
Mit dem Thema des Veröffentlichens wird ein weiteres Themenfeld zur Erforschung der digitalen Autobiographie aufgetan. Die Art, wie das menschliche Individuum, und in welcher Form, es etwas von sich bzw. sich selbst veröffentlicht. Den Mittelpunkt bildet hier u.a. die Schrift (auch als Ausdrucksform menschlichen Wirkens), deren Zweck es ist, Informationen zu vermitteln. Formen, in welche die Schrift auftreten kann, können vielfältig sein: in Form eines Buches, einer Zeitung, oder eines Briefes. Aber auch im digitalen Bereich kann die Schrift vorkommen, nur anders. Es ist nicht mehr die Hand, die auf das Medium Papier die Selbstbeschreibung eingraviert, sondern es ist die Tastatur des Computers (auch ein Medium), welche den schriftlichen Text auf einem Bildschirm fixiert. Vilém Flusses sieht in seinem Buch “Die Schrift” den Entstehungsprozess der Schrift mihilfe des Mediums Computer kritisch an und malt hinsichtlich ihrer neuen Entstehungsform ein düsteres Bild, indem er den Nutzen von herkömmlichen und neuartigen Medien vergleicht.
Flusser, Vilém 2002: Die Schrift. Hat Schreiben Zukunft? 5. Auflage. Berlin: European Photography (= Edition Flusser 5).
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Sven Johann Koblischek, M.A. (2. April 2017). Baustein für eine Autobiographie: Schrift zur Veröffentlichung des Selbst. DIGITALE AUTOBIOGRAPHIE. Abgerufen am 26. Juli 2026 von https://daan.hypotheses.org/208