
No shit: J Dilla (James Dewitt Yancey) ist einer der wenigen Menschen, die Musik, und unsere Gegenwartskultur, völlig verändert haben. Es gibt Musik vor und nach J Dilla. Warum? Weil er den Drumcomputer, das Hauptargument der dance music, von sich selbst befreit hat. Indem er die Kontrolle über die time, die Metrik, wieder selbst in die Hand genommen hat, und alle Abweichungen vom straight, steady beat genutzt, um mit dem Sequenzer einen sequenzerfernen Groove zu erzeugen, wie es ihn vorher nicht gab. Das alles ist für Nichtmusiker:innen ein bischen schwer zu verstehen, deswegen hat das überhaupt völlig grossartige Visual Online Mag The Pudding das alles in Bilder und Loops zum Antippen und Verstehen gepackt. Schaut und hört euch das an. Es ist wichtig. Es geht um kontemporare Musik, die so was ähnliches wie das Rückgrat unserer Kultur bildet. Und wenn ihr schon dabei seid, sehr euch auch alle anderen Beiträge auf pudding.cool an. So viel Information, soviel Statistik, soviel Gegenwart in leicht verständlicher, zugänglicher Form.

