Jason erklärt, warum gefühlte Mehrheit so gefährlich ist

Jason zeigt uns sehr anschaulich in seinem Tiktok-Beitrag (ich hab das Video auf Bluesky verlinkt, damit ihr nicht Tiktok benutzen müsst), wie das menschliche Bedürfnis danach, Teil einer Gruppe und damit „normal“ zu sein, zu extremen Problemen führt. In unserer Gesellschaft. Zu verzerrter Wahrnehmung, zur Unterdrückung gefühlter Minderheiten, zu Gewalt. Er beginnt mit dem weit verbreiteten Cartoon, indem ein (gefühlter) Durchschnittsbürger in einem modernen Cafe nach schwarzem Kaffee fragt und der Barista ihm statt dessen unentwegt neue Modekaffeezubereitungen vorschlägt. Obwohl der Mann ja nur schwarzen Kaffee haben will. Haha, hihi. Allerdings, so beschreibt Jason, ist diese Situation aus der Luft gegriffen. Natürlich hat der Cartoon nichts mit dem wirklichen Leben zu tun. Allerdings, und hier wird es spannend, erzeugen neue Wahlmöglichkeiten tatsächlich in vielen Menschen das Gefühl, dass ihre eigene Einstellung sie auf einmal zu einer Minderheit macht. Wenn nicht gar zu einer Randgruppe. Und dann fällt einem ein, wie man bisher Randgruppen behandelt hat. Und das ist das Problem. Dass man Angst bekommt, so schlecht behandelt zu werden, weil man vielleicht selber zur Randgruppe gehört. Eben wie man selber bisher Randgruppen behandelt hat. Nämlich schlecht. Das tritt aber in der Realität nicht ein. Im Gegenteil. Man bekommt problemlos schwarzen Kaffee, Fleisch, Benzin, Heizöl, alles. Niemand hindert einen daran, seine Gewohnheiten beizubehalten. Aber die Angst davor führt dazu, dass viele Menschen aktiv gegen neue Wahlmöglichkeiten vorgehen. Alles Neue unterdrücken wollen. Gut erklärt, Jason. Danke.