USA: Mehr Marijuana als Tabak

In den USA haben noch nicht alle Bundesstaaten den Konsum von Marijuana legalisiert. Aber trotzdem zeigt eine aktuelle Gallup-Umfrage, dass dort inzwischen mehr Menschen Marijuana als Tabak rauchen (16 zu 11%). Bereits dieser geringe Anteil zeigt positive Wirkung, so verzeichnen Bundesstaaten, in welchen Marijuana freigegeben ist, deutlich weniger Verkehrsunfälle. Kein Wunder: Viele, vor allem jüngere Leute nutzen dann lieber Ganja statt Alkohol und sind bekifft weit fahrtüchtiger als betrunken. Inzwischen diskutieren hierzulande die Entscheidungsträger über Grenzwerte und Rechtsnormen, statt den Hanf einfach freizugeben. Deshalb nochmal: Das Betäubungsmittelgesetz ist falsch und richtet nur Schaden an, es muss abgeschafft werden. Der notwendige erste Schritt in die Zukunft ist hier die bedingungslose Freigabe von Hanfkonsum. Peace. npr via slashdot, pic dea pd

US-Wahl: Erfolg für die Legalisierung

Während die Welt noch mit Aufatmen beschäftigt ist – schliesslich hat es die Be­völkerung der US of A gegen alle Tricksereien geschafft, einen Psychopathen aus dem Präsidentensessel zu kippen – lohnt sich ein zweiter Blick auf die Ergebnisse von zusätzlichen Abstimmungen in 32 von 50 US-Bundesstaaten. In New Jersey, Arizona, South Dakota, Montana und Mississippi stimmten die Wahlberechtigten für eine Freigabe von Marijuana für medizinische oder Freizeitanwendung. Der als libertär bekannte Bundesstaat Oregon ging noch einen Schritt weiter und entkriminalisierte alle Drogen, ganz nach dem Vorbild von Portugal, wo eine ähnliche Gesetzes­änder­ung zu einem starken Rückgang von Drogennutzung geführt hatte. Auch in Oregon kann der Besitz von Heroin, Methamphetamin, LSD, Oxycodon oder anderen „harten“ Drogen mit dem Bezahlen eines Ordnungsgeldes von 100 USD oder dem Besuch einer Beratungsstelle beglichen werden. Kriminelle Verfolgung von Drogenbesitz in kleinen Mengen findet nicht mehr statt. Damit bewegen sich die US of A weiter auf dem Weg zu einer gerechteren, gesundheitsorientierten Drogenpolitik. Ein Weg, den Deutschland schon längst per Bundesgesetz einschlagen sollte. pic stay regular cc0

Warum Cannabisgenuss noch nicht erlaubt ist

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Ashley C. Bradford und W. David Bradford von der University of Georgia in Athens, haben einmal zusammengerechnet, was die Legalisierung von Marijuana/Cannabis in den verschiedenen US-Bundesstaaten bewirkt hat: Pro Arzt werden jährlich über 4000 Schmerztabletten weniger verschrieben. Das bedeutetet Milliardenverluste für die Pharmakonzerne bei allgemeiner Legalisierung von Cannabis, nicht wahr? Deswegen bemühen sich diese Unternehmen, Hanf weiter in der Illegalität zu halten. Bezahlt wird das ganze von den Bürgern, mit Tablettenabhängigkeit im legalen und Gefängnisstrafen im illegalen Fall. Und das alles bei einer Substanz, die zwar Schmerzen und psychische Belastungen vermindert, dabei aber nur ungefähr so gefährlich ist wie Buttermilch. healthaffairs, washington post (um den Artikel zu lesen, müsst ihr nur eine frei erfundene Emailadresse angeben)

Normale Leute beim Marijuanarauchen

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Die US-amerikanische Cannabis-Legalisierungs-Organisation DPA (Drug Policy Alliance) war so freundlich, Stock Fotos für den öffentlichen Gebrauch bereitzustellen (cc by nc). Von ganz normalen Leutem, die gerade dabei sind, legal und entspannt Cannabis zu konsumieren. Damit wir nicht immer Snoop Dogg abbilden müssen, wenn es um Weed geht. Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass wir die Legali­sierungs­bewegung einfach gross genug kriegen müssen (ich sag mal: 25% der Wähler), damit die staatstragenden Parteien das Thema aufgeben und lieber auf die praktische Querdiskriminierung verzichten als zu Wählerstimmen riskieren. „Normale Leute beim Marijuanarauchen“ weiterlesen

Kiffen schädigt die Lunge nicht

Wissenschaftler der University of California sowie der University of Alabama haben eine 20jährige Studie an über 5000 beobachteten Personen abgeschlossen und im Journal of the American Medical Association veröffentlicht: Tabakgenuss macht die Lunge über die Jahre hinweg immer schlechter. Marijuana nicht. Selbst dann nicht, wenn man jeden Tag kifft. Gelegentlicher, nicht täglicher Cannabiskonsum verbessert sogar die Lungenfunktion. dailywhat, jama

Kiffer sind weniger fett

Das hätten wir nicht erwartet: Zwei unabhängige Studien mit insgesamt rund 50.000 Teilnehmern kamen zum Schluss, dass Fettleibigkeit unter Nichtkiffern in etwa 25 % der Fälle, bei Kiffern dagegen nur in 16-17 Prozent auftritt. Und das auch noch mit positiver Korrelation, also je öfter ein Gerät reingetan, desto weniger Übergewicht. Alles rein statistisch, also hört mir auf mit „ich kenn da einen, der…“ „Kiffer sind weniger fett“ weiterlesen

Schwarzenegger dekriminalisiert Marijuana

Der Gouvernator hat wieder zugeschlagen. Um den Legalisierungsbestrebungen der kalifornischen Kiffer-Kultur entgegenzuwirken, hat er ein Gesetz unterzeichnet, das alle Marijuana-bezogenen Anklagen ab dem ersten Januar 2011 fallen lässt und Besitz, Gebrauch, Handel etc vom Verbrechen zur Ordnungswidrigkeit herunterstuft, die mit maximal 100 Dollar Strafe belegt werden kann. Cooler Move, Arnie. (via latimes) (pic 420 magazine)

Mexiko vor völliger Legalisierung von Marijuana

Wie das Wall Street Journal berichtet, bildet sich in Mexiko derzeit eine politische Mehrheit für die Legalisierung von Marijuana. Aber nicht etwa, weil man dort eingesehen hätte, dass Hanf und seine Produkte in etwa so schädlich und/oder sucht-erzeugend sind wie Buttermilch, sondern weil man damit den Drogenbanden das Hauptprodukt wegnehmen will. „Mexiko vor völliger Legalisierung von Marijuana“ weiterlesen

Cannabis: Einnahmen vs Ausgaben in den USA

091114us_hempGrossartige Infografik, erstellt aus den offiziellen Zahlen von FBI etc. Besonders schön: 2008 wurden in den 11 US-Bundesttatten, die Marijuana zu medizinischen Zwecken legalisiert haben, tatsächlich zusammen 340 Millionen US-Dollar an Steuern auf den Anbau und Verkauf von Hanf eingenommen. Umgerechnet auf die Anzahl der Cannabisnutzer in den restlichen US-Staaten ergäbe das für die gesamte USA jährliche Steuereinnahmen von 780 Millionen USD. Tatsächlich aber werden dort 14 Milliarden für die Bekämpfung von Drogen ausgegeben. ( via sloshspot) (pic: click > riesig)

Drogenhändler: Miese Geschäfte wegen legaler Konkurrenz

091010canada-marijuana-babe-eSchwere Zeiten für die mächtigen mexikanischen Drogenkartelle: Die Geschäfte mit dem einst so krisensicheren „Acapulco Gold“ gehen immer schlechter. Der Grund dafür liegt nicht etwa im menschenverachtenden Krieg der DEA gegen den Schmuggel in die USA, sondern in der legalen Konkurrenz: Wenn man mit einem ärztlichen Rezept in der Hand gutes, ehrliches, kalifornisches Dope erwerben kann, muss man nicht auf die organisierte Kriminalität zurückgreifen. Nach Zahlen des White House Office of National Drug Control Policy stammten etwa 60% des Gesamtumsatzes „Drogenhändler: Miese Geschäfte wegen legaler Konkurrenz“ weiterlesen

Der Marijuana-Verkaufsautomat

090813marijuana_automatIm Herbal Nutrition Center in Los Angeles steht seit einer Weile dieser Verkaufsautomat für Marijuana.

Geld einwerfen, Fingerabdruckscanner benutzen (um sicherzustellen, dass du ein Rezept für den Gebrauch hast) und mit dem Dope in der Tasche legal nach Hause gehen. Tja. So geht das also auch. Für die Stadt heisst das Steuereinnahmen statt Kriminalität.

( via trendhunter)

USA: Oakland besteuert Marijuana-Verkauf

090723miss_cannabisDas ist ein Meilenstein. Oder ein Dammbruch. Nennt es, wie ihr wollt: In einer Volksabstimmung sprachen sich 80 % (!) der Wähler Oaklands für die Einführung einer Hanf-Steuer aus. Die vier Cannabis-Märkte der Stadt müssen demnach 1,8 % Steuer auf ihren Dope-Umsatz abführen. Das findet jeder gut, ausser den Antidrogen-Hardlinern. Alle anderen freuen sich, dass die Kassen der Kommune entlastet werden und die indirekte Legalität von Marijuana ein wenig fester zementiert wurde. „USA: Oakland besteuert Marijuana-Verkauf“ weiterlesen

Britannien: Waterboarding bei Rauschgiftverdacht

090625ipccDie Independent Police Complaints Commission (IPCC) ermittelt gegen sechs Beamte der britischen Metropolitan Police. Verschiedenen Presseberichten zufolge hätten die Beamten bei Verhören die Foltertechnik des Waterboarding angewendet. Bei den Gefolterten handelte es sich um Personen, bei denen Marijuana in „Britannien: Waterboarding bei Rauschgiftverdacht“ weiterlesen

Mexiko plant Legalisierung von Drogenkonsum

090430maijuanagirlDer mexikanische Senat (zweite parlamentarische Kammer) hat am Dienstag einen Gesetzentwurf des amtierenden Präsidenten Felipe Calderon abgesegnet, wonach der Besitz von fünf Gramm Marijuana, einem halben Gramm Kokain und kleineren Mengen von starken Drogen wie Heroin und Meth legalisiert werden.

Die benötigte Zustimmung des „Mexiko plant Legalisierung von Drogenkonsum“ weiterlesen