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Mittwoch, 30. September 2020

Rezension: Über Forderungen - Wie feministischer Aktivismus gelingt // Hrsg. von Magdalena Baran-Szoltys und Christian Berger

 

FORDERUNGEN FÜR EINE BESSERE GESELLSCHAFT

Meine Meinung
Vor zwei Jahren habe ich das Frauen*Volksbegehren (F*VB) unterschrieben. Meine Unterschrift war nach der Auszählung eine von 481.959. Ab 100.000 Unterschriften muss das Volksbegehren im Parlament behandelt werden. Bis jetzt wurde noch keine der Forderungen umgesetzt.
 "Um Frauenrechte zu schützen und patriarchale Herrschaft abzubauen, bedarf es gesellschaftlichen Wandels, aber auch rechtlicher Maßnahmen. Dafür braucht es Druck auf den Gesetzgeber." (S. 56)
In Österreich ist das Volksbegehren ein Instrument der demokratischen Grundordnung und eine Möglichkeit für Bürger*innen auf höchster Ebene politischen Einfluss zu nehmen. In diesem Buch geben die Initiator*innen und Mitstreiter*innen sozusagen eine Anleitung dafür, wie erfolgreicher feministischer Aktivismus gelingen kann. Sie geben einen Blick hinter die Kulissen und erzählen von Finanzierung, Netzwerkarbeit, Rechtlichem, Corporate Identity und natürlich von ihren Forderungen. 
 
Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des Femtembers. 
 

Montag, 29. Juni 2020

Rezension: The Modern Break-Up // Daniel Chidiac

DATING, BEZIEHUNGEN, LIEBE 
 

Meine Meinung
Hier ist der klassische Fall, bei dem Klappentext und eigentlicher Inhalt sehr unterschiedlich sind. Der Klappentext versucht mehr aus dem Buch herauszuholen als wirklich drin ist. (Weiter unten könnt ihr ihn dann lesen.) Im Grunde besteht das Ganze nur aus Dialogen und Monologen, bei denen die Protagonisten über Beziehungen, Trennungen, Dating und Liebe reflektieren. Da sind wirklich ein paar gute Beobachtungen dabei und ich konnte mich auch mit manchem identifizieren bzw. mich in den Situationen wiederfinden, aber für einen Roman war mir das viel zu wenig. Eine richtige Handlung gibt es quasi kaum. Amelias Freund hat sich von ihr getrennt und sie macht danach eine Charakterentwicklung durch.

Vielleicht hätte das doch besser ein richtiger Beziehungsratgeber werden sollen und nicht diese komische Mischung. Was aber ansatzweise verständlich wird, ist die Antwort darauf, warum Liebe bzw. eine Beziehung zu führen heutzutage so kompliziert ist/scheint.

Samstag, 9. Mai 2020

Rezension: Mrs Fletcher // Tom Perrotta


AN DER GRENZE DES ERTRÄGLICHEN


Meine Meinung
Brendan geht aufs College und seine geschiedene, 46-jährige Mutter Eve (Mrs Fletcher) ist plötzlich mit ihrem verlassenen "Nest" konfrontiert. Mit ihrer neu gewonnenen Freiheit umzugehen, ist für sie anfangs nicht leicht und sie merkt, dass sie sich selbst neu (er)finden muss, um mit den Veränderungen klarzukommen. Bei beiden steht ein Neustart an.

Aus unterschiedlichen Perspektiven, zwei davon sind Brendan und Eve, wird eine nicht vorhandene Handlung auf mehr als 400 Seiten in die Länge gezogen. Der Autor Tom Perrotta wollte viel, hat aber wenig mit seiner Geschichte geschafft. Ein Klischee reiht sich an das andere, die Darstellung der Frauen ist grenzwertig bis abartig, Hautfarben werden besonders hervorgehoben und von sexueller Freiheit sind die Protagonisten noch weit entfernt, auch wenn die Geschichte daherkommt, als würde sie das alles kritisch betrachten. Vielleicht habe ich auch einfach Perrottas Humor nicht verstanden, heißt es doch am Klappentext, es sei ein rasend komischer Roman. Gelacht habe ich nie. Mir kopfschüttelnd an die Stirn gegriffen dagegen öfters.

Sonntag, 3. Mai 2020

Rezension: Die drei Leben der Hannah Arendt // Ken Krimstein



DIE DENKERIN


Meine Meinung
Hannah Arendt war zu ihren Lebzeiten eine streitbare Philosophin und gilt auch heute noch als die Ausnahmedenkerin überhaupt. Der Autor Krimstein hat in dieser Graphic Novel versucht, ihr Leben nachzuzeichnen. 

Die Abbildung Arendts auf dem Cover gibt einen ersten Vorgeschmack auf seinen Zeichenstil, der im Buch jedoch bei weitem nicht so detailliert ist und die Bilder innen sehr grob gezeichnet sind. Die schwarz-weiß Zeichnungen entfalten aber trotzdem eine eigenwillige Wirkung, auch weil Hannah Arendt konsequent mit grüner Kleidung erkennbar ist und somit immer hervorsticht. Grob skizziert wurden nicht nur die Bilder, sondern auch die biografischen Anhaltspunkte aus Arendts Leben, die durch viele Szenen- und Zeitsprünge leider etwas oberflächlich daherkommen und mehr an einen Schnelldurchlauf erinnern.

Dienstag, 21. April 2020

Rezension: Ein Lied für die Vermissten // Pierre Jarawan


EIN BUCH WIE EIN PUZZLE


Meine Meinung
Jarawans zweiter Streich. 
Nachdem ich nach dem Lesen seines Romandebüts vor vier Jahren ein großer Fan des Schreibstils des Autors wurde, konnte mich Pierre Jarawan mit seinem Nachfolgebuch wieder in seinen Bann ziehen. Wieder geht es um den Libanon, wieder geht es um Geheimnisse, die entschlüsselt gehören, und um Menschen, die plötzlich verschwinden. Aber dieses Buch ist doch anders als der Zedern-Roman. 

Der Hauptcharakter Amin schreibt hier über sein Leben. Er flüchtet als Baby mit seiner Großmutter vor dem Bürgerkrieg aus dem Libanon nach Deutschland, nach mehr als zehn Jahren kehren sie wieder zurück. Hier setzt die Geschichte an. Der Krieg ist vorbei, doch die Menschen und das Land wurden von ihm sehr geprägt. In Rückblenden erzählt der erwachsene Amin über seine Jugendzeit in einem neuen Land, Freundschaft, Familie, Glück sowie Verrat und das auf eine Art und Weise, die ich faszinierend fand.

Freitag, 21. Februar 2020

Rezension: Und in mir ein Ozean // Dennis Stephan


IM STROM DES LEBENS TREIBEN


Meine Meinung
Arthur erzählt hier seine Lebensgeschichte im Rückblick. Mit seiner Mutter verbringt er seine Kindheit auf der Insel Rügen an der Ostsee. Beide sind Außenseiter in ihrem Ort, jedoch verbringen sie eine magische Zeit miteinander und viele der Erlebnisse finden sich auch in den späteren Ereignissen wieder. Arthurs Mutter verschwindet aber irgendwann einfach so und für ihren Sohn beginnt eine lange Reise des Erwachsenwerdens, ohne zu verstehen, warum er verlassen wurde. 

Episodenhaft lotst uns Arthur durch sein Leben und die verschiedenen Stationen, an denen er Halt macht. Er beschreibt seine Tablettensucht, seine immer wieder missglückenden Beziehungen, die Auseinandersetzung mit sich selbst. Ich konnte leider keine so richtige Beziehung zu ihm aufbauen, mir war er oft sehr unsympathisch und er blieb mir zu distanziert.

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Rezension: Die Karte der zerbrochenen Träume // Zeyn Joukhadar


 EINE GESCHICHTE ÜBER VERLUST
 
 
Meine Meinung 
In Syrien herrscht Krieg, sodass Nour und ihrer Familie nichts anderes übrig bleibt, als davor zu flüchten. Das junge Mädchen erzählt hier zwei Geschichten. Einerseits ihre eigene Fluchtgeschichte, die von vielen Entbehrungen, Gewalt, Verlust und Angst gezeichnet ist, andererseits erzählt sie von Rawiya, die vor hunderten Jahren in ein Abenteuer aufbricht und als Heldin zurückkehrt. Beide gehen einen ähnlichen Weg, aber mit unterschiedlichen Intentionen. Diese beiden Geschichten verbinden sich auf einer zusätzlichen Ebene, die man erst mit der Zeit erkennt. Das fand ich sehr schön.

Am Anfang hat mich der Wechsel der Geschichten noch aus dem Lesefluss gebracht, ich konnte mich aber relativ schnell darauf einstellen und habe dann bei beiden Erzählsträngen mitgefiebert. Joukhadar ist es meiner Meinung nach hervorragend gelungen, Nours Fluchtgeschichte authentisch und realitätsnah erfahrbar zu machen.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Rezension: Herkunft // Saša Stanišić



 WO KOMMST DU HER?


Meine Meinung
Saša Stanišić hat mit seinem Buch "Herkunft" versucht, eine Antwort auf die Frage "Wo kommst du her?" zu finden. Dass diese Antwort darauf nicht immer einfach ist, hat er damit gezeigt, dass er darüber ein ganzes Buch schreiben konnte.
Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte er in Bosnien, der Jugoslawienkrieg Anfang der 90er Jahre veranlasste die Familie nach Deutschland zu flüchten. Ab da wurde die Frage für ihn kompliziert. Das Buch ist Aufarbeitung der Vergangenheit, Familiengeschichte und (in kleinen Teilen) Biografie zugleich. Vor einer Woche wurde es im Rahmen der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

In kurzen Anekdoten erzählt Stanišić von seinem Leben. Dies macht er stellenweise mit sehr viel Humor, bleibt aber dadurch auch sehr an der Oberfläche und es wirkt sehr sprunghaft. Die einzelnen Geschichten - manche echt, manche Fiktion -  verbinden sich mit der Zeit, auch wenn auf mehreren Ebenen erzählt wird.

Samstag, 28. September 2019

Rezension: Die Hälfte des Himmels - Wie Frauen weltweit für eine bessere Zukunft kämpfen // Nicholas D. Kristof und Sheryl WuDunn


OUR SHARED SHELF >

"Frauen tragen die Hälfte des Himmels" 
- Chinesisches Sprichwort



Meine Meinung

Das hier ist ein Buch, das man von der ersten Seite weg mit wachsendem Entsetzen liest und dieses Entsetzen kann man danach nicht mehr nicht spüren. Man kann das, was man gelesen hat, nicht ungelesen machen. Die Geschichten dieser Frauen machen wütend. Man will etwas für sie tun.
Genau darauf zielt auch diese Reportage in Buchform ab. Es werden viele Beispiele genannt, was man als einzelner Mensch tun kann.

Das Autorenpaar Kristof und WuDunn haben ihr journalistisches Augenmerk auf Menschenrechtsverletzungen gegen Mädchen und Frauen gelegt. Sie schauen dort hin, wo andere wegschauen. In Süd- und Ostasien sowie Afrika passieren die gravierendsten Verbrechen. Die beiden sind dort hingereist und haben Frauen und Mädchen interviewt, die in armen, prekären Verhältnissen leben, und diesen Menschen eine Stimme gegeben, indem sie ihren Geschichten zugehört und diese aufgeschrieben haben.

Freitag, 22. März 2019

Rezension: Die Gabel, die Hexe und der Wurm - Geschichten aus Alagaësia 1: Eragon // Christopher Paolini



ERAGON IST ZURÜCK

Meine Meinung
Wer hätte das gedacht? Christopher Paolini kehrt doch noch in die Welt von Eragon zurück. Er tut das in Form von Kurzgeschichten, die Fragmente aus der Welt Alagaësia darstellen. Es sind Kurzgeschichten, nicht mehr und nicht weniger. Eragon und Saphira sind nicht ganz so präsent, wie ich mir erhofft hatte und mir fehlte ein bisschen der Tiefgang. 

Es las sich irgendwie wie Schreibübungen zum Warmwerden und das konnte mich nicht wirklich packen. An Paolinis Schreibstil lag es nicht, dieser ist nach wie vor sehr angenehm zu lesen, jedoch blieb er mir zu sehr an der Oberfläche.

Mittwoch, 20. März 2019

Rezension: Underdogs (1-3) // Markus Zusak


WILDE HUNDE
 

Meine Meinung
Underdogs ist ein Buch, das die drei Romane der Wolfe-Trilogie in einem Band zusammenfasst. Beinhaltet sind Underdog, Vorstadtfighter und When dogs cry. Die einzelnen Teile sind relativ kurz, deswegen finde ich es sehr passend, dass diese Ausgabe so gedruckt wurde. 

Der Anfang hat mir nicht so gut gefallen. Es passiert relativ wenig. Mit jedem neuen Abschnitt wird es jedoch interessanter. Zusak beschreibt das Familienleben der beiden Teenager-Brüder Cameron und Ruben Wolfe, die ihren Weg und sich selbst noch finden müssen. Ein Stück weit begleitet man die beiden. Erzählt wird aus der Perspektive des jüngeren Bruders Cameron, der so eine Art Tagebuch schreibt. Schreiben hilft ihm mit dem Leben klar zu kommen und es besser zu verstehen. Er reflektiert sich selbst sehr viel und dabei kommen immer wieder philosophische Gedanken zutage. Das ist es auch, was dieses Buch so besonders macht.

Montag, 4. Februar 2019

Rezension: Feuer und Blut - Erstes Buch: Der Aufstieg und Fall des Hauses Targaryen von Westeros // George R.R. Martin


DIE GESCHICHTE DER DRACHEN
 

Meine Meinung
Um sich das Warten auf den nächsten Band von "Das Lied von Eis und Feuer" bzw. die Finale Staffel von "Game of Thrones" zu verkürzen, kommt die Vorgeschichte dazu gerade richtig. Ganz im Spiel der Throne-Manier dreht sich hier alles um die machthabenden Herrscher und Herrscherinnen dieser Zeit, den Targaryens. So umfangreich dieses Buch auch ist, erzählt es doch nur ungefähr die Hälfte der Zeit, in der die Thronfolger aus diesem Haus stammten. Also eine Fortsetzung kommt bestimmt. Wie lange wir darauf wieder warten müssen, ist jedoch eine andere Frage.

Vorstellen kann man sich dieses Buch wie ein richtiges Geschichtsbuch. Ein Maester hat historische Begebenheiten aus unterschiedlichen Quellen gesammelt und dieses Wissen niedergeschrieben. Demzufolge kommen

Dienstag, 8. Januar 2019

Rezension: Der Wortschatz // Elias Vorpahl


GESTERN EIN WORT, HEUTE EINE GANZE GESCHICHTE
 

Meine Meinung
Heute möchte ich euch ein besonderes Lesehighlight vorstellen. Die Geschichte handelt von einem Wort, das seine Bedeutung verliert und auf die Suche gehen muss, damit es seine Bedeutung wiederfindet. Auf dieser Suche kommt es zu interessanten Orten (dem Sprachfluss) oder trifft interessante Persönlichkeiten (Wortgewandt). Die Geschichte ist durchzogen von Sprachspielen, Witz, Humor und Fantasie. 

Das Buch erinnert an Michael Endes Unendliche Geschichte, Lewis Carrols Alice im Wunderland und Antoine de Saint-Exupérys Der kleine Prinz, ist jedoch in seinem Sein genauso einzigartig wie die vorhergenannten. Es ist eine fantastische Abenteuerreise und ich war auf jede Szene, jeden Satz, auf jedes Wort gespannt, weil sie einfach so viel auf allen Ebenen verstecken, was mit Sprache zu tun hat, dass mein Herz jedes Mal vor Freude gelacht hat.

Montag, 7. Januar 2019

Rezension: Fahrenheit 451 // Ray Bradbury


  BÜCHERVERBRENNUNGEN
 

Meine Meinung
Fahrenheit 451 wird berechtigt mit George Orwells 1984 verglichen. Auch Bradbury hat ein Zukunftsbild geschaffen, das erschreckend nah an die Realität herangekommen ist. Vieles ist zwar übertrieben dargestellt, aber mit einem sehr, sehr wahren Kern. 

Die Regierung in Bradburys Roman ist von Grund auf paranoid und will die BürgerInnen so dumm wie möglich halten. Um dies umzusetzen, wurde die Feuerwehr engagiert, nicht um Feuer zu löschen, sondern um Bücher, Bibliotheken, ja ganze Häuser zu verbrennen und sie gehen sehr radikal dabei vor. Der Hauptprotagonist Guy Montag ist überzeugter Feuerwehrmann, bis er ein fragenstellendes Mädchen trifft, ihm ein paar Bücher in die Hände fallen und er selbst anfängt, Fragen zu stellen. 

Samstag, 17. November 2018

Rezension: Michael Köhlmeiers Märchenwelt 2 (Hörbuch)


DIE KUNST DES ERZÄHLENS


Meine Meinung

Grundsätzlich kann ich mich der Rezension zu Teil 1 anschließen. Die Art und Weise wie Köhlmeier erzählt hat sich im 2. Teil nicht verändert. Es ist genauso entspannend, aber gleichzeitig auch spannend ihm zuzuhören. Die 12 CDs liefern Hörmaterial für fast 15 Stunden, das bedeutet, dass man sich dafür Zeit nehmen muss, um alles zu hören, oder einfach einzelne Märchen auswählt, die einen gerade ansprechen. 

Dienstag, 6. November 2018

Rezension: Knickerbocker4immer (2) - Schatten der Zukunft // Thomas Brezina


DIE KNICKERBOCKER KEHREN ZU IHRER ALTEN STÄRKE ZURÜCK
 

Meine Meinung
Band 1 und 2 der neuen Knickerbocker-Reihe gehören irgendwie zusammen. Was im ersten Teil beginnt, findet hier endlich die richtige Auflösung, und dafür bin ich sehr dankbar. Für das Ende dieses Buches bin ich sehr dankbar. Der Anfang war jedoch ziemlich zäh, meiner Meinung nach. Die Geschichte braucht lange, bis sie richtig in Gang kommt, bis die Knickerbocker endlich handeln und auch der Fokus auf ihnen liegt. Am Anfang werden so viele Fäden aus unterschiedlichen Perspektiven gesponnen, dass ich manchmal den Überblick verlor und ich mich auch überwinden musste, dranzubleiben. 
Die Kapitel sind kurz und knapp gehalten, was zum schnellen Weiterlesen einlädt. Es wird aus vielen verschiedenen Personen erzählt, jedoch kann man den Wechseln sehr gut folgen. Mir waren es nur leider zu viele Personen.

Dienstag, 30. Oktober 2018

Rezension: Der lächelnde Gott (Night Vale 2) // Joseph Fink und Jeffrey Cranor


ZURÜCK IN NIGHT VALE
 

Meine Meinung
Night Vale hat mich von Anfang an fasziniert. Diese verrückte Stadt mit ihren eindrucksvollen BewohnerInnen. Die Geschichte lebt vom Unerwarteten, den Überraschungen, nichts ist so, wie man es sich denkt. Ein Satz fängt inhaltlich normal an, endet aber dann komplett in einem irrwitzigen Gedanken. Das finde ich wirklich einzigartig. Der lächelnde Gott ist bereits das zweite Buch der Night-Vale-Reihe, die auf einem Podcast basiert.

Es geht um den Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion, der sehr gut dargestellt wird und beide Seiten ein bisschen ins Lächerliche zieht. Das Gesellschaftskritische, das mir im ersten Buch so gut gefallen hat, habe ich zwar auch hier wahrgenommen, aber bei weitem nicht so viel. Vielleicht konnte ich es auch nur nicht herauslesen, aber es bezieht sich eben vor allem auf die beiden oben genannten Bereiche.

Samstag, 20. Januar 2018

Rezension: Sumerland 1 - Prinzessin Serisada (1/2) // Johannes Ulbricht


REALITÄT UND FANTASIE VERSCHWIMMEN



Meine Meinung

Ich war echt neugierig. Ein Buch, zu dem es eine APP gibt, bei der man noch mehr über die Geschichte erfahren kann und die mit dem Augmented Reality Phänomen arbeitet. Das Konzept finde ich wirklich spannend. Und ich war anfangs auch wirklich noch motiviert, beides, Buch und APP, auszuprobieren. Augmented Reality ist vor allem durch das Smartphone-Spiel Pokemon bekannt geworden, bei dem massenhaft Menschen mit ihrem Handy vor der Nase durch die gegend herumgelaufen sind, um Pokemon zu sammeln.
Jedoch muss ich schonmal vorab gestehen, dass ich überhaupt nicht in die Geschichte reingefunden habe und ich nicht viel damit anfangen konnte, sodass die APP

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Rezension: Der dunkle Turm - Schwarz (1/7) // Stephen King


DER REVOLVERMANN 


Meine Meinung
Stephen King selbst bezeichnet die "Der dunkle Turm"-Saga als eines seiner wichtigsten Werke. Doch auch er selbst weiß um die Schwächen seines ersten Bandes der 7-teiligen Reihe. Diese erklärt er in einem Vorwort und ich muss sagen, hätte es dieses Vorwort nicht gegeben, hätte ich das Buch sicher irgendwann abgebrochen. 

Der Einstieg ist sehr verworren und holprig und macht eigentlich wenig Lust weiter zu lesen. Der gesamte Geschichtenverlauf ist sehr wirr und es werden kaum Fragen beantwortet, warum jetzt was passiert, warum das jetzt wichtig ist oder wie alles zusammenhängt. Der Revolvermann Roland ist der Hauptprotagonist in der Geschichte, aber zu ihm konnte ich überhaupt keinen Bezug herstellen. Er bleibt sehr blass und unnahbar, was auch die ganzen Rückblenden in seine Vergangenheit nicht wett machen können. 

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Rezension: Mit dem Schreiben anfangen // Hanns-Josef Ortheil


EINFACH DARAUF LOS SCHREIBEN


Meine Meinung
Ich kenne es nur zu gut. Diese Leere, dieses Weiß, diese weiße Leere, die mir entgegenstarrt, wenn ich versuche etwas aufzuschreiben. Die Erwartungen des leeren Blattes, die Erwartungen an mich selbst. 

Auch der Autor des Buches kennt das alles und hat Strategien in diesem  Buch gesammelt, wie man aus dieser Anfangsblokade rauskommt, wie man es schafft, das erste Wort auf dieses leere Blatt Papier zu schreiben. Er gibt Hintergrundwissen und baut die Aufgaben aufeinander auf. Sie steigern sich von einfachen Abschreibübungen bis hin zur selbstständigen Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich.