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Sonntag, 13. Oktober 2019

Rezension: Die Anarchie der Buchstaben von Kate de Goldi

Titel: Die Anarchie der Buchstaben
Autorin: Kate de Goldi
Originaltitel: The ACB with Honora Lee
Seitenanzahl: 152 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 12 J.
Reihe: Nein
Preis: 9,99 EUR (E-Book)
ISBN: 978-3551560032
Verlag: Königskinder Verlag
Erschienen am 21.10.2014
www.carlsen.de 


Klappentext:

Jeden Donnerstag besucht Perry ihre Oma im Heim Santa Lucia. Gran weiß nicht immer, wer Perry eigentlich ist, und außerdem findet sie, Perry sei ein Jungenname. Aber Perry macht das nichts aus. Und dann hat sie diese gute Idee mit dem ABC! Ein Buch über alle und alles in Santa Lucia, bei dem Gran und die anderen mitmachen sollen. Es geht zwar etwas durcheinander, und das Ganze wird eher ein ACB oder ein ABV. Aber ein bisschen Anarchie hat noch niemandem geschadet.

Meine Meinung:

Das Buch ist außen und innen ein echtes Schmuckstück. Die Geschichte ist mit wunderschönen Bildern untermalt und lässt sich daher sehr gut lesen.

Es geht um die 9-jährige Perry, die von ihren Eltern als "besonderes" Kind betitelt wird und nicht verstehen kann, was so besonders an ihr ist. Sie ist aufgeweckt und hinterfragt neugierig die Welt. Ihre Mutter lässt sie jeden Tag der Woche an einer anderen Aktivität teilnehmen. Dabei möchte Perry eigentlich nur ihre demente Oma im Altersheim besuchen. Als der Donnerstagskurs abgesagt wird, führt Perry einen festen Oma-Tag ein. Sie wird damit schnell ein Bestandteil des Santa Lucia Altenheims und fängt an ein ABC-Buch für die Schule auszuarbeiten. Dabei soll ihr ihre Oma und die anderen Bewohner helfen.

Schreibstil und Handlung sind etwas ganz besonderes, die aber bestimmt nicht jedem gefallen. Es ist ein Buch mit Zwischentönen, deren Handlung ans Herz geht. Es ist zauberhaft und macht glücklich, auch wenn nicht alles Sinn ergibt. Der Autorin ist es gelungen mit einer Leichtigkeit schwierige Themen wie Tod und Demenz in einer Geschichte zu verarbeiten, die Perry mit kindlicher Naivität erklärt. Das nimmt vielem den Schrecken. So ist man eben "verstorben" und Perry lernt, dass man Menschen danach vermisst. Sie fängt an tote Hummeln zu sammeln um sie dann ordentlich zu beerdigen.

Ich wusste erst nicht wie ich die Geschichte einordnen sollte und habe mich daher überraschen lassen. Bereits ab der ersten Seite war ich verzaubert und habe jede Seite geliebt. Perry ist ein tolles und "besonderes" Mädchen, dass spitzfindig und clever ist. Sie handelt ihm Rahmen ihrer Möglichkeiten und versucht die Welt zu ergründen. Das Buch hat Wortwitz und charmante Charaktere, die durch den Stil teilweise skurril erscheinen, aber auf den zweiten Blick einfach nur genial ausgearbeitet sind.

Was sich bis zum Ende allerdings nicht auflöst, ist, was Perry nun zu einem "besonderen" Kind macht. Hat sie eine Einschränkung oder eine leichte geistige Behinderung/Minderbegabung? Ihre Eltern behandeln sie so, aber es wird nie deutlich. Dazu hätte ich mir einfach noch etwas mehr gewünscht, zumal die Eltern immer etwas schlecht über die Oma sprechen und Perry kaum etwas zutrauen. Der Geschichte kann das aber zum Glück nichts anhaben. Man muss es sich wahrscheinlich selbst zusammenreimen.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der mal etwas anderes lesen möchte oder einfach etwas fürs Herz und die Seele sucht. 
 

Fazit:

Eine herzerwärmende Geschichte, über ein besonderes Mädchen, welches neugierig und spitzfindig die Welt entdeckt. Die Autorin bindet mit einer Leichtigkeit schwierige Themen wie Tod und Verlust in eine zauberhafte Handlung ein, dass man einfach beim Lesen glücklich wird. Ein Buch für Herz und Seele, welches nicht jedem gefallen wird, aber jedem der mal etwas anderes lesen möchte. Ein Buch mit Zwischentönen. Mir hat es sehr gut gefallen. Von mir gibt es vier dicke Sterne.  
 

Autorin:

16126609Kate de Goldi, geboren 1959, ist in Christchurch aufgewachsen und lebt heute in Wellington, Neuseeland. Für ihre Kurzgeschichten und Romane hat sie bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Für "Abends um zehn" hat sie u.a. den "New Zealand Post Book of the Year Award" und den "Readers' Choice Award" gewonnen und es stand monatelang auf der Bestsellerliste. Dies ist ihr erstes Buch auf Deutsch und bei Carlsen. (Quelle: Verlag)

Freitag, 31. Mai 2019

Rezension: Wilde Horde - Pferdeflüstern von Katrin Tempel

Titel: Wilde Horde - Pferdeflüstern
Autorin: Katrin Tempel
Seitenanzahl: 256 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 10 J.
Reihe: Teil 2
Preis: 12 EUR
ISBN: 978-3-551-65085-6
Verlag: Carlsen Verlag
Erschienen am 28.02.2019
www.carlsen.de 

Klappentext:

Zaz und ihre Freunde genießen den Sommer. Sie machen lange Ausritte und treffen sich in ihrem Geheimversteck. Zusammen sind sie die "Wilde Horde": zwei Junge und drei Mädchen, die ohne Sattel und Zaumzeug reiten. Endlich haben die fünf ihren Wald wieder für sich allein - nachdem die Biker abgezogen sind. Doch dann sorgt ein nächtlicher Einbrecher für Unruhe. Und plötzlich verschwindet einer der Freunde...

Meine Meinung:

Im Urlaub hatte ich endlich Zeit den zweiten Teil der Wilden Horde zu lesen. Die Pferde im Wald hatte mir im letzten Jahr richtig gut gefallen und ich war gespannt wie es mit Zaz und ihren Freunden weitergeht.

Band zwei knüpft direkt an seinen Vorgänger an. Die dreizehnjährige Zaz verbringt immer noch die Sommerferien bei ihrer Oma Tine auf dem Bauernhof Donneracker. 
Zusammen mit ihren neuen Freunden Lukas, Fee, Arpad und Ann-Sophie reitet Zaz durch den Wald. Frei und ungezwungen ohne Sattel und Zaumzeug. Sie nennen sich die Wilde Horde und sind eins mit ihren Pferden.

Eines Tages stellen die Freunde fest, dass sich jemand an ihrem Schäferkarren zu schaffen gemacht hat. Fee und Zaz legen sich nachts auf die Lauer und machen eine verblüffende Entdeckung.

Dank der großen Schrift lässt sich die Geschichte schnell und flüssig lesen. Ich habe ohne Probleme in die Handlung hineingefunden und war sofort wieder ein Teil der Horde. 

Mir gefällt das schnelle Tempo des Erzählstils. Trotz der überschlagenden Ereignisse schafft es die Autorin eine atmosphärische  Stimmung zu erzeugen. Die Momente zwischen Mensch und Tier haben fast etwas magisches. 

Der Fokus der Handlung liegt diesmal auf familiären Problemen. Ich finde es gut, dass auch solche Dinge angesprochen werden, da eben nicht jedes Kind eine heile Familie hat. Manche leben in Pflegefamilien und haben Eltern, die es nicht schaffen sich um sie zu kümmern. Toll, dass es endlich mal zur Sprache kommt. Ich denke damit können sich Kinder gut identifizieren.

Als Erwachsener sind evtl. einige Dinge etwas zu überzogen bzw. zu konstruiert (Probleme zu schnell gelöst; sollte man wirklich ohne Sattel und Zaumzeug mitten durch eine Stadt reiten?; leidet ein Pferd tatsächlich so, wenn es von seinem Reiter "verlassen" wurde?; Kann ein blindes Mädchen wirklich allein mit dem Pferd im Wald herumreiten?), aber egal. Ich möchte es einfach glauben und habe mich von der Handlung mitreißen lassen. Es ist eben ein Kinderbuch und da muss nicht immer alles 100% realistisch sein. 

Im Gegenteil. Es wird gezeigt, dass man mutig sein soll, und zu seinen Freunden stehen, wenn sie Hilfe brauchen, egal, ob sie einen wegschicken. Und auch am Ende zeigt die Horde Vergebung und Großmut. Echt tolle Botschaften, die mich überzeugen konnten.

Für mich war das Buch eine gelungene Fortsetzung und braucht sich nicht hinter dem ersten Teil verstecken.  

Fazit:

Auch im zweiten Teil konnte mich die Wilde Horde überzeugen. Die Story hat viele überraschende Wendungen und bringt tolle Botschaften über Freundschaft und Zusammenhalt mit. Kurzweilig und fast magisch fliegt man durch den Wald und die Geschichte. Ich kann das Buch jedem großen und kleinen Pferdemädchen nur empfehlen. Von mir gibt es alle fünf Sterne. 

Reihe:

  1. Die Pferde im Wald (Rezi: Klick)
  2. Pferdeflüstern

Autorin:

Katrin Tempel wurde in Düsseldorf geboren und wuchs in München auf. Nach ihrem Geschichtsstudium arbeitete sie als Journalistin, heute ist sie Chefredakteurin der Zeitschrift »LandIdee«. Außerdem schreibt sie Drehbücher (unter anderem den historischen ZDF-Zweiteiler »Dr. Hope«) und Romane. Mit »Holunderliebe« und »Mandeljahre« gelangen ihr große Publikumserfolge. Unter dem Namen Emma Temple veröffentlicht sie bei Piper weitere Romane, zuletzt »Die Nebel von Connemara«. Sie lebt mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter in Bad Dürkheim an der Weinstraße. (Quelle: Verlag)

♛♛♛♛♛



Ich danke dem Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.



-Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst - 




Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Wenn es Dich interessiert, kannst Du dort weitere Informationen zum Buch finden.
 

Samstag, 30. März 2019

Rezension: Feuerschuh und Windsandale von Ursula Wölfel

Titel: Feuerschuh und Windsandale
Autorin: Ursula Wölfel
Seitenanzahl: 128 Seiten
Genre: Kinderbuch (8-10 Jahre)
Reihe: Nein
Preis: 4,99 EUR
ISBN: 978-3-551-35390-0
Verlag: Carlsen
Erschienen im Januar 2005 (Erstveröffentlichung 1961)
www.carlsen.de 

Klappentext:

Tim ist unzufrieden: Sein Name gefällt ihm nicht, er möchte nicht so pummelig sein und überhaupt will er ein ganz anderer werden. Zum Glück hat er bald Geburtstag und sein Vater hat ihm bereits ein Geschenk versprochen, das all seine Probleme lösen soll. Als der große Tag dann endlich da ist, bekommt Tim ein Zelt, nagelneue rote Schuhe und, was das Beste ist: Sein Vater nimmt sich vier Wochen Zeit für ihn, um mit ihm auf Wanderschaft zu gehen - vier Wochen! Eine abenteuerliche Reise beginnt, auf der Tim "Feuerschuh" und sein Vater "Windsandale" jede Menge erleben, und als sie zurückkehren, weiß Tim, dass er eigentlich alles hat, um glücklich zu sein: Eltern, die ihn lieben, die Zeit für ihn haben und ihn ernst nehmen.

Meine Meinung:

Die Geschichte ist schon vor über 50 Jahren das erste Mal veröffentlicht worden, aber trotz allem sind die Themen immer noch aktuell: Ein dicker Junge, der von seinen Mitschülern ausgegrenzt wird und aus ärmlichen Verhältnissen kommt. Heute würde man wahrscheinlich von Mobbing sprechen.

Als Kind habe ich das Buch bereits mehrmal gelesen.
Zu seinem 7. Geburtstag bekommt Tim von seinen Eltern neue Schuhe und einen Rucksack geschenkt. Zuerst ist er ziemlich traurig, weil er lieber etwas zum spielen wollte, aber dann erklärt sein Vater ihm, dass sie zusammen auf Wanderschaft gehen würden. Denn Tim wollte lieber jemand anderer sein. Nicht mehr der dicke Junge ohne Freunde.

Sein Vater nennt ihn kurzerhand Tim Feuerschuh und sich selbst Windsandale und als die Ferien beginnen, ziehen die beiden los.
Tims Vater ist Schuster und sie besuchen weit entfernte Höfe, bei deren Einwohnern er den Leuten die Schuhe repariert. 
Unterwegs erzählt Tims Vater dem Jungen tolle Geschichten und sie erleben einige Abenteuer.

Am Ende kommt Tim mit neuem Selbstvertrauen nach Hause.

Die Geschichte ist mit ganz niedlichen Zeichnungen illustriert, so dass Kinder auch etwas zu entdecken haben, wenn man ihnen vorliest.

Der Schreibstil ist ganz einfach gehalten. Kurze Sätze in kurzen Kapiteln. So lässt sich das Buch ganz schnell lesen.

Fazit:

Diese Geschichte ist auch nach 50 Jahren noch aktuell. Ein Junge, der sich in seinem Körper nicht wohl fühlt und lieber jemand anderes sein möchte. Auf einer aufregenden Wandertour lernt er neues Selbstvertrauen. Ein Buch für Jung und Alt. Von mir gibt es fünf Sterne.

Autorin:

Ursula Wölfel stammte aus Duisburg-Hamborn im Ruhrgebiet. Sie studierte Germanistik in Heidelberg und arbeitete nach dem Krieg als Schulhelferin im Odenwald. Nach abgeschlossener Lehrerausbildung und Pädagogikstudium unterrichtete sie als Sonderschullehrerin in Darmstadt. Ab 1961 lebte Ursula Wölfel als freie Schriftstellerin im Odenwald. Ihre Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in mehr als 15 Sprachen übersetzt. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie den 1991 erstmals verliehenen Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises. Ursula Wölfel verstarb im Juli 2014. (Quelle: Verlag)

Donnerstag, 14. März 2019

Rezension: Die Penderwicks am Meer von Jeanne Birdsall

Titel: Die Penderwicks am Meer
Autorin: Jeanne Birdsall
Originaltitel: The Penderwicks at Point Mouette
Seitenanzahl: 320 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 10 J.
Reihe: Teil 3
Preis: 7,99 EUR
ISBN: 978-3-551-31320-1
Verlag: Carlsen
Erschienen am 22.02.2012
www.carlsen.de 

Klappentext:

Endlich ist es soweit, die Ferien haben begonnen! Skye und Jane, Batty und Hound fahren mit Tante Claire in ein winziges Häuschen direkt am Meer. Hier ist Skye die älteste Penderwick vor Ort. Doch so viel Verantwortung gepaart mit so viel Temperament, das ist nicht immer einfach. Weder für Skye selbst, die ab und zu gegen einen Baum treten muss, noch für die kleine Batty, die ihre Rettungsweste gar nicht mehr ausziehen darf. Dass es ein gänzlich unvergesslicher Sommer wird, dafür sorgen aber auch ein Klavier, neue Haarschnitte und ein verstauchter Knöchel – und nicht zuletzt der sympathische Nachbar Alec mit seinem Hund Hoover.

Meine Meinung:

Von den Penderwicks zu lesen ist wie ein schöner Urlaub. Ich habe die vier Schwestern vermisst und mich daher sehr auf den dritten Teil gefreut.

Diesmal fährt Rosalind (13 J.) getrennt von ihren Geschwistern in die Ferien. Für Skye (12 J.) ist das eine große Verantwortung, denn nun ist sie die ÄPO (=Älteste Penderwick vor Ort). Solche Regeln nehmen die vier Schwestern sehr ernst. Ihre Mutter ist vor fünf Jahren gestorben und so mussten sie früh lernen aufeinander aufzupassen.

Tante Claire nimmt die übrigen Penderwick-Schwestern mit ans Meer. Zum Glück darf im letzten Moment auch noch ihr gemeinsamer Freund Jeffrey (12 J.) mitkommen, den die Penderwicks im letzten Sommer kennengelernt haben (Band 1). Skye nimmt ihre Aufgabe als ÄPO sehr ernst, worunter besonders die 5-jährige Batty leiden muss. Denn Skye ist dummerweise ein Missgeschick mit der Liste passiert, die Rosalind ihr für Notfälle geschrieben hat, und so glaubt Skye, dass Batty vielleicht explodieren könnte.

Im Nachbarhaus wohnt ein Musikbegeisterter Mann namens Alec. Sie kommen bald ins Gespäch, als sein Hund Hoover und Tante Claire einen kleinen Unfall haben. Unfälle gibt es viele in den nächsten Tagen. Manche enden mit abgeschnittenen Haaren, obwohl da auch irgendwie ein Feuergott oder Liebeskummer dran Schuld sein könnte.

Langweilig wird der Urlaub jedenfalls nicht. Es gibt erste Küsse, Liebesgedichte, Liebeskummer, Elchbeobachtungen, Lagerfeuer mit Ritualen und Wünschen, Musik, ungeahnte Talente, einen Golfballhandel, und alte Familiengeheimnisse die gelüftet werden. 
Batty findet eine neue Freundin und Jane (11 J.) kann ihre Schreibblockade überwinden und ein neues Sabrina Starr- Buch schreiben.

Denn eins steht fest: Die Penderwicks halten zusammen. Egal was passiert. Und das macht diese Geschichte wahrscheinlich so schön. Obwohl die Erlebnisse der Schwestern auf den ersten Blick ungewöhnlich sind, wirkt die Geschichte doch normal und glaubwürdig. Die Charaktere sind einerseits skurril, aber andererseits auch total liebenswürdig. Das Buch hat eine unglaubliche Sogwirkung. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen und fühlt sich der Familie zugehörig.

Der Schreibstil ist sehr eigen und teilweise ausschweifend, aber trotzdem flüssig. Manchmal wirkt es fast etwas steif, doch das ist eben genau das Markenzeichen dieser Geschichte. Ich hatte wieder großen Spaß beim lesen und freue mich schon auf den vierten Teil.


Fazit:

Diesmal geht es für einen Teil der Penderwick Schwestern ans Meer. Eine weitere tolle Geschichte, die zum schmunzeln und mitfühlen einlädt. Ungewöhnliche Charaktere und Erlebnisse verwandeln das Buch mit einer dicken Portion Herzlichkeit in eine fesselnde Lektüre. Ich hatte wieder ein paar schöne Lesestunden. Von mir gibt es alle fünf Sterne. Wer die anderen Bücher mochte, kann nichts verkehrt machen.

Reihe:

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1) Die Penderwicks (Link zu meiner Rezi:--> Klick!) 
2) Die Penderwicks zu Hause (Links zu meiner Rezi: --> Klick!) 
3) Die Penderwicks am Meer
4) Neues von den Penderwicks
5) Die Penderwicks im Glück erscheint am 31.05.2019
 

Autorin:

9252036Jeanne Birdsall, in den Fünfzigerjahren aufgewachsen in einem Vorort von Philadelphia, wollte bereits als 10-Jährige Kinderbücher schreiben. Doch erst im Alter von 42 begann sie ihre schriftstellerische Laufbahn. Ihr Debütroman »Die Penderwicks« erhielt bereits kurz nach seinem Erscheinen zahlreiche Auszeichnungen. Die Autorin lebt heute in Northampton, Massachusetts. (Quelle: Verlag)
 

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Nach Weihnachten, ist vor Weihnachten - Der Pixi-Adventskalender von Carlsen

Im letzten Herbst bin ich auf der Suche nach einem tollen Adventskalender schnell auf den Pixi-Adventskalender von Carlsen gestoßen. Da ich gerne lese, war mein Interesse schnell geweckt. Für knapp 20 EUR bekommt man 22 Mini- und zwei Maxi-Pixi Bücher, die alle das Thema Schnee oder Weihnachten beinhalten. 

Anstatt nun morgens nur schnell ein Stückchen Schokolade in sich hineinzustopfen, wie bei den üblichen Adventskalendern, haben wir unser Türchen abends geöffnet und uns zusammen unter eine Decke gekuschelt und dann das neue Büchlein durchgeblättert. Ich war begeistert, wie toll die Kinder die Geschichten fanden und wie lange sie sich damit beschäftigt haben. 


Nach zwölf Tagen dreht man den Kalender um und kann die restlichen 12 Türchen auf der Rückseite öffnen. 

Der Kalender hat zwar eine beachtliche Größe (ca. 50 cm x 60 cm), aber die liebevollen Illustrationen auf denn beiden Seiten lassen selbst die Verpackung zu einem kleinen Highlight werden, die die Kleinen lange bestaunen und die Bilder begutachten.

Insgesamt hatte ich soviel Freude daran, dass ich auch in diesem Jahr einen neuen Kalender bestellt habe und bin schon sehr gespannt wie er dieses Jahr bei den Minis ankommt.


Nur ein Nachteil hatte das Ganze: Wir mussten leider das ganze Jahr über immer wieder die Weihnachtsgeschichten lesen. Diese Jahr werde ich die Bücher dann wohl im Januar heimlich einsammeln und bis zum nächsten Weihnachten verstecken :-) 


Fazit:
Wenn ihr also noch einen schönen Adventskalender sucht, dann schaut Euch den Kalender mal an. Es ist eine tolle Alternative zu Schokokalendern und kann Kinder im Alter von 2-7 Jahren bestimmt begeistern.
(Link zur Carlsen-Verlagsseite: Klick

Achtung: Ich kenne noch nicht den Inhalt des neuen Kalenders für 2018 und kann daher nur meine Meinung zu dem Kalender aus dem Jahr 2017 abgeben.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Rezension: Die Kurzhosengang von Victor Caspak & Yves Lanois

Titel: Die Kurzhosengang
Autor: Victor Caspak & Yves Lanois
Seitenanzahl: 192 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 10 J.
Reihe: Teil 1
Preis: 6,99 EUR
ISBN: 978-3-551-35564-5
Verlag: Carlsen

Erschienen am 29.08.2006
www.carlsen.de 

Klappentext:

Rudolpho, Island, Snickers und Zement, so nennen sich vier Freunde aus einem kleinen Ort in Kanada. Sie leben inkognito, denn wenn jeder wüsste, wie sie richtig heißen, dann würde in ihrem Heimatort die Post abgehen. Sie sind nämlich die berühmte Kurzhosengang. Derart coole Jungs tragen natürlich keine kurzen Hosen. Wie die Gang dennoch zu ihrem Namen kam, dazu erzählt jedes Mitglied anlässlich eines Fernsehinterviews seine eigene Geschichte.

Meine Meinung:

Durch Zufall bin ich auf dieses tolle Buch aufmerksam geworden. Titel, Cover und Klappentext haben mich sofort neugierig gemacht.

Die Geschichte wird von vier 11-jährigen Jungs aus Kanada erzählt. Anlässlich eines Fernsehinterviews in Toronto erzählen sie wie sie zu ihrem Namen Die Kurzhosengang gekommen sind. Und diese Erlebnisse sind wirklich unglaublich

Zuerst berichtet Rudolpho (die Namen sind selbstverständlich Künstlernamen, denn die Jungs wollen ja unerkannt bleiben!) über den Untergang Ihrer Schule. Ein Orkan fegt sie einfach weg und weil sonst keiner hilft, schlägt sich die Kurzhosengang durch den Schnee um den Mitschülern zu helfen.

Im nächsten Kapitel steht zuerst das wichtige Eishockeyspiel im Vordergrund. Der kleine Ort mit 176 Einwohnern hat nämlich eine eigene Eishockeymannschaft und wenn ein Spiel ist, dann sind alle dort versammelt. Leider reicht es nicht für ein überdachtes Stadion, daher müssen die Jungs immer los, den Puck suchen, wenn er aus der Arena fliegt. Und so stoßen sie an einem verschneiten Tag auf etwas ziemlich interessantes in einer Schneewehe. Ein denkwürdiges Erlebnis für Island.

Danach erzählt Snickers von einem sturmfreien Abend zu Hause, bei denen sich die Jungs regelmäßig Horrorfilme anschauen, die ihnen Snickers große Schwester aus der Videothek ausleiht. 
Die verfeindete Pauli-Gang ist darauf neidisch und versucht Die Kurzhosengang aus dem Haus zu locken bzw. ihnen Angst einzujagen. Doch irgendwie sieht die Pauli-Gang plötzlich wie ein Grizzly aus und da muss man sich schonmal totstellen und sein Sofa opfern um den Bär wieder rauszulocken. 

Zuletzt bekommt Zement seinen Auftritt. Er ist immer etwas langsam und steht in der Gegend herum. Doch durch seine Erzählung bekommt man einen guten Eindruck was mit ihm los ist. Dank Zement`s Einsatz kann ein Zugunglück verhindert werden.

Der Schreibstil ist einfach und gut zu lesen. Die Sätze sind kurz und bringen die Sache auf den Punkt. Das Buch war daher angenehm zu lesen und konnte mich fesseln. Die Geschichte ist wirklich genial. Überhaupt nicht vorhersehbar und natürlich total überzogen, doch genau das macht es so toll. Wer weiß schon, ob es nicht wirklich so passiert ist. Möglich wäre es.  

Inhaltlich sind die vier Erzählungen abgeschlossen. Die nachfolgende Geschichte bezieht sich allerdings immer wieder auf die vorherige(n) und bringt neue Ansätze hinzu.

Mir hat am besten gefallen, dass ich wirklich noch keines der Themen (außer vielleicht die Sache mit dem Zugunglück) jemals so irgendwo gelesen habe. Es ist einfach etwas komplett Neues und war deshalb erfrischend. Im Kinderbuchbereich ist man noch viel mutiger und individueller was die Themen angeht. Das vermisse ich manchmal bei den Jugendbüchern. 

Für mich hatte die Geschichte einen 80er Jahre Charme. Kleine Jungs auf Fahrrädern, mit einer Liebe zu Bitter Lemon und Horrorfilmen auf Video, daneben wird die ältere Schwester von Snickers angehimmelt und eine Feindschaft mit der Pauli-Gang (in der jeder Pauli heißt) gepflegt. Zement wird mit seiner Eigenartigkeit komplett akzeptiert und unterstützt. 
Es gibt so viele tolle Botschaften in diesem Buch, dass es jeder wirklich einmal gelesen haben sollte.

Ein tolles Highlight sind natürlich auch die Illustrationen. 
 

Fazit:

Unglaublich, unvorhersehbar und tatsächlich einzigartig. Die Kurzhosengang kann durch vier interessante Erlebnisse punkten, die ihre Mitglieder nacheinander erzählen. Egal ob es um Naturkatastrophen, Zugunglücke, gefährliche Grizzlys oder kleine Babies geht. Die vier Freunde nehmen es mit allem auf. Zwischen den Zeilen gibt es tolle Botschaften und so ist das Buch wirklich ein kleines Schmuckstück und ein echter Geheimtipp. Mir hat es super gefallen und daher gibt es alle fünf Sterne. Mehr davon.


Reihe:


Die Kurzhosengang (Kurzhosengang, #1)3762985

19241327

Autor:

Victor Caspak, 1966 in Toronto geboren, wuchs bei seinen Tanten auf. Mit siebzehn schrieb er für eine Sportzeitschrift und hatte diverse Jobs - Eisrinkratte, Krankenwagenfahrer, Briefträger, Schneeschieber. Jahrelang schrieb er für verschiedene Zeitschriften und lernte im Sommer 1994 Yves Lanois kennen. Beide lagen literarisch auf einer Wellenlänge und beschlossen zusammen zu arbeiten. Auf einer Angeltour hörten sie dann vom Mythos der Short Ones und gingen ihm nach. Im selben Jahr lernten sie die Mitglieder der Kurzhosengang kennen. Beeindruckt von dieser Begegnung machten sich Caspak und Lanois an die Arbeit und schrieben - basierend auf den Erzählungen - die Geschichte auf. (Quelle: Verlag)

Die wahre Geschichte über den Autor gibt es übrigens bei Wikipedia :-) --> Klick! Ich zeige immer gerne das Originalcover und bin stutzig geworden, dass ich keines gefunden habe.

Montag, 27. März 2017

Rezension: Die Geschwister Gadsby im Sommerchaos von Natasha Farrant

Titel: Die Geschwister Gadsby im Sommerchaos
Autorin: Natasha Farrant
Originaltitel: All about Pumpkin
Seitenanzahl: 288 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 11 Jahren
Reihe: Teil 3 von (bisher) 4
Preis: 16,99 EUR
ISBN: 978-3-551-58349-9
Verlag: Carlsen
Erschienen am 01.06.2016
www.carlsen.de 

Klappentext:

Sommer auf dem Land! Die Geschwister Gadsby verbringen die Ferien bei Grandma, nur Baby Pumpkin ist bei Mum in London geblieben. Nun machen die Geschwister auf Fahrrädern und Ponys die Gegend unsicher, schwimmen, lernen neue Jungs kennen und Bluebell verliebt sich sogar (in den Falschen). Doch dann nimmt der Sommer eine ernste Wendung: Grandma wird immer tüdeliger und kann bald nicht mehr allein in ihrem abgelegenen Haus leben. Sollen sie etwa das Cottage verkaufen? Das kommt für die Gadsbys nicht in Frage!

Meine Meinung:

Den zweiten Teil der Reihe habe ich erst vor kurzem beendet, daher war es nicht schwer wieder in die Geschichte hineinzufinden.

Familie Gadsby hat Zuwachs bekommen. Baby Pumpkin bringt die anderen Kinder ziemlich durcheinander und jeder versucht für sich seinen Platz in der Familie neu zu finden. Die Mutter ist mit den Nerven am Ende und schickt Jas (10), Twig (12) und Bluebell (14) in den Sommerferien zu ihrer Großmutter nach Devon. Eigentlich kein Problem, da es jedes Jahr so gemacht wurde, doch dieses Jahr ist alles anders.

Bluebell erzählt die Geschichte wieder in Tagebuchform, gemischt mit Filmbeiträgen, sogenannte Transkripte.
Blue, Jas und Twig fühlen sich abgeschoben. Sie vermissen ihre große Schwester Flora, die mit ihrem Dad in Neuseeland bei einem Filmprojekt ist. Auch Baby Pumpkin ist bei allen ständig präsent, da sich jeder seine eigenen Gedanken um den Kleinen macht. 

Abwechslung bringen Skye und Ollie, die sich um Grandma's Ponys kümmern. Blue gerät unfreiwillig zwischen die beiden Jungs und weiß gar nicht, was sie von ihren Gefühlen halten soll. Bei dieser Sache zeigt die Autorin wieder mal, wie genial sie ist. Jeder andere würde eine schnöde Dreiecksgeschichte erzählen, aber bei Familie Gadsby läuft es eben anders und so kann man sich überraschen lassen, wie und was es mit Blue und den Jungs auf sich hat. Am Ende gibt es wieder mal einige Lektionen, die einen dazu bringen, über Dinge nachzudenken. Das gefällt mir.

Grandma wird immer tüdeliger und braucht Hilfe. Die Eltern Gadsby sind wie immer nicht zu erreichen und so kann es wieder mal nur Ex-Kindermädchen Zoran richten, der alles stehen und liegen lässt, um ins Dartmoor zu fahren und den Kindern zu helfen.

Der dritte Teil der Reihe kommt ernster daher. Blue denkt zum ersten Mal viel mehr an ihre verstorbene Zwillingsschwester und gesteht sich ihre Trauer ein. 
Jeder von uns musste sich bewegen, um Platz für die Dinge zu schaffen, die sich geändert hatten, während einer von uns alt wurde und ein anderer plötzlich unser Leben bestimmte, während manche fortgegangen und andere angekommen sind. Menschen kommen und gehen. Man muss bloß lernen, für sie Platz zu schaffen. (Auszug Seite 239)
Die Geschichte ist in der ersten Hälfte weniger turbulent und lustig, wie die ersten zwei Bücher. Für mich fehlte eindeutig Flora. Sie ist einfach das Klebemittel der Familie und das merkt man auch diesmal. Sobald sie auftaucht, läuft alles wie geschmiert. Sie bekommt immer alles hin und jeder tanzt nach ihren Regeln. 
Doch so bekommt Blue endlich mehr Spielraum um sich zu entfalten. Sie steckt ja immer hinter ihren Geschwistern zurück und bekommt endlich ihre Chance einmal die große Schwester zu sein. Das ist einfach schön zu erleben. Die Kinder verbringen einen schönen Sommer mit reiten, baden gehen und müssen dabei lernen, ihre jeweiligen Probleme zu lösen.

Der Schreibstil ist einfach und gleichzeitig tiefgründig. Die Geschichte ist lustig ohne albern zu wirken. Die Autorin schafft es meisterhaft Familienprobleme zu integrieren, mit denen sich jeder identifizieren kann und bietet Lösungen an. Das Buch ist daher nicht nur für Kinder geeignet. Bei Familie Gadsby sind die Kinder irgendwie die besseren Erwachsenen.
Die etwas überzeichneten Charaktere wachsen einem mit jeder Seite mehr ans Herz. 

Im englischen Original ist bereits der vierte Teil erschienen. Ich hoffe sehr, dass er auch übersetzt wird. Ich würde jederzeit mehr über Familie Gadsby lesen wollen.
"All unsere Wünsche gehen in Erfüllung", seufzte
Jas, aber eines habe ich inzwischen über Wünsche gelernt: Sobald einer in Erfüllung geht, stehen auch schon die nächsten vor der Tür. (Auszug Seite 233)

Fazit:

Teil drei der Reihe kommt ruhiger und ernster daher. Nach der Geburt des Babys suchen alle Familienmitglieder ihren neuen Platz. Gleichzeitig muss eine Lösung für die tüdelige Grandma und ihr Haus gefunden werden. Es ist also wieder viel los bei Familie Gadsby, wo die Kinder irgendwie die besseren Erwachsenen sind. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht mit den herzlichen Menschen den Sommer im Dartmoor zu verbringen. Ein wunderschönes Buch für jedes Alter. Vier solide Sterne. 


Reihe:

19685492 
  1. Die Geschwister Gadsby
  2. Die Geschwister Gadsby und die Liebe
  3. Die Geschwister Gadsby im Sommerchaos
  4. Time for Jas (bisher nur in Originalsprache)

Autorin: 

26258981Natasha Farrant arbeitet seit 20 Jahren in der Kinder- und Jugendbuchbranche; seit 10 Jahren betreibt sie eine eigene Scouting-Agentur. Sie hat bereits drei Romane für Erwachsene geschrieben und lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern und einer gescheckten Katze in London. »Die Geschwister Gadsby« ist ihre erste Kinderbuchserie. (Quelle: Verlag)

Montag, 27. Februar 2017

Hörspiel Rezension: Hänsel und Gretel (Oper)


Titel: Hänsel und Gretel (Nach der Oper von Engelbert Humperdinck)
Interpret: Marko Simsa
Medium: CD
Spieldauer: 01:09:35
Altersempfehlung: 5-10 Jahre
ISBN: 978-3-8337-3603-2
Preis: ab 9,99 EUR

Verlag: jumbo
Erschienen am 14.10.2016
 www.jumboverlag.de



Beschreibung:

Vorhang auf für eine der beliebtesten Kinderopern aller Zeiten! Marko Simsa entführt Klein und Groß in das Abenteuer von Hänsel und Gretel, dem Knusperhäuschen
und der gemeinen Hexe. Bekannte Kinderlieder aus der Oper laden zum Mitsingen und Tanzen ein.

Aus dem Inhalt: Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh • Brüderchen, komm tanz mit mir • Rallalala, rallalala • Ein Männlein steht im Walde • Knusper, knusper Knäuschen
• Hexenritt • Abends will ich schlafen gehen (Abendlied)

Das gleichnamige Buch ist im JUMBO Verlag erschienen.


Meine Meinung:

Ich habe das Hörspiel durch bloggdeinbuch und den Adventskalender bekommen und mich sehr gefreut. Zwar bin ich kein großer Opernkenner, aber ich mag klassische Musik und liebe Hörspiele aller Art.

Zu Beginn beschreibt der Sprecher und Herausgeber Marko Simsa wie es im Opernhaus aussieht. Es wird erklärt, welche verschiedenen Singstimmen vorkommen (z.B. Sopran, Barriton und Mezzosopran) und was eine Overtüre ist. 

Vor jedem Lied wird kurz zusammenfassend erzählt, was wir hören werden und was die Darsteller singen. Das vereinfacht alles und ich bin gut durch die Opernlieder durchgestiegen. 

Ich konnte mir gut vorstellen, wie Hänsel und Gretel sich necken, wie sie dann singt: "Brüderchen komm tanz mit mir". Wie die beiden die Arbeit vergessen und dadurch die Mutter verärgern.

Die Geschwister werden in den Wald zum Beerenflücken geschickt, verlaufen sich und stoßen anschließend auf das Hexenhaus.

Die Erzählstimme von Marko Simsa ist sehr angenehm und unterhaltsam, die Auszüge der Opernlieder machen Lust auf mehr und ich hatte wirklich Spaß beim zuhören.

Zur Info:
Hänsel und Gretel ist eine spätromantische Oper in drei Akten, die in den frühen 1890er Jahren entstand. Die Musik stammt von Engelbert Humperdinck, das Libretto schrieb seine Schwester Adelheid Wette nach dem Märchen Hänsel und Gretel aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.  (Quelle: wikipedia)

Natürlich muss man Opern mögen, um Spaß an dem Hörspiel zu haben, aber ich finde es eine tolle Idee um Kinder an die Art von Theater und Musik heranzuführen. 

Es gibt keine Längen und die Geschichte ist wirklich spannend, wenn auch etwas anders als im klassischen Märchen. 

Wer also mal Opernluft schnuppern möchte oder ein originelles Geschenk sucht, kann mit dieser CD nichts verkehrt machen. Es ist ein Hörerlebnis für die ganze Familie.

 

Fazit:

Ein unterhaltsames Hörerlebnis für Opernfans oder alle, die es mal werden möchten. Ein angenehmer Erzähler, kindgerechte Erklärungen und Auszüge aus Opernliedern. So kann man das Märchen Hänsel und Gretel einmal ganz anders entdecken. Eine CD für die ganze Familie. Von mir gibt es dafür alle fünf Sterne. 

Interpret:

Marko Simsa macht seit Jahren erfolgreich Konzert- und Theaterprogramme für Kinder und die ganze Familie. 1985 produzierte er im Alter von 20 Jahren sein erstes Theaterstück. 1988 folgte seine erste Musikproduktion: "Nachtmusik und Zauberflöte - Mozart für Kinder". Was als einmalige Veranstaltung geplant war, wurde so erfolgreich, dass Marko Simsa regelmäßig mit dem Programm auftritt. Unter dem Motto "Klassik für Kinder" bringt er seitdem klassische Musik zum Mitmachen auf die Bühne. Seine Programme zeigt er unter anderem bei den Salzburger Festspielen und im Wiener Musikverein, in der Philharmonie Essen, am Opernhaus Dortmund, am Staatstheater Wiesbaden, im Mozarteum Salzburg und im Bremer Konzerthaus "Die Glocke". Marko Simsa spielt zusammen mit renommierten Orchestern und tritt mit seinem eigenen kleinen Ensemble auf. Mit Künstlerkollegen wie der "Boogie Woogie Gang", der chilenischen Folkloregruppe "Pacha Manka" und dem Duo "klezmer reloaded" unternimmt er Ausflüge zu anderen Musikstilen. Seit 1999 schreibt er auch sehr erfolgreich Bücher für Kinder, ebenfalls mit musikalischem Bezug. Marko Simsa hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem den "Preis der deutschen Schallplattenkritik". Er hat zwei Söhne und lebt in Wien. (Quelle: Verlag)

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