Es geht dieses Mal nicht ums Rollenspiel aber um ein „3D Roleplay“-Game, zumindest wurde es 1989 noch so beworben. Die vierte Edition von Space Hulk ist seit Samstag in limitierter Edition raus und setzt die langen Space-Hulk-Trends seit der zweiten Edition fort.
Bereits in frühester Kindheit entstand bei mir in irgendeiner vermutlich psychologisch extrem wichtigen Phase durch das vermutlich rein zufällige Aufeinandertreffen von einerseits konsequenter Versagung (ich konnte nur sehr selten in den Spieleladen der nächsten größeren Stadt und habe sogar Nachts von ihm geträumt) und andererseits augenöffnenden Begegnungen mit Space Hulk und der Vorstellung, dass es von solchen coolen Dingen eine ganze Welt gäbe, eine Sehnsucht, die meine Seele für alle Ewigkeit an diese ach so scheinbar unschuldig einfache, spielgewordene Erlösung (und Fluch) gleichermaßen kettete. Es war Weihnachten 1991, ich war gerade elf geworden (oder war es doch 1990???) und das Leben auf dem Dorf war langweilig. Kurz vor der Christmette spielte ich die erste Mission („Suicide Mission“) des mir geschenktem Spiels, wenige Jahre später verfiel ich dem 1993er Amiga-Computerspiel an einem alten Amiga-Computer, der mir durch rohe Behandlung regelmäßig den Dienst versagte. (Hier übrigens beim deutschen Stay-Forever-Podcast thematisiert.) Mittlerweile bin ich weiser. Space Hulk wird nie das sein, was es in einem anderen Universum mit nichteuklidischer Logik hätte sein können. Aber es ist was es ist und es gibt keinen Ersatz dafür.
So fällt es mir schwer, nicht meinen Senf zum neuen Space Hulk 4e dazuzugeben (das eigentlich Version 3.01 hätte heißen müssen).

Genestealer, hierzulande auch als Symbionten bekannt. Einst auf einer Stufe mit Gigers Alien, nun aus Unbeliebtheit eher in die Weltraumungeziefer-Ecke gedrängt?
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