Donald Trump ist nicht dumm


Ich weiss, da werden mir viele Leute energisch widersprechen. Die überhaupt pauschal annehmen, dass Politiker dumm wären. Tja. Falsch. Ich erklär das mal:

Donald Trump hat so viele Gesetzesverstösse angesammelt, dass er den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen müsste – ausser, er ist US-Präsident und damit praktisch unantastbar. Also gibt er sich jede Mühe, weiter Präsident zu bleiben. Er ist ja schliesslich nicht dumm. Eigentlich wäre er, als kompletter Unsympath und in seiner ersten Amtszeit bereits als luxussüchtiger Versager entlarvt, nicht mehr wählbar. Allerdings hat er mächtige Sponsoren, die dafür gesorgt haben, dass er wiedergewählt wird: Die Multimilliardäre. Einige, wie Zuckerberg, Pichai oder Musk besitzen oder kontrollieren soziale Plattformen und sorgen dafür, dass Meinungen zugunsten von Trump besser verbreitet werden als Kritik an ihm. Andere, wie Bezos oder Soon-Shiong, kontrollieren wichtige Tageszeitungen (Washington Post, Los Angeles Times), TV-Sender wie Fox steuern Themen vom rechten Rand bei. Vladimir Putin, übrigens auch ein Multimilliardär, lässt seine Geheimdienste rund um die Uhr arbeiten, um Trump zum Präsidenten zu machen.

Mit all diesen Männern hat Donald, der selbsternannte Dealmaker, Vereinbarungen getroffen: Ein Leben in Luxus gegen… alles, was seine Gönner von ihm verlangen. Harter Kurs gegen Europa, Kuscheln mit Russland, ein geplanter Börsencrash, der die Reichen noch reicher und normale, arbeitende Leute noch ärmer macht, Steuersenkungen für Superreiche und Zerstörung des Sozialstaats. Das alles tut Trump nicht, weil er dumm, sondern weil er schlau ist. Dumm wären wir dagegen, wenn wir von einem ausgewiesenen Narzissten und Egomanen plötzlich verantwortungsvolle politische Entscheidungen erwarten. Entscheidungen, die uns allen zugute kommen. Und nicht nur ihm selbst.

Und dasselbe gilt für Politiker in unserem eigenen Land, die sich aufteilen in solche mit Verantwortung und andere mit ungebremstem Egoismus. Letztere werden auch hierzulande gerne gewählt, weil man ihnen Willensstärke, Durchsetzungs- und Problemlösungsfähigkeit unterstellt. Diese Fähigkeiten, falls vorhanden, nutzen sie aber nur für sich selbst, nicht für ihre Wähler:innen. Absichtlich. Nicht aus Dummheit. Und das muss “die breite Bevökerung” lernen. Oder es geschieht euch recht, was passiert. Und das 11k2-Blog verlost in der erwähnten breiten Bevölkerung (hier: Cducsufdpafd-Wählende) T-Shirts mit der Aufschrift: OPFER. Deal?

Asbest mit persönlicher Genehmigung des Präsidenten

Einer der weltweit grössten Hersteller des krebserregenden Mineralstoffes Asbest, der russische Konzern Uralasbest (mit besten Beziehungen zu Herrn Putin), bedruckt seine Lieferpaletten in die USA neuerdings mit einem roten Siegel, das erklärt, dieser seit kurzem wieder gesetzlich zulässige Export des Lungenkillers nach Zentralnordamerika geschehe mit persönlicher Genehmigung des US-Präsidenten. Eine aktuelle Studie der International Commission on Occupational Health schätzt, dass jährlich weltweit eine sechsstellige Anzahl von Menschen durch Asbestfolgen sterben. Natürlich sind das alles nur Zufälle. ewg, pic uralasbest

Macht und Inzest

Wie man im Video sehen kann, findet Donald „pumpkin kingpin“ Trump, er würde was mit seiner Tochter Ivanka anfangen, wenn sie nicht seine Tochter sei. Das war im März 2006. Der Chicago Tribune berichtete vor 10 Jahren ihre Reaktion darauf: „Wenn er nicht mein Vater wäre, würde ich ihn mit Pfefferspray einnebeln“. („If he wasn’t my father, I would spray him with Mace.“) Wie gut, dass so ein Mann gerade zum US-Präsidenten gewählt wurde. Der ist sicher der richtige, um Ordnung und Arbeitsplätze wieder her zu stellen. Aber ja, wir müssen erst die Nachzählung abwarten. Und den darauffolgenden Bürgerkrieg, falls sich herausstellt, dass die Republicans betrogen haben.