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Montag, 21. Januar 2019

Rezension: Feuerwerk mit Todesfolge - Ein Fall für Wells & Wong

Titel: Feuerwerk mit Todesfolge
Autorin: Robin Stevens
Originaltitel: Jolly Foul Play
Seitenanzahl: 288 Seiten
Genre: Jugendkrimi ab 12 J.
Reihe: Teil 4
Preis: 15 EUR
ISBN: 978-3-95728-054-1
Verlag: Knesebeck

Erschienen am 15.03.2018
www.knesebeck-verlag.de 

Klappentext:

Ein neues Schuljahr beginnt in Deepdean, und nichts ist so wie vorher: Die neue Schulsprecherin Elizabeth Hurst und fünf Aufsichtsschülerinnen verbreiten Furcht und Schrecken unter den jüngeren Mädchen. Doch in der Bonfire Night wird Elizabeth plötzlich tot auf dem Hockeyfeld gefunden. Hazel und Daisy ist schnell klar: Das war kein Unfall, und der Mord muss von einer der Schülerinnen begangen worden sein. Viele Mädchen in Deapdeen hätten ein Motiv gehabt, Elizabeth zu hassen, doch welche spielt hier ein falsches Spiel? Könnte der Mord mit den vielen verratenen Geheimnissen zusammenhängen, die auf kleinen Zetteln in der Schule die Runde machen? Die Detektei Wells & Wong nimmt ihre Ermittlungen auf und muss viele Hindernisse aus dem Weg schaffen – nicht zuletzt einen Streit, der ihre eigene Freundschaft auf die Probe stellt.

Meine Meinung:

Im vierten Teil der Detektivreihe ermitteln Daisy Wells und Hazel Wong wieder im Mädcheninternat Deepdean.

Das neue Schuljahr hat angefangen, doch die Stimmung unter den Schülerinnen ist schlecht. Die neue Schulsprecherin Elizabeth verbreitet Angst und Schrecken. 
Nach einem Feuerwerk findet man Elizabeth plötzlich tot auf dem Hockeyfeld. Während alle von einem Unfall ausgehen, nehmen Daisy und Hazel die Morduntersuchungen auf. 

Die 14-jährige Hazel erzählt die Geschichte wieder aus ihrer Sicht, indem sie über den Mord in ihrem Fallbuch berichtet. Und obwohl es Daisy gar nicht in den Kram passt, vergrößern die Mädchen ihre Detektei und nehmen ihre Schlafsaalfreundinnen in den Kreis mit auf. So ermitteln auch Kitty, Küken und Lavinia fleißig mit. 

Es wird schnell klar, dass die Mörderin eine Schülerin sein muss. Zwar können Daisy und Hazel die Verdächtigen bald eingrenzen, doch jede der fünf verbliebenen Aufsichtsschülerinnen scheint ein großes Geheimnis und damit ein Motiv zu haben. 

Daisy ist wieder forsch unterwegs und schreckt vor nichts zurück, wenn es darum geht den Fall zu lösen. Es fällt ihr  schwer zu akzeptieren, dass Hazel keine graue Maus mehr ist, die sie herumschubsen kann. Im Gegenteil. Hazel lässt sich nichts mehr sagen und hat ebenfalls ein Geheimnis von dem Daisy sich bedroht fühlt. So wird die Freundschaft und die Detektei Wells & Wong auf eine harte Probe gestellt. 

Die Geschichte spielt 1935 und versprüht erneut den Charme der 30er Jahre. Der Schreib- und Sprachstil ist der damaligen Zeit angepasst und macht großen Spaß zu lesen. Am Ende gibt es ein Glossar mit Erklärungen, sowie am Anfang ein Personenregister.

Mir hat das Buch wieder gut gefallen, auch wenn es oft schwer war, den verwirrenden Theorien der Mädchen zu folgen. Denn die Verdächtigen haben alle ganz schön extreme und passend gemachte Geheimnisse. Da kann man schonmal durcheinander kommen bis alle Fakten auf dem Tisch liegen.

Das Buch ist eine tolle Fortsetzung, aber für mich bisher das schwächste der Reihe. Für alle Fans auf jeden Fall zu empfehlen. Es bleibt bis zum Ende spannend, wer die Täterin ist.

Am Ende gibt es einen Ausblick auf den fünften Teil, den ich auf jeden Fall lesen möchte.
 

Fazit:

Auch der vierte Teil kann mit viel Spannung und Finesse überzeugen. Zwar waren mir diesmal die Geheimnisse und Motive etwas zu konstruiert, aber ich hatte trotzdem großen Spaß beim lesen und mitraten. Für alle Fans der Reihe und die, die es werden wollen, sehr zu empfehlen. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden. Von mir gibt es 4,5 Sterne.

Reihe:

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Erscheint am 20.03.19 -> <- (Ein Fanband)
 

Meine Rezi zu Mord ist nichts für junge Damen -> Klick!

Meine Rezi zu Teestunde mit Todesfall -> Klick!

Meine Rezi zu Mord erster Klasse -> Klick


Autorin:

Jolly Foul Play
Robin Stevens wurde zwar in Kalifornien geboren, wuchs aber in einem College in Oxford, gleich neben dem Wohnhaus von Alice im Wunderland, auf. Schon in frühester Kindheit wollte sie entweder Hercule Poirot oder Agatha Christie werden. Als das mit dem beeindruckenden Schnauzbart nichts wurde, entschied sie sich für eine Karriere als Krimiautorin. (Quelle: Verlag

Freitag, 31. August 2018

Rezension: Nova und Avon - Avons Rückkehr

Titel: Nova und Avon - Avons Rückkehr
Autorin: Tanja Voosen
Seitenanzahl: 320 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 11 J.
Reihe: Teil 2
Preis: 13,00 EUR
ISBN: 978-3-551-65382-6
Verlag: Carlsen
Erschienen am 30.04.2018
www.carlsen.de 

Klappentext:

Alles ist perfekt: Nova hat jede Menge Spaß mit ihrer besten Freundin Fee, ihr Schwarm Fitz ist süßer denn je und die blöden Schulzicken lässt sie einfach links liegen. Doch dann sorgt ein sagenumwobenes Amulett für Wirbel. Und auf einmal verschwinden Novas Eltern – spurlos! Jetzt gibt es nur noch eine Rettung: Nova muss ihre böse Doppelgängerin Avon zurückhexen. Dafür braucht man die Eier einer Glimmerflimmerlibelle, Regentropfen aus einer Gewitternacht - vor allem aber eine Menge Mut …

Meine Meinung:

Nachdem mich Nova und Avon im letzten Jahr so begeistern konnte, wollte ich schnell den zweiten Teil lesen.

Die Geschichte braucht eine Weile um in Fahrt zu kommen. Zuerst begleiten wir Nova auf ein Schulfest, wo sie ihren Schwarm Fitz wiedertrifft. Das Mädchen ist immer noch sehr schüchtern, was ich sehr sympathisch finde, doch Nova traut sich schon viel mehr als noch im ersten Buch. An ihrer Seite ist ihre mittlerweile beste Freundin Fee und zusammen können sie sich gegenüber der Schulzicke Viola behaupten. 

Bei Nova's Eltern dreht sich dagegen alles um ein altes Amulett. Sie haben nichts anderes mehr im Kopf und hören Nova gar nicht zu. Dabei würde sie doch so gerne etwas mit ihnen besprechen. Immer öfter bleiben sie weg und kommen irgendwann gar nicht mehr nach Hause. Zuerst genießt Nova die gewonnene Freiheit, doch dann beginnt sie sich große Sorgen zu machen. Im Gegenzug taucht ein merkwürdiger Mann auf, der auch nach dem alten Amulett sucht.

Jetzt sind Nova und Fee gefragt, die das Geheimnis aufklären müssen. Doch können sie es schaffen oder brauchen sie dazu die Hilfe der bösen Doppelgängerin Avon?

Der Schreibstil ist super leicht und ideenreich. Ob nun muffige Murmelperlen gesucht werden müssen oder die stumme Cousine Penelope Popenwitsch erfunden wird. Die Geschichte macht einfach Spaß. Dafür sorgt auch so manches witzige Wortgefecht.

Es geht um Freundschaft, Familienprobleme, Unsicherheiten, die erste Verliebtheit und die damit verbundene Schüchternheit. Dazu gibt es eine große Portion Magie und eine böse Gegenspielerin. Durch das verschwundene Amulett wird es stellenweise sogar mystisch.

Mir hat gut gefallen, dass Nova im Laufe der Geschichte immer stärker und selbstbewusster wird und somit Avon fast auf Augenhöhe begegnet. Auch gegenüber Fitz wird sie viel mutiger. Als ihre Eltern sie gar nicht mehr beachtet haben, hat sie mir sehr leid getan.

Zum Glück hat Nova die allerbeste Freundin Fee, die man sich nur wünschen kann. Ihre verschrobene Art macht sie ziemlich interessant und man kann gar nicht anders als sie ins Herz  zu schließen. Ob nun mit Auspendeln oder Magie, Fee hat immer eine tolle Idee um Nova zu helfen.

Die Story an sich ist für Erwachsene etwas vorhersehbar bzw. zu schnell gelöst, doch als Avon endlich ins Spiel kommt, wird es deutlich spannender und legt an Tempo und Action zu. Das kann den etwas seichten Anfang gut ausgleichen.

Im Vergleich hat mir der erste Band etwas besser gefallen, doch Teil zwei ist definitiv eine gelungene Fortsetzung. Ich hoffe es gibt noch mehr Bücher von Nova und Avon. Ich würde sie jederzeit lesen.

Fazit:

Avons Rückkehr ist eine gelungene Fortsetzung. Diesmal geht es um ein verschwundenes Amulett, dass alle in Aufregung versetzt. Der Anfang plätschert etwas dahin, doch spätestens im Mittelteil, wenn Fee und Nova dem Geheimnis auf die Spur kommen, konnte mich die Geschichte mitreißen und überzeugen. Es ist mystisch, magisch und voller genialer Ideen. Ein absoluter Lesespaß, nicht nur für junge Mädchen. Von mir gibt es vier dicke Sterne. 




Ich danke dem Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar! 
Meine Meinung zum Buch wurde dadurch nicht beeinflusst.

Reihe:

 

  1. Mein böser, böser Zwilling
  2. Avons Rückkehr

Autorin:

Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe der Eifel. Während ihres Abiturs begann sie sich zum ersten mal mit dem Schreiben von Geschichten zu befassen und kurze Zeit später auch zu publizieren. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, den Weg nach Hogwarts zu suchen, weil die Realität so schlecht ohne echte Magie auskommt, steckt sie ihre Nase in gute Bücher und treibt sich in der Welt der Blogger herum. (Quelle: Verlag)

♛♛♛♛♛ 

Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (ohne kommerziellen Zweck zur reinen Information) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Du kannst dort weitere Informationen zum Buch finden, wenn es Dich interessiert. 

Donnerstag, 19. April 2018

Rezension: Teestunde mit Todesfall (Ein Fall für Wells & Wong)

Titel: Teestunde mit Todesfall
Autorin: Robin Stevens
Originaltitel: Arsenic for Tea
Seitenanzahl: 288 Seiten
Genre: Jugendkrimi ab 12 J.
Reihe: Teil 2
Preis: 15 EUR
ISBN: 978-3-86873-908-4
Verlag: Knesebeck Verlag
Erschienen am 16.02.2017
www.knesebeck-verlag.de 

Klappentext:

Daisy und Hazel verbringen die Ferien bei Daisys Familie in Fallingford. Zu Daisys Geburtstag reist die gesamte Verwandschaft an - von der exzentrischen Tante Saskia bis zum schneidigen Onkel Felix. Nur der zwielichtige Mr Curtis passt nicht so recht ins Bild. Er scheint etwas im Schilde zu führen. Doch als Mr Curtis vor den Augen aller vergiftet wird, ist klar, dass einer der Gäste der Mörder ist.

Während ein Sturm die Verdächtigen im Haus und die Polizei draußen hält, ermittelt Detektei Wells & Wong in ihrem zweiten Fall, diesmal im Kreis der eigenen Familie. Bei so vielen dunklen Geheimnissen wirkt Fallingford auf einmal gar nicht mehr so heimelig ...

Meine Meinung:

Nachdem mich der erste Teil (-> Mord ist nichts für junge Damen) der Reihe so fesseln konnte, wollte ich so schnell es geht weiterlesen.

Die Freundinnen Daisy und Hazel sind diesmal nicht im Mädcheninternat Deepdean, sondern verbringen ihre Osterferien bei Daisy's Familie in Fallingford, einem englischen Herrenhaus auf dem Land. Wir haben das Jahr 1935 und Lady Hastings möchte Daisy's 14. Geburtstag feiern. Dazu hat sie einige Gäste eingeladen. Als Mr. Curtis, der gute Freund von Daisy's Mutter, eintrifft, gehen die Spannungen los. Was führt der Mann im Schilde? Am Ende der Feier gibt es eine Leiche und die Detektei Wells & Wong nimmt die Ermittlungen auf.

Daisy ist wieder forsch dabei Verdächtige zu befragen und Beweise zu sammeln. Doch mit jedem Beweisstück wird der Fall persönlicher, da ihre gesamte Familie als Täter in Frage kommt. Für die sensible Hazel wird es harte Arbeit Daisy auf Kurs zu halten. Doch diesmal erhält sie Unterstützung von ihren Schulfreundinnen Küken und Kitty, die fleißig mitmachen. 


Erneut konnte mich die Autorin komplett in ihren Bann ziehen. Die Mischung aus Hazel und Daisy ist einfach genial
Daisy ist unerschrocken, nüchtern und neugierig, während Hazel eher schüchtern und überlegen ist. Beide Mädchen ergänzen sich perfekt, auch wenn ihre verschiedenen Ansichten oft zu Unstimmigkeiten führen. Das ist für die schnell schmollende Daisy nicht immer einfach. Sie hat gerne Recht und möchte alles bestimmen, während sich Hazel eher fürchtet und diesmal auch großes Heimweh hat. 

Hazel schreibt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Das Buch ist quasi ihr Fallbuch. Dort wird alles notiert und so kann man als Leser mitraten. Erneut werden wir mit Irrungen und Wirrungen bei Laune gehalten. Theoretisch könnte jeder der Mörder sein, alle hätten irgendwie ein Motiv und am Ende gibt es dann wieder eine schlüssige und überraschende Auflösung. Der Fall wird altmodisch nach dem Ausschlussprinzip á la Miss Marple gelöst. Das alles gepickt mit einer feinen Note Humor.
Zur besseren Übersicht befindet sich im Buch eine Karte des Hauses, sowie eine Namensliste und ein Glossar.

In meinen Augen ist der zweite Teil sogar noch spannender und besser als Band eins. Die Atmosphäre in dem alten, etwas heruntergekommenden Herrenhaus ist düster und unheimlich. Jeder Gast hat seine Geheimnisse, die aufgedeckt werden wollen. Dazu kommt das Unwetter, dass die Stimmung drückt, da niemand das Haus verlassen kann. So kann man das Buch gar nicht mehr aus Hand legen bis der Mörder gefasst wird.

Ich kann die Reihe wirklich weiterempfehlen und freue mich schon auf "Mord erster Klasse".
 

Fazit:

Auch der zweite Fall der Detektei Wells & Wong konnte mich komplett überzeugen. Die Geschichte ist spannend, raffiniert und originell. Die Mischung und Chemie der beiden Hauptfiguren ist genial. Dazu gibt es eine Prise Humor, viele Geheimnisse und Intrigen, sowie den Miss Marple Charme der 30er Jahre. Für jeden Krimifan ein absolutes Must-Have. Von mir gibt es alle fünf Sterne.
 

Reihe:

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Autorin:

25641597Robin Stevens wurde zwar in Kalifornien geboren, wuchs aber in einem College in Oxford, gleich neben dem Wohnhaus von Alice im Wunderland, auf. Schon in frühester Kindheit wollte sie entweder Hercule Poirot oder Agatha Christie werden. Als das mit dem beeindruckenden Schnauzbart nichts wurde, entschied sie sich für eine Karriere als Krimiautorin. (Quelle: Verlag

Freitag, 9. März 2018

Rezension: Wem kann Cara trauen? von Annika Harper (Cornwall College II)

Titel: Wem kann Cara trauen?
Autorin: Annika Harper
Seienanzahl: 320 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 11/ Internat
Reihe: Cornwall College Teil 2
Preis: 11,99 EUR
ISBN: 987-551-65282-9
Verlag: Carlsen

Erschienen am 24.03.2017
www.carlsen.de 

Klappentext:

Cara Winter hat sich auf dem Internat eingelebt. Ahnt Moritz, was sie verbirgt? Kann sie ihm vertrauen? Für Cara beginnen aufregende Zeiten: Zwischen verwöhnten Glamour-Girls, zuckersüßen Flirts und Matheunterricht muss sie lernen, ihren eigenen Weg zu gehen – und kommt einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur …

Meine Meinung:

Der erste Cornwall College Teil hat mir gut gefallen (--> Klick), daher wollte ich schnell weiterlesen.

In altbekannter Manier gibt es wieder VIELE Großbuchstaben und gedankliches Gekicher (hihi, oh dear, seufz). Das ist das Markenzeichen des Buches.
Cara Winter kehrt nach den Herbstferien ans Nobelinternat in England zurück. Ihre Großmutter ist nach den Vorfällen aus Band eins nicht gerade begeistert darüber. Zum Glück ist deren Vertrauter, der Anwalt David Dunbar, auf Caras Seite. Auch Mitschüler Moritz hält sein Versprechen und sagt nichts.

Im Internat gibt es einen neuen Mitschüler, der sich Cara gegenüber merkwürdig verhält. Ist Josh wirklich in sie verliebt oder hat er böse Absichten? Cara ist misstrauisch und steigert sich immer weiter in ihre Paranoia hinein. Außerdem findet sie zufällig ein Geheimnis über ihre Nana heraus, dass sie gar nicht einordnen kann. Und so nehmen die Ereignisse ihren Lauf.

Die 15-jährige Cara erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Ihre lustigen und ausschweifenden Gedanken treiben die Story voran. 
Der Schreibstil ist zuckersüß und jugendlich gehalten. (Höhöhö...). ANDERS kann ich es gar nicht beschreiben. Mit ... und ähm schrägen Wörtern muss man leben können. (Glucks- gurgel - GLUCKS- GURGEL...).

Das Buch ließ sich flüssig weglesen und doch konnte es mich nicht so packen wie Band eins. Die Geschichte brauchte über 100 Seiten um überhaupt in Fahrt zu kommen. Und auch danach wirkte die Story leider viel zu konstruiert. Josh's Verhalten war vorhersehbar und die Auflösung von Nanas Geheimnis ziemlich banal. Ja, es ist ein Kinder- und Jugendbuch und vielleicht durchschaut diese Altersklasse die Themen nicht so schnell, aber mir war es einfach zu wenig.

Trotz allem war das Buch recht witzig und unterhaltsam. Cara ist einfach total naiv und weltfremd und schafft so eine eigene Komik. Zwar fängt sie sich langsam an zu entspannen und einzugewöhnen, aber sie ist immer noch weit entfernt davon NORMAL zu sein. Ich würde deshalb die Reihe auch weiterverfolgen, falls es noch mehr Teile vom Cornwall College geben sollte.

Es gab nämlich durchaus tolle Internats- und Freundschaftszenen zwischen Cara und den anderen Mädels (Pancakes im Bett). Das hat mir gut gefallen. Altersgerechte Themen werden auf humorvolle Art angesprochen und verarbeitet. Auch die zarte Romanze zwischen Cara und Moritz ist richtig süß und zum dahinschmelzen. Die nächtliche Einbruchsaktion der beiden war mein Highlight des Buches. Außerdem bleibt die Frage, wann Cara's Geheimnis von den anderen aufgedeckt wird.

Fazit:

Inhaltlich kann das Buch leider nicht mit dem tollen ersten Teil mithalten. Dazu wirkt die Story zu gewollt und aufgesetzt. Unterhaltsam ist die Geschichte trotzdem. Dafür sorgt die naive und weltfremde Sicht der Hauptfigur. Süß und zum weglesen, aber für mich leider nicht mehr. Von mir gibt es knappe 3,5 Sterne
 

Reihe:

2583383030356021 

 

Autorin:

Annika Harper studierte in Hamburg und London und arbeitet außer an weiteren Bänden in einem Chocolate Shop. "Cornwall College" ist ihre erste Reihe. Sie lebt mit ihrem englischen Mann, zwei Kindern und drei Hunden in einem Cottage in Corwall. (Quelle: Buch)

Samstag, 30. Dezember 2017

Rezension: Das grauenvolle Grab von Jonathan Stroud (Lockwood & Co. Teil 5)

Titel: Das grauenvolle Grab
Autor: Jonathan Stroud
Originaltitel: The Empty Grave
Seitenanzahl: 512 Seiten
Genre: Fantasy
Reihe: Teil 5
Preis: 19,99 EUR
ISBN: 978-3570174623
Verlag: cbj

Erschienen am 27.11.2017
www.randomhouse.de 

Klappentext:

In ihrem letzten Abenteuer begeben sich die Agenten von Lockwood & Co. auf eine lebensgefährliche Mission: Sie brechen in das mit Sprengfallen gesicherte Mausoleum ein, in dem die legendäre Agentin Marissa Fittes ruht. Doch tut sie das wirklich?
Und das ist nur eine der alles entscheidenden Fragen, deren Antwort die blutjungen Agenten ergründen müssen. Erst dann können sich Lockwood & Co. ihren Widersachern, seien sie lebendig oder aus dem Reich der Toten, in einer letzten gewaltigen Auseinandersetzung stellen. Damit ihnen dies gelingt, müssen sie sich auf die Hilfe einiger völlig unerwarteter und ungeheuer unheimlicher Verbündeter einlassen.

Meine Meinung:

Nach dem gemeinen Cliffhanger vom letzten Buch habe ich mit Spannung dem neuen Abenteuer der kleinsten Geisteragentur Londons entgegengefiebert. Können Lockwood & Co. das (Geister)Problem ein für alle Mal lösen?
Lucy erzählt die Geschichte wieder aus der Ich-Perspektive. Das ganze Lockwood & Co Team einschließlich des sprechenden Schädels begibt sich gleich zu Beginn auf eine gefährliche Mission.
Der Aufbau des Buches unterscheidet sich kaum von den Vorgängern. Kleinere Fälle ergeben am Ende das große Ganze. Neu ist jedoch, dass die Feinde nicht mehr unbedingt die Toten sind. Auch die Lebenden sind hinter George, Lockwood, Lucy, Holly und Kipps her.
Das Team kommt der Auflösung des Geisterproblems immer näher und ruft damit gefährliche Gegner auf den Plan.

Während die Charaktere in den ersten Büchern oft noch unbeholfen reagiert haben, sind sie mittlerweile zu einem eingespielten Team geworden. Besonders George ist über sich hinaus gewachsen und nimmt kein Blatt mehr vor den Mund. Das hat mir am besten gefallen. Auch Lockwood öffnet sich gegenüber Lucy immer mehr und ebnet damit den Weg für eine zarte Romanze, die man sich als Leser aber eher denken muss.

Um den einflussreichen Gegnern auf die Spur zu kommen, müssen Lockwood & Co diesmal öfter das Gesetz brechen. Das zeigt den Ernst der Lage. Trotzdem gibt es genug gruselige Geisterszenen, Kämpfe und natürlich ganz viel Situationskomik und Humor.

Die Buchreihe ist so toll, weil alle Charaktere einmalig sind. Niemand ist klischeebehaftet oder stereotypisch. Es ist alles so erfrischend anders und neu, dass man dabei über kleinere Logikfehler hinwegsehen kann. Mittlerweile habe ich alle Personen ins Herz geschlossen und bin traurig das die Reihe zu Ende ist.

Mit der Auflösung der Geschichte kann ich gut leben, auch wenn zum Kernproblem der Geisterepidemie immer nur schwammig geantwortet wurde. Den Rest muss sich wohl jeder mit seiner Fantasie beantworten. 
Toll, dass der sprechende Schädel seinen Beitrag zur Auflösung leistet. Er ist im Laufe der Buchreihe immer mehr zu einem festen Teammitglied geworden und hat mit seinen Sprüchen die Geschichte aufgemöbelt.

Durch den wortgewandten und unterhaltsamen Schreibstil fliegt man förmlich durch die Seiten. Dabei gibt es wieder unheimlich viel schwarzen Humor, Witz und die richtige Mischung aus Spannung und Action.

Zwar hätte ich mir ein abgeschlossenes Ende gewünscht, aber so bleibt theoretisch alles möglich. Es ist trotzdem ein toller Abschluss einer genialen Reihe.

Fazit:

Als geballtes Team treten Lockwood & Co in ihrem letzten Fall gegen einflussreiche Gegner an. Dafür müssen sie einiges einstecken und noch mehr austeilen. Es gibt einige Antworten, anderes bleibt der Fantasie überlassen. Insgesamt ist es ein toller Abschluss. Actionreich, gruselig und spannend bis zum Ende. Weiterhin Suchtgefahr und hat alle fünf Sterne verdient.

Reihe:

  1. Die Seufzende Wendeltreppe 
  2. Der Wispernde Schädel
  3. Die raunende Maske 
  4. Das flammende Phantom
  5. Das grauenvolle Grab 

Autor:

Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er arbeitete zunächst als Lektor. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.
Berühmt wurde er durch seine weltweite Bestseller-Tetralogie um den scharfzüngigen Dschinn Bartimäus, dessen Abenteuer in »Das Amulett von Samarkand«, »Das Auge des Golem«, »Die Pforte des Magiers« und »Der Ring des Salomo« erzählt werden.  (Quelle: amazon)

Dienstag, 29. August 2017

Rezension: Viviens himmlisches Eiscafé von Abby Clements

Titel: Viviens himmlisches Eiscafé
Autorin: Abby Clements
Originaltitel: Vivien's Heavenly Ice Cream Shop
Seitenanzahl: 380 Seiten
Genre: Roman
Reihe: Teil 1 von 2 (einzeln lesbar)
Preis: 8,99 EUR
ISBN: 978-3-442-48043-2
Verlag: Goldmann
Erschienen am 21.04.2014
www.goldmann-verlag.de 

Klappentext:

Als Imogen und Anna das wunderschöne Eiscafé ihrer Großmutter an der Strandpromenade von Brighton erben, stellt sie das vor eine schier unlösbare Aufgabe. Das alte Café quillt zwar über vor Charme – keineswegs jedoch vor Gästen. Die beiden Schwestern setzen alles daran, Viviens Erbe zu retten und ihm zu altem Glanz zu verhelfen. Also fliegt Anna nach Italien, um an einem Gourmet-Eiscreme-Kurs teilzunehmen, und ihre Rezepte verzaubern bald nicht nur die Kunden, sondern auch einen ganz besonderen Mann ...

Meine Meinung:

England ist eines meiner liebsten Reiseziele und daher lese ich auch gerne Romane, die dort spielen. Viviens himmlisches Eiscafé besticht durch ein wunderschönes Cover.

Der Roman handelt von den ungleichen Schwestern Anna und Imogen. Während die bodenständige Anna zu Beginn der Geschichte in ihre neue Wohnung zieht, für die sie lange gespart hat, lebt die jüngere Imogen gerade auf einer kleinen Insel in Thailand. Imogen ist Künstlerin und möchte mit ihren Fotos Erfolg haben.

Als ihre Großmutter Vivien stirbt, hinterlässt sie den beiden ihr in die Jahre gekommenes Eiscafé. Anna und Imogen fühlen sich verpflichtet das Familiengeschäft zu übernehmen und geben ihr altes Leben ohne weiteres auf. Leider läuft der Laden eher schlecht und so überlegen sie sich einige Maßnahmen um das Café zu retten. Unter anderem besucht Anna einen Eiscreme-Kurs in Italien. Durch die Schwierigkeiten nähern sich die Schwestern wieder an.

Mir gefällt die Grundidee des Buches richtig gut. Es birgt viel Konfliktpotenzial (die Schwestern geben zuerst alles auf, beißen sich durch etc.), aber irgendwie hat die Autorin nichts spannendes daraus gemacht. In diesem Genre erwarte ich kein literarisches Highlight, aber doch Charaktere die nachvollziehbar handeln. Und das fehlt mir hier. Die Entscheidungen der Personen wirken immer so wahllos und aus der Luft gegriffen. Gleichzeitig kratzt die Story nur an der Oberfläche entlang und dadurch kann man sich kaum mit den Figuren identifizieren. Ich hätte mir einfach mehr Herzlichkeit gewünscht, einfach ein süßes Gefühl. Doch das gab es nicht. Es wirkte teilweise recht lieblos und langweilig erzählt. Viele Passagen ziehen sich in die Länge. Ich habe mich immer öfter dabei ertappt, wie ich beim lesen vorgesprungen bin. Das war schade.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Es lässt sich gut weglesen ohne das man viel nachdenken muss. Abwechselnd wird aus Annas und Imogens Sicht erzählt. Die Eiscreme-Herstellung nimmt in diesem Buch einen großen Platz ein und am Ende findet man auch noch einige Rezepte zum nachmachen. So etwas gefällt mir.

Die Handlung ist größtenteils vorhersehbar, was in diesem Genre aber nicht unnormal ist. Anna und Imogen finden beide ihre Liebe und bekommen die Situation in den Griff. 

Bei mir ist der Funke zu diesem Buch leider nicht übergesprungen, doch wer eine leichte Geschichte zum wegträumen sucht, der sollte sich das Buch mal näher ansehen.  

Fazit:

Mir fehlte bei diesem Buch einfach der Bezug zu den Charakteren. Mir fehlte die Herzlichkeit und Wärme, die man bei diesem süßen Klappentext und Cover erwartet. Stattdessen wirkte der Erzählstil sehr emotionslos. Das Buch kann sicher unterhalten, aber man darf keine großen Überraschungen oder Entwicklungen erwarten. Es ist leichte Kost für einen verregneten Couchnachmittag ohne großen Anspruch. Von mir gibt es 2,5 Sterne (aufgerundet 3).

Ich danke dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Reihe:

33020000 

Autorin:

Abby Clements arbeitete in einem Verlag, bevor sie sich selbst dem Schreiben widmete. Am liebsten isst sie Pistanzien-Scholaden-Eis mit Haselnussssplittern in einer großen Waffel. Sie lebt mit ihrem Verlobten im Norden von London und liebt gemütliche Sonntage, Achtigerjahrefilme und Dackel. (Quelle: Klappentext)

Mittwoch, 10. Mai 2017

(Hörbuch) Rezension: Die Prophezeiung der Hawkweed von Irena Brignull

Titel: Die Prophezeiung der Hawkweed
Autorin: Irina Brignull
Gelesen von: Jana Schulz
Dauer: 05:57:03
Genre: Fantasy
Reihe: Nein
Preis: 20,00 EUR
ISBN: 978-3-8337-3736-7
Verlag: Jumbo Verlag
Erschienen am 07.04.2017
www.jumboverlag.de
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Klappentext:

Zwei Neugeborene werden durch einen Fluch vertauscht. So wächst Ember Hawkweed in einem Clan von Hexen auf. Und Poppy Hooper, die Hexe, in einer Kleinstadt in England. Sie fliegt von jeder Schule, weil ihr dauernd seltsame Dinge passieren. Derweil fühlt sich Ember wie eine Fremde in ihrem Clan. In ihr scheint kein Tropfen Magie zu stecken - dabei soll eine der Hawkweeds laut einer Prophezeiung die Königin der Hexen werden. Als sich Ember und Poppy begegnen, finden sie mehr über ihr gemeinsames Schicksal heraus. Dann lernt Poppy Leo kennen und die Freundschaft der Mädchen wird auf die Probe gestellt. Währenddessen machen sich die Hexenclans bereit für den Kampf um den Thron.

Meine Meinung:

Die Inhaltsangabe klang ein bisschen nach Das doppelte Lottchen von Erich Kästner, daher war ich sehr neugierig auf das Buch.

Die Sprecherin hat ihre Sache gut gemacht und mich bei Laune gehalten. Ihre rauchige Stimme passte perfekt zu der überwiegend düsteren Geschichte.

Abwechselnd wird von den Mädchen Poppy und Ember berichtet. Beide fühlen sich in ihrer Welt nicht richtig zu Hause. Auf der einen Seite gibt es Poppy, die immer wieder in verrückte Situationen gerät, so dass sie keine Freunde findet und früher oder später von jeder Schule fliegt.
Ember geht es in ihrem Hexenzirkel ähnlich. Sie wird als neue Hexenkönigin angepriesen, hat aber bisher nicht einen Funken Magie gezeigt. Wir wissen weshalb, denn die Mädchen wurden als Babys vertauscht.

Der Unterschied der Welten ist der Autorin gut gelungen. Die Hexen leben abgeschottet im Wald, fast wie im Mittelalter. Sie halten sich von den Unwürdigen Menschen fern. In der "modernen" Welt gibt es dagegen Scheidungen, psychische Erkrankungen und andere "normale" Probleme, mit denen sich Teenager herumschlagen müssen. Trotzdem ist die Geschichte sehr klischeehaft. Die Hexen sind alle irgendwie böse und niederträchtig. Und richtig verstehen konnte ich den ganzen Hype um die Thronherrschaft jetzt auch nicht. Immerhin verstecken sich die Hexen wie Tiere im Wald, haben weder Wohlstand oder irgendetwas in der Welt zu melden, nehmen sich selbst aber sehr wichtig.

Als die beiden Mädchen sich durch Zufall kennenlernen, fühlen sie sich zum ersten Mal von jemanden verstanden.
Poppy ist sehr taff und zeigt keine Angst. Ember ist dagegen die typische Unschuld vom Lande. Es wäre die perfekte Mischung, aber irgendwie konnte mich die Autorin nicht von ihren Figuren überzeugen. Es wirkte alles viel zu konstruiert und leblos, so dass ich mich nicht auf die Charaktere einlassen konnte. Sie sind durch und durch stereotypisch. Alles in der Geschichte ist entweder schwarz oder weiß.
Als dann auch noch Leo hinzukommt, entwickelt sich eine unlogische Dreiecksbeziehung

Der Schreibstil wirkte auf mich sehr nüchtern und distanziert, daher fand ich die eingebaute Liebesgeschichte eher störend, als romantisch. Wirklich alle Mädchen sind auf den ersten Blick in den obdachlosen Leo verliebt und rennen ihm magisch und nichtmagisch hinterher. Das war mir echt zu viel. Es gibt dafür zwar eine Erklärung, aber ich hätte mich gefreut, wenn sich die Handlung mehr auf den drohenden Hexenkrieg verlagert hätte. Denn das war wirklich spannend, aber spielte unterm Strich leider nur eine Nebenrolle.

Mittlerweile weiß ich, dass es einen zweiten Teil geben wird und das erklärt weshalb viele Fragen offen geblieben sind. Mich hat bis zum Schluss gestört, dass ich die meisten Reaktionen der Charaktere nicht wirklich nachvollziehen konnte. Die ganze Geschichte ist einfach unlogisch. Außerdem wirkt es so, als wenn man Kinder nur lieben könnte, wenn man sie selbst geboren hat.
Ich hätte mich über mehr Struktur und Zusammenhang zwischen den Kapiteln gefreut. Mir kam die Handlung oft abgehackt vor. Von der ganzen Vertauschung habe ich mir insgesamt viel mehr versprochen. Die Auflösung war dann doch recht unspektakulär. Die spannenden Stellen sind irgendwie untergegangen, vielleicht auch, weil man von Beginn an weiß, wer hinter der Vertauschung steckt.

Mich konnte das Hörbuch daher leider nicht komplett überzeugen. Ich habe mir einfach unter der Grundidee etwas ganz anderes vorgestellt und finde die Umsetzung nicht gelungen. Wenn man mit anderen Erwartungen an die Geschichte herangeht, gefällt es einem vielleicht besser. Einen Versuch ist es bestimmt Wert.


Fazit:

Mich konnte die Geschichte nicht so richtig überzeugen. Dazu lag der Fokus zu sehr auf der kindlichen Liebesgeschichte und zu wenig auf der Vertauschung und dem drohenden Hexenkrieg. Wen das nicht stört, der kann mit dem Auftakt der Reihe bestimmt mehr anfangen. Die Sprecherin macht einen guten Job. Ich vergebe drei Sterne. 



Autorin/Sprecherin:

Irena Brignull ist eine britische Drehbuchautorin. Nach ihrem Studium der Englischen Literatur an der Oxford Universität arbeitete sie beim BBC. Bekannt wurde sie unter anderem für ihre Drehbücher der Animationsfilme "Der Kleine Prinz" und "Die Boxtrolls". Mit ihrer Familie lebt sie in London. "Die Prophezeiung der Hawkweed" ist ihr erster Roman.


Jana Schulz wurde 1977 geboren und studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sie war bereits mehrfach in Film und Fernsehen zu sehen, so unter anderem im "Tatort", und hat bei zahlreichen Bühnenproduktionen mitgewirkt. Von 2003 bis 2011 war sie Ensemblemitglied des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Heute ist Jana Schulz am Schauspielhaus Bochum engagiert. Der JUMBO Verlag hat sie für das Hörbuch entdeckt. (Quelle: Verlag)



Dienstag, 28. März 2017

Rezension: Was verbirgt Cara Winter? von Annika Harper

Titel: Cornwall College: Was verbirgt Cara Winter?
Autorin: Annika Harper

Seitenanzahl: 272 Seiten
Genre: Jugendbuch ab 10 J./Internat
Reihe: Teil 1 von (bisher) 2
Preis: 11,99 EUR
ISBN: 978-3551652812
Verlag: Carlsen
Erschienen am 30.07.2015
www.carlsen.de 

Klappentext:

Das Nobelinternat "Cornwall College" in England. Hier sind sie alle, die Kinder der Reichen und Schönen: protzige Prinzen und Glitzergirls, echte Stars und Dramaqueens. Und Cara. Gerade erst ist sie aus Deutschland gekommen. Fast könnte man das unauffällige Mädchen übersehen. Aber Cara hat ein Geheimnis ...

Meine Meinung:

Hand aufs Herz? Als Kind hat doch wohl jedes Mädchen von uns mind. ein Buch von Hanni & Nanni gelesen oder? Ich war jedenfalls gleich neugierig auf das Cornwall College und seine Geschichten.

Cara Winter wurde in Deutschland bisher von einer Privatlehrerin unterrichtet und ist sehr abgeschottet bei ihrer Großmutter aufgewachsen. Da sie endlich auf eine richtige Schule gehen möchte, überzeugt sie ihre englische Großmutter vom Cornwall College in England. Voller Vorfreude und sehr aufgeregt macht sich das Mädchen auf den Weg.
Durch die Abgeschiedenheit ist Cara sehr weltfremd geworden und muss erst lernen sich in der richtigen Welt zurechtzufinden. Das sorgt für reichlich witzige Szenen. Naiv glaubt sie an eine Jacke aus Yetifell und stellt sich auch beim Brezelkauf sehr umständlich an. 

Im Internat selbst wird Cara vor einige Schwierigkeiten gestellt. Es gibt Zickenterror mit anderen Mädchen, aber sie findet auch neue Freunde. Doch je mehr die Mädels über Cara wissen möchten, desto schwieriger wird es für sie ihr Geheimnis zu schützen.
Auch wenn es für mich ziemlich offensichtlich war, wohin der Hase läuft, war der Storyaufbau spannend und interessant gemacht.

Durch die große Schrift und die kurzen Kapitel fliegt man förmlich durch die Seiten. Es gibt eine Menge zu lachen, besonders als ein gewisser Großkotz alias Moritz ins Spiel kommt. Gleichzeitig spitzt sich die Geschichte regelrecht zu und wird zum Ende immer spannender. Das Geheimnis droht aufzufliegen.

Cara ist ein putziger Charakter. Sie ist sehr naiv, aber herzensgut. Sie möchte endlich Freundinnen finden und etwas erleben. Um auf dem Cornwall College bleiben zu können, tut sie alles. Das lässt sie in den Augen der anderen Mädchen oft etwas wunderlich erscheinen.

Der Schreibstil ist flüssig und jugendlich. Das zeigen auch die ständigen Hihis und Hahas. Insgesamt habe ich das Buch an einem Stück durchgelesen und hatte wirklich viel Spaß beim Lesen. Die Geschichte ist zeitlos und dürfte Mädchen jeder Altersstufe gefallen (hihi!).

Den zweiten Teil würde ich jederzeit lesen.

Fazit:

Das Buch kann mit interessanten Figuren, Herzblut und reichlich Humor überzeugen. Die Spannung baut sich kontinuierlich auf. Für Erwachsene ist vieles vorhersehbar, aber trotzdem lesenwert. Ein toller Reihenauftakt für jeden der Internatsgeschichten mag. Von mir gibt es alle fünf Sterne. Hier stimmt definitiv alles. Lesespaß, Humor und Spannung. 

Reihe:

2583383030356021

Autorin: 

Annika Harper studierte Anglistik in Hamburg und London und arbeitet als Übersetzerin und in einem Chocolate Shop. „Cornwall College“ ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrem englischen Mann, zwei Kindern und drei Hunden in einem Cottage in Cornwall. (Quelle: Amazon) 
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