Erdbeer-Topflappen (2)

So sind die Topflappen für meine Mutti geworden. Die einen sehen von vorne wie Feuer aus und die Rückseite ist etwas dunkler.

Auch der Erdbeer-Topflappen ist mir gut gelungen, obwohl ich ganz ohne Anleitung gehäkelt habe. Ich habe mich einfach an mein ausgedrucktes Bild gehalten.

Eine größere Herausforderung wird es aber sein, das nochmal zu schaffen. Das gelingt mir eher selten – meine Free-Style-Projekte sind immer Unikate. In den kommenden Monaten will ich es unbedingt trotzdem versuchen.

Erdbeer-Topflappen (1)

Für meine Mutter will ich Topflappen häkeln, allerdings weiß ich nicht genau, welche Farben ihr vorschweben. Also habe ich zuerst geschaut, welche mehrfarbigen Muster ich denn häkeln könnte. Das Bayrische Häkelmuster hat mir gefallen, also habe ich damit zwei Vorderseiten und zwei Rückseiten gehäkelt. Aus den vier Teilen werden zwei Topflappen, sobald mir eine schlaue Methode einfällt die beiden Seiten miteinander zu verbinden. Da warte ich noch auf die Inspiration. Inzwischen hatte ich eine neue Idee. Eine Platte Erdbeere als Topflappen. Leider habe ich keine Anleitung gefunden, die mir zusagte. Also habe ich so eine Erdbeere auf ein kariertes Blatt ausgedruckt. Dann etwas nachgebessert. Ich will nicht so viele grüne Blätter machen und am Rand der Erdbeere musste ich entscheiden, ob das Kästchen gehäkelt werden soll oder nicht, wenn die schwarze Randlinien durch das Kästchen durch lief. Nach diesen Vorbereitungen habe ich angefangen zu häkeln. Es gefällt mir bis jetzt ganz gut.

Ich werde die Topflappen noch zu Ende häkeln und zeige dann das Ergebnis. Und wenn die Erdbeer-Topflappen gut werden, dann werde ich mich noch dran setzen und eine Anleitung schreiben…

Wichtel mit einem grünem Bart

Als ich nach der Häkelanleitung für Wichtel im Internet gesucht habe, habe ich festgestellt, dass die Menschen sich die Wichtel unterschidlich vorstellen. Dick oder dünn, männlich oder weiblich, mit Bart oder ohne Bart, mit Mütze oder in gestreiften Strümpfen, für Ostern oder für Weihnachten. Auch ich hatte eine Vorstellung, wie mein Wichtel aussehen soll. Meiner musste unbedingt Arme haben. Keine Ahnung wieso… Auf der Seite crazypatterns.net bin ich fündig geworden.

Die Anleitung war kostenlos, sehr gut verständlich geschrieben und es hat Spaß gemacht, danach zu häkeln.

Guten Rutsch!

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

in einigen Stunden endet dieses Jahr und ich wünsche euch eine schöne Silvesterfeier und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

KI_generiertes_Bild

Und für das neue Jahr wünsche ich euch Glück und Gesundheit, Frieden und Freude, Optimismus und Erfolg! Frohes neues Jahr!

Adventskalender 2025 – Türchen #24 – Felsenbirne

Blüte_der_Felsenbirne

Wenn eine Felsenbirne blüht, dann sieht der Strauch nicht atemberaubend, nicht fantastisch und nicht Blicke anziehend aus. Die in Blüte stehende Felsenbirne ist zart und luftig, wie ein örtlich begrenzter Schneefall im Frühling, wie eine Nebelwolke. Die Blätter sind zu diesem Zeitpunkt noch ganz klein und gefaltet.

noch_unreife_Beeren

Wir hatten auch eine junge Felsenbirne in unserem Garten. Nachdem mein Mann die nicht heimische Traubenkirsche entfernt hatte, hatten wir uns eine Kupfer-Felsenbirne geholt. Leider hat sie keine drei Jahre bei uns ausgehalten. Mehrerer Sommer hintereinander war es zu trocken und sie ist eingegangen. Wir hatten die riesigen Sträucher zwischen dem Main und der Schwanheimer Dünen gesehen und hatten angenommen, dass unsere Felsenbirne mit der Trockenheit auch gut klar kommen wird. Aber wohl nicht in jungen Jahren… Das war schade.

unterschiedlich_reife_Beeren

Die Felsenbirne (Amelanchier) ist keine Birne (Pyrus). Die Früchte sehen wie kleine Äpfelchen aus, aber hängen wie eine Rispe am Zweig. Das und ihre Größe erinnern an die Schwarze Johannisbeere. Geschmacklich finde ich die Felsenbirne großartig, süß und einen Ticken herb. Sie habe ich übrigens auch das erste Mal unter Protest von meinem Mann auf einem Tandemausflug probiert, denn das war noch bevor wir unsere eigene Felsenbirne bekommen haben.

Im Herbst bekommen die Blätter zwar eine schöne Färbung, aber sie fallen auch ganz schnell herunter. So steht der Strauch auch ziemlich früh kahl. Über noch übrig gebliebene Beeren muss man sich keinen Kopf zerbrechen, ich habe noch nie gesehen, dass im Herbst auch eine einzige Beere noch an der Felsenbirne hinge. Die Amseln sind gründlich, die lieben die Felsenbirne.

Auf der Internetseite von „Mein schöner Garten“ (https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/felsenbirne) gibt es schöne Infos über die Felsenbirne und ihre Verwendung. Ich nasche sie am liebsten direkt vom Strauch.

Blätter_im_Herbst

Und wir haben eine Neue! Hinter dem Haus, in das wir vor zwei Jahren gezogen sind, wurde vor drei Wochen auch eine Felsenbirne gepflanzt. Es geht also weiter!

Adventskalender 2025 – Türchen #23 – Pflaume

Die Welt der Pflaumen ist verwirrend. So verwirrend, dass ich kurzzeitig überlegt habe, das heutige Türchen von „Pflaume“ (Prunus domestica) in einfach nur „Prunus“ umzubenennen. Dann müsste ich nicht versuchen zwischen Zwetschge, Kirschpflaume (die keine Pflaume ist), Mirabelle und Haferschlehe (die keine Schlehe ist) unterscheiden. Alle sind Prunus, basta!

Kirschpflaumen_Prunus_cerasifera
Schlehdorn_Prunus_spinosa

Wenn ich das richtig verstehe, dann hat man lange angenommen, dass Prunus domestica ein Additionsbastard von Kirschpflaume (Prunus cerasifera) und Schlehdorn (Prunus spinosa) ist, aber ganz viel Kirschpflaume und nur wenig Schlehdorn. Mittlerweile hat man sicher nachgewiesen das Prunus domestica von Prunus cerasifera abstammt, hingegen kann die Abstammung von Prunus spinosa nur nicht ausgeschlossen werden. Also kann sich diese Info noch mit neuen Erkenntnissen ändern.

Zwetschge_Prunus_domestica_subsp._domestica

Zu den Unterarten von Pflaume (Prunus domestica) gehören Zwetschgen, Mirabellen und Edel-Pflaumen, die ich im Garten meiner Schwiegereltern fotografiert habe.

Pflaume_Blattoberseite

Mirabellen gibt es nur in Gelb oder Grün (eventuell mit Pünktchen), nicht in Rot oder Blau. Sie sind lecker, aber mir gefällt es nicht so gut, dass das Fruchtfleisch sich von dem Kern nicht leicht ablöst.

Mirabellen_Prunus_domestica_subsp._syriaca

Die meist grünen Renekloden gehören zu den Edel-Pflaumen. Es gibt verschiedene Reneklodensorten, zum Beispiel ‘Boddarts Reneclode’ oder ‘Meroldts Reneclode’. „Reneklode“ ist also so etwas wie ein Sammelbegriff für die meist grünen Sorten der Edel-Pflaume. Die Botaniker rollen wahrscheinlich gerade mit den Augen :-D

Reneklode_Größenvergleich
Prunus_domestica_subsp._italica_var._claudiana

Die Haferschlehe habe ich im Botanischen Garten Tübingen fotografiert und habe doch recht lange gebraucht, sie eindeutig bei den Pflaumen einzuordnen. Prunus domestica auf dem Schildchen war klar, aber „Schlehe“ im Namen hatte irritiert. Ich hatte sie sogar gekostet, ihr Geschmack erinnerte mich auch eher an den Schlehdorn als an die Zwetschge. Aber mittlerweile bin ich mir sicher, sie gehört zu dem Pflaumen.

Haferschlehen_Prunus_domestica_subsp._insititia

Bei der Recherche für diesen Post musste ich feststellen, DIE Pflaume gibt es nicht. Es ist vergleichbar mit einer siebenfingrigen Hand. Die Finger (Pflaumen) heißen Zwetschge, Halbzwetschge, Edelpflaume, Mirabelle, Kriecherl, Ziparte und Spilling… Jede Zwetschge ist eine Pflaume, aber nicht jede Pflaume ist eine Zwetschge. Und das, was im Laden als „Pflaume“ ausgezeichnet wird, ist sehr wahrscheinlich eine Edel-Rund-Pflaume (Prunus domestica subsp. italica var. subrotunda), also eine Sortengruppe von Edelpflaumen. Die Welt der Pflaumen bleibt verwirrend…