
Wenn es eine digitale Autobiographie geben soll und sie mit den technischen Mitteln, die im 21. Jahrhundert zur Verfügung stehen, machbar wäre, dann sollte angenommen werden, dass der Textkörper selbst als Sender in anderer Form als üblich vom Empfänger gelesen wird. Sollte daher nicht nach Kommunikationsmodellen gesucht werden, welche die Brücke vom Herkömmlichen (der Autobiographie) zum Neuen (der digitalen Autobiographie) schlagen? In seiner “Kommunikologie” bietet Flusser indirekt solche Brückenschläge an. Hier geht es auch wieder um Textuelles, aber auch das “Bild”, die “Fotografie” und der “Ton” spielen eine wichtige Rolle. Interessant für die digitale Autobiographie sind die “Sender” und “Empfänger” Modelle, insbesondere, wenn es um den Austausch bzw. die Weiterverbreitung von Information und die damit verbundene Kommunikationsstruktur geht, die aufgrund der Digitalität gestaltet wird.
Flusser, Vilém 2007: Kommunikologie. Hrsg. von Stefan Vollmann und Edith Flusser. 4. Auflage. Frankfurt am Main: Fischer.
