

















Im März habe ich überraschend viel und intensiv gelesen – nur nicht die Dinge, die ich mir eigentlich für den Monat vorgenommen hatte … Stattdessen habe ich ein paar – für mich neue – Autor*innen ausprobiert und mich überraschend gut amüsiert, obwohl ich kaum einen der gelesenen Romane als „gut“ bezeichnen würde. Aber diese Art von „Fast Food“-Lektüre war anscheinend genau das, was ich in den letzten Wochen gebraucht habe, auch wenn es dafür gesorgt hat, dass der SuB nicht weiter geschrumpft ist.
Ich hoffe trotzdem, dass ich mich im April wieder mehr meinem SuB widmen werde. Schließlich habe ich die in den letzten Monaten vom SuB gezogenen (älteren) Titel wirklich genossen und mich immer wieder gefragt, wieso ich diese Bücher eigentlich immer so lange liegen lasse. Mal schauen, was der Monat sonst so bringt. Ich habe keine großen Pläne oder Termine und kann so die kommenden Wochen einfach auf mich zukommen lassen.
154 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang
19 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang
Während ich sonst kaum glauben kann, dass schon der dritte Sonntag im Monat ist, habe ich in diesem März das Gefühl, dass es der Monat schon mindestens fünf Wochen andauert. Nur gut, dass der Lese-Sonntag fest in meinem Kalender steht und so nicht von mir vergessen werden kann … Was das Lesen angeht, so kann ich vermelden, dass ich in den letzten Tagen überraschend viel gelesen habe, und gerade sehr begierig bin zu meinem aktuellem eBook zurückzukehren. „Yes, Your Serpentine Excellency“ von Kate Stradling trifft gerade genau meinen Humor – was bedeutet, dass der Krimi („Miss Pinkerton“ von Mary Roberts Rinehart), den ich vor ein paar Tagen vom SuB gezogen habe, wohl etwas liegen bleiben muss. Wobei ich heute vermutlich zu beiden Büchern greifen werde – so viele Kapitel habe ich mit seiner Exzellenz nicht mehr vor mir. Aber vorher erst einmal brauche ich etwas Zeit zum Wachwerden und um ein paar lästige Pflichten zu erledigen …
Das mit dem Wachwerden ist heute noch etwas schwieriger als sonst schon – was ganz eventuell daran liegen könnte, dass ich vergangene Nacht bis ein Uhr in mein Buch versunken war. Auch in der letzten Stunde habe ich schon etwas Zeit mit „Yes, Your Serpentine Excellency“ verbracht und mich so gut dabei amüsiert, dass ich definitiv schauen muss, ob mich noch mehr Romane von Kate Stradling ansprechen. Die Handlung spielt in einer fantastischen und ans Viktorianische Zeitalter erinnernden Welt und wird aus der Sicht von Joanna Marlow erzählt, die zu Beginn des Romans einem Mann in eine Spielhölle folgt, nachdem dieser sie bestohlen hatte. Statt ihr gestohlenes Erbstück zurück zu bekommen, verursacht Joanna einen Aufruhr in der Spielhölle – und zieht die Aufmerksamkeit eines Drachen auf sich, der ihr dann nach Hause folgt. Wie schon gesagt, der Humor in dieser Geschichte liegt mir sehr, aber ich mochte auch die Welt voller Magier, Gestaltwandler, Krimineller Organisationen und Marlows (die Familie Marlow ist definitiv ein Faktor für sich), die sich Kate Stradling für „Yes, Your Serpentine Excellency“ ausgedacht hat. Ich muss mal schauen, ob ich in den nächsten Tagen eine richtige Rezension für den Titel auf die Reihe bekomme – es gab so viele Elemente, die mir bislang Spaß gemacht haben. Bevor ich aber die letzten Kapitel lese, muss ich mir mal so langsam Frühstück machen. Mein Magen knurrt schon eine ganze Weile vor sich hin … *g*
Da meine in dieser Woche gelieferten Bananen in Größe und Farbe eher an Gurken erinnern, habe ich mir statt des geplanten Porridge Milchreis zum Frühstück gemacht (und durfte dabei feststellen, dass ich keinen Milchreis mehr im Haus habe, aber zum Glück hatte ich noch etwas Risottoreis). Während ich den Reis gekocht habe, habe ich „Yes, Your Serpentine Excellency“ ausgelesen und mich bis zur letzten Seite davon gut unterhalten gefühlt. Weshalb ich dann zum Frühstück in die Leseprobe von „Kingdom of Ruses“ von der gleichen Autorin reingeschaut habe. Das Buch liest sich zwar gut an, aber Protagonistin klingt für meinen aktuellen Geschmack etwas zu jung – ich werde also entweder weiterschauen müssen, ob mich andere Titel von Kate Stradling ansprechen oder (vernünftigerweise) erst einmal weiter meine vorhandenen eBooks lesen. 😉

Nach dem Essen habe ich weiter meine Nase in „Miss Pinkerton“ gesteckt. Ich hatte vor ein paar Tagen große Lust auf einen Kriminalroman, aber „Miss Pinkerton“ packt mich nicht ganz so sehr, wie ich gehofft hatte. Die Erzählweise ist typisch für Mary Roberts Rinehart, aber die Protagonistin Hilda Adams ist – im Gegensatz zu den anderen Protagonistinnen, die ich bislang von der Autorin kenne – eine Außenseiterin in der Geschichte. Was dafür sorgt, dass ich die Handlung als relativ zäh empfinde, weil Hilda erst einmal selber mehr über die Figuren herausfinden muss, bevor sie mit ihnen interagieren kann. Bei allen anderen Romanen war es bislang so, dass die Erzählerin sich in einem vertrauten Umfeld mit vertrauten Personen befand und dort auf einmal über verstörte Ereignisse stolpert, die ihre Sicht auf ihre Umgebung und die ihr nahestehenden Menschen verändert. Obwohl die Geschichte so zäh ist, finde ich den Fall an sich schon interessant: Ein junger Mann wird erschossen in seinem Zimmer aufgefunden und obwohl die Hinweise eher für einen Unfall beim Waffenreinigen oder Selbstmord sprechen, geht die Polizei von Mord aus – und engagiert Hilda als Krankenschwester für die alte Frau, der das Haus gehört, damit sie unauffällig Informationen sammeln kann. Ich denke, ich werde erst einmal noch etwas bei „Miss Pinkerton“ bleiben, muss aber zugeben, dass die eher gemächliche Erzählweise nicht ideal für meinen übermüdeten Zustand ist. Vielleicht doch erst einmal eine Runde Mittagsschlaf?

Ich habe dann wirklich erst einmal ein Stündchen geschlafen, nachdem ich einsehen musste, dass eine sich sehr langsam entwickelnde Geschichte und mein Müdigkeitsgrad keine ideale Kombination waren. Danach habe ich dann wieder zu „Miss Pinkerton“ gegriffen und bin ungefähr bei der Hälfte des Romans. Hilda Adams hat inzwischen große Sympathien für eine junge Frau, die mit dem Verstorbenen verlobt war, weshalb sie sich immer mal wieder zwischen die Polizei und diese Frau stellt. Außerdem gab es ein paar nächtliche Vorfälle, die dazu geführt haben, dass der Anwalt und der Hausarzt der alten Dame, die von Hilda betreut wird, eine Nacht lang Wache im Haus gehalten haben, um zu schauen, ob sie einen Eindringling ertappen können. Ich muss zugeben, dass ist ein Aspekt, den ich bei diesen Romanen immer wieder sehr faszinierend finde. Wie reich (oder wie „alteingesessen“) muss eine Person sein, dass der Anwalt und der Hausarzt das Gefühl haben, es wäre ihre Pflicht nachts Wache zu halten?!
Bevor ich weiterlese, werde ich jetzt wohl erst einmal eine Runde zur Switch greifen und einen Spaziergang über meine Animal-Crossing-Insel einlegen …

Nach dem letzten Update habe ich wirklich erst einmal „Animal Crossing“ gespielt, bis es Zeit fürs Abendessen wurde. Zum Abendessen gab es für mich heute fertige Frühlingsrollen und die ganze Zeit beim Essen habe ich darüber nachgedacht, wann ich das letzte mal Frühlingsrollen gegessen habe – ich glaube, das ist mindestens zehn Jahre her. Es waren definitiv nicht die besten Frühlingsrollen, die ich je hatte, aber es war eine nette Abwechslung und hatte den Vorteil, dass ich heute nicht kochen musste. 😉 Nach dem Essen habe ich dann zu „An Unreliable Magic“ gegriffen, was die Fortsetzung von „Wicked as You Wish“ ist, was ich vor ein paar Tagen hier auf dem Blog besprochen hatte. Ich mag diese Mischung aus modernen und märchenhaften Elementen in der Geschichte und der Schreibstil von Rin Chupeco lässt sich auch in übermüdetem Zustand noch gut lesen. So langsam wird es für mich aber dann doch Zeit ins Bett zu gehen, wenn ich morgen meinen Kram auf die Reihe bekommen will.

Es war nett heute voller Vorfreude auf mein Buch in den Lese-Sonntag zu starten und ich habe mich gefreut, dass ich den Tag nicht alleine verbracht habe. Ich hoffe sehr, ihr hattet einen angenehmen und entspannten Sonntag! Habt einen guten Start in die Woche! 🙂
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Mit „Wicked as You Wish“ von Rin Chupeco habe ich Anfang März mal wieder ein Buch vom SuB gefischt, das da schon ein paar Jahre drauf lag. Lustigerweise habe ich zwei Bücher von Rin Chupeco auf dem SuB gehabt, obwohl ich bislang noch nie etwas von der Person (they/them-Pronomen sind im Deutschen wirklich schwierig) gelesen hatte. „Wicked as You Wish“ spielt in einer alternativen, fantastischen Welt, die in vielen Elementen (Technologie, Politik, Musik, Filme usw.) unserer Welt entspricht, in der Magie aber einen selbstverständlichen Einfluss auf das Leben der Menschen hat – sogar in den Ländern, die die Nutzung von Magie stark einschränken. Die Protagonistin Tala Makiling ist in dem kleinen Ort Invierno, Arizona, in den Royal States of Amerika aufgewachsen, in dem Magie durch einen lokalen Effekt unterdrückt wird. Talas Eltern haben diesen Ort bewusst als Wohnort gewählt, in der Hoffnung, dass er helfen würde, Talas besondere magische Fähigkeit (andere Magie auszulöschen) verborgen zu halten, solange sie noch zu jung und unerfahren ist, um diese im Griff zu haben.
Die Handlung selbst beginnt mit der Ankunft von Alex in Invierno. Alex ist der Kronprinz von Avalon und lebt – seit sein Land vor zwölf Jahren von der Schneekönigin angegriffen wurde – im Verborgenen. Außerdem wird Alex ziemlich schnell zu Talas bestem Freund, weshalb sie einige Monate später – gemeinsam mit einer Gruppe weiterer Teenager – auch in all die Abenteuer reingezogen wird, die mit Alex‘ Versuch, Avalon vom Fluch der Schneekönigin zu befreien, einhergehen. Ich mochte die Welt, die sich Rin Chupeco für ihre „A Hundred Names for Magic“-Trilogie ausgedacht hat, wirklich gern. Neben den realen Dingen aus unserer Welt (ICE ist in diesem Roman, der im Jahr 2021 erschienen ist, die große böse Organisation auf amerikanischem Boden) gibt es eine wilde Mischung aus Märchen- und Sagen-Elementen, die von Rin Chupeco mit sehr viel Fantasie eingesetzt werden. „The Cheshire“ ist z. B. der letzte überlebende Adelige des Wunderlands und nun derjenige, der den Widerstand gegen die Schneekönigin koordiniert. Flüche gehören ganz normal zum Leben der einflussreicheren Bewohner der diversen magischen Länder – auch wenn sie manchmal ganz schön lästig sind – und das Wirken von Magie erfordert einen Preis (und nicht immer sind sich die Personen, die diesen Preis zahlen, bewusst, was sie damit verlieren).
Ebenso reizvoll wie die Welt fand ich die vielen verschiedenen Charaktere, die diesen Roman bevölkern. Auch wenn Talas Familie nur aus ihr und ihren Eltern besteht, so wächst sie doch in einer Nachbarschaft voller Titas und Titos auf, die sie mindestens ebenso liebevoll erziehen, wie ihre Eltern es tun. Dazu kommt die Gruppe von Jugendlichen, die den Auftrag bekommen hatte, Alex aus Invierno zu holen und in Sicherheit zu bringen – und die stattdessen gemeinsam mit dem Kronprinzen und Tala durch das verfluchte Avalon reisen. Ich will nicht behaupten, dass diese Figuren klischeefrei gestaltet wurden, aber ich mochte sie und habe mich bei all dem Geplänkel zwischen ihnen gut unterhalten gefühlt (selbst wenn der Gestaltwandler ein wenig zu oft daran erinnert werden musste, dass er sich nach seiner Rückverwandlung doch bitte etwas anziehen soll). Ein bisschen nervig fand ich es, dass sowohl der Klappentext als auch eine Prophezeiung innerhalb der Geschichte betonen, dass es einen Verräter innerhalb der Gruppe gibt. Denn natürlich sind die offensichtlich wirkenden Kandidat*innen nicht die Personen, die Alex und Avalon verraten würden, und das liegt im Prinzip von Anfang an auf der Hand. Ich persönlich bevorzuge es, wenn solche „unvorhersehbaren“ Enthüllungen in der Handlung auch wirklich überraschend kommen, statt mit Fanfaren angekündigt zu werden, in dem vergeblichen Versuch, mit diesem Handlungselement Spannung aufzubauen.
Insgesamt war „Wicked as You Wish“ aber ein wirklich nettes und unterhaltsames Jugendbuch (und ja, es ist wirklich ein Jugendbuch und nicht „Young Adult“ – was ich sehr angenehm fand). Gerade weil Rin Chupeco nicht davor zurückschreckt, auch schwierige Themen anzusprechen, wie zum Beispiel Flucht aus Kriegsgebieten und die Art und Weise, wie Schutzsuchende von ihren Zielländern oft behandelt werden, habe ich die Geschichte gern gelesen. Ich fand die Handlung jetzt nicht so spannend, dass ich den Roman nicht hätte aus der Hand legen können, aber ich habe mich über all die kleinen kreativen Details rund um die magischen Elemente in der Geschichte gefreut. Außerdem mochte ich es, endlich mal wieder ein Jugendbuch zu lesen, in dem sich die Teenager (zumindest meinem Gefühl nach) altersgerecht verhalten haben und trotzdem nicht unerträglich für mich zu lesen waren. Ich bin neugierig, wie es mit Tala und den anderen weitergeht und ob es Alex gelingen wird, Avalon in Zukunft vor der Schneekönigin zu beschützen. Was bedeutet, dass ich direkt nach dem Beenden dieses Romans die Fortsetzung „An Unreliable Magic“ bestellt habe und hoffentlich dann bald lesen kann. Mal schauen, ob mich die Trilogie bis zum Ende gut unterhält – und was ich danach zu „The Bone Witch“ von Rin Chupeco sagen kann, was auch noch auf meinem SuB liegt.
Wie schon im vergangenen Jahr versuche ich auch 2026, häufiger und bewusster zu den älteren Titeln im SuB zu greifen. „The Conductors“ von Nicole Glover wartete seit 2021 darauf, von mir gelesen zu werden, und ich bin froh, dass ich das im Februar endlich auf die Reihe bekommen habe (auch wenn das direkt zur Bestellung der Fortsetzung führte *g*). Nicole Glovers Debütroman wird aus der Sicht von Henrietta „Hetty“ Rhodes erzählt und spielt im Jahr 1871 in einem alternativen (fantastischen) Philadelphia. Nachdem Hetty 1858 als Fünfzehnjährige von der Plantage fliehen konnte, auf der sie als Sklavin lebte, hat sie Jahre damit zugebracht, als Teil der Underground Railroad anderen zur Flucht zu verhelfen.
Doch die Zeiten haben sich geändert, und die Conductors der Underground Railroad werden seit einem Erlass, der den Besitz von Sklaven verbietet, nicht mehr benötigt. Weshalb Hetty und ihr Ehemann Benjy inzwischen ihre Fähigkeit einsetzen, um die Probleme der Schwarzen Bewohner von Philadelphia zu lösen, für die sich die Polizei nicht zuständig fühlt. So ist es nicht ungewöhnlich, dass eines Nachts ein Mann an ihre Tür klopft, um ihnen den Fund eines Mordopfers zu melden. Doch der Leichnam weist nicht nur ein magisches Fluchzeichen auf, sondern der Verstorbene gehörte auch zu Hettys und Benjys Freundeskreis, was die Ermittlungen für die beiden überraschend kompliziert macht, weil es nicht gerade einfach ist, die Menschen, mit denen einen seit vielen Jahren komplizierte Beziehungen verbinden, des Mordes zu verdächtigen. Je mehr Hetty über die Geheimnisse des getöteten Charlie herausfindet, desto muss sie sich fragen, wie gut sie ihre Freunde wirklich kennt.
Es gibt ein paar Elemente an „The Conductors“, bei denen es sich meiner Meinung nach bemerkbar macht, dass dieser Roman das Debüt von Nicole Glover ist. So braucht die Handlung ziemlich lange, bis sie so weit anzieht, dass ich das Gefühl hatte, die Mordermittlung würde eine nennenswerte Rolle in der Geschichte spielen. Außerdem fand ich die Mischung aus aktuellen Ereignissen und Rückblenden etwas unausgewogen und musste gerade am Anfang immer mal wieder zurückblättern, um herauszufinden, welche der vielen Figuren in Hettys Freundeskreis in der gerade gelesenen Rückblende eine Rolle spielte. Nachdem ich mich aber auf das langsamere Tempo und das Gefühl eingelassen hatte, überhaupt keine Ahnung zu haben, was hier gerade los ist, habe ich „The Conductors“ wirklich genossen. Auch wenn es seine Zeit dauert, bis man beim Lesen eine greifbare Vorstellung von den vielen Charakteren bekommt, so mochte ich doch die vielen verschiedenen Figuren mit all ihren Ecken und Kanten. Vor allem Hetty ist nicht gerade eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt, aber gerade weil sie so einen herausfordernden Charakter hat, macht es Spaß, die Geschichte aus ihrer Perspektive zu verfolgen.
Wirklich spannend fand ich die Magie, die sich Nicole Glover für ihre „Murder & Magic“-Reihe ausgedacht hat. Auf der einen Seite gibt es Zauberei, die von Weißen mit Zauberstäben ausgeführt wird und für Schwarze Personen verboten ist, und auf der anderen Seite gibt es „celestial magic“, deren Basis aus Legenden, Überlieferungen und Sternzeichen besteht, die seit Generationen weitergegeben werden und in denen sich viele verschiedene Regionen widerspiegeln. Auf diese Art von Magie musste ich mich erst einmal einlassen, weil sie so ungewöhnlich war und so wenig Regeln unterworfen zu sein schien. Aber ich fand die Tatsache, dass diese „celestial magic“ so sehr in den Alltag aller Personen eingebunden war, sehr faszinierend. So nutzen Hetty und Benjy ihre Magie nicht nur, um ihr Badewasser zu wärmen und ihr Zimmer zu erleuchten, sondern auch, um schützende Symbole in ihre Kleidung einzuweben. Ein weiterer Aspekt an dieser Geschichte, den ich sehr interessant fand, war, dass Nicole Glover darauf einging, wie das Leben für die verschiedenen ehemaligen Sklaven Jahre nach ihrer Flucht ausschaute.
Ich glaube, das war das erste Mal, dass ich ein Buch las, das sich nicht mit dem Leben in Sklaverei oder der Underground Railroad beschäftigte, sondern mit den Folgen, die diese Erlebnisse für die betroffenen Personen haben. Die Geschichte beschreibt, wie es war, wenn man vor langer Zeit verkaufte Familienmitglieder suchte, wie schwierig es war, Informationen zu finden, und welche Wege dafür offenstanden. Welche Auswirkungen es haben kann, wenn jemand zum ersten Mal in seinem Leben die Hoffnung auf Besitz und materielle Sicherheit hat. Wie schwierig es ist, sich ein neues Leben aufzubauen, wenn jemand sich nicht sicher sein kann, dass all die belastenden Dinge aus der Vergangenheit wirklich zu Ende sind. Nicole Glover hat wirklich sehr viele dieser Elemente in diesen einen Roman gepackt, aber auch wenn die Krimihandlung und das Tempo darunter gelitten haben, so habe ich diese Mischung auf fantastischen und realen Elementen, aus sympathischen und herausfordernden Charakteren und aus aktuellen und vergangenen Ereignissen wirklich genossen. Ich bin gespannt, wie die Autorin Hettys und Benjys Geschichte weiterführen wird (und würde im Moment sagen, dass ich in Zukunft auch noch zu den beiden weiteren Fortsetzungen, die in den 1920ern und 1960er Jahren spielen, greifen werde).
Im Februar habe ich nicht sehr viel gelesen, wozu ich etwas zu erzählen hätte. Aber ein paar Lese-Eindrücke gibt es dann doch, die ich hier festhalten will.
Soweit ich weiß, gibt es keine offizielle Zählung für diese Romane, und in den meisten Lese-Apps gilt der Band als Teil 7 der „Hidden Legacy“-Reihe, aber für mich ist „Beast Business“ kein „vollwertiger“ Teil der Serie. Der Titel beinhaltet die beiden (Kurz-)Geschichten „Beast Business“ und „Arabella Saves the Day“ sowie ein paar Extras, die schon auf der Homepage von Ilona Andrews veröffentlicht worden waren. „Beast Business“ wird aus der Perspektive von Augustine Montgomery erzählt, der in den vorherigen sechs Bände eine Nebenrolle einnahm und von dem man hier nun zum ersten Mal persönlichere Details erfährt, was mich sehr gut unterhalten hat und dazu führte, dass ich die ersten sechs Hidden-Legacy-Bände noch einmal gelesen habe. Fast noch netter fand ich aber die Kurzgeschichte rund um Arabella Baylor, die sich überraschenderweise mit einer jungen Frau anfreundet, deren Familie mit den Baylors bislang nicht gerade auf gutem Fuß stand. Gerade weil Arabella von ihren älteren Schwestern – aus deren Perspektive die anderen sechs Bücher geschrieben waren – häufig als impulsiv und unberechenbar abgetan wird, fand ich es spannend, mal ihre Gedankengänge zu verfolgen, wenn sie einem Job nachgeht. Diese gerade mal 30 Seiten haben mir große Lust gemacht, endlich mal einen Roman aus der Perspektive der jüngsten Baylor-Schwester zu lesen – ich hoffe sehr, dass Ilona Andrews daran schon schreibt, auch wenn bislang nichts dazu angekündigt wurde. Dieses Ehepaar arbeitet einfach an zu vielen Reihen gleichzeitig … *seufz*
Ich mochte sowohl „The Goblin Emperor“ als auch die „Cemetery of Amalo“-Trilogie von Katherine Addison sehr – weshalb ich natürlich auch gern die Novella „The Orb of Cairado“, die in derselben Welt spielt, gelesen hätte. Dummerweise ist die Geschichte bei Subterranean Press erschienen, was nicht nur hohe Preise für wenig Seiten bedeutet, sondern auch häufig dazu führt, dass eine gedruckte Version in Deutschland nur schwer erhältlich ist. Also habe ich zum Hörbuch gegriffen, in dem Bewusstsein, dass ich die Sprecherin Zehra Jane Naqvi schon von anderen Veröffentlichungen kannte und mochte. Die Geschichte rund um einen Gelehrten, der Jahre, nachdem er wegen eines Diebstahlverdachts aus der Universität ausgeschlossen wurde, die Chance erhält, seinen Namen reinzuwaschen, hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die Hauptfigur Ulcetha, ich mochte das Geheimnis rund um den titelgebenden Orb of Cairado und ich habe es sehr genossen, mal wieder etwas Zeit in dieser fantastischen Welt zu verbringen. „The Orb of Cairado“ ähnelt in vielen Dingen den Romanen rund um Thara Celehar, nur dass Ulcetha natürlich eine ganz andere Herangehensweise an ein Rätsel/einen Mordfall hat als ein „Witness for the Dead“. Allerdings muss ich zugeben, dass ich hier und da etwas Probleme hatte, die Figuren zuzuordnen, was an den Namen (und Anrede-Regeln), die Katherine Addison für diese Welt verwendet, liegt. Mir fällt es deutlich leichter, die Namen (inklusive ihrer verschiedenen Versionen) wiederzuerkennen, wenn ich sie gedruckt vor mir sehe und nicht höre – vor allem, wenn ich drei Tage brauche, um das relativ kurze Hörbuch zu beenden.
Meine Mutter hatte in den letzten Wochen darüber geklagt, dass sie Probleme beim Lesen hat und sich nicht auf ihre Romane konzentrieren kann. Als ich dann in der Buchhandlung im Viertel über „Yu-jins Bücherküche der großen Träume“ von Jee-Hye Kim stolperte, dachte ich, dass das vielleicht das richtige für sie sein könnte. Um sicherzugehen, dass die Geschichte keine fantastischen Elemente oder ähnliche Dinge, die sie nicht mag, beinhaltet, habe ich den Roman vor dem Abschicken gelesen. Die Handlung wird in mehreren – locker zusammenhängenden – Episoden erzählt, die im Laufe eines Jahres rund um eine neu gegründete (fiktive) Buchhandlung im ländlichen Südkorea stattfinden. Jede dieser Episoden stellt eine (oder mehrere) Figur(en) vor, die gerade an einem schwierigen Punkt in ihrem Leben stehen und entweder ein Auszeit oder einen Richtungswechsel benötigen. Ganz ehrlich, diese entspannten Alltagsgeschichten ähneln sich doch alle sehr – aber ich lese sie trotzdem gern, gerade weil sie einem das Gefühl geben, dass manchmal nur ein Innehalten oder ein kleiner Anstoß von Außen reicht, um ein Leben zum Besseren zu wenden. Und zwischen all den wohltuenden kleinen Momenten gibt es immer wieder spannende Details zum Leben im heutigen Südkorea. Das war ein nettes und entspannendes Buch – und ich hoffe, dass meine Mutter das genauso sehen wird.








Uhhh, der Februar war ein seltsamer (Lese-)Monat, in dem ich mich auf der einen Seite eigentlich nur auf dem Sofa einrollen wollte und auf der anderen Seite nicht genug Konzentration zum „richtigen“ Lesen hatte. Was bedeutet, dass ich (nach einer intensiven ersten Februarwoche mit der Hidden-Legacy-Reihe von Ilona Andrews) vor allem Leseproben, Kurzgeschichten und Manga gelesen habe. Was grundsätzlich okay wäre, wenn ich nicht gleichzeitig ständig das Gefühl gehabt hätte, dass ich doch eigentlich diesen oder jenen Roman gern lesen würde – nur um nach ein paar Seiten dann gar nicht mehr zu lesen. Ich habe erschreckend viel Zeit damit verbracht „nur noch fünf Minuten“ auf dem Sofa zu sitzen und gar nichts zu tun und das ist nicht gerade befriedigend gewesen.
Weshalb ich hoffe, dass der März ein bisschen besser läuft. Ich habe (bislang) bis zum Monatsende nur einen Termin in Aussicht und das lässt mir hoffentlich genügend Freizeit, um mich mal wieder etwas konzentrierter auf ein paar Projekte zu stürzen. Was ich im Februar sehr genossen habe, war meine Zeit mit Puzzle und Hörbuch – das sollte ich also definitiv weiter machen (vor allem, da mein aktuelles Hörbuch noch ein paar Stunden bis zum Ende hat). Ansonsten hoffe ich sehr, dass ich mich mal wieder genug konzentrieren kann, um ein paar Stunden am Stück zu lesen. Es liegen einfach noch zu viele gute Romane auf dem SuB, auf die ich mich wirklich freue.
154 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang
19 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang
Der Februar war bislang ein etwas seltsamer Lese-Monat. Es ist nicht so, dass ich nichts gelesen habe, ich habe nur sehr, sehr viele Bücher angefangen, um sie dann wieder wegzulegen und zu einem anderen Titel zu greifen. Abgesehen von der „Hidden Legacy“-Reihe von Ilona Andrews, von der ich am 1. Februar den aktuellsten Band („Beast Business“) gelesen habe, um in den folgenden sechs Tagen die älteren sechs Teile der Reihe zu verschlingen. Ich würde ja daraus schließen, dass ich gerade in Urban-Fantasy-Stimmung bin, wenn ich nicht eigentlich gerade sehr darauf warten würde, dass ein High-Fantasy-Band („This Kingdom Will Not Kill Me“), den das Autoren-Duo geschrieben hat, Ende März endlich erscheint. Mal schauen, ob ich mich heute genug zusammenreißen kann, um nicht ständig neue Bücher anzufangen. Es wäre eigentlich ganz nett, wenn ich mal ein bisschen in meinem aktuellen Sachbuch („The Mistresses of Cliveden“ von Natalie Livingstone) ankommen würde oder zumindest zu einem der vielen angefangenen Romane, die neben dem Sofa liegen, greifen würde. Aber vorher brauche ich – wie immer – erst einmal etwas Zeit zum Wachwerden und um ein paar lästige Pflichten zu erledigen.
Ich würde nicht behaupten, dass ich mich inzwischen wach fühle, aber immerhin fühle ich mich einigermaßen funktionsfähig. 😉 Wenn ich mal davon absehe, dass ich gerade beim Abwiegen und Kneten von Teigzutaten sehr unkoordiniert war und mehrfach mit Löffeln und Zutaten jonglieren musste, weil sie mir überraschenderweise aus der Hand fielen. Aber die Küche ist sauber, ich habe eine Runde Dehnübungen gemacht und im Kühlschrank ruht nun ein Teig für Chocolate Scones, den ich heute Nachmittag nur noch in den Ofen werfen muss, damit wir etwas Leckeres essen können. Zumindest hoffe ich, dass sie lecker werden – ich bin gerade auf der Suche nach einem guten Scones-Rezept und teste deshalb immer mal wieder andere Rezepte aus. Bei dem heutigen Rezept habe ich das Gefühl, dass aus einem eigentlich einfachen Gebäck etwas überraschend aufwändiges gemacht wurde. Aber wenn es richtig gut schmecken sollte, bin ich bereit sie häufiger zu machen, auch wenn das zu einer ganz schönen Sauerei in der Küche führt. *g*
Da ich inzwischen richtig großen Hunger habe, mache ich mir erst einmal Frühstück und entscheide mich dann für eins meiner angefangenen Bücher. Es wäre wirklich schön, wenn ich zumindest einen der Romane heute beenden und einige Seite in meinem Sachbuch lesen könnte.

Nach dem letzten Update habe ich mir wirklich erst einmal Frühstück gemacht und das dann genossen, während ein YT-Video lief. Danach habe ich endlich zu „The Mistresses of Cliveden“ von Natalie Livingstone gegriffen und mich in den ersten Teil des Buchs vertieft. Cliveden ist ein Anwesen, das gerade mal fünf Meilen von Windsor Castle und 30 Meilen von Westminster Palace entfernt liegt und das von seinem ersten Besitzer (2nd Duke of Buckingham) in den 1870er Jahren gebaut wurde, damit er dort ungestört mit seiner Geliebten (Anna Maria) zusammen sein konnte – nachdem er ihren Ehemann in einem Duell getötet hatte. Ich muss zugeben, dass sich das Buch wirklich gut liest, wenn ich mich erst einmal darauf einlasse. Natalie Livingston (deren Mann im Jahr 2012 Cliveden erworben hatte) mischt Zusammenfassungen der jeweiligen Ereignisse mit Zitaten von Zeitzeugen. Sie sorgt so dafür, dass ich nicht nur das Gefühl habe, ich kann die Personen und Ereignisse gut einordnen, sondern ich fühle mich auch unterhalten genug, um meinem Mann immer wieder von dem Gelesenen zu erzählen. Ich hoffe sehr, dass das bedeutet, dass ich in den nächsten Tagen häufiger zu dem Buch greife. Jetzt werde ich aber erst einmal zur Switch wechseln …

Nachdem ich gemütlich ein Stündchen mit der Switch gespielt habe, habe ich erst einmal zu „Enchanting the Fae Queen“ von Stephanie Burgis gegriffen. Das Buch habe ich in der letzten Woche angefangen und abends immer mal wieder etwas darin gelesen. Es ist der zweite Band der „Queens of Villainy“-Reihe der Autorin (Band 1 war „Wooing the Witch Queen“) und wie schon beim ersten Teil habe ich eigentlich recht wenig zu der Geschichte zu sagen. Die Handlung ist nett, aber auf eine Art und Weise, dass ich mir wünschte, es wäre etwas weniger cozy, damit ich emotional etwas mehr involviert wäre beim Lesen. Was ich spannend finde, ist, dass das die erste Reihe mit fantastischen Liebesgeschichten ist, die Stephanie Burgis über einen Verlag veröffentlicht – und ich habe ein bisschen das Gefühl, dass das der Handlung nicht so gut getan hat. Ich mag zumindest ihre selbstveröffentlichten Titel deutlich mehr, weil sie mich in der Regel deutlich mehr berühren und ich mich beim Lesen deutlich mehr amüsiere. Das bedeutet nicht, dass diese Reihe schlecht wäre, aber ich genieße sie nicht so sehr wie andere Romane der Autorin …

Gegen 15 Uhr habe ich dann den Ofen angeworfen und die Scones gebacken, damit wir sie zu unserer üblichen „Teezeit“ gegen 16 Uhr essen konnten. Ich weiß noch nicht, wie gut sie sich einfrieren und wieder auftauen lassen, aber im Moment würde ich sagen, dass sich die ganze Sauerei heute Vormittag in der Küche definitiv gelohnt hat. Die Chocolate Chips Scones sind unglaublich lecker! Außen knusprig, innen mürbe ohne auch nur annähernd trocken zu sein – und wenn ich nicht nach einem schon satt gewesen wäre, hätte ich mir wirklich gern noch einen zweiten genommen, weil sie so gut sind. Vermutlich werde ich trotzdem noch andere Rezepte ausprobieren, weil ich eigentlich ein schnelles Rezept mit nicht ganz so vielen Zutaten suche, aber verflixt war das lecker … *g*
Seit dem letzten Update habe ich – abgesehen von einer Pause, um die inzwischen abgekühlten Scones einzufrieren – weiter in „Enchanting the Fae Queen“ gelesen und inzwischen den Roman beendet. Ich glaube, das war die längste Zeit, die ich in den letzten sieben Tagen am Stück gelesen habe. Leider bleibt es dabei, dass ich zu dem Buch nicht mehr zu sagen habe, als dass es wirklich nett war. Ich werde auf jeden Fall auch den dritten (und abschließenden) Band der Reihe lesen, wenn er irgendwann erscheint, und ich werde bestimmt wieder eine angenehme Zeit damit haben. Aber grundsätzlich sind es nicht die besten Geschichten, die ich je von Stephanie Burgis gelesen habe … und ich hoffe eher, dass sie demnächst eine Möglichkeit findet, um zum Beispiel weitere „The Unexpected Adventures of Lady and Lord Riven“-Titel zu schreiben, denn die lese ich mit mehr Vergnügen. 😉 Jetzt aber meldet mein Mann, dass unser Abendessen (Kartoffelsuppe, die ich gestern gekocht hatte,) servierbereit ist und das bedeutet, dass ich mein Update hier beenden und später erst eine Blogrunde drehen werde.

Nach dem Abendessen habe ich spontan zu den drei ungelesenen Bändern von „Die Tagebücher der Apothekerin“ gegriffen, die hier noch lagen. Ich mag die Manga-Reihe sehr und finde es immer wieder amüsant gemeinsam mit Maomao zu erleben, welche größeren und kleineren Geheimnisse den Inneren Palast eines fiktiven (chinesisch inspirierten) Landes umtreiben. In dem letzten Teil, den ich gelesen hatte, gab es bei einem Jagdausflug einen Anschlag auf den Kronprinzen (den jüngeren Bruder des Kaisers) und auch wenn die Attentäter gefasst wurden, so ist noch ungewiss, welcher Drahtzieher hinter der Tat steht. Außerdem gibt es so einige Gerüchte über eventuelle Schwangerschaften (und somit potenzielle weitere Thronerben), weitere Missverständnisse zwischen Maomao und dem Eunuchen, der für die Verwaltung des Inneren Palastes zuständig ist – und ich fühle mich beim Lesen wunderbar unterhalten. Ich mag die Reihe wirklich sehr und finde es nur bedauerlich, dass ich jetzt auf dem aktuellen Stand bin und so einige Monate warten muss, um herauszufinden wie es weitergeht.
Da ich bald ins Bett gehen werde, war das hier das letzte Update für den heutigen Lese-Sonntag. Ich hatte einen wirklich angenehm entspannten Tag mit leckeren Chocolate Chip Scones und freue mich, dass ich nicht nur „Enchanting the Fae Queen“ und die drei Manga beendet, sondern auch ein Stückchen in „The Mistresses of Cliveden“ weitergelesen habe. Ich hoffe sehr, dass ich nun regelmäßiger darin lese und es vielleicht sogar bis zum Monatsende beendet bekomme. Euch wünsche ich einen angenehmen und stressfreien Start in die Woche! Bei uns soll es morgen sehr glatt werden – passt gut auf euch auf, wenn ihr aus dem Haus geht! Gute Nacht! 🙂
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„The Coldest Girl in Coldtown“ hatte ich Ende Dezember halb gelesen zur Seite gelegt, und dann kamen ein paar Tage, in denen ich aus verschiedenen Gründen nur zu eBooks gegriffen habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich die Geschichte rund um Tana zwar mochte und mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt habe, aber mich das Vampirthema eigentlich recht wenig fesselte. Was etwas schwierig ist bei einem Roman, in dem die Protagonistin versuchen muss, in einer Welt voller Vampire zu überleben, während sie gleichzeitig fürchtet, dass sie selbst sich in eine Vampirin verwandeln wird. Die zweite Hälfte des Buchs habe ich dann wieder an zwei Abenden gelesen und mich definitiv nicht dabei gelangweilt, aber es fehlten auch ein wenig die überraschenden oder reizvollen Elemente – die Elemente, die aus einer düsteren Urban-Fantasy-Vampir-Geschichte etwas machen, was mich fesselt und dafür sorgt, dass der Roman eine langanhaltende Erinnerung bei mir hinterlässt. Jetzt bin ich fast versucht, „The Darkest Part of the Forest“ von der Autorin noch einmal zu lesen, um zu schauen, ob mir der Roman heute noch ebenso gefällt wie vor (fast) neun Jahren.
„Violet Thistlewaite ist Not a Villain Anymore“ ist eine wirklich süße Geschichte, die aus den Perspektiven der Blumenhändlerin Violet und des Alchemisten Nathaniel erzählt wird. Die beiden lernen sich kennen, als Violet in den Ort Dragon’s Rest zieht, der bis vor kurzem von der Anwesenheit des bösen Zauberers Guy Shadowfade überschattet wurde. Nachdem Guy besiegt und seine Verbündeten in alle Winde zerstreut wurden, beschließt Violet (früher bekannt als die tödliche Thornwitch), ihr Leben als „gute Person“ in dem kleinen Ort zu beginnen. Doch es ist nicht so einfach, all die Dinge aus ihrer Vergangenheit vor ihren Nachbarn verborgen zu halten und sich an ein normales Leben zu gewöhnen. Vor allem ihr grummeliger Vermieter Nathaniel macht es Violet nicht gerade einfach – und natürlich liegt das daran, dass er sich zu seiner Mieterin hingezogen fühlt. Ich hatte viel Spaß mit „Violet Thistlewaite ist Not a Villain Anymore“, denn auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Violet und Nathaniel etwas arg vorhersehbar war, so mochte ich, wie sich die beiden im Laufe der Zeit über ihre Probleme und Sorgen austauschten (so weit das eben geht, wenn eine Person versucht, ihre Vergangenheit geheim zu halten). Vor allem aber habe ich den kleinen Ort Dragon’s Rest und all seine Bewohner ins Herz geschlossen. Violets neue Nachbarn sind vielleicht nicht immer ganz einfach, aber es sind genau die richtigen Personen, damit sich eine ehemaligen Thornwitch unter ihnen zuhause fühlen kann. Ich bin sehr gespannt, was die Autorin im Zukunft noch so schreiben wird!
„The Drama of Death“ ist nach „The Magic of Death“ der zweite Teil einer wirklich netten Cozy-Mystery-Reihe von Leslie Gail. Die Handlung wird weiterhin aus der Perspektive von Star Bell erzählt, die dieses Mal damit fertig werden muss, dass ihre Schwester Daisy zurück nach Dead End kommt – um Aufnahmen für eine Fernsehserie zu drehen. Das Verhältnis zwischen Star und Daisy ist schwierig, da Daisy berühmt geworden ist, indem sie vortäuschte, über Stars magische Fähigkeiten (Geister sehen und mit ihnen kommunizieren können) zu verfügen. Eine weitere Herausforderung ist, dass die Fernsehserie, für die Daisy vor der Kamera steht, berühmt dafür ist, Personen zu entlarven, die übernatürliche Fähigkeiten vortäuschen. Als dann auch noch die Moderatorin der Serie ermordet wird, muss Star sich nicht nur endlich wieder Daisy annähern, sondern auch noch herausfinden, wer den Mord verübt hat. Während ich beim ersten Teil noch die Eigenheiten der älteren Generation der Bell-Hexen etwas kritisiert hatte, kann ich hier anmerken, dass nur Stars Großmutter ein paar Auftritte bekommt, die sich auch alle im Rahmen halten. Ansonsten mochte ich die vielen verschiedenen Figuren, und ich habe mich gut darüber amüsiert, wie Star versucht, Informationen rund um den Mord zu sammeln. Auch wenn ich es recht offensichtlich fand, wer die Tat begangen hat, so hatte ich doch Spaß daran, Stars Weg zur Auflösung zu verfolgen. Soweit ich weiß, wird es irgendwann auch noch einen dritten Teil der Reihe geben, der sich um den Mord an Stars und Daisys dritter Schwester dreht, und ich freu mich schon darauf.
Normalerweise bestelle ich keine Liebesgeschichten vor, aber „The Heart of the Matter“ von Rebekah Isert klang so reizvoll, dass ich hier eine Ausnahme machte. Die Geschichte beginnt damit, dass die Protagonistin Summer von ihrer Familie sechs Paar-Therapiestunden geschenkt bekommt, die sie mit ihrem Freund besuchen soll. Dummerweise ist der Freund, über den sich Summer gegenüber ihrer Familie regelmäßig beklagt, nur ausgedacht – weil sie nicht wusste, wie sie sonst mit all dem Druck umgehen soll, den ihre Familie ihr bezüglich ihres Single-Daseins machte. Statt nun ihre Familie darüber aufzuklären, dass sie gelogen hat, sucht Summer einen Mann, der mit ihr zur Paartherapie geht. Der Protagonist hingegen ist Chase, dessen letzte Beziehung vor einem halben Jahr endete und dessen Ex-Freundin ihm vorwarf, dass sein Verhalten toxisch gewesen sei. Das führte dazu, dass Chase sein Benehmen gegenüben allen Personen hinterfragt und das Gefühl hat, er müsse an sich arbeiten, weshalb er bereit ist, mit Summer zur Therapie zu gehen. Natürlich lernen sich die beiden während dieser Therapiestunden (und bei den Hausaufgaben, die sie dafür aufbekommen) sehr gut kennen, und das fand ich wirklich sehr nett zu verfolgen. Die Idee, eine Liebegeschichte mit einer Paar-Therapie beginnen zu lassen, funktionierte überraschend gut für mich, und ich mochte es, den gemeinsamen Weg von Summer und Chase zu verfolgen.
Nachdem ich im Januar schon „Lady of Dreams“ gelesen hatte, habe ich auch noch zum zweiten Teil der Reihe „Lady of Weeds“ gegriffen. Diese Geschichte spielt an der Küste von Sunderland und wird aus der Perspektive von Carys erzählt. Carys ist die Wächterin eines Strandabschnitts und beschützt mit ihrer Arbeit das naheliegende Fischerdorf vor den Selkie, die an der Küste ihren Schabernack treiben (und damit eine tödliche Gefahr für die Anwohner sind). Eines Tages findet Carys einen jungen verletzten Mann in einem der Salzwasserteiche an der Küste und versorgt ihn in ihrer kleinen Hütte am Strand. Eurion (wie Carys ihn nennt) leidet unter Gedächtnisverlust, trägt aber überraschend kostbare Gegenstände bei sich und einen Ring, den Carys aus ihrer Vergangenheit wiedererkennt. Deshalb behält Carys Eurion bei sich, in der Hoffnung, dass er seine Erinnerungen wiedererlangt und ihr ihre Fragen zu dem Ring beantworten kann. Gleichzeitig erreichen Gerüchte den kleinen Ort von einem Anschlag auf einen der Kronprinzen und von untergegangenen Schiffen, und mehrere Fremde stellen Fragen zu dem, was das Meer in den letzten Tagen so angespült hat … Im Kern ist auch „Lady of Weeds“ eine Liebesgeschichte, aber während sich „Lady of Dreams“ fast ausschließlich um eine Handvoll potenzieller Paare und ihre Gefühle und Hintergründe drehte, gibt es bei „Lady of Weeds“ durch die Ereignisse außerhalb von Carys‘ kleinem Küstenort eine deutlich politischere Note. Ich habe es sehr genossen, mich mit dem Rätsel um Eurions Herkunft, mit all den Fragen rund um Carys‘ Vergangenheit und den verschiedenen Neuankömmlingen im Ort zu beschäftigen. Letztere sorgten dann auch für ein Wiedersehen mit ein paar Figuren, die ich schon aus „Lady of Dreams“ kannte, was ich sehr nett fand, mich aber auch neugierig darauf machte, mehr über ihren Weg von Eppa nach Sunderland zu erfahren. Ich würde wirklich gern noch mehr über diese fantastische Welt lesen und mich mit diesen süßen Liebesgeschichten beschäftigen – zu schade, dass es keine Erwähnung der beiden weiteren (ursprünglich) geplanten Titel zu finden gibt.