Contamination (Regie: Luigi Cozzi; Deutschland/Italien 1980)
„Contamination“ dürfe wohl eines der ersten „Alien-Rip Offs“ gewesen sein. Die Parallelen sind unübersehbar. Ein herausragenden Streifen wie Ridley Scotts „Alien“ einer ist, darf man aber hier natürlich nicht erwarten.
Der italienischer Regisseur Luigi Cozzi, der auch noch für einige andere B-Movie Knaller aus Italien verantwortlich ist, liefert meiner Ansicht nach aber hier keinen absolut miesen Exploitation-Scheiß ab. „Contamination“ ist nicht sonderlich spannend, weist aber eine gewisse Atmosphäre auf. Vor allem ist ein ziemlicher böser Alienfilm, bei dem aber mehr die Eier dieser außerirdischen Rasse eine Rolle spielen als die Wesen selber. Böse vor allem in der Hinsicht, da die Splattereinlagen hier kernig sind. Auch der Grundton des Films ist nicht besonders schimmernd und von Hoffnung getragen. Highlight des Films ist dann ganz klar das Finale, in dem die heldenhaften Wissenschaftler in einem unterirdischen Raum auf den schleimigen Alien treffen, der ein wirklich sehr schleimiges und unheimliches Auftreten hat. Die handgemachten Effekte bei diesem Alien-Kommandanten sind sehenswert. Ein annehmbares Ende gibt es dann noch oben drauf.
Unter dem Strich ist „Contamination“ typische italienische Genre-Kost, die zwar nicht auf ganzer Linie überzeugen kann, aber dennoch Genrefans recht gut schmecken wird.
Persönliche Wertung: 6 von 10 Punkten
Far and Away (Regie: Ron Howard; USA 1992)
Mit „Far and Away“ hat Regisseur Ron Howard sich auf das gute alte Hollywood-Kino besinnt und erzählt eine altmodische Geschichte nach klassischem Stil. Natürlich dürfen zwei Stars in der Hauptrolle auch nicht fehlen und so bekommt man einen wirklich guten Tom Cruise und eine damals noch umwerfende Nicole Kidman geboten. Zudem ist das Werk auch noch opulent gefilmt und überzeugt mit wunderbaren Bilder und Kulissen. Hier hat sich das Panavision 70 MM Format durchaus gelohnt. Aber auch die Filmmusik von Altmeister John Williams ist hier einfach nur hervorragend und gehört mit Sicherheit zu dem besten Werken des Meisters. Somit hat „Far and Away“ ja eigentlich alles, was es für großes Kino aus Hollywood braucht. Und hier liegt vielleicht auch ein wenig das Problem. Alles ist vorhersehbar und sicher nach Schema F inszeniert. Da man hier wirklich einfach nur klassisches Hollywood – Kino präsentieren wollte kann man aber darüber hinwegsehen. Es fehlt halt dann eben etwas an der Selbstständigkeit. Vor allem wenn einem im Finale so ein toll gefilmtes „Land Race“ aufgetischt wird, in dem sich die Menschen ein gekennzeichnetes Stück Land in einem wilden Rennen sicher können.
Großes Kino aus Hollywood nach alter Schule. Vorhersehbar aber sehenswert.
Persönliche Wertung: 7 von 10 Punkten
Brannigan (Regie: Douglas Hickhox; UK 1975)
Da es für John Wayne nichts mit der Rolle des „Dirty Harry“ wurde, dachte man sich wohl, geben wir doch den Duke als alter Haudrauf-Cop noch eine Chance. 1975 erblickte dann auch „Brannigan“ das Licht der Leinwände und sollte wohl eine spaßige Version von „Dirty Harry“ darstellen.
John Wayne spielt sich hier wie gewohnt selber, zeigt aber trotz schon sehr voran geschrittener Krebserkrankung reichlich Einsatz. Mit coolen Sprüchen, Klamaukszenen und westernidentischen Prügelein, bahnt sich ein gut aufgelegter John Wayne seinen Weg zu den bösen Buben. Die Kulisse von London bringt dazu noch einen richtig schönen Flair und auch die wenigen Actionszenen machen einen stimmigen Eindruck. Gepaart mit dem nötigen Humor ist das reichlich unterhaltsam.
„Brannigan“ lässt also keine Langeweile aufkommen. Die Story ist zwar simpel und ganz klar an den damaligen härteren Vorbildern dieses Cop-Genre angelehnt, was letztlich aber völlig egal ist. Hier geht es um die One-Man Show von Wayne und die bekommt man auch. Der Rest ist solider Zusatz der Spaß macht.
„Brannigan“ ist ein humorvoller Trip eines Cowboy nach Great Britan, der genau weiß wie er auszuteilen hat.
Persönliche Wertung: 7 von 10 Punkten
The Star Chamber (Regie: Peter Hyames; USA 1983)
Regisseur Peter Hyams ist ein Routinist in Sachen Regiearbeit. Auch „The Star Chamber“ ist kein Überflieger, aber durchaus annehmbare Genre-Kost.
Von einem reißerischen Rache-Thriller alla „Death Wish“ sollte man aber schnell Abstand nehmen. Hyams Film ist relativ harmlos und nicht besonders gewalttätig. Michael Dougles (der solide aufspielt) gibt hier einen deprimierten Richter, dem das Rechtssystem gegen den Strich geht. Promt schließt er sich einer geheimen Kammer von Juristen an, die selbst ihre Urteile fällen und einen Killer für die Durchführung beauftragen. Aber auch das kann Michael Dougles dort gespielter Charakter irgendwann nicht mehr ganz so hinnehmen.
Die Story ist typisch 80er Jahre und auch sonst bietet der Film in seiner Inszenierung bekannte Schemata. Spannung und Action bleiben recht im Hintergrund, was aber dem relativ zügigen Fluss des Films keinen Abbruch tut. Wie schon gesagt, einen brutalen und actionreichen Rachefeldzug darf man hier nicht erwarten.
„The Star Chamber“ ist wirklich solides Thriller-Kino der 80er Jahre, das eine gradlinige Story erzählt, gute Schauspieler vorzuweisen hat und seine Zweck erfüllt.
Persönliche Wertung: 6,5 von 10 Punkten
I Spit On Your Grave (Regie: Steven R. Monroe; USA 2013)
„I Spit On Your Grave 2″ ist wahrlich ein mieser Drecksstreifen. War schon der erste Teil darauf aus, besonders brutale und an die Grenzen gehende Gewalt zu präsentieren, setzt die Fortsetzung (die eigentlich keine ist) nicht unbedingt nur eins drauf, ist aber wahrscheinlich nur produziert worden um wieder zu demonstrieren, was so alles gewalttechnisch geht.
Die Handlung ist mies und auch die Entwicklung der geschändeten weiblichen Hauptdarstellerin völlig neben der Spur. Spannend ist hier nichts und schon gar nicht gut erzählt. Die reinste Torture-Show, die nur damit punkten will.
Der erste Teil wollte wenigstens noch eine Neuinterpretation des Grindhouse-Klassiker sein und dessen Stimmung aufsaugen. „I Spit On Your Grave 2“ ist weder noch im Rape and Revenge-Genre ein toller Vertreter, noch beweist der Film Stärker im Grindhouse-Bereich.
Ein stinkendes Stück Zelluloid, dem höchstes Freunde purer Gewalt etwas abgewinnen können.
Persönliche Wertung: 1 von 10 Punkten
Das dreckige Dutzend (Regie: Robert Aldrich; USA 1967)
Die Liste von Filmen, in denen wagemutige Soldaten aus einem Spezialtrupp auf Nazi-Jagd gehen ist lang. „The Dirty Dozen“ zählt von alle diesen Genre-Streifen noch zu dem prominentesten. Starbesetzt bis in die letzte Ecke (Lee Marvin, Ernest Borgnine, Charles Bronsan uvm.) erzählt der Streifen die Geschichte von einem Trupp straffällig gewordener Soldaten, die zur einer Spezialeinheit ausgebildet werden sollen, die sich auf das Töten von Nazigenerälen spezialisiert. Die erste Hälfte des Films stellt noch die Ausbildung dieses Trupps dar. Hier zeigt der Film noch seine humorvolle Seite und lässt es sich nicht nehmen, hin und wieder einen Seitenhieb gegen das Militär auszuspielen. In der zweiten Hälfte wird dann ordentlich die Kriegsmaschinerie angekurbelt. Die Jungs starten in ihren Einsatz und machen auch vor keiner Gewalttätigkeit halt. Spätestens ab hier dürfte jeder Zuschauer checken, dass „The Dirty Dozen“ kann historischer Kriegsfilm sein will. Es ist Söldner-Action, ein „Men on Mission-Film“, der zum Schluss reichlich Pulver hat und auch ordentlich die Nazis aus den Sesseln schießt.
Regisseur Robert Aldrich hat mit seinem „The Dirty Dozen“ praktisch einen dieser großen Prototypen des Genres geschaffen, bei dem sich auch gewisser Quentin Tarantino für seinen „Inglourise Bastards“ einiges abgeschaut hat.
Persönliche Wertung: 7 von 10 Punkten
Das Dschungelbuch (Regie: Stephen Sommers; USA 1999)
1994 wagte sich Regisseur Stephen Sommers an eine weitere reale Interpredation des Klassikers „Das Dschungelbuch„. Großen Wert auf die originale Buchvorlage wurde aber auch hier nicht gelegt.
„Das Dschungelbuch“ ist in dieser Version viel mehr ein rasanter Abenteuerfilm, der wenig Wert auf Charakterzeichnung oder die Geschichte legt. Schnell wird man in die Story geworfen und darf sich an durchaus gut inszenierten Actionszenen erfreuen, die Hand in Hand mit einem überhaupt handwerklich gut gefilmten Film gehen. Auch der Cast macht Spaß, den man hat Größen wie Sam Neill und John Glees verpflichten können, die beide einen routinierten Job abliefern. Selbst Jason Scott Lee passt irgendwie als Mogli.
Das Problem bei Sommers Adaption ist aber, dass der Film sehr gehetzt wirkt und tatsächlich nur Schauwert bietet inkl. kurzweiliger Unterhaltung. „Das Dschungelbuch“ ist doch eigentlich eine schöne Geschichte, für die man sich Zeit nehmen sollte. So hat aber Stephen Sommers eben seine actionreiche Abenteuervariante präsentiert, die bei weitem nicht schlecht ist, aber eben der Vorlage nicht gerecht wird. Echte Tiere hin oder her, aber dem Film fehlt etwas die Seele. Solides Popcorn – Kino der 90er Jahre, aber auch nicht mehr.
Persönliche Wertung: 6 von 10 Punkten
Boomerang (Regie: Reginald Hudlin; USA 1992)
Auch in den 90er Jahre gab es noch reichlich Black-Cinema. Ob Action oder Komödie, es war alles vertreten.
„Boomerang“ gehört dabei in die Sparte Komödie. Ein Film über einen Schürzenjäger einer Werbeagentur, der sich in diesem teils mit viel müden sexuellen Witz ausgestatten Film von Bett zu Bett hangelt. In der Hauptrolle erleben wir einen typischen nervenden Eddie Murphy und noch so einige andere bekannte Gesichter (u.a. Halle Berry und Martin Lawrence) des damaligen Black-Cinemas. Toll spielt hier wirklich keiner und auch die Geschichte vermag keine wirkliche Originalität zu versprühen. Der Humor ist zudem platt und selten witzig, was für so eine Komödie natürlich nicht von Vorteil ist.
„Boomerang“ hat keine denkwürdigen Momente, traut sich zu wenig und versumpft in der Belanglosigkeit. Somit zählt der Streifen definitiv nicht zu den sehenswertesten Filme des 90er Jahre Black-Cinemas. Da gab es bessere Vertreter, ohne Frage.
Persönliche Wertung: 4 von 10 Punkten
Mercenario (Regie: Sergio Corbucci; Italien 1968)
„Django“ – Regisseur Sergio Corbucci liefert mit seinem „Mercenario“ mal wieder einen lupenreinen Italo-Western ab. Storytechnisch angesiedelt in der mexikanischen Revolution, gelingt es Curbucci die ganze Atmosphäre eines stimmigen, staubigen und in Blut getränkten Spaghetti-Western diesmal sogar ganz humorvoll in Szene zu setzen. Franco Nero und Tony Musante geben ein tolles Hauptdarsteller-Gespann ab, das genau diesen Humor gut herüberbringt. Jack Palance als fieser Gauner überzeugt außerdem.
Aber was wäre ein Italo-Western ohne die Musik von Ennio Morricone? Sicher viel weniger. Zum Glück hat Corbucci hier wieder den Meister hinters Dirigentenpult bestellt. Der liefert dann auch eine umwerfende Leistung ab und das melodische Titel Thema des Films dürfte spätestens jedem aus Tarantino „Kill Bill 2“ bekannt sein. Überhaupt hat sich Regisseur Tarantino aus diesem Werk Curbucci’s einige Referenzen für seine Filme geklaut.
„Mercenario“ bleibt durchgehend actionreich und flott inszeniert. Die Geschichte hat ihre spannenden Momente und auch das ausgezeichnete Finale sorgt für Gänsehaut. Trotzdem ist „Mercenario“ dann schließlich nicht ganz das erhoffte Meisterwerk. Toll ist der Film aber allemal.
Persönliche Wertung: 7,5 von 10 Punkten
Zwei Himmel Hunde auf dem Weg zur Hölle (Regie: Giuseppe Colizzi; Italien 1972)
Hat man einen Hill/Spencer – Film gesehen, hat man sie eigentlich alle gesehen. Trotzdem machen die beiden Halunken immer wieder Spaß, auch wenn die Filme nach dem gleiche Schema ablaufen.
Auch „Zwei Himmelhunde auf dem Weg in die Hölle“ ist da keine Ausnahme. Terrence Hill und Bud Spencer prügel sich erneut gekonnt durch den Film und das mit einer ordentlichen Prise Klamauk. Bei diesen Abenteuerfilm kommt die Action und der Spaß an der Sache sicher nicht zu kurz.
„Zwei Himmelhunde auf dem Weg in die Hölle“ ist wie zu erwarten ein kurzweiliger Spaß, der erneut nicht von der altbewährten Formel der Hill/Spencer-Filme abweicht. Hätte ich den Film schon als Kind gesehen, wären sicher mehr Punkte drin gewesen.
Persönliche Wertung: 6 von 10 Punkten
Key Largo (Regie: John Huston; USA 1948)
„“Key Largo“ ist von der ersten bis zur letzten Minute wieder ein sehenswertes Stück Film, bei dem die Klasse dieser Glanzzeit Hollywoods sichtlich herausschimmert.
Regisseur John Huston steht mit seinem Film wieder mit einem Fuß im „Film Noir-Genre“, aber mit dem anderen auch ganz eindeutig im Bereich des Abenteuerfilms. „Key Largo“ ist ein Zwitter, dem man unterschiedliche Genres zuordnen kann. Und das genau das macht den Streifen auch so sehenswert. Diese Mischung aus „Film Noir“ und einem Hauch „Abenteuerfilm“ funktioniert äußerst gut. Zudem überzeugen der unvergleichliche Humphry Bogart und der Rest des Casts auf ganzer Linie.
Geschickt nutzt der Film seine begrenzten Handlungsort und auch die Wetterlage im Film aus, um einen effizienten Spannungsaufbau zu kreieren. Ein Kammerspiel beginnt, das letztlich im Freien auf einem Boot seinen Höhepunkt findet.
Ohne viel Getöse hat hier Regisseur John Huston mit einem starken Cast einen durchaus sehenswerten Thriller der ganz alten Schule inszeniert. „Key Largo“ ist spannend und toll gespielt. Klassisches Hollywood-Kino auf starkem Niveau.
Persönliche Wertung: 7 von 10 Punkten
Wer die Nachtigall stört (Regie: Robert Mulligan; USA 1962)
„Wer die Nachtigall stört“ ist ein umwerfend schöner Film. Auf dem ersten Blick scheint der Dreh und Angelpunkt des Films eine Geschichte über Rassenhass und eine biedere amerikanische Kleinstadt zu sein. Genau genommen ist die eine Hälfte des Films das auch. In einer Gerichtsverhandlung werden die Misstände einer Gesellschaft, die zur Zeit eines enormen Rassenhasses existierte, äußerst eindrucksvoll wiedergespiegelt. Leider ist dieses Thema nach wie vor aktuell und das nicht nur tollen Amerika.
Der ändere Hälfte des Films ist aber ein umwerfend schöner Coming of Age-Film, in dem ein kindliches Geschwisterpaar einen magischen Sommer voller Ereignisse erlebt, zu dem eben auch diese Gerichtsverhandlung zählt, bei denen ihr Vater als Anwalt als großes Vorbild hervorgeht. Gespielt wird dieser Anwalt namens Atticus Finch von einem unglaublich starken Gregory Peck, der hier wahrscheinlich die Rolle seines Lebens spielte.
„Wer die Nachtigall stört“ ist neben dieser absolut sehenswerten Geschichte auch noch filmisch wundervoll in Szene gesetzt. Das Setting, die Atmosphäre, die Kamera und auch der wunderschöne Score von Elmer Bernstein transportieren den Zuschauer direkt in diesen einen geheimnisvollen Sommer der Kinder, der am besten nie hätte ende sollen. Das Finale des Films liefert dann außerdem noch eine richtig schöne Überraschung.
„Wer die Nachtigall stört“ ist durch und durch großes Holllywood-Kino. Ein verträumtes Kino, das aber ebenso den puren Realismus zeigen kann. Eine Geschichte über Rassismus, aber auch ein Film über das erwachsen werden.
Persönliche Wertung: 8 von 10 Punkten
Grease 2 (Regie: Patricia Birch; USA 1982)
Viele Filme brauchen keine Fortsetzung. So auch „Grease“. Der erste Teil hat alles geboten, was ein verdammt cooles Musical in Filmform bieten kann.
Trotzdem muss man zu „Grease 2“ so fair sein und sagen, dass der Streifen durchaus seinen Unterhaltungswert hat. Die Songs sind bei weitem nicht mehr so kultig und auch die Darsteller sind ziemliche Pfeifen (mit Ausnahme von Michelle Peiffer), aber als „Guilty Pleasure“ geht der allemal durch. Dafür sorgen die herrlich überdrehten Szenen, komische Musikeinlagen, merkwürdige Dialoge und der Zuckertüten-Humor.
„Grease 2“ kopiert das übergroße Original natürlich wo es nur geht, aber da blieb wahrscheinlich auch nichts anderes übrig. Immerhin kann der Streifen Laune machen und das ist doch auch schon mal was.
Persönliche Wertung: 6 von 10 Punkten
Der Große mit seinem außerirdsichen Kleinen (Regie: Michele Lupo; Italien 1979)
Mit „Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ stellt mal wieder einen Solofilm für den übergroßen Bud Spencer in seiner Filmografie dar. Geboten wird aber auch hier natürlich der übliche Klamauk, spaßige Schlägereien und ein Bud Spencer wie man ihn liebt.
Die Story ist bei all dem Spaß natürlich nur wieder Nebensache. Ein kleiner Außerirdischer, in Form eines kleinen Jungen, strandet auf der Erde. Dabei hat er ein lustiges Geräte, mit dem er allerlei Sachen anstellen kann. So trifft er irgendwann auf den Sheriff (Bud Spencer), der sich natürlich dem kleinen Mann annimmt.
„Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen“ ist kurzweilig und in jeder Hinsicht familienfreundliche Unterhaltung. Bud Spencer kann auch ohne den guten Terrence hier austeilen und so steht einem soliden Film mit dem dicken Brummbär nichts Weg.
Persönliche Wertung: 6 von 10 Punkten
Der Schatz der Sierra Madre (Regie: John Huston; USA 1947)
John Hustons Film „Der Schatz der Sierra Madre“ gehört laut dem amerikanischen Filminstitut zu den wichtigsten Streifen dieser Welt. Und das auch absolut verständlich.
Regisseur John Huston hat hier sicher keinen lupenreinen Western gedreht, auch wenn viele Elemente in der Inszenierung dafür sprechen. Der Streifen ist viel mehr ei Abenteuerfilm mit Wester-Einfluss. Ein locker leichtes Abenteuer darf der Zuschauer bei diesen Klassiker allerdings auch nicht erwarten.
„Der Schatz der Sierra Madre“ erzählt uns eine Geschichte über die Habgier des Menschen und dessen moralischer Verfall der einsetzt, wenn nur noch das Gold zählt. Diese Aspekte sind gekonnt in die Elemente des Abenteuerkinos eingetaucht. Der Film ist spannend und vor allem toll gespielt. Humphrey Bogart beweist einmal mehr warum er ein absoluter Star war und auch der Rest des Casts ist umwerfend gut. Die S/W-Bilder sind gut in Szene gesetzt und auch das ganze Setting hat eine unglaubliche Atmosphäre.
„Der Schatz der Sierre Madre“ ist ein beachtliches Werk aus der goldenen Ära Hollywoods. Abenteuerlich, aber ebenso böse und knallhart, was man spätestens im Finale des Films merken müsste.
Persönliche Wertung: 8 von 10 Punkten
Blacula (Regie: William Crain; USA 1972)
Das Blaxploitation-Kino schnappt sich die Figur des Grafen Dracula und macht promt ihre eigene Version daraus. Regisseur William Crain schickt hier Hauptdarsteller William Marshall in der Titelrolle auf einen wahnwitzigen saugenden Streifzug durch die funky 70er Jahre und verseucht nebenbei sogar noch auf die Apartheid anzuspielen. Grundsätzlich steht hier aber der Spaß im Vordergrund, der leider durch viele Längen nicht ganz zur Geltung kommen darf. „Blacula“ hat durchaus seine Momente in denen die Coolness des Blaxploitation-Kinos seine Trümpfe ausspielen kann, nur werden diese durch zähe Passagen des öfteren unterbunden. Die Highlights des Films sind definitiv die Sequenzen, in denen die flotte Soul-Musik den Takt vorgibt und auch das Finale kann sich sehen lassen.
Die große Exploitation-Sause ist „Blacula“ leider nicht und sowas wie Grusel darf man sicher auch nicht erwarten. Am Schluss bleibt also sehr durchschnittliches Soul-Cinema, das man schon besser gesehen hat.
Persönliche Wertung: 5 von 10 Punkten
Scream Blacula Scream (Regie: Bob Kelljan; USA 1973)
„Scream Blacula Scream“ ist weder besser noch schlechter als sein Vorgänger. Zwar hat man hier Blaxploitation-Sexbombe Pam Grier in der weiblichen Hauptrolle dabei, doch die alleine kann auch nicht alles reißen. Die Fortzsetzung ist ebenso lahm und stellenweis zäh wie der erste Teil. Blutleer bleibt es auch weiterhin. Immerhin überzeugt wieder das groovige 70er Jahre Abinente und die stimmigen Soul-Musikeinlagen. Im Finale gibt dann der Streifen ebenfalls Gas, was aber definitiv zu spät ist.
Persönliche Wertung: 5 von 10 Punkten






