Zwangsstörungen treten häufig in der Perinatalperiode auf (Prävalenzrate ca. 7 %), bleiben aber oft unerkannt und unbehandelt. Dies führt zu erheblichem Leidensdruck und beeinträchtigt die Funktionsfähigkeit während des Übergangs von der Geburt zur Elternschaft. Trotz der hohen Prävalenz und der Auswirkungen auf Bindung, Funktionsfähigkeit und elterliches Selbstvertrauen wird die perinatale Zwangsstörung häufig fälschlicherweise als generalisierte Angststörung, Wochenbettdepression oder – besonders besorgniserregend – als Psychose diagnostiziert.
Diese Fortbildung vermittelt Kliniker:innen ein fundiertes, klinisch orientiertes Verständnis der perinatalen Zwangsstörung, ihrer Risikofaktoren, diagnostischen Feinheiten und bewährten Behandlungsmethoden. Die Teilnehmenden lernen, wie sich Zwangsgedanken insbesondere in der Schwangerschaft und im Wochenbett manifestieren, wie sie Zwangsgedanken und -handlungen beurteilen und deren Schweregrad und Risiko einschätzen können und wie sie evidenzbasierte Beurteilungen gemäß den aktuellen perinatalen Leitlinien durchführen. Die Fortbildung legt besonderen Wert auf Differenzialdiagnose, Sicherheitsbeurteilung und evidenzbasierte Behandlungsansätze für Zwangsstörungen, einschließlich expositionsbasierter Interventionen. Praktische Hilfsmittel, Fallbeispiele und Leitfäden werden integriert, um sicherzustellen, dass die Teilnehmenden die notwendigen Kompetenzen erwerben, um Zwangsstörungen im perinatalen Alltag zu erkennen und zu behandeln.
6. März 2026, Sacramento, Kalifornien – Hier registrieren
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