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Sonntag, 6. Februar 2022

Für immer nur du - Devney Perry

 

Autor: Devney Perry


Verlag: Piper

Seitenzahl: 416

ISBN: 978-3492316576

Erscheinungsdatum: 01. Februar 2021

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Piper

oder bei: Amazon



Cover:

Das Cover zeigt einen Vogelkäfig, dessen Tür offen steht, während der Vogel oben drauf sitzt. Mich haben zuallererst die Farben angesprochen, da sie perfekt harmonieren mit dem Stapel Briefe. 


Erste Sätze:

»Miss?« Es gelang mir, die Bedienung auf mich aufmerksam zu machen, als sie an unserer Tischnische vorbeikam. »Noch ein Bier, bitte.«


Inhalt:

Sechs Jahre sind seit ihrer Scheidung vergangen, Molly ist endlich bereit für etwas Neues. Da taucht plötzlich ein merkwürdiger Brief auf. Er stammt von ihrem Ex-Mann Finn und ist fünfzehn Jahre alt, geschrieben unmittelbar nach ihrer ersten Begegnung. Weitere Briefe treffen ein, und jeder beschreibt einen Schlüsselmoment ihrer großen Liebe. Die Briefe sprechen die Sprache der Liebe und der Hoffnung, aber auch des Schmerzes und der Wut. Doch woher kommen die Briefe? Finn hat sie damals geschrieben, aber er ist es nicht, der sie heute schickt. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche.


Meine Meinung zum Buch:

"Für immer nur du" ist ein Buch, über das ich irgendwann eher zufällig stolperte, da mich das Cover ansprach. Dass es die Fortsetzung von "Ein Sonnenstrahl im Regen" war, habe ich erst im Nachhinein erfahren, aber man konnte diese Geschichte auch prima ohne den ersten Band zu kennen lesen, da es jeweils um unterschiedliche Hauptprotagonisten geht. 

Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Molly als auch aus der von ihrem Ex-Mann Finn erzählt und nach und nach erfährt man anhand der Briefe, die Molly viele Jahre nach der Scheidung von Finn erhält, wie die Beiden sich kennenlernten und wie es später Stück für Stück zur Trennung kam. Ehrlich gesagt, tat ich mich mit den Hauptprotagonisten etwas schwer und wurde auch bis zum Ende hin, nicht so recht warm mit ihnen. Stellenweise nervten sie mich schlichtweg mit ihrem ganzen Selbstmitleid und den stets wiederkehrenden gegenseitigen Vorwürfen. 

Das Buch konnte mich leider bis zum Ende hin nur mäßig mitreißen, da ich die Hauptcharaktere mit den immer und immer wiederkehrenden Dialogen über die Trennung, die gegenseitigen Vorwürfe und Fehler sehr schnell überdrüssig war. Oftmals wollte ich das Lesen abbrechen oder hatte bereits nach wenigen Seiten die Lust verloren weiterzulesen. Ich fand da die Nebencharaktere beinahe schon spannender. Dennoch wollte ich natürlich erfahren, wer der Versender der Briefe war und warum die Briefe erst so viele Jahre nach der Trennung plötzlich bei Molly ankamen.

Mein Fazit:

Alles in allem eine nette Geschichte, die man mal lesen kann und die deutlich macht, wie schnell eine große Liebe zerbrechen kann. Mir war das Buch an vielen Stellen jedoch zu langatmig beschrieben und irgendwann einfach nur noch öde, da diese Trennung wirklich bis ins allerkleinste Detail aufgearbeitet wurde.





Sonntag, 8. Oktober 2017

Im siebten Sommer - Rowan Coleman


Autor: Rowan Coleman

Verlag: Piper

Seitenzahl: 528

ISBN: 978-3-492-30803-8

Erscheinungsdatum: 01. August 2017

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Piper

oder bei: Amazon



Cover:


Als ich das Cover das erste Mal sah, dachte ich durch die farbigen Ränder automatisch an die Luftpost-Umschläge zurück, die meine Mutter früher immer von ihrer russischen Brieffreundin bekam. Mir gefiel die geschwungene Schriftform des Titels sehr und durch die Herzchen konnte man direkt erahnen, dass es sich um einen Liebesroman handeln musste.


Erster Satz:


»Sagen Sie mal, wissen Sie eigentlich, wie spät es ist?«


Inhalt:


Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit, strandet Rose mit ihrer Tochter in einem kleinen Bed & Breakfast, im idyllischen Millthwaite. Dies war der erste Ort, der ihr nach dem Verlassen ihres Ehemannes einfiel, denn sie wollte unbedingt den Kunsthändler Frasier wiedersehen, der ihr seit vielen Jahren nicht mehr aus dem Kopf ging. Frasier besuchte sie einst, als er auf der Suche nach weiteren Kunstwerken ihres Vaters war und für Rose war diese kurze Begegnung immer etwas Besonderes. Etwas, dass ihr über die schwierige Zeit mit ihrem Ehemann hinweghalf. In Millthwaite trifft sie jedoch nicht nur auf Frasier, sondern auch auf einen Mann, der Rose einst alles bedeutete.


Donnerstag, 6. Juli 2017

Nur einen Sommer lang - Susanne Rößner


Autor: Susanne Rößner

Verlag: Piper

Seitenzahl: 304

ISBN: 978-3492309028

Erscheinungsdatum: 2. Mai 2016

Ebenfalls als E-Book erhältlich!

zu kaufen bei: Piper

oder bei: Amazon



Cover:


Ich mag das Cover sehr und finde es zuckersüß. Es passt ganz gut zur Geschichte, aber das Thema Backen spielt eigentlich hierbei keine allzu große Rolle. Mich hat es dennoch sofort angesprochen und das sommerliche Motiv machte mich natürlich neugierig.


Erster Satz:


Der seltsame Vertrag wurde an einem jener seltenen Tage unterzeichnet, die schon früh im Jahr den Beginn des Frühlings ankündigen.


Inhalt:


Als Laura überraschend die Nachricht von der Erbschaft einer Alm erhält, versteht sie die Welt nicht mehr. Sie kannte weder die Vererberin noch versteht sie, warum ihre Großmutter sie jahrelang belogen hatte. Bevor sie jedoch eine Entscheidung über die Erbschaft treffen kann, soll sie für ein halbes Jahr in die oberbayerische Gemeinde Schliersee ziehen und sich ein Bild machen. Leichter gesagt wie getan, denn bereits kurz nach der Ankunft wird sie von den Einwohnern angefeindet und ausgerechnet der unfreundliche Nachbar, mit dem ihre Tante seit Jahrzehnten im Klinch liegt, rettet sie aus einer misslichen Lage.


Samstag, 22. August 2015

Lieblingsmomente - Adriana Popescu


Autor: Adriana Popescu

Verlag: Piper

Seitenzahl: 384

ISBN: 978-3-492-30446-7

Erscheinungsdatum: 13. August 2013

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Piper

oder bei: Amazon



Cover:


Das Cover des Buches zeigt einige von Laylas Lieblingsmomenten, die sie gemeinsam mit Tristan erlebt, und ich finde es einfach wundervoll. Es strahlt eine sommerliche Leichtigkeit aus und passt einfach perfekt zur Geschichte.


Erster Satz:


Das Gedränge ist wie immer groß, aber meine Kamera gibt mir Schutz und das pinkfarbene Bändchen um mein Handgelenk ohnehin.


Inhalt:


Layla teilt sich mit ihrem Lebenspartner Oliver eine Wohnung in Stuttgart. Beide gehen in ihrer Arbeit auf und sehen sich an manchen Tagen kaum, aber Layla genießt die Sicherheit die er ausstrahlt, und fühlt sich wohl damit. Während sie für einen Kunden Partyfotos knipst, entdeckt sie mit der Kamera Tristan, der sich auf der Tanzfläche nachdenklich treiben lässt und weit weg zu sein scheint. Die beiden kommen ins Gespräch und freunden sich schnell an. Layla genießt die gemeinsame Zeit mit ihm, denn Tristan hört ihr zu und öffnet ihr gleichzeitig die Augen. Zusammen erleben beide wundervolle (Lieblings-)momente und fühlen sich zueinander hingezogen, aber beide leben in einer festen Beziehung, die sie nicht aufgeben wollen.


Meine Meinung zum Buch:


Als ich mit dem Lesen dieses Buches begann, hatte ich sehr große Erwartungen an die Geschichte, da ich bereits so viel positives darüber gehört hatte. Vielleicht habe ich es deshalb immer wieder aufgeschoben, weil ich unsicher war, ob es diesen tatsächlich genügen würde. Was soll ich sagen, es hat mich mehr als überzeugt und mir ebenfalls viele Lieblingsmomente beschert. Ich habe es während meines Urlaubs gelesen und werde wohl, obwohl ich noch weitere Bücher während dieser Zeit gelesen habe, immer an die Geschichte von Layla & Tristan zurückdenken, wenn ich an meinen Sommerurlaub 2015 zurückdenke.

Layla, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, mochte ich auf Anhieb, da sie mir in vielen Dingen ähnelte. Sie liebt ihr Leben und ist glücklich mit dem was sie hat, aber sie hat so viele Träume, die sie nie verwirklicht hat, die sie immer wieder aufschiebt und eventuell irgendwann ganz aufgeben wird. Layla möchte es immer ihrem Freund Oliver recht machen und gibt sich selbst dabei ein Stück weit auf. Als sie sich dann nach und nach mit Tristan anfreundet, beginnt sie über ihr Leben nachzudenken und darunter leidet dann auch die Beziehung zu Oliver. Sie liebt das Fotografieren und möchte endlich wieder als richtige Fotografin wahr genommen werden, zweifelt aber an ihren Talenten.

Adriana Popescu schreibt sehr gefühlvoll sowie berührend, und hat mich damit wirklich mitgenommen in diese Gefühlsachterbahn, die Layla durchlebt. Sie möchte ihre Sicherheit und ihr Leben einerseits nicht einfach so aufgeben und andererseits beginnt sie gemeinsam mit Tristan vieles in einem anderen Licht zu sehen. Obwohl mir relativ schnell klar war, wie die Geschichte enden wird, fand ich es nie langweilig und es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Man spürt die Verbundenheit der Autorin zur Stadt Stuttgart immer wieder und am liebsten hätte ich während der Heimreise gleich noch einen Abstecher nach Stuttgart gemacht, aber leider lag das nicht auf unserem Weg. Nachholen werde ich das aber ganz bestimmt irgendwann.

Mein Fazit:


Ein Buch, das mich emotional sehr berührt hat. Ein Buch, welches Charaktere beinhaltet, die authentisch wirken und die einen mitreißen. Mir wird diese Geschichte noch lange in Erinnerung bleiben!



Die Reihe:

1. Lieblingsmomente
2. Lieblingsgefühle
außerdem als eBook erhältlich: Tristans Moment (Bonuskapitel zu "Lieblingsmomente")


Montag, 29. Juni 2015

Das Olivenhaus - Margherita Balbi


Autor: Margherita Balbi

Verlag: Piper

Seitenzahl: 368

ISBN: 978-3492060134

Erscheinungsdatum: 13. April 2015

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Piper Verlag

oder bei: Amazon




"Eine Frau suchen ist ein bisschen, wie Land bestellen. Erst betrachtet man die Erde, überlegt, was am besten wächst, und dann fängt man mit dem Pflanzen an." (Zitat S. 132)


Cover:


Das Cover gefällt mir phänomenal gut. Es wirkt sommerlich und versetzt einen augenblicklich in Urlaubsstimmung.


Erster Satz:


Anna liebte das Meer und betrachtete es zu jeder Tageszeit in seiner ganzen Pracht.


Inhalt:


Die Autorin Anna zieht es immer öfter in das kleine Dörfchen Albereto in Ligurien, da sie sich einfach nicht mehr wohl fühlt in der Großstadt. Sie hat sich dort bereits mit einigen Einwohnern angefreundet und als ein Haus zum Verkauf angeboten wird, fackelt sie nicht lange. Die wenigen Nachbarn nehmen sie freundlich auf und von ihnen sowie ihrer Freundin Angelina, die im Ort ein kleines Restaurant betreibt, erhält sie viele hilfreiche Tipps und Rezepte. Als eines Tages Ottavio, der ihr bei der Gartenarbeit aushilft, vor ihrer Tür steht, reagiert Anna eher distanziert. Er fühlt sich einsam und möchte unbedingt eine Frau finden, dabei kommt ihm die Idee, dass Anna eine Kontaktanzeige in einer deutschen Zeitung für ihn verfassen könnte. Als Revanche bietet er ihr an, ihr bei der Bepflanzung des Gartens zu helfen. Da Anna ohnehin mit ihrem Krimi nicht voran kommt, willigt sie ein und lernt von ihm viel über den Anbau von Wein, Oliven und Kräutern.


Meine Meinung zum Buch:


Von diesem Buch bin ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht, denn Cover und Klappentext hatten mich etwas anderes erwarten lassen, als das, was ich nun eigentlich bekommen habe. Ich hatte gehofft, eine schöne Liebesgeschichte vorzufinden, aber die kam hier definitiv etwas zu kurz.

Anna arbeitet als Autorin von Kriminalromanen in München und verbringt die Sommermonate jedes Jahr in Albereto. Da sie geschieden ist und sich ohnehin in der Großstadt nicht mehr wohl fühlt, kauft sie sich ein kleines Haus an der ligurischen Küste und pendelt von nun an zwischen Albereto und München. Sie genießt die Ruhe in ihrem Häuschen und kommt dennoch nicht voran mit dem Schreiben, denn eigentlich würde sie viel lieber zur Abwechslung mal einen Liebesroman schreiben. Seitdem Nachbar Ottavio sie bat, eine Kontaktanzeige für ihn zu verfassen, hat sie viel nachgedacht über die Liebe und beschäftigt sich ständig mit diesem Thema. Gleichzeitig hilft ihr Ottavio den Garten auf Vordermann zu bringen und sie findet mehr und mehr Gefallen an der Gartenarbeit.

Ottavio, der sich schon lange einsam fühlt, war früher Seemann und bewirtschaftet seit seiner Rückkehr das ererbte Land. Er lebt größtenteils von dem, was er selber anbaut und fühlt sich einsam. Seine Frau verließ ihn vor zwei Jahren und so beschließt er endlich eine Frau zu finden, die sich ebenfalls für das Leben auf dem Land begeistern kann und nach Möglichkeit eine Deutsche ist. Für die italienischen Frauen fühlt er sich nicht interessant genug, da er nicht viel Geld besitzt.

Besonders gut gefiel mir die Aufmachung des Buches. Wenn man das Cover aufklappt, kann man innen die Kontaktanzeige nachlesen:


Am Ende des Buches finden sich dann noch zahlreiche Rezepte, von denen ich einige sicher mal ausprobieren werde.

Der Schreibstil ist leicht lesbar und man spürt auf jeder Seite die Liebe der Autorin zur ligurischen Küste. Dennoch konnte mich das Buch nicht genug berühren und stellenweise waren mir die langatmigen Beschreibungen über ökologischen sowie nachhaltigen Anbau einfach zu langatmig. Die Handlung hat keinen richtigen Höhepunkt zu bieten und auf mich wirkte das alles viel zu einfach und problemlos. Es treten keinerlei Konflikte oder Probleme auf, und obwohl in den Gesprächen sehr ausführlich über die Liebe geredet wurde, wird sie in dieser Geschichte eher zur Nebensache. Mir fehlte das Prickeln und ein bisschen Aufregung wäre hier meiner Meinung nach sehr hilfreich gewesen. Gerne hätte ich noch mehr über Annas Vergangenheit erfahren oder die Nachbarin Domenica, die mir beinahe am sympathischsten von allen Charakteren war, da ihren Augen nichts entging und sie auch gerne mal loswetterte, wenn ihr was nicht passte.

Mein Fazit:


Das Olivenhaus ist eine ruhige Geschichte, in der man viel über den Anbau und die Verarbeitung von Oliven erfährt und sich wegträumen kann in diese bezaubernde Gegend. Allerdings sollte man nicht zu viel von diesem Buch erwarten und wer auf der Suche nach einer aufregenden Liebesgeschichte ist, wird hier nicht fündig werden.







Mittwoch, 13. Mai 2015

Der Sommer, in dem es zu schneien begann - Lucy Clarke

Autor: Lucy Clarke

Verlag: Piper

Seitenzahl: 400

ISBN: 978-3-492-06012-7

Erscheinungsdatum: 13. April 2015

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Piper

oder bei: Amazon




"Das hatte sie über die Trauer mittlerweile gelernt: Es gibt kein verlässliches Muster, und es wird auch nicht schrittweise besser. Die Trauer verändert sich vollkommen willkürlich. Sie wächst und schrumpft in Wellen und überfällt einen ständig aus dem Hinterhalt." (Seite 106)



Cover:


Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es strahlt eine sommerliche Atmosphäre aus und gemeinsam mit dem Buchtitel machte es mich sofort neugierig auf die Geschichte. Toll fand ich auch, dass sich die Wellen über den Seitenrand hinweg fortsetzten.

Erster Satz:


Jackson zieht sich die Mütze über die Ohren und wirft noch einen Blick auf Eva, die sich im Bett zusammengerollt hat, die Bettdecke unter das Kinn gestopft.


Inhalt:


Nur wenige Monate nach der Hochzeit verliert Eva ihren Ehemann Jackson durch ein tragisches Unglück. Er rutschte beim Angeln von den Klippen und stürzte ins kalte Meer. Eva braucht daraufhin eine Auszeit und kann ihren Beruf als Hebamme erst mal nicht ausüben, da sie mit dem Schmerz nicht fertig wird. Sie beschließt, seine Familie in Tasmanien zu besuchen, den nur dort gibt es Menschen, die ihn richtig gut kannten und ihren Schmerz teilen können, glaubt sie. Allerdings kommt sehr schnell die Ernüchterung als sie Jacksons Vater sowie seinen Bruder kennenlernt. Sie ist alles andere als willkommen und erhält nur spärliche Informationen über ihren Ehemann und irgendwann stellt sie fest, dass sie Jackson eigentlich kaum kannte.


Meine Meinung zum Buch:


"Der Sommer, in dem es zu schneien begann" ist ein Buch, dass ich innerhalb von zwei Tagen gelesen hatte und das mich stellenweise wirklich sprachlos machte. Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll, da meine Gefühle beim Lesen auch Stunden später immer noch Achterbahn fahren.

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog von Jackson, der wenig später von den Klippen stürzt und kurze Zeit später lernt man Eva kennen, die ihrem Ehemann gerade eine Kanne Kaffee bringen wollte. Eva war mir auf Anhieb sympathisch und wuchs mir sehr schnell ans Herz. Sie möchte nach seinem Tod endlich die Familie kennenlernen und reist nach Tasmanien, weil sie glaubt, dass sie dort Menschen findet, die ihre Trauer verstehen können. Außerdem möchte sie sehen, wie ihr Mann aufwuchs, aber bereits kurz nach ihrer Ankuft stößt sie dort nur auf Ablehnung. Weder sein Vater noch sein Bruder wollen mit ihr reden und flüchten sich in Ausreden. Nur zögerlich erfährt sie schließlich mehr über Jackson, aber sie spürt auch, dass es da noch viel zu viele Geheimnisse gibt, über die niemand mit ihr reden will.

Durch den gefühlvollen und bildhaften Schreibstil kann man sich sehr gut in die Protagonisten hineinfühlen und hat gleichzeitig das Gefühl, ebenfalls auf dieser traumhaften Insel anwesend zu sein. Zudem ist es bereits nach wenigen Seiten so spannend, dass man das Buch überhaupt nicht weglegen mag. Ich habe mit Eva regelrecht mitgelitten und konnte ihren Schmerz sehr gut nachempfinden. Jedesmal wenn man dachte, es geht ihr wieder etwas besser, wurde wieder ein Stückchen des Rätsels gelüftet und alles fiel wieder zusammen wie ein Kartenhaus. Die Geschichte wird aus der Sicht eines Erzählers geschildert und man erfährt so auch viel über die anderen Protagonisten. Selbst Jackson ist stets präsent, da immer wieder einige Gedanken von ihm einfließen. Immer wieder gibt es neue Wendungen, die den Leser die Luft anhalten und mitfühlen lassen.

Mein Fazit:


Insgesamt ein absolut gelungenes und wirklich lesenswertes Buch. Ich war wirklich gefesselt und habe es sehr gemocht, in diese Geschichte einzutauchen!






Freitag, 3. April 2015

Am Ende des Winters - Daniela Sacerdoti


Autor: Daniela Sacerdoti

Verlag: Piper

Seitenzahl: 320

ISBN: 978-3-492-30511-2

Erscheinungsdatum: 09. März 2015

Ebenfalls als eBook erhältlich!

zu kaufen bei: Piper

oder bei: Amazon



"Wenn man etwas Kostbares, Zerbrechliches besitzt und man es wegschließt wie ein kleines Pflänzchen, das versucht, in der Dunkelheit zu wachsen, nun, dann wird es sterben, und jenes Geheimnis wird sich in tiefes Bedauern verwandeln. Die Liebe muss das Tageslicht sehen; eine geheime Liebe wird sich selbst zerfressen und absterben oder dir das Herz rauben und dich zerstören." (Zitat S. 225)



Cover:


Das Cover verbreitet eine Stimmung wie auch das Buch selbst: schön und zerbrechlich. Man sieht im Hintergrund ein Liebespaar und im Vordergrund dominieren die zarten Pflanzen eines Vorgartens.


Erster Satz:


Der seltsamste und erstaunlichste Tag meines Lebens - der Tag, der meine Vorstellung von Leben und Tod von Grund auf verändert hat - begann wie jeder andere.


Inhalt:


Die fünfunddreißigjährige Eilidh hat eine schwere Zeit hinter sich, als sie zurückkehrt in ihr Heimatdorf. Jahrelang hat sie versucht schwanger zu werden und nachdem sie eine Fehlgeburt erlitt, ließ ihr Ehemann sie sitzen und zog zu seiner Geliebten. Ihre Tante Peggy empfängt sie mit offenen Armen und hilft ihr, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Jamie ist alleinerziehender Vater und er kennt Eilidh bereits seit seiner Kindheit. Nun muss er sich um seine Tochter Maisie kümmern und meistert täglich den Spagat zwischen Kind und Karriere. Seine Frau ließ ihn vor vielen Jahren einfach alleine mit der Tochter und ging nach London. Seine Schwester wohnt nicht im Ort, hat mit ihren drei Töchtern wenig Zeit, und seine geliebte Mutter starb vor einiger Zeit. Er fühlt sich einsam, aber eine neue Beziehung kommt vorerst nicht in Frage für ihn.

Als sich die Wege der beiden wieder kreuzen, werden Erinnerungen an früher wieder wach und für beide beginnt ein neues Leben.


Meine Meinung zum Buch:


Der Roman "Am Ende des Winters" hat mich sehr positiv überrascht, da ich eigentlich etwas ganz anderes erwartet hatte. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass auch Jamies verstorbene Mutter Elizabeth, deren Seele immer noch präsent ist, eine große Rolle im Buch spielt, hätte ich es wahrscheinlich gar nicht lesen wollen. Allerdings muss ich nach dem Lesen eingestehen, dass gerade sie die Geschichte so wundervoll macht, da sie vieles noch mal aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet und mit ihrer Weisheit der Geschichte die nötige Tiefe gibt.

Bereits nach wenigen Seiten ist man mittendrin in der Geschichte und lernt Eilidh kennen, die man am liebsten in den Arm nehmen und sie irgendwie durch positive Worte wieder aufbauen möchte. Sie wirkt so verletzlich, fühlt sich nutzlos und ist tieftraurig nach ihrer Fehlgeburt. Nachdem ihr Mann sie einfach mit allem allein lässt, setzt sie sich ins Auto und fährt in ihr Heimatdorf. Sie merkt dort schnell, dass sie gebraucht wird und auch Jamie freut sich über ihre Rückkehr. Jamie fand ich mit seiner ruhigen und in sich gekehrten Art, ebenfalls auf Anhieb sympathisch. Auch er wurde sehr verletzt von seiner Ex-Frau. Er liebt seine Tochter, fühlt sich aber trotzdem sehr einsam und lässt niemanden an sich ran.

Der Schreibstil ist unglaublich gefühlvoll, sodass ich wirklich bis zum Schluss mit Eilidh und Jamie mitgelitten habe. Das Ende ist zwar vorhersehbar, aber die Geschichte bleibt spannend bis zum Schluss und von mir aus, hätte das Buch auch gerne noch wesentlich länger sein können. Die Perspektiven wechseln immer wieder und nach und nach erfährt man, dass jeder so sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Auch die Beschreibungen der schottischen Landschaft fand ich sehr gelungen. Mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich das Ende, was ich dann einfach ein bisschen übertrieben und unpassend fand, aber ansonsten ein ganz tolles Buch.


Mein Fazit:

Eine sehr gefühlvolle und atmosphärische Geschichte, die mich durch die gelungenen Charaktere berührt hat. "Am Ende des Winters" ist ein Buch, dass mir wohl noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben wird.