Schuld und Verantwortung – Gedanken zu „Fünf Fremde – Nur einer kennt das tödliche Geheimnis das sie alle verbindet“ von Romy Fölck

Inhalt:

Die Wellen peitschen gegen die Fähre, als fünf Passagiere an einem stürmischen Oktobertag die Insel Neuwerk in der Nordsee erreichen. Für vier von ihnen ist es die Rückkehr an einen Ort, der dunkle Erinnerungen wachruft. An einen Sommer vor dreißig Jahren, in dem zwei Teenager spurlos aus dem Schullandheim verschwanden. Auch damals waren die vier auf Neuwerk – und eine Frage hat sie seither nie mehr losgelassen: Was geschah in jenem verhängnisvollen Sommer wirklich? Als ein Orkan aufzieht und niemand die Insel verlassen kann, drängen lang gehütete Geheimnisse an die Oberfläche. Denn es gibt jemanden, der die Antwort kennt. Und der nicht eher ruht, bis eine alte Schuld endlich gesühnt wird …

Romy Fölck nutzt in „Fünf Fremde“ scheinbar kleine alltägliche Situationen als Ausgangspunkt für einen Psychothriller, der psychologische Tiefe und moralische Reflexion verbindet. Auf den ersten Blick wirken die Handlungen der Jugendlichen und Figuren nachvollziehbar, ihrem Alter entsprechend und können nicht direkt als „Schuld am/verantwortlich für“ den Tod eines Menschen gemacht werden. Doch die Geschichte zeigt, wie Entscheidungen, Unterlassungen oder unverarbeitete Schuld Gefühle und Handlungen langfristig prägen können.

Die Charaktere vielschichtig ausgearbeitet:

  • Kinder/Jugendliche (12/13): Ihre Entscheidungen spiegeln typisches Verhalten in einem Alter wider, in dem Urteilsvermögen, Impulskontrolle und Verantwortungsbewusstsein noch nicht vollständig entwickelt sind. Angst, Unsicherheit oder Panik beeinflussen ihre Handlungen und lassen moralische Dilemmata entstehen.
  • Erwachsene Charaktere (Anfang 40): Im Verlauf der Geschichte entwickeln sich die Figuren in komplexer Weise. Ihre Handlungen zeigen, wie innere Schuld, Traumata oder ungelöste Konflikte psychologisch wirksam werden können und ihre Leben in unterschiedlichen Maße geprägt hat.

  • Fölck verdeutlicht, dass Schuld nicht immer proportional zu Handlungen ist. Auch kleine Entscheidungen oder Unterlassungen können psychologische Konsequenzen haben und moralische Reflexion erfordern.

Meine Gedanken:

Das Buch regt Leser:innen dazu an, über Verantwortung, Schuld und Sühne nachzudenken:

  • Wer trägt moralische Verantwortung in Extremsituationen?
  • Wie wirken unverarbeitete Schuldgefühle langfristig auf das Verhalten von Menschen?
  • Wie unterscheiden sich kindliche Urteilsfähigkeit und moralische Verantwortung von erwachsener Handlungskompetenz?
  • Über moralische Grauzonen, in denen es kein einfaches Richtig oder Falsch gibt
  • Über die psychologische Wirkung kleiner Fehler und Unterlassungen

Die Geschichte zeigt, dass moralische Entscheidungen oft von Angst, Unsicherheit oder psychologischen Zwängen beeinflusst werden – und dass die psychologische Wirkung von Handlungen manchmal stärker wiegt als ihre tatsächliche Größe.

Handlung

Insbesondere das Ende ließ mich erst Kopfschüttelnd zurück. Die Handlungen der Täter standen für mich in keinem Verhältnis zur „Schuld“ der Opfer – insbesondere in Anbetracht des Alters damals und heute. Wirkten nicht vollkommen schlüssig und nachvollziehbar, in gewissem Sinne auch übertrieben und unlogisch.

Nach kurzem Innehalten und nochmaligem Nachdenken habe ich begonnen das Ende anders einzuordnen.

Für mich wurde dieses Ende dann passender, da gerade die Unschlüssigkeit, das Übertriebene mich zum Nachdenken und Reflektieren brachte. Mich dazu motivierte mich näher mit den Themen unverarbeitete Schuld, traumatische Erfahrungen, … – auseinanderzusetzen und der Kontrast zwischen jugendlicher Naivität und objektiver Schuldunfähigkeit einerseits und erwachsener Komplexität gerade dadurch deutlich wurde.

Die Geschichte wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen und wird aus mehreren Perspektiven erzählt , was die langfristigen Folgen von Entscheidungen und die psychologische Entwicklung der Charaktere nachvollziehbar macht.

Fazit

Fünf Fremde kann für Leser, die sich darauf einlassen, mehr als ein Thriller sein. Es kann zu einer psychologische und moralische Reflexion über Verantwortung, Schuld und die Wirkung von Entscheidungen über Zeit hinweg anregen Die Geschichte überzeugt durch psychologische Tiefe, moralische Fragen und vielschichtige Charaktere.

Mental Health Hidden Identity

Audio: Bastei Lübbe gekürzte Lesung ET: 2. März 2026

Die Coverrechte: siehe Verlag. Sie dienen lediglich der Veranschaulichung.

Inhalt/Klappentext: s. Verlagsseite

Indiebookday 2026 – Feiertag des unabhängigen Verlegens

Worum geht es beim Indiebookday ?

Der Indiebookday ist eine eine Initiative des mairisch Verlags: www.mairisch.de Der erste Indibookday 2013 fand im deutschsprachigen Raum große Aufmerksamkeit. In den nachfolgenden Jahren schlossen sich auch Teilnehmer aus anderen Ländern wie an.

Das Ziel ist es die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt und das Engagement kleiner Verlage zu lenken.

Das diesjährige Plakat wurde von Karen Köhler gestaltet. Inspiriert wurde es von den drei vom Deutschen Buchhandelspreis ausgeschlossenen Buchhandlungen.

Aktion:

Bestellt oder kauft Euch zum 14.03.2026 in einer Buchhandlung Eures Vertrauens ein Buch. Irgendeines, das Ihr sowieso gerade haben möchtet. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen.

Danach postet Ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie Ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Insta, TikTok, Facebook, Twitter o.ä.) oder einem Blog Eurer Wahl mit „#indiebookday“. Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.

Doch was ist ein unabhängiger Verlag und was ist ein Indiebook?

Was genau und bis wann ein Verlag als unabhängig gilt ist, wie bei vielem anderen auch, Definitionssache und wird häufig diskutiert. Verlagsgröße, Anzahl der Publikationen, Jahresumsatz welche Größe sollte man wählen – und was passiert mit einem Verlag wie z.B: in diesem Jahr ganz aktuell der Second Chances Verlag, der mit seinem Buch „Heated Rivalry“ von Rachel Reed einen Bestseller verlegte?

Aber ist nicht viel entscheidender als die Frage welche Größe zur Bestimmung herangezogen wird die Tatsache, das es insbesondere darum geht den Blick über den Tellerrand hinaus zu lenken. Sich Abseits vom Mainstream umzuschauen und dort unentdeckte Perlen zu entdecken?

Zumindest ist das immer mein Ansatz. Egal ob es sich um unabhängige Verlage, Bücher von Selfpublishern oder unabhängige Buchhandlungen handelt. Ich bewege mich gerne immer wieder ausserhalb des Mainstreams um meinen Horizont zu erweitern.

Zudem muss ich zugeben, das ich gerade bei Indiebüchern bisher meist die größte Bereitschaft entdeckt habe außergewöhnliche Geschichten zu schreiben, neues zu wagen.

Mein neues #Indiebook pünktlich am Indieboolday geliefert:

„A City of Blood an Faith“ von Elivra Zeißler

Wie ist es bei Euch? Welche Selfpublisher, unabhängigen Verlage oder Buchhandlungen könnt ihr empfehlen?

Mehr Infos zum Indiebookday

http://www.indiebookday.de

Coverrechte:: siehe Seite der Autorin bzw. der indiebookday

Werbung Rezension „Das Haus an der Düne“

von Agatha Christie Krimi Detektivroman

„Das Haus an der Düne“

von Agatha Christie / Atlantikverlag

bereitete mir wieder einige spannende Lesestunden. 

Hercule Poirot trifft in seinem Urlaub eine junge Frau, die mehrere scheinbare Unfälle überlebt und sich bei näherer Betrachtung als Mordversuche herausstellen, überlebt.

Während er versucht sie vor weiteren Anschlägen zu schützen, entdeckt er nach und nach wer und welch ausgeklügelter Plan hinter den Anschlägen steckt. 

Das „Haus an der Düne“ (1932) gehört zu den frühen Poirot-Fällen mit den für ihre Werke typischen Merkmale, wie Spannung, Täuschung, viele Verdächtige und eine überraschende Auflösung.

Die Handlung steht klar im Mittelpunkt der Geschichte. Die Charaktere sind eher funktional und handlungsorientiert und nur soweit ausgearbeitet wie es für den Handlungsverlauf notwendig ist.  So bleibt der Focus auf der kriminalistischen Rätselstruktur. 

Der Schreibstil klar und auf das wesentliche reduziert sodass die Handlung zügig voranschreitet und die Spannung erhalten bleibt. 

Gezielte Irreführung durch falsche Fährten, gezielte Andeutungen und scheinbar unwichtige Details deren Bedeutung den meisten Lesern erst zum Ende hin bewusst werden, sorgen ebenfalls für Spannung.

Im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten gibt es zu Beginn viele kleine Unfälle, die wie Mordversuche aussehen und Poirots Interesse wecken sodass er zu ermitteln beginnt. 

Fazit:

 Empfehlenswert für Leser, die, wie ich, Freude daran haben, aktiv mitzudenken und die Hinweise selbst zu entschlüsseln. Wer gerne rätselt, den Täter sucht und überrascht werden möchte. Eine schöne Mischung aus Spannung, Cleverness und überraschenden Wendungen. 

Rezension „Maeve – Flammen und Freiheit“

von Kio Moonfleur

Der finale Band der Maeve Reihe konnte mich wieder fesseln und begeistern.

Dieses Mal erlebte ich die Geschichte aus der Perspektive von Maeve und Dios und konnte so ihre Gedanken, Gefühle und Entscheidungen nachvollziehen und beide Handlungsstrange verfolgen.

Ein Großteil der Handlung spielt auf Teaml, einem Planeten voller Gegensatze: eine Gesellschaft ohne große Hierarchien, aber in einer lebensfeindlichen, giftigen Atmosphäre. Tenal zeigt, dass manche Konflikte innerhalb des Systems nicht lösbar sind: unvereinbare Gegensätze erfordern, dass neue Wege und Lösungen außerhalb bekannter Strukturen gefunden werden.

Der ursprüngliche Wunsch nach einer perfekten Lösung ist nicht realisierbar und die Charaktere müssen akzeptieren, dass nicht alles vollständig aufgelöst werden kann.

Themen, die mich beim Lesen beschäftigten:

Verantwortung & Opfer:

Entscheidungen, die weit über persönliche Bedürfnisse hinausgehen, prägen den Verlauf der Geschichte.

Jeder Schritt hat Konsequenzen, die zum Nachdenken anregen.

Leben und Moral:

Die Charaktere stehen vor Herausforderungen, die ihre Werte, Loyalität und Menschlichkeit auf die Probe stellen und zeigen, dass Verantwortung oft schwerwiegende Entscheidungen erfordert.

Tenal als Spiegel:

Der Planet symbolisiert für mich die Balance zwischen natürlichen Grenzen, gesellschaftlicher Verantwortung und individuellen Freiheiten.

Die Charakterentwicklung und die moralischen Dilemmata regten mich zum Nachdenken an.

Kein reines Happy End, kein fertiges Rundum-Paket, sondern eine Geschichte über Verantwortung, Mut, Balance und die Notwendigkeit mit Unvollkommenheit zu leben.

Ein Abschluss, der nachhallt und zum Nachdenken anregt.

TopTenThursday ThrowBack: 10 Highlights die euch in Erinnerung geblieben sind

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Beim heutigen TopTenThursday bei der lieben Aleshanee von Weltenwanderer dreht sich alles um Highlights die ihr vor über einem Jahrzehnt gelesen habt und die ihr nicht vergessen habt.

Ehrlicherweise muss ich zugeben, das ich zu dieser Zeit unzählige Kinderbücher und Literatur zum Thema „Erziehung und Entwicklung von Kindern“ gelesen habe.

Krimis und Thriller konnte ich zu dieser Zeit nicht lesen da ich keinen emotionalen Abstand halten konnte.

Und auch sonst musste ich mich auf Geschichten beschränken bei denen es mir nichts ausmachte von meinen Kindern unterbrochen zu werden.

Aber ich bin nach längerem Suchen doch noch fündig geworden und habe einige Bücher gefunden die mir in Erinnerung geblieben sind:

💎 “Bis du wieder atmen kannst“ (Julia und Jetemy Reihe) von Jessica Winter

hat mich damals emotional völlig mitgenommen. Das Ende , die ganze Geschichte trifft mich immer noch sehr, sobald ich daran denke.

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💎 “Seelen der Nacht“ All-Souls-Reihe von Deborah Harkness

habe ich mehrfach gelesen – oder durchgesuchtet trifft es eher.
Historische Fantasy, Romance, Magie, Zeitreise-Elem

💎 „Unsterblich mein“ von Emily Bold
Fantasy-Romance, übernatürliche Wesen, Coming-of-Age.

💎 „Verwandte Seelen“ Nica Stevens
Paranormale Romance, Gestaltwandler/Mystery-Element

💎 „Royal – Ein Leben aus Glas“ von Valentina Fast
Romantische Fantasy/YA, Drama in einem fiktiven Königs

💎 „Selection“ von Kiera Cass
Dystopie + Romance, Reality-Show-ähnliches Prinzessinnen-Setting, Jugendbuch.

💎 „Königsblut“ von Karola Löwenstein
Fantasy + Romance, Königreich-Setting, Abenteuer und Intrigen.

💎 „Nachtschatten“ von Juliane Seidel
Paranormale Romance, Vampir-/Mystery-Elemente, junge Erwachsene.

💎 „Die Auswahl“ von Ally Condie
Dystopie + Liebesgeschichte, gesellschaftliche Kontrolle, Coming-of-Age.

💎 „Geheimnisse von Blut und Liebe“ von Elke Aybar
Vampir-/Romantik-Fantasy, Geheimnisse und Intrigen, junge Erwachsene

Welche Bücher könnt ihr nicht vergessen?


Die Coverrechte liegen beim jeweiligen Verlags. Schriftstellers bzw. sonstigen Rechteinhabern und dienen lediglich der Veranschaulichung. Bildquellen siehe die jeweiligen Verlags bzw. Autorenseiten. 




in

Werbung Rezension „Moorland – Die Zwillinge“

von Andreas Winkelmann Thriller

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Der Auftakt einer neuen Thrillerreihe konnte mich von Beginn an fesseln und begeistern.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, sodass ich als Leser die Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen aus den unterschiedlichsten Perspektiven betrachten konnte, einen Einblick in ihre Gedanken erhielt und verschiedene Handlungsstränge verfolgen konnte. Die Perspektivwechsel tragen zusätzlich dazu bei, Informationen nur schrittweise preiszugeben und so Spannung aufzubauen.

Dies gab mir ein vielfältiges Bild der Ereignisse.

Die einzelnen Kapitel sind kurz, die Perspektiven wechseln mit jedem neuen Kapitel. Einerseits empfand ich es als positiv, dass die Kapitel mit dem jeweiligen Tag und einer Tageszeit versehen waren – aber mir gleichzeitig die Wiederholung der teilweise gleichen Tageszeit vor jedem neuen Kapitel etwas zu viel erschien. Insbesondere beim Hörbuch empfand ich dies als störend.

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Zitat: S. 328

Die Charaktere

Interessant und eigenwillig. Insbesondere die Protagonisten, die den Leser noch in den weiteren Bänden begleiten werden, sind mit einer gewissen Tiefe und Vielschichtigkeit angelegt, sodass ich mir als Leser Gedanken zu angedeuteten Themen machte und Überlegungen anstellte, welche Hintergründe diese haben könnten, was vorgefallen sein könnte und ob bzw. inwieweit sie im weiteren Verlauf noch relevant werden könnten. Diese Andeutungen lassen vermuten, dass einige Hintergründe der Figuren möglicherweise erst im Verlauf der Reihe vollständig aufgegriffen werden.

Besonders interessant fand ich den Konflikt zwischen Malia Gold und ihrer Mutter. Hier treffen unterschiedliche Rollen und Erwartungen aufeinander.

Als Ermittlerin ist Malia verpflichtet, professionell zu handeln und keine Privatpersonen in die Ermittlungen einzubeziehen. Ihre Mutter hingegen kennt das Moor und das Dorf seit vielen Jahren, handelt eigenständig und lässt sich nur ungern etwas vorschreiben.

Dadurch entsteht ein Rollenkonflikt zwischen beruflicher Pflicht und familiärer Beziehung, der gleichzeitig auch ein Autoritäts- und Loyalitätskonflikt ist.

Einerseits ist die Mutter durch ihre Ortskenntnis eine wertvolle Hilfe, andererseits überschreitet sie Grenzen und bringt sich selbst in Gefahr. Genau dieses Spannungsfeld verstärkt die Dynamik zwischen beiden Figuren und trägt zur Spannung der Geschichte bei.

Die anderen Charaktere erfüllten für mich eher „ihren Zweck“. Ihre Gedanken und Handlungen waren für mich lediglich für den Verlauf der Handlung ausschlaggebend – luden mich aber weniger dazu ein, mich näher mit ihnen oder ihren Beweggründen bzw. Gründen für ihr Handeln auseinanderzusetzen.

Zitat: S. 214

Die Handlung

Die Handlung ist spannend und enthält interessante Wendungen, die sicherlich viele Leser überraschen und aufs Glatteis führen könnten.

Die eingestreuten Fakten zu Mooren fand ich interessant und sie forderten mich dazu auf, mein Wissen darüber zu vertiefen.

Atmosphäre

Die Gefahren einer Moorlandschaft, die heraufziehenden Nebel und die Einsamkeit – die einen überfällt, auch wenn andere in der Nähe sind, aber durch den Nebel nicht sichtbar – unterstreichen die düstere, beklemmende Atmosphäre, erzeugen Spannung und lassen ein Gefühl von Bedrohung spür- und erlebbar werden. Die Moorlandschaft fungiert dabei nicht nur als Kulisse, sondern verstärkt aktiv das Gefühl von Orientierungslosigkeit und Gefahr.

Fazit

Dass die Rezension nicht überschwänglich klingt, ist sicherlich in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass mich diese Geschichte nicht – wie einige zuvor – zu einer intensiven, weit über die Geschichte hinausgehenden Analyse der Charaktere, des Gesellschaftssystems oder moralischer und philosophischer Fragen herausforderte.

Nichtsdestotrotz konnte mich der Thriller fesseln und begeistern. Sowohl die Atmosphäre als auch die Handlung und die Charaktere konnten mich überzeugen und mich die Entwicklung gespannt verfolgen lassen.
mich bin gespannt wie es mit Malia und Mutter weitergeht und welche Fälle sie in der Zukunft lösen wird.

Bloggerbox vom Verlag

Hörbuch: selbst gekauft

Rezension „Karibische Affäre“ von Agatha Christie

konnte mich wieder begeistern

Ich liebe „Miss Marple “ – eine unscheinbare, strickende alte Dame. Eine stille Zuhörerin, der die Menschen gerne ihre Gedanken mitteilen und sie vollkommen unterschätzen. Ihre Menschenkenntnis, ihre Beobachtungsgabe ihre ruhige Art und ganz besonders sticht für mich heraus, das sie meist eher im Hintergrund bleibt.

Nicht so in „Karibische Affäre“ – hier übernimmt sie eine aktivere Rolle.

Auf einer tropischen Insel stirbt ein Mann und Miss Marples Spürsinn schlagt gleich Alarm. Sodass sie aktiv nach Unterstützern sucht um einen befürchteten weiteren Mord zu verhindern.

Ein Cosy Crime Krimi mit typischer Whodunit Struktur, überraschenden Wendungen und natürlich das Sammeln von subtilen Hinweisen die für mich immer wieder den Reiz von Rätselkrimis ausmachen.

Der Roman besticht für mich wieder durch eine Mischung aus Spannung, psychologischer Finesse und charmantem tropischen Flair.

Das eintauchen in die damalige Lebenswirklichkeit einerseits faszinierend aber auch bedrückend z.B im Hinblick auf ihre Schattenseiten (Kominalismus, Rassismus) …

Die Aktualität, die sich beispielsweise durch die Übertragbarkeit auf die heutige Zeit, z.B. was die „Wirkungsweise und die Wirksamkeit“ von Gerüchten betrifft … lassen mich immer wieder neue Dinge entdecken die mich dazu verleiten mich näher mit ihnen zu beschäftigen.

Insgesamt wieder ein typischer Rätselkrimi der mich gut unterhielt.

Rezension „Till the End of the Moon – Gefährlicher Traum“ von Teng Luo Wei Zhi

Auch beim zweiten Band fiel mir der Einstieg wieder schwer. Ich musste mich erst wieder an den Schreibstil, den Stil der Übersetzung gewöhnen. Wie in Band 1 so mir auch hier sprachliche und emotionale Tiefe. Ich vermute das dies möglicherweise an der Übersetzung liegt. Im Chinesischen transportieren unterschiedliche Namen, Höflichkeitsformen und Redewendung viel über Nähe, Status, Hierarchie und emotionale Beziehungen zwischen den Figuren. Subtile Unterschiede – etwas respektvolle Titel, vertraute Kose- oder Liebesnamen, alters und rangbezogene Zusätze geben den Dialogen und Monologen Tiefe und lassen Beziehungen auf mehrere Ebenen spürbar werden. Andererseits könnte eine allzu wörtliche Übernahme dieser Vielfalt in der deutschen Fassung Leser zusätzlich verwirren, da nicht immer sofort klar wäre, welcher Charakter gerade gemeint ist. Zudem könnten die meisten aus den unterschiedlichen Anreden keine Rückschlüsse ziehen.

Auch bildhafte Redewendungen („Chengdu“) oder kulturelle Zitate können in wenigen Worten viel über Gefühle, Sehnsüchte und Konflikte ausdrücken. Aber genau dieses Gefühl fehlte. Das Gefühl von Gewicht, Tiefe und Resonanz in den Sätzen. Sie fühlten sich nicht bedeutsam an und entfalteten zumindest zu Beginn kaum innere Wirkung. Aber dies änderte sich wieder im Verlaufe der Geschichte und ich konnte die langsam aufkeimenden Emotionen insbesondere bei Tantai Jin spüren.

Auch wenn ich das Gefühl hatte das für mich einiges verloren ging.

Ich bewundere die Leistung der Übersetzer. Hätten sie wirklich alle unterschiedlichen Anredeformen und Nuancen übernommen, wären viele westliche Leser*innen wahrscheinlich verwirrt gewesen und hätten die Figuren nur schwer auseinanderhalten können. Auch bildgewaltige Redewendungen könnten ohne kulturellen Hintergrund nicht decodiert werden. Insofern ist die Vereinfachung ein sinnvoller Kompromiss, der die Geschichte verständlich macht, ohne die zentralen emotionalen Beziehungen zu zerstören.

Vielleicht liegt aber auch eher an meinen Erwartungen: Ich hatte gehofft durch mehr innere Monologe von Tantai Jin, seine Gedanken und Gefühle zu erfahren, doch zu Beginn blieb dies weitgehend aus.

Zur Mitte des Bandes hin konnte ich mich dann endlich wieder mehr auf die Geschichte einlassen. Besonders spürbar waren für mich die subtilen Veränderungen bei Tantai Jin: seine Zerrissenheit, seine Grausamkeit, aber auch die Momente, in denen er für SuSu Ausnahmen schafft. Man erkennt, wie sehr er von Geburt an gelernt hat, dass niemand wirklich bei ihm bleiben wird und wie sehr er sich dennoch nach Beständigkeit und Nähe sehnt. Diese Mischung aus Härte und Sehnsucht macht seine Figur für mich so faszinierend und tragisch zugleich.

Insgesamt konnte mich die Fortsetzung im Verlauf der Geschichte wieder emotional erreichen und ließ mir wieder Raum für eigene Interpretation. Die Übersetzung transportiert zwar für mich die Haupthandlung und die emotionale Entwicklung, doch ich habe auch das Gefühl das viele Zwischentöne verloren gehen. Auch wenn ich vollkommen nachvollziehen kann, das dieser Kompromiss für die meisten Leser notwenig ist um einen Überblick behalten zu können.

TopTenThursday- Zeige uns 10 Reihen die du abgebrochen hast – und warum.

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Heute dreht sich beim TopTenThursday von Aleshanee von Weltenwanderer – alles um Reihenabbrüche und die möglichen Gründe …

Ich führe keine Listen und habe keinen Überblick über meine abgebrochenen Reihen …

Aber der wohl häufigste Grund warum ich Reihen abgebrochen habe, oder kann man in dem Fall gar nicht von Abbruch sprechen 🤔 und sollte richtigerweise eher nicht beendete Reihen sagen?

Ist schlicht und einfach, das ich sie aus den Augen verloren habe, zwischen den einzelnen Erscheinungsterminen zuviel Zeit vergangen ist.

Aber. Und zu meinen Reihen und den Gründen für meinen Abbruch:

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Bei

Chroniken der Seelenwächter von Nicole Böhm
ist das definitiv der Fall. Häufig habe ich die vorherigen Bönde nochmals gelesen, dann war es nicht mehr machbar – und schließlich wollte ich warten bis alle Bönde erschienen sind.
Bei 42 Teilen dauerte es doch so lange … das sich sie letztendlich aus den verlor und ich sie eigentlich noch lesen möchte – aber ….

Die Dunkeldorn Chroniken von Katharina Seck

fielen zeitlich in meine über 2-jährige Leseflaute und ich habe bisher nicht das Verlangen sie zu beenden.

Bei

„Novel Haven“ von Annabell Stehl

„Like Shadows wie hide“ von Ayla Dade

„CURSED Kiss“ von Alana Falk

„Kristallblau“ von Amy Ewing

und „Happy“ von Dagmar Bach

fand ich die Geschichte zwar ganz ok, aber teilweise zu viel Spice oder mich doch zu wenig fesselnd als das ich sie, bei all den Neuerscheinungen, weiter verfolgen möchte.

„Faebound“ von Saara El-Arifi ist das einzige das mich so irgendwie nicht abholen konnte.

Und

„Crave“ von Tracy Wolff

Hier wollte ich eigentlich erst das Erscheinen aller Bönde abwarten denn Band eins war mir zwar zu spicelastig aber ich fand’s trotzdem so gut das ich weiterlesen wollte …
Aber der Plagiatsverdacht lässt mich abwarten … ob ich die Reihe weiterlesen werde

Wie ist es bei euch?
Kennt ihr die ein oder andere Reihe und teilt meine Meinung? Oder konnte sie euch überzeugen?

Welche Reihe habt ihr – aus welchem Grund abgebrochen?

Werbung – „Neustart Ernähurng“ von Jule Klein – DK Verlag

für mich ein empfehlenswertes Kochbuch und gleichzeitig ein fundierter alltagstauglicher Einstieg in die antientzündliche Ernährung.

Das Buch beginnt mit rund 50 Seiten verständlich aufbereitetem Wissen rund um die Ernährung, bevor der Rezeptteil folgt.
Themen wie Blutzucker-Balance,
Makro- und Mikronährstoffe, Darmgesundheit, Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Schlafqualität sowie zyklusbasierte Ernährung werden klar und praxisnah erklärt.
Schaubilder, Fotos und Hacks unterstützen das Verständnis.
Der Schreibstil ist eher persönlich und nicht trocken und wissenschaftlich.

Der Rezeptteil

ist übersichtlich gegliedert in Frühstück, Mittagessen, Snacks und Abendessen.
Die Gerichte sind überwiegend vegan, meist in wenigen Schritten zubereitet und kommen mit Zutaten aus, die man im Supermarkt findet.

Der Fokus der Gerichte lag für mich auf den einzelnen, frischen Zutaten und vermeiden Industriezucker um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

Die Rezepte sind meist für 2 Personen ausgelegt.

Ein Register sowie Nährwertangaben und Fotos zu jedem Gericht runden das ganze ab.

Fazit:

Ein inspirierender, leicht verständliches Kochbuch, sowie ein guter Leitfaden für alle die sich antientzündliche und ausgewogen Ernähren möchte und ihre Ernährung umstellen möchten.

Als Laie und Einsteiger ist es mir nicht möglich die jeweiligen Aussagen auf ihre wissenschaftliche Korrektheit zu überprüfen.