Hat Zuckerberg Pornos an Minderjährige verteilt?

Zumindest ist das der Gegenstand einer Anklage vor einem US-Bezirksgericht. Demnach habe Meta (Facebook, Instagram, Whatsapp) 81,7 Terabyte von (nach Herstellerangaben) „Erwachsenenvideos, die dafür berühmt sind, das Stil- und Qualitätsniveau von Hollywood zu erreichen“ ohne Bezahlung heruntergeladen. Dazu habe Meta die Downloadplattform Bittorrent benutzt, welche demjenigen die besten Downloadraten gibt, der die beliebtesten Uploads bereitstellt. Das sei, so der Erwachsenenvideohersteller, von der hauseigenen Bittorrent-Prüfsoftware gezeigt worden. Also könne festgestellt werden, dass Meta Filmprodukte, die sich ausschliesslich an Über-18-Jährige richten, auch für Jüngere frei verfügbar machte.

Das ist natürlich böse und kann in den USA zu ernsten juristischen Problemen führen. Obwohl Kids ja längst wissen, wie Mama und Papa untenrum aussehen, was zunächst gar nicht so schlimm ist. Würden die Erwachsenenfilme nicht ausschliesslich dumme Rollenklischees transportieren und statt zwischenmenschlicher Kontakte ausschliesslich reproduktionsbezogene Handlungen zeigen, so dass die Kids ein völlig falsches Bild von der Situation kriegen. Aber das ist ein eher allgemeines Problem. Das eigentliche Problem im oben geschilderten Fall ist, dass Meta laut Anklage jede Menge Pornos downloadete, um damit seine „künstliche Intelligenz“ (die ja nicht intelligent ist) zu schulen. Weil im Porn eben Körperkontakte und Gesichtsausdrücke zu sehen sind, die sonst im Internet nicht vorkommen. Ja. Richtig.

Wir wissen bereits, dass die Tech Bros zu den gewissenlosesten Multimilliardären gehören (einige wenige haben manchmal Skrupel) und sich an keinerlei Regeln halten. Aber was tun wir dagegen? Protestieren wir öffentlich (so wie ich grade)? Geht das in unsere Wahlentscheidungen mit ein (manche Parteien nehmen dazu Stellung)? Greifen wir zum Konsumboykott (Signal statt Whatsapp, Mastodon statt Facebook oder Twitter, Pixelfed statt Instagram)? Oder sind wir mit unserem Los als Digitalsklaven zufrieden? Hm? beispielpic: internet

Instagram, Facebook, Threads, Whatsapp zensieren, was du schreibst

Die sozialen Netzwerke des Zuckerberg-Konzerns Meta, also Instagram, Facebook, Threads, Whatsapp, wurden mehrfach dabei ertappt, wie sie Posts und Chats löschten, Links verschwinden liessen und Quellen blockierten. Auch und gerade wenn es sich dabei um nachprüfbare Quellen handelte. Als Begründung dafür liefert Meta Ausreden („security error“) oder eine allgemeine Regel, politische Diskussionen verringern zu wollen. Dabei trifft es aber nicht nur Posts, die auf die Situation in Gaza aufmerksam machen, sondern auch solche, die auf Klimadaten und die heranrollende Klimakatastrophe verweisen. Diese Zensur nützt also ganz bestimmten Leuten. Zum Glück gibt es Netzwerke, die nicht von Konzerninteressen gesteuert werden. Mastodon und das ganze nicht-kommerzielle Fediverse, Signal für Einzel- und Gruppenchats, Threema trotz vereinzelter Schwächen: Alles besser als die Zensur der Big-Tech-Konzerne. pic Brian Wangenheim cc0

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Ich hab diese Woche beschlossen, ein eigenes Blog anzufangen. Warum? Weil mir auf meinen Reisen durch das Internet so viel Krudes begegnet, das ich nicht in den anderen Blogs unterbringe. Für die ich noch schreibe. Das sind [Update: Ich bin seit Ende november nicht mehr bei  Bootsektorblog.de, Gizmodo.de, TheInquirer.de dabei], Blogsburg.de – und jetzt 11k2. Was heisst eigentlich 11k2? 11,2 Kilometer (oder 11.200, 11kilo2 Meter) pro Sekunde ist die Fluchtgeschwindigkeit (oder zweite kosmische Geschwindigkeit) des Planeten Erde. 40.320 km/h. So schnell muss man unterwegs sein, um diesen Himmelskörper erfolgreich zu verlassen. Eine schöne Metapher für das „über den Tellerrand schauen“. Und das wollen wir doch, alle, nicht wahr?