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Donnerstag, 9. Mai 2019

Hörbuch-Rezension: Ich werde fliegen von Dana Czapnik

Titel: Ich werde fliegen
Autorin: Dana Czapnik
Originaltitel: The Falconer
Hördauer: ca. 529 Minuten (ungekürzte Lesung)
Gelesen von: Anna Carlsson
Reihe: Nein
ISBN: 978-3837145731
Verlag: cbj audio
Erschienen am 11.03.2019
www.randomhouse.de 
 

Klappentext:

New York, 1993: Die 17-jährige Lucy Adler ist klug und auf dem Basketballplatz ein Ass. Angesehen wäre sie jedoch nur, würde sie mit dem Strom schwimmen und die Jungs vom Rand aus anfeuern. Lucy ist seit einer gefühlten Ewigkeit in Percy verliebt, doch er ist mit einer oberflächlichen Cheerleaderin zusammen. Wie kann sie einen Weg in sein Herz finden? Und wie ihren Weg in eine selbstbestimmte Zukunft, in der sie alle Freiheiten hat wie ein Junge, aber trotzdem eine junge Frau bleibt?

Meine Meinung:

Ich konnte das Buch vorher überhaupt nicht einordnen und war daher sehr neugierig, besonders weil ich ein Fan der 90er Jahre bin.
Irgendwie hatte ich eine rosarote Liebesgeschichte erwartet und war daher von der Entwicklung der Story positiv überrascht, als ich gemerkt habe, dass es kein übliches Klischeebuch ist. 

Die Geschichte ist intelligent, schroff, teilweise rotzig und ziemlich ehrlich geschrieben. Lucy ist ein normales 17-jähriges Mädchen, dass lieber Basketball spielt, als sich um ihr Aussehen und Make-up zu kümmern. Sie schwärmt heimlich für ihren besten Freund Percy, mit dem sie kifft, Basketball spielt und die Tage rumbringt. Sie machen auf Underdogs, bis Lucy hinterfragt, ob ihre Freundschaft echt ist oder nur Show. Überhaupt macht sich Lucy um alles und jeden Gedanken. Besonders um die Rollenverteilung der Frau in der Gesellschaft im Allgemeinen und im Besonderen
Sie hat viele Vorurteile und ist sehr zynisch, wenn es um Beziehungen und Gefühle geht.

Dabei möchte Lucy einfach nur von anderen gesehen werden. Sie möchte Anerkennung für ihre Leistung als Basketballerin und sie möchte als Mädchen wahr genommen werden. Jedoch möchte sie sich dafür nicht verstellen oder verbiegen. Sie möchte sie bleiben! 

Das ist eine echt tolle Botschaft. Jedoch ist Lucy sehr frustriert, weil es nicht so einfach klappen will. Ihre größte Angst ist langweilig und angepasst zu sein (wie in ihren Augen die meisten Erwachsenen). Sie fühlt sich ungerecht behandelt, weil ein Junge an ihrer Stelle, viel mehr Freiheiten und Anerkennung hätte.

Ich konnte Lucy nie einschätzen. Einerseits durchsucht sie beim Babysitten die Sachen der Nachbarn, andererseits spielt sie den Moralapostel. Sie ist oft wütend und dickköpfig, will die Welt verändern und ist dann zu feige, die Sache mit Percy zu klären.

Das Buch hat keinen roten Faden im herkömmlichen Sinne. Wer also eine abgeschlossenen Handlung erwartet, lieber Finger weg. Die Geschichte begleitet Lucy in ihrem letzten Highschool Jahr und zeigt ihre Entwicklung. Es sind einzelne Sequenzen aus ihrem Leben, Szenen zu denen Lucy viel zu sagen hat. Ja, manchmal zu viel. Sie schweift aus und davon. 
Im Hörbuch hat mich das nicht weiter gestört. Im Gegenteil. Es war wie mit einer Freundin Auto zu fahren, die sich über gesellschaftliche Fragen Gedanken macht. (Hierfür ein großes Lob an die Sprecherin.) Ich kann schwer einschätzen, ob mich die gelesenen Worte ebenso gefesselt hätten, oder ob meine Gedanken dabei eher abgeschweift wären.

Ich mochte besonders das Setting. Man kann das New York der 90er Jahre förmlich riechen und schmecken. Lucy beschreibt die Gebäude an denen sie langgeht. Es gibt Telefonzellen und viele Anspielungen auf die damalige Musik (Nirvana-Konzert!). Alles ist sehr bildlich und realistisch dargestellt.

Da Lucy viel hinterfragt, bekommt sie irgendwann auch Antworten und muss feststellen, dass sie einige Dinge falsch eingeschätzt hat (zum Beispiel die Rolle ihrer Mutter). Sie merkt, dass ihre geschätzte Cousine Violett, doch nicht so unabhängig und locker ist, wie Lucy dachte. Und sie muss lernen in Bezug auf Percy ihre rosarote Brille abzusetzen. 

Die "Beziehung" zwischen Percy und Lucy wird von der Autorin sehr echt und schonungslos dargestellt. Es ist keine klischeehafte Lovestory, sondern das wahre Leben mit Fehlern auf beiden Seiten.

In meinen Augen wird der Drogenkonsum in diesem Buch zwar viel zu verharmlost, jedoch ist die Story so niveauvoll, dass die Leser(innen), die sich für die Geschichte interessieren, sicher nicht davon beeinflussen lassen. 

Insgesamt hat mir das Hörbuch echt gut gefallen. Es regt zum Nachdenken an, bietet Diskussionsstoff und wirft viele Fragen auf. Ein intelligentes Buch, fernab vom Mainstream, dass für alle Mädchen geeignet ist, die sich auch oft von der Jungs-/Männerwelt ungerecht behandelt fühlen.
 

Fazit:

Ein interessantes Hörbuch über eine junge Frau, die versucht ihre Rolle in der "Jungs-"Gesellschaft zu finden, ohne sich zu verbiegen. Überzeugt hat das 90er Jahre Setting in New York. Die Geschichte ist intelligent, schroff, teilweise rotzig und ziemlich ehrlich. Die Sprecherin macht eine gute Arbeit, so dass ich ihr immer gerne zugehört habe. Jedoch waren mir Lucys ausschweifende Gedanken manchmal zu langatmig. Unterm Strich brauchen wir mehr solche Bücher, weil sie anders sind und zum nachdenken anregen. Trotz kleiner Schwächen ein echter Lesetipp. Vier tolle Sterne. 


Autorin:

Dana Czapnik wurde in New York geboren und studierte dort die schönen Künste. Anschließend arbeitete sie als Redakteurin für das Sportmagazin ESPN, die United States Tennis Association und die Arena Football League. 2017 wurde sie für ihre literarischen Texte mit dem Förderpreis des Center for Fiction ausgezeichnet. 2018 war sie Literaturstipendiatin der New York Foundation for the Arts. »Ich werde fliegen« ist ihr Debütroman. Sie lebt mit ihrer Familie in Manhattan. (Quelle: Verlag)

♛♛♛♛♛
Ich danke dem Bloggerportal von Randomhouse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
-Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst - 
Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Wenn es Dich interessiert, kannst Du dort weitere Informationen zum Buch finden.

Freitag, 26. Oktober 2018

Rezension: Nur um dich lächeln zu sehen von Emery Lord

Titel: Nur um dich lächeln zu sehen
Autorin: Emery Lord
Originaltitel: When We Collided
Seitenanzahl: 353 Seiten
Genre: Liebe/Drama/Jugendbuch ab 14 J.
Reihe: Nein
Preis: 15,00 EUR
ISBN: 9783570165164
Verlag: cbj

Erschienen am 26.03.2018 
www.randomhouse.de 

Klappentext:

Als Vivi neu nach Verona Cove kommt, das kleine Nest an der Westküste, spürt sie sofort: Hier ist ein Neuanfang möglich. Als ihr dann der hinreißende Jonah mit seinen phänomenalen Kochkünsten begegnet, verfällt sie ihm augenblicklich - und Jonah ihr. Mit unbändiger Lebenslust und einem Feuerwerk aus Gedanken und Gefühlen wirbelt Vivi durch Jonahs Leben und das seiner Familie. Und mit jedem Tag ihres Zusammenseins spürt Jonah die Last, die er seit dem Tod seines Vaters mit sich schleppt, leichter werden. Doch Vivis Dämonen sind mächtig, und obwohl dieser gleißende Sommer fast unbeschwert ist, wird er sie beide für immer verändern ...

Meine Meinung:

Im Buchladen ist mir sofort das schöne Cover ins Auge gefallen. Daher war ich sehr neugierig auf die Geschichte.

Abwechselnd schildern der 17-jährige Jonah und die gleichaltrige Vivi die Erlebnisse aus ihrer Sicht.  
Jonah versucht mit dem Rest seiner großen Familie immer noch den Verlust seines Vaters zu verarbeiten. Alle Personen sind in einer Art Trauer - Schockstarre gefangen, als Vivi in ihr Leben stolpert. Verrückt, extrem und wie ein alles vernichtender Wirbelsturm holt das aufgekratzte Mädchen die Familie Stück für Stück wieder aus ihrer Lethargie.
Dabei merkt man schnell, dass Vivi's aufgesetzte Art nicht normal ist, nicht normal sein kann. Im Laufe der Zeit kommt immer mehr über ihre Krankheit ans Licht. 

Mich als Leser hat das in eine schwierige Lage gebracht. Ich wusste, dass ich Mitleid und Verständnis für das Mädchen haben müsste. Schließlich ist sie krank, doch oft konnte ich ihr Handeln eben nicht gutheißen und hatte eben kein Verständnis für ihre Launen. 
Meine Lesefreude hat dadurch etwas gelitten. Doch wenn man sich klar macht, wie genial die Autorin damit den Kernpunkt getroffen hat, dann muss man zugegeben, dass das Buch wirklich etwas besonderes ist.

Jonah liebt das Kochen und erinnert sich dabei immer an seinen Vater, der ein Restaurant hatte. In regelmäßigen Abständen bereitet er in der Geschichte köstliche Gerichte zu, was mir echt gut gefallen hat. Insgesamt mochte ich den stillen Jungen sehr, der sich aufopfernd um seine kleinen Geschwistern kümmert. Dabei brauchte er eigentlich selbst eine starke Schulter zum anlehnen. 
In Jonah konnte ich mich gut hineinversetzen und seine Lage verstehen.

Bei Vivi bleibt man als Leser bis zum Ende außen vor. Man liest was sie bewegt, kann aber nicht immer den Zusammenhang verstehen. Alles was sie macht ist extrem. Sie schreit rum, entblößt sich, hat fixe Ideen, denen sie nachrennt. Es war oft wie bei einem Autounfall. Man möchte eigentlich nicht hinsehen und muss es doch. Sie hat Jonah einerseits gut getan, weil er sich bei ihr endlich wieder wie er selbst fühlen kann, doch andererseits hat sie ihm mit ihrer wegstoßenden Art auch geschadet. Das sind alles Auswirkungen der Krankheit und daher gut geschildert. Doch mein Herz für Jonah hat deshalb oft geblutet.

Jonah's und Vivi's Hintergrundgeschichte ist zwar krass, aber doch sehr glaubwürdig. Es ist der Autorin sehr gut gelungen die unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere darzustellen. 
Unterm Strich konnte mich das Buch fesseln und überzeugen. Die Liebesgeschichte ist hierbei eher zweitrangig. Eigentlich ist sie sogar sehr oberflächlich, denn die beiden fühlen sich doch eher wegen ihres guten Aussehens zueinander hingezogen. Gemeinsam haben sie fast nichts. Doch genau darum geht es in dieser Geschichte
 In diesem einen Sommer sind die beiden perfekt füreinander. Sie tun sich gut und helfen einander. Es ist keine Liebesgeschichte für immer. Es zeigt, dass man manchmal jemanden zur richtigen Zeit trifft und sich dadurch dein Leben verändert. Danach ist alles besser, auch wenn man wieder getrennte Wege geht.

Und obwohl ich verstehe worauf die Autorin hinausmöchte, hätte ich mir für die Liebesgeschichte mehr Raum gewünscht und nicht so nebenbei abgewickelt.  Es standen immer andere Probleme oder Dinge im Vordergrund. Das fand ich schade.

Der Schreibstil ist angenehm und detailreich. Ich mochte besonders das Setting von Verona Cove. Ein verträumter Küstenort, wo sich alle Bewohner kennen und schätzen. Sie halten zusammen und treten füreinander ein. Ein ziemlicher Gegensatz zu den Geschehnissen, die sich dadurch gleich doppelt so schlimm anfühlen. Doch man muss einfach alle Personen irgendwie in sein Herz schließen. Besonders Jonah Daniels und seine Geschwister.

Ich habe das Buch daher mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Es war eine wirklich schöne Geschichte, aber jetzt brauche ich Zeit, die Geschehnisse zu verarbeiten und weiterzuziehen.

Fazit:

Das Buch ist eine Achterbahn der Gefühle. Es ist extrem. Es knallt und hallt nach. Obwohl ich mir viele Dinge anders gewünscht hätte, konnte mich die Autorin mit dieser Geschichte berühren. Es geht um zwei unterschiedliche Menschen, die sich eine zeitlang guttun und helfen. Mir ging nur die Liebesgeschichte etwas zu sehr unter. Die andere Dinge standen immer im Vordergrund. Unterm Strich ist es keine leichte Sommerlektüre, sondern ein Buch das man nicht so schnell vergisst. Vivi war hier. Ja genau. Man wird die Geschichte und sie nie vergessen. Ein unvergesslicher Sommer in Verona Cove. Von mir gibt es vier tolle, außergewöhnliche Sterne. 

Autorin:

25663637Emery Lord ist Autorin von bisher vier Jugendromanen und wurde an der amerikanischen Ostküste geboren. Heute lebt sie in Cincinnati mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter sowie zwei ausgebildeten Rettungshunden. Emery glaubt an die Magie des Geschichtenerzählens, sie liebt Riesenräder und besitzt eine beeindruckende Sammlung an unpraktischen Schuhen. (Quelle: Verlag

Mittwoch, 21. März 2018

Mein Lieblingskönigskind #CarlsenChallenge2018

Heute möchte ich Euch mein Lieblingsbuch aus dem Königskinder Verlag vorstellen. Der Königskinder Verlag, gegründet im Oktober 2013, ist ein Imprint der Carlsen Verlag GmbH. Zur Seite: Klick!

Leider schließt er seine Pforten demnächst wieder, was ich persönlich sehr schade finde. Die Bücher sind innerlich und äußerlich etwas besonderes und endlich mal was anderes als die typischen Mainstreambücher.

Meine Wunschliste aus dem Sortiment ist lang. 
Doch heute möchte ich Euch für das Buch

Milchmädchen



begeistern. 

Darin geht es um zwei Mädchen aus Wales, die es mit zwölf Kühen schaffen, eine trostlose Wohnsiedlung wieder auf Vordermann zu bringen. Vorher herrschte Kriminalität und Hoffnungslosigkeit und danach Zusammenhalt und Mut. Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen und daher kann ich es Euch nur ans Herz legen.

Hier findet ihr das Buch auf der Carlsen Seite: Klick!

Viele Grüße
Andrea 

Donnerstag, 4. Mai 2017

Rezension: Der Himmel über Ceylon von Linda Cuir

Titel: Der Himmel über Ceylon
Autorin: Linda Cuir
Seitenanzahl: 365 Seiten
Genre: Roman/ Schicksal
Reihe: Nein
Preis: 5,99 EUR
ISBN: eBook 9783958246690
Verlag: dotbooks
Erschienen am 06.02.2017
www.dotbooks.de 

Klappentext:

Ceylon, 1960: Der jungen Teepflückerin Anjali ist ein hartes, entbehrungsreiches Leben vorherbestimmt. Doch sie will sich nicht in ihr Schicksal fügen und kämpft mutig gegen Ausbeutung und Unrecht an. Mit ihrem unbändigen Willen und ihrer exotischen Schönheit verzaubert sie den Engländer Tom: Er besorgt ihr eine Anstellung im Haus seiner adligen Eltern – und öffnet ihr damit die Tür in eine ganz neue Welt! Entschlossen ergreift Anjali diese Chance: Sie reist bis nach Paris und London, um ihren Traum von einer besseren Zukunft zu verwirklichen. Dennoch kann sie Ceylon nie vergessen, das Land, in dem sie ihr Herz verlor …

Meine Meinung:

Unter der Inhaltsbeschreibung hatte ich mir einen schönen, schicksalhaften Liebesroman vorgestellt. Doch diese Vorstellung wurde bei weitem übertroffen.

Der Himmel über Ceylon ist soviel mehr als eine seichte Romanze, wie man bei dem Cover vermuten würde. 
Es geht um die junge Teepflückerin Anjali, die aus ihrem armen, ausgebeuteten Leben ausbricht, um ihren Traum nach einem besseren Leben zu verfolgen.

Die Geschichte ist in den 60er und 70er Jahren angesiedelt und das hat es noch eine Spur interessanter gemacht. Die Autorin führt einen gekonnt an das Kastensystem und die verschiedenen Glaubensrichtungen in Sri Lanka heran. 

Anjali war mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie kennt nur die Welt der Teeplantage und ist daher zu Beginn sehr naiv und unwissend. Außerdem ist sie eine Dalit - eine Unberührbare aus der untersten Kaste des hinduistischen Glaubens. Als Unberührbare hält sie nicht nur sich selbst für einen Menschen zweiter Klasse, sondern wird auch von den Mitmenschen so gesehen.
Obwohl ich ihr Handeln nicht immer verstehen konnte, fand ihren Charakter sehr faszinierend und lebendig.
 
Im Laufe der Geschichte stolpert sie von einem Schicksalsschlag zum nächsten. Dabei verliert sie nie den Mut. Immer wenn ihr ein Neuanfang glückt, atmet man auf, weiß aber unterbewusst, dass dieser Zustand nicht lange anhalten wird. Jeder Rückschlag lässt einen mitleiden und zerrt an den Lesenerven, sorgt aber auch dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und bildlich. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. 
Die Geschichte ist unvorhersehbar. Zwar weiß man durch den Prolog wohin die Reise gehen wird, aber man möchte unbedingt wissen, wie Anjali zu dieser Person geworden ist. Zum Ende lernt sie dann für einen meinen Geschmack alles etwas zu schnell und zu leicht, aber darüber konnte ich gut hinwegsehen.

Inhaltlich wird mich das Buch noch eine Weile beschäftigen, denn besonders das Schicksal der Teepflückerinnen bzw. die Minderheit der Tamilen haben mich dazu gebracht, im Internet und in der Bücherei zu recherchieren. Und das finde ich klasse. Bücher sollten anregen. Selbst wenn diese Idee fiktiv ist, ist sie doch nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern könnte wirklich so passiert sein. Denn auch heute noch werden in den armen Ländern Menschen unterdrückt und als billige Arbeitskraft ausgenutzt, nur damit wir hier günstige Dinge kaufen können.

Man merkt, dass die Autorin sich sehr mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Das hat mir gut gefallen und hat mich berührt. Eine tolle Grundidee für einen Roman. Mehr davon.
 

Fazit:

Mich hat das Buch wirklich positiv überrascht. Eine junge Frau bricht aus ihrem Kastenartigen Gefängnis als Teepflückerin aus, immer auf der Suche nach einem besseren Leben. Sie muss viele Rückschläge einstecken, was die Lesenerven strapaziert, aber auch fesselt. Wer Bücher von Lucinda Riley oder Sarah Lark mag, wird hier bestimmt sehr glücklich. Von mir gibt es alle fünf Sterne, weil hier alles passt. Grundidee, Charaktere und Lesesog. 

Ich danke dem dotbooks Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dieses hat meine Meinung nicht beeinflusst. 
 

Autorin:

Linda Cuir wurde 1944 geboren. Im Jahr 2000 gab sie ihr medizinisches Labor auf, um mit ihrem Mann nach Andalusien zu ziehen. Nachdem sie bereits zahlreiche Kurzgeschichten erfolgreich veröffentlichte, überzeugt sie nun mit ihrem Romandebüt „Der Himmel über Ceylon“.

Die Autorin im Internet: http://www.lindacuir.de 
(Quelle: Verlag)
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