Kubuntu Linux, Teil 4

Globale Anpassung der Mausgeschwindigkeit mit Solaar

Im Gegensatz zu Windows ist bei Linux das Verhalten der Maus von der jeweiligen Anwendung abhängig. Innerhalb des Desktop bietet KDE auch die Möglichkeit an, die Geschwindigkeit der Maus anzupassen und optional eine Mausbeschleunigung zu aktivieren.

Im Login-Bildschirm mit SDDM werden die Einstellungen zur Mausgeschwindigkeit und Beschleunigung aber nicht benutzt. Je nach verwendetem Modell ist der Mauszeiger dann sehr langsam.

Bei Spielen, die SDL verwenden, wie z.B. MAME oder die Linux-Version von Darwinia, gilt ebenfalls, dass nur die direkte Eingabe der Maus verwendet wird. Steht dann im Spiel selbst keine Anpassung der Mausempfindlichkeit zur Verfügung, ist auch hier der Mauszeiger oft zu langsam.

Weiterlesen

Kubuntu Linux, Teil 3

Siehe auch Teil 1 und Teil 2.

Nvidia und Wayland – keine gute Kombination

Seit über 10 Jahren habe ich Grafikkarten mit GPUs von Nvidia benutzt: GTX 760, GTX 1060 und zuletzt eine RTX 4060. Unter Windows war das auch nicht die schlechteste Wahl, nachdem ich eher ein Gelegenheitsspieler bin und nicht unbedingt maximale Leistung brauche.

Mit Linux und speziell KDE Plasma mit Wayland statt X11 als Display-Server und Fenstermanager sieht es aber etwas anders aus. So wird bei mir der Mauszeiger nicht flüssig bewegt, sondern mit deutlichen Rucklern. Die Wiedergabe von Videos im Browser ist manchmal nicht flüssig und es gibt einen Bug im Zusammenhang Tooltips, bei denen die Texte zu klein oder verzerrt ausgegeben werden, weil OpenGL für die Oberfläche verwendet wird (siehe auch die Diskussion dazu im Forum von Nvidia). Zwar wird eine Lösung durch eine angepasste Version der Bibliothek egl-wayland2 angekündigt, aber diese Entwicklung ist momentan noch nicht abgeschlossen und wann das als reguläres Update verfügbar ist, ist aktuell noch nicht absehbar. Auch behebt das nicht die Probleme mit dem Mauszeiger.

Weiterlesen

Kubuntu Linux, Teil 2

Zum Zeitpunkt des ersten Beitrags zu dem Thema hatte ich Kubuntu Linux soweit eingerichtet, dass es grundsätzlich alle Dinge tut, die ich brauche.

Allerdings ist mir ein Punkt aufgefallen, der die Verwendung bestimmter Software schwieriger macht: die verwendete Version 25.10 von Ubuntu ist notwendig, damit ich das PPA für die aktuellste KDE-Version nutzen kann. Allerdings sind viele Pakete nicht als PPA für Ubuntu 25.10 verfügbar, sondern meist nur für die ältere LTS-Version 24.04. Darüber hinaus sind manche Anwendungen in den Versionen, wie sie mit Kubuntu mitgeliefert werden, mitunter problematisch – z.B. OBS Studio, was in einer alten Version 30 geliefert wird, statt in der aktuelle Version 32. Die ältere Version zeigt bei mir aber erhebliche Bildstörungen bei Webcams, während die aktuelle Version problemlos nutzbar ist.

Eine weitere Paketquelle bei Ubuntu ist Snap. Allerdings sind Pakete auf Basis von Snap mitunter „eigenwillig“ – so verwenden z.B. Thunderbird und Firefox eigene Mauszeiger und nicht den, der im System eingestellt ist. Bei meinen Recherchen dazu bin ich u.A. auf eine Diskussion bei Snapcraft gestoßen. Die dort beschriebene Lösung ist zwar technisch möglich, erscheint mir aber sehr umständlich.

Weiterlesen

Kubuntu Linux, Teil 1

Siehe auch Teil 2.

Linux nutze ich schon seit den frühen 2000er Jahren auch beruflich regelmäßig. Der Schwerpunkt lag dabei aber meistens auf Servern. Auf dem Desktop habe ich Linux bisher nur selten verwendet.

Anlässlich der aktuellen Entwicklung von Windows 11 habe ich mich im Februar 2026 aber endgültig entschieden, auch auf dem Desktop privat dauerhaft auf Linux umzusteigen. Nach einem kurzen Ausflug zu Linux Mint 22.3 bin ich bei Kubuntu 25.10 mit einem aktuellen KDE Plasma 6.5.5 gelandet und werde wohl dabei bleiben. Der wesentliche Grund dafür ist für mich die Anpassbarkeit von KDE und zahlreiche nützliche Tools, die KDE mitbringt, wie die Bildschirmaufnahme, mit der man auch Teile des Bildschirms und Videos vom Bildschirm aufnehmen kann. Auch ist es mir in KDE deutlich leichter gefallen, für manuell eingerichtete Anwendungen Verknüpfungen für das Startmenü und die Taskleiste anzulegen. Der folgende Screenshot zeigt die Installation nachdem ich bereits mein eigenes Hintergrundbild eingestellt und diverse Anpassungen im Desktop vorgenommen habe.

KDE Plasma 6.5.5 mit angepasstem Desktop

Weiterlesen

Workaround für „Slow Kit jail setup …“ in Collabora

Hinweis: entsprechend der Hinweise in https://github.com/CollaboraOnline/online/issues/14087 ist das Problem mittlerweile behoben und aktualisierte Docker-Images mit der Korrektur sollten irgendwann nach dem 24. January 2026 verfügbar sein.

In neueren Versionen von Collabora kann es bei der Verwendung von Docker zu einer Warnung „Slow Kit jail setup with copying, cannot bind-mount.“ beim Öffnen eines Dokuments kommen.

Die Ursache und ein Workaround sind im Forum von Collabora beschrieben.

Weiterlesen

Gute Reise, alter Freund

Mein langjähriger Freund Aytekin Şahin ist am 20. Dezember 2025 gestorben.

Mit ihm teile ich einen großen Teil meiner Lebensgeschichte seit unserer gemeinsamen Zeit im Gymnasium in Augsburg. Wir haben gemeinsam in den 1980er Jahren viel Zeit nach der Schule in den Computer-Abteilungen der Kaufhäuser in Augsburg verbracht und sind am Ende beide beruflich in der IT gelandet, wo wir auch in verschiedenen Firmen einige Jahre zusammen gearbeitet haben.

Ich möchte auch seinen Kindern und Angehörigen mein aufrichtiges Beileid aussprechen!

Gute Reise, alter Freund!

Reparatur der Bremszylinder bei einer Magura HS

Vor kurzem habe ich bemerkt, dass an meinem Alltagsrad einer der Bremszylinder an der Hinterradbremse undicht ist und langsam Öl austritt. Die unmittelbare Folge war, dass sich der Druckpunkt schnell verschoben hat und der Bremshebel am Lenker angeschlagen ist beim Bremsen, obwohl die Bremsbeläge kaum benutzt waren.

Im Lieferumfang findet sich neben dem Bremszylinder ein Kunststoff-Klemmring, eine Verschluss-Schraube (Torx) und eine Überwurfmutter mit „Olive“ für die Bremsleitung.

Weiterlesen

Nextcloud Talk High Performance Backend mit Docker

In der Vergangenheit habe ich das Nextcloud Talk High Performance Backend (HPB) manuell auf Basis der offiziellen Quellen gebaut und zusammen mit den nötigen Diensten wie TURN (mit coturn), NATS and Janus eingesetzt. Grundsätzlich funktioniert das auch, ist aber recht aufwendig in der Einrichtung.

Deutlich einfacher gestaltet sich die Einrichtung, wenn man das dafür angebotene Docker-Image einsetzt, in dem alle erforderlichen Komponenten bereits enthalten sind. Dieses Image wurde im Rahmen der „AIO“-Version (All In One) von Nextcloud entwickelt, die für die Verwendung in Docker vorgesehen ist.

Weiterlesen

Collabora ohne Docker

Siehe dazu auch meinen Artikel zu Nextcloud Office.

Eine empfohlene Methode für den Betrieb von Collabora ist die Verwendung des Docker-Image entsprechend der Dokumentation. Das funktionierte bei mir bisher auch problemlos – bis zur Version 25.04.6.1, in der das Frontend eine Warnung anzeigt, dass sicherheitsrelevante Punkte nicht korrekt sind (es gibt dazu auch ein GitHub-Issue):

  • Documents are not effectively contained: missing capabilities or namespaes.
  • Slow Kit jail setup with copying, can not bind-mount.

Weiterlesen