Clipse, also Pusha T und No Malice, haben nach 16 Jahren ein neues Album: Let God Sort Em Out. Produziert von Pharell, extrem cool, mit arabischen Samples über unaufgeregtem HipHop-Beat. Props an Pusha T, der in der Vergangenheit mit eng mit Kanye West, sich dann aber, Geld hin oder her, von ihm distanzierte, als dieser Nazi-Anfälle bekam. Die Lyrics mögen wir im alten Europa als nebensächlich und rekursiv empfinden, aber, wisst ihr was, die black culture der USA findet in so etwas wie einem feindlichen Land statt (wg. Rassismus), da muss man sich anders ausdrücken. So Be It.
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Rome Streetz & Daringer: Starbvxkz
Lange nicht mehr so coolen HipHop gehört. Nicht ohne Gangsta, aber bei aller Erzählung von Drogenhandel und Strassengewalt doch mit einer klaren Empfehlung an die young people, nicht auf die Sache mit dem schnellen, dreckigen Geld reinzufallen. Easy targets, das sind junge Leute ohne Erfahrung, sagt Rome Streetz, während Daringer einen umwerfend relaxten OldSchool-Track drunterlegt. Respect.
This I Like: Cypress Hill & Orchester
Weil es von den Simpsons so angekündigt wurde (*räusper): Hier sind Cypress Hill und das Colorado Symphony Orchestra. Das ganze Konzert, in Denver, am 20. Juli. Insane In The Brain ab 12:12. Ja, ok, so ist US-amerikanische Kultur sinnvoll. via metafilter
Girl, like: Daaaammn!
Zoomer-Star Ice Spice (Isis Naija Gaston) stammt aus der Bronx und bringt seit einem Jahr die US Drill Scene durcheinander. Im Unterschied zu Kolleginnen identifiziert sie sich durch ihre orange Wuschelfrisur, unterkühlten Textvortrag und ein zentrales Thema: weibliches Selbstbewusstsein. Letzteres eine commodity, die von Millionen gleichaltriger Girls dringend gebraucht wird. Ihre Fans laufen unter #Munchies, nach Ice’s Track Munch (Feelin’ U), in dem sie klarstellt, dass ihre Attraktivität sie nicht zu Gefühlen gegenüber irgendwelchen Typen verpflichtet. Das alles hat ihr erstaunlich schnell Collabs mit Drake, Pink Panteress, Nicki Minaj, Taylor Swift eingebracht, die Message weiblicher Unabhängigkeit bleibt aber unverändert. Und das ist wichtiger als Ice’s Einfluss auf US Drill oder Hiphop oder Zoomer-Pop oder whatnot. Grah.
Sugar Daddy als feministische Hymne
Die US-Hiphop-Artistin Qveen Herby schlüpft in diesem Song in die Rolles eines „Sugar Babes“, also einer jungen Frau, die ihre Attraktivitäten für sehr viel Geld an einen einzigen Mann verkauft. Also gleichzeitig eine Form von Prostitution und eine Form weiblicher Selbstbestimmung – schliesslich hat sie in dieser Rolle deutlich mehr Kontrolle über sich selbst als etwa in einer wirtschaftlich begründete Ehe. Diese Selbstbestimmung führt Herby auch im real life durch: Sie veröffentlicht ihre Songs ohne Label oder Verlag, ist also völig independent. Ich denke, so funktionieren role models heute: „the bitches wanna judge me, but i don’t care“.
Ana Tijoux: Antifa Dance
Heute wichtiger als in Jahren: Antifaschistische Kunst. Gegen die Überlegenheits- und Herrschaftsphantasien einer kleinen Gruppe von weissen Cis-Hetero-Imperialisten und ihrer Fans. Am Ende laufen Klassismus, Sexixmus, Rassismus zu einem totalitären Blutrausch zusammen, die Gewaltfantasien emotional Verarmter treffen heute Sisha-Bars und Synagogen, gestern ganze Länder und Populationen, morgen hoffentlich weniger. Aber das liegt an uns. Und Props an Ana für die Zusammenfassung.
Robocopyright, die Rap-Version
Dan Bull hat die Diskussion um die EU-Copyrightdirektive und ihre vielen schrecklichen Artikel in Reimform gebracht. Dig this. via boingboing
Mona Haydar: Hijabi
Verdammt, ist das cool. Da würde ich glatt zum Konvertiten werden. Wenn ich irgendwas mit Religion anfangen könnte. Abgesehen davon ist das Statement der Syrerin Mona Haydar grossartig. Und lasst mich mit der Hijab-Debatte in Frieden. Sollen die Mädels doch anziehen, was sie wollen. „Mona Haydar: Hijabi“ weiterlesen
Life After Death Star
Notorious B.I.G vs John Williams. Der fällige HipHop-Remix des Star Wars Soundtracks. Die Otaku Gang hat zugeschlagen.
US-Entwicklungshelfer infiltrieren kubanische Hiphop-Szene
Nach Berichten von Associated Press und Al Jazeera hat die Entwicklungshilfebehörde United States Agency for International Development (USAID) kubanische Hip-Hop-Musiker bezahlt, um regimekritische Inhalte zu verbreiten und die Bevölkerung gegen die kommunistische Regierung aufzubringen. Hier haben die Kubaner richtig Glück – oder eine Regierung, die es versteht, sich im Licht der Weltöffentlichkeit aufzuhalten. Anders lief es in Honduras, Haiti, Venezuela, Panama, Bolivien, Grenada, Nicaragua, El Salvador, Guatemala, Chile, der Dominikanischen Republik, Uruguay, Costa Rica, Mexico, Argentinien. „US-Entwicklungshelfer infiltrieren kubanische Hiphop-Szene“ weiterlesen
Zugezogen Maskulin: Alles brennt
Deutscher HipHop, den ich nicht überflüssig finde (Ich bin da ziemlich streng). Das ist bemerkenswert. Das poste ich. Quote: „Wir sind keine Grauzonenband, weil wir uns nicht distanziern von unsern autonomen Fans“. noisey
Rap die Revolution: Hiphop in Arabien
Torie Rose DeGhett hat auf The Awl einen fantastischen Überblicksartikel zur Rolle von HipHop im arabischen Frühling. Arabische Länder leiden ja unter einem weit höheren Bevölkerungsanteil mittelalterlich Gesinnter als der „westliche“ Industriegürtel, hier hat Musik noch eine sehr viel höhere soziale und politische Bedeutung, für die Identifikation für der Modernisierungsbewegung. „Rap die Revolution: Hiphop in Arabien“ weiterlesen
Brooke Candy – Das Me
Gegenwartsmusik. thx: geekleetist
5 Dolla Nigga
Slaughter Rico erzählt, wie Scheisse es wieder in der Hood läuft, dass er ne 38er im Schrank hat, falls es wieder Riots gibt und dass sie ihn immer wieder kriegen, egal was er macht und wie schnell er rennt. Weil er ja ein 5 Dolla Nigga ist. Sagt er. Hat er eigentlich vor drei Jahren gesagt, gilt aber wohl immer noch. mefi
HipHop-Crew veröffentlicht neues Album auf Pirate Bay
Advance Patrol bringt das neue Album El Futuro direkt über die Pirate Bay raus. Sie wollen damit gegen den Kreuzzug der Musikindustrie gegen die Musikfans protestieren. Wer der Band Geld geben „HipHop-Crew veröffentlicht neues Album auf Pirate Bay“ weiterlesen