11.200 m/s ist die Geschwindigkeit, die man braucht, um die Erde zu verlassen. Eine gute Metapher für "über den Tellerrand". Oder für "eine von den über 8 Millarden subjektiven Sichtweisen".
Alles, was wir schon immer über Star Wars (oder zumindest den zentralen Film: A New Hope) wissen wollten. Zusammengefasst in einer meterlangen, scrollbaren Infografik, vom Schweizer Grafiker Martin Panchaud. Der auch sonst tolle Sachen macht. Infografiken eben. Noch Fragen? via metafilter
Tero Kaukomaa hat ja bereits die Welt zu einem besseren Ort für uns alle gemacht, indem er die beiden Iron Sky Filme produzierte. Jetzt legt er noch einen Gang zu und bringt den vor zwei Jahren angekündigten weltersten Swissploitation-Film raus. Im Dezember. Mit ordentlich Splatter, Fonduefolter, Tobleronemorden, einer sehr ernsthaften und präzisen Darstellung des schweizer Selbstverständnisses und der unausbleiblichen Resistance dagegen, an deren Spitze Mad Heidi durch die Alpentäler slasht. Ja, geschmackvolle Tshirts sind ebenfalls auf der Mad Webseite zu haben. via quietearth
Der Schweizer Gesundheitsökonom Willy Oggier schlägt in einem aktuellen Interview mit der „Basler Zeitung“ vor, sogenannten „Corona-Skeptikern“ im Covid-19-Erkrankungsfall keine intensivmedizinische Versorgung zu geben, falls es zu Engpässen kommt. „Ich finde es fairer, wenn der selbsternannte Corona-Rebell das Nachsehen hat, als wenn es einfach den ältesten Patienten im Raum trifft“, erklärt er weiter. Der Experte hat da sicher einen Punkt – warum sollen Menschen behandelt werden, die aktiv zu Ansteckung und Verbreitung des Virus beigetragen haben, indem sie entweder ungeschützte Treffen hatten oder die Gefährlichkeit der Pandemie öffentlich leugneten? Im Notfall, wenn die Intensivstationen überfüllt sind, müssen Ärzte entscheiden, wer weiter beatmet wird und wer sterben muss. Damit die Entscheidung dafür beim Einzelnen bleibt und die individuelle Freiheit so wenig wie möglich eingeschränkt wird, sollten die sogenannten „Corona-Skeptiker“ doch einfach Patientenverfügungen ausfüllen und mit sich führen, damit sie nicht versehentlich im Krankenhaus wegen Covid-19 behandelt oder gar beatmet und gegen ihren Willen am Leben gehalten werden. via tagesspiegel
Wir messen inzwischen CO2-Werte in der Atmosphäre, die höher sind als jemals in der Geschichte unserer Spezies (grosszügig gerechnet 3 Millionen Jahre). Ja, natürlich hatten wir schon mehr CO2 als derzeit, aber damals lag der Meeresspiegel auch 25 Meter höher. Also keine Hafenstädte und Küstengebiete, wie wie sie heute kennen. Deswegen wäre es eine gute Idee, weniger CO2 zu produzieren. Was wir aber nicht tun werden, so global, wenn es weiter so billig ist. Also her mit der CO2-Steuer. Ja, aber, belastet das nicht die kleinen Leute, treibt das nicht jedermann und seine Oma in den Ruin? Nein. In der Schweiz wird das seit Jahren erfolgreich praktiziert, in mehreren kanadischen Bundesstaaten auch. Und zwar so, dass auf Benzin eine zusätzliche Stewuer erhoben wird und die Einnahmen pauschal an Haushalte wieder ausgezahlt werden. Egal, wieviel CO2 dieser abgibt. Was natürlich Leute belohnt, die mit dem Fahrrad oder ÖPNV unterwegs sind, und andere, die auf das Auto angewiesen sind, nicht zusätzlich belastet. Sondern nur Leute, die wirklich viel herumfahren, täglich fliegen, oder Zement herstellen. Ok, dann brauchen wir das jetzt auch. Oben das passende John Oliver Vid, via kottke.
Faszinierend, beruhigend und erschreckend. Gleichzeitig. Der schweizer Ingenieurstudent Christian Schürch hat diesen Roboterarm darauf programmiert, einen Spielzug für unbestimmte Zeit auf seinem Gleis zu halten. Das veranschaulicht sehr schön die Zukunft unserer Arbeitswelt: Alle Tätigkeiten, die nicht besonders viel Kreativität oder menschliches Einfühlungsvermögen erfordern, werden in einigen Dekaden automatisiert sein. Bis dahin müssen wir uns entscheiden, ob wir lieber in einer sozialistischen Utopie oder einer postapokalyptischen Dystopie leben wollen. via kottke
Im Rahmen der „elevation 1049: avalanche“ Ausstellung alpiner Objekte und Situationen im Schweizer Gstaad (bis zum 19. März) fand am 4.Februar die Liveinstallation/Performance „As close as you can for as long as it lasts“ von Douglas Gordon und Morgane Tschiember statt: Ein hausgrosser Feuerkreis in einem kleinen Tal am Hang, in den Bäumen versteckt Lautsprecher, die bedrohliche Tiergeräusche wiedergeben. Eine archaische Situation, vom Video unten nur unvollständig beschrieben. „So nahe du kannst, so lange es dauert“ weiterlesen →
Die Zukunft der Publizistik hat zwar nicht in der Schweiz begonnen, kann dort aber besichtigt werden. Es gibt eine Zukunft? Ja, aber dass ausgerechnet im Zeitalter der immer und überall verfügbaren Information die bisherigen Medien, sowohl auf Papier als auch auf dem Bildschirm, sinkende Nutzerzahlen erleiden, hat einen Grund: Sie sind nach wie vor eine Einbahnstrasse der Kommunikation, während Soziale Plattformen Austausch und Teilnahme durch die Nachrichtenkonsumenten ermöglichen. Der simple Trick, einfach News nicht nur in TV und Tageszeitung, sondern auch auf Facebook zu zeigen, hat hier keine Lösung gebracht; auf jeden Fall nicht für Verlage und Sender, die eine Diskussion scheuen. „Wie unsere Medien das 21ste Jahrhundert überleben können“ weiterlesen →
Seit Swiss Leaks, der Weitergabe von Millionen von Datensätzen der Schweizer Grossbank HSBC durch den Ex-Mitarbeiter Hervé Falciani, wissen wir, dass solche Banken aktiv ihre Kunden (auch deutsche) zur Steuerhinterziehung beraten. Den Nationen gehen viele Milliarden an Einnahmen verloren, Gesetze werden systematisch gebrochen, aber wer kommt dafür ins Gefängnis? Es ist zu befürchten, dass ausser ein paar Rücktritten nichts passiert. Ladendiebe, Kiffer oder Schwarzfahrer dagegen wandern in den Knast. Hier ist eine Möglichkeit für uns, für Gerechtigkeit zu stimmen. „Unterschriftenliste: Bringt die HSBC vor Gericht“ weiterlesen →
Am Montag hat nach dem Nationalrat auch der Ständerat beschlossen, den Besitz von Cannabis in Eigenverbrauchsmenge in der Schweiz zu dekriminalisieren. Statt dessen gilt das als Ordnungswidrigkeit. Die Menge muss noch festgelegt werden, bisher ist die Rede von 10 Gramm. Wird doch. der standard, pic glassfeed
Übermorgen wird das Schweizer Parlament die Zukunft der nationalen Atompolitik bestimmen. Erster Vorschlag: AKWs bleiben bis zum Ende ihrer Laufzeit am Netz und werden dann durch neue ersetzt. Zweiter: Keine neuen AKWs. Dritter: Vorgezogener Ausstieg. „Schweiz bereitet Atomausstieg vor“ weiterlesen →
Am Montag war die Anti-Acta-Veranstaltung. Weil an diesem Tag die neue und neunte ACTA-Verhandlungsrunde im Hotel Palace, Luzern, Schweiz, stattfand. Namhafte internationale Piraten und ein EU-Grüner versammelten sich zu Protestaktionen zu Wasser und zu Lande und übergaben den ansonsten abweisend reagierenden ACTA-Delegierten eine Liste mit 4400 Protest-Unterschriften. „Der Kampf gegen ACTA geht weiter: Luzern“ weiterlesen →
Ein Job auf dem interstellaren Frachtschiff Kassandra soll genug Geld abwerfen, damit Ärztin Laura Portmann glücklich auf eine neue Kolonie auf dem Planeten Rhea auswandern kann, um dort wieder bei ihrer Familie zu sein. Den grössten Teil der 8jährigen Fahrt verbringt man im Cryo-Schlaf, im Laderaum Baumaterial, der Bestimmungsort die unbemannte Raumstation 42. Natürlich geht alles schrecklich schief, noch vor Erreichen des Ziels, und während Lauras Wache. „Cargo: Schweizer SciFi, jenseits von Alien“ weiterlesen →
Gratulation ins südliche Nachbarland (da, wo Schokolade und Steuerflucht-CDs herkommen): Die aufrechten Bürger von Winterthur wählten den Piraten Marc Wäckerlin zu einem ihrer 60 Gemeinderäte. Mit immerhin 16.754 Stimmen. Da wird es am 28. März in Bern sicher auch klappen. Yarr! ( piratenpartei.ch)
Ok, erstens nicht die ganze Schweiz, sondern nur der nationalkonservative SVP-Nationalrat Alfred Heer. Und zweitens nicht, weil er etwa vernünftig geworden wäre und einen begrüssenswerten Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Korruption leisten will, sondern nur um deutsche Politiker dazu zu zwingen, keine Bankdaten von Steuerflüchtigen zu kaufen. Trotzdem begrüsse ich Heers Initiative. Ich finde überhaupt, er sollte sich mehr um Offenlegung von Bankkonten voller gestohlenem und unversteuertem Geld kümmern als um „Schweiz will Kontodaten deutscher Politiker veröffentlichen“ weiterlesen →
Das finde ich jetzt wirklich amüsant: In der Schweiz laufen Steuerfluchtprofiteure Sturm gegen das Exportieren von Bankkontodaten. Klar. Millionen von Euro unversteuert in die Schweiz schaffen ist ja irgendwie verzeihlich. Sicher. Dochdoch. (screenshot: blick.ch)
Am Sonntag, 30.11. findet in der Schweiz eine Volksabstimmung über die völlige Freigabe von Cannabis („psychoaktiver Hanf“) statt. Bisherige Verbote nach US-Muster sollen durch vernünftige Vorschriften ersetzt werden, die eine Dekriminalisierung bei gleichzeitigem Jugendschutz herstellen sollen.
Unterstützt wird das Plebiszit von den Schweizer Grünen, der SP und der FDP, während die rechtsnationale SVP dagegen Sturm läuft.
Mehr Infos zum Thema im verlinkten TAZ-Artikel, wir drücken dann schon mal die Daumen. Damit die Schweizer auch wirklich richtig abstimmen. (via taz) (pic+soundtrack)
Ein Notruf durch zu Tode erschrockene Autofahrer alarmierte die Schweizer Polizei: Auf einer Landstrasse nahe dem Ort Küttigen bei Aarau, unweit der Grenze zu Deutschland, sei eine Blutspur entdeckt worden. Die Beamten folgten ihr mehr als 15 Kilometer „Schweizer Polizei klärt Gemetzel auf“ weiterlesen →