erlaubt. Werden sie innerhalb der


Teilkonturen programmiert, wirken sie auch in den nachfolgenden
Unterprogrammen, mssen aber nach dem Zyklusaufruf nicht
zurckgesetzt werden
n Die TNC ignoriert Vorschbe F und Zusatz-Funktionen M
n Die TNC erkennt eine Tasche, wenn Sie die Kontur innen umlaufen,
z.B. Beschreibung der Kontur im Uhrzeigersinn mit Radius-Korrektur
RR
n Die TNC erkennt eine Insel, wenn Sie die Kontur auen umlaufen,
z.B. Beschreibung der Kontur im Uhrzeigersinn mit Radius-Korrektur
RL
n Die Unterprogramme drfen keine Koordinaten in der Spindelachse
enthalten
n Im ersten Koordinatensatz des Unterprogramms legen Sie die Bearbeitungsebene fest. Zusatzachsen U,V,W sind erlaubt

18 CYCL DEF 22.0 RAEUMEN ...

Eigenschaften der Bearbeitungszyklen

55 LBL 0

n Die TNC positioniert vor jedem Zyklus automatisch auf den Sicherheits-Abstand
n Jedes Tiefen-Niveau wird ohne Werkzeug-Abheben gefrst; Inseln
werden seitlich umfahren
n Der Radius von Innen-Ecken ist programmierbar das Werkzeug
bleibt nicht stehen, Freischneide-Markierungen werden verhindert
(gilt fr uerste Bahn beim Rumen und Seiten-Schlichten)
n Beim Seiten-Schlichten fhrt die TNC die Kontur auf einer tangentialen Kreisbahn an

HEIDENHAIN iTNC 530

19 CYCL CALL
...
22 CYCL DEF 23.0 SCHLICHTEN TIEFE ...
23 CYCL CALL
...
26 CYCL DEF 24.04 SCHLICHTEN SEITE ...
27 CYCL CALL
...
50 L Z+250 R0 FMAX M2
51 LBL 1
...
56 LBL 2
...
60 LBL 0
...
99 END PGM SL2 MM

299

8.6 SL-Zyklen

n Beim Tiefen-Schlichten fhrt die TNC das Werkzeug ebenfalls auf


einer tangentialen Kreisbahn an das Werkstck (z.B.: Spindelachse
Z: Kreisbahn in Ebene Z/X)
n Die TNC bearbeitet die Kontur durchgehend im Gleichlauf bzw. im
Gegenlauf
Mit MP7420 legen Sie fest, wohin die TNC das Werkzeug
am Ende der Zyklen 21 bis 24 positioniert.
Die Maangaben fr die Bearbeitung, wie Frstiefe, Aufmae und
Sicherheits-Abstand geben Sie zentral im Zyklus 20 als KONTURDATEN ein.

bersicht SL-Zyklen
Zyklus

Softkey

14 KONTUR (zwingend erforderlich)


20 KONTUR-DATEN (zwingend erforderlich)
21 VORBOHREN (wahlweise verwendbar)
22 RAEUMEN (zwingend erforderlich)
23 SCHLICHTEN TIEFE (wahlweise verwendbar)
24 SCHLICHTEN SEITE (wahlweise verwendbar)

Erweiterte Zyklen:
Zyklus

Softkey

25 KONTUR-ZUG
27 ZYLINDER-MANTEL
28 ZYLINDER-MANTEL Nutenfrsen

300

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

KONTUR (Zyklus 14)


In Zyklus 14 KONTUR listen Sie alle Unterprogramme auf, die zu einer
Gesamtkontur berlagert werden sollen.
Beachten Sie vor dem Programmieren

Zyklus 14 ist DEF-Aktiv, das heit ab seiner Definition im


Programm wirksam.

In Zyklus 14 knnen Sie maximal 12 Unterprogramme


(Teilkonturen) auflisten.
U Label-Nummern

fr die Kontur: Alle Label-Nummern


der einzelnen Unterprogramme eingeben, die zu
einer Kontur berlagert werden sollen. Jede Nummer
mit der Taste ENT besttigen und die Eingaben mit
der Taste END abschlieen.

S1

B
S2

Beispiel: NC-Stze
12 CYCL DEF 14.0 KONTUR
13 CYCL DEF 14.1 KONTURLABEL 1/2/3/4

berlagerte Konturen
Taschen und Inseln knnen Sie zu einer neuen Kontur berlagern.
Damit knnen Sie die Flche einer Tasche durch eine berlagerte
Tasche vergrern oder eine Insel verkleinern.
Unterprogramme: berlagerte Taschen
Die nachfolgenden Programmierbeispiele sind KonturUnterprogramme, die in einem Hauptprogramm von
Zyklus 14 KONTUR aufgerufen werden.
Die Taschen A und B berlagern sich.
HEIDENHAIN iTNC 530

301

8.6 SL-Zyklen

Die TNC berechnet die Schnittpunkte S1 und S2, sie mssen nicht programmiert werden.
Die Taschen sind als Vollkreise programmiert.
Unterprogramm 1: Tasche A
51 LBL 1
52 L X+10 Y+50 RR
53 CC X+35 Y+50
54 C X+10 Y+50 DR55 LBL 0
Unterprogramm 2: Tasche B
56 LBL 2
57 L X+90 Y+50 RR
58 CC X+65 Y+50
59 C X+90 Y+50 DR60 LBL 0
Summen-Flche
Beide Teilflchen A und B inklusive der gemeinsam berdeckten Flche sollen bearbeitet werden:
n Die Flchen A und B mssen Taschen sein.
n Die erste Tasche (in Zyklus 14) muss auerhalb der zweiten beginnen.

Flche A:
51 LBL 1

52 L X+10 Y+50 RR
53 CC X+35 Y+50
54 C X+10 Y+50 DR55 LBL 0
Flche B:
56 LBL 2
57 L X+90 Y+50 RR
58 CC X+65 Y+50
59 C X+90 Y+50 DR60 LBL 0

302

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

Differenz-Flche
Flche A soll ohne den von B berdeckten Anteil bearbeitet werden:
n Flche A muss Tasche und B muss Insel sein.
n A muss auerhalb B beginnen.
Flche A:
51 LBL 1
52 L X+10 Y+50 RR

B
A

53 CC X+35 Y+50
54 C X+10 Y+50 DR55 LBL 0
Flche B:
56 LBL 2
57 L X+90 Y+50 RL
58 CC X+65 Y+50
59 C X+90 Y+50 DR60 LBL 0
Schnitt-Flche
Die von A und B berdeckte Flche soll bearbeitet werden. (Einfach
berdeckte Flchen sollen unbearbeitet bleiben.)
n A und B mssen Taschen sein.
n A muss innerhalb B beginnen.
Flche A:

51 LBL 1
52 L X+60 Y+50 RR
53 CC X+35 Y+50
54 C X+60 Y+50 DR55 LBL 0
Flche B:
56 LBL 2
57 L X+90 Y+50 RR
58 CC X+65 Y+50
59 C X+90 Y+50 DR60 LBL 0

HEIDENHAIN iTNC 530

303

In Zyklus 20 geben Sie Bearbeitungs-Informationen fr die Unterprogramme mit den Teilkonturen an.

Beachten Sie vor dem Programmieren


Zyklus 20 ist DEF-Aktiv, das heit Zyklus 20 ist ab seiner
Definition im Bearbeitungs-Programm aktiv.
8

Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die


Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den jeweiligen Zyklus nicht aus.

8.6 SL-Zyklen

KONTUR-DATEN (Zyklus 20)

Q9=+1

Die in Zyklus 20 angegebenen Bearbeitungs-Informationen gelten fr die Zyklen 21 bis 24.


Wenn Sie SL-Zyklen in Q-Parameter-Programmen anwenden, dann drfen Sie die Parameter Q1 bis Q19 nicht als
Programm-Parameter benutzen.

U Frstiefe

Q1 (inkremental): Abstand Werkstckoberflche Taschengrund.

U Bahn-berlappung

Faktor Q2: Q2 x Werkzeug-Radius


ergibt die seitliche Zustellung k.

U Schlichtaufma

Seite Q3 (inkremental): Schlicht-Aufma in der Bearbeitungs-Ebene.

U Schlichtaufma

Tiefe Q4 (inkremental): Schlicht-Aufma fr die Tiefe.

Q6

U Koordinate

Werkstck-Oberflche Q5 (absolut):
Absolute Koordinate der Werkstck-Oberflche

Q10

Q1

Q7

Q5

U Sicherheits-Abstand

Q6 (inkremental): Abstand zwischen Werkzeug-Stirnflche und Werkstck-Oberflche

U Sichere

Hhe Q7 (absolut): Absolute Hhe, in der


keine Kollision mit dem Werkstck erfolgen kann (fr
Zwischenpositionierung und Rckzug am ZyklusEnde)

U Innen-Rundungsradius

Q8: Verrundungs-Radius an
Innen-Ecken; Eingegebener Wert bezieht sich auf
die Werkzeug-Mittelpunktsbahn

U Drehsinn?

Uhrzeigersinn = -1 Q9: BearbeitungsRichtung fr Taschen


n im Uhrzeigersinn (Q9 = -1 Gegenlauf fr Tasche
und Insel)
n im Gegenuhrzeigersinn (Q9 = +1 Gleichlauf fr
Tasche und Insel)

Sie knnen die Bearbeitungs-Parameter bei einer Programm-Unterbrechung berprfen und ggf. berschreiben.

304

Beispiel: NC-Stze
57 CYCL DEF 20.0 KONTUR-DATEN
Q1=-20

;FRAESTIEFE

Q2=1

;BAHN-UEBERLAPPUNG

Q3=+0.2

;AUFMASS SEITE

Q4=+0.1

;AUFMASS TIEFE

Q5=+30

;KOOR. OBERFLAECHE

Q6=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q7=+80

;SICHERE HOEHE

Q8=0.5

;RUNDUNGSRADIUS

Q9=+1

;DREHSINN

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

VORBOHREN (Zyklus 21)


Die TNC bercksichtigt einen im TOOL CALL-Satz programmierten Deltawert DR nicht zur Berechnung der Einstichpunkte.

An Engstellen kann die TNC ggf. nicht mit einem Werkzeug vorgebohren das grer ist als das Schruppwerkzeug.
Zyklus-Ablauf
Wie Zyklus 1 Tiefbohren, siehe Zyklen zum Bohren, Gewindebohren
und Gewindefrsen, Seite 219.
Einsatz
Zyklus 21 VORBOHREN bercksichtigt fr die Einstichpunkte das
Schlichtaufma Seite und das Schlichtaufma Tiefe, sowie den
Radius des Ausrum-Werkzeugs. Die Einstichpunkte sind gleichzeitig
die Startpunkte frs Rumen.
U Zustell-Tiefe

Q10 (inkremental): Ma, um das das


Werkzeug jeweils zugestellt wird (Vorzeichen bei
negativer Arbeitsrichtung )

U Vorschub

Tiefenzustellung Q11: Bohrvorschub in

mm/min
U Ausrum-Werkzeug

Nummer Q13: Werkzeug-Nummer


des Ausrum-Werkzeugs

HEIDENHAIN iTNC 530

Beispiel: NC-Stze
58 CYCL DEF 21.0 VORBOHREN
Q10=+5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q13=1

;AUSRAEUM-WERKZEUG

305

8.6 SL-Zyklen

RAEUMEN (Zyklus 22)


1
2
3
4

Die TNC positioniert das Werkzeug ber den Einstichpunkt; dabei


wird das Schlichtaufma Seite bercksichtigt
In der ersten Zustell-Tiefe frst das Werkzeug mit dem Frsvorschub Q12 die Kontur von innen nach auen
Dabei werden die Inselkonturen (hier: C/D) mit einer Annherung
an die Taschenkontur (hier: A/B) freigefrst
Anschlieend fhrt die TNC die Taschenkontur fertig und das
Werkzeug auf die Sichere Hhe zurck

B
C

Beachten Sie vor dem Programmieren


Ggf. Frser mit einem ber Mitte schneidenden Stirnzahn
verwenden (DIN 844), oder Vorbohren mit Zyklus 21.
Wenn Sie in der Werkzeug-Tabelle fr das Ausrum-Werkzeug in der Spalte ANGLE einen Eintauchwinkel definieren, fhrt die TNC in einer Helix-Bewegung auf die jeweilige Ausrumtiefe (siehe Werkzeug-Tabelle: Standard
Werkzeug-Daten auf Seite 104)

Beispiel: NC-Stze
59 CYCL DEF 22.0 RAEUMEN

U Zustell-Tiefe

Q10 (inkremental): Ma, um das das


Werkzeug jeweils zugestellt wird

U Vorschub

Tiefenzustellung Q11: Eintauchvorschub


in mm/min

U Vorschub

Ausrumen Q12: Frsvorschub in mm/min

U Vorrum-Werkzeug

Nummer Q18: Nummer des Werkzeugs, mit dem die TNC bereits vorgerumt hat. Falls
nicht vorgerumt wurde 0 eingeben; falls Sie hier
eine Nummer eingeben, rumt die TNC nur den Teil
aus, der mit dem Vorrum-Werkzeug nicht bearbeitet
werden konnte.
Falls der Nachrumbereich nicht seitlich anzufahren
ist, taucht die TNC pendelnd ein; dazu mssen Sie in
der Werkzeug-Tabelle TOOL.T, siehe WerkzeugDaten, Seite 102 die Schneidenlnge LCUTS und
den maximalen Eintauchwinkel ANGLE des Werkzeugs definieren. Ggf. gibt die TNC eine Fehlermeldung aus

U Vorschub

306

Q10=+5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=350

;VORSCHUB RAEUMEN

Q18=1

;VORRAEUM-WERKZEUG

Q19=150

;VORSCHUB PENDELN

Pendeln Q19: Pendelvorschub in mm/min

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

SCHLICHTEN TIEFE (Zyklus 23)


Die TNC ermittelt den Startpunkt frs Schlichten selbstndig. Der Startpunkt ist abhngig von den Platzverhltnissen in der Tasche.
Die TNC fhrt das Werkzeug weich (vertikaler Tangentialkreis) auf die
zu bearbeitende Flche. Anschlieend wird das beim Ausrumen verbliebene Schlichtaufma abgefrst.

U Vorschub

Tiefenzustellung Q11: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Einstechen

U Vorschub

Q12
Q11

Ausrumen Q12: Frsvorschub

X
Beispiel: NC-Stze
60 CYCL DEF 23.0 SCHLICHTEN TIEFE

HEIDENHAIN iTNC 530

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=350

;VORSCHUB RAEUMEN

307

8.6 SL-Zyklen

SCHLICHTEN SEITE (Zyklus 24)


Die TNC fhrt das Werkzeug auf einer Kreisbahn tangential an die Teilkonturen. Jede Teilkontur wird separat geschlichtet.
Beachten Sie vor dem Programmieren
Die Summe aus Schlichtaufma Seite (Q14) und Schlichtwerkzeug-Radius muss kleiner sein als die Summe aus
Schlichtaufma Seite (Q3,Zyklus 20) und RumwerkzeugRadius.

Z
Q11

Wenn Sie Zyklus 24 abarbeiten ohne zuvor mit Zyklus 22


ausgerumt zu haben, gilt oben aufgestellte Berechnung
ebenso; der Radius des Rum-Werkzeugs hat dann den
Wert 0.

Q10

Q12

Die TNC ermittelt den Startpunkt frs Schlichten selbstndig. Der Startpunkt ist abhngig von den Platzverhltnissen in der Tasche.
U Drehsinn?

Uhrzeigersinn = 1 Q9:
Bearbeitungsrichtung:
+1:Drehung im Gegen-Uhrzeigersinn
1:Drehung im Uhrzeigersinn

U Zustell-Tiefe

Q10 (inkremental): Ma, um das das


Werkzeug jeweils zugestellt wird

X
Beispiel: NC-Stze
61 CYCL DEF 24.0 SCHLICHTEN SEITE
Q9=+1

;DREHSINN

Q10=+5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

U Vorschub

Tiefenzustellung Q11: Eintauchvorschub

Q12=350

;VORSCHUB RAEUMEN

U Vorschub

Ausrumen Q12: Frsvorschub

Q14=+0

;AUFMASS SEITE

U Schlichtaufma

Seite Q14 (inkremental): Aufma fr


mehrmaliges Schlichten; der letzte Schlicht-Rest wird
ausgerumt, wenn Sie Q14 = 0 eingeben

308

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

KONTUR-ZUG (Zyklus 25)


Mit diesem Zyklus lassen sich zusammen mit Zyklus 14 KONTUR offene Konturen bearbeiten: Konturbeginn und -ende fallen nicht
zusammen.

Der Zyklus 25 KONTUR-ZUG bietet gegenber der Bearbeitung einer


offenen Kontur mit Positionierstzen erhebliche Vorteile:
n Die TNC berwacht die Bearbeitung auf Hinterschneidungen und
Konturverletzungen. Kontur mit der Test-Grafik berprfen
n Ist der Werkzeug-Radius zu gro, so muss die Kontur an Innenecken
eventuell nachbearbeitet werden
n Die Bearbeitung lsst sich durchgehend im Gleich- oder Gegenlauf
ausfhren. Die Frsart bleibt sogar erhalten, wenn Konturen gespiegelt werden
n Bei mehreren Zustellungen kann die TNC das Werkzeug hin und her
verfahren: Dadurch verringert sich die Bearbeitungszeit
n Sie knnen Aufmae eingeben, um in mehreren Arbeitsgngen zu
schruppen und zu schlichten
Beachten Sie vor dem Programmieren

X
Beispiel: NC-Stze
62 CYCL DEF 25.0 KONTUR-ZUG

Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die


Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.

Q1=-20

;FRAESTIEFE

Q3=+0

;AUFMASS SEITE

Die TNC bercksichtigt nur das erste Label aus Zyklus 14


KONTUR.

Q5=+0

;KOOR. OBERFLAECHE

Q7=+50

;SICHERE HOEHE

Der Speicher fr einen SL-Zyklus ist begrenzt. Sie knnen


in einem SL-Zyklus z.B. maximal 1024 Geraden-Stze programmieren.

Q10=+5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=350

;VORSCHUB FRAESEN

Q15=-1

;FRAESART

Zyklus 20 KONTUR-DATEN wird nicht bentigt.


Direkt nach Zyklus 25 programmierte Positionen im Kettenma beziehen sich auf die Position des Werkzeugs am
Zyklus-Ende.

Achtung Kollisionsgefahr!
Um mgliche Kollisionen zu vermeiden:
n Direkt nach Zyklus 125 keine Kettenmae programmieren, da sich Kettenmae auf die Position des Werkzeugs
am Zyklus-Ende beziehen
n In allen Hauptachsen eine definierte (absolute) Position
anfahren, da die Position des Werkzeugs am Zyklusende nicht mit der Position am Zyklusanfang bereinstimmt.

HEIDENHAIN iTNC 530

309

8.6 SL-Zyklen

U Frstiefe

Q1 (inkremental): Abstand zwischen Werkstck-Oberflche und Konturgrund

U Schlichtaufma

Seite Q3 (inkremental): Schlichtaufma in der Bearbeitungsebene

U Koord.

Werkstck-Oberflche Q5 (absolut): Absolute


Koordinate der Werkstck Oberflche bezogen auf
den Werkstck-Nullpunkt

U Sichere

Hhe Q7 (absolut): Absolute Hhe, in der


keine Kollision zwischen Werkzeug und Werkstck
erfolgen kann; Werkzeug-Rckzugposition am ZyklusEnde

U Zustell-Tiefe

Q10 (inkremental): Ma, um das das


Werkzeug jeweils zugestellt wird

U Vorschub

Tiefenzustellung Q11:Vorschub bei Verfahrbewegungen in der Spindelachse

U Vorschub

Frsen Q12: Vorschub bei Verfahrbewegungen in der Bearbeitungsebene

U Frsart?

Gegenlauf = 1 Q15:
Gleichlauf-Frsen: Eingabe = +1
Gegenlauf-Frsen: Eingabe = 1
Abwechselnd im Gleich- und Gegenlauf frsen bei
mehreren Zustellungen:Eingabe = 0

310

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

ZYLINDER-MANTEL (Zyklus 27)


Maschine und TNC mssen vom Maschinenhersteller vorbereitet sein.
Mit diesem Zyklus knnen Sie eine auf der Abwicklung definierte Kontur auf den Mantel eines Zylinders bertragen. Verwenden Sie den
Zyklus 28, wenn Sie Fhrungsnuten auf dem Zylinder frsen wollen.
Die Kontur beschreiben Sie in einem Unterprogramm, das Sie ber
Zyklus 14 (KONTUR) festlegen.
Das Unterprogramm enthlt Koordinaten in einer Winkelachse (z.B. CAchse) und der Achse, die dazu parallel verluft (z.B. Spindelachse).
Als Bahnfunktionen stehen L, CHF, CR, RND, APPR (auer APPR LCT)
und DEP zur Verfgung.
Die Angaben in der Winkelachse knnen Sie wahlweise in Grad oder
in mm (Inch) eingeben (bei der Zyklus-Definition festlegen).
1
2
3
4
5

Die TNC positioniert das Werkzeug ber den Einstichpunkt; dabei


wird das Schlichtaufma Seite bercksichtigt
In der ersten Zustell-Tiefe frst das Werkzeug mit dem Frsvorschub Q12 entlang der programmierten Kontur
Am Konturende fhrt die TNC das Werkzeug auf Sicherheitsabstand und zurck zum Einstichpunkt;
Die Schritte 1 bis 3 wiederholen sich, bis die programmierte
Frstiefe Q1 erreicht ist
Anschlieend fhrt das Werkzeug auf Sicherheitsabstand

Beachten Sie vor dem Programmieren


Der Speicher fr einen SL-Zyklus ist begrenzt. Sie knnen
in einem SL-Zyklus z.B. maximal 1024 Geraden-Stze programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.

Frser mit einem ber Mitte schneidenden Stirnzahn verwenden (DIN 844).
Der Zylinder muss mittig auf dem Rundtisch aufgespannt
sein.
Die Spindelachse muss senkrecht zur Rundtisch-Achse
verlaufen. Wenn dies nicht der Fall ist, dann gibt die TNC
eine Fehlermeldung aus.
Diesen Zyklus knnen Sie auch bei geschwenkter
Bearbeitungsebene ausfhren.
Die TNC berprft, ob die korrigierte und unkorrigierte
Bahn des Werkzeugs innerhalb des Anzeige-Bereichs der
Drehachse liegt (ist im Maschinen-Parameter 810.x definiert). Bei Fehlermeldung Kontur-Programmierfehler
ggf. MP 810.x = 0 setzen.

HEIDENHAIN iTNC 530

311

8.6 SL-Zyklen

U Frstiefe

Q1 (inkremental): Abstand zwischen Zylinder-Mantel und Konturgrund

U Schlichtaufma

Seite Q3 (inkremental): Schlichtaufma in der Ebene der Mantel-Abwicklung; das Aufma wirkt in der Richtung der Radiuskorrektur

U Sicherheits-Abstand

Q6 (inkremental): Abstand zwischen Werkzeug-Stirnflche und Zylinder Mantelflche

U Zustell-Tiefe

Q10 (inkremental): Ma, um das das


Werkzeug jeweils zugestellt wird

U Vorschub

Tiefenzustellung Q11: Vorschub bei Verfahrbewegungen in der Spindelachse

Beispiel: NC-Stze
63 CYCL DEF 27.0 ZYLINDER-MANTEL
Q1=-8

;FRAESTIEFE

Q3=+0

;AUFMASS SEITE

Q6=+0

;SICHERHEITS-ABST.

Q10=+3

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=350

;VORSCHUB FRAESEN

Q16=25

;RADIUS

Q17=0

;BEMASSUNGSART

U Vorschub

Frsen Q12: Vorschub bei Verfahrbewegungen in der Bearbeitungsebene

U Zylinderradius

Q16: Radius des Zylinders, auf dem


die Kontur bearbeitet werden soll

U Bemaungsart?

Grad =0 MM/INCH=1 Q17: Koordinaten


der Drehachse im Unterprogramm in Grad oder mm
(inch) programmieren

312

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

ZYLINDER-MANTEL Nutenfrsen (Zyklus 28)


Maschine und TNC mssen vom Maschinenhersteller vorbereitet sein.
Mit diesem Zyklus knnen Sie eine auf der Abwicklung definierte
Fhrungsnut auf den Mantel eines Zylinders bertragen. Im Gegensatz zum Zyklus 27, stellt die TNC das Werkzeug bei diesem Zyklus so
an, dass die Wnde bei aktiver Radiuskorrektur immer parallel zueinander verlaufen. Programmieren Sie die Mittelpunktsbahn der Kontur
mit Angabe der Werkzeug-Radiuskorrektur. ber die Radiuskorrektur
legen Sie fest, ob die TNC die Nut im Gleich- oder Gegenlauf herstellt:.
1
2

3
4
5

Die TNC positioniert das Werkzeug ber den Einstichpunkt


In der ersten Zustelltiefe frst das Werkzeug mit dem Frsvorschub Q12 entlang der Nutwand; dabei wird das Schlichtaufma
Seite bercksichtigt
Am Konturende versetzt die TNC das Werkzeug an die gegenberliegende Nutwand und fhrt zurck zum Einstichpunkt
Die Schritte 2 und 3 wiederholen sich, bis die programmierte
Frstiefe Q1 erreicht ist
Anschlieend fhrt das Werkzeug auf Sicherheitsabstand

Beachten Sie vor dem Programmieren


Der Speicher fr einen SL-Zyklus ist begrenzt. Sie knnen
in einem SL-Zyklus z.B. maximal 1024 Geraden-Stze programmieren.
Das Vorzeichen des Zyklusparameters Tiefe legt die
Arbeitsrichtung fest. Wenn Sie die Tiefe = 0 programmieren, dann fhrt die TNC den Zyklus nicht aus.
Frser mit einem ber Mitte schneidenden Stirnzahn verwenden (DIN 844).

Der Zylinder muss mittig auf dem Rundtisch aufgespannt


sein.
Die Spindelachse muss senkrecht zur Rundtisch-Achse
verlaufen. Wenn dies nicht der Fall ist, dann gibt die TNC
eine Fehlermeldung aus.
Diesen Zyklus knnen Sie auch bei geschwenkter Bearbeitungsebene ausfhren.
Die TNC berprft, ob die korrigierte und unkorrigierte
Bahn des Werkzeugs innerhalb des Anzeige-Bereichs der
Drehachse liegt (ist in Maschinen-Parameter 810.x definiert). Bei Fehlermeldung Kontur-Programmierfehler
ggf. MP 810.x = 0 setzen.

HEIDENHAIN iTNC 530

313

8.6 SL-Zyklen

U Frstiefe

Q1 (inkremental): Abstand zwischen Zylinder-Mantel und Konturgrund

U Schlichtaufma

Seite Q3 (inkremental): Schlichtaufma an der Nutwand. Das Schlichtaufma verkleinert


die Nutbreite um den zweifachen eingegebenen Wert

U Sicherheits-Abstand

Q6 (inkremental): Abstand zwischen Werkzeug-Stirnflche und Zylinder Mantelflche

U Zustell-Tiefe

Q10 (inkremental): Ma, um das das


Werkzeug jeweils zugestellt wird

U Vorschub

Tiefenzustellung Q11: Vorschub bei Verfahrbewegungen in der Spindelachse

U Vorschub

Frsen Q12: Vorschub bei Verfahrbewegungen in der Bearbeitungsebene

Beispiel: NC-Stze
63 CYCL DEF 28.0 ZYLINDER-MANTEL
Q1=-8

;FRAESTIEFE

Q3=+0

;AUFMASS SEITE

Q6=+0

;SICHERHEITS-ABST.

Q10=+3

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=350

;VORSCHUB FRAESEN

Q16=25

;RADIUS

Q17=0

;BEMASSUNGSART

Q20=12

;NUTBREITE

U Zylinderradius

Q16: Radius des Zylinders, auf dem


die Kontur bearbeitet werden soll

U Bemaungsart?

Grad =0 MM/INCH=1 Q17: Koordinaten


der Drehachse im Unterprogramm in Grad oder mm
(inch) programmieren

U Nutbreite

314

Q20: Breite der herzustellenden Nut

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

Beispiel: Tasche rumen und nachrumen

10

10

55

R20

60

R30
30

30

0 BEGIN PGM C20 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X-10 Y-10 Z-40
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0

Rohteil-Definition

3 TOOL DEF 1 L+0 R+15

Werkzeug-Definition Vorrumer

4 TOOL DEF 2 L+0 R+7.5

Werkzeug-Definition Nachrumer

5 TOOL CALL 1 Z S2500

Werkzeug-Aufruf Vorrumer

6 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

7 CYCL DEF 14.0 KONTUR

Kontur-Unterprogramm festlegen

8 CYCL DEF 14.1 KONTURLABEL 1


9 CYCL DEF 20.0 KONTUR-DATEN
Q1=-20

;FRAESTIEFE

Q2=1

;BAHN-UEBERLAPPUNG

Q3=+0

;AUFMASS SEITE

Q4=+0

;AUFMASS TIEFE

Q5=+0

;KOOR. OBERFLAECHE

Q6=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q7=+100

;SICHERE HOEHE

Q8=0.1

;RUNDUNGSRADIUS

Q9=-1

;DREHSINN

HEIDENHAIN iTNC 530

Allgemeine Bearbeitungs-Parameter festlegen

315

8.6 SL-Zyklen

10 CYCL DEF 22.0 RAEUMEN


Q10=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=350

;VORSCHUB RAEUMEN

Q18=0

;VORRAEUM-WERKZEUG

Q19=150

;VORSCHUB PENDELN

Zyklus-Definition Vorrumen

11 CYCL CALL M3

Zyklus-Aufruf Vorrumen

12 L Z+250 R0 FMAX M6

Werkzeug-Wechsel

13 TOOL CALL 2 Z S3000

Werkzeug-Aufruf Nachrumer

14 CYCL DEF 22.0 RAEUMEN

Zyklus-Definition Nachrumen

Q10=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=350

;VORSCHUB RAEUMEN

Q18=1

;VORRAEUM-WERKZEUG

Q19=150

;VORSCHUB PENDELN

15 CYCL CALL M3

Zyklus-Aufruf Nachrumen

16 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

17 LBL 1

Kontur-Unterprogramm

18 L X+0 Y+30 RR

siehe Beispiel: FK-Programmierung 2, Seite 177

19 FC DR- R30 CCX+30 CCY+30


20 FL AN+60 PDX+30 PDY+30 D10
21 FSELECT 3
22 FPOL X+30 Y+30
23 FC DR- R20 CCPR+55 CCPA+60
24 FSELECT 2
25 FL AN-120 PDX+30 PDY+30 D10
26 FSELECT 3
27 FC X+0 DR- R30 CCX+30 CCY+30
28 FSELECT 2
29 LBL 0
30 END PGM C20 MM

316

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

Beispiel: berlagerte Konturen vorbohren, schruppen, schlichten

16

16

100

16

5
R2

50

5
R2

35

65

100

0 BEGIN PGM C21 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+6

Werkzeug-Definition Bohrer

4 TOOL DEF 2 L+0 R+6

Werkzeug-Definition Schruppen/Schlichten

5 TOOL CALL 1 Z S2500

Werkzeug-Aufruf Bohrer

6 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

7 CYCL DEF 14.0 KONTUR

Kontur-Unterprogramme festlegen

8 CYCL DEF 14.1 KONTURLABEL 1/2/3/4


9 CYCL DEF 20.0 KONTUR-DATEN
Q1=-20

;FRAESTIEFE

Q2=1

;BAHN-UEBERLAPPUNG

Q3=+0.5

;AUFMASS SEITE

Q4=+0.5

;AUFMASS TIEFE

Q5=+0

;KOOR. OBERFLAECHE

Q6=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q7=+100

;SICHERE HOEHE

Q8=0.1

;RUNDUNGSRADIUS

Q9=-1

;DREHSINN

HEIDENHAIN iTNC 530

Allgemeine Bearbeitungs-Parameter festlegen

317

8.6 SL-Zyklen

10 CYCL DEF 21.0 VORBOHREN


Q10=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=250

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q13=2

;AUSRAEUM-WERKZEUG

Zyklus-Definition Vorbohren

11 CYCL CALL M3

Zyklus-Aufruf Vorbohren

12 L T+250 R0 FMAX M6

Werkzeug-Wechsel

13 TOOL CALL 2 Z S3000

Werkzeug-Aufruf Schruppen/Schlichten

14 CYCL DEF 22.0 RAEUMEN

Zyklus-Definition Rumen

Q10=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;BORSCHUB TIEFENZ.

Q12=350

;VORSCHUB RAEUMEN

Q18=0

;VORRAEUM-WERKZEUG

Q19=150

;VORSCHUB PENDELN

15 CYCL CALL M3

Zyklus-Aufruf Rumen

16 CYCL DEF 23.0 SCHLICHTEN TIEFE

Zyklus-Definition Schlichten Tiefe

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=200

;VORSCHUB RAEUMEN

17 CYCL CALL

Zyklus-Aufruf Schlichten Tiefe

18 CYCL DEF 24.0 SCHLICHTEN SEITE

Zyklus-Definition Schlichten Seite

Q9=+1

;DREHSINN

Q10=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=400

;VORSCHUB RAEUMEN

Q14=+0

;AUFMASS SEITE

19 CYCL CALL

Zyklus-Aufruf Schlichten Seite

20 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

318

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

21 LBL 1

Kontur-Unterprogramm 1: Tasche links

22 CC X+35 Y+50
23 L X+10 Y+50 RR
24 C X+10 DR25 LBL 0
26 LBL 2

Kontur-Unterprogramm 2: Tasche rechts

27 CC X+65 Y+50
28 L X+90 Y+50 RR
29 C X+90 DR30 LBL 0
31 LBL 3

Kontur-Unterprogramm 3: Insel Viereckig links

32 L X+27 Y+50 RL
33 L Y+58
34 L X+43
35 L Y+42
36 L X+27
37 LBL 0
38 LBL 4

Kontur-Unterprogramm 4: Insel Dreieckig rechts

39 L X+65 Y+42 RL
40 L X+57
41 L X+65 Y+58
42 L X+73 Y+42
43 LBL 0
44 END PGM C21 MM

HEIDENHAIN iTNC 530

319

80

20

R7,
5

100
95

,5
R7

8.6 SL-Zyklen

Beispiel: Kontur-Zug

75

15

50

100

0 BEGIN PGM C25 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+10

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S2000

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 RO FMAX

Werkzeug freifahren

6 CYCL DEF 14.0 KONTUR

Kontur-Unterprogramm festlegen

7 CYCL DEF 14.1 KONTURLABEL 1


8 CYCL DEF 25.0 KONTUR-ZUG
Q1=-20

;FRAESTIEFE

Q3=+0

;AUFMASS SEITE

Q5=+0

;KOOR. OBERFLAECHE

Q7=+250

;SICHERE HOEHE

Q10=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=200

;VORSCHUB FRAESEN

Q15=+1

;FRAESART

Bearbeitungs-Parameter festlegen

9 CYCL CALL M3

Zyklus-Aufruf

10 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

320

8 Programmieren: Zyklen

8.6 SL-Zyklen

11 LBL 1

Kontur-Unterprogramm

12 L X+0 Y+15 RL
13 L X+5 Y+20
14 CT X+5 Y+75
15 L Y+95
16 RND R7.5
17 L X+50
18 RND R7.5
19 L X+100 Y+80
20 LBL 0
21 END PGM C25 MM

HEIDENHAIN iTNC 530

321

8.6 SL-Zyklen

Beispiel: Zylinder-Mantel mit Zyklus 27


Hinweis:
n Zylinder mittig auf Rundtisch aufgespannt.
n Bezugspunkt liegt in der Rundtisch-Mitte

Z
,5
R7

60

20

30

50

157

0 BEGIN PGM C27 MM


1 TOOL DEF 1 L+0 R+3.5

Werkzeug-Definition

2 TOOL CALL 1 Y S2000

Werkzeug-Aufruf, Werkzeug-Achse Y

3 L X+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

4 L X+0 R0 FMAX

Werkzeug auf Rundtisch-Mitte positionieren

5 CYCL DEF 14.0 KONTUR

Kontur-Unterprogramm festlegen

6 CYCL DEF 14.1 KONTURLABEL 1


7 CYCL DEF 27.0 ZYLINDER-MANTEL
Q1=-7

;FRAESTIEFE

Q3=+0

;AUFMASS SEITE

Q6=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q10=4

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=250

;VORSCHUB FRAESEN

Q16=25

;RADIUS

Q17=1

;BEMASSUNGSART

Bearbeitungs-Parameter festlegen

8 L C+0 R0 FMAX M3

Rundtisch vorpositionieren

9 CYCL CALL

Zyklus-Aufruf

10 L Y+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

322

8 Programmieren: Zyklen

Kontur-Unterprogramm

12 L C+40 Z+20 RL

Angaben in der Drehachse in mm (Q17=1)

8.6 SL-Zyklen

11 LBL 1
13 L C+50
14 RND R7.5
15 L Z+60
16 RND R7.5
17 L IC-20
18 RND R7.5
19 L Z+20
20 RND R7.5
21 L C+40
22 LBL 0
23 END PGM C27 MM

HEIDENHAIN iTNC 530

323

8.6 SL-Zyklen

Beispiel: Zylinder-Mantel mit Zyklus 28


Hinweise:
n Zylinder mittig auf Rundtisch aufgespannt.
n Bezugspunkt liegt in der Rundtisch-Mitte
n Beschreibung der Mittelpunktsbahn im Kontur-Unterprogramm

Z
70

52.5
35

40

60

157

0 BEGIN PGM C28 MM


1 TOOL DEF 1 L+0 R+3.5

Werkzeug-Definition

2 TOOL CALL 1 Y S2000

Werkzeug-Aufruf, Werkzeug-Achse Y

3 L Y+250 RO FMAX

Werkzeug freifahren

4 L X+0 R0 FMAX

Werkzeug auf Rundtisch-Mitte positionieren

5 CYCL DEF 14.0 KONTUR

Kontur-Unterprogramm festlegen

6 CYCL DEF 14.1 KONTURLABEL 1


7 CYCL DEF 28.0 ZYLINDER-MANTEL
Q1=-7

;FRAESTIEFE

Q3=+0

;AUFMASS SEITE

Q6=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q10=-4

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=250

;VORSCHUB FRAESEN

Q16=25

;RADIUS

Q17=1

;BEMASSUNGSART

Q20=10

;NUTBREITE

Bearbeitungs-Parameter festlegen

8 L C+0 R0 FMAX M3

Rundtisch vorpositionieren

9 CYCL CALL

Zyklus-Aufruf

10 L Y+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

324

8 Programmieren: Zyklen

Kontur-Unterprogramm, Beschreibung der Mittelpunktsbahn

12 L C+40 Z+0 RL

Angaben in der Drehachse in mm (Q17=1)

8.6 SL-Zyklen

11 LBL 1
13 L Z+35
14 L C+60 Z+52.5
15 L Z+70
16 LBL 0
17 END PGM C28 MM

HEIDENHAIN iTNC 530

325

8.7 SL-Zyklen mit Konturformel

8.7 SL-Zyklen mit Konturformel


Grundlagen
Mit den SL-Zyklen und der Konturformel knnen Sie komplexe Konturen aus Teilkonturen (Taschen oder Inseln) zusammensetzen. Die einzelnen Teilkonturen (Geometriedaten) geben Sie als separate Programme ein. Dadurch sind alle Teilkonturen beliebig
wiederverwendbar. Aus den gewhlten Teilkonturen, die Sie ber eine
Konturformel miteinander verknpfen, berechnet die TNC die Gesamtkontur.
Der Speicher fr einen SL-Zyklus (alle Konturbeschreibungs-Programme) ist auf maximal 32 Konturen begrenzt.
Die Anzahl der mglichen Konturelemente hngt von der
Konturart (Innen-/Auenkontur) und der Anzahl der Konturbeschreibungen ab und betrgt z.B. ca. 1024 Geradenstze.
Die SL-Zyklen mit Konturformel setzen einen strukturierten Programmaufbau voraus und bieten die Mglichkeit,
immer wiederkehrende Konturen in einzelnen Programmen abzulegen. ber die Konturformel verknpfen Sie die
Teilkonturen zu einer Gesamtkontur und legen fest, ob es
sich um eine Tasche oder Insel handelt.
Die Funktion SL-Zyklen mit Konturformel ist in der Bedienoberflche der TNC auf mehrere Bereiche verteilt und
dient als Grundlage fr weitergehende Entwicklungen.
Eigenschaften der Teilkonturen

Beispiel: Schema: Abarbeiten mit SL-Zyklen und


Konturformel
0 BEGIN PGM KONTUR MM
...
5 SEL CONTOUR MODEL
6 CYCL DEF 20.0 KONTUR-DATEN ...
8 CYCL DEF 22.0 RAEUMEN ...
9 CYCL CALL
...
12 CYCL DEF 23.0 SCHLICHTEN TIEFE ...
13 CYCL CALL
...
16 CYCL DEF 24.0 SCHLICHTEN SEITE ...
17 CYCL CALL
63 L Z+250 R0 FMAX M2
64 END PGM KONTUR MM
Beispiel: Schema: Verrechnung der Teilkonturen
mit Konturformel

n Die TNC erkennt grundstzlich alle Konturen als Tasche. Programmieren Sie keine Radiuskorrektur. In der Konturformel knnen Sie
eine Tasche durch negieren in eine Insel umwandeln.
n Die TNC ignoriert Vorschbe F und Zusatz-Funktionen M
n Koordinaten-Umrechnungen sind erlaubt. Werden sie innerhalb der
Teilkonturen programmiert, wirken sie auch in den nachfolgenden
Unterprogrammen, mssen aber nach dem Zyklusaufruf nicht
zurckgesetzt werden
n Die Unterprogramme drfen auch Koordinaten in der Spindelachse
enthalten, diese werden aber ignoriert
n Im ersten Koordinatensatz des Unterprogramms legen Sie die Bearbeitungsebene fest. Zusatzachsen U,V,W sind erlaubt

0 BEGIN PGM MODEL MM

Eigenschaften der Bearbeitungszyklen

1 CC X+75 Y+50

n Die TNC positioniert vor jedem Zyklus automatisch auf den Sicherheits-Abstand
n Jedes Tiefen-Niveau wird ohne Werkzeug-Abheben gefrst; Inseln
werden seitlich umfahren
n Der Radius von Innen-Ecken ist programmierbar das Werkzeug
bleibt nicht stehen, Freischneide-Markierungen werden verhindert
(gilt fr uerste Bahn beim Rumen und Seiten-Schlichten)

2 LP PR+45 PA+0 R0

1 DECLARE CONTOUR QC1 = KREIS1


2 DECLARE CONTOUR QC2 = KREIS31XY
3 DECLARE CONTOUR QC1 = DREIECK
4 DECLARE CONTOUR QC1 = QUADRAT
5 QC10 = ( QC1 | QC3 | QC4 ) \ QC2
6 END PGM MODEL MM
0 BEGIN PGM KREIS1 MM

3 CP IPA+360 DR+
4 END PGM KREIS1 MM
0 BEGIN PGM KREIS31XY MM
...
...

326

8 Programmieren: Zyklen

8.7 SL-Zyklen mit Konturformel

n Beim Seiten-Schlichten fhrt die TNC die Kontur auf einer tangentialen Kreisbahn an
n Beim Tiefen-Schlichten fhrt die TNC das Werkzeug ebenfalls auf
einer tangentialen Kreisbahn an das Werkstck (z.B.: Spindelachse
Z: Kreisbahn in Ebene Z/X)
n Die TNC bearbeitet die Kontur durchgehend im Gleichlauf bzw. im
Gegenlauf
Mit MP7420 legen Sie fest, wohin die TNC das Werkzeug
am Ende der Zyklen 21 bis 24 positioniert.
Die Maangaben fr die Bearbeitung, wie Frstiefe, Aufmae und
Sicherheits-Abstand geben Sie zentral im Zyklus 20 als KONTURDATEN ein.

Programm mit Konturdefinitionen whlen


Mit der Funktion SEL CONTOUR whlen Sie ein Programm mit KonturDefinitionen, aus denen die TNC die Konturbeschreibungen entnimmt:
U Funktionen

zum Programm-Aufruf whlen: Taste


PGM CALL drcken

U Softkey

KONTUR WHLEN drcken

U Vollstndigen

Programmnamen des Programms mit


der Kontur-Definitionen eingeben, mit Taste END
besttigen

SEL CONTOUR-Satz vor den SL-Zyklen programmieren.


Zyklus 14 KONTUR ist bei der Verwendung von SEL CONTUR nicht mehr erforderlich.

Konturbeschreibungen definieren
Mit der Funktion DECLARE CONTOUR geben Sie einem Programm den
Pfad fr Programme an, aus denen die TNC die Konturbeschreibungen
entnimmt:
U Softkey

DECLARE drcken

U Softkey

CONTOUR drcken

U Nummer

fr den Konturbezeichner QC eingeben, mit


Taste ENT besttigen

U Vollstndigen

Programmnamen des Programms mit


den Kontur-Beschreibung eingeben, mit Taste END
besttigen

Mit den angegebenen Konturbezeichnern QC knnen Sie


in der Konturformel die verschiedenen Konturen miteinander verrechnen
Mit der Funktion DECLARE STRING definieren Sie einen
Text. Diese Funktion wird vorerst noch nicht ausgewertet.

HEIDENHAIN iTNC 530

327

8.7 SL-Zyklen mit Konturformel

Konturformel eingeben
ber Softkeys knnen Sie verschiedene Konturen in einer mathematischen Formel miteinander verknpfen:
U

Q-Parameter-Funktion whlen: Taste Q drcken (im Feld fr ZahlenEingabe, rechts). Die Softkey-Leiste zeigt die Q-Parameter-Funktionen
Funktion zur Eingabe der Konturformel whlen: Softkey KONTUR
FORMEL drcken. Die TNC zeigt folgende Softkeys an:
Verknpfungs-Funktion

Softkey

geschnitten mit
z.B. QC10 = QC1 & QC5
vereinigt mit
z.B. QC25 = QC7 | QC18
vereinigt mit, aber ohne Schnitt
z.B. QC12 = QC5 ^ QC25
geschnitten mit Komplement von
z.B. QC25 = QC1 \ QC2
Komplement des Konturgebietes
z.B. Q12 = #Q11
Klammer auf
z.B. QC12 = QC1 * (QC2 + QC3)
Klammer zu
z.B. QC12 = QC1 * (QC2 + QC3)

berlagerte Konturen
Die TNC betrachtet grundstzlich eine programmierte Kontur als
Tasche. Mit den Funktionen der Konturformel haben Sie die Mglichkeit, eine Kontur in eine Insel umzuwandeln
Taschen und Inseln knnen Sie zu einer neuen Kontur berlagern.
Damit knnen Sie die Flche einer Tasche durch eine berlagerte
Tasche vergrern oder eine Insel verkleinern.
Unterprogramme: berlagerte Taschen
Die nachfolgenden Programmierbeispiele sind
Konturbeschreibungs-Programme, die in einem Konturdefinitions-Programm definiert werden. Das Konturdefinitions-Programm wiederum wird ber die Funktion SEL
CONTOUR im eigentlichen Hauptprogramm aufgerufen.
Die Taschen A und B berlagern sich.
Die TNC berechnet die Schnittpunkte S1 und S2, sie mssen nicht programmiert werden.
Die Taschen sind als Vollkreise programmiert.
328

8 Programmieren: Zyklen

8.7 SL-Zyklen mit Konturformel

Konturbeschreibungs-Programm 1: Tasche A
0 BEGIN PGM TASCHE_A MM
1 L X+10 Y+50 R0
2 CC X+35 Y+50
3 C X+10 Y+50 DR4 END PGM TASCHE_A MM
Konturbeschreibungs-Programm 2: Tasche B
0 BEGIN PGM TASCHE_B MM
1 L X+90 Y+50 R0
2 CC X+65 Y+50
3 C X+90 Y+50 DR4 END PGM TASCHE_B MM
Summen-Flche
Beide Teilflchen A und B inklusive der gemeinsam berdeckten Flche sollen bearbeitet werden:
n Die Flchen A und B mssen in separaten Programmen ohne Radiuskorrektur programmiert sein
n In der Konturformel werden die Flchen A und B mit der Funktion
vereinigt mit verrechnet

Konturdefinitions-Programm:
A

50 ...
51 ...
52 DECLARE CONTOUR QC1 = TASCHE_A.H
53 DECLARE CONTOUR QC2 = TASCHE_B.H
54 QC10 = QC1 | QC2
55 ...
56 ...

HEIDENHAIN iTNC 530

329

8.7 SL-Zyklen mit Konturformel

Differenz-Flche
Flche A soll ohne den von B berdeckten Anteil bearbeitet werden:
n Die Flchen A und B mssen in separaten Programmen ohne Radiuskorrektur programmiert sein
n In der Konturformel wird die Flche B mit der Funktion geschnitten
mit Komplement von von der Flche A abgezogen
Konturdefinitions-Programm:
50 ...

B
A

51 ...
52 DECLARE CONTOUR QC1 = TASCHE_A.H
53 DECLARE CONTOUR QC2 = TASCHE_B.H
54 QC10 = QC1 \ QC2
55 ...
56 ...
Schnitt-Flche
Die von A und B berdeckte Flche soll bearbeitet werden. (Einfach
berdeckte Flchen sollen unbearbeitet bleiben.)
n Die Flchen A und B mssen in separaten Programmen ohne Radiuskorrektur programmiert sein
n In der Konturformel werden die Flchen A und B mit der Funktion
geschnitten mit verrechnet

Konturdefinitions-Programm:
50 ...
51 ...
52 DECLARE CONTOUR QC1 = TASCHE_A.H
53 DECLARE CONTOUR QC2 = TASCHE_B.H
54 QC10 = QC1 \ QC2
55 ...
56 ...

Kontur Abarbeiten mit SL-Zyklen


Die Bearbeitung der Gesamtkontur erfolgt mit den SLZyklen 20 - 24 (siehe SL-Zyklen auf Seite 299)

330

8 Programmieren: Zyklen

8.7 SL-Zyklen mit Konturformel

Beispiel: berlagerte Konturen mit Konturformel schruppen und schlichten

16

16

100

16

5
R2

50

5
R2

35

65

100

0 BEGIN PGM KONTUR MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+2.5

Werkzeug-Definition Schruppfrser

4 TOOL DEF 2 L+0 R+3

Werkzeug-Definition Schlichtfrser

5 TOOL CALL 1 Z S2500

Werkzeug-Aufruf Schruppfrser

6 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

7 SEL CONTOUR MODEL

Konturdefinitions-Programm festlegen

8 CYCL DEF 20.0 KONTUR-DATEN

Allgemeine Bearbeitungs-Parameter festlegen

Q1=-20

;FRAESTIEFE

Q2=1

;BAHN-UEBERLAPPUNG

Q3=+0.5

;AUFMASS SEITE

Q4=+0.5

;AUFMASS TIEFE

Q5=+0

;KOOR. OBERFLAECHE

Q6=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q7=+100

;SICHERE HOEHE

Q8=0.1

;RUNDUNGSRADIUS

Q9=-1

;DREHSINN

9 CYCL DEF 22.0 RAEUMEN


Q10=5

Zyklus-Definition Rumen

;ZUSTELL-TIEFE

HEIDENHAIN iTNC 530

331

8.7 SL-Zyklen mit Konturformel

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=350

;VORSCHUB RAEUMEN

Q18=0

;VORRAEUM-WERKZEUG

Q19=150

;VORSCHUB PENDELN

10 CYCL CALL M3

Zyklus-Aufruf Rumen

11 TOOL CALL 2 Z S5000

Werkzeug-Aufruf Schlichtfrser

12 CYCL DEF 23.0 SCHLICHTEN TIEFE

Zyklus-Definition Schlichten Tiefe

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=200

;VORSCHUB RAEUMEN

13 CYCL CALL M3

Zyklus-Aufruf Schlichten Tiefe

14 CYCL DEF 24.0 SCHLICHTEN SEITE

Zyklus-Definition Schlichten Seite

Q9=+1

;DREHSINN

Q10=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q11=100

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q12=400

;VORSCHUB RAEUMEN

Q14=+0

;AUFMASS SEITE

15 CYCL CALL M3

Zyklus-Aufruf Schlichten Seite

16 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

17 END PGM KONTUR MM


Konturdefinitions-Programm mit Konturformel:
0 BEGIN PGM MODEL MM

Konturdefinitions-Programm

1 DECLARE CONTOUR QC1 = KREIS1

Definition des Konturbezeichners fr das Programm KREIS1

2 FN 0: Q1 =+35

Wertzuweisung fr verwendete Parameter im PGM KREIS31XY

3 FN 0: Q2 =+50
4 FN 0: Q3 =+25
5 DECLARE CONTOUR QC2 = KREIS31XY

Definition des Konturbezeichners fr das Programm KREIS31XY

6 DECLARE CONTOUR QC3 = DREIECK

Definition des Konturbezeichners fr das Programm DREIECK

7 DECLARE CONTOUR QC4 = QUADRAT

Definition des Konturbezeichners fr das Programm QUADRAT

8 QC10 = ( QC 1 | QC 2 ) \ QC 3 \ QC 4

Konturformel

9 END PGM MODEL MM


Konturbeschreibungs-Programme:
0 BEGIN PGM KREIS1 MM

Konturbeschreibungs-Programm: Kreis rechts

1 CC X+65 Y+50
2 L PR+25 PA+0 R0
3 CP IPA+360 DR+
4 END PGM KREIS1 MM

332

8 Programmieren: Zyklen

8.7 SL-Zyklen mit Konturformel

0 BEGIN PGM KREIS31XY MM

Konturbeschreibungs-Programm: Kreis links

1 CC X+Q1 Y+Q2
2 LP PR+Q3 PA+0 R0
3 CP IPA+360 DR+
4 END PGM KREIS31XY MM
0 BEGIN PGM DREIECK MM

Konturbeschreibungs-Programm: Dreieck rechts

1 L X+73 Y+42 R0
2 L X+65 Y+58
3 L X+42 Y+42
4 L X+73
5 END PGM DREIECK MM
0 BEGIN PGM QUADRAT MM

Konturbeschreibungs-Programm: Quadrat links

1 L X+27 Y+58 R0
2 L X+43
3 L Y+42
4 L X+27
5 L Y+58
6 END PGM QUADRAT MM

HEIDENHAIN iTNC 530

333

8.8 Zyklen zum Abzeilen

8.8 Zyklen zum Abzeilen


bersicht
Die TNC stellt drei Zyklen zur Verfgung, mit denen Sie Flchen mit
folgenden Eigenschaften bearbeiten knnen:
n Von einem CAD-/CAM-System erzeugt
n Eben rechteckig
n Eben schiefwinklig
n Beliebig geneigt
n In sich verwunden
Zyklus

Softkey

30 3D-DATEN ABARBEITEN
Zum Abzeilen von 3D-Daten in mehreren Zustellungen
230 ABZEILEN
Fr ebene rechteckige Flchen
231 REGELFLAECHE
Fr schiefwinklige, geneigte und verwundene Flchen

334

8 Programmieren: Zyklen

8.8 Zyklen zum Abzeilen

3D-DATEN ABARBEITEN (Zyklus 30)


1

2
3
4

Die TNC positioniert das Werkzeug im Eilgang FMAX von der aktuellen Position aus in der Spindelachse auf Sicherheits-Abstand
ber den im Zyklus programmierten MAX-Punkt
Anschlieend fhrt die TNC das Werkzeug mit FMAX in der Bearbeitungsebene auf den im Zyklus programmierten MIN-Punkt
Von dort aus fhrt das Werkzeug mit Vorschub Tiefenzustellung
auf den ersten Konturpunkt
Anschlieend arbeitet die TNC alle in der Digitalisierdaten-Datei
gespeicherten Punkte im Vorschub Frsen ab; falls ntig fhrt die
TNC zwischendurch auf Sicherheits-Abstand, um unbearbeitete
Bereiche zu berspringen
Am Ende fhrt die TNC das Werkzeug mit FMAX zurck auf den
Sicherheits-Abstand

14

Beachten Sie vor dem Programmieren


Mit Zyklus 30 knnen Sie Klartext-Dialog-programme und
PNT-Dateien abarbeiten.
Wenn Sie PNT-Dateien abarbeiten, in denen keine Spindelachsen-Koordinate steht, ergibt sich die Frstiefe aus
dem programmierten MIN-Punkt der Spindelachse.
U Datei-Name

3D-Daten: Name der Datei eingeben, in


der die Daten gespeichert sind; wenn die Datei nicht
im aktuellen Verzeichnis steht, kompletten Pfad eingeben

13

Z
12
1

U MIN-Punkt

Bereich: Minimal-Punkt (X-, Y- und Z-Koordinate) des Bereichs, in dem gefrst werden soll

U MAX-Punkt

Bereich: Maximal-Punkt (X-, Y- und Z-Koordinate) des Bereichs, in dem gefrst werden soll

U Sicherheits-Abstand

1 (inkremental): Abstand zwischen Werkzeugspitze und Werkstck-Oberflche


bei Eilgang-Bewegungen

U Zustell-Tiefe 2 (inkremental): Ma, um welches das

Werkzeug jeweils zugestellt wird


U Vorschub

Tiefenzustellung 3: Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Eintauchen in mm/min

U Vorschub

Frsen 4: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

U Zusatz-Funktion

M: Optionale Eingabe einer ZusatzFunktion, z.B. M13

HEIDENHAIN iTNC 530

Beispiel: NC-Stze
64 CYCL DEF 30.0 3D-DATEN ABARBEITEN
65 CYCL DEF 30.1 PGM DIGIT.: BSP.H
66 CYCL DEF 30.2 X+0 Y+0 Z-20
67 CYCL DEF 30.3 X+100 Y+100 Z+0
68 CYCL DEF 30.4 ABST 2
69 CYCL DEF 30.5 ZUSTLG +5 F100
70 CYCL DEF 30.6 F350 M8

335

8.8 Zyklen zum Abzeilen

ABZEILEN (Zyklus 230)


1

5
6
7

Die TNC positioniert das Werkzeug im Eilgang FMAX von der aktuellen Position aus in der Bearbeitungsebene auf den Startpunkt 1;
die TNC versetzt das Werkzeug dabei um den Werkzeug-Radius
nach links und nach oben
Anschlieend fhrt das Werkzeug mit FMAX in der Spindelachse
auf Sicherheits-Abstand und danach im Vorschub Tiefenzustellung
auf die programmierte Startposition in der Spindelachse
Danach fhrt das Werkzeug mit dem programmierten Vorschub
Frsen auf den Endpunkt 2; den Endpunkt berechnet die TNC aus
dem programmierten Startpunkt, der programmierten Lnge und
dem Werkzeug-Radius
Die TNC versetzt das Werkzeug mit Vorschub Frsen quer auf den
Startpunkt der nchsten Zeile; die TNC berechnet den Versatz aus
der programmierten Breite und der Anzahl der Schnitte
Danach fhrt das Werkzeug in negativer Richtung der 1. Achse
zurck
Das Abzeilen wiederholt sich, bis die eingegebene Flche vollstndig bearbeitet ist
Am Ende fhrt die TNC das Werkzeug mit FMAX zurck auf den
Sicherheits-Abstand

12

Beachten Sie vor dem Programmieren


Die TNC positioniert das Werkzeug von der aktuellen Position zunchst in der Bearbeitungsebene und anschlieend
in der Spindelachse auf den Startpunkt.
Werkzeug so vorpositionieren, dass keine Kollision mit
dem Werkstck oder Spannmitteln erfolgen kann.

336

8 Programmieren: Zyklen

1. Achse Q225 (absolut): Min-Punkt-Koordinate der abzuzeilenden Flche in der Hauptachse


der Bearbeitungsebene

Y
Q207

U Startpunkt

2. Achse Q226 (absolut): Min-Punkt-Koordinate der abzuzeilenden Flche in der Nebenachse


der Bearbeitungsebene
3. Achse Q227 (absolut): Hhe in der
Spindelachse, auf der abgezeilt wird

N = Q240

Q219

U Startpunkt

Q209

U 1.

Seiten-Lnge Q218 (inkremental): Lnge der abzuzeilenden Flche in der Hauptachse der Bearbeitungsebene, bezogen auf den Startpunkt 1. Achse

Q226

U 2.

Seiten-Lnge Q219 (inkremental): Lnge der abzuzeilenden Flche in der Nebenachse der Bearbeitungsebene, bezogen auf den Startpunkt 2. Achse

Q218
Q225

U Anzahl

Schnitte Q240: Anzahl der Zeilen, auf denen


die TNC das Werkzeug in der Breite verfahren soll

U Vorschub

Tiefenzustellung 206:Verfahrgeschwindigkeit des Werkzeugs beim Fahren vom SicherheitsAbstand auf die Frstiefe in mm/min

Q206

U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/min

U Vorschub

quer Q209: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Fahren auf die nchste Zeile in mm/
min; wenn Sie im Material quer fahren, dann Q209
kleiner als Q207 eingeben; wenn Sie im Freien quer
fahren, dann darf Q209 grer als Q207 sein

Q200
Q227

U Sicherheits-Abstand

Q200 (inkremental): Abstand


zwischen Werkzeugspitze und Frstiefe fr Positionierung am Zyklus-Anfang und am Zyklus-Ende

X
Beispiel: NC-Stze
71 CYCL DEF 230 ABZEILEN

HEIDENHAIN iTNC 530

Q225=+10

;STARTPUNKT 1. ACHSE

Q226=+12

;STARTPUNKT 2. ACHSE

Q227=+2.5

;STARTPUNKT 3. ACHSE

Q218=150

;1. SEITEN-LAENGE

Q219=75

;2. SEITEN-LAENGE

Q240=25

;ANZAHL SCHNITTE

Q206=150

;VORSCHUB TIEFENZ.

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

Q209=200

;VORSCHUB QUER

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

337

8.8 Zyklen zum Abzeilen

U Startpunkt

8.8 Zyklen zum Abzeilen

REGELFLAECHE (Zyklus 231)


1
2
3

4
5
6

7
8

Die TNC positioniert das Werkzeug von der aktuellen Position aus
mit einer 3D-Geradenbewegung auf den Startpunkt 1
Anschlieend fhrt das Werkzeug mit dem programmierten Vorschub Frsen auf den Endpunkt 2
Dort fhrt die TNC das Werkzeug im Eilgang FMAX um den Werkzeug-Durchmesser in positive Spindelachsenrichtung und danach
wieder zurck zum Startpunkt 1
Am Startpunkt 1 fhrt die TNC das Werkzeug wieder auf den
zuletzt gefahrenen Z-Wert
Anschlieend versetzt die TNC das Werkzeug in allen drei Achsen
von Punkt 1 in Richtung des Punktes 4 auf die nchste Zeile
Danach fhrt die TNC das Werkzeug auf den Endpunkt dieser
Zeile. Den Endpunkt berechnet die TNC aus Punkt 2 und einem
Versatz in Richtung Punkt 3
Das Abzeilen wiederholt sich, bis die eingegebene Flche vollstndig bearbeitet ist
Am Ende positioniert die TNC das Werkzeug um den WerkzeugDurchmesser ber den hchsten eingegebenen Punkt in der Spindelachse

Schnittfhrung
Der Startpunkt und damit die Frsrichtung ist frei whlbar, weil die
TNC die Einzelschnitte grundstzlich von Punkt 1 nach Punkt 2 fhrt
und der Gesamtablauf von Punkt 1 / 2 nach Punkt 3 / 4 verluft. Sie
knnen Punkt 1 an jede Ecke der zu bearbeitenden Flche legen.

14

13

12

Z
14
13

Die Oberflchengte beim Einsatz von Schaftfrsern knnen Sie optimieren:

12

n Durch stoenden Schnitt (Spindelachsenkoordinate Punkt 1 grer


als Spindelachsenkoordinate Punkt 2) bei wenig geneigten Flchen.
n Durch ziehenden Schnitt (Spindelachsenkoordinate Punkt 1 kleiner
als Spindelachsenkoordinate Punkt 2) bei stark geneigten Flchen
n Bei windschiefen Flchen, Hauptbewegungs-Richtung (von Punkt 1
nach Punkt 2) in die Richtung der strkeren Neigung legen

Die Oberflchengte beim Einsatz von Radiusfrsern knnen Sie optimieren:

n Bei windschiefen Flchen Hauptbewegungs-Richtung (von Punkt 1


nach Punkt 2) senkrecht zur Richtung der strksten Neigung legen

13
12

Beachten Sie vor dem Programmieren


Die TNC positioniert das Werkzeug von der aktuellen
Position mit einer 3D-Geradenbewegung auf den Startpunkt 1. Werkzeug so vorpositionieren, dass keine Kollision mit dem Werkstck oder Spannmitteln erfolgen kann.
Die TNC fhrt das Werkzeug mit Radiuskorrektur R0 zwischen den eingegebenen Positionen

Y
14
1

Ggf. Frser mit einem ber Mitte schneidenden Stirnzahn


verwenden (DIN 844).

338

8 Programmieren: Zyklen

1. Achse Q225 (absolut): Startpunkt-Koordinate der abzuzeilenden Flche in der Hauptachse


der Bearbeitungsebene

U Startpunkt

2. Achse Q226 (absolut): Startpunkt-Koordinate der abzuzeilenden Flche in der Nebenachse


der Bearbeitungsebene

U Startpunkt

3. Achse Q227 (absolut): Startpunkt-Koordinate der abzuzeilenden Flche in der Spindelachse

U 2.

Punkt 1. Achse Q228 (absolut): Endpunkt-Koordinate der abzuzeilenden Flche in der Hauptachse der
Bearbeitungsebene

14

Q236

13

Q233
Q227

1
12

Q230

U 2.

Punkt 2. Achse Q229 (absolut): Endpunkt-Koordinate der abzuzeilenden Flche in der Nebenachse der
Bearbeitungsebene

Q228

U 2.

Punkt 3. Achse Q230 (absolut): Endpunkt-Koordinate der abzuzeilenden Flche in der Spindelachse

Q231

Q234

U 3.

Punkt 1. Achse Q231 (absolut): Koordinate des


Punktes 3 in der Hauptachse der Bearbeitungsebene

U 3.

Punkt 2. Achse Q232 (absolut): Koordinate des


Punktes 3 in der Nebenachse der Bearbeitungsebene

Q225

Q235
Q232

14

13
N = Q240

U 3.

Punkt 3. Achse Q233 (absolut): Koordinate des


Punktes 3 in der Spindelachse
Q229

12
1

Q226
Q207

HEIDENHAIN iTNC 530

339

8.8 Zyklen zum Abzeilen

U Startpunkt

8.8 Zyklen zum Abzeilen

U 4.

Punkt 1. Achse Q234 (absolut): Koordinate des


Punktes 4 in der Hauptachse der Bearbeitungsebene

U 4.

Punkt 2. Achse Q235 (absolut): Koordinate des


Punktes 4 in der Nebenachse der Bearbeitungsebene

U 4.

Punkt 3. Achse Q236 (absolut): Koordinate des


Punktes 4 in der Spindelachse

U Anzahl

Schnitte Q240: Anzahl der Zeilen, die die TNC


das Werkzeug zwischen Punkt 1 und 4, bzw. zwischen Punkt 2 und 3 verfahren soll

U Vorschub

Frsen Q207: Verfahrgeschwindigkeit des


Werkzeugs beim Frsen in mm/ min. Die TNC fhrt
den ersten Schnitt mit dem halben programmierten
Wert aus.

340

Beispiel: NC-Stze
72 CYCL DEF 231 REGELFLAECHE
Q225=+0

;STARTPUNKT 1. ACHSE

Q226=+5

;STARTPUNKT 2. ACHSE

Q227=-2

;STARTPUNKT 3. ACHSE

Q228=+100

;2. PUNKT 1. ACHSE

Q229=+15

;2. PUNKT 2. ACHSE

Q230=+5

;2. PUNKT 3. ACHSE

Q231=+15

;3. PUNKT 1. ACHSE

Q232=+125

;3. PUNKT 2. ACHSE

Q233=+25

;3. PUNKT 3. ACHSE

Q234=+15

;4. PUNKT 1. ACHSE

Q235=+125

;4. PUNKT 2. ACHSE

Q236=+25

;4. PUNKT 3. ACHSE

Q240=40

;ANZAHL SCHNITTE

Q207=500

;VORSCHUB FRAESEN

8 Programmieren: Zyklen

8.8 Zyklen zum Abzeilen

Beispiel: Abzeilen

100

100

35

0 BEGIN PGM C230 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z+0

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+40


3 TOOL DEF 1 L+0 R+5

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S3500

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

6 CYCL DEF 230 ABZEILEN

Zyklus-Definition Abzeilen

Q225=+0

;START 1. ACHSE

Q226=+0

;START 2. ACHSE

Q227=+35

;START 3. ACHSE

Q218=100

;1. SEITEN-LAENGE

Q219=100

;2. SEITEN-LAENGE

Q240=25

;ANZAHL SCHNITTE

Q206=250

;F TIEFENZUST.

Q207=400

;F FRAESEN

Q209=150

;F QUER

Q200=2

;SICHERHEITSABST.

HEIDENHAIN iTNC 530

341

8.8 Zyklen zum Abzeilen

7 L X+-25 Y+0 R0 FMAX M3

Vorpositionieren in die Nhe des Startpunkts

8 CYCL CALL

Zyklus-Aufruf

9 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

10 END PGM C230 MM

342

8 Programmieren: Zyklen

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

8.9 Zyklen zur KoordinatenUmrechnung


bersicht
Mit Koordinaten-Umrechnungen kann die TNC eine einmal programmierte Kontur an verschiedenen Stellen des Werkstcks mit vernderter Lage und Gre ausfhren. Die TNC stellt folgende KoordinatenUmrechnungszyklen zur Verfgung:
Zyklus

Softkey

7 NULLPUNKT
Konturen verschieben direkt im Programm oder aus
Nullpunkt-Tabellen
247 BEZUGSPUNKT SETZEN
Bezugspunkt whrend des Programmlaufs setzen
8 SPIEGELN
Konturen spiegeln
10 DREHUNG
Konturen in der Bearbeitungsebene drehen
11 MASSFAKTOR
Konturen verkleinern oder vergrern
26 ACHSSPEZIFISCHER MASSFAKTOR
Konturen verkleinern oder vergrern mit achsspezifischen Mafaktoren
19 BEARBEITUNGSEBENE
Bearbeitungen im geschwenkten Koordinatensystem
durchfhren fr Maschinen mit Schwenkkpfen und/
oder Drehtischen

Wirksamkeit der Koordinaten-Umrechnungen


Beginn der Wirksamkeit: Eine Koordinaten-Umrechnung wird ab ihrer
Definition wirksam wird also nicht aufgerufen. Sie wirkt so lange, bis
sie rckgesetzt oder neu definiert wird.
Koordinaten-Umrechnung rcksetzen:
n Zyklus mit Werten fr das Grundverhalten erneut definieren, z.B.
Mafaktor 1,0
n Zusatzfunktionen M02, M30 oder den Satz END PGM ausfhren
(abhngig von Maschinen-Parameter 7300)
n Neues Programm whlen
n Zusatzfunktion M142 Modale Programminformationen lschen
programmieren

HEIDENHAIN iTNC 530

343

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

NULLPUNKT-Verschiebung (Zyklus 7)
Mit der NULLPUNKT-VERSCHIEBUNG knnen Sie Bearbeitungen an
beliebigen Stellen des Werkstcks wiederholen.
Wirkung
Nach einer Zyklus-Definition NULLPUNKT-VERSCHIEBUNG beziehen
sich alle Koordinaten-Eingaben auf den neuen Nullpunkt. Die Verschiebung in jeder Achse zeigt die TNC in der zustzlichen Status-Anzeige
an. Die Eingabe von Drehachsen ist auch erlaubt.

Z
Y

U Verschiebung:

Koordinaten des neuen Nullpunkts eingeben; Absolutwerte beziehen sich auf den Werkstck-Nullpunkt, der durch das Bezugspunkt-Setzen
festgelegt ist; Inkrementalwerte beziehen sich immer
auf den zuletzt gltigen Nullpunkt dieser kann
bereits verschoben sein

Rcksetzen
Die Nullpunkt-Verschiebung mit den Koordinatenwerten X=0, Y=0 und
Z=0 hebt eine Nullpunkt-Verschiebung wieder auf.
Grafik
Wenn Sie nach einer Nullpunkt-Verschiebung eine neue BLK FORM
programmieren, knnen Sie ber den Maschinen-Parameter 7310 entscheiden, ob sich die BLK FORM auf den neuen oder alten Nullpunkt
beziehen soll. Bei der Bearbeitung mehrerer Teile kann die TNC
dadurch jedes Teil einzeln grafisch darstellen.

Z
Y
IY

X
IX

Status-Anzeigen
n Die groe Positions-Anzeige bezieht sich auf den aktiven (verschobenen) Nullpunkt
n Alle in der zustzlichen Status-Anzeige angezeigte Koordinaten
(Positionen, Nullpunkte) beziehen sich auf den manuell gesetzten
Bezugspunkt

Beispiel: NC-Stze
13 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT
14 CYCL DEF 7.1 X+60
16 CYCL DEF 7.3 Z-5
15 CYCL DEF 7.2 Y+40

344

8 Programmieren: Zyklen

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

NULLPUNKT-Verschiebung mit NullpunktTabellen (Zyklus 7)


Wenn Sie Nullpunkt-Verschiebungen mit Nullpunkt-Tabellen einsetzen, dann verwenden Sie die Funktion SEL
TABLE, um die gewnschte Nullpunkt-Tabelle vom NCProgramm aus zu aktivieren.

Z
Y
N5

Wenn Sie ohne SEL-TABLE arbeiten, dann mssen Sie die


gewnschte Nullpunkt-Tabelle vor dem Programm-Test
oder dem Programm-Lauf aktivieren (gilt auch fr die Programmier-Grafik):

N4

N3
N2

n Gewnschte Tabelle fr Programm-Test in der Betriebsart Programm-Test ber die Datei-Verwaltung whlen:
Tabelle erhlt den Status S
n Gewnschte Tabelle fr den Programmlauf in einer Programmlauf-Betriebsart ber die Datei-Verwaltung whlen: Tabelle erhlt den Status M

X
N1

N0

Nullpunkte aus der Nullpunkt-Tabelle knnen sich auf den


aktuellen Bezugspunkt oder den Maschinen-Nullpunkt
beziehen (abhngig von Maschinen-Parameter 7475)
Die Koordinaten-Werte aus Nullpunkt-Tabellen sind ausschlielich absolut wirksam.

Z
Y

Neue Zeilen knnen Sie nur am Tabellen-Ende einfgen.


Anwendung
Nullpunkt-Tabellen setzen Sie z.B. ein bei
n hufig wiederkehrenden Bearbeitungsgngen an verschiedenen
Werkstck-Positionen oder
n hufiger Verwendung derselben Nullpunktverschiebung

N2
N1

Y2
Y1

N0
X1

X2

Innerhalb eines Programms knnen Sie Nullpunkte sowohl direkt in


der Zyklus-Definition programmieren als auch aus einer NullpunktTabelle heraus aufrufen.
U Verschiebung:

Nummer des Nullpunktes aus der Nullpunkt-Tabelle oder einen Q-Parameter eingeben;
Wenn Sie einen Q-Parameter eingeben, dann aktiviert
die TNC die Nullpunkt-Nummer, die im Q-Parameter
steht

Beispiel: NC-Stze
77 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT
78 CYCL DEF 7.1 #5

Rcksetzen
n Aus der Nullpunkt-Tabelle Verschiebung zu den Koordinaten
X=0; Y=0 etc. aufrufen
n Verschiebung zu den Koordinaten X=0; Y=0 etc. direkt mit einer
Zyklus-Definition aufrufen
Nullpunkt-Tabelle im NC-Programm whlen
Mit der Funktion SEL TABLE whlen Sie die Nullpunkt-Tabelle, aus der
die TNC die Nullpunkte entnimmt:

HEIDENHAIN iTNC 530

345

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

U Funktionen

zum Programm-Aufruf whlen: Taste


PGM CALL drcken

U Softkey

NULLPUNKT TABELLE drcken

U Vollstndigen Pfadnamen der Nullpunkt-Tabelle einge-

ben, mit Taste END besttigen


SEL TABLE-Satz vor Zyklus 7 Nullpunkt-Verschiebung programmieren.
Eine mit SEL TABLE gewhlte Nullpunkt-Tabelle bleibt
solange aktiv, bis Sie mit SEL TABLE oder ber PGM MGT
eine andere Nullpunkt-Tabelle whlen.
Nullpunkt-Tabelle editieren
Die Nullpunkt-Tabelle whlen Sie in der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren
U Datei-Verwaltung aufrufen: Taste PGM MGT drcken,

siehe Datei-Verwaltung: Grundlagen, Seite 39


U Nullpunkt-Tabellen

anzeigen: Softkeys TYP WHLEN


und ZEIGE .D drcken

U Gewnschte Tabelle whlen oder neuen Dateinamen

eingeben
U Datei editieren. Die Softkey-Leiste zeigt dazu folgende

Funktionen an:
Funktion

Softkey

Tabellen-Anfang whlen
Tabellen-Ende whlen
Seitenweise blttern nach oben
Seitenweise blttern nach unten
Zeile einfgen (nur mglich am Tabellen-Ende)
Zeile lschen
Eingegebene Zeile bernehmen und Sprung zur
nchsten Zeile
Eingebbare Anzahl von Zeilen (Nullpunkten) am
Tabellenende anfgen

346

8 Programmieren: Zyklen

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

Nullpunkt-Tabelle in einer Programmlauf-Betriebsart editieren


In einer Programmlauf-Betriebsart knnen Sie die jeweils aktive Nullpunkt-Tabelle whlen. Drcken Sie dazu den Softkey NULLPUNKTTABELLE. Ihnen stehen dann die selben Editierfunktionen zur Verfgung wie in der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren
Istwerte in die Nullpunkt-Tabelle bernehmen
ber die Taste Ist-Position bernehmen knnen Sie die aktuelle
Werkzeug-Position oder die zuletzt angetastete Positionen in die Nullpunkt-Tabelle bernehmen:
U

Eingabefeld auf die Zeile und in die Spalte positionieren, in die eine
Position bernommen werden soll
U Funktion Ist-Position bernehmen whlen: Die TNC
fragt in einem berblendfenster ab, ob Sie die aktuelle Werkzeug-Position oder zuletzt angetastete
Werte bernehmen wollen
U Gewnschte Funktion

mit Pfeiltasten whlen und mit

Taste ENT besttigen


U Werte

in allen Achsen bernehmen: Softkey ALLE


WERTE drcken, oder

U Wert

in der Achse bernehmen, auf der das Eingabefeld steht: Softkey AKTUELLEN WERT drcken

Nullpunkt-Tabelle konfigurieren
Auf der zweiten und dritten Softkeyleiste knnen Sie fr jede Nullpunkt-Tabelle die Achsen festlegen, fr die Sie Nullpunkte definieren
wollen. Standardmig sind alle Achsen aktiv. Wenn Sie eine Achse
aussperren wollen, dann setzen Sie den entsprechenden Achs-Softkey auf AUS. Die TNC lscht dann die zugehrige Spalte in der Nullpunkt-Tabelle.
Wenn Sie zu einer aktiven Achse keinen Nullpunkt definieren wollen,
drcken Sie die Taste NO ENT. Die TNC trgt dann einen Bindestrich
in die entsprechende Spalte ein.
Nullpunkt-Tabelle verlassen
In der Datei-Verwaltung anderen Datei-Typ anzeigen lassen und
gewnschte Datei whlen.
Status-Anzeigen
Wenn sich Nullpunkte aus der Tabelle auf den Maschinen-Nullpunkt
beziehen, dann
n bezieht sich die groe Positions-Anzeige auf den aktiven (verschobenen) Nullpunkt
n beziehen sich alle in der zustzlichen Status-Anzeige angezeigten
Koordinaten (Positionen, Nullpunkte) auf den Maschinen-Nullpunkt,
wobei die TNC den manuell gesetzten Bezugspunkt mit einrechnet

HEIDENHAIN iTNC 530

347

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

BEZUGSPUNKT SETZEN (Zyklus 247)


Mit dem Zyklus BEZUGSPUNKT SETZEN knnen Sie einen in einer
Nullpunkt-Tabelle definierten Nullpunkt als neuen Bezugspunkt aktivieren.
Wirkung
Nach einer Zyklus-Definition BEZUGSPUNKT SETZEN beziehen sich
alle Koordinaten-Eingaben und Nullpunkt-Verschiebungen (absolute
und inkrementale) auf den neuen Bezugspunkt. Das Setzen von
Bezugspunkten bei Drehachsen ist auch erlaubt.

Z
Y

Z
X

U Nummer

fr Bezugspunkt?: Nummer des Bezugspunktes in der Nullpunkt-Tabelle angeben

Rcksetzen
Den zuletzt in der Betriebsart Manuell gesetzten Bezugspunkt aktivieren Sie wieder durch Eingabe der Zusatz-Funktion M104.
Die TNC setzt den Bezugspunkt nur in den Achsen, die in
der Nullpunkt-Tabelle aktiv sind. Eine an der TNC nicht vorhandene, aber als Spalte in der Nullpunkt-Tabelle eingeblendete Achse erzeugt eine Fehlermeldung.
Zyklus 247 interpretiert die in der Nullpunkt-Tabelle
gespeicherten Werte immer als Koordinaten, die sich auf
den Maschinen-Nullpunkt beziehen. Der Maschinen-Parameter 7475 hat darauf keinen Einfluss.

Beispiel: NC-Stze
13 CYCL DEF 247 BEZUGSPUNKT SETZEN
Q339=4

;BEZUGSPUNKT-NUMMER

Wenn Sie Zyklus 247 verwenden, knnen Sie nicht mit der
Funktion Satzvorlauf in ein Programm einsteigen.
In der Betriebsart PGM-Test ist Zyklus 247 nicht wirksam.

348

8 Programmieren: Zyklen

Die TNC kann Bearbeitung in der Bearbeitungsebene spiegelbildlich


ausfhren.

Z
Y

Wirkung
Die Spiegelung wirkt ab ihrer Definition im Programm. Sie wirkt auch
in der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe. Die TNC zeigt aktive
Spiegelachsen in der zustzlichen Status-Anzeige an.

n Wenn Sie nur eine Achse spiegeln, ndert sich der Umlaufsinn des
Werkzeugs. Dies gilt nicht bei Bearbeitungszyklen.
n Wenn Sie zwei Achsen spiegeln, bleibt der Umlaufsinn erhalten.
Das Ergebnis der Spiegelung hngt von der Lage des Nullpunkts ab:
n Nullpunkt liegt auf der zu spiegelnden Kontur: Das Element wird
direkt am Nullpunkt gespiegelt;
n Nullpunkt liegt auerhalb der zu spiegelnden Kontur: Das Element
verlagert sich zustzlich;
Wenn Sie nur eine Achse Spiegeln, ndert sich der
Umlaufsinn bei den neuen Bearbeitungszyklen mit 200er
Nummer . Bei lteren Bearbeitungszyklen, wie z.B. Zyklus
4 TASCHENFRSEN, bleibt der Umlaufsinn gleich.

Z
Y
X

HEIDENHAIN iTNC 530

349

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

SPIEGELN (Zyklus 8)

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

U Gespiegelte

Achse?: Achsen eingeben, die gespiegelt


werden soll; Sie knnen alle Achsen spiegeln incl.
Drehachsen mit Ausnahme der Spindelachse und
der dazugehrigen Nebenachse. Erlaubt ist die Eingabe von maximal drei Achsen

Rcksetzen
Zyklus SPIEGELN mit Eingabe NO ENT erneut programmieren.

Z
Y
X

Beispiel: NC-Stze
79 CYCL DEF 8.0 SPIEGELN
80 CYCL DEF 8.1 X Y U

350

8 Programmieren: Zyklen

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

DREHUNG (Zyklus 10)


Innerhalb eines Programms kann die TNC das Koordinatensystem in
der Bearbeitungsebene um den aktiven Nullpunkt drehen.
Wirkung
Die DREHUNG wirkt ab ihrer Definition im Programm. Sie wirkt auch
in der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe. Die TNC zeigt den
aktiven Drehwinkel in der zustzlichen Status-Anzeige an.

Z
Z

Y
Y

X
X

Bezugsachse fr den Drehwinkel:


n X/Y-Ebene X-Achse
n Y/Z-Ebene Y-Achse
n Z/X-Ebene Z-Achse
Beachten Sie vor dem Programmieren
Die TNC hebt eine aktive Radius-Korrektur durch Definieren von Zyklus 10 auf. Ggf. Radius-Korrektur erneut programmieren.
Nachdem Sie Zyklus 10 definiert haben, verfahren Sie
beide Achsen der Bearbeitungsebene, um die Drehung zu
aktivieren.
U Drehung:

Drehwinkel in Grad () eingeben. EingabeBereich: -360 bis +360 (absolut oder inkremental)

Rcksetzen
Zyklus DREHUNG mit Drehwinkel 0 erneut programmieren.

Beispiel: NC-Stze
12 CALL LBL 1
13 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT
14 CYCL DEF 7.1 X+60
15 CYCL DEF 7.2 Y+40
16 CYCL DEF 10.0 DREHUNG
17 CYCL DEF 10.1 ROT+35
18 CALL LBL 1

HEIDENHAIN iTNC 530

351

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

MASSFAKTOR (Zyklus 11)


Die TNC kann innerhalb eines Programms Konturen vergrern oder
verkleinern. So knnen Sie beispielsweise Schrumpf- und AufmaFaktoren bercksichtigen.
Wirkung
Der MASSFAKTOR wirkt ab seiner Definition im Programm. Er wirkt
auch in der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe. Die TNC zeigt
den aktiven Mafaktor in der zustzlichen Status-Anzeige an.

Z
Y

Z
X
X

Der Mafaktor wirkt


n in der Bearbeitungsebene, oder auf alle drei Koordinatenachsen
gleichzeitig (abhngig von Maschinen-Parameter 7410)
n auf Maangaben in Zyklen
n auch auf Parallelachsen U,V,W
Voraussetzung
Vor der Vergrerung bzw. Verkleinerung sollte der Nullpunkt auf eine
Kante oder Ecke der Kontur verschoben werden.
U Faktor?: Faktor SCL eingeben (engl.: scaling); die TNC

multipliziert Koordinaten und Radien mit SCL (wie in


Wirkung beschrieben)
Vergrern: SCL grer als 1 bis 99,999 999
Verkleinern: SCL kleiner als 1 bis 0,000 001
Rcksetzen
Zyklus MASSFAKTOR mit Mafaktor 1 erneut programmieren.

Beispiel: NC-Stze
11 CALL LBL 1
12 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT
13 CYCL DEF 7.1 X+60
14 CYCL DEF 7.2 Y+40
15 CYCL DEF 11.0 MASSFAKTOR
16 CYCL DEF 11.1 SCL 0.75
17 CALL LBL 1

352

8 Programmieren: Zyklen

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

MASSFAKTOR ACHSSP. (Zyklus 26)


Beachten Sie vor dem Programmieren
Koordinatenachsen mit Positionen fr Kreisbahnen drfen
Sie nicht mit unterschiedlichen Faktoren strecken oder
stauchen.

Fr jede Koordinaten-Achse knnen Sie einen eigenen


achsspezifischen Mafaktor eingeben.

CC

Zustzlich lassen sich die Koordinaten eines Zentrums fr


alle Mafaktoren programmieren.
Die Kontur wird vom Zentrum aus gestreckt oder zu ihm
hin gestaucht, also nicht unbedingt vom und zum aktuellen
Nullpunkt wie beim Zyklus 11 MASSFAKTOR.

Wirkung
Der MASSFAKTOR wirkt ab seiner Definition im Programm. Er wirkt
auch in der Betriebsart Positionieren mit Handeingabe. Die TNC zeigt
den aktiven Mafaktor in der zustzlichen Status-Anzeige an.
U Achse

und Faktor: Koordinatenachse(n) und Faktor(en) der achsspezifischen Streckung oder Stauchung. Wert positiv maximal 99,999 999 eingeben

U Zentrums-Koordinaten: Zentrum der achsspezifischen

Streckung oder Stauchung


Die Koordinatenachsen whlen Sie mit Softkeys.
Rcksetzen
Zyklus MASSFAKTOR mit Faktor 1 fr die entsprechende Achse
erneut programmieren

Beispiel: NC-Stze
25 CALL LBL 1
26 CYCL DEF 26.0 MASSFAKTOR ACHSSP.
27 CYCL DEF 26.1 X 1.4 Y 0.6 CCX+15 CCY+20
28 CALL LBL 1

HEIDENHAIN iTNC 530

353

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

BEARBEITUNGSEBENE (Zyklus 19)


Die Funktionen zum Schwenken der Bearbeitungsebene
werden vom Maschinenhersteller an TNC und Maschine
angepasst. Bei bestimmten Schwenkkpfen (Schwenktischen) legt der Maschinenhersteller fest, ob die im Zyklus
programmierten Winkel von der TNC als Koordinaten der
Drehachsen oder als mathematische Winkel einer schiefen Ebene interpretiert werden. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.

Das Schwenken der Bearbeitungsebene erfolgt immer um


den aktiven Nullpunkt.
Grundlagen siehe Bearbeitungsebene schwenken,
Seite 24: Lesen Sie diesen Abschnitt vollstndig durch.
Wirkung
Im Zyklus 19 definieren Sie die Lage der Bearbeitungsebene sprich
die Lage der Werkzeugachse bezogen auf das maschinenfeste Koordinatensystem durch die Eingabe von Schwenkwinkeln. Sie knnen
die Lage der Bearbeitungsebene auf zwei Arten festlegen:
n Stellung der Schwenkachsen direkt eingeben
n Lage der Bearbeitungsebene durch bis zu drei Drehungen (Raumwinkel) des maschinenfesten Koordinatensystems beschreiben.
Die einzugebenden Raumwinkel erhalten Sie, indem Sie einen
Schnitt senkrecht durch die geschwenkte Bearbeitungsebene legen
und den Schnitt von der Achse aus betrachten, um die Sie schwenken wollen. Mit zwei Raumwinkeln ist bereits jede beliebige Werkzeuglage im Raum eindeutig definiert.
Beachten Sie, dass die Lage des geschwenkten Koordinatensystems und damit auch Verfahrbewegungen im
geschwenkten System davon abhngen, wie Sie die
geschwenkte Ebene beschreiben.
Wenn Sie die Lage der Bearbeitungsebene ber Raumwinkel programmieren, berechnet die TNC die dafr erforderlichen Winkelstelllungen der Schwenkachsen automatisch und legt diese in den Parametern Q120 (A-Achse) bis Q122 (C-Achse) ab. Sind zwei Lsungen
mglich, whlt die TNC ausgehend von der Nullstellung der Drehachsen den krzeren Weg.
Die Reihenfolge der Drehungen fr die Berechnung der Lage der
Ebene ist festgelegt: Zuerst dreht die TNC die A-Achse, danach die BAchse und schlielich die C-Achse.
Zyklus 19 wirkt ab seiner Definition im Programm. Sobald Sie eine
Achse im geschwenkten System verfahren, wirkt die Korrektur fr
diese Achse. Wenn die Korrektur in allen Achsen verrechnet werden
soll, dann mssen Sie alle Achsen verfahren.

354

8 Programmieren: Zyklen

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

Falls Sie die Funktion SCHWENKEN Programmlauf in der Betriebsart


Manuell auf AKTIV gesetzt haben (siehe Bearbeitungsebene
schwenken, Seite 24) wird der in diesem Men eingetragene Winkelwert vom Zyklus 19 BEARBEITUNGSEBENE berschrieben.
U Drehachse

und -winkel?: Drehachse mit zugehrigem


Drehwinkel eingeben; die Drehachsen A, B und C
ber Softkeys programmieren

Wenn die TNC die Drehachsen automatisch positioniert, dann knnen


Sie noch folgende Parameter eingeben
U Vorschub?

F=: Verfahrgeschwindigkeit der Drehachse beim automatischen Positionieren

U Sicherheits-Abstand? (inkremental): Die TNC positio-

niert den Schwenkkopf so, dass die Position, die sich


aus der Verlngerung des Werkzeugs um den Sicherheits-Abstand, sich relativ zum Werkstck nicht
ndert
Rcksetzen
Um die Schwenkwinkel rckzusetzen, Zyklus BEARBEITUNGSEBENE
erneut definieren und fr alle Drehachsen 0 eingeben. Anschlieend
Zyklus BEARBEITUNGSEBENE nochmal definieren, und die Dialogfrage mit der Taste NO ENT besttigen. Dadurch setzen Sie die Funktion inaktiv.
Drehachse positionieren
Der Maschinenhersteller legt fest, ob Zyklus 19 die Drehachse(n) automatisch positioniert, oder ob Sie die Drehachsen im Programm vorpositionieren mssen. Beachten
Sie Ihr Maschinenhandbuch.
Wenn Zyklus 19 die Drehachsen automatisch positioniert, gilt:
n Die TNC kann nur geregelte Achsen automatisch positionieren.
n In der Zyklus-Definition mssen Sie zustzlich zu den Schwenkwinkeln einen Sicherheits-Abstand und einen Vorschub eingeben, mit
dem die Schwenkachsen positioniert werden.
n Nur voreingestellte Werkzeuge verwenden (volle Werkzeuglnge
im TOOL DEF-Satz bzw. in der Werkzeug-Tabelle).
n Beim Schwenkvorgang bleibt die Position der Werkzeugspitze
gegenber dem Werkstck nahezu unverndert.
n Die TNC fhrt den Schwenkvorgang mit dem zuletzt programmierten Vorschub aus. Der maximal erreichbare Vorschub hngt ab von
der Komplexitt des Schwenkkopfes (Schwenktisches).
Wenn Zyklus 19 die Drehachsen nicht automatisch positioniert, positionieren Sie die Drehachsen z.B. mit einem L-Satz vor der Zyklus-Definition.
NC-Beispielstze:
10 L Z+100 R0 FMAX
11 L X+25 Y+10 R0 FMAX
12 L B+15 R0 F1000
HEIDENHAIN iTNC 530

Drehachse positionieren
355

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

13 CYCL DEF 19.0 BEARBEITUNGSEBENE

Winkel fr Korrekturberechnung definieren

14 CYCL DEF 19.1 B+15


15 L Z+80 R0 FMAX

Korrektur aktivieren Spindelachse

16 L X-8.5 Y-10 R0 FMAX

Korrektur aktivieren Bearbeitungsebene

Positions-Anzeige im geschwenkten System


Die angezeigten Positionen (SOLL und IST) und die Nullpunkt-Anzeige
in der zustzlichen Status-Anzeige beziehen sich nach dem Aktivieren
von Zyklus 19 auf das geschwenkte Koordinatensystem. Die angezeigte Position stimmt direkt nach der Zyklus-Definition also ggf. nicht
mehr mit den Koordinaten der zuletzt vor Zyklus 19 programmierten
Position berein.
Arbeitsraum-berwachung
Die TNC berprft im geschwenkten Koordinatensystem nur die Achsen auf Endschalter, die verfahren werden. Ggf. gibt die TNC eine Fehlermeldung aus.
Positionieren im geschwenkten System
Mit der Zusatz-Funktion M130 knnen Sie auch im geschwenkten
System Positionen anfahren, die sich auf das ungeschwenkte Koordinatensystem beziehen, siehe Zusatz-Funktionen fr Koordinatenangaben, Seite 186.
Auch Positionierungen mit Geradenstzen die sich auf das MaschinenKoordinatensystem beziehen (Stze mit M91 oder M92), lassen sich
bei geschwenkter Bearbeitungsebene ausfhren. Einschrnkungen:
n Positionierung erfolgt ohne Lngenkorrektur
n Positionierung erfolgt ohne Maschinengeometrie-Korrektur
n Werkzeug-Radiuskorrektur ist nicht erlaubt

356

8 Programmieren: Zyklen

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

Kombination mit anderen Koordinaten-Umrechnungszyklen


Bei der Kombination von Koordinaten-Umrechnungszyklen ist darauf
zu achten, dass das Schwenken der Bearbeitungsebene immer um
den aktiven Nullpunkt erfolgt. Sie knnen eine Nullpunkt-Verschiebung vor dem Aktivieren von Zyklus 19 durchfhren: dann verschieben
Sie das maschinenfeste Koordinatensystem.
Falls Sie den Nullpunkt nach dem Aktivieren von Zyklus 19 verschieben, dann verschieben Sie das geschwenkte Koordinatensystem.
Wichtig: Gehen Sie beim Rcksetzen der Zyklen in der umgekehrten
Reihenfolge wie beim Definieren vor:
1. Nullpunkt-Verschiebung aktivieren
2. Bearbeitungsebene schwenken aktivieren
3. Drehung aktivieren
...
Werkstckbearbeitung
...
1. Drehung rcksetzen
2. Bearbeitungsebene schwenken rcksetzen
3. Nullpunkt-Verschiebung rcksetzen
Automatisches Messen im geschwenkten System
Mit den Messzyklen der TNC knnen Sie Werkstcke im geschwenkten System vermessen. Die Messergebnisse werden von der TNC in
Q-Parametern gespeichert, die Sie anschlieend weiterverarbeiten
knnen (z.B. Messergebnisse auf Drucker ausgeben).
Leitfaden fr das Arbeiten mit Zyklus 19 BEARBEITUNGSEBENE
1 Programm erstellen
U Werkzeug definieren (entfllt, wenn TOOL.T aktiv), volle WerkzeugLnge eingeben
U Werkzeug aufrufen
U Spindelachse so freifahren, dass beim Schwenken keine Kollision
zwischen Werkzeug und Werkstck (Spannmittel) erfolgen kann
U Ggf. Drehachse(n) mit L-Satz positionieren auf entsprechenden Winkelwert (abhngig von einem Maschinen-Parameter)
U Ggf. Nullpunkt-Verschiebung aktivieren
U Zyklus 19 BEARBEITUNGSEBENE definieren; Winkelwerte der
Drehachsen eingeben
U Alle Hauptachsen (X, Y, Z) verfahren, um die Korrektur zu aktivieren
U Bearbeitung so programmieren, als ob sie in der ungeschwenkten
Ebene ausgefhrt werden wrde
U Ggf. Zyklus 19 BEARBEITUNGSEBENE mit anderen Winkeln definieren, um die Bearbeitung in einer anderen Achsstellung auszufhren. Es ist in diesem Fall nicht erforderlich Zyklus 19 zurckzusetzen, Sie knnen direkt die neuen Winkelstellungen definieren
U Zyklus 19 BEARBEITUNGSEBENE rcksetzen; fr alle Drehachsen
0 eingeben
U Funktion BEARBEITUNGSEBENE deaktivieren; Zyklus 19 erneut
definieren, Dialogfrage mit NO ENT besttigen

HEIDENHAIN iTNC 530

357

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

U
U

Ggf. Nullpunkt-Verschiebung rcksetzen


Ggf. Drehachsen in die 0-Stellung positionieren

2 Werkstck aufspannen
3 Vorbereitungen in der Betriebsart
Positionieren mit Handeingabe
Drehachse(n) zum Setzen des Bezugspunkts auf entsprechenden
Winkelwert positionieren. Der Winkelwert richtet sich nach der von
Ihnen gewhlten Bezugsflche am Werkstck.
4 Vorbereitungen in der Betriebsart
Manueller Betrieb
Funktion Bearbeitungsebene schwenken mit Softkey 3D-ROT auf
AKTIV setzen fr Betriebsart Manueller Betrieb; bei nicht geregelten
Achsen Winkelwerte der Drehachsen ins Men eintragen
Bei nicht geregelten Achsen mssen die eingetragenen Winkelwerte
mit der Ist-Position der Drehachse(n) bereinstimmen, sonst berechnet die TNC den Bezugspunkt falsch.
5 Bezugspunkt-Setzen
n Manuell durch Ankratzen wie im ungeschwenkten System siehe
Bezugspunkt-Setzen (ohne 3D-Tastsystem), Seite 22
n Gesteuert mit einem HEIDENHAIN 3D-Tastsystem (siehe BenutzerHandbuch Tastsystem-Zyklen, Kapitel 2)
n Automatisch mit einem HEIDENHAIN 3D-Tastsystem (siehe Benutzer-Handbuch Tastsystem-Zyklen, Kapitel 3)
6 Bearbeitungsprogramm in der Betriebsart Programmlauf Satzfolge starten
7 Betriebsart Manueller Betrieb
Funktion Bearbeitungsebene schwenken mit Softkey 3D-ROT auf
INAKTIV setzen. Fr alle Drehachsen Winkelwert 0 ins Men eintragen, siehe Manuelles Schwenken aktivieren, Seite 27.

358

8 Programmieren: Zyklen

R5

R5

10

n Koordinaten-Umrechnungen im Hauptprogramm
n Bearbeitung im Unterprogramm, siehe
Unterprogramme, Seite 369

10

Programm-Ablauf

130
45

X
20

10

30

65

65

130

0 BEGIN PGM KOUMR MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition

2 BLK FORM 0.2 X+130 Y+130 Z+0


3 TOOL DEF 1 L+0 R+1

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S4500

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

6 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT

Nullpunkt-Verschiebung ins Zentrum

7 CYCL DEF 7.1 X+65


8 CYCL DEF 7.2 Y+65
9 CALL LBL 1

Frsbearbeitung aufrufen

10 LBL 10

Marke fr Programmteil-Wiederholung setzen

11 CYCL DEF 10.0 DREHUNG

Drehung um 45 inkremental

12 CYCL DEF 10.1 IROT+45


13 CALL LBL 1

Frsbearbeitung aufrufen

14 CALL LBL 10 REP 6/6

Rcksprung zu LBL 10; insgesamt sechsmal

15 CYCL DEF 10.0 DREHUNG

Drehung rcksetzen

16 CYCL DEF 10.1 ROT+0


17 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT

Nullpunkt-Verschiebung rcksetzen

18 CYCL DEF 7.1 X+0


19 CYCL DEF 7.2 Y+0

HEIDENHAIN iTNC 530

359

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

Beispiel: Koordinaten-Umrechnungszyklen

8.9 Zyklen zur Koordinaten-Umrechnung

20 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

21 LBL 1

Unterprogramm 1:

22 L X+0 Y+0 R0 FMAX

Festlegung der Frsbearbeitung

23 L Z+2 R0 FMAX M3
24 L Z-5 R0 F200
25 L X+30 RL
26 L IY+10
27 RND R5
28 L IX+20
29 L IX+10 IY-10
30 RND R5
31 L IX-10 IY-10
32 L IX-20
33 L IY+10
34 L X+0 Y+0 R0 F5000
35 L Z+20 R0 FMAX
36 LBL 0
37 END PGM KOUMR MM

360

8 Programmieren: Zyklen

8.10 Sonder-Zyklen

8.10 Sonder-Zyklen
VERWEILZEIT (Zyklus 9)
Der Programmlauf wird fr die Dauer der VERWEILZEIT angehalten.
Eine Verweilzeit kann beispielsweise zum Spanbrechen dienen.
Wirkung
Der Zyklus wirkt ab seiner Definition im Programm. Modal wirkende
(bleibende) Zustnde werden dadurch nicht beeinflusst, wie z.B. die
Drehung der Spindel.
U Verweilzeit

in Sekunden: Verweilzeit in Sekunden

eingeben
Eingabebereich 0 bis 3 600 s (1 Stunde) in 0,001 s-Schritten

Beispiel: NC-Stze
89 CYCL DEF 9.0 VERWEILZEIT
90 CYCL DEF 9.1 V.ZEIT 1.5

HEIDENHAIN iTNC 530

361

8.10 Sonder-Zyklen

PROGRAMM-AUFRUF (Zyklus 12)


Sie knnen beliebige Bearbeitungs-Programme, wie z.B. spezielle
Bohrzyklen oder Geometrie-Module, einem Bearbeitungs-Zyklus
gleichstellen. Sie rufen dieses Programm dann wie einen Zyklus auf.
Beachten Sie vor dem Programmieren
Das aufgerufene Programm muss auf der Festplatte der
TNC gespeichert sein.
Wenn Sie nur den Programm-Namen eingeben, muss das
zum Zyklus deklarierte Programm im selben Verzeichnis
stehen wie das rufende Programm.

7 CYCL DEF 12.0


PGM CALL
8 CYCL DEF 12.1
LOT31
9 ... M99

0 BEGIN PGM
LOT31 MM

Wenn das zum Zyklus deklarierte Programm nicht im selben Verzeichnis steht wie das rufende Programm, dann
geben Sie den vollstndigen Pfadnamen ein,
z.B.TNC:\KLAR35\FK1\50.H.
Wenn Sie ein DIN/ISO-Programm zum Zyklus deklarieren
wollen, dann geben Sie den Datei-Typ .I hinter dem Programm-Namen ein.

END PGM LOT31

Beispiel: NC-Stze
55 CYCL DEF 12.0 PGM CALL

U Programm-Name: Name des aufzurufenden Programms

ggf. mit Pfad, in dem das Programm steht

56 CYCL DEF 12.1 PGM TNC:\KLAR35\FK1\50.H


57 L X+20 Y+50 FMAX M99

Das Programm rufen Sie auf mit


n CYCL CALL (separater Satz) oder
n M99 (satzweise) oder
n M89 (wird nach jedem Positionier-Satz ausgefhrt)
Beispiel: Programm-Aufruf
Aus einem Programm soll ein ber Zyklus aufrufbares Programm 50
gerufen werden.

362

8 Programmieren: Zyklen

Maschine und TNC mssen vom Maschinenhersteller vorbereitet sein.

In den Bearbeitungszyklen 202, 204 und 209 wird intern


Zyklus 13 verwendet. Beachten Sie in Ihrem NC-Programm, da Sie ggf. Zyklus 13 nach einem der oben
genannten Bearbeitungszyklen erneut programmieren
mssen.

Die TNC kann die Hauptspindel einer Werkzeugmaschine ansteuern


und in eine durch einen Winkel bestimmte Position drehen.
Die Spindel-Orientierung wird z.B. bentigt
n bei Werkzeugwechsel-Systemen mit bestimmter Wechsel-Position
fr das Werkzeug
n zum Ausrichten des Sende- und Empfangsfensters von 3D-Tastsystemen mit Infrarot-bertragung
Wirkung
Die im Zyklus definierte Winkelstellung positioniert die TNC durch Programmieren von M19 oder M20 (maschinenabhngig).

Beispiel: NC-Stze
93 CYCL DEF 13.0 ORIENTIERUNG
94 CYCL DEF 13.1 WINKEL 180

Wenn Sie M19, bzw. M20 programmieren, ohne zuvor den Zyklus 13
definiert zu haben, dann positioniert die TNC die Hauptspindel auf
einen Winkelwert, der vom Maschinenhersteller festgelegt ist (siehe
Maschinenhandbuch).
U Orientierungswinkel: Winkel bezogen auf die Winkel-

Bezugsachse der Arbeitsebene eingeben


Eingabe-Bereich: 0 bis 360
Eingabe-Feinheit: 0,1

HEIDENHAIN iTNC 530

363

8.10 Sonder-Zyklen

SPINDEL-ORIENTIERUNG (Zyklus 13)

8.10 Sonder-Zyklen

TOLERANZ (Zyklus 32)


Maschine und TNC mssen vom Maschinenhersteller vorbereitet sein.
Die Zyklus-Parameter SCHLICHTEN/SCHRUPPEN und TOLERANZ FR DREHACHSEN knnen Sie nur eingeben, wenn an
Ihrer Maschine der HSC-Filter (Software-Option 2) aktiv
ist. Ansonsten gibt die TNC eine Fehlermeldung aus. Setzen Sie sich ggf. mit Ihrem Maschinenhersteller in Verbindung.
Die TNC glttet automatisch die Kontur zwischen beliebigen (unkorrigierten oder korrigierten) Konturelementen. Dadurch verfhrt das
Werkzeug kontinuierlich auf der Werkstck-Oberflche. Falls erforderlich, reduziert die TNC den programmierten Vorschub automatisch, so
dass das Programm immer ruckelfrei mit der schnellstmglichen
Geschwindigkeit von der TNC abgearbeitet wird. Die Oberflchengte
wird erhht und die Maschinenmechanik geschont.
Durch das Gltten entsteht eine Konturabweichung. Die Gre der
Konturabweichung (Toleranzwert) ist in einem Maschinen-Parameter
von Ihrem Maschinenhersteller festgelegt. Mit dem Zyklus 32 knnen
Sie den voreingestellten Toleranzwert verndern und unterschiedliche
Filtereinstellungen whlen.

Beispiel: NC-Stze
95 CYCL DEF 32.0 TOLERANZ
96 CYCL DEF 32.1 T0.05
97 CYCL DEF 32.2 HSC-MODE:1 TA5

Beachten Sie vor dem Programmieren


Zyklus 32 ist DEF-Aktiv, das heit ab seiner Definition im
Programm wirksam.
Sie setzen Zyklus 32 zurck, indem Sie den Zyklus 32
erneut definieren und die Dialogfrage nach dem Toleranzwert mit NO ENT besttigen. Die voreingestellte Toleranz
wird durch das Rcksetzen wieder aktiv.
Der eingegebene Toleranzwert T wird von der TNC in MMprogramm in der Maeinheit mm und in einem Inch-Programm in der Maeinheit Inch interpretiert.
Die Eingabeparameter Schlichten/Schruppen und Toleranz
fr Drehachsen wirken nur, wenn an Ihrer Maschine der
HSC-Filter aktiv ist. Setzen Sie sich ggf. mit Ihrem Maschinen-Hersteller in Verbindung.

364

8 Programmieren: Zyklen

8.10 Sonder-Zyklen

U Toleranzwert:

Zulssige Konturabweichung in mm

(inch)
U Schlichten=0,

Schruppen=1: Filter aktivieren:

n Eingabewert 0:
Mit hherer Konturgenauigkeit frsen. Die TNC
verwendet die von Ihrem Maschinenhersteller definierten Schlicht-Filtereinstellungen.
n Eingabewert 1:
Mit hherer Vorschub-Geschwindigkeit frsen.
Die TNC verwendet die von Ihrem Maschinenhersteller definierten Schrupp-Filtereinstellungen
U Toleranz

fr Drehachsen: Zulssige Positionsabweichung von Drehachsen in Grad bei aktivem M128. Die
TNC reduziert den Bahnvorschub immer so, dass bei
mehrachsigen Bewegungen die langsamste Achse
mit ihrem maximalen Vorschub verfhrt. In der Regel
sind Drehachsen wesentlich langsamer als Linearachsen. Durch Eingabe einer groen Toleranz (z.B. 10),
knnen Sie die Bearbeitungszeit bei mehrachsigen
Bearbeitungs-Programmen erheblich verkrzen, da
die TNC die Drehachse dann nicht immer auf die vorgegebene Soll-Position fahren muss. Die Kontur wird
durch Eingabe einer Toleranz nicht verletzt. Es verndert sich lediglich die Stellung der Drehachse bezogen auf die Werkstck-Oberflche

HEIDENHAIN iTNC 530

365

9
Programmieren:
Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen

9.1 Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen kennzeichnen

9.1 Unterprogramme und


Programmteil-Wiederholungen
kennzeichnen
Einmal programmierte Bearbeitungsschritte knnen Sie mit Unterprogrammen und Programmteil-Wiederholungen wiederholt ausfhren
lassen.

Label
Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen beginnen im
Bearbeitungsprogramm mit der Marke LBL, eine Abkrzung fr
LABEL (engl. fr Marke, Kennzeichnung).
LABEL erhalten eine Nummer zwischen 1 und 254. Jede LABEL-Nummer drfen Sie im Programm nur einmal vergeben mit LABEL SET.
Wenn Sie eine LABEL-Nummer mehrmals vergeben, gibt
die TNC beim Beenden des LBL SET-Satzes eine Fehlermeldung aus. Bei sehr langen Programmen knnen Sie
ber MP7229 die berprfung auf eine eingebbare Anzahl
von Stzen begrenzen.
LABEL 0 (LBL 0) kennzeichnet ein Unterprogramm-Ende und darf deshalb beliebig oft verwendet werden.

368

9 Programmieren: Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen

9.2 Unterprogramme

9.2 Unterprogramme
Arbeitsweise
1
2
3

Die TNC fhrt das Bearbeitungs-Programm bis zu einem Unterprogramm-Aufruf CALL LBL aus
Ab dieser Stelle arbeitet die TNC das aufgerufene Unterprogramm
bis zum Unterprogramm-Ende LBL 0 ab
Danach fhrt die TNC das Bearbeitungs-Programm mit dem Satz
fort, der auf den Unterprogramm-Aufruf CALL LBL folgt

Programmier-Hinweise
n Ein Hauptprogramm kann bis zu 254 Unterprogramme enthalten
n Sie knnen Unterprogramme in beliebiger Reihenfolge beliebig oft
aufrufen
n Ein Unterprogramm darf sich nicht selbst aufrufen
n Unterprogramme ans Ende des Hauptprogramms (hinter dem Satz
mit M2 bzw. M30) programmieren
n Wenn Unterprogramme im Bearbeitungs-Programm vor dem Satz
mit M02 oder M30 stehen, dann werden sie ohne Aufruf mindestens einmal abgearbeitet

0 BEGIN PGM ...

CALL LBL1

L Z+100 M2
LBL1

LBL0
END PGM ...

Unterprogramm programmieren
U Anfang

kennzeichnen: Taste LBL SET drcken

U Unterprogramm-Nummer

eingeben

U Ende

kennzeichnen: Taste LBL SET drcken und


Label-Nummer 0 eingeben

Unterprogramm aufrufen
U Unterprogramm

aufrufen: Taste LBL CALL drcken

U Label-Nummer:

Label-Nummer des aufzurufenden


Unterprogramms eingeben

U Wiederholungen

REP: Dialog mit Taste NO ENT bergehen. Wiederholungen REP nur bei ProgrammteilWiederholungen einsetzen

CALL LBL 0 ist nicht erlaubt, da es dem Aufruf eines


Unterprogramm-Endes entspricht.

HEIDENHAIN iTNC 530

369

9.3 Programmteil-Wiederholungen

9.3 Programmteil-Wiederholungen
Label LBL
Programmteil-Wiederholungen beginnen mit der Marke LBL (LABEL).
Eine Programmteil-Wiederholung schliet mit CALL LBL /REP ab.

0 BEGIN PGM ...

Arbeitsweise
1
2

Die TNC fhrt das Bearbeitungs-Programm bis zum Ende des Programmteils (CALL LBL /REP) aus
Anschlieend wiederholt die TNC den Programmteil zwischen
dem aufgerufenen LABEL und dem Label-Aufruf CALL LBL /REP
so oft, wie Sie unter REP angegeben haben
Danach arbeitet die TNC das Bearbeitungs-Programm weiter ab

LBL1

CALL LBL1 REP 2/2

END PGM ...

Programmier-Hinweise
n Sie knnen einen Programmteil bis zu 65 534 mal hintereinander
wiederholen
n Die TNC fhrt rechts vom Schrgstrich hinter REP einen Zhler fr
die Programmteil-Wiederholungen mit, die noch durchzufhren sind
n Programmteile werden von der TNC immer einmal hufiger ausgefhrt, als Wiederholungen programmiert sind

Programmteil-Wiederholung programmieren
U Anfang

kennzeichnen: Taste LBL SET drcken und


LABEL-Nummer fr den zu wiederholenden Programmteil eingeben

U Programmteil

eingeben

Programmteil-Wiederholung aufrufen
U Taste

LBL CALL drcken, Label-Nummer des zu wiederholenden Programmteils und Anzahl der Wiederholungen REP eingeben

370

9 Programmieren: Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen

Arbeitsweise
1
2
3

Die TNC fhrt das Bearbeitungs-Programm aus, bis Sie ein anderes Programm mit CALL PGM aufrufen
Anschlieend fhrt die TNC das aufgerufene Programm bis zu seinem Ende aus
Danach arbeitet die TNC das (aufrufende) Bearbeitungs-Programm
mit dem Satz weiter ab, der auf den Programm-Aufruf folgt

Programmier-Hinweise
n Um ein beliebiges Programm als Unterprogramm zu verwenden,
bentigt die TNC keine LABELs
n Das aufgerufene Programm darf keine Zusatz-Funktion M2 oder
M30 enthalten
n Das aufgerufene Programm darf keinen Aufruf CALL PGM ins aufrufende Programm enthalten (Endlosschleife)

0 BEGIN PGM A

0 BEGIN PGM B

CALL PGM B

END PGM A

END PGM B

Beliebiges Programm als Unterprogramm


aufrufen
U Funktionen

zum Programm-Aufruf whlen: Taste


PGM CALL drcken

U Softkey

PROGRAMM drcken

U Vollstndigen

Pfadnamen des aufzurufenden Programms eingeben, mit Taste END besttigen

Das aufgerufene Programm muss auf der Festplatte der


TNC gespeichert sein.
Wenn Sie nur den Programm-Namen eingeben, muss das
aufgerufene Programm im selben Verzeichnis stehen wie
das rufende Programm.
Wenn das aufgerufene Programm nicht im selben Verzeichnis steht wie das rufende Programm, dann geben Sie
den vollstndigen Pfadnamen ein, z.B.
TNC:\ZW35\SCHRUPP\PGM1.H
Wenn Sie ein DIN/ISO-Programm aufrufen wollen, dann
geben Sie den Datei-Typ .I hinter dem Programm-Namen
ein.
Sie knnen ein beliebiges Programm auch ber den Zyklus
12 PGM CALL aufrufen

HEIDENHAIN iTNC 530

371

9.4 Beliebiges Programm als Unterprogramm

9.4 Beliebiges Programm als


Unterprogramm

9.5 Verschachtelungen

9.5 Verschachtelungen
Verschachtelungsarten
n Unterprogramme im Unterprogramm
n Programmteil-Wiederholungen in Programmteil-Wiederholung
n Unterprogramme wiederholen
n Programmteil-Wiederholungen im Unterprogram

Verschachtelungstiefe
Die Verschachtelungs-Tiefe legt fest, wie oft Programmteile oder
Unterprogramme weitere Unterprogramme oder Programmteil-Wiederholungen enthalten drfen.
n Maximale Verschachtelungstiefe fr Unterprogramme: 8
n Maximale Verschachtelungstiefe fr Hauptprogramm-Aufrufe: 6,
wobei ein CYCL CALL wie ein Hauptprogramm.Aufruf wirkt
n Programmteil-Wiederholungen knnen Sie beliebig oft verschachteln

Unterprogramm im Unterprogramm
NC-Beispielstze
0 BEGIN PGM UPGMS MM
...
17 CALL LBL 1

Unterprogramm bei LBL 1 aufrufen

...
35 L Z+100 R0 FMAX M2

Letzter Programmsatz des


Hauptprogramms (mit M2)

36 LBL 1

Anfang von Unterprogramm 1

...
39 CALL LBL 2

Unterprogramm bei LBL2 wird aufgerufen

...
45 LBL 0

Ende von Unterprogramm 1

46 LBL 2

Anfang von Unterprogramm 2

...
62 LBL 0

Ende von Unterprogramm 2

63 END PGM UPGMS MM

372

9 Programmieren: Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen

9.5 Verschachtelungen

Programm-Ausfhrung
1 Hauptprogramm UPGMS wird bis Satz 17 ausgefhrt
2 Unterprogramm 1 wird aufgerufen und bis Satz 39 ausgefhrt
3 Unterprogramm 2 wird aufgerufen und bis Satz 62 ausgefhrt.
Ende von Unterprogramm 2 und Rcksprung zum Unterprogramm, von dem es aufgerufen wurde
4 Unterprogramm 1 wird von Satz 40 bis Satz 45 ausgefhrt. Ende
von Unterprogramm 1 und Rcksprung ins Hauptprogramm
UPGMS
5 Hauptprogramm UPGMS wird von Satz 18 bis Satz 35 ausgefhrt.
Rcksprung zu Satz 1 und Programm-Ende

Programmteil-Wiederholungen wiederholen
NC-Beispielstze
0 BEGIN PGM REPS MM
...
15 LBL 1

Anfang der Programmteil-Wiederholung 1

...
20 LBL 2

Anfang der Programmteil-Wiederholung 2

...
27 CALL LBL 2 REP 2/2

Programmteil zwischen diesem Satz und LBL 2

...

(Satz 20) wird 2 mal wiederholt

35 CALL LBL 1 REP 1/1

Programmteil zwischen diesem Satz und LBL 1

...

(Satz 15) wird 1 mal wiederholt

50 END PGM REPS MM


Programm-Ausfhrung
1 Hauptprogramm REPS wird bis Satz 27 ausgefhrt
2 Programmteil zwischen Satz 27 und Satz 20 wird 2 mal wiederholt
3 Hauptprogramm REPS wird von Satz 28 bis Satz 35 ausgefhrt
4 Programmteil zwischen Satz 35 und Satz 15 wird 1 mal wiederholt
(beinhaltet die Programmteil-Wiederholung zwischen Satz 20 und
Satz 27)
5 Hauptprogramm REPS wird von Satz 36 bis Satz 50 ausgefhrt
(Programm-Ende)

HEIDENHAIN iTNC 530

373

9.5 Verschachtelungen

Unterprogramm wiederholen
NC-Beispielstze
0 BEGIN PGM EPGREP MM
...
10 LBL 1

Anfang der Programmteil-Wiederholung 1

11 CALL LBL 2

Unterprogramm-Aufruf

12 CALL LBL 1 REP 2/2

Programmteil zwischen diesem Satz und LBL1

...

(Satz 10) wird 2 mal wiederholt

19 L Z+100 R0 FMAX M2

Letzter Satz des Hauptprogramms mit M2

20 LBL 2

Anfang des Unterprogramms

...
Ende des Unterprogramms

28 LBL 0
29 END PGM UPGREP MM
Programm-Ausfhrung
1 Hauptprogramm UPGREP wird bis Satz 11 ausgefhrt
2 Unterprogramm 2 wird aufgerufen und ausgefhrt
3 Programmteil zwischen Satz 12 und Satz 10 wird 2 mal wiederholt:
Unterprogramm 2 wird 2 mal wiederholt
4 Hauptprogramm UPGREP wird von Satz 13 bis Satz 19 ausgefhrt;
Programm-Ende

374

9 Programmieren: Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen

9.6 Programmier-Beispiele

Beispiel: Konturfrsen in mehreren Zustellungen


Programm-Ablauf

Y
100

R1
5

n Werkzeug vorpositionieren auf Oberkante Werkstck


n Zustellung inkremental eingeben
n Konturfrsen
n Zustellung und Konturfrsen wiederholen

75

R18

30
R15

20

20

50

75

100

0 BEGIN PGM PGMWDH MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-40
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL DEF 1 L+0 R+10

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S500

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

6 L X-20 Y+30 R0 FMAX

Vorpositionieren Bearbeitungsebene

7 L Z+0 R0 FMAX M3

Vorpositionieren auf Oberkante Werkstck

HEIDENHAIN iTNC 530

375

9.6 Programmier-Beispiele

8 LBL 1

Marke fr Programmteil-Wiederholung

9 L IZ-4 R0 FMAX

Inkrementale Tiefen-Zustellung (im Freien)

10 APPR CT X+2 Y+30 CCA90 R+5 RL F250

Kontur anfahren

11 FC DR- R18 CLSD+ CCX+20 CCY+30

Kontur

12 FLT
13 FCT DR- R15 CCX+50 CCY+75
14 FLT
15 FCT DR- R15 CCX+75 CCY+20
16 FLT
17 FCT DR- R18 CLSD- CCX+20 CCY+30
18 DEP CT CCA90 R+5 F1000

Kontur verlassen

19 L X-20 Y+0 R0 FMAX

Freifahren

20 CALL LBL 1 REP 4/4

Rcksprung zu LBL 1; insgesamt vier Mal

21 L Z+250 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

22 END PGM PGMWDH MM

376

9 Programmieren: Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen

9.6 Programmier-Beispiele

Beispiel: Bohrungsgruppen
Programm-Ablauf
n Bohrungsgruppen anfahren im Hauptprogramm
n Bohrungsgruppe aufrufen (Unterprogramm 1)
n Bohrungsgruppe nur einmal im
Unterprogramm 1 programmieren

Y
100

21
60
5

20

20

31

10

15

45

75

100

0 BEGIN PGM UP1 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL DEF 1 L+0 R+2.5

Werkzeug-Definition

4 TOOL CALL 1 Z S5000

Werkzeug-Aufruf

5 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

6 CYCL DEF 200 BOHREN

Zyklus-Definition Bohren

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-10

;TIEFE

Q206=250

;F TIEFENZUST.

Q202=5

;ZUSTELL-TIEFE

Q210=0

;V.-ZEIT OBEN

Q203=+0

;KOOR. OBERFL.

Q204=10

;2. S.-ABSTAND

Q211=0.25

;VERWEILZEIT UNTEN

HEIDENHAIN iTNC 530

377

9.6 Programmier-Beispiele

7 L X+15 Y+10 R0 FMAX M3

Startpunkt Bohrungsgruppe 1 anfahren

8 CALL LBL 1

Unterprogramm fr Bohrungsgruppe rufen

9 L X+45 Y+60 R0 FMAX

Startpunkt Bohrungsgruppe 2 anfahren

10 CALL LBL 1

Unterprogramm fr Bohrungsgruppe rufen

11 L X+75 Y+10 R0 FMAX

Startpunkt Bohrungsgruppe 3 anfahren

12 CALL LBL 1

Unterprogramm fr Bohrungsgruppe rufen

13 L Z+250 R0 FMAX M2

Ende des Hauptprogramms

14 LBL 1

Anfang des Unterprogramms 1: Bohrungsgruppe

15 CYCL CALL

Bohrung 1

16 L IX.20 R0 FMAX M99

Bohrung 2 anfahren, Zyklus aufrufen

17 L IY+20 R0 FMAX M99

Bohrung 3 anfahren, Zyklus aufrufen

18 L IX-20 R0 FMAX M99

Bohrung 4 anfahren, Zyklus aufrufens

19 LBL 0

Ende des Unterprogramms 1

20 END PGM UP1 MM

378

9 Programmieren: Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen

9.6 Programmier-Beispiele

Beispiel: Bohrungsgruppe mit mehreren Werkzeugen


Programm-Ablauf

100

21
60
5
20
20

n Bearbeitungs-Zyklen programmieren im Hauptprogramm


n Komplettes Bohrbild aufrufen
(Unterprogramm 1)
n Bohrungsgruppen anfahren im
Unterprogramm 1, Bohrungsgruppe aufrufen
(Unterprogramm 2)
n Bohrungsgruppe nur einmal im
Unterprogramm 2 programmieren

31

10

15

45

75

100

Z
-15
-20

0 BEGIN PGM UP2 MM


1 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20
2 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0
3 TOOL DEF 1 L+0 R+4

Werkzeug-Definition Zentrierbohrer

4 TOOL DEF 2 L+0 R+3

Werkzeug-Definition Bohrer

5 TOOL DEF 2 L+0 R+3.5

Werkzeug-Definition Reibahle

6 TOOL CALL 1 Z S5000

Werkzeug-Aufruf Zentrierbohrer

7 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

8 CYCL DEF 200 BOHREN


Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q202=-3

;TIEFE

Q206=250

;F TIEFENZUST.

Q202=3

;ZUSTELL-TIEFE

Q210=0

;V.-ZEIT OBEN

Q203=+0

;KOOR. OBERFL.

Q204=10

;2. S.-ABSTAND

Q211=0.25

;VERWEILZEIT UNTEN

9 CALL LBL 1

HEIDENHAIN iTNC 530

Zyklus-Definition Zentrieren

Unterprogramm 1 fr komplettes Bohrbild rufen

379

9.6 Programmier-Beispiele

10 L Z+250 R0 FMAX M6

Werkzeug-Wechsel

11 TOOL CALL 2 Z S4000

Werkzeug-Aufruf Bohrer

12 FN 0: Q201 = -25

Neue Tiefe frs Bohren

13 FN 0: Q202 = +5

Neue Zustellung frs Bohren

14 CALL LBL 1

Unterprogramm 1 fr komplettes Bohrbild rufen

15 L Z+250 R0 FMAX M6

Werkzeug-Wechsel

16 TOOL CALL 3 Z S500

Werkzeug-Aufruf Reibahle

17 CYCL DEF 201 REIBEN

Zyklus-Definition Reiben

Q200=2

;SICHERHEITS-ABST.

Q201=-15

;TIEFE

Q206=250

;F TIEFENZUST.

Q211=0.5

;V.-ZEIT UNTEN

Q208=400

;F RUECKZUG

Q203=+0

;KOOR. OBERFL.

Q204=10

;2. S.-ABSTAND

18 CALL LBL 1

Unterprogramm 1 fr komplettes Bohrbild rufen

19 L Z+250 R0 FMAX M2

Ende des Hauptprogramms

20 LBL 1

Anfang des Unterprogramms 1: Komplettes Bohrbild

21 L X+15 Y+10 R0 FMAX M3

Startpunkt Bohrungsgruppe 1 anfahren

22 CALL LBL 2

Unterprogramm 2 fr Bohrungsgruppe rufen

23 L X+45 Y+60 R0 FMAX

Startpunkt Bohrungsgruppe 2 anfahren

24 CALL LBL 2

Unterprogramm 2 fr Bohrungsgruppe rufen

25 L X+75 Y+10 R0 FMAX

Startpunkt Bohrungsgruppe 3 anfahren

26 CALL LBL 2

Unterprogramm 2 fr Bohrungsgruppe rufen

27 LBL 0

Ende des Unterprogramms 1

28 LBL 2

Anfang des Unterprogramms 2: Bohrungsgruppe

29 CYCL CALL

Bohrung 1 mit aktivem Bearbeitungs-Zyklus

30 L 9X+20 R0 FMAX M99

Bohrung 2 anfahren, Zyklus aufrufen

31 L IY+20 R0 FMAX M99

Bohrung 3 anfahren, Zyklus aufrufen

32 L IX-20 R0 FMAX M99

Bohrung 4 anfahren, Zyklus aufrufen

33 LBL 0

Ende des Unterprogramms 2

34 END PGM UP2 MM

380

9 Programmieren: Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen

10
Programmieren: Q-Parameter

HEIDENHAIN iTNC 530

381

10.1 Prinzip und Funktionsbersicht

10.1 Prinzip und Funktionsbersicht


Mit Q-Parametern knnen Sie mit einem Bearbeitungs-Programm
eine ganze Teilefamilie definieren. Dazu geben Sie anstelle von Zahlenwerten Platzhalter ein: die Q-Parameter.
Q-Parameter stehen beispielsweise fr

Q6

n Koordinatenwerte
n Vorschbe
n Drehzahlen
n Zyklus-Daten

Q1

Q3
Q4

Auerdem knnen Sie mit Q-Parametern Konturen programmieren,


die ber mathematische Funktionen bestimmt sind oder die Ausfhrung von Bearbeitungsschritten von logischen Bedingungen abhngig
machen. In Verbindung mit der FK-Programmierung, knnen Sie auch
Konturen die nicht NC-gerecht bemat sind mit Q-Parametern kombinieren.

Q2

Q5

Ein Q-Parameter ist durch den Buchstaben Q und eine Nummer zwischen 0 und 299 gekennzeichnet. Die Q-Parameter sind in drei Bereiche unterteilt:
Bedeutung

Bereich

Frei verwendbare Parameter, global fr alle im


TNC-Speicher befindlichen Programme wirksam

Q0 bis Q99

Parameter fr Sonderfunktionen der TNC

Q100 bis Q199

Parameter, die bevorzugt fr Zyklen verwendet


werden, global fr alle im TNC-Speicher befindlichen Programme wirksam

Q200 bis Q399

Programmierhinweise
Q-Parameter und Zahlenwerte drfen in ein Programm gemischt eingegeben werden.
Sie knnen Q-Parametern Zahlenwerte zwischen 99 999,9999 und
+99 999,9999 zuweisen. Intern kann die TNC Zahlenwerte bis zu einer
Breite von 57 Bit vor und bis zu 7 Bit nach dem Dezimalpunkt berechnen (32 bit Zahlenbreite entsprechen einem Dezimalwert von
4 294 967 296).
Die TNC weist einigen Q-Parametern selbstttig immer
die gleichen Daten zu, z.B. dem Q-Parameter Q108 den
aktuellen Werkzeug-Radius, siehe Vorbelegte Q-Parameter, Seite 414.
Wenn Sie die Parameter Q60 bis Q99 in Hersteller-Zyklen
verwenden, legen Sie ber den Maschinen-Parameter
MP7251 fest, ob diese Parameter nur lokal im HerstellerZyklus wirken oder global fr alle Programme (gilt nur fr
konvertierte CYC-Dateien).

382

10 Programmieren: Q-Parameter

10.1 Prinzip und Funktionsbersicht

Q-Parameter-Funktionen aufrufen
Whrend Sie ein Bearbeitungsprogramm eingeben, drcken Sie die
Taste Q (im Feld fr Zahlen-Eingaben und Achswahl unter /+ Taste). Dann zeigt die TNC folgende Softkeys:
Funktionsgruppe

Softkey

Mathematische Grundfunktionen
Winkelfunktionen
Funktion zur Kreisberechnung
Wenn/dann-Entscheidungen, Sprnge
Sonstige Funktionen
Formel direkt eingeben
Funktion zur Bearbeitung komplexer Konturen

HEIDENHAIN iTNC 530

383

10.2 Teilefamilien Q-Parameter statt Zahlenwerte

10.2 Teilefamilien Q-Parameter


statt Zahlenwerte
Mit der Q-Parameter-Funktion FN0: ZUWEISUNG knnen Sie Q-Parametern Zahlenwerte zuweisen. Dann setzen Sie im Bearbeitungs-Programm statt dem Zahlenwert einen Q-Parameter ein.

NC-Beispielstze
15 FNO: Q10=25

Zuweisung

...

Q10 erhlt den Wert 25

25

L X +Q10

entspricht L X +25

Fr Teilefamilien programmieren Sie z.B. die charakteristischen Werkstck-Abmessungen als Q-Parameter.


Fr die Bearbeitung der einzelnen Teile weisen Sie dann jedem dieser
Parameter einen entsprechenden Zahlenwert zu.

Beispiel
Zylinder mit Q-Parametern
Zylinder-Radius
Zylinder-Hhe
Zylinder Z1
Zylinder Z2

R = Q1
H = Q2
Q1 = +30
Q2 = +10
Q1 = +10
Q2 = +50

Q1

Q1
Q2
Q2

384

Z2

Z1

10 Programmieren: Q-Parameter

10.3 Konturen durch mathematische Funktionen beschreiben

10.3 Konturen durch mathematische


Funktionen beschreiben
Anwendung
Mit Q-Parametern knnen Sie mathematische Grundfunktionen im
Bearbeitungsprogramm programmieren:
U

Q-Parameter-Funktion whlen: Taste Q drcken (im Feld fr ZahlenEingabe, rechts). Die Softkey-Leiste zeigt die Q-Parameter-Funktionen
Mathematische Grundfunktionen whlen: Softkey GRUNDFUNKT.
drcken. Die TNC zeigt folgende Softkeys:

bersicht
Funktion

Softkey

FNO: ZUWEISUNG
z.B. FN0: Q5 = +60
Wert direkt zuweise
FN1: ADDITION
z.B. FN1: Q1 = Q2 + 5
Summe aus zwei Werten bilden und zuweisen
FN2: SUBTRAKTION
z.B. FN2: Q1 = +10 +5
Differenz aus zwei Werten bilden und zuweisen
FN3: MULTIPLIKATION
z.B. FN3: Q2 = +3 * +3
Produkt aus zwei Werten bilden und zuweisen
FN4: DIVISION
z.B. FN4: Q4 = +8 DIV +Q2
Quotient aus zwei Werten bilden und zuweisen
Verboten: Division durch 0!
FN5: WURZEL
z.B. FN5: Q20 = SQRT 4
Wurzel aus einer Zahl ziehen und zuweisen
Verboten: Wurzel aus negativem Wert!
Rechts vom =-Zeichen drfen Sie eingeben:
n zwei Zahlen
n zwei Q-Parameter
n eine Zahl und einen Q-Parameter
Die Q-Parameter und Zahlenwerte in den Gleichungen knnen Sie
beliebig mit Vorzeichen versehen.

HEIDENHAIN iTNC 530

385

10.3 Konturen durch mathematische Funktionen beschreiben

Grundrechenarten programmieren
Beispiel: Programmstze in der TNC

Beispiel:

16 FN0: Q5 = +10
Q-Parameter-Funktionen whlen: Taste Q drcken

17 FN3: Q12 = +Q5 * +7

Mathematische Grundfunktionen whlen: Softkey


GRUNDFUNKT. drcken

Q-Parameter-Funktion ZUWEISUNG whlen: Softkey


FN0 X = Y drcken
PARAMETER-NR. FR ERGEBNIS?
5

Nummer des Q- Parameters eingeben: 5

1. WERT ODER PARAMETER?


10

Q5 den Zahlenwert 10 zuweisen

Q-Parameter-Funktionen whlen: Taste Q drcken

Mathematische Grundfunktionen whlen: Softkey


GRUNDFUNKT. drcken

Q-Parameter-Funktion MULTIPLIKATION whlen:


Softkey FN3 X * Y drcken
PARAMETER-NR. FR ERGEBNIS?
12

Nummer des Q- Parameters eingeben: 12

1. WERT ODER PARAMETER?


Q5

Q5 als ersten Wert eingeben

2. WERT ODER PARAMETER?


7

386

7 als zweiten Wert eingeben

10 Programmieren: Q-Parameter

10.4 Winkelfunktionen (Trigonometrie)

10.4 Winkelfunktionen
(Trigonometrie)
Definitionen
Sinus, Cosinus und Tangens entsprechen den Seitenverhltnissen
eines rechtwinkligen Dreiecks. Dabei entspricht
Sinus:
Cosinus:
Tangens:

sin a = a / c
cos a = b / c
tan a = a / b = sin a / cos a
c

Dabei ist
n c die Seite gegenber dem rechten Winkel
n a die Seite gegenber dem Winkel a
n b die dritte Seite

Aus dem Tangens kann die TNC den Winkel ermitteln:


a = arctan (a / b) = arctan (sin a / cos a)
Beispiel:
a = 25 mm
b = 50 mm
a = arctan (a / b) = arctan 0,5 = 26,57
Zustzlich gilt:
a + b = c (mit a = a x a)
c =

(a + b)

HEIDENHAIN iTNC 530

387

10.4 Winkelfunktionen (Trigonometrie)

Winkelfunktionen programmieren
Die Winkelfunktionen erscheinen mit Druck auf den Softkey WINKELFUNKT. Die TNC zeigt die Softkeys in der Tabelle unten.
Programmierung: vergleiche Beispiel: Grundrechenarten programmieren
Funktion

Softkey

FN6: SINUS
z.B. FN6: Q20 = SINQ5
Sinus eines Winkels in Grad () bestimmen und zuweisen
FN7: COSINUS
z.B. FN7: Q21 = COSQ5
Cosinus eines Winkels in Grad () bestimmen und
zuweisen
FN8: WURZEL AUS QUADRATSUMME
z.B. FN8: Q10 = +5 LEN +4
Lnge aus zwei Werten bilden und zuweisen
FN13: WINKEL
z.B. FN13: Q20 = +25 ANGQ1
Winkel mit arctan aus zwei Seiten oder sin und cos
des Winkels (0 < Winkel < 360) bestimmen und
zuweisen

388

10 Programmieren: Q-Parameter

10.5 Kreisberechnungen

10.5 Kreisberechnungen
Anwendung
Mit den Funktionen zur Kreisberechnung knnen Sie aus drei oder vier
Kreispunkten den Kreismittelpunkt und den Kreisradius von der TNC
berechnen lassen. Die Berechnung eine Kreises aus vier Punkten ist
genauer.
Anwendung: Diese Funktionen knnen Sie z.B. einsetzen, wenn Sie
ber die programmierbare Antastfunktion Lage und Gre einer Bohrung oder eines Teilkreises bestimmen wollen.
Funktion

Softkey

FN23: KREISDATEN ermitteln aus drei Kreispunkten


z.B. FN23: Q20 = CDATA Q30
Die Koordinatenpaare von drei Kreispunkten mssen im Parameter
Q30 und den folgenden fnf Parametern hier also bis Q35 gespeichert sein.
Die TNC speichert dann den Kreismittelpunkt der Hauptachse (X bei
Spindelachse Z) im Parameter Q20, den Kreismittelpunkt der Nebenachse (Y bei Spindelachse Z) im Parameter Q21 und den Kreisradius
im Parameter Q22 ab.
Funktion

Softkey

FN24: KREISDATEN ermitteln aus vier Kreispunkten


z.B. FN24: Q20 = CDATA Q30
Die Koordinatenpaare von vier Kreispunkten mssen im Parameter
Q30 und den folgenden sieben Parametern hier also bis Q37
gespeichert sein.
Die TNC speichert dann den Kreismittelpunkt der Hauptachse (X bei
Spindelachse Z) im Parameter Q20, den Kreismittelpunkt der Nebenachse (Y bei Spindelachse Z) im Parameter Q21 und den Kreisradius
im Parameter Q22 ab.
Beachten Sie, dass FN23 und FN24 neben dem ErgebnisParameter auch die zwei folgenden Parameter automatisch berschreiben.

HEIDENHAIN iTNC 530

389

10.6 Wenn/dann-Entscheidungen mit Q-Parametern

10.6 Wenn/dann-Entscheidungen
mit Q-Parametern
Anwendung
Bei Wenn/Dann-Entscheidungen vergleicht die TNC einen Q-Parameter mit einem anderen Q-Parameter oder einem Zahlenwert. Wenn die
Bedingung erfllt ist, dann setzt die TNC das Bearbeitungs-Programm
an dem LABEL fort, der hinter der Bedingung programmiert ist (LABEL
siehe Unterprogramme und Programmteil-Wiederholungen kennzeichnen, Seite 368). Wenn die Bedingung nicht erfllt ist, dann fhrt
die TNC den nchsten Satz aus.
Wenn Sie ein anderes Programm als Unterprogramm aufrufen mchten, dann programmieren Sie hinter dem LABEL ein PGM CALL.

Unbedingte Sprnge
Unbedingte Sprnge sind Sprnge, deren Bedingung immer (=unbedingt) erfllt ist, z.B.
FN9: IF+10 EQU+10 GOTO LBL1

Wenn/dann-Entscheidungen programmieren
Die Wenn/dann-Entscheidungen erscheinen mit Druck auf den Softkey SPRNGE. Die TNC zeigt folgende Softkeys:
Funktion

Softkey

FN9: WENN GLEICH, SPRUNG


z.B. FN9: IF +Q1 EQU +Q3 GOTO LBL 5
Wenn beide Werte oder Parameter gleich, Sprung zu
angegebenem Label
FN10: WENN UNGLEICH, SPRUNG
z.B. FN10: IF +10 NE Q5 GOTO LBL 10
Wenn beide Werte oder Parameter ungleich, Sprung
zu angegebenem Label
FN11: WENN GROESSER, SPRUNG
z.B. FN11: IF+Q1 GT+10 GOTO LBL 5
Wenn erster Wert oder Parameter grer als zweiter
Wert oder Parameter, Sprung zu angegebenem Label
FN12: WENN KLEINER, SPRUNG
z.B. FN12: IF+Q5 LT+0 GOTO LBL 1
Wenn erster Wert oder Parameter kleiner als zweiter
Wert oder Parameter, Sprung zu angegebenem Label

390

10 Programmieren: Q-Parameter

10.6 Wenn/dann-Entscheidungen mit Q-Parametern

Verwendete Abkrzungen und Begriffe


IF
EQU
NE
GT
LT
GOTO

(engl.):
(engl. equal):
(engl. not equal):
(engl. greater than):
(engl. less than):
(engl. go to):

HEIDENHAIN iTNC 530

Wenn
Gleich
Nicht gleich
Grer als
Kleiner als
Gehe zu

391

10.7 Q-Parameter kontrollieren und ndern

10.7 Q-Parameter kontrollieren und


ndern
Vorgehensweise
Sie knnen Q-Parameter beim Erstellen, Testen und Abarbeiten in den
Betriebsarten Programm Einspeichern/Editieren, Programm Test, Programmlauf Satzfolge und Programmlauf Einzelsatz kontrollieren und
auch ndern.
U

Ggf. Programmlauf abbrechen (z.B. externe STOP-Taste und Softkey INTERNER STOP drcken) bzw. Programm-Test anhalten
U Q-Parameter-Funktionen aufrufen: Taste Q bzw. Softkey Q INFO in der Betriebsart Programm Einspeichern/Editieren drcken
U Die

TNC listet alle Parameter und die dazugehrigen


aktuellen Werte auf. Whlen Sie mit den Pfeil-Tasten
oder den Softkeys zum seitenweise Blttern den
gewnschten Parameter an

U Wenn Sie den Wert ndern mchten, geben Sie einen

neuen Wert ein, besttigen Sie mit der Taste ENT


U Wenn

Sie den Wert nicht ndern mchten, dann


drcken Sie den Softkey AKTUELLEN WERT oder
beenden Sie den Dialog mit der Taste END

Von der TNC verwendete Parameter (Parameter-Nummern > 100), sind mit Kommentaren versehen.

392

10 Programmieren: Q-Parameter

10.8 Zustzliche Funktionen

10.8 Zustzliche Funktionen


bersicht
Die zustzlichen Funktionen erscheinen mit Druck auf den Softkey
SONDER-FUNKT. Die TNC zeigt folgende Softkeys:
Funktion

Softkey

FN14:ERROR
Fehlermeldungen ausgeben
FN15:PRINT
Texte oder Q-Parameter-Werte unformatiert ausgeben
FN16:F-PRINT
Texte oder Q-Parameter-Werte formatiert ausgeben
FN18:SYS-DATUM READ
Systemdaten lesen
FN19:PLC
Werte an die PLC bergeben
FN20:WAIT FOR
NC und PLC synchronisieren
FN25:PRESET
Bezugspunkt Setzen whrend des Programmlaufs
FN26:TABOPEN
Frei definierbare Tabelle ffnen
FN27:TABWRITE
In eine frei definierbare Tabelle schreiben
FN28:TABREAD
Aus einer frei definierbaren Tabelle lesen

HEIDENHAIN iTNC 530

393

10.8 Zustzliche Funktionen

FN14: ERROR: Fehlermeldungen ausgeben


Mit der Funktion FN14: ERROR knnen Sie programmgesteuert Meldungen ausgeben lassen, die vom Maschinenhersteller bzw. von
HEIDENHAIN vorprogrammiert sind: Wenn die TNC im Programmlauf
oder Programm-Test zu einem Satz mit FN 14 kommt, so unterbricht
sie und gibt eine Meldung aus. Anschlieend mssen Sie das Programm neu starten. Fehler-Nummern: siehe Tabelle unten.
Bereich Fehler-Nummern

Standard-Dialog

0 ... 299

FN 14: Fehler-Nummer 0 .... 299

300 ... 999

Maschinenabhngiger Dialog

1000 ... 1099

Interne Fehlermeldungen (siehe


Tabelle rechts)

NC-Beispielsatz
Die TNC soll eine Meldung ausgeben, die unter der Fehler-Nummer
254 gespeichert ist
180 FN14: ERROR = 254

394

Fehler-Nummer
1000
1001
1002
1003
1004
1005
1006
1007
1008
1009
1010
1011
1012
1013
1014
1015
1016
1017
1018
1019
1020
1021
1022
1023
1024
1025
1026
1027
1028
1029
1030
1031
1032
1033
1034
1035
1036
1037
1038
1039
1040
1041

Text
Spindel?
Werkzeugachse fehlt
Nutbreite zu gro
Werkzeug-Radius zu gro
Bereich berschritten
Anfangs-Position falsch
DREHUNG nicht erlaubt
MASSFAKTOR nicht erlaubt
SPIEGELUNG nicht erlaubt
Verschiebung nicht erlaubt
Vorschub fehlt
Eingabewert falsch
Vorzeichen falsch
Winkel nicht erlaubt
Antastpunkt nicht erreichbar
Zu viele Punkte
Eingabe widersprchlich
CYCL unvollstndig
Ebene falsch definiert
Falsche Achse programmiert
Falsche Drehzahl
Radius-Korrektur undefiniert
Rundung nicht definiert
Rundungs-Radius zu gro
Undefinierter Programmstart
Zu hohe Verschachtelung
Winkelbezug fehlt
Kein Bearb.-Zyklus definiert
Nutbreite zu klein
Tasche zu klein
Q202 nicht definiert
Q205 nicht definiert
Q218 grer Q219 eingeben
CYCL 210 nicht erlaubt
CYCL 211 nicht erlaubt
Q220 zu gro
Q222 grer Q223 eingeben
Q244 grer 0 eingeben
Q245 ungleich Q246 eingeben
Winkelbereich < 360 eingeben
Q223 grer Q222 eingeben
Q214: 0 nicht erlaubt

10 Programmieren: Q-Parameter

10.8 Zustzliche Funktionen

Fehler-Nummer
1042
1043
1044
1045
1046
1047
1048
1049
1050
1051
1052
1053
1054
1055
1056
1057
1058
1059
1060
1061
1062
1063
1064
1065
1066
1067
1068
1069
1070
1071
1072
1073
1074
1075
1076
1077
1078
1079
1080
1081

Text
Verfahrrichtung nicht definiert
Keine Nullpunkt-Tabelle aktiv
Lagefehler: Mitte 1. Achse
Lagefehler: Mitte 2. Achse
Bohrung zu klein
Bohrung zu gro
Zapfen zu klein
Zapfen zu gro
Tasche zu klein: Nacharbeit 1.A.
Tasche zu klein: Nacharbeit 2.A.
Tasche zu gro: Ausschuss 1.A.
Tasche zu gro: Ausschuss 2.A.
Zapfen zu klein: Ausschuss 1.A.
Zapfen zu klein: Ausschuss 2.A.
Zapfen zu gro: Nacharbeit 1.A.
Zapfen zu gro: Nacharbeit 2.A.
TCHPROBE 425: Fehler Grtma
TCHPROBE 425: Fehler Kleinstma
TCHPROBE 426: Fehler Grtma
TCHPROBE 426: Fehler Kleinstma
TCHPROBE 430: Durchm. zu gro
TCHPROBE 430: Durchm. zu klein
Keine Messachse definiert
Werkzeug-Bruchtoleranz berschr.
Q247 ungleich 0 eingeben
Betrag Q247 grer 5 eingeben
Nullpunkt-Tabelle?
Fraesart Q351 ungleich 0 eingeben
Gewindetiefe verringern
Kalibrierung durchfhren
Toleranz berschritten
Satzvorlauf aktiv
ORIENTIERUNG nicht erlaubt
3DROT nicht erlaubt
3DROT aktivieren
Tiefe negativ eingeben
Q303 im Messzyklus undefiniert!
Werkzeugachse nicht erlaubt
Berechnete Werte fehlerhaft
Messpunkte widersprchlich

HEIDENHAIN iTNC 530

395

10.8 Zustzliche Funktionen

FN15: PRINT: Texte oder Q-Parameter-Werte


ausgeben
Datenschnittstelle einrichten: Im Menpunkt PRINT bzw.
PRINT-TEST legen Sie den Pfad fest, auf dem die TNC die
Texte oder Q-Parameter-Werte speichern soll. Siehe
Zuweisung, Seite 453.
Mit der Funktion FN 15: PRINT knnen Sie Werte von Q-Parametern
und Fehlermeldungen ber die Datenschnittstelle ausgeben, zum Beispiel an einen Drucker. Wenn Sie die Werte intern abspeichern oder
an einen Rechner ausgeben, speichert die TNC die Daten in der Datei
%FN 15RUN.A (Ausgabe whrend des Programmlaufs) oder in der
Datei %FN15SIM.A (Ausgabe whrend des Programm-Tests).
Die Ausgabe erfolgt gepuffert und wird sptestens am PGM-Ende,
oder wenn Sie das PGM anhalten, ausgelst. In der Betriebsart Einzelsatz startet die Datenbertragung am Satzende.
Dialoge und Fehlermeldung ausgeben mit FN 15: PRINT Zahlenwert
Zahlenwert 0 bis 99:
ab 100:

Dialoge fr Hersteller-Zyklen
PLC-Fehlermeldungen

Beispiel: Dialog-Nummer 20 ausgeben


67 FN15: PRINT 20
Dialoge und Q-Parameter ausgeben mit FN15: PRINT Q-Parameter
Anwendungsbeispiel: Protokollieren einer Werkstck-Vermessung.
Sie knnen bis zu sechs Q-Parameter und Zahlenwerte gleichzeitig
ausgeben. Die TNC trennt diese mit Schrgstrichen.
Beispiel: Dialog 1 und Zahlenwert Q1 ausgeben
70 FN15: PRINT1/Q1

396

10 Programmieren: Q-Parameter

10.8 Zustzliche Funktionen

FN16: F-PRINT: Texte und Q-Parameter-Werte


formatiert ausgeben
Datenschnittstelle einrichten: Im Menpunkt PRINT bzw.
PRINT-TEST legen Sie den Pfad fest, auf dem die TNC die
Textdatei speichern soll. Siehe Zuweisung, Seite 453.
Mit der Funktion FN 16: F-PRINT knnen Sie Q-Parameter-Werte und
Texte formatiert ber die Datenschnittstelle ausgeben, zum Beispiel
an einen Drucker. Wenn Sie die Werte intern abspeichern oder an
einen Rechner ausgeben, speichert die TNC die Daten in der Datei, die
Sie im FN 16-Satz definieren.
Um formatierten Text und die Werte der Q-Parameter auszugeben,
erstellen Sie mit dem Text-Editor der TNC eine Text-Datei, in der Sie
die Formate und die auszugebenden Q-Parameter festlegen.
Beispiel fr eine Text-Datei, die das Ausgabeformat festlegt:
MESSPROTOKOLL SCHAUFELRAD-SCHWERPUNKT;
DATUM: %02.2d-%02.2d-%4d,DAY,MONTH,YEAR4;
UHRZEIT: %2d:%02.2d:%02.2d,HOUR,MIN,SEC;

ANZAHL MESSWERTE: = 1;
*******************************************;#
X1 = %5.3LF, Q31;
Y1 = %5.3LF, Q32;
Z1 = %5.3LF, Q33;
******************************************;
Zum Erstellen von Text-Dateien setzen Sie folgende Formatierungsfunktionen ein:
Sonderzeichen

Funktion

............

Ausgabeformat fr Text und Variablen zwischen Anfhrungszeichen oben festlegen

%5.3LF

Format fr Q-Parameter festlegen:


5 Vorkomma-, 4 Nachkomma-Stellen, Long,
Floating (Dezimalzahl)

%S

Format fr Textvariable

Trennzeichen zwischen Ausgabeformat und


Parameter

Satzende-Zeichen, schliet eine Zeile ab

HEIDENHAIN iTNC 530

397

10.8 Zustzliche Funktionen

Um verschiedene Informationen mit in die Protokolldatei ausgeben zu


knnen stehen folgende Funktionen zur Verfgung:
Schlsselwort

Funktion

CALL_PATH

Gibt den Pfadnamen des NC-Programms aus,


in dem die FN16-Funktion steht. Beispiel:
"Messprogramm: %S",CALL_PATH;

M_CLOSE

Schliet die Datei, in die Sie mit FN16 schreiben. Beispiel: M_CLOSE;

L_ENGLISCH

Text nur bei Dialogspr. Englisch ausgeben

L_GERMAN

Text nur bei Dialogspr. Deutsch ausgeben

L_CZECH

Text nur bei Dialogspr. Tschechisch ausgeben

L_FRENCH

Text nur bei Dialogspr. Franzsisch ausgeben

L_ITALIAN

Text nur bei Dialogspr. Italienisch ausgeben

L_SPANISH

Text nur bei Dialogspr. Spanisch ausgeben

L_SWEDISH

Text nur bei Dialogspr. Schwedisch ausgeben

L_DANISH

Text nur bei Dialogspr. Dnisch ausgeben

L_FINNISH

Text nur bei Dialogspr. Finnisch ausgeben

L_DUTCH

Text nur bei Dialogspr. Niederl. ausgeben

L_POLISH

Text nur bei Dialogspr. Polnisch ausgeben

L_HUNGARIA

Text nur bei Dialogspr. Ungarisch ausgeben

L_ALL

Text unabhngig von der Dialogspr. ausgeben

HOUR

Anzahl Stunden aus der Echtzeit

MIN

Anzahl Minuten aus der Echtzeit

SEC

Anzahl Sekunden aus der Echtzeit

DAY

Tag aus der Echtzeit

MONTH

Monat als Zahl aus der Echtzeit

STR_MONTH

Monat als Stringkrzel aus der Echtzeit

YEAR2

Jahreszahl zweistellig aus der Echtzeit

YEAR4

Jahreszahl vierstellig aus der Echtzeit

398

10 Programmieren: Q-Parameter

10.8 Zustzliche Funktionen

Im Bearbeitungs-Programm programmieren Sie FN 16: F-PRINT,


um die Ausgabe zu aktivieren:
96 FN16:

F-PRINT TNC:\MASKE\MASKE1.A/RS232:\PROT1.TXT

Die TNC gibt dann die Datei PROT1.TXT ber die serielle Schnittstelle
aus:
MESSPROTOKOLL SCHAUFELRAD-SCHWERPUNKT
DATUM: 27:11:2001
UHRZEIT: 8:56:34
ANZAHL MESSWERTE : = 1
*******************************************
X1 = 149,360
Y1 = 25,509
Z1 = 37,000
*******************************************
Wenn Sie FN 16 mehrmals im Programm verwenden,
speichert die TNC alle Texte in der Datei, die Sie bei der
ersten FN 16-Funktion festgelegt haben. Die Ausgabe der
Datei erfolgt erst, wenn die TNC den Satz END PGM liest,
wenn Sie die NC-Stop-Taste drcken oder wenn Sie die
Datei mit M_CLOSE schlieen.
Im FN16-Satz die Format-Datei und die Protokoll-Datei
jeweils mit Extension programmieren.

FN18: SYS-DATUM READ: Systemdaten lesen


Mit der Funktion FN 18: SYS-DATUM READ knnen Sie Systemdaten
lesen und in Q-Parametern speichern. Die Auswahl des Systemdatums erfolgt ber eine Gruppen-Nummer (ID-Nr.), eine Nummer und
ggf. ber einen Index.
Gruppen-Name, ID-Nr.

Nummer

Index

Bedeutung

Programm-Info, 10

mm/inch-Zustand

berlappungsfaktor beim Taschenfrsen

Nummer aktiver Bearbeitungs-Zyklus

Aktive Werkzeug-Nummer

Vorbereitete Werkzeug-Nummer

Aktive Werkzeug-Achse
0=X, 1=Y, 2=Z, 6=U, 7=V, 8=W

Programmierte Spindeldrehzahl

Maschinenzustand, 20

HEIDENHAIN iTNC 530

399

10.8 Zustzliche Funktionen

Gruppen-Name, ID-Nr.

Zyklus-Parameter, 30

Daten aus der Werkzeug-Tabelle, 50

400

Nummer

Index

Bedeutung

Aktiver Spindelzustand: -1=undefiniert, 0=M3 aktiv,


1=M4 aktiv, 2=M5 nach M3, 3=M5 nach M4

Khlmittelzustand: 0=aus, 1=ein

Aktiver Vorschub

10

Index des vorbereiteten Werkzeugs

11

Index des aktiven Werkzeugs

Sicherheits-Abstand aktiver Bearbeitungs-Zyklus

Bohrtiefe/Frstiefe aktiver Bearbeitungs-Zyklus

Zustell-Tiefe aktiver Bearbeitungs-Zyklus

Vorschub Tiefenzust. aktiver Bearbeitungs-Zyklus

1. Seitenlnge Zyklus Rechtecktasche

2. Seitenlnge Zyklus Rechtecktasche

1. Seitenlnge Zyklus Nut

2. Seitenlnge Zyklus Nut

Radius Zyklus Kreistasche

10

Vorschub Frsen aktiver Bearbeitungs-Zyklus

11

Drehsinn aktiver Bearbeitungs-Zyklus

12

Verweilzeit aktiver Bearbeitungs-Zyklus

13

Gewindesteigung Zyklus 17, 18

14

Schlichtaufma aktiver Bearbeitungs-Zyklus

15

Ausrumwinkel aktiver Bearbeitungs-Zyklus

WKZ-Nr.

Werkzeug-Lnge

WKZ-Nr.

Werkzeug-Radius

WKZ-Nr.

Werkzeug-Radius R2

WKZ-Nr.

Aufma Werkzeug-Lnge DL

WKZ-Nr.

Aufma Werkzeug-Radius DR

WKZ-Nr.

Aufma Werkzeug-Radius DR2

WKZ-Nr.

Werkzeug gesperrt (0 oder 1)

WKZ-Nr.

Nummer des Schwester-Werkzeugs

WKZ-Nr.

Maximale Standzeit TIME1

10 Programmieren: Q-Parameter

Nummer

Index

Bedeutung

10

WKZ-Nr.

Maximale Standzeit TIME2

11

WKZ-Nr.

Aktuelle Standzeit CUR. TIME

12

WKZ-Nr.

PLC-Status

13

WKZ-Nr.

Maximale Schneidenlnge LCUTS

14

WKZ-Nr.

Maximaler Eintauchwinkel ANGLE

15

WKZ-Nr.

TT: Anzahl der Schneiden CUT

16

WKZ-Nr.

TT: Verschlei-Toleranz Lnge LTOL

17

WKZ-Nr.

TT: Verschlei-Toleranz Radius RTOL

18

WKZ-Nr.

TT: Drehrichtung DIRECT (0=positiv/-1=negativ)

19

WKZ-Nr.

TT: Versatz Ebene R-OFFS

20

WKZ-Nr.

TT: Versatz Lnge L-OFFS

21

WKZ-Nr.

TT: Bruch-Toleranz Lnge LBREAK

22

WKZ-Nr.

TT: Bruch-Toleranz Radius RBREAK

10.8 Zustzliche Funktionen

Gruppen-Name, ID-Nr.

Ohne Index: Daten des aktiven Werkzeugs


Daten aus der Platz-Tabelle, 51

Platz-Nr.

Werkzeug-Nummer

Platz-Nr.

Sonderwerkzeug: 0=nein, 1=ja

Platz-Nr.

Festplatz: 0=nein, 1=ja

Platz-Nr.

gesperrter Platz: 0=nein, 1=ja

Platz-Nr.

PLC-Status

Platz-Nummer eines Werkzeugs in


der Platz-Tabelle, 52

WKZ-Nr.

Platz-Nummer

Direkt nach TOOL CALL programmierte Position, 70

Position gltig/ungltig (1/0)

X-Achse

Y-Achse

Z-Achse

Programmierter Vorschub (-1: Kein Vorschub progr.)

Werkzeug-Radius (incl. Delta-Werte)

Werkzeug-Lnge (incl. Delta-Werte)

Grunddrehung Betriebsart Manuell

Aktive Werkzeug-Korrektur, 200

Aktive Transformationen, 210

HEIDENHAIN iTNC 530

401

10.8 Zustzliche Funktionen

Gruppen-Name, ID-Nr.

Nummer

Index

Bedeutung

Programmierte Drehung mit Zyklus 10

Aktive Spiegelachse
0: Spiegeln nicht aktiv
+1: X-Achse gespiegelt
+2: Y-Achse gespiegelt
+4: Z-Achse gespiegelt
+64: U-Achse gespiegelt
+128: V-Achse gespiegelt
+256: W-Achse gespiegelt
Kombinationen = Summe der Einzelachsen

Aktive Nullpunkt-Verschiebung, 220

402

Aktiver Mafaktor X-Achse

Aktiver Mafaktor Y-Achse

Aktiver Mafaktor Z-Achse

Aktiver Mafaktor U-Achse

Aktiver Mafaktor V-Achse

Aktiver Mafaktor W-Achse

3D-ROT A-Achse

3D-ROT B-Achse

3D-ROT C-Achse

Bearbeitungsebene Schwenken aktiv/inaktiv (-1/0) in einer


Programmlauf-Betriebsart

Bearbeitungsebene Schwenken aktiv/inaktiv (-1/0) in einer


manuellen Betriebsart

X-Achse

Y-Achse

Z-Achse

A-Achse

B-Achse

C-Achse

U-Achse

10 Programmieren: Q-Parameter

Verfahrbereich, 230

Soll-Position im REF-System, 240

Soll-Position im Eingabe-System, 270

Status von M128, 280

Schaltendes Tastsystem, 350

HEIDENHAIN iTNC 530

Nummer

Index

Bedeutung

V-Achse

W-Achse

1 bis 9

Negativer Software-Endschalter Achse 1 bis 9

1 bis 9

Positiver Software-Endschalter Achse 1 bis 9

X-Achse

Y-Achse

Z-Achse

A-Achse

B-Achse

C-Achse

U-Achse

V-Achse

W-Achse

X-Achse

Y-Achse

Z-Achse

A-Achse

B-Achse

C-Achse

U-Achse

V-Achse

W-Achse

0: M128 inaktiv, -1: M128 aktiv

Vorschub, der mit M128 programmiert wurde

10

Tastsystem-Achse

11

Wirksamer Kugelradius

12

Wirksame Lnge

13

Radius Einstellring

14

Mittenversatz Hauptachse

10.8 Zustzliche Funktionen

Gruppen-Name, ID-Nr.

403

10.8 Zustzliche Funktionen

Gruppen-Name, ID-Nr.

Index

Bedeutung

Mittenversatz Nebenachse

15

Richtung des Mittenversatzes gegenber 0-Stellung

20

Mittelpunkt X-Achse (REF-System

Mittelpunkt Y-Achse (REF-System)

Mittelpunkt Z-Achse (REF-System)

21

Teller-Radius

30

Kalibrierte Tasterlnge

31

Tasterradius 1

32

Tasterradius 2

33

Durchmesser Einstellring

34

Mittenversatz Hauptachse

Mittenversatz Nebenachse

Korrekturfaktor 1. Achse

Korrekturfaktor 2. Achse

Korrekturfaktor 3. Achse

Kraftverhltnis 1. Achse

Kraftverhltnis 2. Achse

Kraftverhltnis 3. Achse

1 bis 9

Position im aktiven Koordinaten-System Achse 1 bis 9

1 bis 9

Position im REF-System Achse 1 bis 9

Wert aus der aktiven NullpunktTabelle im aktiven Koordinatensystem, 500

NP-Nummer

1 bis 9

X-Achse bis W-Achse

REF-Wert aus der aktiven NullpunktTabelle, 501

NP-Nummer

1 bis 9

X-Achse bis W-Achse

Nullpunkt-Tabelle angewhlt, 505

Rckgabewert = 0: Keine Nullpunkt-Tabelle aktiv


Rckgabewert = 1: Nullpunkt-Tabelle aktiv

Daten aus der aktiven PalettenTabelle, 510

Aktive Zeile

Palettennummer aus Feld PAL/PGM

Tischtastsystem TT 130

Messendes Tastsystem, 350

Nummer

35

36

Letzter Antastpunkt TCH PROBEZyklus 0 oder letzter Antastpunkt aus


Betriebsart Manuell, 360

404

10 Programmieren: Q-Parameter

Nummer

Index

Bedeutung

Maschinen-Parameter vorhanden,
1010

MP-Nummer

MPIndex

Rckgabewert = 0: MP nicht vorhanden


Rckgabewert = 1: MP vorhanden

10.8 Zustzliche Funktionen

Gruppen-Name, ID-Nr.

Beispiel: Wert des aktiven Mafaktors der Z-Achse an Q25


zuweisen
55 FN18: SYSREAD Q25 = ID210 NR4 IDX3

FN19: PLC: Werte an PLC bergeben


Mit der Funktion FN 19: PLC knnen Sie bis zu zwei Zahlenwerte oder
Q-Parameter an die PLC bergeben.
Schrittweiten und Einheiten: 0,1 m bzw. 0,0001
Beispiel: Zahlenwert 10 (entspricht 1m bzw. 0,001) an PLC bergeben
56 FN19: PLC=+10/+Q3

FN20: WAIT FOR: NC und PLC synchronisieren


Diese Funktion drfen Sie nur in Abstimmung mit Ihrem
Maschinenhersteller verwenden!
Mit der Funktion FN 20: WAIT FOR knnen Sie whrend des Programmlaufs eine Synchronisation zwischen NC und PLC durchfhren.
Die NC stoppt das Abarbeiten, bis die Bedingung erfllt ist, die Sie im
FN 20-Satz programmiert haben. Die TNC kann dabei folgende PLCOperanden berprfen:
PLCOperand

Kurzbezeichnung

Adressbereich

Merker

0 bis 4999

Eingang

0 bis 31, 128 bis 152


64 bis 126 (erste PL 401 B)
192 bis 254 (zweite
PL 401 B)

Ausgang

0 bis 30
32 bis 62 (erste PL 401 B)
64 bis 94 (zweite PL 401 B)

Zhler

48 bis 79

Timer

0 bis 95

Byte

0 bis 4095

Wort

0 bis 2047

Doppelwort

2048 bis 4095

HEIDENHAIN iTNC 530

405

10.8 Zustzliche Funktionen

Im FN 20-Satz sind folgende Bedingungen erlaubt:


Bedingung

Kurzbezeichnung

Gleich

==

Kleiner als

<

Grer als

>

Kleiner-Gleich

<=

Grer-Gleich

>=

Beispiel: Programmlauf anhalten, bis die PLC den Merker 4095 auf
1 setzt
32 FN20: WAIT FOR M4095==1

406

10 Programmieren: Q-Parameter

10.8 Zustzliche Funktionen

FN25: PRESET: Neuen Bezugspunkt setzen


Diese Funktion knnen Sie nur programmieren, wenn Sie
die Schlssel-Zahl 555343 eingegeben haben, siehe
Schlssel-Zahl eingeben, Seite 451.
Mit der Funktion FN 25: PRESET knnen Sie whrend des Programmlaufs in einer whlbaren Achse einen neuen Bezugspunkt setzen.
U

U
U
U
U
U

Q-Parameter-Funktion whlen: Taste Q drcken (im Feld fr ZahlenEingabe, rechts). Die Softkey-Leiste zeigt die Q-Parameter-Funktionen
Zustzliche Funktionen whlen: Softkey SONDER-FUNKT. drcken
FN25 whlen: Softkey-Leiste auf die zweite Ebene schalten, Softkey FN25 BEZUGSP. SETZEN drcken
Achse?: Achse eingeben, in der Sie einen neuen Bezugspunkt setzen wollen, mit Taste ENT besttigen
Umzurechnender Wert?: Koordinate im aktiven Koordinatensystem
eingeben, an der Sie den neuen Bezugspunkt setzen wollen
Neuer Bezugspunkt?: Koordinate eingeben, die der umzurechnende
Wert im neuen Koordinatensystem haben soll

Beispiel: Auf der aktuellen Koordinate X+100 neuen Bezugspunkt


setzen
56 FN25: PRESET = X/+100/+0
Beispiel: Die aktuelle Koordinate Z+50 soll im neuen Koordinatensystem den Wert -20 haben
56 FN25: PRESET = Z/+50/-20

HEIDENHAIN iTNC 530

407

10.8 Zustzliche Funktionen

FN26: TABOPEN: Frei definierbare Tabelle ffnen


Mit der Funktion FN 26: TABOPEN ffnen Sie eine beliebige frei definierbare Tabelle, um diese Tabelle mit FN27 zu beschreiben, bzw. aus
dieser Tabelle mit FN28 zu lesen.
In einem NC Programm kann immer nur eine Tabelle
geffnet sein. Ein neuer Satz mit TABOPEN schliet die
zuletzt geffnete Tabelle automatisch.
Die zu ffnende Tabelle muss den Nachnamen .TAB
haben.
Beispiel: Tabelle TAB1.TAB ffnen, die im Verzeichnis TNC:\DIR1
gespeichert ist
56 FN26: TABOPEN TNC:\DIR1\TAB1.TAB

FN27: TABWRITE: Frei definierbare Tabelle


beschreiben
Mit der Funktion FN 27: TABWRITE beschreiben Sie die Tabelle, die
Sie zuvor mit FN 26 TABOPEN geffnet haben.
Sie knnen bis zu 8 Spaltennamen in einem TABWRITE-Satz definieren, d.h. beschreiben. Die Spaltennamen mssen zwischen Hochkommas stehen und durch ein Komma getrennt sein. Den Wert, den die
TNC in die jeweilige Spalte schreiben soll, definieren Sie in Q-Parametern.
Sie knnen nur numerische Tabellenfelder beschreiben.
Wenn Sie mehrere Spalten in einem Satz beschreiben
wollen, mssen Sie die zu schreibenden Werte in aufeinanderfolgenden Q-Parameter-Nummern speichern
Beispiel:
In die Zeile 5 der momentan geffneten Tabelle die Spalten Radius,
Tiefe und D beschreiben. Die Werte, die in die Tabelle geschrieben
werden sollen, mssen in den Q-Parametern Q5, Q6 und Q7 gespeichert sein
53 FN0: Q5 = 3,75
54 FN0: Q6 = -5
55 FN0: Q7 = 7,5
56 FN27: TABWRITE 5/RADIUS,TIEFE,D = Q5

408

10 Programmieren: Q-Parameter

10.8 Zustzliche Funktionen

FN28: TABREAD: Frei definierbare Tabelle lesen


Mit der Funktion FN 28: TABREAD lesen Sie aus der Tabelle, die Sie
zuvor mit FN 26 TABOPEN geffnet haben.
Sie knnen bis zu 8 Spaltennamen in einem TABREAD-Satz definieren, d.h. lesen. Die Spaltennamen mssen zwischen Anfhrungszeichen stehen und durch ein Komma getrennt sein. Die Q-ParameterNummer, in die die TNC den ersten gelesenen Wert schreiben soll,
definieren Sie im FN 28-Satz.
Sie knnen nur numerische Tabellenfelder lesen.
Wenn Sie mehrere Spalten in einem Satz lesen, dann speichert die TNC die gelesenen Werte in aufeinanderfolgenden Q-Parameter-Nummern.
Beispiel:
Aus der Zeile 6 der momentan geffneten Tabelle die Werte der Spalten Radius, Tiefe und D lesen. Den ersten Wert im Q-Parametern Q10
speichern (zweiter Wert in Q11, dritter Wert in Q12).
56 FN28: TABREAD Q10 = 6/RADIUS,TIEFE,D

HEIDENHAIN iTNC 530

409

10.9 Formel direkt eingeben

10.9 Formel direkt eingeben


Formel eingeben
ber Softkeys knnen Sie mathematische Formeln, die mehrere
Rechenoperationen beinhalten, direkt ins Bearbeitungs-Programm
eingeben.
Die Formeln erscheinen mit Druck auf den Softkey FORMEL. Die TNC
zeigt folgende Softkeys in mehreren Leisten:
Verknpfungs-Funktion

Softkey

Addition
z.B. Q10 = Q1 + Q5
Subtraktion
z.B. Q25 = Q7 Q108
Multiplikation
z.B. Q12 = 5 * Q5
Division
z.B. Q25 = Q1 / Q2
Klammer auf
z.B. Q12 = Q1 * (Q2 + Q3)
Klammer zu
z.B. Q12 = Q1 * (Q2 + Q3)
Wert quadrieren (engl. square)
z.B. Q15 = SQ 5
Wurzel ziehen (engl. square root)
z.B. Q22 = SQRT 25
Sinus eines Winkels
z.B. Q44 = SIN 45
Cosinus eines Winkels
z.B. Q45 = COS 45
Tangens eines Winkels
z.B. Q46 = TAN 45
Arcus-Sinus
Umkehrfunktion des Sinus; Winkel bestimmen aus
dem Verhltnis Gegenkathete/Hypotenuse
z.B. Q10 = ASIN 0,75
Arcus-Cosinus
Umkehrfunktion des Cosinus; Winkel bestimmen aus
dem Verhltnis Ankathete/Hypotenuse
z.B. Q11 = ACOS Q40

410

10 Programmieren: Q-Parameter

10.9 Formel direkt eingeben

Verknpfungs-Funktion

Softkey

Arcus-Tangens
Umkehrfunktion des Tangens; Winkel bestimmen aus
dem Verhltnis Gegenkathete/Ankathete
z.B. Q12 = ATAN Q50
Werte potenzieren
z.B. Q15 = 3^3
Konstante Pl (3,14159)
z.B. Q15 = PI
Logarithmus Naturalis (LN) einer Zahl bilden
Basiszahl 2,7183
z.B. Q15 = LN Q11
Logarithmus einer Zahl bilden, Basiszahl 10
z.B. Q33 = LOG Q22
Exponentialfunktion, 2,7183 hoch n
z.B. Q1 = EXP Q12
Werte negieren (Multiplikation mit -1)
z.B. Q2 = NEG Q1
Nachkomma-Stellen abschneiden
Integer-Zahl bilden
z.B. Q3 = INT Q42
Absolutwert einer Zahl bilden
z.B. Q4 = ABS Q22
Vorkomma-Stellen einer Zahl abschneiden
Fraktionieren
z.B. Q5 = FRAC Q23
Vorzeichen einer Zahl prfen
z.B. Q12 = SGN Q50
Wenn Rckgabewert Q12 = 1: Q50 >= 0
Wenn Rckgabewert Q12 = 0: Q50 < 0
Modulowert (Divisionsrest) berechnen
z.B. Q12 = 400 % 360
Ergebnis: Q12 = 40

HEIDENHAIN iTNC 530

411

10.9 Formel direkt eingeben

Rechenregeln
Fr das Programmieren mathematischer Formeln gelten folgende
Regeln:
Punkt- vor Strichrechnung
12

Q1 = 5 * 3 + 2 * 10 = 35

1. Rechenschritt 5 * 3 = 15
2. Rechenschritt 2 * 10 = 20
3. Rechenschritt 15 + 20 = 35
oder
13

Q2 = SQ 10 - 3^3 = 73

1. Rechenschritt 10 quadrieren = 100


2. Rechenschritt 3 mit 3 potenzieren = 27
3. Rechenschritt 100 27 = 73
Distributivgesetz
Gesetz der Verteilung beim Klammerrechnen
a * (b + c) = a * b + a * c

412

10 Programmieren: Q-Parameter

10.9 Formel direkt eingeben

Eingabe-Beispiel
Winkel berechnen mit arctan aus Gegenkathete (Q12) und Ankathete
(Q13); Ergebnis Q25 zuweisen:
Formel-Eingabe whlen: Taste Q und Softkey
FORMEL drcken
PARAMETER-NR. FR ERGEBNIS?

25

Parameter-Nummer eingeben

Softkey-Leiste weiterschalten und Arcus-TangensFunktion whlen

Softkey-Leiste weiterschalten und Klammer ffnen

12

Q-Parameter Nummer 12 eingeben

Division whlen

13

Q-Parameter Nummer 13 eingeben

Klammer schlieen und Formel-Eingabe beenden

NC-Beispielsatz
37

Q25 = ATAN (Q12/Q13)

HEIDENHAIN iTNC 530

413

10.10 Vorbelegte Q-Parameter

10.10 Vorbelegte Q-Parameter


Die Q-Parameter Q100 bis Q122 werden von der TNC mit Werten
belegt. Den Q-Parametern werden zugewiesen:
n Werte aus der PLC
n Angaben zu Werkzeug und Spindel
n Angaben zum Betriebszustand usw.

Werte aus der PLC: Q100 bis Q107


Die TNC benutzt die Parameter Q100 bis Q107, um Werte aus der PLC
in ein NC-Programm zu bernehmen.

Aktiver Werkzeug-Radius: Q108


Der aktive Wert des Werkzeug-Radius wird Q108 zugewiesen. Q108
setzt sich zusammen aus:
n Werkzeug-Radius R (Werkzeug-Tabelle oder TOOL DEF-Satz)
n Delta-Wert DR aus der Werkzeug-Tabelle
n Delta-Wert DR aus dem TOOL CALL-Satz

Werkzeugachse: Q109
Der Wert des Parameters Q109 hngt von der aktuellen Werkzeugachse ab:
Werkzeugachse

Parameter-Wert

Keine Werkzeugachse definiert

Q109 = 1

X-Achse

Q109 = 0

Y-Achse

Q109 = 1

Z-Achse

Q109 = 2

U-Achse

Q109 = 6

V-Achse

Q109 = 7

W-Achse

Q109 = 8

414

10 Programmieren: Q-Parameter

10.10 Vorbelegte Q-Parameter

Spindelzustand: Q110
Der Wert des Parameters Q110 hngt von der zuletzt programmierten
M-Funktion fr die Spindel ab:
M-Funktion

Parameter-Wert

Kein Spindelzustand definiert

Q110 = 1

M03: Spindel EIN, Uhrzeigersinn

Q110 = 0

M04: Spindel EIN, Gegenuhrzeigersinn

Q110 = 1

M05 nach M03

Q110 = 2

M05 nach M04

Q110 = 3

Khlmittelversorgung: Q111
M-Funktion

Parameter-Wert

M08: Khlmittel EIN

Q111 = 1

M09: Khlmittel AUS

Q111 = 0

berlappungsfaktor: Q112
Die TNC weist Q112 den berlappungsfaktor beim Taschenfrsen
(MP7430) zu.

Maangaben im Programm: Q113


Der Wert des Parameters Q113 hngt bei Verschachtelungen mit
PGM CALL von den Maangaben des Programms ab, das als erstes
andere Programme ruft.
Maangaben des Hauptprogramms

Parameter-Wert

Metrisches System (mm)

Q113 = 0

Zoll-System (inch)

Q113 = 1

HEIDENHAIN iTNC 530

415

10.10 Vorbelegte Q-Parameter

Werkzeug-Lnge: Q114
Der aktuelle Wert der Werkzeug-Lnge wird Q114 zugewiesen.

Koordinaten nach Antasten whrend des


Programmlaufs
Die Parameter Q115 bis Q119 enthalten nach einer programmierten
Messung mit dem 3D-Tastsystem die Koordinaten der Spindelposition
zum Antast-Zeitpunkt. Die Koordinaten beziehen sich auf den Bezugspunkt, der in der Betriebsart Manuell aktiv ist.
Die Lnge des Taststifts und der Radius der Tastkugel werden fr
diese Koordinaten nicht bercksichtigt.
Koordinatenachse

Parameter-Wert

X-Achse

Q115

Y-Achse

Q116

Z-Achse

Q117

IV. Achse
abhngig von MP100

Q118

V. Achse
abhngig von MP100

Q119

Ist-Sollwert-Abweichung bei automatischer


Werkzeug-Vermessung mit dem TT 130
Ist-Soll-Abweichung

Parameter-Wert

Werkzeug-Lnge

Q115

Werkzeug-Radius

Q116

Schwenken der Bearbeitungsebene mit


Werkstck-Winkeln: von der TNC berechnete
Koordinaten fr Drehachsen
Koordinaten

Parameter-Wert

A-Achse

Q120

B-Achse

Q121

C-Achse

Q122

416

10 Programmieren: Q-Parameter

10.10 Vorbelegte Q-Parameter

Messergebnisse von Tastsystem-Zyklen (siehe


auch Benutzer-Handbuch Tastsystem-Zyklen)
Gemessene Istwerte

Parameter-Wert

Winkel einer Geraden

Q150

Mitte in der Hauptachse

Q151

Mitte in der Nebenachse

Q152

Durchmesser

Q153

Taschenlnge

Q154

Taschenbreite

Q155

Lnge in der im Zyklus gewhlten Achse

Q156

Lage der Mittelachse

Q157

Winkel der A-Achse

Q158

Winkel der B-Achse

Q159

Koordinate der im Zyklus gewhlten Achse

Q160

Ermittelte Abweichung

Parameter-Wert

Mitte in der Hauptachse

Q161

Mitte in der Nebenachse

Q162

Durchmesser

Q163

Taschenlnge

Q164

Taschenbreite

Q165

Gemessene Lnge

Q166

Lage der Mittelachse

Q167

Ermittelte Raumwinkel

Parameter-Wert

Drehung um die A-Achse

Q170

Drehung um die B-Achse

Q171

Drehung um die C-Achse

Q172

HEIDENHAIN iTNC 530

417

10.10 Vorbelegte Q-Parameter

Werkstck-Status

Parameter-Wert

Gut

Q180

Nacharbeit

Q181

Ausschuss

Q182

Gemessene Abweichung mit Zyklus 440

Parameter-Wert

X-Achse

Q185

Y-Achse

Q186

Z-Achse

Q187

Reserviert fr interne Verwendung

Parameter-Wert

Merker fr Zyklen (Bearbeitungsbilder)

Q197

Nummer des zuletzt aktiven Messzyklus

Q198

Status Werkzeug-Vermessung mit TT

Parameter-Wert

Werkzeug innerhalb Toleranz

Q199 = 0,0

Werkzeug ist verschlissen (LTOL/RTOL


berschritten)

Q199 = 1,0

Werkzeug ist gebrochen (LBREAK/RBREAK


berschritten)

Q199 = 2,0

418

10 Programmieren: Q-Parameter

10.11 Programmier-Beispiele

Beispiel: Ellipse
Programm-Ablauf
n Die Ellipsen-Kontur wird durch viele kleineGeradenstcke angenhert (ber Q7 definierbar). Je
mehr Berechnungsschritte definiert sind, desto
glatter wird die Kontur
n Die Frsrichtung bestimmen Sie ber den Startund Endwinkel in der Ebene:
Bearbeitungsrichtung im Uhrzeigersinn:
Startwinkel > Endwinkel
Bearbeitungsrichtung im Gegen-Uhrzeigersinn:
Startwinkel < Endwinkel
n Werkzeug-Radius wird nicht bercksichtigt

30

50

50

50

0 BEGIN PGM ELLIPSE MM


1 FN 0: Q1 = +50

Mitte X-Achse

2 FN 0: Q2 = +50

Mitte Y-Achse

3 FN 0: Q3 = +50

Halbachse X

4 FN 0: Q4 = +30

Halbachse Y

5 FN 0: Q5 = +0

Startwinkel in der Ebene

6 FN 0: Q6 = +360

Endwinkel in der Ebene

7 FN 0: Q7 = +40

Anzahl der Berechnungs-Schritte

8 FN 0: Q8 = +0

Drehlage der Ellipse

9 FN 0: Q9 = +5

Frstiefe

10 FN 0: Q10 = +100

Tiefenvorschub

11 FN 0: Q11 = +350

Frsvorschub

12 FN 0: Q12 = +2

Sicherheits-Abstand fr Vorpositionierung

13 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-20

Rohteil-Definition

14 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


15 TOOL DEF 1 L+0 R+2.5

Werkzeug-Definition

16 TOOL CALL 1 Z S4000

Werkzeug-Aufruf

17 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

18 CALL LBL 10

Bearbeitung aufrufen

19 L Z+100 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

HEIDENHAIN iTNC 530

419

10.11 Programmier-Beispiele

20 LBL 10

Unterprogramm 10: Bearbeitung

21 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT

Nullpunkt ins Zentrum der Ellipse verschieben

22 CYCL DEF 7.1 X+Q1


23 CYCL DEF 7.2 Y+Q2
24 CYCL DEF 10.0 DREHUNG

Drehlage in der Ebene verrechnen

25 CYCL DEF 10.1 ROT+Q8


26 Q35 = (Q6 - Q5) / Q7

Winkelschritt berechnen

27 Q36 = Q5

Startwinkel kopieren

28 Q37 = 0

Schnittzhler setzen

29 Q21 = Q3 * COS Q36

X-Koordinate des Startpunkts berechnen

30 Q22 = Q4 * SIN Q36

Y-Koordinate des Startpunkts berechnen

31 L X+Q21 Y+Q22 R0 FMAX M3

Startpunkt anfahren in der Ebene

32 L Z+Q12 R0 FMAX

Vorpositionieren auf Sicherheits-Abstand in der Spindelachse

33 L Z-Q9 R0 FQ10

Auf Bearbeitungstiefe fahren

34 LBL 1
35 Q36 = Q36 + Q35

Winkel aktualisieren

36 Q37 = Q37 + 1

Schnittzhler aktualisieren

37 Q21 = Q3 * COS Q36

Aktuelle X-Koordinate berechnen

38 Q22 = Q4 * SIN Q36

Aktuelle Y-Koordinate berechnen

39 L X+Q21 Y+Q22 R0 FQ11

Nchsten Punkt anfahren

40 FN 12: IF +Q37 LT +Q7 GOTO LBL 1

Abfrage ob unfertig, wenn ja dann Rcksprung zu LBL 1

41 CYCL DEF 10.0 DREHUNG

Drehung rcksetzen

42 CYCL DEF 10.1 ROT+0


43 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT

Nullpunkt-Verschiebung rcksetzen

44 CYCL DEF 7.1 X+0


45 CYCL DEF 7.2 Y+0
46 L Z+Q12 F0 FMAX

Auf Sicherheits-Abstand fahren

47 LBL 0

Unterprogramm-Ende

48 END PGM ELLIPS MM

420

10 Programmieren: Q-Parameter

10.11 Programmier-Beispiele

Beispiel: Zylinder konkav mit Radiusfrser


Programm-Ablauf
n Programm funktioniert nur mit Radiusfrser, die
Werkzeuglnge bezieht sich auf das Kugelzentrum
n Die Zylinder-Kontur wird durch viele kleineGeradenstcke angenhert (ber Q13 definierbar). Je
mehr Schnitte definiert sind, desto glatter wird
die Kontur
n Der Zylinder wird in Lngsschnitten (hier: Parallel
zur Y-Achse) gefrst
n Die Frsrichtung bestimmen Sie ber den Startund Endwinkel im Raum:
Bearbeitungsrichtung im Uhrzeigersinn:
Startwinkel > Endwinkel
Bearbeitungsrichtung im Gegen-Uhrzeigersinn:
Startwinkel < Endwinkel
n Werkzeug-Radius wird automatisch korrigiert

Z
R4

-50

Y
100

50

100

0 BEGIN PGM ZYLIN MM


1 FN 0: Q1 = +50

Mitte X-Achse

2 FN 0: Q2 = +0

Mitte Y-Achse

3 FN 0: Q3 = +0

Mitte Z-Achse

4 FN 0: Q4 = +90

Startwinkel Raum (Ebene Z/X)

5 FN 0: Q5 = +270

Endwinkel Raum (Ebene Z/X)

6 FN 0: Q6 = +40

Zylinderradius

7 FN 0: Q7 = +100

Lnge des Zylinders

8 FN 0: Q8 = +0

Drehlage in der Ebene X/Y

9 FN 0: Q10 = +5

Aufma Zylinderradius

10 FN 0: Q11 = +250

Vorschub Tiefenzustellung

11 FN 0: Q12 = +400

Vorschub Frsen

12 FN 0: Q13 = +90

Anzahl Schnitte

13 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-50

Rohteil-Definition

15 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


15 TOOL DEF 1 L+0 R+3

Werkzeug-Definition

16 TOOL CALL 1 Z S4000

Werkzeug-Aufruf

17 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

18 CALL LBL 10

Bearbeitung aufrufen

19 FN 0: Q10 = +0

Aufma rcksetzen

HEIDENHAIN iTNC 530

421

10.11 Programmier-Beispiele

20 CALL LBL 10

Bearbeitung aufrufen

21 L Z+100 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

22 LBL 10

Unterprogramm 10: Bearbeitung

23 Q16 = Q6 - Q10 - Q108

Aufma und Werkzeug bezogen auf Zylinder-Radius verrechnen

24 FN 0: Q20 = +1

Schnittzhler setzen

25 FN 0: Q24 = +Q4

Startwinkel Raum (Ebene Z/X) kopieren

26 Q25 = (Q5 - Q4) / Q13

Winkelschritt berechnen

27 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT

Nullpunkt in die Mitte des Zylinders (X-Achse) verschieben

28 CYCL DEF 7.1 X+Q1


29 CYCL DEF 7.2 Y+Q2
30 CYCL DEF 7.3 Z+Q3
31 CYCL DEF 10.0 DREHUNG

Drehlage in der Ebene verrechnen

32 CYCL DEF 10.1 ROT+Q8


33 L X+0 Y+0 R0 FMAX

Vorpositionieren in der Ebene in die Mitte des Zylinders

34 L Z+5 R0 F1000 M3

Vorpositionieren in der Spindelachse

35 LBL 1
36 CC Z+0 X+0

Pol setzen in der Z/X-Ebene

37 LP PR+Q16 PA+Q24 FQ11

Startposition auf Zylinder anfahren, schrg ins Material eintauchend

38 L Y+Q7 R0 FQ12

Lngsschnitt in Richtung Y+

39 FN 1: Q20 = +Q20 + +1

Schnittzhler aktualisieren

40 FN 1: Q24 = +Q24 + +Q25

Raumwinkel aktualisieren

41 FN 11: IF +Q20 GT +Q13 GOTO LBL 99

Abfrage ob bereits fertig, wenn ja, dann ans Ende springen

42 LP PR+Q16 PA+Q24 FQ11

Angenherten Bogen fahren fr nchsten Lngsschnitt

43 L Q+0 F0 FQ12

Lngsschnitt in Richtung Y

44 FN 1: Q20 = +Q20 + +1

Schnittzhler aktualisieren

45 FN 1: Q24 = +Q24 + +Q25

Raumwinkel aktualisieren

46 FN 12: IF +Q20 LT +Q13 GOTO LBL 1

Abfrage ob unfertig, wenn ja dann Rcksprung zu LBL 1

47 LBL 99
48 CYCL DEF 10.0 DREHUNG

Drehung rcksetzen

49 CYCL DEF 10.1 ROT+0


50 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT

Nullpunkt-Verschiebung rcksetzen

51 CYCL DEF 7.1 X+0


52 CYCL DEF 7.2 Y+0
53 CYCL DEF 7.3 Z+0
54 LBL 0

Unterprogramm-Ende

55 END PGM ZYLIN

422

10 Programmieren: Q-Parameter

10.11 Programmier-Beispiele

Beispiel: Kugel konvex mit Schaftfrser


Programm-Ablauf

100

R4

n Programm funktioniert nur mit Schaftfrser


n Die Kugel-Kontur wird durch viele kleine Geradenstcke angenhert (Z/X-Ebene, ber Q14
definierbar). Je kleiner der Winkelschritt definiert
ist, desto glatter wird die Kontur
n Die Anzahl der Kontur-Schnitte bestimmen Sie
durch den Winkelschritt in der Ebene (ber Q18)
n Die Kugel wird im 3D-Schnitt von unten nach
oben gefrst
n Werkzeug-Radius wird automatisch korrigiert

R4
50

50

100

-50

0 BEGIN PGM KUGEL MM


1 FN 0: Q1 = +50

Mitte X-Achse

2 FN 0: Q2 = +50

Mitte Y-Achse

3 FN 0: Q4 = +90

Startwinkel Raum (Ebene Z/X)

4 FN 0: Q5 = +0

Endwinkel Raum (Ebene Z/X)

5 FN 0: Q14 = +5

Winkelschritt im Raum

6 FN 0: Q6 = +45

Kugelradius

7 FN 0: Q8 = +0

Startwinkel Drehlage in der Ebene X/Y

8 FN 0: Q9 = +360

Endwinkel Drehlage in der Ebene X/Y

9 FN 0: Q18 = +10

Winkelschritt in der Ebene X/Y frs Schruppen

10 FN 0: Q10 = +5

Aufma Kugelradius frs Schruppen

11 FN 0: Q11 = +2

Sicherheits-Abstand fr Vorpositionierung in der Spindelachse

12 FN 0: Q12 = +350

Vorschub Frsen

13 BLK FORM 0.1 Z X+0 Y+0 Z-50

Rohteil-Definition

14 BLK FORM 0.2 X+100 Y+100 Z+0


15 TOOL DEF 1 L+0 R+7.5

Werkzeug-Definition

16 TOOL CALL 1 Z S4000

Werkzeug-Aufruf

17 L Z+250 R0 FMAX

Werkzeug freifahren

HEIDENHAIN iTNC 530

423

10.11 Programmier-Beispiele

18 CALL LBL 10

Bearbeitung aufrufen

19 FN 0: Q10 = +0

Aufma rcksetzen

20 FN 0: Q18 = +5

Winkelschritt in der Ebene X/Y frs Schlichten

21 CALL LBL 10

Bearbeitung aufrufen

22 L Z+100 R0 FMAX M2

Werkzeug freifahren, Programm-Ende

23 LBL 10

Unterprogramm 10: Bearbeitung

24 FN 1: Q23 = +Q11 + +Q6

Z-Koordinate fr Vorpositionierung berechnen

25 FN 0: Q24 = +Q4

Startwinkel Raum (Ebene Z/X) kopieren

26 FN 1: Q26 = +Q6 + +Q108

Kugelradius korrigieren fr Vorpositionierung

27 FN 0: Q28 = +Q8

Drehlage in der Ebene kopieren

28 FN 1: Q16 = +Q6 + -Q10

Aufma bercksichtigen beim Kugelradius

29 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT

Nullpunkt ins Zentrum der Kugel verschieben

30 CYCL DEF 7.1 X+Q1


31 CYCL DEF 7.2 Y+Q2
32 CYCL DEF 7.3 Z-Q16
33 CYCL DEF 10.0 DREHUNG

Startwinkel Drehlage in der Ebene verrechnen

34 CYCL DEF 10.1 ROT+Q8


35 LBL 1

Vorpositionieren in der Spindelachse

36 CC X+0 Y+0

Pol setzen in der X/Y-Ebene fr Vorpositionierung

37 LP PR+Q26 PA+Q8 R0 FQ12

Vorpositionieren in der Ebene

38 CC Z+0 X+Q108

Pol setzen in der Z/X-Ebene, um Werkzeug-Radius versetzt

39 L Y+0 Z+0 FQ12

Fahren auf Tiefe

424

10 Programmieren: Q-Parameter

10.11 Programmier-Beispiele

40 LBL 2
41 LP PR+Q6 PA+Q24 R9 FQ12

Angenherten Bogen nach oben fahren

42 FN 2: Q24 = +Q24 - +Q14

Raumwinkel aktualisieren

43 FN 11: IF +Q24 GT +Q5 GOTO LBL 2

Abfrage ob ein Bogen fertig, wenn nicht, dann zurck zu LBL 2

44 LP PR+Q6 PA+Q5

Endwinkel im Raum anfahren

45 L Z+Q23 R0 F1000

In der Spindelachse freifahren

46 L X+Q26 R0 FMAX

Vorpositionieren fr nchsten Bogen

47 FN 1: Q28 = +Q28 + +Q18

Drehlage in der Ebene aktualisieren

48 FN 0: Q24 = +Q4

Raumwinkel rcksetzen

49 CYCL DEF 10.0 DREHUNG

Neue Drehlage aktivieren

50 CYCL DEF 10.0 ROT+Q28


51 FN 12: IF +Q28 LT +Q9 GOTO LBL 1
52 FN 9: IF +Q28 EQU +Q9 GOTO LBL 1

Abfrage ob unfertig, wenn ja, dann Rcksprung zu LBL 1

53 CYCL DEF 10.0 DREHUNG

Drehung rcksetzen

54 CYCL DEF 10.1 ROT+0


55 CYCL DEF 7.0 NULLPUNKT

Nullpunkt-Verschiebung rcksetzen

56 CYCL DEF 7.1 X+0


57 CYCL DEF 7.2 Y+0
58 CYCL DEF 7.3 Z+0
59 LBL 0

Unterprogramm-Ende

60 END PGM KUGEL MM

HEIDENHAIN iTNC 530

425

11
Programm-Test
und Programmlauf

11.1 Grafiken

11.1 Grafiken
Anwendung
In den Programmlauf-Betriebsarten und der Betriebsart ProgrammTest simuliert die TNC eine Bearbeitung grafisch. ber Softkeys whlen sie, ob als
n Draufsicht
n Darstellung in 3 Ebenen
n 3D-Darstellung
Die TNC-Grafik entspricht der Darstellung eines Werkstcks, das mit
einem zylinderfrmigen Werkzeug bearbeitet wird. Bei aktiver Werkzeug-Tabelle knnen Sie die Bearbeitung mit einem Radiusfrser darstellen lassen. Geben Sie dazu in der Werkzeug-Tabelle R2 = R ein.
Die TNC zeigt keine Grafik, wenn
n das aktuelle Programm keine gltige Rohteil-Definition enthlt
n kein Programm angewhlt ist
ber die Maschinen-Parameter 7315 bis 7317 knnen Sie einstellen,
dass die TNC auch dann eine Grafik anzeigt, wenn Sie keine Spindelachse definiert haben oder verfahren.
Die grafische Simulation knnen Sie nicht fr Programmteile bzw. Programme mit Drehachsen-Bewegungen oder
geschwenkter Bearbeitungsebene nutzen: In diesen Fllen gibt die TNC eine Fehlermeldung aus.
Die TNC stellt ein im TOOL CALL-Satz programmiertes
Radius-Aufma DR nicht in der Grafik dar.

428

11 Programm-Test und Programmlauf

11.1 Grafiken

bersicht: Ansichten
In den Programmlauf-Betriebsarten und in der Betriebsart
Programm-Test zeigt die TNC folgende Softkeys:
Ansicht

Softkey

Draufsicht
Darstellung in 3 Ebenen
3D-Darstellung

Einschrnkung whrend des Programmlaufs


Die Bearbeitung lsst sich nicht gleichzeitig grafisch darstellen, wenn
der Rechner der TNC durch komplizierte Bearbeitungsaufgaben oder
groflchige Bearbeitungen bereits ausgelastet ist. Beispiel: Abzeilen
ber das ganze Rohteil mit groem Werkzeug. Die TNC fhrt die Grafik nicht mehr fort und blendet den Text ERROR im Grafik-Fenster ein.
Die Bearbeitung wird jedoch weiter ausgefhrt.

Draufsicht
Diese grafische Simulation luft am schnellsten ab
U Draufsicht
U Fr

mit Softkey whlen

die Tiefendarstellung dieser Grafik gilt:

Je tiefer, desto dunkler

HEIDENHAIN iTNC 530

429

11.1 Grafiken

Darstellung in 3 Ebenen
Die Darstellung zeigt eine Draufsicht mit 2 Schnitten, hnlich einer
technischen Zeichnung. Ein Symbol links unter der Grafik gibt an, ob
die Darstellung der Projektionsmethode 1 oder der Projektionsmethode 2 nach DIN 6, Teil 1 entspricht (ber MP7310 whlbar).
Bei der Darstellung in 3 Ebenen stehen Funktionen zur AusschnittsVergrerung zur Verfgung, siehe Ausschnitts-Vergrerung,
Seite 432.
Zustzlich knnen Sie die Schnittebene ber Softkeys verschieben:
U Whlen Sie

den Softkey fr die Darstellung des Werkstcks in 3 Ebenen

U Schalten

Sie die Softkey-Leiste um und whlen Sie


den Auswahl-Softkey fr die Schnittebenen

U Die

TNC zeigt folgende Softkeys:

Funktion

Softkeys

Vertikale Schnittebene nach rechts oder


links verschieben
Vertikale Schnittebene nach vorne oder hinten verschieben
Horizontale Schnittebene nach oben oder
unten verschieben
Die Lage der Schnittebene ist whrend des Verschiebens am Bildschirm sichtbar.
Koordinaten der Schnittlinie
Die TNC blendet die Koordinaten der Schnittlinie, bezogen auf den
Werkstck-Nullpunkt unten im Grafik-Fenster ein. Angezeigt werden
nur Koordinaten in der Bearbeitungsebene. Diese Funktion aktivieren
Sie mit Maschinen-Parameter 7310.

430

11 Programm-Test und Programmlauf

11.1 Grafiken

3D-Darstellung
Die TNC zeigt das Werkstck rumlich.
Die 3D-Darstellung knnen Sie um die vertikale Achse drehen und um
die horizontale Achse kippen. Die Umrisse des Rohteils zu Beginn der
grafischen Simulation knnen Sie als Rahmen anzeigen lassen.
In der Betriebsart Programm-Test stehen Funktionen zur AusschnittsVergrerung zur Verfgung, siehe Ausschnitts-Vergrerung,
Seite 432.
U 3D-Darstellung

mit Softkey whlen

3D-Darstellung drehen und vergrern/verkleinern


U Softkey-Leiste umschalten, bis der Auswahl-Softkey fr die Funktionen Drehen und Vergrern/Verkleinern erscheint
U Funktionen zum Drehen und Vergrern/Verkleinern
whlen:
Funktion

Softkeys

Darstellung in 5-Schritten vertikal drehen


Darstellung in 5-Schritten horizontal kippen
Darstellung schrittweise vergrern. Ist die
Darstellung vergrert, zeigt die TNC in der
Fuzeile des Grafikfensters den Buchstaben Z an.
Darstellung schrittweise verkleinern. . Ist
die Darstellung verkleinert, zeigt die TNC in
der Fuzeile des Grafikfensters den Buchstaben Z an.
Darstellung auf programmierte Gre rchsetzen
Rahmen fr die Umrisse des Rohteils ein- und ausblenden
U

Softkey-Leiste umschalten, bis der Auswahl-Softkey fr die Funktionen Drehen und Vergrern/Verkleinern erscheint
U Funktionen zum Drehen und Vergrern/Verkleinern
whlen:
U Rahmen

fr BLK-FORM einblenden: Hellfeld im Softkey auf ANZEIGEN stellen

U Rahmen

fr BLK-FORM ausblenden: Hellfeld im Softkey auf AUSBLEND. stellen

HEIDENHAIN iTNC 530

431

11.1 Grafiken

Ausschnitts-Vergrerung
Den Ausschnitt knnen Sie in der Betriebsart Programm-Test und in
einer Programmlauf-Betriebsart in allen Ansichten verndern.
Dafr muss die grafische Simulation bzw. der Programmlauf gestoppt
sein. Eine Ausschnitts-Vergrerung ist immer in allen Darstellungsarten wirksam.
Ausschnitts-Vergrerung ndern
Softkeys siehe Tabelle
U
U

Falls ntig, grafische Simulation stoppen


Softkey-Leiste in der Betriebsart Programm-Test bzw. in einer Programmlauf-Betriebsart umschalten, bis der Auswahl-Softkey fr die
Ausschnitt-Vergrerung erscheint
U Funktionen zur Auschnitts-Vergrerung whlen
U Werkstckseite

mit Softkey (siehe Tabelle unten)

whlen
U Rohteil verkleinern oder vergrern: Softkey bzw.

+ gedrckt halten
U Programm-Test

oder Programmlauf neu starten mit


Softkey START (RESET + START stellt das ursprngliche Rohteil wieder her)

Funktion

Softkeys

Linke/rechte Werkstckseite whlen


Vordere/hintere Werkstckseite whlen
Obere/untere Werkstckseite whlen
Schnittflche zum Verkleinern oder
Vergrern des Rohteils verschieben
Ausschnitt bernehmen

432

11 Programm-Test und Programmlauf

11.1 Grafiken

Cursor-Position bei der Ausschnitts-Vergrerung


Die TNC zeigt whrend einer Ausschnitts-Vergrerung die Koordinaten der Achse an, die Sie gerade beschneiden. Die Koordinaten entsprechen dem Bereich, der fr die Ausschnitts-Vergrerung festgelegt ist. Links vom Schrgstrich zeigt die TNC die kleinste Koordinate
des Bereichs (MIN-Punkt), rechts davon die grte (MAX-Punkt).
Bei einer vergrerten Abbildung blendet die TNC unten rechts am
Bildschirm MAGN ein.
Wenn die TNC das Rohteil nicht weiter verkleinern bzw. vergrern
kann, blendet die Steuerung eine entsprechende Fehlermeldung ins
Grafik-Fenster ein. Um die Fehlermeldung zu beseitigen, vergrern
bzw. verkleinern Sie das Rohteil wieder.

Grafische Simulation wiederholen


Ein Bearbeitungs-Programm lsst sich beliebig oft grafisch simulieren.
Dafr knnen Sie die Grafik wieder auf das Rohteil oder einen vergrerten Ausschnitt aus dem Rohteil zurcksetzen.
Funktion

Softkey

Unbearbeitetes Rohteil in der zuletzt gewhlten Ausschnitts-Vergrerung anzeigen


Ausschnitts-Vergrerung zurcksetzen, so dass die
TNC das bearbeitete oder unbearbeitete Werkstck
gem programmierter BLK-Form anzeigt

Mit dem Softkey ROHTEIL WIE BLK FORM zeigt die TNC
auch nach einem Ausschnitt ohne AUSSCHN. BERNEHM. das Rohteil wieder in programmierter Gre an.

HEIDENHAIN iTNC 530

433

11.1 Grafiken

Bearbeitungszeit ermitteln
Programmlauf-Betriebsarten
Anzeige der Zeit vom Programm-Start bis zum Programm-Ende. Bei
Unterbrechungen wird die Zeit angehalten.
Programm-Test
Anzeige der ungefhren Zeit, die die TNC fr die Dauer der WerkzeugBewegungen, die mit Vorschub ausgefhrt werden, errechnet. Die
von der TNC ermittelte Zeit eignet sich nicht zur Kalkulation der Fertigungszeit, da die TNC keine maschinenabhngigen Zeiten (z.B. fr
Werkzeug-Wechsel) bercksichtigt.
Stoppuhr-Funktion anwhlen
Softkey-Leiste umschalten, bis die TNC folgende Softkeys mit den
Stoppuhr-Funktionen zeigt:
Stoppuhr-Funktionen

Softkey

Angezeigte Zeit speichern


Summe aus gespeicherter und
angezeigter Zeit anzeigen
Angezeigte Zeit lschen

Die Softkeys links von den Stoppuhr-Funktionen hngen


von der gewhlten Bildschirm-Aufteilung ab.
Die Zeit wird mit Eingabe einer neuen BLK-Form zurckgesetzt.

434

11 Programm-Test und Programmlauf

11.2 Funktionen zur Programmanzeige

11.2 Funktionen zur


Programmanzeige
bersicht
In den Programmlauf-Betriebsarten und der Betriebsart
Programm-Test zeigt die TNC Softkeys, mit denen Sie das Bearbeitungs-Programm seitenweise anzeigen lassen knnen:
Funktionen

Softkey

Im Programm um eine Bildschirm-Seite zurckblttern


Im Programm um eine Bildschirm-Seite vorblttern
Programm-Anfang whlen
Programm-Ende whlen

HEIDENHAIN iTNC 530

435

11.3 Programm-Test

11.3 Programm-Test
Anwendung
In der Betriebsart Programm-Test simulieren Sie den Ablauf von Programmen und Programmteilen, um Fehler im Programmlauf auszuschlieen. Die TNC untersttzt Sie beim Auffinden von
n geometrischen Unvertrglichkeiten
n fehlenden Angaben
n nicht ausfhrbaren Sprngen
n Verletzungen des Arbeitsraums
Zustzlich knnen Sie folgende Funktionen nutzen:
n Programm-Test satzweise
n Testabbruch bei beliebigem Satz
n Stze berspringen
n Funktionen fr die grafische Darstellung
n Bearbeitungszeit ermitteln
n Zustzliche Status-Anzeige
Programm-Test ausfhren
Bei aktivem zentralen Werkzeug-Speicher mssen Sie fr den Programm-Test eine Werkzeug-Tabelle aktiviert haben (Status S). Whlen
Sie dazu in der Betriebsart Programm-Test ber die Datei-Verwaltung
(PGM MGT) eine Werkzeug-Tabelle aus.
Mit der MOD-Funktion ROHTEIL IM ARB.-RAUM aktivieren Sie fr
den Programm-Test eine Arbeitsraum-berwachung, siehe Rohteil
im Arbeitsraum darstellen, Seite 465.
U Betriebsart

Programm-Test whlen

U Datei-Verwaltung

mit Taste PGM MGT anzeigen und


Datei whlen, die Sie testen mchten oder

U Programm-Anfang whlen: Mit Taste GOTO Zeile 0

whlen und Eingabe mit Taste ENT besttigen


Die TNC zeigt folgende Softkeys:
Funktionen

Softkey

Gesamtes Programm testen


Jeden Programm-Satz einzeln testen
Rohteil abbilden und gesamtes Programm testen
Programm-Test anhalten

436

11 Programm-Test und Programmlauf

11.3 Programm-Test

Programm-Test bis zu einem bestimmten Satz ausfhren


Mit STOP BEI N fhrt die TNC den Programm-Test nur bis zum Satz
mit der Satz-Nummer N durch.
U
U

In der Betriebsart Programm-Test den Programm-Anfang whlen


Programm-Test bis zu bestimmtem Satz whlen:
Softkey STOP BEI N drcken
U Stop

bei N: Satz-Nummer eingeben, bei der der Programm-Test gestoppt werden soll

U Programm:

Name des Programms eingeben, in dem


der Satz mit der gewhlten Satz-Nummer steht; die
TNC zeigt den Namen des gewhlten Programms an;
wenn der Programm-Stop in einem mit PGM CALL
aufgerufenen Programm stattfinden soll, dann diesen
Namen eintragen

U Wiederholungen:

Anzahl der Wiederholungen eingeben, die durchgefhrt werden sollen, falls N innerhalb
einer Programmteil-Wiederholung steht

U Programm-Abschnitt testen: Softkey START drcken;

die TNC testet das Programm bis zum eingegebenen


Satz

HEIDENHAIN iTNC 530

437

11.4 Programmlauf

11.4 Programmlauf
Anwendung
In der Betriebsart Programmlauf Satzfolge fhrt die TNC ein Bearbeitungs-Programm kontinuierlich bis zum Programm-Ende oder bis zu
einer Unterbrechung aus.
In der Betriebsart Programmlauf Einzelsatz fhrt die TNC jeden Satz
nach Drcken der externen START-Taste einzeln aus.
Die folgenden TNC-Funktionen knnen Sie in den ProgrammlaufBetriebsarten nutzen:
n Programmlauf unterbrechen
n Programmlauf ab bestimmtem Satz
n Stze berspringen
n Werkzeug-Tabelle TOOL.T editieren
n Q-Parameter kontrollieren und ndern
n Handrad-Positionierung berlagern
n Funktionen fr die grafische Darstellung
n Zustzliche Status-Anzeige

Bearbeitungs-Programm ausfhren
Vorbereitung
1 Werkstck auf dem Maschinentisch aufspannen
2 Bezugspunkt setzen
3 Bentigte Tabellen und PalettenDateien whlen (Status M)
4 Bearbeitungs-Programm whlen (Status M)
Vorschub und Spindeldrehzahl knnen Sie mit den Override-Drehknpfen ndern.
ber den Softkey FMAX knnen Sie die EilgangGeschwindigkeit reduzieren, wenn Sie das NC-Programm
einfahren wollen. Der eingegebene Wert ist auch nach
dem Aus- /Einschalten der Maschine aktiv. Um die
ursprngliche Eilgang-Geschwindigkeit wiederherzustellen, mssen Sie den entsprechenden Zahlenwert wieder
eingeben.
Programmlauf Satzfolge
U Bearbeitungs-Programm mit externer START-Taste starten
Programmlauf Einzelsatz
U Jeden Satz des Bearbeitungs-Programms mit der externen STARTTaste einzeln starten

438

11 Programm-Test und Programmlauf

11.4 Programmlauf

Bearbeitung unterbrechen
Sie haben verschiedene Mglichkeiten, einen Programmlauf zu unterbrechen:
n Programmierte Unterbrechungen
n Externe STOP-Taste
n Umschalten auf Programmlauf Einzelsatz
Registriert die TNC whrend eines Programmlaufs einen Fehler, so
unterbricht sie die Bearbeitung automatisch.
Programmierte Unterbrechungen
Unterbrechungen knnen Sie direkt im Bearbeitungs-Programm festlegen. Die TNC unterbricht den Programmlauf, sobald das Bearbeitungs-Programm bis zu dem Satz ausgefhrt ist, der eine der folgenden Eingaben enthlt:
n STOP (mit und ohne Zusatzfunktion)
n Zusatzfunktion M0, M2 oder M30
n Zusatzfunktion M6 (wird vom Maschinenhersteller festgelegt)
Unterbrechung durch externe STOP-Taste
U Externe STOP-Taste drcken: Der Satz, den die TNC zum Zeitpunkt
des Tastendrucks abarbeitet, wird nicht vollstndig ausgefhrt; in
der Status-Anzeige blinkt das *-Symbol
U Wenn Sie die Bearbeitung nicht fortfhren wollen, dann die TNC mit
dem Softkey INTERNER STOP zurcksetzen: das *-Symbol in der
Status-Anzeige erlischt. Programm in diesem Fall vom ProgrammAnfang aus erneut starten
Bearbeitung unterbrechen durch Umschalten auf Betriebsart
Programmlauf Einzelsatz
Whrend ein Bearbeitungs-Programm in der Betriebsart Programmlauf Satzfolge abgearbeitet wird, Programmlauf Einzelsatz whlen. Die
TNC unterbricht die Bearbeitung, nachdem der aktuelle Bearbeitungsschritt ausgefhrt wurde.

HEIDENHAIN iTNC 530

439

11.4 Programmlauf

Maschinenachsen whrend einer


Unterbrechung verfahren
Sie knnen die Maschinenachsen whrend einer Unterbrechung wie
in der Betriebsart Manueller Betrieb verfahren.
Kollisionsgefahr!
Wenn sie bei geschwenkter Bearbeitungsebene den Programmlauf unterbrechen, knnen Sie mit dem Softkey 3D
EIN/AUS das Koordinatensystem zwischen geschwenkt
und ungeschwenkt umschalten.
Die Funktion der Achsrichtungstasten, des Handrads und
der Wiederanfahrlogik werden dann von der TNC entsprechend ausgewertet. Achten Sie beim Freifahren darauf,
dass das richtige Koordinatensystem aktiv ist, und die
Winkelwerte der Drehachsen im 3D-ROT-Men eingetragen sind.
Anwendungsbeispiel:
Freifahren der Spindel nach Werkzeugbruch
U Bearbeitung unterbrechen
U Externe Richtungstasten freigeben: Softkey MANUEL VERFAHREN
drcken.
U Maschinenachsen mit externen Richtungstasten verfahren
Bei einigen Maschinen mssen Sie nach dem Softkey
MANUEL VERFAHREN die externe START-Taste zur Freigabe der externen Richtungstasten drcken. Beachten Sie
Ihr Maschinenhandbuch.

440

11 Programm-Test und Programmlauf

11.4 Programmlauf

Programmlauf nach einer Unterbrechung


fortsetzen
Wenn Sie den Programmlauf whrend eines Bearbeitungszyklus unterbrechen, mssen Sie beim Wiedereinstieg mit dem Zyklusanfang fortfahren.
Bereits ausgefhrte Bearbeitungsschritte muss die TNC
dann erneut abfahren.
Wenn Sie den Programmlauf innerhalb einer Programmteil-Wiederholung oder innerhalb eines Unterprogramms unterbrechen, mssen Sie
mit der Funktion VORLAUF ZU SATZ N die Unterbrechungsstelle wieder anfahren.
Die TNC speichert bei einer Programmlauf-Unterbrechung
n die Daten des zuletzt aufgerufenen Werkzeugs
n aktive Koordinaten-Umrechnungen (z.B. Nullpunkt-Verschiebung,
Drehung, Spiegelung)
n die Koordinaten des zuletzt definierten Kreismittelpunkts
Beachten Sie, dass die gespeicherten Daten solange aktiv
bleiben, bis Sie sie zurcksetzen (z.B. indem Sie ein neues
Programm anwhlen).
Die gespeicherten Daten werden fr das Wiederanfahren an die Kontur nach manuellem Verfahren der Maschinenachsen whrend einer
Unterbrechung (Softkey POSITION ANFAHREN) genutzt.
Programmlauf mit START-Taste fortsetzen
Nach einer Unterbrechung knnen Sie den Programmlauf mit der
externen START-Taste fortsetzen, wenn Sie das Programm auf folgende Art angehalten haben:
n Externe STOP-Taste gedrckt
n Programmierte Unterbrechung
Programmlauf nach einem Fehler fortsetzen
Bei nichtblinkender Fehlermeldung:
U
U
U

Fehlerursache beseitigen
Fehlermeldung am Bildschirm lschen: Taste CE drcken
Neustart oder Programmlauf fortsetzen an der Stelle, an der unterbrochen wurde

Bei blinkender Fehlermeldung:


U
U
U

Taste END zwei Sekunden gedrckt halten, TNC fhrt einen


Warmstart aus
Fehlerursache beseitigen
Neustart

Bei wiederholtem Auftreten des Fehlers notieren Sie bitte die Fehlermeldung und benachrichtigen den Kundendienst.

HEIDENHAIN iTNC 530

441

11.4 Programmlauf

Beliebiger Einstieg ins Programm (Satzvorlauf)


Die Funktion VORLAUF ZU SATZ N muss vom Maschinenhersteller freigegeben und angepasst werden. Beachten
Sie Ihr Maschinenhandbuch.
Mit der Funktion VORLAUF ZU SATZ N (Satzvorlauf) knnen Sie ein
Bearbeitungs-Programm ab einem frei whlbaren Satz N abarbeiten.
Die Werkstck-Bearbeitung bis zu diesem Satz wird von der TNC rechnerisch bercksichtigt. Sie kann von der TNC grafisch dargestellt werden.
Wenn Sie ein Programm mit einem INTERNEN STOP abgebrochen
haben, dann bietet die TNC automatisch den Satz N zum Einstieg an,
in dem Sie das Programm abgebrochen haben.
Der Satzvorlauf darf nicht in einem Unterprogramm beginnen.
Alle bentigten Programme, Tabellen und PalettenDateien mssen in einer Programmlauf-Betriebsart angewhlt sein (Status M).
Enthlt das Programm bis zum Ende des Satzvorlaufs eine
programmierte Unterbrechung, wird dort der Satzvorlauf
unterbrochen. Um den Satzvorlauf fortzusetzen, die
externe START-Taste drcken.
Nach einem Satzvorlauf wird das Werkzeug mit der Funktion POSITION ANFAHREN auf die ermittelte Position
gefahren.
ber Maschinen-Parameter 7680 wird festgelegt, ob der
Satzvorlauf bei verschachtelten Programmen im Satz 0
des Hauptprogramms oder im Satz 0 des Programms
beginnt, in dem der Programmlauf zuletzt unterbrochen
wurde.
Mit dem Softkey 3D EIN/AUS legen Sie fest, ob die TNC
bei geschwenkter Bearbeitungsebene im geschwenkten
oder ungeschwenkten System anfahren soll.
Die Funktion M128 ist bei einem Satzvorlauf nicht erlaubt.
Wenn Sie den Satzvorlauf innerhalb einer Paletten-Tabelle
einsetzen wollen, dann whlen Sie zunchst mit den Pfeiltasten in der Paletten-Tabelle das Programm, in das Sie
einsteigen wollen und whlen dann direkt den Softkey
VORLAUF ZU SATZ N.
Alle Tastsystemzyklen und der Zyklus 247 werden bei
einem Satzvorlauf von der TNC bersprungen. Ergebnisparameter, die von diesen Zyklen beschrieben werden,
enthalten dann ggf. keine Werte.

442

11 Programm-Test und Programmlauf

11.4 Programmlauf

Ersten Satz des aktuellen Programms als Beginn fr Vorlauf whlen:


GOTO 0 eingeben.
U Satzvorlauf whlen: Softkey VORLAUF ZU SATZ N
drcken
U Vorlauf

bis N: Nummer N des Satzes eingeben, bei


dem der Vorlauf enden soll

U Programm:

Namen des Programms eingeben, in dem


der Satz N steht

U Wiederholungen:

Anzahl der Wiederholungen eingeben, die im Satz-Vorlauf bercksichtigt werden sollen,


falls Satz N innerhalb einer Programmteil-Wiederholung steht

U Satzvorlauf

starten: Externe START-Taste drcken

U Kontur

anfahren: siehe Wiederanfahren an die Kontur, Seite 443

Wiederanfahren an die Kontur


Mit der Funktion POSITION ANFAHREN fhrt die TNC das Werkzeug
in folgenden Situationen an die Werkstck-Kontur:
n Wiederanfahren nach dem Verfahren der Maschinenachsen whrend einer Unterbrechung, die ohne INTERNER STOP ausgefhrt
wurde
n Wiederanfahren nach einem Vorlauf mit VORLAUF ZU SATZ N, z.B.
nach einer Unterbrechung mit INTERNER STOP
n Wenn sich die Position einer Achse nach dem ffnen des Regelkreises whrend einer Programm-Unterbrechung verndert hat
(maschinenabhngig)
U
U
U
U

Wiederanfahren an die Kontur whlen: Softkey


POSITION ANFAHREN whlen
Ggf. Maschinenstatus wiederherstellen
Achsen in der Reihenfolge verfahren, die die TNC am Bildschirm
vorschlgt: Externe START-Taste drcken oder
Achsen in beliebiger Reihenfolge verfahren: Softkeys
ANFAHREN X, ANFAHREN Z usw. drcken und jeweils mit externer
START-Taste aktivieren
Bearbeitung fortsetzen: Externe START-Taste drcken

HEIDENHAIN iTNC 530

443

11.5 Automatischer Programmstart

11.5 Automatischer Programmstart


Anwendung
Um einen automatischen Programmstart durchfhren zu
knnen, muss die TNC von Ihrem Maschinen-Hersteller
vorbereitet sein, Maschinen-Handbuch beachten.
ber den Softkey AUTOSTART (siehe Bild rechts oben), knnen Sie in
einer Programmlauf-Betriebsart zu einem eingebbaren Zeitpunkt das
in der jeweiligen Betriebsart aktive Programm starten:
U Fenster

zur Festlegung des Startzeitpunktes einblenden (siehe Bild rechts MItte)

U Zeit

(Std:Min:Sek): Uhrzeit, zu der das Programm


gestartet werden soll

U Datum

(TT.MM.JJJJ): Datum, an dem das Programm


gestartet werden soll

U Um

den Start zu aktivieren: Softkey AUTOSTART auf


EIN stellen

444

11 Programm-Test und Programmlauf

11.6 Stze berspringen

11.6 Stze berspringen


Anwendung
Stze, die Sie beim Programmieren mit einem /-Zeichen gekennzeichnet haben, knnen Sie beim Programm-Test oder Programmlauf
berspringen lassen:
U Programm-Stze mit /-Zeichen nicht ausfhren oder

testen: Softkey auf EIN stellen


U Programm-Stze

mit /-Zeichen ausfhren oder


testen: Softkey auf AUS stellen

Diese Funktion wirkt nicht fr TOOL DEF-Stze.


Die zuletzt gewhlte Einstellung bleibt auch nach einer
Stromunterbrechung erhalten.

HEIDENHAIN iTNC 530

445

11.7 Wahlweiser Programmlauf-Halt

11.7 Wahlweiser Programmlauf-Halt


Anwendung
Die TNC unterbricht wahlweise den Programmlauf oder den Programm-Test bei Stzen in denen ein M01 programmiert ist. Wenn Sie
M01 in der Betriebsart Programmlauf verwenden, dann schaltet die
TNC die Spindel und das Khlmittel nicht ab.
U Programmlauf

oder Programm-Test bei Stzen mit


M01 nicht unterbrechen: Softkey auf AUS stellen

U Programmlauf

oder Programm-Test bei Stzen mit


M01 unterbrechen: Softkey auf EIN stellen

446

11 Programm-Test und Programmlauf

12
MOD-Funktionen

12.1 MOD-Funktion whlen

12.1 MOD-Funktion whlen


ber die MOD-Funktionen knnen Sie zustzliche Anzeigen und Eingabemglichkeiten whlen. Welche MOD-Funktionen zur Verfgung
stehen, hngt von der gewhlten Betriebsart ab.

MOD-Funktionen whlen
Betriebsart whlen, in der Sie MOD-Funktionen ndern mchten.
U MOD-Funktionen

whlen: Taste MOD drcken. Die


Bilder rechts zeigen typische Bildschirm-Mens fr
Programm-Einspeichern/Editieren (Bild rechts oben),
Programm-Test (Bild rechts unten) und in einer
Maschinen-Betriebsart (Bild nchste Seite)

Einstellungen ndern
U

MOD-Funktion im angezeigten Men mit Pfeiltasten whlen

Um eine Einstellung zu ndern, stehen abhngig von der gewhlten


Funktion drei Mglichkeiten zur Verfgung:
n Zahlenwert direkt eingeben, z.B. beim Festlegen der Verfahrbereichs-Begrenzung
n Einstellung durch Drcken der Taste ENT ndern, z.B. beim Festlegen der Programm-Eingabe
n Einstellung ndern ber ein Auswahlfenster. Wenn mehrere Einstellmglichkeiten zur Verfgung stehen, knnen Sie durch Drcken
der Taste GOTO ein Fenster einblenden, in dem alle Einstellmglichkeiten auf einen Blick sichtbar sind. Whlen Sie die gewnschte Einstellung direkt durch Drcken der entsprechenden Zifferntaste (links
vom Doppelpunkt), oder mit der Pfeiltaste und anschlieendem
besttigen mit der Taste ENT. Wenn Sie die Einstellung nicht ndern
wollen, schlieen Sie das Fenster mit der Taste END

MOD-Funktionen verlassen
U

MOD-Funktion beenden: Softkey ENDE oder Taste END drcken

bersicht MOD-Funktionen
Abhngig von der gewhlten Betriebsart knnen Sie folgende nderungen vornehmen:
Programm-Einspeichern/Editieren:
n Verschiedene Software-Nummern anzeigen
n Schlsselzahl eingeben
n Schnittstelle einrichten
n Ggf. Maschinenspezifische Anwenderparameter
n Ggf. HILFE-Dateien anzeigen

448

12 MOD-Funktionen

12.1 MOD-Funktion whlen

Programm-Test:
n Verschiedene Software-Nummern anzeigen
n Schlsselzahl eingeben
n Datenschnittstelle einrichten
n Rohteil im Arbeitsraum darstellen
n Ggf. Maschinenspezifische Anwenderparameter
n Ggf. HILFE-Dateien anzeige
Alle brigen Betriebsarten:
n Verschiedene Software-Nummern anzeigen
n Kennziffern fr vorhandene Optionen anzeigen
n Positions-Anzeigen whlen
n Ma-Einheit (mm/inch) festlegen
n Programmier-Sprache festlegen fr MDI
n Achsen fr Ist-Positions-bernahme festlegen
n Verfahrbereichs-Begrenzung setzen
n Nullpunkte anzeigen
n Betriebszeiten anzeigen
n Ggf. HILFE-Dateien anzeigen

HEIDENHAIN iTNC 530

449

12.2 Software- und Options-Nummern

12.2 Software- und OptionsNummern


Anwendung
Folgende Software-Nummern stehen nach Anwahl der MOD-Funktionen im TNC-Bildschirm:
n NC: Nummer der NC-Software (wird von HEIDENHAIN verwaltet)
n PLC: Nummer oder Name der PLC-Software (wird von Ihrem
Maschinen-Hersteller verwaltet)
n DSP1: Nummer der Drehzahlregler-Software (wird von HEIDENHAIN verwaltet)
n ICTL1: Nummer der Stromregler-Software (wird von HEIDENHAIN verwaltet)
Zustzlich sehen Sie hinter der Abkrzung OPT codierte Nummern fr
Optionen, die an Ihrer Steuerung vorhanden sind:
Keine Optionen aktiv
Bit 0 bis Bit 7: Zustzliche Regelkreise
Bit 8 bis Bit 15: Software-Optionen

450

%0000000000000000
%0000000000000011
%0000001100000011

12 MOD-Funktionen

12.3 Schlssel-Zahl eingeben

12.3 Schlssel-Zahl eingeben


Anwendung
Die TNC bentigt fr folgende Funktionen eine Schlssel-Zahl:
Funktion

Schlssel-Zahl

Anwender-Parameter whlen

123

Ethernet-Karte konfigurieren

NET123

Sonder-Funktionen bei der Q-Parameter- Programmierung freigeben

555343

Zustzlich knnen Sie ber das Schlsselwort version eine Datei


erstellen, die alle aktuellen Software-Nummern Ihrer Steuerung enthlt:
U
U
U

Schlsselwort version eingeben, mit Taste ENT besttigen


Die TNC zeigt am Bildschirm alle aktuellen Software-Nummern an
Versionsbersicht erstellen: Taste END drcken
Bei Bedarf knnen Sie die im Verzeichnis TNC:\ gespeicherte Datei version.a auslesen und fr Diagnosezwecke
Ihrem Maschinenhersteller oder HEIDENHAIN zusenden.

HEIDENHAIN iTNC 530

451

12.4 Datenschnittstellen einrichten

12.4 Datenschnittstellen einrichten


Anwendung
Zum Einrichten der Datenschnittstellen drcken Sie den Softkey
RS 232- / RS 422 - EINRICHT. Die TNC zeigt ein Bildschirm-Men, in
das Sie folgende Einstellungen eingeben:

RS-232-Schnittstelle einrichten
Betriebsart und Baud-Raten werden fr die RS-232-Schnittstelle links
im Bildschirm eingetragen.

RS-422-Schnittstelle einrichten
Betriebsart und Baud-Raten werden fr die RS-422-Schnittstelle
rechts im Bildschirm eingetragen.

BETRIEBSART des externen Gerts whlen


In den Betriebsarten FE2 und EXT knnen Sie die Funktionen alle Programme einlesen, angebotenes Programm
einlesen und Verzeichnis einlesen nicht nutzen

BAUD-RATE einstellen
Die BAUD-RATE (Datenbertragungs-Geschwindigkeit) ist zwischen
110 und 115.200 Baud whlbar.
Externes Gert

Betriebsart

PC mit HEIDENHAIN-Software
TNCremo zur Fernbedienung der
TNC

LSV2

PC mit HEIDENHAIN bertragungs-Software TNCremo

FE1

HEIDENHAIN Disketten-Einheiten
FE 401 B
FE 401 ab Prog.-Nr. 230 626 03

FE1
FE1

HEIDENHAIN Disketten-Einheit
FE 401 bis einschl. Prog. Nr.
230 626 02

FE2

Fremdgerte, wie Drucker, Leser,


Stanzer, PC ohne TNCremo

EXT1, EXT2

452

Symbol

12 MOD-Funktionen

12.4 Datenschnittstellen einrichten

Zuweisung
Mit dieser Funktion legen Sie fest, wohin Daten von der TNC bertragen werden.
Anwendungen:
n Werte mit der Q-Parameter-Funktion FN15 ausgeben
n Werte mit der Q-Parameter-Funktion FN16 ausgeben
Von der TNC-Betriebsart hngt ab, ob die Funktion PRINT oder PRINTTEST benutzt wird:
TNC-Betriebsart

bertragungs-Funktion

Programmlauf Einzelsatz

PRINT

Programmlauf Satzfolge

PRINT

Programm-Test

PRINT-TEST

PRINT und PRINT-TEST knnen Sie wie folgt einstellen:


Funktion

Pfad

Daten ber RS-232 ausgeben

RS232:\....

Daten ber RS-422 ausgeben

RS422:\....

Daten auf der Festplatte der TNC ablegen

TNC:\....

Daten in dem Verzeichnis speichern, in dem das


Programm mit FN15/FN16 steht

leer

Datei-Namen:
Daten

Betriebsart

Datei-Name

Werte mit FN15

Programmlauf

%FN15RUN.A

Werte mit FN15

Programm-Test

%FN15SIM.A

Werte mit FN16

Programmlauf

%FN16RUN.A

Werte mit FN16

Programm-Test

%FN16SIM.A

HEIDENHAIN iTNC 530

453

12.4 Datenschnittstellen einrichten

Software fr Datenbertragung
Zur bertragung von Dateien von der TNC und zur TNC, sollten Sie die
HEIDENHAIN-Software zur Datenbertragung TNCremoNT benutzen.
Mit TNCremoNT knnen Sie ber die serielle Schnittstelle oder ber
die Ethernet-Schnittstelle alle HEIDENHAIN-Steuerungen ansteuern.
Die aktuelle Version von TNCremo NT knnen Sie kostenlos von der HEIDENHAIN Filebase herunterladen
(www.heidenhain.de, <Service>, <Download-Bereich>,
<TNCremo NT>).
System-Voraussetzungen fr TNCremoNT:
n PC mit 486 Prozessor oder besser
n Betriebssystem Windows 95, Windows 98, Windows NT 4.0,
Windows 2000, Windows ME, Windows XP
n 16 MByte Arbeitsspeicher
n 5 MByte frei auf Ihrer Festplatte
n Eine freie serielle Schnittstelle oder Anbindung ans TCP/IP-Netzwerk
Installation unter Windows
U Starten Sie das Installations-Programm SETUP.EXE mit dem DateiManager (Explorer)
U Folgen Sie den Anweisungen des Setup-Programms
TNCremoNT unter Windows starten
U Klicken Sie auf <Start>, <Programme>, <HEIDENHAIN>,
<TNCremoNT>
Wenn Sie TNCremoNT das erste Mal starten, versucht TNCremoNT
automatisch eine Verbindung zur TNC herzustellen.

454

12 MOD-Funktionen

12.4 Datenschnittstellen einrichten

Datenbertragung zwischen TNC und TNCremoNT


berprfen Sie, ob:
n die TNC an der richtigen seriellen Schnittstelle Ihres Rechners, bzw.
am Netzwerk angeschlossen ist
Nachdem Sie TNCremoNT gestartet haben, sehen Sie im oberen Teil
des Hauptfensters 1 alle Dateien, die im aktiven Verzeichnis gespeichert sind. ber <Datei>, <Ordner wechseln> knnen Sie ein beliebiges Laufwerk bzw. ein anderes Verzeichnis auf Ihrem Rechner whlen.
Wenn Sie die Datenbertragung vom PC aus steuern wollen, dann
bauen Sie die Verbindung auf dem PC wie folgt auf:
U

Whlen Sie <Datei>, <Verbindung erstellen>. Die TNCremoNT


empfngt nun die Datei- und Verzeichnis-Struktur von der TNC und
zeigt diese im unteren Teil des Hauptfensters 2 an
Um eine Datei von der TNC zum PC zu bertragen, whlen Sie die
Datei im TNC-Fenster durch Mausklick und ziehen die markierte
Datei bei gedrckter Maustaste in das PC-Fenster 1
Um eine Datei vom PC zur TNC zu bertragen, whlen Sie die Datei
im PC-Fenster durch Mausklick und ziehen die markierte Datei bei
gedrckter Maustaste in das TNC-Fenster 2

Wenn Sie die Datenbertragung von der TNC aus steuern wollen,
dann bauen Sie die Verbindung auf dem PC wie folgt auf:
U

Whlen Sie <Extras>, <TNCserver>. Die TNCremoNT startet dann


den Serverbetrieb und kann von der TNC Daten empfangen, bzw. an
die TNC Daten senden
Whlen Sie auf der TNC die Funktionen zur Datei-Verwaltung ber
die Taste PGM MGT (siehe Datenbertragung zu/von einem externen Datentrger auf Seite 58) und bertragen die gewnschten
Dateien

TNCremoNT beenden
Whlen Sie den Menpunkt <Datei>, <Beenden>
Beachten Sie auch die Hilfefunktion der TNCremo, in der
alle Funktionen erklrt sind

HEIDENHAIN iTNC 530

455

12.5 Ethernet-Schnittstelle

12.5 Ethernet-Schnittstelle
Einfhrung
Die TNC ist standardmig mit einer Ethernet-Karte ausgerstet, um
die Steuerung als Client in Ihr Netzwerk einzubinden. Die TNC bertrgt Daten ber die Ethernet-Karte mit
n dem smb-Protokoll (server message block) fr Windows-Betriebssysteme
n der TCP/IP-Protokoll-Familie (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) und mit Hilfe des NFS (Network File System).

Anschluss-Mglichkeiten
Sie knnen die Ethernet-Karte der TNC ber den RJ45-Anschluss
(X26,100BaseTX bzw. 10BaseT) in Ihr Netzwerk einbinden. Der
Anschluss ist galvanisch von der Steuerungselektronik getrennt.
Beim 100BaseTX bzw. 10BaseT-Anschluss verwenden Sie Twisted
Pair-Kabel, um die TNC an Ihr Netzwerk anzuschlieen.
Die maximale Kabellnge zwischen TNC und einem Knotenpunkt ist Abhngig von der Gteklasse des Kabels, von
der Ummantelung und von der Art des Netzwerks
(100BaseTX oder 10BaseT).
Wenn Sie die TNC direkt mit einem PC verbinden, mssen
Sie ein gekreuztes Kabel verwenden.

456

TNC
PC

10BaseT / 100BaseTx

12 MOD-Funktionen

12.5 Ethernet-Schnittstelle

iTNC direkt mit einem Windows PC verbinden


Sie knnen ohne groen Aufwand und ohne Netzwerk-Kenntnisse die
iTNC 530 direkt mit einem PC verbinden, der mit einer Ethernet-Karte
ausgerstet ist.Dazu mssen Sie lediglich einige Einstellungen auf der
TNC und die dazu passenden Einstellungen auf dem PC durchfhren.
Einstellungen auf der iTNC
U Verbinden Sie die iTNC (Anschluss X26) und den PC mit einem
gekreuzten Ethernet-Kabel (Handelsbezeichnung: Patchkabel
gekreuzt oder STP-Kabel gekreuzt)
U Drcken Sie in der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren die
Taste MOD. Geben Sie die Schlsselzahl NET123 ein, die iTNC zeigt
den Hauptbildschirm zur Netzwerk-Konfiguration (siehe Bild rechts
oben)
U Drcken Sie den Softkey DEFINE NET zur Eingabe der allgemeinen
Netzwerk-Einstellungen (siehe Bild rechts Mitte)
U Geben Sie eine beliebige Netzwerk-Adresse ein. Netzwerk-Adressen setzen sich aus vier durch einen Punkt getrennte Zahlenwerten
zusammen, z.B. 160.1.180.23
U Whlen Sie mit der Pfeiltaste nach rechts die nchste Spalte und
geben die Subnet-Mask ein. Die Subnet-Mask setzt sich ebenfalls
aus vier durch einen Punkt getrennte Zahlenwerten zusammen, z.B.
255.255.0.0
U Drcken Sie die Taste END, um die allgemeinen Netzwerk-Einstellungen zu verlassen
U Drcken Sie den Softkey DEFINE MOUNT zur Eingabe der PC-spezifischen Netzwerk-Einstellungen (siehe Bild rechts unten)
U Definieren Sie den PC-Namen und das Laufwerk des PCs auf das
Sie zugreifen wollen, beginnend mit zwei Schrgstrichen, z.B. //
PC3444/C
U Whlen Sie mit der Pfeiltaste nach rechts die nchste Spalte und
geben den Namen ein, unter dem der PC in der Datei-Verwaltung
der iTNC angezeigt werden soll, z.B. PC3444:
U Whlen Sie mit der Pfeiltaste nach rechts die nchste Spalte und
geben den Dateisystem Typ smb ein
U Whlen Sie mit der Pfeiltaste nach rechts die nchste Spalte und
geben folgende Informationen ein, die vom Betriebssystem des
PCs abhngen:
ip=160.1.180.1,username=abcd,workgroup=SALES,password=uvwx
U Beenden Sie die Netzwerk-Konfiguration: Taste END zwei Mal bettigen, die iTNC startet automatisch neu
Die Parameter username, workgroup und password mssen
nicht in allen Windows Betriebssystemen angegeben werden.

HEIDENHAIN iTNC 530

457

12.5 Ethernet-Schnittstelle

Einstellungen auf einem PC mit Windows 2000


Voraussetzung:
Die Netzwerkkarte muss auf dem PC bereits installiert und
funktionsfhig sein.
Wenn Sie den PC, mit dem Sie die iTNC verbinden wollen,
bereits in ihr Firmennetz eingebunden haben, sollten Sie
die PC-Netzwerk-Adresse beibehalten und die NetzwerkAdresse der TNC anpassen.
U
U

U
U
U

U
U
U

Whlen Sie die Netzwerkeinstellungen ber <Start>, <Einstellungen>, <Netzwerk- und DF-Verbindungen>
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol <LAN-Verbindung> und anschlieend im angezeigten Men auf <Eigenschaften>
Doppelklicken Sie auf <Internetprotokoll (TCP/IP)> um die IP-Einstellungen (siehe Bild rechts oben) zu ndern
Falls noch nicht aktiv, whlen Sie die Option <Folgende IP-Adresse
verwenden>
Geben Sie im Eingabefeld <IP-Adresse> dieselbe IP-Adresse ein,
die Sie in der iTNC unter den PC-spezifischen Netzwerk-Einstellungen festgelegt haben, z.B. 160.1.180.1
Geben Sie im Eingabefeld <Subnet Mask> 255.255.0.0 ein
Besttigen Sie die Einstellungen mit <OK>
Speichern Sie die Netzwerk-Konfiguration mit <OK>, ggf. mssen
Sie Windows jetzt neu starten

458

12 MOD-Funktionen

12.5 Ethernet-Schnittstelle

TNC konfigurieren
Lassen Sie die TNC von einem Netzwerk-Spezialisten konfigurieren.
U

Drcken Sie in der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren die


Taste MOD. Geben Sie die Schlsselzahl NET123 ein, die TNC zeigt
den Hauptbildschirm zur Netzwerk-Konfiguration

Allgemeine Netzwerk-Einstellungen
U Drcken Sie den Softkey DEFINE NET zur Eingabe der allgemeinen
Netzwerk-Einstellungen und geben Sie folgende Informationen ein:
Einstellung

Bedeutung

ADDRESS

Adresse, die Ihr Netzwerk-Spezialist fr die TNC


vergeben muss. Eingabe: Vier durch Punkt
getrennte Zahlenwerte, z.B. 160.1.180.20

MASK

Die SUBNET MASK dient zur Unterscheidung


der Netz- und Host-ID des Netzwerks. Eingabe:
Vier durch Punkt getrennte Zahlenwerte, Wert
beim Netzwerk-Spezialisten erfragen, z.B.
255.255.0.0

BROADCAST

Die Broadcastadresse der Steuerung wird nur


bentigt, wenn sie von der Standardeinstellung
abweicht. Die Standardeinstellung wird gebildet
aus Netz-ID und Host-ID, bei der alle Bits auf 1
gesetzt sind, z.B. 160.1.255.255

ROUTER

Internet-Adresse Ihres Default-Routers. Nur eingeben, wenn Ihr Netzwerk aus mehreren Teilnetzen besteht. Eingabe: Vier durch Punkt
getrennte Zahlenwerte, Wert beim NetzwerkSpezialisten erfragen, z.B. 160.1.0.2

HOST

Name, mit dem sich die TNC im Netzwerk meldet

DOMAIN

Domainname der Steuerung (wird vorerst noch


nicht ausgewertet)

NAMESERVER

Netzwerkadresse des Domainservers (wird vorerst noch nicht ausgewertet)

Die Angabe ber das Protokoll entfllt bei der iTNC 530, es
wird das bertragungsprotokoll gem RFC 894 verwendet.

HEIDENHAIN iTNC 530

459

12.5 Ethernet-Schnittstelle

Gertespezifische Netzwerk-Einstellungen
U Drcken Sie den Softkey DEFINE MOUNT zur Eingabe der gertespezifischen Netzwerk-Einstellungen. Sie knnen beliebig viele
Netzwerk-Einstellungen festlegen, jedoch nur maximal 7 gleichzeitig verwalten
Einstellung

Bedeutung

MOUNTDEVICE

n Anbindung ber NFS:


Name des Verzeichnisses das angemeldet werden soll. Dieser wird gebildet durch die Netzwerkadresse des Servers, einem Doppelpunkt
und dem Namen des zu mountenden Verzeichnisses. Eingabe: Vier durch Punkt getrennte
Zahlenwerte, Wert beim Netzwerk-Spezialisten
erfragen, z.B. 160.1.13.4. Verzeichnis des NFSServers, das Sie mit der TNC verbinden wollen.
Achten Sie bei der Pfadangabe auf die GroKleinschreibung
n Anbindung an einzelnen Windows-Rechner:
Netzwerkname und Freigabename des Rechners eingeben, z.B. //PC1791NT/C

MOUNTPOINT

Name, den die TNC in der Datei-Verwaltung


anzeigt, wenn die TNC mit dem Gert verbunden
ist. Beachten Sie, der Name mu mit einem Doppelpunkt enden

FILESYSTEMTYPE

Dateisystemtyp.
nfs: Network File System
smb: Windows-Netzwerk

OPTIONS bei
FILESYSTEMTYPE=nfs

Angaben ohne Leerzeichen, durch Komma


getrennt und hintereinander geschrieben. Gro- /
Kleinschreibung beachten.
rsize=: Paketgre fr Datenempfang in Byte.
Eingabebereich: 512 bis 8 192
wsize=: Paketgre fr Datenversand in Byte. Eingabebereich: 512 bis 8 192
time0=: Zeit in Zehntel-Sekunden, nach der die
TNC einen vom Server nicht beantworteten
Remote Procedure Call wiederholt. Eingabebereich: 0 bis 100 000. Wenn kein Eintrag erfolgt,
wird der Standardwert 7 verwendet. Hhere
Werte nur verwenden, wenn die TNC ber mehrere Router mit dem Server kommunizieren
muss. Wert beim Netzwerk-Spezialisten erfragen
soft=: Definition, ob die TNC den Remote Procedure Call solange wiederholen soll, bis der NFSServer antwortet.
soft eingetragen: Remote Procedure Call nicht
wiederholen
soft nicht eingetragen: Remote Procedure Call
immer wiederholen

460

12 MOD-Funktionen

Bedeutung

OPTIONS bei
FILESYSTEMTYPE=smb
zur direkten
Anbindung an
WindowsNetzwerke

Angaben ohne Leerzeichen, durch Komma


getrennt und hintereinander geschrieben. Gro- /
Kleinschreibung beachten.
ip=: ip-Adresse des PCs, mit dem die TNC verbunden werden soll
username=: Benutzername mit dem sich die TNC
anmeldem soll
workgroup=: Arbeitsgruppe unter der sich die TNC
anmelden soll
password=: Passwort mit dem sich die TNC
anmelden soll (maximal 80 Zeichen)

AM

Definition, ob sich die TNC beim Einschalten automatisch mit dem Netzlaufwerk verbinden soll.
0: Nicht automatisch verbinden
1: Automatisch verbinden

12.5 Ethernet-Schnittstelle

Einstellung

Die Eintrge username, workgroup und password in der


Spaltze OPTIONS knnen bei Windows 95- und
Windows 98-Netzwerken evtl. entfallen.
ber den Softkey PASSWORT KODIEREN knnen Sie das
unter OPTIONS definierte Passwort verschlsseln.
Netzwerk-Identifikation definieren
Drcken Sie den Softkey DEFINE UID / GID zur Eingabe der Netzwerk-Identifikation

Einstellung

Bedeutung

TNC USER ID

Definition, mit welcher User-Identifikation der


Endanwender im Netzwerk auf Dateien
zugreift. Wert beim Netzwerk-Spezialisten
erfragen

OEM USER ID

Definition, mit welcher User-Identifikation der


Maschinenhersteller im Netzwerk auf Dateien
zugreift. Wert beim Netzwerk-Spezialisten
erfragen

TNC GROUP ID

Definition, mit welcher Gruppen-Identifikation


Sie im Netzwerk auf Dateien zugreifen. Wert
beim Netzwerk-Spezialisten erfragen. Die
Gruppen-Identifikation ist fr Endanwender
und Maschinenhersteller gleich

UID for mount

Definition, mit welcher User-Identifikation der


Anmeldevorgang ausgefhrt wird.
USER: Die Anmeldung erfolgt mit der USERIdentifikation
ROOT: Die Anmeldung erfolgt mit der Identifikation des ROOT-Users, Wert = 0

HEIDENHAIN iTNC 530

461

12.5 Ethernet-Schnittstelle

Netzwerk-Verbindung prfen
U Softkey PING drcken
U Im Eingabefeld HOST die Internet-Adresse des Gertes eingeben, zu
dem Sie die Netzwerk-Verbindung prfen wollen
U Mit Taste ENT besttigen. Die TNC sendet Datenpakete so lange,
bis Sie mit der Taste END den Prfmonitor verlassen
In der Zeile TRY zeigt die TNC die Anzahl der Datenpaket an, die an den
zuvor definierten Empfnger abgeschickt wurden. Hinter der Anzahl
der abgeschickten Datenpaket zeigt die TNC den Status:
Status-Anzeige

Bedeutung

HOST RESPOND

Datenpaket wieder empfangen, Verbindung in


Ordnung

TIMEOUT

Datenpaket nicht wieder empfangen, Verbindung prfen

CAN NOT ROUTE

Datenpaket konnte nicht gesendet werden,


Internet-Adresse des Servers und des Routers
an der TNC prfen

462

12 MOD-Funktionen

12.6 PGM MGT konfigurieren

12.6 PGM MGT konfigurieren


Anwendung
Mit dieser Funktion legen Sie den Funktionsumfang der Datei-Verwaltung fest
n Standard: Vereinfachte Datei-Verwaltung ohne Verzeichnis-Anzeige
n Erweitert: Datei-Verwaltung mit erweiterten Funktionen und Verzeichnis-Anzeige
Beachten Sie: siehe Standard-Datei-Verwaltung, Seite
41, und siehe Erweiterte Datei-Verwaltung, Seite 48.

Einstellung ndern
U
U
U

Datei-Verwaltung in der Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren whlen: Taste PGM MGT drcken


MOD-Funktion whlen: Taste MOD drcken
Einstellung PGM MGT whlen: Hellfeld mit Pfeiltasten auf Einstellung PGM MGT schieben, mit Taste ENT zwischen STANDARD und
ERWEITERT umschalten

HEIDENHAIN iTNC 530

463

12.7 Maschinenspezifische Anwenderparameter

12.7 Maschinenspezifische
Anwenderparameter
Anwendung
Um die Einstellung maschinenspezifischer Funktionen fr den Anwender zu ermglichen, kann Ihr Maschinenhersteller bis zu 16 Maschinen-Parameter als Anwender-Parameter definieren.
Diese Funktion steht nicht bei allen TNCs zur Verfgung.
Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.

464

12 MOD-Funktionen

12.8 Rohteil im Arbeitsraum darstellen

12.8 Rohteil im Arbeitsraum


darstellen
Anwendung
In der Betriebsart Programm-Test knnen Sie die Lage des Rohteils im
Arbeitsraum der Maschine grafisch berprfen und die Arbeitsraumberwachung in der Betriebsart Programm-Test aktivieren: Drcken
Sie dazu den Softkey ROHTEIL IM ARB.-RAUM.
Die TNC stellt einen Quader fr den Arbeitsraum dar, dessen Mae im
Fenster Verfahrbereich aufgefhrt sind. Die Mae fr den Arbeitsraum entnimmt die TNC aus den Maschinen-Parametern fr den aktiven Verfahrbereich. Da der Verfahrbereich im Referenzsystem der
Maschine definiert ist, entspricht der Nullpunkt des Quaders dem
Maschinen-Nullpunkt. Die Lage des Maschinen-Nullpunkts im Quader
knnen Sie durch drcken des Softkeys M91 (2. Softkey-Leiste) sichtbar machen.
Ein weiterer Quader () stellt das Rohteil dar, dessen Abmae () die
TNC aus der Rohteil-Definition des angewhlten Programms entnimmt. Der Rohteil-Quader definiert das Eingabe-Koordinatensystem,
dessen Nullpunkt innerhalb des Quaders liegt. Die Lage des Nullpunkts im Quader knnen Sie durch drcken des Softkeys Werkstck-Nullpunkt anzeigen (2. Softkey-Leiste) sichtbar machen.
Wo sich das Rohteil innerhalb des Arbeitsraumes befindet ist im Normalfall fr den Programm-Test unerheblich. Wenn Sie jedoch Programme testen, die Verfahrbewegungen mit M91 oder M92 enthalten, mssen Sie das Rohteil grafisch so verschieben, dass keine
Konturverletzungen auftreten. Bentzen Sie dazu die in der Tabelle
rechts aufgefhrten Softkeys.
Darber hinaus knnen Sie auch die Arbeitsraum-berwachung fr die
Betriebsart Programm-Test aktivieren, um das Programm mit dem
aktuellen Bezugspunkt und den aktiven Verfahrbereichen zu testen
(siehe nachfolgende Tabelle, letzte Zeile).
Funktion

Softkey

Rohteil nach links verschieben


Rohteil nach rechts verschieben
Rohteil nach vorne verschieben
Rohteil nach hinten verschieben
Rohteil nach oben verschieben
Rohteil nach unten verschieben

HEIDENHAIN iTNC 530

465

12.8 Rohteil im Arbeitsraum darstellen

Funktion

Softkey

Rohteil bezogen auf den gesetzten Bezugspunkt


anzeigen
Gesamten Verfahrbereich bezogen auf das dargestellte Rohteil anzeigen
Maschinen-Nullpunkt im Arbeitsraum anzeigen
Vom Maschinenhersteller festgelegte Position (z.B.
Werkzeug- Wechselpunkt) im Arbeitsraum anzeigen
Werkstck-Nullpunkt im Arbeitsraum anzeigen
Arbeitsraum-berwachung beim Programm-Test einschalten (EIN)/ ausschalten (AUS)

466

12 MOD-Funktionen

12.9 Positions-Anzeige whlen

12.9 Positions-Anzeige whlen


Anwendung
Fr den Manuellen Betrieb und die Programmlauf-Betriebsarten knnen Sie die Anzeige der Koordinaten beeinflussen:
Das Bild rechts zeigt verschiedene Positionen des Werkzeugs
n Ausgangs-Position
n Ziel-Position des Werkzeugs
n Werkstck-Nullpunkt
n Maschinen-Nullpunkt
Fr die Positions-Anzeigen der TNC knnen Sie folgende Koordinaten
whlen:
Funktion

Anzeige

Soll-Position; von der TNC aktuell vorgegebener


Wert

SOLL

Ist-Position; momentane Werkzeug-Position

IST

Referenz-Position; Ist-Position bezogen auf den


Maschinen-Nullpunkt

REF

Restweg zur programmierten Position; Differenz


zwischen Ist- und Ziel-Position

RESTW

Schleppfehler; Differenz zwischen Soll und IstPosition

SCHPF

Auslenkung des messenden Tastsystems

AUSL.

Verfahrwege, die mit der Funktion Handrad-berlagerung (M118) ausgefhrt wurden


(Nur Positions-Anzeige 2)

M118

Mit der MOD-Funktion Positions-Anzeige 1 whlen Sie die PositionsAnzeige in der Status-Anzeige.
Mit der MOD-Funktion Positions-Anzeige 2 whlen Sie die PositionsAnzeige in der zustzlichen Status-Anzeige.

HEIDENHAIN iTNC 530

467

12.10 Masystem whlen

12.10 Masystem whlen


Anwendung
Mit dieser MOD-Funktion legen Sie fest, ob die TNC Koordinaten in
mm oder Inch (Zoll-System) anzeigen soll.
n Metrisches Masystem: z.B. X = 15,789 (mm) MOD-Funktion
Wechsel mm/inch = mm. Anzeige mit 3 Stellen nach dem Komma
n Zoll-System: z.B. X = 0,6216 (inch) MOD-Funktion Wechsel mm/
inch = inch. Anzeige mit 4 Stellen nach dem Komma
Wenn Sie die Inch-Anzeige aktiv haben, zeigt die TNC auch den Vorschub in inch/min an. In einem Inch-Programm mssen Sie den Vorschub mit einem Faktor 10 grer eingeben.

468

12 MOD-Funktionen

12.11 Programmiersprache fr $MDI whlen

12.11 Programmiersprache fr $MDI


whlen
Anwendung
Mit der MOD-Funktion Programm-Eingabe schalten Sie der Programmierung der Datei $MDI um.
n $MDI.H im Klartext-Dialog programmieren:
Programm-Eingabe: HEIDENHAIN
n $MDI.I gem DIN/ISO programmieren:
Programm-Eingabe: ISO

HEIDENHAIN iTNC 530

469

12.12 Achsauswahl fr L-Satz-Generierung

12.12 Achsauswahl fr L-SatzGenerierung


Anwendung
Im Eingabe-Feld fr die Achsauswahl legen Sie fest, welche Koordinaten der aktuellen Werkzeug-Position in einen L-Satz bernommen
werden. Die Generierung eines separaten L-Satzes erfolgt mit der
Taste Ist-Position bernehmen. Die Auswahl der Achsen erfolgt wie
bei Maschinen-Parametern bitorientiert:
Achsauswahl %11111X, Y, Z, IV., V. Achse bernehmen
Achsauswahl %01111X, Y, Z, IV. Achse bernehmen
Achsauswahl %00111X, Y, Z Achse bernehmen
Achsauswahl %00011X, Y Achse bernehmen
Achsauswahl %00001X Achse bernehmen

470

12 MOD-Funktionen

Anwendung
Innerhalb des maximalen Verfahrbereichs knnen Sie den tatschlich
nutzbaren Verfahrweg fr die Koordinatenachsen einschrnken.

Anwendungsbeispiel: Teilapparat gegen Kollisionen sichern.


Der maximale Verfahrbereich ist durch Software-Endschalter
begrenzt. Der tatschlich nutzbare Verfahrweg wird mit der MODFunktion VERFAHRBEREICH eingeschrnkt: Dazu geben Sie die Maximalwerte in positiver und negativer Richtung der Achsen bezogen auf
den Maschinen-Nullpunkt ein. Wenn Ihre Maschine ber mehrere Verfahrbereiche verfgt, knnen Sie die Begrenzung fr jeden Verfahrbereich separat einstellen (Softkey VERFAHRBEREICH (1) bis
VERFAHRBEREICH (3)).

Arbeiten ohne Verfahrbereichs-Begrenzung

Z max
Z min

Y
X min

Ymax
X max

Ymin

X
Fr Koordinatenachsen, die ohne Verfahrbereichs-Begrenzungen verfahren werden sollen, geben Sie den maximalen Verfahrweg der TNC
(+/- 99999 mm) als VERFAHRBEREICH ein.

Maximalen Verfahrbereich ermitteln und


eingeben
U
U
U
U

Positions-Anzeige REF anwhlen


Gewnschte positive und negative End-Positionen der X-, Y- und ZAchse anfahren
Werte mit Vorzeichen notieren
MOD-Funktionen whlen: Taste MOD drcken
U Verfahrbereichs-Begrenzung eingeben: Softkey VERFAHRBEREICH drcken. Notierte Werte fr die Achsen als Begrenzungen eingeben
U MOD-Funktion

verlassen: Softkey ENDE drcken

Werkzeug-Radiuskorrekturen werden bei VerfahrbereichsBegrenzungen nicht bercksichtigt.


Verfahrbereichs-Begrenzungen und Software-Endschalter
werden bercksichtigt, nachdem die Referenz-Punkte
berfahren sind.

Nullpunkt-Anzeige
Die im Bildschirm links unten angezeigten Werte sind die manuell
gesetzten Bezugspunkte bezogen auf den Maschinen-Nullpunkt. Sie
knnen im Bildschirm-Men nicht verndert werden.
HEIDENHAIN iTNC 530

471

12.13 Verfahrbereichs-Begrenzungen eingeben, Nullpunkt-Anzeige

12.13 VerfahrbereichsBegrenzungen eingeben,


Nullpunkt-Anzeige

12.14 HILFE-Dateien anzeigen

12.14 HILFE-Dateien anzeigen


Anwendung
Hilfe-Dateien sollen den Bediener in Situationen untersttzen, in
denen festgelegte Handlungsweisen, z.B. das Freifahren der
Maschine nach einer Stromunterbrechung, erforderlich sind. Auch
Zusatz-Funktionen lassen sich in einer HILFE-Datei dokumentieren.
Das Bild rechts zeigt die Anzeige einer HILFE-Datei.
Die HILFE-Dateien sind nicht an jeder Maschine verfgbar.
Nhere Informationen erteilt Ihr Maschinenhersteller.

HILFE-DATEIEN whlen
U

MOD-Funktion whlen: Taste MOD drcken


U Whlen der zuletzt aktiven HILFE-Datei: Softkey
HILFE drcken
U Falls

ntig, Datei Verwaltung aufrufen (Taste PGM


MGT) und andere Hilfe-Datei whlen

472

12 MOD-Funktionen

12.15 Betriebszeiten anzeigen

12.15 Betriebszeiten anzeigen


Anwendung
Der Maschinenhersteller kann noch zustzliche Zeiten
anzeigen lassen. Maschinenhandbuch beachten!
ber den Softkey MASCHINEN ZEIT knnen Sie sich verschiedene
Betriebszeiten anzeigen lassen:
Betriebszeit

Bedeutung

Steuerung ein

Betriebszeit der Steuerung seit der Inbetriebnahme

Maschine ein

Betriebszeit der Maschine seit der Inbetriebnahme

Programmlauf

Betriebszeit fr den gesteuerten Betrieb


seit der Inbetriebnahme

HEIDENHAIN iTNC 530

473

12.16 Externer Zugriff

12.16 Externer Zugriff


Anwendung
Der Maschinenhersteller kann die externen Zugriffsmglichkeiten ber die LSV-2 Schnittstelle konfigurieren.
Maschinenhandbuch beachten!
Mit dem Softkey EXTERNER ZUGRIFF knnen Sie den Zugriff ber die
LSV-2 Schnittstelle freigeben oder sperren.
Durch einen Eintrag in der Konfigurationsdatei TNC.SYS knnen Sie
ein Verzeichnis einschlielich vorhandener Unterverzeichnisse mit
einem Passwort schtzen. Bei einem Zugriff ber die LSV-2 Schnittstelle auf die Daten aus diesem Verzeichnis wird das Passwort abgefragt. Legen Sie in der Konfigurationsdatei TNC.SYS den Pfad und das
Passwort fr den externen Zugriff fest.
Die Datei TNC.SYS muss im Root-Verzeichnis TNC:\
gespeichert sein.
Wenn Sie nur einen Eintrag fr das Passwort vergeben,
wird das ganze Laufwerk TNC:\ geschtzt.
Verwenden Sie fr die Datenbertragung die aktualisierten
Versionen der HEIDENHAIN-Software TNCremo oder
TNCremoNT.
Eintrge in TNC.SYS

Bedeutung

REMOTE.TNCPASSWORD=

Passwort fr LSV-2 Zugriff

REMOTE.TNCPRIVATEPATH=

Pfad der geschtzt werden soll

Beispiel fr TNC.SYS
REMOTE.TNCPASSWORD=KR1402
REMOTE.TNCPRIVATEPATH=TNC:\RK
Externen Zugriff erlauben/sperren
U Beliebige Maschinenbetriebsart whlen
U MOD-Funktion whlen: Taste MOD drcken
U Verbindung zur TNC erlauben: Softkey EXTERNER
ZUGRIFF auf EIN stellen. Die TNC lsst den Zugriff
auf Daten ber die LSV-2 Schnittstelle zu. Bei einem
Zugriff auf ein Verzeichnis, welches in der Konfigurationsdatei TNC.SYS angegeben wurde, wird das
Passwort abgefragt
U Verbindung

zur TNC sperren: Softkey EXTERNER


ZUGRIFF auf AUS stellen. Die TNC sperrt den Zugriff
ber die LSV-2 Schnittstelle

474

12 MOD-Funktionen

13
Tabellen und bersichten

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

13.1 Allgemeine
Anwenderparameter
Allgemeine Anwenderparameter sind Maschinen-Parameter, die das
Verhalten der TNC beeinflussen.
Typische Anwenderparameter sind z.B.
n die Dialogsprache
n das Schnittstellen-Verhalten
n Verfahrgeschwindigkeiten
n Bearbeitungsablufe
n die Wirkung der Override

Eingabemglichkeiten fr Maschinen-Parameter
Maschinen-Parameter lassen sich beliebig programmieren als
n Dezimalzahlen
Zahlenwert direkt eingeben
n Dual-/Binrzahlen
Prozent-Zeichen % vor Zahlenwert eingeben
n Hexadezimalzahlen
Dollar-Zeichen $ vor Zahlenwert eingeben
Beispiel:
Anstelle der Dezimalzahl 27 knnen Sie auch die Binrzahl %11011
oder die Hexadezimalzahl $1B eingeben.
Die einzelnen Maschinen-Parameter drfen gleichzeitig in den verschiedenen Zahlensystemen angegeben sein.
Einige Maschinen-Parameter haben Mehrfach-Funktionen. Der Eingabewert solcher Maschinen-Parameter ergibt sich aus der Summe der
mit einem + gekennzeichneten Einzeleingabewerte.

Allgemeine Anwenderparameter anwhlen


Allgemeine Anwenderparameter whlen Sie in den MOD-Funktionen
mit der Schlsselzahl 123 an.
In den MOD-Funktionen stehen auch maschinenspezifische ANWENDERPARAMETER zur Verfgung.

476

13 Tabellen und bersichten

TNC-Schnittstellen EXT1 (5020.0) und EXT2


(5020.1) an externes Gert anpassen

MP5020.x
7 Datenbit (ASCII-Code, 8.bit = Paritt): +0
8 Datenbit (ASCII-Code, 9.bit = Paritt): +1
Block-Check-Charakter (BCC) beliebig:+0
Block-Check-Charakter (BCC) Steuerzeichen nicht erlaubt: +2
bertragungs-Stop durch RTS aktiv: +4
bertragungs-Stop durch RTS nicht aktiv: +0
bertragungs-Stop durch DC3 aktiv: +8
bertragungs-Stop durch DC3 nicht aktiv: +0
Zeichenparitt geradzahlig: +0
Zeichenparitt ungeradzahlig: +16
Zeichenparitt unerwnscht: +0
Zeichenparitt erwnscht: +32
11/2 Stoppbit: +0
2 Stoppbit: +64
1 Stoppbit: +128
1 Stoppbit: +192
Beispiel:
TNC-Schnittstelle EXT2 (MP 5020.1) auf externes Fremdgert mit folgender Einstellung anpassen:
8 Datenbit, BCC beliebig, bertragungs-Stop durch DC3, geradzahlige Zeichenparitt, Zeichenparitt erwnscht, 2 Stoppbit
Eingabe fr MP 5020.1: 1+0+8+0+32+64 = 105

Schnittstellen-Typ fr EXT1 (5030.0) und


EXT2 (5030.1) festlegen

MP5030.x
Standard-bertragung: 0
Schnittstelle fr blockweises bertragen: 1

3D-Tastsysteme
bertragungsart whlen

MP6010
Tastsystem mit Kabel-bertragung: 0
Tastsystem mit Infrarot-bertragung: 1

Antastvorschub fr schaltendes Tastsystem

MP6120
1 bis 3 000 [mm/min]

Maximaler Verfahrweg zum Antastpunkt

MP6130
0,001 bis 99 999,9999 [mm]

Sicherheitsabstand zum Antastpunkt bei


automatischem Messen

MP6140
0,001 bis 99 999,9999 [mm]

Eilgang zum Antasten fr schaltendes


Tastsystem

MP6150
1 bis 300 000 [mm/min]

HEIDENHAIN iTNC 530

477

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

Externe Datenbertragung

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

3D-Tastsysteme
Tastsystem-Mittenversatz messen beim
Kalibrieren des schaltenden Tastsystems

MP6160
Keine 180-Drehung des 3D-Tastsystems beim Kalibrieren: 0
M-Funktion fr 180-Drehung des Tastsystems beim Kalibrieren: 1 bis 999

M-Funktion um Infrarottaster vor jedem


Messvorgang zu orientieren

MP6161
Funktion inaktiv: 0
Orientierung direkt ber die NC: -1
M-Funktion fr Orientierung des Tastsystems: 1 bis 999

Orientierungswinkel fr den Infrarottaster

MP6162
0 bis 359,9999 []

Differenz zwischen aktuellem Orientierungswinkel und Orientierungswinkel aus


MP 6162 ab dem eine Spindelorientierung
durchgefhrt werden soll

MP6163
0 bis 3,0000 []

Infrarottaster vor dem Antasten


automatisch auf die programmierte
Antastrichtung orientieren

MP6165
Funktion inaktiv: 0
Infrarottaster orientieren: 1

Mehrfachmessung fr programmierbare
Antastfunktion

MP6170
1 bis 3

Vertrauensbereich fr Mehrfachmessung

MP6171
0,001 bis 0,999 [mm]

Automatischer Kalibrierzyklus: Mitte des


Kalibrierrings in der X-Achse bezogen auf
den Maschinen-Nullpunkt

MP6180.0 (Verfahrbereich 1) bis MP6180.2 (Verfahrbereich3)


0 bis 99 999,9999 [mm]

Automatischer Kalibrierzyklus: Mitte des


Kalibrierrings in der Y-Achse bezogen auf
den Maschinen-Nullpunkt fr

MP6181.x (Verfahrbereich 1) bis MP6181.2 (Verfahrbereich3)


0 bis 99 999,9999 [mm]

Automatischer Kalibrierzyklus: Oberkante


des Kalibrierrings in der Z-Achse bezogen
auf den Maschinen-Nullpunkt fr

MP6182.x (Verfahrbereich 1) bis MP6182.2 (Verfahrbereich3)


0 bis 99 999,9999 [mm]

Automatischer Kalibrierzyklus: Abstand


unterhalb der Ringoberkante, an der die
TNC die Kalibrierung durchfhrt

MP6185.x (Verfahrbereich 1) bis MP6185.2 (Verfahrbereich3)


0,1 bis 99 999,9999 [mm]

Radiusvermessung mit TT 130:


Antastrichtung

MP6505.0 (Verfahrbereich 1) bis 6505.2 (Verfahrbereich 3)


Positive Antastrichtung in der Winkel-Bezugsachse (0-Achse): 0
Positive Antastrichtung in der +90-Achse: 1
Negative Antastrichtung in der Winkel-Bezugsachse (0-Achse): 2
Negative Antastrichtung in der +90-Achse: 3

Antastvorschub fr zweite Messung mit


TT 120, Stylus-Form, Korrekturen in TOOL.T

MP6507
Antastvorschub fr zweite Messung mit TT 130 berechnen,
mit konstanter Toleranz: +0
Antastvorschub fr zweite Messung mit TT 130 berechnen,
mit variabler Toleranz: +1
Konstanter Antastvorschub fr zweite Messung mit TT 130: +2

478

13 Tabellen und bersichten

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

3D-Tastsysteme
Maximal zulssiger Messfehler mit TT 130
bei der Messung mit rotierendem Werkzeug

MP6510.0
0,001 bis 0,999 [mm] (Empfehlung: 0,005 mm)

Notwendig fr die Berechnung des Antastvorschubs in Verbindung mit MP6570

MP6510.1
0,001 bis 0,999 [mm] (Empfehlung: 0,01 mm)

Antastvorschub fr TT 130 bei stehendem


Werkzeug

MP6520
1 bis 3 000 [mm/min]

Radius-Vermessung mit TT 130: Abstand


Werkzeug-Unterkante zu Stylus-Oberkante

MP6530.0 (Verfahrbereich 1) bis MP6530.2 (Verfahrbereich 3)


0,001 bis 99,9999 [mm]

Sicherheits-Abstand in der Spindelachse


ber dem Stylus des TT 130 bei Vorpositionierung

MP6540.0
0,001 bis 30 000,000 [mm]

Sicherheitszone in der Bearbeitungsebene


um den Stylus des TT 130 bei Vorpositionierung

MP6540.1
0,001 bis 30 000,000 [mm]

Eilgang im Antastzyklus fr TT 130

MP6550
10 bis 10 000 [mm/min]

M-Funktion fr Spindel-Orientierung bei


Einzelschneiden-Vermessung

MP6560
0 bis 999

Messung mit rotierendem Werkzeug: Zulssige Umlaufgeschwindigkeit am Frserumfang

MP6570
1,000 bis 120,000 [m/min]

Notwendig fr die Berechnung von Drehzahl


und Antastvorschub
Messung mit rotierendem Werkzeug: Maximal zulssige Drehzahl

HEIDENHAIN iTNC 530

MP6572
0,000 bis 1 000,000 [U/min]
Bei Eingabe 0 wird die Drehzahl auf 1000 U/min begrenzt

479

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

3D-Tastsysteme
Koordinaten des TT-120-Stylus Mittelpunkts bezogen auf den Maschinen-Nullpunkt

MP6580.0 (Verfahrbereich 1)
X-Achse
MP6580.1 (Verfahrbereich 1)
Y-Achse
MP6580.2 (Verfahrbereich 1)
Z-Achse
MP6581.0 (Verfahrbereich 2)
X-Achse
MP6581.1 (Verfahrbereich 2)
Y-Achse
MP6581.2 (Verfahrbereich 2)
Z-Achse
MP6582.0 (Verfahrbereich 3)
X-Achse
MP6582.1 (Verfahrbereich 3)
Y-Achse
MP6582.2 (Verfahrbereich 3)
Z-Achse

berwachung der Stellung von Dreh- und


Parallelachsen

MP6585
Funktion inaktiv: 0
Achsstellung berwachen: 1

Dreh- und Parallelachsen definieren, die


berwacht werden sollen

MP6586.0
Stellung der A-Achse nicht berwachen: 0
Stellung der A-Achse berwachen: 1
MP6586.1
Stellung der B-Achse nicht berwachen: 0
Stellung der B-Achse berwachen: 1
MP6586.2
Stellung der C-Achse nicht berwachen: 0
Stellung der C-Achse berwachen: 1
MP6586.3
Stellung der U-Achse nicht berwachen: 0
Stellung der U-Achse berwachen: 1
MP6586.4
Stellung der V-Achse nicht berwachen: 0
Stellung der V-Achse berwachen: 1
MP6586.5
Stellung der W-Achse nicht berwachen: 0
Stellung der W-Achse berwachen: 1

480

13 Tabellen und bersichten

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

TNC-Anzeigen, TNC-Editor
Zyklus 17, 18 und 207:
Spindelorientierung
am Zyklus-Anfang

MP7160
Spindelorientierung durchfhren: 0
Keine Spindelorientierung durchfhren: 1

Programmierplatz
einrichten

MP7210
TNC mit Maschine: 0
TNC als Programmierplatz mit aktiver PLC: 1
TNC als Programmierplatz mit nicht aktiver PLC: 2

Dialog Stromunterbrechung nach dem Einschalten quittieren

MP7212
Mit Taste quittieren: 0
Automatisch quittieren: 1

DIN/ISO-Programmierung: SatznummernSchrittweite festlegen

MP7220
0 bis 150

Anwahl von DateiTypen sperren

MP7224.0
Alle Datei-Typen ber Softkey anwhlbar: +0
Anwahl von HEIDENHAIN-Programme sperren (Softkey ZEIGE .H): +1
Anwahl von DIN/ISO-Programme sperren (Softkey ZEIGE .I): +2
Anwahl von Werkzeug-Tabellen sperren (Softkey ZEIGE .T): +4
Anwahl von Nullpunkt-Tabellen sperren (Softkey ZEIGE .D): +8
Anwahl von Paletten-Tabellen sperren (Softkey ZEIGE .P): +16
Anwahl von Text-Dateien sperren (Softkey ZEIGE .A): +32
Anwahl von Punkte-Tabellen sperren (Softkey ZEIGE .PNT): +64

Editieren von DateiTypen sperren

MP7224.1
Editor nicht sperren: +0
Editor sperren fr

Hinweis:
Falls Sie Datei-Typen
sperren, lscht die TNC
alle Dateien dieses Typs.

n HEIDENHAIN-Programme: +1
n DIN/ISO-Programme: +2
n Werkzeug-Tabellen: +4
n Nullpunkt-Tabellen: +8
n Paletten-Tabellen: +16
n Text-Dateien: +32
n Punkte-Tabellen: +64

Paletten-Tabellen
konfigurieren

MP7226.0
Paletten-Tabelle nicht aktiv: 0
Anzahl der Paletten pro Paletten-Tabelle: 1 bis 255

Nullpunkt-Dateien
konfigurieren

MP7226.1
Nullpunkt-Tabelle nicht aktiv: 0
Anzahl der Nullpunkte pro Nullpunkt-Tabelle: 1 bis 255

Programmlnge zur
Programmberprfung

MP7229.0
Stze 100 bis 9 999

Programmlnge, bis zu
der FK-Stze erlaubt
sind

MP7229.1
Stze 100 bis 9 999

HEIDENHAIN iTNC 530

481

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

TNC-Anzeigen, TNC-Editor
Dialogsprache
festlegen

MP7230
Englisch: 0
Deutsch: 1
Tschechisch: 2
Franzsisch: 3
Italienisch: 4
Spanisch: 5
Portugiesisch: 6
Schwedisch: 7
Dnisch: 8
Finnisch: 9
Niederlndisch: 10
Polnisch: 11
Ungarisch: 12
reserviert: 13
Russisch: 14

Interne Uhrzeit der


TNC einstellen

MP7235
Weltzeit (Greenwich time): 0
Mitteleuropische Zeit (MEZ): 1
Mitteleuropische Sommerzeit: 2
Zeit-Unterschied zur Weltzeit: -23 bis +23 [Stunden]

Werkzeug-Tabelle
konfigurieren

MP7260
Nicht aktiv: 0
Anzahl der Werkzeuge, die die TNC beim ffnen einer neuen Werkzeug-Tabelle generiert:
1 bis 254
Wenn Sie mehr als 254 Werkzeuge bentigen, knnen Sie die Werkzeug-Tabelle erweitern mit
der Funktion N ZEILEN AM ENDE ANFGEN, siehe Werkzeug-Daten, Seite 102

Werkzeug-Platztabelle
konfigurieren

MP7261.0 (Magazin 1)
MP7261.1 (Magazin 2)
MP7261.2 (Magazin 3)
MP7261.3 (Magazin 4)
Nicht aktiv: 0
Anzahl der Pltze im Werkzeug-Magazin: 1 bis 254
Wird in MP 7261.1 bis MP7261.3 der Wert 0 eingetragen, wird nur ein Werkzeug-Magazin verwendet.

Werkzeug-Nummern
indizieren, um zu einer
Werkzeug-Nummer
mehrere Korrekturdaten abzulegen

MP7262
Nicht indizieren: 0
Anzahl der erlaubten Indizierung: 1 bis 9

Softkey Platztabelle

MP7263
Softkey PLATZ TABELLE in der Werkzeug-Tabelle anzeigen: 0
Softkey PLATZ TABELLE in der Werkzeug-Tabelle nicht anzeigen: 1

482

13 Tabellen und bersichten

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

TNC-Anzeigen, TNC-Editor
Werkzeug-Tabelle konfigurieren (Nicht auffhren: 0); SpaltenNummer in der Werkzeug-Tabelle fr

HEIDENHAIN iTNC 530

MP7266.0
Werkzeug-Name NAME: 0 bis 32; Spaltenbreite: 16 Zeichen
MP7266.1
Werkzeug-Lnge L: 0 bis 32; Spaltenbreite: 11 Zeichen
MP7266.2
Werkzeug-Radius R: 0 bis 32; Spaltenbreite: 11 Zeichen
MP7266.3
Werkzeug-Radius 2 R2: 0 bis 32; Spaltenbreite: 11 Zeichen
MP7266.4
Aufma Lnge DL: 0 bis 32; Spaltenbreite: 8 Zeichen
MP7266.5
Aufma Radius DR: 0 bis 32; Spaltenbreite: 8 Zeichen
MP7266.6
Aufma Radius 2 DR2: 0 bis 32; Spaltenbreite: 8 Zeichen
MP7266.7
Werkzeug gesperrt TL: 0 bis 32; Spaltenbreite: 2 Zeichen
MP7266.8
Schwester-Werkzeug RT: 0 bis 32; Spaltenbreite: 3 Zeichen
MP7266.9
Maximale Standzeit TIME1: 0 bis 32; Spaltenbreite: 5 Zeichen
MP7266.10
Max. Standzeit bei TOOL CALL TIME2: 0 bis 32; Spaltenbreite: 5 Zeichen
MP7266.11
Aktuelle Standzeit CUR. TIME: 0 bis 32; Spaltenbreite: 8 Zeichen

483

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

TNC-Anzeigen, TNC-Editor
Werkzeug-Tabelle konfigurieren (Nicht auffhren: 0); SpaltenNummer in der Werkzeug-Tabelle fr

484

MP7266.12
Werkzeug-Kommentar DOC: 0 bis 32; Spaltenbreite: 16 Zeichen
MP7266.13
Anzahl der Schneiden CUT.: 0 bis 32; Spaltenbreite: 4 Zeichen
MP7266.14
Toleranz fr Verschlei-Erkennung Werkzeug-Lnge LTOL: 0 bis 32; Spaltenbreite: 6 Zeichen
MP7266.15
Toleranz fr Verschlei-Erkennung Werkzeug-Radius RTOL: 0 bis 32; Spaltenbreite: 6 Zeichen
MP7266.16
Schneid-Richtung DIRECT.: 0 bis 32; Spaltenbreite: 7 Zeichen
MP7266.17
PLC-Status PLC: 0 bis 32; Spaltenbreite: 9 Zeichen
MP7266.18
Zustzlicher Versatz des Werkzeugs in der Werkzeugachse zu MP6530 TT:L-OFFS: 0 bis 32;
Spaltenbreite: 11 Zeichen
MP7266.19
Versatz des Werkzeugs zwischen Stylus-Mitte und Werkzeug-Mitte TT:R-OFFS: 0 bis 32;
Spaltenbreite: 11 Zeichen
MP7266.20
Toleranz fr Bruch-Erkennung Werkzeug-Lnge LBREAK.: 0 bis 32; Spaltenbreite: 6 Zeichen
MP7266.21
Toleranz fr Bruch-Erkennung Werkzeug-Radius RBREAK: 0 bis 32; Spaltenbreite: 6 Zeichen
MP7266.22
Schneidenlnge (Zyklus 22) LCUTS: 0 bis 32; Spaltenbreite: 11 Zeichen
MP7266.23
Maximaler Eintauchwinkel (Zyklus 22) ANGLE.: 0 bis 32; Spaltenbreite: 7 Zeichen
MP7266.24
Werkzeug-Typ TYP: 0 bis 32; Spaltenbreite: 5 Zeichen
MP7266.25
Werkzeug-Schneidstoff TMAT: 0 bis 32; Spaltenbreite: 16 Zeichen
MP7266.26
Schnittdaten-Tabelle CDT: 0 bis 32; Spaltenbreite: 16 Zeichen
MP7266.27
PLC-Wert PLC-VAL: 0 bis 32; Spaltenbreite: 11 Zeichen
MP7266.28
Taster-Mittenversatz Hauptachse CAL-OFF1: 0 bis 32; Spaltenbreite: 11 Zeichen
MP7266.29
Taster-Mittenversatz Nebenachse CALL-OFF2: 0 bis 32; Spaltenbreite: 11 Zeichen
MP7266.30
Spindelwinkel beim Kalibrieren CALL-ANG: 0 bis 32; Spaltenbreite: 11 Zeichen
MP7266.31
Werkzeug-Typ fr die Platz-Tabelle PTYP: 0 bis 32; Spaltenbreite: 2 Zeichen

13 Tabellen und bersichten

Werkzeug-Platztabelle
konfigurieren; SpaltenNummer in der PlatzTabelle fr
(nicht auffhren: 0)

MP7267.0
Werkzeugnummer T: 0 bis 7
MP7267.1
Sonderwerkzeug ST: 0 bis 7
MP7267.2
Festplatz F: 0 bis 7
MP7267.3
Platz gesperrt L: 0 bis 7
MP7267.4
PLC Status PLC: 0 bis 7
MP7267.5
Werkzeugname aus der Werkzeug-Tabelle TNAME: 0 bis 7
MP7267.6
Kommentar aus der Werkzeug-Tabelle DOC: 0 bis 7

Betriebsart Manueller
Betrieb: Anzeige des
Vorschubs

MP7270
Vorschub F nur anzeigen, wenn Achsrichtungs-Taste gedrckt wird: 0
Vorschub F anzeigen, auch wenn keine Achsrichtungs-Taste gedrckt wird (Vorschub, der ber
Softkey F definiert wurde oder Vorschub der langsamsten Achse): 1

Dezimalzeichen
festlegen

MP7280
Komma als Dezimalzeichen anzeigen: 0
Punkt als Dezimalzeichen anzeigen: 1

Anzeigemodus festlegen

MP7281.0 Betriebsart Programm-Einspeichern/Editieren

Positions-Anzeige in
der Werkzeugachse

MP7285
Anzeige bezieht sich auf den Werkzeug-Bezugspunkt: 0
Anzeige in der Werkzeugachse bezieht sich auf die
Werkzeug-Stirnflche: 1

Anzeigeschritt fr die
Spindelposition

MP7289
0,1 : 0
0,05 : 1
0,01 : 2
0,005 : 3
0,001 : 4
0,0005 : 5
0,0001 : 6

Anzeigeschritt

MP7290.0 (X-Achse) bis MP7290.8 (9. Achse)


0,1 mm: 0
0,05 mm: 1
0,01 mm: 2
0,005 mm: 3
0,001 mm: 4
0,0005 mm: 5
0,0001 mm: 6

HEIDENHAIN iTNC 530

MP7281.1 Abarbeiten-Betriebsart
Mehrzeilige Stze immer vollstndig darstellen: 0
Mehrzeilige Stze vollstndig darstellen, wenn mehrzeiliger Satz = aktiver Satz ist: 1
Mehrzeilige Stze vollstndig darstellen, wenn mehrzeiliger Satz editiert wird: 2

485

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

TNC-Anzeigen, TNC-Editor

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

TNC-Anzeigen, TNC-Editor
Bezugspunkt-Setzen
sperren

MP7295
Bezugspunkt-Setzen nicht sperren: +0
Bezugspunkt-Setzen in der X-Achse sperren: +1
Bezugspunkt-Setzen in der Y-Achse sperren: +2
Bezugspunkt-Setzen in der Z-Achse sperren: +4
Bezugspunkt-Setzen in der IV. Achse sperren: +8
Bezugspunkt-Setzen in der V. Achse sperren: +16
Bezugspunkt-Setzen in der 6. Achse sperren: +32
Bezugspunkt-Setzen in der 7. Achse sperren: +64
Bezugspunkt-Setzen in der 8. Achse sperren: +128
Bezugspunkt-Setzen in der 9. Achse sperren: +256

Bezugspunkt-Setzen
mit orangenen Achstasten sperren

MP7296
Bezugspunkt-Setzen nicht sperren: 0
Bezugspunkt-Setzen ber orangefarbige Achstasten sperren: 1

Status-Anzeige, QParameter, Bearbeitungszeit und Werkzeugdaten rcksetzen

MP7300
Alles rcksetzen, wenn Programm angewhlt wird: 0
Alles rcksetzen, wenn Programm angewhlt wird und bei M02, M30, END PGM: 1
Nur Status-Anzeige, Bearbeitungszeit und Werkzeugdaten rcksetzen, wenn Programm angewhlt wird: 2
Nur Status-Anzeige, Bearbeitungszeit und Werkzeugdaten rcksetzen, wenn Programm angewhlt wird und bei M02, M30, END PGM: 3
Status-Anzeige, Bearbeitungszeit und Q-Parameter rcksetzen, wenn Programm angewhlt
wird: 4
Status-Anzeige, Bearbeitungszeit und Q-Parameter rcksetzen, wenn Programm angewhlt
wird und bei M02, M30, END PGM: 5
Status-Anzeige, Bearbeitungszeit rcksetzen, wenn Programm angewhlt wird: 6
Status-Anzeige, Bearbeitungszeit rcksetzen, wenn Programm angewhlt wird und bei M02,
M30, END PGM: 7

486

13 Tabellen und bersichten

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

TNC-Anzeigen, TNC-Editor
Festlegungen fr
Grafik-Darstellung

MP7310
Grafische Darstellung in drei Ebenen nach DIN 6, Teil 1, Projektionsmethode 1: +0
Grafische Darstellung in drei Ebenen nach DIN 6, Teil 1, Projektionsmethode 2: +1
Koordinatensystem fr grafische Darstellung nicht drehen: +0
Koordinatensystem fr grafische Darstellung um 90 drehen: +2
Neue BLK FORM bei Zykl. 7 NULLPUNKT bezogen auf den alten Nullpunkt anzeigen: +0

Grafische Simulation
ohne programmierte
Spindelachse: Werkzeug-Radius

MP7315
0 bis 99 999,9999 [mm]

Grafische Simulation
ohne programmierte
Spindelachse: Eindringtiefe

MP7316
0 bis 99 999,9999 [mm]

Grafische Simulation
ohne programmierte
Spindelachse: M-Funktion fr Start

MP7317.0
0 bis 88 (0: Funktion nicht aktiv)

Grafische Simulation
ohne programmierte
Spindelachse: M-Funktion fr Ende

MP7317.1
0 bis 88 (0: Funktion nicht aktiv)

Bildschirmschoner einstellen

MP7392
0 bis 99 [min] (0: Funktion nicht aktiv)

Geben Sie die Zeit ein,


nach der die TNC den
Bildschirmschoner aktivieren soll

HEIDENHAIN iTNC 530

487

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

Bearbeitung und Programmlauf


Wirksamkeit Zyklus 11 MASSFAKTOR

MP7410
MASSFAKTOR wirkt in 3 Achsen: 0
MASSFAKTOR wirkt nur in der Bearbeitungsebene: 1

Werkzeugdaten/Kalibrierdaten verwalten

MP7411
Aktuelle Werkzeugdaten mit Kalibrierdaten des 3D-Tastsystems berschreiben: +0
Aktuelle Werkzeugdaten bleiben erhalten: +1
Kalibrierdaten im Kalibriermen verwalten: +0
Kalibrierdaten in der Werkzeug-Tabelle verwalten: +2

SL-Zyklen

MP7420
Kanal um die Kontur frsen im Uhrzeigersinn fr Inseln und im
Gegen-Uhrzeigersinn fr Taschen: +0
Kanal um die Kontur frsen im Uhrzeigersinn fr Taschen und im
Gegen-Uhrzeigersinn fr Inseln: +1
Konturkanal vor dem Ausrumen frsen: +0
Konturkanal nach dem Ausrumen frsen: +2
Korrigierte Konturen vereinigen: +0
Unkorrigierte Konturen vereinigen: +4
Ausrumen jeweils bis zur Taschentiefe: +0
Tasche vor jeder weiteren Zustellung vollstndig umfrsen und ausrumen: +8
Fr die Zyklen 6, 15, 16, 21, 22, 23, 24 gilt:
Werkzeug am Zyklusende auf die letzte vor dem Zyklus-Aufruf programmierte Position fahren: +0
Werkzeug zum Zyklus-Ende nur in der Spinddelachse freifahren: +16

Zyklus 4 TASCHENFRAESEN, Zyklus 5 KREISTASCHE, Zyklus 6 AUSRUMEN: berlappungsfaktor

MP7430
0,1 bis 1,414

Zulssige Abweichung des Kreisradius am


Kreis-Endpunkt im Vergleich zum KreisAnfangspunkt

MP7431
0,0001 bis 0,016 [mm]

Wirkungsweise verschiedener ZusatzFunktionen M

MP7440
Programmlauf-Halt bei M06: +0
Kein Programmlauf-Halt bei M06: +1
Kein Zyklus-Aufruf mit M89: +0
Zyklus-Aufruf mit M89: +2
Programmlauf-Halt bei M-Funktionen: +0
Kein Programmlauf-Halt bei M-Funktionen: +4
kV-Faktoren ber M105 und M106 nicht umschaltbar: +0
kV-Faktoren ber M105 und M106 umschaltbar: +8
Vorschub in der Werkzeugachse mit M103 F..
Reduzieren nicht aktiv: +0
Vorschub in der Werkzeugachse mit M103 F..
Reduzieren aktiv: +16
Genauhalt bei Positionierungen mit Drehachsen nicht aktiv: +0
Genauhalt bei Positionierungen mit Drehachsen aktiv: +64

Hinweis:
Die kV-Faktoren werden vom Maschinenhersteller festgelegt. Beachten Sie Ihr Maschinenhandbuch.

488

13 Tabellen und bersichten

Fehlermeldung bei Zyklusaufruf

MP7441
Fehlermeldung ausgeben, wenn kein M3/M4 aktiv: 0
Fehlermeldung unterdrcken, wenn kein M3/M4 aktiv: +1
reserviert: +2
Fehlermeldung unterdrcken, wenn Tiefe positiv programmiert: +0
Fehlermeldung ausgeben, wenn Tiefe positiv programmiert: +4

M-Funktion fr Spindel-Orientierung in den


Bearbeitungszyklen

MP7442
Funktion inaktiv: 0
Orientierung direkt ber die NC: -1
M-Funktion fr die Spindel-Orientierung: 1 bis 999

Maximale Bahngeschwindigkeit bei Vorschub-Override 100% in den ProgrammlaufBetriebsarten

MP7470
0 bis 99 999 [mm/min]

Vorschub fr Ausgleichsbewegungen von


Drehachsen

MP7471
0 bis 99 999 [mm/min]

Nullpunkte aus der Nullpunkt-Tabelle beziehen sich auf den

MP7475
Werkstck-Nullpunkt: 0
Maschinen-Nullpunkt: 1

Abarbeiten von Paletten-Tabellen

MP7683
Programmlauf Einzelsatz: Bei jedem NC-Start eine Zeile des aktiven NCProgramms abarbeiten, Programmlauf Satzfolge: Bei jedem NC-Start das
komplette NC-Programm abarbeiten: +0
Programmlauf Einzelsatz: Bei jedem NC-Start das komplette NC-Programm abarbeiten: +1
Programmlauf Satzfolge: Bei jedem NC-Start alle NC-Programm bis zur
nchsten Palette abarbeiten: +2
Programmlauf Satzfolge: Bei jedem NC-Start die komplette Paletten-Datei
abarbeiten: +4
Programmlauf Satzfolge: Wenn komplette Paletten-Datei abarbeiten
gewhlt ist (+4), dann Paletten-Datei endlos abarbeiten, d.h. bis Sie NCStop drcken: +8
Paletten-Tabelle kann mit Softkey EDIT PALETTE editiert werden: +16
Softkey AUTOSTART anzeigen: +32
Paletten-Tabelle oder NC-Programm wird angezeigt: +64

HEIDENHAIN iTNC 530

489

13.1 Allgemeine Anwenderparameter

Bearbeitung und Programmlauf

13.2 Steckerbelegung und Anschlusskabel fr Datenschnittstellen

13.2 Steckerbelegung und


Anschlusskabel fr
Datenschnittstellen
Schnittstelle V.24/RS-232-C HEIDEHAIN-Gerte
Die Schnittstelle erfllt EN 50 178 Sichere Trennung vom
Netz.
Bei Verwendung des 25-poligen Adapterblocks:
TNC

Adapterblock
310 085-01
Farbe

VB 365 725-xx

Stift

Belegung

Buchse

Buchse

Stift

Buchse Stift

Farbe

Buchse

nicht belegen

weiss/braun

RXD

TXD

gelb

gelb

grn

grn

DTR

braun

20

20

20

Signal GND

rot

20

braun

rot

DSR

blau

RTS

grau

grau

CTR

rosa

nicht belegen

rosa

violett

20

Geh.

Auenschirm

Geh.

Geh.

Auenschirm

Geh.

Auenschirm

Geh.

Geh.

Geh.

Bei Verwendung des 9-poligen Adapterblocks:


TNC

VB 355 484-xx
Farbe

Stift

VB 366 964-xx

Buchse

Buchse Farbe

Buchse

Stift

Belegung

nicht belegen

rot

rot

RXD

gelb

gelb

TXD

weiss

weiss

DTR

braun

braun

Signal GND

schwarz

schwarz

DSR

violett

violett

RTS

grau

grau

CTR

weiss/grn

weiss/grn

nicht belegen

grn

grn

Geh.

Auenschirm

Geh.

Aussenschirm

Geh.

Geh.

Geh.

Geh.

Aussenschirm

Geh.

490

Buchse

Adapterblock
363 987-02
Stift

13 Tabellen und bersichten

13.2 Steckerbelegung und Anschlusskabel fr Datenschnittstellen

Fremdgerte
Die Stecker-Belegung am Fremdgert kann erheblich von der SteckerBelegung eines HEIDENHAIN-Gertes abweichen.
Sie ist vom Gert und der bertragungsart abhngig. Entnehmen Sie
bitte die Steckerbelegung des Adapter-Blocks der untenstehenden
Tabelle.
Adapterblock 363 987-02

VB 366 964-xx

Buchse

Stift

Buchse

Farbe

Buchse

rot

gelb

weiss

braun

schwarz

violett

grau

weiss/grn

grn

Geh.

Geh.

Geh.

Aussenschirm

Geh.

HEIDENHAIN iTNC 530

491

13.2 Steckerbelegung und Anschlusskabel fr Datenschnittstellen

Schnittstelle V.11/RS-422
An der V.11-Schnittstelle werden nur Fremdgerte angeschlossen.
Die Schnittstelle erfllt EN 50 178 Sichere Trennung vom
Netz.
Die Steckerbelegungen von TNC-Logikeinheit (X28) und
Adapter-Block sind identisch.
TNC

VB 355 484-xx

Adapterblock
363 987-01

Buchse

Belegung

Stift

Farbe

Buchse

Stift

Buchse

RTS

rot

DTR

gelb

RXD

weiss

TXD

braun

Signal GND

schwarz 5

CTS

violett

DSR

grau

RXD

weiss/
grn

TXD

grn

Geh.

Auenschirm Geh.

Geh.

Geh.

Aussen- Geh.
schirm

Ethernet-Schnittstelle RJ45-Buchse
Maximale Kabellnge:ungeschirmt: 100 m
geschirmt: 400 m
Pin

Signal

Beschreibung

TX+

Transmit Data

TX

Transmit Data

REC+

Receive Data

frei

frei

REC

frei

frei

492

Receive Data

13 Tabellen und bersichten

Benutzer-Funktionen
Kurzbeschreibung

n Grundausfhrung: 3 Achsen plus Spindel


l 4. NC-Achse plus Hilfsachse (Achsoption)
oder
l 8 weitere Achsen oder 7 weitere Achsen plus 2. Spindel (Achsoption)
n Digitale Strom- und Drehzahl-Regelung

Programm-Eingabe

Im HEIDENHAIN-Klartext und nach DIN/ISO

Positions-Angaben

n Soll-Positionen fr Geraden und Kreise in rechtwinkligen Koordinaten oder Polarkoordinaten


n Maangaben absolut oder inkremental
n Anzeige und Eingabe in mm oder inch
n Anzeige des Handrad-Wegs bei der Bearbeitung mit Handrad-berlagerung

Werkzeug-Korrekturen

n Werkzeug-Radius in der Bearbeitungsebene und Werkzeug-Lnge


n Radiuskorrigierte Kontur bis zu 99 Stze vorausberechnen (M120)
n Dreidimensionale Werkzeug-Radiuskorrektur zur nachtrglichen nderung von Werkzeugdaten, ohne das Programm erneut berechnen zu mssen

Werkzeug-Tabellen

Mehrere Werkzeug-Tabellen mit beliebig vielen Werkzeugen

Schnittdaten-Tabellen

Schnittdaten-Tabellen zur automatischen Berechnung von Spindel-Drehzahl und Vorschub aus werkzeugspezifischen Daten (Schnittgeschwindigkeit, Vorschub pro Zahn)

Konstante
Bahngeschwindigkeit

n Bezogen auf die Werkzeug-Mittelpunktsbahn


n Bezogen auf die Werkzeugschneide

Parallelbetrieb

Programm mit grafischer Untersttzung erstellen, whrend ein anderes Programm abgearbeitet wird

3D-Bearbeitung (SoftwareOption 2)

oBesonders ruckfreie Bewegungsfhrung


o3D-Werkzeug-Korrektur ber Flchennormalen-Vektor
ondern der Schwenkkopfstellung mit dem elektronischen Handrad whrend des Programmlaufs; Position der Werkzeugspitze bleibt unverndert (TCPM = Tool Center
Point Management)
oWerkzeug senkrecht auf der Kontur halten
oWerkzeug-Radiuskorrektur senkrecht zur Bewegungs- und Werkzeugrichtung
oSpline-Interpolation

Rundtisch-Bearbeitung (Software-Option 1)

mProgrammieren von Konturen auf der Abwicklung eines Zylinders


mVorschub in mm/min

HEIDENHAIN iTNC 530

493

13.3 Technische Information

13.3 Technische Information

13.3 Technische Information

Benutzer-Funktionen
Konturelemente

n Gerade
n Fase
n Kreisbahn
n Kreismittelpunkt
n Kreisradius
n Tangential anschlieende Kreisbahn
n Ecken-Runden

Anfahren und Verlassen der


Kontur

n ber Gerade: tangential oder senkrecht


n ber Kreis

Freie Konturprogrammierung
FK

n Freie Konturprogrammierung FK im HEIDENHAIN-Klartext mit grafischer Untersttzung fr nicht NC-gerecht bemate Werkstcke

Programmsprnge

n Unterprogramme
n Programmteil-Wiederholung
n Beliebiges Programm als Unterprogramm

Bearbeitungs-Zyklen

n Bohrzyklen zum Bohren, Tiefbohren, Reiben, Ausdrehen, Senken Gewindebohren mit


und ohne Ausgleichsfutter
n Zyklen zum Frsen von Innen- und Auengewinden
n Rechteck- und Kreistasche schruppen und schlichten
n Zyklen zum Abzeilen ebener und schiefwinkliger Flchen
n Zyklen zum Frsen gerader und kreisfrmiger Nuten
n Punktemuster auf Kreis und Linien
n Konturtasche auch konturparallel
n Konturzug
n Zustzlich knnen Herstellerzyklen spezielle vom Maschinenhersteller erstellte Bearbeitungszyklen integriert werden

Koordinaten-Umrechnung

n Verschieben, Drehen, Spiegeln


n Mafaktor (achsspezifisch)
mSchwenken der Bearbeitungsebene (Software-Option 1)

Q-Parameter
Programmieren mit Variablen

n Mathematische Funktionen =, +, , *, /, sin , cos , Winkel aus sin und cos ,


a,

a +b

n Logische Verknpfungen (=, =/, <, >)


n Klammerrechnung
n tan , arcus sin, arcus cos, arcus tan, an, en, ln, log, Absolutwert einer Zahl, Konstante
, Negieren, Nachkommastellen oder Vorkommastellen abschneiden
n Funktionen zur Kreisberechnung
Programmierhilfen

n Taschenrechner
n Kontextsensitive Hilfe-Funktion bei Fehlermeldungen
n Grafische Untersttzung beim Programmieren von Zyklen
n Kommentar-Stze im NC-Programm

Teach-In

n Ist-Postitionen werden direkt ins NC-Programm bernommen

494

13 Tabellen und bersichten

Test-Grafik
Darstellungsarten

Grafische Simulation des Bearbeitungsablaufs auch wenn ein anderes Programm abgearbeitet wird
n Draufsicht / Darstellung in 3 Ebenen / 3D-Darstellung
n Ausschnitt-Vergrerung

Programmier-Grafik

n In der Betriebsart Programm-Einspeichern werden die eingegebenen NC-Stze mitgezeichnet (2D-Strich-Grafik) auch wenn ein anderes Programm abgearbeitet wird

Bearbeitungs-Grafik
Darstellungsarten

n Grafische Darstellung des abgearbeiteten Programms in Draufsicht / Darstellung in 3


Ebenen / 3D-Darstellung

Bearbeitungszeit

n Berechnen der Bearbeitungszeit in der Betriebsart Programm-Test


n Anzeige der aktuellen Bearbeitungszeit in den Programmlauf-Betriebsarten

Wiederanfahren an die Kontur

n Satzvorlauf zu einem beliebigen Satz im Programm und Anfahren der errechneten SollPosition zum Fortfhren der Bearbeitung
n Programm unterbrechen, Kontur verlassen und wieder anfahren

Nullpunkt-Tabellen

n Mehrere Nullpunkt-Tabellen

Paletten-Tabellen

n Paletten-Tabellen mit beliebig vielen Eintrge zur Auswahl von Paletten, NC-Programmen und Nulllpunkten knnen werkstck- oder werkzeugorientiert abgearbeitet werden

Tastsystem-Zyklen

n Tastsystem kalibrieren
n Werkstck-Schieflage manuell und automatisch kompensieren
n Bezugspunkt manuell und automatisch setzen
n Werkstcke automatisch vermessen
n Zyklen zur automatischen Werkzeugvermessung

Technische-Daten
Komponenten

n Hauptrechner MC 422
n Regler-Einheit CC 422
n Bedienfeld
n TFT-Farb-Flachbildschirm mit Softkeys 10,4 Zoll oder 15,1 Zoll

Programm-Speicher

n Festplatte mit mindestens 2 GByte fr NC-Programme

Eingabefeinheit und Anzeigeschritt

n bis 0,1 m bei Linearachsen


n bis 0,000 1 bei Winkelachsen

Eingabebereich

n Maximum 99 999,999 mm (3.937 Zoll) bzw. 99 999,999

HEIDENHAIN iTNC 530

495

13.3 Technische Information

Benutzer-Funktionen

13.3 Technische Information

Technische-Daten
Interpolation

n Gerade in 4 Achsen
oGerade in 5 Achsen (Export genehmigungspflichtig) (Software-Option 2)
n Kreis in 2 Achsen
mKreis in 3 Achsen bei geschwenkter Bearbeitungsebene (Software-Option 1)
n Schraubenlinie:
berlagerung von Kreisbahn und Gerade
n Spline:
Abarbeiten von Splines (Polynom 3. Grades)

Satzverarbeitungszeit
3D-Gerade ohne Radiuskorrektur

n 3,6 ms

Achsregelung

n Lageregelfeinheit: Signalperiode des Positionsmessgerts/1024


n Zykluszeit Lageregler:1,8 ms
n Zykluszeit Drehzahlregler: 600 s
n Zykluszeit Stromregler: minimal 100 s

Verfahrweg

n Maximal 100 m (3 937 Zoll)

Spindeldrehzahl

n Maximal 40 000 U/min (bei 2 Polpaaren)

Fehler-Kompensation

n Lineare und nichtlineare Achsfehler, Lose, Umkehrspitzen bei Kreisbewegungen, Wrmeausdehnung


n Haftreibung

Datenschnittstellen

n je eine V.24 / RS-232-C und V.11 / RS-422 max. 115 kBaud


n Erweiterte Datenschnittstelle mit LSV-2-Protokoll zum externenBedienen der TNC
ber die Datenschnittstelle mit HEIDENHAIN-Software TNCremo
n Ethernet-Schnittstelle 100 Base T
ca. 2 bis 5 MBaud (abhngig vom Dateityp und der Netzauslastung)

Umgebungstemperatur

n Betrieb: 0C bis +45C


n Lagerung:30C bis +70C

o0,5 ms (Software-Option 2)

Zubehr
Elektronische Handrder

n ein HR 410: tragbares Handrad oder


n ein HR 130: Einbau-Handrad oder
n bis zu drei HR 150: Einbau-Handrder ber Handrad-Adapter HRA 110

Tastsysteme

n TS 220: schaltendes 3D-Tastsystem mit Kabelanschluss oder


n TS 632: schaltendes 3D-Tastsystem mit Infrarot-bertragung
n TT 130: schaltendes 3D-Tastsystem zur Werkzeug-Vermessung

496

13 Tabellen und bersichten

Rundtisch-Bearbeitung

mProgrammieren von Konturen auf der Abwicklung eines Zylinders


mVorschub in mm/min

Koordinaten-Umrechnungen

mSchwenken der Bearbeitungsebene

Interpolation

mKreis in 3 Achsen bei geschwenkter Bearbeitungsebene

Software-Option 2
3D-Bearbeitung

oBesonders ruckfreie Bewegungsfhrung


o3D-Werkzeug-Korrektur ber Flchennormalen-Vektor
ondern der Schwenkkopfstellung mit dem elektronischen Handrad whrend des Programmlaufs; Position der Werkzeugspitze bleibt unverndert (TCPM = Tool Center
Point Management)
oWerkzeug senkrecht auf der Kontur halten
oWerkzeug-Radiuskorrektur senkrecht zur Bewegungs- und Werkzeugrichtung
oSpline-Interpolation

Interpolation

oGerade in 5 Achsen (Export genehmigungspflichtig)

Satzverarbeitungszeit

o0,5 ms

HEIDENHAIN iTNC 530

497

13.3 Technische Information

Software-Option 1

13.3 Technische Information

Eingabe-Formate und Einheiten von TNC-Funktionen


Positionen, Koordinaten, Kreisradien, Fasenlngen

-99 999.9999 bis +99 999.9999


(5,4: Vorkommastellen,Nachkommastellen) [mm]

Werkzeug-Nummern

0 bis 32 767,9 (5,1)

Werkzeug-Namen

16 Zeichen, bei TOOL CALL zwischen geschrieben. Erlaubte Sonderzeichen: #, $, %, &, -

Delta-Werte fr Werkzeug-Korrekturen

-99,9999 bis +99,9999 (2,4) [mm]

Spindeldrehzahlen

0 bis 99 999,999 (5,3) [U/min]

Vorschbe

0 bis 99 999,999 (5,3) [mm/min] oder [mm/U]

Verweilzeit in Zyklus 9

0 bis 3 600,000 (4,3) [s]

Gewindesteigung in diversen Zyklen

-99,9999 bis +99,9999 (2,4) [mm]

Winkel fr Spindel-Orientierung

0 bis 360,0000 (3,4) []

Winkel fr Polar-Koordinaten, Rotation,


Ebene schwenken

-360,0000 bis 360,0000 (3,4) []

Polarkoordinaten-Winkel fr Schraubenlinien-Interpolation (CP)

-5 400,0000 bis 5 400,0000 (4,4) []

Nullpunkt-Nummern in Zyklus 7

0 bis 2 999 (4,0)

Mafaktor in Zyklen 11 und 26

0,000001 bis 99,999999 (2,6)

Zusatz-Funktionen M

0 bis 999 (1,0)

Q-Parameter-Nummern

0 bis 399 (1,0)

Q-Parameter-Werte

-99 999,9999 bis +99 999,9999 (5,4)

Marken (LBL) fr Programm-Sprnge

0 bis 254 (3,0)

Anzahl von Programmteil-Wiederholungen


REP

1 bis 65 534 (5,0)

Fehler-Nummer bei Q-Parameter-Funktion


FN14

0 bis 1 099 (4,0)

Spline-Parameter K

-9,99999999 bis +9,99999999 (1,8)

Exponent fr Spline-Parameter

-255 bis 255 (3,0)

Normalenvektoren N und T bei 3D-Korrektur

-9,99999999 bis +9,99999999 (1,8)

498

13 Tabellen und bersichten

13.4 Puffer-Batterie wechseln

13.4 Puffer-Batterie wechseln


Wenn die Steuerung ausgeschaltet ist, versorgt eine Puffer-Batterie
die TNC mit Strom, um Daten im RAM-Speicher nicht zu verlieren.
Wenn die TNC die Meldung Puffer-Batterie wechseln anzeigt, mssen Sie die Batterien austauschen:
Zum Wechseln der Puffer-Batterie Maschine und TNC
ausschalten!
Die Puffer-Batterie darf nur von entsprechend geschultem
Personal gewechselt werden!
Batterie-Typ:1 Lithium-Batterie, Typ CR 2450N (Renata) Id.-Nr.
315 878-01
1
2

Die Puffer-Batterie befindet sich an der Rckseite der MC 422


Batterie wechseln; neue Batterie kann nur in der richtigen Lage
eingesetzt werden

HEIDENHAIN iTNC 530

499

3D-Darstellung ... 431


3D-Daten abarbeiten ... 335
3D-Korrektur ... 118
Delta-Werte ... 120
Face Milling ... 121
Normierter Vektor ... 119
Peripheral Milling ... 123
Werkzeug-Formen ... 119
Werkzeug-Orientierung ... 120

Bahnbewegungen
Freie Kontur-Programmierung
FK: Siehe FK-Programmierung
Polarkoordinaten
Gerade ... 160
Kreisbahn mit tangetialem
Anschlu ... 161
Kreisbahn um Pol CC ... 160
bersicht ... 158
rechtwinklige Koordinaten
Gerade ... 147
Kreisbahn mit festgelegtem
Radius ... 152
Kreisbahn mit tangentialem
Anschluss ... 153
Kreisbahn um Kreismittelpunkt
CC ... 151
bersicht ... 146
Bahnfunktionen
Grundlagen ... 134
Kreise und Kreisbgen ... 136
Vorpositionieren ... 137
BAUD-Rate einstellen ... 452
Bearbeitung unterbrechen ... 439
Bearbeitungsebene
schwenken ... 24, 354
Leitfaden ... 357
manuell ... 24
Zyklus ... 354
Bearbeitungszeit ermitteln ... 434
Bedienfeld ... 5
Betriebsarten ... 6
Betriebszeiten ... 473
Bezugspunkt setzen ... 22
im Programmlauf ... 407
ohne 3D-Tastsystem ... 22
Bezugspunkt whlen ... 38
Bezugssystem ... 35
Bildschirm ... 3
Bildschirm-Aufteilung ... 4
Bohren ... 222, 228, 232
Bohrfrsen ... 234
Bohrgewindefrsen ... 253
Bohrzyklen ... 219

Darstellung in 3 Ebenen ... 430


Datei-Status ... 41, 50
Datei-Verwaltung
aufrufen ... 41, 50
Datei kopieren ... 43, 53
Datei lschen ... 42, 55
Datei schtzen ... 47, 57
Datei umbenennen ... 46, 57
Datei whlen ... 42, 51
Dateien markieren ... 56
Dateien berschreiben ... 60
Datei-Name ... 39
Datei-Typ ... 39
erweiterte ... 48
bersicht ... 49
externe Datenbertragung ... 44, 58
konigurieren ber MOD ... 463
Standard ... 41
Tabellen kopieren ... 54
Verzeichnisse ... 48
erstellen ... 52
kopieren ... 54
Datenschnittstelle
einrichten ... 452
Steckerbelegungen ... 490
zuweisen ... 453
Datensicherung ... 40
DatenbertragungsGeschwindigkeit ... 452
Datenbertragungs-Software ... 454
Dialog ... 65
Draufsicht ... 429
Drehachse
Anzeige reduzieren: M94 ... 201
wegoptimiert
verfahren: M126 ... 200
Drehung ... 351

A
Antastzyklen: Siehe BenutzerHandbuch Tastsystem-Zyklen
Anwender-Parameter ... 476
Anwenderparameter
allgemeine
fr 3D-Tastsysteme und
Digitalisieren ... 477
fr Bearbeitung und
Programmlauf ... 488
fr externe
Datenbertragung ... 477
fr TNC-Anzeigen, TNCEditor ... 481
maschinenspezifische ... 464
Arbeitsraum-berwachung ... 436, 465
ASCII-Dateien ... 76
Ausdrehen ... 226
Ausrumen: Siehe SL-Zyklen, Rumen
Ausschalten ... 17
Automatische SchnittdatenBerechnung ... 106, 125
Automatische WerkzeugVermessung ... 105
Automatischer Programmstart ... 444

HEIDENHAIN iTNC 530

E
Ecken-Runden ... 149
Eilgang ... 100
Einschalten ... 16
Ellipse ... 419
Ersetzen von Texten ... 71
Ethernet-Schnittstelle
Anschluss-Mglichkeiten ... 456
Einfhrung ... 456
konfigurieren ... 459
Netzlaufwerke verbinden und
lsen ... 61
Externer Zugriff ... 474

Index

Symbole

Index

Fase ... 148


Fehlermeldungen ... 81
Hilfe bei ... 81
Festplatte ... 39
FK-Programmierung ... 166
Dialog erffnen ... 168
Eingabemglichkeiten
Endpunkte ... 170
Geschlossene Konturen ... 172
Hilfspunkte ... 173
Kreisdaten ... 171
Relativbezge ... 174
Richtung und Lnge von
Konturelementen ... 170
Geraden ... 168
Grafik ... 167
Grundlagen ... 166
Kreisbahnen ... 169
FN 26: TABOPEN: Frei definierbare
Tabelle ffnen ... 408
FN 27: TABWRITE: Frei definierbare
Tabelle beschreiben ... 408
FN 28: TABREAD: Frei definierbare
Tabelle lesen ... 409
FN xx: Siehe Q-ParameterProgrammierung
FN14: ERROR: Fehlermeldungen
ausgeben ... 394
FN18: SYSREAD: Systemdaten
lesen ... 399
FN20: WAIT FOR: NC und PLC
synchronisieren ... 405
FN25: PRESET: Neuen Bezugspunkt
setzen ... 407
FN26: TABOPEN: Frei definierbare
Tabelle ffnen ... 408
Formatinformationen ... 498

Gerade ... 147, 160


Gewindebohren
mit Ausgleichsfutter ... 236, 237
ohne
Ausgleichsfutter ... 239, 240, 243
Gewindefrsen auen ... 260
Gewindefrsen Grundlagen ... 245
Gewindefrsen innen ... 247
Gewindeschneiden ... 242
Gliedern von Programmen ... 74
Grafiken
Ansichten ... 429
Ausschnitts-Vergrerung ... 432
beim Programmieren ... 72
Ausschnittsvergrerung ... 73
Grafische Simulation ... 433
Gro-/Kleinschreibung
umschalten ... 77
Grundlagen ... 34

Klammerrechnung ... 410


Klartext-Dialog ... 65
Kommentare einfgen ... 75
Konstante
Bahngeschwindigkeit: M90 ... 189
Kontur anfahren ... 139
Polarkoordinaten ... 140
Kontur verlassen ... 139
Polarkoordinaten ... 140
Kontur-Zug ... 309
Koordinaten-Umrechnung ... 343
Kopieren von Programmteilen ... 69
Kreisbahn ... 151, 152, 153, 160, 161
Kreisberechnungen ... 389
Kreismittelpunkt ... 150
Kreistasche
schlichten ... 280
schruppen ... 278
Kreiszapfen schlichten ... 282
Kugel ... 423

II

H
Handrad-Positionierungen
berlagern: M118 ... 196
Hauptachsen ... 35
Helix-Bohrgewindefrsen ... 257
Helix-Interpolation ... 161
Help-Dateien anzeigen ... 472
Hilfe bei Fehlermeldungen ... 81

Indizierte Werkzeuge ... 108


Ist-Position bernehmen ... 66
iTNC 530 ... 2

Maschinenachsen verfahren ... 18


mit dem elektronischen
Handrad ... 19
mit externen Richtungstasten ... 18
schrittweise ... 20
Maschinenfeste Koordinaten: M91,
M92 ... 186
Maschinen-Parameter
fr 3D-Tastsysteme ... 477
fr Bearbeitung und
Programmlauf ... 488
fr externe
Datenbertragung ... 477
fr TNC-Anzeigen und den TNCEditor ... 481

Langloch frsen ... 286


Laserschneiden, ZusatzFunktionen ... 207
Lochkreis ... 293
Look ahead ... 195
L-Satz-Generierung ... 470

Maeinheit whlen ... 63


Mafaktor ... 352
Mafaktor achsspezifisch ... 353
M-Funktionen: Siehe Zusatz-Funktionen
MOD-Funktion
bersicht ... 448
verlassen ... 448
whlen ... 448

Programm
-Aufbau ... 62
editieren ... 67
gliedern ... 74
neues erffnen ... 63
Programm-Aufruf
Beliebiges Programm als
Unterprogramm ... 371
ber Zyklus ... 362
Programmier-Grafik ... 167
Programmlauf
ausfhren ... 438
fortsetzen nach
Unterbrechung ... 441
Stze berspringen ... 445
Satzvorlauf ... 442
bersicht ... 438
unterbrechen ... 439
Programm-Name: Siehe DateiVerwaltung, Datei-Name
Programmteile kopieren ... 69
Programmteil-Wiederholung ... 370
Programm-Test
ausfhren ... 436
bis zu einem bestimmten
Satz ... 437
bersicht ... 435
Programm-Verwaltung: Siehe DateiVerwaltung
Puffer-Batterie wechseln ... 499
Punktemuster
auf Kreis ... 293
auf Linien ... 295
bersicht ... 292
Punkte-Tabellen ... 215

Radiuskorrektur ... 115


Auenecken, Innenecken ... 117
Eingabe ... 116
Rechtecktasche
Schlichten ... 274
Schruppen ... 272
Rechteckzapfen schlichten ... 276
Referenzpunkte berfahren ... 16
Regelflche ... 338
Reiben ... 224
Rohteil definieren ... 63
Rckwrts-Senken ... 230
Rckzug von der Kontur ... 197
Runde Nut frsen ... 288

N
NC und PLC synchronisieren ... 405
NC-Fehlermeldungen ... 81
Netzwerk-Anschlu ... 61
Netzwerk-Einstellungen ... 459
Netzwerk-Verbindung prfen ... 462
Nullpunkt-Verschiebung
im Programm ... 344
mit Nullpunkt-Tabellen ... 345
Nutenfrsen ... 284
pendelnd ... 286

O
Offene Konturecken: M98 ... 192
Options-Nummer ... 450

P
Paletten-Tabelle
abarbeiten ... 85, 96
Anwendung ... 82, 86
bernehmen von
Koordinaten ... 82, 87
whlen und verlassen ... 84, 91
Parameter-Programmierung: Siehe QParameter-Programmierung
Pfad ... 48
Ping ... 462
Platz-Tabelle ... 109
PLC und NC synchronisieren ... 405
Polarkoordinaten
Grundlagen ... 36
Kontur anfahren/verlassen ... 140
Programmieren ... 158
Positionieren
bei geschwenkter
Bearbeitungsebene ... 188, 206
mit Handeingabe ... 30

HEIDENHAIN iTNC 530

Q
Q-Paramete-Programmierung
Mathematische
Grundfunktionen ... 385
Programmierhinweise ... 382
Wenn/dann-Entscheidungen ... 390
Winkelfunktionen ... 387
Zustzliche Funktionen ... 393
Q-Parameter
formatiert ausgeben ... 397
kontrollieren ... 392
unformatiert ausgeben ... 396
vorbelegte ... 414
Werte an PLC bergeben ... 405
Q-Parameter-Programmierung ... 382
Kreisberechnungen ... 389

Index

S
Satz
einfgen, ndern ... 68
lschen ... 68
Satzvorlauf ... 442
Schlssel-Zahlen ... 451
Schnittdaten-Berechnung ... 125
Schnittdaten-Tabelle ... 125
Schraubenlinie ... 161
Schwenkachsen ... 202, 203
Schwenken der
Bearbeitungsebene ... 24, 354
Seitenschlichten ... 308
Senkgewindefrsen ... 249
SL-Zyklen
Ausrumen ... 306
Grundlagen ... 299, 326
Kontur-Daten ... 304
Kontur-Zug ... 309
Schlichten Seite ... 308
Schlichten Tiefe ... 307
berlagerte Konturen ... 301, 328
Vorbohren ... 305
Zyklus Kontur ... 301
SL-Zyklen mit Konturformel
Software-Nummer ... 450
Software-Optionen ... 497
Spiegeln ... 349
Spindeldrehzahl ndern ... 21
Spindeldrehzahl eingeben ... 111
Spindel-Orientierung ... 363

III

Index

Spline-Interpolation ... 181


Eingabebereich ... 182
Satzformat ... 181
Status-Anzeige ... 9
allgemeine ... 9
zustzliche ... 10
Steckerbelegung
Datenschnittstellen ... 490
Suchfunktion ... 70

Werkstck-Material festlegen ... 126


Werkstck-Positionen
absolute ... 37
inkrementale ... 37
Werkzeug-Bewegungen
programmieren ... 65
Werkzeug-Daten
aufrufen ... 111
Delta-Werte ... 103
in die Tabelle eingeben ... 104
indizieren ... 108
ins Programm eingeben ... 103
Werkzeug-Korrektur
dreidimensionale ... 118
Lnge ... 114
Radius ... 115
Werkzeug-Lnge ... 102
Werkzeug-Name ... 102
Werkzeug-Nummer ... 102
Werkzeug-Radius ... 103
Werkzeug-Schneidstoff ... 106, 127
Werkzeug-Tabelle
editieren, verlassen ... 106
Editierfunktionen ... 107
Eingabemglichkeiten ... 104
Werkzeugtyp whlen ... 106
Werkzeug-Vermessung ... 105
Werkzeugwechsel ... 112
Wiederanfahren an die Kontur ... 443
Winkelfunktionen ... 387
WMAT.TAB ... 126

Zubehr ... 13
Zusatzachsen ... 35
Zusatz-Funktionen
eingeben ... 184
fr das Bahnverhalten ... 189
fr Drehachsen ... 200
fr Koordinatenangaben ... 186
fr Laser-Schneidmaschinen ... 207
fr Programmlauf-Kontrolle ... 185
fr Spindel und Khlmittel ... 185
Zyklen und Punkte-Tabellen ... 217
Zyklus
aufrufen ... 212
definieren ... 210
Gruppen ... 211
Zylinder ... 421
Zylinder-Mantel ... 311, 313

T
Taschenrechner ... 80
Tastsystem-berwachung ... 198
Teach In ... 66, 147
Technische Daten ... 493
Teilefamilien ... 384
Text-Datei
Editier-Funktionen ... 77
Lsch-Funktionen ... 78
ffnen und verlassen ... 76
Textteile finden ... 79
Tiefbohren ... 221, 232
Tiefenschlichten ... 307
TNCremo ... 454
TNCremoNT ... 454
Trigonometrie ... 387

U
Universal-Bohren ... 228, 232
Unterprogramm ... 369

V
Verschachtelungen ... 372
Verweilzeit ... 361
Verzeichnis ... 48, 52
erstellen ... 52
kopieren ... 54
lschen ... 55
Vollkreis ... 151
Vorschub ... 21
ndern ... 21
bei Drehachsen, M116 ... 200
Vorschub in Millimeter/SpindelUmdrehung: M136 ... 194
Vorschubfaktor fr
Eintauchbewegungen: M103 ... 193

IV

bersichtstabelle: Zyklen
ZyklusNummer

Zyklus-Bezeichnung

DEFaktiv

CALLaktiv

Seite

Tiefbohren

Seite 221

Gewindebohren mit Ausgleichsfutter

Seite 236

Nutenfrsen

Seite 284

Rechtecktasche

Seite 272

Kreistasche

Seite 278

Ausrumen SL I

Nullpunkt-Verschiebung

Seite 344

Spiegeln

Seite 349

Verweilzeit

Seite 361

10

Drehung

Seite 351

11

Mafaktor

Seite 352

12

Programm-Aufruf

Seite 362

13

Spindel-Orientierung

Seite 363

14

Konturdefinition

Seite 301

15

Vorbohren SL I

16

Schlichten SL I

17

Gewindebohren mit Ausgleichsfutter

Seite 239

18

Gewindeschneiden

Seite 242

19

Bearbeitungsebene schwenken

Seite 354

20

Kontur-Daten SL II

Seite 304

21

Vorbohren SL II

Seite 305

22

Rumen SL II

Seite 306

23

Schlichten Tiefe SL II

Seite 307

24

Schlichten Seite SL II

Seite 308

25

Konturzug

Seite 309

26

Mafaktor Achsspezifisch

27

Zylinder-Mantel

Seite 353
n

Seite 311

ZyklusNummer

Zyklus-Bezeichnung

DEFaktiv

CALLaktiv

Seite

28

Zylinder-Mantel Nutenfrsen

Seite 313

30

Digitalisierdaten abarbeiten

Seite 335

32

Toleranz

200

Bohren

Seite 222

201

Reiben

Seite 224

202

Ausdrehen

Seite 226

203

Universal-Bohren

Seite 228

204

Rckwrts-Senken

Seite 230

205

Universal-Tiefbohren

Seite 232

206

Gewindebohren mit Ausgleichsfutter, neu

Seite 237

207

Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter, neu

Seite 240

208

Bohrfrsen

Seite 234

210

Nut pendelnd

Seite 286

211

Runde Nut

Seite 288

212

Rechtecktasche schlichten

Seite 274

213

Rechteckzapfen schlichten

Seite 276

214

Kreistasche schlichten

Seite 280

215

Kreiszapfen schlichten

Seite 282

220

Puntemuster auf Kreis

Seite 293

221

Puntemuster auf Linien

Seite 295

230

Abzeilen

Seite 336

231

Regelflche

Seite 338

247

Bezugspunkt Setzen

262

Gewindefrsen

Seite 247

263

Senkgewindefrsen

Seite 249

264

Bohrgewindefrsen

Seite 253

265

Helix-Bohrgewindefrsen

Seite 257

267

Aussengewindefrsen

Seite 260

Seite 364

Seite 348

bersichtstabelle: Zusatz-Funktionen
M

Wirkung

Wirkung am Satz - Anfang Ende Seite

M00

Programmlauf HALT/Spindel HALT/Khlmittel AUS

Seite 185

M01

Wahlweiser Programmlauf HALT

Seite 446

M02

Programmlauf HALT/Spindel HALT/Khlmittel AUS/ggf. Lschen der Status-Anzeige


(abhngig von Maschinen-Parameter)/Rcksprung zu Satz 1

Seite 185

M03
M04
M05

Spindel EIN im Uhrzeigersinn


Spindel EIN gegen den Uhrzeigersinn
Spindel HALT

M06

Werkzeugwechsel/Programmlauf HALT (abhngig von Maschinen-Parameter)/Spindel


HALT

M08
M09

Khlmittel EIN
Khlmittel AUS

M13
M14

Spindel EIN im Uhrzeigersinn/Khlmittel EIN


Spindel EIN gegen den Uhrzeigersinn/Khlmittel ein

n
n

M30

Gleiche Funktion wie M02

M89

Freie Zusatz-Funktion oder


Zyklus-Aufruf, modal wirksam (abhngig von Maschinen-Parameter)

M90

Nur im geschleppten Betrieb: konstante Bahngeschwindigkeit an Ecken

M91

Im Positioniersatz: Koordinaten beziehen sich auf den Maschinen-Nullpunkt

Seite 186

M92

Im Positioniersatz: Koordinaten beziehen sich auf eine vom Maschinenhersteller definierte n


Position, z.B. auf die Werkzeugwechsel-Position

Seite 186

M94

Anzeige der Drehachse reduzieren auf einen Wert unter 360

Seite 201

M97

Kleine Konturstufen bearbeiten

Seite 191

M98

Offene Konturen vollstndig bearbeiten

Seite 192

M99

Satzweiser Zyklus-Aufruf

Seite 212

n
n

Seite 185
n
n

Seite 185
Seite 185

n
n

Seite 185

n
n

Seite 185
Seite 212
Seite 189

M101 Automatischer Werkzeugwechsel mit Schwesterwerkzeug, bei abgelaufener Standzeit


M102 M101 rcksetzen

M103 Vorschub beim Eintauchen reduzieren auf Faktor F (prozentualer Wert)

Seite 193

M104 Zuletzt gesetzten Bezugspunkt wieder aktivieren

Seite 188

M105 Bearbeitung mit zweitem kv-Faktor durchfhren


M106 Bearbeitung mit erstem kv-Faktor durchfhren

n
n

Seite 488

M107 Fehlermeldung bei Schwesterwerkzeugen mit Aufma unterdrcken


M108 M107 rcksetzen

Seite 112

Seite 112

Wirkung

Wirkung am Satz - Anfang Ende Seite

M109 Konstante Bahngeschwindigkeit an der Werkzeug-Schneide


(Vorschub-Erhhung und -Reduzierung)
M110 Konstante Bahngeschwindigkeit an der Werkzeug-Schneide
(nur Vorschub-Reduzierung)
M111 M109/M110 rcksetzen

M114 Autom. Korrektur der Maschinengeometrie beim Arbeiten mit Schwenkachsen


M115 M114 rcksetzen

M116 Vorschub bei Winkelachsen in mm/min


M117 M116 rcksetzen

M118 Handrad-Positionierung whrend des Programmlaufs berlagern

Seite 196

M120 Radiuskorrigierte Kontur vorausberechnen (LOOK AHEAD)

Seite 195

M124 Punkte beim Abarbeiten von nicht korrigierten Geradenstzen nicht bercksichtigen

Seite 190

M126 Drehachsen wegoptimiert verfahren


M127 M126 rcksetzen

Seite 194

n
n

M128 Position der Werkzeugspitze beim Positionieren von Schwenkachsen beibehalten (TCPM) n
M129 M128 rcksetzen

n
n

n
n

Seite 202
Seite 200

Seite 200
Seite 203

M130 Im Positioniersatz: Punkte beziehen sich auf das ungeschwenkte Koordinatensystem

M134 Genauhalt an nicht tangentialen Konturbergngen bei Positionierungen mit Drehachsen


M135 M134 rcksetzen

M136 Vorschub F in Millimeter pro Spindel-Umdrehung


M137 M136 rcksetzen

M138 Auswahl von Schwenkachsen

Seite 205

M140 Rckzug von der Kontur in Werkzeugachsen-Richtung

Seite 197

M141 Tastsystem-berwachung unterdrcken

Seite 198

M142 Modale Programminformationen lschen

Seite 199

M143 Grunddrehung lschen

Seite 199

M144 Bercksichtigung der Machinen-Kinematik in IST/SOLL-Positionen am Satzende


M145 M144 zurcksetzen

M200
M201
M202
M203
M204

n
n
n
n
n

Laserschneiden: Programmierte Spannung direkt ausgeben


Laserschneiden: Spannung als Funktion der Strecke ausgeben
Laserschneiden: Spannung als Funktion der Geschwindigkeit ausgeben
Laserschneiden: Spannung als Funktion der Zeit ausgeben (Rampe)
Laserschneiden: Spannung als Funktion der Zeit ausgeben (Puls)

Seite 188
n
n

Seite 205
Seite 194

Seite 206
Seite 207

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