Kriegserinnerungen, Kameraden und Kaiserschnitzel – Der Verein Eisernes Kreuz zu Koblenz
Einladung zum Vortragsabend im Landeshauptarchiv Koblenz,
Karmeliterstr. 1/3, 56068 Koblenz,
am Dienstag, den 1. September 2026, 18:00 Uhr
Eintritt frei
Anhand ausgewählter historischer Originalquellen führt Referent Sebastian Schneichel am Beispiel des Koblenzer Veteranenvereins sein Publikum durch ein ebenso informatives wie abwechslungsreiches „Menü“ aus Kriegserinnerungen, Kameradschaftspflege und gesellschaftlichem Leben. Dabei wird deutlich, welche Rolle Veteranenvereine im Kaiserreich spielten und wie sie das öffentliche und private Leben ihrer Zeit prägten.
Freuen Sie sich auf einen anregenden Abend mit spannenden Einblicken in die Geschichte und interessanten Gesprächen bei einem Glas Wein.
Kontakt: Dr. Christine Goebel, [email protected], Tel. 0261 9129-117
Saarländisches Landesarchiv wirbt erneut Bundesfördermittel für die Erhaltung von schriftlichem Kulturgut ein
Das Saarländische Landesarchiv erhält im Rahmen des vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgelegten Förderprogramms „Schriftliches Kulturgut erhalten“ eine Zuwendung in Höhe von 28.260,- EUR für die Jahre 2026 und 2027 und setzt seine Maßnahmen zur präventiven Konservierung mit einem Projekt zur Massenentsäuerung fort. Das Gesamtprojektvolumen beträgt 56.520,- EUR und wird hälftig vom Bund und dem Landesarchiv finanziert.


Ausgewählt wurden mehrere zentrale (Teil-)Bestände (Regierungspräsidium Saar, Verwaltungskommission des Saarlandes, Staatskanzlei sowie Auswärtiges Amt) aus den Jahren 1945–1965. Diese Epoche ist im Saarland gekennzeichnet durch die französische Besatzungszeit, die Teilautonomie mit wirtschaftlichem Anschluss an Frankreich, die Volksabstimmung 1955, die politische und wirtschaftliche Rückgliederung des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland 1957/1959 sowie die frühen Jahre als Bundesland. Diese Überlieferung ist essentiell für die Erforschung der unmittelbaren Nachkriegszeit sowie der sog. Kleinen Wiedervereinigung. Der Bestand des saarländischen Auswärtigen Amtes aus den Jahren 1952–1956 stellt zudem ein Alleinstellungsmerkmal für das Saarländische Landesarchiv dar, ist doch ansonsten die Überlieferung der Auswärtigen Angelegenheiten Bundes- und nicht Ländersache. Alle vier (Teil-) Bestände werden häufig genutzt und ein weiterer Anstieg der Nutzungsfrequenz ist angesichts der bevorstehenden Landesjubiläen (2027/2029) zu erwarten. Insgesamt handelt es sich um 4.052 Akten, was 50 lfm entspricht.


Die ausgewählten Bestände weisen die zeittypisch schlechten Papierqualitäten auf und sind vom Schadensbild des säurebedingten Zerfalls industriell hergestellter Papiere bedroht. Zur Verlangsamung der Zerfallsprozesse und Verbesserung des Erhaltungszustandes sollen die Bestände daher zum einen konservatorisch behandelt und zum anderen neu verpackt werden. Hierzu wird im das Papier Rahmen der Massenentsäuerung neutralisiert, eine alkalische Reserve eingebracht und somit der pH-Wert auf mehr als 7,0 angehoben. Je früher Entsäuerungsmaßnahmen durchgeführt werden, desto wirksamer sind sie und desto nachhaltiger kann der Erhaltungszustand verbessert werden. Aus diesem Grund hat das Landesarchiv Bestände aus dem Entstehungszeitraum 1945–1965 ausgewählt, die zwar durch schlechte Papierqualitäten, aber noch keine extreme Schädigung gekennzeichnet sind.
Seit 2016 hat das Saarländische Landesarchiv bereits zum achten Mail erfolgreich eine Förderung durch die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des Schriftlichen Kulturguts (KEK), den Bundesbeauftragten für Kultur- und Medien (BKM) und der Kulturstiftung der Länder (KSL) eingeworben. Mit dem neu bewilligten Projekt, das bereits das zweite Projekt zur Massenentsäuerung nach 2022 ist, steigt das Gesamtvolumen an durchgeführten Bestandserhaltungsmaßnahmen mit erfolgreich eingeworbenen Fördermitteln des Bundes auf über 250.000,- EUR.
Text von Christine Frick (Saarländisches Landesarchiv)
Saarländisches Landesarchiv schließt erfolgreich ein mit Bundesmitteln gefördertes Restaurierungsprojekt ab
Das Saarländische Landesarchiv hat ein 18-monatiges Projekt zur Schadenserfassung, Schadensbehebung und fachgerechten Verpackung von über 1.500 historischen Katasterkarten unserer Region aus dem 18. und 19. Jahrhundert abgeschlossen. Das Projekt mit mehr als 50.000 Euro wurde mit 50 % vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

Der restaurierte Bestand mit 1.567 kolorierten Katasterkarten aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert zu insgesamt 69 saarländischen Orten, die überwiegend zum ehemaligen Fürstentum Nassau-Saarbrücken gehörten, ist für die Regional- und Lokalgeschichtsforschung von großer Bedeutung. Diese Karten stellen nicht nur die oft frühesten detailgetreuen Ortsaufnahmen aus dem Gebiet des heutigen Saarlandes, sondern auch die erste systematische Landesaufnahme an der Saar dar. Durch das Projekt wurde nun ein sehr früher Fonds von Katasterkarten aus der deutsch-französischen Grenzregion dauerhaft im Original gesichert.


Der Erhaltungszustand der großformatigen Karten war sehr heterogen. Bei der zu Projektbeginn durchgeführten Schadenserfassung wurden 229 Karten (14,6 % des Bestandes) mit schweren bis schwersten Schäden und 527 Karten (33,6 % des Bestandes) mit mittleren Schäden ermittelt. Gut die Hälfte des Bestandes (51,8 %) dagegen wies keine erkennbaren oder nur leichte Schäden wie Gebrauchsspuren auf. Diese letztgenannten 811 Karten wurden im Landesarchiv von einer eigens dafür eingestellten Projektkraft mit Naturkautschukschwamm und weichem Zeichenbesen gereinigt und fachgerecht in großformatige Mappen verpackt. Die erstgenannten 756 geschädigten Karten wurden in zwei Chargen bei einem Dienstleister, dem Zentrum für Bucherhaltung (ZFB) in Leipzig, restauratorisch bearbeitet und somit dauerhaft gesichert. Zu den häufigsten Schadensbildern zählten Schimmelbefall, Risse und Fehlstellen. Die betroffenen Bereiche wurden geschlossen und stabilisiert, so dass weiterem Substanzverlust bei Benutzung vorgebeugt wird.
Da weder das Landesarchiv noch ein anderes öffentliches Archiv im Saarland über eine eigene Restaurierungswerkstatt verfügen, unterstützen die Förderungen des BKM und der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) diese wichtigen bestandserhaltenden Maßnahmen. Das kürzlich abgeschlossene Projekt war bereits das sechste seiner Art innerhalb von acht Jahren; insgesamt führte das Landesarchiv seit 2016 Bestandserhaltungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von knapp 194.000 EUR erfolgreich durch.


Weitere flankierende Maßnahmen, die nicht Teil des geförderten konservatorisch-restauratorischen Projekts waren, runden die Bearbeitung dieses Bestandes ab. So wurde zum einen bis Projektende die datenbankgestützte Verzeichnung des Bestandes abgeschlossen und zum anderen werden die Karten seit Februar 2026 sukzessive bei einem Dienstleister digitalisiert. Die Online-Stellung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Text von Christine Frick (Saarländisches Landesarchiv).
Zu Gast beim Fachverband der Standesbeamtinnen & Standesbeamten des Landes Rheinland-Pfalz
Fotos: Dirk Uhrig
Alle drei Jahre veranstaltet der Fachverband der Standesbeamtinnen & Standesbeamten des Landes Rheinland-Pfalz e.V. eine Fachtagung und Mitgliederversammlung. Zur turnusmäßigen Tagung am 23. Juni 2026 in Bingen waren Bernd Breidenbach, Leiter des Stadtarchivs Neuwied und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Kommunalarchive, sowie Michaela Hocke, Leiterin des Personenstandsarchivs Rheinland-Pfalz, gebeten worden, sich jeweils mit einem Vortrag an der Tagung zu beteiligen.
Bernd Breidenbach eröffnete den Vortragsblock mit einem Beitrag über die Archivierung und Nutzung der Personenstandserstregister in kommunalen Archiven. Anschließend stellte Michaela Hocke das Personenstandsarchiv Rheinland-Pfalz vor, das für die Zweitregister aus ganz Rheinland-Pfalz zuständig ist.
Neues Eingangstor in die Archivwelt

© StAFt
Informationsveranstaltung zu neugestalteter Website und digitalem Angebot des Stadtarchivs Frankenthal (Pfalz)
Termin: Donnerstag, 16. Juli 2026,17:00 bis 18:00 Uhr im Rathaus (Sitzungssaal I im 1. OG)
Die Teilnahme ist kostenlos. Da nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen, ist eine Voranmeldung bis zum 10. Juli an: [email protected] zwingend erforderlich.
Wer sich für die Geschichte der Stadt Frankenthal oder die eigene Familiengeschichte interessiert, hat ab sofort eine neue Anlaufstelle: Die grundlegend überarbeitete Website des Stadtarchivs versteht sich als Wegweiser in eine für viele Bürgerinnen und Bürger noch unbekannte, aber spannende Welt. Angesprochen werden gerade auch Nutzende mit bisher wenig Archiverfahrung, denen ein möglichst niederschwelliger Zugang zu Beständen und Recherchemöglichkeiten im Archiv geboten werden soll. Die Website verzichtet weitgehend auf Fachterminologie, bietet weiterführende Links und Hilfsmittel und verweist durch ansprechend gestaltete Kachelvorlagen auf Unterseiten mit Informationen zu Themen wie Familienforschung, Vorbereitung des Archivbesuchs, Digitalisierung und aktuellen Neuigkeiten rund um die Tätigkeiten des Stadtarchivs. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den digitalen Recherchemöglichkeiten und den bereits online einsehbaren Archivalien. Die Website soll nicht nur die Neugier auf das Stadtarchiv und seine Archivalien wecken und zum Entdecken und Stöbern einladen, sondern in erster Linie auch zu einem Besuch im Stadtarchiv vor Ort motivieren.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zu einer Vorstellung der neuen Website durch die Archivmitarbeitenden im Rathaus eingeladen. In der Informationsveranstaltung wird zugleich eine Einführung in die Benutzung des digitalen Angebots des Archivs sowie in die Möglichkeiten der Archivnutzung vor Ort geboten. Eigene Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer können eingebracht werden.
Neues aus dem Personenstandsarchiv RLP

Foto: LAV
Erschließung der Zivil- und Personenstandsregister aus dem Kreis Donnerberg bis zum Stichjahr 1900 abgeschlossen
Die im Personenstandsarchiv Rheinland-Pfalz verwahrten Zweitschriften der Geburts-, Heirats- und Sterberegister aus dem Kreis Donnerberg sind im virtuellen Lesesaal APERTUS (https://apertus.rlp.de/) recherchierbar. Über APERTUS können die Register zur Einsichtnahme in den Lesesaal des Personenstandsarchivs bestellt werden. Auch die Bestellung von Reproduktionen aus den Registern ist über APERTUS möglich. Für Bestellungen muss ein APERTUS-Konto angelegt werden, für die Recherche ist dies nicht erforderlich.
Eine nach Kreisen geordnete Beständeübersicht sowie eine Karte über den Erschließungsstand im Personenstandsarchiv finden Sie unter https://lav.rlp.de/geschichte-entdecken/familienforschung/personenstandsarchiv/bestaende, Informationen zum Lesesaal unter https://lav.rlp.de/finden-und-benutzen/archivgut-im-lesesaal/landeshauptarchiv-koblenz/personenstandsarchiv
Saarländisches Landesarchiv ermöglicht Onlinerecherche nach sog. Entnazifizierungsakten
Seit das US-Nationalarchiv im März 2026 seine Digitalisate der NSDAP-Mitgliederkartei online gestellt hat, verzeichnet das Saarländische Landesarchiv eine steigende Anzahl von Anfragen zur NS-Zeit und zur Entnazifizierung.
Eine zentrale Quelle stellen die Spruchkammerverfahrensakten (sog. Entnazifizierungsakten) dar, die zum Bestand Staatskommissar für die politische Säuberung (StKpolS / B17-003) gehören. Das Findbuch zu diesem Bestand ist online als PDF und im XML-Format verfügbar. Eine dreistellige Anzahl an Akten liegt darüber hinaus intern digitalisiert vor.
Bei der Recherche ist die ungünstige Überlieferungslage zu beachten. Ursprünglich waren von der Entnazifizierung vermutlich etwa 95.000 Personen betroffen, im Saarländischen Landesarchiv sind jedoch nur annähernd 5.700 Einzelfallakten überliefert. Der Verbleib der übrigen Akten konnte bisher nicht geklärt werden.
Für alle Interessierten, die im Findbuch keine Akten zu den gesuchten Personen finden, gibt es deshalb folgende Alternativen:
- Eine Reihe von Erstsprüchen wurde im Amtsblatt des Saarlandes veröffentlicht, das für den fraglichen Zeitraum digitalisiert vorliegt. Die Inhaltsverzeichnisse sind im Volltext durchsuchbar (z. B. nach Begriffen wie “Epuration”), die jeweiligen Ausgaben muss man dagegen händisch durchklicken.
- Wenn die Person im öffentlichen Dienst tätig war, könnte im jeweils zuständigen Archiv eine Personalakte vorhanden sein. In diesem Fall bitten wir um eine schriftliche Anfrage mit den bekannten biografischen Daten (v. a. Name, Lebensdaten und Arbeitgeber) an [email protected]
- Das Bundesarchiv verwahrt weitere personenbezogene Unterlagen zur NS-Zeit. Interessierte können sich direkt mit einer schriftlichen Anfrage dorthin wenden.
Die Veröffentlichung des Findbuchs stieß auf reges Interesse, ermöglicht sie doch eine zielgerichtete, orts- und zeitunabhängige Recherche nach Spruchkammerakten. Auf diese wichtige Überlieferung verwies auch der Saarländische Rundfunk in einem Bericht über die Veröffentlichung der NSDAP-Mitgliederkartei. Die vorhandenen Akten können im Landesarchiv vor Ort eingesehen werden. Dort haben die Nutzenden die Möglichkeiten, sich selbst kostenlos Aufnahmen mit dem Smartphone oder Buchscanner anzufertigen. Alternativ bietet das Archiv die Anfertigung kostenpflichtiger Reproduktionen an.
Informationen zum Bestand, zu Recherche und Benutzung finden Sie auf unserer Webseite.
Die Waffe der Demokraten: die Homburger “Stanhope”-Presse

Einladung zum Vortragsabend im Landesarchiv Speyer in Zusammenarbeit mit der Hambach-Gesellschaft für historische Forschung und politische Bildung,
im gemeinsamen Foyer von Landesbibliothek und Landesarchiv, Otto-Mayer-Str. 9,
am Mittwoch, 24. Juni 2026, 19:00 Uhr – Eintritt frei
Vortrag von Martin Baus, M.A. (Siebenpfeiffer-Stiftung Homburg) und Dipl.-Ing. Klaus Meissner (Industriehistoriker, Zweibrücken)
Die Druckerpresse war das wirkungsvollste Instrument der demokratischen Opposition in der Pfalz, um sich gegen die reaktionäre Obrigkeit zu behaupten. Als „schwerstes Geschütz“ der Freiheitsbewegung trug sie entscheidend dazu bei, liberale Ideen zu verbreiten und die öffentliche Meinung zu prägen. Ein außergewöhnliches Zeugnis dieser bewegten Zeit zwischen 1830 und 1832 hat sich bis heute erhalten: Im Foyer des Siebenpfeiffer-Hauses steht eine historische Druckerpresse des Typs „Stanhope“, auf der der Journalist Johann Georg August Wirth zumindest zeitweise seine liberale Zeitung Deutsche Tribüne in Homburg drucken ließ. Weiterlesen
Vortrag: Im Auge des Sturms

© Canva
Einladung zum Vortragsabend im Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstraße 1-3, Dienstag, 16. Juni 2026, 18:00 Uhr:
Im Auge des Sturms – Okkupation, Feldzüge und Alltagsleben im Kurfürstentum Trier während des Spanischen Erbfolgekrieges 1701-1714
Vortrag von PD. Dr. Jan Simon Karstens, Heisenberg-Stelle am Deutschen Historischen Institut Paris in der Abteilung Frühe Neuzeit und Lehrbeauftragter an der Hochschule für Archivwissenschaft Marburg (Neuere Geschichte/ Verwaltungsgeschichte)
Wir freuen uns, Sie zu dieser kostenlosen Veranstaltung in das Landeshauptarchiv Koblenz einladen zu dürfen! Bei einem Glas Wein wird sich die Möglichkeit für intensiven Austausch und Gespräch ergeben.
Kontakt: Dr. Christine Goebel, c.goebel(at)lav.rlp.de, Tel. 0261 9129-117
Jahresbericht 2025 der LAV RLP erschienen

Titelbild: Pixabay
Mit „KI“ wird ein Thema aufgegriffen, das gerade auch für Archive – vor dem Hintergrund schwindender personeller und finanzieller Ressourcen – zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit einer internationalen Tagung zum Thema und der KI-unterstützten Erschließung eines Fotografennachlasses aus der NS-Zeit hat die LAV erste Projekte auf den Weg gebracht.
Der Jahresbericht ist Schaufenster in die Arbeit der LAV und ihre drängenden Herausforderungen. Jetzt kostenlos downloaden und z. B. mehr über das Freiwillige Soziale Jahr Kultur in der LAV, die Neueinrichtung der Stadtarchive Bingen und Schifferstadt, die Übernahme des Firmenarchivs „Binsfeld Werkstätten für Glasgestaltung, Trier“ durch das Landeshauptarchiv Koblenz oder die Rettung des historischen Archivs des Görres-Gymnasiums in Koblenz erfahren. Online abrufbar unter: https://lav.rlp.de/wir-ueber-uns/publikationen/jahresbericht.
Ausschuss der Bundessicherungsverfilmung tagte 2026 in Koblenz

Foto: LAV
Am 6. und 7. Mai 2026 fand im Landeshauptarchiv Koblenz die jährliche Tagung des Fototechnischen Ausschusses (FTA) statt. Der Ausschuss ist ein die Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Archivverwaltungen des Bundes und der Länder (KLA) beratendes Gremium. Er setzt sich zusammen aus Archivarinnen und Archivaren des Bundes, der Länder und des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz. Die zentrale Aufgabe des Ausschusses liegt in der fachlichen Begleitung und Absicherung der Bundessicherungsverfilmung. Diese selbst ist Auftragsverwaltung des Bundes und Teil der Zivilen Verteidigung. Aus diesem Grund arbeitet der FTA eng mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn zusammen. Dieses ist durch einen ständigen Gast in dem Ausschuss vertreten, was zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit beiträgt. Weiterlesen
Archivtag: KI in Archiven und historischer Forschung

Foto: LAV
Kaum ein Thema wird derzeit so stark diskutiert wie der Einsatz von KI. Auch für Archive ist die Nutzung von künstlicher Intelligenz von zunehmender Bedeutung. Während vor allem größere Archive, so auch die Landesarchivverwaltung, schon erste Projekte auf den Weg gebracht haben und Erfahrungen sammeln, stehen andere oft noch am Anfang ihrer Überlegungen. Grund genug, Chancen und Möglichkeiten des Einsatzes von KI – nach der gemeinsamen, internationalen Tagung mit dem Bundesarchiv im Juni 2025 – auch auf die Agenda des Archivtags Rheinland-Pfalz / Saarland 2026 zu nehmen.
Als Hausherrin begrüßte Dr. Beate Dorfey die mehr als 70 Teilnehmenden, bevor Dr. Heiko Maus, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, die Reihe der Vorträge eröffnete und unter dem Titel „Wissensgraphen in der Praxis“ aufzeigte, wie durch die Vernetzung von Daten aus unterschiedlichen Systemen eine verbesserte Recherchierbarkeit erreicht werden kann. Inhalt des Vortrags von Martin Vogel, Niedersächsisches Landesarchiv, der auch schon bei der Fachtagung 2025 vertreten war, war die Nutzung von KI im Archivalltag durch Datenstrukturierung und lokale Anwendung mehrerer kleinerer, spezialisierter KI-Modelle. Dr. Julia Krämer-Riedel, Historisches Archiv der Stadt Köln, stellte „Die Digitale Rekonstruktion und Software-unterstützte Formierung Kölner Fragmente“ als einen Workflow zur Wiederherstellung von beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2009 beschädigten Archivguts vor.
Die Workshops im Anschluss, die von der Referentin/den Referenten des Vormittags geleitet wurden und der Vertiefung der behandelten Problemstellungen dienten, boten Gelegenheit für weiterführende Fragen und fachlichen Austausch.
Fortsetzung Digitalisierung im Personenstandsarchiv Rheinland-Pfalz

Foto: LAV
Im Anschluss an die Digitalisierung der Personenstandsregister aus dem Kreis Ahrweiler bis Jahrgang 1880 werden nun die Folgejahrgänge bis 1895 bearbeitet und nach und nach in APERTUS online gestellt. Die ersten Digitalisate stehen bereits zur Verfügung.
Derzeit können über APERTUS über 32 000 Register des Personenstandsarchivs online eingesehen werden; von weiteren 28 000 Registern stehen die in ihnen enthaltenen Namensverzeichnisse digital zur Verfügung und ermöglichen einen ersten Einstieg in die Suche.
Über den Stand der Digitalisierung und geplante Projekte können Sie sich unter https://lav.rlp.de/geschichte-entdecken/familienforschung/personenstandsarchiv/digitalisierung informieren.
Deutsche Schreibschrift lesen lernen
Einführung in die Paläografie im Landeshauptarchiv Koblenz
Beim Lesen alter Briefe und Familiendokumente oder der Erforschung anderer historischer Schriftstücke fällt es geschichtlich Interessierten oft schwer, die alte deutsche Schreibschrift zu entziffern, die 1941 von der lateinischen Schreibschrift abgelöst wurde.
Die Seminare, die einen Einstieg in das Lesen von Schriftstücken aus dem 19. Jahrhundert anhand archivischer Quellen des Landeshauptarchivs Koblenz ermöglichen, werden fortgesetzt; die nächsten Termine sind:
Freitag, 23.10.2026, 14.30 bis 16.30 Uhr: Grundlage dieser Übung ist ein teilweise gedruckter, teilweise handschriftlicher Eintrag aus einem Personenstandsregister des 19. Jahrhunderts. Dieses Angebot richtet sich an Interessierte ohne Vorkenntnisse.
Freitag, 30.10.2026, 14.30 bis 16.30 Uhr: Grundlage dieser Übung ist ein handgeschriebener amtlicher Text des 19. Jahrhunderts. Dieses Angebot richtet sich an Interessierte ohne Vorkenntnisse oder mit Grundkenntnissen.
Freitag, 06.11.2026, 14.30 bis 16.30 Uhr, ONLINE-Veranstaltung: Grundlage dieser Übung ist ein handgeschriebener amtlicher Text des 19. Jahrhunderts. Dieses Angebot richtet sich an Interessierte ohne Vorkenntnisse oder mit Grundkenntnissen.
Die Präsenz-Kurse finden im Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstr. 1/3, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, Arbeitsmaterialien werden gestellt.
Bitte melden Sie sich für einen der Termine an unter: a.grosche-bulla(at)lav.rlp.de (Andrea Grosche-Bulla).
Kontakt für Rückfragen: Dr. René Hanke (r.hanke(at)lav.rlp.de)
Die Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz übernimmt Unterlagen aus Landesbehörden und Gerichten, die einmalige Quellen für die Erforschung und das Verständnis der Vergangenheit darstellen, und macht sie für die Nutzung allen historisch Interessierten zugänglich – von Genealogie über die Ortsgeschichte bis zur universitären Forschung. Sie verwahrt Akten, Urkunden, Karten und weiteres Schriftgut aus über 1200 Jahren rheinland-pfälzischer Geschichte.
Weitere Informationen: Landesarchivverwaltung RLP/Landeshauptarchiv Koblenz, Karmeliterstr. 1/3, 56068 Koblenz, Telefon 0261 9129-0, lav.rlp.de
(Foto: LAV)



