Aufzeichnungen aus der Zeit von November 1942 bis April 1945, geschrieben unter Lebensgefahr im KZ Dachau. 1940 kam der gebürtige Breslauer Edgar Kupfer-Koberwitz nach Dachau. Ab 1942 gelang es ihm - immer gegenwärtig, von der SS entdeckt zu werden - schriftlich festzuhalten, was er täglich sah und erlebte: die Vernichtung der Häftlinge durch Schwerstarbeit. Was diese Schikanen nicht schafften, besorgten Kälte, Hunger und Krankheit.
Edgar Kupfer Koberwitz Boeken







Edgar Kupfer-Koberwitz wurde am 24. April 1906 in Polen geboren und wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Trotz der Lebensgefahr gelang es ihm, ab November 1942 das Leben im Lager in einem Tagebuch festzuhalten, das 1800 Seiten umfasste. Trotz der harten Bedingungen blieb er ein engagierter Vegetarier und zeigte tiefes Mitgefühl für alle Lebewesen. Nach dem Krieg verfasste er ein Buch, um seine Haltung zum Leiden und Töten von Tieren auszudrücken, in Form von Briefen an einen imaginären Diskussionspartner. Eine zentrale Aussage des Buches fasst die Gründe für Vegetarismus zusammen und gewinnt an Bedeutung, da sie von einem Überlebenden des Konzentrationslagers stammt. Koberwitz schreibt: „Ich esse keine Tiere, weil ich mich nicht von dem Leiden und dem Tod anderer Wesen ernähren möchte.“ Im Einleitung und Schluss des Buches wird die Wahrheit thematisiert: „Solange der Mensch Tiere tötet und quält, wird er auch Menschen töten und quälen.“ Der Autor starb am 7. Juli 1991 in Einsamkeit, unbekannt und arm. Sein tragisches Schicksal verleiht der Bewahrung seines Erbes besondere Bedeutung.
Ischia
Die vergessene Insel