Europa ist die letzte realpolitisch wirksame Utopie. Wer es als Zusammenschluss von Nationalstaaten versteht, verkennt dessen Realität und Zukunft. Die kosmopolitische Dimension Europas kann nur durch radikale Selbstkritik der gängigen Politik- und Staatsbegriffe erfasst werden. Ähnlich wie der Westfälische Frieden die konfessionell geprägten Bürgerkriege des 17. Jahrhunderts durch die Trennung von Staat und Religion beendete, könnte die Antwort auf die Schrecken des 20. Jahrhunderts in einer Entkoppelung von Staat und Nation bestehen. Der säkulare Staat ermöglichte die Ausübung verschiedener Religionen; das kosmopolitische Europa muss die grenzübergreifende Koexistenz unterschiedlicher ethnischer, nationaler, religiöser und politischer Lebensformen durch konstitutionelle Toleranz gewährleisten. Europa neu zu denken, ist das zentrale Anliegen. Ein kosmopolitischer Blick eröffnet neue Handlungschancen. Diese Veröffentlichung schließt Ulrich Becks Trilogie zum kosmopolitischen Realismus ab. Jeder Band ergänzt und interpretiert die anderen und kann unabhängig gelesen werden: Der kosmopolitische Blick eröffnet Perspektiven, die in Macht und Gegenmacht im globalen Zeitalter auf die postnationale Legitimation von Herrschaft angewendet werden, und wird schließlich am Beispiel des kosmopolitischen Europas erprobt.
Ulrich Beck Bücher
Ulrich Beck war ein deutscher Soziologe, der vor allem für die Prägung des Begriffs „Risikogesellschaft“ bekannt ist. Seine Arbeit befasst sich eingehend mit Moderne, Globalisierung und der sich ständig verändernden Natur der Gesellschaft. Beck's Ansatz betonte häufig die Unsicherheiten und Herausforderungen, die mit dem Fortschritt einhergehen, und untersuchte, wie diese Faktoren unsere Welt prägen. Seine soziologischen Erkenntnisse beeinflussen weiterhin Diskussionen über zeitgenössische gesellschaftliche Probleme.







Die Metamorphose der Welt
- 267 Seiten
- 10 Lesestunden
Als 1986 Risikogesellschaft erschien, machte das Ulrich Beck schlagartig berühmt. Der Soziologe wies nicht nur auf die Nebenfolgen der Industriemoderne hin, er betonte zugleich, dass die Welt sich auch dann permanent verändert, wenn wir meinen, einen vorübergehenden Zustand mit Institutionen und Konzepten einfrieren zu können. Mit beispielloser Neugier spürte Beck den Indizien des Wandels nach und öffnete uns mit der Lust an der terminologischen Innovation die Augen für Individualisierung, Globalisierung und die Transformation der Arbeitswelt. Am 1. Januar 2015 verstarb Ulrich Beck überraschend und viel zu früh. Bis zu seinem Tod arbeitete er an einem Buch, das beides ist: Summe und radikale Weiterführung seiner Theorie. Während es früher Fixpunkte gab, an denen wir erkennen konnten, was stabil blieb und was nicht, erleben wir heute eine allumfassende Verwandlung, die uns orientierungslos werden lässt. Die Metamorphose der Welt ist der Versuch, diese Globalisierung des Wandels zu verstehen und hochaktuelle Herausforderungen wie Erderwärmung und Migration auf den Begriff zu bringen. (Quelle: www.buchhandel.de)
Nachrichten aus der Weltinnenpolitik
- 149 Seiten
- 6 Lesestunden
Das letzte Jahr hat gezeigt, daß die Unterscheidung zwischen Innen- und Außenpolitik ausgedient hat: In Pittsburgh berieten die G20-Staaten über die Finanzkrise, in Kopenhagen rangen die Vereinten Nationen um ein Konzept zur Abwendung des Klimawandels, in London suchte man nach Lösungen für den Konflikt in Afghanistan. In diesem Jahr der verschwimmenden Grenzen hat Ulrich Beck notiert, was im auffiel: in den Medien und in der Wirklichkeit, global und lokal. In seinen Kolumnen, die u. a. in der Frankfurter Rundschau erschienen, bringt er Ordnung ins diskursive Durcheinander. Wir brauchen, so Beck, endliche eine Weltinnenpolitik.
Der renommierte Soziologe Ulrich Beck - Autor weltbekannter Diagnosen der Risikogesellschaft, der Globalisierung und der europäischen Situation - skizziert in dem provokanten Band seinen Eindruck der deutschen Lage und der deutschen Wahlmöglichkeiten. Seine These: Die berechtigte Kritik an der Schröder-Fischer-Politik kann nicht darüber hinweg täuschen, daß die Pleite Deutschlands vielfältigste Ursachen hat und nicht zuletzt im Kopf beginnt. Nicht das Auswechseln der Regierungsparteien, sondern das Verändern des Denkens ist notwendig, damit etwas politisch in Bewegung gerät. Weder die amtierende Bundesregierung noch die mitregierende oppositionelle Vielleicht-Regierung haben die Kernfrage aufgeworfen: Wie sieht ein Deutschland aus, das aus der Reformpolitik entsteht? Die Hoffnung, daß alles mit ein paar Reförmchen wieder gut wird, trügt. Das Land wird ein anderes werden. Nur wenn Deutschland sich neu findet und erfindet für eine globalisierte Welt, wird es auch in ihr handlungsfähig.
Über den Wolken
- 472 Seiten
- 17 Lesestunden
Ryder hat eine sorglose Zukunft vor sich, da ihr Vater sehr reich ist. Nach dem Zusammenbruch des Familienimperiums versucht die junge Engländerin eisern zu arbeiten und sich ihre eigene Existenzgrundlage zu schaffen.
Heute dies, morgen jenes tun, morgens zu fischen, nachmittags zu putzen und abenks kritische Kritik zu üben, ohne je Fischer, Putzfrau oder Journalist zu sein - ist das das neoliberalie Ideal des "flexiblen Menschen"? Oder die Marxsche Vision von der "postkapitalistischen Gesellschaft"? In diesem Buch wird die Frage aufgeworfen, wie nach dem Ende der Normarbeit die Gesellschaft der pluralen Tätigkeiten möglich wird.
Am Beginn des dritten Jahrtausends muß die Maxime nationaler Realpolitik - nationale Interessen müssen national verfolgt werden - ersetzt werden durch die Maxime kosmopolitischer Realpolitik: ›Unsere Politik ist um so nationaler und erfolgreicher, je kosmopolitischer sie ist.‹ Dieses Buch durchleuchtet die globalen Machtspiele zwischen Weltwirtschaft, Staaten und zivilgesellschaftlichen Bewegungen im Hinblick auf die provokante These: Im Zeitalter globaler Krisen und Risiken führt die Politik der ›goldenen Handschellen‹, die Schaffung eines dichten Netzes transnationaler Abhängigkeiten, zur Rückgewinnung nationaler Unabhängigkeit - auch und gerade gegenüber der hochmobilen Weltwirtschaft.
Für den Crashkurs Generation Global hat Ulrich Beck Beiträge international renommierter Koryphäen versammelt: Elisabeth Beck-Gernsheim, Seyla Benhabib, Barbara Ehrenreich, André Gorz, David Held, Mary Kaldor, Navid Kermani, Daniel Levy, Heribert Prantl, Roger Silverstone und Natan Sznaider. Der gemeinsame Tenor lautet: Wir müssen die Welt im Miteinander gestalten, im Gegeneinander wird sie zerstört. Das ist die Lage der Generation Global.
Ulrich Beck bringt die Gegenwart auf den Punkt: Zwanzig Jahre nach dem Weltbestseller Risikogesellschaft erneuert und erweitert er seine Zeitdiagnostik zur Weltrisikogesellschaft. Damals gab es die RAF, heute al-Qaida; damals fürchteten wir die Folgen von Tschernobyl, heute sagen Wissenschaftler eine Klimakatastrophe voraus. Finanzkrisen vernichten weltweit Existenzen, die Risiken durchdringen alle Lebensbereiche. Zugleich aber eröffnen sich neue Chancen zur Gestaltung der Welt: Schluß mit dem Schüren von Ängsten und der Ablösung von bürgerlicher Freiheit durch Sicherheit! Für eine aufgeklärte „kosmopolitische Realpolitik“!
Das Schweigen der Wörter. Über Terror und Krieg
- 145 Seiten
- 6 Lesestunden
Große Armut, großer Reichtum
Zur Transnationalisierung sozialer Ungleichheit
Trotz des Elends der Welt, dessen Bilder jeden Tag in die Wohnzimmer gelangen, enden unsere Gerechtigkeitsvorstellungen in der Regel an der Landesgrenze. Selbst Sozialpolitiker, die für Existenzgeld und Umverteilung eintreten, fordern im selben Atemzug Auffanglager für Flüchtlinge in Nordafrika. Doch mit den Kapital- und Bilderströmen gelangen auch die westlichen Ideale sozialer Gleichheit in alle Winkel der Erde, was absehbar zu neuen Konflikten führen wird. Wir sind daher gut beraten, unsere nationalstaatlich begrenzte Perspektive aufzugeben, um globalen Problemen und den weltweit lauter werdenden Forderungen nach sozialer Teilhabe und der Verwirklichung von Menschenrechten begegnen zu können. Dieser Reader gibt einen detaillierten Einblick in theoretische Konzepte und empirische Studien zu transnationaler sozialer Ungleichheit. Mit Texten von Ulrich Beck, Manuel Castells, David Held, John W. Meyer, Saskia Sassen, Immanuel Wallerstein und vielen anderen.
Der Traum von der Vollbeschäftigung ist ausgeträumt. In der neuen Realität sind die Hiobsbotschaften des Arbeitsmarkts die Siegesmeldungen der Börsen. Milliardengewinne sind kein Hinderungsgrund für Massenentlassungen. Diese Tatsachen haben fundamentale Konsequenzen für Staat und Gesellschaft. Der McKinsey-Kapitalismus von Deutscher Bank, Allianz und BenQ-Siemens stürzt Wirtschaft und Gesellschaft in eine Glaubwürdigkeitskrise. Selbst Porsche-Chef Wendelin Wiedeking warnt: „Das kann dazu führen, daß unsere ganze Gesellschaft instabil wird.“ Wer heute über Arbeitslosigkeit nachdenkt, darf sich nicht in den alten Streitbegriffen vom „zweiten Arbeitsmarkt“, der „Senkung der Lohnkosten“ oder der „Staatsquote“ verfangen. Auch ein Turbowachstum wird die gute alte Vollbeschäftigungsgesellschaft nicht wiederbeleben. Ulrich Beck stellt die brisanten Fragen: Wie wird ein sinnvolles Leben möglich, auch wenn man keinen Arbeitsplatz findet? Also: Wie wird Demokratie jenseits der Vollbeschäftigungsgesellschaft möglich?
Gegengifte
- 318 Seiten
- 12 Lesestunden
Naturzerstörungen und ökologisch-technologische Großgefahren -das ist das Argument dieses Buches — können und müssen jedoch begriffen und entschlüsselt werden als mystifizierte, ins Außen, Vergegenständlichte verdrehte Formen der gesellschaftlichen Selbstbegegnung und Selbstbesinnung.
Gibt es die Soziologie noch? Gibt es sie wieder? Dieses Buch möchte darauf eine Antwort geben und zugleich ein Signal setzen. Es ruft dazu auf, den Grundlagenwandel später Industriegesellschaften zu fundieren und zu durchleuchten. Es unterscheidet zwischen einer ersten Moderne und einer zweiten Moderne. Der Übergang von der einen zur anderen erfolgt, so die These dieses Buches, die von dessen drei Autoren kontrovers diskutiert wird, durch »reflexive Modernisierung«.
Das deutsche Europa
Neue Machtlandschaften im Zeichen der Krise
1953 warnte Thomas Mann die Deutschen in seiner berühmten Hamburger Rede davor, jemals wieder nach einem »deutschen Europa« zu streben. Im Zuge der Euro-Krise ist nun jedoch genau das Realität geworden: Die stärkste Wirtschaftsmacht des Kontinents kann notleidenden Euro-Staaten die Bedingungen für weitere Kredite diktieren – bis hin zur Aushöhlung der demokratischen Mitbestimmungsrechte des griechischen, italienischen, spanischen – letztlich auch des deutschen Parlaments. Welche Folgen die umstrittene deutsche Sparpolitik für die europäische Machtlandschaft hat, welche Lösungen im Konflikt zwischen Europaarchitekten und Nationalstaatsorthodoxen möglich sind und wie sich die Imperative der Krisenbewältigung und der Demokratie angesichts des Europa-Risikos versöhnen lassen – diesen Fragen geht Ulrich Beck in diesem leidenschaftlichen Essay nach. Er kommt zu dem Ergebnis, daß wir endlich einen Europäischen Gesellschaftsvertrag brauchen, einen Vertrag für mehr Freiheit, mehr soziale Sicherheit und mehr Demokratie – durch Europa.
Die Großeltern in Thessaloniki sprechen jeden Abend mit ihrem Enkel in Cambridge – via Skype. Eine US-Amerikanerin ärgert sich über hohe Telefonrechnungen und Reisekosten – denn ihr Mann lebt in der Schweiz. Aus einem europäischen Ehepaar wird ein Elternpaar – mit Hilfe einer indischen Leihmutter. Ulrich Beck und Elisabeth Beck-Gernsheim, die Autoren des Bestsellers »Das ganz normale Chaos der Liebe«, untersuchen in ihrem neuen Buch alle Arten von Fernbeziehungen: Ehen, die Kontinente und Kulturen verbinden, Chatroom-Tragödien, Skype-gestütztem Anstoßen, dem Leben äthiopischer Arbeitsmigranten und von vielen mehr. Ihr Befund: Die Weltgesellschaft hält Einzug in »Normal«-Beziehungen und »Normal«-Familien. Hier treffen die Verschiedenheiten der Sprachen, der Vergangenheiten, der rechtlichen und politischen Ordnungen aufeinander und nehmen Gesichter und Namen an. Und so gelingt im Kleinen mitunter das, woran die große Welt scheitert: das gelungene Zusammenleben über alle Grenzen hinweg.
In diesem Buch führen Ulrich Beck und der Journalist Johannes Willms eine Reihe von zugänglichen Gesprächen, die die zentralen Elemente von Becks Denken offenbaren und erkunden.
»Arm an geschichtlichen Katastrophen war dieses Jahrhundert wahrlich nicht: zwei Weltkriege, Auschwitz, Nagasaki, dann Harrisburg und Bhopal, nun Tschernobyl. Das zwingt zur Behutsamkeit der Wortwahl und schärft den Blick für die historischen Besonderheiten. Alles Leid, alle Not, alle Gewalt, die Menschen Menschen zugefügt haben, kannt bisher nur die Kategorien der ›anderen‹ - Juden, Schwarze, Frauen, Asylanten, Dissidenten, Kommunisten usw.«
In seinem neuen Buch untersucht Ulrich Beck die Legitimität von Herrschaft im globalen Zeitalter und wendet die philosophische Tradition des Kosmopolitismus empirisch-analytisch an. Er stellt fest, dass Nationalstaatsgesellschaften in ihrem Inneren kosmopolitisiert werden. Kosmopolitismus, seit der Antike ein umstrittenes Konzept, wurde in der Vergangenheit von Diktatoren wie Hitler und Stalin missbraucht. Heute zeigt sich jedoch, dass die Realität selbst kosmopolitisch geworden ist, als Folge globalisierter Risiken. Diese historische Situation, in der der Nationalstaat von planetarischer Interdependenz und verschiedenen Risiken wie ökologischen, ökonomischen und terroristischen Bedrohungen umgeben ist, führt zu einem neuen kosmopolitischen Blick. Menschen erkennen sich sowohl als Teil einer gefährdeten Welt als auch ihrer lokalen Geschichten. Dieser Blick ist skeptisch, selbstkritisch und illusionslos, da er die verwischten Grenzen zwischen Krieg und Frieden sichtbar macht. In einer Zeit, in der Menschenrechtsinterventionen und Demokratie durchgesetzt werden, wird deutlich, dass Krieg und Frieden ineinander übergehen: Krieg ist Frieden.
"Das ganz normale Chaos der Liebe" behandelt die Fragen von Geschlechterrollen, Beziehungsmustern und geschlechtsspezifischen Lebensverlaufsmustern mit dem Hintergrund des Aufbrechens alter Beziehungsmuster durch die Moderne. Nach dem Untergang der "Versorgerehe" als Basis des Zusammenlebens zwischen Frau und Mann befinden wir uns permanent auf der Suche nach einem neuen Modell des dauerhaften Zusammenlebens, was wirtschaftliche und soziale Gleichberechtigung vereinen soll. Wie mit dieser schwierigen Aufgabe umzugehen ist, welche Lösungsansätze bestehen, das ist Thema des Buches.
"Dieses Buch führt pointiert und klärend in die Unwegsamkeiten der Globalisierungsdebatte ein – ihre Mehrwertigkeit, ihre Mehrdeutigkeit, ihre (selten unterschiedenen) Dimensionen; es will Denkfallen aufdecken und vermeidbar machen, vor allem aber will es auf diesem Weg den Horizont für politische Antworten auf Globalisierung öffnen. Im Zentrum steht also schlicht und schwer die Doppelfrage: Was meint Globalisierung und wie wird Globalisierung politisch gestaltet?„Ulrich Becks Buch dient als Warnung und als Anleitung, den gefährlichen sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Fehlentwicklungen der Globalisierung entgegenzutreten. So nützt das Buch allen, die für die zukünftige Gestaltung unserer Gesellschaft verantwortlich sind; es nützt auch allen, die das Reizwort „Globalisierung“ hinterfragen, entschärfen und verstehen wollen. Denn früher oder später wird jeder mit dem Thema konfrontiert – als Verbraucher, als politisch engagierter Mitbürger oder als Arbeitsloser.“ Norddeutscher Rundfunk
Der dritte Weg. Die Erneuerung der sozialen Demokratie
- 179 Seiten
- 7 Lesestunden
Die Idee, einen "dritten Weg" in der Politik zu finden, wird seit einigen Monaten intensiv diskutiert – nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in den USA, Kontinentaleuropa und Lateinamerika. Doch was ist der dritte Weg? Befürworter dieses Konzepts konnten sich nicht auf eine einheitliche Definition einigen, während Kritiker die Möglichkeit eines solchen Weges gänzlich in Frage stellen. Anthony Giddens zeigt, dass die Entwicklung eines dritten Weges nicht nur eine Möglichkeit, sondern eine Notwendigkeit in der modernen Politik ist.
Der eigene Gott
Von der Friedensfähigkeit und dem Gewaltpotential der Religionen
- 275 Seiten
- 10 Lesestunden
Alle Weltreligionen sehen sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts radikalen Transformationen ausgesetzt, alle Weltreligionen ebenso wie alle kulturellen Schöpfungen und Symbole existieren gleichzeitig nebeneinander und stehen meist, herausgelöst aus ihren zeitlichen und räumlichen Kontexten, offen für eine allgemeine Verfügbarkeit, für fundamentalistische oder individuelle Aneignungen. Globalisierung bietet nicht nur die große Chance für die Weltreligionen, sich aus den territorialen Bindungen der Nationalgesellschaft und des Nationalstaates zu lösen und ihre transnationalen Dimensionen, Netzwerke und Imaginationen von „Gemeinschaft“ neu zu entdecken und wiederzubeleben. Zugleich werden auf diese Weise auch wechselseitig die Monopolansprüche in Frage gestellt. Die Weltreligionen sehen sich dazu gezwungen, im grenzenlosen Raum massenmedialisierter Öffentlichkeit und Nachbarschaft miteinander konkurrieren und kommunizieren müssen. Das post-säkulare Zeitalter hat den Modernitätsstreit zwischen Religionen und Säkularismen zu überwinden zugunsten einer Zivilisierung der Zivilisation (die geistliche Einheit des Menschengeschlechts verpflichtet die Bevölkerungen unterschiedlichen Glaubens, einen „gemeinsamen Pfad“ zu finden). Wie steht der Einzelne, als religiöser oder als nicht-religiöser Bürger, wie stehen Christen, Juden und Muslime zum „Geist“ der Weltgesellschaft?
Die Erfindung des Politischen
Zu einer Theorie reflexiver Modernisierung
Unmittelbar nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes schienen für eine kurze Zeit die Hoffnungen vieler Menschen sich erfüllen zu können. An die Stelle von Optimismus ist jedoch der Abschied von jeder Ordnung getreten, es herrscht allenthalben Chaos, Ratlosigkeit. Notwendig ist also die politische Neubestimmung allen staatlichen und politischen Handelns – und dies ist nur möglich, wenn die Politik selbst neu begriffen wird. Diese Neubestimmung zu skizzieren ist das Hauptanliegen der Ausführungen von Ulrich Beck.
asteroidenflirt
- 16 Seiten
- 1 Lesestunde
Anlässlich des 60. Geburtstages von Ulrich Beck eröffnet sein Bändchen »asteroidenflirt« am 5. Februar 2024 die neue Reihe DAS GEDICHT bogen im Anton G. Leitner Verlag.
Politik der Globalisierung
- 421 Seiten
- 15 Lesestunden
Ulrich Beck ist ein international anerkannter Soziologe, dessen 1986 veröffentlichtes Werk über Risikogesellschaften ein neues Zeitalter prägte und ihn über akademische Kreise hinaus bekannt machte. Zwei Jahrzehnte später erweiterte er seine Analysen in einem weiteren Buch, das sich mit der Suche nach Sicherheit in Zeiten von Terrorismus, Klimakatastrophen und Finanzkrisen beschäftigt. Beck war von 1997 bis 2002 Herausgeber der Reihe Edition Zweite Moderne im Suhrkamp Verlag und von 1992 bis 2009 Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zudem war er von 1999 bis 2009 Sprecher eines Sonderforschungsbereichs zur Reflexiven Modernisierung, finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2012 erhielt er eine Förderung des Europäischen Forschungsrats für ein Projekt über Methodologischen Kosmopolitismus im Kontext des Klimawandels. Für seine Verdienste wurde er 2014 mit dem Lifetime Achievement Award der International Sociological Association ausgezeichnet. Beck, geboren am 15. Mai 1944 in Stolp, promovierte 1972 in München und habilitierte sich 1979. Sein wissenschaftliches Interesse galt den grundlegenden Veränderungen moderner Gesellschaften, die er durch Konzepte wie Reflexive Modernisierung und Kosmopolitismus untersuchte. Er wurde mit mehreren Ehrendoktorwürden und Preisen ausgezeichnet und starb am 1. Januar 2015.
Perspektiven der Weltgesellschaft
- 435 Seiten
- 16 Lesestunden
Weltgesellschaft meint: Was die Menschen scheidet und unterscheidet -- religiöse, kulturelle, wirtschaftliche und politische Unterschiede --, ist an einem Ort, in einer Stadt, immer öfter sogar in einer Familie, einer Biographie präsent
Philosophie heute
- 223 Seiten
- 8 Lesestunden
Wir leben in einer Zeit sich beschleunigender Veränderungen û Veränderungen, die sowohl die Gesamtheit der Gesellschaften betreffen wie auch das Leben des einzelnen. Gewißheiten sind rar geworden, und mit wachsender Orientierungslosigkeit nehmen auch die Fragen, die an die Philosophie gestellt werden, zu. Dieser Band enthält Gespräche mit bedeutenden Philosophen der Gegenwart über alte und nach wie vor aktuelle Probleme. Sie wurden für ein breites Publikum geführt und basieren auf der Sendereihe »Philosophie heute« des WDR. Odo Marquard und Peter Glotz debattieren über die Bedeutung der Philosophie heute; Hans Jonas und Carl Friedrich von Weizsäcker über Geist und Natur; Richard Rorty, Richard Sennett, Ilya Prigogine, Dieter Thomä, Helga Nowotny und Odo Marquard diskutieren über das Thema Zeit; Ulrich Wickert mit Otfried Höffe über Moral; Jürgen Habermas und Ronald Dworkin über Probleme der Demokratie; Ulrich Beck und Gerd Achenbach über die »Spielwiese« eigenes Leben; und schließlich äußern sich Hans-Georg Gadamer und Dieter Henrich zu den Möglichkeiten der Philosophie, den Menschen in schwieriger Zeit Antworten auf ihre Fragen zu geben.
Die feindlose Demokratie
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
Kinder der Freiheit
- 403 Seiten
- 15 Lesestunden
Ulrich Beck ist ein weltweit anerkannter Soziologe, dessen 1986 veröffentlichtes Werk ein neues Zeitalter prägte. Sein Konzept der Risikogesellschaft machte ihn international bekannt. Zwanzig Jahre später erweiterte er seine Analysen in einem weiteren Buch, das sich mit der Suche nach Sicherheit in Zeiten von Terrorismus, Klimakatastrophen und Finanzkrisen beschäftigt. Beck war von 1997 bis 2002 Herausgeber der Reihe Edition Zweite Moderne im Suhrkamp Verlag und hatte von 1992 bis 2009 eine Professur für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne. Von 1999 bis 2009 leitete er einen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereich zur Reflexiven Modernisierung. 2012 erhielt er vom Europäischen Forschungsrat eine fünfjährige Förderung für ein Projekt über Methodologischen Kosmopolitismus im Kontext des Klimawandels. Für seine Beiträge zur Zukunftsforschung wurde er 2014 mit dem Lifetime Achievement Award der International Sociological Association ausgezeichnet. Geboren am 15. Mai 1944 in Stolp, promovierte Beck 1972 in München und habilitierte sich sieben Jahre später. Sein Hauptinteresse galt den grundlegenden Veränderungen moderner Gesellschaften, die er unter Begriffen wie Reflexive Modernisierung und Kosmopolitismus zusammenfasste. Beck wurde mit mehreren Ehrendoktorwürden und Preisen ausgezeichnet und starb am 1. Januar 2015.
Spurwechsel
- 301 Seiten
- 11 Lesestunden
Ulrich Beck ist ein international anerkannter Soziologe, dessen 1986 veröffentlichtes Werk ein neues Zeitalter prägte. Sein Konzept der Risikogesellschaft machte ihn über akademische Kreise hinaus bekannt. Zwanzig Jahre später erweiterte er seine Diagnostik in einem weiteren Buch, das sich mit der Suche nach Sicherheit in Zeiten von Terrorismus, Klimakatastrophen und Finanzkrisen beschäftigt. Beck war von 1997 bis 2002 Herausgeber der Reihe Edition Zweite Moderne im Suhrkamp Verlag und hatte von 1992 bis 2009 eine Professur für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne. Zudem war er von 1999 bis 2009 Sprecher eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs zur Reflexiven Modernisierung. 2012 erhielt er eine fünfjährige Förderung des Europäischen Forschungsrats für ein Projekt über Methodologischen Kosmopolitismus im Kontext des Klimawandels. 2014 wurde er beim Weltkongress für Soziologie in Yokohama mit dem Lifetime Achievement Award der International Sociological Association ausgezeichnet. Beck wurde am 15. Mai 1944 geboren, promovierte 1972 in München und habilitierte sich 1979. Sein wissenschaftliches Interesse galt den grundlegenden Veränderungen moderner Gesellschaften, die er mit Konzepten wie Reflexiver Modernisierung und Kosmopolitismus verband. Er erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden und Preise und starb am 1. Januar 2015.
Politik in der Risikogesellschaft
Essays und Analysen
Risikogesellschaft meint eine Epoche, in der die Schattenseiten des Fortschritts mehr und mehr die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen bestimmen. Diese These Ulrich Becks, die in seinen beiden Büchern Risikogesellschaft (es 1365) und Gegengifte (es 1468) entwickelt wurde, wird im vorliegenden Band konkretisiert. Dessen Schlüsselfrage lautet: Wie gewinnt eine ökologische Politik der Selbstbegrenzung Macht und Durchsetzungskraft? Ulrich Becks Essays, die im ersten Teil dieses Bandes versammelt sind, fragen nach der ökologischen Konfliktdynamik, Möglichkeiten von Gegenmacht und politischen Alternativen. Der zweite Teil dokumentiert exemplarisch den Paradigmawechsel, den Ulrich Becks Theorie in der Soziologie, der Politologie, der Philosophie, der Rechtstheorie, der politischen Bildung sowie in der politischen Diskussion selbst bewirkt hat. Dies verdeutlichen die Analysen von Thomas Blanke, Claus Offe, Christoph Lau, François Ewald, Robert Jungk, Bernhard Claußen, Herbert Gottweis, Rainer Wolf, Thomas Schmid, Klaus Dörre und Stefan Breuer, Oskar Lafontaine, Joschka Fischer, Erhard Eppler.
Soziologie und Praxis
- 512 Seiten
- 18 Lesestunden
Soziologie der Arbeit und der Berufe
- 304 Seiten
- 11 Lesestunden
Berufliche Arbeitsteilung und soziale Ungleichheit
- 315 Seiten
- 12 Lesestunden
Objektivität und Normativität
- 252 Seiten
- 9 Lesestunden
Eigenes Leben
Ausflüge in die unbekannte Gesellschaft, in der wir leben
Hrsg. Bayerische Rückversicherung Aktiengesellschaft, München Zahlr. Phot. von Rautert, Tim 215 S.
Demokratie oder Kapitalismus?: Europa in der Krise
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
Individualization
Institutionalized Individualism and Its Social and Political Consequences
- 222 Seiten
- 8 Lesestunden
Individualization argues that we are in the midst of a fundamental change in the nature of society and politics. This change hinges around two globalization and individualization. The book demonstrates that individualization is a structural characteristic of highly differentiated societies, and does not imperil social cohesion, but actually makes it possible. Ulrich Beck and Elisabeth Beck-Gernsheim argue that it is vital to distinguish between the neo-liberal idea of the free-market individual and the concept of individualization. The result is the most complete discussion of individualization currently available, showing how individualization relates to basic social rights and also paid employment; and concluding that in
Ekonomie světového trhu zásadně změnila pravidla světové politiky, což vedlo k novému boji o moc a protimoc. S ubývajícími hranicemi mezi ekonomikou, politikou a společností se redefinují pravidla legitimní vlády. Vznik „kosmopolitní moderny“ však vyvolává ambivalentní pocity, zejména s ohledem na zkušenosti s totalitními režimy 20. století. První modernu, utvářenou národnostními a státními strukturami, lze kontrastovat s druhou modernou, která čelí globálním ekologickým a ekonomickým krizím, rostoucím nadnárodním nerovnostem a individualizaci. Tato analýza se zaměřuje na překonání „protekcionistického reflexu“, který po zhroucení bipolárního světa paralyzuje Evropu. Kniha se věnuje metazměně ekonomiky, politiky a státnosti v globálním kontextu, zkoumá proměny stabilních idejí a základních pojmů moci, legitimace a násilí. Klíčová otázka, jak se druhá moderna může stát kosmopolitní, směřuje k vytvoření alternativního řádu, který klade důraz na politickou svobodu a sociální a ekonomickou spravedlnost, nikoli pouze na zákony světového trhu.
Autoři analyzují současné „světové rodiny“ a milostné a příbuzenské vztahy mezi lidmi z různých zemí či kontinentů. Tyto vztahy se projevují v různých podobách a vznikají z různých pohnutek, avšak všechny mají společné to, že zhmotňují diference globalizovaného světa. Světová společnost v těchto rodinách vyvolává protikladné pocity, jako jsou neklid, zmatek, radost i pocity selhání a nenávisti. V dnešním světě je často ten nejmilejší vzdálený, zatímco ten vzdálený může být nejbližší. Ulrich Beck a Elisabeth Beck-Gernsheim se zaměřují na lásku překračující geografické, kulturní a politické hranice, včetně sňatkové migrace a mateřské lásky na dálku. V úvodu autoři uvádějí, že prognóza budoucnosti těchto vztahů je nemožná, avšak neřadí se k pesimistům, kteří tvrdí, že vzdálená láska znamená její konec. Přesto nelze pominout deficit lásky v mnoha dimenzích. Věří, že je možné se ptát, zda se v nových formách rodiny a lásky daří umění soužití s hranicemi a navzdory nim.
Německá Evropa. Nové mocenské krajiny ve znamení krize
- 100 Seiten
- 4 Lesestunden
Publikace jedné z hlavních intelektuálních osobností posledních desetiletí se zabývá postupným utvářením nové role Německa v Evropě a problematickým formováním německé Evropy. Věnuje se ohrožení Evropy a krizi politična. Zkoumá přitom německou politiku úsporných opatření, zastaralost současných národních i evropských ekonomických přístupů a potřebu nové evropské koncepce společnosti a politiky. Klade si otázky, co to znamená požadovat více svobody, více sociální jistoty či více demokracie v Evropě.



































