![]() | |
![]() | Ort: Barcelona Art: Klosterbibliothek (Oratorianer) Baustil: Barock Fertiggestellt/Eröffnet: 18. Jahrhundert Verlag: Huecograbado Mumbrú Datierung (Karte): ca. 1920er Jahre |
Im gotischen Viertel in der Altstadt von Barcelona befindet sich unweit der Kathedrale ein kleiner versteckter Platz, die Plaça Sant Felip Neri. Ihr Name stammt von der gleichnamigen barocken Kirche, die in den Jahren 1721 bis 1752 erbaut wurde. Philipp Neri (1515-1595) war der Gründer der Kongregation der Oratorianer, die auch als Philippiner bezeichnet werden („Oratorium des heiligen Philipp Neri“) und Beichtvater des Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina (Der musikalische Gattungsbegriff „Oratorium“ leitet sich von dem Namen für den Betsaal der Oratorianer in Rom ab). Die Kirche Sant Felip Neri und die umliegenden Gebäude wurden im Spanischen Bürgerkrieg beim Angriff der italienischen Luftwaffe auf Barcelona am 30. Januar 1938 zerstört. 42 Menschen kamen dabei ums Leben, die meisten davon Kinder, die im Luftschutzkeller unter der Kirche Zuflucht gesucht hatten. Spuren der Granatsplitter sind noch heute an der Fassade der Kirche zu sehen. Links neben der Kirche befindet sich das Konventgebäude der Oratorianer. Es ist nicht öffentlich zugänglich und verbirgt in seinem Inneren unter anderem einen Kreuzgang, das alte Refektorium mit originalen Mosaiken sowie in einem der oberen Stockwerke die Bibliothek.





















