Den aktuellen Fragebogen habe ich bei Gina entdeckt – und dort steht auch, worum es dabei geht:
„Die Rubrik “Self-Statements: The Importance Of Being Asked” ist ein wöchentlicher Fragebogen mit 15 – 20 Fragen, die du ganz für dich beantworten kannst. Anschließend kannst du deine Self-Statements mit der Community teilen und deinen persönlichen “Self-Statements: The Importance Of Being Asked” Fragebogen mit anderen austauschen. Die Rubrik dient dazu dich selbst und andere etwas besser kennen zu lernen. Viel Spaß dabei!“
1. Welcher Film hat dich zuletzt emotional am meisten berührt, unabhängig vom Genre? – Der kanadische Gerichts-Thriller „Red Rooms“.
2. Gibt es einen Arthouse-Film, der deine Perspektive auf das Leben verändert hat? Wenn ja, welcher war es und warum? – Da fällt mir gerade kein einziger ein.
3. Welcher klassische Film aus den 1940er oder 1950er Jahren fasziniert dich am meisten und warum? – „Ist das Leben nicht schön?“ Hier wird dem vom Unglück gebeutelten Hauptcharakter sehr drastisch vor Augen geführt, was passiert, wenn sein Wunsch, am liebsten niemals geboren zu sein, in Erfüllung geht. Die Welt ist jedenfalls ohne ihn keine bessere.
4. Welcher Science-Fiction-Film hat deiner Meinung nach die interessanteste Vision für die Zukunft der Menschheit dargestellt? – Zum Thema Sci-Fi fallen mir vorwiegend Dystopien ein, doch wenn ich daran denke, in welchen Bereichen KI bereits zum Einsatz kommt und über welche Bereiche man bei dieser Technik noch nachdenkt, erscheint mir das Ausgangsszenario von „Inception“ gar nicht mehr so abwegig. Die Art, wie sich die Charaktere immer tiefer in die Traumwelten verstricken, erinnert mich daran, dass bereits einige Fantasie und Wirklichkeit kaum noch auseinanderhalten können.
5. Welcher Horrorfilm hat dich so sehr gefesselt, dass du danach Probleme hattest, alleine durch dein Haus zu gehen? – Gute Horrorfilme vermögen mich tatsächlich zu fesseln, aber dass ich im Dunkeln allein zu Haus Angst bekäme, das hat noch keiner von ihnen geschafft. Für True-Crime-Kanäle dagegen würde ich nicht die Hand ins Feuer legen.
6. Gibt es einen Animationsfilm, der dich nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt hat? Welcher war es und welche Themen wurden behandelt? – In „Wenn der Wind weht“ zeigt sich auf leise aber eindringliche Weise, welche Auswirkungen atomarer Fallout auf Gesundheit und Leben der betroffenen Personen hat.
7. Welcher Film hat dich zuletzt so sehr fasziniert, dass du ihn unbedingt mit Freunden teilen musstest? – Da fällt mir nur einer ein, den wir uns zusammen mit unseren Nachbarn angeschaut haben: „The Rocky Horror Picture Show“. Vor einigen Jahren im Sommer haben sie ihre Garage geöffnet und die DVD per Beamer gegen die Garagenwand projiziert.
8. Hast du einen Lieblingsfilm, der aus einem anderen Kulturkreis stammt? Was macht diesen Film für dich so besonders? – Der australische Film „Strictly Ballroom – die gegen alle Regeln tanzen“ nimmt gekonnt das Tanzfilm-Genre und das Klischee „vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan“ aufs Korn, und das in schrillen Farben und mit einem sehr von sich überzeugten Hauptdarsteller, der von der Familie seiner Tanzpartnerin wider Willen zuerst in den Senkel gestellt wird und beigebracht bekommt, wie man den Paso Doble richtig tanzt – nämlich mit Leidenschaft und Herzblut.
9. Welche Person hat im Bereich Regie deiner Meinung nach das Genre des Kinos am meisten geprägt, und welcher der Filme ist dein persönlicher Favorit? – Alfred Hitchcock. Nicht ohne Grund gilt er als Meister des „Suspense“, und unter seiner Regie entstanden so viele erstklassige Thriller, dass es mir schwerfällt, meinen persönlichen Favoriten zu finden. Ich versuche es trotzdem und werfe „Das Fenster zum Hof“ in den Ring, dicht gefolgt von „Cocktail für eine Leiche“.
10. Welcher Film hat dich zuletzt mit seinem visuellen Stil und seiner Ästhetik am meisten beeindruckt? – „Poor Things“. Hier stimmt einfach alles: Der Mix aus Schwarzweiß- und Farbfilm, der Einsatz unterschiedlicher Linsen und Objektive, dann noch die Kostüme und die Steampunk-Ästhetik… ich weiß gar nicht, wo ich anfangen, weitermachen und aufhören soll.
11. Gibt es einen Dokumentarfilm, der dich tief berührt hat oder dein Verständnis für ein bestimmtes Thema erweitert hat? Wenn ja, welcher war es? – „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ ist zwar eine deutsche Produktion, aber die Regisseurin stammt aus der Mongolei, und gefilmt wurde in der Wüste Gobi. In dem Film geht es um eine Nomadenfamilie, die mit Hilfe eines Rituals eine Kamelmutter dazu bringen möchte, ihr Neugeborenes anzunehmen.
12. Welcher Film aus einem anderen Land hat dir geholfen, eine neue Kultur oder Lebensweise besser zu verstehen? – Der indische Spielfilm „Lunchbox“ aus dem Jahr 2013, in dem eine trotz eines ausgeklügelten Liefersystems falsch ausgelieferte Lunchbox für Verwirrung sorgt.
13. Welcher Film hat dich zuletzt so sehr zum Lachen gebracht, dass du Tränen in den Augen hattest? – Der Slapstick-Stummfilm „Hundreds of Beavers“ in Schwarzweiß. Strenggenommen war es noch nicht mal ein richtiger Stummfilm, weil die Darsteller darin Geräusche von sich gegeben haben.
14. Gibt es einen Film, den du als “Guilty Pleasure” bezeichnen würdest, also einen Film, den du heimlich liebst, obwohl er vielleicht nicht von allen hoch geschätzt wird? – Da kann ich mit „Der Hexenclub“ aufwarten. Hier aber bitte das Original und nicht das Remake.
15. Welcher Film hat deiner Meinung nach die beste Filmmusik, die perfekt zur Stimmung des Films passt? – Ausgerechnet die Soundtracks sind die Elemente bei Filmen, die mir am wenigsten im Gedächtnis bleiben.
16. Welcher Westernfilm hat dich am meisten in seinen Bann gezogen, und warum? – „Fluss ohne Wiederkehr“ mit Marylin Monroe und Robert Mitchum. Nicht nur wegen der Landschaft, sondern auch wegen Marilyn Monroe und ihren Gesangseinlagen.
17. Hast du einen Lieblingsfilm, der auf einem literarischen Werk basiert? Wie vergleichst du ihn mit dem Buch? – Hier ist es gleich eine ganze Trilogie: Die Tribute von Panem. Und da hatte ich die Bücher tatsächlich erst nach dem zweiten Film der Trilogie gelesen – den letzten, in zwei Filme aufgesplitteten Teil, dann aber lange nach dem letzten Buch.
18. Welcher Film hat dich zuletzt dazu angeregt, über ethische oder moralische Fragen nachzudenken? – Der Kurzfilm „Ruby Baby“, in dem ein Junge nach dem Tod der Mutter unter seinem gewalttägigen Vater zu leiden hat und der schließlich aus purer Verzweiflung zu einem nicht legalen Mittel greift, um seinen Peiniger für immer loszuwerden.
19. Gibt es einen Film, den du gerne noch einmal zum ersten Mal sehen würdest, um dieses erste Erlebnis erneut zu erfahren? Welcher wäre es und warum? – Dazu müsste ich meine Erinnerungen an die beeindruckendsten Filme komplett löschen, und das würde die Frage an sich ad absurdum führen. „Donnie Darko“ wäre es aber definitiv wert, ihn erneut zu sehen, und ich würde trotzdem immer wieder etwas neues entdecken. Das gleiche könnte ich aber auch über „The Butterfly Effect“ sagen.
20. Welcher Film hat deiner Meinung nach das Potenzial, ein zeitloses Meisterwerk zu werden, und warum glaubst du das? – Da muss ich leider passen, weil mir da die Vorstellungskraft fehlt.





