Ausgewählte Beiträge
Der Weg zur modernen Adresse
Straße und Hausnummer – die heute selbstverständliche Art zu adressieren gibt es in Ulm erst seit 1893. Zwar hatte auch zuvor schon jedes Haus seine unverwechselbare Bezeichnung, aber die bestand aus einem Buchstaben und…
Das Residenzschloss Mannheim im 20. Jahrhundert
<1> 1720 legte Kurfürst Carl Philipp von Pfalz-Neuburg (1661–1742) den Grundstein für das neue kurpfälzische Residenzschloss in Mannheim, über das heute die Legende kursiert, es habe sogar ein Fenster mehr als Versailles – welches andere Schloss verfügt über solch ein schillerndes Bonmot? Die Größe des Schlosses steht im…
Die Bibliotheca Palatina – Vom Mythos der Wiedervereinigung
Im Colloquium „Digital Humanities – Aktuelle Forschungsthemen“ des Instituts für Digital Humanities der Universität zu Köln war am 30. April 2026 Dr. Suzette van Haaren zu Gast. Als Postdoc wirkt sie seit 2023 an der Ruhr-Uni Bochum im Projekt „Virtuelle Lebenswelten“ im Bereich „Virtuelles Mittelalter: Virtuelle Objekte in der mediävistischen…
Gefaltete Erinnerung – „Schule, Krieg, Tod. Die fiktive Biografie des Gaußschülers Karl“.
– Ein Bericht über ein Erinnerungs-Projekt der Gaußschule von Dirk Schlinkert – Erinnerung ist immer in Bewegung und verändert sich unentwegt. Mit jeder Generation. Denn die Gegenwart regiert Erinnerung und Gedächtnis. Das gilt auch…
Ratsherrliches Engagement in Zeiten der Not
Außerplanmäßige Versorgungsmaßnahmen des Osnabrücker Rates während der Ernährungs- und Wirtschaftskrise der Jahre 1771/1772 Abb. 1: Der Spendenaufruf des Osnabrücker Rates vom 21.2.1772 in der Beylage zum 8ten Stück der wöchentlichen Osnabrückischen Anzeigen vom 22.2.1772 (Foto: NLA OS Dep 3 b VIII Nr. 137). Die Ereignisse der 1770er-Jahre stellten den Osnabrücker…
Archivische Schutzfristen und Transparenz – ein Gegensatz?
Julia Schneider, Hessisches Landesarchiv, Archivberatung Hessen „…archivische Schutzfristen scheinen, hier nach dem Hessischen Archivgesetz, eindeutig geregelt. In der Beratung nichtstaatlicher Archive zeigt sich jedoch ein komplexeres Bild: Zwischen steigenden Erwartungen von Nutzenden an Transparenz und Benutzbarkeit sowie datenschutzrechtlichen Vorbehalten und verwaltungsinterner Skepsis werden Schutzfristen vielfach zu Instrumenten institutioneller Risikovermeidung –…
Nicht nur Text, nicht nur Daten … aber was dann? – ‚Theoretisieren‘ durch Praktiken in der digitalen Editorik, der Digital History und den Computational Literary Studies. Ein Bericht.
Autor*innen (alph.) Jonathan D. Geiger, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, [email protected], https://orcid.org/0000-0002-0452-7075 Jessica Hainke, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, [email protected] Philipp Hegel, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, [email protected], https://orcid.org/0000-0001-6867-1511 Alexa Lucke, Universität Siegen, [email protected], https://orcid.org/0009-0006-2738-2864 Laura Untner, Freie Universität Berlin, [email protected], https://orcid.org/0000-0002-9649-0870 Einleitung Am 25. Februar 2026 fand…
Außeruniversitäre historische Forschung nach 1945 und 1989: Zwischen Fremdbestimmtheit und Autonomie
Eine Blogserie zeichnet die Entstehung und den Wandel außeruniversitärer historischer Einrichtungen nach
Rot bei den Römern
Der Thesaurus linguae Latinae ist am Ende des Buchstabens R gekommen. Auffällig oft durften wir zum Schluss rot sehen: Offenbar unterschied man im antiken Rom zahlreiche Rottöne, von denen sich rund zwanzig Adjektive bei R nachweisen lassen, die sich meistens von dem Indoeuropäischen Wurzel *h₁reudh- herleiten lassen. ruber Das Grundwort…
Frauen in der Theoriegeschichte – eine Online-Enzyklopädie im Aufbau
von Marília Jöhnk Mit Blick auf die Literaturgeschichte hat es in den letzten Jahren zahlreiche Revisionen und Neuperspektivierungen gegeben, wovon ja schließlich auch das Projekt #breiterkanon zeugt. Vergleichbare Diskussionen sind bisher für das Feld der Theorie ausgeblieben, das in der universitären Lehre einen großen Stellenwert einnimmt und noch immer von einem…
100 Jahre Ingeborg Bachmann
Das Magazin „Der Spiegel“ machte die Augustausgabe 1954 mit dem Porträt einer jungen österreichischen Lyrikerin auf, seltsamerweise mit „Gedichte aus dem deutschen Ghetto“ untertitelt. Ingeborg Bachmanns erster Gedichtband „Die gestundete Zeit“ war gerade in Deutschland erschienen, zuvor hatte sie den Preis der renommierten und berüchtigten Gruppe 47 erhalten. Das Buch…
5. Juni 1626: Die Reichsstadt Dortmund wendet sich an die Infantin
Während sich die großen Operationen der Kriegsparteien im Niedersächsischen Reichskreis abspielten, herrschte in anderen Regionen nur trügerische Ruhe. Wo Truppen einquartiert waren, war die Lage angespannt, und immer wieder kam es zu Vorfällen, die schnell eskalieren konnten. Eine solche Episode ereignete sich im Juni 1626 bei der Reichsstadt Dortmund. Dort…
Alltägliche Objekte und zerbrochene Beziehungen
Rostige Föhne, alte Armbanduhren, zurückgelassene Kaffeemaschinen – alltägliche Gegenstände. Was denken wir, wenn wir solche Objekte sehen? Können sie auch in einem Museum ausgestellt werden? Solche Gegenstände verweisen auf Beziehungen; separierte Beziehungen, zerstörte Beziehungen,…
Materielle Kultur als Forschungsfeld: Das Blog „Dings Da!“
„Dingsda, der, die oder das“, meist salopp verwendet im Sinne von „irgendetwas nicht näher Bezeichnetes, auf das man ausdrücklich hinweist“. Echt jetzt? Ein Blog, der so etwas zum Gegenstand hat? Uns scheint es passend:…
NGHM-Tracker (6/26)
Der monatliche Newsletter der Arbeitsgruppe Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung der Universität Osnabrück Von Eduard Usov & Jessica Wehner Der Mai zeichnete sich durch eine bemerkenswerte Vielfalt an Aktivitäten aus, die von Archivrecherchen in Paris bis hin zu Vorträgen und Diskussionen in Osnabrück und darüber hinaus reichten und zentrale Fragen…
Wie lässt sich Transformation erzählen?
Im Rahmen des Projekts „Erzähl(t)e Transformation“ fand am 24. April 2026 der Workshop „Geschichtswissenschaft und Hochschulumbau nach 1989/90“ im Open Science Lab 1 statt. Geleitet von Aron Schulze, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Neuere und Neueste Geschichte der TU Dresden, wurden Perspektiven der Universitätsgeschichte für die ostdeutsche Transformation beleuchtet.