Trap kann natürlich auch britischen Humor

Britischer, schwarzer (*cough) Humor? Vince Staples, den ich seit Jahren auch als Trap/Rap-Musiker sehr schätze, hat eine Zweitkarriere als Schauspieler. Und es wundert mich nicht, dass die gerade angekündigte Vince Staples Show ebenso tiefgründig und unerwartet daherkommt wie viele seiner Songs und Musikvideos. Der Plot: Vince ist ein ganz normaler Mann, mit einem ganz normalen Leben in „The Beach“, in dem aber, tagsüber, nur völlig wahnsinnige Sachen passieren. Eher so die Monty Python Schiene. Und er so, abends, zuhause, mit unbewegtem Gesicht: „Ja, nee, war cool“. Ich bin sehr gespannt. via guardian

Ana Tijoux: Antifa Dance

Heute wichtiger als in Jahren: Antifaschistische Kunst. Gegen die Überlegenheits- und Herrschaftsphantasien einer kleinen Gruppe von weissen Cis-Hetero-Imperialisten und ihrer Fans. Am Ende laufen Klassismus, Sexixmus, Rassismus zu einem totalitären Blutrausch zusammen, die Gewaltfantasien emotional Verarmter treffen heute Sisha-Bars und Synagogen, gestern ganze Länder und Populationen, morgen hoffentlich weniger. Aber das liegt an uns. Und Props an Ana für die Zusammenfassung.

Killer Mike erklärt das Problem mit der Demokratie

Rap-Musiker Killer Mike (oben ein Vid/Album von ’12) will in seinem Heimat-Bundesstaat Georgia (eine übel rassistische Gegend) als Abgeordneter kandidieren. Er sagt: Wahlen gehen oft enttäuschend aus, und die Hoffnung der Leute verschwindet, weil das Ergebnis schlecht war. („A lot of times elections are lost and the hope of the public is lost because they don’t turn out.“) Folge: Sie gehen nicht mehr wählen. Und die Anderen gewinnen nächstesmal noch leichter. „Killer Mike erklärt das Problem mit der Demokratie“ weiterlesen

Die Antwoord: Ugly Boy

Neues Video der wichtigsten Rap-Crew der Gegenwart, diesmal eher pop-lastig, oder was man in den Ghettos von Johannesburg so unter Pop versteht. Süsse, eingehende Melodien in einer allgemein bedrohlichen Atmosphäre, inclusive Aphex Twin Zitat. Das Vid glänzt durch muntere Cameos aus der Popkultur (Marylin Manson, Dita Von Teese, Jack Black, Cara Delevingne, Flea uvm). Auch diesmal gelingt es der Antwoord, in 4 Minuten und 52 Sekunden ganz viel Spielzeug anderer Leute kaputt zu machen. zef ninja rap rave crew

Die Antwoord zuhause

Diese beiden verkifften Südafrikaner haben es geschafft, White Trash zu einer Kunstform zu erheben. Klar, mit Drittweltcharme. Und wer weiss, vielleicht gilt Watkin Tudor Jones in 50 Jahren als der Bob Marley des frühen 21sten Jahrhunderts? In diesem gar nicht mal so kurzen Video, zeigen sie ne Menge von zuhause, ihrer Posse und bringen dazu ein paar gestellte Reime in inzwischen trendig gewordenem Afrikaans. Macht weiter, Zeflings. (via boingboing)

Rap, ohne parental advised lyrics

Evan Roth (a.k.a. fi5e), Rapper, Architekt und rastloser Kreativer, hat eine sehr schöne Version von N.W.A.s „Straight Outta Compton“ Album geschaffen. Mashups für die 10er. Nur die „explicit lyrics“. Keine von gutmenschenbeherrschten Aufsichtsgremien freigegebenen. Also macht euch auf knapp 2 Minuten „motherfucker“, „shit“, asshole“ und ähnlich sozialkritisches Textgut gefasst:(ni9e)

Die Antwoord: Jenseits des Hype

Der Internethype um die südafrikanische Rapper-Posse Die Antwoord hat auch nach einer Woche nicht an Fahrt verloren. Im Gegenteil: Wenn schon der Guardian in seiner Rolle als bester Tageszeitung des Planeten in Kapstadt anruft, um an Tudor „Ninja“ Jones direkte Fragen zu richten, muss da was dran sein. Und tatsächlich: „Die Antwoord: Jenseits des Hype“ weiterlesen

Rapper: Schwule sollen meine Platte nicht kaufen

081121trickRapper Trick Trick aus Detroit ist ein ganzer Mann. Findet er zumindest und zieht über Schwule her. Die würden sein neues Album nicht mögen, sinniert er in einem Interview mit AllHipHop.com, aber das wäre ihm egal. Er will sowieso kein schwules Geld von Schwuchteln. Und ärgert „Rapper: Schwule sollen meine Platte nicht kaufen“ weiterlesen