Primitive Man gefallen mir schon länger. War mal sowas wie Doom Metal. Kalter, mathematischer Doom Metal. Das neue Zeug (siehe Video) ist dann bereits über die Kante. Post Death. Prog Doom. Horror Sludge. Wunderbar erwachsener Lärm. Erinnert mich spontan und zu meiner eigenen Überraschung an Scorn (Nick Harris) und das ganze andere nordenglische (Post) Industrial Metal Stahlwerk. Obwohl sie selber aus Denver, Colorado stammen. Definitiv der Metal-Track der Woche.
Industrial
Dame Area: Industrial mit spanischen Mädchen
Das hat man auch nicht so oft: Dame Area aus Barcelona, Silvia Konstance und Viktor L. Crux, verknüpfen die Industrial-Düsternis von Throbbing Gristle, Suicide und einer Legion zu Unrecht unbekannt gebliebener Bands der beginnenden New Wave mit erfrischender Unbeschwertheit. Auf den Vollzug musikalischer Trepanation wird netterweise verzichtet, die Eisenblech-Loops bleiben im musikalischen Zusammenhang, statt nur zu nerven. Mehr davon auf bandcamp
Melvins / Boris: Twins Of Evil
Cable Regime: Assimilate & Destroy

Birmingham 1992. Also vor 30 Jahren, in der de-industrialisierten Zone Britanniens. Cable Regime waren von 88 bis 97 einer der Vorreiter des gitarrenlastigen Industrial, nur eben nicht durchgängig tanzbar und ohne die Macho-Allüren des EBM, also kommerziell weniger erfolgreich. Was Paul Neville, Steve Hough und Diarmuid Dalton, teilweise mit Unterstützung durch Justin Broadrick (Godflesh) erreichten, war eine Fortsetzung des 70er Prog/Noise von Chrome oder This Heat mit den Trepanationsgitarren des frühen Industrial Metal mit einer untypisch verspielten Benutzung von Sampling Loops. Der Track hier, „A Beam Of Iridescent White Light Mix„(Bandcamp-Link), fasst die neun Jahre Bandgeschichte gut zusammen.
Tiervideo der Woche aus der Zeit nach der Robokalypse
Das Vid zeigt Maschinen, die Federn und Klammern aus Draht biegen, in feiner japanischer Minimal/Industrialästhetik. Oder Robotertierkinder, die an einem komplexen, für uns Humanoide unverständlichen Drahtspiel Vergnügen finden. Wenn die Robokalypse uns Humanoide überflüssig gemacht hat. So dass wir uns über den möglichen Sinn des Drahtbiegespiels auch keinen Kopf mehr machen müssen. idstr.jp via kottke
Industrial aus Lampen
Die Italiener Fabio Di Salvo und Bernardo Vercelli produzieren seit Jahren Performances am Rande des verständlichen und haben für ihre aktuelle Show 96 Lampen zusammengestellt, deren Brummen sich zu sehr hübschen Industrial-Sinfonien zusammenstellen lässt. „Industrial aus Lampen“ weiterlesen
Godflesh: New Dark Ages
Natürlich ist der Opening-Track des am 7. Oktober erscheinenden Albums „A World Lit Only by Fire“ so, wie wir Godflesh kennen, eher wie die frühe, Streetcleaner-Phase. Und gleichzeitig extrem abgeklärt und aus einer Ära lange nach Metal. Einer Ära der hyperkapitalistischen Dystopie, die ihre eigene post-industrielle Dancemusik hervorbringt. via pitchfork
Gegenwartsmusik: Strotter Inst.
Weil ich die vor ein paar Jahren von ihm auf einem Konzert gekaufte CD „live act at oblo“ beim Aufräumen wiedergefunden habe, weil ich insgesamt 3 seiner grossartigen Industrial/Drone-Performances mit 4 bis 5 Turntables, Kartonscheiben, Gummibändern gesehen habe und innen im CD-Faltcover steht „intellectual property is prison. free the music. copy and reproduce at will,“ will ich dem Wunsch des von mir sehr geschätzten Künstlers nachkommen. „Gegenwartsmusik: Strotter Inst.“ weiterlesen
Throbbing Gristle, Wiederveröffentlichung auf Vinyl
Die wegweisende britische Industrialband will ihre Scheiben in remasterter Form als Vinyl neu auflegen, limitiert auf je 2000 Stück, mit zusätzlichem Fotomaterial für die Sammler, erhältlich über ihren eigenen Mailorder. Wer die Band nicht kennt: Man kann die Alben auch in diesem Internet anhören. Oder gleich herunterladen. Aber das nur am Rande. throbbing gristle via boingboing
Kutiman: Craftsman
Der geniale israelische DJ Kutiman (siehe 11k2) verdient ein bischen Geld, indem er für die Werkzeugmarke Craftsman einen Videosample-Industrial-Groove-Clip cuttet. Weiter so, Kutiman. (via likecool)

