Klimakrise: Hagel wird grösser

Francis Lavigne-Theriault, Forscher im Northern Hail Project der Western University, Ontario, Canada, beschäftigt sich mit der zunehmenden Grösse von Hagelkörnern in den letzten Jahren. Die grössten aktuell in Nordamerika gefundenen Hagelkörner haben über 10 cm Durchmesser und ein Gewicht von knapp 300 Gramm. Wo die faustgrossen Eisklumpen einschlagen, nimmt der Hagelschaden extreme Ausmasse an. Die Versicherungswirtschaft meldet bereits Rekordansprüche. Der grösste, jemals in Nordamerika gefundene Hagelklumpen wog allerdings knapp 900 Gramm bei einem Durchmesser von 20 cm. Die Entwicklung bleibt nicht auf Nordamerika beschränkt, in Katalonien, Spanien, kam am 30. August ein Hagelsturm mit bis zu 12 cm grossen Eisklumpen nieder, ein Kind wurde getötet, 67 Menschen verletzt. Auch andere Kontinente berichten ähnliches. Wir müssen uns klarmachen, dass die Überhitzung der Atmosphäre durch CO2 und Methan bisher unbekannte Wetterphänomene erzeugt. westernu, myscience, essl, pic Western University

Der Arktische Oszillator

Rot: Hochdruck, da fliesst die Luft weg, Purpur/Blau: Tiefdruck, da weht der Wind hin.

Teil drei der informellen 11k2-Klimaforschungs-Berichterstattung 2010: Was ist das mit diesem „Arktischen Oszillator“? Und sind die Amis, die Russen, oder die Chinesen daran schuld (Al-Qaeda fällt hier naheliegenderweise aus)? Keiner ist schuld, der erwähnte Oszillator ist ein altbekannter Wettereffekt, der von langfristig abwechselnden Hoch- und Tiefdrucksituationen über den beiden Polkappen der Erde herrührt. Derzeit ist über beiden Polen ein Hochdruckgebiet, welches kalte Luft ringsherum nach Süden drückt. „Der Arktische Oszillator“ weiterlesen

Golfstrom verirrt sich, Britannien friert ein

Im Nordatlantik ist eine sehr seltene Abweichung des Golfstroms vom normalen Verlauf aufgetreten: Er fliesst nicht wie gewohnt, aus der Karibik kommend, vor der Küste Floridas nach Westen, um letztendlich Europa und dort vor allem die britischen Inseln mit wärmerem Meerwasser zu verwöhnen, sondern bleibt an der US-Küste. Grönland ist zur Zeit messbar wärmer als sonst zu dieser Jahreszeit üblich, während in Britannien Temperaturen bis zu minus 17 Grad gemessen werden. „Golfstrom verirrt sich, Britannien friert ein“ weiterlesen