“Wenn Schüler die KI als Sparringspartner nutzen, statt sich nur fertige Antworten vorsagen zu lassen, wenn sie sich von ihr Zusammenhänge Schritt für Schritt erklären lassen und wenn sie die Aussagen der Chatbots kritisch hinterfragen, dann kann KI zum regelrechten Lernturbo werden.”
“Wie sich die Nutzung von KI langfristig auf den Lernerfolg auswirkt, kann bisher niemand sagen – schon weil der Durchbruch der generativen KI-Chatbots erst dreieinhalb Jahre her ist.”
Machen Chatbots dumm? “Kann ihr Gebrauch die geistige Entwicklung behindern? Stichhaltige Belege dafür gibt es bisher nicht. Doch es gibt Indizien, die Anlass zur Sorge geben.”
Bitte lächeln, Mona Lisa – warum das Fotoverbot ins Museum gehört wie ein Selfie-Stick ins 18. Jahrhundert
Es gibt Ideen, die wirken auf den ersten Blick so vernünftig, dass man sich fragt, warum sie nicht schon längst umgesetzt wurden. Zum Beispiel ein Verbot von Handyfotos in Museen. Endlich Ruhe! Endlich echte Kunstbetrachtung! Endlich keine Menschen mehr, die versuchen, die Mona Lisa gleichzeitig zu fotografieren, zu zoomen und dabei ihren eigenen Ellbogen zu studieren.
Und dann denkt man zwei Sekunden länger darüber nach – und merkt: Moment mal. Das Problem sind gar nicht die Fotos. Das Problem sind Menschen. Und die dürfen erstaunlicherweise weiterhin ins Museum.
Denn seien wir ehrlich: Das Smartphone ist nur das neue Opfer einer sehr alten Sehnsucht – der Wunsch, sagen zu können: Ich war hier. Früher kaufte man dafür Postkarten. Ganze Stapel davon. Niemand hat sich darüber beschwert, dass jemand minutenlang vor dem Gemälde stand, um die perfekte Postkarte aus dem Drehständer zu fischen. Heute nennt man das kulturelle Verwahrlosung.
Dabei sind Handyfotos im Grunde die demokratischste Form der Kunstaneignung, die wir je hatten. Nicht jeder kann sich einen Kunstdruck leisten oder einen Kunstband, der so schwer ist, dass er als Trainingsgerät durchgeht. Aber jeder kann ein Foto machen. Unscharf, schief, mit fremden Köpfen im Vordergrund – also im Grunde genauso authentisch wie das echte Leben.
Und überhaupt: Wer sagt denn, dass Fotografieren das Erleben ersetzt? Vielleicht ist es genau umgekehrt. Vielleicht schauen Menschen heute genauer hin, weil sie wissen, dass sie gleich entscheiden müssen, ob dieses Werk einen Platz im digitalen Olymp ihres Kamerarolls verdient hat – irgendwo zwischen Screenshot einer Bahnverspätung und einem verschwommenen Foto ihres Mittagessens.
Das viel beschworene „Aura“-Argument wirkt in diesem Zusammenhang ungefähr so überzeugend wie ein Museumsshop, der Magneten, Regenschirme und Socken mit exakt denselben Kunstwerken verkauft, deren spirituelle Einzigartigkeit angeblich durch ein Handyfoto zerstört wird. Wenn die Aura so fragil ist, dass sie an einem iPhone zerbricht, hatte sie vielleicht ohnehin einen schlechten Tag.
Natürlich gibt es nervige Menschen. Menschen, die im Weg stehen. Menschen, die fünf Minuten brauchen, um ein Bild zu fotografieren, das sie sich später nie wieder anschauen werden. Aber diese Menschen gab es schon immer. Früher standen sie einfach nur im Weg – heute stehen sie im Weg mit Kamera. Fortschritt ist das.
Ein Fotoverbot würde daran wenig ändern. Es würde lediglich eine neue Spezies hervorbringen: den heimlichen Fotografen. Jene Gestalten, die ihr Handy auf Bauchhöhe halten und so tun, als würden sie gerade sehr intensiv ihre Schritte zählen, während sie in Wahrheit die Renaissance sabotieren.
Vielleicht sollten Museen stattdessen einen anderen Weg gehen. Nicht verbieten, sondern kuratieren. Warum nicht eigene „Fotospots“ einrichten? Oder gleich das Offensichtliche tun: akzeptieren, dass Kunst nicht mehr nur betrachtet, sondern auch geteilt wird. Dass ein Gemälde heute nicht mehr nur an der Wand hängt, sondern auch im Feed lebt.
Denn am Ende ist ein verschwommenes Handyfoto immer noch besser als gar kein Interesse. Und wer weiß – vielleicht schaut sich jemand dieses Bild später doch noch einmal an. Und erinnert sich. An den Raum. Das Licht. Den Moment.
Und ja, vielleicht auch daran, dass jemand direkt davor stand.
Mit ausgestrecktem Arm.
Da ich kein Rätoromanisch kann, möchte ich mir die ersten beiden Strophen des Lieds “Miu cor” (Mein Herz) der aus Disentis (Surselva) gebürtigen Sängerin Ursina (Giger) übersetzen lassen.
vi saltar cun tei atras la veta
surmuntar valladas, crappa e greppa
viver mintga di sco el capeta
anflar pasch el pign mument
vi mai emblidar tgei ch’ha valeta
buc schar cuglienar dalla pareta
vi saver tedlar, esser tia petga
pertgei cun tei fa quei tut senn
“mit Ihnen durchs Leben springen
Täler, Steine und Felsen überwinden
seinen Lebensstil erleben
in kürzester Zeit Frieden finden
Ich will nie vergessen, was wertvoll ist
sich nicht von der Wand täuschen lassen
Sie können zuhören, Sie sind Ihre eigene Stütze
bei Ihnen macht das Sinn”
“Mit deinen Händen kann das Leben die Hürden, Felsen und Spalten überwinden. Lebe jeden Tag wie ein Schmetterling, der seine Flügel ausbreitet. Vergiss nie, was wirklich zählt, besonders wenn du den Weg hinunter kletterst. Wissen, wie man fliegt, sein eigenes Licht sein, weil mit dir alles einen Sinn ergibt.”
Was bietet Lumo von Proton (ebenfalls aus der Schweiz) an?
“Ich möchte mit dir über das Leben springen
Täler, Felsen und Klippen überwinden
Jeden Tag leben, wie er kommt
Frieden finden im kleinen Moment
Ich möchte nie vergessen, was wertvoll war
Nicht von der Mauer gefangen werden lassen
Ich möchte sehen können, dein Begleiter sein
Denn mit dir macht alles Sinn”
Nicht gut, aber einigermaßen brauchbar. Völlig verfehlt wird der Sinn von Vers 6.
Deutlich schlechter schlägt sich Euria (ebenfalls aus Schweiz):
“Wir wollen gemeinsam das Leben springen, Täler überwinden, Felsen und Gräben, Jeden Tag so leben, wie er kommt, Frieden in dem kleinen Moment finden.
Wir werden nie vergessen, was das Leben bedeutet, Keinen Löffel an der Wand lassen, Wir werden zuhören, deine Feder sein, Denn mit dir ergibt das alles Sinn.”
“Wir springen mit dir zurück zur Quelle,
überwinden Zäune, Felsen und Steine,
leben jeden Tag wie der Teufel,
atmen kaum, so schnell geht’s voran.
Wir wollen nicht vergessen, was es wert war,
sammeln Funken von der Wand,
wir wollen lachen, deine Schulter sein,
mit dir alles noch einmal tun.”
Überwiegend halluziniert. Brauchbar ist allenfalls Vers 2.
Qwen aus China hat mich positiv überrascht, auch wenn die KI länger nachdenken musste:
“Ich möchte mit dir durchs Leben gehen,
Täler, Fels und Klippen überwinden.
Jeden Tag so nehmen, wie er kommt,
Frieden im kleinen Augenblick finden.
Ich möchte nie vergessen, was Wert hat,
Mich nicht vom Schein täuschen lassen.
Ich möchte zuhören können, deine Stütze sein,
Denn mit dir ergibt alles Sinn.”
Bis auf den schwierigen Vers 6 eine ordentliche Leistung.
Nicht schlecht, aber nicht ganz so gut ist ChatGPT:
“Wir wollen zusammen über die Wege springen,
Zäune, Felsen und steile Hänge überwinden,
jeden Tag leben, wie er gerade kommt,
Frieden finden im kleinen Moment.
Wir wollen nie vergessen, was wirklich zählt,
uns nicht von der Wand täuschen lassen,
wir wollen zuhören können, deine Stütze sein,
denn mit dir ergibt das alles Sinn.”
Meinen eigenen Übersetzungsvorschlag habe ich in Zusammenarbeit mit Gemini entwickelt, wobei während des Dialogs mehrere gravierende Halluzinationen zu registrieren waren.
Will mit dir durch das Leben tanzen
Über Täler, Felsen und durchs Geröll
Jeden Tag so nehmen, wie er eben kommt
Und Frieden finden im Augenblick
Will nie vergessen, was wirklich zählt
An der Felswand niemals den Halt verlieren
Will zuhören können, deine ? sein
Weil mit dir das alles Sinn ergibt.
Gemini und andere behaupten, petga in Vers 7 bedeute in der Surselva Stütze, wofür aber ChatGPT nichts Belastbares im Netz zu finden vermochte. Auch Gemini musste dann zugeben: “„Petga“ als offizielles Wort für Stütze gibt es im Sursilvan-Wörterbuch nicht. Wenn man es ganz streng nach dem Buch übersetzt, ohne zu raten:
Pertga = Stange / Messlatte
Pietga = Sünde / Fehltritt
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ursina hier entweder ein sehr lokales Dialektwort nutzt oder die Stange (Pertga) meint und das „r“ der Melodie geopfert hat.” Statt mich auf weitere Spekulationen oder Halluzinationen einzulassen, versuche ich eine Anfrage bei der Sängerin.
24.3.2026 Mein Zweifel war ganz unbegründet, wie auch eine Auskunft des IDRG in Chur ergab. Im Lied bedeutet pedga eindeutig Stütze. Die Geißelsäule des Pilatus (Arma Christi) heißt pedga de Pilatus. Die App Dicziunari Rumantsch bestätigt für Sursilvan:
Screenshot
Anhand der App muss auch die Übersetzung von „cuglienar dalla pareta“ korrigiert werden: sich vom Anschein täuschen lassen. Das ist eine Redewenung: „Ina cumparegliaziun cun ils ulteriurs cantuns muossa denton che quella pareta cugliuna“ = „Ein Vergleich mit den übrigen Kantonen zeigt jedoch, dass jener Anschein trügt.“
Ursina hat sich gerade freundlicherweise mit einer eigenen Übersetzung gemeldet – engraziel!
(Ich) will mit dir durchs Leben tanzen
Täler, Steine und Felsen überwinden
jeden Tag so leben, wie er geschieht
im kleinen Moment Frieden finden
will nie vergessen, was wertvoll ist
mich vom Schein nicht überlisten lassen
will zuhören können, deine Stütze sein
denn mit dir macht das alles Sinn
25.3.2026 Eine gute Übersetzung fand ich bei Perplexity. Nur Vers 1 ist nicht gelungen (durch das Leben tanzen müsste es heißen):
Ich will mit dir durchs Leben gehen,
Täler, Felsen und Klippen überwinden,
jeden Tag so leben, wie er kommt,
Frieden im kleinsten Moment finden.
Nie vergessen, was wirklich zählt,
mich nicht von der Fassade täuschen lassen,
zuhören können, dein Halt sein,
denn mit dir ergibt alles Sinn.
Real models like DeepSeek, Qwen, Kimi, and GLM are mentioned, but:
“KIMI K2.5” is not a known version.
“GLM-5” likely doesn’t exist (current is GLM-4).
The content is superficially correct but poorly researched.
The code snippets are a mix of Python, JavaScript, and pseudocode.
They contain syntax errors, nonsensical logic, and undefined functions.
Many formulas are incorrect, incomplete, or meaningless.
The layout is cluttered and tries to look technical by adding random code and formulas.
It resembles clickbait-style infographics common on social media.
Prioritizes visual appeal over clarity or correctness.
The image is likely AI-generated or quickly assembled to attract attention.
It mixes real facts with gibberish, making it misleading for anyone seeking reliable information.
Not suitable for educational or professional use without major corrections.
Ein allgemeinverständlicher Überblick [von ChatGPT, unverändert]
Einleitung
Wer heute in einer wissenschaftlichen Bibliothek nach Büchern sucht, begegnet meist sogenannten Discovery-Systemen. Diese modernen Suchportale sollen „Google-ähnliche“ Recherche bieten – einfach, schnell, zentral.
Doch viele Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer empfinden diese Systeme als unübersichtlich, intransparent und zu wenig präzise.
Was kaum jemand weiß: Frühere Bibliothekssysteme konnten in mancher Hinsicht wesentlich mehr.
In den 1990er und frühen 2000er Jahren betrieben viele US-Bibliotheken sogenannte Innopacs,
entwickelt von Innovative Interfaces. Diese klassischen OPACs boten erstaunlich tiefe Suchmöglichkeiten –
oft weitaus besser als das, was heutige Discoverysysteme leisten.
1. Was Innopac-OPACs früher konnten – und heute fast verschwunden ist
1.1 Durchsuchbare Inhaltsverzeichnisse (als Text, nicht als PDF)
Viele Innopac-Bibliotheken pflegten Inhaltsverzeichnisse vollständig verschlagwortet und als Text, etwa wie:
Einführung / Max Mustermann –
Methoden / Anna Beispiel –
Fallstudien / John Doe.
Diese Inhalte waren:
durchsuchbar (Volltext)
strukturiert
autorengenau indexiert
mit Normdaten verknüpft
Das heißt: Wer nach einem Kapitelautor suchte, fand das Buch, auch wenn dieser Name nicht auf dem Cover stand.
Dies ist eine Qualität, die heutige Discoverysysteme oft nicht mehr bieten.
Heutige Discovery-Systeme verwenden dagegen proprietäre Relevanzalgorithmen.
Wie diese Ergebnisse gewichtet werden, bleibt Benutzern und oft selbst Bibliotheken unklar.
1.3 Lokale Kontrolle über Metadaten
Innopacs erlaubten Bibliotheken:
eigene Felder zu definieren
Regeln für Indexierung festzulegen
Normdaten lokal einzubinden
Sondersammlungen stark anzureichern
Kurz: Bibliotheken besaßen die vollständige Kontrolle über ihren Katalog.
2. Warum diese Tradition in den USA fast verschwunden ist
2.1 Outsourcing statt eigener Infrastruktur
Ab etwa 2010 begannen viele US-Bibliotheken, ihre Systeme durch „Cloud-Lösungen“ zu ersetzen – vor allem Ex Libris Primo/Alma,
WorldCat Discovery oder EBSCO Discovery Service. Diese Systeme reduzieren die Kontrolle der Bibliotheken über:
Indexierung
Metadatenqualität
Funktionsumfang
Sichtbarkeit bestimmter Inhalte
Ökonomisch mag das attraktiv wirken. Bibliothekarisch bedeutet es Qualitätsverlust.
2.2 Personalabbau in der Katalogisierung
Viele US-Bibliotheken haben Katalogisierungsstellen abgebaut. Inhaltsverzeichnisse werden heute oft gar nicht mehr eingepflegt,
sondern nur als PDF verlinkt. Textbasierte, durchsuchbare Kapitelstrukturen – früher Standard – sind praktisch verschwunden.
2.3 Verlust der Verbundkultur
Verbundkataloge wie OhioLINK hatten einst große Bedeutung. Viele dieser Strukturen wurden aufgelöst oder zentralisiert.
Damit verschwand die gemeinschaftliche Pflege hochwertiger Metadaten.
3. Warum heutige Discovery-Systeme für viele als Rückschritt wirken
3.1 Intransparente Trefferlisten
Discovery-Systeme sortieren nach „Relevanz“, doch was das bedeutet, bleibt meist unklar. Häufige Probleme sind:
unklare Gewichtung von Treffern
Vermischung völlig verschiedener Medienarten
unzuverlässige Facetten
unvollständige Inhaltsangaben
3.2 Fehlende Präzision
Klassische OPAC-Suchen waren:
reproduzierbar
logisch
feldgenau
präzise
Discovery-Systeme wirken dagegen oft wie:
„Google-Surrogate – aber ohne Googles Qualität.“
3.3 Verlust digitaler Souveränität
Besonders aus deutscher Sicht problematisch:
Indexe liegen bei US-Unternehmen
Relevanzalgorithmen sind intransparent
Metadaten verlassen die Kontrolle der Bibliotheken
Verbundstrukturen werden geschwächt
Langzeitarchivierung ist unklar
Kurz: Bibliotheken verlieren die Kontrolle über ihre eigene Infrastruktur.
4. Warum Deutschland heute im Vorteil ist
Deutschland verfügt über starke bibliothekarische Verbünde (K10plus, BVB, HeBIS).
Diese ermöglichen:
gemeinsame Normdatenpflege
transparente OPAC-Suchen
reproduzierbare Ergebnisse
hohe Metadatenqualität
digitale Souveränität
Viele internationale Kolleginnen beneiden Deutschland inzwischen darum.
5. Fazit: Technischer Fortschritt ist nicht automatisch fachlicher Fortschritt
Discovery-Systeme sehen modern aus, sind aber in vieler Hinsicht oberflächlicher als die klassischen OPACs,
die sie ersetzt haben. Frühere Innopac-Systeme zeigen, wie leistungsfähig Bibliothekskataloge sein können,
wenn Metadaten ernst genommen werden und Bibliotheken die Kontrolle über ihre Systeme behalten.
Digitale Souveränität bedeutet Kontrolle über Daten, Standards und Infrastruktur – nicht deren Auslagerung.
Ein Moment barocker Ruhe in einer digitalen Welt. 🎻✨
Wusstet ihr, dass dieser Soundtrack gerade eben erst von der brandneuen Musik-KI „Lyria 3“ von Google DeepMind für mich komponiert wurde? Faszinierend, wie Technik und Tradition hier verschmelzen.
Social-Media-Bann für Jugendliche – Eine wissenschaftliche Abwägung
Soziale Medien sind aus dem Alltag vieler Jugendlicher nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig wachsen die Sorgen über deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Ob ein gesetzlicher Social-Media-Bann sinnvoll ist, wird kontrovers diskutiert. Dieser Artikel beleuchtet Pro- und Contra-Argumente mit Blick auf aktuelle Forschung.
📌 Pro: Gründe für einen Social-Media-Bann
1. Psychische Belastung und Suchtverhalten
Zahlreiche Studien zeigen, dass intensive Social-Media-Nutzung mit psychischen Belastungen zusammenhängt. Ein WHO-Report verweist auf einen Anstieg problematischer Nutzungsmuster und emotionalem Stress bei Jugendlichen.
Die DAK-Gesundheit fand heraus, dass über ein Viertel der Jugendlichen riskante Nutzungsmuster aufweist, die mit Schlafproblemen, Stress und Kontrollverlust einhergehen.
Auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina beschreibt statistische Zusammenhänge zwischen Social-Media-Nutzung und psychischer Belastung.
Cybermobbing, Belästigung und algorithmisch verstärkte problematische Inhalte gehören zu den größten Sorgen für Jugendliche. Der französische Gesundheitsbericht warnt, dass Online-Plattformen riskante Inhalte verstärken können.
Ein Social-Media-Bann könnte zu mehr sozialer Interaktion im echten Leben und weniger Ablenkung im Schulalltag führen.
🚫 Contra: Warum ein Bann problematisch wäre
1. Kein klarer kausaler Zusammenhang
Wissenschaftler betonen, dass viele Studien nur Korrelationen aufzeigen. Jugendliche mit bestehenden psychischen Belastungen nutzen Social Media oft intensiver – Social Media ist jedoch nicht automatisch die Ursache.
Social Media ist für viele Jugendliche zentral für Freundschaften, Meinungsbildung und Identitätsentwicklung. Ein Bann könnte soziale Isolation fördern.
Ein pauschaler Social-Media-Bann für Jugendliche ist wissenschaftlich nicht klar begründet. Forschung zeigt sowohl Risiken als auch Chancen. Statt eines radikalen Verbots scheint ein ausgewogener Ansatz sinnvoll:
Altersverifizierte Plattformzugänge
Verbindliche Medienkompetenz in Schulen
Stärkere Verantwortung der Plattformen
Bewusstseinsbildung für Eltern & Jugendliche
So entsteht ein Umfeld, in dem Jugendliche digitale Chancen nutzen können – ohne ungeschützt Risike