breakplaining: Bruchrechnung //3322

Bestimmt werden meine Leser in diesem rationalen Blogeintrag nichts Neues erfahren.
Ein Bruch ist nichts anderes als ein Quotient. Im Gegensatz zu einer Dezimalzahl enthält er die Information über den Teil hinter dem Dezimaltrennzeichen verlustfrei. Dafür ist ein Bruch nicht eindeutig. Die gleiche Zahl kann durch unterschiedliche Brüche dargestellt werden.

Seien z (Zähler) und n (Nenner) zwei ganze Zahlen, wobei n zwingend ungleich 0 sein muss. Dann bedeutet der Bruch z/n das gleiche wie die Division z geteilt durch n.
Ein gemischter Bruch g z/n (mit g,z,n ungleich 0) ist nur eine Abkürzung für g + z/n*sgn(g) = (n*g +z*sgn(g))/n. Auf gemischte Brüche werde ich nicht weiter eingehen.
Jede ganze Zahl kann als Bruch geschrieben werden, indem man den Nenner auf 1 setzt.
Beim Kehrbruch oder reziproken Bruch sind Zähler und Nenner vertauscht: n/z.
Unter Erweitern eines Bruches versteht man die Multiplikation von Zähler und Nenner mit derselben Zahl k: (k*z)/(k*n). Der Wert des Bruches ändert sich dadurch nicht. Ebenso kann man den Bruch kürzen, wenn z und n gemeinsame Faktoren haben (in diesem Fall k), indem man sowohl Zähler als auch Nenner durch k dividiert.

Man addiert zwei Brüche z1/n1 + z2/n2 indem man sie zunächst auf ein gemeinsames Vielfaches von n1 und n2 erweitert. Will man mit möglichst kleinen Zahlen rechnen, nutzt man das kgV (kleinstes gemeinsames Vielfaches). Für einen Computer ist es am leichtesten, einfach das Produkt der beiden Nenner zu nehmen. Im Prinzip geht es mit jedem beliebigen Vielfachen beider Nenner.
Um Schreibarbeit zu sparen, erweitere ich den ersten Bruch mit n2 und den zweiten mit n1. Es ergibt sich z1*n2/(n1*n2) + z2*n1/(n1*n2). Dadurch sind beide Brüche auf den gleichen Nenner gebracht, und ich kann sie zu einem Bruch zusammenfassen: (z1*n2 + z2*n1)/(n1*n2). Ja so einfach berechnet sich die Summe. Häufig lässt sich das Ergebnis durch Kürzen vereinfachen.
Ganz analog ergibt sich für die Differenz zweier Brüche z1/n1 – z2/n2 =(z1*n2 – z2*n1)/(n1*n2)

Das Produkt zweier Brüche z1/n1 * z2/n2 berechnet sich nach der eingängigen Formel „Zähler mal Zähler durch Nenner mal Nenner“, also (z1*z2)/(n1*n2). Durch frühzeitiges Kürzen erspart man sich dabei so manche Multiplikation.
Genauso leicht ist die Division zweier Brüche. Wie erinnern uns, dass ein Bruch ja auch nichts anderes ist, als ein Quotient. z1/n1 : z2/n2 ist also das gleiche, wie wenn man den ersten Bruch mit dem Kehrwert des zweiten multipliziert. Es ergibt sich (z1*n2)/(z2*n1). Entsprechend verfährt man mit einem Doppelbruch (z1/n1)/(z2/n2) und zieht einfach den Nenner des unteren Bruches in den Zähler des oberen, und den Nenner des oberen Bruches nach unten.

Bei Potenzen muss man unterscheiden, ob der Bruch die Basis oder den Exponenten bildet. (z/n)^a = z^a/n^a – die Potenzierung wird also getrennt für Zähler und Nenner durchgeführt. Im Spezialfall (z/n)^(-1) ergibt sich der Kehrbruch n/z.
Berechnen wir nun x^(z/n), so ist das gemäß den Potenzgesetzen gleich (x^z)^(1/n). Durch Umkehrungen findet sich, dass eine Zahl hoch 1/n die n-te Wurzel aus dieser Zahl ist.
Der Logarithmus eines Bruches log(z/n) = log(z) – log(n).

Falls hier jemand praktische Beispiele vermisst hat: demnächst werde ich eine Anwendung davon bringen, für die aber diese theoretischen Vorkenntnisse erforderlich sind, und ich vielleicht nicht voraussetzen sollte, dass das sowieso jeder weiß.

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#Blogparade: Du oder Sie? #relevant //3321

Eine aktuelle Blogparade stellt die Frage „Du oder Sie?“.

IRL spreche ich mir unbekannte, erwachsene Personen selbstverständlich mit Sie an, und erwarte das umgekehrt genauso. Kinder dagegen duze ich. Jugendliche sind eine Grauzone. Da kommt es drauf an.
In Social Media dagegen gelten andere Regeln. In Blogs, auf Xwitter etc. ist das Du üblich, und normalerweise halte ich mich daran. Ausnahmen mache ich jedoch bei Personen, die mir unsympathisch sind. In diesem Fall nutze ich das Sie, um eine verbale Distanz herzustellen.
Auch während meines Studiums habe ich mich mit anderen Studenten geduzt.
Es kommt also sehr auf das Umfeld an. Im Zweifel wirkt ein Sie höflich und respektvoll. Ein Du kann als unangenehm vertraulich empfunden werden. Wenn man sich etwas näher kennt, kann man ja zwanglos zum Du übergehen.
Es erscheint mir schwierig, mehrere Personen, mit denen man teilweise per Du und teilweise per Sie ist, anzusprechen. Normalerweise entscheide ich mich dann für das möglicherweise übertriebene Sie. Ach – in Englisch hat man dieses ganze Problem nicht.
Ich habe sogar ChatGPT angewiesen, mich zu siezen. Default ist eigentlich das Du, aber es kam mir immer unangemessen und merkwürdig vor, mich von einer KI duzen zu lassen.

Online habe ich mich an das Du gewöhnt, und es ist in Ordnung. IRL mag ich das aber nicht, weil es eine unerwünschte soziale Nähe herstellt. Mein Pronomen ist „Sie“.

Es scheint sich immer mehr die Unsitte zu verbreiten, dass Kinder ihnen fremde Erwachsene einfach duzen. Ich meine keine Verwandten oder Nachbarn, sondern wirklich Erwachsene, mit denen sie vorher noch niemals zu tun hatten. Wenn ich mich an meine eigene Kindheit erinnere – ich wusste ja noch nicht einmal, ob ich Freunde meiner Eltern oder Nachbarn, mit denen sie per Du waren, duzen oder siezen soll (und vermied deshalb die direkte, persönliche Anrede). Dass heutzutage Kinder unbekannte Erwachsene einfach mit „Du“ ansprechen, empfinde ich als ganz miesen Stil, für den die fehlleitende Erziehung durch ihre Eltern verantwortlich ist.
Mein Sohn würde jedenfalls nicht auf die Idee kommen, erwachsene Personen, die er nicht wirklich gut kennt, zu duzen. Durch das förmliche Sie hält er so automatisch Abstand zu Leuten, mit denen er gar nichts zu tun haben soll.

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1000 Fragen 880..894 //3320

Wenn ich anfange, einen Schwung der 1000 Fragen zu beantworten, dann kann ich bei vielen Fragen eine spontane Antwort hinschreiben. Jedesmal sind aber auch ein paar dabei, bei denen ich mir die Antwort erst noch überlegen muss, weil mir nicht gleich etwas dazu einfällt. Manchmal kommt mir später noch eine Idee dazu, oft aber auch nicht.

880. Wer sollte dich spielen, wenn man dein Leben verfilmen würde? (529)
Das traue ich keiner mir bekannten Schauspielerin zu. Da müsste man schon einiges an KI einsetzen.

881. Bist du ein Hundetyp oder ein Katzentyp? (161)
Definitiv Katzen.

882. Bei welcher Filmszene musstest du weinen? (287)
Ich kann mich nicht erinnern, das jemals bei einem Film getan zu haben.

883. Spielst du in deinem Leben die Hauptrolle? (603)
Aber klar.

884. Führst du in Gedanken häufig Fantasiegespräche? (886)
Ich unterhalte mich schon mit meinem inneren ich, oder bereite mich mental auf Gespräche mit anderen Personen vor. „Fantasiegespräche“ würde ich das aber nicht unbedingt nennen, sondern eher einen inneren Dialog.

885. Welche Person aus deiner Grundschulzeit würdest du gern wiedersehen? (970)
Darauf lege ich eigentlich keinen Wert.

886. Mit wem würdest du gern tauschen? (637)
Mit niemandem.

887. Welchen Kinofilm hast du sehr genossen? (423)
Als ich studiert habe, habe ich mir vielleicht einmal im Monat (eher weniger) einen Kinobesuch geleistet. Später war ich dann nur noch selten im Kino. Die meisten Filme haben mir zwar gefallen, haben aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Insofern sticht keiner heraus, den ich „sehr genossen“ hätte.

888. Welches Gesetz würdest du einführen, wenn du in der Regierung sitzen würdest? (455)
Ich würde mich eher dafür einsetzen, dass einige bestehende Gesetze abgeschafft oder zumindest vereinfacht würden, anstatt noch mehr zu reglementieren.

889. Wer hat dir in deinem Leben am heftigsten wehgetan? (665)
Das war wohl dieser Junge in der Grundschule, der mich in einen Dornenbusch geschubst hat.

890. Würdest du etwas stehlen, wenn du nicht dafür bestraft würdest? (532)
Ich habe doch alles, was ich brauche. Wieso sollte ich anderen Menschen etwas wegnehmen?

891. Wie persönlich ist deine Einrichtung? (441)
Das ist mein ganz persönliches Chaos, ansonsten eher praktisch und funktional.

892. Was hast du vom Kindergarten noch in Erinnerung? (550)
Darüber habe ich bereits gebloggt, und möchte das nicht hier wiederholen. Es hat mir im Kindergarten nicht gefallen.

893. Wen bewunderst du? (409)
Eine existierende (oder existiert habende) Person, die ich absolut bewundere, gibt es nicht. Ich bewundere höchstens einzelne Eigenschaften oder Charakterzüge, möchte aber nicht ins Detail gehen.

894. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu? (101)
Teilweise schon, da sie sehr allgemein und unspezifisch formuliert werden. Da kann sich jeder heraussuchen, was passt. Beispielsweise schreibt die Astrologie dem Stier Bodenständigkeit und Realismus zu. Das stimmt bei mir.

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Unerwarteter Besuch //3319

Wir haben seinen 0x40. Geburtstag ignoriert und so behandelt, als sei es ein ganz normaler Tag. Zu Mittag kochte ich ein leckeres Essen, das ihm besonders schmeckte.

Alles war locker und entspannt, bis es am Nachmittag am Eingang klingelte. Bei schönerem Wetter wären wir vielleicht noch auf einem Spaziergang unterwegs gewesen. Aber da Regen zumindest drohte, waren wir im Haus geblieben.
Da Carsten sich etwas hingelegt hatte, betätigte ich halt die Sprechanlage: „Ja?“
„Hier ist die Astrid“, tönte es munter durch den Lautsprecher, „ich möchte dem Geburtstagskind“ [kichern] „gratulieren.“
Inzwischen war Carsten heruntergekommen, hatte das letzte gehört, und drückte auf den Türöffner.

Kurz darauf trat Frau Hilflo-Seerbin ein. Ich finde es schon reichlich daneben, fremde Leute am Wochenende unangekündigt zu stören. Sie hat bei ihren viel zu häufigen Telefongesprächen mit Carsten wohl herausgefunden, dass wir nichts besonderes vorhatten und im Landhaus sein würden, woraufhin sie hier einfach hereingeschneit ist.
Sie reichte Carsten eine mit glitzernden Schleifen verzierte kleine Tortenschachtel. Carsten bedankte sich dafür und für ihre Glückwünsche. Der Kuchen war mit grellgrünem Fondant überzogen und sollte wohl ein vierblättriges Kleeblatt darstellen. Innen war er mit einer undefinierbaren fettigen Creme gefüllt.
Carsten lud sie ein, mit uns Kaffee zu trinken (Johannes bekam Kakao), und ein Stück des „verlockenden Kuchens“ zu essen. Mir blieb nichts anderes übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen, während ich mir ein Stück des widerlich süßen Kuchens herunterwürgte.
Sie blieb geraume Zeit und erzählte von allen möglichen Belanglosigkeiten (ihr Hund, eine Nachbarin, ein Hobby, das sie nach längerer Zeit wieder aufgenommen hatte, verschiedene Reisen, ..). Sie lachte über jede – wirklich jede! – Bemerkung, die Carsten machte, völlig egal, ob sie witzig gewesen war oder nicht.
Erst, als es schon fast Zeit für das Abendessen wurde, verabschiedete sie sich wieder.

„Was für eine nette Überraschung“, meinte Carsten, als sie gegangen war.
„Ich hatte angenommen, du hasst Überraschungen, insbesondere zu deinem Geburtstag„, erinnerte ich ihn.
„Ach, inzwischen sehe ich das viel gelassener“, erklärte er salopp, „die Zeit lässt sich nicht aufhalten. Und es war doch wirklich eine nette Geste von Astrid.“
Klar. Aber hätte ich einen Kuchen besorgt, und es gewagt, ihn an seinen Geburtstag zu erinnern, wäre er den ganzen Tag mies drauf und sauer auf mich gewesen.
Ich atmete tief durch. Wäre es nicht sein Geburtstag gewesen, hätte ich bestimmt etwas gesagt wie „das muss jetzt wohl diese Altersmilde sein“, aber so beließ ich es dabei.

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Homeschooling //3318

Bisweilen wird die Schulpflicht in Deutschland kritisiert, und die Möglichkeit von Homeschooling gefordert. Viele der Argumente sind durchaus berechtigt.
Die Schulpflicht gewährleistet (idealerweise) ein standardisiertes Bildungsniveau (in Abhängigkeit von Bundesland und Abschluss).
Im Folgenden werde ich darlegen, warum Homeschooling keine praktikable Alternative ist.

Ziel ist ja, dass die daheim unterrichteten Kinder letztendlich (mindestens) die gleichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen, wie die in Schulen professionell unterrichteten. Eltern wollen in der Regel das Beste für ihre Kinder. Homeschooling birgt das nicht zu unterschätzende Risiko, dass die daheim unterrichteten Kinder im Vergleich zu normalen Schülern abgehängt werden.
Die allerwenigsten Eltern sind dafür geeignet, ihre Kinder selbst zu unterrichten. Dafür wäre ein gewisses Maß an Bildung und didaktischem Geschick erforderlich, worüber nur ein geringer Bruchteil aller Eltern in ausreichendem Umfang und fächerübergreifend verfügt. Zumindest in einzelnem Fächern hat wohl so ziemlich jeder Schwächen und würde es nicht schaffen, das im Lehrplan festgelegte Wissen ausreichend zu vermitteln. Selbst wer sich in einzelnen Fächern bestens auskennt, hat in anderen Fächern mehr oder weniger große Defizite. Nicht umsonst beschränken sich Gymnasiallehrer auf zwei, manchmal drei Fächer. Auch ein akademischer Abschluss in Germanistik oder Deutscher Literatur nützt nichts, wenn man seinem eigenen Kind Lesen und Schreiben beibringen will.
Aber gehen wir mal davon aus, dass diese Hürde genommen worden wäre (ggf. mit KI-Unterstützung).

Das nächste Problem ist, dass es viel Zeit braucht, ein Kind zu unterrichten, und das über etliche Jahre hinweg. Eine Crashaktion einmal mehrere Monate lang wäre vielleicht noch zu stemmen.
Von den Ferien einmal abgesehen, dauert der Präsenzunterricht typischerweise 30 Schulstunden (entspricht mit angemessenen Pausen etwa 25 Stunden) pro Woche. Dazu kommen Hausaufgaben, Lernen, Vorbereitung für Prüfungen. Das ist zwar noch kein ganzer Vollzeitjob, aber zumindest zeitweise fehlt nicht viel.
Wer seine Kinder unterrichtet, müsste also mindestens zwanzig Stunden pro Woche (aktiv) anwesend sein. Dazu kommt das Korrigieren von Hausaufgaben oder Prüfungen, und vor allem die Vorbereitung auf die nächsten Schulstunden, insbesondere das Suchen und Erstellen geeigneter Lernmaterialien.
Wer als Lehrer bereits zwei oder drei Jahre lang denselben Stoff gelehrt hat, für den ist das ziemlich Routine und fällt nicht mehr ins Gewicht. Aber als Elternteil, der dies für sein Kind zum ersten Mal macht, sollte man den Aufwand nicht unterschätzen.
Insgesamt kostet das Homeschooling so viel Zeit, wie sie nur jemand aufbringen kann, der sonst keine anderen Verpflichtungen hat, oder sich zumindest seine Zeit sehr frei einteilen kann.

Nehmen wir mal an, das sei gegeben. Genügend Zeit sei vorhanden.
Dann stellt sich die nächste Frage, ob auch der dauerhafte Wille vorhanden ist, diese Zeit regelmäßig aufzubringen. Es gehört schon einige Disziplin dazu, es im privaten Rahmen durchzudrücken, dass solche Ziele auch eingehalten werden. Wie leicht gibt man doch mal nach, wenn das Kind oder man selbst mal keine Lust hat. Wenn das einreißt, sinkt unweigerlich das Unterrichtsniveau stark ab.
Überhaupt sehe ich das Risiko, dass Elternteile beim Unterricht auf Dauer professionelle Distanz nicht einhalten können. Nicht umsonst werden an Schulen Kinder nicht von ihren Eltern unterrichtet, wenn diese an derselben Schule lehren.
Einerseits kann, wenn es gut läuft, der Ehrgeiz der Eltern das Kind übermäßig antreiben. Wenn es dagegen schlecht läuft, das Kind vielleicht mal trödelt, begriffsstutzig oder renitent ist, artet es in Frustration aus, oder die Eltern verlieren die Geduld. Eine außenstehende, dafür pädagogisch ausgebildete Person könnte dies m.E. besser abfangen.

Freilich könnte man verlangen, dass geeignete Eltern mit genügend Zeitkapazitäten eine Sondererlaubnis (ggf. mit Auflagen) erhalten, ihre Kinder selbst zu beschulen.
Ich glaube aber, dass eindeutige Kriterien dafür nicht sinnvoll spezifiziert werden können. Außer der dafür nötigen Zulassung müssten auch regelmäßig die Lernfortschritte der Kinder durch standardisierte Leistungsnachweise überprüft werden. Dass macht alles viel mehr Aufwand, als es für die sehr wenigen Fälle, in den das funktionieren würde, gerechtfertigt wäre.

Eventuell wäre Heimunterricht durch professionelle, speziell dafür qualifizierte und bezahlte Hauslehrer möglich, aber wohl nur auf Grundschulniveau, höchstens noch Hauptschule. Bei weiterführenden Schulen, die eine umfassendere Allgemeinbildung vermitteln sollen, genügen die Kenntnisse eines einzigen Lehrers normalerweise nicht.

Das deutsche Bildungssystem (insbesondere in gewissen Bundesländern) hat durchaus beträchtliche Schwächen. Trotzdem profitiert die große Masse der Schüler von der Schulpflicht.

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Tweets Numero m+90 //3317

Es war im Zeitraum zwischen dem 1. und dem 14. Juli 2025, als ich die folgenden Tweets postete.

Mit einer Gruppe Kunden erst im Showroom, dann Führung durch die Fertigung, dann Mittagessen. Diese Leute sind so anstrengend! Ich habe mir einen Kaffee redlich verdient.
Verleser des Tages: Verschwendung statt Verwendung [des Steuergelds]
Rückblick 1. Halbjahr 2025 //3225 Dreitausendzweihundertfünfundzwanzig
Eigentlich hätte es als #Mittagsmenü heute Schnitzel, Kartoffelpüree und Butterkarotten geben sollen. Aber C hat ohne Absprache frisches Hähnchen gekauft. #VollendeteTatsachen Jetzt gibt es also Hähnchen, bunten Kartoffelsalat und Kartoffelauflauf.
+Ja, Hähnchen ist auch lecker und wird gerne gegessen. Aber die Zubereitung ist viel zeitaufwendiger. So musste ich bereits gestern Kartoffeln für Salat und Auflauf kochen. Das hat meine Zeitplanung durcheinander gebracht.
+Diese Zeit fehlt mir für andere, wichtigere Belange, die ich eigentlich erledigen wollte. Ich kann es nicht leiden, kurzfristig umdisponieren zu müssen.
Verleser des Tages: Strukturformeln statt Strukturreformen
Veganes Eis bei einer Festveranstaltung. Da können sie genauso gut gleich Wassereis anbieten.
Verschreiber des Tages: Test statt Rest
Dass ich im Juli in meiner Freizeit Strümpfe anziehe, weil es mir sonst zu kalt ist, ist zumindest ungewöhnlich. Wo bleibt denn die angekündigte #Hizze?
Verleser des Tages: [der deutsche] Kaiser statt Kanzler
Ein paar Gedanken zur #Eispreisbremse: 1. Bei einem Preis von 50 Cent pro Kugel schrumpft eine Eiskugel auf Murmelgröße zusammen. Kann man dann gleich eine diverse Auswahl treffen und mehrere Kugeln kaufen.
+2. Was für ein elendiges Geschmeiß, das Kinder diskriminieren will nur aufgrund der Einkommenssituation der Eltern! Die zahlen eh schon genug Steuern, und müssen zusehen, wie ihre Kinder dann noch gegenüber anderen benachteiligt werden.
+3. Und wie soll überhaupt die praktische Umsetzung aussehen? Muss sich der Eisverkäufer bei jeder Kugel erst eine amtliche Bestätigung vorlegen lassen?
Verhörer des Tages: Kugel statt Google
Ich besuche heute nicht den #Wissenschaftstag der #EMN.
Erinnerung an den heutigen Gender Empathy Gap Day #GenderEmpathyGapDay #GEGDay
Verleser des Tages: webbasierten statt wertebasierten
The Digital Ansatz //3224 Dreitausendzweihundertvierundzwanzig
Passiert, wenn man vom Smartphone abhängig ist. Chef war auf Geschäftsreise. Seine Bordkarten hatte er nur auf dem Handy. Unbemerkt war das Ladekabel kaputt, so dass er nicht aufladen konnte. Unterwegs machte der Akku schlapp. Hätte deshalb fast den Anschlussflug verpasst.
Verschreiber des Tages: bumber statt number
Früher habe ich gerne die #Milka Haselnuss-Nugat-#Schokolade gegessen. Inzwischen haben die aber das Rezept geändert, und „Nuss-Nugatcreme“ daraus gemacht. Hat jetzt labbrige Konsistenz und schmeckt nur noch süß. Nein, danke! Außerdem teurer und kleinere Packung. #Shrinkflation
Verleser des Tages: Kalbsleder statt Kalbsleber
Tweets Numero m+74 //3223 Dreitausendzweihundertdreiundzwanzig
Ich habe diese ganzen #Hitzewellen allmählich so satt! (frierend und mit eiskalten Füßen bei 16°C im Juli getwittert) #Hizze
Verleser des Tages: Nugat statt Nugget
Es gäbe bedeutend weniger Probleme, wenn die Zuwanderer per Saldo mehr in die Steuer- und Sozialkassen einzahlten, als sie bekommen.
Verhörer des Tages: Luther statt Loser
Wann ist es eigentlich aus der Mode gekommen, eine andere Meinung zu akzeptieren, obwohl man sie nicht teilt?
Verleser des Tages: neurotische statt neumodische
Gebänkel //3222 Dreitausendzweihundertzweiundzwanzig
#Mittagsmenü: Schweinegyros mit Zwiebeln und Paprika, Nudeln, Tsatsiki-Quark, Endivien-Rettich-Salat. Eis als Nachtisch.
Verleser des Tages: hanebüchener statt handlungsfähiger [Staat]
Heute ist Ω #Ohm-Tag #Ohmtag #Ohmday. 🖤🤎❤🧡💛💚💙💜🩶🤍 Es lebe der Widerstand. Tag des Widerstands. #TagDesWiderstands #ResistanceDay
Verschreiber des Tages: Sack statt Snack
Neulich im Radio: „Die Latte wird über die Ständer gelegt.“ Häh? Ich werde aufmerksam. Es ging nur um #Hochsprung.
Verleser des Tages: wertloser statt wortloser [Humor]
Irgendwie war eine Art Klette oder Pflanzendorn in meinen Hausschuh geraten. Als ich ihn ausziehen wollte, steckte mein bestrumpfter Fuß darin fest. Er ließ sich nicht einfach abstreifen. Habe die pieksende Klette nun entfernt.
Verhörer des Tages: Bochum statt Borkum
Fest feiern, locker arbeiten //3221 Dreitausendzweihunderteinundzwanzig
Verleser des Tages: Strahlenpass statt Stahlengpass
Morgens früh unterwegs zum Bäcker, um Brot und Gebäck einzukaufen. Plötzlich klingelt es schräg hinter mir. Vor Schreck stolpere ich einen Schritt nach links und werde prompt von einem Radfahrer gestreift (der halb aus dem Gleichgewicht gerät). Zum Glück noch mal gutgegangen!
+Gar nichts wäre passiert, wenn er überhaupt nicht geklingelt hätte oder genügend Abstand gehalten. Es war genug Platz da, aber offenbar ist es ja eine Zumutung, dass ein Radfahrer mal kurzzeitig die Richtung wechseln soll, weil gleichzeitig ein Fußgänger unterwegs ist.
+Es gibt wohl zwei Typen klingelnder #Radfahrer: Die Übervorsichtigen, die tatsächlich glauben, das wäre wichtig für die Sicherheit. Und diejenigen, die die Fußgänger aus der Bahn scheuchen wollen, damit sie selbst ungehindert vorbeibrausen können.
Verschreiber des Tages: Entgernung statt Entfernung
Servicetechniker auf Montageeinsatz in #Galicien #Spanien. Ist enttäuscht, dass es dort jetzt im Juli nur 21°C warm ist. Wollte in seiner Freizeit eigentlich im Atlantik schwimmen gehen, aber zu kalt.
Verleser des Tages: Brötchen statt Blättchen
1000 Fragen 713..727 //3220 Dreitausendzweihundertzwanzig
Blogstatistik April – Juni 2025, sowie Nachtrag zur letzten Auswertung
In einem säkularen, laizistischen Staat undenkbar. Aber ihr wollt ja unbedingt eure Kruzifixe, Kirchenglocken, Karfreitagstanzverbote, christliche Feiertage und Kirchensteuern.

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Ein Stipendilemma //3316

Aus zuverlässiger Quelle habe ich folgende Geschehnisse erfahren:

Eine Fakultät einer deutschen Universität bietet einige Stipendien für ein Auslandssemester an einer Partneruni für besonders begabte Master-Studenten an. Darunter ist auch ein Frauenstipendium, das nur an eine Frau vergeben werden darf.
Laut meinem Informanten, der in der Kommission zur Vergabe der Stipendien sitzt, lief das in den letzten Jahren immer so, dass zuerst die normalen Stipendien an die besten Bewerber vergeben wurden, anschließend das Frauenstipendium an die beste Bewerberin.
In diesem Jahr war es jedoch so, dass die beste Bewerberin ohnehin zu den besten Studenten gehörte. Hätte man ihr ein normales Stipendium gewährt, wäre einer der ebenfalls sehr guten männlichen Studenten leer ausgegangen, während das Frauenstipendium an eine Bewerberin gegangen wäre, die nur guter Durchschnitt ist.
Einige der Kommissionsmitglieder (darunter mein Informant) waren mit dieser Vorgehensweise nicht einverstanden, weil es ihrem Gerechtigkeitsempfinden zuwiderlief.
Nach längerer Diskussion einigte man sich dann darauf, der besten Bewerberin – so wie in den früheren Jahren – doch nur das Frauenstipendium zu geben („denn finanziell läuft das auf das gleiche hinaus“), obwohl sie qualifiziert genug gewesen wäre für eines der geschlechtsunabhängigen Stipendien.

Das mag jetzt im Endresultat die beste Lösung gewesen sein, trotzdem halte ich es nicht fair gegenüber dieser Bewerberin. Trotz ausgezeichneter Studienleistungen wird sie zur Quotenfrau degradiert.
Das ganze Dilemma hätte man überhaupt nicht gehabt ohne solche sexistischen Regelungen wie ein dediziertes Frauenstipendium. Die Leistungen sollten das ausschlaggebende Kriterium für die Vergabe eines Stipendiums sein, nicht das Geschlecht.

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breakplaining: Di|Pol|arisation //3315

Beim Schreiben des heutigen Blogeintrags merkte ich, dass es mir nicht gelingen würde, den Sachverhalt nur mit reinem Text, also ohne Graphiken und (fast) ohne Formeln zu vermitteln. Insofern erscheint es mir nicht ganz passend, den Eintrag unter „Breakplaining“ laufen zu lassen, da ich unter diesem Keyword eigentlich versuche, bestimmte Themen allgemeinverständlich (und zwangsläufig stark vereinfacht) zu erklären.
Ich mache es aber trotzdem, auch wenn ich diesen Text eher als eigene Notizen betrachte, die einige grundlegende Erkenntnisse grob zusammenfassen.
Bestimmt hätte ich den Text dennoch ausführlicher gestaltet, wenn ich nicht gerade in den letzten Tagen besonders eingespannt gewesen wäre, und von Termin zu Termin hetzen musste, so dass ich zeitweise nicht mehr wusste, wo mir der Kopf steht. Dazu kamen auch noch ein paar technische Probleme mit meinem Computer, die ich zwar lösen konnte, die mich aber mehr Zeit kosteten, als ich eigentlich hatte.

Aus den Maxwellgleichungen lässt sich die Wellengleichung ⧠ = 0 herleiten. Als Lösung für ebene Wellen im Vakuum ergibt sich für den Vektor E der elektrischen Feldstärke E = E0*cis(k*r-omega*t). Dabei ist E0 ein konstanter Wert. Die elektrische Komponente der Welle schwingt in fester Richtung hin und her. Unter Polarisationsebene versteht man genau diese Schwingungsebene der elektrischen Feldstärke. Die magnetische Komponente B steht senkrecht darauf und schwingt ebenfalls, (aber um 90° phasenverschoben) in einer Ebene. Sowohl E als auch B stehen senkrecht zur Ausbreitungsrichtung. Ihr Kreuzprodukt ergibt den Poynting-Vektor, dessen Betrag der Leistungsdichte entspricht.
Nehmen wir im Folgenden an, dass sich die Welle in z-Richtung ausbreitet (bzw. wir drehen einfach unser Koordinatensystem entsprechend). E0 sei eine Komponente in x-Richtung Ex. Sie ist in x-Richtung polarisiert. Nun nehmen wir eine zweite Welle hinzu, deren Polarisationsebene senkrecht auf der ersten steht, aber den gleichen Betrag E0 = Ey hat. [Exkurs: Bei über Funk ausgestrahltem Fernsehprogramm werden bei gleicher Frequenz zwei getrennte Signale unabhängig voneinander ausgestrahlt, wobei die eine Trägerwelle horizontal, die andere vertikal polarisiert ist.]
Bei gleicher Phase wäre die Polarisationsebene der resultierenden Welle um 45° geneigt, oder allgemeiner um arctan(Ey/Ex).
Nun sollen jedoch die Phasen beider Wellen um 90° gegeneinander verschoben sein. Die Überlagerung beider Wellen ergibt nun eine zirkulär polarisierte Welle. Der Feldstärkevektor rotiert um die Ausbreitungsrichtung wie entlang einer Schraubenlinie.
Einzelne Photonen sind (je nach ihrem Spin von 1 oder -1) rechts- oder linkszirkular polarisiert. Die Überlagerung zweier monochromatischer Photonen, die entgegengesetzt polarisiert sind, liefert je nach Phase, wieder eine resultierende Schwingungsebene mit schräger Ausrichtung.

Ein (elektrischer) Dipol besteht aus zwei entgegengesetzten Ladungen, die einen Abstand d voneinander haben. Im Fernfeld (also bei einem Abstand r >> d) nimmt die elektrische Feldstärke mit der dritten Potenz von r ab.

Wenn parallel eintreffende Strahlung exakt aus der korrekten Richtung auf eine Parabolantenne trifft, so wird diese Strahlung an den Antennenwenden so reflektiert (Ausfallswinkel = Einfallswinkel), dass sie alle auf einen bestimmten Punkt (den Brennpunkt) trifft. Bei sphärischen Spiegeln funktioniert das nicht, bzw. nur näherungsweise für geringe Abstände zur Mittellinie.

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1000 Fragen 865..879 //3314

Von den 1000 Fragen habe ich inzwischen schon sehr viele beantwortet. Etliche stehen aber immer noch aus, und mit einem Teil davon geht es jetzt weiter.

865. Worüber hast du vor Kurzem deine Meinung geändert? (452)
Es ist schon ein wenig länger her, aber ich habe meine Meinung über Python deutlich verbessert.

866. Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn? (502)
Physik zu studieren.

867. Kann man Glück erzwingen? (217)
Nein. Ich glaube, der Versuch ist sogar eher kontraproduktiv, weil man enttäuscht sein wird, wenn es nicht (auf Anhieb) genauso klappt, wie man es sich erträumt hat.

868. In welche Länder möchtest du noch reisen? (141)
Da reizt mich keines speziell. Sind eh alle irdisch.

869. Ist deine Grundeinstellung positiv? (588)
Tendenziell meistens schon.

870. Welche gute Idee hattest du zuletzt? (288)
Die betraf einen speziellen Algorithmus, den ich abgewandelt habe.

871. Was würde in einer Kontaktanzeige über dich stehen? (911)
Haha, die wäre eindeutig zweideutig und sibyllinisch anzüglich.

872. Wodurch wirst du inspiriert? (640)
Durch Zahlen und die Natur.

873. Würdest du gern wieder in einer Zeit ohne Internet leben? (565)
Ein klares Nein. Bloß auf dieses ganze Smartphone-Zeugs würde ich lieber verzichten – benutze selbst auch keines.

874. Wie heisst dein Lieblingszitat? (824)
Das wechselt. Aber eines der Favoriten, das Homer und Bart Simpson zugeschrieben wird, ist: „What is matter?“ – „Never mind.“ – „What is mind?“ – „No matter.“

875. Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du? (355)
Ich bin einzigartig und ähnele nur mir selbst.

876. Wofür stehst du jeden Tag wieder auf? (816)
Um mein Leben weiter zu erleben und zu sehen, wie es mit der Welt weitergeht.

877. Zu wem gehst du mit deinen Problemen? (460)
Zu niemandem. Da müsste ich ja nur unpraktikable Lösungsvorschläge abwehren, und das stresst mich erst recht.

878. Welche TV-Sendung könnte, wenn es nach dir ginge, sofort wiederholt werden? (884)
Ich würde so gerne einmal wieder die klassische Poldark-Serie der BBC sehen.

879. Was würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben? (619)
„Bassd scho.“

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Herausforderung //3313

Vor ein paar Wochen bin ich auf eine Blogparade gestoßen, bei der es um Herausforderungen beim Bloggen geht. Damals habe ich sie nicht weiter beachtet, aber inzwischen ist mir etwas eingefallen, was ich dazu schreiben könnte. Da diese Blogparade vermutlich inzwischen eh schon abgelaufen ist, habe ich sie gar nicht erst wieder gesucht, sondern schreibe unabhängig davon.

Meine größte Herausforderung beim Bloggen ist es, genügend interessante Themen zu finden. Nur deshalb habe ich auch dieses Thema aufgegriffen.
Ich blogge normalerweise dreimal in der Woche (was meistens 13 Einträgen pro Monat entspricht). Am Mittwoch wiederhole ich entweder alte Tweets, beantworte einige der 1000 Fragen oder liste neue Suchanfragen auf. Bleiben noch zwei Einträge für i.A. Montag und Freitag, bei denen ich möglichst interessanten, neuen Content bringen möchte – teils aktuell, teils zeitlos. Und das ist nicht immer einfach. Ich habe ja einige Entwürfe, oder zumindest Ideen, was ich gelegentlich bloggen könnte. Aber die Möglichkeiten sind begrenzt. Viele Themen habe ich bereits in der Vergangenheit genügend abgegrast.
Wenn man bedenkt – etliche Jahre haben ich fünf- bis sechsmal wöchentlich gebloggt, ein paar Monate lang sogar täglich (bis zu 31 Einträge im Monat). Wenn ich allerdings meine Blogeinträge aus dieser Zeit betrachte, dann sind davon doch recht viele völlig banal-belanglos. Einige würden heutzutage kaum noch als Tweet durchgehen. Im Mittel waren meine Blogeinträge damals auch deutlich kürzer.

Ich mag Kontinuität und Regelmäßigkeit. Deshalb würde ich es bedauern, wenn ich meine Blogtätigkeit noch mehr einschränken müsste, weil ich einfach kaum noch etwas Neues zu sagen habe. Schließlich will ich mich auch nicht nur endlos wiederholen.

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Doppelt geschwippt //3312

Mein Schwager Norbert hat sich jetzt doch entschlossen, wieder mit seiner Ex-Frau Friederike zusammenzuziehen.
Um diesen Anlass gebührend zu feiern, hatten die beiden ihre Verwandten und Freunde eingeladen. Das ist völlig untypisch für Norbert. Solange ich ihn kenne, hat er niemals eine private Feier (Elias‘ Kindergeburtstag mal ausgenommen) ausgerichtet.

Norbert hatte einen Nebenraum in einem Restaurant reserviert, in dem etwa vierzig Gäste Platz fanden.
Aus organisatorischen Gründen hatte er uns gebeten, Elias bei dessen Großeltern (die nicht mitkamen) abzuholen. Das war zwar ein Umweg, machte uns aber nichts aus, da Johannes und Elias sich immer freuen, wenn sie Zeit miteinander verbringen können, auch wenn’s nur ein paar Minuten zusammen auf dem Autorücksitz sind.
Es war dann auch kein Problem, dass Elias mit uns am gleichen Tisch (mit Platz für sechs Personen) saß. Die beiden Cousins konnten sich gegenseitig unterhalten. Ob ich das Fleisch für einen oder zwei Fünfjährige kleinschneide, macht keinen großen Unterschied.
Sonja, die Schwester von Carsten und Norbert, wollte noch dazutreffen, verspätete sich aber.

Die Sitzplätze wurden knapp. Bei uns waren, da Sonja noch nicht gekommen war, noch zwei Plätze frei. Norbert und Friederike führten eine Frau, die Friederike zum Verwechseln ähnlich sah, zu unserem Tisch. Friederike stellte sie als ihre Schwester Antonia vor, die eine Professur in irgendeiner unwichtigen, unkreativen Geisteswissenschaft hat.
Wenn ich Friederike als überheblich und selbstüberschätzend in Erinnerung hatte, so stand ihr Antonia in nichts nach. Offenbar kriselte es zwischen den beiden Schwestern. Antonia bezeichnete Friederike als „biologiegläubige Skalpelldogmatikerin“. Diese konterte, dass sie als Ärztin Menschen hülfe und nannte Antonia eine „Kulturschwätzerin“. Dann verließ sie unseren Tisch.

Wenn Antonia schon eine Aversion gegen Ärzte hatte (was ich ja noch nachvollziehen kann), so konnte sie ihre Ablehnung von Naturwissenschaftlern und Ingenieure erst recht nicht verbergen. „Rechenknechte“, „Formelschrauber“ und „Excel-Extremisten“ gehörten noch zu den freundlichsten Begriffen, mit den sie MINTler bedachte. Überhaupt machte sie ihre Verachtung für alle Fachgebiete mit irgendeinem praktischen Nutzen überdeutlich.
Ich bin in den letzten Jahren wesentlich gelassener geworden, und lasse mich nicht gleich von solch einer aufgeblasenen Person provozieren, die nie in ihrem Leben produktiv gearbeitet hat und ihren Lebensunterhalt durch sinnloses Herumgesülze auf Kosten des Steuerzahlers verdient. Aber Carsten ärgerte sich zusehends über ihr unfundiertes Gewäsch. Vielleicht wäre die Situation eskaliert, wäre Sonja nicht eingetroffen, die zumindest einigermaßen Gnade vor Antonia’s Augen fand, und der es gelang das Gesprächsthema auf andere Belange zu richten.

Das (bestimmt teure) Essen war ganz gut, allerdings nicht begeisternd.
Die beiden Buben waren während des Essens vorbildlich brav gewesen, jetzt jedoch mussten beide auf die Toilette. Carsten begleitete sie.
Danach langweilten sich die Buben. Sonja bot an, mit ihnen eine halbe Stunde hinauszugehen, damit sie ein wenig herumtoben konnten.

Kaum war sie weg, fing Antonia wieder an zu monologisieren. Sie gehört wohl zu den Menschen, die ohne Punkt und Komma einfach vor sich hin reden, ohne dass Substanz dahintersteckt, und ohne dass es sie interessiert, ob überhaupt jemand aufmerksam zuhört. Nach einigen willkürlichen Themenwechseln kam sie zu ihren Doktoranden. Einigen ihrer Kollegen seien bereits Plagiate von ihren Doktoranden untergeschoben worden. Ihr könne das jedoch nicht passieren. Sie behauptete, sie könne die Qualität einer Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit allein aufgrund des Umfangs des Literaturverzeichnisses beurteilen. Je mehr Einträge, desto besser. Davon abgesehen, dass sie sich damit auf ein rein quantitatives, numerisches Kriterium bezieht, was sie bisher immer vehement abgelehnt hatte, ist das natürlich Schwachsinn.
„Wie viele Seiten Literaturverzeichnis hatte deine Dissertation nochmal, Anny,“ fragte Carsten betont beiläufig.
„Etwa anderthalb„, antwortete ich, „und wenn ich nicht noch ein paar Papers von meinem Doktorvater hinzugenommen hätte, die nur sehr marginal und indirekt etwas mit meinem Thema zu tun hatten, wäre ich nicht einmal auf eine ganze Seite gekommen.“
Während Antonia noch einen Augenblick sprachlos mit offenem Mund da stand, nahm Carsten das Gespräch auf: „Ja, genau. Du hast schließlich nicht nur das wiedergekäut, was vor dir schon zig Leute irgendwo geschrieben haben, sondern hast eine eigene, neue Konzeption entwickelt – innovativ, originell, kreativ.“
Antonia’s Gesicht errötete in Empörung, aber noch bevor sie etwas einwenden konnte, rettete Sonja uns erneut vor einer Eskalation.

Sie war wieder zurück und meinte, dass zumindest Elias jetzt müde sei und allmählich ins Bett müsse. Ob er sich hier irgendwo hinlegen könne, oder heimgefahren werde? Bisher hatten wir keine Vereinbarung deswegen mit Norbert getroffen, sondern das offengelassen. Da Johannes ebenfalls dauernd gähnte und allmählich unleidlich wurde, erschien es uns als am besten, wenn dieser ebenfalls ins Bett käme.
Wir sprachen also kurz mit Norbert darüber, der einverstanden war, dass wir Elias wieder mitnahmen, um ihn bei seinen Großeltern abzuliefern.

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Tweets Numero m+89 //3311

Die folgenden Tweets habe ich zwischen dem 15. Juni und dem 1. Juli 2025 gepostet.

Verleser des Tages: Sternbild statt Standbild
Abendspaziergang. Er: „Gleichzeitig so heiß und so kühl auszusehen, das schaffst nur du.“ #Superposition Ich: „Das ist mein innerer #MaxwellDämon.“ Lief dann auf eine Diskussion heraus, ob Quanten eine Temperatur haben können. #Quantentemperatur
Verhörer des Tages: Berg statt Werk
Schon erstaunlich, wer heute alles im Serverraum zu tun hat.
Verleser des Tages: Wasserfall statt Wasserball
2 B A C@ //3219 Dreitausendzweihundertneunzehn
Verleser des Tages: Pronomen statt Problem
#Mittagsmenü: Überbackenes Schlemmerfilet mit Käsekruste, Gemüsereis, Gurkensalat. Eis als Nachtisch.
Verschreiber des Tages: Pubicity statt Publicity
Habe im Nachbarort ein kleines Café entdeckt mit deutlich niedrigeren Preisen und größerer Tortenauswahl. Der Haken ist nur, dass es weiter weg ist, so dass ich zu Fuß für einen Besuch mindestens anderthalb Stunden unterwegs bin.
+Außerdem kann ich dort nicht mit (aufgeladener) Kundenkarte (mit Dokumentenklammer an Kleidungsinnenseite befestigt) zahlen, sondern nur bar, so dass ich einen Geldbeutel mitnehmen muss.
+Dafür habe ich eine Gürteltasche. Als ich sie suchte, war der passende Gürtel weg. JC muss ihn beim Spielen herausgezogen haben. Schließlich fand ich ihn wieder. Die Gürteltasche stammt aus meinen Studienzeiten und der Gürtel passt immer noch ins selbe Loch.
Verleser des Tages: Mannigfaltigkeit statt Mangfalltal
Blogjubiläum 0xE //3218 Dreitausendzweihundertachtzehn
Keine Ahnung von der Kommandozeile, noch nie von TCP/IP oder Debugger gehört, aber spricht mir digitale Kompetenz ab, weil ich kein Smartphone nutze.
Entdecke früh am Morgen einen #Blutfleck auf dem Teppich. Was ist da passiert? Ist jemand (am Fuß) verletzt? Es stellt sich heraus, dass ein Fineliner vom Juniorchef dort ausgelaufen ist. Zum Glück wasserlöslich, ließ sich mit viel Wasser und etwas Seite wieder entfernen.
+s/Seite/Seife/ – geht fast als Verschreiber des Tages durch.
Verhörer des Tages: Beischlafpflicht statt Beistandspflicht
Gehe morgens ganz entspannt einen Weg entlang. Plötzlich aggressives Hundegebell aus einem Vorgarten. Blöder Kläffer, der mich erschreckt hat und aus meinen Gedanken gerissen hat.
Verleser des Tages: Santorin statt Senatorin
Tweets Numero m+73 //3217 Dreitausendzweihundertsiebzehn
Habe kürzlich eine größere Bestellung von Kleidung online aufgegeben. Expresszahlung über Paypal, ohne weitere Dateneingabe. Das Paket wurde dann an C geschickt, obwohl der Paypal-Account auf meinen Namen läuft. Woher hatte der seine Daten? Irgendeine frühere Bestellung?
Verleser des Tages: [geringe] Mitarbeiterfunktion statt Mitarbeiterfluktuation
Monatelang war meine Word-Installation elendiglich langsam. Jetzt läuft sie wieder flüssig, ohne dass ich irgendetwas geändert hätte.
Verschreiber des Tages: [schlägt] brei statt breit
Siebte und achte #Zecke2025: Bein:innenseite über dem rechten Knöchel, keine zwei Zentimeter auseinander
Verleser des Tages: Stalker statt Satiriker
Feurige Knoten //3216 Dreitausendzweihundertsechzehn
#Mittagsmenü: Hähnchen in Wurzelgemüse, bunter Kartoffelsalat (mit Zwiebeln, sauren Gurken, Paprika, Salatgurke, roten Bohnen), Kartoffel-Käse-Auflauf, Chicorée-Paprika-Tomaten-Salat. Als Nachtisch verschiedenes Eis.
Verwechsler des Tages: Pyrenäen statt Pygmäen
Eine Freizeitveranstaltung, bei der man, um wichtige Details wie Eintrittspreise überhaupt sehen zu können, sich erst bei #Fakebook registrieren muss – nein, danke!
Verleser des Tages: [er schenkt ihr ein] Kind statt Kleid
Ich bin ja so gut zu Vögeln, dass ich jetzt eine Vögeltränke in den Garten gestellt habe.
Die Sonne strahlt heute auf bis zu 63°.
Verleser des Tages: Schweinfurter statt Scheinwerfer
High! – Am Tag der kurzen Schatten //3215 Dreitausendzweihundertfünfzehn
Verleser des Tages: Motivationspolitik statt Migrationspolitik
1000 Fragen 698..712 //3214 Dreitausendzweihundertvierzehn
Zwar hatte ich meinen Profiltext erst geändert, aber er gefällt mir nicht mehr. Es gibt einen neuen: „Struk- und Naturwissenschaftlerin. (Ex-)Programmierschlampe. Nerdy-dirty MILF. Vive la différence! #Theophys #SW #Math #IT“ Gefällt mir schon jetzt nicht richtig.
Verleser des Tages: [Main] Therme statt Theme
Rauchschwaden draußen, als wir abends auf dem Balkon sitzen. Nachbarn schräg unter uns rauchen auf ihrer Terrasse und der Qualm zieht rauf zu uns. #Rücksichtslos #Belästigung
+Wie lange muss man solche #Belästigung noch ertragen? Reicht es nicht, an Bushaltestelle, Bahnstationen oder Außengastronomie zugequalmt zu werden? Wann wird endlich wirksamer #Nichtraucherschutz durchgesetzt?
Verschreiber des Tages: Schrein statt Schwein
Irgendwelche bürokratischen Formalitäten mit der Rechtlergemeinschaft kosten mich viel mehr Zeit, als die Angelegenheit wert ist.
Verleser des Tages: Mathefacher statt Motherfucker #Graffiti
Die Rückkehr der Velo-Ritter //3213 Dreitausendzweihundertdreizehn
Verleser des Tages: vereist statt verreist
Letztes Jahr war ich bei einer Veranstaltung. Habe jetzt zufällig Fotos davon auf der Website des Veranstalters gefunden. Auf den meisten bin ich zu sehen, auf einigen sogar sehr deutlich und detailliert.
+Zwar hatte ich (zwangsläufig) unterschrieben, dass der Veranstallter Fotos schießen und veröffentlichen darf. Dass das so ausufert, hätte ich aber nicht gedacht. Schließlich gab es über hundert Anwesende.
Verleser des Tages: Profitrolle statt Profiterole

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School Break //3310

Immer mal wieder hört man Forderungen nach „mehr Bewegungspausen im Schulunterricht“, erst neulich wieder.
Meinetwegen sollen die das ruhig machen, solange es nicht zu Lasten des übrigen Unterrichts geht (bzw. die Präsenzzeiten verlängert), und – das ist mir wichtig! – solange es freiwillig bleibt und niemand dazu genötigt wird. Schließlich ist es kontraproduktiv für den Lernprozess, wenn man sofort aus der mentalen Verarbeitung herausgerissen wird. Da hat der neue Stoff überhaupt keine Chance zu sacken und sich im Hirn zu festigen, wenn man danach gleich wieder abgelenkt wird.
Oft ist es ja so, dass manche Regelungen erst optional sind, schließlich durch Nudges angereizt, und dann irgendwann verbindlich für alle werden, vielleicht sogar noch weiter verschärft.

Ich erinnere mich gerade an die Schulpausen zu meiner Zeit.
Bei der Grundschule weiß ich nur noch, dass wir Mädchen oft Gummitwist oder Hüpfkästchen gespielt haben.

An die Pausenzeiten im Gymnasium kann ich mich besser erinnern (sogar noch die genauen Uhrzeiten, aber davon schweige ich hier).
Um ehrlich zu sein, wäre ich während der Pausen am liebsten im Klassenzimmer ruhig sitzen geblieben. Ich hätte in Ruhe und ganz entspannt mein Pausenbrot essen können, vielleicht etwas lesen, hätte mir höchstens mal im Gang kurz die Beine vertreten.
Aber es war ja Pflicht, das Klassenzimmer zu verlassen und in den Pausenhof zu gehen. Die jeweiligen Lehrer schlossen das Klassenzimmer ab, so dass man nicht darin bleiben konnte.
Ich empfand das als unerwünschte Unterbrechung.
Sich in der Pausenhalle aufzuhalten, war nur bei schlechtem Wetter erlaubt. Aber das konnte man leicht umgehen, denn in der Pausenhalle war ein ständiges Kommen und Gehen.
Es gab dort auch einen Pausenverkauf. Jede Woche belieferte ein anderer Bäcker der Kreisstadt im Wechsel das Gymnasium. Es gab einen dafür vorgesehenen Stand, wo der Bäcker seine Waren aufbauen konnte. Es bildete sich dort immer eine lange Schlange. Gelegentlich kaufte ich mir auch etwas. Dort habe ich das erste Mal eine Mohnschnecke gegessen. [Ich schweife jetzt etwas ab, indem ich mich an den Bäcker erinnere, der ganz in der Nähe meines Elternhauses ansässig war. Dort gab es verschiedenes Gebäck, das ich sonst niemals bei einem anderen Bäcker gesehen habe (z.B. Bärentatzen, Katzenzungen). Heutzutage gibt es bei Bäckern nur noch ein standardisiertes Angebot. Damals war das viel diverser. Dieser Bäcker war so nahe, dass ich mit 4 oder 5 Jahren manchmal selbständig dorthin gehen durfte.]
Auf der anderen Seite der Pausenhalle verkaufte der Hausmeister Erfrischungsgetränke und Milchprodukte. Ich erinnere mich, dass ich dort gelegentlich einen Joghurt kaufte. Es gab dazu kleine Plastiklöffelchen. Würde man heutzutage ablehnen, weil nicht „nachhaltig“. Ich mochte jedoch die Löffelchen und hob sie alle auf, um sie später gelegentlich zu verwenden. Einige Male kaufte ich mir auch einen Kakao. Der war gekühlt, und wenn man ihn kräftig schüttelte wurde er wunderbar schaumig. Auch war er weder zu süß, noch zu bitter, sondern wirklich lecker.

Wenn wir Sportunterricht hatten, ging die Pause teilweise fürs Umziehen drauf, beim Schwimmen ganz. Da kam auch noch anziehen, föhnen und der Weg hinzu. Eine Hetzerei war es außerdem.
Auch sonst war mir die Dauer der Pause oft knapp, um mein Pausebrot zu essen. Ich bin wohl eine sehr langsame Esserin, als Kind noch deutlich ausgeprägter als heute. Ich erinnere mich, dass meine Mutter wiederholt zu mir sagte „vergess’es Koie nedd“ („vergiss nicht zu kauen“), wenn ich während des Essens in Gedanken versunken war. Im Klassenzimmer sitzend hätte ich mehr Ruhe zum Essen gehabt. Aber nein, wir mussten ja immer raus.

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Aktueller Stand //3309

Das Leben schleicht so dahin, manchmal mit Höhen, manchmal mit Tiefen, aber im Großen und Ganzen ziemlich gleichförmig. Manche Belange in meinem Leben tauchen in meinem Blog immer wieder mal auf, andere erwähne ich vielleicht irgendwann einmal, aber dann kommen sie im Blog kaum noch vor, obwohl sie IRL nach wie vor eine Rolle spielen.
Also versuche ich, den aktuellen Status einmal kurz zusammenzufassen. Einige der Themen habe ich verlinkt, andere nicht. Die Aufzählung ist nicht ganz vollständig, aber ein paar Sachen behalte ich doch besser für mich – oder habe sie schlicht nur vergessen.

Den Großteil meiner Zeit beanspruchen hauptsächlich Firma und Familie. Das ist der Default, den ich in diesem Post nicht weiter darstellen will, da ich den gerade den eher seltenen Angelegenheiten gewidmet habe.

Schon länger habe ich keine Papers mehr geschrieben.
Zwar habe ich in Mathematik ein paar angefangen, musste dann aber feststellen, dass es diese Konzepte bereits gab, zwar anders notiert oder mit anderen Herangehensweisen, aber im Grunde genommen das gleiche. So etwas frustriert, wenn man Zeit und Gehirnschmalz hineingesteckt hat, aber jemand anders einem zuvorgekommen ist.
In Theoretischer Physik ist es erst recht zeitaufwändig, sich auf dem Laufenden zu halten. Diese Zeit habe ich einfach nicht, und muss wohl damit leben, dass ich immer mehr die Übung verliere, und neue wissenschaftliche Erkenntnisse nicht mehr wirklich nachvollziehen kann.
Grundlagenforschung ist irrsinnig teuer, insbesondere das dafür erforderliche Messequipment. Das machen wir also höchstens dann noch, falls es der Firma (potentiell) nützt.

Software entwickle ich gelegentlich für eigene Zwecke. Da sind schon ein paar neue Tools für mich selbst entstanden, die mir auch einiges an manueller Arbeit erspart haben und wirklich wunderbar funktionieren (das erstaunt mich immer wieder, insbesondere bei denen, die ich eher quick’n’dirty geschrieben habe). Ich habe jedoch nicht die Absicht, sie als neue Anwendungen herauszubringen. Der Aufwand, meine Progrämmchen für eine eventuell kommerzielle Verwertung DAU-sicher zu machen, ist einfach zu groß.
Das Geschäft mit Standardsoftware läuft zwar noch nebenher, aber die Umsätze sind im Keller. Warum auch immer ist die Nachfrage nach meinem wichtigsten Produkt eingebrochen, obwohl ich es noch weiter pflege, und erst kürzlich eine neue Version herausgegeben habe.
Einige andere Programme habe ich ganz aus dem Verkehr gezogen, weil sie inzwischen entweder veraltet sind, und ich nicht mehr mit der aktuellen technischen Entwicklung schritthalten kann, oder weil es inzwischen etliche, teils kostenlose Alternativen gibt, die meine Programme teilweise sogar übertreffen. Früher hätte ich aus dem einen oder anderen Programm vielleicht noch Freeware gemacht, aber diese Zeiten sind vorbei.

Dann habe ich noch eine Reihe anderer Projekte und Posten.
In meinem fachlichen Arbeitskreis beteilige ich mich vorläufig nach Veröffentlichung meiner Spec nur passiv. Da kann ich erst einmal eine Pause einlegen.
Bezüglich meiner Beratung einer Bundesbehörde hatte Sebastian recht. Zwei bis dreimal pro Jahr habe ich damit zu tun, lasse mich zeitlich aber nicht unter Druck setzen. Der Bericht ist fertig, wenn ich soweit damit bin. Wenn’s ihnen nicht passt, sollen sie den Vertrag kündigen und sich jemand anderen suchen.
Dann bin ich noch in einem Gremium einer Industrieorganisation. Zum Glück muss ich nur selten an einem Meeting teilnehmen. Bisher konnte ich es zeitlich irgendwie dazwischenschieben. Allerdings sind die Besprechungen dort sehr zäh. Vermutlich werde ich wohl nicht mehr allzu lange dort mitmachen. Ich habe mich aber schon wieder mehr engagiert, als mir die Sache eigentlich wert ist.

Schon länger habe ich nirgends mehr einen Vortrag gehalten. Wenn man mal abgelehnt hat, wird man so schnell nicht wieder gefragt. Da meistens eine längere An- und Abreise damit verbunden war, vermisse ich das nicht.
Das Medizinerprojekt dümpelt vor sich hin. Das heißt, gelegentlich tut sich dort schon mal etwas, aber für mich gibt es eigentlich derzeit kaum Handlungsbedarf.

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Suchbegriffe Numero n+35 //3308

Die Häufigkeit der Suchbegriffe hat in den letzten Wochen wieder leicht zugenommen. Ich liste sie – wie gewohnt – zusammen mit kurzen Anmerkungen auf.

„acht blog“
8 = 2^3

„erotische geschichten schwängern“
Hab‘ doch jetzt prompt „Schwäger“ gelesen.

„eicheln nüsse“
Selbstverständlich können damit nur Waldfrüchte gemeint sein.

„besamte ehefrau“
Dazu habe ich nichts zu sagen.

„konservatives feld potential“
Das ist skalar.

„rantig“
Das reimt sich auf grantig, und geht wohl auch in ähnliche Richtung.

„rechnen im oktalsystem“
Darin habe ich keine Übung. Gibt es dafür noch praktische Anwendungen von allgemeinerer Bedeutung?

„metrischer tensor kugelkoordinaten“
Lässt sich mit der Jakobimatrix berechnen zu diag(1, r^2, r^2*sin^2(theta)). Wie man sieht, geht der Azimutwinkel nicht in die Formel ein.

„fiona freundin“
Daraus wird bestimmt nichts.

„breakpoint 2025“
Das ist schon wieder eine Weile her.

„frage 3296“, „3296 frage“
3296 = 2^5 * 103

„wordpress 8“
Keine Ahnung, welche Version aktuell ist.

„vektorpfeil“
Ein Vektor ist eine gerichtete Größe.

„fiona haarfarbe“
Zwischenzeitlich gefärbt, jetzt wieder natürlich.

„konservatives kraftfeld berechnung potential“
Ein konservatives Kraftfeld ist wirbelfrei. Um das Potential (bis auf eine additive Konstante) an einem bestimmten Punkt zu berechnen, muss man an diesem Punkt den Kraftvektor über den Ort integrieren.

„mops mit langen haaren“
Interessiert mich nicht.

„allesevo“
Das ist vermutlich eine Referenz auf das Blog „Alles Evolution“.

„worder cat“
Häh?

„käferjägerei“
Auch als Debugging bekannt.

„englische anmachsprüche für männer“
Meine Zeiten, als ich aktiv Männer angemacht habe, sind vorbei. Deshalb brauche ich das nicht mehr.

„dokumentenklammer“
Die sind sehr praktisch.

„kim sophie bohnen“
Was meine Stiefenkel mit Bohnen zu tun haben sollen, ist mir unbekannt.

„engywuck“
Hat lange Zeit hier gelegentlich kommentiert. Aber in den letzten paar Jahren habe ich nichts mehr von ihm gehört.

„grok bikini“
Merkwürdige Kombination.

„annemalie“
Das war natürlich nur ein Wortspiel wie Annehilation oder Annekdote.

„konservatives kraftfeld potential berechnen“
Das läuft auf eine Kurvenintegration hinaus, die bei konservativen Feldern wegunabhängig ist.

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Synoptische Resonanz //3307

Wir hatten erfahren, dass die Dorfbücherei Bücher nur noch über einen kostenpflichtigen Ausweis verleiht, den sich viele Bewohner nicht leisten wollen oder können.
Bei meinem Blogeintrag damals bin ich nicht näher darauf eingegangen, aber wir fanden diese Entwicklung durchaus bedauerlich. Der einfache Zugang zu Büchern ist schon wesentlich, insbesondere für Kinder und Jugendliche, die abgelegen auf dem Lande leben. Die Verfügbarkeit von (ausleihbaren) Büchern sollte nicht an Geldmangel scheitern.
Eigentlich wollten wir das Dorf nicht weiter finanziell unterstützen, aber Carsten setzte sich dann doch mit Frau Klei, der ehrenamtlichen Bibliothekarin, in Verbindung, um ein Arrangement zu treffen.
Gegen einige Auflagen wird er zukünftig die Bücherei finanzieren, einschließlich einer angemessenen Anzahl von Neuanschaffungen im Jahr. Dafür dürfen Bücher wieder kostenlos ausgeliehen werden.
Zu den Auflagen gehört, dass die Bücherei zweimal im Monat auch am Wochenende geöffnet hat. Dann können wir sie nämlich auch mal gelegentlich nutzen.

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#Blogparade: „Politik und Business“ //3306

Früher, als es noch mehr Blogparaden gab, habe ich mich oft und gerne daran beteiligt. In den letzten Jahren sind ansprechende Blogparaden zur Ausnahme geworden, so dass ich nur noch selten einen Beitrag dazu schreiben kann.
Bei der Blogparade „Politik und Business“ geht es darum, inwieweit man sich als Unternehmer mit politischen Belangen auseinandersetzen soll.
Klar, steuerliche und rechtliche Regelungen, Compliance-Bestimmungen und weitere Regularien betreffen Selbständige, Gewerbetreibende, Freiberufler und sonstige Geschäftsleute. Freilich darf man sich (privat) dazu äußern und politische Entscheidungen kritisieren. Es gibt da genug Punkte, zu denen ich einen Rant loslassen könnte.

Ich sehe das Thema aus zwei unterschiedlichen Warten. Da ist einmal mein eigenes SW-Business, das ohnehin nur noch so nebenbei mitläuft, und – ehrlich gesagt – gerade im letzten Jahr einen ziemlichen Umsatzeinbruch hatte. Zum anderen ist da natürlich die Firma, für die ich inzwischen mehr Verantwortung trage, als mir angenehm wäre.
Gerade in den letzten Jahren hat sich die Politik in immer mehr Bereiche eingemischt, die sie eigentlich nichts angehen sollte. Wie wir heizen, wen wir einstellen, von wem wir beliefert werden, an wen wir verkaufen dürfen, .. Und dann die vielen Normen und Richtlinien, die zwar keine Gesetzeskraft haben, bei denen es sich aber trotzdem empfiehlt, sich an sie zu halten, um im Zweifel abgesichert zu. Viele Vorschriften sind ja durchaus sinnvoll, aber manche erscheinen auch wie Schikane, wenn man keinen Zweck darin erkennen kann, bzw. wenn die Voraussetzungen nicht wirklich zutreffen, und man sie trotzdem befolgen muss.

Vor einiger Zeit konnte man in den aktuellen Medien lesen, dass bestimmte Handelsunternehmen mit Personen mit spezifischer politischer Einstellung keine Geschäfte mehr machen wollen. Manchmal wollen z.B. auch Restaurants keine Gäste bedienen, die sie der falschen Gesinnung verdächtigen. Von der praktischen Umsetzung mal abgesehen (woher wollen sie überhaupt wissen, welche Ansichten ein potentieller Kunde hat?), schneiden sich diese Unternehmen IMHO ins eigene Fleisch. Es geht sie nämlich überhaupt nichts an, welche politische Meinung, welche Ideologie oder sonstige Weltanschauung ihre Kunden, Gäste, Mandanten, Patienten, Auftraggeber haben. Solche Haltungsdemonstrationen, die vor allem als Virtue Signalling und Anbiederung an eine gewisse Klientel dienen, sind höchst unprofessionell.
Ich persönlich registriere, welche Unternehmen mit derartigen Äußerungen (völlig unabhängig von der politischen Ausrichtung) auffallen, und füge sie einer virtuellen Blacklist hinzu. Mit solchen Leuten möchte ich keine Geschäfte machen – zumindest nicht selbst als Kunde.
Bei meinen eigenen Kunden weiß ich üblicherweise nicht, welche politischen Ansichten sie vertreten, und es ist mir auch egal. Wer ein integres Geschäftsgebaren an den Tag legt, und mir einen Auftrag erteilt, den beliefere ich auch.
Von Zulieferern und Dienstleistern erwarte ich politische und weltanschauliche Neutralität. Meinetwegen dürfen sie im stillen Kämmerlein denken, was sie wollen. Aber ihre politische Meinung offensiv nach außen zu tragen, ist völlig inakzeptabel, insbesondere, wenn dadurch politisch Andersdenkende diffamiert werden.
Supplier überzeugen mich durch fachliche Kompetenz, Qualität und Zuverlässigkeit. Jedoch ganz bestimmt nicht durch eine zur Schau gestellten politischen „Haltung“.
Um ganz ehrlich zu sein – dieses ganze Haltungsgehabe widert mich an. Ich gestehe wirklich jedem Menschen seine eigene Meinung zu. Allerdings nur, solange er damit keine anderen Menschen bedrängt oder mit seinem Aktivismus belästigt.
Im Berufsleben ist kein Platz dafür.

Der Staat schreibt uns vor, freie Stellen nur noch geschlechtsneutral mit (m/w/d)-Zusatz auszuschreiben. Also machen wir das auch. Ändert das irgendetwas an den Einstellungen? Es gibt vielleicht mehr Bewerber, aber noch darf man die Kriterien für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch und eine spätere Anstellung noch selbst festlegen. Je nach Formulierung der Stellenanzeigen lässt sich auch ein Teil der Interessenten herausfiltern – möglichst die Personen, die man eh nicht hätte einstellen wollen. Bereits mit „leistungsgerechte Bezahlung“ schreckt man mit etwas Glück die Personen ab, die nicht gewillt sind, eine anspruchsvolle Tätigkeit engagiert auszuüben. Eigentlich sollten diese Personen dankbar sein, dass ihnen der Aufwand einer Bewerbung erspart geblieben ist, wenn sie doch ohnehin keine Chance auf die ausgeschriebene Stelle haben.
Wenn wir deutschsprachige Texte veröffentlichen, benutzen wir das generische Maskulinum. Dieses ist geschlechtsneutral und umfasst alle Menschen, unabhängig vom Geschlecht. Damit braucht man auch keine Sprachverrenkungen zu machen oder lästige, redundante, ineffiziente und in der Häufung nervtötende Doppelnennungen, nur weil einzelnen Personen das Sprachgefühl fehlt, oder das Selbstbewusstsein, sich davon angesprochen zu fühlen.
Ganz bestimmt werde ich keine Geschlechterapartheid unterstützen – aber ich stelle das geschäftlich nicht ostentativ zur Schau.

Als Unternehmer ist es kontraproduktiv, seine eigene politische Einstellung öffentlich zu machen. Zum einen besteht die Gefahr, dass Andersdenkende (und das ist in jedem Fall die deutliche Mehrheit, ganz egal um welche Partei es geht) es ablehnen können, mit ihm Geschäfte zu machen. Zum anderen stößt es manche Menschen (so wie mich) ab, weil sie es einfach als unprofessionell und unseriös empfinden, seine ideologische Gesinnung vor sich her zu tragen.
Insbesondere, wenn man international Geschäfte machen will, mit Kunden aus Ländern, wo teilweise völlig andere Gepflogenheiten bestehen, ist es klug, sich mit politischen Äußerungen zurückzuhalten.

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Tweets Numero m+88 //3305

Die folgenden fifty Tweets habe ich zwischen dem 31. Mai und dem 14. Juni 2025 verfasst.

Verhörer des Tages: T-Rex statt Tierrechts[organisation]
Kommentarstatistik: 51900 Kommentare auf meinem breakpoint-Blog
#Kaffee ist ja auch unglaublich teuer geworden. Ich habe bisher schon den Kaffee nicht besonders stark getrunken. In den letzten Wochen habe ich die Dosierung noch einmal halbiert. Geht auch.
Verleser des Tages: gesetzliche statt gesetzte [Frist]
Prärentner auf Fahrt //3212 Dreitausendzweihundertzwölf
Habe mich doch erweichen lassen, mit ein paar Mitarbeitern auf den #Berch zu gehen. Juniorchef war auch dabei.
+“Ist er integer?“ – „Er ist Single.“ Softies kugeln sich vor Lachen, die anderen haben den Witz nicht verstanden.
+Als ich (mit JC) das Gelände nach fast anderthalb Stunden verlassen habe, grabscht mich doch so ein (vermutlich angetrunkener) Hobby-Senologe an.
Das Verhalten realer Systeme ist nicht monokausal, sondern es gibt etliche Einflussgrößen, oftmals sogar nicht-linear oder miteinander gekoppelt. Wir Physiker scheitern ja bereits an der Dynamik dreier Körper, die sich gegenseitig beeinflussen.
Verschreiber des Tages: Reisbusen statt Reisebussen
Kriege in letzter Zeit immer wieder unangeforderte Mails, bei denen ein Personalvermittler mir irgendwelche angeblichen IT-Fachkräfte aufdrängen will. Würde ich normalerweise unbesehen löschen, aber ich werde persönlich angeschrieben. Mich ärgern besonders die großen Anhänge.
Verleser des Tages: Zähne statt Zäune
Tweets Numero m+72 //3211 Dreitausendzweihundertelf
Kein Land und keine Religion sind es wert, dafür Leben zu opfern.
Verleser des Tages: Anbieter statt Arbeiter
Warum haben politische Fehlentscheidungen, die schwerwiegenden Schaden angerichtet haben, so gar keine Konsequenzen für die Verantwortlichen?
Verhörer des Tages: One-Night-Stand statt „One last dance“
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. #Mittagsmenü: Heute wird gegrillt. Dazu gibt es bunten Kartoffelsalat und Chinakohl-Salat. Als Nachtisch ist Eis vorgesehen.
Verleser des Tages: [pürierten] Erbsen statt Erdbeeren
Es ist 22:27 Uhr. „Du gehst schon ins Bett?“ – „Ja, es ist ja schon fast 11 Uhr.“ – „Es ist doch gerade erst 10 Uhr durch.“ #Zeit ist #relativ.
Wie [k]ein Tatzenkäfer //3210 Dreitausendzweihundertzehn
Eigentlich wollte der Chef heute grillen. Aber aufgrund des Wetters haben wir das auf morgen verschoben. Deshalb gibt es heute als #Mittagsmenü Forelle in Wurzelgemüse und Buttersauce mit Gemüsereis und gemischtem Salat. Als Nachtisch wie geplant Rhabarberquark.
Verleser des Tages: lebensgroß statt lebensfroh
?a*b?ck hat hier einen Scherbenhaufen hinterlassen und setzt sich jetzt auf einen lukrativen Posten in die USA ab.
Verschreiber des Tages: Ballon statt Balkon
Politik ist, wenn jemand durch reine Berufung zum Experten für ein spezielles Thema ernannt wird, ohne davon überhaupt Kenntnisse haben zu müssen.
Verleser des Tages: Algerien statt Allergien
Ausgiebiger Morgenritt auf meinem Hengst.
Verhörer des Tages: Rahmen statt Ramen
Sechste #Zecke2025: schon wieder linke Kniekehle
Warum – verflixt! – kann ich nicht auf meinen Server zugreifen?
Hab doch mal erwähnt, dass ich jemanden, dessen Tweets mir immer wieder in die TL gespült werden, persönlich kenne. IRL ist er ein ziemlicher Chaot, aber seine Tweets sind erstaunlich durchdacht, ausgewogen und nuanciert. Hätte ich so nicht erwartet.
Verleser des Tages: Grok statt Glück
Offertenausschlag //3209 Dreitausendzweihundertneun
Neulich einen Mann im Kilt in der S-Bahn gesehen. Ja, Röcke sind schon praktisch.
Verleser des Tages: erratum statt erraten
Das angekündigte Extremunwetter stellte sich heraus als ein bis zwei Stunden andauernder milder Regen.
Verschreiber des Tages: blank statt black
Na, wenn das mal nicht wieder der heißeste Juni seit 100 Billionen Jahren wird!
Verleser des Tages: Besitzer statt Beisitzer
Suchbegriffe Numero n+29 //3208 Dreitausendzweihundertacht
Manchmal gelingt mir eine Formulierung so gut. Die könnte glatt von einer KI stammen.
Verhörer des Tages: Armbanduhr statt Armatur
Verleser des Tages: Genderwahn statt Größenwahn
Bibalia //3207 Dreitausendzweihundertsieben
Klar gibt es Funktionen, die aus Ungleichem Gleiches machen. Aber da geht immer Information verloren. Und bei der Umkehrung ist dann mindestens eine Fallunterscheidung erforderlich.
Verleser des Tages: Drogenaufnahme statt Drohnenaufnahme
#Mittagsmenü: Nürnbergerle, Sauerkraut, Kartoffelpüree mit Röstzwiebeln, Rettichsalat #Frankenfood. Eis oder Bananenshake als Nachtisch.
Verschreiber des Tages: typsicher statt typischer
Dieses Jahr sind so viele Motorräder unterwegs. In den letzten Jahren waren sie nur eine seltene Randerscheinung. Heuer brummt und knattert mindestens alle halbe Stunde so ein motorisiertes Zweirad lautstark an einem vorbei.

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Thermische Annemalie //3304

Eigentlich hätten wir im Januar uns noch gerne ein (evtll. verlängertes) Wochenende in einem Spahotel gegönnt. Leider konnten wir uns das aus terminlichen Gründen nicht einrichten. Immerhin hat es für einen Tag in der Therme gereicht. Ursprünglich wollten wir an einem anderen Tag fahren, aber da hätten wir niemanden gefunden, der auf Johannes aufpasst, nachdem der Kindergarten am Spätnachmittag schließt. So mussten wir ein wenig umdisponieren und den Tag so legen, dass Sonja Zeit hatte.

Am Morgen kam uns unerwartet etwas Dringendes dazwischen. Fast hätten wir den Ausflug ganz abblasen müssen. Schließlich konnten wir doch noch weg, aber erst anderthalb Stunden später, als ursprünglich geplant.
Insgesamt wurde es ein unbeschwerter und entspannter Tag, den wir uns auch nicht von ein paar geringfügigen Misslichkeiten verderben ließen.

In Erinnerung an frühere Besuche, bei denen es mir sehr unangenehm gewesen war, meinen nassen und kalten Bikini beim Verlassen des Saunabereiches wieder anzuziehen oder auch mit nassen Sachen herumzulaufen, wollte ich mir einen zweiten Bikini einpacken, für den Fall, dass ich nicht gleich wieder ins Wasser will.
Als wir uns in der Therme angekommen, im Umkleidebereich auszogen, musste ich jedoch feststellen, dass ich das Bikinihöschen des einen Bikinis wohl daheim vergessen hatte. Das Oberteil war da. Es blieb mir nichts anderes übrig, als doch den Bikini, der eigentlich trocken bleiben sollte, ins Wasser anzuziehen.
Durch das Suchen meines Bikinihöschens hatte ich länger gebraucht, um mich umzuziehen. Carsten war deshalb schon ins Bewegungsbecken vorangegangen, wo um diese Zeit gerade einmal nichts los war.
Er sah mich kommen, und meinte dann, als ich wieder bei ihm war, dass ich ja so ein „heißes Weib“ sei. Es haue ihn immer wieder um, wenn er mich (fast) nackt sähe.

In einem der Becken gibt es eine Reihe mit Massagedüsen. Als wir angekommen waren, war dieses Becken gerade durch Wassergymnastik oder ähnliches belegt. Als wir das nächste Mal vorbeikamen, schon wieder.
Später jedoch ergab sich die Gelegenheit und ich stellte mich in der Schlange an. Die zwei ersten Düsen waren mir zu niedrig. Die dritte hätte schon passend sein müssen. Aber als ich endlich davorstand, kam kein Massagestrahl heraus. Erst dachte ich, sie sei kaputt. Aber offenbar waren die anderen Düsen auch nicht mehr in Betrieb. Jemand musste sie ausgeschaltet haben. Wie sich herausstellte, begann wieder eine Runde Wassergymnastik und währenddessen liefen die Düsen wohl nicht.

Zweimal war ich draußen im Sportschwimmbecken und schwamm jeweils zwei Bahnen, bis es mir zu kalt wurde. Die erste Bahn hatte ich gegen die Sonne geschwommen. Da das Wasser verdampfte, sah ich kaum, wo ich hinschwamm, denn das Sonnenlicht wurde wie im Nebel an den kleinen kondensierten Wassertröpfchen gestreut. Immerhin war es für Januar recht mild.
Im Saunabereich entdeckten wir einen neuen Ruheraum mit einer Art Liegeschaukeln.
Meine Theorie, dass man die meisten Leute gar nicht nackt sehen will, wurde wieder mal bestätigt. Manchmal bin ich schon froh darüber, kein eidetisches Gedächtnis zu haben. So kann sich so mancher Anblick eben nicht in meine Erinnerung einbrennen.
Das abschließende Duschen, Anziehen und Föhnen liefen problemlos ab.

Abends trafen wir uns noch zum Essen in einem Restaurant mit Sonja, die Johannes mitbrachte. Er sei mustergültig brav gewesen, aber so wissbegierig, dass er einem ein Loch in den Bauch fragt.

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Rückblick 2. Halbjahr 2025 //3303

Heute fasse ich noch einmal kurz zusammen, was in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres passiert ist.

Ulrich, unser langjähriger Leiter der (Geräte-)Entwicklung verabschiedete sich in den Ruhestand.
Eine spezifische Erweiterung eines Branchenstandards kostete mich insgesamt viel Zeit und einige Nerven, ist aber inzwischen erfolgreich abgeschlossen.
In den Schulferien besuchten uns meine Stieftochter Verena mit ihren Kindern Sophie und Niklas, sowie mein Neffe David.
Bald darauf verreisten Carsten, Johannes und ich zu einer mediterranen Insel, wo wir einen schönen Strandurlaub genossen.
Als Johannes Geburtstag hatte, durfte er diesen mit zwei Freunden im Tiergarten feiern.
Das Jahr endete mit einem Besuch meiner Stieftochter Fiona und ihrem Sohn Kim, die noch Verstärkung durch Frau Hilflo-Seerbin bekamen.

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1000 Fragen 849..864 //3302

Dann mache ich mal weiter und beantworte wieder einige der 1000 Fragen.

849. Könnten sich Menschen ändern? (655)
Menschen ändern sich ständig. Man sollte von ihnen keine Beständigkeit oder Kontinuität erwarten.

850. Wie oft lackierst du dir die Nägel? (415)
In meiner Jugend habe ich das alle paar Wochen mal gemacht, aber bereits seit Jahrzehnten überhaupt nicht mehr.

851. Was schiebst du zu häufig auf? (282)
Die Wohnung zu putzen.

852. Zu wem hast du blindes Vertrauen? (993)
Zu niemandem.

853. Was bedeutet Freundschaft für dich? (556)
Erst in schlechten Zeiten lässt sich erkennen, wer tatsächlich ein wahrer Freund ist.

854. Wirst du am meisten jünger oder älter geschätzt? (612)
Deutlich jünger.

855. Ist jeder Tag ein neuer Anfang? (631)
Offensichtlich.

856. Hattest du schon mal ein Blind Date? (935)
Ja, einige.

857. Was musst du endlich wegwerfen? (505)
Muss ich gar nicht.

858. Welcher Geruch erinnert dich sofort an früher? (728)
So richtig fällt mir nichts ein. Am ehesten vielleicht noch der Geruch von frisch gekochten Bohnen oder Mangold.

859. Was ist dein Traumberuf? (133)
Hauptsache, 'was mit Zahlen und ohne Menschen.

860. Wie kumpelhaft bist du? (420)
Kommt drauf an.

861. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst? (5)
Selbstverständlich, deshalb mache ich das auch nicht.

862. Mit wem hattest du vor Kurzem ein gutes Gespräch? (444)
Mit meinem Mann. Wir finden immer wieder interessante Gesprächsthemen.

863. Hast du schon mal jemanden zum Weinen gebracht? (686)
Nicht, dass ich wüsste.

864. Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand? (352)
Die Richtung muss sich ja nicht unbedingt unterscheiden. Normalerweise gibt es da keinen Widerspruch. Aber falls doch, selbstverständlich letzteres.

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Der lange Weg zur Urlaubsentscheidungsreife //3301

Bis zum Urlaub ist es noch weit. In der Vergangenheit haben wir unseren Sommerurlaub manchmal schon frühzeitig gebucht, in anderen Jahren erst kurzfristig. Nach aller Erfahrung ist es durchaus zweckmäßig, den Urlaub schon bald festzulegen, und die geschäftlichen Termine eben außenherum zu legen. Es schadet zumindest nichts, mich schon mal umzuschauen und zu informieren.
Der Urlaub soll irgendwann im August stattfinden. Wir wollen irgendwohin, wo wir noch nicht (in der Nähe) waren. Die Reise soll nicht zu lange dauern, insbesondere will ich einen Direktflug vom nächstgelegenen Flughafen aus. Carsten möchte einen anderen Reiseveranstalter als letztes Jahr, weil er mit diesem aus Gründen nicht wirklich zufrieden war. Johannes wegen können wir leider kein Erwachsenenhotel buchen. Als „Nichtraucherhotels“ bezeichnen sich eigentlich sowieso ziemlich alle, wobei sich das leider nur auf die Innenbereiche bezieht.

Ich recherchierte also ein wenig und tendierte danach eindeutig zu einem bestimmten Ziel. Blieb nur noch die Auswahl des Hotels.
Ich gab in die Suchmaske (bei zwei oder drei Anbietern) meine wichtigsten Kriterien ein: All-Inclusive, Hotel direkt am Sandstrand, was die anfangs unüberschaubare Trefferanzahl auf eine Handvoll Hotels reduzierte. Mindestens ein Pool und WLAN sind sowieso Standard.
Ich schaute mir die Lage und weitere Details der Hotels an, und begrenzte dabei die Auswahl auf zwei oder drei Favoriten.
Dabei fiel mir auf, dass sich zwei der Hotels (anbieterübergreifend) preislich erheblich unterscheiden, obwohl ich keinen wesentlichen Unterschied zwischen beiden sehe, zumindest keinen, der für mich von Bedeutung wäre.
Ich stehe jetzt vor der Wahl zwischen einem guten, günstigen Hotel und einem zweitem, das vielleicht (je nach Gewichtung) geringfügig besser, aber auch deutlich teurer ist. Ist dieser Preisunterschied gerechtfertigt? So richtig erkennt man das meistens erst dann, wenn man die Kiste bereits geöffnet hat (eigentlich nur eine der beiden Kisten).

Um möglicherweise eine bessere Entscheidungsgrundlage zu finden, schaute ich mir die Bewertungen an. Dabei stellte ich (wieder mal) fest, dass andere Leute teilweise völlig andere Kriterien haben und Schwerpunkte setzen. Insbesondere negative Bewertungen können aussagekräftig sein.
Jemand kritisierte, dass das Buffet zu wenig Auswahl bei laktose- und glutenfreien Speisen hatte, und bewertete das Hotel deswegen schlecht. Das kratzt mich überhaupt nicht.
Einer beklagte sich, dass das Hotel schlecht für Raucher sei. Er sei beim Rauchen immer schief angeschaut worden. Deswegen vergab er nur einen Stern. Schlecht für Raucher ist gut für Nichtraucher. Das spricht für das Hotel.
Jemand beschwerte sich, es sei überhaupt nichts los dort. Fein. Dann ist es wenigstens ruhig.
Das Essen sei zu schwach gewürzt gewesen. Probleme haben die Leute. Das ist doch besser als zu stark gewürzt. Nachwürzen kann man immer noch, sollte es tatsächlich zu fade schmecken.
Das sei Hotel zu groß und unübersichtlich. Tendenziell ziehe ich größere Hotels vor, weil sie meist eine signifikant bessere Ausstattung haben. Ein großes Hotel kann eine viel größere, vielfältige Auswahl am Buffet bieten.
Das Meer sei zu laut, auch nachts. Tja – das ist halt so, wenn man in Strandnähe logiert. Wen das stört, der sollte eben ein Hotel weiter im Landesinneren wählen. Dass das Meer aber auch so überhaupt keine Rücksicht nimmt!
Die Zimmer seien teilweise nicht sauber. Wenn sich solche Aussagen häufen, wäre das bedenklich. Solange es sich jedoch um eine Einzelmeinung handelt, kann man es ignorieren.
Die Zimmer hätten keine Klimaanlage, sondern nur einen Deckenventilator. Ist das überhaupt ein Nachteil? Letztes Jahr hatten Carsten und ich immer wieder Meinungsverschiedenheit über den Gebrauch der Klimaanlage. Ich neige dazu, das Fehlen einer solchen als Vorteil zu betrachten.
Das Personal spräche kaum deutsch. Das ist nun mal im Ausland meistens so. Solange man sich auf Englisch verständigen kann, ist es in Ordnung. Ein paar Brocken der Landessprache zu lernen, ist immer empfehlenswert.

Es gibt aber kaum etwas, was mich weniger interessiert, als ob die Bars nur bis 22 Uhr, 23 Uhr oder sogar bis 24 Uhr geöffnet haben.
Dagegen ist es mir persönlich wichtig, welche Cocktails in All-Inclusive inbegriffen sind. Da hatte ich in den letzten Jahren nicht immer Glück. In zwei Hotels war die Auswahl nur dürftig. Deshalb hätte ich das gerne vorher herausgefunden. Aber normalerweise steht die Cocktailkarte nicht online zur Verfügung. Höchstens ausnahmsweise steht so etwas manchmal in irgendwelchen Reiseforen. Da weiß man aber auch nicht, ob die Informationen überhaupt noch aktuell sind. Es scheint, dass diese Katze sich nicht in der Kiste, sondern im Sack befindet.

Zumindest aktuell sind KI-Bots noch keine ausschlaggebende Hilfe bei der Entscheidungsfindung. Das kann in ein oder zwei Jahren schon ganz anders sein.

Nachdem ich etliche Bewertungen gelesen habe, sowie Fotos angesehen, bin ich trotzdem noch nicht viel schlauer. Eines der beiden Hotels wird es voraussichtlich werden. Ich tendiere zum günstigeren, denn ich sehe wirklich nicht ein, welchen Mehrwert das teurere bieten würde. Ein paar kleinere Punkte sind dort vielleicht schon besser, aber nichts, was den Preisunterschied begründen könnte. Bestimmt sind wir mit dem anderen gut bedient. Oder sollen wir uns doch das minimal schönere leisten?
Ob uns das Hotel gefällt, wissen wir wirklich erst, wenn wir ein paar Tage dort sind. Ob uns das andere besser gefallen hätte, können wir gar nicht vergleichen. Bisher haben wir noch bei jedem Urlaub schöne Aspekt entdeckt, auch wenn andere eher enttäuschend waren. Deswegen wird es wohl das preiswertere werden. Warum sollen wir mehr Geld als nötig dafür ausgeben?

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Eiswasser //3300

Der Phasenübergang zwischen flüssigem Wasser und Eis ist bestimmt kein bedeutendes Thema, es hat mich in gewisser Weise aber immer fasziniert, seit ich zum ersten Mal davon gehört habe. Vielleicht sollte ich noch vorausschicken, dass Normalbedingungen und quasistationäres Gleichgewicht bestehen sollen.

Wie stellen uns ein (oben offenes) Gefäß mit (destilliertem, reinem) Eiswasser vor. Dieses Eiswasser hat exakt die Temperatur null Grad Celsius (273.15 Kelvin über dem absoluten Nullpunkt). Wenn man das Gefäß erwärmt (d.h. Energie von außen zuführt), dann taut ein Teil des Eises auf. Erst wenn sämtliches Eis aufgetaut ist, kann sich die Temperatur wieder erhöhen. Andererseits friert mehr Eis, wenn man dem Gefäß Wärme entzieht. Erst wenn alles Wasser in Eis übergegangen ist, sinkt die Temperatur weiter.
Solange eine Mischung aus gefrorenem und flüssigem Wasser vorhanden ist, bleibt die Temperatur konstant auf 0°C. Zugefügte Energie löst die im Kristallgitter bestehende Bindung. Die thermische Energie der Wassermoleküle nimmt zu.

Im Gegensatz zu den allermeisten anderen Substanzen friert Wasser von oben nach unten zu. Dies hängt mit der Dichteanomalie des Wassers zusammen. Am schwersten ist Wasser bei 4°C. Dann sinkt es nach unten. Kälteres Wasser ist leichter und schwimmt oben, wo es dann anfängt zu gefrieren.
Dies hat zur Folge, dass Gewässer im Winter oft unter der Eisschicht noch flüssiges Wasser enthalten.
Die Wassermoleküle haben ein elektrisches Dipolmoment, so dass Van-der-Waals-Kräfte zwischen ihnen wirken. Es kommt zur Wasserstoffbrückenbindung, die letztendlich für die Dichteanomalie des Wassers ursächlich sind.

Umgekehrt taut Wasser von außen nach innen auf, weil sich zuerst die Oberfläche erwärmt.

Je höher die Temperatur, desto stärker die thermische Bewegung. Irgendwann überwiegt diese. Dann reichen die Van-der-Vaals-Kräfte nicht mehr aus, um die Flüssigkeit zusammenzuhalten, und sie beginnt zu verdampfen.

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Tweets Numero m+87 //3299

Endlich sind die Feiertage vorbei. Es kehrt wieder Routine ein. Heute wiederhole ich meine Tweets vom 14. bis 31. Mai 2025.

Verleser des Tages: Ehemann statt Einnahmen
„Welche Pizza gibt es heute Mittag?“ – „Schinken und Chicken.“ Unerwarteter #Zungenbrecher
Verhörer des Tages: cancelled statt gehänselt
Ausschweifende Texte, bei denen – von esoterischem Geschwafel und Selbstbeweihräucherung abgesehen – die Informationsdichte gegen null geht.
Verleser des Tages: Transhaus statt Traumhaus
Himmlische Fahrt //3206 Dreitausendzweihundertsechs
Werde keinen #Kaffee mehr beim Bäcker trinken. Nicht nur, dass sie in den letzten Monaten die Preise stark erhöht haben, machen sie jetzt die Tassen nicht mehr ganz voll und die Tortenstücke sind deutlich kleiner.
Verleser des Tages: Sensor statt Seelsorge
Erst machen sie das (private) Vermieten von Wohnraum maximal unattraktiv, dann wundern sie sich, wenn es zu wenige Wohnungen gibt.
Verschreiber des Tages: organosatirisch statt organisatorisch
Es ist gut für die Vegetation, dass es mal wieder ausgiebig geregnet hat. Aber jetzt darf es allmählich auch wieder aufhören.
Verlesertripel des Tages: Liederkette | Lieferkette | Lichterkette
Tweets Numero m+71 //3205 Dreitausendzweihundertfünf
Was mit in den letzten Wochen besonders aufgefallen ist: Ein Radfahrer überholt mich – mancher klingelt, mancher nicht, mit größerem oder kleinerem Abstand, mit Helm oder ohne, mal Mann, mal Frau, mal älter, mal jünger – und hinterlässt eine deutliche Parfumwolke.
+Wenn ich das draußen so intensiv, fast belästigend wahrnehme, müssen die sich stark eingeduftet haben. Warum machen die das in einem solchen Ausmaß? An meiner Geruchsempfindlichkeit kann es nicht liegen, weil ich sonst im Alltag keinen Unterschied bemerke. Nur manche Radfahrer.
Verleser des Tages: backup statt breakup
Diese Ver- und Bewunderung, wenn jemand Worte wie Getreide, Probe, Madagaskar, Kandidat, Downtown, Soldaten, intended etc. völlig ohne nachzudenken richtig aussprechen kann.
Verhörer des Tages: Lustschleusen statt Luftschleusen
Habe den Eindruck, dass manche Leute #Meinungsfreiheit mit Meinungslosigkeit verwechseln.
Verleser des Tages: Zeitverschwendung statt Zeitverwendung
Ein Bad im Gluinosee //3204 Dreitausendzweihundertvier
#Mittagsmenü: reichlich gefüllte Rindsrouladen, Kartoffelklöße, Blaukraut. Gemischtes Eis.
Verleser des Tages: Skandinavien statt Standardinventar
Hodie sine mantelio non. #Handtuchtag #Towelday
Verschreiber des Tages: were statt wäre
So ein heißer Mai, bei dem es mir immer noch mit #Kopftuch angenehmer ist als ohne. Diese ständige #Hitze macht mich fertig.
Verleser des Tages: Masken statt Massaker
#Blogparade: Erfahrungen aus der Selbständigkeit //3203 Dreitausendzweihundertdrei
KI-Chatbot lobt mich für mein ausgezeichnetes physikalisches Verständnis. Darauf darf ich mir jetzt wohl etwas einbilden.
Verhörer des Tages: [Regierung will] Demokratie statt Bürokratie [abschaffen]
Fünfte #Zecke2025: linke Kniekehle. Ich hätte mich gestern nicht beschweren sollen, dass alle rechts sind. Jetzt hatte ich in diesem Jahr bis heute bereits mindestens so viele Zecken wie im gesamten letzten Jahr.
Verleser des Tages: gegendert statt gerendert
1000 Fragen 683..697 //3202 Dreitausendzweihundertzwei
Verleser des Tages: Dünkelchen statt Dünkirchen
Vierte #Zecke2025: rechts außen an der Kniekehle. Warum sind die Viecher heuer alle rechts?
Verhörer des Tages: emittiert statt imitiert
Verleser des Tages: Understand statt Unterstand
De amicitiis //3201 Dreitausendzweihunderteins
#Mittagsmenü: Waldpilzsuppe, Putenrollbraten in Gemüse, Kartoffelklöße, Kohlrabi, Eisbergsalat. Zum Nachtisch Eis.
Verleser des Tages: Frittierung statt Filtrierung
„Warum stehst du schon so früh auf?“ – „Das Wasser will raus aus meinem Körper.“
Schon irgendwie ein rekursives Paradox, wenn Xwitter nicht funktioniert, und man das nicht zwitschern kann.
Verschreiber des Tages: Standort statt Stanford
Und wieder eine #Hitzewelle, die nicht stattgefunden hat.
Wo man lacht, da leg‘ dich in die Ritze. Böse Menschen haben keine Witze.
Verleser des Tages: Russland statt Ruhestand
Subduktive Trajektorie //3200 Dreitausendzweihundert
Beobachtungen im Café: Bedienstete nutzt den gleichen Lappen, um zuerst die Sitzflächen der Stühle, und dann die Tischflächen abzuwischen.
Verhörer des Tages: Hautmeister statt Hausmeister
So blamabel, wenn Leute noch nicht einmal ihren eigenen Namen richtig schreiben können.

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Kontrasyllogistische Polarisationsdichtematrix //3298

Im Dorf gibt es eine kleine Bücherei, die ich aber, obwohl ich Bücher sehr mag, noch nie besucht habe, weil sie am Wochenende, wenn wir auf dem Land sind, nie geöffnet hat.
In der Stadtbücherei in $NichtImSauerland war ich ebenfalls schon lange nicht mehr. Ich wollte ja einmal zusammen mit Johannes hinein, durfte aber nicht, weil 2G damals vorgeschrieben war. Seither ist viel Zeit vergangen. Es hat sich nie ergeben, denn ich bin nur selten gemeinsam mit Johannes während der Öffnungszeiten in der Innenstadt, und wenn, dann habe ich Dringenderes zu erledigen. Bestimmt hätte ich es schon einmal einrichten können, aber ehrlich gesagt, hat mich das Erlebnis damals so verdrossen, dass ich seither keine größere Lust mehr auf (diese) Bücherei hatte. Ich selbst lese höchstens noch im Urlaub zur Unterhaltung, und Johannes hat selbst schon einen ganzen Schwung Bücher, die er immer wieder gerne anschaut, oder sich vorlesen lässt.

Als Fiona letzte Woche hier war, wollte sie mit Kim in die Dorfbücherei, als diese gerade einmal offen hatte. Sie kamen eine Weile später wieder zurück, Fiona war schwer enttäuscht. Sie erzählte, dass nur noch Leute mit einem Büchereiausweis die Bücherei überhaupt betreten dürften, und ausleihen schon gar nicht. Sie habe trotzdem mit Frau Klei, der ehrenamtlichen Bibliothekarin, gesprochen, die sie noch von früher kannte, weil sie zusammen mit ihrer Mutter manchmal Dorfbelange organisiert hatte. Während früher die Ausleihe kostenlos war, müssen jetzt alle eine jährliche Gebühr bezahlen. Frau Klei habe gemeint, das Dorf könne sich sonst keine Bücherei mehr leisten. „Frau Klei hat auch gesagt, dass der Preis dafür so hoch ist, dass viele Benutzer..innen ihn gar nicht bezahlen wollen, und die Bücherei nicht mehr besuchen.“
„Hauptsache, die Benutzer sind noch außen zufrieden“, rutschte es mir unwillkürlich heraus. Ja, diese Äußerung hatte ich nicht gründlich durchdacht. Aber ich hatte mich die letzten Tage so sehr zurückgehalten und immer wieder eine Bemerkung verkniffen, dass mein metaphorisches Überdruckventil schließlich ausgelöst wurde.

Wie von der Tarantel gestochen, sprang Fiona auf. Während sie mit dem Finger auf mich zeigte, rief sie ihrem Vater zu: „Da siehst du, wie sie wieder gegen mich hetzt!“
„Sie“ – damit meinte sie wohl mich. Dabei kann ich mich nicht erinnern, dass Fiona mich je nach meinem Pronomen gefragt hätte.
„Anne hat ganz recht“, erwiderte Carsten ruhig, „mich nervt deine Sprachverunstaltung schon die ganze Zeit.“
Fiona redete sich weiter in Rage, und betonte dabei jedes einzelne Wort: „Ich – werde – Frauen – NICHT – unsichtbar – machen!“
„Das ist doch Unsinn, Fiona!“, wies Carsten sie in scharfem Ton zurecht, „Frauen werden nicht durch einen normalen Sprachgebrauch unsichtbar. Sieh dir Anne an. Sie redet vernünftig, und ist bestimmt nicht unsichtbar.“
Fiona atmete heftig, sagte aber nichts.
In etwas milderem Ton fuhr Carsten fort: „Schau, Fiona, du hast keine Ahnung, wie das reale Leben tatsächlich läuft. Du bist sehr behütet und verwöhnt aufgewachsen. Anne dagegen hat sich in einer Männerumgebung durchgesetzt, und ist trotzdem weiblich geblieben. Und sie braucht diesen \“innen\“-Schwachsinn wirklich nicht.“
Fiona stieß einen unartikulierten Schrei aus, stampfte aus dem Raum und Schmiss die Tür hinter sich zu, wie man es von einem pubertierenden Teenager erwarten könnte, aber nicht von einer längst erwachsenen Frau.

Später hat sie sich bei ihrem Vater für ihren Ausfall entschuldigt, zumindest halbherzig.
Die Angelegenheit mit der Dorfbücherei ist wieder ein anderes Thema, auf das ich eventuell wieder zurückkommen könnte.

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Ein paar Erinnerungen //3297

Die Feiertage über dem Jahreswechsel haben mich wieder an Traditionen erinnert, die ich als Kind erlebt habe.
Zwischen den Jahren besuchte ich zusammen mit meinem Vater „die Hagels“. Herr Hagel – von uns „Onkel Hagel“ genannt, war ein Cousin meiner Großmutter. Er lebte zusammen mit seiner Frau „Tante Hagel“ in einem kleinen Häuschen mit großem Grundstück etwas außerhalb der Stadt.
Oft war der Weg dorthin verschneit, so dass wir durch den Schnee stapfen mussten. In einigen Jahren zog mich mein Vater auch auf dem Schlitten. Und immer war es mehr oder weniger kalt, manchmal sogar klirrend. Obwohl ich in dicke Winterkleidung eingemummelt war, ist die Erinnerung daran, wie ich fror, überdeutlich.

In jungen Jahren hatte Onkel Hagel in einer entfernten Großstadt als Chemielaborant gearbeitet. Nach einer Explosion erblindete er. Tante Hagel hatte ihn zu dieser Zeit bereits gekannt und heiratete ihn trotz seiner Behinderung. Die beiden hätten gerne Kinder gehabt, aber es hatte sich nie ergeben, und deswegen wollten sie auch nicht zu Ärzten gehen, um nicht zu erfahren, an wem es liegt. Vielleicht wäre es nur eine Kleinigkeit gewesen.
Jedenfalls freuten die beiden sich immer sehr, wenn ich zu Besuch kam. Onkel Hagel war ein alter Mann mit dunkler Brille und Stock, der sich in seinem Haus aber sicher bewegte. Tante Hagel war ebenfalls alt und zierlich. Bei ihr war ein deutlicher Kropf zu sehen.
Wir brachten ihnen selbstgebackene Plätzchen (die sie angeblich immer so gerne aßen) mit, und wurden ebenfalls bewirtet (z.B. mit Saft und Lebkuchen). Sie hatten auch immer ein schönes Geschenk für mich parat. Ich erinnere mich noch an einen Ledergeldbeutel, den ich immer noch habe.
Zu einigen Anlässen besuchten wir sie auch mal im Sommer. Ich weiß aber nicht mehr, warum, erinnere mich allerdings noch an die Erdbeeren mit Schlagsahne, die sie mir auftischten.
Ich war hin und her gerissen, ob ich gerne hinging oder nicht. Einerseits gab es dort immer etwas für mich, andererseits mochte ich den Weg dorthin nicht, und die Gespräche waren meist langweilig.

Als die Hagels zu alt wurden, um sich selbst zu versorgen, zog ein frühpensionierter Neffe von Tante Hagel mit seiner Frau bei ihnen ein, um sich um sie zu kümmern und sie ggf. zu pflegen.
Beide Hagels starben während meiner Schulzeit kurz hintereinander (erst Tante Hagel, dann Onkel Hagel, der immer angenommen hatte, die Reihenfolge würde umgekehrt sein, und jetzt mit der Situation nicht mehr zurecht kam). Ich erinnere mich noch an die Trauerfeiern, weil sie in der evangelischen Kirche stattfanden, wo ich sonst noch nie gewesen war. Zumindest bei der einen musste ich die Schule etwas früher verlassen, um noch einen früheren Bus zu erwischen, damit ich rechtzeitig zur Stelle war.

An Neujahr war es in der Alten Heimat üblich, in der Nachbarschaft herumzugehen, um „Brost Noijohr“ zu wünschen. Bei einigen wurde man dann hineingebeten. Dort gab es dann Plätzchen und bei einzelnen auch „ä Likörle“, manchmal auch ein paar Mark („Noijohrschdüggle“).
Ein hochbetagtes Ehepaar wohnte ein paar Häuser weiter. Sie hatten einen Sohn gehabt, der jedoch im Krieg gefallen war. Dort gab es Plätzchen, mit einer bestimmten, leckeren Glasur, die mir immer – im Gegensatz zu den meisten anderen mir vorgesetzten Plätzchen – sehr gut schmeckten.
Manchmal, wenn ich von der Schule kam oder zum Einkaufen ging, sah ich den Mann draußen auf der Straße den Weg kehren oder seine Pflanzen gießen. Er war immer sehr freundlich. Seine Frau sah ich seltener. Die schaute höchstens mal zum Fenster heraus.

OT: Die von mir quartalsweise veröffentlichten Blogstatistiken werden anscheinend nur von wenigen Lesern überhaupt wahrgenommen. Deshalb erlaube ich mir, in Zukunft darauf hinzuweisen und für die interessierten Leser zu verlinken.

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1000 Fragen 834..848 //3296

Als ich vor über drei Jahren angefangen habe, die 1000 Fragen nach und nach zu beantworten, war mir klar gewesen, dass ich nicht zu jeder Frage eine aussagekräftige Antwort finden würde. Einerseits habe ich wohl dieses Ausmaß ein wenig unterschätzt, andererseits gibt es durchaus genügend Fragen, zu denen ich eine konkrete Antwort geben kann – und darauf kommt es ja an. Es war von Anfang an nicht vorgesehen, zu jeder einzelnen Frage eine erschöpfende Antwort zu geben.

834. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug? (314)
Mit freudiger Erwartung.

835. Wie gut gedeihen Pflanzen bei deiner Pflege? (821)
Keine Ahnung. Diese Kiste bleibt geschlossen.

836. Welche Tradition wird überbewertet? (773)
Unter anderem das ganze Weihnachtsbrimborium.

837. Mögen Kinder dich? (56)
Manche ja, manche nein.

838. Machst du jeden Tag etwas Neues? (399)
Vielleicht nicht jeden Tag, aber ziemlich oft. Und wenn ich nur ein ganz neues Brötchen mit ganz neuem Käse belege.

839. Meditierst du gern? (89)
Kommt drauf an, wie man Meditation definiert.

840. Hast du eine gute Gewohnheit, die du jedem empfehlen würdest? (410)
Meine Gewohnheiten sind an meine speziellen Umgebungsbedingungen angepasst, und lassen sich kaum auf andere übertragen, da die Voraussetzungen nicht übereinstimmen. Immerhin ist es nie verkehrt, auf die Toilette zu gehen, bevor man das Haus (länger) verlässt.

841. Glaubst du an eine offene Beziehung? (454)
Tendenziell eher nicht.

842. Gönnst du dir selbst regelmässig eine Pause? (222)
Normalerweise schon. Wenn ich im Flow bin, vergesse ich die Pause aber schon mal, oder ich komme im Stress und unter Zeitdruck nicht dazu.

843. Wann bist du zuletzt im Theater gewesen? (750)
Das ist schon ziemlich lange her.

844. Was machst du an einem regnerischen Sonntagnachmittag am liebsten? (891)
Faulenzen. Vielleicht ein ausgedehntes Bad nehmen. Ein wenig lesen, ..

845. Was wissen die meisten Menschen nicht über dich? (210)
So etwas werde ich jetzt erst recht nicht verraten. Außerdem haben die allermeisten Menschen sowieso noch nie von mir gehört.

846. Was war die spontanste Aktion deines Lebens? (917)
Ich habe länger überlegt, aber etwas Spontaneres als ein Kinobesuch ist mir nicht eingefallen. Da ich nur ungern von meinen vorgesehenen Tagesplänen abweiche, dürfte da auch nicht viel Spektakuläres gewesen sein.

847. Was ist wichtiger: zu scheitern oder es gar nicht erst versucht zu haben? (873)
Das kommt doch wohl sehr auf die konkrete Situation und die Umstände an. Ich maße mir keine pauschalierende Aussage an.

848. Hast du schon mal selbst ein Schmuckstück hergestellt? (849)
Als Kind habe ich Perlen zu einer Kette aufgefädelt.

Eigentlich halte ich nichts von solchen Wünschen, entspreche aber der gesellschaftlichen Konvention, indem ich euch allen einen schönen, geruhsamen Jahreswechsel und alles Gute für das bevorstehende Jahr wünsche.
Es wäre allerdings Aberglaube, anzunehmen, meine Wünsche hätten irgendeine Auswirkung auf die Zukunft. Die Realität ist völlig unabhängig von Wünschen, Hoffnungen, aber auch von Ängsten (zumindest dann, wenn man von selbsterfüllenden Prophezeiungen mal absieht).

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Last statt Rast mit Gast, fast eine Hast //3295

Fiona und Kim sind seit Freitagabend hier.
Fiona scheint sich gesundheitlich wieder einigermaßen gefangen zu haben. Sie ist wieder zu ihrer ursprünglichen Haarfarbe zurückgekehrt. Unser Verhältnis ist unverändert unterkühlt.
Kim wirkt ein wenig ruhiger und verträglicher als letztes Jahr. Trotzdem werde ich ihn nicht unbeaufsichtigt mit Johannes spielen lassen.
Zum Glück kann ich mich zwischendurch mal zurückziehen. Sonst würde ich es nicht aushalten. Es kann wohl kaum jemand nachfühlen, was für einen Stress und Unannehmlichkeit es für mich bedeutet, ständig mit anderen, fast fremden Menschen zusammengezwungen zu sein.

Ich hatte schon lange vorgehabt, zwischen den Jahren einige Arbeiten zu erledigen, die nicht so dringend waren, aber irgendwann halt doch gemacht werden müssen. Zwischen meinen Pflichten im normalen Tagesgeschäft komme ich nicht dazu, weshalb ich diese Angelegenheiten schon mehrfach hatte aufschieben müssen. Aber die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist eigentlich prädestiniert für solche Aufgaben. Ich war entschlossen, meine Planungen durchzuziehen, konnte es aber nur teilweise und bin jetzt im Verzug. Wenn ich sage, dass ich noch dieses und jenes machen muss, hört sich das wie eine Ausrede an. Ist es aber nicht.

Fiona hat einen Mini-Weihnachtsbaum mitgebracht, also ein Tannenbäumchen in einem Blumentopf, das mit LEDs beleuchtet werden kann und sonst noch murmelgroße Plastikchristbaumkugeln an sich trägt. Furchtbar scheußlich und kitschig – aber bevor man es entsorgen kann, muss es erst in Biomüll, Elektronikschrott, Rest- und Sondermüll zerlegt werden. Carsten überlegt, das Ding gemeinsam mit Sohn und Enkel draußen im Garten zu pflanzen – in der Erwartung, dass es den Winter nicht übersteht.

Nicht genug, dass Fiona und Kim hier sind, hat Carsten auch noch Frau Hilflo-Seerbin für ein paar Tage eingeladen, damit sie „auf andere Gedanken“ kommt, weil es in ihrer Ehe heftig kriselt.
Fiona und Frau Hilflo-Seerbin verstanden sich auf Anhieb prima, waren praktisch sofort per Du. Fiona meinte, es sei so schön, dass mal wieder jemand hier wäre. Zu Zeiten ihrer Mutter hätte es fast immer Gäste gegeben, und Frau Hilflo-Seerbin erinnere sie sogar ein wenig an ihre Mutter. Diese habe den Kopf genauso gehalten und das gleiche Lächeln gehabt.
Fiona schwärmte davon, wie schön das Haus früher zu Weihnachten immer geschmückt und dekoriert war – nicht so trist und steril wie jetzt – mit einem großen, dicht behängten Weihnachtsbaum, Girlanden, Kerzen, Lametta und sonstigem weihnachtlichem Schmuck. Frau Hilflo-Seerbin stimmte ein und erinnerte sich, wie sich als Kind mit ihren Angehörigen Weihnachtsdeko gebastelt und Plätzchen gebacken hatte, welche Gerüche und Aromen es gab, und welches die schönsten Ausstechförmchen waren. Als ich einmal etwas zum Thema beitragen wollten, gingen sie nicht darauf ein, sondern erzählten stattdessen, wie sie Geschenke eingepackt hatten und Adventskränze gesteckt hätten.
Frau Hilflo-Seerbin überschlug sich fast, immer wieder zu betonen, wie verständig Kim doch schon sei, und dass er wunderschön malen könne (wenigstens beschränkt er sich inzwischen auf Papierblätter und schmiert nicht mehr an den Wänden und Möbeln herum).

Dann kamen die beiden auf die Idee, heute zusammen kochen zu wollen.
Sie fragten mich nicht einmal, was ich davon halte. Ich erinnere mich noch gut daran, als Fiona schon einmal gekocht hatte.
Sie haben mit Carsten ausgemacht, dass er mit ihnen nachher zum Einkaufen fährt, um Zutaten zu besorgen.
Ganz egal, was sie da fabrizieren werden – ich will das nicht essen. Ich suche einen Vorwand, heute in die Stadt zu fahren, damit ich mittags außer Haus bin. Kochen muss ich ja eh nicht. Da braucht mich niemand. Ich habe auch schon überlegt, meiner Schwester einen Besuch abzustatten, aber dazu hätte ich mehr Vorlauf gebraucht. Wenn es hier unerträglich wird, werde ich mich wohl doch absetzen. Vielleicht nehme ich Johannes dann mit. Er freut sich bestimmt, seine Verwandten in der Alten Heimat zu sehen, insbesondere David.

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Tanz der Bienen //3294

In meiner Jugend war ich wirklich fit in Rechtschreibung. Ich hatte in schriftlichen Arbeiten kaum jemals einen Rechtschreibfehler. Dann kam die Rechtschreibreform, und die stürzte alle bestehenden Regeln um, ohne Rücksicht auf Kompatibilität zu nehmen. Manches habe ich von den neuen Schreibweisen übernommen, anderes nicht, und einiges schreibe ich mal so, mal so. Oder sogar ganz anders. Im Grunde genommen, ist es mir dadurch ziemlich egal geworden, ob meine Schreibweise so tatsächlich korrekt und konsistent ist. Hauptsache, eindeutig und allgemein verständlich. Orthographie ist lediglich eine gesellschaftliche Konvention, die zwar der klaren Kommunikation und dem Informationsaustausch dient, mit der man aber auch brechen kann.

In amerikanischen Filmen und Serien sieht man immer wieder Buchstabierwettbewerbe („spelling bees“). Meines Wissens gibt es die auch vor allem dort. Sie sind in den meisten anderen Ländern nicht verbreitet. Jetzt könnte man überlegen, inwiefern das mit den jeweils geltenden Rechtschreibregeln zu tun hat, aber das lasse ich.
Ich muss zugegeben, dass ich beim dortigen Buchstabieren manchmal gar nicht mitkomme. Das geht zu schnell. Sicher trägt auch Übung und Training dazu bei, und das fehlt mir natürlich. Auch wenn ich genau weiß, wie man ein Wort schreibt, hätte ich Schwierigkeiten, die einzelnen Buchstaben so schnell aufzusagen. Noch schwerer fällt mir allerdings, aus den gehörten Buchstaben mental wieder ein Wort zusammenzusetzen. Vermutlich liegt das an meiner Aphantasie.
Warum schreibt man das Wort nicht einfach auf eine Tafel? Das wäre viel praktischer.

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Tweets Numero m+86 //3293

Auch wenn ich persönlich mich überhaupt nicht um das ganze Weihnachtszeugs schere, und mir notgedrungen halt ein paar leerlaufende Tage mache, möchte ich dennoch allen, denen etwas daran liegt, schöne Feiertage wünschen.
Ansonsten wiederhole ich ganz regulär meine Tweets vom 30. April bis 14. Mai.

Verleser des Tages: Demagoge statt Dermatologe
Tweets Numero m+70 //3199 Dreitausendeinhundertneunundneunzig
Niemand mag #Java.
Verleser des Tages: Frequenzraum statt Freiraum
Mikrowellengerät macht nach dem Einschalten ungewöhnliche Geräusche. Drehteller sitzt korrekt. Geschirr ist das gleiche, das ich schon lange dafür verwende. Ich hoffe, dass das keinen Defekt ankündigt. So alt ist das Gerät eigentlich noch nicht.
Verschreiber des Tages: Lovations statt Locations
In unserer Firma streichen wir übrigens keine Diversitätsprogramme, Gleichstellungsbestrebungen, Frauenquoten oder ähnliches. So etwas hatten wir nie.
Kann #MammaMia nicht mehr sehen, ohne mir vorzustellen, wie sich Beverly Hofstadter und Molly Weasley miteinander unterhalten.
Verleser des Tages: Zugaben-teuer statt Zug-abenteuer
Inelastischer Fall //3198 Dreitausendeinhundertachtundneunzig
Für den Nachmittag hat der Chef eine Muttertagstorte besorgt mit Erdbeeren, Panna Cotta und weißer Schokolade.
#Mittagsmenü: Seelachsfilet in Zwiebel-Sahnesauce, Salzkartoffeln, Spinat, Ofeneier, Chicoreesalat. Pistazieneis.
Verleser des Tages: schweigen statt schwelgen
Dritte #Zecke2025: hinter dem rechten Oberarm, unterhalb der Schulter
Ich glaube an die #Natur: Raum und Zeit, Materie und ihre Wechselwirkungen. #Realität #Existenz
Verhörer des Tages: Entlausungspapiere statt Entlassungspapiere
Irgendwann muss man auch mal wieder Gras drüber wachsen lassen.
Verleser des Tages: Oblaten statt Obsolet
Holosynaptische Admittanz //3197 Dreitausendeinhundertsiebenundneunzig
Ach, was kleben mir jetzt die Finger, weil ich mit JC einen Erdbeerplunder geteilt habe.
Verleser des Tages: Klischees statt Kritisches
Zweite #Zecke2025: oberhalb der rechten Hüfte. Keine Ahnung, wo ich die herhabe. Ich war in den letzten Tagen nur in der Stadt, noch nicht einmal in einem Park.
Verschreiber des Tages: Potter statt Plotter
Ein Sprichwort lautet: „Irren ist menschlich.“ #ErrareHumanumEst Machen Fehlleistungen also eine KI menschlich?
Verleser des Tages: No-Go statt NGO
1000 Fragen 668..682 //3196 Dreitausendeinhundertsechsundneunzig
+Mein #Blog hat jetzt 7000 #Normseiten.
Eine gewisse Genugtuung, dass gebrochene Wahlversprechen doch nicht immer ganz folgenlos bleiben.
Verleser des Tages: Gaußformel statt Grußformel
Will ins Büro gehen. Mache mich fertig, ziehe meine Jacke über, schließe die Wohnungstür zu, steige die Treppe hinunter, und stelle an der Haustür fest, dass ich immer noch meine Hausschuhe an habe. #Schusselig
Verhörer des Tages: „die Franken“ statt Befragten
Neulich in der S-Bahn. Frau mir gegenüber liest Buch „Immun gegen toxische Menschen“. Schauriger Titel. Mit Leuten, die anderen Menschen das Etikett #toxisch aufkleben, möchte ich lieber nichts zu tun haben.
Verleser des Tages: Alter statt Atelier
Informationsdefizit //3195 Dreitausendeinhundertfünfundneunzig
„Steh mir bitte nicht im Weg rum, wenn ich koche.“ – „Aber Mama, das ist doch meine Aufgabe! Wer soll dir denn sonst im Weg stehen?“
#Mittagsmenü: Hähnchen, bunter Kartoffelsalat, Kartoffel-Spinat-Auflauf. Pfirsich Melba als Nachtisch.
Verschreiber des Tages: Schade statt Schaden
Möge der Vierte mit euch sein! #StarwarsDay Warum wurde #Force mit Macht übersetzt? Kraft wäre treffender gewesen. Macht würde ich mit Power übersetzen, und Power mit Potenz.
Verleser des Tages: Wortspiele statt Wertspeicher
Kommen an einem Gebäude vorbei, aus dessen Schornstein #weißerRauch aufsteigt. „Habemus papam!“
Verhörer des Tages: „hässliche Beilage“ statt „herzliches Beileid“
Hab lange Zeit an einem Projekt programmiert und getestet. Es gab immer andere Ergebnisse, als ich erwartet hatte. Jetzt scheint es, dass ich mich verrannt hatte. Das Programm rechnete schon richtig, bloß ich hatte falsche Vorstellungen davon, wie das Ergebnis aussehen müsste.
Verleser des Tages: Exhibitionismus statt Extremismus
LSB flip //3194 Dreitausendeinhundertvierundneunzig
#Mittagsmenü: Schweineschnitzel, Kartoffelpüree mit Röstzwiebeln, Karotten und Erbsen.
Verleser des Tages: Kernkraft statt Kaufkraft
Aus aktuellem Anlass
Verschreiber des Tages: Zeit statt Zenit
Tote Amsel liegt auf meinem Balkon. Was mache ich jetzt bloß mit dem Kadaver? Ist das #Restmüll?
Verleser des Tages: Impfbeschwerden statt Infektbeschwerden

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