20260226 Rezension Ayeshas Pinsel Cornelia Funke Pauline Pete Buchblog Buecherherbst bookstagram Kunstanstifter Verlag

Wie erklärt man Kindern Krieg – ohne ihnen die Hoffnung zu nehmen?

Kinderbücher, die das Thema Krieg behandeln, stehen vor der doppelten Herausforderung, die Realität ernst zu nehmen, ohne sie zu überwältigend darzustellen. Sie dürfen vereinfachen, aber nicht verharmlosen. Und sie benötigen Bilder – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn –, die Halt geben, ohne eine falsche Sicherheit zu suggerieren. In diesem Spannungsfeld bewegt sich „Ayeshas Pinsel” von Cornelia Funke und Pauline Pete. Das Buch entscheidet sich für eine klare, zugängliche Form und vertraut darauf, dass Reduktion mehr leisten kann als Pathos. Schon als Gegenstand hinterlässt das Buch einen Eindruck: Der leicht geriffelte Bucheinband und die matte Oberfläche vermitteln den Eindruck, dass die physische Qualität nicht dekorativ, sondern konsequent durchdacht ist.

Die Geschichte selbst beginnt in einer namenlosen, bunten Stadt. Ayesha wohnt in einer Welt, die schön und lebendig erscheint und in der Farben allgegenwärtig sind. In Pauline Petes Illustrationen werden warme Aquarellflächen, weiche Konturen und eine leicht gedeckte, aber lebendige Palette verwendet. Die Stadtansichten sind verschachtelt, detailreich und fast verspielt. Häufig wird perspektivisch mit Aufsicht oder leicht gekippter Raumdarstellung gearbeitet, wodurch die Welt formbar, offen und gestaltbar wirkt.

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Weitere Buchpreise, weitere Nominierte

Spannende Entdeckungen abseits des Deutschen Buchpreises NachdemFußballbuch des Jahres Fußballkultur Buecherherbst Buecherblog Buchpreis kürzlich die Longlist zum #dbp16 bekannt gegeben wurde (hier habe ich ein paar Statistiken hierzu aufbereitet: Die Nominierten), warten alle gespannt auf die Shortlist. Doch neben dem bedeutendsten Buchpreis im deutschsprachigen Raum wurden aktuell weitere Bücher für Auszeichnungen nominiert: So wurde die Shortlist zum Fußballbuch des Jahres 2016 der Deutschen Akademie für Fußballkultur bekannt gegeben, ebenso wie die Hotlist, bei der die besten Bücher aus unabhängigen Verlagen geehrt werden.Buecherherbst Buecherblog Hotlist Buchpreis

Außerdem: „Ende August beginnt in Paris jedes Jahr aufs Neue die Jagd der Verlage nach den großen Literaturpreisen. Rund 600 Romane werden auf den Buchmarkt geworfen. Die Medien diskutieren aber nur über 30 bis 40. Wessen Autor den wichtigsten Preis, den Prix Goncourt, gewinnt, darf sich freuen.“ (Deutschlandradio Kultur)

Weitere Themen der vergangenen Woche in der Rückblende:

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