WordPress-Blogs ohne Midjourney, ChatGPT & Co

Soll dein Blog benutzt werden, um kommerzielle KI (AI) zu trainieren? Nein, oder? Der Entwickler von WordPress, Automattic, hat Deals mit KI-Firmen für WordPress und Tumblr geschlossen. Aber du hast eine Opt Out Möglichkeit: Einstellungen > Allgemein > Privatsphäre > Häkchen bei „Prevent third party sharing“ setzen. Natürlich lassen die Entwickler von Midjourney, ChatGPT und anderer „KI“-Software (die ja gar nicht intelligent sondern, sondern nur sehr gut im Kopieren) trotzdem Webcrawler laufen, um das Internet als Ganzes zu vermarkten. Aber dann eben unsortiert und damit weniger wert.

Jetzt doch wieder Capoverso

Nachdem das bisherige WordPress-Theme sich serverseitig verändert hatte, so dass man beim Kommentarschreiben (dunkle Schrift auf dunklem Hintergrund) nichts mehr lesen konnte, nun doch wieder das Capoverso-Theme. Das ich schon mal hatte, das aber keine Blogversion für Mobiltelefone anbietet, so dass dort kein Menü (mit Impressum etc) angezeigt wird. Weswegen ich Capoverso noch mal umbauen musste, mit einer Homepage und dem Blog als internem Link. Und schwarzem Hintergrund mit hellgrauer Schrift. Und blauen Links. Und hellgrauem Hintergrund beim Kommentieren. Das lass ich erstmal so. Aber, Fritz, warum veränderst du nicht einfach das CSS? Weil ich dafür auf einer WordPress.com Adresse einen bezahlten Tarif für 100 Schleifen pro Jahr wählen müsste. Seit 2008 wären das immerhin 1600 Eurelien. Andere Leute kaufen sich davon… sonstwas. Aber, Fritz, warum nimmst du nicht die selbstgehostete Version? Weil ich kein Coder bin, und weil ich schon genug andere Hobbies hab. Echt. Zuviele. Ich mag mein kleines Blog wirklich gerne, aber nicht so gerne, dass ich dafür extra PHP lernen würde. Ihr könnt das auf euren Blogs ja anders machen.

Update (4.10.23): Nach meinem Post im WordPress.com Userforum hat das Entwicklerteam bei Automattic tatsächlich nachgesehen, und den Code geändert, so dass das Colinear-Theme auch in dunkel wieder benutzbar ist. Wow. Das hätte ich irgendwie nicht erwartet. Daumen hoch, WordPress!

Adblocker not detected

Adblocker ermöglichen nicht nur ein Leben in einem werbefreien Internet, sondern auch zusätzliche Sicherheit – eben weil sie die Tracker zurückweisen, die uns zu völlig gläsernen Nutzern und damit Werbe- und Manipulationsopfern machen. Deswegen sollten wir alle ein Adblock-Plugin in unserem Browser haben (am besten Firefox, weil Chrome und Edge unsere Daten weitergeben), wie uns alle Sicherheitsfachleute nahelegen. Manche Webseiten haben mittlerweile eine Adblocker-Erkennung, und wollen ihren Inhalt nicht anzeigen, solange der Adblocker aktiv ist. Diese Webseiten kann man aber problemlos ignorieren. Statt dessen kann man in seine selbstgehostetes WordPress-Seite (sehr viele Webseiten laufen heute auf WordPress) ein Plugin nehmen, dass einen fehlenden Adblocker anzeigt und vorschlägt, endlich einen zu nutzen. Hier im 11k2 läuft dieses Plugin deswegen nicht, weil ich dazu entweder einen Business-Tarif für 300 USD pro Jahr oder ein selbstgehostetes Blog wählen müsste. Aber dafür habt ihr diesen Artikel, der euch über das Plugin informiert. Der Adblocker in meinem Browser (Firefox) ist uBlock Origin, parallel dazu läuft der EFF Privacy Badger und ein Canvas Blocker, aber ein einfacher Adblocker sollte für den Anfang genügen. via jwz

Im WordPress Dschungel

Um diesen Dschungel zu durchqueren, hab ich inzwischen rund einen Arbeitstag verpulvert. Ich fühl mich schon fast wie Kara Ben Nemsi im Wilden Westen. Und das ging so: Wie ihr wisst, hab ich Ende Juno beschlossen, das alte WordPress-Theme meines kleinen Blogs von 2008 durch ein neueres zu ersetzen, das dann von Automattic, dem WordPress-Entwickler, auch weiter unterstützt wird. Das waren schon mal ein paar Stunden vergleichen, rumklicken und rausfinden, was sich mit der neuen Generation Themen machen lässt. Schliesslich hat mir Capoverso gut gefallen, die Farben sind da hübsch. Winziges Problem: Das Thema hat kein Menü auf Mobilgeräten. Das bedeutet, das Impressum lässt sich nicht aufrufen. Zufällig Hereinsurfende wissen also nicht, wer das macht und warum. Oh nee. Also gestern ein anderes, das zwar auch gut aussieht, dafür aber weder Hashtags noch sonst irgendwas unter den Beiträgen anzeigt. Auch nicht. Also doch das Colinear-Theme und ausführliches Schrauben, bis es so aussieht wie jetzt. Klar geht alles noch eine Nummer intensiver, mit einem selbstgehosteten WP-Blog hätte ich noch mehr Möglichkeiten, würde dafür aber noch mehr Zeit verballern. Irgendwas ist immer, nee? Wie findet ihr, dass 11k2 inzwischen aussieht?

Capoverso – ein Einschnitt nach 14 Jahren

Nach fast 14 Jahren ein neues WordPress-Theme: Capoverso (ital. Einschnitt). Weil das von 2008, Neo Sapiens, nicht mehr unterstützt wurde. Nachvollziehbar, weil sich das WWW in diesen 14 Jahren enorm verändert hat: Heute gehen (in old germany) über 80% aller Nutzer mobil ins Internet. Nicht mehr per PC, den nur noch Online-Trilobiten wie ich benutzen (ich hatte ab 1996 einen eigenen Internetzugang). Deswegen werden Webseiten und WordPressblogs heute eben vor allem für Smartphones geschrieben. Ich weiss, ich weiss: Auf den Inhalt kommt es an. Der ist nun eben moderner verpackt. Das Pic mit dem Einschnitt oben ist von Susanne Jutzeler und cc0.

WordPress kauft Tumblr, alles wird gut

Genauer gesagt: Automattic, die Firma, die WordPress entwickelt und anbietet, übernimmt Tumblr für einen Preis von weniger als 3 Millionen USD. Von Verizon, die dafür noch mehr als eine Milliarde bezahlt hatten (kein Problem, auch dieses Unternehmen gibt so gut wie nichts für Steuern aus). Das ist die gute Nachricht. Was aus der Plattform wird, die von Yahoo und Verizon heruntergewirtschaftet wurde und eigentlich seit ihrer Gründung 2007 ein Synonym für freie Internetkultur war, müssen wir sehen. Aber wir wissen, dass Automattic im Gegensatz zu korrupten Konzernen wie Verizon ein eifriger Verfechter von Meinungsfreiheit und persönlichem Ausdruck ist. Es kann also nur aufwärts gehen mit Tumblr. Ja, ich bin erleichtert. via boingboing

WordPress geht gegen Copyright-Zensur vor

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Die Entwickler- und Betreiberfirma der WordPress-Plattform (die auch 11k2 verwendet), Automattic, ist im heimatlichen Kalifornien vor Gericht gegangen, um Ausfallkosten für sich und einen WordPressnutzer einzuklagen. Dieser hatte einen der Initiatoren der britischen “Straight Pride UK”, einer latent homophoben Bewegung interviewt – den Artikel alledings liess der Befragte später wegen angeblichen Copyrightverstosses durch eine DMCA-Abmahnung entfernen. Ein klarer Fall von Copyrightmissbrauch zu Zensurzwecken. Der Streitwert mit Gebühren beträgt symbolische knapp 25.000 USD, und, ja, es ist Aufgabe von Internetfirmen, auch juristisch gegen solchen Rechtsmissbrauch vorzugehen. torrentfreak, pic c Jon Cazier (mit photoshop-tutorial)

Wie gross sind eigentlich 300 Megabyte?

Auch so ein mikroskopischer Meilenstein meiner Blogtätigkeit, den ich über Monate hinweg sehr, sehr langsam näherrücken sah: Ich hab es in zweieinviertel Jahren 11k2-Tätigkeit gerade mal geschafft, ein Zehntel des freien Upload-Volumens zu verbrauchen: 300 MB von 3 GB. Und das bei der Bildlastigkeit dieses Blogs – es gibt hier keinen einzigen Artikel ohne Pic. Doch. einen. Den First Post. Aber das ist was andres. Viel Spass weiterhin.

WordPress war weg

Gestern war WordPress.com für knapp 2 Stunden komplett offline. Weil der seltene Fall eingetreten ist, dass alles schiefging, was schiefgehen konnte. Rund 10,2 Millionen Blogs, darunter auch dieses, waren nicht erreichbar. Meine Frage an die Leser: „Was haben Sie in diesem Augenblick empfunden? Können Sie uns Ihre persönlichen Eindrücke schildern?“ Habt ihrs überhaupt bemerkt?( wordpress) (wp-logo: wordpress, illustration von mir, cc 3 by,sa)

11k2-Beiträge bewerten

091013abstimmenMehr Ausdrucksmöglichkeiten für euch: Ich hab das WordPress „Rating-Plugin“ aktiviert. Ab sofort findet ihr unter jedem Beitrag auf diesem Blog fünf Sterne, von „gar nicht gut“, über „nicht so“, „irgendwie“, bis „ziemlich gut“ und „total gut“. Wer also keinen Kommentar schreiben will (und das will nun mal nicht jeder) und unter dem Text kein Poll vorfindet (das hab ich ja nur manchmal), kann so auf die Schnelle seine Bewertung hinterlassen. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob diese Funktion irgendwem irgendwas bringt. Aber es ist den Versuch wert, finde ich. Wenn (im Verhältnis zu den Gesamt-Zugriffszahlen) die Bewertungsmöglichkeit nicht genutzt wird, klick ich sie wieder weg. Ansonsten: Viel Spass damit!