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Gender Dimensionen Des Rechts

Die allgemeine Geschichte und die Rechtsgeschichte wird von Männern dominiert, Frauen kommen erst verstärkt ab der Mitte des 19. Jahrhunderts vor. Zuvor waren sie unsichtbar, bis auf einige Ausnahmen. In der VO soll zunächst nicht nur aus rechts-historischer, sondern auch aus kulturgeschichtlicher Sicht, die Rolle und Lebenswelt der Frauen nachgezeichnet werden und zwar vom Mittelalter bis ins 19. Jh. Ein Schwerpunkt stellt die Darstellung der "alten" und der "neuen Frauenbewegung dar: welche Ziele und Forderungen hatten diese und welche Erfolgen erzielten sie in Österreich und etwa auch in Deutschland, Frankreich, Großbritannien etc. In einem weiteren Schwerpunkt werden die Bemühungen der UNO, Stichwort CEDAW, des Europarats mit der EMRK und der EU in der Frage der Gleichberechtigung der Frauen dargestellt werden: Sozusagen von Art. 119 EWG zu gender mainstreaming. Frauenbiografien finden hier ebenfalls Erwähnung wie die aktuellen Fragen: Was kommt nach der "neuen" Frauenbewegung? Es besteht die normative Gleichberechtigung, wie sieht es mit der faktischen aus? Wie kann man Beruf mit Mutterschaft bzw. Elternschaft vereinbaren? Bei dieser Fragestellung wird ebenfalls auf die europäische bzw. auch internationale Lage Rücksicht genommen.

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Gender Dimensionen Des Rechts

Die allgemeine Geschichte und die Rechtsgeschichte wird von Männern dominiert, Frauen kommen erst verstärkt ab der Mitte des 19. Jahrhunderts vor. Zuvor waren sie unsichtbar, bis auf einige Ausnahmen. In der VO soll zunächst nicht nur aus rechts-historischer, sondern auch aus kulturgeschichtlicher Sicht, die Rolle und Lebenswelt der Frauen nachgezeichnet werden und zwar vom Mittelalter bis ins 19. Jh. Ein Schwerpunkt stellt die Darstellung der "alten" und der "neuen Frauenbewegung dar: welche Ziele und Forderungen hatten diese und welche Erfolgen erzielten sie in Österreich und etwa auch in Deutschland, Frankreich, Großbritannien etc. In einem weiteren Schwerpunkt werden die Bemühungen der UNO, Stichwort CEDAW, des Europarats mit der EMRK und der EU in der Frage der Gleichberechtigung der Frauen dargestellt werden: Sozusagen von Art. 119 EWG zu gender mainstreaming. Frauenbiografien finden hier ebenfalls Erwähnung wie die aktuellen Fragen: Was kommt nach der "neuen" Frauenbewegung? Es besteht die normative Gleichberechtigung, wie sieht es mit der faktischen aus? Wie kann man Beruf mit Mutterschaft bzw. Elternschaft vereinbaren? Bei dieser Fragestellung wird ebenfalls auf die europäische bzw. auch internationale Lage Rücksicht genommen.

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Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer

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GENDER DIMENSIONEN DES RECHTS


Internationalen Frauentag gibt es schon seit 1 ! in "meri#a$ Im %ahr 1 11 haben die deutschen& d'nischen Frauen& diesen (ag )um internationalen Frauentag gemacht$ Damals #'m*fte noch um *olitische Rechte& um die +ildung$ ,eute #'m*ft um die -ereinbar#eit der Familie und dem +eruf$ Ziele der -orlesung. - Sichtbarmachung von Frauen im Recht - +e/usstseinsbildung und Sensibilisierung& - 0m Dis#riminierungen er#ennen )u #1nnen b)/$ - Darstellung der Geschichte der Dis#riminierungen& der 0ngleichheit )/ischen 2ann und Frau$ Frauen sind heute. - vor dem Geset) gleich - im Geset) - durch das Geset)33 4uotenregelung3 +e/usstseinsbildung in der Gesellschaft 5s muss ein Paradigmen/echsel stattfinden$

Genderfaire S*rache 6 Sie7 - ver/enden auch /eibliche Personenbe)eichnungen. Sch8lerin& Zahn'r)tin& (eilnehmerin& "bteilungsvorst'ndin&7 - vermeiden Infantilisierungen und erniedrigende& bevormundende +e)eichnungen. 2'dchen sind /eibliche 9inder bis )u einem "lter von ca$ 15 %ahren :;unser S#im'dchen< in der S*ortberichterstattung )$+$ ist daher se=istisch> - erset)en das Pronomen ;?eder&der< durch ;alle& die<& oder durch ;?ede und ?eder<@ vergleichbares bei. ;?emand& niemand& einer& #einer& man< - ;Fr'ulein< gibt es nicht mehr - "rt 1A +--G Zugang )u 1ffentlichen Dienst ist f8r alle gleich Frauen& die Behrerinnen /erden /ollten& d8rften nicht verheiratet sein$ Zugang )um 1ffentlichen Dienst /ar immer m'nnlich$ D8rfte nicht heiraten& /eil der 2ann als Familienoberhau*t noch immer die Familie )u ern'hren hatte$ 1 C! durften sie dann schon verheiratet sein$ 1 AD hat man dann /ieder darauf )ur8c# gegriffen& dass nur einer von einem 5he*aar im 1ffentlichen Dienst arbeiten darf und das /ar dann meistens der 2ann$ vermeiden dis#riminierende geschlechtlich #onnotierete +e)eichnung b)/$ "ussagen :)$+$ ,eulsuse& 9arrierefrau& 7> vermeiden se=istische S*rache. ,ausarbeit :statt ,ausfrauenarbeit>& das /eibliche Geschlecht :statt das sch/ache Geschlecht> vermeiden sie auch +ubenE2'nner be)eichnende +egriffe 7

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer

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"rt 11 5FG Gleichstellung bei gleicher "rbeit& sollte der Bohn f8r 2'nner und Frauen ausbe)ahlt /erden$ Dieser "rti#el /urde dann in den G!iger als Richtlinie umgeset)t$ ,eute gibt es einen Pro)entsat) von C5H der Gleichstellung bei gleicher "rbeit$ Im 1ffentlichen Dienst haben /ir dies gegeben$ Diskriminierung - ist ein lat$ +egriff 6 dicriminareI trennen& absondern& unterscheiden - ,at )/ei +edeutungen. o 0nterscheidung o +enachteiligung - Dis#riminierung bedeutet& dass in einer gleich/ertigen Situation bestimmte Personengru**en nicht gleich/ertig behandelt /erden$ Inhalte der -J. - "llgemeine Darstellung 2ittelalter :Feist8mer& 4uerelle des Dames 6 1D$%h$ erstmals Fiderstand gegen frauenfeindliche Biteratur etc$> -om 2ittelalter her #ennen /ir nur 1 Geschlecht und das ist der 2ann$ - Re)e*tions)eitalter 6 "uf#l'rung :hier hat man dann C Geschlechter entdec#t> - Fran)1sische Revolution :,ier treten die Frauen gan) be/usst auf& fordern 2enschenrechte 6 Gleichheit aller7 etc$ 6 1GK -er#8ndung der 2enschenrechtsde#laration$ 5s entsteht ein neuer Stand& das +8rgertum$ 5s entsteht *olitisches Den#en$ Fran)$ Rev$ /ar das erste "ufflac#ern der Rechte der Frauen$ :Fahlrecht& Gleichberechtigung7 etc$>> - Das %ahr 1KDK In Lsterreich /ird erstmals eine Frau& Maroline von (erin& sichtbar$ - Die ;alte Frauenbe/egung< 1K6KE1K6 Frauen sollten 2atura machen d8rfen& 0niversit'ten besuchen& /'hlen7 etc$ Frauen durften erstmals 1 1 in Lsterreich /'hlen& Geset) 1 1K in 9raft getreten$ - 5rster Felt#rieg und Z/ischen#riegs)eit "rt G "bs 1 +--G Gleichheit aller 6 Gleichheitsgrundsat)& /ird dann er/eitert durch "bs C - (r8mmerfrauen und 6Ker- +e/egung - Die ;neue< Frauenbe/egung - Das neue Frauenbild - Internationale RechtssNsteme - 50 und gender mainstream - 1!$ %uni ;-ortrag< 2ag$a +arbara Bevc. ;Die do**elte Dis#riminierung< Frau 6 Sein mit +ehinderung Fir haben das erste Bandesbehinderungsgeset) 1 6! be#ommen$ Literatur: - Ursula Flomann: Frauenre !tsges !i !te" Ein Leit#a$en $ur ! $en Re !tsunterri !t" Lin% o$er &' (u#lage &))* +Lin$er S !ri#ten %ur Frauen#ors !ung &*, - 0lri#e "ichhorn ,rsg& Frau O Recht& Fien& Pe/ Qor# 1 G

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer -

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5lisabeth ,ol)leithner& Recht 2acht Geschlecht$ Begal Gender Studies$ 5ine 5inf8hrung$ Fien C!!C Ste*han 2eder& "rne Dunc#er& "ndrea M)el# ,rsg$& Frauenrecht und Rechtsgeschichte$ Die Rechts#'m*fe der deutschen Frauenbe/egung& +1hlau C!!6

Schriftliche 9lausur. CD$ %uni anita$)iegerhoferRuni-gra)$at

Frau un$ Re !t
Institutionalisierte Rechtsgeschichte )eigt& dass Frauen als Rechtssub?e#t b)/$ Rechtsob?e#t sehr s*'t +eachtung fanden$ Zugang )um Rechtsstudium sehr s*'t :erst 1 !> Feil Frauen hier ?a eine 2achtfun#tion aus8ben :Richterin& Rechtsan/'ltin7>$ Frauenrecht. o Jslo seit den G!-er %ahren o 0S" und 9anada ;Begal Gender Studies< Institutionalisierung von Frauenrechten$ +erlin& ,umboldth 6 0niversit't& !er %ahre o Feministische Rechts/issenschaften 0niversit't Gra) o Sch/er*un#t der ReFi 6 Fa#ult't o Gender Studies seit C!!GE!K o Professur Frauen und Geschlechterforschung& "ngeli#a Fetterer& So)iologie

-eitli !e Einteilung
Ges !i !te "nti#e Rom +is DG6 S*'tanti#e "b AG6 -1l#er/anderung .er#assungsges !i !te Stadtstaaten Re*ubli# Im*erium Romanum :1D 6 DG6> DG6 0ntergang von Festrom Germanische Periode "b 5!G fr'n#isch "b G51 mero/ingisch +is 11 #arolingisch (ranslatio im*erii "b 11 dt$ und fran)$ Reich Jttonen :1!CD>& Salier :11C5> Staufer 1C5! 1156 *rivilegium minus :gilt aber nur f8r L> 11K6 Georgenberger ,andfeste :ist die -erfassung der Steirer& bei "ussterben des ,errschaftsgeschlechtes& dann muss die Steiermar# an Lsterreich fallen> :1C15 2agna Mharta>

DG6 6 11 Fr8hmittelalter 11- 1C5! ,ochmittelalter K!! ,eiliges r1m$ Reich deutscher Pation

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer 1C5! 6 1D C S*'tmittelalter

Seite D von 56 1C5! 6 1CGA Interregnum 1CGA ,absburger& Bu=emburger& Fittelsbacher 1A56 Goldene +ulle 1D5A 0ntergang von Jstrom 1DA5 6 1 1K ,absburger 161K "bsolutismus 1G1A Pragmatische San#tion :Fenn es #eine m'nnliche Pachfolger gibt& dann #ann auch eine Frau eingeset)t /erden>$

Reformation - Gegenreformation

"bsolutismus 1GD! 6 1G ! aufge#l'rter "bsolutismus "uf#l'rung Fran)1sische Revolution 1GK 2enschenrechtsde#laration 1G 1 JlNm*e de Gouges :Fie regiert man nun im Reich3 Situation in PreuSen 1G D 6 "llgemeine Bandrecht in L ver1ffentlicht /orden$ 2an versucht eine ,armonisierung des Rechts an)ustreben$ Die ersten "nf'nge f8r das "+G+ liegen schon bei 2aria (heresia$> 1K!D 9aiserreich Lsterreich 1K!6 5nde des ,eiligen r1m$ Reiches 1K11E1C "+G+ Pationalismus 1KA! 6 1KDK Revolution 1 1K 6 1 AK 5rste Re*ubli# 1 AK 6 1 D6 Dritte Reich 1 D6 Z/eite Re*ubli# 1 55 Staatsvertrag 1 5 50 6 +eitritt 1 Gender 2ainstream -ertrag von "msterdam Frauen/ahlrecht 1 C! +-G& "rt G 1 AD +erufsst'ndische -erfassung 1 5K 52R9 1 G M5D"F 1 A +undesgleichbehandlungsgeset)

Pa*oleon 1G

6 1K1DE15

Re !ts%ers/litterung Mittelalter
2an /ollte die -ereinheitlichung des Rechtes anstreben$ 5s gab damals schon mehrere Rechtsebenen$ %eder +ereich hat einen eigenen Rechts#reis$

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer .orlesung am 01'2'&))3

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Fas macht einen 2ann aus3 2ann. - Fehrf'hig#eit 6 2ann /ird mit 9rieg #lassifi)iert& - Rechts- Gesch'ftsf'hig#eit& Rechtsf'hig I (r'ger von Rechten und Pflichten )u sein$ Frauen sind in der germanischen Zeit nicht handlungsf'hig$ - ,osen-(ragen - +art- (ragen o -ersorgung der Familie& Schut) 8ber die Familie - *ater familia 6 Jberhau*t einer Si**e& eines Bandes& etc$ - 2ann #onnte auch 8ber Beben und (od seiner Familienmitglieder entscheiden ;Richter< 0PJ hat eine Statisti# aufgestellt& /ann die Gleichberechtigung )/ischen 2ann und Frau in der Firtschaft eintritt$ CD ! T C5!! Frau. - 5hefrau Sie muss als 5hefrau 9inder in die Felt set)en$ - 2utter o Fruchtbar#eit@ eheliche (reue@ ,'uslich#eit@ Sorge f8r die 9euschheit der (1chter Die Frau /ird mehr oder /eniger auf ihr biologisches Geschlecht redu)iert$ Simone de +eauvoir 1 D - 2an /ird nicht )ur Frau geboren& man /ird sie gemacht$ Die Gesellschaft *r'gt das +ild der Frau$ - Die Gesellschaft hat einen riesigen 5influss auf das Frausein& aber auch auf das 2annsein$ 2ann 8bt die Familienge/alt$ Die Familie 2untge/alt des 2annes$ Daraus end/ic#elt sich die -ormundschaft$ Der Sinn der 5he ist das Ge/innen von 9indern 6 +ild Reiner 2usterbuch aus der Steiermar#& 1D$ %h$ abgebildet in Gernot 9ocher& Frau und S*'tmittelalterlicher "lltag :siehe Folien>$ 2ann hat 2untge/alt$ "ufgrund dieser Ge/alt braucht die Frau nicht gesch'ftsf'hig& deli#tf'hig sein$ 0nd sie sind auch nicht verm1gensf'hig$ Ge/alt geht so /eit& dass /enn es um die 5hre der Familie geht& #onnte er seine Frau auch t1ten$ +ild 0lrich von Bilienfeld& Moncordantia Maritatas& 1AD5 6 1A5C$ 5hebruch d8rfte nur der 2ann begehen$ RechtsUuellen - -ol#s- oder Stammesrechte 5s /urde ein Ge/ohnheitsrecht gebildet$ "b dem 6$ %h$ beginnt die -erschriftlichung des m8ndlichen Rechtes$ o -erfassungs- und -er/altungsrecht o Straf- und Pro)essrecht o 5rb- und Familienrecht

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o P5RSJP"BI(V(SPRIPZIP +is ca$ ins 1C$ %h$ /ar es so& /enn nun ein +aNer )u den Bangobarden ge)ogen ist& dann /urde er nach seinem Recht verurteilt und nicht nach dem Recht des (erritoriums$ ;Ruc#sac#*rin)i*<$ Die Si//e Schut)verband Rechtsgemeinschaft ,eeresverband 9ultverbund Siedlungsverband organische +lutsver/andtschaft Diese Si**e ent/ic#elt sich allm'hlich dann )u einer st'ndig hierarchischen Gesellschaft$ Muntge4alt - Frauen sind nicht o Rechtsf'hig o Gesch'ftsf'hig "us der Schl8sselge/alt :,ausfrau )u sein>& ent/ic#elt sich allm'hlich auch die Gesch'ftsf'hig#eit der Frau$ o -erm1gensf'hig Frau be#ommt ein ,eiratsgut und das darf sie auch behalten& daraus ent/ic#elt sich dann die -erm1gensf'hig#eit$ o Deli#tf'hig E$i tus Rot!ari a' *52 9eine freie Frau& die innerhalb der ,errschaft unseres 91nigtums nach Bangobardenrechte lebt& darf nach ihrem freien Gutbefinden leben$ -ielmehr muss sie stets unter der 2'nnermunt :oder in der des 91nigs> bleiben$ "uch hat sie nicht die +efugnis& et/as an Fahrnis oder Grundbesit) ohne den Fillen ihres 2unt/alts )u verschen#en oder )u ver'uSern$ Geschlechtervormundschaft 6 -ater ist der Geschlechtervormund$ 5hevormundschaft 6 Durch die -erlobung /ird die Geschlechtervormundschaft auf den 5hemann 8bertragen$ Le6 Sali a 7)8 9 700 Fenn ein freier 2ann einer freien Frau einen Finger oder die ,and ber8hrt& vor Gericht - ;chramen< :Dr8c#en> genannt& /erde er )u 15 Solidi verurteilt$ - Fenn er den "rm ber8hrt& vor Gericht ;chrami< :Dr8c#en> genannt& /erde er )u A! Solidi verurteilt$ - Fenn er aber mit der ,and 8ber den 5llenbogen hinausgreift& vor Gericht ;chrannis malichardi< :Dr8c#en am Jberarm> genannt& /erde er )u A5 Solidi verurteilt$ Frau ist bei den Germanen besonders sch8t)ens/ert& /eil sie ?a f8r die Feiterent/ic#lung der Gesellschaft verant/ortlich ist$ Le6 :aiu;ariorum 8509852

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Fenn ?emand aus B8sternheit an eine Freie ,and anlegt& sie sei eine %ungfrau oder die 5hefrau eines anderen& /as die +aiern ;horcrift< :,urengriff> nennen& der b8Se es mit 6 olidi Fenn er die 9leidung 8ber die 9nie aufhebt& /as sie ;himil)orum< :9leider)errung> nennen& der b8Se es mit 1C Solidi Fenn er ihr aber die 9o*fbedec#ung vom ,au*te reiSt& /as sie ;/alc/urft< nennen& oder /enn er einer %ungfrau aus B8sternheit ,aare vom 9o*f reiSt& der b8Se es mit 1C Solidi$

Le6 Sali a 7)89700 Fenn ?emand eine freie Frau ,ure schim*ft und es nicht be/eisen #ann& vor Gericht ;solistrabo< :l8gnerische -erleumdung> genannt& /erde er )u D5 Solidi verurteilt$

Lex Baiuvariorum ca.740 Fenn ein Freier seine freie 5hefrau ohne irgendeinen 2angel aus ,aS verl'sst& b8Se er mit DK Schillingen den -er/andten$ Dem Feib aber be)ahle er ihre 5hegabe geset)m'Sig nach ihrem Geschlecht& und /as ?ene vom Gut der -er/andten dort einbrachte& /erde alles ?enem Feibe )ur8c#gegeben 7 Fenn ein Freier& nachdem er sich die freie (ochter ?emandes geset)m'Sig& /ie es Geset) ist& verm'hlt hat& sie verl'sst und /ider das Geset) eine andere heimf8hrt& b8Se er mit CD Schillingen den -er/andten und sch/1re mit 1C aus seinem Stamm benannten 5idhelfern& dass er nicht aus ,aS gegen ihre -er/andten noch /egen eines -erbrechens sie verlassen h'tte& sondern aus Biebe )u der anderen die andere heimgef8hrt habe@ und es sei unter ?enen )u 5nde& und man geben danach seine (ochter& /em man /ill$
Le6 :aiu;ariorum <ung#rau - Fenn eine freie %ungfrau auf ihrem Fege )/ischen C ,1fen geht und ?emand ihr begegnetund ihr das ,au*t durch Ge/alttat entbl1St& b8Se er mit 6 Schillingen$ - 0nd /enn er ihre 9leider hochhebt und sie bis )u den 9nien entbl1St& b8Se er mit 6 Schillingen$ - 0nd /enn er sie entbl1St& so dass ihre Geschlechtsteile oder der ,intern erscheint& b8Se er mit 1C Schillingen$ - Fenn er sei aber an ihr mit ihrem Fillen vergeht& b8Se er mit D! Schillingen$ - Fenn ?emand eine %ungfrau /ider ihren und ihrer -er/andten Fillen raubt& b8Se er mit D! Schillingen und /erde )u anderen D! an den Fis#us ge)/ungen$ Le6 (lamannorum S !4angere Sch/angere ist besonders sch8t)ens/ert$ Fenn eine Frau sch/anger ist und durch die (at eines anderen das 9ind tot geboren /ird oder es )/ar lebend geboren /ird& aber #eine K P'chte lebt& )ahle der& dem es )ugerechnet /ird& D! Schillinge& oder er sch/1re mit 1C )ur ,'lfte "usge/'hlten$ Fenn ?emand bei einem sch/angerem Feibe eine Fehlgeburt verursacht& so dass Du schon er#ennen #annst& ob es ein 2ann oder eine Frau ge/orden /'re& /enn es ein 2ann /erden sollte& b8Se er mit 1C Schillingen@ /enn aber eine Frau& mit CD$ Fenn man #eines von beiden er#ennen #ann und das 9ind noch nicht in 91r*erlinien geformt /ar& b8Se er mit 1C Schillingen$ Frau /ird hier mit dem do**elten be/ertet$ Le6 :aiu;ariorum

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=it4en Fenn er aber eine Fit/e raubt& 7 b8Se er mit K! Schillingen& und /erde )u D! an den Fis#us ge)/ungen$ 5influss der 9irche /ar im Strafrecht relativ star#$ "b dem 11$ b)/$ 1C$ %h$ /ar das Beben ge*r'gt vom #irchlichen Gedan#engut$ 5s /ar das Beben nach dem #irchlichen %ahres#reis festgelegt$ 9irche ist *r'gend /as das Feltbild und die Position der Frau betrifft$ Das Recht in der Peu)eit /ar viel gender-gerechter& als man an sich vermutet$ (ristoteles +215 > 2&&, Feibchen ist ein ver#r8**eltes 2'nnchen$ Galen ;on ?ergamon +0&3 > &)), - 5in 6 Geschlecht 6 2odell - Die -agina ist ein r8c#gebildeter& nach innen ge#ehrter Penis7 T!omas ;on (@uin +0&&790&85, Frauen seine #raft ihres Geschlechts minder/ertig& - im Ferden :ein missgl8c#ter 2ann ;inferior<>& - im Sein :geringe 91r*er#raft und geringe geistige F'hig#eit> und - im ('tigsein :bei der Zeugung ist die Frau nur *assiv t'tig& sie stelle lediglich den Fer#stoff )ur -erf8gung>$ Feminismus I Wberset)ung. Die& die /enig Glauben hat Die Frauen eben& die /eniger Glauben haben& m8ssen verfolgt /erden$ (ussagen Aalter Bir !en;CterD Die Frau muss ihr ,au*t verh8llen& /eil sie nicht "bbild Gottes ist :Pseudo"mbrosius> 5s ents*richt der in der Paturordnung begr8ndeten Gerechtig#eit& dass der 2ensch mit sch/'cherem Den#verm1gen dem mit st'r#erem diene :"ugustinus> Fie #ann man von einer Frau behau*ten&sie sei "bbild Gottes& ob/ohl sie doch er/iesenermaSen der ,errschaft des 2annes unter/orfen ist und #einerlei -ollmacht hat3 Sie #ann n'mlich /eder lehren noch Zeuge vor Gericht sein noch +8rgschaft leisten noch das Richteramt be#leiden 6 dann erst recht nicht herrschenX :Pseudo"ugustinus>

Mittelalterli !e E!e#ormen

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer Re !ts@uellen - Bandrecht& Reichsrecht& - Stadtrechte& Feist8mer (erritorialit'ts*rin)i*

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St'ndisch hierarchisch gegliederte Gesellschaft ab ,ochmittelalter :1!$E 11$ %h$> o 9lerus 6 "del 6 +8rger 6 +auern

Privilegium minus 1156 :A> Damit aber dadurch die 5hre und der Ruhm unseres geliebtesten Jheims in #einer Feise gemindert erscheinen& haben /ir nach dem Rat und dem S*ruch der F8rsten& /obei der erlauchte ,er)og -ladislav von +1hmen das 0rteil ver#8ndete& und mit +illigung aller F8rsten die 2ar# Lsterreich in ein ,er)ogtum umge/andelt und dieses ,er)ogtum mit allem Recht unserem genannten Jheim ,einrich und seiner alldurchlauchtigsten Gattin (heodora )u Behen gegeben& indem /ir durch immerdar g8ltiges Geset) verordneten& dass sie und nach ihnen ihre 9inder& S1hne und (1chter ohne 0nterschied& das ,er)ogtum Lsterreich )u erblichem Recht vom Reich innehaben und besit)en m1gen
:,einrich "**elt& Privilegium minus$ Das staufische 9aisertum und die +abenberger in Lsterreich& Fien 1 G6>

Ius affecti& Feiberlehen b)/$ Frauenlehen Das Privilegium 2inus gilt nur f8r Lsterreich :damals (ullner Feld bis hin nach Fien 6 PLX>$ Privilegium 2inus ist eine "rt 5rbvereinbarung$ Auch in der Steiermark Magna Charta der Steiermark: GeorgenEerger Han$#este 001* :1!> +e)8glich der Behen sollen sie nicht ge)/ungen /erden& ?ene +elastung )u tragen& die gemeinhin "nevelh genannt /ird& sondern auch ?ene& die #eine S1hne haben& sollen nicht davon abgehalten /erden& ihr Behen den (1chtern )u hinterlassen$ :Frauen sind lehnsf'hig$> Steiermar# ist 11 C )u Lsterreich ge#ommen$ Reichslehengeset) 6 5in Behensgeset)& das von der Reichsebene :vom deutschen 9aiser> erlassen /urde. Sententia $e su essione mulierum in Eonis #eu$aliEus 0&33 Fir 91nig "lbrecht /ollen allen Getreuen des ,eiligen R1mischen Reiches )ur 9enntnis bringen& daS Fir im %ahre 1C )u Gericht gesessen sind und dabei vom 91lner 5r)bischof um ein 0rteil gebeten /urden dar8ber& ob eine (ochter nach 5rbrecht ihren 5ltern in Behensg8tern nachfolgen #1nnen oder nicht$ Durch den Rat 0nseres 0mstandes& der F8rsten& der "deligen& der 2inisterialen und der Ritte /urde dann folgendes 0rteil ge/iesen. DaS #eine (ochter oder 5hefrau in die Behensg8ter nachfolgen #1nne& auSer mit vollem Fillen und Zustimmung des Behnsherrn$ So best'tigen Fir diese 5ntscheidung$ Die erste Durchbrechung des Behns/esens$ Margarethe Maurer 1363 aus Tirol Far mit einem Bu=emburger verheiratet$ "ber sie hatte mit ihrem %ohann ,einreich nie die 5he voll)ogen$ Pach der %agd stand er dann vor einer verschlossenen (8r$ Grund /ar sie

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/ollte nicht die 5he voll)iehen$ 1 %ahr s*'ter hatte sie dann einen 2ittelsbacher& Bud/ig von +randenburg geheiratet$ Dann gab es Patur#atastro*hen und die /urden ihr vorge/orfen$ Sie /urde ;2aultasch< genannt$ Dies /ar eine obs)1ne +e)eichnung der /eiblichen Geschlechtsteile$ "uch 2argarethe von (irol genannt$ .orlesung am &7'2'&))3

FrF!mittelalter
Muntge4alt: Ges !le !ter E%4' E!e;ormun$s !a#t o Picht rechtsf'hig 5nt/ic#elte sich allm'hlich aus der Position der ,ausfrau heraus$ "ls ,ausfrau hatte sie die sog$ Schl8sselge/alt inne$ Sie teilt mit dem 2ann (isch und +ett und f8hrt den Schl8ssel :aber auch nur innerhalb des ,auses>$ Das ist diese Dichotomie$ Diese S*annungsverh'ltnis )/$ Privat und Lffentlich#eit /urde erstmals in einer Frauenbe/egung )um (hema gemacht$ "rt 6 "+G+ o Picht gesch'ftsf'hig Fr8her musste der -ater f8r die (ochter& /enn sie heiratete eine 2itgift )ahlen$ "us dem heraus ent/ic#elte sich Gesch'ftsf'hig#eit$ o Picht verm1gensf'hig o Picht deli#tf'hig Frauenstrafen$ 5s gab #eine homogene Rechtsset)ung$ Frauen durften )um +eis*iel nicht geh'ngt /erden& /eil sonst ihre +eine entbl1St /erden$ Sie /urden gr1Stenteils ertr'n#t$ 2an s*rach dem Fasser reinigende Fir#ung )u$ Frauen& die sch/anger /aren& mussten )uerst das 9ind auf die Felt bringen und dann /urden sie erst bestraft$ Sachsens*iegel 1A$E1D$ %h$ 6 5ine Frau durfte nur bei ,aar und ,'nden gen1tigt /erden$ 5ine /eitere Strafe /ar das ,aare abschneiden& bei Frauen die gelogen haben& getratscht haben& etc$ Das lange ,aar musste im 2ittelalter unter einem 9o*ftuch bedec#t /erden$ +ild 6 Folter Schulmeisterin 0rsel ;,ausdrache< 6 Schandmas#e f8r die Frau$ Frau mit Schandmas#e und Basterstein$ o Picht /ehrf'hig o Picht gerichtsf'hig o Picht lehnensf'hig E!eEru ! ;5s /ird des Feibs 5hebruch allein darumben f8r besch/erlicher und str'fflicher& als deS 2ann geachtet& dass sich )u vilmalen begibt und begeben mag& dass ein 5he/eib von einem

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anderen ge/sch'ngert /irdt& und also dadurch ihrem ehelichen ,auS/irt& einem frembden unrechtm'Sigen 5rben bringt7< Frauen un$ -un#t4esen - Frauen #onnten 2itglieder in Z8nften und +erufsgenossenschaften sein& allerdings /ar dies auch /ieder an ge/isse +edingungen ge#n8*ft. - 5ine Fit/e eines 9aufmannes #onnte den +etrieb /eiterf8hren& allerdings verlor sie diese Stellung bei Fiederverheiratung$ Frauen hatten in der Stadt eine bessere Stellung /ie im Band$ Frauen #onnten 2itglieder von Z8nften sein :-orl'ufer der heutigen 9ammern>$ Sie /ar mittelbare Schut)genossin$ Diese Fun#tion leitet sich von der Zunftmitgliedschaft des Gatten ab 6 sie durfte nicht an der -er/altung oder Jrganisation der Zunft mits*rechen$ Starb der 2ann& f8hlte sich die Zunft als +ruderschaft da)u ver*flichtet& den hinterbliebenen Faisen und der Fit/e besonderen Schut) )u gebieten$ 9raft ihres +erufes /ar es auch m1glich& dass Frauen 2itglieder einer Zunft /erden #onnten$ 5s gab in 91ln oder Paris eine eigene Frauen)unft et/a f8r die Fa**enstic#erinnen$ Peggauer Stadtrecht Frauen durften vor Gericht auftreten& sie durften auch einen 5id leisten und sie d8rften auch Zeugin sein$ 1AG6 und 151A als dieses Stadtrecht erneuert /urde hatte man nach /ie vor die 5hevormundschaft$ Fenn sich eine Fit/e /iederverheiraten /ollte& musste sie die 9inder fragen& um ihre 2itgift )u be#ommen$ Re !tss/ri !4Grter - Der Richter soll der Frauen -ormund sein$ - 5ine Frau mag ihr Gut nicht hingeben ohne ihres 2annes Fillen$ - 5ine Frau sit)t nicht auf 5id und Pflicht$ - 9eine Frau #ann mehr be)eugen als Pot)ucht und 5he$ - Pfaffen und Frauen #1nnen niemand ver)eugen$ - Fenn eine Frau )um 9indsteil #ommt& so hilft sie ihre ehelichen 9inder erben$ - Fo)u die Frau recht hat& da)u hat auch der 2ann recht$ - 5iner 5hefrau Gut soll hinter ihrem 2ann /eder /achsen noch sch/inden$ - 9ein 5he/eib heiSt ,ure& auSer ihr 2ann beschuldigt sie$ - Der 2ann geht )um 5rbe& das Feib davon - 5in freies Feib #ann #ein eigenes 9ind haben$ - 9ommt das Feib an des 2annes +ett& so hat es die ,'lfte ohne alle "ufgaben$ Re !ts4issens !a#ten - %ustinianische Digesten ab 11$ %h$ ;+ologna< - Decretum Gratiani 1C$ %h$ #anonisches Recht - Re)e*tion. 9om*le=er& #ulturgeschichtlicher& so)ialhistorisch-so)iologischer Pro)ess& der "us- und Wbernahme des r1misch-#anonischen Rechts in gan) 5uro*a beschreibtX Frauen sin$ min$er4ertig Die 9irche hatte ein eigenes +ild der Frauen$ 0nd *r'gte das +ild sehr star#$ - Inferiorit't 6 (homas von "Uuin

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer 2isogNnie I Frauenfeindlich#eit 2isogamieI 5hefeindlich#eit Geschlechtsbl1dig#eit und Geschlechtssch/achheit

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Flomann, Frauenrechtsgeschichte, 20 2

Da sich durch laidige unf'll& als *runst /asserg8ess einfall #rigsgefahr oder dergleichen fortuitos casus& begab das mann und /eib under einsten beliben und vergingen& so solle das he8ratlich vermecht /elches auf uberleben gestelt des ehemans und nit der ehefrauen erben )ufallen& dann es ist aus naturlichen vernunftigen ursachen )u vermueten& das die ehefra/ von /egen /eiblicher sch/achhait und *l1dig#ait ehers den todt emf*unden und ihren geist aufgeben als der mann im 16$ %ahrhundert$

Galen ;on ?ergamon +0&3 > &)),


Die "ugen eines 2aul/urfs sind von der Stru#tur her gleich /ie die "ugen anderer (iere& allerdings bef'higen sie den 2aul/urf nicht da)u )u sehen$ Sie 1ffnen sich nicht& noch treten sie hervor& sondern verbleiben dort im*erfe#t$< Das gelte auch f8r die /eiblichen Genitalien$ Sie 1ffnen sich nicht und bleiben daher nur eine unvoll#ommene -ersion dessen& /as sie sein /8rden& /enn sie nach auSen ge#ehrt /'ren$ 0nter den (ieren sein der 2ensch das voll#ommenste& unter den 2enschen der 2ann das voll#ommenste Fesen& bei dem ein ;2ehr an ,it)e< )ur Lffnung der Genitalien nach auSen f8hrt$

Huerelle $e Dames +IStreits !ri#ten FEer $ie Frauen o$er $er Frauen,
Guillaume $e Lorris un$ <ean $e Meun" Der Rosenroman" a' 0&1) ;Ihr seid& /erdet oder /art alle ,uren& durch die (at oder durch den bloSen Fillen< Die Rose stand als SNnonNm f8r die stachlige Frau$ ,ier /ird die Frau als listig und minder/ertig be)eichnet$ Den Rosenroman las man sehr viel& neben der +ibel$ 2isogNnistische 9ultur geht )ur8c# auf die 2isogamie$ Mat!eolus" Lamentationes C!ristine ;on ?i%an" Das :u ! ;on $er Sta$t $er Frauen" 05)7' Mhristine von Pi)an :1A65 6 1DA!> 6 sie /ar Fit/e und "lleiner)ieherin von A 9indern& muss auch f8r die 2utter sorgen$ Ihr -ater hatte eine Stelle am ,of vom 9arl -$ Ihre +edeutung ist darin )u sehen& dass sie einen ersten Schritt t'tig& eine Vnderung hervorruft& und sich /ehrt :gegen misogNne VuSerungen etc$>$ Das +uch ist erstmals 1 K6 ins Deutsche 8berset)t /urden$ 5s ist ein Produ#t der neuen Frauenbe/egung$ Dieses +uch /ar auch den Frauen im 1K$ %h$ genauso gel'ufig$ Die Stadt ist eine 2eta*her& der #1r*erlichen Wberlegenheit des 2annes$ Fer braucht schon eine Stadt& das sind die 2'nner$ Oh, wie kann ein Mann je so undankbar sein und vergessen, dass ihm von einer Frau die P orte !um Paradies ge" net wird# $%& 'nd wer k"nnte die gro(en )oh*taten vergessen, die die M+tter ihren S"hnen und Frauen +berhau,t a**en M-nnern angedeihen *assen#. Sich sch*a en !u *egen und den Mund !u ha*ten: das ist a**es, was Matheo*us und a** den anderen /-sterm-u*er, die so missg+nstig und ver*ogen gegen die Frauen argumentiert haben, noch !u tun b*eibt0.

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1hr Frauen jedoch, die 1hr im Stande der 2he *ebt, seid nicht traurig dar+ber, in so hohem Ma(e 2uren M-nnern unterwor en !u sein 3%4 5ene Frauen sch*ie(*ich, denen wanke*m+tige, gott*ose und schwierige M-nner !utei* wurden, m+ssen diese erdu*den 3%4 'nd desha*b, 1hr meine *ieben Frauen, +bt 2uch in den 6ugenden der 7emut und der 8edu*d, au dass die 8nade 8ottes in 2uch wachse9. Oh 1hr Frauen, *ieht, *ieht die s+ndige /iebe 3%4 7enn einer Sache k"nnt 1hr gan! sicher sein: auch wenn das, was sie an :ersuchungen birgt, 2uch !un-chst irre +hren mag die ;echnung !ah*t *et!tend*ich immer 1hr0. Fenn man aus der 5he fliehen /ill& ist es noch schlimmer$ Die Huerelle $e Dames Far eine +e/egung die im 15$ %h$ ausgel1st /urde$ ,at nicht nur in 5uro*a -erbreitung gefunden& sondern auch in Bateinameri#a$ Frauen #onnten sich Geh1r verschaffen durch ihre Schriften$ Galea))o Flavio Maora& Wber die 5rhabenheit und F8rde der Frauen& 15C5 "uch 2'nner haben sich f8r die Frauen eingeset)t$ ,enricus Mornelius "gri**a von Pettesheim& -om "del und F8rtreffen Feibliches Geschlechts& 15C ;Inen beiden ist angeborn ein gleiche freNheNt der /8rde< Die erste Deutsche Wberset)ung erfolgte 15D! und die let)te Wberset)ung aus 1G K$ ,'ngt vielleicht damit )usammen& dass er viel mit der 2argarethe von Lsterreich )u tun hatte$ 5r stellte sich a#tiv gegen die ,e=en*ro)esse$ 5r hat eine Frau aus dem Feuer gerettet& die verbrennt /erde h'tte sollen$ +ergamon hat gesagt& dass sie Frau dem 2ann schon allein /egen dem Pamen 8berlegen ist$ "dam I 5rdreich und 5va I das Beben$ Fas den S8ndenfall betrifft& sagt er& dass 5va in 0n/issenheit gehandelt hatte& da als das -erbot vom +aum )u essen verboten /urde& sie noch nicht geschaffen /urde$ Pettesheim geh1rt in den ,umanismus& Renaissance$ +everovicius& +uch 8ber die -ortrefflich#eit des Geschlechts der Frauen& 165A 5r schreibt 8ber die /eibliche Patur& die Frauen Gelehrsam#eit und die /eibliche (ugend$ "uf der einen Seite meint er es ist sehr gut& /enn Frauen gebildet sind$ Feil Frauen nicht nur als reines Bustob?e#t des 2annes betrachtet /erden sollen$ "ls es aber um die ,aushaltsf8hrung ging& sagte er& Frauen sollten nur dann studieren& /enn sie gen8gend Dienst*ersonal haben$ "nonNm& Jb die Feiber 2enschen seNn oder nicht& 161K& 166! Streitschrift )/ischen einem %esuiten und einem +enedi#tiner$ Sie verschriftlichen ihren Streit$ Der "usgang dieses Streites ist mehr oder /eniger unentschieden$ o Das F1rtlein ,omo /ird von humo o derivirt& von der 5rden& darumb so #ann o das Feib #ein 2ensch seNn oder genennet

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer o o o o o o /erden& dann sie nicht von der 5rden& sondern von der 9la**erri**en her#ommt$ YDass das Geb'ren von 9indern sie )u 2enschen machen /olle 6 auch die (hiere geb'ren mit Schmer)en und sind #eine 2enschen$

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Summa Summarum. 5s ist #ein (ier so gifftig& das Feib ist noch gifftiger& ?a teufflischer und boShafftiger als der (eufel selbst$ ,ier sieht man die -ormachtstellung der 9ircheX OE Frauen $en MCnnern glei ! sin$ 2'nner I Fehrf'hig#eit Rechts-Gesch'ftsf'hig#eit ,osen-(ragen +art-(ragen

Huerelle $u mariage
5s ist nicht gut& dass der 2ensch allein sei :Gen C& 1K> Mhristina von Pi)an. nicht traurig )u sein& in so hohem 2aS euren 2'nnern unter/orfen )u sein& denn h'ufig ist der Zustand der Freiheit nicht von -orteil f8r den 2enschen$

Pflicht der Frauen - Fruchtbar#eit - 5heliche (reue - ,'uslich#eit - Sorge f8r die 9euschheit der (1chter Die gute E!e#rau Dienstmagd& 9ran#en*flegerin& 5in#'uferin& -orhaltshaltung& 2utter Jft /ird den Frauen nachgesagt& dass Giftmord auf die Frauen )ur8c#)uf8hren sein& /eil das Gift ?a in der -orrats#ammer sich befand und sie ?a sch/ach /aren :aber nur in einigen B'ndern die 2einung>$ Das Handbuch fr die gute Ehefrau aus einer Haufrauenzeitschrift 1 !! - ,alten Sie das "bendessen bereit$ Planen Sie verausschauend& evt$ schon am -orabend& damit die #1stliche 2ahl)eit recht)eitig fertig ist& /enn er nach ,ause #ommt$ So )eigen Sie ihm& dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine +ed8rfnisse am ,er)en leigen$ Die meisten 2'nner sind hungrig& /enn sie heim#ommen und die "ussicht auf deine /arme 2ahl)eit :besondres auf seine Beibs*eise> geh1rt )u einem her)lichen 5m*fang& so /ie man ihn braucht$ - 2achen sie sich schic#$ G1nnen sie sich 15$ 2in$ Pause& so dass sie erfrischt sind& /enn er an#ommt$ Begen sie 2a#e-u* nach7

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Giovanni della Masa& "n u=or sit ducenda& 15AG - "n den (ieren und an den Zeiten& die noch #eine <legitime 5heZ #annten& sei ab)ulesen& dass die Fort*flan)ung durch eine naturhafte Promis#uit't reichlich gesichert /erde$ Picht edle oder adelige& sondern ungebildete 2'nner sollten f8r die Fort*flan)ung sorgen$ - Die Frau stehe dem (ier n'her als dem 2ann@ ihr 91r*er und Fesen machten die 5he unertr'glich& und da man sie vor der ,eirat #aum )u sehen be#ommen& #aufe man die 9at)e im Sac#$ Fast alle seien h'sslich@ sei dennoch eine sch1n& so sei man ihrer in sechs 2onaten 8berdr8ssig& und nur ;der Rei) des Peuen #ann Bange/eile abhelfen<$ - ,abe sie geboren& ;mag man sie nicht mehr ansehen. ihre +r8ste h'ngen herab& ihre Glieder f8hlen sich schlaff und /el# an<$ Sie menstruiere& sei ohne 0nterlass #ran#& gefr'Sig und 8belriechend& im "lter )ahnlos& und ;ihr gan)er 91r*er von erschrec#ender ,'sslich#eit< - Frauen seien sch/ach& faul& unf'hig )u 1ffentlichen Vmtern und ;nicht einmal im 9rieg von Put)en< denn ihr "mt sei ;eines f8r den Frieden und die Ruhe<$ Pur )u einem ein)igen ;bestimmten "mt< taugen sie& aber gerade mit der 5hefrau sei das am /enigsten erfreulichX

.orlesung am 0'5'&))3 Di/lomarEeitent!emen > Die Frau in $er ?olitik" et '


E!ere !t in Jsterrei ! 5he*atent 1GKA (rennung )/ischen 5hesa#rament und 5hevertrag Die 9irche hat das 5herecht als Sa#rament eingef8hrt$ 5s #am )u einer -er/eltlichung der 5he& durch 5inf8hrung des %osefinischen 5he*atents$ "+G+ 1K11 o (reue& anst'ndige +egegnung& +eistand& Dec#ung der Bebensbed8rfnisse& Partnerschaftliches Prin)i*& Das Partnerschaftliche Prin)i* hat heute G8ltig#eit$ Jbsorge im ,aushalt& Pflicht gemeinsame Fohnst'tte$ 1K55 9on#ordat I vr$ -ertrag )/ischen Staat und 9irche$ Die 9on#ordatsehe galt nur f8r die Mhristlichen von Lsterreich$ Picht von einem anderen Band$ Die 9irche /urde mit der Zeit immer mehr aus der Politi# ausgeschlossen :Bai)ismus>$ 5heG 1 AK -ereinheitlichung von 5heschlieSung und 5hescheidung@ Derogation 9on#ordatseherecht& 5heR "+G+& +gl$Sondereherecht Zivilehe. -ereinheitlichung von 5heschlieSung und 5hescheidung@ Derogation des 9on#ordatseherechts& 5heR "+G+& +urgendl'ndische Sondereherecht. 1 C ist +urgendland an Lsterreich ge#ommen$ 0nd hier galt )uerst das 0ngarische 5herecht$ Dann /urde eine Sonderregelung f8r Lsterreich eingef8hrt$ Povellen in den G!-er %ahren 5herechts'nderungsgeset) 1

OEligatoris !e -i;ile!e -om Staat aufgestellte Pormen 8ber "bschluss und "ufl1sung und Inhalt der 5he sind

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ver*flichtend$ 2an muss ?a )uerst vor dem Standesamt getraut /erden und dann darf man sich erst #irchlich trauen lassen$ 5heschlieSung set)t 28ndig#eit und 5hef'hig#eit voraus 6 seit 9indschafts'nderungsgeset) C!!! 28ndig#eit I das vollendete 1K$ Bebens?ahr 5s gibt auch hier /iederum "usnahmen :mit 5inverst'ndnis der 5ltern etc$> Ni !tigkeitsgrFn$e - -1lliger 2angel an Gesch'ftsf'hig#eit - 5ingehung einer Pamens- oder Staatsb8rgerschaftsangeh1rig#eitsehe - Do**elehe - +lutsver/andtschaft S !ei$ungsre !t [ 115 "+G+ Picht#atholi#en Scheidung [ 111 "+G+ 9atholi#en "ufl1sung der 5he durch (od "ber eine (rennung von (isch und +ett /ar m1glich& aber man #onnte sich nicht scheiden lassen$ +s*$. 2alta ist streng #atholisch$ Dort gibt es nicht die Scheidung$ 2an lebt von (isch und +ett getrennt$ 5heG 1 AK 1 GK [ 55a einvernehmliche Scheidung 1 [ D "ufhebung der Scheidungsgr8nde -erschuldens*rin)i* /ird )ugunsten Zerr8ttungs*rin)i* verdr'ngt Banonis !es E!ere !t Seit $ %h$ 9onsensehe 9irche hat versucht seit damals eine 9onsensehe ein)uf8hren$ 2an /ollte 9irche 5hehindernisse aus dem Feg schaffen$ 2it dieser 9onsensehe geht man schon in Richtung 0naufl1sbar#eit der 5he$ "b 1C$ %h$ Sa#rament I 0naufl1slich#eits*rin)i* 0naufl1slich der 5he$ 5rst durch den (od #ann die 5he aufgel1st /erden$ 156A De#ret (ametsi :Formalismus& )/ei Zeugen>. (rennung von (isch und +ett /ar die )eitliche oder dauernde "ufhebung ,ier /ird der 5he eine Form gegeben& dass sie nur dann g8ltig ist& /enn sie vor einem Priester und )/ei Zeugen$ (rennung gibt es nur von (isch und +ett$ Diese (rennung bedeutete aber auch& /enn der 2ann /ieder )ur8c#ge#ommen ist& musste die Frau ihn aufnehmen$ 5hem8ndig#eit. 2ann 1D-16 Frau 1C-1D PS-Zeit. 2ann C1& Frau 16 C!!! 1K %ahre geschlechtsneutral %uristen hat hier ein Problem& da der 9onsens unter Druc# erlangt /erden #onnte$ Der freie Fille /ar gar nicht gegeben$ Die %uristen haben dann theoretisch entschieden& /enn Druc# auf die Frau ausge8bt /urde& dann hatte man die Fillenser#l'rung der Frau f8r nichtig er#l'rt& /eil die Frau das sch/ache Fesen ist und leichter eingesch8chtert /erden #ann$ Fenn 2ann gestorben ist& musste man eine ge/isse Zeit einhalten$ Dies galt nur f8r die Frauen$ 2'nner #onnten sofort /ieder heiraten$ %uristen des /eltlichen Rechts& nicht des #anonischen Rechts& meinten die Frau muss nicht /arten$

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Mas9o asionatus9T!eorie Pach "ristoteles. \ Der /eibliche Jrganismus sei von seiner +eschaffenheit her feucht& #8hl und daher sch/'chlich$ Da alles 9r'n#liche und Sch/'chliche in der Patur schneller /uchs als das Gesunde& /uchs auch des /eibliche Geschlecht schneller als das m'nnliche$ \ Dieses /ar von Patur aus gesund& da troc#en und heiS und er /uchs daher auch langsamer$ \ Daher /erden Frauen fr8her geschlechtsreif als die 2'nner$ Frauen sind schneller ge/achsen und das Geschlecht ist schneller ge/achsen$ Der 2ann ist troc#ener und ges8nder& /ie die Frau& und lebt deshalb l'nger$ Gebot die Gesundheit und das Beben des 5he*artners nicht )u sch'digen$ :Im 2ittelalter> Se=uelle (reue /enn die Frau untreu ge/orden ist& /urde sie h1her bestraft als der 2ann$ 2ann durfte 0ntreu /erden$ Die -erm1gensf'hig#eit der Frau ent/ic#elte sich aus der 2itgift$ Der 2ann #onnte die 2itgift aber f8r die Bebenserhaltungsmittel diese 2itgift ver/enden$ Daraus ent/ic#elte sich auch der heutige 0nterhalft f8r die Frau$ Die 9inder unterstanden immer dem -ater& /enn dieser gestorben ist& dem GroSvater$ Daraus ent/ic#elten sich auch die "ussteuer und der 0nterhalt f8r die 9inder$ Die 2utter musste die 9inder fragen& /enn der -ater gestorben ist& ob sie nun /ieder heiraten darf$ A %ahre /ar es Pflicht das 9ind )u stillen$ Im r1m$ Recht gab es das Inter)essionverbot$ Die Frauen #onnten #eine -erbindlich#eiten eingehen :+8rgschaft& etc$>$ 2an /ar der "nsicht& dass die Frau dumm und sch/ach sei :#am von den %uristen> und die rau /ar von Patur aus habgierig$

He6en/ro%esse
Farum sind diese entstanden3 Die 9irche hatte einen sehr& sehr groSen 5influss auf die Stellung der Frau im 2ittelalter und auch heute noch$ 5s hat schon immer 2enschen gegeben mit auSernat8rlichen F'hig#eiten gegeben :FunderheilerEinnen& 7>$ Sind vor allem ,offnungstr'ger f8r 2enschen& die #ran# sind$ Im 1A$ %h$ /urden auch heidnische +r'uche 8bernommen :bs*/$ Fronleichnams*ro)ession>$ Dann s*'ter haben einige versucht eine ,e=enlehre )u formulieren& vor allem in +e)ug auf einen Schaden)auber$ Diese D'monenlehre :D'monologie> #ommt aus der orientalischen s*'tanti#en (radition heraus$ Daraus ent/ic#elte sich auch das +ild )/ischen ,immel und ,1lle& gut und b1se& Gott und (eufel$ (homas von "Uuin hat den D'monen*a#t auch ausge*ac#t und meinte& dass die Frau auch mit dem (eufel ver#ehren #1nnte$ Das entsteht dadurch& dass Frauen eben eine schlechte so)iale Stellung hatten und auch die (heologen Frauenhasser /aren$ ,e=endeli#te /urden als Deli#te gegen Gott verstanden$ ?a/st Inno%en% .III' 0515 Summis $esi$erantis +Isog' He6enEulle, So /urde der ,e=enverfolgung (8r und (or ge1ffnet /orden$ \ sehr vie*e Personen beider*ei 8esch*echts, ihreeigene Se*igkeit vergessend und vom

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katho*ischen 8*auben ab a**end, mit den 6eu e*n, die sich a*s M-nner und Frauen mit ihnen gesch*echt*ich vereinigen, 'n!uch treiben, und mit ihren <auberges-ngen und s,r+chen, =eschw"rungen mit anderem abscheuch*ichen Aberg*auben und !auberischen :ergehen, /astern und :erbrechen die 8eburten derFrauen, die 5ungen der 6iere, die Fr+chte der 2rde, % verderben, ersticken und umkommen *assen und % die Menschen, die Frauen, gro(es und k*eines 8etier mit grausamen inneren und -u(eren >rankheiten und P*agen +berh-u en und ,einigen, dass die M-nnern nicht !eugen und die Frauen nicht em, angen, dass M-nnern den Frauen und Frauen den M-nnern die ehe*iche P *icht nicht *eisten k"nnen %. Das /ar diese +ulle& die 1DKD erlassen /urde$ Sie /ar gerichtet an die 5r)bisch1fe des deutschen Reiches$ Heinri ! Bramer" <akoE S/renger :/aren Domini#aner 21nche& sie /aren InUuisitatoren 6 sie /aren als 9l'ger und Richter gleich)eitig t'tig$> 2an brauchte Gutachten von Fissenschaftlern& /enn man ein +uch ver1ffentlichen /ollte$ %edenfalls hatte er auch daran gedacht& dass dieses +uch nicht in der 91lner Gegend verbreitet /erden soll$ Feil dann h'tten es ?a die (heologen gemer#t$ 5s /urde auch in dieser Zeit der +uchdruc# entdec#t$ 0nd das hat auch da)u beigetragen& diesen ,e=en/ahn )u lehren und /eiter)uverbreiten$ Das +uch besteht aus A (eilen$ 1$ (eil eher der Fissenschaft ge/idmet$ C$ (eil handelt von der +1shaftig#eit der ,e=en& etc$ und der A$ (eil handelt davon& /ie man ,e=en aufs*8ren #ann$ +is ins 1K$ %h$ /urden 2io$ 2enschen verbrannt& die als ,e=e #lassifi)iert /urden$ Diese ,e=en*ro)esse gingen aus den 9et)er*ro)essen hervor$ +ei den 9et)er*ro)essen bestand auch das -erbot eine Folter )u /iederholen$ +eim ,e=enhammer s*richt man nicht von der Fiederholung sondern von der Fortset)ung$ Solange eine Fortset)ung bis erEsie gest'ndig /aren$ Malleus male#i arum 0518 7 ;5in sch1nes und )uchtloses Feib ist /ie ein goldner Reif in der Pase der Sau$< Der Grund ist ein von der Patur entnommener. /eil es fleischlicher gesinnt ist als der 2ann& /ie es aus den vielen fleischlichen 0nfl'tereien ersichtlich ist$ Diese 2'ngel /erden auch ge#enn)eichnet bei der Schaffung des ersten Feibes& indem sie aus einer #rummen Ri**e geformt /urde& d$ h$ aus einer +rustri**e& die ge#r8mmt und gleichsam dem 2ann entgegen geneigt ist$ :+e)eichnung Feib /ar bis ins 1 $ %h$ eine +eschreibung der Frau und soll die Feiblich#eit und die 28tterlich#eit )um -orschein bringen$ 2an meinte damit die furchtbare Frau$ Far damals nicht negativ>$ "us diesem 2angel geht auch hervor& dass& da das Feib nur ein unvoll#ommenes (ier ist& es immer t'uscht$ Denn es sagt Mato. ;Fenn ein Feib /eint& so sinnt es ge/iS auf listige (8c#e$< "uch heiSt es. ;Fenn ein Feib /eint& es den 2ann )u t'uschen meint$< 7 5s erhellt auch be)8glich des ersten Feibes& dass sie von Patur geringeren Glauben haben@ denn sie sagte der Schlange auf die Frage& /arum sie nicht von ?edem +aume des Paradieses 'Sen3 ;Fir essen von ?edem& nur nicht etc$& damit /ir nicht et/a sterben&< /obei sie )eigt& dass sie )/eifle und #einen Glauben habe an die Forte Gottes& /as alles auch die 5tNmologie des Fortes sagt. das Fort femina n'mlich #ommt von fe und minus :fe I

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fides& Glaube& minus I /eniger& also femina I die /eniger Glauben hat>& /eil sie immer geringeren Glauben hat und be/ahrt& und )/ar aus ihrer nat8rlichen "nlage )ur Beichtgl'ubig#eit& mag auch infolge der Gnade )ugleich und der Patur& der Glaube in der ,ochgebenedeiten %ungfrau niemals ge/an#t haben& /'hrend er doch in allen 2'nnern )ur Zeit des Beidens Mhristi ge/an#t hatte$ "lso schlecht ist das Feib von Patur& da es schneller am Glauben )/eifelt& auch schneller den Glauben ableugnet& /as die Grundlage f8r die ,e=erei ist$ Die ,e=enverfolgung begann mit 5nde des 15$ %h$ und ging bis ins 1K$ %h$ 5s gab Geset)e& die die Strafverfolgung mit der (odesstrafe vorsahen$ "nhand von +e/ertungsmaSst'ben und Pormen entstand so 9riminalit't$ 5s /ird gesellschaftlich ein neues +e/ertungsschema eingef8hrt und /ir haben den (N*us einer neuen Straft'terin$

Constitutio Criminals Carolina 07&7 (rt' 0)3 (rt' 0)3 \ ;Straff der ZaubereN< \ Item so ?emand den leuten durch )aubereN schaden oder nachtheNl )uf8gt& soll man straffen vom leben und todt& unnd man soll solche straff mit dem fe/er thun$ Fo aber ?emand )aubereN gebraucht& unnd damit niemant schaden gethan hett& soll sunst gestrafft /erden& nach gelegenheit der sach& darinnen die urtheNler radts gebrauchen sollen& /ie vom radt suchen hernach geschriben steht<
Die Frauen /aren gef'hrlich& /eil sie sich in der Pacht trafen& (eilnahme am ,e=ensabbat7 5 stra#re !tli !e T:M #Fr He6en: - Gottesl'sterung - Sodomie :0n)ucht mit (ieren und eigenen 9indern> - 5hebruch - Zauberei Fir s*rechen vom Schaden)auber& dieser ergab sich an den Glauben von ,e=e #ann 0nfruchtbar#eit& Im*oten)& 0n/etter& t1dliche 9ran#heiten her)aubern$ 5s /urden die Situationen immer von der negativen Seite gesehen$ Schadens)auber ist ein Deli#t& den es schon bei den R1mern gegeben hatte$ Furde dann re)i*iert von Germanen$ Far eher ein so)ial sch'digendes Deli#t$ Der (eufels*a#t ist eine Form der "n#lage$ 2an ging davon aus& dass man 8bermenschliche Fesen anrief$

He6en/ro%esse
Die ersten 2itte des 15$ %h$ und gehen bis 2itte des 1K$ %h$ In den 1sterreichischen B'ndern /ar es eher im 16$E1G$ %h$ 2it "usnahme von S*anien& Portugal und Italien leiteten die /eltlichen Richter die Pro)esse$ In diesen A B'ndern leiteten die Pro)esse die geistlichen Richter$ Fragens !ema Eei Ei !stCtter He6en;er!Gren unter $er Regierung $es FFrstEis !o#s <o!ann C!risto/! ;on =esterstetten 0*0& > 0*2* :Fragen#ataloge> Interrogatoria For8ber die ,e=ereN halben bedachte& und beNgefangene Persohnen )ue bes*rachen$

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Interrogatoria Dar8ber der ,e=ereN verdachte Persohnen )uvor& unnd ehe die inditia crimine& ihnen er1ffnet /erden& )u bes*rachen$ \ 1$ Fie sie heiSe3 \ C$ -on /annen sie geb8rtig3 \ A$ Fer ihre 5ltern und /ie sie geheiSen3 /eS Standes sie seien& /as ihr ,andtierung& ob sie /ohl oder 8bel miteinander gehauset& ob sie noch leben oder tot seien3 /ann sie gestorben und an /elcher 9ran#heit3 \ D$ Fo& von /em und /ie sie in ihrer %ugend er)ogen /orden3 \ 5$ Felcher Gestalt und /o)u sie von %ugend auf unter/iesen& /as sie gelerndt3 \ 6$ Fas nun ihre Pahrung und ,andtierung sei3 "n /elchem Jrt sie sich h'uslich aufhalte& /ie alt sie sei3 \ G$ Jb sie ledigen Standes und /arum sie nicht verheiratet sei3 \ K$ Jb sie verheiratet& und /ie lange sie im 5hestand lebe3 \ $ Jb sie sich eigenen Fillens oder mit -or/issen ihrer 5ltern und Freunde verheiratet3 \ 1!$ Durch /elche Gelegenheit sie mit ihrem 5hegenossen in 9undschaft ge#ommen und sich mit ihm verlobt3 "uch /er er sei3 Interrogatoria dar8ber der ,e=erei verdachte Persohnen& nachdem ihnen die Inditia 6 e= crimine 6 vorgehalten /orden& /eiteres )u e=aminieren$ \ C5$ Fie lange es sei& daS sie in das Baster der ,e=erei geraten3 \ C6$ Jb solches hier oder an anderen Jrten und /o geschehen3 \ CG$ Durch /as occassion und Gelegenheit sie in das Baster ge#ommen3 \ CK$ Fann sie das erste 2al mit dem b1sen Feind in Gemeinschaft ge#ommen3 \ C $ In /elcher Gestalt er sich ge)eigt& /as er mit ihr geredet3 Fie ihr die Rede und Gestalt vorge#ommen und /oran sie ihn er#annt3 \ A!$ Fas er von ihr begehrt3 ob und /ie oft sie sich fleischlich mit ihm vermischt3 \ A1$ Jb sie eine Follust darob vers*8rt und /ie ihr solches vorge#ommen& /o solches geschehen3 \ AC$ Fas er ferners an sie begehrt und /orin sie einge/illigt3 \ AA$ Fas sie ihm vers*rochen& ob und /ie sie sich ihm verschrieben3 Jb solches damals oder andermalen und auf /elche Feise es geschehen3 \ AD$ Jb sie nicht Gott und alle ,eiligen verleugnet3 2enschen& -ieh und Fr8chten )u schaden vers*rochen& mit /as Forten und in /elcher Form solches geschehen3

He6en/ro%esse
Steiermar# 15D6 6 1GD6 CC! -erfahren gegen KC! Personen@ CEA Drittel ,inrichtungen& davon DKH Frauen - ,eiliges R1misches Reich 156! 6 1GG5 :9em*ten>@ Glarus 6 Sch/ei) :1GKC>. o ,1he*un#t 16A! 6 166!. C!$!!! 6 D!$!!! Pro)esse ,e=erei /urde als -erstoS gegen das Mhristentum ge/ertet$ "ndres Gl'ubige #onnten nicht verbrannt /erden$ -

Constitutio Criminals Carolina 07&7 (rt' 0)3 (rt' 0)3 \ ;Straff der ZaubereN< \ Item so ?emand den leuten durch )aubereN schaden oder nachtheNl )uf8gt& soll man straffen vom leben und todt& unnd man soll solche straff mit dem fe/er thun$ Fo aber ?emand )aubereN gebraucht& unnd damit niemant schaden gethan hett& soll sunst gestrafft /erden& nach gelegenheit der sach& darinnen die urtheNler radts gebrauchen sollen& /ie vom radt suchen hernach geschriben steht<

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer In (irol hat es ein eigenes Strafgeset)buch geben$ Dort galt die MMM nicht$

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2an s*richt hier von ;?emand< und nicht von Frau oder 2ann$ Ist eigentlich schon gendered$ In s'mtlichen theologischen Schriften /ird sehr die Frauen angegriffen$ ,ier doch geschlechtsneutrale S*rache$ 2'nner /urden lebendig begraben& /enn sie Sodomie begingen$ ,e=e #onnte man er#ennen durch. - +esit) von Salben& Llen - 2it Padeln durchstochene +ilder - 9ristalls*iegel - "ufbe/ahrteEver/endete ,ostien - "bneigung gegen8ber 2'nnern - "bneigung gegen8ber #ochen und /aschen - 0m#ehren bei 9irchen und 9reu)en - 2uttermale - Rote ,aare

Neu%eit > Fran%Gsis !e Re;olution


Das 0*' <a!r!un$ert I $as #eministis !e <a!r!un$ert
Fran#reich. beinahe !! (e=te Uuerelles des dames$ 2arie le %ars de GournaN :1565E66 6 16D5> Frauen haben auf ihre Situationen aufmer#sam gemacht mit Schriften$ +egonnen hat damit Mhristine von Pi)an$ GournaN ist in Paris geboren und hatte eine tN*ische Frauen#arriere hinter sich$ Sie /ar von 2ichelle de 7 angetan und hat seine Fer#e sehr verfolgt$ Sie /ar nicht verheiratet und sie hatte einen Gelehrten 6 Salon in Paris gef8hrt$ Die <alteZ -err8c#te

Zur Gleicheit von Frauen und 2'nnern& GournaN - Genau genommen ist das menschliche Fesen 8brigens /eder m'nnlich noch /eiblich. das unterschiedliche Geschlecht ist nicht da)u da einen 0nterschied in der "us*r'gung heraus)ubilden& sonder es dient lediglich )u Fort*flan)ung$ 7 - 0nd /enn es erlaubt ist& beil'ufige einen #leinen Sch/er) )u machen& dann /'re hier /ohl ?ene an)8gliche +emer#ung nicht un*assend& die besagt. nicht 'hnelt7 GournaN s*richt von der Gleichheit von 2ann und Frau$ 2an /ird nicht )ur Frau geboren& sonder man /ird )ur Frau gemacht$ Die gesellschaftliche 9om*onente #ommt da)u$

Rene De artes +073* > 0*7),


Y Dualistisches Feltbild Y Seele und 91r*er I Y +e/usstein und raumerf8llende 2aterie Y Das /ollende und das f8hlende Ich Y ;Der gesunde -erstand ist die bestverteilte Sache der Felt@ 7die 9raft& gesund )u urteilen und Fahres von Falschem )u unterscheiden 6 /as man recht eigentlich ;gesunden -erstand<

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oder ;-ernunft< nennt 6 von Patur gleich ist bei allen 2enschen& ebenso /ie die -erschiedenheit unserer 2einungen nicht daher r8hrt& dass die einen vern8nftiger sind als die anderen& sondern nur daher& dass /ir unser Den#en in verschiedenen +ahnen be/egen und nicht dieselben Dinge ber8c#sichtigen$ Denn es gen8gt nicht& gesunde Geistes#r'fte )u haben& die ,au*tsache ist& sie gesund )u gebrauchen7< Y :aus. FloSmann& Frauenrechtsgeschichte& S$DK> Fran ois ?oullain $e la :arre 0*58K08&2 - Die Gleichstellung der Frauen sei lediglich 8ber -ernunft und 2aterie )u erreichen$ - Poullain geht davon aus& dass Frauen genauso edelm8tig sind /ie 2'nner& genauso voll#ommen und genauso f'hig /ie die 2'nner$ 7 %e nachdem& /ie star# oder /eniger star# ein 2ensch davon ber8hrt ist& handelt er unterschiedlich@ und da die Frauen /eniger ber8hrt davon sind als die 2'nner& sind sie ihnen im ,inblic# auf berufliche 21glich#eiten voll#ommen gleich$ =ir kGnnen also guten Ge4issens $ie Damen $a%u ermuntern" si ! $em Stu$ium %u 4i$men& ohne auf die #leinlichen 5in/'nde derer )u achten& die sie davon abhalten /ollen$ Da sie einen -erstand haben /ie /ir& der )ur 5r#enntnis der Fahrheit f'hig ist :dem ein)igen Gegenstand& der die vielen "nstrengungen /ert ist>& sollten sie sich vor dem -or/urf h8ten& eine +egabung )u verstec#en& die sie erstrahlen lassen #1nnten und die Fahrheit unter 28Siggang und -er/eichlichung begraben )u haben$< Frauen brauchen die Fissenschaften& /eil man damit die Sch/'che damit #om*ensieren #ann 6 sagt eine andere Frau$ Poullain de la +arre sagt das Gegenteil 6 -ernunft von Frauen und 2'nner ist gleich$

EgalitCt: Di##eren% - Gleiche Rechte f8r 2'nner und Frauen 6 geschlechtsneutrale Felt - +e/usstseinsbildung und +etonung& dass Frauen andres sind& gegen die "b/ertung des /eiblichen Geschlechts gerichtet - Se= und gender Das biologische und so)iale Geschlecht

(u#klCrung Ee$eutet /olitis !


Wber/indung des "bsolutismus - +egr8ndung von Staatsformen& die die Sicherung *ers1nlicher Freiheit und *olitischer Gleichheit beinhalten& - sich auf /eltliches -ernunft- und Paturrecht berufen& :und lass dich nicht mehr von der 9irche leiten>$ Paturrecht 6 2enschen sind von Patur aus mit Freiheiten und Pflichten geboren /orden$ 0nd der 5rsat) dieser Gott ge/ollten Jrdnung sind die 2enschenrechte$ 2enschenrechte s*rechen das Individuum an$ Rechte& die in einer -erfassung ge/'hrleistet /erden$ - den feudalen St'ndestaat durch einen demo#ratischen 9lassenstaat abl1sen Die "uf#l'rung 'uSert sich in einer *olitischen Revolution :fran)$ Rev$>$ 0nd auch bei der industriellen Revolution - und das Prin)i* der -ol#ssouver'nit't forcieren$ - Im Zuge dessen entsteht ua das Pationalbe/usstsein$

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"uf#l'rer fordern einen Staat$ Die Staaten entstehen eigentlich aber so /ie /ir sie heute #ennen erst im 1 $ %h$ "ber es gibt schon "ns't)e einer Staatenbildung$ 2an braucht ein -ol# und eine ,errschaft$ Das -ol# #ann durch ge/'hlte -ertreter teilnehmen$ -4ei > Ges !le !ter > Mo$ell - Geschlecht /ird )ur biologischen Grundlage dessen /as 2'nner und Frauen unterscheidet$ - Im Gegensat) )um cartesianischen Feminismus steht die "nthro*ologie& die ;Fissenschaft vom 2enschen<. - Identit't )/ischen 91r*er und Geist - 2inder/ertig#eit der Frauen galt nun als unumst1Sliche biologische (atsache$ - Diese biologische (atsache /ird nun das "rgument& Frauen von der +ildung und von *olitischen Rechten& ?a von der Gleichbehandlung 8berhau*t aus)uschlieSen$ :ILDUNGS?OSTUL(T Dorot!ea ;on Er6leEen 08079 08*& Far die 1$ 2edi)inerin von Deutschland$ Far als immer sehr #ran#$ Feil +ruder im 9rieg /ar& bat -ater Friedrich den GroSen seine (ochter )um 2edi)instudium )u)ulassen$ 2achte einige Semester$ +e#am dann 9inder$ Furde dann der 9ur*fuscherei be)ichtigt& und hat dann aber doch noch ihr Studium mit "us)eichnung abgeschlossen$ +uch. Gr8ndliche 0ntersuchung der 0rsachen& die das /eibliche Geschlecht vom Studieren abhalten& 1GDC Gei) +eUuemlich#eit ,ochmut Peid +ildung f8r alle Frauen und F1rderung ihrer gesamten geistigen "nlagen bis )ur let)ten 9onseUuen)& /ar einer ihrer Forderungen$

<ean99<a @ues Rousseau" 080&990881


Y 5r)iehung der Frau ist 5r)iehung )ur 2utter Y 5mile ou de l]^ducation Y Pflichten der Frauen. Y In einer lebensfrohen Familie sind die h'uslichen Pflichten die liebste +esch'ftigung einer Frau und das angenehmste -ergn8gen des 2annes$ Die "bschaffung dieses ein)igen 2iSbrauchs /8rde eine allgemeine Reform )ur Folge haben& und die Patur /8rde ihre Rechte )ur8c#erhalten$ F8rden die Frauen /ieder )u 28ttern& /erden die 2'nner /ieder )u -'tern und 5hegatten$ Y %ungen und 2'dchen sollen unterschiedlich er)ogen /erden. Y Pachdem einmal be/iesen ist& dass der 2ann und die Frau /eder nach dem Mhara#ter noch nach dem (em*erament gleich gebildet sind noch sein d8rfen& so folgt daraus& dass sie auch nicht die gleiche 5r)iehung haben d8rfen$ Y Die gan)e 5r)iehung der Frauen muss daher auf die 2'nner +e)ug nehmen$ Ihnen gefallen und n8t)lich sein& ihnen liebens- und achtens/ert sein& sie in der %ugend er)iehen und im "lter umsorgen& sie beraten& tr1sten und ihnen das Beben angenehm machen und vers8Sen@ das sind )u allen Zeiten die Pflichten der Frau& das m8ssen sie von ihrer 9indheit an lernen

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Y Gleichheit von 2ann und Frau. Y Der 2ann ist nur in ge/issen "ugenblic#en 2ann& die Frau aber ihr gan)es Beben lang Frau& oder /enigstens ihre gan)e %ugend hindurch$ Y "lles erinnert sie unaufh1rlich an ihr Geschlecht$ Y 5hefrau Y Sanftmut ist die erste und /ichtigste 5igenschaft$ Y +estimmt& einem so unvoll#ommenen Fesen /ie einem 2ann )u gehorchen& der oft selbst voller Baster und immer voller Fehler ist& muss sie fr8h)eitig lernen& 0nrecht )u erdulden und Wbergriffe eines 2annes )u ertragen& ohne sich )u be#lagen$

Mary Wollstonecraft 1759 1797 5nglands 1$ Frauenrechtlerin Y ;" -indication of the Rights of Foman< 1G C Y Fie #1nne eine Frau und 2utter 9inder er)iehen& ohne )u /issen& /as in der Felt vorgeht$ ;Der Mhara#ter des 5in)elnen und der "llgemeinheit /ird durch das ge*r'gt& /as die dan#en in "ns*ruch nimmt$ Das gilt f8r 2'nner /ie f8r Frauen<$
Rousseau contra Wollstonecraft 5ine Frau d8rfe sich niemals auch nur einen 2oment lang unabh'ngig f8hlen& vielmehr m8sse sie st'ndig in Furcht gehalten /erden& damit sie ihre nat8rliche Schl'ue ent/ic#elt und )ur #o#etten S#lavin /ird& )um rei)volleren Jb?e#t der +egierde und )ur sanfteren Gef'hrtin des 2annes& der sich bei ihr ents*annen /ill$ 5r geht aber noch /eiter und behau*tet& man d8rfe Fahrheit und Seelenst'r#e& die 5c#*feiler aller menschlichen (ugend& nicht allgemein *flegen& denn f8r den /eiblichen Mhara#ter sei die /ichtigste und mit unnachgiebiger ,'rte durch)uset)ende Be#tion der GehorsamX Fas f8r ein 0nsinnX Fie lange /ird es /ohl noch dauern& bis endlich ?emand den Schleier )erreiSt& die der Stol) und die Sinne um das (hema ge/oben habenX Selbst /enn man annimmt& dass Frauen von Patur aus minder/ertig sind& so #1nnen sich ihre (ugenden doch nur im "usmaS& nie aber in der 4ualit't von denen der 2'nner unterscheiden& es sein denn& man /ollte die (ugend )u einem relativen +egriff machen$ Da dies nicht der Fall sein #ann& muS sich das -erhalten beider Geschlechter auf dieselben Prin)i*ien gr8nden und dasselbe Ziel richten$

<o!annes Heinri ! -e$ler" Uni;ersalle6ikon" S/alte 081&K0815 Frauen)immer& Jrt /o sich die Feibs*ersonen aufhalten& das /ird aber auch vor das Geschlechte selbst genommen& so dem 2'nnichen entgegengeset)t$ Geist& 5igenschaften und Fesen scheinet ?e nach ?eder Bandes-"rt und +eschaffenheit von einander unterschieden )u seNn$ - Die Portugiesin. das sch1nste Frauen)immer in gan) 5uro*a& dabeN aber auch hochm8thig& eifers8chtig und arg/1hnisch

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Die S*anierin. nicht von sonderbarer Sch1nheit& /ohl aber tr'ge und nachl'ssig@ es schl'ft gerne lange& l'sst sich am (age sehr selten sehen& gehen sie aber aus& so verdec#en sie ihr ,au*t$ Sie schm8nc#en sich sehr star#& seNnd 8beraus verliebt& haben insgemen garstige und 8belriechende Z'hne& /es/egen sie sich auch starc# )u *arf8miren *flegen$ Fenn sie ihren Mourtisanen einen "ffection er/eisen /ollen& )eigen sie selbigen ihre F8Se& /omit sie gar s*r1de thun& /eil sie hierinnen vor allen andern Pationen et/as besonders haben& indem solche nette& schmahl und sehr /eiS ge/aschen seNn sollen$ Sie sind von mittelm'Siger (aille& ?edoch sehr schlan#$ Y Die Fran)1sin. lustig& beredt& neugierig& ver'nderlich an 2oden& listig& verliebt& leichtsinnig& liebet #eine R1the im Gesichte& h'lt blaS seNn vor eine besondere Sch1nheit& daher sie feliSig )ur "der lassen& hiern'chst sind sie sehr fruchtbar$ Y Die Piederl'nderin. ein /enig star#&/achsam& fleiSig& haush'ltig$ Y 5ngl'nderin. schlan#& /ohlge/achsen& sch1n von Gesichte& charmant& h'lt viel von fran)$ 2ode& liebet die Freiheit& macht den 2'nnern die ,errschaft gerne dis*utisch 6 daher auch das S*rich/ort. 5ngland seNn der Feiber Paradies@ in Monversation seNnd sie nicht s*r1de& machen auch einen Pfeiffgen (obac# mit$ Y Die Deutsche. so findet man hier und da viele sch1ne Gesichter& sie aestimieren neue 2oden& sind *olitisch& und )u allen Dingen beUuem& #1nnen ihre Biebe sehr verbergen& lassen sich )ur ,aushaltung /ohl anf8hren und beN ihrer Biebe eine nicht geringe 5ifersucht merc#en& sie /issen sich meisterlich )u verstellen :7> und sind meistens gut ge/achsen$ Y Die Sch/ei)erin. star# von Beibe& arbeitssam& offenher)ig$ Y Italienerin. verliebt& beredt& sch1n& doch an einen Jrte besser als an dem andern& und /ird ihre 9euschheit )u erhalten sehr eingeschrenc#t$ Y "fri#anerin. /ilder und abergl'ubischer ,umor& sonderbare Sch1nheit& ?e sch/ar)er die ,autfarbe& desto sch1ner& doch #lebt ihnen viel 0nflat an$

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5s entsteht das +8rgertum$ Der *olitisch den#ende 2ensch$ "ber der +8rge #ann nur der 2ann sein$ Feil er #ann sich beteiligen und 1ffentlich a#tiv sein$

& Ein!eiten #e!lenLLL


1A$5$C!!

Ges !le !t" Mann" =eiE


Geschlecht. )un'chst im genealogischen Sinne :2enschen-& "delsgeschlecht> ver/endet& /ird es im Baufe des 1 $ %ahrhunderts als biologische 9lassifi#ation ben1tigt. ab der 2itte des 1 $ %ahrhunderts bis )ur %ahrhundert/ende /ird Geschlecht auf seinen biologischen 9ern redu)iert$ Sie hat einige Be=i#a definiert$ Fas macht einen 2ann aus& /as macht eine Frau aus$ Seit dem 1K$ %ahrhundert nehmen Be=i#a-5intragungen 8ber ;Frau und Feib< stetig )u$ Der ;2ann< versch/indet allm'hlich im 1 $ %h$& um ab den 1 6!-er %ahren /ieder le=i#onf'hig )u /erden$ Die Definition legt sich eher nach dem biologischen fest$ (n#ang $es 03' <!' De#inition: ;2ann& bedeutet I$ einen 2enschen& ohne 0nterschied des Geschlechts& in /elchem Sinne es indessen veraltet ist 7 II$ 2it dem Pebenbegriffe der St'r#e& der ,er)haftig#eit& oder des geset)ten +etrages& 1> eine Person des m'nnlichen Geschlechts& im Gegensat)e des /eiblichen$ :Im gemeinen Beben ist daf8r 2anns*erson 8blicher& und von -ornehmen braucht man ,err 7> 7 C> 5ine Person des m'nnlichen Geschlechts nach )ur8c# gelegtem %8nglingsalter& /o sie ihren v1lligen Fachsthum vollendet hat$ a> 0eberhau*t )um 0nterschiede von einem 9naben und %8nglinge& /o man das dreNSigste %ahr als das?enige annimmt& /o das m'nnliche "lter angehet$ b> In engerer +edeutung$ a> 5in 2ann von entschlossenem 2uthe und geset)tem +etragen 7 b> 5in ta*ferer 2ann 7 In noch engerer +edeutung be)eichnete es ehedem einen Ritter& ingleichen einen adelichen -asallen& der sein Behen durch 9riegsdienste verdienen musste 7 c> 5in Soldat$ :5ine Fortset)ung der vorhergehenden +edeutung 7> d> 5in 5hemann$<
Johann Georg Krnitz , konomisch-technologische Encyklopdie, Teil 83, rnn !8"#, $%3&&

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;91r*erlich deutet sich daher der 2ann im Durchschnitt durch mehrere Gr1Se& st'r#ere 9nochen& derbere 2us#eln 7 an& geistig aber durch einen h1hern 2uth& auf der Grundlage eines st'r#ern 9raftgef8hles& daher auch durch ein h1heres -erm1gen an 9raft erfordernden Bebensverrichtungen& )ugleich mit einem lebhaften (riebe& seine 9r'fte und also auch seinen Fillen& und 8berhau*t im Beben sich& als das verm1gendere Geschlecht geltend )u machen@ daher auch 9rieg& %agd& +e)'hmung von (hieren und der gr1Sere (heil der #1r*erliche 9r'fte in "ns*ruch nehmenden ,andthierungen& so gut /ie gan) ausschlieSliche +esch'ftigungen der 2'nner sind und 8berhau*t eben so im Schaffen /ie Zerst1ren sich vorn'mlich m'nnlicher Mhara#ter be/'hrt$<
'()( *ierer +'g(, -[Link]-/e0ikon, d( !3, )lten12rg !833, !#! &&(

FR"0 Der 2ann& /elcher von Patur mehr St'r#e hat& ist geschic#t )u harter "rbeit und Feldverrichtungen& so /ie die Frau )u ruhigen +esch'ftigungen und besonders )ur Pflege der 9inder$ Der 2ann hat mehr (h'tig#eit und Feuer als das Feib& er ist #8hn und star# und schic#t sich )u einem +esch8t)er& da im Gegentheil die Frau& /elche )art und furchtsam ist& eines Schut)es bedarf$ Der 2ann& seiner St'r#e sich be/usst& /ird von Patur )um Regieren getrieben& da hingegen die Frau& /elche ihre Sch/'che #ennt& )um Gehorsam geneigt ist$< Dabei bleibt es aber Fahrheit& dass& ?e gebildeter& ?e mehr geistig #ultiviert das Feib ist& selbiges& /enn es dabei seine 9r'fte nicht aufs S*iel geset)t& und seine eigentliche und ,au*tbestimmung nicht ver#annt hat& desto besser die 5r)iehung der 9inder& so/ie das ,ausund Familien/esen )u leiten im Stande seNn /ird 7 Pur das auch in geistiger ,insicht geh1rig ent/ic#elte Feib /ird seinen eigentlichen +eruf er#ennen und denselben im +e/usstsein seiner edlen und erhabenen +edeutung erf8llen& /as von dem un#ultivierten oft bloS nach Instin#t& und bei ob/altenden Fider/'rtig#eiten des Bebens gar h'ufig nur aus Z/ang geschieht$ 6 5ntfernt sich aber das /eibliche Geschlecht von seiner eigentlichen +estimmung& so hat es durch Sch/'chlich#eit und 9r'n#lich#eit daf8r )u b8Sen$< 2itte 1 $ %h$ /aren Frauen& )/$ 15 und 5! %ahren /ar nur die ,'lfte der Frauen verheiratet$ 0m 1 !! /aren auch nur ca$ die ,'lfte der Frauen verheiratet$

.on $er AaltenD %ur AneuenD FrauenEe4egung


Frauen sind mehr oder /eniger )u 9ulturtr'gern ge/orden$ Feminismus 1KG! medi)inischer +egriff$ 5in 2ann der #ran# /ar& ist )um "r)t und der hatte /eibliche Z8ge& 5igenschaften$ Dann /usste man nicht /ie man den 2ann behandeln soll& der von seinem Fesen und von seiner 91r*erlich#eit her$ 0nmittelbar danach Wbertragung auf die sog$ eman)i*ierte Frau& der mas#uline 5igenschaften )ugeschrieben /erden& da sie sich nicht der geschlechtergem'Sen Jrdnung unterstellte$ ;+laustrum*f< +egriff f8r die gelehrte Frau$ In 5ngland /urde ein Salon gef8hrt& f8r die Gelehrten$ 0nd da musste man sch/ar)e Seidenstr8m*fe tragen$ "ber ein ,err trug blaue$ 0nd dies 8bertrug man dann auf gelehrte Frauen$ I J**osition )/ischen 2'nnern und Frauen beginnt sich auf)ul1sen$

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Y-orrausset)ung f8r diesen Pro)ess ist& dass die biologische Differen) mit #ulturellen Deutungsmustern aufgeladen /ird. 6+iologische Differen) der Geschlechter #orres*ondiert eine so)io#ulturelle Inter*retationsgeschichte der Geschlechts#1r*er I Zuschreibung von bestimmten Mhara#tereigenschaften

FR(UEN:E=EGUNG "b 1KDK #ann man von einer Frauenbe/egung s*rechen& /eil auch die rechtlichen Rahmenbedingungen vorlagen$ Sinn und Z/ec# der Frauenbe/egung. Ist die *olitische und so)iale +e/egung von Frauen& die ihre s*e)ifischen Interessen organisiert vertreten und ihrer +enachteilung auf *olitischem& so)ialem und /irtschaftlichem Gebiet entgegen/ir#en$ Politische und gesellschaftliche gleich/ertige Parti)i*ation ist mit dem Ziel verbunden& die Geschlechtss*e)ifische Rollen)u/eisung und "rbeitsteilung auf)uheben$ "lles geht nur 5ta**en/eise$ "uf einmal #ann die +enachteiligung nicht aufgehoben /erden$ A(lteD FrauenEe4egung Programmatische +e)ugs*un#te. o auf#l'rerische Pers1nlich#eitsideal vom freien& selbstbestimmten Individuum und +8rger und o die Beit*rin)i*ien der Fran)1sischen Revolution 6 Freiheit& Gleichheit& +r8derlich#eitX Sie entstand am Wbergang vom 1K$ ins 1 $ %ahrhundert in Festeuro*a und gleich)eitig in den 0S"$ 2an #ann eigentlich noch nicht /ir#lich von einer +e/egung$ JlNm*e de Gouges 1GDK-1G A D^claration des droits de la Femme et de la MitoNenne& 1G 1 Sie fordert gan) be/usst *ol$ Rechte mit ein$ Sie verlangt das Frauen auch )u Fahlen gehen d8rfen$ +ringt auch Privatrechte ein$ Die )/eite Forderung nach dem +ildungs*ostulat ist das Fahlrecht$ 2arN Follstonecraft :1G5 - 1G G> " vindication of the rights of /omen 1G C +ringt das +ildungs*ostulat ein$ Die (eilnahme der Frauen an den Interessen des Staates ist nicht ein Recht& sondern eine Pflicht$ :Buise Jtto-Peters> Selbst'ndig#eit& 28ndig#eit und Gleichberechtigung #1nne man nur 8ber das Recht auf +ildung und "rbeit erreichen$

EgalitCt un$ Dualismus C "ns't)e aus der alten Frauenbe/egung heraus 5galit're 2odell. Politisch& rechtliche :legislative> Problem

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer o Gleichheit mit dem 2ann& Frau ist ein 2ensch o Geset)geber ist der 2otor der -er'nderung o Politisch-legislatives Problem Dualistische 2odell. 5in ethisch- so)ialer Zugang o Das 5/ig-Feibliche o +ef'higung der Frau )ur 2utterschaft o 5thisch-so)iales Problem

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:Differen)modell> "us #ulturellen 5r/'gungen heraus gibt es sehr viel 0nterschiede$ Festliche Frau andres$

Re;olutionsMa!r 0151
Feil die rechtl$ +edingungen gegeben sind /ar es m1glich Frauenbe/egung )u gr8nden$ In der -erfassung sind 2enschenrechte veran#ert$ 0nd "ufhebung der Zensur 6 Pressefreiheit$ Feiters ist auch die -ereins- und -ersammlungsfreiheit veran#ert$ 1A$ 2'r) 1KDK bricht in Fien die Revolution aus$ 0nter den Revolution'ren sind auch Frauen$ Die Revolution're fordern die "bset)ung von 2etternich& sie /ollen eine -erfassung& Pressefreiheit& eine Pationalgarde7 Die /ichtigste Forderung nach der Pressefreiheit$ Die Revolution /ird relativ rasch niedergeschlagen$ Im "ugust #ommt es )u einem "ufstand der "rbeiterinnen$ "ls im "ugust 1KDK die Revolution niedergeschlagen /ird der erste Fiener demo#ratische Frauenverein$ Das ist nun eine Jrganisation& auch nach den rechtl$ 0mst'nden$ 5in /olitis !es Ziel& um sich durch Be#t8re und belehrende -ortr'ge 8ber das Fohl des -aterlandes auf)u#l'ren& das demo#ratische Prin)i* in allen /eiblichen 9reisen )u verbreiten& die Freiheitsliebe schon bei dem +eginne der 5r)iehung in der 9inderbrust an)ufachen und )ugleich das deutsche 5lement )u #r'ftigen$ 5in so%iales& um die Gleichberechtigung der Frauen an)ustreben durch Gr8ndung 1ffentlicher -ol#sschulen und h1herer +ildungsanstalten& den /eiblichen 0nterricht um)ugestalten und die Bage der 'rmeren 2'dchen durch liebevolle 5rhebung )u veredeln$ :+ildungs*ostulat> 5in !umanes& um den tief gef8hlten Dan# der Frauen Fiens f8r die Segnungen der Freiheit durch sorgsame -er*flegung aller J*fer der Revolution aus)us*rechen$

Baroline ;on ?erin


Die Gr8ndung dieses -ereins geht auf 9aroline von Perin :1K!6-1KKK> )ur8c#$ Wbers*annt& un)urechnungsf'hig& verr8c#t$ 21ge sie )ur 5insicht #ommen& dass Frauen 2utter*flichten )u erf8llen haben und #einen Plat) in der "vantgarde eines mobilen ,eeres& die Geschichte m1ge uns von nun an gr1Sere und /8rdigere ,eldinnen )u (age f1rdern$
,auch& Frau +iedermeier& 15 $

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer

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:eine sehr /ichtige +ibliografie$ Frauen haben 2utter*flichten )u erf8llen und d8rfen nicht auf die +arri#aden steigen>

Sie gilt als *ersona non grata$ Sie hat auch eine Demostration am Fiener Reichstag organisiert$ Diese /urde mit Faffenge/alt verhindert$ Sie /urde als schmut)ig& als "m)one& als *ol$ 2ar#tschreierin& und als un/eibliche Geliebte eines Demagogen :ihr ?unger Biebhaber> beschim*ft$ Sie muss dann nach 28nchen ins 5=il gehen& ihr gan)es -erm1gen /ird #onfis)iert und das Jbsorgerecht 8ber ihre 9inder /ird ihr genommen$ Das Resultat 1KDK Die DK-er Revolution #ann man als den +eginn der Frauenbe/egung in Lsterreich be)eichnen& /eil Frauen als (hema erstmals in der demo#ratischen Lffentlich#eit 5ingang gefunden haben der "rbeiterinnenaufstand eine neue Form des /eiblichen Fiderstandes bedeutet die Gr8ndung des ersten Frauenvereins eine neue Jrganisations*lattform darstellt f8r den /eiblichen Fiderstand$

Grun$lagen #Fr $ie FrauenEe4egung


Pach 1KDK Restauration& um 1K6! /ieder "ufsch/ung. Fortschreitende Industrialisierung Gr8ndung von *olitischen Parteien "llen voran die so)ial 6 demo#ratische Partei$ +ei der christlich so)ialen Partei hat es ein /enig gedauert$ "ufhebung der Zensur 6 Freiheit der Presse Frauen #1nnen nun auch Zeitungen gr8nden& aber auch als %ournalistinnen auftreten$ -ereins- und -ersammlungsrecht

Die alte FrauenEe4egung in Jsterrei !


Mhristlich-so)iale :I#atholische> Frauenbe/egung :"lma 2ot)#o& FannN Starhemberg> So)ialdemo#ratische Frauenbe/egung :"delheid Po**& 5mmN Freundlich> +8rgerlich-liberale Frauenbe/egung :"uguste Fic#ert& 2arianne ,ainisch>

Marianne Hainis ! +01239032*, 9ommt aus einer gut b8rgerlichen Familie$ Die (ochter des 1$ +Pr's der 1$ Re*ubli#$ Sie ist 2itglied des 1K66 gegr8ndeten ersten Frauener/erbsvereins$ Dieser -erein ist die Fiege f8r die +ildung erster Schulen$ "uf sie geht auch die 5inf8hrung des 2uttertages )ur8c#$ ($el!ei$ ?o// +01*390323, Gan) #ontr'r ist die Geschichte von Po** )u ,ainisch$ ,at als 1!?'hrige schon in Schmiede gearbeitet$ Ist mit 1A& dann aus #1r*erlicher Wberbelastung )usammengebrochen$ Sie schreibt auch& dass die Zeit im 9ran#enhaus die sch1nste Zeit /ar$ 2it 1G schlieSt sie sich der so)ialen 6 demo#ratischen Partei an$ Sie schreibt auch in der "rbeiter)eitung$

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Sie 1 1 bis 1 AD als erste Frau im Pationalrat t'tig$ Durch sie #ommt es )u einer +esserstellung der Frau$ 5ine /esentliche Folge& /ar )+$. der "btreibungs*aragra*h im StG+& +esserstellung f8r uneheliche 9inder7 "rgerlich#liberale Frauenbe$egung 1K66 Fiener Frauener/erbsverein 1K A "llgemeiner Lsterreichischer Frauenverein 6 Zusammenlegung ,ier /urde ein Dachverband gegr8ndet$ 1 !C +und Lsterreichischer Frauenvereine unter 2arianne ,ainisch Ziel. +ildungs- 5r/erbsm1glich#eiten& Politische und staatsb8rgerliche Rechte et/a Fahlrecht& #eine Partei)ugeh1rig#eit Sozialdemo%ratische Frauenbe$egung 9lassen#am*f und nicht so sehr Geschlechter#am*f Forderungen. Gleicher Bohn& So)ialversicherungs*flicht& Schaffung einer so)ialistischen Ge/er#schaft 1K C /ird die Fahlrechtsforderung in das So)ialdemo#ratische Partei*rogramm aufgenommen$ So)ial Demo#ratie ist eine ?unge -ereinigung$ 5ntstehung des D$ Standes$ &atholische Frauenbe$egung 'christlichsoziale( 9eine 5man)i*ationsbe/egung& sondern Festlegung der gottge/ollten "ufgabenteilung 2ann I Lffentlich#eit& Frau I Privatheit 9aritative& so)iale ('tig#eiten& christlich orientierte Frauenbildung und Frauener)iehung$ ,ildegard von +urian gr8ndet eine +e/egung& /o 2'dchenEFrauen geholfen /ird& dass sie )u einer Schulbildung #ommen$

For$erungen $er FrauenEe4egung


Der 9am*f um *olitische Rechte "rt$ A StGG. Gleicher Zugang f8r 1ffentliche Vmter Zugang )u *olitischen Parteien und Fahlrecht "rt$ 1C StGG. Die 1sterreichischen +8rger haben das Recht& sich )u versammeln und -ereine )u bilden$ Die "us8bung dieser Rechte /ird durch besondere Geset)e geregelt$ )esent*iche Forderungen in den ?@iger und A@iger 5ahren: Das gleiche Recht auf +ildung Das Recht auf 5r/erb 6 Schut)bestimmungen f8r "rbeiterinnen 6 -er#8r)ung der "rbeits)eit 6 Gleicher Bohn f8r gleiche "rbeit 6 Lffnung aller +erufss*arten f8r Frauen 6 -erbot der Pachtarbeit 6 -erbot der Frauenarbeit mit gesundheitssch'dlichen "us/ir#ungen 6 Sch/angeren- F1chnerinnenschut)& 2utterschut) 6 +esondere Schut)geset)e f8r Frauen in bestimmten +erufen &)' Mai &))3

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer D$ %uni 1 .!! 0hr +uch*r'sentation im ,ei)hausX

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Revolution 1KDK ist /ichtig& /eil die -erfassungsfrage f8r Frauen a#tuell /urde$ 5ine -erfassung& ist nur dann eine -erfassung& /enn sie 2enschenrechte enth'lt$ So richtig ins Rollen #am das Gan)e erst in den 6!iger %ahren$ )esent*iche Forderungen in den ?@iger und A@iger 5ahren: Das gleiche Recht auf +ildung Das Recht auf 5r/erb 6 Schut)bestimmungen f8r "rbeiterinnen 6 -er#8r)ung der "rbeits)eit 6 Gleicher Bohn f8r gleiche "rbeit 6 Lffnung aller +erufss*arten f8r Frauen 6 -erbot der Pachtarbeit 6 -erbot der Frauenarbeit mit gesundheitssch'dlichen "us/ir#ungen 6 Sch/angeren- F1chnerinnenschut)& 2utterschut) 6 +esondere Schut)geset)e f8r Frauen in bestimmten +erufen

Re#orm;ors !lCge (:G: 2artini und Zeiller :/ar star# abh'ngig von seinem "uftraggeber abh'ngig 6 9aiser Fran) von Lsterreich>$ [ 16 "+G+ /ichtig$ 6 Jbligatorische Zivilehe und Scheidungsrecht& geset)liche Gleichstellung alternativer Formen von Bebensgemeinschaften 6 "ner#ennung der Rechte von unehelichen 9indern 6 Geset)liche -eran#erung der elterlichen statt der v'terlichen Ge/alt 6 -ormundschaftsf'hig#eit der Frauen 6 -erbessertes 5rbrecht f8r Frauen 6 "ner#ennung des in der 5he er/orbenen -erm1gens als Gemeinschaftsgut 6 "ner#ennung der Zeugnisf'hig#eit der Frau$

Das :il$ungs/ostulat
1KG! Gr8ndung des Fiener Frauen-5r/erb--ereines$ Far 2otor f8r die Schulbildung& 2arianne ,ainisch 1KG1 vier#lassige h1here +ildungsschule f8r 2'dchen in Fien errichtet 1KGA das erste sechs#lassige 2'dchenlNceum in der Donaumonarchie /ird in Gra)& Peutorgasse& errichtet$ Gertrud Simon hat 8ber die Frauenbildung ein +uch geschrieben$ Sie ist eine Gra)erin$ Damaliger Bandesrat hat einen "ufruf get'tigt$ In diesem "ufruf versucht er die Pot/endig#eit einer 2'dchenbildung )u mobilisieren$ 1KGA 6 innerhalb von A 2onaten 'ndert er seine "rgumentationsrichtung$ BR& ,err -rec#o& und Bandeschulrat haben ein Damen#omitee gegr8ndet$ 0nd s*'ter auch ein ,erren#omitee gegr8ndet$ 11$J#tober 1KGA begann dann der 0nterricht und im ersten %ahr gab es G6 Sch8lerinnen$ Die Sch8lerinnen #amen aus dem gehobenen +8rgertum& da ?a auch Schulgeld ge)ahlt /erden musste$ Der Feg hin )ur 2atura /ar ein l'ngerer Feg$ 5rlass des 2inister f8r Multus und 0nterricht& CD$ 2'r) 1K G& Z K 5 M$0$2$ an s'mtliche Bandeschefs betreffend den h1heren 0nterricht f8r die /eibliche %ugend$

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer ;5s l'ge nicht in der "bsicht der 0nterrichtsver/altung& 7< 5s ist mit einer sch/eren +enachteiligung der 2'nner )u rechnen$ "b 1 !1 ;Reif )um +esuch einer 0niversit't< "b 1 1C 1$ 2'dchen-GNmnasium mit 2atura im heutigen Sinne

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I!rer Inskri/tion ste!t ni !t me!r im =ege 1K G Philoso*hische Fa#ult't 1 !! 2edi)inische Fa#ult't :eingeschr'n#t> und Pharma)iestudium 1 1 Rechts/issenschaftliche Fa#ult't In den meisten euro*'ischen Staaten erfolgte die Zulassung in den G!er und K!er %ahren des 1 $ %h$ Die Zulassung der Frauen )um %0S 6 Studium gab es 1 1 $ Farum durften sie erst so s*'t %us studieren$ - 5inerseits der 9on#urren)#am*f -e!n GrFn$e" 4arum Frauen ni !t Re !ts4issens !a#ten stu$ieren $Fr#en Na !teil Nummer 0: A?!Nsiologis !e Eigens !a#ten F8rden Frauen ?uristische +erufe aus8ben& so #1nnte der /ichtigste und ein)ige Z/ec# der Rechts*flege nicht mehr erf8llt /erden& n'mlich der sichere Schut) des Rechtes und der Fahrheit$ +egr8ndung. Die Frau besit)e nicht ?ene Mhara#terst'r#e& enen *ers1nlichen 2ut und ?ene Jb?e#tivit't& die von einem "n/alt& dem 9'm*fer der "ufrechterhaltung des Rechtes gefordert /ird$ Deren ;e/iges Sch/an#en& deren 0nentschiedenheit 8berhau*t )/ischen Gef8hlen& deren Vngstlich#eit& Beidenschaftlich#eit und deren Phantasie< seien alles 5igenschaften& die f8r ;den Pro)eS& /o es sich um die Feststellung der nac#ten Fahrheit handelt<& hinderlich /'ren$ Fenn die Frauen auch 8ber die besten Rechts#enntnisse verf8gten und die besten Rednerinnen /'ren& /8rden ihnen diese 5igenschaften nicht helfen& die ;*hNsiologischen 5igenschaften< /elche den Frauen angeboren sind und die sie f8r die "dvo#atur ungeeignet machen& )u ver'ndern$ SchlieSlich hindere die ;geschlechtliche monatliche /ieder#ehrende +esch/erde< die Frauen daran& (ermine *8n#tlich ein)uhalten und ihren 9lienten die n1tige "ufmer#sam#eit )u#ommen )u lassen$ Na !teil Nummer &: ABonkurren%kam/#D 2ittler/eile sind die Frauen im Post- und (elegra*hendienst& im 9an)leidienst bereits in der Wber)ahl$ Gleiches /8rde sich auch hinsichtlich der "us8bung der "dvo#atur )utragen& denn ;in 2assen /8rden sich die Frauen diesem +eruf )u/enden<$ +egr8ndung. Die Frauen /8rden im freien Fettbe/erbe mit dem 2ann den Sieg davon tragen& /eil sie beredt oder doch /enigstens )ungenfertig sind und als Frauen den Richter leichter f8r ihre Sache stimmen #1nnten$ Na !teil Nummer 2: ABorru/tion $er <usti% un$ OEer#lutung mit ($;okatenD Dies /'re die logische 9onseUuen) von Pachteil Pummer C$ "ufgrund der "dvo#atenSch/emme /8rden die "dvo#atursbe/erber #eine "nstellung be#ommen und so dem Proletariat und nicht selten dem -erbrechertum anheimfallen$ SchlieSlich /arnte man davor&

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daS ;die 5itel#eit der Frauen ein m'chtiges 2otiv )um "b/eichen vom rechtlichen Feg ist<$ Der Staat ?edoch be#unde gr1Stes Interesse daran& den "dvo#atenstand ;hoch und rein )u halten<$ Na !teil Nummer 5: A(u#!eEung $es ($;okaten%4angesD Der "dvo#aten)/ang& der ;/esentlich auch im 1ffentlichen Interesse der Sicherheit und Raschheit der Rechts*flege not/endig ist<& m8sste beseitigt /erden$ +egr8ndung. Der "n/alts)/ang vertr'gt sich nicht mit der Zulassung der Frauen )ur "dvo#atur$ Na !teil Nummer *: -ulassung %ur Geri !ts/ra6is 0m die "dvo#atur aus8ben )u #1nnen& m8ssten die Frauen )ur Gerichts*ra=is )ugelassen /erden$ +egr8ndung. ;Damit /'re aber die gr1Ste Gefahr f8r die un*arteiische von Gef8hlen der SNm*athie und "nti*athie und von der Phantasie unbeeinflusste ,andhabung der Gerichtsge/alt& oder doch /enigstens eines /ichtigen (eiles der Gerichtsfun#tionen der gerichtlichen +eur#undung gerichtlicher -org'nge im Proto#oll& verbunden<$

Na !teil Nummer 8: AHalEgele!rte <uristinnenD ;-iele Frauen /8rden es nicht )ur vollen 5rf8llung der 5rfordernisse f8r die "dvo#atur bringen und als halbgelehrte %uristen die groSe Zahl der Proletarier vermehren und als "uf/iegler und R'delsf8hrer in Frauenvereinen das groSe Fort f8hren und )ur "uflehnung im Staate und der Gesellschaft aufrei)en<$ Na !teil Nummer 1: .orrang gegenFEer $em Mann Da der 2ann an die 2ilit'r- und Gesch/orenen*flicht gebunden& die Frau davon aber befreit ist& /8rde sie aufgrund dieser Zeiters*arnis dem 2ann den -orrang ablaufen$ +egr8ndung. Dies sei ungerecht& )umal Frauen nur f8r ihren eigenen 0nterhalt )u sorgen h'tten& /'hrend 2'nner eine gan)e Familie versorgen m8ssten$ Na !teil Nummer 3: ABriegs#F!ren$e s !4ar%e (ma%onenD Sobald die Frauen die "dvo#atur erhielten& /erden sie sich den Zutritt )ur Regierungs- und Gerichtsge/alt er)/ingen$ Dann st8nden den 2'nnern ?ene Rechte )u& /elche sie unter den #riegsf8hrenden "ma)onen h'tten& n'mlich #eine$ +egr8ndung. ;Fo die Frau herrscht& h1rt der freie Fettbe/erb auf& da die Frauen #eine 9on#urren) dulden& sobald sie die Z8geln in der ,and haben$ Der 2ann /ird )um S#laven& die Frau r8c#sichtsloser und des*otiv. sie unter?ocht den 2ann nicht durch 9raft& sondern dadurch& dass sie im 2anne 2itleid f8r ihre Sch/'che und Zur8c#set)ung er/ec#t$ Die Frauen /ollen den Des*otismus& den sie 8ber ihren Pantoffelhelden im Privatleben aus8ben& auch im 1ffentlichen +ereich aus8ben und ben8t)en )ur 5rreichung dieses Zieles die 9lage 8ber ihre Zur8c#set)ung und die Forderung um Zulassung )um freien Fettbe/erb im /irtschaftlichen und 1ffentlichen Beben<$

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9erngedan#e ist der 9on#urren)#am*f$ Frauen erlangen auch dadurch& das Recht /'hlen gehen )u d8rfen$ Die erste Rechtsan/'ltin 2arianne +e 1 C6$ S*iri 9em*in 6 Sch/ei)erin& als erste %uristin auf einer Privatschule %us gelehrt$ Far die erste Privatdo)entin der Rechts/issenschaften& aber in "meri#a$

Deuts !lan$
Die (eilnahme der Frau an den Interessen des Staates ist nicht ein Recht& sondern eine Pflicht$ +eginn der +e/egung 1K65 (llgemein Deuts !er Frauen;erein 1K D +und deutscher Frauen 1 1A bereits CC$!!! -ereine 2inna Mauer& "nita "ugs*urg :/ar eine Pa)ifistin>& ,ed/ig Dohm So)ialdemo#ratinnen Mlara Zet#in

Emilie &em)in* 1+ , im -uftrag des -llgemeinen Deutschen [Link] in /ei)zig im 0usammenhang mit der "eurteilung des "rgerlichen 1esetzbuches fr das Deutsche 2eich .on 1+++3 - Pers1nliche 5he/ir#ungen - Gesch'ftsf'hig#eit& Pro)essf'hig#eit der 5hefrau - 5heliches G8terrecht - 5hegattenerberecht - 5lterliche :v'terliche> Ge/alt - -ormundschaft - 0nehelichenrecht - Scheidungsrecht - Sonderstellung der ,andelsfrau
Zitiert bei +arbara D1lemeNer& Frau und Familienrecht im Privatrecht des 1 $ %ahrhunderts& in 0te Gerhard& Frauen in der Geschichte des Rechts$ -on der Fr8hen Peu)eit bis in die Gegen/art& 28nchen 1 G& 6AG$

Englan$
5mmeline Pan#hurst :1K5K-1 CK>& Feministin& Suffragetin :Fahlrechts#'m*ferin> Fomen_s Social and Political 0nion ,arriet (aNlor :1K!G-1K5K>& Feministin und So)ialistin %ohn Stuart 2ill :1K!6-1KGA> Sch8ler von +entham& liberaler 0nterhausabgeordneter ,elen (aNlor :1KA1-1 !G>& Feministin und So)ialistin

%ohn Stuart 2ill& ,elen (aNlor :Iseine Stieftochter> - 1K66 unterschrieben ca$ 15!! Frauen Fahlrecht-Petition - C!$ 2ai 1K6G. Rede im 0nterhaus - Die Zulassung der Frau )um Fahlrecht- 6he Subjection o )oman& Die ,1rig#eit der Frau& Geset) der ,1rig#eit ist ein unheimlicher Fiders*ruch - 1K61 gemeinsam mit ,elen verfasst

Frankrei !
2aria Deraismes :Ihr Bebensgef'hrte> Be`n Richier& Das Geset)buch der Frauen& 1KGG

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Das b8rgerliche Geset)buch ist *arteiisch& das +8rgerliche Geset)buch ist ungerecht$

Be`n Richier - Fas Recht ist f8r den 2ann& ist nicht Recht f8r die Frau$ - In diesem Geset)buch gibt es )/ei Rechte. :7> "uf seiten des 2annes alle Privilegien 6 auf seiten der Frau nichts als "bh'ngig#eiten :7> - Gleichbehandlung vor dem Geset) muss gefordert /erden$

Italien
"nna 2aria 2o))oni :1KAG-1 C!> Risorgimento 1K65 Modice Mivile :relativ s*'t> 1KGK +eginn der Frauenbe/egung

Guise//e Ma%%ini un$ (nna Maria Mo%%oni Guise**e 2a))ini& der 2ann& der in den A!iger %ahren die nationale -ereinigung vorangetrieben hat$ 5r s*richt auch von einer -ereinigung 5uro*as$ 5r hat mit 2o))oni gemeinsam gearbeitet& um die +esserstellung der Frauen )u be/er#stelligen$ Fir /ollen einen Staat& in dem f8r ?eden 2enschen der Feg )ur 5nt/ic#lung seiner moralischen und *hNsischen F'hig#eiten offen steht :7>& offen auch f8r einen sicheren und dauerhaften "rbeits*lat)& den er nach seinen +ed8rfnissen /'hlen #1nnen muss$ Frau und 2ann sind nicht )/ei verschiedene (N*en der menschlichen Patur& sondern )/ei -arianten desselben (N*us :7>$ Die "ufgaben der Frau in der Gesellschaft sind die sch/ierigsten und verant/ortungsvollsten& die man sich vor)ustellen hat& 2utter und 5r)ieherin der nachfolgenden Generation )u sein:7> Fie #1nnen /ir glaubhaft Freiheit lehren& /enn /ir ihnen gegen8ber e/ige -ormundschaft aus8ben3 Fie #1nnen /ir es /agen& dieser 5r)ieherin der ?ungen Generation die +8rgerrechte vor)uenthalten3

01 ?unkte9?rogramm $er (nna Maria Mo%%oni


Y I$ Recht auf +ildung Y II$ Gleichstellung der Frau mit allen er/achsenen +8rgern Y III$ Frauenstimmrecht& mindestens das a#tive& /enn nicht gar das *assive Fahlrecht Y I-$ Gleichberechtigung der 5he*artner Y -$ G8tertrennung in der 5he Y -I$ Rechtliche Gleichstellung von 5he und freier Bebensgemeinschaft Y -II$ "bschaffung der Rechtsvertretung der Frau durch ihren 5hemann Y aIII$6 a$ Feitere "usf8hrungen )ur -erbesserung der /irtschaftlichen Stellung der 5hefrauen Y aI$-aII$ Recht auf -ormundschaft 8ber die eigenen 9inder Y aIII$ 5inf8hrung des -aterschaftsnach/eises Y aI-$ -ersch'rfung der Strafgeset)e im Fall der -erf8hrung und verst'r#ter Schut) f8r Frauen bis C5 %ahre Y aIII$6 a$ Feitere "usf8hrungen )ur -erbesserung der /irtschaftlichen Stellung der 5hefrauen Y a-$ 6 a-I$ Gleiche Rechte f8r Frauen in den 5ntscheidungen der Familien Y a-II$ Lffnung aller +erufs)/eige und ('tig#eiten f8r Frauen Y a-III$ Recht auf Fahl des eigenen Fohnsit)es& auch unabh'ngig vom 5he*artner

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer 5ine /eitere Forderung der Frauen /ar das Fahlrecht.

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Frank#urter ?aulskir !en;ersammlung 0151


Ihr Feiber /ollt an 0r/ahlen teilhaben3 Fohl& aber versichert uns erst& dass ihr nicht den?enigen bevor)ugt& der 5uch bei den Fenster*romenaden am s8Sesten )ul'chelt 7Ich /8rde sagen& Ihr seid noch nicht reif& /enn ich 5uch 8berhau*t f8r f'hig hielte& reif )u /erden$ Ich /8rde sagen& ehe Ihr euch von den 2'nnern eman)i*ieren /ollt& m1chtet Ihr 5uch )uerst von 5uren Sch/'chen und Gebrechlich#eiten frei machen& /enn diese nicht gerade 5ure Fesenheit bildeten$ Ihr Feiber seid 9inder& liebens/8rdige& g1ttliche 9inder& Ihr greift nach allem /as gl'n)t$ Ihr liebt den GenuS und das -ergn8gen& Ihr liebt das S*iel und den (an)$ Ihr liebt mehr als Ihr den#t und sch/'rmt mehr als Ihr urteilt$ Fie geht man mit man mit der Forderung des Fahlrecht um3 Forderung einer Reichverfassung und Zusammentretung einer Pationalversammlung$ 5iner #onstituierenden Pationalversammlung$ Im 2ai 1KDK traten die "bgeordneten der AG 2S in der Pauls#irche )usammen$ Damals gab es noch #eine Parteien& aber es gab viele Str1mungen$ Damit man diese Personengru**en auch in irgendeiner Feise benennen #onnte& gab man sich nach dem Jrt& /o man sich traf den Pamen$ Su##ragetten - Suffrage I Fahlrecht& Stimmrecht& - I 2ilitante Frauen/ahlrechtsbe/egung Fie eigentlich ?ede +e/egung& um eben auf sich aufmer#sam )u machen$ - Pational 0nion of Fomen_s Suffrage Societies :P0FSS> 1K G 2illicent Garrett Fa/cett :1KDG- 1 C > in 5ngland gegr8ndet$

Frauen4a!lre !t =Noming
Pegro_s hour /oman_s hour Ging von "meri#a aus$ Das erste 2al in "meri#a haben die Frauen ge/'hlt$ Zusat)arti#el 15 (Es !nitt 0' Das Fahlrecht der +8rger der -ereinigten Staaten soll von den -ereinigten Staaten oder einem der Staaten nicht auf Grund von Rasse& Farbe oder vormaliger 0nfreiheit versagt oder eingeschr'n#t /erden$ auf der +undesebene eingef8hrt$ 2an hat diesen Zusat)arti#el auf das Frauen/ahlrecht umgem8n)t$ Ma$ 1K6 $

.er#assung $er US( - (rtikel 03' Das Fahlrecht der +8rger der -ereinigten Staaten soll von den -ereinigten Staaten oder einem 5in)elstaat auf Grund des Geschlechtes /eder ver/eigert noch eingeschr'n#t /erden$ - 1 C! in 9raft getretenX (rgumente gegen $as Frauen4a!lre !t 2an sage& dass man am 5nde noch den 2inder?'hrigen und den Feibern das Fahlrecht )ugestehen m8sse$ Fie unrichtigX +ei dem 2inder?'hrigen sei es nur auf eine ge/isse Zeit hinausgeschoben@ hinsichtlich der Feiber streiten die Geset)e der 2enschen nicht gegen die Geset)e der Patur$ 5ine diesf'llige Feiberagitation habe noch nie stattgefunden& sie seien in und auSerhalb der Familie vertreten und /8nschen auch nichts anderes$

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer

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Im "llgemeinen gilt 7 der Grundsat)& dass das *olitische Fahlrecht nur Personen m'nnlichen Geschlechts )usteht 7 2it vollem Recht$ Der Mann ge!Grt $em G##entli !en LeEen" $ie Frau $em Hause un$ $er Familie anP sie 4Fr$e $ur ! $as Hinein%ie!en in /olitis !e :e4egungen i!rem eigentli !en :eru#e ent#rem$et 4er$en' 2an er/artet /ohl von der +etheiligung der Frauen am 1ffentlichen Beben eine 2ilderung unserer Partei#'m*fe$ Sehr mit 0nrecht$ Da das /eibliche Geschlecht viel mehr vom Gef8hl als vom -erstande beherrscht /ird& so /8rden diese 9'm*fe nicht milder& sondern leidenschaftlicher /erden$ In diesen 9'm*fen aber ginge alles Zarte und Feine verloren& /as ?et)t in dem -er#ehr der Geschlechter unter einander besteht$

?etitionen =a!lre !t
Petitionen von den Frauen an die ?e/eiligen Parlamenten - 1KC! Portugal 6 Fahlrecht f8r 28tter mit sechs oder mehreren 9indern sofort abgelehnt - 1KC5 2arN Smith 0nterhaus 6 Petition - 1K51 Fran#reich :"ber erst 1 DD in Fran#reich das Frauen/ahlrecht> - 1K6G Italien - 1KGG S*anien - 1KKD Sch/eden - 1KKG Piederlande - 1K ! Por/egen =a!lre !tsent4i klung ;or un$ 4C!ren$ $es Ersten =eltkrieges - 1K6 FNoming 6 endg8ltige 0mset)ung hier$ - 1KG1 Pariser 9ommune :nur #ur)e Zeit das Frauen/ahlrecht& dann /ieder aufgel1st> - 1K A Peuseeland - 1 !C "ustralien - 1 !6 Finnland - 1 1A Por/egen - 1 15 D'nemar#& Island - 1 1G 9anada& Piederlande& So/?etunion

Frauen4a!lre !t &)' <!'


Y (8r#ei 1 AD Y Rum'nien 1 C Y +ulgarien 1 DD Y Griechenland 1 5C Y S,S 1 1K Y "lbanien 1 C! Y Italien 1 D5 Y Biechtenstein 1 KD Y +altische Staaten 1 1K Y +elgien 1 DK Y Bu=emburg 1 1 Y Sch/ei) 1 G1 Y Fran#reich 1 DD Y S*anien 1 A1 Y Portugal 1 AD

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In Lsterreich 1$C$1 1 #onnten die ersten Frauen )u Fahl gehen$ 9onnten a#tiv und *assiv ge/'hlt /erden$ "uch im PR /urden mehr Frauen von den So)ialdemo#raten aufgestellt& als von der christlich 6 so)ialen Partei$
:+uch Gabriela ,auch "lle Frauen im PR in der Z/ischen#riegs)eit$>

2'<uni &))3 ?rF#ung am &5'<uni ;on 0):)) > 00:2) U!rLL .ortrag 5'*'&))3 Ger$a Lerner" <F$in Termine D$ %uni C!! & 1 .!! 0hr -erfassungsent/ic#lung im 1 $ %h$ in Lsterreich 5s gab insgesamt G -ersuche eine -erfassung )u gr8nden$ 1K6G #am es dann )ur De)emberverfassung$ De%emEer;er#assung 01*8 Y Geset) 8ber die 2inisterverant/ortlich#eit Y StGG 8ber die Reichsvertretung Y StGG 8ber die allgemeinen Rechte der Staatsb8rger Y StGG 8ber die 5inset)ung eines Reichsgerichts Y StGG 8ber die richterliche Ge/alt Y StGG 8ber die "us8bung der Regierungs- und -oll)ugsge/alt Y Delegationsgeset) StGG FEer $ie allgemeinen Re !te $er StaatsEFrger RG:l 01*8Q05& Y (rtikel &' -or dem Geset)e sind alle Staatsb8rger gleich$ Y (rtikel 2' Die 1ffentlichen Vmter sind f8r alle Staatsb8rger gleich )ug'nglich$ Y (rtikel 0&' Die 1sterreichischen Staatsb8rger haben das Recht& sich )u versammeln und -ereine )u bilden$ Die "us8bung dieser Rechte /ird durch besondere Geset)e geregelt$ Y [ A! -ereinsgeset). "usl'ndern& 2inder?'hrigenund Frauens*ersonen sind von *olitischen -ereinen ausgeschlossen$ Im +ereich der Staatsrechte hatten die Frauen #eine Grundrechtssub?e#tivit't$

Grun$re !tssuEMekti;itCt
9eine Grundrechtssub?e#tivit't in allen +ereichen der Staatsrechte +eschr'n#te Grundrechtssub?e#tivit't /enn es sich um individuelle Rechte mit 1ffentlichem Mhara#ter handelt :-ereinsrecht> -olle Grundrechtsub?e#tivit't im *rivaten +ereich hier #onnten die Frauen ihre Rechte ein#lagen$ "lles /as mit *olitischen Rechten )u tun hatte& hatten sie #eine Grundrechtssub?e#tivit't$

(rgumente gegen Glei !!eitsgrun$sat% Y 5s /urde geltend gemacht& dass diese 5hrenbe)eichnungen 7als Schutt des Feudal/esens aus dem neuen Geb'ude des constitutionellen Lsterreichs noth/endigerFeise

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hin/eggeschafft /erden m8sse& /eil das -ol# es verlange$ Ich be)/eifle es& und )/ar aus dem Grunde& /eil ich mich nicht 8ber)eugen #ann& dass die 2ehrheit der 1sterreichischen Staatsb8rger eine solche "nforderung stellt$ 72eine ,erren& /issen Sie& /er die 2ehrheit der 1sterreichischen Staatsb8rger bildet3 Pach den statistischen (abellen das /eibliche Geschlecht$ :Gel'chter$> 5s ist richtig& denn mit "usnahme der Provin) Jesterreich unter der 5nns& des 98stenlandes und Dalmatiens& ist 8berall die /eibliche +ev1l#erung 8ber/iegend$ :Gel'chter$> Ich glaube nicht& meine ,erren& dass von Seite des /eiblichen Geschlechtes oder der Frauen)immer& /ie man ge/1hnlich )u sagen *flegt& eine solche "nti*athie gegen Zeichen und Fa**en herrscht$ :Schallendes Gel'chter und +eifall>$ ;4ollte man die 4eiber zulassen* $eil sie an den Staatslasten teilnehmen* msste man aus gleichem 1runde auch die &inder und 5arren zu lassen67 2an sage& dass man am 5nde noch den 2inder?'hrigen und den Feibern das Fahlrecht )ugestehen m8sse$ Fie unrichtigX +ei dem 2inder?'hrigen sei es nur auf eine ge/isse Zeit hinausgeschoben@ hinsichtlich der Feiber streiten die Geset)e der 2enschen nicht gegen die Geset)e der Patur$ 5ine diesf'llige Feiberagitation habe noch nie stattgefunden& sie seien in und auSerhalb der Familie vertreten und /8nschen auch nichts anderes$

Re#orm;ors !lCge (:G:


9ann man auch mehr oder /eniger in die Z/ischen#riegs)eit transferieren$ Ob*igatorische <ivi*ehe und Scheidungsrecht, geset!*iche 8*eichste**ung a*ternativer Formen von /ebensgemeinscha ten Anerkennung der ;echte von unehe*ichen >indern 8eset!*iche :erankerung der e*ter*ichen statt der v-ter*ichen 8ewa*t :ormundscha ts -higkeit der Frauen :erbessertes 2rbrecht +r Frauen Anerkennung des in der 2he erworbenen :erm"gens a*s 8emeinscha tsgut Anerkennung der <eugnis -higkeit der Frau9

Die -eit ;on 0301 Eis 0357


Frauen im :eru#sleEen: 5DH Fran)1sinnen DKH Deutsche Frauen :1 C C5H verheiratet& 1 A ADH verheiratet> D5H +ritinnen :davon /aren 1!H verheiratet> 1 1 Internationale Frauenliga f8r Frieden und Freiheit /urde gegr8ndet$ 5s /aren viele Frauen& die sich f8r den Frieden eingeset)t haben$ "ber auch )u ,ause die Stellung )u halten und in ihrer +erufung als ,ausfrau& Gattin7 etc$ F8rsorge )u leisten$ \ A!$ 1!$ 1 1K Provisorische Pationalversammlung Deutsch1sterreichs *ro#lamiert die -ereins- und -ersammlungsfreiheit f8r beide Geschlechter \ 1C$ 1C$ 1 1K allgemeines& gleiches& dire#tes und geheimes Fahlrecht f8r 2'nner und Frauen \ 2it der Gr8ndung der Re*ubli# /urde auch das Z1libat f8r Staatsdienerinnen formal aufgehoben$

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Diskussion um Glei !!eitsgrun$sat% im :9.G


\ Die Gro$euts !en !atten #olgen$en Ent4ur# ausgearEeitet: \ "rt$ 1C Gleichheit der Staatsb8rger \ Die Staatsb8rger sind vor dem Geset)e gleich@ sie haben ohne 0nterschied des Geschlechts gleiche Rechte und Pflichten$ "lle Standesvorrechte sind abgeschafft$ \ Lin%er Ent4ur# $es oG Lan$tages \ "rt$ 1!K \ 1 -or dem Geset)e sind die Staatsb8rger gleich$ -orrechte der Geburt& der Pationalit't und der 9onfession sind f8r immer ausgeschlossen$ \ C 2'nner und Frauen haben grunds't)lich dieselben staatsb8rgerlichen Rechte und Pflichten$ \ Ent4ur# $er So%ial$emokraten \ "rt$ 11K \ -or dem Geset) sind alle Staatsb8rger gleich$ -orrechte der Pationalit't& der 9onfession& des Geschlechtes& Standes oder der 9lasse sind f8r immer ausgeschlossen$ ,ans 9elsen /ar ein So)ialdemo#rat$

"rt G hatte mit 1 C! G8ltig#eit

Die ?e/eiligen Vnderungen.

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Re#orm;ors !lCge #Fr $as (:G:


Diese #ommen aber nun von Parlamentarierinnen$ Frauen #onnten in den +undesrat und in den Pationalrat ge/'hlt /erden$ Gleichstellung von 2ann und Frau im 5herecht geset)liche -eran#erung der elterlichen Ge/alt Gleichstellung der Frau im -ormundschaftsrecht 5rneuerung des 5heg8terrechts I "ner#ennung des in der 5he er/orbenen -erm1gens als Gemeinschaftsgut (rennbar#eit #atholischer 5hen Rechtliche Gleichbehandlung ehelicher und unehelicher 9inder "ner#ennung der Rechte der Bebensgef'hrten

Die meisten Frauen gab es im deutschen Reichstag$ Das /aren 1!H deutscher Frauen$ 1 A! /aren es nur mir GH$ Dann /urde der deutsche Reichstag ?a aufgel1st$ In Lsterreich /erden es so um die 5-6H ge/esen sein$ (rEeitss !ut%9 Mutters !ut% K Stunden (ag& ma=$ "rbeits)eit f8r Frauen DD Stunden :vor dem 1$ F9> 1KK5 Ge/erbeordnung :GJ>. Pachtarbeitsverbot f8r Fabri#sarbeiterinnen 1KK5 GJ. 2utterschut) D Fochen 1 1G GJ. 2utterschut) 6 Fochen 1 1K ,eimarbeitsgeset) :Bohnregelung& 2elde*flicht& etc$> 5s /urde durch dieses Geset) festgeset)t& dass sie Stunden frei haben mussten$ 1 C! ,ausgehilfinnen- und ,ausangestelltengeset) o 1 C6 auf Dienstbotinnen er/eitert 1 C1 9ran#enversicherungs*flicht f8r obige +erufsgru**e Diktaturen 4aren #rauen#ein$li ! +egann mit der J#toberrevolution in Russland$

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Deutschland. 2man!i,ation von der Fraueneman!i,ation Italien. 7ie Frau hat !u gehorchen9 )as ihre ;o**e im Staat anbe*angt, bin ich gegen jeg*ichen Feminismus Musso*ini9 7ie Frauen rage b!w9 die 8esch*echter rage war der Bation, dem :o*k, der ;asse und >*asse untergeordnet$ :2enschenrechte gibt es #eine mehr$ 5s gibt nur mehr den 0nrechtsstaat$ Picht mehr den Rechtsstaat$>

(ustro#as !ismus Der St'ndestaat san#tionierte *olitisch die dire#te 0ngleichbehandlung der Geschlechter und in$irekt $ur ! RF kna!me staatli !er Leistungen& indem er)/ungene 2ehrarbeit von Frauen als ;*rivater Biebesdienst< forciert /urde$ :+andhauer-Sch1ffmann& in (alosX>$ Pot-J vom 15$ 1C$ 1 AA ;Cber den Abbau verheirateter weib*icher Personen im =undesdienste und andere dienstrecht*iche Ma(nahmen<$ damit regierte dann DollfuS$ 2an musste diese Pot-J iZm der Firtschafts#rise von 1 C sehen und der "rbeits#na**heit$ 1 AA erfolgte die Do**elverdienerverordnung 6 dh Personen mit mehreren 5in#ommen und 5he*aare& /o beide 5he*artner er/erbst'tig /aren$ Sollte auch auf die (1chter h1herer +eamte ausgedehnt /erden 7 Z1libat /urde nach 1 1 /ieder eingef8hrt& aber nicht f8r /ienerische und burgenl'ndische Behrerinnen$ StCn$is !e .er#assung 0325 \ -rt 16 'dieses -rt3 ist dem /inzer Ent$urf siehe oben sehr 8hnlich( \ 1 "lle +undesb8rger sind vor dem Geset) gleich$ Sie d8rfen in den Geset)en nur so/eit ungleich behandelt /erden& als es sachliche Gr8nde rechtfertigen$ Insbesondere sind -orrechte der Geburt& des Standes oder der 9lasse ausgeschlossen$ \ C Frauen haben die gleichen Rechte und Pflichten /ie die 2'nner& so/eit nicht durch Geset) anderes bestimmt ist$ 5s /urden 91r*erschaften gegr8ndet und man 8berlegt eine eigene berufsst'ndische 91r*erschaft :,aus/irtschafts#ammer> ins Beben )u rufen )u /ollen$ Frauenre#erat $er .aterlCn$is !en Front Im Rahmen der -aterl'ndischen Front /urde 1 A5 das Frauenreferat gegr8ndet$ Beitung. FannN F8rstin von Starhemberg Ziel. o Fahrnehmung der *olitischen Interessen der Frauen im 1ffentlichen Beben und innerhalb der -F o 9onta#taufnahme mit den bestehenden Frauenorganisationen o +e/erbung der -F unter der Frauenschaft 8ber den allgemeinen Ferbedienst hinaus Die alte Frauenbe/egung gibt es aber durch "rt 16 nicht mehr$ \ 9ulturelle Frauenangelegenheiten \ 2utter und 9ind und Familienschut) \ Schule und 5r)iehung :2'dchenbildung> \ %ugend :f8r die schulent/achsene /eibliche %ugend>

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer \ F8rsorge \ Frauenberufe und staatsb8rgerliche "ufgaben

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\ 2s ist nicht Sache der Frau, es au a**en 8ebieten den M-nnern g*eich!utun, notwendig aber ist es, dass wir weib*ich em, indende M-dchen und m+tter*ich +h*ende Frauen bekommen9 FannN Starhemberg :+'rnthaler& -F& 1 G1> Mutters !ut%4erk \ "ufgaben. - Pflege des Gedan#ens der Familie& - 5hre der 2utterschaft& - 0nterst8t)ung der 28tter aus 'rmeren +ev1l#erungsschichten& - 5rleichterung der Sch/angerschaft und der 5ntbindung& - 9urse f8r S'uglings*flege$ \ Ideologie 6 0mschulung der gesamten 1sterreichischen +ev1l#erung )um Fertbegriff 2utter und 9ind 6 9am*f gegen Geburtenr8c#gang und gegen "btreibungen Frauen im Nationalso%ialismus Im Pationalso)ialismus redu)ierte sich das +ild der Frau lediglich auf die Fun#tion der Geb'rmaschine$ Die alte Frauenbe/egung /ird totgesch/iegen$ \ 5hestandsdarlehen seit 1 AA. -orausset)ung /ar& dass die Frau )uvor er/erbst'tig ge/esen /ar und diese aufgab@ monatlich msste 1 H des Darlehens unver)inst )ur8c#be)ahlt /erden 6 ?edes gesund geborene 9ind redu)ierte die R8c#)ahlung um C5 HXX \ F8r 5rb#ran#e bestand seit 1 AA die 21glich#eit der Sterilisierung 6 Geset) )ur -erh8tung erb#ran#en Pach/uchses vom 1D$ %uli 1 AA RG+l 1 AA I AGG \ 5inf8hrung von Bebensbornheimen im %ahr 1 A5$ 5ine "lternative )ur "btreibung f8r Frauen& die rassisch /ertvolle 9inder geb'ren& ?edoch aber unverheiratet /aren$ -on ,immler ins Beben gerufen$ ,ier #onnten die Frauen ihre Sch/angerschaft ausleben& 0nterst8t)ung bei Geburt und anonNme 5rledigung der Standes- und 2elde*flichten bis )ur "rbeitsvermittlung$ \ 2uttertag /ird als Pationalfeiertag begangen$ "b dem D$ 9ind 2utter#reu) und ab dem G$ 9ind 8bernahm der F8hrer die Patenschaft$ \ Stra#re !tli !es .erEot $er (EtreiEung gemC R &01 $StG: Stra taten, die sich gegen das keimende /eben richten, ge -hrden und ver*et!en nicht nur /eben und 8esundheit des werdenden Menschen und der Mutter, sondern richten sich vor a**em auch gegen die innere >ra t des :o*kes9 2s ist daher im 1nteresse der 2rha*tung von :o*k und Staat unbedingt er order*ich, gegen derartige Stra taten mit a**em Bachdruck ein!uschreiten :Flossmann& Frauenrechtsgeschichte CCC> ?oli%eili !es .erEot ;on (EtreiEungs9 un$ .er!Ftungsmitteln \ 7er nationa*so!ia*istische Staat hat sich seit jeher um die F"rderung der :o*ksgesundheit und die Debung der 8eburten!i er besonders bem+ht9 Au k*-rung und !ah*reiche so!ia*e Ma(nahmen bewirkten neben der :erbesserung des 8esundheits!ustandes eine st-ndige <unahme der 8eburten9 7er Fort, *an!ungswi**e ist wieder A**gemeingut des deutschen :o*kes geworden9 2s kann daher nicht mehr gedu*det werden, dass ein verh-*tnism-(ig k*einer Personenkreis hau,ts-ch*ich aus 2rwerbsgr+nden und !um 6ei* sogar ungewo**t den =estrebungen der Staats +hrung und der :o*ksmeinung !uwiderhande*t9

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer :Flossmann& Frauenrechtsgeschichte& CCC> -

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Reichsarbeitsdienstgeset) vom C6$ %uni 1 A5 "bschnitt I$ o Der Reichsarbeitsdienst$ [ 1$ :1> Der Reichsarbeitsdienst ist 5hrendienst am Deutschen -ol#e$ :C> "lle ?ungen Deutschen beiderlei Geschlechts sind ver*flichtet& ihrem -ol# im Reichsarbeitsdienst )u dienen$ :A> Der Reichsarbeitsdienst soll die deutsche %ugend im Geiste des Pationalso)ialismus )ur -ol#sgemeinschaft und )ur /ahren "rbeitsauffassung& vor allem )ur geb8hrenden "chtung der ,andarbeit er)iehen$ :D> Der Reichsarbeitsdienst ist )ur Durchf8hrung gemeinn8t)iger "rbeiten bestimmt$ "bschnitt III$ o Die "rbeitsdienst*flicht der /eiblichen %ugend R 0' Zu den "ngeh1rigen des Reichsarbeitsdienstes geh1ren auch die "ngeh1rigen des "rbeitsdienstes f8r die /eibliche %ugend$ +esoldung und -ersorgung der Reichsarbeitsdienstf8hrerinnen bleiben besonderer geset)licher Regelung vorbehalten$ R &' Der Reichsarbeitsf8hrer ist erm'chtigt& ledige 2'dchen im "lter von 1G bis C5 %ahren& die nicht voll berufst'tig sind& nicht in beruflicher oder schulischer "usbildung stehen und nicht als mithelfende Familienangeh1rige in der Band/irtschaft dringend ben1tigt /erden& )ur 5rf8llung der Reichsarbeitsdienst*flicht heran)u)iehen

\ 1ch schw"re: 1ch wi** dem F+hrer des 7eutschen ;eiches und :o*kes, Ado* Dit*er, unverbr+ch*iche 6reue wahren, ihm und den von ihm beste**ten F+hrern und F+hrerinnen unbedingten 8ehorsam *eisten, meine 7ienst, *ichten gewissenha t er +**en und a**en Angeh"rigen des ;eichsarbeitsdienstes eine gute >ameradin sein9 :Flossmann& Frauenrechtsgeschichte& CC5> Fehrgeset) 1 A5 vom C1$ 2ai. \ 1m >rieg ist % jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau !ur 7ienst*eistung +r das :ater*and ver, *ichtet. "llerdings galt dies nur f8r die unterst8t)ende ('tig#eit der Frau& S*arsam#eit im ,aushalt& Soldatennach/uchs und dessen Pflege$ \ ,itler 1 A5. 1ch w+rde mich sch-men, ein deutscher Mann !u sein,wenn jema*s im Fa**e eines >rieges auch nur eine Frau an die Front gehen m+sste. \ ,itler 2'r) 1 D5 Ob Mann oder Frau, ist gan! wurscht: 2ingeset!t mussa**es werden0 $F*ossmann, Frauenrechtsgeschichte, EEA&9

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer E!renkreu% $er Deuts !en Mutter

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Stufe A I +ron)e& D 9inder& Stufe C I Silber& 6 9inder und Stufe 1 I Gold& K 9inder gesund und arisch 2utter#reu)& 5isernes 9reu)

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AGlei !4ertigkeitD $er Ges !le !ter %itiert aus Martin Blaus" MC$ !en im Dritten Rei !" BGln 0317" &' (u#l'" 002 \ Fir /ollen darum be/uSt *olitische 2'del formen$ Das bedeutet nicht. Frauen& die s*'ter in Parlamenten debattieren oder dis#utieren& sondern 2'del und Frauen& die um die Bebensnot/endig#eiten des deutschen -ol#es /issen und dements*rechend handeln$ Fir /issen& daS )u allen Zeiten der internationale Gegner& gleich /ie er sich tarnte& versucht hat& das deutsche -ol# auf)us*alten in 2'nner gegen Frauen und Frauen gegen 2'nner auf)uhet)en$ Die Frau& die *olitisch ungebildet /ar& /urde so oft un/issend als *olitisches Fer#)eug unseres Gegners benut)t$ Der 2ar=ismus behau*tet& daS die Frau dem 2anne gleichartig sei 6 und versucht auf diesem Fege& die Frau )u einer unnat8rlichen Bebenshaltung )u bringen& um das -ol# degenerieren )u lassen$ 5ine andere Richtung& die aus dem semitischen Gedan#engut her#ommt& behau*tet& die Frau sei minder/ertig$ Diese "uffassungen. daS die Frau gleichartig oder minder/ertig sei& sind unserer Rasse fremd und unseres -ol#es un/8rdig$ Fir m8ssen uns heute von den fremdrassigen Str1mungen und 5infl8ssen frei machen und eine R8c#schau halten auf das Beben unserer -orfahren& /o es /eder ein -ater- noch ein 2utterrecht gegeben hat& sondern ein 5lternrecht$ 2ann und Frau standen gleich/ertig mit gleicher -erant/ortungsfreude nebeneinander und erf8llten ?eder seiner "rt gem'S ihre "ufgaben gegen8ber dem -ol#$ :DM +:un$ Deuts !er MC$ !en, )itiert aus 2artin 9laus& 2'dchen im Dritten Reich& 91ln 1 K5& C$ "ufl$& 1C! Deutungen& die im ;Dritten Reich< im 0mlauf /aren. - +ald Deutsche 2utter - +ubi Dr8c# mich - +in Da 2utti - +edarfsarti#el Deutscher 2'nner - +rauch Deutsche 2'del - +D2-StraSe I hol*rige& schlechte StraSe I Boch an Boch 7

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Gen$er un$ :e!in$erung


+ehinderte 2enschen sind eher bei den SNmbolen als 2'nner dargestellt$ Die +enachteiligungen die Frauen mit +ehinderung erfahren& nennt man eine do**elte +ehinderung$ Frauenbe/egung "nfang des C!$%h$ In den G!iger und K!iger %ahren des 1 $%h$ /urde in den +lindenanstalten aufgenommen$ 5s gab f8r +linde Frauen auch die sog$ 2'dchenheime$ Damals gab es das Schrec#ges*enst der +lindenehe$ +linden 2'dchen /urde die 5hef'hig#eit *er se abges*rochen$ 1 ! im Zuge eines deutschen +lindentages hat sich die Gru**e ;+linde Frauen< gebildet 6 das f8r die blinden 2'dchen eine unabh'ngige Bebensf8hrung f8r s*'ter f8r sie m1glich ist$ "uch die 5rschlieSung f8r haus/irtschaftliche +erufe f8r blinde Frauen$ Die Rea#tionen der 2'nner /ar sehr negativ$ Die Frauen haben auch betont nicht auf +lindenehe hin)uarbeiten$ Zeitschrift ;Mourage< 1 K1 1 K1 /ar das 0PJ %ahr des +ehinderten$ Far ein bedeutsames %ahr aufgrund der Protestbe/egungen gegen dieses 0PJ %ahr$ Deshalb entstand eine Gegenbe/egung 6 die sich als ;9r8**elbe/egung< be)eichnete$ Im De)ember 1 K1 gab es ein sog$ 9r8**eltribunal$ 5s traf sie dort auch erstmals eine Gru**e behindeter Frauen$ 1 K5 +uch einer behinderten Frauengru**e 1 D +ahnbrechende Initiative 6 erste +eratungsstelle

08'*'&))3
Stoff. FloSmann Po/er*ointfolien B8c#ente=t Fragen )um an#reu)en

(r8mmerfrauen sind ver*flichtet /orden am Fiederaufbau mit)u/ir#en$ Sie mussten ge/isse -orausset)ungen erf8llen um eine 5ntsch'digung )u be#ommen$ 0nd die 5ntsch'digung /ar sehr gering$ LeEens;er!Cltnisse na ! $em Brieg
9arin Schmidlechner& in. Dieselbe& "us dem +lic#feld& Gra) C!!K& 1! ff

\ 1 D5 hohe Scheidungsrate 6 Scheidungen /erden von Frauen eingereicht 6 K! H der

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Scheidungsgr8nde. 5hebruch -iele 2'nner /aren im 9rieg und viele +e)iehungen sind auseinander gegangen$ 1 D5 /ar ?enes %ahr /o man "btreibungen )ugelassen hat& in Lsterreich$ Fegen -erge/altigung$ "nsonsten erst 1 GD legalisiert /orden$ \ ,'ufig /urden 5hen von ,eim#ehrenden geschieden. Frauen hatten die Fun#tion des ,aushaltsvorstandes 8bernommen$ \ Frauen /erden )u Familienern'hrerinnen und Familienerhalterinnen 6 nehmen 2'nnerarbeit auf sich$ Sie machen auch 2'nnerarbeit$ Frauen sind bis rein in die 5!iger %ahre von der Gesellschaft als Familienoberh'u*ter geduldet /orden$ Dann 'nderte sich das +ild$ E!e als $ie erstreEens4ertes LeEens#orm \ Frauen8berschuss \ Frauen haben es sch/erer& einen 2ann )u finden 6 daher 5hevermittlungsb8ro :dort /urden die Frauen a#tiv> \ 5hevermittlungsb8ro in Gra) 1 D5-1 DG. C!!! 5hen vermittelt$ \ (i**s f8r den ;2'nnerfang< :in den Zeitungen>. #eine geistige Wberlegenheit der Frau 6 allgemeine +ildung ge*flegtes "ussehen& -er/1hnen des 2annes& gute Zuh1rerin Rauchen /ar un/eiblich und )eugt von einer energischen Frau #eine Schlam*ig#eit& #ein groSes Interesse an 2ode und Sch1nheit Diese StereotN*en /ir#ten auch noch in die 6!iger hinein$ 5eder Mann ist em, -ng*ich +r eine schut!bed+r tige Frau, die sich anschmiegsam und *iebevo**, ge -**ig und hi* sbereit in nat+r*icher >ameradscha t !u benehmen wei(9 7as =ewusstsein, eine =esch+t!erro**e !u s,ie*en, er!eugt im Manne ein Dochge +h*, das mit einem Cber*egenheitsge +h* ,ara**e* *-u t9 \ Frauen& die nicht heirateten /urden als "b/eichung der Porm gesehen und /aren S*ott oder 2itleid ausgeset)t$ \ 1 AK und 1 D5 am /enigsten Geburten in der Stm#$ 6 1 D6-1 D leichter "nstieg und 1 5! Geburten)iffer auf ?e 1!!! der +ev1l#erung ein Durchschnitt von 1D&5 H$ 2utter#reu) etc$ hat sich in der Steiermar# nicht durchgeset)t$ ,eut)utage #ommen auch viel /eniger 9inder )ur Felt$ \ ,ausfrau mit einem 9ind DD FSt \ ,ausfrau mit )/ei 9indern D6 FSt 7 \ +erufst'tige 2utter K!- ! FSt 7 \ 9inderbetreuung ent/eder durch Familie oder Schul#inder blieben unbeaufsichtigt \ 9ontroll-Boch-(hese Die Schul#inder /aren auf sich selbst gestellt$ Die meisten Rebellen der 6K Generation #ommen aus derartigen Familienverh'ltnissen$ \ F8hrte 5!-er %ahre )ur Strategie& Frauen vom "rbeitsleben ab)uhalten 6 sie h'tten Schuld an -er/ahrlosung und %ugend#riminalit't$ -iele Frauen sind dann in die Sch/ei) gegangen um dort )u arbeiten$ Fahl*la#ate Deutschland

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%osef 9rainer sen. Frau ist (r'gerin des Bebens& 2ittel*un#t der Familie& ,8terin der Biebe& des Guten& Sch1nen und 5dlen :1 55>& Schmidlechner Ferbung von Perlon siehe Folien (lte FrauenEe4egung Forderungen im +ereich - Recht - 5r)iehung und "usbildung - Selbstbestimmung 8ber den eigene 91r*er :ua -erbesserung der 9leidung> - 2oral :eheliche& auSereheliche +e)iehungen> - Firtschaftliche 0nabh'ngig#eit 6 geht nur& /enn Frauen eine ents*rechende "usbildung genossen haben$ Das andere Geschlecht - 2an #ommt nicht als Frau )ur Felt& man /ird da)u gemachtX :Simone de +eauvoir> :+e/usstseinsbildung in der Gesellschaft$ Paradigmen/echsel> Die AneueD FrauenEe4egung +*1er" 8)iger <a!re, \ Pur tiefgehende -er'nderungen von +e/usstsein und -erhaltens/eisen& Bebens- und "rbeitsformen #1nnen den Fiders*ruch )/ischen formalrechtlicher Gleichstellung und anhaltender gesellschaftlicher Dis#riminierung der Frau l1sen$ ,au*taufgabe. Das S*annungsverh'ltnis des *rivaten und 1ffentlichen )u durchbrechen$ +efreiungsbe/egung f8r Frauen. \ "ufl1sung der Dichotomie Privat . Lffentlich#eit 7as Private ist " ent*ich \ Selbstbestimmung 8ber den 91r*er 7er =auch geh"rt mir0 Das A?ri;ateD ist G##entli ! \ Gleiche Rechte f8r Frauen und 2'nner 6 geschlechtsneutrale Felt 6 EgalitCt :Picht mehr Student oder Studentinnen 6 sondern Studierende> \ +e/usstseinsbildung und +etonung& dass Frauen anders sind& gegen die "b/ertung des Feiblichen in der heutigen Gesellschaft gerichtet 6 Se/aratismusQ Di##eren% :Feil ich eine Frau bin& m1chte ich das ?et)t haben> \ Se= and gender :Se=. die +iologisierung& gender. das so)iale 0mfeld& dass miteinbe)ogen /ird> \ Pers1nlich#eit /ird )u einem *olitischen Pro?e#t& )u einem *olitischen RaumX Der :au ! ge!Grt mir Selbstbestimmungsrecht 8ber den 91r*erX +efreiung der /eiblichen Se=ualit't von der m'nnlichen +eherrschung Gegen se=uelle Ge/alt. 1 GC-1 K! entstanden C!! Frauenh'user in G+ Die ?ille > :e#reiung $er Frauen \ 2utter der Pille I Marl D?erassi

Gender Dimensionen des Rechts Prettenthaler - Ziegerhofer Marl D?erassi ist ein Lsterreicher$ Bebt nun /ieder in Fien$

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C!ronik $er Frauen Petition mit K6$5!! 0nterschriften :dass sie abtreiben /ollen> A!!! Selbstan)eigen an das +undes?usti)ministerium :die damit gesagt haben& dass sie abgetrieben haben> 2an hat sich gegen das Strafgeset)buch ge/'hrt$ Stra#re !tsre#orm \ +asis StG+ 1K5C \ R 055 \ Eine Frauens/erson" 4el !e aEsi !tli ! 4as immer #Fr eine Han$lung unternimmt" 4o$ur ! $ie (EtreiEung i!rer LeiEes#ru !t ;erursa !t" o$er i!re EntEin$ung au# sol !e (rt" $ass $as Bin$ tot %ur =elt kommt" Ee4irkt" ma !t si ! eines .erEre !ens s !ul$ig' \ R 057 \ Ist $ie (EtreiEung ;ersu !t" aEer ni !t er#olgt" so soll $ie Stra#e au# Berker %4is !en se !s Monaten un$ einem <a!r ausgemessenP $ie %ustan$e geEra !te (EtreiEung mit s !4erem Berker %4is !en einem un$ #Fn# <a!ren Eestra#t 4er$en' \ RG:l 017&Q008 :"delheid Po** /'re hier )u nennen> \ "0F "#tion 0nabh'ngiger Frauen \ 9atholische "#tion \ Fristen- Indi#ationen-2odell :Dreimonatsfristenl1sung& medi)inische und eugenisch-#indliche Indi#ationenl1sung& 0nm8ndig#eit der Sch/angeren> 1 GD in Lsterreich durchgeset)t$ Strafgeset)buch seit 1 GD& [ G :1> +G+l 1 GDE6! \ [ G :1> Die (at ist nach [ 6 nicht strafbar& \ 1$ /enn der Sch/angerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei 2onate nach +eginn der Sch/angerschaft nach vorhergehender 'r)tlichen +eratung von einem "r)t vorgenommen /ird& oder \ C$ /enn der Sch/angerschaftsabbruch )ur "b/endung einer nicht anders ab/endbaren ernste Gefahr f8r das Beben oder eines sch/eren Schadens f8r die #1r*erliche und seelische Gesundheit der Sch/angeren erforderlich ist oder eine ernste Gefahr besteht& dass das 9ind geistig oder #1r*erlich sch/er gesch'digt sein /erde& oder die Sch/angere )ur Zeit der Sch/'ngerung unm8ndig ge/esen ist und in allen diesen F'llen der "bbruch von einem "r)t vorgenommen /ird@ oder \ A$ /enn der Sch/angerschaftsabbruch )ur Rettung der Sch/angeren aus einer unmittelbaren& nicht anders an/endbaren Bebensgefahr unter 0mst'nden vorgenommen /ird& unter denen 'r)tliche ,ilfe nicht recht)eitig )u erlangen ist$ \ :C> 9ein "r)t ist ver*flichtet& einen Sch/angerschaftsabbruch durch)uf8hren oder an ihm mit)u/ir#en& es sei denn& dass der "bbruch ohne "ufschub not/endig ist& um die Sch/angere aus einer unmittelbar drohenden& nicht anders ab/endbaren Bebensgefahr )u retten$

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\ Dies gilt auch f8r die im 9ran#en*flegefachdienst& in medi)inischtechnischen Diensten oder im Sanit'tsdienst t'tigen Personen$ \ :A> Piemand darf /egen der Durchf8hrung eines straflosen Sch/angerschaftsabbruchs oder der 2it/ir#ung daran oder /egen der Feigerung& einen solchen Sch/angerschaftsabbruch durch)uf8hren oder daran mit)u/ir#en& in /elcher "rt immer benachteiligt /erden$

Familienre !tsre#orm
\ +G+l 1 G5ED1C Der 2ann h1rt auf& ,au*t der Familie )u sein& [ K und [ 1 "+G+$ \ ;*artnerschaftliche Familienordnung< \ +G+B 1 GKECK! "ufhebung der [[ 1CAK und 1CD1 6 die Frau /ird nun )u einem selbstbestimmenden Privatrechtssub?e#t& ist nicht mehr vom 5hemann mitbestimmt$ Familienre !tsre#orm un$ 4eitere Neuerungen \ 5inf8hrung des 1-?'hrigen 9aren)geldes \ 1 G6 0nterhaltsvorschussgeset) \ "llgemeine 2utterschut)frist /urde 1 GG auf 16 Fochen erh1ht \ 5inf8hrung der einvernehmlichen Scheidung \ 1 G Gleichbehandlungsgeset) :+G+l 1!KE1 G > :Pationalratsrede vor ca$ AD %ahren3> Fenn Sie die Frau im 1ffentlichen Beben gleichstellen& /enn Sie sie bei der Fahl& bei der F'hlbar#eit& im Studium& im +eruf gleichstellen& /enn Sie ihr auch auf dem "rbeitsmar#t die gleichen 21glich#eiten er1ffnen& /obei dort schon die Gleichstellung nicht mehr voll m1glich ist& sondern das So)ialrecht der Frau ge/isse -orrechte )u ihrem Schut)& )um Schut)e der 2utterschaft& )um Schut)e vor und nach der 5ntbindung einr'umen muss& m8ssen /ir da)u eines sagen. OEerall kGnnen Sie sie glei !stellen und m8ssen /ir sie auch gleichstellen& aEer ni !t in Mener .erEin$ung" ;on $er es !eit" $ass %4ei ?ersonen ;ers !ie$enen Ges !le !ts si ! ;ereinigen$ 7 Ich glaube& Sie geben sich aus einer Dogmati# einem Grundirrtum hin& von dem ich Sie befreien m1chte$ Die 5he /urde als Gesellschaft be)eichnet& aber /enn sie das ist& so ist sie eine gan) andere Gesellschaft als die 8brigen Gesellschaften$ 5s sind hier nicht )/ei beliebige Partner& die )usammentreten& es sind eben 2ann und Frau& und sie treten aus der ?olaritCt $er Ges !le !ter heraus )usammen$ Diese Polarit't ist es& die die 5he ausmacht$ 5s ist eben so& dass durch die 5he die Frau ihre Geschlechtsaufgaben )u erf8llen hat$ 7 \ Ich habe niemals die Frau f8r /eniger /ert angesehen$ Ich behau*te vielmehr& dass die Frau in $er Familie me!r 4ert ist als $er Mann& da sie mehr Basten )u tragen hat$ Die Frau ist andersartig 7 \ Die Frau muss in dieser 5he& /enigstens /enn die 5he normal verl'uft& 9inder tragen& Bin$er geECren$ Sie muss die erste 5r)iehung der 9inder besorgen& und auch der Haus!alt ge!Grt %u i!ren natFrli !en (u#gaEen$ Der Mann hingegen hat als die ihm von der Patur )uteilge/ordene "ufgabe )un'chst die Familie %u er!alten und auch im ge/issen Sinne den S !ut% na ! auen )u besorgen$ Dieser Schut) ist ihm heute vielfach vom Staat abgenommen /orden& aber in einer anderen Feise hat er ihn auch heute noch )u besorgen& er hat n'mlich die Familie gegen den Staat )u sch8t)en& das heiSt gegen die Vmter und +eh1rden$ :Deiterkeit$> Dort muss er auftreten$ 7 Diese natFrli !e Or$nung #1nnen /ir nicht ver#ehren$ 7

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\ Fenn eine 5he eine -erbindung von Personen verschiedenen Geschlechtes ist& so #1nnen /ir die rechtliche Gleichheit in der 5he gar nicht durchf8hren$ 7 Sie #1nnen es nicht mit dem Namen$ Sie #1nnen sagen& es sei ungerecht& dass der 2ann der Frau den Pamen gibt$ 7 "ber dass die 9inder und der 2ann einen Pamen f8hren& dar8ber #ommen sie nicht hinaus$ Der Pame& also der& den der 2ann hat& geht auf die 9inder 8ber& und Sie #1nnen mit bestem Fillen nicht erreichen& dass die 9inder einen Do**elnamen f8hren& so /ie 2ann und Frau )usammen& oder nur den Pamen der Frau$ 7 1 D die Pamenrechtsreform$ ,at man genauso gesagt& dass /ar schon immer so& dass die Frau den Pamen des 2annes hat und das ist das 5nde der Familie$ \ +eide 5hegatten #1nnen einer Er4erEstCtigkeit nachgehen& auch die Frau& so/eit diese ('tig#eit die Familie nicht beeintr'chtigt$ ,ie)u ist ein ernstes Fort )u sagen$ Beider ist es heute so 6 die /irtschaftlichen -erh'ltnisse haben es mit sich gebracht 6 dass sehr viele Frauen einer 5r/erbst'tig#eit nachgehen und auch nachgehen m8ssen& unbeschadet einer +eeintr'chtigung der Familie$ Fir /issen dies alle$ Fir /issen alle 6 ich hoffe dies /enigstens6& \ dass dies eine Do**elbelastung ist& die die Frau damit auf sich nimmt& alles eher als )u ihrem und )um Put)en der Familie$ 5s ist das ein trauriges Schic#sal& in das die Frau hineingeraten ist$ Picht ein Recht auf "rbeit 6 das sie haben sollX 6& es ist& /enn /ir es genau nehmen& in Fahrheit die traurige Pot/endig#eit )u einem Do**elberuf$ Der eigentliche +eruf der Frau& ein /ir#lich vollg8ltiger +eruf& einer der sch1nsten Frauenberufe& den es gibt& ist doch der& dass die das ,aus ver/altet& dass sie die Seele der Familie ist& dass sie ihre 9inder er)ieht$ Das ist viel sch1ner als alle diese seelen- und geistlosen +erufe& die sie sonst in der Regel in irgendeinem +8ro an der Schreibmaschine oder in irgendeinem ge/erblichen +eruf aus8bt$ 7 Fas die elterli !e Ge4alt betrifft& so /8rde ich auch hier sagen& dass die v'terliche Ge/alt doch an erster Stelle )u stehen habe& dass ich aber dann& /enn die v'terliche Ge/alt aus irgendeinem Grund entf'llt& durchaus daf8r bin& dass subsidi'r die 2utter die elterliche Ge/alt erh'lt$ Dass ich )un'chst die v'terliche Ge/alt vorausstelle& hat seinen Grund darin& dass eine einheitliche S*it)e sein muss$ 7 Ich bin der Wber)eugung& es ist einfacher& /enn der 2ann )un'chst dieses 5ntscheidungsrecht hat$ 7 \ "n der S*it)e des 5nt/urfes 6 und darum hat sich bisher meistens der Streit gedreht 6 ist doch die Frage& dass der [ 1 nicht mehr den 2ann als das Hau/t $er Familie be)eichnen soll$ Das ist nur die 'uSere S*it)mar#e$ 0m das geht es nicht$ 5s /ird ihm #ein Stein aus der 9rone fallen& /enn Sie ihn nicht mehr als ,au*t der Familie be)eichnen$ "ber ich glaube& dass ich Ihnen doch sa !li ! ge)eigt habe& dass /achsend aus der .ers !ie$enartigkeit $er Ges !le !ter \ vielleicht habe ich das noch )u/enig hervorgehoben 6 die Patur dem 2ann die a#tive Rolle )ugedacht hat und der Frau die em*fangende *assive$ Ich bitte& 8bersehen Sie solche Grundtatsachen bei der Regelung eines Grundinstituts nicht$ Daraus er/'chst& dass der 2ann nat8rlicher/eise die Beitungsge/alt hat$ Die Frau em*findet das nicht als den 5nt)ug eines Rechtes& sondern em*findet das als Schut)& als eine Pflicht des 2annes$ 7 \ Zusammenfassend darf ich sagen& dass die Reform gerade in diesen Fir#ungen der 5he gar nicht so dringlich erscheint 7 0nd ich darf sagen& dass schlieSlich& von dem abgesehen& die Reform in vielen Pun#ten *rin)i*iell ab)ulehnen ist$

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Na !!altigkeit
\ Institutionalisierung Geschlechterstudien \ Gr8ndung feministischer -erlage \ Frauenministerien \ Das 0P-De#ade der Frau 1 G5-1 K5 9nternationale 2echtsinstrumente # -us$ahl \ 0PJ 6 "llgemeine 5r#l'rung der 2enschenrechte 1 DK \ M5D"F 1 G \ 5uro*arat 6 52R9 1 5A \ 50 6 11 5FG--& 6 Grundrechtecharta 2enschenrechte heiSt auch Frauenrechte$ 0nd alle 2enschenrechte enthalten eine Gleichstellung von 2'nner und Frauen$ \ 0PJ \ 5uro*arat \ 50 \ Jrganisation ameri#anischer Staaten :J"S> \ Jrganisation f8r afri#anische 5inheit :J"5> \ Jrganisation der Islamischen 9onferen) :JI9> "ll diese Institutionen verf8gen 8ber einen 2enschenrechts#atalog$ Internationale Re !tsinstrumente ?rCamEel UN9C!arta 0357 \ 492* D9E :;/&E2 DE2 :E2E95TE5 5-T9<5E5 # FEST E5TS=H/<SSE5* Geschlechter vor der GeiSel des 9rieges )u be/ahren& die )/eimal )u unseren Beb)eiten unsagbares Beid 8ber die 2enschheit gebracht hat& unseren Glauben an die Grundrechte des 2enschen& an F8rde und Fert der menschlichen Pers1nlich#eit& an die Glei !Eere !tigung ;on Mann un$ Frau so/ie von allen Pationen& ob groS oder #lein& erneut )u be#r'ftigen& +edingungen )u schaffen& unter denen Gerechtig#eit und die "chtung vor den -er*flichtungen aus -ertr'gen und anderen 4uellen des -1l#errechts ge/ahrt /erden #1nnen& UN 9 (EMR 0351 ?rCamEel :7> da die -1l#er der -ereinten Pationen in der Mharta ihren Glauben an die grundlegenden 2enschenrechte& an die F8rde und den Fert der menschlichen Person und an die Glei !Eere !tigung ;on Mann un$ Frau erneut EekrC#tigt und beschlossen haben& den so)ialen Forschritt und bessere Bebensbedingungen in gr1Serer Freiheit )u f1rdern& :7> CED(= +Con;ention on t!e Elimination o# all Forms o# Dis rimination against 4omen," 0383 :G:l' Nr' 552Q031& ;2agna Mharta< der Frauenrechte ?rCamEel Die -ertragsstaaten dieser 9onvention ferner im ,inblic# auf die Resolutionen& 5r#l'rungen und 5m*fehlungen der -ereinten Pationen und der Sonderorganisationen )ur F1rderung der Gleichberechtigung von 2ann und Frau& ?edoch besorgt dar8ber& dass die Frau trot) dieser verschiedenen Instrumente noch immer /eitgehend dis#riminiert /ird&

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Lsterreich 1 K! ratifi)iert$ C -orbehalte. Pachtarbeit und Frauen beim +undesheer$ Ist aber mittler/eile aufgehoben /orden$ unter ,in/eis darauf& dass die Dis#riminierung der Frau die Grunds't)e der Gleichberechtigung und der "chtung der 2enschen/8rde verlet)t& die Frauen daran hindert& unter den gleichen -orausset)ungen /ie 2'nner am *olitischen& so)ialen& /irtschaftlichen und #ulturellen Beben ihres Bandes teil)unehmen& das Fachstum des Fohlstandes von Gesellschaft und Familie hemmt und der Frau die volle 5ntfaltung ihrer F'hig#eiten im Dienste ihres Bandes und der 2enschheit ersch/ert& 7 Siehe FolienX +ei M5D"F gibt es #einen Gerichtshof$ Euro/arat > EMRB 037)Q0372 \ "rt$ K :1> %edermann hat "ns*ruch auf "chtung seines Privat- und Familienlebens& seiner Fohnung und seines +riefver#ehrs$ :C> Der 5ingriff einer 1ffentlichen +eh1rde in die "us8bung dieses Rechts ist nur in bestimmten F'llen statthaft$ \ "rt$ 1C 2it 5rreichung des heiratsf'higen "lters haben 2'nner und Frauen gem'S den einschl'gigen nationalen Geset)en das Recht& eine 5he ein)ugehen und eine Familie )u gr8nden$ 7$ FolienX

EG 9 EU
\ (rtikel 003 E=G. +aus $em <a!r 0378" 0371 in Bra#t getreten' Diese EntgeltRL gaE es in Frankrei ! Eereits' Un$ Fran%osen !atten (ngst" $ass es !ier %u einer Diskriminierung kommt un$ !aEen $ieses innerstaatli !e Re !t Eei $en .er!an$lungen mit eingeEra !t un$ au# $ie euro/Cis !e EEene trans#eriert', \ %eder 2itgliedstaat /ird /'hrend der ersten Stufe den Grundsat) des gleichen 5ntgelts f8r 2'nner und Frauen bei gleicher "rbeit an/enden und in der Folge beibehalten$ \ 0nter ;5ntgelt< im Sinne dieses "rti#els sind die 8blichen Grund- oder 2indestl1hne und Geh'lter so/ie alle sonstigen -erg8tungen )u verstehen& die der "rbeitgeber aufgrund des Dienstverh'ltnisses dem "rbeitnehmer mittelbar und unmittelbar in +ar oder in Sachleistungen )ahlt$ \ Gleichheit des "rbeitsentgelts ohne Dis#riminierung aufgrund des Geschlechts bedeutet. \ daS das 5ntgelt f8r eine gleiche nach "##ord be)ahlte "rbeit aufgrund der gleichen 2aSeinheit festgeset)t /ird@ \ daS f8r eine nach Zeit be)ahlte "rbeit das 5ntgelt bei gleichem "rbeits*lat) gleich ist$ Siehe Folien 6 -ertrag von "msterdam7 Grundrechtecharta C!!! 1 5K /urde gleiches 5ntgelt gefordert$ 0mset)ung erfolgte 1 G5 mit der 5ngeltRB in L$

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Gen$er Mainstreaming Fas ist das3 Immer /ieder die Situation der 2'nner und die Frauen gleich/ertig )u beleuchten$ 5in *olitisches Ziel an sich$ Die Unters !ie$e %4is !en $en LeEens;er!Cltnissen" $en Situationen un$ :e$Fr#nissen ;on Frauen un$ MCnnern sNstematis ! au# allen ?olitik9 un$ (ktions#el$ern $er Gemeins !a#t %u EerF ksi !tigen" das ist die "usrichtung des ;2ainstreaming Grundsat)es<& den die 9ommission verfolgt$ 5s geht dabei nicht nur darum den Frauen den Zugang )u den Programmen und Finan)mitteln der Gemeinschaft )u er1ffnen& sondern auch darum& das rechtliche Instrumentarium& die Finan)mittel und die "nalNse- und 2oderations#a*a)it'ten der Gemeinschaft )u mobilisieren& um auf allen Gebieten dem +ed8rfnis nach 5nt/ic#lung ausge/ogener +e)iehungen )/ischen Frauen und 2'nnern 5ingang )u verschaffen$

Die Ent4i klung in Jsterrei !


\ M5D"F 1 K! unter)eichnet und ratifi)iert seit 1 KC in 9raft +G+l 1 KCEDDA \ M5D"F begr8ndet #ein verfassungsrechtlich ge/'hrleistetes Recht& ver*flichtet aber Lsterreich )ur fa#tischen Gleichstellung der Frau$ \ 5ine #on#rete 0mset)ung erfolgte 1 A mit dem +undes-Gleichbehandlungsgeset) 7 & Urteile $es EuGH - 9alan#e 2ann f8llte sich dis#riminiert& /eil eine Frau als G'rtnerin genommen /urde$ Das eine automatische und unbedingte 5inr'umung des -orrang des Frau nicht )ul'ssig ist$ - 2arshall 1 5 Die 4uotenregelung /urde als )ul'ssig er#l'rt$ "ufgrund dieser 0rteile /urde das +undesgleichbehandlungsgeset) novelliert$ Form der *ositiven Dis#riminierung$ 2ann /ird dis#riminiert& /eil Frau bevor)ugt /urde$ Lffnungs#lausel& die durch 2arshall*lan miteinbe)ogen /urde$ Gan) /esentlich geht es um die Stellenausschreibung$

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