Was für ein Auftakt in das neue Quartal! Martin von Passion-of-Arts hat sich nämlich ein Thema für die heutigen „5 Besten“ ausgesucht, zu dem es inzwischen Filme gibt wie Sand am Meer. Und sicherlich sind die meisten von ihnen nach einem ähnlichen Schema aufgebaut. Dennoch hat die Aufgabe für mich ihren Reiz, wenn ich folgende Zeilen in Betracht ziehe:
„Jedes dieser Biopics hat nicht nur seinen ganz eigenen Charme und einen großartigen Soundtrack, sondern auch bewegende Momente, die das Publikum einnehmen. Manche nehmen sich künstlerische Freiheiten, andere bleiben sehr stark am Leben der Person.“
Feel the Music! In diesem Sinne habe ich ein wenig gegraben und versucht, einen etwas anderen Drive hineinzubringen.
Eat the music *** https://youtu.be/d5IoGytWzQI?list=RDd5IoGytWzQI
Auch wenn meine alphabetisch sortierte Liste keine besondere Überraschung bereithält, ist sie in ihrer Zusammensetzung vielleicht für manche die einzig wirkliche Überraschung. Hip Hop, Country, Post Punk, Folk und Rock – was für ein Mixtape!
*1* Schrödingers Filmbiografie
An „8 Mile“ (8 Mile)aus dem Jahr 2002 scheiden sich die Geister. Einerseits geht es um den in einer Wohnwagensiedlung Detroits aufwachsenden Rabbit (gespielt von Eminem) und dessen Traum, nicht nur ein Rap-Battle zu gewinnen, sondern auch unter Vertrag bei einem Plattenlabel zu gelangen. Andererseits sind die Parallelen zu Eminems Leben kaum zu übersehen, und so erklärte Eminem den Film kurzerhand zu seinem Biopic: „Curtis Hansons Film über einen jungen weißen Rapper in der schwarzen Hip-Hop-Szene von Detroit ist zwar eigentlich Fiktion. Jedoch spielt Hauptdarsteller Eminem, selbst in Detroit aufgewachsen, nicht nur äußerst überzeugend, mit dieser Mischung aus blitzender Wut und Resignation in den Augen. Er erklärte 8 MILE auch im Nachhinein zu seinem Biopic“ (Quelle: https://tobis.de/blog/top-12-die-besten-musik-biopics-aller-zeiten)
Wenn ein einziger Song im Grunde die ganze Geschichte erzählt *** https://youtu.be/_Yhyp-_hX2s?list=RD_Yhyp-_hX2s
*2* Das Kontrastprogramm
And now for something completely different, heißt es bei den Monty Pythons. Getreu diesem Motto, wechsele ich nicht nur die Musikrichtung, sondern das Geschlecht und das Jahrhundert. Begebt euch mit mir auf eine musikalische Zeitreise in das Jahr 1980 und erlebt Sissy Spacek in der Rolle von Loretta Lynn (1932-2022), die in „Nashville Lady“ (Coal Miner’s Daughter) porträtiert wird.
Hineingeboren in eine kinderreiche Familie in einer Bergarbeitersiedlung Kentuckys, heiratet sie im Teenageralter einen Kriegsheimkehrer, der sie zunächst schlecht behandelt, dann aber ihr Talent erkennt und sie managt, bis ihr Weg sie nach ganz oben, nach Nashville führt. Doch das Glück ist nur kurz. Nicht nur, dass ihr Mann wieder in alte Muster verfällt und sie ihre beste Freundin durch einen Flugzeugabsturz verliert – Loretta rutscht in Tablettenabhängigkeit und bricht schließlich bei einem Auftritt zusammen.
Ein ganzes Leben, komprimiert in einem Song *** https://youtu.be/bw96BPuCNdM?list=RDbw96BPuCNdM
*3* Richtungswechsel No.2
Zuerst Hip Hop, dann Country – und jetzt Post Punk, eine Musikrichtung, die Anfang der 1980er Jahre aus dem Punk hervorging und durch Bands vertreten ist, deren Platten sich in meiner Sammlung befinden (The Cure, Siouxsie and the Banshees oder Killing Joke). Joy Division gehörten ebenfalls dazu, was mich an dieser Stelle zu dem 2007 unter der Regie von Anton Corbijn entstandenen Schwarzweiß-Biopic „Control“ (Control) über Ian Curtis (1956-1980), den Sänger von Joy Division, führt. Angelehnt an die von Curtis‘ Witwe geschriebene Biografie, skizziert der Film das Leben des Sängers bis zu dem Tag, an dem sich Curtis das Leben nahm.
Wenn Liebe nicht mehr funktioniert *** https://youtu.be/pv5StFzLf_I?list=RDpv5StFzLf_I&t=50
*4* Der große Unbekannte
Die Überschrift beschreibt treffend, was Bob Dylan all die Jahre für mich war, denn ich wusste bis dahin lediglich über ihn, dass man ihm 2016 den Literalturnobelpreis verliehen hatte – und dass mich mit seiner Musik nicht viel verband, hatte ich ihn doch nie für einen begnadeten Sänger gehalten. Das sollte sich 2024 mit „Like a complete unknown“ (A complete unknown) ändern. Basierend auf einem Sachbuch von Elijah Wald, zeichnet der Film den Beginn von Dylans Karriere nach und beschreibt, wie unzufrieden der seine eigenen Songs schreibende Sänger mit dem bisher eingeschlagenen Weg ist und versucht, die Richtung zu ändern: weniger Folk, und dafür mehr Rock zu kommen. Was seiner Plattenfirma nicht passt. Der Titel des Sachbuchs von Wald beschreibt es ziemlich gut: „Dylan goes electric! Newport, Seeger, Dylan, and the night that split the Sixties“. Und so wundert es vermutlich niemanden, dass Bob Dylan allen bei einem Festival den musikalischen Stinkefinger zeigt, indem er mit einer Rockband auftritt – und dafür ausgebuht wird, für mich mit eine der stärksten Szenen des Films. Im übrigen war für mich Timothée Chalamet die ideale Besetzung für den Sänger, dessen Genuschel der Schauspieler in der Originalversion überzeugend hinbekam.
Zuerst gefeiert, später ausgebuht *** https://youtu.be/MbnP7RaQfQE?list=RDMbnP7RaQfQE
*1* mein Highlander unter den Biopics
Es kann nur einen geben? Dass meine Wahl auf „Mystify: Michael Hutchence“ fallen würde, hätte sich jeder denken können, der weiß, dass ich 2019 nur für diesen Film bis nach Berlin gefahren bin. Zugegeben, nötig wäre es nicht gewesen, denn ein paar Monate später lief die mosaik- bzw. puzzleartig gestaltete Filmdoku auch in einem kleinen Kino in Darmstadt. Nur hätte ich dazu hellseherische Fähigkeiten gebraucht. Ohne die wusste ich übrigens auch nicht, was für ein Wechselbad der Gefühle mich im vollbesetzten Kintopp erwarten würde – sonst hätte ich nicht so vorschnell meine ganzen Tempos an eine Dame in der Reihe hinter mir verteilt. Und das bei einem Werk, das sich nicht an das übliche Schema für Biopics hält, sondern dank vielen eingestreuten Interviews mit Menschen, die ihn zu seinen Lebzeiten begleitet haben sowie Aufnahmen aus seinem Privatarchiv eher einer Charakterstudie gleichkommt.
Eine Achterbahn, wie sie bei Dokus selten ist *** https://youtu.be/yYNU6_O3qag
Für wen ich ebenfalls eine weitere „Top Five“ aufmachen könnte:
*1*: „The Runaways“ von 2010 über die gleichnamige Band, mit Kristen Stewart als Joan Jett und Dakota Fanning als Cherie Currie. ~~~ *2*: „Back to Black“ von 2024 über Amy Winehouse, mit Marisa Abela in der Rolle der Sängerin. ~~~ *3*: „Ray“ von 2004, mit Jamie Foxx als Ray Charles. ~~~ *4*: „Rocketman“, mit Taron Egerton als Elton John. ~~~ *5*: „Kneecap“, in dem die irische Hip-Hop-Band sich selbst spielt.








