Easton Tuning Guide
Easton Tuning Guide
(Spine) auszuwhlen. Der Inhalt entspricht im Wesentlichen dem englischen Original von Easton (Quelle: www.eastonarchery.com) und wurde in einigen Passagen entsprechend meiner eigenen Erfahrungen angepasst bzw. erweitert. Vorlufiger Inhalt: (wird fortgesetzt) Einfhrung.................................................................................................................................. 3 Grundeinstellungen am Recurve-Bogen .................................................................................... 3 1. Anbringen des Nockpunkts ................................................................................................ 3 2. Mitte der Wurfarme (des Bogens)...................................................................................... 4 3. Pfeilzentrierung .................................................................................................................. 4 4. Links/Rechts-Position des Pfeils........................................................................................ 5 5. Einstellen der Pfeilauflage ................................................................................................. 6 6. Grundeinstellung des Visiers ............................................................................................. 7 7. Grundeinstellung fr die Button-Federspannung............................................................... 7 8. Die richtige Standhhe ....................................................................................................... 7 9. Nocksitz auf der Sehne....................................................................................................... 8 Standard Tuningmethoden ......................................................................................................... 8 1 Rohschafttest ....................................................................................................................... 8 Porpoising........................................................................................................................... 8 Fishtailing........................................................................................................................... 9 Clearance.......................................................................................................................... 10 Minnowing ....................................................................................................................... 11 2 Papiertest ........................................................................................................................... 12 3 Tuning auf kurze Entfernung ............................................................................................ 13 Hoch-Tief Schsse ........................................................................................................... 13 Links-Rechts Schsse....................................................................................................... 13 Fehlersuche anhand der Pfeilgruppierung................................................................................ 14 Schlechter Pfeilflug, aber gute Gruppierung.................................................................... 14 Guter Pfeilflug, aber schlechte Gruppierung.................................................................... 14 Schlechter Pfeilflug und schlechte Gruppierung.............................................................. 14 Guter Pfeilflug und gute Gruppierung. ............................................................................ 15 bermiger Luftwiderstand ............................................................................................... 15 Unzureichende Clearance..................................................................................................... 15 Einstellungen im System Pfeil und Bogen............................................................................... 17 Zuggewicht-Verstellung................................................................................................... 17 Sehne ................................................................................................................................ 17 Spitzen- und Insertgewicht............................................................................................... 17 Standhhe ......................................................................................................................... 18 Feintuning................................................................................................................................. 19 Hoch-Tief Schsse ............................................................................................................... 19 Rechts-Links Schsse........................................................................................................... 20 Mgliche Probleme am Pfeil................................................................................................ 20 Geradheit .......................................................................................................................... 20 Krumme Nocken .............................................................................................................. 20 Verdrehte Nocken ............................................................................................................ 20 Lockere oder beschdigte Befiederung ............................................................................ 21 Lockere Inserts oder Pfeilspitzen ..................................................................................... 21 Pfeilgewicht...................................................................................................................... 21
Einfhrung
Voraussetzung fr das Feintuning ist ein passender Pfeilschaft (Spine). Grobe Fehler bei der Schaftauswahl knnen nicht durch das Feintuning korrigiert werden! Weiterhin sollte nur mit geraden Pfeilen die korrekt befiedert und deren Nocken gerade angebracht sind geschossen werden. Abhngig vom tatschlichen Auszugsgewicht des Bogens und der Auszugslnge (Pfeillnge) des Schtzen, sollte zunchst der nach der Easton Pfeilauswahltabelle empfohlenen Schaft verwendet werden. Diese erste Auswahl kann sich im weiteren Verlauf des Tunings als nicht passend herausstellen, dann ist ggf. auf den nchst hrteren/weicheren Pfeilschaft zu wechseln. Hier gilt es Erfahrungswerte zu sammeln, die entscheidend vom persnlichen Schiestil des Schtzen abhngig sind. Leitsatz: Immer nur eine Sache gleichzeitig ndern und die Auswirkungen auf das Tuning (Pfeilflug) bewerten. Nur so lassen sich tatschliche Verbesserungen aufgrund einer vorgenommenen nderung nachvollziehen bzw. Verschlechterungen wieder rckgngig machen. Ich beschrnke mich hier auf den Bereich des Recurvebogens mit Fingerlsen, da er in meinem Umkreis der mit Abstand am hufigsten geschossenen Bogentyp ist, und zunchst auch auf normale Eastonschfte (ohne Outer-Nock und Outer-Spitze). Fr Erluterungen zum Compoundbogen sei auf die Internetseite www.compoundbow.de verwiesen. Die hier gemachten Erluterungen sind jedoch auch zum Teil auf den Compound zutreffend.
Grundeinstellungen am Recurve-Bogen
Bevor mit dem Tuning begonnen wird, sollten alle Anbauteile (Visier, Stabilisation ....) am Bogen angebracht werden mit denen auch nachher geschossen werden soll. Es macht keinen Sinn, zunchst den Bogen ohne diese Teile zu verwenden und nachher den Bogen aufzursten, bzw. man muss, nachdem neue Anbauteile angebracht wurden, das Tuning wiederholen. Der erste Schritt ist eine gute Grundeinstellung von der ausgehend die weiteren Einstellungen gar nicht so schwer sind. Beim schrittweise Vorgehen, wie nachfolgend erlutert, werden grobe Fehler vermieden, die sich entscheidend auf die Gruppierung der Pfeil auswirken knnen und zum Teil das Tuning unmglich machen.
Fig. 1
3. Pfeilzentrierung
Das Ziel der Pfeilzentrierung ist, das der abgeschossene Pfeil den Bogen durch die theoretische Mitte der Wurfarme verlsst. Beim Abschuss (Fingerlsen) bleibt der Pfeil jedoch nicht gerade, er verbiegt sich in der horizontalen Ebene, wie in Fig. 2 dargestellt ist.
Fig. 2
Die durch die Biegeschwingung entstehenden Knoten sollten daher in einer Linie zum Ziel durch die zuvor markierte Mitte der beiden Wurfarme gehen, welches ber die Position (wie weit er in das Bogenfenster hineinragt) und die Federspannung des Buttons eingestellt werden kann. Fig.2 zeigt, dass die Schwingungsknoten nicht im gleichen Abstand zum Pfeilende liegen. Der vordere Knoten ist nher an der Pfeilspitze als der hintere Knoten am Nockende. Dies liegt an der hheren Masse der Pfeilspitze, wobei sich die Schwingungsknoten immer nher an der greren Masse befinden.
Fig. 3
Fig. 4
Diesen Wert genau so einzustellen ist zugegebenermaen relativ schwierig, da die seitliche Auslenkung weniger als 1 betrgt. Wird diese Einstellung am Bogen vorgenommen, der nicht ausgezogen ist, so entspricht diese Auslenkung im Bereich des Buttons (bei 8,5 bis 9 Standhhe) rund 1 mm seitlichen Versatz von der Centerstellung. ber die Gewindesteigung des Buttons lsst sich dieser Wert am Besten einstellen. Eine Umdrehung entspricht bei dem gngigen Buttongewinde (5/16) in etwa eine seitliche Verschiebung von 1 mm. Ausgehend 5
von der Centerstellung kann man also eine Umdrehung zustzlich zur halben Sehnendicke herausdrehen und hat so eine gute Grundeinstellung fr das weitere Tuning. Hufig wird versucht, den seitlichen Versatz an der Pfeilspitze abzuschtzen. Dabei sollte man jedoch bercksichtigen, dass verscheiden lange Pfeile bei gleichem Anstellwinkel des Pfeils unterschiedliche Abstnde zwischen Pfeilspitze und Sehne, am nicht ausgezogenen Bogen, verursachen.
Fig. 5
Bei vielen Magnet-Pfeilauflagen (Spigarelli, Cartel....) ist der Auflagefinger am Ende nach oben gebogen. Soweit man mit einem Klicker schiet, kann man dieses Ende geradebiegen oder mit einem Seitenschneider abpetzen. Fr Schtzen die ohne Klicker schieen oder das hochgebogenen Ende auf jedem Fall behalten mchten gilt es um so mehr darauf zu achten, dass der Pfeil nur auf dem horizontalen (nicht nach oben gebogenen) Bereich der Pfeilauflage liegt und nur seitlich minimal gefhrt wird (der Schaft sollte ohne Spiel locker zwischen Button und hochgebogenem Ende der Pfeilauflage gefhrt werden).
Fig. 6
Um nun eine gute Standhhe fr seinen Bogen und Schiestiel zu erhalten, muss man mehrere Pfeile schieen und auf die Gruppierung, den Klang und das persnliche Empfinden (Vibrationen im Bogen) achten. Nachdem man eine ausreichende Anzahl von Pfeilen geschossen hat, wird durch Eindrehen der Sehne um 3-4 Umdrehungen am entspannten Bogen diese verkrzt und damit die Standhhe vergrert. Nun werden wieder ein paar Pfeile geschossen und der Vorgang so lange wiederholt, bis die beste Gruppierung, das beste Abschussgerusch und die geringsten Vibrationen sprbar sind. Wird dabei die Sehne zu stark gedreht (optimal sind 10 bis 30 Umdrehungen) so muss man ggf. eine neue, krzere Sehne als zuvor kaufen oder besser noch selbst bauen. Die Standhhe und das verwendete Sehnenmaterial und die Anzahl der Sehnenstrnge hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wurfleistung und Gruppierung des Bogens. Auf die richtige Wahl der Sehne sollte deshalb besonderes Augenmerk gelegt werden.
Standard Tuningmethoden
Nachdem die Grundeinstellungen vorgenommen wurden, kann nun auf den eigentlichen Tuningprozess eingegangen werden. Im nachfolgenden werden vier Tuningmethoden beschrieben.
1 Rohschafttest
Neben dem eigentlichen Tuning, d.h. der Optimierung des Pfeilfluges, dient der Rohschafttest zur Ermittlung des richtigen Spinewerts des Pfeils. Wenn es nicht gelingt, den unbefiederten Rohschaft mit den unter dem Abschnitt Fishtailing beschriebenen Manahmen in die Gruppe der befiederten Pfeile zu bekommen, so muss ein anderer Spinewert (weicher bzw. steifer, je nach Position des Rohschafts) gewhlt werden. Pfeile die nicht anstndig fliegen und gruppieren werden im Wesentlichen von einem oder mehreren der nachfolgend aufgefhrten Probleme beeinflusst: PORPOISE, d.h. auf und ab Bewegung (wie ein Tmmler eng. = porpoise) FISHTAIL, d.h. seitliches hin und her Schwenken wie ein Fischschwanz. CLEARANCE, d.h. der Pfeil berhrt den Bogen nachdem er sich von der Sehne gelst hat. MINNOW, ein spezieller Typ vom unsauberen Lsens des Pfeils
Porpoising
Es ist wichtig, zunchst die auf und ab Bewegung des Pfeils whrend dem Flug zu korrigieren. Diese Bewegung tritt auf, wenn der Pfeil die Sehne mit zu hohem oder zu niedrigen Nock verlsst. Diese Bewegung erinnert an das Auf und Ab eines Tmmlers und wird daher als Porpoising bezeichnet. Porpoising wird durch eine falsche Nockpunktposition verursacht. Um nun die richtige Nockpunktposition zu ermitteln, wird der Rohschafttest durchgefhrt. Dazu werden mehrere befiederte Pfeile auf eine Entfernung von 15 bis 20 m geschossen. Anschlieend oder zwischendurch werden zwei gleiche, jedoch unbefiederte Pfeile (Rohschfte) auf dieselbe Entfernung und auf denselben Zielpunkt geschossen. 8
Treffen die unbefiederten Pfeile oberhalb der befiederten die Scheibe (siehe Fig.7), dann sitzt der Nockpunkt zu tief und muss etwas nach oben versetzt werden. Der Nockpunkt muss so lange nach oben verschoben werden, bis die unbefiederten Pfeile in etwa auf gleicher Hhe mit den befiederten in der Scheibe stecken. Treffen die unbefiederten Pfeile unterhalb der befiederten die Scheibe (siehe Fig.7), dann sitzt der Nockpunkt zu hoch und muss etwas nach unten versetzt werden. Der Nockpunkt muss so lange nach unten verschoben werden, bis die unbefiederten Pfeile in etwa auf gleicher Hhe mit den befiederten in der Scheibe stecken.
Fig. 7
Es ist manchmal wnschenswert dass der unbefiederte Rohschaft etwas unterhalb der befiederten Gruppe auf die Scheibe trifft. Ist der Rohschaft dagegen oberhalb der Gruppe der befiederten Pfeile, so bedeutet das einen etwas zu niedrigen Nockpunkt. Sitzt der Nockpunkt zu tief, dann verlsst der Pfeil die Sehne mit einem nach unten gerichteten Pfeilende, wodurch eine Berhrung der Befiederung mit der Pfeilauflage auftreten kann. Dies kann zu Problemen im Pfeilflug fhren, da dadurch die Clearance beeintrchtigt wird.
Fishtailing
Verlsst der Pfeil den Bogen mit dem Pfeilende nach rechts oder links weisend, tritt Fishtailing auf. Das Nockende des Pfeils wird daraufhin whrend der Flugphase immer wieder hin und herbewegt, siehe Fig. 8. Der Rohschafttest wird verwendet um das Fishtailing zu korrigieren. Hierzu werden mehrere befiederte und mind. zwei gleiche, unbefiederte Pfeile auf eine Entfernung zwischen 15 und 20 m geschossen. Dabei wird immer auf denselben Punkt gezielt. Nachfolgende Erluterungen gelten fr einen Rechtshand-Schtzen (RH). Fr LinkshandSchtzen (LH) gelten die Erluterungen spiegelbildlich.
Fig. 8
Treffen die unbefiederten Pfeile auf der linken Seite der befiederten Gruppe, dann ist der verwendete Pfeilschaft zu steif. Um dies zu korrigieren, kann der Buttondruck reduziert (Federspannung zurcknehmen), das Zuggewicht des Bogens (wenn mglich) erhht oder das Spitzengewicht des Pfeils erhht werden. Treffen die unbefiederten Pfeile auf der rechten Seite der befiederten Gruppe, dann ist der verwendete Pfeilschaft zu weich. Um dies zu korrigieren, kann der Buttondruck erhht (Federspannung anheben), das Zuggewicht des Bogens (wenn mglich) verringert oder das Spitzengewicht des Pfeils reduziert werden. Die Grundeinstellung fr die Ausrstung ist erreicht, wenn die unbefiederten Pfeile in oder nahe bei der Gruppe der befiederten Pfeile auf gleicher Hhe in der Scheibe stecken (alle Pfeile auf den gleichen Punkt gezielt). Man sollte nicht berrascht sein, dass nachdem das Fein- und Microtuning durchgefhrt worden ist (nachfolgend beschrieben), sich die Lage des unbefiederten Pfeils zur Gruppe der befiederten Pfeile wieder verndert hat. Fr einen sehr gut getunten Bogen (RH) ist es blich, dass der unbefiederte Pfeilschaft etwas niedriger und auf der linken Seite der Gruppierung sitzt (d.h. etwas steif). Gelegentlich kann bei einer gleichfalls gut getunten Ausrstung der unbefiederte Pfeilschaft auch auf der weichen Seite (rechts von der Gruppe) liegen, jedoch ist dieser Fall nicht sehr hufig. Gelingt es beim Rohschafttest nicht, den unbefiederten Pfeil in oder nahe bei die Gruppe der befiederten Pfeile zu bekommen (mit den oben beschriebenen Manahmen), dann kann es sein, dass der gewhlte Pfeilschaft zu steif (RH, unbefiederte Pfeile liegen links) oder zu weich (RH, unbefiederte Pfeile liegen rechts) ist. Sollte der unbefiederte Pfeil nach dem Rohschafttest auf ca. 18 m und den durchgefhrten Manahmen immer noch mehr als 15 cm von der Gruppe der befiederten Pfeile entfernt sein, so kann es ntig sein, etwas am verwendeten Material zu ndern um ein besseres Pfeiltuning durchfhren zu knnen. Hierzu ist es ratsam, den nachfolgend beschriebenen Empfehlungen im Abschnitt Einstellungen im System Pfeil und Bogen ab Seite 16 zu folgen und damit die verwendeten Pfeile entsprechend den Vorgaben des Bogens auszuwhlen.
Clearance
Ein sauberes Lsen des Pfeils vom Bogen, ohne dabei, nachdem sich der Nock von der Sehne gelst hat, an irgendeiner Stelle erneut in Kontakt mit dem Bogen zu kommen (z.B. 10
Anschlagen der Befiederung am Mittelteil), wird als Clearance bezeichnet. Der unbeeintrchtigte Abschuss des Pfeils ist essentiell wichtig fr eine optimale Gruppierung, Konsistenz und Genauigkeit. Dies gilt insbesondere bei dem Einsatz von ultra-leichten Pfeilen wie z.B. UltraLite-Aluminium, dem A/C/E und A/C/C-Hyperspeed Schften. Nachdem man also den Rohschafttest oder Papiertest gemacht hat, ist es wichtig die Clearance zu berprfen. Dies geschieht am Besten, in dem man am letzten Drittel des Pfeils (inkl. Befiederung und Nock) sowie am Bogenfenster im Bereich der Pfeilauflage ein Puder (z.B. Babypuder, Trockenshampoo, Trockenpuder-Fuspray ... ) aufbringt und dann den so behandelten Pfeil abschiet (darauf achten, dass auf eine intakte Scheibe geschossen wird, damit der Pfeil nicht zu weit eindringt und dadurch das Puder abgestreift wird). Streift der Pfeil whrend dem Abschuss an dem Mittelteil oder der Pfeilauflage an, so ist dies an den Schleifspuren im Puderauftrag zu sehen. Daraus lassen sich die Einflsse auf den Pfeilflug aufgrund des Berhrens erkennen und ggf. die Position der Befiederung ablesen, in dem Moment, wenn der Pfeil den Bogen verlsst.
Minnowing
Easton hat einen neuen Ausdruck eingefhrt, Minnowing, der ein Indikator fr ein Anstreifen ist. hnliche wie beim Fishtailing oder Porpoising, zeigt sich Minnowing in einem unruhigen Pfeilflug (Fig. 9). Genauso wie beim Fishtailing, bewegt sich das Pfeilende in der Flugphase hin und her, jedoch sehr viel schneller und mit deutlich geringerer Ausschlagsweite.
Fig. 9
Minnowing zeigt ein Anstreifen des Pfeils am Bogen, insbesondere des hinteren Schaftbereichs (blicherweise durch die Befiederung) an, z.B. wenn die Federn die Pfeilauflage berhren. Manahmen um das Anstreifen zu beheben Nachfolgende Manahmen knnen helfen, die Probleme des Anstreifens zu beheben, welche Minnowing verursachen: 1. 2. 3. 4. 5. Berhrt die Befiederung die Pfeilauflage, so dreht man den Nock um etwa 10. Der Nock wird solange um jeweils weitere 10 gedreht, bis der Pfeil ohne Anstreifen der Befiederung den Bogen verlsst. Sicherstellen, dass der Auflagefinger der Pfeilauflage nicht ber den ueren Rand des Pfeilschaftes hinausragt (siehe auch Fig. 5) whrenddessen der Schaft am Button anliegt. Befiederung mit geringerer Hhe verwenden. Den Tuninganweisungen ab Seite 16 folgen und das System aus Pfeil und Bogen berprfen und ggf. das verwendete Material wechseln. Den Button etwas weiter in das Bogenfenster hineinragen lassen, um dadurch den Freiraum fr den Pfeil zum seitlichen Bogenfenster zu erhhen (diese Manahme sollte erst vorgenommen werden, wenn alle anderen erfolglos waren). 11
2 Papiertest
Zunchst befestigt man ein Blatt Papier (Tapete, Poster ...) an einem Rahmen von ca. 60 x 60 cm Gre und stellt diesen Rahmen mind. 1 m vor einer normalen Zielscheibe auf, die als Pfeilfang wirkt, so das die Mitte des Rahmens in etwa auf Schulterhhe ist. Im Abstand von 1,2 bis 1,8 m vor dem papierbespannten Rahmen wird nun ein befiederter Pfeil durch das Papier geschossen, wobei der Bogenarm mglichst horizontal gehalten werden sollte. Der so entstandene Riss im Papier (Durchschussloch) wird anschlieend bewertet. Dieser Test sollte mehrmals wiederholt werden, um die Ergebnisse zu besttigen. So sollte das entstandene Loch im Papier aussehen, wenn der Pfeil optimal zum verwendeten Bogen passt. Der Pfeil fliegt gerade durch das Papier, wobei Spitze und Befiederung im selben Loch das Papier einreien. Dies ist eine ideale Abbildung, die in der Realitt hufig nicht genau erreicht werden kann. Dieser Riss zeigt einen zu tiefen Nockpunkt an. Um dieses zu ndern, sollte der Nockpunkt um 1-2 mm nach oben versetzt werden. Man wiederholt diesen Vorgang so lange, bis der vertikale Riss nicht mehr auftritt. Dieser Riss zeigt einen zu hohen Nockpunkt oder Clearance Probleme an. Um dieses zu ndern, sollte der Nockpunkt um 1-2 mm nach unten versetzt werden. Man wiederholt diesen Vorgang so lange, bis der vertikale Riss nicht mehr auftritt. Sollte der Riss trotz versetzen des Nockpunktes nicht kleiner werden, so deutet dies auf ein Anstreifen des Pfeils am Mittelteil oder der Pfeilauflage hin. Siehe Kapitel Clearance weiter oben, um das Problem zu beheben. Der Riss zur rechten Seite zeigt fr RH-Schtzen eine steife Reaktion des Pfeilschafts an (fr LH-Schtzen geht der Riss aufgrund zu steifer Schfte zur linken Seite). Zur Problembehebung: Zuggewicht anheben, schwere Spitze oder Insert verwenden, leichtere Sehne (weniger Strnge) verwenden, einen weicheren Pfeilschaft verwenden oder den Buttondruck (Federspannung) reduzieren bzw. eine weichere Feder einsetzen. Der Riss zur linken Seite zeigt fr RH-Schtzen eine weiche Reaktion des Pfeilschafts oder Clearance-Probleme an (fr LH-Schtzen geht der Riss aufgrund zu steifer Schfte zur rechten Seite). Zur Problembehebung: Clearance berprfen, Zuggewicht reduzieren, leichtere Spitze oder Insert verwenden, schwerere Sehne (mehr Strnge) verwenden, einen steiferen Pfeilschaft verwenden oder den Buttondruck (Federspannung) anheben bzw. eine hrtere Feder einsetzen. Dieser Riss zeigt eine Kombination von mehreren negativen Einflssen auf den guten Pfeilflug an. Es gilt die oben beschriebenen Manahmen kombiniert durchzufhren, wobei die Ursache fr den vertikalen Einriss (Nockpunktposition oder Clearance) zuerst korrigiert werden muss, bevor die horizontale Ursache beseitigt wird. Nachdem man einen guten Durchschuss auf eine Entfernung zwischen 1,2 bis 1,8 m erzielt hat, sollte man weitere 1,8 m zurckgehen und den Papiertest wiederholen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Tuning korrekt durchgefhrt wurde und nicht zufllig der Pfeil bei der ersten Entfernung in einer ausgerichteten Flugphase durch das Papier gegangen ist. 12
Hoch-Tief Schsse
Mit befiederten Pfeilen werden ca. 6-8 Pfeile entlang der oberen Kante der Auflage geschossen. Aus diesem Schussablauf lsst sich ermitteln, ob der Nockpunkt richtig auf der Sehne angebracht ist.
Normalerweise werden kleine Tuning-Fehler auf kurze Distanz sichtbar, da dann der abgeschossene Pfeil die grte Vibrationen aufweist und noch nicht vollstndig stabilisiert ist. Dieser Test macht kleinste Einflsse durch einen falsch platzierten Nockpunkt auf den Pfeilflug erkennbar und ermglicht es damit, feinere Einstellungen vorzunehmen als mit den zwei zuvor beschrieben Tuningmethoden. Sollte es nicht mglich sein, konstant die obere Kante der umgedrehten Auflage zu treffen, so besteht mglicherweise eine kleine Unregelmigkeit in der Ausrstung. Um dies zu korrigieren, muss man den Nockpunkt um 0,8 mm nach oben oder unten verschieben und wiederholt schieen. Dieser Ablauf sollte solange wiederholt werden, jedoch immer mit sehr kleinen nderungen an der Nockpunkthhe, bis die Probleme behoben sind und konstant die Kante der Auflage getroffen wird. Geht jedoch die Pfeilgruppierung weiter auseinander, d.h. nimmt die vertikale Streunung weiter zu, so sollte zur vorhergehenden Nockpunkthhe zurckgegangen werden und der Nockpunkt fr die nchsten Schsse wiederum 0,8 mm, nun jedoch in die entgegengesetzte Richtung, verschoben werden. Dieser Tuningablauf wird solange wiederholt, bis die optimale Nockpunkthhe erzielt worden ist.
Links-Rechts Schsse
Nachdem die geradeste, horizontale Lage der Pfeile, entsprechend der persnlichen Fhigkeiten, erreicht worden ist, kann nun die Links-Rechts Trefferlage getunt werden. Hierzu werden wiederum 6-8 befiederte Pfeile entlang der linken, vertikalen Kante der Auflage geschossen, siehe Fig. 11.
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Um das Schussbild zu verbessern, sollte nur die Vorspannung der Button-Feder verndert werden. Die Verstellung sollte in kleinen Schritten (1/8 Umdrehung hrter oder weicher) vorgenommen werden, solange, bis eine geschlossene, vertikale Linie erreicht wird. Geht die Gruppierung der geschossenen Pfeile weiter auseinander, so ist die vorgenommene nderung rckgngig zu machen und in die entgegengesetzte Richtung die Vorspannung zu verndern. Die Einbauposition des Buttons, also wie weit er in das Bogenfenster hineinragt, und damit die Orientierung des Pfeils zur Bogenmitte festlegt, sollte bei diesem Test nicht verndert werden! Die richtige Ausrichtung des Pfeils wurde zuvor schon bei der Grundeinstellung vorgenommen.
bermiger Luftwiderstand
Das Trefferbild in Fig. 13 zeigt eine auseinandergehende Gruppierung auf langen Distanzen (90m) aber ein gutes Trefferbild auf kurzen Entfernungen. Dies deutet auf einen zu groen Luftwiderstand des Pfeils hin, wodurch dieser auf weiten Entfernungen zu viel Geschwindigkeit verliert und der Pfeilflug dadurch instabiler wird. Der instabile Flug verursacht die groe Gruppierung und macht den Pfeil erheblich anflliger fr Windeinflsse (abdriften).
Bei leichtgewichtigen Pfeilen ist es auerordentlich wichtig, den Luftwiderstand auf ein Minimum zu reduzieren und damit die Geschwindigkeit hoch zu halten. Dies wird erreicht, durch verkleinern der Befiederung (weniger Hhe und/oder Lnge) bzw. indem der Anstellwinkel der Befiederung reduziert wird, oder durch beide Manahmen gleichzeitig.
Unzureichende Clearance
Die nachfolgende Fig. 14 zeigt eine gute, kleine Gruppierung auf den beiden weiten Distanzen, jedoch sind die Trefferbilder auf den zwei kurzen Entfernungen im Verhltnis zu den weiten, nicht so viel kleiner geworden wie sie htten sein knnen (vergleiche Fig. 12). Dies zeigt gewhnlich ein Problem mit der Clearance auf oder es gibt kleinste Unregelmigkeiten in der Abstimmung von Pfeil und Bogen. Um dies zu korrigieren, vergleiche Abschnitt Clearance auf S.9 oder befolge die Ratschlge in den nachfolgenden Kapiteln Fein- und Microtuning. 15
Fig. 15 zeigt, warum es zur schlechteren Gruppierung auf kurzen Entfernungen kommen kann, obwohl die Gruppierung auf die weiten Distanzen gut ist. Im Moment des Abschusses wird der Pfeil am strksten gebogen. Nachdem der Pfeil den Bogen verlassen hat, wird diese Durchbiegung schwcher (gedmpft). Damit werden aber auch alle Unregelmigkeiten im Pfeilflug mit fortschreitender Bewegung gedmpft. Das Beispiel zeigt, dass der Pfeilflug einige Strungen hat und deshalb auf kurzen Distanzen schlechter gruppiert. Jedoch stabilisiert sich im Beispiel der Pfeil auf die weiteren Entfernungen wieder und zeigt schlielich eine gute Gruppierung. Gewhnlich werden die Unregelmigkeiten im Pfeilflug durch Micro-Strungen und Clearance-Probleme verursacht.
Der auf der rechten Seite in Fig. 15 dargestellte Pfeilflug ist ungestrt. Schon direkt nachdem der Pfeil den Bogen verlassen hat, fliegt dieser ohne Abweichung gerade aus. Dies ist schlielich das Ziel, das im Fein- und Micro-Tuning erreicht werden soll.
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Zuggewicht-Verstellung
Die meisten modernen Recurvebgen bieten die Mglichkeit das Zuggewicht bei beibehaltenen Wurfarmen (geringfgig) zu verstellen. Reagieren die verwendeten Pfeile zu steif, dann sollte das Zuggewicht erhht werden. Im umgekehrten Fall, wenn die Pfeile zu weich reagieren, das Zuggewicht reduzieren.
Sehne
Das Gewicht der Sehne kann einen erheblichen Einfluss auf den Spine-Wert des Pfeils haben. Vergrern oder verkleinern der Strangzahl der Sehne, kann den dynamischen SpineWert des Pfeils dahingehend verndern, dass es ntig wird, einen um eine ganze Klasse steiferen oder weicheren Pfeilschaft zu verwenden. Reagiert der verwendete Pfeilschaft zu steif, dann sollte die Strangzahl reduziert werden; reagiert er zu weich, die Strangzahl erhhen. Gleiches gilt fr Mittenwicklung und den Nockpunkt. Eine leichtere Wicklung oder der Wechsel von einem Metall-Klemmnockpunkt auf einen gewickelten Nockpunkt aus FastFlight-Sehnengarn, reduzieren das Gewicht der Sehne und lassen dadurch den Pfeil beim Abschuss geringfgig weicher reagieren. Umgekehrt bewirkt eine schwerere Mittenwicklung einen steiferen Spine-Wert. Die Sehne ist ein kritisches Teil der technischen Ausrstung. Sollte es unmglich sein, das Tuning erfolgreich abzuschlieen, so kann dies an einer fehlerhaften Sehne liegen. Eine inkorrekt hergestellte Sehne kann unterschiedliche innere Spannungen in den einzelnen Sehnenstrngen aufweisen. Die Ursache liegt darin, dass bei der Herstellung der Sehne einzelne Strnge nicht in der gleichen Weise vorgespannt wurden wie andere. Dieses verursacht eine ungleichfrmige Kraftverteilung in der Sehne und unterschiedliches Dehnungsverhalten der einzelnen Strnge, was schlielich zu einem unregelmigen Pfeil Abschuss mit erheblichen Genauigkeitseinbuen fhrt. Bei diesem Problem hilft nur ein Austausch der verwendeten gegen eine fehlerfrei hergestellte Sehne und der erneute Start des Pfeiltunings.
Standhhe
Die Variation der Bogen-Standhhe (senkrechter Abstand vom tiefsten Punkt der Griffschale bzw. Button-Mitte zur Sehne) ist ein weiterer Weg, die Reaktion (dynamischen Spine-Wert) des verwendeten Pfeilschafts zu beeinflussen. Das Anheben der Standhhe (Sehne verkrzen) bewirkt einen etwas weicher reagierenden Pfeil, verkleinern der Standhhe (lngere Sehne) lsst den Pfeil steifer reagieren. Die Standhhe beeinflusst den Spine-Wert des Pfeils durch erhhen oder absenken der an den Pfeil bertragenen Energie im Moment des Lsens. Anheben der Standhhe (verkrzen der Sehne) presst die beiden Wurfarme zusammen und erhht damit die Vorspannung im Wurfarmmaterial. Je hher die Vorspannung der Wurfarme ist, desto hher ist das Zuggewicht bei vollstndigem Auszug. Das umgekehrte Verhalten trifft auf eine Verminderung der Standhhe (verlngern der Sehne) zu. In diesem Fall ist die Vorspannung der Wurfarme geringer und im Vollauszug wird ein niedrigeres Zuggewicht erreicht. Jedoch wird aufgrund der krzeren Kraftbertragung (Power Stroke) durch das Vergrern der Standhhe die Pfeilgeschwindigkeit reduziert. Dieser Effekt wird nicht durch das hhere Zuggewicht aufgehoben. Weiterhin geschwindigkeitsmindernd wirkt die geringere Beschleunigungsstrecke aufgrund der greren Standhhe, d.h die Zeit in der der abgeschossene Pfeil die im Bogen gespeicherte Energie aufnehmen kann, wird vermindert. Auch wenn eine vergrerte Standhhe die Pfeilgeschwindigkeit reduziert, so sollte nicht die maximale Geschwindigkeit der ausschlaggebende Faktor fr die optimale Standhhe sein. Lieber eine langsame Zehn, als eine schnelle Fahrkarte. Easton empfiehlt keine extremen Standhhen, es wird ein Bereich angegeben (Fig. 16), der sich an den Herstellerangaben orientieren. Fr die meisten modernen Recurvebgen gibt es hufig zwei verschiedene Standhhen, bei denen der Bogen gleich gut funktioniert.
Die in der Fig. 16 angegeben Spannweite der Standhhe beeinflusst den Spin-Wert des verwendeten Pfeilschaft, vergleichbar der Variation im Pfeilspitzen-Gewicht um 20 grain. Als Grundsatz gilt, dass immer die Standhhe gewhlt werden sollte, bei der der Bogen am ruhigsten und leisesten schiet und die beste Gruppierung der befiederten Pfeile erreicht wird. Sollte nach den bisher beschriebenen Tuningmethode der verwendete Pfeilschaft immer noch zu weich oder zu steif reagieren und deshalb unsauber fliegen, so sollte ein anderer Schaft mit besser passendem Spine-Wert gewhlt werden und das bisherige Tuning erneut durchgefhrt werden.
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Feintuning
Der Feintuning-Prozess ist vergleichbar mit dem Microtuning, jedoch mit etwas weniger Genauigkeit. Gegenber dem vorhergehenden Tuning wird nun zustzlich die Gruppierung der befiederten Pfeile auf einem Blatt notiert (siehe Vorlagen ebenfalls zum Download) oder Mithilfe eines PDA und der Software Target Plot erfasst und ausgewertet. 1. Zunchst sollte das komplette Bogensetup notiert werden, um spter die Auswertung zu ermglichen. Zum Beispiel sollte aufgeschrieben werden: a. Nockpunkthhe b. Standhhe c. Tiller d. Strangzahl und Material der Sehne e. Tatschliches Zuggewicht f. Sonstige verwendete Komponenten, z.B. Stabilisation usw. Anderes ausgedrckt: Jede nderung am Material sollte bewusst vorgenommen werden und notiert werden, um anschlieend die Auswirkung berprfen zu knnen! 2. Es werden nur befiederte und durchnummerierte Pfeile (min. 6-10 Stck) geschossen. Damit ist es mglich, die Gruppierung jedes einzelnen Pfeils zu berprfen und auszuwerten. 3. Zum Feintuning sollte auf eine angenehme Entfernung zwischen 40 und 60 Meter geschossen werden. 4. Einschieen auf die Entfernung, dazu ein bis zwei Passen schieen. 5. Nach dem Aufwrmen werden nun die nummerierten Pfeile geschossen. Die Reihenfolge ist egal bzw. sollte bewusst variiert werden, um konditionelle Einflsse nicht bermig zu bewerten. Fehlschsse sollten nach Mglichkeit vermieden werden bzw. wenn sie dennoch auftreten, bei der nachfolgenden Trefferaufnahme besonders vermerkt werden. 6. Nachdem die Pfeile geschossen wurden, wird nun jeder einzelne Pfeil in das Auswerteblatt (Ring und Lage auf der Schiebe) eingetragen, ggf. verschiedene Farben verwenden, wenn verschiedenen Pfeile in ein Zielbild eingetragen werden. 7. Wiederhole die Punkte 5 und 6 so oft wie mglich (bzw. bis eindeutige Ergebnisse erkennbar sind) und vergleiche das Trefferbild. Es sollten sich vergleichbare Trefferbilder abzeichnen. 8. Nun werden die nachfolgend beschriebene nderungen vorgenommen und anhand der Auswirkung auf das Trefferbild der befiederten Pfeile bewertet.
Hoch-Tief Schsse
Versetze den Nockpunkt um 0,8 mm rauf oder runter. Schiee mind. zwei Durchgnge, und notiere die Trefferlage in einem Auswerteblatt. Dabei die durchgefhrte nderung (z.B. Nockpunkt um 0,8 mm nach oben verschoben) bei dem Trefferbild notieren, um spter zu wissen, was zuvor gendert wurde.
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Vergleiche nun die neue Trefferlage mit der vorhergehenden oder lteren Aufzeichnungen, mit dem Ziel, zu erkennen ob sich die Hoch-Tief-Lage der einzelnen Schsse verbessert oder verschlechtert hat. Hat sich die Gruppierung verbessert, so versetze den Nockpunkt erneut um weitere 0,8 mm in die gleiche Richtung und wiederhole die Auswertung, bis die Gruppierung wieder schlechter wird. Hat sich die Gruppierung verschlechtert, so gehe wieder zurck zur vorhergehenden Einstellung und verschiebe den Nockpunkt in die entgegengesetzte Richtung um 0,8 mm. Wiederhole diesen Prozess solange, bis die beste Gruppierung (die geringste Hoch-Tief Abweichung) erreicht wurde.
Rechts-Links Schsse
Beim Recurvebogen nur die Federspannung am Button ndern, die seitliche Lage sollte nicht verndert werden. Dazu an der Schraube die Federspannung um 1/8 Umdrehung verndern und die Trefferlage/Gruppierung aufzeichnen und bewerten. Die Position mit der besten Gruppierung herausfinden. Sollten sich whrend der Auswertung herausstellen, dass immer wieder die selben Pfeile nicht in die Gruppe der anderen treffen, so deutet dies auf ein Problem am einzelnen Pfeil hin. Solche Pfeile sollten nicht im Wettkampf geschossen werden.
Geradheit
Ein Pfeilschaft muss gerade sein zum gruppieren. Fr eine optimale Gruppierung empfiehlt Easton eine Geradheit innerhalb von 0,004 (0,1 mm).
Krumme Nocken
Es gibt viele Mglichkeiten den geraden Sitz der Nocken zu berprfen, z.B. mit einer Nocklehre. Gerader Sitz ist wichtig fr gute Gruppierung. Diese Problem tritt im Wesentlichen bei Klebenocken auf, Stecknocken sind hiervon i.d.R. nicht betroffen. Beschdigte Nocken (durch Treffer eines andren Pfeils) sind in jedem Fall sofort auszutauschen.
Verdrehte Nocken
Bei Stecknocken kann es vorkommen, dass diese sich verdrehen knnen. Dadurch kann ein Problem mit der Clearance auftreten, da durch die Verdrehung der Nocke nach dem Abschuss die Befiederung des einen Pfeils mit der Pfeilauflage in Berhrung kommen kann.
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Pfeilgewicht
Das Pfeilgewicht ist wichtig fr den ernsthaften Wettkampfschtzen. Treten immer wieder Hoch-Tief Schsse der gleichen Pfeile auf, so sollte das Gewicht nachgeprft werden. Ein passendes Set an Wettkampfpfeilen sollte innerhalb einer Gewichtsspanne von 3 Grain (0,18 g) liegen, Topschtzen whlen ihre Pfeile so aus, dass sie sich max. um 1 Grain im Gewicht unterscheiden.
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