Die iOS-App Rumuki (ist für Android angekündigt) hat das Ziel, problemlosen, sicheren Austausch von sehr privaten Fotos und Videos zwischen zwei Menschen sicher zu stellen. Das Versenden von intimen Darstellungen ist ein Verhalten, das in unserer digitalen Gesellschaft natürlich und gleichzeitig schutzwürdig ist. Um die Privatsphäre zu erhalten, verschlüsselt Rumuki alle damit verknüpften Bilder und gibt den Schlüssel an beide Beteiligte. Nur wenn beide zustimmen, kann der private Einblick geöffnet werden. Entzieht eine der beiden Seiten die Genehmigung ganz, bleibt die Intimität auch für die andere verborgen. Es ist nicht völlig sicher, ob die verwendete Krypto jedem Angriff standhalten kann, aber dennoch ist Rumuki ein Schritt in die richtige Richtung. Nicht nur für intime Videos mit erotischer Konnotation, sondern für alle Informationen, die niemanden ausser zwei bestimmten Menschen etwas angehen. itunes via violet blue
kryptografie
Hardware-Trojaner schwächen unsere Computersicherheit
IT-Securiity-Experte Bruce Schneier weist uns auf eine internationale Forschungsarbeit (PDF) zum Thema Hardware-Trojaner hin. Es sei relativ einfach und vor allem unbemerkt möglich, in der Lithografie-Phase der Chipherstellung einzelne Schaltelemente zu arretieren, so dass sie bei Ansteuerung immer den selben Wert ausgeben. „Hardware-Trojaner schwächen unsere Computersicherheit“ weiterlesen
Crypto ist das neue cool
Die NSA und alle ihre internationalen Schnüfflerkollegen lesen unsere Mails, Chats und Surf-Verläufe mit, holen sich dabei einen runter, geben alle unsere privaten Daten an irgendwen weiter und behaupten, das wäre gegen Terrorismus. Was für eine Farce. Snowden hat enthüllt, dass die NSA vorher von 9/11 wusste und alles hätte verhindern können. Aber wozu den Tod von 3000 Menschen stoppen, wenn durch den Anschlag die eigene Macht gestärkt wird? Es ist unsere Pflicht, hier möglichst viel Rauschen zu erzeugen und den totalitären Geheimdiensten aller Länder möglichst viel Arbeit zu machen. Ich hab meinen Chat bereits verschlüsselt (Pidgin + OTR), sobald ihr mir vertraulich mailen könnt, poste ich hier meinen öffentlichen Schlüssel.
Ich hatte euch eine Anleitung zum Verschlüsseln versprochen, zum Lesen, Umsetzen und Weiterverlinken. Hier ist mal eine gute Übersicht: piraten-regensburg/crypto. Hier noch eine: kryptoparty.
Emails verschlüsseln – so wirds gemacht
Ist einfach, und kostet nichts. In diesem Video erklären uns Kattascha (Katharina Nocun) und ihre Freunde das Verschlüsseln von Emails. Man braucht dazu das Emailprogramm Thunderbird, das Plugin Enigmail und das Verschlüsselungstool PGP (zB als GnuPG). Einrichten kann das jeder, kompliziert ist daran nur, dass man jetzt ein Passwort mehr hat. Und, dass man verschlüsselt und sicher nur mit jemandem schreiben kann, mit dem man vorher den Schlüssel ausgetauscht hat. Hier sind die Downloads: Thunderbird, Enigmail, GnuPG (gibts für Windows, Mac und Linux). Und von Ed Snowden wissen wir, dass die NSA PGP nicht aufkriegt. Dann mal viel Spass beim privaten Plaudern.
Heml.is – verschlüsseltes Chatten via Smartphone
Auf schwedisch bedeutet „hemlis“ soviel wie geheim. Ausserdem passt die isländische Domain „is“ sehr gut zum vorgesehenen Zweck. Tatsächlich schraubt Peter Sunde (of Pirate-Bay-Fame) zusammen mit seinen Kumpels Leif und Linus an einem verschlüsselten Instant Messenger, als kostenlose, spendenfinanzierte Smartphone-App auf der Basis von XMPP (Jabber). Das Endergebnis wird für alle zugänglich und ohne Geschäftsmodell benutzbar sein, wer einmalig spendet, bekommt Zusatzfunktionen wie zB Bilderversand spendiert. „Heml.is – verschlüsseltes Chatten via Smartphone“ weiterlesen
Turing-Bombe verkürzte den zweiten Weltkrieg um zwei Jahre
IT-Archäologie: Vor einer Woche wurde die in jahrelanger Kleinarbeit von Freiwilligen nachgebaute „Turing Bombe“ im ehemaligen Geheimdienst-Zentrum und heutigen Museum Bletchley Park (nördlich von London) fertig gestellt. Trotz des Namens handelt es sich „Turing-Bombe verkürzte den zweiten Weltkrieg um zwei Jahre“ weiterlesen



