Naloxon aus dem Automaten

In Austin, Texas, Menchaca Road 4430 steht der ersten Naloxon-Automat (Handelsname des Medikaments ist Narcan), um jederzeit kostenlos ein Gegenmittel bei Opiat-Überdosis bekommen zu können. Finanziert wird der Automat vom NICE-Projekt, auf Basis von Spenden. Das Projekt betreibt auch weitere Einrichtungen dieser Art, wie Spritzentausch und Drogenberatung. Warum machen wir das nicht auch, wir könnten damit Leben retten? Weil hierzulande das Problem gesamtgesellschaftlich verdrängt wird. Opiate (und andere Drogen) sind kriminalisiert, selbst kostengünstige Hygienemassnahmen (Spritzen) und Naloxonabgabe werden durch die politischen Entscheider behindert. Wie ihr wisst, hatte ich 5 Jahre lang ein Kommunalmandat und dabei diese bürgerlich-konservative Realitätsverweigerung hautnah erleben müssen. Dieselbe Realitätsverweigerung legt unsere Wohlstandsgesellschaft übrigens auch gegenüber dem Alkohol an den Tag, mit 9 Millionen Menschen in dauerhaftem Alkoholmissbrauch, davon 3 Millionen Abhängige, über 70.000 Tote jährlich. Wir müssen mit diesem Problem anders umgehen. via boingboing, pic n.i.c.e.

Texas führt Vergewaltigungs-Versicherung ein

Mit der Unterschrift des texanischen Gouverneurs Greg Abbott (siehe Bild) unter die House Bill 214 dürfen Krankenversicherungen nicht mehr für die Kosten einer Abtreibung aufkommen. Auch nicht im Fall einer Vergewaltigung. Dafür soll es künftig eine eigene, von Frauen abzuschliessende Zusatzversicherung geben, die heute bereits als „rape insurance“ gehandelt wird. Natürlich würde Seehofers CSU so etwas auch gerne in Bayern einführen. Instrumente der Unterdrückung kann man als totalitär gesinnten Politiker nie genug haben. Man sieht am Beispiel der House Bill 214 sehr schön, was passiert, wenn man zulässt dass „konservativ“ mit „reaktionär“ synonym wird. Was lernen wir daraus? Am 24. September zur Wahl gehen und möglichst weit weg von der CSU (oder AfD) wählen. Egal, ob du eine Frau bist oder nicht. via broadly, pic pd

Wem gehört Texas?

Eine spannende Frage, zumal sich die bis dahin unabhängige Republik am 29. Dezember 1845 freiwillig den USA angeschlossen hat. Völlig unbelastet davon brachte Mutual Mobile ein iPhone App namens iTexas heraus, das umfangreiche Infos für Studenten der University Of Texas anbietet, bis hin zu empfehlenswerten Kneipen und Cafes rund um den Campus. Und jetzt das Problem: „Wem gehört Texas?“ weiterlesen

US-Leitkultur: Verkehrspolizei stellt Tickets für schlechtes Englisch aus

Dallas, Texas: In 39 Fällen haben örtliche Polizeibeamte in der drittgrössten Stadt des Lone Star State Bussgelder wegen ungenügender Englischkenntnisse verhängt. Die Sache flog auf, als eine spanische Muttersprachlerin nach einem flotten Abbiegemanöver aufgehalten und „US-Leitkultur: Verkehrspolizei stellt Tickets für schlechtes Englisch aus“ weiterlesen

Software ist nicht umsonst

081211millajovovichAustin, Texas (muss in etwa so verschlafen sein wie Augsburg, Bayern, aber ich kenne persönlich nur letzteres) wurde dieser Tage von einem schweren OpenSource-Zwischenfall erschüttert, als eine Lehrerin an einer örtlichen Mittelschule einen der Schüler dabei erwischte, wie er Mitschülern auf seinem Laptop eine Software namens „Linux“ zeigte und anfing, CDs davon gratis zu verteilen.

Die verantwortungsvolle Lehrkraft wies den jungen Mann sofort zurecht: „Software ist nicht umsonst, und „Software ist nicht umsonst“ weiterlesen

Texas: In den Kindergarten trotz langer Haare

Der 5jährige Adriel Arocha darf ausnahmsweise die Needville Elementary School (also den lokalen Kindergarten), obwohl seine Haare bis über die Schulter reichen. Was in Texas eigentlich garnicht geht. Seine Mutter bestand darauf, dass er seine Frisur behalten dürfe, weil sie von Ureinwohnern abstammen (a.k.a. Indianer) und sowas zu ihrer Kultur gehöre. Irgendwie ging dieser Kompromiss auch nur, weil die Eltern des Jungen die American Civil Liberties Union (ACLU) einschalteten. Mann, da gehts ja schlimmer zu als in Bayern!