Samstag, 4. April 2026
Hosenkauf und Spitzkohlsalat
anje, 23:03h
Für heute war noch mal der Tierheimflohmarkt angekündigt und selbstverständlich wollte ich da wieder hingehen. Sie bekommen regelmäßig neue Ware, es gibt also immer wieder etwas Neues zu entdecken und selbst wenn es immer das gleiche Zeug ist, was sie anbieten, so findet man doch bei jedem Durchgang noch mal etwas, was man bisher übersehen hat.
In meinem Hinterkopf hatte sich 10h als Startzeit festgesetzt, ich fuhr also kurz nach Halb Elf hier los und war so gegen Viertel vor Elf im Dorf, wo auch schon das große Hinweisschild mit "Heute hier Flohmarkt" auf der Straße fand, allerdings war die Tür noch verschlossen und bei genauerem Hinsehen stand dort ziemlich deutlich, dass Beginn für Publikum erst ab 11h ist.
Ich musste also noch einen Viertelstunde warten und schlenderte deshalb durch die Fußgängerzone und schaute mir die Schaufenster der Geschäfte an. Ich bin so selten im Dorf, dass ich es durchaus interessant fand, mir anzusehen, was es für neue Geschäfte gab und was überhaupt so angeboten wurde.
In einem Klamottengeschäft sah ich eine Hose, die mir ausnehmen gut gefiel.
Die allermeisten Läden im Dorf sind entweder Klamottengeschäfte oder Läden mit typischem Meer-Merge, also so Touristen-Mitbringsel-Krimskrams.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein Anziehteil in einem Laden gekauft habe, was vor allem auch daran liegt, dass ich ja nie in solche Läden gehe. Aber heute musste ich Zeit totschlagen und außer Läden anzuschauen gab es dort in der Nähe wirklich nichts anderes zu tun und so begann mein Ausflug zum Flohmarkt mit dem Kauf einer Hose in einem normalen Geschäft.
Damit hatte ich dann auch gleich das Budget für locker 10 Wochen Flohmarkt verjubelt, aber mir gefiel die Hose wirklich richtig gut, ich konnte sie anprobieren und mich daran freuen, wie gut sie passt und alle fünf Jahre mal eine Hose in einem normalen Laden zu kaufen, wird dann auch noch finanzierbar sein.
Auf dem Flohmarkt selber fand ich heute weniger Teile als letzte Woche, aber einige doch und so war das insgesamt ein erfolgreicher Einkaufsvormittag.
Am Nachmittag waren wir fast zwei Stunden am Strand und haben zugeschaut, wie der Hund mit vielen anderen Hunden spielte, es war richtig viel los, am Hundestrand herrschte Hochbetrieb.
Zum Abendessen gab es ein Brathähnchen aus dem Airfryer, sehr praktische Zubereitungsmethode. Das Hähnchen war sehr zart und saftig geworden mit einer angenehm krossen Haut, das alles ohne größere Mengen an Dreck oder Fettspritzerein im Umfeld zu verteilen, so werde ich künftig immer Brathähnchen zubereiten.
Als Beilage gab es unseren neuen Lieblingssalat.

Felix hatte schon vor längerem mal erzählt, dass es bei ihnen regelmäßig Krautsalat aus Spitzkohl gibt und das Rezept dazu gepostet.
Das machte mich neugierig, Spitzkohl hatte ich bisher nur als Ofengemüse verarbeitet, auf die Idee, dass man ihn auch roh als Salat machen könnte, wäre ich von mir aus nicht gekommen.
Ich habe mich zunächst genau an Felix Rezept gehalten, dann ein wenig rumprobiert und inzwischen haben wir unsere eigene Lieblingsmischung gefunden. Bei uns kommt außer roter Zwiebel immer noch ein wenig frische Paprika mit dazu und heute habe ich auch noch gerösteten Sesam drübergestreut. Als Sauce mache ich meine normale Himbeervinaigrette und wir finden den Salat beide richtig toll. Da sich Spitzkohl problemlos länger hält, habe ich seit einiger Zeit immer einen Spitzkohl im Kühlschrank, so dass ich jederzeit spontan diesen Salat machen kann. Ich bin sehr zufrieden, diesen Salat bei Felix entdeckt zu haben, er ist inzwischen aus unserem Alltagsspeiseplan auch nicht mehr wegzudenken
.
In meinem Hinterkopf hatte sich 10h als Startzeit festgesetzt, ich fuhr also kurz nach Halb Elf hier los und war so gegen Viertel vor Elf im Dorf, wo auch schon das große Hinweisschild mit "Heute hier Flohmarkt" auf der Straße fand, allerdings war die Tür noch verschlossen und bei genauerem Hinsehen stand dort ziemlich deutlich, dass Beginn für Publikum erst ab 11h ist.
Ich musste also noch einen Viertelstunde warten und schlenderte deshalb durch die Fußgängerzone und schaute mir die Schaufenster der Geschäfte an. Ich bin so selten im Dorf, dass ich es durchaus interessant fand, mir anzusehen, was es für neue Geschäfte gab und was überhaupt so angeboten wurde.
In einem Klamottengeschäft sah ich eine Hose, die mir ausnehmen gut gefiel.
Die allermeisten Läden im Dorf sind entweder Klamottengeschäfte oder Läden mit typischem Meer-Merge, also so Touristen-Mitbringsel-Krimskrams.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein Anziehteil in einem Laden gekauft habe, was vor allem auch daran liegt, dass ich ja nie in solche Läden gehe. Aber heute musste ich Zeit totschlagen und außer Läden anzuschauen gab es dort in der Nähe wirklich nichts anderes zu tun und so begann mein Ausflug zum Flohmarkt mit dem Kauf einer Hose in einem normalen Geschäft.
Damit hatte ich dann auch gleich das Budget für locker 10 Wochen Flohmarkt verjubelt, aber mir gefiel die Hose wirklich richtig gut, ich konnte sie anprobieren und mich daran freuen, wie gut sie passt und alle fünf Jahre mal eine Hose in einem normalen Laden zu kaufen, wird dann auch noch finanzierbar sein.
Auf dem Flohmarkt selber fand ich heute weniger Teile als letzte Woche, aber einige doch und so war das insgesamt ein erfolgreicher Einkaufsvormittag.
Am Nachmittag waren wir fast zwei Stunden am Strand und haben zugeschaut, wie der Hund mit vielen anderen Hunden spielte, es war richtig viel los, am Hundestrand herrschte Hochbetrieb.
Zum Abendessen gab es ein Brathähnchen aus dem Airfryer, sehr praktische Zubereitungsmethode. Das Hähnchen war sehr zart und saftig geworden mit einer angenehm krossen Haut, das alles ohne größere Mengen an Dreck oder Fettspritzerein im Umfeld zu verteilen, so werde ich künftig immer Brathähnchen zubereiten.
Als Beilage gab es unseren neuen Lieblingssalat.

Felix hatte schon vor längerem mal erzählt, dass es bei ihnen regelmäßig Krautsalat aus Spitzkohl gibt und das Rezept dazu gepostet.
Das machte mich neugierig, Spitzkohl hatte ich bisher nur als Ofengemüse verarbeitet, auf die Idee, dass man ihn auch roh als Salat machen könnte, wäre ich von mir aus nicht gekommen.
Ich habe mich zunächst genau an Felix Rezept gehalten, dann ein wenig rumprobiert und inzwischen haben wir unsere eigene Lieblingsmischung gefunden. Bei uns kommt außer roter Zwiebel immer noch ein wenig frische Paprika mit dazu und heute habe ich auch noch gerösteten Sesam drübergestreut. Als Sauce mache ich meine normale Himbeervinaigrette und wir finden den Salat beide richtig toll. Da sich Spitzkohl problemlos länger hält, habe ich seit einiger Zeit immer einen Spitzkohl im Kühlschrank, so dass ich jederzeit spontan diesen Salat machen kann. Ich bin sehr zufrieden, diesen Salat bei Felix entdeckt zu haben, er ist inzwischen aus unserem Alltagsspeiseplan auch nicht mehr wegzudenken
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Freitag, 3. April 2026
Zum Glück schlechtes Wetter
anje, 22:29h
Karfreitag, Nixlostag, das war schon vor 45 Jahren so, geändert hat sich da bis heute nix.
Ich erinnere mich noch gut an Gründonnerstage Ende der 70er/Anfang der 80er. Es war meist richtig was los in der Disco, schließlich waren Osterferien und da war die Insel schon fast ausgebucht.
Doch Punkt Null Uhr war alles vorbei. Die Musik ging aus, das Licht an und die gesamte Stimmung war vorbei.
Um sich nach Mitternacht dann noch igendwie knutschend in den Dünen rumzudrücken, dafür war zu Ostern noch eindeutig zu kalt, es blieb nichts anderes übrig als traurig nach Hause zu trotten und sich zu fragen, was man mit einem Feiertag soll, wenn man ihn nicht zum Feiern benutzen kann.
Heute stört mich das nicht mehr so sehr wie früher, aber auch heute finde ich diese Feiertage, an denen das gesamte Leben durch vorgegebenen, äußeren Zwang auf Null heruntergefahren wird, öde.
Grundsätzlich gibt es in meinem Leben inzwischen zwar viele Tage, an denen ich wirklich exakt gar nichts mache und auch das Haus nicht verlasse, aber es ist das übliche Phänomen der verschlossenen Tür: So lange die Tür offen steht, verspüre ich keinerlei Bedürfnis, rauszugehen. Aber knapp schließt jemand diese Tür und sagt mir, ich dürfe jetzt nicht rausgehen, na, da will ich natürlich nichts dringender als unbedingt nach draußen.
Zum Glück war es heute draußen auch noch eher ungemütlich. Kalt, feucht, Wind, da konnte ich mir gut einreden, dass ich freiwillig zu Hause bleibe.
Am späten Abend gingen wir dann aber noch mal zum Onkel, K hatte eine neue Fritzbox für ihn bestellt, weil die bisherige mit Baujahr 2010 nicht mehr so wirklich aktuell ist. Zwei Stunden später war alles eingerichtet und lief wieder, jetzt dürften auch die Gästebeschwerden über das schlechte Wlan aufhören
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Ich erinnere mich noch gut an Gründonnerstage Ende der 70er/Anfang der 80er. Es war meist richtig was los in der Disco, schließlich waren Osterferien und da war die Insel schon fast ausgebucht.
Doch Punkt Null Uhr war alles vorbei. Die Musik ging aus, das Licht an und die gesamte Stimmung war vorbei.
Um sich nach Mitternacht dann noch igendwie knutschend in den Dünen rumzudrücken, dafür war zu Ostern noch eindeutig zu kalt, es blieb nichts anderes übrig als traurig nach Hause zu trotten und sich zu fragen, was man mit einem Feiertag soll, wenn man ihn nicht zum Feiern benutzen kann.
Heute stört mich das nicht mehr so sehr wie früher, aber auch heute finde ich diese Feiertage, an denen das gesamte Leben durch vorgegebenen, äußeren Zwang auf Null heruntergefahren wird, öde.
Grundsätzlich gibt es in meinem Leben inzwischen zwar viele Tage, an denen ich wirklich exakt gar nichts mache und auch das Haus nicht verlasse, aber es ist das übliche Phänomen der verschlossenen Tür: So lange die Tür offen steht, verspüre ich keinerlei Bedürfnis, rauszugehen. Aber knapp schließt jemand diese Tür und sagt mir, ich dürfe jetzt nicht rausgehen, na, da will ich natürlich nichts dringender als unbedingt nach draußen.
Zum Glück war es heute draußen auch noch eher ungemütlich. Kalt, feucht, Wind, da konnte ich mir gut einreden, dass ich freiwillig zu Hause bleibe.
Am späten Abend gingen wir dann aber noch mal zum Onkel, K hatte eine neue Fritzbox für ihn bestellt, weil die bisherige mit Baujahr 2010 nicht mehr so wirklich aktuell ist. Zwei Stunden später war alles eingerichtet und lief wieder, jetzt dürften auch die Gästebeschwerden über das schlechte Wlan aufhören
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Donnerstag, 2. April 2026
Für mich reicht das
anje, 22:56h
In den letzten Tagen passte das tatsächliche Wetter überraschend gut zum vorhergesagten Wetter, was mich vor allem deshalb freut, weil gestern wirklich der beste Tag zum draußen Wäsche trocknen war und es sich gelohnt hat, dass ich gestern extra deshalb etwas früher aufgestanden bin.
Heute war es schon wieder deutlich kälter und dass bei Temperaturen knapp über 0°C Wäsche nur sehr schlecht trocknet, habe ich im Januar und Februar zur Genüge ausprobieren können, das muss ich nicht noch mal testen.
Für heute gab es damit keine zeitgebundenen, konkreten Aufgaben, weshalb ich auch keinen Grund sah, mich mit dem Aufstehen zu beeilen. Wenn ich vor dem Abendessen geduscht und angezogen bin, ist das immer noch früh genug.
Hier auf der Insel klappt das mit dem Verlottern noch viel besser als auf dem Festland, vor allem deshalb, weil es hier noch weniger zu tun gibt und wenn noch nicht mal das Wetter Grund zum Aufstehen bietet, was soll ich mich dann sinnlos disziplinieren?
Während ich also heute Vormittag höchst zufrieden im Bett rumlungerte, habe ich bemerkt, dass genau das, also das bewusste sich nicht Disziplinieren müssen, echte Glückgefühle auslöst. D.h. die Glücksgefühle wurden dadurch ausgelöst, dass mir klarwurde, wie gut es mir geht, dass ich nichts mehr muss.
Dass ich nicht mehr gegen Bezahlung aktiv arbeiten muss, ist dabei nur ein "nicht mehr müssen", ich habe in den letzten Monaten aber auch viele andere Zwänge abgelegt, nämlich dadurch, dass ich mich gefragt habe: Für wen sollte ich das tun? Wenn sich da keine sinnvolle Antwort findet, fällt es plötzlich leicht, es einfach nicht mehr zu tun.
In unserer Familie gibt es einen geflügelten Satz, der lautet: "Für Borkum reicht das."
Anziehsachen, die fürs Festland nicht mehr schön genug waren, kamen mit nach Borkum, denn für Borkum reichten auch die aussortierten Klamotten.
Überhaupt alles, was den Festlandsansprüchen nicht mehr genügte: Für Borkum reicht das.
Auf Borkum war das Leben leichter, die Ansprüche, die man an sich selber und sein durchgetaktetes Leben stellte, die konnte man auf der Insel einfach mal abstreifen und beiseite legen.
Hier konnte man ungeschminkt und in bequemen Freizeitklamotten den Tag verbringen, ohne Sorge zu haben, schief angesehen zu werden.
Aber knapp war man wieder zurück im Arbeitsleben, waren sie auch alle wieder da, die sonstigen Themen wie: Wie sehe ich aus?
Was denken die anderen von mir?
Was ziehe ich an?
Muss ich zum Friseur?
usw. usw.
Ich trug unbequeme Kleidung (es gibt keine bequemen Highheels!), weil ich meinte, einem bestimmten Rollenklischee genügen zu müssen
Ich schminkte mich und investierte Zeit und Geld in Stylings, um dem eigenen Rollenklischee zu genügen.
Ich besuchte langweilige Veranstaltungen, weil es dazugehört
Ich war nett und höflich zu schrecklichen Menschen, weil es dazugehört.
Überhaupt tat ich ungemein viele Dinge, zu denen ich keine Lust hatte, einfach weil es dazu gehört.
Und all das tue ich jetzt nicht mehr, weil ich nicht mehr dazu gehöre.
Weil ich nicht mehr dazugehören muss.
Weil ich gar nichts mehr muss, außer mit mir selber zufrieden zu sein.
Und für mich selber reicht das
.
Heute war es schon wieder deutlich kälter und dass bei Temperaturen knapp über 0°C Wäsche nur sehr schlecht trocknet, habe ich im Januar und Februar zur Genüge ausprobieren können, das muss ich nicht noch mal testen.
Für heute gab es damit keine zeitgebundenen, konkreten Aufgaben, weshalb ich auch keinen Grund sah, mich mit dem Aufstehen zu beeilen. Wenn ich vor dem Abendessen geduscht und angezogen bin, ist das immer noch früh genug.
Hier auf der Insel klappt das mit dem Verlottern noch viel besser als auf dem Festland, vor allem deshalb, weil es hier noch weniger zu tun gibt und wenn noch nicht mal das Wetter Grund zum Aufstehen bietet, was soll ich mich dann sinnlos disziplinieren?
Während ich also heute Vormittag höchst zufrieden im Bett rumlungerte, habe ich bemerkt, dass genau das, also das bewusste sich nicht Disziplinieren müssen, echte Glückgefühle auslöst. D.h. die Glücksgefühle wurden dadurch ausgelöst, dass mir klarwurde, wie gut es mir geht, dass ich nichts mehr muss.
Dass ich nicht mehr gegen Bezahlung aktiv arbeiten muss, ist dabei nur ein "nicht mehr müssen", ich habe in den letzten Monaten aber auch viele andere Zwänge abgelegt, nämlich dadurch, dass ich mich gefragt habe: Für wen sollte ich das tun? Wenn sich da keine sinnvolle Antwort findet, fällt es plötzlich leicht, es einfach nicht mehr zu tun.
In unserer Familie gibt es einen geflügelten Satz, der lautet: "Für Borkum reicht das."
Anziehsachen, die fürs Festland nicht mehr schön genug waren, kamen mit nach Borkum, denn für Borkum reichten auch die aussortierten Klamotten.
Überhaupt alles, was den Festlandsansprüchen nicht mehr genügte: Für Borkum reicht das.
Auf Borkum war das Leben leichter, die Ansprüche, die man an sich selber und sein durchgetaktetes Leben stellte, die konnte man auf der Insel einfach mal abstreifen und beiseite legen.
Hier konnte man ungeschminkt und in bequemen Freizeitklamotten den Tag verbringen, ohne Sorge zu haben, schief angesehen zu werden.
Aber knapp war man wieder zurück im Arbeitsleben, waren sie auch alle wieder da, die sonstigen Themen wie: Wie sehe ich aus?
Was denken die anderen von mir?
Was ziehe ich an?
Muss ich zum Friseur?
usw. usw.
Ich trug unbequeme Kleidung (es gibt keine bequemen Highheels!), weil ich meinte, einem bestimmten Rollenklischee genügen zu müssen
Ich schminkte mich und investierte Zeit und Geld in Stylings, um dem eigenen Rollenklischee zu genügen.
Ich besuchte langweilige Veranstaltungen, weil es dazugehört
Ich war nett und höflich zu schrecklichen Menschen, weil es dazugehört.
Überhaupt tat ich ungemein viele Dinge, zu denen ich keine Lust hatte, einfach weil es dazu gehört.
Und all das tue ich jetzt nicht mehr, weil ich nicht mehr dazu gehöre.
Weil ich nicht mehr dazugehören muss.
Weil ich gar nichts mehr muss, außer mit mir selber zufrieden zu sein.
Und für mich selber reicht das
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Mittwoch, 1. April 2026
Hundecontent und zu viel Frischluft
anje, 21:09h
Das Wetter war heute bestens, wir machten einen langen Spaziergang durch die Dünen und über den Strand

Oben links die aktuelle Situation am Zaun, sie steht da dauerhaft hochaufgerichtet und jammert, dass sie rüber möchte.
Um den Hund abzulenken, gingen wir an den Strand, danach war sie müde und dachte nicht mehr an den Nachbarsgarten.
Weil das gute Wetter für heute angekündigt war, hatte ich gestern schon die Wäsche sortiert und die erste Maschine lief (vorprogrammiert) schon am frühen Morgen durch, gegen Mittag hingen zwei Waschladungen auf der Leine, am späten Nachmittag war alles trocken, sogar die dicken Jeans trockneten anstandslos, so gefällt mir das.
Durch die viele frische Luft bin ich jetzt ziemlich müde und verschwinde deshalb heute früh im Bett
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Dienstag, 31. März 2026
Neuer Bauzeitenplan
anje, 22:29h
Da kuck, ein Viertel des Jahres ist schon um, das ging mal wieder schnell.
Die Zeit verfliegt sowieso grade in einem besonders atemberaubenden Tempo kommt es mir vor. Ich habe grade noch Witze darüber gemacht, dass ich seit Ewigkeiten damit rechne, dass das Haus in einem halben Jahr bezugsfertig sein wird, dass ich jetzt aber wirklich davon ausgehe, dass es jetzt wirklich nur noch sechs Monate braucht und wir irgendwann im Sommer umziehen können. Aber natürlich war diese Planung genauso obsolet wie alle vorhergehenden, jetzt grade haben wir den aktuellen Bauzeitenplan anpassen müssen (Wasser im Keller, frag nich……) und vor Oktober wird das sicher nix mit Umzug usw. Und Oktober ist wann? - Genau, in einem halben Jahr.
Allerdings haben wir auch gestern mit dem Küchenbauer telefoniert, der ja noch einige andere Dinge bauen soll, unter anderem eine Sitzecke in der Deele mit einem thekenhohen Tresentisch. Die Tischplatte wird auf ein Metallgestell montiert, das wiederum unter den Estrich direkt auf den Betonboden geschraubt werden soll, damit man die Bodenplatte später nicht sieht. Da der Estrich für April geplant ist, wird es jetzt Zeit, dass das Metallgestell gefertigt wird. Das besprachen wir also gestern und kamen in dem Zusammenhang auch auf die weiteren Termine.
Der Küchenbauer fragte nach unserem Zeitplan, K sagte, er sähe die Fertigstellung so im Juni, worauf der Küchenbauer sagte, er sähe das nicht so, er sei heute auf der Baustelle gewesen und nach seiner Erfahrung dauert das noch länger, aber sowieso hätte er in seinem eigenen Montageplan als frühest möglichen Termin erst ab Ende August Zeit.
Daraufhin bat ich darum, diesen Termin doch auf alle Fälle schon mal fest zu reservieren, dann haben wir ein Druckmittel, bis wann wenigstens Boden und Wände in der Küche endgültig fertig sein müssen, ohne zeitlichen Druck dauert alles immer noch viel länger.
Damit gibt es jetzt ein festes Datum: Am 24. August wird die Küche eingebaut.
In meiner Planung kann ich dann ab September damit beginnen, Kleinteile rüberzubringen und vor Ort sofort einzuräumen, damit bin ich mindestens einen Monat gut beschäftigt, so dass der offizielle große Umzug sicher nicht vor Oktober stattfinden wird.
Dies auch als Info an alle, die bereit sind, beim Umzug zu helfen, ich hoffe, das sind viele.
Am Vormittag war ich mit dem Hund bei den Nachbarn, weil Bixa zunächst auf unserer Seite am Zaun stand und heulte. Die Nachbarn haben zwei Irish Terrier, die einen Monat jünger sind als Bixa, die drei standen sich in ihren Gärten nun durch einen Zaun getrennt gegenüber und wollten doch so unbedingt gerne miteinander toben.
Also ging ich mit Hund rüber zu den Nachbarn, damit das Geheule aufhörte und sie ungehindert von trennenden Zäunen zu dritt durch den Garten jagen konnten.
Immerhin Bixa hatte dann schon mal ausreichend Bewegung.
Am Nachmittag bin ich mit ihr noch mal an den Strand gegangen, damit sie endlich auch mal eine längere Strecke voll Speed rasen kann, das Wetter war strandspaziertauglich, der Hund hat es genossen.
K war derweil beim Onkel und hat allerlei Reparaturen für ihn erledigt.
Am Abend hatten wir einen Telefontermin mit dem Architekten und haben den Bauzeitenplan mal wieder überarbeitet und aktualisiert.
Den Estrich im Keller vorzuziehen und schon mal fertigzumachen, haben wir als Idee verworfen, erst muss die Garage fertig sein, damit es nicht mehr durch die Kellertreppe reinregnet, dann wird anschließend der Estrich im gesamten Haus auf einen Rutsch vergossen. Bis dahin können die Putzer ungestört arbeiten und im Außenbereich können schon mal die Leitungen zusammengeführt werden. Laut Plan passt das mit der Küche am 24.8. völlig problemlos
.
Die Zeit verfliegt sowieso grade in einem besonders atemberaubenden Tempo kommt es mir vor. Ich habe grade noch Witze darüber gemacht, dass ich seit Ewigkeiten damit rechne, dass das Haus in einem halben Jahr bezugsfertig sein wird, dass ich jetzt aber wirklich davon ausgehe, dass es jetzt wirklich nur noch sechs Monate braucht und wir irgendwann im Sommer umziehen können. Aber natürlich war diese Planung genauso obsolet wie alle vorhergehenden, jetzt grade haben wir den aktuellen Bauzeitenplan anpassen müssen (Wasser im Keller, frag nich……) und vor Oktober wird das sicher nix mit Umzug usw. Und Oktober ist wann? - Genau, in einem halben Jahr.
Allerdings haben wir auch gestern mit dem Küchenbauer telefoniert, der ja noch einige andere Dinge bauen soll, unter anderem eine Sitzecke in der Deele mit einem thekenhohen Tresentisch. Die Tischplatte wird auf ein Metallgestell montiert, das wiederum unter den Estrich direkt auf den Betonboden geschraubt werden soll, damit man die Bodenplatte später nicht sieht. Da der Estrich für April geplant ist, wird es jetzt Zeit, dass das Metallgestell gefertigt wird. Das besprachen wir also gestern und kamen in dem Zusammenhang auch auf die weiteren Termine.
Der Küchenbauer fragte nach unserem Zeitplan, K sagte, er sähe die Fertigstellung so im Juni, worauf der Küchenbauer sagte, er sähe das nicht so, er sei heute auf der Baustelle gewesen und nach seiner Erfahrung dauert das noch länger, aber sowieso hätte er in seinem eigenen Montageplan als frühest möglichen Termin erst ab Ende August Zeit.
Daraufhin bat ich darum, diesen Termin doch auf alle Fälle schon mal fest zu reservieren, dann haben wir ein Druckmittel, bis wann wenigstens Boden und Wände in der Küche endgültig fertig sein müssen, ohne zeitlichen Druck dauert alles immer noch viel länger.
Damit gibt es jetzt ein festes Datum: Am 24. August wird die Küche eingebaut.
In meiner Planung kann ich dann ab September damit beginnen, Kleinteile rüberzubringen und vor Ort sofort einzuräumen, damit bin ich mindestens einen Monat gut beschäftigt, so dass der offizielle große Umzug sicher nicht vor Oktober stattfinden wird.
Dies auch als Info an alle, die bereit sind, beim Umzug zu helfen, ich hoffe, das sind viele.
Am Vormittag war ich mit dem Hund bei den Nachbarn, weil Bixa zunächst auf unserer Seite am Zaun stand und heulte. Die Nachbarn haben zwei Irish Terrier, die einen Monat jünger sind als Bixa, die drei standen sich in ihren Gärten nun durch einen Zaun getrennt gegenüber und wollten doch so unbedingt gerne miteinander toben.
Also ging ich mit Hund rüber zu den Nachbarn, damit das Geheule aufhörte und sie ungehindert von trennenden Zäunen zu dritt durch den Garten jagen konnten.
Immerhin Bixa hatte dann schon mal ausreichend Bewegung.
Am Nachmittag bin ich mit ihr noch mal an den Strand gegangen, damit sie endlich auch mal eine längere Strecke voll Speed rasen kann, das Wetter war strandspaziertauglich, der Hund hat es genossen.
K war derweil beim Onkel und hat allerlei Reparaturen für ihn erledigt.
Am Abend hatten wir einen Telefontermin mit dem Architekten und haben den Bauzeitenplan mal wieder überarbeitet und aktualisiert.
Den Estrich im Keller vorzuziehen und schon mal fertigzumachen, haben wir als Idee verworfen, erst muss die Garage fertig sein, damit es nicht mehr durch die Kellertreppe reinregnet, dann wird anschließend der Estrich im gesamten Haus auf einen Rutsch vergossen. Bis dahin können die Putzer ungestört arbeiten und im Außenbereich können schon mal die Leitungen zusammengeführt werden. Laut Plan passt das mit der Küche am 24.8. völlig problemlos
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Montag, 30. März 2026
Staubsaugerentwicklungen und Weine
anje, 23:17h
Das Wetter heute: gemischt. Von Sonnenschein und blauem Himmel über Hagelschauer, Bindfadenregen und Sturmböen war alles dabei, der April ist nicht mehr weit.
Mittags ein Spaziergang mit Besuch beim Onkel, dem geht es seit einiger Zeit nicht so gut, die ärztliche Unterversogung hier auf der Insel ist vor allem für alte Leute ein Problem, die mit einer Husch-Husch-Schnellabfertigung nicht klarkommen und immer kränker werden.
Eine Lösung habe ich nicht.
Am Abend der Videotermin mit meinem Ex-Staubsaugervertreter, der mir wirklich noch ein paar gute Tipps zur praktischen Nutzung meiner neuen Geräte geben konnte, der beste Hinweis war allerdings eine simple Absage.
Wenn ich doch jetzt so ein wundervolles Vorwerk-Alleskönner-Staub-Wisch-Reinigungsensemble habe, fehlt mir eigentlich nur noch ein selbstfahrender Staubsaugerroboter und für das neue Haus ist so ein Teil fest vorgesehen. Ich fragte also, in wie weit der Staubsaugerroboter mit meinem System kompatibel sei und die Antwort war mehr als eindeutig: Er hätte sogar noch so ein Teil, er könnte es aber ganz klar nicht empfehlen, ich sei deutlich besser beraten, wenn ich mich bei anderen Herstellern mal umschaue.
Das System, was ich schon besitze, das sei technisch wirklich Spitzenklasse, davon wäre er auch unverändert komplett überzeugt, aber der Roboter, nein, den könne er nicht empfehlen.
Nun, so einer klaren Aussage von jemandem, der sich sicherlich besser auskennt in dem Bereich als ich, der folge ich sofort. Die Idee, sich als Komplettierung der Geräte auch noch den passenden selbstfahrenden Staubsauger aus demselben Hause zu kaufen, ist damit erledigt, dann werde ich ab sofort mal die Tests studieren, welche Staubsaugerroboter besonders oft empfohlen werden.
+++++++++++
In meiner LidlApp hatte ich einen Coupon mit 30% Rabatt auf alle Weiß- und Roséweine. Gute Gelegenheit, die Vorräte wieder aufzufüllen.
Grundsätzlich bin ich zwar eindeutig eher der Rot- als der Weißweintrinker, aber mit Mineralwasser zu einer Schorle ergänzt, trinke ich einen leichten Pinot Grigio ganz gerne und die Rosévariante dieser Sorte mag ich sogar ohne Wasserverdünnung.
Vor fast 40 Jahren hatte ich mal einen (deutlich älteren, deutlich wohlhabenderen) Freund, seines Zeichen Gourmet und Weinliebhaber. Damit ich ihm keine Schande bereit, wenn er mich zu seinen Freunden oder in eine entsprechende Gastronomie mitnimmt, fühlte er sich bemüßigt, mir eine halbwegs fundierte Ausbildung in Sachen Weinkunde zu verpassen.
Als Ergebnis lernte ich einigermaßen treffsicher gute von schlechten Weinen zu unterscheiden, was ich bis heute nutze, um mir beim Discopunter genau die Sorten rauszusuchen, die ein besonders überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.
Was ich auch lernte, war, dass ich gute Weißweine niemals wirklich so werde schätzen können, wie es ihnen zusteht, oder anders ausgedrückt: Ein Chablis ist an mich vollständig verschwendet.
Weil ich es sinnlos finde, gegen meine persönlichen Geschmacksvorlieben anzutrinken, mache ich um edle Weiße freiwillig einen Bogen und bin mit meinen banausigen Schorlen sehr zufrieden.
Bei Rotweinen ist es dagegen komplett andersherum, je schwerer desto toll, für einen guten Margaux lasse ich auch gerne schon mal das Essen stehen.
Solche Weine gibt es zwar eher selten beim Discounter, aber es gibt dort durchaus den einen oder anderen wirklich guten Alltagswein, der sich nicht verstecken muss und doch in deutlich alltagstauglicheren Preisregionen unterwegs ist, als die Weine, die für meinen Freund damals Alltag waren.
Mit dieser einigermaßen brauchbaren Weinausbildung im Hintergrund lernte ich dann im Anschluss CW kennen, der auch ein großer Weinliebhaber war, aber deutlich andere Schwerpunkte setzte als mein vorheriger Freund.
Insbesondere wollte er mich immer wieder zu seinem Faible für spezielle Weißweine bekehren, womit er allerdings überwiegend scheiterte.
Beim Vinho Verde ist es ihm zwar geglückt, den mag ich wirklich recht gerne, aber beim grünen Veltliner, den er als Österreicher ganz besonders schätzte, war ich raus.
Ich möchte lieber nicht. Wir einigten uns dann auf verschiedene Rote als akzeptierte Schnittmenge und kamen so in Punkto Wein meist gut miteinander aus.
Mein Westfalenmann dagegen hat sozusagen gar keine Ahnung von Wein.
Er unterscheidet in: Schmeckt oder schmeckt nicht und folgt ohne Widerspruch meinen Empfehlungen.
Allerdings hat er eine eigene Vorliebe für Rieslings, die ich nicht teile, aber das macht ja nichts, er trinkt auch gerne alleine.
Und jetzt zurück zum Anfang der Geschichte: Ich stehe bei Lidl vor dem Weinregal und schaue die Weißweine durch, ob da welche bei sind, bei denen es sich lohnt, einen 30% Rabatt einzulösen und sehe plötzlich einen grünen Veltliner und auch noch einen guten.
Spontan erscheint mir CW, der sagt, so ein Angebot dürfe ich nicht verstreichen lassen, weshalb ich eine Flasche grünen Veltliner in den Einkaufswagen lege und meinem Westfalenmann erkläre, wir könnten damit einen CW-Gedenktag feiern.
Das haben wir dann heute Abend getan, allerdings hat K deutlich mehr gefeiert als ich, der fand den grünen Veltliner nämlich ausgesprochen schmackhaft und meinte, der sei mindestens so gut wie ein Riesling - ich dagegen hatte nach einem Glas schon wieder genug, es wird halt wirklich nie meine Welt, diese weißen Weine mit der fruchtig schweren Süße, aber immerhin habe ich mit angestoßen - CW hätte sich gefreut
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Mittags ein Spaziergang mit Besuch beim Onkel, dem geht es seit einiger Zeit nicht so gut, die ärztliche Unterversogung hier auf der Insel ist vor allem für alte Leute ein Problem, die mit einer Husch-Husch-Schnellabfertigung nicht klarkommen und immer kränker werden.
Eine Lösung habe ich nicht.
Am Abend der Videotermin mit meinem Ex-Staubsaugervertreter, der mir wirklich noch ein paar gute Tipps zur praktischen Nutzung meiner neuen Geräte geben konnte, der beste Hinweis war allerdings eine simple Absage.
Wenn ich doch jetzt so ein wundervolles Vorwerk-Alleskönner-Staub-Wisch-Reinigungsensemble habe, fehlt mir eigentlich nur noch ein selbstfahrender Staubsaugerroboter und für das neue Haus ist so ein Teil fest vorgesehen. Ich fragte also, in wie weit der Staubsaugerroboter mit meinem System kompatibel sei und die Antwort war mehr als eindeutig: Er hätte sogar noch so ein Teil, er könnte es aber ganz klar nicht empfehlen, ich sei deutlich besser beraten, wenn ich mich bei anderen Herstellern mal umschaue.
Das System, was ich schon besitze, das sei technisch wirklich Spitzenklasse, davon wäre er auch unverändert komplett überzeugt, aber der Roboter, nein, den könne er nicht empfehlen.
Nun, so einer klaren Aussage von jemandem, der sich sicherlich besser auskennt in dem Bereich als ich, der folge ich sofort. Die Idee, sich als Komplettierung der Geräte auch noch den passenden selbstfahrenden Staubsauger aus demselben Hause zu kaufen, ist damit erledigt, dann werde ich ab sofort mal die Tests studieren, welche Staubsaugerroboter besonders oft empfohlen werden.
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In meiner LidlApp hatte ich einen Coupon mit 30% Rabatt auf alle Weiß- und Roséweine. Gute Gelegenheit, die Vorräte wieder aufzufüllen.
Grundsätzlich bin ich zwar eindeutig eher der Rot- als der Weißweintrinker, aber mit Mineralwasser zu einer Schorle ergänzt, trinke ich einen leichten Pinot Grigio ganz gerne und die Rosévariante dieser Sorte mag ich sogar ohne Wasserverdünnung.
Vor fast 40 Jahren hatte ich mal einen (deutlich älteren, deutlich wohlhabenderen) Freund, seines Zeichen Gourmet und Weinliebhaber. Damit ich ihm keine Schande bereit, wenn er mich zu seinen Freunden oder in eine entsprechende Gastronomie mitnimmt, fühlte er sich bemüßigt, mir eine halbwegs fundierte Ausbildung in Sachen Weinkunde zu verpassen.
Als Ergebnis lernte ich einigermaßen treffsicher gute von schlechten Weinen zu unterscheiden, was ich bis heute nutze, um mir beim Discopunter genau die Sorten rauszusuchen, die ein besonders überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.
Was ich auch lernte, war, dass ich gute Weißweine niemals wirklich so werde schätzen können, wie es ihnen zusteht, oder anders ausgedrückt: Ein Chablis ist an mich vollständig verschwendet.
Weil ich es sinnlos finde, gegen meine persönlichen Geschmacksvorlieben anzutrinken, mache ich um edle Weiße freiwillig einen Bogen und bin mit meinen banausigen Schorlen sehr zufrieden.
Bei Rotweinen ist es dagegen komplett andersherum, je schwerer desto toll, für einen guten Margaux lasse ich auch gerne schon mal das Essen stehen.
Solche Weine gibt es zwar eher selten beim Discounter, aber es gibt dort durchaus den einen oder anderen wirklich guten Alltagswein, der sich nicht verstecken muss und doch in deutlich alltagstauglicheren Preisregionen unterwegs ist, als die Weine, die für meinen Freund damals Alltag waren.
Mit dieser einigermaßen brauchbaren Weinausbildung im Hintergrund lernte ich dann im Anschluss CW kennen, der auch ein großer Weinliebhaber war, aber deutlich andere Schwerpunkte setzte als mein vorheriger Freund.
Insbesondere wollte er mich immer wieder zu seinem Faible für spezielle Weißweine bekehren, womit er allerdings überwiegend scheiterte.
Beim Vinho Verde ist es ihm zwar geglückt, den mag ich wirklich recht gerne, aber beim grünen Veltliner, den er als Österreicher ganz besonders schätzte, war ich raus.
Ich möchte lieber nicht. Wir einigten uns dann auf verschiedene Rote als akzeptierte Schnittmenge und kamen so in Punkto Wein meist gut miteinander aus.
Mein Westfalenmann dagegen hat sozusagen gar keine Ahnung von Wein.
Er unterscheidet in: Schmeckt oder schmeckt nicht und folgt ohne Widerspruch meinen Empfehlungen.
Allerdings hat er eine eigene Vorliebe für Rieslings, die ich nicht teile, aber das macht ja nichts, er trinkt auch gerne alleine.
Und jetzt zurück zum Anfang der Geschichte: Ich stehe bei Lidl vor dem Weinregal und schaue die Weißweine durch, ob da welche bei sind, bei denen es sich lohnt, einen 30% Rabatt einzulösen und sehe plötzlich einen grünen Veltliner und auch noch einen guten.
Spontan erscheint mir CW, der sagt, so ein Angebot dürfe ich nicht verstreichen lassen, weshalb ich eine Flasche grünen Veltliner in den Einkaufswagen lege und meinem Westfalenmann erkläre, wir könnten damit einen CW-Gedenktag feiern.
Das haben wir dann heute Abend getan, allerdings hat K deutlich mehr gefeiert als ich, der fand den grünen Veltliner nämlich ausgesprochen schmackhaft und meinte, der sei mindestens so gut wie ein Riesling - ich dagegen hatte nach einem Glas schon wieder genug, es wird halt wirklich nie meine Welt, diese weißen Weine mit der fruchtig schweren Süße, aber immerhin habe ich mit angestoßen - CW hätte sich gefreut
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Sonntag, 29. März 2026
Bastelkramkisten und -preise
anje, 22:56h
Hier war heute der Tierheim-Flohmarkt, den ich so mag, weil es immer sehr großes Angebot gibt, man findet die abstrusesten Dinge und alles ohne vorgegebene Preise.
Man bezahlt am Ende einfach soviel, wie einem das, was man sich ausgesucht hat, wert ist. Der Erlös geht vollständig an das lokale Tierheim, insgesamt also ein wirklich gutes Projekt.
Aktuell findet der Markt drinnen statt, weil das Wetter draußen noch viel zu unzuverlässig ist und im Zweifel auch zu kalt für die ehrenamtlichen Helfer, die an einem Markttag ja locker 7-8 Stunden draußen rumstehen müssen.
Als Location konnte sich die Orgatruppe das seit Jahren leerstehende, ehemalige Kino sichern, für so einen Flohmarkt sicherlich der optimalste Veranstaltungsort, den man sich nur vorstellen kann.
Ich fand heute zwei nahezu perfekte Aufbewahrungskisten für das grade eben frisch mitgebrachte Bastelzubehör.

Beim Durchsortieren meines Bastelzimmers in Greven fiel mir natürlich auch ein, was ich noch dringend für Borkum brauche. Und weil all das Zeug, für das ich früher noch richtig viel Geld bezahlt habe, heute sozusagen gar nichts mehr kostet, habe ich eine fröhliche Einkaufsrunde durch Action gedreht und unter anderem größere Mengen Washi Tape erworben, die jetzt passgenau bis auf die letzte Rolle in eine Kiste passen, die ich heute auf diesem Flohmarkt fand. Ich war ziemlich begeistert.
Das mit den Preisen für Bastelzubehör ist ja auch so eine Sache, die mich immer wieder fasziniert. In meinem Gedächtnis sind noch die Preise von vor 20 Jahren verankert. Damals habe ich das letzte Mal bewusst und aktiv in Spezialläden oder auf Spezialmessen Bastelzubehör gekauft und damals kostete zB eine Rolle WashiTape ca. 1€.
Ich fand WashiTape schon immer super, es war aber halt auch immer eklig teuer und so wählte man sehr bewusst aus, was man meinte, unbedingt haben zu müssen.
Für den Inhalt der Kiste oben auf dem Foto habe ich bei Action jetzt weniger als 8€ bezahlt, es sind aber ganz leicht erkennbar doch etwas mehr als acht Rollen und ich stehe vor den Regalen mit Bastelkram und staune nur noch.
Einen vergleichbaren Preisverfall gibt es bei Stanzen und bei Papier aller Art und natürlich bei Stiften und Farben.
Ich schätze all das kostet maximal noch 10% dessen, was ich früher gewohnt war, weshalb es mir jetzt natürlich unfassbar preiswert erscheint.
Zum Abend hin wurde das Wetter immer stürmischer, jetzt tobt draußen ein ziemlich lauter Wind, der mit viel Geprassel ein wildes Regen-Sandgemisch an die Fensterscheiben wirft, ich bin sehr zufrieden, dass ich in diesem Jahr die Fenster noch nicht geputzt habe
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Man bezahlt am Ende einfach soviel, wie einem das, was man sich ausgesucht hat, wert ist. Der Erlös geht vollständig an das lokale Tierheim, insgesamt also ein wirklich gutes Projekt.
Aktuell findet der Markt drinnen statt, weil das Wetter draußen noch viel zu unzuverlässig ist und im Zweifel auch zu kalt für die ehrenamtlichen Helfer, die an einem Markttag ja locker 7-8 Stunden draußen rumstehen müssen.
Als Location konnte sich die Orgatruppe das seit Jahren leerstehende, ehemalige Kino sichern, für so einen Flohmarkt sicherlich der optimalste Veranstaltungsort, den man sich nur vorstellen kann.
Ich fand heute zwei nahezu perfekte Aufbewahrungskisten für das grade eben frisch mitgebrachte Bastelzubehör.

Beim Durchsortieren meines Bastelzimmers in Greven fiel mir natürlich auch ein, was ich noch dringend für Borkum brauche. Und weil all das Zeug, für das ich früher noch richtig viel Geld bezahlt habe, heute sozusagen gar nichts mehr kostet, habe ich eine fröhliche Einkaufsrunde durch Action gedreht und unter anderem größere Mengen Washi Tape erworben, die jetzt passgenau bis auf die letzte Rolle in eine Kiste passen, die ich heute auf diesem Flohmarkt fand. Ich war ziemlich begeistert.
Das mit den Preisen für Bastelzubehör ist ja auch so eine Sache, die mich immer wieder fasziniert. In meinem Gedächtnis sind noch die Preise von vor 20 Jahren verankert. Damals habe ich das letzte Mal bewusst und aktiv in Spezialläden oder auf Spezialmessen Bastelzubehör gekauft und damals kostete zB eine Rolle WashiTape ca. 1€.
Ich fand WashiTape schon immer super, es war aber halt auch immer eklig teuer und so wählte man sehr bewusst aus, was man meinte, unbedingt haben zu müssen.
Für den Inhalt der Kiste oben auf dem Foto habe ich bei Action jetzt weniger als 8€ bezahlt, es sind aber ganz leicht erkennbar doch etwas mehr als acht Rollen und ich stehe vor den Regalen mit Bastelkram und staune nur noch.
Einen vergleichbaren Preisverfall gibt es bei Stanzen und bei Papier aller Art und natürlich bei Stiften und Farben.
Ich schätze all das kostet maximal noch 10% dessen, was ich früher gewohnt war, weshalb es mir jetzt natürlich unfassbar preiswert erscheint.
Zum Abend hin wurde das Wetter immer stürmischer, jetzt tobt draußen ein ziemlich lauter Wind, der mit viel Geprassel ein wildes Regen-Sandgemisch an die Fensterscheiben wirft, ich bin sehr zufrieden, dass ich in diesem Jahr die Fenster noch nicht geputzt habe
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