
Verschwinden wir, wenn wir mit der Tastatur etwas eintippen, was darauf auf einem Bildschirm und nicht auf einem Papier erscheint? Was passiert hier? Ist es möglich, unser Ich mit dem Medium Computer auszudrücken?
Dieser Blog hat einen Entstehungsanlass: das Verfassen meiner Master Thesis. Der Titel dieser Master Thesis ist: “Autobiographie im Netz. Ein neuer Weg zur Selbstdarstellung? Untersuchung der Identitätskonstruktion im virtuellen Raum am Beispiel von ausgewählten Selbstdarstellungswerkzeugen des Web 2.0”.
Um was geht es dabei konkret? Ein zentraler Punkt dieser Forschungsarbeit ist, ob sich die Autobiographie, wie sie bis zum heutigen Zeitpunkt als literarische Größe bekannt und anerkannt ist, in die digitale Welt übertragen läßt, oder nicht. Gibt es Hindernisse, oder verläuft für AutorInnen, die sich autobiographisch äußern möchten, alles so, wie sie es von den Anforderungen einer Autobiographie gewohnt sind? Ein zweiter Kernpunkt dieser Master Thesis und ihrer Untersuchungen ist, ob die Web 2.0 Werkzeuge Blog und E-Portfolio als Grundlage dienen können, um Autobiographisches in das Netz zu transportieren und zu präsentieren?
Abseits des Versuchs einer Beantwortung aller dieser Fragen ist dieser Blog ebenso eine Plattform für Diskussionen zu den Themen “Digital Identity”, “Digitale Autobiographie”, “Digital Humanities” und “Autobiographie” bzw. “Biographie”. Dies impliziert auch die Besprechung von Neuerscheinungen diverser Ich- und Erinnerungsformate in Buchform und über das Medium Computer. Auch weitere Forschungsarbeiten zum Thema werden in gewissen Abständen hier ihren gebührenden Platz finden.