Nur keine falschen Hoffnungen

fripp_eyes

Das war jetzt so ne Art Abschlussveranstaltung heute. Was am 9. April letzten Jahres mit meiner ersten Augenoperation begann, ist dann also durch. Nach der dritten Cortisonspritze vor sechs Wochen (und allem möglichen in den eineinhalb Jahren dazwischen) kann man soviel sagen, dass die Netzhaut-Operation an sich funk­tioniert hat, die danach aufgetretene Netzhaut-Entzündung und -verformung aber nicht behandelt werden konnte. Operieren kann man sowas nicht und immer noch mehr Cortison reinpumpen bringt auch nichts. Das heisst: Der wellige, verzerrte Seh-Eindruck auf dem rechten Auge und das daraus resultierende kaputte räumliche Sehen wie auch das schnelle Ermüden des gesamten optischen Systems beim Lesen und Schreiben wird wohl so bleiben. Meine Honda-Schaluppe (den 97er Civic) kann ich dann wohl zum Blechpreis verkaufen, weil’s das dann mit dem Auto­fahren auch war, und mir nen neuen Job ohne viel Lesen und Schreiben suchen. Keine Ahnung, wie das alles gehen soll. Die Glasaugen aus dem 3D-Printer wie oben von Fripp Design werd ich eher nicht brauchen. Trotzdem bin ich irgendwie erleichtert. Keine falschen Hoffnungen mehr auf irgendwelche Tricks der konven­tionellen Medizin. Ab sofort nur noch Voodoo.

Shoegazing macht gesund

blick4

Dann lag ich ja gar nicht so falsch mit der ungefähren Stilrichtung meiner aktuellen Band. Aus meinen Krankenhaustagebüchern jedenfalls geht hervor, dass man bei einer solchen Augen-OP (wie ich sie hatte) zumindest in der ersten Woche immer nach unten schaun muss. Das wirkt zwar subjektiv deprimierend, nimmt aber etwas Gravitationsstress vom Auge weg. „Shoegazing macht gesund“ weiterlesen