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Julianischer Kalender

Der Text beschreibt die Geschichte des julianischen Kalenders. Er wurde von Julius Caesar eingeführt und ersetzte schrittweise den römischen Kalender. Ab dem 16. Jahrhundert wurde er zunehmend durch den gregorianischen Kalender abgelöst, der eine genauere Zeitrechnung ermöglichte. Einige orthodoxe Kirchen verwenden den julianischen Kalender allerdings auch heute noch.

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Julianischer Kalender

Der Text beschreibt die Geschichte des julianischen Kalenders. Er wurde von Julius Caesar eingeführt und ersetzte schrittweise den römischen Kalender. Ab dem 16. Jahrhundert wurde er zunehmend durch den gregorianischen Kalender abgelöst, der eine genauere Zeitrechnung ermöglichte. Einige orthodoxe Kirchen verwenden den julianischen Kalender allerdings auch heute noch.

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Julianischer Kalender

Der julianische Kalender wurde von Julius Caesar eingefhrt und war in manchen Teilen der Welt noch weit
bis ins 20. Jahrhundert gltig, im kirchlichen Bereich teilweise noch bis heute. Er wird heute in der Wissenschaft
rckwirkend auch fr die Jahre vor dem Wirken Caesars
verwendet. Er wurde seit dem 16. Jahrhundert schrittweise durch den gregorianischen Kalender abgelst.

aus dem rmischen Kalender wurden zunchst beibehalten. Das verworrene Jahr 708 a. u. c. wurde auf 445 Tage
verlngert und begann am 14. Oktober 47 v. Chr. Im alten rmischen Kalender wurde in den Schaltjahren der
Februar zunchst auf 23 Tage verkrzt und der Schaltmonat Mensis intercalaris eingefgt, der ergnzend die
gekrzten Resttage des Februar beinhaltete.

Seit 1900 (und noch bis 2099) besteht zwischen beiden


Kalendern eine Dierenz von 13 Tagen, um die der julianische dem gregorianischen Kalender nachluft. Wenn
zum Beispiel laut dem gregorianischen Kalender der 7.
Januar ist, dann hat man laut dem julianischen erst den
25. Dezember (Weihnachtsfest vierer orthodoxer Kirchen: Patriarchat Jerusalem, Russland, Serbien, Georgien, und dreier altorientalischer Kirchen: Syrer, Kopten,
thiopier).

1.3 Sptere nderungen


Die Schaltregel wurde nach Csars Tod von den
Pontices wrtlich ausgelegt, was jedoch zu falschen
Schaltungen fhrte. Caesar hatte die Schaltung in jedem
vierten Jahr angeordnet, die Priester verstanden dies jedoch nach der Inklusivzhlung als eine Schaltung alle drei
Jahre. Dies ist vermutlich das lteste bekannte Beispiel
eines Zaunpfahlfehlers. Die zu viel gezhlten Schaltjahre
wurden durch Kaiser Augustus korrigiert, indem er die
Schaltungen in den Jahren 5 v. Chr., 1 v. Chr. und 4 n.
Chr. aussetzte und erst 8 n. Chr. wieder aufnahm.

Geschichte

Entgegen mittelalterlicher Deutungen hat Augustus die


Verteilung der Tage auf die Monate nicht ndern
[4]
Censorinus beschreibt einen rmischen Kalender als lassen.
zwlfmonatigen Mondkalender. Dieser wurde je nach
Bedarf in unregelmigen Abstnden an das Sonnenjahr
2 Kalendersystem
angepasst.

1.1

Vorgngerkalender

1.2

Caesars Kalenderreform

2.1 Jahresanfang
Der julianische Kalender an sich war im gesamten Rmischen Reich anerkannt, die Jahresanfnge jedoch wurden von Region zu Region verschieden gehandhabt. Der
Jahresanfang war nach dem Rmischen Kalender bis zum
Jahre 153 v. Chr. am 1. Mrz, in gypten am 29. August, in Konstantinopel und spter auch in Russland am
1. September, im westlichen Mittelmeer sowie verbreitet
in England, Deutschland und in der Schweiz am 25. Dezember, spter in Grobritannien am 25. Mrz und in anderen Lndern an noch anderen Tagen. Erst ab der frhen
Neuzeit setzte sich der 1. Januar im Westen mehr oder
weniger allgemein durch, im Osten erst ab dem frhen
18. Jahrhundert.

Hauptartikel: Kalenderreform des Gaius Iulius Caesar


Appian, Cassius Dio und Macrobius berichten in ihren Schriften, dass Julius Caesar im Jahr 47 v. Chr.
den Schaltzyklus des spteren julianischen Kalenders im
hellenisierten gypten in Alexandria kennenlernte. Die
ergnzenden Angaben des Macrobius lassen daher die
Mglichkeit zu, dass Julius Caesar nach gypten reiste, um mit den Fachleuten des gyptischen Kalenders
die neue Kalenderform des julianischen Kalenders zu
besprechen,[1] wahrscheinlich unter anderem mit dem
gyptischen Astronomen Sosigenes, nachdem Julius Caesar den gyptischen Kalender durch Acoreus nher kennengelernt hatte.

2.2 Jahreszhlung

Dieser neue spter ihm zu Ehren julianisch genannte Kalender trat im Jahre 45 v. Chr. in Kraft. Er be- Auch die Jahreszhlung war in den verschiedenen Teilen
stand aus elf Monaten mit je 30 oder 31 Tagen sowie des Rmischen Reiches verschieden; im Westen wurde
einem Monat mit 28 Tagen.[2] Die alten Bezeichnungen meist gar nicht durchgezhlt, sondern die Jahre wurden
1

nach den beiden jeweils fr ein Jahr amtierenden Konsuln


benannt. Daneben wurde auch die Zhlung ab Grndung der Stadt (Rom) und spter die diokletianische
ra benutzt. Im Osten war die Seleukidische ra blich,
die 312 v. Chr. als Jahr Eins zhlte. Spter setzte sich
im Westen die bis heute bliche christliche Zeitrechnung
durch, im Osten war noch lange die Zeitrechnung ab
der Erschaung der Welt blich; diese wurde von den
Byzantinern auf das Jahr 5509 v. Chr. angesetzt.

2.3

Monatsnamen

2.3.1

Rmisches Reich

BERGANG ZUM GREGORIANISCHEN KALENDER


Namen benannte (Januar bis Dezember): Amazonius, Invictus, Felix, Pius, Lucius, Aelius, Aurelius, Commodus,
Augustus, Herculeus, Romanus und Exsuperatorius.
2.3.2 Frnkisches Reich

Im Jahre 44 v. Chr. wurde der Quintilis (ursprnglich


fnfter Monat, seit 153 v. Chr. der siebte) durch das
Lex Antonia de mense Quintili Julius Caesar zu Ehren in
Julius umbenannt. Spter erhielt der Sextilis (ursprnglich sechster Monat, seit 153 v. Chr. der achte) seinen
neuen Namen zu Ehren Kaiser Augustus.
Der Kalender zur Zeit des rmischen Reichs kannte die Bauinschrift des frhen 16. Jhs. an der Dompfarrkirche Bozen
mit den Angaben winnemonet (Mai) und herbstmonet (Novemfolgenden Monate:
ber)

Ianuarius
Februarius
Mensis intercalaris
Martius

Karl der Groe benannte spter alle Monate mit grtenteils landwirtschaftlichen Begrien der damaligen Volkssprache, dem Althochdeutschen. Diese wurden bis ins
15. Jahrhundert und mit einigen Vernderungen teilweise
noch bis ins spte 19. Jahrhundert weiterverwendet.

Aprilis

Wintarmanoth (Wintermonat) Januar

Maius

Hornung Februar

Iunius

Lentzinmanoth (Lenzmonat) Mrz

Iulius (ursprnglich Quintilis)

Ostarmanoth (Ostermonat) April

Augustus (ursprnglich Sextilis)

Winnemanoth (Weidemonat) Mai

September

Brachmanoth (Brachmonat) Juni

October

Hewimanoth (Heumonat) Juli

November

Aranmanoth (Erntemonat) August

December

Witumanoth (Holzmonat) September

Windumemanoth (Weinmonat) Oktober


Auch andere Monate wurden zeitweise nach rmischen
Herrschern benannt, aber anscheinend berlebte keine
Herbistmanoth (Herbstmonat) November
dieser nderungen deren Tod. Caligula nannte den Sep Heilagmanoth (heiliger Monat) Dezember
tember (siebter Monat) Germanicus; Nero nannte den
Aprilis (zweiter Monat) Neroneus, den Maius (dritter
Monat) Claudius und den Iunius (Juni) Germanicus;
Domitian nannte den September Germanicus und den 3 bergang zum gregorianischen
Oktober (achter Monat) Domitianus. September wurde
Kalender
auch in Antoninus und Tacticus umbenannt, November
(neunter Monat) bekam auch die Namen Faustina und
Romanus. Commodus war in der Hinsicht einzigartig, Das julianische Jahr ist gegenber dem Sonnenjahr um 11
dass er alle zwlf Monate nach seinen angenommenen Minuten und 14 Sekunden zu lang. Dies fhrte zu einer

3
Bolschewiki am 1. Februarjul. / 14. Februar 1918greg.
durch den gregorianischen Kalender ersetzt.
Die USA, bis 1776 englische Kolonie und somit nach britischer Gesetzgebung bis 1752 dem julianischen Kalender unterliegend, beschlossen nach ihrer Unabhngigkeit
in einem Gesetz, proleptisch den gregorianischen Kalender seit 1582 anzuerkennen. Die US-amerikanischen Geschichtswissenschaftler praktizieren dies auch heute.
Siehe auch: Gregorianischer Kalender#bernahme des
gregorianischen Kalenders

Hochzeitsurkunde aus Warschau (damals Teil des Russischen


Kaiserreichs) mit dem Ausstellungsdatum November/Dezember
23/6 1907 von Julianischem und Gregorianischen Kalender

4 Heutige Verwendung des julianischen Kalenders


Hauptartikel: Altkalendarier

zunehmenden Abweichung vom Sonnenlauf, die im 14.


Jahrhundert schon mehr als sieben Tage betrug. Weiterer
Anlass fr die Gregorianische Reform war der mit der alten Osterformel fehlerhaft ermittelte Frhlingsvollmond,
von dem der Ostertermin abhngt.

Ein Teil der orthodoxen Kirchen (z. B. die russische, die


serbische, die georgische, die mazedonische, die ukrainische) begeht alle ihre Feste weiterhin nach dem julianischen Kalender. Ihr Weihnachtsfest (25. Dezember) fllt
darum derzeit auf den 7. Januar (gregorianisch).

Papst Gregor XIII. fhrte im Jahre 1582 den


gregorianischen Kalender mit einer verbesserten
Schaltregel ein. Diese besagt, dass volle Jahrhunderte
(wie 1700, 1800, 1900 usw.) nur dann Schaltjahre sind,
wenn sie durch 400 teilbar sind (daher war das Jahr 2000
ein Schaltjahr, das Jahr 1900 dagegen nicht).

Fr die Ermittlung des Ostertermins und der anderen beweglichen Feste wird in allen orthodoxen Kirchen (auer
der nnischen) auch heute der julianische Kalender und
die mit ihm gekoppelte alte Osterformel verwendet; sie
fallen daher nur gelegentlich mit den entsprechenden Festen der westlichen Kirchen zusammen, oft sind sie eine
Fr den bergang bestimmte Gregor XIII. weiterhin, bis fnf Wochen spter.
dass auf Donnerstag, den 4. Oktober 1582 (julianisch) Folgende autokephale und autonome orthodoxe Kirchen
direkt Freitag, der 15. Oktober 1582 (gregorianisch) benutzen den julianischen Kalender: Patriarchat von Jezu folgen hatte, womit 10 Tage bersprungen wur- rusalem, Patriarchat von Moskau, Patriarchat von Serden (unter Beibehaltung der Wochentagfolge). Da der bien, Patriarchat von Georgien, Kirche des Sinai, Kirneue Kalender vom Papst eingefhrt wurde, benutzten che von Japan, Kirche von China, Kirche der Ukraiihn zunchst nur die rmisch-katholischen Staaten. Die ne, Erzdizese von Ohrid, Kirche von Albanien, Heilimeisten protestantischen Staaten behielten den juliani- ger Berg Athos. Auerdem wird er von Abspaltungen
schen Kalender bis ins 18. Jahrhundert bei, was vor der griechisch-orthodoxen Kirche sowie der syrischen,
allem in konfessionell gemischten Gebieten Deutsch- koptischen, thiopischen Kirche und dem armenischlands zu einem umstndlichen Nebeneinander von altem apostolischen Patriarchat von Jerusalem verwendet.
Stil neben neuem Stil fhrte. In den protestantischen
Reichsstnden des Heiligen Rmischen Reiches erfolg- Unabhngig von der gesetzlichen Einfhrung des gregote die Umstellung am 18. Februar des Jahres 1700, dem rianischen Kalenders in den verschiedenen Lndern Eusogleich der 1. Mrz neuen Stils folgte. Die meisten re- ropas werden alle geschichtlichen Daten seit dem 15. Okformierten Orte der Schweizerischen Eidgenossenschaft tober 1582 stets gregorianisch umgerechnet.
stellten nach dem 31. Dezember 1700 alten Stils auf
den 12. Januar 1701 neuen Stils um; die letzten Graubndner Gemeinden Schiers und Grsch folgten aller- 5 Julianisches Jahrhundert
dings erst im Jahre 1812.
In Russland, wo bis ins 17. Jahrhundert die byzantinische
Zeitrechnung galt, stellte Peter der Groe Ende 1699
nicht auf den neuen gregorianischen, sondern auf
den obsoleten julianischen Kalender um (ab 1. Januar 1700 gltig). Dieser wurde dort noch bis nach
der Oktoberrevolution beibehalten, dann aber von den

Das julianische Kalenderjahr dauert 365,25 Tage bzw.


365 Tage und 6 Stunden. Im julianischen Kalender dauert der Schaltjahrzyklus vier Jahre. Ein Zeitraum von 100
Jahren im julianischen Kalender (z. B. vom 12. April
1424 mittags bis zum 12. April 1524 mittags) enthlt
daher stets eine ganzzahlige Anzahl von Schaltjahrzy-

EINZELNACHWEISE

Jrg Rpke: Kalender und entlichkeit: Die Geschichte der Reprsentation und religisen Qualikation von Zeit in Rom. de Gruyter, Berlin 1995, ISBN
3-11-014514-6.

8 Weblinks
Commons: Julian calendar Album mit Bildern,
Videos und Audiodateien
Commons: Perpetual calendars Sammlung von
Bildern, Videos und Audiodateien
Kalender ab 1. Jan. des Jahres 1 (Nicht bercksichtigt ist die Korrektur von Augustus bis zum Jahr 8)

Festtermine der Orthodoxen Kirche


Kalenderumrechnung

klen und damit immer gleich viele Tage, nmlich 36.525.


Im Gegensatz dazu kann ein Jahrhundert im gregorianischen Kalender entweder 36.524 Tage (z. B. vom 12.
April 1724 mittags bis zum 12. April 1824 mittags)
oder 36.525 Tage (z. B. vom 12. April 1924 mittags bis
zum 12. April 2024 mittags) enthalten. Wegen dieser
begriichen Eindeutigkeit, der Ganzzahligkeit und der
praktischen Nhe zur Dauer von 100 tropischen Jahren
(36.524,219 Tage) benutzt man das so genannte julianische Jahrhundert zu 36.525 Tagen als bequeme Zeiteinheit in astronomischen Formeln.

9 Einzelnachweise
[1] Friedrich Karl Ginzel: Handbuch der mathematischen und
technischen Chronologie, Bd. 2 - Zeitrechnung der Juden,
der Naturvlker, der Rmer und Griechen sowie Nachtrge
zum 1. Bande. Austrian Literature Online, Innsbruck 2007
(Nachdruck Originalausgabe Leipzig 1906) ISBN 3-22600428-X, S. 274-275.
[2] Jrg Rpke: Zeit und Fest: Eine Kulturgeschichte des Kalenders. S. 33.

So lsst sich einschlgigen Tabellenwerken beispielsweise


entnehmen, dass sich die Lage des Perihels der Erdbahn [3] Macrobius, Saturnalien 1, 14, 7.
mit einer Geschwindigkeit von 0,323 Grad pro juliani[4] Sacha Stern: Calendars in Antiquity. Oxford University
schem Jahrhundert entlang der Bahn verschiebt. Unter eiPress, 2012. Anmerkung 155 auf S. 212.
nem Tag ist in diesem Zusammenhang in der Regel der
aus 86.400 Sekunden bestehende Ephemeridentag zu verstehen, so dass das julianische Jahrhundert lediglich einen Normdaten (Sachbegri): GND: 4318310-4
intuitiv leicht fasslichen Namen fr einen Zeitraum von
3.155.760.000 SI-Sekunden darstellt.

Siehe auch
Liste der Kalendersysteme
Umrechnung zwischen julianischem und gregorianischem Kalender
Umrechnung zwischen julianischem Datum und julianischem Kalender

Literatur
Jrg Rpke: Zeit und Fest: Eine Kulturgeschichte
des Kalenders. Beck, Mnchen 2006, ISBN 3-40654218-2.

10
10.1

Text- und Bildquellen, Autoren und Lizenzen


Text

Julianischer Kalender Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Julianischer_Kalender?oldid=146230841 Autoren: Ben-Zin, Media lib, Zeno


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10.3

Inhaltslizenz

Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0

Common questions

Auf Basis von KI

Julius Caesar führte den julianischen Kalender im Jahr 45 v. Chr. ein, nachdem er im Jahr 47 v. Chr. in Alexandria, Ägypten, den Schaltzyklus des ägyptischen Kalenders kennengelernt hatte. Dabei beriet er sich wahrscheinlich mit dem ägyptischen Astronomen Sosigenes und anderen Fachleuten des ägyptischen Kalenders. Der julianische Kalender bestand aus elf Monaten mit je 30 oder 31 Tagen und einem Monat mit 28 Tagen .

Ein Teil der orthodoxen Kirchen, wie die russische, serbische und georgische Kirche, verwendet bis heute den julianischen Kalender für alle Feste. Dadurch fällt Weihnachten auf den 7. Januar im gregorianischen Kalender. Für den Ostertermin und andere bewegliche Feste orientieren sich alle orthodoxen Kirchen (außer der finnischen) nach dem julianischen Kalender und der alten Osterformel, wodurch die Daten der Feste oft eine bis fünf Wochen später als in der westlichen Kirche stattfinden .

Die Einführung des gregorianischen Kalenders begann in römisch-katholischen Staaten ab 1582, nachdem Papst Gregor XIII. die Reform initiiert hatte. Protestantische Gebiete, skeptisch gegenüber dem Papst, hielten länger am julianischen Kalender fest. In den protestantischen deutschen Staaten wurde der gregorianische Kalender erst 1700 eingeführt, während katholische Gebiete ihn sofort übernahmen. Diese Unterschiede führten zu einem umständlichen Nebeneinander verschiedener Kalenderstile in konfessionell gemischten Gebieten. Ähnlich verzögerten politische und religiöse Gründe die Einführung in verschiedenen Regionen Europas .

Nach Caesars Tod legten die Pontifices die Schaltregel wörtlich aus, was dazu führte, dass die Schaltungen in jedem dritten Jahr stattfanden, anstatt wie vorgesehen in jedem vierten Jahr. Dies führte zu zu vielen Schaltjahren. Kaiser Augustus korrigierte dies, indem er die Schaltungen in den Jahren 5 v. Chr., 1 v. Chr. und 4 n. Chr. aussetzte, sodass die Regelmäßigkeit wiederhergestellt wurde .

Der Schaltzyklus des julianischen Kalenders, der alle vier Jahre einen zusätzlichen Tag hinzufügt, diente dazu, die kalenderische und die astronomische Jahrlänge besser aneinander anzugleichen. Obwohl der Schaltzyklus zu einer jährlichen Überlänge von 11 Minuten und 14 Sekunden führte, legte er den Grundstein für die Entwicklung des gregorianischen Kalenders. Die Abweichung vom Sonnenjahr machte sichtbar, dass der Kalender kontinuierlich optimiert werden muss. Diese Beobachtung trug zur wissenschaftlichen Erkenntnis über die Notwendigkeit einer genaueren Zeitmessung bei, die die astronomischen Verhältnisse präziser widerspiegelt .

Der Übergang vom julianischen zum gregorianischen Kalender wurde durch die Abweichung des julianischen Jahres vom Sonnenjahr um 11 Minuten und 14 Sekunden notwendig, was zu einer zunehmenden Differenz von mittlerweile über sieben Tagen führte. Ein weiterer Grund war der falsche Frühlingsvollmond für die Bestimmung des Ostertermins. Papst Gregor XIII. führte den gregorianischen Kalender 1582 ein, indem auf den 4. Oktober 1582 direkt der 15. Oktober folgte, wodurch zehn Tage übersprungen wurden. Volle Jahrhunderte sind nur Schaltjahre, wenn sie durch 400 teilbar sind .

Der Jahresanfang im julianischen Kalender variierte je nach Region. Beispielsweise begann er bis 153 v. Chr. in Rom am 1. März, in Ägypten am 29. August, in Konstantinopel und Russland am 1. September, im westlichen Mittelmeerraum sowie in England, Deutschland und der Schweiz am 25. Dezember und später in Großbritannien am 25. März. Erst ab der frühen Neuzeit begann sich der 1. Januar im Westen durchzusetzen, im Osten hingegen erst im frühen 18. Jahrhundert .

Das julianische Jahrhundert, definiert als 36.525 Tage oder 365,25 Tage pro Jahr, ist eine praktikable Einheit in der Astronomie, weil es eine ganzzahlige und leicht handhabbare Dauer bietet, die nahe am tatsächlichen tropischen Jahrhundert von etwa 36.524,219 Tagen liegt. Diese Eindeutigkeit und die Faktorisierung in einfache, mathematisch handhabbare Einheiten machen es besonders geeignet für die Berechnung und Darstellung astronomischer Phänomene, wie z.B. die Verschiebung der Erdbahnperiphelien .

Im Römischen Reich wurden die Monatsnamen, zum Beispiel der Quintilis zu Julius und der Sextilis zu Augustus, zu Ehren von Julius Caesar und Kaiser Augustus geändert. Diese Änderungen wurden wahrscheinlich vorgenommen, um diese Persönlichkeiten zu ehren und ihre Bedeutung zu unterstreichen. Weitere temporäre Änderungen gab es durch Caligula, Nero und Domitian, die jedoch nicht dauerhaft blieben. Commodus benannte sogar alle Monate nach sich selbst, ein Versuch, persönliche Macht und Einfluss zu manifestieren .

Unter Karl dem Großen wurden die Monatsnamen im Fränkischen Reich mit althochdeutschen, meist landwirtschaftlich geprägten Begriffen benannt, z.B. Winnemanoth (Mai) und Herbistmanoth (November). Diese Änderungen spiegelten die Gesellschaftsstruktur wider, die stark agrarisch geprägt war. Diese Benennungen blieben bis ins 15. Jahrhundert und teilweise bis ins späte 19. Jahrhundert in Gebrauch. Die neuen Namen stärkten den Bezug zur Alltagskultur der Bevölkerung und förderten eine stärkere regionale Identität .

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