Schade, dass die Blogparade „Zeigt her eure Tassen“ von Amorak (Jess) schon vorbei ist. Schön, dass ich nicht nur eigene Tassen präsentieren durfte, sondern auch welche von unterwegs.
Heute bleibe ich aber zu Hause und kröne den Tag mit einer ererbten Antiquität: eine Sammlung von Teegläsern bzw. -tassen aus Glas:
Die kenne ich noch aus den 1960er Jahren und besonders gut hat mir die Gravur am Rand gefallen.
Willkommen bei der Blogparade „Zeigt her eure Tassen“ von Amorak (Jess): Gezeigt werden dürfen nicht nur eigene Tassen, sondern auch welche, denen wir unterwegs begegnen.
Den stilecht in dieser wunderschönen „Tasse“ servierten Espresso Martini habe ich am Abend des 28. April genossen:
Den Espresso in dieser Tasse gab es jedoch bereits am Samstag, den 26. April:
Huch, wie ich gerade sehe, ist der April fast schon vorbei – bleibt nur noch ein Tag. Aber für den habe ich mir auch schon etwas hübsches überlegt.
Gut, der „Anlass“ liegt jetzt schon eine Woche zurück – und zwar am Ostermontag, um genauer zu sein, denn da war ich in Meiningen (Thüringen) und habe mir im Staatstheater die Oper „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner angesehen.
Deshalb gibt es von mir heute als akustischen Leckerbissen die ungefähr 11 Minuten lange Ouvertüre:
Es war meine erste Wagner-Oper und weiß jetzt, dass ich drei Stunden und fünfzig Minuten problemlos durchsitzen kann (logisch, wenn man sich bei Filmen wie „The Brutalist“ nicht eine Sekunde langweilt). Allerdings, und so schön die Musik auch für mich ist, weiß ich jetzt auch, dass von den Arien in Überlänge nicht eine in meinem Gedächtnis haften geblieben ist. Auf einen zweiten Versuch lasse ich es im Mai ankommen, denn da schaue ich mir eine Übertragung der „Walküre“ aus London an.
Und zwar im Kino. Weil ich es vermutlich nicht zum Fantasy-Filmfest schaffe, dachte ich mir, warum nicht mal was neues ausprobieren und in ein anderes Filmfest hineinschnuppern… Genaueres dazu folgt in Kürze, genauso wie die „Nippon Connection“ und das Grie-Soß-Festival… jetzt aber erst mal zur 722. Ausgabe des „Media Monday“, deren sieben Lückentexte ich diesmal wieder erst am Montagmorgen ausgefüllt habe.
1. Beeindruckend, wie es den unterschiedlichsten Filmschaffenden abseits Hollywoods gelingt, Filme hervorzubringen, die mich gleichermaßen fesseln und berühren. Schade, dass man davon leider nur selten etwas mitbekommt. Wäre ich nicht so oft in die Arthouse-Kinos gegangen wie in den letzten Wochen und Monaten, wäre ich zum Beispiel nicht auf das Lichter Filmfest, das in Frankfurt bereits zum 18. Mal veranstaltet wurde, aufmerksam geworden.
2. Inzwischen ist eine*r meine*r Lieblingsschauspieler Sam Rockwell. Bei den Schauspielerinnen ist es Emma Stone.
3. Es hätte nicht viel gefehlt, um hinterher sagen zu können, ich hätte das Lichter Filmfest (22. bis 27. April) von Anfang bis Ende genossen: nämlich Tickets für den Auftakt am 22., weitere Tickets für den 24. und 25. April sowie für die Abschlussveranstaltung am 27. April. Okay, das wäre dann doch etwas viel geworden.
4. Das australische, in Stop-Motion-Technik gefilmte Drama „Memoir of a snail“ ist mitnichten leichte Kost, aber ich war von der ersten Minute an begeistert von dem Einfallreichtum Adam Elliots, der bei dem Animationsfilm nicht nur Regie geführt hat, sondern auch das Drehbuch geschrieben und mitproduziert hat. Von ihm stammt auch der Knet-Animationsfilm „Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?“
5. Ich staune ja immer wieder, dass man weite Wege auf sich nimmt, nur um für einen Tag bei einem Ereignis dabei zu sein – wie aktuell die Regisseurin des südafrikanischen Spielfilms „Sabbatical“, den ich am Samstag im Rahmen des Lichter Filmfests gesehen habe.
6. Miss Marple wäre ohne Mr. Stringer schwer vorstellbar, denn auch im wahren Leben gehörten die beiden zusammen. Allerdings hätte Agatha Christie dazu bestimmt eine andere Meinung gehabt, denn Miss Marples Gefährte taucht in keinem ihrer Romane auf – seine Filmfigur war von den für die Filme Verantwortlichen frei erfunden.
7. Zuletzt habe ich im Badezimmer mit Farbe experimentiert und das war kein großer Erfolg, weil die Hände gezittert haben.
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Seit Februar haben wir ein neues Café und ich war bisher noch nie da. Das hat sich jetzt geändert, und geknipst habe ich dieses Exemplar mit verschnörkeltem Muster.
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Am Donnerstag habe ich mir die Ausstellung „Rwandan Daughters“ im Foyer des rheinland-pfälzischen Landtags in Mainz an ihrem letzten Tag angesehen. Das Restaurant des Landtags war zwar geschlossen, aber dafür bin ich in den Garderobenräumen auf dieses hübsche Exemplar gestoßen.
Beinahe wäre ich an der Fensterbank gescheitert. Die eigene wollte ich nämlich nicht ablichten, und wohin ich auch ging: Egal, welches Fenster ich auch auswählte, die passende Fensterbank fehlte entweder ganz oder gab optisch nichts her. Wie man sehen kann, war das nämlich der Begriff, den es bei der 52-Wochen-Challenge von Norbert Eder in der 16. Kalenderwoche umzusetzen galt.
16
15.04. – 21.04.
Fensterbank
17
22.04. – 28.04.
Unschärfe
Doch nun zu meinen Beiträgen zur 16. und 17. Wochenaufgabe.
KW 16 ~ Fensterbank : Leider war die inzwischen für immer geschlossene Metzgerei für Innenaufnahmen nicht mehr zugänglich. Ich habe es bei einer Aufnahme von außen belassen:
Warum nur die Fensterbank ablichten, wenn man das ganze Fenster dazu haben kann? Hier ist es ein Kirchenfenster, das ich in Heidelberg entdeckt habe:
Noch ein Ort, wo ich selten fotografiere: Auf dem stillen Örtchen in einem Kino in Frankfurt, das ich am 23. April besucht habe.
Doch mein persönliches Highlight ist dieses: Na, wenn das mal keine Fensterbank ist! Ein Mainzer Laden hat seine Fensterbank mit Gummi-Enten und einem Krokodil dekoriert:
KW 17 ~ Unschärfe : Unscharf oder bloß verwackelt, das ist hier die Frage. Aber das war nicht das einzige, mit dem ich experimentiert habe.
Beim Blick aus dem Fenster eines Reisebusses erscheinen nur die Regentropfen auf der Scheibe scharf. Die abendliche Landschaft dahinter bzw. draußen verschwimmt, dass man sie gerade noch so erkennen kann.
Im Dunkeln wird selbst der Regenwald *) unscharf und mit ihm die Silhouetten der Besucher.
PS: *) das Foto habe ich natürlich nicht im echten Amazonasgebiet aufgenommen, sondern im Gasometer von Pforzheim, wo ich das 33 Meter hohe 360°-Gemälde von Yadegar Asisi ausgiebig bewundern konnte.
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Diese wunderschönen Erbstücke aus der bayerischen Porzellanmanufaktur Seltmann Weiden, stilecht in weiß-blau, habe ich extra für den 25. Tag aus dem Schrank geholt. Ganz schlicht und ohne viel Dekor, dafür aber mit Goldrand… so liebe ich das:
Zu der Kanne, der Tasse und Untertasse gehören noch Teller, Milchkännchen und Zuckerdose (die sind aber nicht im Bild). Dafür habe ich – frei nach dem Motto „east meets west“ – einen pastellgrünen Eierbecher aus dem DDR-Museum dazugestellt (die Eierbecher »Huhn« kamen aus dem VEB Sonja PLASTIC in Wolkenstein im Erzgebirge). Kikeriki!
Wann dieses Kaffeeservice (ohne das Huhn) zum letzten Mal zum Einsatz kam? Im letzten Jahrhundert, vermutlich in den 1980er Jahren. Seitdem steht es da unbenutzt herum.
Ein vollgepackter Monat, den ich vorzeitig splitte, denn er hatte nicht nur Filme, sondern auch Bühnenaufführungen mit filmischen Einsprengseln im Gepäck. Ja ja, der April macht bekanntlich, was er will – und hat bei mir für einige Überraschungen gesorgt. Hinter einigen Titeln verbergen sich Links zu den jeweiligen Trailern. Man kann sie anklicken, kann es aber auch bleiben lassen.
The last showgirl: Zu erfahren, dass die Show, für die sie seit über 30 Jahren tanzt und zu einer Art Zuhause für sie geworden ist, nun endgültig abgesetzt werden soll, ist für die Tänzerin Shelley (Pamela Anderson) ein Schock. Nur schwer kann sie sich mit dem Auseinanderfallen ihres Lebens auseinandersetzen, und der langjährige Konflikt zwischen ihr und ihrer Tochter, die woanders aufwachsen musste, macht es nicht besser. Dazu kommen die Spannungen der Tänzerinnen untereinander nach dem Verkünden der Hiobsbotschaft. Von wegen Familie. Wie die Familienverhältnisse tatsächlich aussehen, wird aus rückblickenden Dialogen ersichtlich. Der ungeschönte Blick auf die alles andere als glänzende und schillernde Realität abseits des Strip wirkte auf mich umso authentischer, weil bei Shelley in den Szenen außerhalb der Bühne komplett auf Make-Up verzichtet wurde. Dabei ist sie jedoch nicht die einzige, die ihre Verletzlichkeit hinter einer Maske aus Stärke zu verbergen sucht. Ihrer besten und vermutlich auch einzigen Freundin Annette (Jamie Lee Curtis) nämlich, die nach ihrer Zeit bei derselben Las-Vegas-Show ihre Brötchen als Serviererin in einem Casino verdient, gelingt das nur unwesentlich besser. Da es auch in diesem Job nicht mehr rosig aussieht, „wohnt“ sie gezwungenermaßen im Auto und kann sich nur mit Mühe dazu durchringen, Shelley um Hilfe zu bitten. Regie bei diesem 89 Minuten langen Drama hat Gia Coppola, die Enkelin von Francis Ford Coppola, geführt. Von ihr kannte ich bisher nur noch den Film „Palo Alto“ von 2013, zu dem sie zusammen mit James Franco das Drehbuch verfasst hat.
Like a complete unknown: Es hat ewig gedauert, bis ich dazu kam, mir das für den Oscar nominierte Werk anzuschauen. Timothée Chalamet als Bob Dylan (die Stimme einer Generation). Biopics habe ich ja schon einige gesehen, und die meisten folgen derselben Erzählstruktur: der gefeierte Star kurz vor dem Auftritt – dann Rückblende, wie alles begann, Auftrieb und Rückschläge, bis der Film wieder da ankommt, wo er begonnen hat. Dieses Muster bekam ich hier zur Abwechslung mal nicht zu sehen, dafür aber eine Art Geschichtsunterricht über die Kuba-Krise, die Bürgerrechtsbewegung und das Genre des Folk, gespickt mit jeder Menge Songs von Bob Dylan, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie von ihm sind. Außerdem bekamen bekannte Größen wie Pete Seeger, Woody Guthry, Joan Baez oder Johnny Cash genügend Raum, um die Wichtigkeit für Bob Dylan und seine Musik hervorzuheben.
Für immer hier: Für Eunice Pavia wird der Besuch von bewaffneten Regierungsbeamten zum Alptraum, als diese ihren Mann Rubens „zu einer Befragung“ abholen, von der er nie wieder zurückkehren wird. Erst 25 Jahre später soll sie die Sterbeurkunde in der Hand halten – zu einem Zeitpunkt, an dem sich die zu Beginn des oscarprämierten Dramas aus Brasilien unpolitische Frau als Aktivistin für die indigenen Völker Brasiliens betätigt. Dazwischen liegt eine Zerreißprobe für die Nerven Eunice‘ und ihre Kinder, die mit der Ungewissheit über den Verbleib ihres geliebten Ehemanns und Vaters leben und ihr gesamtes Leben umkrempeln müssen. „Für immer hier“ basiert auf der Biografie „Ainda estou aqui“ von Marcelo Rubens Paiva, dem Sohn Rubens‘, der zu den Zehntausenden „Desaparecidos“ (spanisch für „die Verschwundenen“) zählt, die unter der damaligen Militärregierung verhaftet gefoltert und ermordet wurden.
The Assessment: Auf diesem Kinobesuch lag kein Segen. Der erste Versuch fiel ins Wasser, weil der Projektor kaputt ging – beim zweiten hatte ich mehr Glück, nur das Nachhausekommen wurde zur Odyssee quer durch Frankfurt. Gegen das, was ein sich sehnlichst ein Kind wünschendes Paar in dieser Dystopie durchmachen muss, waren diese Problemchen jedoch ein Kindergeburtstag. In dem Science-Fiction-Drama mit Alicia Vikander, Himesh Patel und Elizabeth Olsen in den Hauptrollen befinden wir uns in einer nicht näher definierten Zukunft, in der man Kinder nicht mehr auf natürlichem Weg bekommt, sondern in vitro und auch nur nachdem eine Gutachterin nach einer einwöchigen Befragung und immer fragwürdiger anmutenden Tests darüber befindet, ob sie der Prozedur und des daraus resultierenden Nachwuchses auch würdig sind. Klingen die Fragen zu Beginn der Woche noch halbwegs nachvollziehbar, gerät besagtes Assessment gerät jedoch mit jedem weiteren Tag immer mehr aus den Fugen bis hin zur unausweichlichen Katastrophe. Mich hat die Ästhetik und der schräge Handlungsverlauf an die Filme von Yorgos Lanthimos erinnert. Weitere Darsteller in dem Drama: Minnie Driver und Indira Varma.
The Rocky Horror Show: Wenn es im Theatersaal plötzlich „regnet“, Klopapier und Reis fliegen oder mit Gummihandschuhen geschnalzt wird, dann befinden wir uns in einem schrillen Spektakel, das auch nach über 50 Jahren noch lange nicht totzukriegen ist. Wie schon 1973, kostümieren sich noch immer die Fans, auch wenn die Kostümierten bei dieser Aufführung in der Alten Oper (Frankfurt/Main) am Gründonnerstag eher in der Minderheit waren. Warum dieses Bühnenmusical hier auftaucht? Weil das bunte Spektakel zum Mitmachen mit Trailern von B-Horror-Movies wie „Tarantula“ eingestimmt wurde, während der Schauspieler Sky du Mont auf der Bühne als mit Zwischenrufen bombardierter Erzähler das Geschehen auf Deutsch zu erklären versuchte.
Zu meiner Beruhigung ging aber der Rest des Musicals in der Originalsprache über die Bühne, und als sich die skurrile Partygesellschaft des durchgeknallten Alien-Wissenschaftlers Dr. Frank N. Furter zum Time Warp aufstellte, gab es auch im Publikum kein Halten mehr.
Drop – Tödliches Date: Nach Jahren endlich wieder ein Date, noch dazu eines mit dem sympathischen Fotografen Henry, mit dem die verwitwete Violet, Mutter eines neunjährigen Sohns, drei Monate lang gechattet hat. Der Abend beginnt nach kleinen Holperern beim Warten auf Henry zwar vielversprechend, doch als die erste Drop-Nachricht auf Violets Smartphone eintrudelt, nimmt das Date eine ungute Wendung. Den in nächster Nähe agierenden Absender der gruseligen Nachrichten zu ignorieren, entpuppt sich als schlechte Idee, da Violet nur zu bald aufgeht, dass die Aufforderung „Töte dein Date oder dein Sohn stirbt“ ernst gemeint ist. Unter der Regie von Christopher B. Landon („Disturbia“, „Happy Deathday“ und „Happy Deathday 2U“) entwickelte sich ein an meinen Nerven zerrendes Kammerspiel, das sich über 100 Minuten erstreckt. Technische Spielereien wie die an die Wände projizierten Drop-Nachrichten inbegriffen. Mag sein, dass Kritiker dem Thriller, dessen Plakat mich an alte Hitchcock-Filme erinnert, Logiklöcher unterstellen – aber falls da welche waren, sind sie mir nicht aufgefallen.
Tristan und Isolde: Und noch eine Bühnenaufführung, bei denen sich einige fragen werden, warum ich sie hier mit aufzähle. In der modernen Inszenierung (mit einem echten Motorrad im zweiten Akt) begibt sich das Liebespaar auf einen Trip, der seinesgleichen sucht. Ich zitiere an dieser Stelle als Quelle den „Opernfreund“: „Die Idee der Bühnenbildnerin Susanne Gschwender, ein Multifunktionsbett zu kreieren, das nicht als erotische Spielwiese, sondern, mit wenig Aufwand umgebaut, als Kutsche, als Tisch oder als Boot auf einem imaginären See fungiert, ist genial. Die umwerfenden Videoprojektionen simulieren eine jeweils phantastische Kulisse, die sprachlos macht. Inspiriert von Christopher Nolans Filmen Inception und Interstellar, wird hier möglich, was im wirklichen Leben versagt bleibt. So schweben die Liebenden im All und die vollkommene Harmonie der Bewegungen mit der Musik ist überwältigend. Später finden sie sich als Brautpaar in einer Kathedrale, aber hier wird Tristan schon von der Wirklichkeit eingeholt.“ Das KI-generierte Innere einer Kathedrale wurde glücklicherweise dem Publikum nicht verschwiegen, sondern im Programmheft erwähnt – gezeigt hat mir diese Tatsache aber auch, dass ich im Aufspüren von KI in der Kunst immer noch ganz gut bin.
Mögen die Effekte auch künstlich gewesen sein, die Emotionen waren echt. Genau wie das Motorrad vor der Kulisse des Monument Valley und die Flaschen auf dem Tisch. Dank meines Fernglases, mit dem ich die Etiketten der Whiskyflaschen (Laphroaig, Glenfiddich und Ardmore) genauer inspizieren konnte.
An dieser Stelle beende ich den Monatsrückblick ab, denn die noch kommenden Vorführungen haben einen gesonderten Beitrag verdient, da es sich um Sondervorstellungen handelt.
Tarantula, Godzilla, King Kong… um die schaurig-schönen Helden in solchen Filmen geht es heute, bei den „5 Besten am Donnerstag“ auf dem Blog von Passion-of-Arts. Zusammen mit Martin K. tauchen wir heute ein in die Welt der Monsterfilme:
„Diese Filme haben das Kino geprägt, indem sie Horror mit spannenden Erzählungen verbinden. Und uns das Unheimliche und Unvorstellbare näherbringen.“
Wie schön, dass es sich um ein breit gefächertes Thema handelt, denn so kann ich auch andere Filme abseits von Horror und Grusel oder den klassischen Monstern vorstellen. Willkommen bei meiner in den 1970er Jahren beginnenden Zeitreise.
The Rocky Horror Picture Show (1975)
Das Monster unter den (interaktiven) Filmen – als Adaption des Musicals „The Rocky Horror Show“ feiert dieser schrille Spaß als Hommage seines Erfinders an alte Grusel- und B-Movies dieses Jahr seinen 50. Geburtstag. In den Münchener Museum-Lichtspielen läuft dieser Evergreen seit 1977. Doch was haben der Film und die Musical-Vorlage mit Monstern zu tun?
Schon der Name des irren Wissenschaftlers Dr. Frank N.’Furter verrät es: Hier wurde das Frankenstein-Motiv aufs Korn genommen. Doch anders als in Mary Shelleys Frankenstein, ist nicht der künstlich erschaffene Mensch (hier der verstörte Rocky), sondern dessen Schöpfer das Monster. Ein Monster, das auch nicht davor zurückschreckt, seinen Ex Eddie hinterrücks mit einem Eispickel zu meucheln.
Zahlreiche Bezüge auf andere Filme ziehen sich durch dieses bunte Werk, so auch dieses nicht auf den ersten Blick sichtbare Detail: Die tätowierten Hände Eddies, die an die von Harry Powell aus „Die Nacht des Jägers“ erinnern. In den Rollen tummeln sich u.a.: Tim Curry, Richard O’Brien und Meatloaf:
Frankenstein, die Zweite. Diesmal orientiert sich der Film tatsächlich an Mary Shelleys Klassiker, und mit dem Monster ist die von Frankenstein geschaffene Kreatur gemeint, obwohl der Originaltitel „Frankenstein Unbound“ anderes vermuten lässt. Der leider gefloppte Mix aus Sci-Fi und Gruselfilm lässt einen Wissenschaftler aus der Zukunft per Zeitreise auf die Schöpferin des Frankenstein-Romans treffen.
Es gibt Filme, die auf den ersten Blick besser gealtert scheinen, aber hier gab es für mich einige Denkanstöße, die ihn für mich zu einem der originelleren Umsetzungen des Frankenstein-Motivs machen. Bei Mary Shelley geben sich u.a. folgende Darsteller die Klinke in die Hand: Bridget Fonda, John Hurt und Michael Hutchence:
Nächste Ausfahrt Comedy: Hier sind die Monster nervige und wirklich „reizende“ Zeitgenossen, die New York unsicher machen und ihre Jäger vollschleimen. Aga-äx. In dem actionreichen Gewusel mit Hitgarantie sind folgende Akteure unterwegs: Bill Murray, Dan Aykroyd und Sigourney Weaver:
Wir starten die Reise 1290 v. Chr. – im ägyptischen Theben kommt der Pharao hinter die Affäre seiner Mätresse mit dem Hohepriester Imhotep und wird von dem betrügerischen Paar umgebracht. Doch als ob dieser Frevel alleine noch nicht reicht, bringt Imhotep den Leichnam seiner Geliebten (die sich selbst ins Jenseits befördert hat) in die Totenstadt Hamunaptra, um ein Wiedererweckungsritual an ihr zu vollziehen – doch das Komplott fliegt auf und Imhotep wird mit dem schlimmsten aller Flüche belegt. Eingewickelt in Mumienbinden, wird er in einen Sarkophag eingeschlossen und unter einer Pharaonenstatue vergraben. Dummerweise währt die Abgeschiedenheit nur bis in die 1920er Jahre, in denen Schatzjäger und Ägyptologen die Mumie zutage fördern. Ins Land der Pharaonen begeben sich Brendan Fraser, Rachel Weisz und John Hannah:
Hier sind die Monster zur Abwechslung mal die Guten. Na ja, die meisten zumindest, und allen voran Sully und Mike Glotzkowski, die in den E-Werken aus Schreikraft Energie gewinnen, indem sie sich Nacht für Nacht durch Türen in Kinderzimmer begeben und dort die Schlummernden erschrecken. Alles geht gut, bis eines Tages eines der Kinder in die Welt der Monster gerät und das Leben der beiden Freunde kräftig durcheinanderbringt. Außerdem ist da noch der neidische Kollege Randall, der den beiden und ihrer menschlichen Gefährtin hinterher spioniert und auf Böses sinnt.
In diesem Spaß für die ganze Familie verleihen folgende Sprecher den Monstern ihre Stimmen: John Goodman bzw. Reinhard Brock und Thomas Amper (Sully), Billy Crystal bzw. Ilja Richter (Mike) und Steve Buscemi bzw. Martin Semmelrogge (Randall):