Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat heute entschieden, dass die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke ein Recht auf angemessene Entschädigung für den abrupten „Atomausstieg“ nach Fukushima (das übrigens weiter den Pazifik radioaktiv verseucht) fordern dürfen. Die Begründung ist komplex, aber schlüssig: Im Jahr 2000 beschloss die damalige rot-grüne Bundesregierung in Absprache mit den Energiekonzernen, dass alle Kernkraftwerke bis 2022 abgeschaltet werden sollen. Dazu wurden feste Stromliefermengen vereinbart, also eine staatlich garantierte Abnahme des noch zu erzeugenden Atomstroms (anderorts nennt man solche staaatlichen Wirtschaftsentscheidungen einfach Kommunismus). Schon 10 Jahre später beschloss Schwarz-Gelb, dass die alten Uranschleudern 12 Jahre länger laufen dürfen. Aber schon ein halbes Jahr später platzt die japanische Kernkraftanlage bei Fukushima nach einer Überschwemmung und die Regierung Merkel nutzt die öffentliche Panik, um wieder Sympathiepunkte zu sammeln, indem man zunächst ein Moratorium beschliesst: „Atomausstieg, Fukushima und die Korruption“ weiterlesen
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Fukushima: Neue Kernspaltung

Im Katastrophen-Kraftwerk Fukushima Daiichi ist das Edelgas Xenon gefunden worden. Und? Xenon 133 und Xenon 13 135 entstehen bei der Kernspaltung von Uran 235. „Fukushima: Neue Kernspaltung“ weiterlesen
Schweiz bereitet Atomausstieg vor
Übermorgen wird das Schweizer Parlament die Zukunft der nationalen Atompolitik bestimmen. Erster Vorschlag: AKWs bleiben bis zum Ende ihrer Laufzeit am Netz und werden dann durch neue ersetzt. Zweiter: Keine neuen AKWs. Dritter: Vorgezogener Ausstieg. „Schweiz bereitet Atomausstieg vor“ weiterlesen
Atompolitik: Längere Laufzeiten, geringere Sicherheit
Die Regierung Merkel hat einen im Geheimen verhandelten Vertrag mit den Energiekonzernen geschlossen, der längere Laufzeiten für alle Kernkraftwerke vorsieht, wobei ältere Uranschleudern vor allzu hohen Sicherheitskosten geschützt werden sollen. „Atompolitik: Längere Laufzeiten, geringere Sicherheit“ weiterlesen
Ende eines Atomkraftwerks
Eigentlich wird hier nur der Kühlturm des US-Kernkraftwerks Savannah River Sites gesprengt. Den Reaktorbehälter genauso einfach in die Luft zu jagen, wäre dagegen keine so gute Idee. Trotzdem: Applaus für diesen symbolischen Akt des Atomausstiegs (den übrigens genau wie den Einstieg die immer weniger werdenden Steuerzahler finanzieren müssen). (via likecool)
Korruption: Kein Atomausstieg in Deutschland
Wozu Gesetze beachten, wenn 340 Milliarden Euro auf dem Spiel stehen? Die konzernhörige deutsche Bundesregierung hat den 2002 beschlossenen Atomausstieg auf Eis gelegt: Alle 17 Kraftwerke laufen weiter, auch die alten Krücken Neckarwestheim 1 und Biblis A. Letzteres ging 1974 und gilt als gefährlich. Das ist das Ergebnis eines Treffens Bundesregierung mit den Energiekonzernen im Kanzleramt, wie der Spiegel berichtet. (pic Armin Kübelbeck cc)
Uran: Weltreserven fast verbraucht
Ölkrise? Ein Witz! Auf unserem Planeten werden jährlich etwa 40.000 Tonnen Uranerz abgebaut und zu Nuklearbrennstoff weiterverarbeitet (und dann zu Nuklearabfällen, und dann zu krebskranken Kindern). Dummerweise verbrauchen alle Kernkraftwerke dieser Erde aber so viel spaltbares Uran, „Uran: Weltreserven fast verbraucht“ weiterlesen
Atom-Barone auf Öko-Kuschelkurs
„Schon der nächsten Legislaturperiode“, warnt der Präsident des Deutschen Atomforums, Walter Hohlefelder, „würden sieben der 17 deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet“. Aber nur, „wenn es beim Atomausstieg bliebe“. Und das daraus resultierende Schreckensszenario: „Das sind fast zehn Prozent der Stromproduktion und fast 20 Prozent der Grundlast“. „Atom-Barone auf Öko-Kuschelkurs“ weiterlesen




